Ihre Meinung zu: Treffen im Kanzleramt: Merkel gegen staatliche Mindestpreise

3. Februar 2020 - 11:12 Uhr

Kanzlerin Merkel hat den Handel zu fairen Geschäftsbeziehungen zu den Landwirten aufgerufen. Es gebe ein gemeinsames Interesse an einer starken regionalen Versorgung, sagte sie. Staatliche Mindestpreise lehnte sie ab.

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Kommentare

Mindestpreise ?

Die Bürger können aob der aAusbeutung durch Politik und verwaltung nicht mehr bezahlen.

Auch hat der handel und die Erzeuger immer wieder durch Skandale das vertrauen das hoher Preis gute Qualität und Tierwohl bedeutet zerstört.

Jetzt will man die schon hoch EU Alimnetierten Erzeuger und dem Handel zu noch mehr Gewinnen verhelfen.

Schön das dann auch noch viel Geld über Mehrwehrtsteuer eingenommen werden kann und der Finazminister sich die taschen voll macht.

So wird daas vertrauen der Bürger in den
Staat sic herlich nicht besser werden.

Ich halte ja nun gar nichts

Ich halte ja nun gar nichts von dem was Merkel macht tut und sagt. Aber hier hat sie mal recht.
Der Staat hat sich nicht in die Preisgestaltung einzumischen. Nundenn sie könnte ja die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel abschaffen.
Aber ich glaube das wäre wieder zu viel von ihr verlangt.

Die neoliberale Politik frißt die Bevölkerung

Was soll man von Merkel und den neoliberalen Akteuren anderes erwarten, da sie ja mitveranhtwortlich für den Niedergang der Demokratie sind. Ihnen sind die Bauern und die Bevölkerung doch wurscht. Hauptsache sie agraischen Großkonzerne machen ihren Reibach.

Diese Frau

...ist einfach unglaublich.

Mindestpreis

Kein Mindetspreis - wuerde ja nach Sozialismus richen. Erstaunliche Kariere die Frau Merkel durchlebt hat von der DDR zur Wetskanzlerin.
Ganz dem Kapitalismus und der Industrie ergeben. Ein Aufruf oder Apell kostet ja nix - bringt aber auch nix.
Da muessen Steuer Milliarden die Wogen glaetten - ob das reicht? die naechste Wahl kommt und Merkel in den wohlverdienten Ruhestand.

Auf ein weiterso

Macht gesetze und für wieder die soziale Martwirtschaft ein streicht Unterstützungen und achtet bei Greihandel darauf dass diese Standards nicht unterlaufen werden .Siehe da der Preis regelt sich ein
.

Ausbeutung

Wer keinen gerechten Preis zahlt - der beutet aus! ... so einfach ist das.
Die Bauern sollten sich ANDERS organisieren! Sie sollten sich zu einem Erzeugerverbund zusammentun, der dann gegenüber den Discountern auf gleicher Augenhöhe und Marktmacht auftreten und verhandeln kann. Entweder werden auskömmliche Preise bezahlt... oder die Deutsche Landwirtschaft ist an ihrem Ende angekommen....

Schmarrn!!

Das geht mal wieder in die völlig falsche Richtung. Warum haben wir die aktuelle Diskussion? Wenn die Bauern nicht jedes Jahr mit zusätzlichen EU-Auflagen gegängelt würden, hätten wir die aktuelle Diskussion nicht. Ich bin es langsam leid, jeden Tag neue Horrormeldungen zu lesen über zusätzliche Steuern, Abgaben usw. Statt dessen sollte der Einfluss in Brüssel genutzt werden, um die Regulierungsflut einzudämmen. So langsam frage ich mich, wo das alles noch hinführen soll. Neueste Aktion: Tierschutzcent! Mir graut schon vor der Vorstellung, dass vielleicht ein Schriftsteller als Kanzler die Regierung anführen wird.

Das Geld wird eben nicht beim Bauern ankommen

Das beste Beispiel ist doch der Hype um FairTrade-Produkte. Beim Kaffee heißt es beim Bauern kommt 1€/kg an. Am Automaten wurde die Tasse Kaffee um 10Cent teurer. Sprich man (die anbietende Firma) steckt sich locker über 10€/kg ein.

Schluss mit Miliardensubventionen!

Die Landwirte wollen mehr "Wertschätzung".

Das heißt doch vereinfacht: Sie wollen mehr Geld.

Wenn dies der Markt nicht hergibt, sollen weitere Miliardensubventionen her.

Die Miliardensubventionen, die bereits in den Landwirtschaftssektor fließen, müssen zum einen zurückgefahren werden und zum anderen konsequent nur noch denen zukommen, die die Natur schonen und nachhaltig wirtschaften.

Es gibt keinen vernünftigen Grund, Agrarfabriken, die die Böden unverantwortlich auspressen, das Wasser und die Luft verpesten und die Ursache für Allergien und andere Krankheiten setzen, auch noch Geld in der nimmersatten Schlund zu schieben.

Mit dieser Klientelpolitik muss sofort Schluss gemacht werden.

"Um die Interessen von

"Um die Interessen von Verbrauchern und Landwirten zu berücksichtigen und Tiere wirklich zu schützen, brauche es wirksame Gesetze. "Dazu gehören veränderte Agrarsubventionen, bessere Haltungsbedingungen, "

Damit ist eigentlich alles gesagt.

Seit Jahren hören wir, die Agrarsubventionen begünstigten Groß- und Größtbetriebe sowie Massentierhaltung bei erbärmlichen Bedingungen. Letzteres noch nicht einmal wegen fehlender Gesetze, sondern weil wir - anders als bei Parkplätzen - stark in fehlenden Kontrollen sind.
Und ich glaube auch, dass das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft von unseren Regierungen letztlich immer als "Gedöns" gesehen wird. Sie müssen langsam wach werden, sonst bricht das ganze System zusammen.

Ziemliches BlaBla

Noch nicht mal eine Drohung mit gesetzlichen Maßnahmen ist definitiv zu wenig. In einigen entscheidenden Teilen funktioniert der vielbeschworene "Markt" nicht mehr und immer mehr werden übervorteilt, die sich zu wenig wehren können. Auch hier beim Gipfel mit Handelsvertretern steht auch nur ein Aspekt auf dem Plan, der Preis. Den diktiert aber schon in vielen Fällen der Handel unter dem Mäntelchen des Verbraucherinteresses. So nehmen Supermarktketten einfach mal Produkte aus dem Sortiment und bevormunden damit den Verbraucher ob er die gestiegenen Preise zahlen will oder nicht. Wenn Regional heißt, das Produkt wird irgendwo in Deutschland eingekauft ist das Ettikettenschwindel. Bauern müssen z.B. aber auch unterstützt werden wenn sie jetzt wieder blühende Landschaften schaffen sollen im Sinne des Umweltschutzes und der Artenvielfalt. Wer aber hier weiterhin Gelder mit der Gießkanne verteilt, zahlt wohl sehr oft auch an den der nichts in der Richtung macht.

Was gilt den nun?

Vom Staat festgelegt höhere Preise (Menschen mit Minieinkommen werden sich freuen, aber Grüne können sich den Sonntagsbraten noch leisten) oder freie Marktwirtschaft.

Treffen im Kanzleramt:Merkel gegen staatliche Mindestpreise....

Es geht nicht darum Mindestpreise zu "oktroyieren",sagte Merkel.
Nun,dann werden den Landwirten weiter geringe Preise von den Lebensmittelmonopolen oktroyiert.
Ein radikales Marktkonzept.Und da gewinnen die Größten.

Lebensmittelpreise

Solange die Landwirte von den Steuerzahlern/Staat Supventionen erhalten sollten sie keine Ansprüche stellen. Vieleicht sollte man die Zahlungen besser verteilen, aber besser wäre es sie komplett einzustellen innerhalb der EU!

Ein staatlich festgelegter Mindestpreis...

für landwirtschaftliche Erzeugnisse ist ja auch Mumpitz. Aber hat das überhaupt irgendjemand mal verlangt, dass nun tatsächlich darüber gesprochen wurde? Geht es im Kern der Sache nicht viel mehr um Korrekturen an der Ordnungspolitik (Förderung/Subventionen für "traditionelle" und Bio-Landwirtschaft anstatt für riesengroße Mast- und Monokulturenbetriebe; aber auch Biomasse als Energieträger muss überdacht werden, wenn nicht Überkapazitäten genutzt sondern gezielt dafür produziert wird), um bereits bei der Erzeugung gegenzusteuern? Lässt man den Menschen immer weniger Geld, ist es naiv zu glauben, die mit dem Portemonnaie gem. der individuellen Verantwortung der Verbraucher getroffenen Entscheidungen fielen gegen den günstigsten Preis aus. Heimische traditionelle Erzeugung stärken, Förderung von Massentierhaltung einstellen, Erkennbarkeit für den Verbraucher herstellen, Quoten für den Markt um die Überschwemmung mit minderwertigem Billigfleisch aus schlimmer Produktion zu verhindern.

Zwischen Städter und Landwirt steht nur der Zwischenhandel

Es gibt mittlerweile Foren, bei denen Direktbestellungen beim Bauerhof möglich sind. Geliefert werden die Produkte an Abholstationen. Durch die Umgehung des Zwischenhändlers lohnt sich das Ganze für Städter und Landwirte. Der gerne geschürte Gegensatz zwischen Land und Stadt hat hingehen einen langen Bart. Das erstemal findet er sich bei Ovid und seiner Fabel der mus urbana et rusticus. Später populär durch Oswald Spengler zum Welthit aufgewärmt.
Wir tuen hingegen gut daran uns nicht entzweien zu lassen.

Warum Frau Künast?

Warum ist in diesem Artikel an hervorgehobener Stelle eingefügt "Renate Künast, Bündnis 90/Die Grünen, erläutert den Lebensmittelpreis-Kampf in Deutschland"? Gäbe es denn nicht andere, die mindestens genauso gut, wenn nicht besser, in der Lage wären, den sog. "Lebensmittelpreis-Kampf" zu erläutern? Z. B. auch Vertreter der anderen - hier gar nicht genannten - Parteien im Bundestag bzw. in der Bundesregierung? Warum so häufig diese sehr einseitige Hervorhebung nur der "Grünen" in der Berichterstattung? (Fehlt eigentlich nur noch, dass auch Herr Habeck hier zu Wort kommt...)?

die Politik ist hier in der Zwickmühle und trägt Schuld

denn Deutschlands Niedriglohnmarkt und Extremeinkommenssteuern erfordern entsprechende Niedrigpreise bei Lebensmitteln, Mieten, etc. - Die Merkelsche Euro-Politik mit Niedrigeuro und Niedrigzinsen treibt die Mehrheit der Deutschen in Armut (seit Jahren stark aufspeizende Scheere bei frei verfügbarem Einkommen), was die auf Binnenkonsum angewiesenen Unternehmen, also insbesondere auch die Bauern, mit ins Verderben stürzt. Deutschland wird schlicht schlecht regiert, will mir scheinen. Hinzu kommt, dass durch die erwähnte Politik auch die Ökowende in Deutschland gescheitert ist, so dass die deuschen Produzenten überwiegend rein Massenware auf Kosten der Umwelt und also der Bevölkerung produzieren. Wiederum ein CDU/CSU-Debakel.

Wo liegt die Kuh im Pfeffer?

Es geht hier um den finanziellen Schutz von Lebensmittelproduzenten (aka Landwirte, Bauern) und Endverbrauchern (aka Souverän des Staates).
Wenn unsere Kanmszlerin berechtigte gesetzliche Hindernisse an der Umsetzung staatlich diktierter Mindestpreise nach Vorbild Frankreich sieht, bekommt Frau Merkel zumindest von mir den Auftrag, diese Gesetze zu ändern oder abzuschaffen.
Vielleicht schließen sich einige Foristen meiner Aufforderung an und wir schaffen das.

Konzept fehlt

Hier fehlt ein Konzept mit einer Gesamtsicht. Wenn man D nicht von Importen von Lebensmitteln abhängig machen, CO2 reduzieren und ökologisch vertretbare Landwirtschaft fördern möchte, müssen die Landwirte ein faires Entgelt für die Erzeugnisse erhalten. Dazu muss man die Mindestlöhne und Sozialleistungen anpassen, ggf. bestehenden Missbrauch der Monopolstellung der großen Ketten überprüfen ahnden, Dumpingpreise durch Strafen unattraktiv machen und Zölle auf Billigimporte aus dem Ausland erheben, die unter schlechten Umweltbedingungen erzeugt und dann mit Containerschiffen und/oder LKW in die EU kommen und die Preise drücken.

Danke ! Keine staatliche Mindestpreise.

Danke Frau Bundeskanzlerin. Keine staatliche Mindestpreise. Es komt nur den Großbetrieben zu gute. Sowohl in der Landwirtschaft als in der Industrie wie im Handel. Dies zu Lasten der ärmere Bevölkerung. Daran denken die Grünen ja überhaupt nicht mehr.
Die Subventionen, insbesondere die Export Subventionen sind zu reduzieren. Sie kommen vor allem die Großbetriebe der Landwirtschaft zu Gute die damit die mittlere und kleinere Betriebe zu schaffen machen. Damit würden die extreme Niedrigpreise auch verschwinden, denn sie werden indirekt subventioniert aus dem Export.

Dinge müssen

geändert werden.

" die Bauern sollten sich anders organisieren und als Anbieter gemeinsam gegen die Nachfragemacht der Handelsketten auftreten dürfen. "

Haben sie doch lange gemacht, überall gibt es Bauernläden wo man direkt beim Erzeuger kaufen kann.
Bei uns in der kleinen Region sogar mehrere Stellen, und in der nahen Stadt. Können die Verbraucher einkaufen die mehr in der Tasche haben.

Und alle Subventionen müssen gestrichen werden, dann hört auch der Export in Millionen Tonnen nach China und so weiter auf.
Und wir haben neuerdings 4 Kennzeichnungen, von billig bis teuer, da kann der Verbrauchen dann selber entscheiden was er sich leisten kann.
Wir haben 13 Millionen an der Grenze zu wenig bis ganz wenig Geld.
Die wollen auch noch was essen.

Es ist doch nicht verboten,

Es ist doch nicht verboten, einige ausgewählte Waren zum oder sogar unter dem Einstandspreis zum Verkauf an zu bieten, um den Gesamtumsatz zu steigern.
Nannte sich bisher "Mischkalkulation" und bedeutete für den Einzelhändler, dass er an schnell verderblichen Waren (Gemüse, Obst, Frischfleisch) wenig verdiente, manchmal sogar draufzahlen musste, dafür aber an länger haltbaren Waren genug verdiente, um die Verluste aufzufangen.
Durch die Einkäufer den Einstandspreis aber extra drücken zu lassen, um diese Verluste vom Händler auf den Lieferanten zu verschieben, ist ein NO-GO!!!

Faire Lebensmittelpreise - Frankreich als Vorbild?

Wer glaubt, immer ein anderes Land als Vorbild hinstellen zu müssen, dem sollte man entgegnen:
Von mir aus Frankreich als Vorbild für gerechte Lebensmittelpreise, dann aber auch bitte Frankreich als Vorbild für erträgliche Strompreise.
Nicht immer nur den dummen Deutschen vorführen und ihm das Geld aus allen Taschen ziehen und ihm mit den isoliert betrachteten Verhältnissen in anderen Ländern ein schlechtes Gewissen einreden.

Errungenschaften

Da wird die ganze Zeit von allen auf die reguliertende Kraft des Märkte geschworen und jetzt gehts doch nicht so einfach? Der Kapitalismus geht seinen Weg auf die nächste Evolutionsstufe ohne uns zu fragen? So haben wir es uns ausgesucht und das kommt davon wenn sich jeder für den "Erwählten" hält, den es am Ende nicht betrifft. Aber das immer mehr auf der Strecke bleiben ist nur logisch und auch notwendig wenn der Kapitalismus funktionieren soll. Nix mit "Fairness" - "Dog eat Dog", ist die Devise und zwar bis zur/zum letzten Frau/ Mann und wenn es u. U. noch Jahre dauert aber man muss kein Hellseher sein um zu wissen wohin das führt. Jene welche jetzt die Richtung vorgeben wissen, dass sie das nicht ausbaden werden. Und schon ist es egal. Politik zum Selbstzweck, Hauptsache Geschichtsbuch.

Auf ein weiterso

Macht gesetze und für wieder die soziale Martwirtschaft ein streicht Unterstützungen und achtet bei Greihandel darauf dass diese Standards nicht unterlaufen werden .Siehe da der Preis regelt sich ein
.

Ursache und Wirkung

Wenn die Arbeitnehmer anständig bezahlt werden, können sie sich auch teurere "grüne" Lebensmittel kaufen.
Mindestpreise dagegen halte ich für kontraproduktiv.

Mindestpreise sind nicht die Lösung

Es gibt viel wichtigere Maßnahmen, die nicht gleich wieder dem Endverbraucher in die Tasche greifen.

1. Lebensmittel müssen per Gesetz von der Spekulation ausgeschlossen werden.

2. Großabnehmer wie Aldi und Co müssen in die Verantwortung genommen werden. Wenn ein Bauer qualitativ passende Lebensmittel produziert, dann muss Aldi als Auftraggeber diese auch abnehmen und zwar zu einem annehmbaren Preis. Zur Zeit ist es so, dass Bauern immer mal wieder auf ihrer Produktion sitzen bleiben und Grundsätzlich alleine das Risiko tragen, dass kann nicht sein.

3. Wer essbare Lebensmittel aus Gewinngründen vernichtet, muss hart bestraft werde.

4. Dieser Mohrrüben müssen gerade sein Wahn muss gestoppt werden. Lebensmittel sind auch dann gut, wenn sie der optischen Norm nicht ganz entsprechen.

Fehlende Gesprächsteilnehmer

Und warum nehmen an dem Gespräch keine Verbraucher teil? Von Menschen unter dem Existenzminimum bis zum gut Betuchten?

Wer hat denn den Wahlauftrag gegeben? Die Unternehmen oder die Privatpersonen?

Wie kann man bei solch einer politischen Gesprächskultur im höchsten Amte glauben, die wirklichen Lösungen gefunden zu haben, wenn doch von Supermärkten in erster Linie die Probleme der Privatleute gelöst werden sollen, ihren Hunger und ihren Durst?

Staatliche Mindestpreise

Die brauchen wir wirklich nicht aber es ist doch zu bedenken, ( Erinnerung an die Tafeln )
dass viele Leute sich das Essen nicht mehr leisten können! Daran was zu ändern ist Politik aber nicht die Preise vorschreiben oder lediglich eine neues Label zu erfinden !
Das wäre wieder viel zu einfach und löst keine Probleme !

@11:43 von Augustus Cäsar


Vom Staat festgelegt höhere Preise (Menschen mit Minieinkommen werden sich freuen, aber Grüne können sich den Sonntagsbraten noch leisten) oder freie Marktwirtschaft.

Es tut mir leid, aber wenn Sie freie Marktwirtschaft wollen, müssen sie z.B. in die USA auswandern. Im Falle der Obst- und Gemüsebauern kann diese gar nicht funktionieren, weil viel zu wenige Abnehmer vielen Anbietern gegenüberstellen. Hier muss einfach die soziale Marktwirtschaft greifen.

Würden diese Mindestpreise auch für Export gelten?

Ich lese immer, was ich als Verbraucher zahlen muss oder müsste.

Eigentlich müssten diese Mindestpreise für die ganze Produktion gelten, auch die für den Export. Dann könnte man nicht günstig exportieren oder ich müsste die billige Exportprodukte mitfinanzieren.

Wir hatten schon Mal das Problem, das wurde mit Milchquote gelöst. (Denkbar wären Quoten in anderen Bereichen.)
Aber die Milchquote wurde abgeschafft, damit wir billig exportieren können.

Man kann nicht alles haben.

Niedriger Preis = Zuviel Angebot

Ein niedriger Preis bedeutet doch einfach nur, dass zuviel angeboten wird. Die Bauern gerade Großbetriebe unterbieten sich gegenseitig. Bei Ökoprodukten ist der Preis oft doppelt so hoch, einfach weil darunter nichts angeboten wird. Die Großbetriebe müssen einfach schrumpfen. Die Politik sollte Nicht Öko Betriebe einfach nicht mehr subventionieren, dann sinkt das Angebot an umweltschädlicher Billigware aus der Massentierhaltung und gespritztem Pflanzenbau.

@ deltaham

„ Lebensmittelpreise
Solange die Landwirte von den Steuerzahlern/Staat Supventionen erhalten sollten sie keine Ansprüche stellen. Vieleicht sollte man die Zahlungen besser verteilen, aber besser wäre es sie komplett einzustellen innerhalb der EU!“

Zur Wahrheit gehört auch, das der Preis für die Produkte nicht ausreichend ist, um ohne Subventionen auszukommen.

Wo kommen billige Lebensmittel her?

Die Frage ist doch, wo kommen die extrem billigen Lebensmittel denn überhaupt her? Wenn die aus Ländern mit niedrigeren Umwelt und Tierwohl Standards kommen müssen diese Stark verzollt werden, damit es sich lohnt in Deutschland mit hohen Standards zu produzieren.
Kommen die extrem billigen Lebensmittel von unseren Bauern ist es ein Zeichen, dass wir die Umweltstandards ruhig noch etwas anheben können. Dann werden die Lebensmittel auch teurer und sind es dann aber hoffentlich auch wert.

@11:54 von Allahkadabra

>>Wenn unsere Kanmszlerin berechtigte gesetzliche Hindernisse an der Umsetzung staatlich diktierter Mindestpreise nach Vorbild Frankreich sieht, bekommt Frau Merkel zumindest von mir den Auftrag, diese Gesetze zu ändern oder abzuschaffen.<<

Wieso? Was bezwecken Sie mit dieser Regelung der höheren Preise? Das bedeutet lediglich, dass wir Supermärkten eine höhere Gewinnspanne aufzwingen.
Die Supermärkte haben dadurch keinen höheren Druck den Landwirten mehr für die Ware zu zahlen.

Diese Art der staatlichen Steuerung führt fast immer zu Fehlanreizen/Fehlsteuerung und selten zu den erhofften Ergebnissen.

mindestpreise gibt es in vielen ländern, wie

VEN oder Cuba. deshalb sind dort die läden auch leer, bzw die stromkonzerne sozusagen pleite.

Einfaches Werbeverbot

Warum nicht ein einfaches Werbeverbot für Grundnahrungsmittel? Hätte den Vorteil das die Geschäfte uns mit anderen Sachen anlocken müssten und zb durch Sonderregelung kann dann nur noch bio bei Grundnahrungsmitteln beworben werden. Fazit der Handel und die Bauern würden neu denken.

Wie der mal ein nutzloses Treffen.

Es stellt sich die Frage, warum dieses Treffen überhaupt stattgefunden hat. Mit einem Ergebnis außer einer "Art von freiwilliger Selbstverpflichtung", dem Lieblingskind unserer Landwirtschaftsministerin, war nichts anderes zu erwarten. Viel Theaterdonner der bei den beteiligten Discountern sicherlich ein innerliches Grinsen verursacht hat. Es lebe die von der CSU gesteuerte Landwirtschaftspolitik.
Alles andere hätte auch eine Änderung der Sozial- und Lohnpolitik erfordert, was mit der ganzen Union nicht zu machen ist.

Was sollen eigentlich diese

Was sollen eigentlich diese immer wieder erhobenen Vorwürfe gegen den Verbraucher , der angeblich aus reinem Geiz die Lebensmittelpreise so niedrig hält? Der Großteil der Verbraucher hat dank IMMER HÖHERER Kosten wie Miete, Versicherungen, Steuern usw keine großen Möglichkeiten sich demnächst dann auch noch mit bestimmt immer weiter steigenden Lebensmittelpreisen abzocken zu lassen. Außerdem kann man uns Verbraucher, wie mit den Kleidungsherstellungsbedingungen schon gemacht, nicht auch noch für das Umgehen der Handelsketten mit den Erzeugern verantwortlich machen und uns immer unterstellt, wir wollten alles nur billig auf Kosten der Bauern und anderen Erzeuger. Dann wird auch gleich mit den anderen Verbrauchern im EU Ausland verglichen, jedoch nicht deren Vorteile beim Zustandekommen und den Ausgaben derer Budgets gezeigt. Hier geht es gar nicht um eine gerechtere Aufrechnung für alle Seiten, sondern einzig Unmut durch eine immer stärkere Belastung des Endverbrauchers zu erzeugen.

Faire Lebensmittelpreise - Frankreich als Vorbild?

Wenn Frankreich als Vorbild für gerechte Lebensmittel dienen soll, dann bitte schön aber auch als Vorbild für erträgliche Strompreise. Die lagen 2018 nämlich ca. 40% unter den der deutschen Energiewirtschat (18 zu 30 ct/kWh.
Warum werden so gerne isolierte Vergleiche gezogen mit Ländern, in denen die Produkte teurer sind als in D?
Vielleicht weil sich der dumme Deutsche gerne melken lässt?

Angebot und Nachfrage...

Also wenn die Landwirte zu wenig verdienen, dann sind es demnächst weniger Landwirte. Das führt dann dazu, dass die Übrigen mehr verdienen. Wie in jeder anderen Branche.

Aber nein, wieder die Extrawurscht für diejenigen, die die Zeichen der Zeit verpasst haben und in uralt-Produktionsverfahren hängen. Es gibt heute weit weniger Bauern als früher und wir haben das Mal als etwas Gutes gesehen. Die Lobby ist zu stark und geht massiv gegen die Interessen der meisten Deutschen.

werner1955

*Schön das dann auch noch viel Geld über Mehrwehrtsteuer eingenommen werden kann und der Finazminister sich die taschen voll macht. *
Da haben Sie etwas grundlegend falsch verstanden. Der Finanzminister ist der minister einer demokratisch gewählten regierung, kein mittelalterlicher Steuerpächter. Zusätzlich eingenommene Steuern fließen in den Bundeshaushalt, nicht auf das Privatkonto von Herrn Scholz. Ich hoffe, dass der Unterschied für sie verständlich ist, ansonsten einfach mal nachlesen. https://de.wikipedia.org/wiki/Steuerpacht
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Publikationen/Arbeitsb...

Es wird alles kommen

die Lebensmittelpreise werden steigen, weil die Regierung es so will. Weshalb? Jeder Euro mehr am Preis bedeutet 7 oder 19 Cent mehr Steueraufkommen. Steuern, für die man den Bundeswehretat noch mehr aufpumpen kann, damit Herr Trump glücklich über Deutschland ist. Durch die CO2-Steuer werden die Preise ohnehin steigen, da die Produktion und die Transporte teurer werden.
Dann sitzen die Armen in Deutschland nicht nur in kalten Mietwohungen, sie sitzen auch dort mit knurrendem Magen. So viele Tafeln kann es gar nicht geben, um alle Hungernden dann satt zu machen. Deutschland, das Land, in dem es allen gut geht, ein Land, in dem man gut und gern leben kann.
Die Aussage trifft leider nicht auf alle zu und die Zahl der Armen steigt ins Unermessliche.
Freuen wir uns doch schon einmal auf die Verteilungskämpfe in den Suppenküchen, wenn Flüchtlinge mit Migranten und Rentnern mit GEringverdienern um die preiswerten Lebensmittel kämpfen müssen.

Wenn Merkel sich aufgerafft,

Wenn Merkel sich aufgerafft, muss es arg wichtig sein, für ihre Spezeln. Irgendein Supermarkt Boss will mehr Geld. Da wird sie natürlich aktiv. Wird aber, wie alle ihre Projekte vorher, ein riesen Flop werden.
Warum tritt sie nicht einfach zurück und gibt einem Nachfolger eine Chance?

Da haben die Oligopolisten

Da haben die Oligopolisten des Handels wieder was zu lachen. Nur der "Verbraucher" soll weich geklopft werden. Er soll sich um mehr Zahlungswilligkeit bemühen. Heraus mit dem Geld, gib es den Produzenten, dem Handel (na sowas, höhere Preise= höhere Spannen!), den Produzenten und dem Staat (wie bei allen drei Beteiligten hat auch er durch höhere Preise mehr Einnahmen). Wir heben einfach den Preisspiegel rund um an. Also, Gewerkschaften und nicht organisierte Arbeitnehmer, wo ist eure "Marktmacht"? Oder seid ihr die Einzigen, denen es viel zu gut geht? Kommt, gebt es zu.
Heben wir alle gemeinsam die Preise, auf dass der Kapitalismus genug von uns hat. Fehlt nur noch, dass sich, wegen Inflationsbefürchtungen, bald die Zentralbank meldet und die Zinsen anhebt. Bleiben dann die hohen Immobilienpreise und Mieten? Halten wir bitteschön, nein, ziehen wir diese auch noch ein bisschen in die Höh'. Alles zu billig.

Man wundert sich

"Es sei ethisch und moralisch auch in der Verantwortung des Handels, nicht immer mehr den Preis nach unten zu drücken und Wertschätzung für Lebensmittel dadurch kaputtzumachen, dass Lebensmittel "verramscht" würden, sagte sie im Deutschlandfunk." sagt Nestle-Klöckner. Ist ja lustig.
Die ganze Preisgestaltung gehört überarbeitet, weg mit der Massentierhaltung, welche die meisten Verbraucher gar nicht wollen. Glyphosat-Schmidt hätte es in der Hand gehabt, hier die Verlängerung aufzuheben und man hätte im Gegenzug den Preis für Glyphosatfreie Milch erhöhen können und keine Importe dieser Milch/-produkte aus dem Ausland. Wie viele Unterschriften wurden ihm seitens der Verbraucher übergeben?
Und wenn die Bauern bzw. Agrarindustriellen mehr "Wertschätzung" wollen, dann frage ich mich, wo deren Wertschätzung und Respekt für die ihnen überlassenen Tiere und grundsätzlich der Natur ist?
Ich als dt. Steuerzahler muß jetzt hier wieder bluten, damit Chinesen billiges Fleisch haben.

@ um 11:20 von werner1955

Anscheinend haben Sie den Artikel nicht gelesen, anscheinend nicht mal die Überschrift. Denn da steht groß und dick:

"Merkel gegen staatliche Mindestpreise"

Berechtigte Forderung, aber nicht umsetzbar

Lassen wir die Landwirte erst einmal außen vor. Die kassieren massig Subventionen und jetzt auch noch die "Ausgleichs-Milliarde", wollen aber weiter vorgehen wie bisher. Grotesk.
Aber:
Wenn ein kg Weizenmehl im Geschäft 39 Cent kostet, woran der Handel wahrscheinlich auch noch Geld verdient, dann passt das einfach nicht zu der Menge an Weizen, die dafür über einen langen Zeitraum gepflanzt, gepflegt und geerntet werden muss. Und das ist nur ein Beispiel von vielen.
Nur:
Wie und auf welcher Gesetzesgrundlage soll denn in den freien Markt eingegriffen werden, wie sollen Mindestpreise einklagbar oder sanktionierbar gemacht werden? So wird das nichts! Die großen Handelsketten sollten sich zusammensetzen und für gewisse Lebensmittel freiwillig eine Preisunterschwelle vereinbaren.
Und falls jetzt die "das Leben ist eh schon zu teuer"-Argumentierer kommen: Wieviele kg Mehl brauchen Sie im Monat?

Sozialstaat für landwirtschaftliche Unternehmen?

Höhere Lebensmittelpreise bedeutet höhere Mehrwertsteuereinnahmen. Bedeutet es aber auch höhere Preise für die Landwirtschaft?
Ich denke, das ist nicht zwingend gegeben.
Hier hilft nur Weiterbildung bei den Landwirten. Ich bin zuversichtlich, wenn die Landwirte die Grundlangen der freien Marktwirtschaft verstehen, werden sie sich anders verhalten.

Danke, genau das ist es! Nur

Danke, genau das ist es! Nur muss man sich endlich fragen, warum wird mit uns Deutschen im eigenen Land von meinungsbestimmenden Querfronten so umgegangen? Was haben wir schlimmes getan, dass man immer meint, uns bestrafen zu müssen? Warum sollen wir immer und auch bei diesem Thema zum Bezahler degradiert werden? Wieso werden wir für alle Fehler anderer immer verantwortlich gemacht? Das gilt doch von der in Asien zusammengeflickten Jeans und geht jetzt zu dem Lebensmittelthema über. Ich kann mich als Endverbraucher doch nicht jedem Herstellungsprozess widmen, um Recht von Unrecht zu unterscheiden und will das auch nicht, weil das dann auf mein ganzes Leben ausgeweitet werden müßte. Dazu muss ich ja Spezialist in allen Belangen werden, um demnächst nicht bei allen jetzt noch nicht absehbaren Bereichen nicht auch verantwortlich gemacht und abkassiert zu werden. Für mich sind diese ganzen Diskussionen eh nur noch ein Hase-und-Ige—Spielchen einer politisch lenken wollenden Mischfront.

Lebensmittel

Insbesondere sind teurere Lebensmittel gesünder meistens als die Billigware, aber viele können sich das nun mal nicht leisten. Ungesund leben ist nicht sparen.

2% über

2% über dem Durchschritt der EU Staaten lägen die Lebensmittelpreise hier bei uns.
Ok, mischen wir mal Frankreich und Rumänien und teilen durch zwei. Dann mag das stimmen.

@ Harpie

"Die Frage ist doch, wo kommen die extrem billigen Lebensmittel denn überhaupt her? Wenn die aus Ländern mit niedrigeren Umwelt und Tierwohl Standards kommen müssen diese Stark verzollt werden, damit es sich lohnt in Deutschland mit hohen Standards zu produzieren." Am 03. Februar 2020 um 12:18 von Harpie

Nichts für Ungut, aber ich habe herzlich gelacht.

Wir schließen ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und Sie kommen mit "Stark verzollt werden" - das ist heutzutage Protektionismus a la Trump.

Aus Südamerika werden wir vor allem Fleisch- und Sojaprodukte bekommen. Es it also für Allesesser, Vegetarier und Veganer etwas dabei.
Dass dafür der Regenwald verbrannt wird... dass das um die halbe Welt transportiert wird (CO2)... Na ja...

PeterFinger

volle Zustimmung!

RE Leseratte28 um 11:30

Mir graut schon vor der Vorstellung, dass vielleicht ein Schriftsteller als Kanzler die Regierung anführen wird.

Diese Äußerung wundert mich angesichts Ihres Nicknamens doch ein wenig.. :->
Im Ernst: was diskreditiert einen Schriftsteller mehr zum Bundeskanzler als eine Physikerin?

Monopolisierungen sind nötig

Im Gegensatz zu anderen Bereichen wie z. B. Internet- und Telefonieanbieter, Stromanbieter oder Kraftstoffanbieter mit ihren im EU-Vergleich teils drastisch höheren Preisen, hat im Bereich Lebensmittelanbieter noch keine Quasi-Monopolisierung stattgefunden. Das "Problem" mit den "niedrigen" Lebensmittelpreisen würde sich von selbst lösen, wenn z. B. Lidl mit Aldi fusionieren würde und Rewe mit dem Rest und die beiden übriggebliebenen Konzerne sich wie selbstverständlich einig wären, sich gegenseitig keine Auge auszuhacken, sprich sich nicht mit Dumpingpreisen zu unterbieten...

Obst u.Gemüse....

..... ist überwiegend Importware aus Niedriglohnländer. Niedrige Kosten... niedrige Preise!

Ach was sind die Lebensmittel

Ach was sind die Lebensmittel soo billig!! Dass es da überhaupt noch die öffentlichen Tafeln geben muss? Komisch, wo wir doch alle soo reich sind, gelle? Andere Frage ist, von was wollen die Medien jetzt mit diesem Thema den Blick der Öffentlichkeit ablenken? Ich hätte da einige Punkte zu nennen. Aber die werden unterdrückt, wie wahrscheinlich auch diese Meinung.

@werner1955 (11:20)

Mindestpreise ?
Die Bürger können aob der aAusbeutung durch Politik und verwaltung nicht mehr bezahlen.
Auch hat der handel und die Erzeuger immer wieder durch Skandale das vertrauen das hoher Preis gute Qualität und Tierwohl bedeutet zerstört.

____

Schon mal daran gedacht, dass kein Volk in Europa prozentual vom Gehalt so wenig Geld für Lebensmittel ausgibt wie die Deutschen? Hier muss mal ein kollektives Umdenken stattfinden. Qualität hat ihren Preis, und der sollte auch bezahlt werden. Aber so lange der Konsument nur denkt: billig, billig, billig, kann das nichts werden. Der handel reagiert nur auf die Nachfrage. Und wenn die Nachfrage lautet, möglichst billige Lebensmittel zu erwerben, Qualität und Tierwohl nachrangig, dann wird auch entsprechend geliefert. Wer schon einmal in Frankreich oder Italien Lebensmittel eingekauft hat, der wird sofort den qualitativen Unterschied gemerkt haben.

Nicht Staatsdirigismus, richtige Rahmenbedingungen sind gefragt

"Es geht nicht darum, staatlich verordnete Mindestpreise aufzuoktroyieren" (…)
Vielmehr müssten faire Beziehungen zwischen den Akteuren bei der Produktion der Lebensmittel erreicht werden“

Das setzt schon mal voraus, dass keine Seite mehr, wie es heute der Fall ist, größere "Marktmacht" hat: „Der Lebensmitteleinzelhandel ist (…) stark konzentriert, was den Händlern beträchtliche Einkaufsmacht gegenüber den Erzeugern gibt“. Und das Pochen auf faire Regeln als „Einmischung“ bezeichnet.

„Es gehe darum, gute Lebensmittel zu verkaufen und dafür zu sorgen, dass Landwirte "auskömmlich" ihr Geld verdienten“

Das kann nur klappen, wenn Rahmenbedingungen geschaffen werden, die gewährleisten, dass die Erzeugung von Produkten OHNE die Zerstörung unserer Existenzgrundlage Umwelt, Tierquälerei und Ausbeutung und wirtschaftliche Überlebensfähigkeit kein Widerspruch mehr sind (dies zu "Es gebe hierzulande auch Verbraucher, die "gar nicht in der Lage wären, doppelte Lebensmittelpreise zu bezahlen").

12:43 von Kritikunerwünscht

[…] Dann sitzen die Armen in Deutschland nicht nur in kalten Mietwohungen, sie sitzen auch dort mit knurrendem Magen. So viele Tafeln kann es gar nicht geben, um alle Hungernden dann satt zu machen. […]
[…] und die Zahl der Armen steigt ins Unermessliche.
Freuen wir uns doch schon einmal auf die Verteilungskämpfe in den Suppenküchen, wenn Flüchtlinge mit Migranten und Rentnern mit GEringverdienern um die preiswerten Lebensmittel kämpfen müssen. […]

Danke für den Beitrag.
So wirds kommen! Die Frage ist nur: Wann

Das ganze System

krankt mMn an mehreren Stellen und ob wir Ottonormalverbraucher das alles ganz durchblicken, wage ich zu bezweifeln.
Ich kenne hier bei uns im Verhältnis ziemlich viele Bauern, die müssen mit 1,2 Ausnahmen alle ziemlich viel ackern, um sich über Wasser zu halten. Fast alle haben ihre Tiere abgeschafft, weil man mit Weidehaltung und eigenem Futter letztlich draufgezahlt hat.
Deren Sorgen und Probleme kann ich sehr gut verstehen, sind aber fast alles Kleinbetriebe.
Da darf sich die Politik mal fragen wann und wie das passiert ist, Stichwort dürfte auch Export sein und Förderung von Großbetrieben + Auflagen wie man noch Lebensmittel vom eigenen Hof direkt verkaufen darf, insbesondere Fleisch und Milch. Was vor 20 Jahren übrigens noch völlig normal war und auch zu vernünftigen Preisen.

die Gespräche zur Sache sind zwar grundsätzlich erst einmal als gut zu bewerten, dennoch verfehlen diese Gespräche ein weiteres Mal ihr Ziel. Mit diesen Einschätzungen wird die Gier nach immer mehr anheizt. Preisregulierungen sind die falschen Signale. Es bleibt die Frage, wenn sich die Lebensmittelpreise erhöhen, wer den Nutzen daraus zieht?
Es werden nicht die Landwirte sein, welche von den Preissteigerungen profitieren.
Es sind die Großproduzenten, wie die Molkereien etc.und die Handelsriesen, die diese höheren Preise dann für sich beanspruchen und der Bauer geht wieder leer aus. Und, der Verbraucher wird ein weiteres Mal zur Kasse gebeten, für völlig falsche Anreize in der Agrar- und Lebensmittelpolitik. Es bleibt letzendlich die Frage, wieso und warum der Verbraucher ständig und immer wieder die Fehlentscheidungen einer unqualifizierten Politik zu tragen hat?
Es bedarf wohl einer generellen Prüfung, wie Landwirtschaft, Handel und Verbraucher zusammen agieren können

Die Bauern sollten sich mal für gute Zwecke organisieren!

Es ist auf keinen Fall die Aufgabe der Politik, Lebenmittelpreise festzulegen. Wenn Bauern nicht in der Lage sind, für ihre Produkte angemessene Preise einzufordern, dann kann man leider nur sagen, dass sie sich beruflich anders orientieren sollten.

Es scheint doch etwas seltsam, dass sich die Bauern immer nur dann organisieren können, um Randale in Berlin zu machen, wenn die Politik versucht, selbstverständliche Tierschutz- und Umweltstandards durchzusetzen. Wie wäre es denn, wenn sich die Bauern auch einmal gegen die Lebensmittelsgroßkonzerne (Metro, Aldi, ...) zur Wehr setzen würden? Das könnte man als Verbrauchern sogar uneingeschränkt befürworten und unterstützen!

@12:18 von Harpie

>>Kommen die extrem billigen Lebensmittel von unseren Bauern ist es ein Zeichen, dass wir die Umweltstandards ruhig noch etwas anheben können. Dann werden die Lebensmittel auch teurer und sind es dann aber hoffentlich auch wert.<<

Wir haben hier ein Oligopson; viele Anbieter - wenige, mächtige Abnehmer.
Einfach gesagt kann man die Anbieter gegeneinander ausspielen. Die Bedingungen von Anbieter und Nachfrager befinden sich in einem Machtgefälle zu Gunsten des Nachfragers (Supermärkte).
Die Bauern müssen daher sehr niedrige Preise hinnehmen - sollten allerdings nicht unter Erzeugungskosten verkaufen.
Das Ding ist allerdings, dass Sie Erzeugungskosten auf mehrere Art berechnen können - mit und ohne Fixkosten.

Um kurzfristig über die Runden zu kommen kann es daher eine sinnvolle Entscheidung sein eine langfristig gesehen fatale Entscheidung zu treffen und Fixkosten bei den Preisberechnungen außer Acht zu lassen. Langfristig geht man dann aber pleite.

Schwierig...

Die im Artikel angesprochene Lebensmittelpreise von 2 % übern EU Durchschnitt beziehen sich auf die absoluten Preise und nicht, was aussagekräftig wäre, bezogen auf das Einkommen der Bürger der jeweiligen Staaten. Nach allem, was ich bisher gelesen habe sind unsere Lebensmittel im Vergleich zu unserem Einkommen unglaublich günstig im EU Vergleich.

Dass die genannten Handelsketten den Preis der Bauern bestimmen können, glaube ich gerne. Wir wollen (fast) alle weniger Gülle, Gift und riesige Monokulturen auf den Feldern. Dies würde, zumindest teilweise, zu Ertragseinbussen führen. Das gefährdet zwar nicht unsere Versorgung, wohl aber die hart kalkulierte Bilanz der Bauern.

Insofern denke ich auch, dass fairere Preise sinnvoll wären. Staatliche Mindestpreise sollten aber das allerletzte Mittel sein.

Bauern sind auch nur Unternehmer

und wenn die Produktionskosten zu hoch sind müssen diese, in Bezug auf die bebaute Fläche reduziert werden. Der einfachste Weg ist der Zusammenschluß zu Produktions- und Absatzgenossenschaften. Also was soll das Gejammer? Wenn der Markt nicht mehr genug hergibt und man keine bessere Qualitäten produzieren kann muß man einfach den Betrieb einstellen. Schon in den 1930iger Jahren waren 60% der bäuerlichen Betriebe in Westdeutschland pleite, zwar machte ein Naziprogramm, mit jüdischen Blutgeld, diese Bauern schuldenfrei, aber Hitler konnte den Traum vieler Bauern, große Betriebe im zu besetzenden Osten zu erhalten, nicht erfüllen. Schon damals waren die Anbauflächen der einzelnen Betriebe zu klein. Landwirtschaft muß in Industriestaaten industriell betrieben werden, vielleicht müssen dann 2/3 der Betriebe aufgeben, aber mancher Dinge kann man nicht ändern.

@shangrila - 11:51

"Warum ist in diesem Artikel an hervorgehobener Stelle eingefügt "Renate Künast, Bündnis 90/Die Grünen, erläutert den Lebensmittelpreis-Kampf in Deutschland"? Gäbe es denn nicht andere, die mindestens genauso gut, wenn nicht besser, in der Lage wären, den sog. "Lebensmittelpreis-Kampf" zu erläutern? Z. B. auch Vertreter der anderen - hier gar nicht genannten - Parteien im Bundestag bzw. in der Bundesregierung?"

Es gibt doch diesbezüglich kein Redeverbot. Interessant wäre viel mehr, warum die anderen Parteien davon keinen Gebrauch machen.

Vielleicht deswegen, weil man lieber den Mund hält, wenn man nichts Gescheites zu diesem Thema beisteuern kann?
Bei der AfD könnte es z.B. daran liegen, weil die noch keine Argumente gefunden haben, wie man Migranten und Flüchtlinge wieder als Schuldige dazu präsentieren kann.

@Polyfoam

Sie haben vollkommen Recht, der Verbraucher kann unmöglich die Verantwortung übernehmen, zumindest in dem angedachten Umfang. Das Problem ist doch, dass Verbraucher von Handel und Industrie an der Nase herumgeführt werden. Da wird auf das Masthühnchen einfach ein selbst erfundenes Bio-Label geklebt und zum dreifachen Preis verkauft und ausser der Marge ändert sich gar nichts. Die Politik muss die Regeln überarbeiten und für deren Einhaltung für ausreichend Kontrollen sorgen, erst dann kann man den Verbraucher in die Pflicht nehmen. Vorher ist eine bewusste Kaufentscheidung doch realistisch gesehen kaum möglich.

12:43 von Kritikunerwünscht

Die zunehmende Armut in Deutschland hat mit den Lebensmittelpreisen nur wenig zu tun, es sind eher die hohen Steuern, die niedrigen Löhne, die unsozialen HartzIV
Bedingungen, überhöhte Strompreise, exorbitante Mieten etc. etc.
Der Vergleich mit Frankreich ist durchaus
angemessen, wir bezahlen hier nach der Einführung des neuen Gesetzes für Lebensmittel nur geringfügig mehr und die
Handelsketten (z.B. Carrefour und Intermarché), verdienen immer noch genug.
Die Dumpingpreise der Deutschen Handelsketten sind ein reiner Wettbewerbskampf zu Lasten der
Erzeuger und somit unsozial.
Freie Marktwirtschaft hin oder her, wenn
die Handelsketten die Einkaufspreise brutal
drücken, nur um ihre Vormachtstellung auszubauen, dann muss dies umgehend
beendet werden.

11:22 th711

"Der Staat hat sich nicht in die Preisgestaltung einzumischen, könnte ja aber die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel abschaffen......."
Nun das Drehen an der Steuerschraube egal in welche Richtung hat was mit Einmischung in die Preisgestaltung zu tun.

Da sieht man mal wieder...

... dass so einiges zusammenhängt.
Eine ökologisch verträgliche Landwirtschaft kann nur existieren wenn es garantierte Preise gibt. Das würde aber auch heißen, dass der Preis für Lebensmittel sich erhöht. Ergo müssen Löhne und Gehälter erheblich steigen (Mindestlohn u.a.). Von Sozialleistungen ganz zu schweigen...

Auf gut deutsch: Das Grundübel sind die viel zu geringen Löhne in Deutschland.
Auf gar keinen Fall die Steuern!
Die müssen nur sehr deutlich mehr auf die "starken Schultern" verteilt werden. Von einer Reichensteuer wird wahrlich kein Millionär arm.
Und ich höre es immer wieder: Je mehr Geld jemand hat, desto mehr sind diese über Steuern am jammern...
Irgendwie verdirbt Geld bei vielen anscheinend doch den Charakter!

@Kritikunerwünscht

die Lebensmittelpreise werden steigen, weil die Regierung es so will. Weshalb? Jeder Euro mehr am Preis bedeutet 7 oder 19 Cent mehr Steueraufkommen.

Muss man denn alles negativ sehen und der Regierung sogar noch unlautere Absichten unterstellen?

Sehen wir auf die Fakten: Immer mehr kleine Milchbetriebe (ob es bei Fleisch- und Landwirtschaft ähnlich ist, weiß ich nicht) müssen schließen, weil sie zu den Preisen, den der Einzelhandel ihnen zahlt, nicht produzieren können. Mithalten kann da nur die industrielle Landwirtschaft mit all ihren Nachteilen für die Umwelt (Stichwort z.B. Überdüngung), das Tierwohl (Stichwort Massentierhaltung) und auch für die menschliche Gesundheit (Stichwort Antibiotikaeinsatz).

Wenn wir bäuerliche und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft wollen, müssen wir den Bauern auch faire Preise für ihre Produkte zugestehen.

@Leseratte28

Wenn die Bauern nicht jedes Jahr mit zusätzlichen EU-Auflagen gegängelt würden, hätten wir die aktuelle Diskussion nicht.

Dann nennen Sie doch mal ein paar Auflagen, die unter Berücksichtigung von Umweltschutz, Tierwohl und Verbraucherschutz überflüssig sind.

...

Wesentlich höhere Löhne und Sozialleistungen könnten helfen...

Genauso wie eine Umschichtung von einer Mehrwertsteuer (deutliche Senkung) zu einer Wiedereinführung einer Vermögenssteuer. Eine Umgestaltung einer Erbschaftssteuer die ihren Namen wieder gerecht wird. Und nicht zu vergessen einer Einführung einer Reichensteuer. Von dieser kommt Millionär an den Bettelstab, auch wenn man das Gejammer dieser diesbezüglich so hören wird...
Finanztransaktionssteuer? Wenn diese nicht so schwachsinnig ausfallen wird, wird Scholz bzw. unsere Regierung das möchte, bin ich natürlich dafür!

ich muss mich doch wundern

ein blick über den nationalen tellerrand täte einigen mal sehr gut.
wir hier in Finnland sind stolz auf unsere sozialen systeme, die (immer noch) ganz gut funktionieren. dazu gehört auch, da wir ja auch nur eine überschaubare anzahl an einwohnern haben, dass die steuern hoch sind, lebensmittel überdurchschnittlich teuer. es gibt so gut wie nichts (!!!), das im vergleich zu Deutschland günstiger wäre. was wir bspw. für ein kilo tomaten bezahlen, ganz egal woher die kommen, da bekommen sie in D drei kilo hinterhergeworfen. wurst und fleischwaren das doppelte und dreifache des deutschen preises, dabei aber immer "suomalainen liha" (finnisches fleisch). und das, obwohl menschen, die die sog. grundsicherung haben, in etwa so viel zum leben haben wie vergleichbare menschen in Deutschland. aber hören sie hier dieses lamentieren? nein, sie hören es nicht!

Eine Schande ist das

Lebensmittelpreise gehören nicht erhöht, sondern verbilligt.

Merkel gegen staatliche Mindestpreise?

Das ist schade, Frau Merkel. Wenn der Markt versagt, ist es wirklich vertretbar, dass der Staat einschreitet. Ein Mindestpreis, den ein Landwirt z.B. für einen Liter Milch bekommen muss von sagen wir 1 € statt wie heute zuweilen nur 25 Cent, wäre absolut wichtig, um die bäuerliche Landwirtschaft zu retten.

Lebensmittel wieder wertschätzen lernen

@ Hackonya2:
... aber viele können sich das nun mal nicht leisten.

... haben aber trotzdem das modernste Handy.

Gratwanderung

Deutsche Nachfragegewohnheiten haben aus uns, im Unterschied zu etlichen Nachbarstaaten, ein Volk von Discountketten-Käufern gemacht. Bei steigenden Löhnen und guter Arbeitsmarktlage fällt dies auf. Frankreich etwa sah ein Anwachsen der Billigketten, meist unsere Klassiker, erst spürbar seit Beginn der keineswegs überwundenen Euro- und Schuldenkrise. Konsumgewohnheiten definieren Präferenzen: mehr Geld für Essen, eine Leclerc-Supermarktskäsetheke kann 10m messen, oder für andere Dinge. Was will der Staat dort „ regulieren“? Mindestpreise hier und Mietdeckel dort? Kommandowirtschaft! Französischen Bauern geht es , u.a. wg. der. Steuerpolitik noch schlechter. Hier ändert sich das Verhalten bei den Besserverdienenden. Der Mindestlohnbezieher etc hat leider keine Wahl. Ökoläden, Kultmetzger aus dem chicen Stattviertel und selbst teurere Aldisachen fallen weg. Die Grundlasten, Strom, öpnv, Benzin schlagen zu! Die EU fördert Agrarbetriebe mit der Giesskanne. Berlin kann wenig machen!

Verschleudert, verschenkt, gequält

Dass ein Liter Milch billiger ist als ein Liter Diesel, das tut mir in der Seele weh, wenn ich an die Milchkühe denke. Der Preis müsste mindestens doppelt so hoch sein.

Einfurstandarts

Erstmal sollten Zölle erhoben werden (gerne auch höher) wenn nicht die gleichen Standards gegeben sind wie von hiesigen Bauern oder sonstigen Produzierenden.

Die Erpressung seitens nicht EU Produzenten, die zu wesentlich niedrigeren Standards produzieren, meist sogar auf Kosten der Umwelt, gehören mit drastische Zöllen honoriert.

Klöckner und Künast...Schwarz

Klöckner und Künast...Schwarz und Grün...unsere künftige Bundesregierung..

Neue Gesetze

werden nicht benötigt, weil in den bestehenden Gesetzen bereits Generalklauseln gegeben sind: so haben z.B Geschäftsabwicklungen nach Treu und Glauben zu erfolgen und dazu zählen nicht erzwungene Dumpingkonditionen aufgrund von Marktmacht. Auch Wucher ist nicht gewünscht. In Bezug auf die Gewinnspannen des Handels im Verhältnis zum Gewinn der Erzeuger sollte es daher fair zugehen.
Hier sollte z.B. auch der Mietmarkt überprüft werden.
Arbeit, Nahrung und Wohnen sind Kerne eines menschenwürdigen Lebens und Menschenrechte. Auch bei uns sollten hier alle Beteiligten mit größerem Augenmaß und mehr Fingerspitzengefühl in die Verhandlungen gehen um ein funktionierendes Gemeinwesen sozialverträglich zu betreiben.
Rein fiskalischen Handeln kann nur Teil davon sein, es gehört aber viel mehr ( siehe oben) dazu. Und die Zahl derer, die auf die Dienste der Tafeln angewiesen sind ist heute schon viel zu groß.
Ein sehr großes Arbeitsfeld für die verantwortlichen Entscheider im Bundestag.

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