Ihre Meinung zu: Libyen-Konferenz: Regierungschef al-Sarraj fordert Schutztruppe

19. Januar 2020 - 10:11 Uhr

Kurz vor Beginn der Libyen-Konferenz in Berlin hat der libysche Premierminister al-Sarraj eine Schutztruppe unter UN-Dach gefordert. Derweil erhöhte General Haftar mit der Besetzung wichtiger Ölhäfen den Druck.

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Kommentare

"Libyen-Konferenz: Regierungschef al-Sarradsch fordert Schutztru

.

Der Zögling des Auslands fordert eine "Schutztruppe"! Was fordert das Libysche Volk? Was fordern die Stämme?

UN-Schutztruppe bitter nötig

Eine UN-Schutztruppe, die wesentlich auch aus Militär der EU-Staaten besteht, ist bitter nötig für eine Friedensperspektive Libyens.

Die Blaupause dafür ist die Intervention der NATO-Staaten im Balkan, durch die dort gleichfalls der dortige Krieg in den 90er Jahren beendet wurde.

Mit welcher......

Berechtigung "fordert" er eigentlich etwas? Mit der Berechtigung eines von der "Internationale", warum auch immer anerkannten Regierungschefs? Wie wäre es mit der Wahrheit, daß es sich bei Libyen um einen "failed state" handelt, dessen Geschichte aber nicht erst 1951 (wie manche User meinen) beginnt? Wer auch immer diesen Forderungen nachkommt, macht sich zum Spielball der Stämme, Clans und auch ausländischen Interessen.

Die "Schutztruppe" hätte nur einen Zweck

Nämlich den, Herrn Sarradsch an der "Macht" zu halten. So hätte er es gern. Denn die Bevölkerung, die Herr Sarradsch zu schützen vorgibt, hat unter Herrn Haftar nix auszustehen. Wenn es so wäre, würden sich aber die hiesigen Medien als Sprachrohr der sich wieder mal auf der falschen Seite positionierten Bundesregierung Zeter und Mordio schreien. Der General Haftar wird aber verständlicherweise keinen Feddan Boden wieder herausrücken, hingegen mit Herrn Sarradsch nicht anders umgehen, als er es verdient hat, denn jener ist letztlich nur noch -und das haben nun auch die letzten Mohkaner erkannt- ein Operettenkaiser, den man möglichst bald, aber mit Blumenstrauß, hinter dem Bühnenvorhang verschwinden lassen muss.

6,8 Millionen ?

Wegen 6,8 Millionen Streithähnen soll die Weltgemeinschaft eine Schutztruppe schicken?

... für wie lange? ...

... Jahre? ...

... Jahrzehnte ?? ...

... bis es dort kein Öl mehr gibt ??

Danach interessiert sich sowieso nur noch die Sonne für dieses Stück Wüste!

Was mich erstaunt

ist dieser Satz.
" Die USA sprachen sich für einen Abzug aller ausländischer Truppen aus dem Bürgerkriegsland aus. "

Wurden sie nicht gerade gebeten ein anderes Land zu verlassen ?, und die Antwort war negativ.

Ich weiß zu wenig über Libyen und den Regierungschef, und es sind sehr viele Spieler dort vor Ort.
Die Schutztruppe müsste ja aus einem Land Kommen was nicht beteiligt ist, auch nicht durch die Hintertür.
Und da wird die Sache wohl eher schwierig.

Allen Übels Grund

Würden USA und Russland ihre Fehden nicht in anderen Ländern austragen, wäre die Welt weitaus friedlicher.

Libyen zu wichtig

Libyen grenzt an unserem Mittelmeer. Deswegen brauchen wir dort Frieden und Sicherheit. In der Tat wäre es das Beste Libyen für längere Zeit unter internationale Kontrolle zu stellen. Dann leiden keine Zivilisten und die Schurken werden schneller ihre Strafe bekommen. Da ist jetzt militärische Stärke angesagt.

Libyen-Konferenz: Regierungschef fordert Schutztruppe

Wenn man sich einmal genau vergegenwärtigt, wie heute im Januar 2020 - also etwa neun Jahre nach dem Sturz des Diktators Gaddhafi die Karte der Machtverteilung aussieht - dann kann man sich nur sehr wundern, dass der Regierungschef Al-Sarradsch überhaupt noch Forderungen stellen kann. Er kontrolliert außer die Gebiete um Tripolis praktisch nichts - oder nichts mehr. Ja. Auch dies ist eine Folge von 42 Jahren Gaddhafi. Doch es war auch eine gewisse Außenministerin Hillary Clinton, die 2011 gesagt hatte, Gaddhafi müsse gehen, der noch 2004 in der EU nach Schröders Besuch und der Freundschaft mit Sarkozy sehr willkommen war. Erst nach der Zettelrede vor der UN 2009 änderte sich dies.
Wieso umgibt sich die Kanzlerin Merkel eigentlich mit einem grausamen General Hafta, der hier der eigentliche Machthaber in Libyen nach Gebieten ist? Dies erinnert sehr an die Toleranz Gaddhafis durch Schröder 2004.
Wenn eine Kanzlerin sich mit grausamen Generälen umgibt, ist das eine ganz verkehrte Politik.

Merkel und Maas

werden eine Schutztruppe massiv unterstützen, aber natürlich ohne deutsche Beteiligung. Für so etwas sind die anderen zuständig.

@tagtest schöne Blaupause

Wer soll denn vor wem geschützt werden? Die eine Regierung vor der Anderen? Alle vor dem IS? Die Flüchtlinge vor krimineller Schleusern aus dem Umkreis aller Konfliktbeteiligten? Der Ölfluss vor Allen? Und wieviel Truppen braucht man? Damit das auch letzten Winkel funktioniert?

Alle anderen ausländischen

Alle anderen ausländischen Akteure sollen sich zurückziehen, damit endlich die EU Truppen reinschicken kann? Wie bitte? Seit wann hat die EU Truppen? Doch das ist sowieso illusorisch. Griechenland, Zypern und wahrscheinlich Frankreich werden sich dagegen stellen, da sie auf der Seite der LNA und der libyschen Stämme sind. Übrigens hat auch nicht Haftar die Ölanlagen besetzt, sondern die Stämme in den Gebieten, weil sie nicht wollen, dass mit den Ölgeldern die syrischen Söldner der Türkei bezahlt werden. Aus Tripolis erreichte mich diese Zuschrift: "Der Glaube an die Demokratie geht bei mir langsam verloren. Das Milizentum in Tripolis floriert. Sie füllen sich die Taschen und profitieren von ihrem Status. Der LNA fehlen zwei wichtige Stadtteile und ganz Tripolis würde sich, wie Sirte, kampflos anschließen. Solange sich die Großmächte einmischen und sich nicht eingestehen, dass die „Einheitsregierung“ ein riesen Fehler ist, wird sich so schnell nichts ändern.

libyen krieg potenzial grosser unruhe

ich weiss nicht inwiefern die eu und brd die krise in libyen bereit sind so zu verstehen, wie sie sich ausserhalb der interessen (oel wirtschaft) der anderen nationen auf libyen zeigt. mit sarradsch waere weder eine demokratische noch eine einheitsregierung als loesung erreicht. zumal jener auf die arabischen stimmen zu pfeifen scheint, und sich ueber die tuerkei andere masstaebe sucht um sich zu halten. dass er dabei neue undurchschaubare wege zusammen mit letzterer betritt, die sich an das intern.see- und gebietsrecht nicht halten - durch die erfundene seebruecke der beiden - sollte ein warnzeichen sein, dass erst recht diese regierung keinen zu ernst nehmenden frieden in die region bringen wird. ich meine die eu und merkel sollten schon zu anfang des treffens heute klarstellen, dass die erfundene seebruecke zwischen erdogan und sarradsch schon deshalb nicht existiert, weil sie in europaeischem gebiet liegt durch kreta und die griech. Inseln).

Die UN als Hüter der annerkannten Regierung in Libyen

Interessant. Als Herr Gaddafi, der davor, die von der UN anerkannten Regierung in Libyen stellte, wurde von der gleichen UN, dann nicht geschützt, als sein Land in Schutt und Asche gebombt und er persönlich gepfählt wurde.

Auch interessant, dass dieses Ding EU nun weiteres Blut braucht, um seine Daseinsberechtigung zu gewähren und nicht auseinanderbricht. In der blutigen Zerschlagung Jugoslawiens wurde die EU vorbereitet (Maastricht-Verträge), bei der Bombardierung und Besetzung der Bundesrepublik Jugoslawien, hat dieses Ding sich profiliert um "Frieden und Ordnung", auch unter Waffen, auf dem Balkan zu bringen, in dem es das Völkerrecht brach. Aktuell scheint das, mittlerweile zum Barbaresken Staat verkommende, Libyen, herhalten zu müssen, für Berliner und Brüssler Aspirationen, dass dieses Ding jetzt auch Truppen unter seiner Hoheit in den Krieg führt. Die Frage ist nur für was? Auf dem Balkan, hat keine der Maßnahmen der selbstgefälligen "ehrlichen" Makler geholfen.

@karlheinzfaltermeier, 9:45

Mit welcher Berechtigung "fordert" er eigentlich etwas? Mit der Berechtigung eines von der "Internationale", warum auch immer anerkannten Regierungschefs?

Weder für Forderungen, die in einer solchen Angelegenheit gestellt werden, noch für deren Erfüllung oder Nichterfüllung spielt irgendeine Art von Berechtigung oder Legitimität eine Rolle. Libyen könnte auch ein Staat sein, in dem seit Äonen Staatschefs demokratisch gewählt wurden und stets im Sinne von Frieden und Gerechtigkeit gehandelt haben, oder einer, der schon immer von skrupellosen Gangstern regiert wird - es wäre egal. Die Interessen anderer, die kein Mensch um Einmischung gebeten hat, bestimmen, wer international anerkannter Regierungschef ist, und ob das Land in Ruhe gelassen oder "befreit" wird.
Das gilt übrigens auch für die deutsche Diplomatie.

EU-"Schutztruppe" - was soll das sein?

Einerseits wird der Abzug aller ausländischen Akteure gefordert, um dann andererseits mit eigenen Truppen ins Land reingehen zu können. Was ist denn das für ein Unsinn?
Griechenland und Zypern werden mit Sicherheit bei der Außenministerkonferenz dem nie zustimmen, weil Sarradsch mit der Türkei ein Abkommen zu neuen Seegrenzen geschlossen hat, das Griechenland niemals anerkennen wird. Und übrigens steht auch Frankreich auf Seiten der LNA.
Auch hat nicht Haftar die Ölanlagen besetzt, unter seiner Kontrolle stehen sie nämlich schon lange, sondern die libyschen Stämme haben gefordert, die Anlagen so lange zu schließen, bis die türkischen Militärs und syrischen Söldner das Land verlassen haben.

10:04, Robert Wypchlo

>> Doch es war auch eine gewisse Außenministerin Hillary Clinton, die 2011 gesagt hatte, Gaddhafi müsse gehen, der noch 2004 in der EU nach Schröders Besuch und der Freundschaft mit Sarkozy sehr willkommen war. <<

Sarkozy war, zusammen mit Berlusconi, die treibende Kraft hinter der Militärintervention in Libyen.

So weit kann es mit der Freundschaft nicht her gewesen sein.

>>Wieso umgibt sich die Kanzlerin Merkel eigentlich mit einem grausamen General Hafta, der hier der eigentliche Machthaber in Libyen nach Gebieten ist? Dies erinnert sehr an die Toleranz Gaddhafis durch Schröder 2004.
Wenn eine Kanzlerin sich mit grausamen Generälen umgibt, ist das eine ganz verkehrte Politik.<<

Inwiefern umgibt Frau Merkel sich mit General Haftar?

Schutztruppen

sollen die Staaten stellen die den „Frühling“ dort mit Bomben eingeleitet haben....

wo es um Ölpreiskontrolle geht

sind die Oligarchenfreunde Putin und Trump massiv beteiligt. Der Gedanke, dass alle EU Mitgliedstaaten die NATO verlassen und selbst
ein Verteidigungsbündnis gründen, macht zunehmend mehr Sinn

Dem von Sarradsch schließe ich mich an

Dem hier von der Regierung in Tripolis kann ich mich nur anschließen!

https://www.tagesschau.de/ausland/libyen-konferenz-schutztruppen-101.html

Der Chef der international anerkannten Regierung Libyens, Fajes al-Sarradsch, hat kurz vor der Berliner Libyen-Konferenz eine internationale Schutztruppe für sein Land gefordert. Wenn General Chalifa Haftar seine Offensive nicht einstelle, müsse "die internationale Gemeinschaft aktiv werden und zwar auch mit einer internationalen Truppe zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung", sagte al-Sarradsch der "Welt am Sonntag".

Auch ich bin der Meinung, dass die UNO dringend in Libyen die Kontrolle uebernehmen muss und fuer Ruhe sorgen muss. Außerdem hat die UNO ja ganz klar gefordert, dass ALLE ausländischen Kämpfer aus Libyen abziehen muessen. Das gilt explizit auch fuer die Kämpfer von Haftar! Außerdem hat Haftar alle Häfen freizugeben. Auf diese Erpessung durch Haftar gehe ich nicht ein.

@frosthorn um 10:13Uhr

Sie haben meinen Kommentar nur direkter formuliert, aber ansonsten sind wir der gleichen Ansicht. Dies gilt aber auch für türkische, russische und besonders natürlich italienische Interessen, die letztlich mit dazu beigetragen haben (Berlusconi), daß dieses Chaos entstanden ist.

rer Truman Welt

Erinnern wir uns noch daran, was zu dieser heutigen politischen Situation in Libyen geführt hat? Welcher Staatsführer wurde da noch einmal liquidiert und von wem weil dieser sich bedroht sah? Und welche Rolle spielt jetzt dieser Liquidator im laufenden Prozess? Welche Konsequenzen muss dieser tragen, wenn sich von dort demnächst wieder große Flüchtlingswellen in die Welt und primär Richtung Europa bewegen ?
Ein wunderbares Beispiel!

Die NATO + Tuerkei + Russland + Saudis dort raushalten

Auch dem hier kann ich mich ebenfalls nur absolut anschließen:

https://www.tagesschau.de/ausland/libyen-konferenz-schutztruppen-101.html

"Eine solche Schutztruppe muss unter dem Dach der Vereinten Nationen agieren", forderte al-Sarradsch. Fachleute müssten beraten, wer daran teilnehme, "etwa die EU oder die Afrikanische Union oder die Arabische Liga".

Die NATO, die Tuerkei und Russland sowie die Saudis muessen aus der Sache rausgehalten werden. Ja, so eine Schutztruppe muss unter dem Dach der UNO handeln denn niemand steht ueber der UNO. Außerdem ist Haftar fuer mich ein Kriegsverbrecher der längstens verhaftet gehört. Der hat mehr als genug Menschenleben auf seinem Gewissen.

Genau deswegen gibt es nur die Möglichkeit dass die UNO erstmal fuer längere Zeit die Kontrolle uebernimmt und das Öl und Gas muss im Boden bleiben, auch aus Klimagruenden. Libyen muss auf andere Produkte umsteigen und andere Produkte auf den Markt bringen.

Ruhe, Ordnung und Arbeit

sind die Faktoren, mit dene Libyen wieder aufzubauen ist.

Der Einzige, der dies garantiert, ist Haftar.

Den arbeitsscheuen Rumtreibern, welche 2011 den Bürgerkrieg vom Zaun gebrochen haben, ist das ein Dorn im Auge. Deshalb fordern sie nun internationalen Schutz vor Haftar.

10:27, Zundelheiner

>>Schutztruppen
sollen die Staaten stellen die den „Frühling“ dort mit Bomben eingeleitet haben....<<

Erst kam der "Frühling", dann die Bomben.

Konferenz in Berlin...

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sagte, ein möglicher Millitäreinsatz in den nordafrikanischen Land könnte helfen, einen angestrebten Waffenstillstand im Land zu überwachen. 
###
Um dann zwischen den Fronten der Konfliktparteien und Interesseparteien zu geraten ? Hat die Weltgemeinschaft den absolut nichts aus der Vergangenheit gelernt ? Und muß die EU sich wirklich in diesen Konflikt einbringen in denen jetzt schon genug Player mitmischen ? Und das nur aus wirtschaftlichen Interessen? Nein Libyen muß, so schwer es auch fällt diesen Bürgerkrieg selber lösen. Eine Einmischung von fremden Mächten hat in anderen Konflikt-Regionen der Welt auch noch nie funktioniert.

10:40, Ostap Suleyman ...

>>Ruhe, Ordnung und Arbeit
sind die Faktoren, mit dene Libyen wieder aufzubauen ist.

Der Einzige, der dies garantiert, ist Haftar.

Den arbeitsscheuen Rumtreibern, welche 2011 den Bürgerkrieg vom Zaun gebrochen haben, ist das ein Dorn im Auge. Deshalb fordern sie nun internationalen Schutz vor Haftar.<<

Wen meinen Sie mit "arbeitsscheue Rumtreiber"?

Haben die UN und einige westliche Länder

nicht schon genug Unheil in Libyen gestiftet indem sie Ghaddafi weggebomt haben? Haben sie nicht bereits genügend negative Erfahrungen damit gemacht, dass sich nach Gaddafi die Islamisten diesen Staat als das nächste Beuteland auserkoren haben?

Europa sollte sich aus den Kämpfen afrikanischer Länder (und gerade die mit muslimischer Bevölkerung) komplett heraushalten. Da können sie NIE gewinnen. Denn wenn Europa oder Amerika eingreifen, sind alle Muslime gegen die Ungläubigen vereint. Nein, lasst sie in Ruhe ihre Stammes- und Glaubenkriege selber austragen und wenn sie ihr Staatsgebiet stabilisiert haben, treibt zivielen Handel.

Ansonsten sollte Europa seine Energien in einen robusten Schutz seiner Aussengrenzen stecken und Massenmigration abwehren.

Nein, danke.

"Chef der international anerkannten Regierung Libyens, Fajes al-Sarradsch"

>>Eine Regierung die NIE vom Volk gewählt wurde, sondern einfach eingesetzt. Das ist für mich keine legitimierte Regierung.

Zudem ist das libysche Parlament auf Seite des General Haftar, wie fast 70% des Landes.

Der Ruf nach der UNO...

...ist doch ein allseits beliebtes Totschlagargument jedes Politikers, der weiß, dass weder er selbst noch seine Feinde fähig sind, Gier und Machtbesessenheit aufzugeben. Man ruft einfach nach der UNO, die bekanntlich noch nie irgendwo eine dauerhafte Lösung irgendwelcher Probleme durchsetzen konnte, da schon bald eine der Vetomächte aus Eigeninteresse die Handlungsmöglichkeiten dieser Organisation blockiert. Und dann hat man wieder eine wunderschöne Ausrede, denn es sind wieder alle anderen Schuld...

Nach einem Waffenstillstand sollten Wahlen abgehalten werden.

Möglich, dass General Haftar diese gewinnt. Diese Wahlen müssen unter Aufsicht der UN stattfinden. Krieg ist das dümmste Mittel, an die Macht zu kommen, das hat der General noch nicht kapiert. Was glaubt er, denken die Menschen, die durch seine Waffen Angehörige verloren haben? Er müsste, den Rest seines Lebens, die Rache fürchten.

Konferenz in Berlin

Am 19. Januar 2020 um 10:15 von Ali-Wolf
EU-"Schutztruppe" - was soll das sein?
Einerseits wird der Abzug aller ausländischen Akteure gefordert, um dann andererseits mit eigenen Truppen ins Land reingehen zu können. Was ist denn das für ein Unsinn?
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Völlig ihrer Meinung ! Das ist Unsinn !
Von daher halte ich den Vorschlag sämtliche fremden Truppen aus den Land abzuziehen absolut für Notwendig ! Den solange Libyen zum Spielball fremder Mächte bleibt, den es nur um eigene Interessen geht kommt es nie zu einen Ende !

Die Bundesregierung...

... muss sich bedingungslos auf die Seite General Haftars stellen! Er ist der einzige zu einer Einigung des Lands Fähige und Berechtigte... Es sei denn, Seif al-Qaddhafi würde endlich aus seiner rechts- sowie völkerrechtswidrigen Gefangenschaft befreit und als legitimer Nachfolger seines Vaters wiedereingesetzt.......

re 10:40 Ostap Suleyman: Frieden mit Haftar?

>>Ruhe, Ordnung und Arbeit
sind die Faktoren, mit dene Libyen wieder aufzubauen ist.<<

Das gilt wohl für alle Ecken dieser Welt und ist damit - pardon - eine Floskel. Welche Ruhe meinen Sie? Wie soll die Ordnung aussehen und wer soll diese bestimmen? Welche Art Arbeit?

>>Der Einzige, der dies garantiert, ist Haftar.<<

Es kann niemals nur eine Person geben, die „dies“ garantiert.

>>Den arbeitsscheuen Rumtreibern, welche 2011 den Bürgerkrieg vom Zaun gebrochen haben, ist das ein Dorn im Auge.<<

Und da kommen Sie zum Kern! Sofern Sie nämlich „Ihren“ Haftar richtig einschätzen, will dieser gar keine Befriedung unter Einbeziehung der gesamten Gesellschaft, was gemeinhin als „Ruhe und Ordnung“ verstanden wird. Sondern Sie (und General Haftar?) wollen Ihre ganz persönliche „Ordnung“, in der Anders- und Mitdenkende offensichtlich keinen Platz haben, also schlicht nicht dazu gehören.

Frieden ist aber immer der Frieden aller. Alles andere ist maximal ein Waffenstillstand!

moderne Form des Kolonialismus

früher hatte man Kolonien, um Afrikas Länder auszubeuten. Heute sichert man sich "Schürfrechte". Scheinheilige Bestrebungen, z. B. Erdogan. Es wird Friedenssicherung vorgetäuscht, aber es sind leider nur wirtschaftliche Interessen.

re karlheinzfaltermeier

"Mit welcher Berechtigung "fordert" er eigentlich etwas? Mit der Berechtigung eines von der "Internationale", warum auch immer anerkannten Regierungschefs? Wie wäre es mit der Wahrheit, daß es sich bei Libyen um einen "failed state" handelt"

Und was soll man mit Ihrer Diagnose "failed state" anfangen? Haben Sie auch eine Lösung oder nur die Diagnose?

Libyen-Konferenz:Regierungschef al-Sarradasch fordert Schutztr..

Fordern kann man viel.Libyen ist seit der Militärintervention von 2011 ein failed state.Und was soll es eigentlich heißen,daß die USA,wie es im Artikel steht,"den Abzug aller ausländischen Truppen verlangen" ? Sie ziehen ja selbst da nicht ab,wo Länder das verlangen.
Man kann es deplaziert finden,daß an der Konferenz einige Staaten teilnehmen,die damals daran beteiligt waren.
Aber das auch andere daran teilnehmen,kann man als einen Ausdruck dafür werten,daß sich das internationale Kräfteverhältnis zu verändern beginnt.

Traurig, traurig!

"Ruhe, Ordnung und Arbeit sind die Faktoren, mit denen Libyen wieder aufzubauen ist. Der Einzige, der dies garantiert, ist Haftar." @Ostap Suleyman
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Indem man Krieg führt "gegen arbeitsscheue Rumtreiber" und dabei Infrastruktur zerstört und Menschen tötet, schafft man Ruhe, Arbeit und Ordnung? Kommt das direkt vom Propheten?
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General Soleimani wurde mit einer Drohne erledigt, Haftar bekommt Geld und Waffen! Wer das versteht .....

um 10:30 von Demokratieschue... um 10:13 von Pilepale

" Genau deswegen gibt es nur die Möglichkeit, dass die UNO erstmal fuer längere Zeit die Kontrolle übernimmt und das Öl und Gas im Boden bleiben, auch aus Klimagründen. Libyen muss auf andere Produkte umsteiegen und andere Produkte auf den Markt bringen."
Höchst interessant! Glauben Sie UNO als eine souveräne, unabhängige und Frieden sichernde Institution? Wo ist der Sitz von UNO und wovon lebt diese Organisation? Daraus kann man einiges ableiten. Ich teile die Sichtweise zu diesem Konflikt mit dem Foristen Pilepale - zwar etwas scharf aber realitätsnah gedeutet.
Aus Klimagründen sollten wir weitgehend auf tierische Produkte verzichten, das würde mehr Klimaschutz bedeuten, als Stopp der Ölförderungen in Libyen. Für den witschaftlichen Aufbau des zerstörten Landes sollten 100% die USA und ihre Verbündeten die Verantwortung übernehmen.

NATO öl

das einst reichste land afrikas mit sozialsystemen von denen USA und europa nur träumen können ( gratis universität gratis krankenversicherung finanzielle familienunterstützung ) ist heute nurnoch ein 3 welt land gleich auf mit somalia und afghanistan.. eine schande in der menscheitsgeschichte und ja NATO darf zur sicherung der rohstoffe ein land überfallen und jetzt wird von schutz für die zivilbevölkerung gesprochen was für eine lüge was für ein drama.. Das öl wird durch den petrodollar gratis für die USA und billig für europa..

@ Googol (10:56): genau dass hier ist der Fehler!

@ Googol

Und dass hier:

Zudem ist das libysche Parlament auf Seite des General Haftar, wie fast 70% des Landes.

ist genau der Fehler! Das Parlament steht auf der falschen Seite der Geschichte. Die UNO muss da durchgreifen und dieses Parlament muss kapieren dass Haftar nichts weiter als ein Kriegsverbrecher ist, dem es nur um ÖL und Gas geht und darum, den USA einen Vorteil zu verschaffen (den us-Ölunternehmen). Das Parlament und Haftar, die Tuerkei, Russland und andere zerstören das Land!

Konferenz in Berlin

Am 19. Januar 2020 um 10:34 von Demokratieschue...
Auch ich bin der Meinung, dass die UNO dringend in Libyen die Kontrolle uebernehmen muss und fuer Ruhe sorgen muss...
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Den kann ich mich leider nicht anschließen ! Die Vorderung von al Sarradsch nach Schutztruppen wird diesen Konflikt nicht beenden. General Chalifa Haftar wird nähmlich auch von Ausländischen Staaten unterstützt und sieht daher auch keinen Grund der Forderung zuzustimmen. Den Vorschlag der UNO und der USA nach einen Abzug "ALLER" fremden Truppen aus Libyen finde ich daher vernünftiger. Eine UNO Schutztruppe würde nähmlich sehr schnell zwischen den Fronten geraten und auch irgendwann als Besatzungsmacht angesehen werden. Diesen Bürgerkrieg können nur die Libyer selber beenden. Die Frage ist nur wer an Ende die Macht übernimmt. Die eine oder andere Partei...

Die UN ins Spiel zu bringen ist sicher nicht unvernünftig

Die Blauhelmsoldaten sind ja ursprünglich zur Trennung von verfeindeten Gruppen , die prinzipell Frieden machen wollen aber nicht stark genug sind das für die jeweilge Partei auch zu garantieren , im Einsatz. Und natürlich sind das keine EU oder Deutschland geführten Einheiten , die im wesentlichen aus den Blockfreien Ländern rekrutiert wurden. ( Österreich , Indien .. ) .

@ Werneranerin (11:24): die UNO ist NICHT die USA

@ Werneranerin

Höchst interessant! Glauben Sie UNO als eine souveräne, unabhängige und Frieden sichernde Institution? Wo ist der Sitz von UNO und wovon lebt diese Organisation

ich weiss auch, dass die UNO in den USA sitzt. Aber: die UNO ist NICHT die USA. Es sitzen viel mehr Länder in der UNO. Und die UNO lebt von dem was die Mitgliedsstaaten einzahlen. Bitte informieren Sie sich mal.

Daraus kann man einiges ableiten. Ich teile die Sichtweise zu diesem Konflikt mit dem Foristen Pilepale - zwar etwas scharf aber realitätsnah gedeutet.

ich nicht.

Aus Klimagründen sollten wir weitgehend auf tierische Produkte verzichten, das würde mehr Klimaschutz bedeuten, als Stopp der Ölförderungen in Libyen.

und wenn man beides kombinieren wuerde - also mehr Verzicht auf tierische Produkte zusammen mit Stopp der Ölförderung in Libyen - wäre mehr Klimaschutz. Zusätzlich wäre auch ein Förderstopp fuer Erdgas wichtig. Es geht mit Biogas anders.

re 11:21 Bernd Kevesligeti: Abzug aller Truppen

>>Und was soll es eigentlich heißen,daß die USA,wie es im Artikel steht,"den Abzug aller ausländischen Truppen verlangen" ?<<

Das heisst, dass die USA den Abzug aller ausländischen Truppen verlangen!
Dies wäre die Voraussetzung, dass die UN mit solidarischer internationaler Beteiligung den Aufbau einer stabilen Ordnung nuch dem Massstab der Vereinten Nationen sichern könnte. Genau das, wozu die UN gegründet wurden und wozu sie da sind: Ein gemeinsames Dach, unter dem man unterschiedliche Interessen ohne Gewalt zum Ausgleich bringen kann.

>>Sie ziehen ja selbst da nicht ab,wo Länder das verlangen<<
Sehen Sie, wenn Sie sich weiter gegenseitiges Fehlverhalten irgendwann und irgendwo und irgendwie vorhalten, ist dieses gemeinsame Vorgehen eben nicht möglich. Und dann passiert das, was Sie jetzt beobachten können. Die Einen schicken „ihren“ Halfar, die Anderen ihren „Saljman“ und die nächsten ihre Milizen und und und...

Sollten wir nicht dieses Sandkastenspiel mal an die UN auslagern?

@ Werneranerin (11:24): auch andere sind mitverantwortlich

@ Werneranerin

Für den witschaftlichen Aufbau des zerstörten Landes sollten 100% die USA und ihre Verbündeten die Verantwortung übernehmen.

Teilweise richtig. Aber: die EU, Deutschland, Frankreich und andere hängen da mit drin, weil die ueber die Tuerkei Öl von Haftar kaufen was falsch ist! Und damit sind die EU, Deutschland, Frankreich, die VAE, Russland und andere genauso verpflichtet die Verantwortung fuer den Wiederaufbau zu uebernehmen. Siehe zu den Javelinrakten in Haftars Lager:

https://tinyurl.com/yy5qgc6n
NZZ: Französische Waffen in Lager von libyschem Warlord gefunden (10.07.2019, 18.28 Uhr)

In dem Lager der Stadt Gharyan, rund 90 Kilometer südlich der Hauptstadt Tripolis, waren vier amerikanische Panzerabwehrraketen vom Typ Javelin gefunden worden. Das französische Verteidigungsministerium bestätigte am Mittwoch einen Bericht der «New York Times», wonach die Raketen zuvor in französischer Hand gewesen waren.

Und die Waffen stammten aus den USA!

Bloß keine Schutztruppe!

Der General macht Nägel mit Köpfen und scheint mehr Unterstützung und organisatorisches Talent zu haben, als die ganze libysche Regierung zusammen.

Ordnung ist wichtig, damit ein Staat funktionieren kann und nicht jeder Kleinganove versucht die Macht an sich zu reißen - auch wenn es die in "seiner Straße" ist.

Das tut auch den Menschen nicht gut, weil sie sich nicht an einen Machthaber anpassen können, sondern zwischen mehreren zerrieben werden.

re jautaealis

"Die Bundesregierung...

... muss sich bedingungslos auf die Seite General Haftars stellen! Er ist der einzige zu einer Einigung des Lands Fähige und Berechtigte... Es sei denn, Seif al-Qaddhafi würde endlich aus seiner rechts- sowie völkerrechtswidrigen Gefangenschaft befreit und als legitimer Nachfolger seines Vaters wiedereingesetzt......."

Ihre Beiträge werden immer skurriler.

"Legitimer Nachfolger seines Vaters"? - Ist in Libyen irgendwann eine Erbmonarchie ausgerufen worden?

UN Außengrenzen

um 10:02 von Sosiehtsaus News

"Libyen zu wichtig
Libyen grenzt an unserem Mittelmeer. Deswegen brauchen wir dort Frieden und Sicherheit. In der Tat wäre es das Beste Libyen für längere Zeit unter internationale Kontrolle zu stellen..."

So sieht' s also aus. Soweit ich informiert bin, ist nicht so klar ob das Mittelmeer "unser(es)" ist und ja, auch der Bodensee grenzt mehr an Österreich und Schweiz bei genauem Hinschauen. Was also wollen Sie sagen mit ihrem Appell und wer sollte für "internationale Kontrolle" stehen?
Auch die größte Angst vor "Massenflucht" über das Mittelmeer kann Sie nicht von der Verantwortung für ein bißchen Recherchieren befreien. Wenn ich meiner Famile in Senegal erzähle, was hier in Deutschland teilweise an Vorstellungen herrschen über Afrika, bin ich als Witzeerzähler gern gesehen.

10:55, dummschwaetzer

>> Nein, lasst sie in Ruhe ihre Stammes- und Glaubenkriege selber austragen und wenn sie ihr Staatsgebiet stabilisiert haben, treibt zivielen Handel.<<

Es handelt sich nicht um Stammes- und auch nicht um Glaubenskriege. Kriege sind überall auf der Welt Kämpfe um ökonomische Macht und Verteilung.

Ihr Blick auf die Menschen "dort unten" ist von überliefertem kolonialem Denken geprägt. Es fehlen bloß noch Begriffe wie Clanmentalität usw.

>>Ansonsten sollte Europa seine Energien in einen robusten Schutz seiner Aussengrenzen stecken und Massenmigration abwehren.<<

Dann wird das allerdings mit dem zivilen Handel ein wenig schwer.

@ fathaland slim um 10:50

"Wen meinen Sie mit "arbeitsscheue Rumtreiber"?"

Wen meinen Sie denn bitte wenn Sie immer wieder diesen Arabischen Frühling ins Spiel bringen?

Ihr Arabischer Frühling war ein Hungeraufstand, da Spekulanten die Preise für Grundnahrungsmittel in die höhe trieben.

"Erst kam der "Frühling",

"Erst kam der "Frühling", dann die Bomben."

Es kommt in der Regel immer erst ein Frühling gefolg von Bomben.

Libyen !

Ich denke, alle ausländischen Kräfte, die in Libyen aktiv sind, sollen sofort das Land verlassen und nicht noch mehr Chaos anrichten. Genauso wie General Haftar, der ja speziell von einer Großmacht ausgebildet wurde.
Wenn die UNO eine Schutztruppe stellt, dürften an dieser aber keine der bisherigen Protagonisten mit dabei sein, weil diese eh nur aus rein wirtschaftlichen und geopolitischen Gründen dort sind. Das gilt für Russland, die Türkei und Ägypten, auch Italien und Frankreich.
Danach sollte unter der Aufsicht der UNO sich alle Stämme der Libyer zusammen setzen und nach einem vernünftigen Konzept einer friedlichen Einigung suchen.

Von wem

wurde diese “International anerkannte Regierung“ gewählt?
Nur ein kleiner Teil des Landes ist unter Kontrolle dieser Regierung.
Wie heißt es in 'Zeit-online' - “Der eine hat das Amt, der andere die Macht“. Und “Die Regierung ist von korrupten Milizen abhängig“.
Dieser libysche Präsident wurde, ohne je politisch tätig gewesen zu sein, vom damalige UN-Sondergesandte für Libyen, im Oktober 2015 vorgeschlagen und 2016 von den Vereinten Nationen als Chef einer Regierung der Nationalen Einheit in Tripolis eingesetzt und gilt seitdem als international anerkannter Staatschef Libyens. Uns da wundert man sich? Das ist vermutlich auch ein Teil des Problems, warum Herr Fayes al-Sarraj so wenig beim libyschen Volk ankommt.

re melancholeriker

"um 10:02 von Sosiehtsaus News

"Libyen zu wichtig
Libyen grenzt an unserem Mittelmeer. Deswegen brauchen wir dort Frieden und Sicherheit. In der Tat wäre es das Beste Libyen für längere Zeit unter internationale Kontrolle zu stellen..."

So sieht' s also aus. Soweit ich informiert bin, ist nicht so klar ob das Mittelmeer "unser(es)" ist und ja, auch der Bodensee grenzt mehr an Österreich und Schweiz bei genauem Hinschauen. Was also wollen Sie sagen mit ihrem Appell und wer sollte für "internationale Kontrolle" stehen?"

Die Außengrenzen der EU liegen im Mittelmeer. Also ist "unser Mittelmeer" nicht so grausam falsch, wie Sie es mittels der Goldwaage feststellen wollen.

re pilepale

"@ fathaland slim um 10:50

"Wen meinen Sie mit "arbeitsscheue Rumtreiber"?"

Wen meinen Sie denn bitte wenn Sie immer wieder diesen Arabischen Frühling ins Spiel bringen?

Ihr Arabischer Frühling war ein Hungeraufstand, da Spekulanten die Preise für Grundnahrungsmittel in die höhe trieben."

Erstens, falsche Ansprache. Arbeitsscheue Rumtreiber stammt nicht von fathaland slim.

Zweitens, falsche Behauptung. Wie passen Spekulanten zum Land der sozialen Wohltaten, das Libyen unter Ghaddafi gewesen sein soll.

Libyen !

Es ist immer wieder das gleiche Lied, das die unsäglichen und super reichen Protagonisten Putin und Trump mit ihren kriminellen Gesellen, sich noch mehr Kohle ( Öl ) scheffeln wollen. Nun kommt auch noch Erdogan um die Ecke, weil er merkt, dass er innenpolitisch langsam deutlich unter Druck gerät. Auch er will jetzt durch einen desaströsen und unrechten Vertrag sich etliches Geld sichern.
Immer nur der Menschen verachtenden Gewinnsucht nach zu hecheln, zerstört so viele Menschen und unsere Erde.
Aber leider ist dies ein paar wenigen Wahnsinnigen dieser Erde vollkommen egal.
Dabei übersehen sie, auch sie sind wie alle anderen vergänglich und werden wieder zu Staub.

11:24, Werneranerin

>> Glauben Sie UNO als eine souveräne, unabhängige und Frieden sichernde Institution? Wo ist der Sitz von UNO und wovon lebt diese Organisation? Daraus kann man einiges ableiten.<<

Das Hauptquartier der UN befindet sich seit 1949 in New York, nachdem es ursprünglich in London war. Weitere Amtssitze sind Wien, Genf und Nairobi.

Die Organisation "lebt" von den Beiträgen ihrer Mitglieder, das sind sämtliche Nationen dieser Erde. Die Beitragshöhe berechnet sich nach der Wirtschaftskraft.
Die USA halten seit Ronald Reagan einen Großteil ihrer Beiträge zurück, um die UN unter Druck zu setzen. Erpressung also. Trotzdem tanzen die Nationen dieser Welt nicht willfährig nach der Pfeife der US-Administration.

>> Ich teile die Sichtweise zu diesem Konflikt mit dem Foristen Pilepale<<

Wenn der Forist von dem "Ding" schreibt, dann meint er nicht die UN, sondern die EU.

10:38 Demokratieschue...

>>Die NATO, die Tuerkei und Russland sowie die Saudis muessen aus der Sache rausgehalten werden. Ja, so eine Schutztruppe muss unter dem Dach der UNO handeln denn niemand steht ueber der UNO. Außerdem ist Haftar fuer mich ein Kriegsverbrecher der längstens verhaftet gehört. Der hat mehr als genug Menschenleben auf seinem Gewissen.

Genau deswegen gibt es nur die Möglichkeit dass die UNO erstmal fuer längere Zeit die Kontrolle uebernimmt und das Öl und Gas muss im Boden bleiben, auch aus Klimagruenden.<<

Die UNO hat längst ihre "Macht" verloren. Was erreicht sie denn noch? Kann die UNO etwa noch die hohen Herren dieser Welt zur Raison bringen? Nein, sie ist schon lange müde, schwach und farblos. Sie kann nicht mehr tun, als es in diesem Falle Fr. Merkel auch tut: die Herrschaften höflich bitten, mal mit Vernunft statt mit Machtgier zu handeln. Denn ein zweites Drama wie in Syrien will wohl niemand (eigentlich ein drittes: der Jemen sollte nicht vergessen werden).

11:33 von Demokratieschue

Haben Sie sich schon mit der Person des Premierministers befasst? Der, der “international anerkannt“ ist, nur nicht im eigenen Land.
Wäre vielleicht gut, ehe Sie schreiben, dass das Parlament “auf der falschen Seite“ steht. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass das libysche Volk lieber von Herrn Haftar regiert wird. Interessiert SIE das überhaupt nicht?
Ein politisch vollkommen Unbekannter, weil noch NIE in der Politik tätig, wird von der UN eingesetzt!, ohne dem libyschen Volk auch nur eine andere Alternative zu lassen.
Und ihre Aussage, dass es Haftar “nur um Öl und Gas geht“; worum geht es denn den anderen? Mit wem und wofür hat der Herr al-Sarraj einen Vertrag geschlossen, zim dem er gar nicht berechtigt ist? Ich sage nur als Tipp: Mittelmeer, Griechenland, Zypern.

11:54, das Ding

>>Ihr Arabischer Frühling war ein Hungeraufstand, da Spekulanten die Preise für Grundnahrungsmittel in die höhe trieben.<<

Es ist nicht meiner.

Hungeraufstand stimmt schon. Es herrschte seit Jahren eine große Dürre, und den Menschen verhungerte und verdurstete das Vieh, ihre Lebensgrundlage. Worauf die Herrscher der Region mit noch mehr Repression reagierten.

@demokratiesch....

Stopp der Erdöl- und Erdgasförderung und stattdessen Biogas. Selbst "wir" in unserem Wahn schaffen nicht mal 10% der Energieerzeugung mit diesem Zeugs. Bei kaum noch steigerbarer Landschaftsverschandelung in Richtung Agrarsteppe. Und 5% Methanverlust über Undichtigkeiten und Motoren. Das Klima dankt. Aber vielleicht verwandeln wir ja irgendwann die Sahara in einen Riesen-Maisacker, quai Desertec 2.0. Da glaub ich eher an Natronkalk herankarrende Aliens, die die Atmosphäre dekarbonisieren.

Libyens Möchtegernpremier ...

... hat keinerlei Legitimation, auch nur das Geringste für das vom ihm so tief im Abgrund gehaltene, ehedem so wundervolle Land zu fordern! Möge die deutsche Polizei ihn stattdessen umgehend festnehmen und dem IStG zuführen...

Am 19. Januar 2020 um 10:02 von Sosiehtsaus News

" Libyen grenzt an unserem Mittelmeer. Deswegen brauchen wir dort Frieden und Sicherheit. "

Wie kommen Sie zu dieser Aussage, das das Mittelmeer unser ist ?, wir sind Anlieger.

Auszug:
" Das Mittelmeer liegt zwischen Europa, Afrika und Asien. Es ist das am stärksten von Festländern umgebene Mittelmeer. Im Westen ist es durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden."

Das wäre eine Erklärung wert, es gibt Seegrenzen soweit ich weiß, auch wenn die bei einigen zur Zeit keine Rolle spielen.

11:55 von Traumfahrer

Wurde die libysche Regierung gewählt? Nein. Haftar soll also, weil er von einer Großmacht ausgebildet wurde (wie Sie schreiben), sein Heimatland verlassen. Was macht man dann mit einer Regierung, die von anderen eingesetzt wurde, ohne je dem libyschen Volk eine Wahl gelassen zu haben? Deshalb bekommt diese “international anerkannte Regierung“ auch keinen Fuss auf den Boden. Übrigens eine Regierung, die von korrupten Milizen gestützt wird.
Dass wir uns richtig verstehen, ich bin auf keiner Seite, weil zu wenig Ahnung von Libyen. Ich vermute nur, dass das Chaos mit dieser Regierung nicht beseitigt werden wird.

schnurzegal

unseren westlichen moralaposteln war der schutz der zivilbevölkerung so lange wichtig, bis der sozialist gadaffi tot war. seither war ihnen die zivilbevölerung schnurzegal. bis, ja bis haftar, der putin verdächtig nahe ist, zu mächtig wurde.

ich halte mich an die regel aus der bibel: "an ihren früchten werdet ihr sie erkennen." die früchte westlicher intervention in libyen sind: viel viel mehr tote als unter gadaffi's schreckensregime, und ein failed state. von einer neuerlichen intervention erwarte ich langfristig einfach nur noch mehr tote.

zu dumm, dass es für die libysche zivilbevölkerung keinen schutz gegen westlichen intervention gibt.

Wenn Libyen unter

Wenn Libyen unter internationale Kontrolle gestellt würde, dann hätten die verschiedenen Interessengruppen Zeit, für ihre Vorstellungen gemeinsame Kompromisse zu finden. Wahrscheinlich läuft es aber auf einen Stellvertreterkrieg Russland - Türkei hinaus. Könnte auch in einer Spaltung des Landes, Kleinlibyen = Tripolis und Restlibyen enden.

Frühlings

um 11:54 von Pilepale
@ fathaland slim um 10:50

"Wen meinen Sie denn bitte wenn Sie immer wieder diesen Arabischen Frühling ins Spiel bringen?

Ihr Arabischer Frühling war ein Hungeraufstand..."

Sie machen Sich ziemlich unbeliebt bei arabischen Studenten, die bei vielen der Demonstrationen oft an vorderster Front stehen und ihr Leben riskieren.

Dem Hungeraufstand von 1789 dürften Sie in erster Linie verdanken, daß Sie heute keinem Feudalherrn mehr dienen müssen. Und der Hungeraufstand 1918, oder der in Dresden in den 80ern...

Sehr beklemmend, was es für einfache Perspektiven gibt in diesem Land.

/// Am 19. Januar 2020 um

///
Am 19. Januar 2020 um 12:12 von jautaealis
Libyens Möchtegernpremier ...

... hat keinerlei Legitimation, auch nur das Geringste für das vom ihm so tief im Abgrund gehaltene, ehedem so wundervolle Land zu fordern! Möge die deutsche Polizei ihn stattdessen umgehend festnehmen und dem IStG zuführen...///
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Was für ein Quatsch. Weder hält " Libyens Möchtegernpremier " das Land " tief im Abgrund ", noch war das Land " ehedem so wundervoll ", noch kann die deutsche Polizei in Libyen eine Person " umgehend festnehmen und dem IStG zuführen ".

Was soll dieses ganze lächerliche Herumgerede?

Herr Haftar hat die Macht und Herr Sarradsch die großen Worte. Und alle, die lauthals herumtönen, Haftar solle, müsse und man fordere usw. usw. haben nicht begriffen, dass Personen, die sich die Macht erkämpfen mussten, nichts mehr davon kampflos freigeben. Da kann unsere aufgebrachte Demokratieschützerin fordern und fordern und fordern, es wird ein F.rz gegen den Wind bleiben. Herr Haftar hat die Macht, das Land, das Öl und offenbar leht sich dortzulande auch niemand dagegen auf. Die einzigen, die jetzt laut herumtönen, haben weder Macht, Land, Öl oder gar die Bevölkerung hinter sich. Was will denn jetzt noch die (sowieso gespaltene) EU, was wollen die USA? Noch mal Bombenteppiche legen? Sie haben doch schon mal alles zerstört. Na gut, wer sich einmal mit Dreck beschmiert hat, kanns ja immer wieder tun, die Patina geht ohnehin nicht mehr ab...

Man wundert sich

Libyen war ein stabiler Staat mit guter Gesundheitsversorgung, wirtschaftlich relativ wohlhabend, die Rechte der Frauen in der arabischen Welt fortschrittlich- bis die UN und die USA, F und GB die"Aufständischen an die Macht bombten. Dann folgten Jahre blutiger Machtkämpfe, Bürgerkrieg und Chaos, ein failed state. Jahrelang hörte man in den Medien nichts davon. Und jetzt eine Konferenz, deren Abschlusserklärung vor Beginn schon formuliert ist? Forderung nach Schutztruppen? Erst ließ man den Geist aus der Flasche und jetzt beherrscht man ihn nicht mehr. Und die EU mit F und I auf beiden Seiten dabei...So viel zur "gemeinsamen Stimme"

@ karwandler um 12:05

"Erstens, falsche Ansprache. Arbeitsscheue Rumtreiber stammt nicht von fathaland slim."

Ja das weiß ich! Und? Ich würde trotzdem gerne wissen wollen, wen er denn genau meint, wenn Ihr "Lobby" Genosse vom Arabischen Frühling spricht. Aber falls sein Sekräter eine Antwort hat, würde ich mich auch zufrieden geben (Natürlich weiß ich genau was jetzt folgt!).

"Zweitens, falsche Behauptung. Wie passen Spekulanten zum Land der sozialen Wohltaten, das Libyen unter Ghaddafi gewesen sein soll."

Ich schrieb eigentlich recht eindeutig vom Arabischen Frühling. Und das was Ihre Qualitätspresse als Arabischen Frühling bezeichnet, wurde vornehmlich durch Spekulationen auf Nahrungsmittel ausgelöst.

Nicht Ihr Tag heute um mit Ihren Agitationen zu glänzen oder? Na der Thread wird ja gleich geschlossen. Da können Sie noch eine belanglose Spitze einbringen.

von teachers voice 11:39

Nun ja,wenn daß geht:"Das Sandkastenspiel an die UN auslagern".

Nur hätten sich sowas besser nicht einige Länder im Jahre 2011 überlegen sollen,statt der Intervention ?

Sarkozy wurde von Gaddafi mit Millionen unterstützt.

@10:46 von fathaland slim
(neben den USA).
"Freundschaft" hin oder her - da war es eine gute Gelegenheit, den Gläubiger los zu werden. Die USA hat er "bedient", in dem er die französischen Streitkräfte wieder deren Oberbefehl in der Nato unterstellte.
Die anderen Geldgeber - vergleiche den peinlichen Brief Lagardes.

Haftar war da noch auf dem Ticket der CIA. Welche Rolle er heute tatsächlich spielt, ist mir nicht ganz klar. Wahrscheinlich hat er auch noch seinen US-Pass.

12:07 von fathaland slim

"Wenn der Forist von dem "Ding" schreibt, dann mein er nicht die UNO sondern die EU."
Ich danke Ihnen, aber das habe ich auch so verstanden. Die EG war für mich eine homogene, recht harmonische Gemeinschaft, auf der Augenhöhe in vielerlei Beziehungen, die EU - keinesfalls. Und der Zweck und die Führung unterscheiden sich grundlegend.
Da von Beiträgen abhängig und von der gewissen Willkür der Herren des Standortes, kann UNO keine souveräne Institution sein.

Die Konferenz an sich

ist gut. Allerdings frage ich mich schon, warum Länder wie Griechenland und auch Tunesien nicht eingeladen wurden?
Es wird Zusammenarbeit erwartet, aber ein unmittelbar vom Chaos in Libyen betroffenes Land wie Tunesien bleibt außen vor. Griechenland wurde gesagt, es geht hier nicht um Öl und Gas; deshalb müssen sie zu Hause bleiben. Natürlich geht es auch darum. Und dann trifft Mitsotakis total verärgert, natürlich Haftar.
Ich finde es sehr kurzsichtig, die nicht einzuladen.
Allerdings habe ich persönlich eher den Eindruck, dass aus EU und deutscher Sicht der Hauptanlass für dieses Treffen, die Flüchtlingsströme sind. Würde man sich so engagieren, wäre Libyen nicht Transitland dafür?

Libyen-Konferenz: Regierungschef fordert Schutztruppe

Das werden ja richtige amüsante Bilder für das deutsche Volk bzw. die europäischen Bürgerinnen und Bürger sein. Kanzlerin Merkel empfängt im Kanzleramt einen schwachen fast faktisch nur von der UN am Leben gehaltenen Regierungschef aus Tripolis und seinen Widersacher Hafta, der sich mit Merkel und Al-Sarradsch gemeinsam an einen Tisch setzen soll. Wie soll denn so etwas funktionieren? Beide sehen sich quasi als der eigentliche Regierungschef, was auch etwas an die Lage in Venezuela aus dem letzten Jahr erinnert. Hafta wird nicht freiwillig die Macht abgeben wollen und im Grunde genommen ist seine Macht im Land ja auch eine Folge des gewaltsamen Umsturzes im arabischen Frühlings in Libyen 2011 (Stichwort Abwasserrohr).
Haftas Macht ist folglich ein Kind der NATO-Bombardierungen in Libyen des Jahres 2011.
Merkel hatte noch im Jahre 2008 gemeinsam mit den anderen Regierungschefs am Mittelmeer und mit Gaddhafi die Mittelmeer-Union gegründet, nur um drei Jahre später Kehrtwende zu machen.

Lösung liegt klar auf der Hand

Der "international anerkannten Regierung" ist sofort diese Anerkennung abzuerkennen. Als eindeutiger "Machthaber" ist der General Haftbar anzuerkennen und das gesamte Land unter eine libysche (!)Militärherrschaft übergangsweise zu stellen lassen, die endlich dem Milizentum ein Ende setzt. Eine gesicherte Ordnung hat dann mit einer vom Militär eingesetzten Technokraten Regierung die Wirtschaft und soziale Gesellschaft (Bildung, Gesundheit) auf Vordermann zu bringen. Erst dann kann in kleinen Schritten eine neue Verfassung und politische säkulare Bildung einen Übergang zur Demokratie bringen. Beispiel sollte Nachbarland Tunesien sein und Garant das stärkere Ägypten. Nur so gibt es einen Erfolg. Im Übrigen ziehen hier im Hintergrund Russland und die USA am gleichen Strang, beide unterstützen mehr oder weniger Haftar.

tagtest 9.39

UN-Schutz-Truppe? Ich glaube, Sie sind nicht informiert über die Schwäche der UN, sich über die skrupellose Ignoranz der USA , sich über UN-Beschlüsse hinwegzusetzen.

Lybien Stammesgesellschaft?

@ Januar 2020 um 11:53 von fathaland slim
10:55, dummschwaetzer
>> Nein, lasst sie in Ruhe ihre Stammes- und Glaubenkriege selber austragen und wenn sie ihr Staatsgebiet stabilisiert haben, treibt zivielen Handel.<<

Fathaland:“Es handelt sich nicht um Stammes- und auch nicht um Glaubenskriege. ..
Ihr Blick auf die Menschen "dort unten" ist von überliefertem kolonialem Denken geprägt. Es fehlen bloß noch Begriffe wie Clanmentalität usw.“

da widerspricht Wikipedia
ganz klar: Wikipedia „Lybien/Bevölkerung“

Die arabische Bevölkerung ist wiederum in mehrere voneinander abgrenzende Gruppen gegliedert, die üblicherweise als „Stämme“ bezeichnet werden.“

Der Wohlstand unter Ghadaffi stammte nicht aus Industrie, Handel oder Forschung, sondern nur aus Öl. also ist doch klar, dass sich die verschiedenen Stämme um diese einzige lybische Ressource auch mit militärischen Mitteln bekämpfen.

Darstellung: