Ihre Meinung zu: EU berät Verbot: Tattoos - weniger bunt?

4. Februar 2020 - 14:57 Uhr

Die Europäische Chemikalienagentur will zwei Pigmente verbieten, die für einen Großteil bunter Tattoos gebraucht werden. Die Agentur fürchtet gesundheitliche Risiken. Die Tattoo-Industrie protestiert.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4
Durchschnitt: 4 (4 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Fällt zwar auch

unter die Kategorie Bevormundung, wie so vieles was die EU macht.
Manche meinen zwar die Sitte sich für Leben bemalen zu müssen, wäre besonders schön, sehe ich sehr Gegenteilig.
Vieles sieht nicht mehr schön aus, die Menge und dann später das Alter sind nur 2 Punkte.
Man kann ganz gut ohne Bemalung leben, ist meist auch einfacher in einigen Berufen.
Aber das sollte am Ende jedem selber überlassen werden, auch wenn ich ein Gegner bin, Schönheit liegt in dem Fall am Betrachter.

Verbot von Chemikalien

Vielleicht sollten sich die Brüsseler Beamten noch mal mit der Zulassung von Glyphosat befassen. Ich halte das für alle Bürger von erheblich größerem Interesse. Eine Lösung wäre natürlich auch die Industrie die solche Produkte herstellt auch rückwirkend in Regress zu nehmen, sollten irgendwelche Komplikationen oder Krankheitsfälle auftreten. Dann hat dieser Unsinn ein schnelles Ende gefunden.

Irgendwann ist mal gut mit der Bevormundung...

Ich selber würde mir nie nen Tatoo stechen lassen, mich piercen lassen oder sonstwie den Körper traktieren.

Aber wieso muss man anderen vorschreiben ob und wie sie das tun?

Mit entsprechenden konsequenzen... statt verbote wäre es zb angebracht die Krankenkassenleistungen und Beiträge entsprechend anzupassen... wer raucht, sich die Haut im Sonnenstudio ruiniert und sich haufenweise Tatoos stechen lässt mit was weiß ich für Farben, und damit seine GEsundheit riskiert, sollte auch entsprechend behandelt werden... aber verbieten braucht man das nicht, ist aber eben auch nicht in Ordnung da sLeute die solchne Risiken eingehen die gleichen Krankenkasse beiträge wie jemand zahlt der dies nicht tut und im Fall des Falles dann den anderen damit zur Last fällt.

Absurde Petition

Was ist denn das für eine Begründung: Zitat "Wenn die EU die beiden Pigmente tatsächlich verbiete, seien Tattowierer gezwungen sich die Farben illegal zu besorgen - denn viele Kunden würde nicht auf Farben im Tattoo verzichten wollen, so schreibt es Elsenbruch in der Petition."

Solche Begründungen würden, wenn berücksichtigt, für Stillstand in der Entwicklung neuer, gesünderer Möglichkeiten sorgen. Also mich schreckt die potentielle Gefahr an Krebs zu erkranken durchaus ab.

Der Hinweis, die Tätowierer würden dann gezwungen sein sich die Farben dann illegal zu besorgen... Auweia
Meine Autowerkstatt baut mir doch auch keine verbotenen Komponenten ein, nur weil ich das möchte.

re haehnchen

"Irgendwann ist mal gut mit der Bevormundung..."

So, Sie hätten gern weniger Bevormundung?

Also nicht mehr bevormundet werden, welche schädlichen Stoffe in Lebensmitteln nicht vorkommen dürfen oder welche Grenzwerte gelten?

Nicht mehr bevormundet werden, welche Emissionen aus Möbeln oder Spielsachen austreten?

Nicht mehr bevormundet werden, welche Giftrückstände in der Kleidung verboten sind?

Lauter Bevormundungen ...

Sinnvoll

wenn wirklich eine Gefährdung vorliegt. Neue Farben werden schon entstehen. Hier von Bevormundung zu sprechen, während die Behörden die ihre Arbeit machen ist ignorant und populistisch.

(Pigment)Green 7, auch als chloriertes

Kupferphthalocyanin bekannt enthält je nach Chlorierungsbedingungen (meist in Indien hergestellt) das "Beiprodukt" Octachlordibenzodioxin im oberen Mikrogramm pro Kilogrammbereich. Gemessen am "Seveso Gift" 2378 -Tetrachlordibenzodioxin ist Octachlor...mit einem Toxizitätsäquivalent von 1/1000 angesetzt. Es ist also wieder einmal das Beiprodukt was die krebserregende Wirkung hat- wie ich vermute beim Glyphosat auch.....

was ich viel wichtiger finde...

wäre eine Regelung bei den Krankenkassen, dass die Allgemeinheit später nicht auch noch für Folgeschäden zahlen muss!!! Ob das jemand schön/für sich vorteilhaft findet, muß jeder selbst entscheiden. Ich pers. schaue mir Fotos von früher an, schäme mich manchmal für unmögliche Frisuren, Brillen, Schlaghosen, usw. und bin heute froh, dass ich das im Laufe der Jahre ändern konnte. Schwer bis unmöglich bei einem Tattoo. Ich habe allerdings keine Lust, in 10, 20, 30 Jahren - wenn es dem einen, oder der anderen mit dem Tattoo zu viel / langweilig geworden ist - auch noch für die Entfernung zu zahlen bzw. bei gesundheitlichen Folgeschäden (Hautkrebs, psych. Probleme?) entspr. Kosten zu tragen. Da sind Menschen freiwillig einem momentanen Schönheitsideal gefolgt, haben ihrem Körper etwas hinzugefügt, das da natürlich nicht reingehört, dann sollen sie bitte später selber die (finanziellen) Konsequenzen daraus tragen!

Nebensächlich !

Es ist doch völlig irrelevant, ob diese Farben verboten sind oder nicht. Macht kenntlich, dass sie ggf krebserregend sind - das genügt. Den Tatoo-Farben kann man ausweichen, aber zB Glyphosat, Neonikotinoide und Antibiotika eben nicht so ohne Weiteres. Das Risiko für ALLE ist dabei erheblich größer als die paar Leute, die SELBST entscheiden, ob sie sich den Dreck unter die Haut spritzen lassen.

"Zu Risiken und Nebenwirkungen...

... lesen Sie die Informationsbroschüre, die von Ihrem Tattooladen bereitzuhalten ist. Beachten Sie bitte die abschreckenden Bilder von Krebskranken und bestätigen Sie mit Ihrer Unterschrift, dass Sie alles verstanden haben und sich die Tattoos auf eigenes Risiko stechen lassen."

Wie wäre diese Regelung?

Ich habe weder Tattoos noch rauche ich, aber ich denke, so lange Tabak und Alkohol nicht verboten sind, brauchen die Tattoofarben grün xx und blau yy auch nicht verboten zu werden.

Beste Grüße

richtig

Das Verbot ich richtig.
Denn, für die gesundheitlichen Folgen tritt die Krankenkasse ein, also alle Arbeitnehmer müssen das bezahlen.

Wird das Zeugs verboten, dann können Krankenkassen die ausführenden Tätowierer wegen der strafbaren Handlung schadensersatzpflichtig machen und die müssen die Kranken- und Pflegekosten zahlen.

EU nicht schuld

Das EU-Parlament darf keine Gesetze vorschlagen, nur ja oder nein sagen zu Vorschlägen der Kommission. Die "Brüsseler Bürokraten" sind also nicht schuld, sondern die Regierungen der einzelnen Länder. Die EU spielt nur eine Rolle, weil dies EU-weit sein soll. Bei Glysophat genau so; schuld ist nicht "die EU", sondern nationale Regierungen.

Tatoos - Die Haut ist eine Organ

Bei allem gerechtefertigten Unmut über die allgemein bürgerferne Politik der EU sollte man nicht gegen alles sein, was von "oben" kommt.

Wäre die Haut nur eine Umhüllung, wäre vielleicht gegen Tatoos nichts einzuwenden. Die Haut ist aber das funktionell vielseitigste Organ in unserem Organismus. Es lohnt sich, darüber in Wikipedia nachzulesen; schon eine blose Aufzählung würde hier den Rahmen sprengen.

warum ?

ist doch jeder selber Schuld
wenn er sich seine Gesundheit ruiniert
Piercing, Lippen aufspritzen, Silicon in die Brueste oder den Po

klar bei den Folgeschaeden sollten sich natuerlich die Kassen weigern
die Kosten zu uebernehmen

@ 14:35 von Muffi

Zitat:
„ Was ist denn das für eine Begründung: Zitat "Wenn die EU die beiden Pigmente tatsächlich verbiete, seien Tattowierer gezwungen sich die Farben illegal zu besorgen - denn viele Kunden würde nicht auf Farben im Tattoo verzichten wollen, so schreibt es Elsenbruch in der Petition."
Zitat Ende.

Das ist tatsächlich eine sehr gute Begründung; wenn Menschen etwas wollen, dann holen sie es sich, egal aus welchen Kanälen. Das Bedürfnis wird niemand verhindern können! Und der Schwarzmarkt kann den Interessenten nicht die Qualität bieten wie ein staatlich regulierter Markt.

Ich zitiere sie weiter und widerspreche sogleich:

„ Solche Begründungen würden, wenn berücksichtigt, für Stillstand in der Entwicklung neuer, gesünderer Möglichkeiten sorgen.“
Zitat Ende

Gerade in einem staatlich reguliertem, legalen Markt können gesündere Möglichkeiten entwickelt werden. Auf die „Straße“ haben Sie keinen Einfluss.

Sie widersprechen sich selbst.

Grüße

es wäre doch ausreichend, wenn

die Tätowierer ihre Kunden auf die Gesundheitsgefährdung hinweisen müssten....bei Zigaretten gibt es ja auch kein Verbot, da reicht doch der Hinweis mit Schockbild auf der Packung ....

Aba, die bananenverordnung

Aba, die bananenverordnung war wohl nicht abstrus genug. Und die gurkenrichtlinie nicht lange genug in Kraft. Jetzt denken die unausgelasteten Eurokraten den nächsten bockmist zusammen.
Müssten die nicht eher an Brexit, Flüchtlinge, Türkei, trump, etc denken, bevor sie gegen einen Jugendkulturen vorgehen?
Wie viele tätowierte gibt es? Das Risiko ist absolut vernachlässigbar. Und zu 100% selbst gewählt. Im Gegensatz zu Eurokraten, die wählt niemand

14:48 Goati3

"Was ich wichtiger finde, wäre eine Regelung bei den Krankenkassen, dass später nicht auch noch die Folgeschäden........"

Im großen und ganzen schließe ich mich ihrem Kommentar an, bis auf schämen für Bilder von früher da gehe ich nicht mit im Gegenteil ich könnte mich eher kugeln und herzlich amüsieren über das damalige outfit (neudeutsch).

Wieso Verbot?

Sollte die Stoffe wirklich krebserregend oder allergieauslösend sein, ist lediglich eine verpflichtende vorherige Aufklärung notwendig. Das genügt doch. Alles andere ist eine weitere Bevormundung der EU.

Genauso sinnvoll wie das Verbot von Schadstoffen im Essen

„Die Europäische Chemiekalienagentur (…) fürchtet gesundheitliche Risiken“

Offenbar zu Recht: „(…) verweist die ECHA darauf, dass die Pigmente in Kosmetika wegen Gesundheitsbedenken bereits verboten seienSchon länger stehen Tattoofarben im Verdacht krebserregende Stoffe zu enthalten oder Hautirritationen zu verursachen“.
Es sollte grundsätzlich niemandem möglich sein, sich aus einer momentanen "Laune" heraus (oder meist wohl eher: auf gesellschaftlichen Druck hin, weil Tattoos, Piercings und anderer Körper-"Schmuck" für die Ewigkeit in bestimmten Kreisen gerade „angesagt“ sind und man dazugehören will) fürs ganze Leben zu verunstalten bzw. gegen Bezahlung verunstalten zu lassen – und sich dabei womöglich auch noch nebenbei die Gesundheit zu ruinieren.

Für mich fallen Tattoos und Piercings ganz klar unter „Autoaggression“. Und die scheint offensichtlich schwer „im Trend“ zu sein. Was natürlich die Frage aufwirft, warum.

Die EU macht sich also Sorgen...

... um die Gesundheit von uns Tätowierten? Achje wie süß!
Ich gehe davon aus dass dann demnächst endlich auch Tabak und Alkohol verboten wird. Bei beiden ist es wissenschaftlich bewiesen das sie gesundheitsschädlich sind - was bei den beiden Tinten nicht der Fall ist!

14:56 daneel

"Schuld ist nicht die EU sondern die nationalen Regierungen......."

Danke genaus so ist es.
Die Kommission kann nur etwas auf den Weg bringen wenn das EU Parlament und noch wichtiger der EU Rat zustimmen.

um 15:15 von Bender Rodriguez

>>
Aba, die bananenverordnung war wohl nicht abstrus genug. Und die gurkenrichtlinie nicht lange genug in Kraft. Jetzt denken die unausgelasteten Eurokraten den nächsten bockmist zusammen.
<<

Ein großes Problem sind auch die uninformierten Bürger, die meinen, bestimmte Richtlinien wären aufgrund von Initiativen aus Brüssel entstanden, während es tatsächlich Wünsche der Wirtschaft waren, wegen optimierter Verpackungsmöglichkeiten etc.

Tattoos

Wen irgendeine Firma mal ein Patent auf eine wirksame Methode zur komplett rückstands- und narbenfreien Entfernung von Tattoos anmeldet, dann werde ich sofort meine gesamte Kohle in Aktien dieser Firma investieren. Ein sichereres Geschäftsmodell ist kaum vorstellbar.

Die Krankenkassen treten auch...

...bei den Folgen von Fettleibigkeit, übermäßigem Alkoholkonsum, Nikotinsucht usw. ein. Sollten vielleicht erstmal hier den Hebel ansetzen!

um 14:25 von Haehnchen

"Irgendwann ist mal gut mit der Bevormundung... (...) statt verbote wäre es zb angebracht die Krankenkassenleistungen und Beiträge entsprechend anzupassen... wer raucht, sich die Haut im Sonnenstudio ruiniert und sich haufenweise Tatoos stechen lässt mit was weiß ich für Farben, und damit seine GEsundheit riskiert, sollte auch entsprechend behandelt werden..."
.
Und wie wollen Sie das überprüfen? Rundum-Überwachung á la DDR?

@ Karwandler

„So, Sie hätten gern weniger Bevormundung?

Also nicht mehr bevormundet werden, welche schädlichen Stoffe in Lebensmitteln nicht vorkommen dürfen oder welche Grenzwerte gelten?

Nicht mehr bevormundet werden, welche Emissionen aus Möbeln oder Spielsachen austreten?

Nicht mehr bevormundet werden, welche Giftrückstände in der Kleidung verboten sind?

Lauter Bevormundungen ...„

Und sie haben das Gefühl, weil es ein paar sinnvolle „Bevormundungen“ gibt, kann es keine unnötigen „Bevormundungen“ geben?
Schön, wenn die Welt so gut im schwarz/weiß-Modus funktioniert.
Drücken wir mal die Daumen, dass der Staat / die EU nicht mindestens 8 Stunden Schlaf am Tag verordnet, dass ist nämlich auch deutlich gesünder als 5 Stunden Schlaf am Tag.

Ich wundere mich

doch über einige Kommentare.

Erstmal sind Piercings und Tattoos Geschmackssache und eindeutig privat. Allerdings sollte man beides sehr gut überlegen, denn gerade Tattoos halten ein leben lang und sehen dabei nicht immer wie am ersten Tag aus. Die Entfernung übernimmt auch keine Krankenkasse, das ist dann deutlich teurer und langwieriger als das stechen.

Und dann das Thema kosten und Allgemeinheit: Wollen sich hier wirklich einige vor Ihren Krankenkassen vollständig nackig machen, nur um ja nicht einen Euro zuviel zu bezahlen? Denn dann sollten ja alle, die Rauchen, zuviel Alkohol trinken, zuviel sitzen, zu wenig Sport treiben, zuviel wiegen, gefährlichen Sport (Fussball) treiben etc. dies Ihrer Kasse melden und entsprechend Zuschläge zahlen. Abgesehen davon, wer überhaupt bestimmt was jeweils zuviel, zuwenig oder angemessen ist.

Dann lieber zurück ins Mittelalter. Da musste ich zwar auch beichten, das blieb dann im Zweifel aber im Dorf und 10 Ave-Maria beten zum Ausgeleich.

re bender rodriguez

"Aba, die bananenverordnung war wohl nicht abstrus genug. Und die gurkenrichtlinie nicht lange genug in Kraft. Jetzt denken die unausgelasteten Eurokraten den nächsten bockmist zusammen.
Müssten die nicht eher an Brexit, Flüchtlinge, Türkei, trump, etc denken"

Die Europäische Chemikalienagentur ist - wie der Name schon sagt - zuständig für Chemikalien.

Nicht für Trump, Brexit oder Türkei.

um 14:14 von wenigfahrer

"Fällt zwar auch unter die Kategorie Bevormundung, wie so vieles was die EU macht."
.
Überall werden wir bevormundet: Ich darf nicht mit Tempo 120 und 2,5 Promille mit dem Auto durch die Stadt fahren. Ich darf nicht mit einer Wumme Geld von der Bank abheben. Ich darf meinem Hobby, dem Handgranatenweitwurf, nicht auf Sportplätzen nachgehen. usw usf. Ganz schlimm mit dieser Bevormundung!

15:25, Brynhildur Erik...

>>Wieso Verbot?
Sollte die Stoffe wirklich krebserregend oder allergieauslösend sein, ist lediglich eine verpflichtende vorherige Aufklärung notwendig. Das genügt doch. Alles andere ist eine weitere Bevormundung der EU.<<

Dann wären Sie auch dafür, den Verkauf von pestizidbelasteten Lebensmitteln und giftbelasteter Kleidung zu erlauben, wenn nur darauf hingewiesen wird, daß da Gift drin ist?

re brynhildur

"Alles andere ist eine weitere Bevormundung der EU."

???

Wer des Lesens kundig ist findet in dem Artikel:

"Heute beraten die EU-Staaten zu dem Thema"

Fast alles, was EU Basher der EU vor die Füße legen, geht auf gemeinsame Beschlüsse der Nationalstaaten zurück.

Ohne diese Ignoranz hätten wir keinen Brexit.

Keine Einnahmequelle

Wenn es eine Tattoo-Steuer mit ordentlich Einnahmen geben würde, wäre die EU nie auf den Gedanken gekommen, da etwas zu verbieten. Warnhinweise sind ok, dann weiß Jeder, worauf er sich einlässt. Aber ein Verbot ohne gleichzeitig den gesicherten Millionenkiller Rauchen zu verbieten, ist pure Heuchelei... (bin selbst nicht tätowiert und habe es auch nicht vor...)

Warum muss die EU eingreifen?

Warum muss in Europa eigentlich immer nach dem Gesetzgeber gerufen werden? Kann man es in diesem Fall nicht denjenigen überlassen, die ihre Körper mit Tattoos verunstalten, ob sie das Krebsrisiko eingehen wollen?

Eurokraten

Sehr geehrter Bender Rodriguez,
ich bin einer dieser Eurokraten, die Sie ansprechen. Wissen Sie, was in meiner Abteilung gemacht wird? Wir verteilen Fördergelder für Jugendprojekte, Freiwilligenarbeit in Krisengebieten, Anti-Doping Sportprojekte, Filmförderung für kleine, europäische Produktionen, usw.
Nur mal so als Gedankenanstoß...

15:26 von Nettie

"(...) aus einer momentanen "Laune" heraus (...) auf gesellschaftlichen Druck (...) in bestimmten Kreisen gerade „angesagt“ (...) „Autoaggression“.

Das ist eine interessante Ansammlung abgelutschter Vourteile, die durch den Bloedsinn mit der Autoaggression unerwartet getoppt wird. Faszinierend, wie Mr. Spock mit hochgezogener Augebraue bemerken wuerde, womit er wohl meinen duerfte: Hier versagt sogar die Logik, oder mit anderen Worten: Das ist crazy.

,,,die Bananenverordnung....

Kann Mensch auch ganz anders sehen.
In meiner Verwandschaft gibt es zwei angehende MedizinerInnen. Während ihres Studiums wurde ihnen anhand der Lymphknoten bereits gehäuteter (also keine Tatoos mehr sichtbar) Leichen gezeigt, welche tätowiert waren - und welche nicht. Die Pigmente wandern durch den Körper und sammeln sich ordentlich an. Toxizität der meisten Pigmente ist bislang weitgehend unbekannt.
Da die Solidargemeinschaft später ggf zahlen wird und zahlen muß, ist die Arbeit der "Eurokraten", wie sie hier abwertend bezeichnet werden, definitiv sinnvoll.
Gruß

15:25 von Brynhildur Erik...

"Wieso Verbot?

Sollte die Stoffe wirklich krebserregend oder allergieauslösend sein, ist lediglich eine verpflichtende vorherige Aufklärung notwendig. Das genügt doch. Alles andere ist eine weitere Bevormundung der EU."

.-.-.-.

Man sieht allein an diesem Thread, wie viele Menschen nicht nachdenken können.

Sie wollen ja offenbar sogar, dass Giftstoffe in der Nahrung nicht verboten werden, nicht einmal in der Babynahrung. Denn sie sind ja grundsätzlich allergisch gegen das Verbieten von Schädlichem, wie sich das anhört.

Weil da nun mal die Vernunft fehlt, muss man die Unvernünftigen dennoch schützen.
Die Stoffe müssen verboten werden, denn sonst werden diese Leute krank.

Auch wenn einige hier zynisch meinen, dann sollen die doch halt krank werden, ist doch nicht mein Problem.

Aber es ist das Problem derjenigen, die Fürsorge für die Bevölkerung übernommen haben: die Regierenden.
Es müssen auch die Vernunftlosen geschützt werden.

15:26 von Nettie

«Für mich fallen Tattoos und Piercings ganz klar unter „Autoaggression“.
Und die scheint offensichtlich schwer „im Trend“ zu sein.
Was natürlich die Frage aufwirft, warum.»

Bei Piercings weiß ich es nicht zu beurteilen.

Aber Tattoos haben in unterschiedlichen Kulturen sehr verschiedene Bedeutungen. Teils als Jahrtausende alte Traditionen.

Bei den Maori in NZL (bei anderen Völlern der Südsee) hat es gar nichts mit "Auto-Aggression" zu tun. Dort sind "sogar" Tattoos im Gesicht Ausdruck von Überlieferung + Zugehörigkeit. Nach traditionellen Methoden der Tätowierung "mit Hämmerchen + Nadel".

In DEU (EUR) waren Tattoos noch in den 1970-ern "selbst-gedengelt".
Als Zeichen für: "… einst saß ich im Knast …!".

In JAP sind Tattoos seit > 1.000 Jahren Erkennung für Mitglieder div. "Yakuza-Familien" (JAP-Mafia). Bewusste Unterscheidung "zur Normal-Bevölkerung mit Full-Body-Tattoos".

Mit Tattoos ist dort kein Einlass in "Onsen"-Bäder.
Kleinere Tattoos evtl. mit Pflaster überkleben …!

15:42 von Stefan T

Ich darf nicht mit Tempo 120 und 2,5 Promille
.
damit gefaehrden sie ueber Gebuehr das Leben anderer
bei Tatoos ......

Das Problem bei den Farben …

… ist, dass der Kunde die Farbflaschen normalerweise nicht zu Gesicht bekommt. Wenn ich mir eine Packung Kippen hole und sie mir reinziehe, dann sehe ich auf der gekauften Schachtel den Warnhinweis. Bei Tätowierfarben sieht sie nur der Tätowierer. Somit wäre es zwingend notwendig, eine entsprechende Aufklärung seitens der Tätowierer sicherzustellen.
Dummerweise darf sich jeder als Tätowierer bezeichnen und dem Geschäft nachgehen. Mehrere tätowierte Bekannt (ich bin für eine Tätowierung eine zu große Memme) haben mir von ihren Erfahrungen berichtet. Oftmals fand im Vorfeld keine oder nur eine unzureichende Beratung und Aufklärung statt. Und wenn das schon jetzt so ist, wie soll man dann sicher sein können, dass über potenziell krebserregende Farben aufgeklärt wird?
Die einzige Alternative wäre meiner Ansicht nach, Tätowierer perflichtend zum Ausbildungsberuf zu machen, eine Aufklärungspflicht zu verhängen und deren Missachtung drakonisch zu bestrafen.

Aber...

Denkbarer Vorteil eines denkbaren Verbotes waere: Der Industrie wird auf die Fuesse getreten, um ungiftige Farben zu entwickeln.

15:31 von CPF

Raucher zahlen soviel Steuern auf ihr Rauchvergnuegen
und wahrscheinlich sterben die ohnehin ohne lange Rente zu kriegen
von daher
"lohnt" sich das sogar gesellschaftlich

PG-7 kommt sogar im Malkasten

"unserer Kleinen" vor und...und...und. Irgendwie müssen die 10000 Tonnen pro Jahr ja ihren Verbrauch finden. Man bräuchte das Zeugs nur nach Chemikalienverbotsverordnung flächendeckend auf Dioxine/Furane zu kontrollieren und dann würd auch keine Gefahr mehr davon ausgehen. Nur müsste man dazu vielleicht noch mal ein paar alte Hasen und "Hochauflösungs-Messvirtuosen" von vor 25 Jahren (so einen langen Bart hat das Thema schon) reaktivieren, die noch wissen wie man zunächst die "Dioxine" aus dem Zeugs rausholt um sie messen zu können.

@ um 15:15 von Bender Rodriguez

Die "Bananenverordnung" war/ist ziemlich vorteilhaft und gilt übrigens auch in vielen Ländern außerhalb der EU -z.B. Kanada.

Die Gurkenverordnung ist seit zig Jahren Geschichte,komischerweise halten sich Produzenten und Händler immer noch dran - muss wohl praktische Gründe haben und kann so falsch net sein.

"Müssten die nicht eher an Brexit, Flüchtlinge, Türkei, trump, etc denken, bevor sie gegen einen Jugendkulturen vorgehen?"

Darum kümmert sich der jeweilige Ausschuß/Kommision - einfach mal die Konstruktion der EU-Gremien im WWW nachschlagen. Schützt vor Unwissenheit...

"Wie viele tätowierte gibt es?"

Sehr viele, heutzutage ist man ja eher cool oder Außenseiter, wenn man nicht tätowiert ist....

Wer keine Tattoos hat..

und auch nicht vorhat, sich tatöwieren zu lassen, könnte ja auch einfach Mal das [X] oben rechts klicken und den Artikel schließen. Es ist bemerkenswert wieviele untätowierte Leute hier ihre Unwissenheit und Intoleranz zum Thema Tattoos kundtun. Es ist die Entscheidung des einzelnen sich tätowieren zu lassen, wers sch*** findet der läßt es. Aber gerade diese Leute wissen anscheinend alles über "Folgeschäden", selten so einen Quatsch gelesen. Prozentual sind Folgeschäden aus Sport und ungesundem Lebensstil um einiges wahrscheinlicher, aber die bösen Tattoos.. Ja.. und ich will jetzt nämlich auch keine Beiträge mehr zahlen, für diese ganzen Skifahrer die sich den Hals brechen, weil sie in den Bergen rumsausen. Mann ey, wer keine Ahnung hat sollte einfach mal die Tastatur weglegen!

Abschaffung des Selbstbestimmungsrecht

Anscheinend gibt es keinen Lebensbereich mehr wo es nicht irgendetwas zu verbieten gibt. Über den Sinn oder Unsinn von Tattoos kann jeder denken was er will.
Sollte ich aber irgendwann das Bedürfnis haben mir ein Tattoo stechen zulassen ist das ganz allein meine Sache.
Gefühlt fängt jede dritte Schlagzeile mit Verbot an, die vielen Vordenker in unserer Republik sollen sich mal um die wesentlichen Sachen kümmern anstatt uns Bürger immer mehr zu entmündigen .

Vernunft führt in die Revolution

"Es müssen auch die Vernunftlosen geschützt werden." (Sausevind, 16,03)
------
Wenn sich Vernunftlose schützen ließen, wäre es mit der Unvernunft aus. Dies hätte schwerwiegende Konsequenzen für unser Zusammenleben, von der Wirtschaft erst gar nicht zu reden. Vernunft und Lernfähigkeit gehört nicht in aller Hände. Wir müssten uns total umstellen; eine sehr große Herausforderung, wenn wir alle vernünftig würden.

@das Ding

Da geht's schon los. Das sind keine Farben sondern "Pigmente" die da entwickelt werden müssen. Sonst könnte sich sein Motiv der Wahl auch mit Ostereierfarbe (Chlorophyll) tackern lassen-bis zum nächsten Waschen. Und "Schweinfurter- Grün" wär auch keine Lösung.

15:58 von Pforte der Wahrheit

Dafür zahlt die Solidargemeinschaft Beiträge in die Sozialkassen um im Schadensfall abgesichert zu sein.

@ Sausevind

„Man sieht allein an diesem Thread, wie viele Menschen nicht nachdenken können.“

An ihrem Kommentar sieht man es am besten.

-Kaffee
-Alkohol
-Zigaretten
- zu viel Nahrungsaufnahme
- zu wenig Bewegung
- zu viel Zeit vor dem Bildschirm
- diverse Sportarten
- diverse Arbeitsplätze
- etc.

Alles nicht gesundheitsförderlich und somit müsste der Staat ihrer Meinung nach den „Unwissenden“ vor all den Gefahren schützen.

Was ein spannendes Leben...

Sportler mit Risikosportarten werden …

auch von den Ärzten zusammengeflickt und die Kassen bezahlen. Also werden eben auch m/w/d Tätowierte auf besonderen Wunsch mit Kassenleistung wieder von ihrem Bodypainting befreit …

15:31 von fathaland slim

«Wen irgendeine Firma mal ein Patent auf eine wirksame Methode zur komplett rückstands- und narbenfreien Entfernung von Tattoos anmeldet, dann werde ich sofort …»

Persönlich habe ich den Eindruck, dass Menschen, die sich heutzutage tätowieren lassen, das in deutlich mehr bewusster Entscheidung tun, als dies noch vor 20 oder 30 Jahren der Fall war.

Sie denken eher darüber nach, was die Entscheidung für ein Tattoo in Körperregion (x) auch langristig bedeutet. "Einst" war das (viel) weniger der Fall.

Meine Freundin ist seit ca. 25 Jahren Physiotherapeutin. Sah + sieht sie viele "nackte Rücken" ihr nur therapeutisch bekannter Menschen. Sah + sieht sie immer wieder "ganze Rudel von Gesäß-Geweihen" bei inzw. etwas älteren Frauen.

"Unüberlegte Jugendsünde" rufen > 2/3 aller Geweihe.
Wäre ich doch nur mal … nicht dem Rudel der 1980-er gefolgt …!

"Rückstandslos ohne Narben" gehen die Geweihe nie zurück in den Wald.
Aber Tattoos gibt's "sicher genug", deren Träger das sehr wünschten …!

16:30 von spax-plywood

"Da geht's schon los. Das sind keine Farben sondern "Pigmente" die da entwickelt werden müssen. "

Womit gehts los? Mit Erbsenzaehlen gehts los? Im Sinne der Diskussion wissen alle was ich gemeint habe. Mehr war nicht noetig.

Ave Maria@Jadawin 15.36

.. so wird's kommen, so ein Ave Maria Mantra kommt von innen und ist somit auch noch nachhaltig. Und man behält den Rest an Fehlerhaftigkeit die einen zum Menschen macht. Gute Alternative. Doch so kommen wir nie zum Modellmenschen, zum Pro-Sumenten, der Kreatur "frei von .." berechenbar und sich schließlich selbst berechnen könnend, gut einstellbar. Wenn auch der Diagnosezugang am linken Arm obligatorisch geworden ist wird eh im Eigeninteresse darauf geachtet werden, Grenzwerte einzuhalten, die zuvor (phantasievoll) gezogen wurden. Wir schaffen das noch, ohne physische Mauern. Hier wird noch alles ganz fein und clean. Buddeln und sterben woanders. Da rauscht man dann dialysiert in 20 Jahren wohl immer noch mit 250 über die inzwischen breiter gebauten Autobahnen aus Sand, der zuvor den Korallenriffen entbaggert wurde und freut sich über seine geschmeidig laufende 7G-Kommunikation zwischen Spuren seltener Erden .. solange die Blutwerte stimmen: "ist doch alles gut?!"

16:19 von hesta15

"Anscheinend gibt es keinen Lebensbereich mehr wo es nicht irgendetwas zu verbieten gibt"

.-.-.-

Doch.

.-.-.-.-.

"Sollte ich aber irgendwann das Bedürfnis haben mir ein Tattoo stechen zulassen ist das ganz allein meine Sache."

.-.-.-

Richtig.
Niemand will Ihnen das wegnehmen.
Aber auch Sie werden sich an die Stoffe halten müssen, die der Tätowierer zur Verfügung hat.

Wenn es z.B. beim Supermarkt keine giftig gespritzten Äpfel mehr zu kaufen gibt, merken Sie das gar nicht beim Einkauf.

Sie wissen nur: ich kriege beim Supermarkt nur Gesundes, weil jemand darüber wacht.

Jain...

"Und wenn sie auf der Haut nicht vewendet werden dürfen, sollten sie auch nicht in der Haut erlaubt sein, argumentiert die Agentur."

Es ist ein Unterschied, ob ich mir das Zeug 2 bis 3x täglich über Jahre ins Gesicht oder auf den ganzen Körper schmiere,
... oder aber das Zeug einmalig unter die Haut hineingestochen bekomme.

*

Ich bin aber generell keine Freundin des ständigen Eincremens. Es sind eh überall Konservierungsstoffe drin. Die sind krebserregend, daher bringen sie Bakterien und Pilze um, damit die teure Creme nicht gammelt.

Wenn die Haut nicht besonders strapaziert ist, dann ist Eincremen überhaupt nicht nötig. Man macht damit nur die gesunde Hautflora kaputt.

Am 04. Februar 2020 um 15:31 von fathaland slim

" Tattoos

Wen irgendeine Firma mal ein Patent auf eine wirksame Methode zur komplett rückstands- und narbenfreien Entfernung von Tattoos anmeldet, dann werde ich sofort meine gesamte Kohle in Aktien dieser Firma investieren. Ein sichereres Geschäftsmodell ist kaum vorstellbar. "

Das ist eine sehr gute Idee, man müsste jünger sein, und die Erfindung bald kommen.
Das wäre eine Aktie oder Fond mit super Potenzial.

16:31 von berelsbub

<< @ Sausevind
„Man sieht allein an diesem Thread, wie viele Menschen nicht nachdenken können.“

An ihrem Kommentar sieht man es am besten. <<

.-.-.-.

Nö. Ich hab über all das nachgedacht.
Und erst DANN meinen Beitrag geschrieben.

@Haehnchen (14:25)

Irgendwann ist mal gut mit der Bevormundung...
Ich selber würde mir nie nen Tatoo stechen lassen, mich piercen lassen oder sonstwie den Körper traktieren.
Aber wieso muss man anderen vorschreiben ob und wie sie das tun?

____

Mit derselben Begründung könnte man hinterfragen, warum Drogen verboten sind. Der Staat hat eine Fürsorgepflicht gegenüber der Bevölkerung, und dazu gehört eben auch, sie vor Schaden durch gefährliche Gegenstände oder Substanzen zu schützen. Deshalb darf man in Laboren z.B. nur nach einer regelmäßigen Sicherheitsunterweisung arbeiten. Oder krebserregende Substanzen werden für den Gebrauch verboten, wie es hier der Fall ist.

@daneel (14:56)

EU nicht schuld
Das EU-Parlament darf keine Gesetze vorschlagen, nur ja oder nein sagen zu Vorschlägen der Kommission. Die "Brüsseler Bürokraten" sind also nicht schuld, sondern die Regierungen der einzelnen Länder. Die EU spielt nur eine Rolle, weil dies EU-weit sein soll. Bei Glysophat genau so; schuld ist nicht "die EU", sondern nationale Regierungen.

____

Endlich mal einer, der es verstanden hat bei den ganzen EU-Hatern. Die Kommission wird im wesentlichen von den Regierungen besetzt, der Kommissionspräsident vom Parlament gewählt - auf dessen Zusammensetzung wir aber auch wieder Einfluss haben. Und dann gibt es noch den Rat, der Gesetze vorschlagen kann. Und der besteht aus den jeweiligen Fachministern der Mitgliedsstaaten.

Der Schwarzmarkt wird weiter machen

Ein, zwei raffinierte Tattoos auf dem Körper ist für meinen Geschmack durchaus vertretbar. Kommt eben auf die Machart an, ob sie dann auch zum Hingucker werden (und natürlich auf die Sichtbarkeit am Körper).
Aber als dann diese bunten Tattoos immer öfter der Run wurden, erinnert mich dieses immer mehr zum teilweise unübersichtlichen Gekritzel an meine damaligen Malbüchern.
Der Blickfang ist verschwunden...
Falls die gesundheitliche Schädigung nachweislich bewiesen wurde, sollte man es verbieten.
(Der Schwarzmarkt wird dennoch fröhlich weiter machen, es wird hinterher nicht mehr exakt nachzuweisen sein, in welchem Jahr das Tattoo gefertigt wurde.)

Mein Vorschlag

Freizeit Sport ausser Schulsport, Betriebs und Vereinssport im Rahmen von allgemein bekannten Sportarten, sind private Tätigkeiten die privat versichert gehören.
Ebenso Drogenkonsum Schädigungen, wie Alkohol, Tabak und Drogen. Das sind private Entscheidungen die ganz bewußt entgegen gesundheitlichem Wissen getroffen werden.

Warum soll die solidar Gemeinschaft für Menschen aufkommen, die ohne Not ihren Körper schädigen.

Wer Tatoos haben möchte - gerne, wer Bungeejumping mag, wer Fallschirmspringen etc. mag, alles gerne privat und privat versichert. Das ist fair und eine klare Linie.
Ich bin sicher dass jede Versicherung hier entsprechende Vorsorge Pakete schnürt.

@ Sausevind

„Weil da nun mal die Vernunft fehlt, muss man die Unvernünftigen dennoch schützen.“

Ich würde mich in allen Bereichen gerne selber so weit schützen, wie ich es für erforderlich halte und in vielen Bereichen des Lebens gerne unvernünftig sein, weil das erst das Leben lebenswert macht.
Wenn ich nach einer durchzechten Nacht mit viel Alkohol bei McDonalds sitze und mir 10 Hamburger bestelle, möchte ich niemanden haben, der mir erklärt, das sei jetzt unvernünftig.
Und wenn ich mir mit meinen Kumpels überlege, ich kann einen geschlagenen Golfball aus 150 Metern Entfernung mit einer Hand fangen und habe keinen Helm dabei auf, möchte ich das auch gerne machen.

16:19 von hesta15

«Gefühlt fängt jede dritte Schlagzeile mit Verbot an, die vielen Vordenker in unserer Republik sollen sich mal um die wesentlichen Sachen kümmern anstatt uns Bürger immer mehr zu entmündigen.»

Niemand will prinzipiell verbieten lassen, dass sich wer tätowieren lässt.

Es geht um die Überlegung, u.U. gesundheits-gefährdende Pigment-Farbstoffe als Bestandteile in 2 klassifizierten Farben zu untersagen.

Nun machen diese Blau / Grün Pigmente ≈ 2/3 aller in Tattoos verwendeten Farben aus. Diese Zusätze sind bereits u.a. in Haar-Shampoos für Menschen verboten.

Zur Wirkweise in Tattoo-Farben gibt es noch keine Untersuchungen zu diesen 2 Pigmenten. Kann man nun (sehr) zurecht bemängeln, dass dies noch nicht geschah. Und auch nicht ersichtlich erscheint, dass es künftig geschehen solle.

Ansonsten ist es (wieder einmal) das ewig gleiche lärmende Lamento:

"Alles will man uns verbieten!
Will die Krake EU uns verbieten!"

Wie viele % der tätowierten Tattoos beinhalten farbige Bereiche …?

14:35 Muffi

>>Der Hinweis, die Tätowierer würden dann gezwungen sein sich die Farben dann illegal zu besorgen... Auweia
Meine Autowerkstatt baut mir doch auch keine verbotenen Komponenten ein, nur weil ich das möchte.<<

Der Vergleich ist auch anders rum zu stellen: Hasch und andere Drogen sind ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen verboten. Es wird dennoch verkauft.
Jeder weiß es, und es wird trotzdem "mal probiert", sonst wäre dieser Markt doch auch längst ausgetrocknet.
Der Schwarzmarkt wird weiter laufen, falls ein Tattooverbot kommen sollte.

16:54, nikioko @daneel (14:56)

>>Endlich mal einer, der es verstanden hat bei den ganzen EU-Hatern. Die Kommission wird im wesentlichen von den Regierungen besetzt, der Kommissionspräsident vom Parlament gewählt - auf dessen Zusammensetzung wir aber auch wieder Einfluss haben. Und dann gibt es noch den Rat, der Gesetze vorschlagen kann. Und der besteht aus den jeweiligen Fachministern der Mitgliedsstaaten.<<

Das haben Sie gut zusammengefasst, und eigentlich ist es auch kinderleicht zu verstehen.

Aber jemand, der im Zusammenhang mit der EU von Moloch, Krake, Monster u.ä. schreibt, der will sich mit solchen Zusammenhängen überhaupt nicht beschäftigen. Es könnte ja das Weltbild beschädigen.

Interessante Diskussionskultur

"Wer nicht meiner Meinung ist soll einfach mal die Tastatur weglegen!", so lese ich Ihren Beitrag - nach dem Motto: "Außer mir haben alle keine Ahnung!"
Eine Freundin von mir hat(te) viele Jahre lang neurologische Beschwerden, Ursache war lange unbekannt. Vor einem halben Jahr kam dann ein Arzt darauf, dass es Toxine aus ihren Unterarm-Tattoos sein könnten. Glauben Sie mir, die Betroffene wünscht sich, sie wäre damals besser aufgeklärt worden, sie hätte sich niemals tätowieren lassen. Sie hat Glück: Die Behandlung zahlt in ihrem Fall die Krankenkasse.

@ Brynhildur Erik..., um 15:25

“Sollten die Stoffe wirklich krebserregend oder allergieauslösend sein, ist lediglich eine verpflichtende vorherige Aufklärung notwendig...Alles andere ist eine weitere Bevormundung der EU.“

Da sitzt dann irgendwann ein tatoobedeckter Krebspatient beim Arzt.
Sie bezahlen seine Behandlung mit, da werden Sie nicht gefragt; auch das ist wie eine Bevormundung - man nennt sie aber Solidargemeinschaft...

Werden Menschen, die sich

Werden Menschen, die sich dann im unreglementierten Ausland bunt tätowiert haben lassen, dann bestraft?

Am 04. Februar 2020 um 15:31 von fathaland slim

"Tattoos
Wen irgendeine Firma mal ein Patent auf eine wirksame Methode zur komplett rückstands- und narbenfreien Entfernung von Tattoos anmeldet, dann werde ich sofort meine gesamte Kohle in Aktien dieser Firma investieren. Ein sichereres Geschäftsmodell ist kaum vorstellbar."

Sehr gute Idee.

Aber diese Firma gibt es bereits,

und das Beste,

Sie sind sogar schon daran beteiligt.

"Demokratie ist die Kunst,
dem Volk im Namen des Volkes
feierlich das Fell über die Ohren zu ziehen"

„Ein sichereres Geschäftsmodell ist kaum vorstellbar.“

So ist es.

So ein Unfug ...

... es geht doch überhaupt nicht darum jemanden zu bestrafen weil er sich tatowieren hat lassen. Es wird übrigens auch auch keiner gezwungen seine schon vorhandenen Tattoos entfernen zu lassen.

17:16 von Bill Bartleby

Interessante Diskussionskultur

"Wer nicht meiner Meinung ist soll einfach mal die Tastatur weglegen!", so lese ich Ihren Beitrag - nach dem Motto: "Außer mir haben alle keine Ahnung!"
Eine Freundin von mir hat(te) viele Jahre lang neurologische Beschwerden, Ursache war lange unbekannt. Vor einem halben Jahr kam dann ein Arzt darauf, dass es Toxine aus ihren Unterarm-Tattoos sein könnten. Glauben Sie mir, die Betroffene wünscht sich, sie wäre damals besser aufgeklärt worden, sie hätte sich niemals tätowieren lassen. Sie hat Glück: Die Behandlung zahlt in ihrem Fall die Krankenkasse.
///
*
*
Die Krankenkkasse , zahlt die nicht mit den solidarischen Beiträge nicht Tätowierter, für diese Krankheit?

17:36, Werner Krausss

>>Am 04. Februar 2020 um 15:31 von fathaland slim
"Tattoos
Wen irgendeine Firma mal ein Patent auf eine wirksame Methode zur komplett rückstands- und narbenfreien Entfernung von Tattoos anmeldet, dann werde ich sofort meine gesamte Kohle in Aktien dieser Firma investieren. Ein sichereres Geschäftsmodell ist kaum vorstellbar."

Sehr gute Idee.

Aber diese Firma gibt es bereits,

und das Beste,

Sie sind sogar schon daran beteiligt.<<

Gibt es denn dieses Patent, von dem ich schrieb?

Wenn es das nicht geben sollte, dann gäbe es auch die Firma nicht, die es hält. Wie auch?

>>"Demokratie ist die Kunst,
dem Volk im Namen des Volkes
feierlich das Fell über die Ohren zu ziehen"<<

Karlheinz Deschner. Witzig, aber die Aussage ist inhaltlich schwer zu diskutieren.

Aber was halten Sie denn hiervon:

"Eine perfekte sozialistische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, in der sich jeder in seiner eigenen Dummheit suhlen kann."

Slavoj Žižek

@das Ding

Das hat nichts mit Erbsenzählen zu tun. Das sind elementare Begriffe die man draufhaben muss wenn man von der Industrie was fordern will. Sonst geht destilliertes Wasser auch als "alkoholfreier Doppelkorn" durch.

Du meine Güte...

Hier geht es um eine klassische Frage, zu der man ganz sachlich ganz ganz viele Argumente praktischer, gesundheitlicher, politischer und auch grundsätzlicher Natur haben und austauschen kann.

Es erschreckt mich, dass selbst diese zu Recht kontroverse Debatte wieder vor allem dazu genutzt wird, unser demokratisches und multilaterales politisches System in Frage zu stellen.

konkret: Wenn die EU uns allen das Forum gibt, diese Frage zu diskutieren, dann können wir das nutzen oder lassen.

Aber deshalb die EU pauschal abzulehnen und damit jede inhaltliche und politische Diskussion im Keim zu ersticken?

Es wäre doch mal besonders spannend zu sehen, wie sehr sich die vielen unterschiedlichen Kulturen zu dieser relativ unpolitischen Frage stellen!

In der Sache bin ich übrigens gegen Gifte in der Haut wie gegen Gifte in Lebensmitteln. Und versuche mich in die Gegenargumente reinzudenken. Was mir bisher aber noch nicht gelungen ist.

re Berelsbub

"Und sie haben das Gefühl, weil es ein paar sinnvolle „Bevormundungen“ gibt, kann es keine unnötigen „Bevormundungen“ geben?"

Ich habe nicht nur das Gefühl, sondern bin mir ganz sicher, dass die ganzen Bevormundungs-Meckerer gar keine Ahnung haben, wieviel Bevormundung es zu Ihrem Nutzen gibt.

Sehr viel mehr als nur "ein paar sinnvolle" ...

Wenn etwas Krankheiten auslösen kann,

und deshalb etwas verboten werden soll, dann ist das keine Bevormundung. Das ist eine seltsame und nicht nachvollziehbare Einstellung, eher bei Pubertierenden auszumachen. Auch wenn die Farben nicht verboten werden, weiss es dann ab jetzt jeder. Vielleicht hat dann die Solidargesellschaft auch vorgesorgt und braucht für spätere Schäden nicht mehr zu zahlen.

@fathaland slim

"Aber was halten Sie denn hiervon:

"Eine perfekte sozialistische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, in der sich jeder in seiner eigenen Dummheit suhlen kann."

Slavoj Žižek"

Hm, dann sind Facebook, Twitter, eine unüberschaubare Menge Internetforen (dieses eingeschlossen) also der Beweis, dass wir in einer perfekten sozialistischen Gesellschaft leben? Ich weiß ja nicht ...

Oder habe ich das Zitat falsch verstanden?

Tickende Zeitbomben

Mindestens die Hälfte meiner ArbeitskollegInnen hat mittlerweile Tattoos, und das im Gesundheitsbereich.
Über Hässlichkeit lässt sich bekanntlich streiten.
Ich vergleiche jedoch die Gesundheitsrisiken immer ein bisschen mit dem Rauchen: war/ ist angeblich cool, führt aber garantiert schneller zum Tod.
Von vielen Farben weiss man überhaupt nicht, was die im Körper alles anrichten können und findet man irgendwann einmal ein Tattoo nicht mehr so toll, kann man das nicht einfach wieder abstreifen.
Das Weglasern verursacht nach Abklingen der Lokalanästhesie wahnsinnige Schmerzen und die Haut nässt tagelang. Die weggelasertern "Abfallstoffe" sind eine tickende Zeitbombe im Körper.
Für das Weglasern, besondern der bunten Farben, braucht zig Sitzungen, nicht alle Farben bekommt man daber zu 100% weg, dazu Narbenbildung. Schnell ist man dabei Tausende von Euros los, nur um ein Tattoo sich entfernen zu lassen.
Ich prophezeie viele neue Kunden für Onkologen (Lymphdrüsen) und Dermatologe...

re bender rodriguez

"Werden Menschen, die sich dann im unreglementierten Ausland bunt tätowiert haben lassen, dann bestraft?"

Wenn's mit den Argumenten knapp wird versucht man es mit Albernheiten.

@berelsbub

"Wenn ich nach einer durchzechten Nacht mit viel Alkohol bei McDonalds sitze und mir 10 Hamburger bestelle, möchte ich niemanden haben, der mir erklärt, das sei jetzt unvernünftig.
Und wenn ich mir mit meinen Kumpels überlege, ich kann einen geschlagenen Golfball aus 150 Metern Entfernung mit einer Hand fangen und habe keinen Helm dabei auf, möchte ich das auch gerne machen."

Ok, das sind jetzt zwei extrem hinkende und deshalb völlig untaugliche Vergleiche. Haben Sie auch noch bessere?

Ich hätte einen besseren Vergleich im Angebot: Es ist verboten, Zyankali an alle möglichen Leute zu verkaufen. Ich finde diese 'Bevormundung' ziemlich gut, wenn ich ehrlich sein soll.

Farben bleiben übrigens nicht in der Haut ...

... sondern sammeln sich nachgewiesenermaßen in den Lymphknoten!
Ja, „die da oben“ sollten sich um das Risiko dieser Farben kümmern und sie ggf. verbieten! Der Vergleich mit Lebensmitteln ist durchaus sinnvoll. Vielleicht wird’s ja auch „nur“ eine Warnung wie bei Zigaretten.

18:15, DrBeyer

>>@fathaland slim
"Aber was halten Sie denn hiervon:

"Eine perfekte sozialistische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, in der sich jeder in seiner eigenen Dummheit suhlen kann."

Slavoj Žižek"

Hm, dann sind Facebook, Twitter, eine unüberschaubare Menge Internetforen (dieses eingeschlossen) also der Beweis, dass wir in einer perfekten sozialistischen Gesellschaft leben? Ich weiß ja nicht ...

Oder habe ich das Zitat falsch verstanden?<<

Die Aussage Žižeks ist ebenso rätselhaft wie die Karlheinz Deschners, die der Forist, auf den ich antwortete, gepostet hatte.

Wenn sich Philosophen- und Polemikertum paaren...

Am 04. Februar 2020 um 17:51 von fathaland slim

"17:36, Werner Krausss
>>Am 04. Februar 2020 um 15:31 von fathaland slim
"Tattoos"

Gibt es denn dieses Patent, von dem ich schrieb?
„komplett rückstands- und narbenfreien Entfernung von Tattoos“

Ja, nennt sich: „Fell über die Ohren ziehen.“

„Aber was halten Sie denn hiervon:
"Eine perfekte sozialistische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, in der sich jeder in seiner eigenen Dummheit suhlen kann."
Slavoj Žižek“

Stimmt genau.

„dann werde ich sofort meine gesamte Kohle in Aktien dieser Firma investieren.“

"Dummheit ist eine Ware, mit der man spekulieren kann, und keine Ware wird auf Erden in solchen Massen produziert." –
Herbert Ziergiebel

Kapitalismus, spekulieren oder Sozialismus, alles passt.

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Sie haben wieder genau ins Schwarze getroffen.

@ karwandler

"Und sie haben das Gefühl, weil es ein paar sinnvolle „Bevormundungen“ gibt, kann es keine unnötigen „Bevormundungen“ geben?"

Ich habe nicht nur das Gefühl, sondern bin mir ganz sicher, dass die ganzen Bevormundungs-Meckerer gar keine Ahnung haben, wieviel Bevormundung es zu Ihrem Nutzen gibt.

Sehr viel mehr als nur "ein paar sinnvolle" ...„

Gute die Antwort auf meine Frage umsegelt. Daher die Frage erneut:

Kann es keine unnötigen Bevormundungen geben?

Gruselig

was hier an Vorurteilen Gegenüber tätowierten und der EU rausgehauen wird.
Besonders da nicht eine vermeintliche "Freiheit" begrenzt werden soll, sondern zum Schutz aller und aller Geldbeutel etwas sinnvolles geplant ist. Aber solange man weltfremd unterstellt Tattoos seien eine Modeerscheinung und würden von Geistig kranken getragen, solange muss man auch feststellen das Gesellschaftliche und Soziale Rückständigkeit besonders im vermeintlichen bürgerlichen Spektrum vorherrscht. Ein Trauerspiel.

Am 04. Februar 2020 um 17:51 von fathaland slim

"17:36, Werner Krausss
>>Am 04. Februar 2020 um 15:31 von fathaland slim
"Tattoos"

Wegen 1000 Zeichen extra.

"Enlighten" und "Picosure": Laser, die nicht nur wie bisher hauptsächlich dunkle Tattoos entfernen können, sondern auch farbige Tattoos so gut wie rückstandslos beseitigen und keine Narben hinterlassen. Die Vorher-Nachher-Bilder, die Dr. Matthias Bonczkowitz, der behandelnde Hautarzt, zeigt, sind verblüffend:
Die betroffene Stelle sieht nach der Behandlung aus,
als ob nie ein Tattoo die Haut geschmückt hätte - selbst bei großflächigen Bildern.“

Ist doch jeder selber schuld

Sisyphos3, Sie sprechen mir aus der Seele.
Jede(r) ist seines Glückes Schmied und kann sich ver- oder entschönern, wie er(sie) will
Ästhetik ist leider zu einem Fremdwort geworden.
Aber, wer will, der soll.
Besonders zu unterschreiben der letzte Satz:
Bei Gesundheitsschäden trägt die Behandlungskosten nicht die Krankenkasse, sondern der Verursacher.

@ Dr Beyer

„Ok, das sind jetzt zwei extrem hinkende und deshalb völlig untaugliche Vergleiche. Haben Sie auch noch bessere?“

Wieso hinkend. Erklären Sie es mir und ich nenne Ihnen dann noch tausend Beispiele für Dinge im Leben, die nicht verboten und trotzdem nicht gesund sind

Gesundheitliches Risiko ungeklärt

... und das braucht /sollte sich nur jeder Tattoo-Handwerker vom Kunden abzeichnen lassen, und zwar vor der "künstlerischen" Tat.

... So muss mir mein Osteopath jährlich auch mein Zeichen abverlangen, bevor er Hand anlegt.

... ergo, Empfehlungen und Handlungsanweisungen seitens EU, ob der Problematik reichen eigentlich.

Verwunderlich - wer *will* krebserregende Stoffe in der Haut?

Die Aufregung ist lustig - gibt's wirklich Menschen, die krebserregende Stoffe in der Haut wollen, wenn's Alternativen gibt? Ich glaube eher:
1. Geforscht werden sollte, ob die Stoffe wirklich Krebs erregen.
2. Geforscht werden sollte nach Alternativen.

... Danach braucht es nur nur noch eine Übergangsregelung, bis 1. eine Antwort gibt... und in der Zeit gibt's vielleicht auch schon 2. Alternativen (falls nämlich die bisherige Stoffe wirklich Krebs erregen... oder sonst nur zur Abwechslung :-)).

Aber die Jammerei, "die EU" wolle Krebs verbieten (was fällt denen ein!), und solange Glyphosat nicht verboten ist, sollen bitte potentiell krebserregende Stoffe in Menschen injiziert werden dürfen... die bösen Bürokraten gegen die armen Opfer der Tätowierszene. Lustig...

@ DrBeyer

„Ich hätte einen besseren Vergleich im Angebot: Es ist verboten, Zyankali an alle möglichen Leute zu verkaufen. Ich finde diese 'Bevormundung' ziemlich gut, wenn ich ehrlich sein soll.“

Es ist aber nicht verboten, wenn sie Zyankali auf dem Dachboden finden, dass sie es selber schnell einnehmen. Da werden sie nicht bevormundet.
Das ist dann ein Grundrechtsverzicht ihrerseits auf körperliche Unversehrtheit. Wie beim Piercing auch.

Vermutung

Aufgrund von "Vermutungen" wird ein Verbot wohl kaum machbar sein. Bei vielen anderen Vermutungen (zB Impfschäden oder die Wirksamkeit von homöopatischen Mitteln) um nur 2 Beispiele zu bringen, werden wissenschaftliche Beweise gefordert. So geht das nicht, hier würde sonst mit 2erlei Maß gemessen.

Vermutung 2

Bei anderen bewiesenen, gefährlichen Auswirkungen tut man sich sehr schwer Abhilfe zu schaffen. z.B. Glypostat, Kohlekraft, etc.

re berelsbub

"Gute die Antwort auf meine Frage umsegelt. Daher die Frage erneut:

Kann es keine unnötigen Bevormundungen geben?"

Das ist so generell eine meinungsoffene Angelegenheit. Hier konkret kann von unnötig keine Rede sein, weil es hunderte andere Verbote auch schon gibt gegen die unnötige Zufuhr von Giftstoffen in den Körper.

re guehartmann

"Aber, wer will, der soll.
Besonders zu unterschreiben der letzte Satz:
Bei Gesundheitsschäden trägt die Behandlungskosten nicht die Krankenkasse, sondern der Verursacher."

Der letzte Satz stimmt aber nicht. Deshalb kann der vorherige damit nicht begründet sein.

Vermutung 3

Zum Thema Krebs: ich denke, selbst wenn der ein oder andere aufgrund von Tattoos eventuell an Krebs erkranken sollte.......was erst mal zu beweisen wäre.......die Zahl der Krebserkrankungen zB durch Zusatzstoffe in der Nahrungskette, Umweltverschmutzung, usw. Liegen doch wohl exorbitant höher.

15:36 von Jadawin1974

Ich finde Ihren Kommentar sehr gut und wichtig.

Es ist eine enorme Unsitte geworden, bei jeder sich bietenden und nicht bietenden Gelegenheit mit `dann sollen die Krankenkassen, also ich, das aber nicht bezahlen müssen´ zu kommen.

Doch, sollen sie ! Denn deswegen sind wir versichert. Wer was wie mit seinem Körper macht, hat dabei völlig egal zu sein. Wenn manche Spießer meinen, sie würden ach wie toll gesund und vernünftig leben und daraus dann eine Art Überlegenheit ableiten, die sie noch weitere Reduzierung der Krankenkassen-Leistungen fordern lässt, haben diejenigen das Prinzip einer Versicherung nicht verstanden.
Es sind nämlich nicht nur die, die Beiträge zahlen. Das tun die anderen auch.

Vermutung 4

Jeder Mensch hat doch das Recht zur freien persönlichen Entfaltung, sofern er andere dabei nicht schadet. Tätowieren ist eine Kunstform, die ich persönlich (noch) nicht habe das muß Demjenigen gefallen. Alle Anderen können das mögen oder auch nicht. Aber ein Urteil darüber zu fällen steht niemandem zu.

Ich bin selbst seit ein paar

Ich bin selbst seit ein paar Jahren am Überlegen, mich tätowieren zu lassen. Was mich bisher davon abhält, sind die möglichen Gesundheitsrisiken, die dazu noch wenig erforscht sind. Daher fände ich es gut, wenn die Tätowierer von sich aus keine Farben mehr verwenden würden, die möglicherweise krebserregend sind. Wenn sie sich stattdessen mit einer Petition dafür einsetzen solche Farben weiterhin zu verwenden, dann tun sie sich damit meiner Meinung nach selbst keinen Gefallen.

re berelsbub

" ich nenne Ihnen dann noch tausend Beispiele für Dinge im Leben, die nicht verboten und trotzdem nicht gesund sind"

Einen Unterschied zwischen "nicht gesund" und "krebserregend" sollten Sie schon noch hinkriegen. Sonst wird's echt banal.

@Haehnchen, 14.25h

Wo soll man da anfangen und wo aufhören.
Rauchen, Alkohol, Rauschgifte, Fresssucht, Risikosport.
Alles Faktoren, die sich nach Ihrer Meinung in höheren Krankenkassenbeiträgen niederschlagen sollten.
Da werden Sie kaum mehr einen finden, der noch "Normalbeiträge" zahlt.
Um einem Missverständnis vorzubeugen: Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol und bin nicht übergewichtig.

@nehciezreeL

"Die Aufregung ist lustig - gibt's wirklich Menschen, die krebserregende Stoffe in der Haut wollen, wenn's Alternativen gibt?" Am 04. Februar 2020 um 19:24 von nehciezreeL

Sie sind ja lustig.

Es gibt Menschen, die sich Nervengift ins Gesicht spritzen lassen, um ganz sicher Falten loszuwerden. Da kann es auch zu Nebenwirkungen kommen.

Das ist nicht verboten.

Ganz zu schweigen von sonstigen Schönheitsbehandlungen.

re berelsbub

"@ DrBeyer

„Ich hätte einen besseren Vergleich im Angebot: Es ist verboten, Zyankali an alle möglichen Leute zu verkaufen. Ich finde diese 'Bevormundung' ziemlich gut, wenn ich ehrlich sein soll.“

Es ist aber nicht verboten, wenn sie Zyankali auf dem Dachboden finden, dass sie es selber schnell einnehmen. Da werden sie nicht bevormundet.
Das ist dann ein Grundrechtsverzicht ihrerseits auf körperliche Unversehrtheit. Wie beim Piercing auch."

Es ist eben genau kein Grundrechtsverzicht, sondern Wahrnehmung des Rechts auf Selbstbestimmung.
Sie sind aber sowieso off topic, denn auch ein Verbot auf Zyankalibesitz verhindert nicht die Verbotsübertretung. Die mögliche Verbotsübertretung disqualiziert kein Verbot.

16:59 von berelsbub

Bin in gewissem Sinn einverstanden mit dem, was Sie schreiben.

Vieles sehe auch ich als zweischneidiges Schwert an bei Verboten und ignoriere dann diese Verbote, wenn ich sicher bin, dass sie mir schaden.

Trotzdem meine ich, dass manche Verbote, die ich selber ignoriere, für alle vorhanden sein sollten - auch für mich.

Wenn ein Tattoo-Stecher gewisse Farben nicht mehr hat, weil sie verboten sind, dann kann der, der das Tattoo haben will, diese Farben eben nicht kriegen.

Will er partout diese schädliche Farbe geritzt kriegen, dann muss er halt ins Ausland fahren und jemanden suchen, der ihm dieses schädliche Zeuch einritzt.

Ich denke aber, dass den meisten nicht so wichtig ist, wegen einer bestimmten Farbe sich zu schädigen.

17:07 von Jacko08

"Hasch und andere Drogen sind ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen verboten. Es wird dennoch verkauft.
Jeder weiß es, und es wird trotzdem "mal probiert", sonst wäre dieser Markt doch auch längst ausgetrocknet.
Der Schwarzmarkt wird weiter laufen, falls ein Tattooverbot kommen sollte."

.-.-.-.

Mich verblüfft, dass bestimmte Farben beim Tattoo dermaßen süchtig machen sollen, dass sie wie bei Drogen jede Vernunft auslöschen.

Oder haben Sie das Problem so verstanden, dass Tattoos verboten sein sollen?
Dem ist nicht so.

@berelsbub

Okay, wenn sie sich mit auf dem Dachboden gefundener Wandfarbe selbst tätowieren, dann kann ihnen keiner was. Wenn sie allerdings ein professioneller Tätowierer sind und krebserregende Stoffe verwenden, dann wird nicht nur der Gesetzgeber hinter ihnen her sein, sondern auch die geschädigten Kunden. Verständlich?

Bender Rodriguez

"Werden Menschen, die sich dann im unreglementierten Ausland bunt tätowiert haben lassen, dann bestraft?"

.-.-.-.-.

Sie werden nirgendwo bestraft.
Nur die Farbstoffe sind nicht mehr erhältlich. DIESE sind verboten, nicht die Tätowierungen.

17:54 von teachers voice

"In der Sache bin ich übrigens gegen Gifte in der Haut wie gegen Gifte in Lebensmitteln. Und versuche mich in die Gegenargumente reinzudenken. Was mir bisher aber noch nicht gelungen ist."

.-.-.-.

Wenn ich die empörten Beiträge hier richtig verstanden habe, dann gilt die Empörung einem Verbot, das gar nicht droht:
die Tätowierung werde verboten.

Oder, der sich mit dem Gift tätowieren lasse, werde vom Staat bestraft.

Nannytum

Hat die EU keine anderen Sorgen? Dieses bevormundende Nannytum können die sich gerne sparen.

Wenn erkannt wird, dass bestimmte Stoffe ...

... gefährlich und/oder gesundheitsschädlich sind, bedarf es eigentlich gar keiner Diskussion, ob ein Verbot kommt oder nicht ... im Gegenteil, das Verbot muss zeitnah (ohne schuldhaftes Zögern) umgesetzt werden.

Früher wurde in vielen Häusern Asbest verbaut, bis die Schädlichkeit erkannt und der Stoff verboten wurde.

Ich persönlich erwarte ehrlich gesagt sogar, dass auf erkannte Gefahren mindestens hingewiesen und von "offizieller Seite" entsprechend reagiert wird, um die Allgemeinheit und natürlich auch mich davor zu schützen.

Hier von Bevormundung zu sprechen, halte ich für absurd.

19:27 von berelsbub

>> @ DrBeyer

„Ich hätte einen besseren Vergleich im Angebot: Es ist verboten, Zyankali an alle möglichen Leute zu verkaufen. Ich finde diese 'Bevormundung' ziemlich gut, wenn ich ehrlich sein soll.“

Es ist aber nicht verboten, wenn sie Zyankali auf dem Dachboden finden, dass sie es selber schnell einnehmen. Da werden sie nicht bevormundet.
Das ist dann ein Grundrechtsverzicht ihrerseits auf körperliche Unversehrtheit. Wie beim Piercing auch. >>

.-.-.-

Noch einmal:
Es wird der VERKAUF dieses Giftes verboten.
Jeder darf sich dennoch nach wie vor selber vergiften, wenn er an das Gift trotzdem rankommt.

Eigenverantwortung

Irgendwie sollte die mal in mehren Bereichen zurück in Mode kommen.

Darstellung: