Ihre Meinung zu: Was heißt eigentlich "99 Prozent Wiederverwertung"?

5. Februar 2020 - 9:10 Uhr

Gelbe Tonne oder gelber Sack - seit fast 30 Jahren trennen die Deutschen ihren Plastik- vom Restmüll. Gefühlt ist Deutschland Recycling-Weltmeister. Aber ist das wirklich so? Von Juliane Fliegenschmidt.

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Kommentare

super video

Kurz und sachlich wird im Video die Receycling Lüge aufgezeigt. In dem System wird mehr Müll exportiert als recycelt.

allerhöchstens Weltmeister im Schönreden

So sieht dann die Realität aus ... 60% wird verbrannt!

Noch ein Tipp, zumindest sollte man sich das Reinigen mit wertvollem aufgeheizten Trinkwasser sparen. Es reicht wenn Verpackungen restentleert sind, z.B. der Joghurtbecher leergelöffelt ist. Bevor Plastikverpackungen und andere Materialien aufbereitet werden, werden diese sowieso gewaschen.

Der einzige Ausweg - Verzicht - stimmt nicht

Vor mehr als 20 Jahren wurde in unserer Wertstoffsammelstelle Plastik richtig getrennt: dabei gab es allein fünf verschiedene Container für Plastik: Joghurtbecher ohne Deckel, PET-Flaschen, durchgefärbte Plastikflaschen (wie z.B. Waschmittelflaschen), Plastikumverpackung (Folien und Lufpolsterfolie) und PE für Kanister, Rohre, Eimer.

Das alles konnte dank einer geringen Fehlwurfquote bei der Sortierung fast zu 100% recycelt werden.

Und dann kam der gelbe Sack, der die ganze Sensibilisierung auf eine sinnvolle Mülltrennung zunichte machte. Nachfolgend dann noch ein paar windige Reporter, die behaupteten, dass der gelbe Sack sowieso komplett verbrannt wird und der Pöbel damit dann sämtlichen Müll unsortiert in den gelben Sack warf. Vielen Dank dafür, liebe Bundesregierung!

60% verbrannt

na aber, es wird thermisch verwertet
Ist das gleiche, klingt aber doch wie recycelt.............

Weltmeister?

D ist relativ weit vorne (zumindest in der EU) was die Produktion von Verpackungsmüll angeht. Und dann haben wir uns ein Feigenblatt wie das duale System angeschafft, das den Menschen die Illusion vermittelt, alles sei in Ordnung, wenn sie das Zeug in den gelben Sack oder Tonne "entsorgen".
Die Kunst wäre, weniger Müll zu produzieren. Aber je mehr Fertiggerichte wir kaufen und je mehr wir online bestellen, desto stärker wächst der Müllberg.
Wir z.B. stellen in unserer Siedlung alle 4 Wochen halb so viele gelbe Säcke raus, wie unsere Nachbarn, unsere Restmülltonne ist immer weniger als halb voll, während sie woanders überquillt. Und wir kaufen nicht in Spezialläden ein, wo Reis oder Nudeln in kleine, mitgebrachte Stoffsäckchen gefüllt werden. Da ginge noch was....
Aber wenn ich im Supermarkt sehe, wie viele Einweg-PET-Flaschen die Leute in den Automaten stopfen, dann wird mir schwindelig. Und die sehen nicht wie Flaschensammler aus.

Recycling

faengt bei der Produktion von Verpackungsmaterial an.

Solange jeder Verpackung produzieren darf wie man will, kann recycling nicht funktionieren.

Verpackung muss endlich reglementiert und so vorgeschrieben werden, dass Recycling funktioniert.

Sieht man einmal mehr die Bigotterie der Politik. Grosse Reden, aber keine Ideen oder Taten. Die Gruenen schliesse ich dabei nicht aus.

Folgendes passier

Ich sammle und trenne fleißig-Kompost und gelber Sack usw.
Nach dem ich den gelben Sack abgegeben habe fährt der LKW in die Landeshauptstadt und dort geht es direkt in die Verbrennung im Heizkraftwerk.
Also mit Recycling hat das wohl nicht viel zu tun

Es muss dafür gesorgt werden,...

...dass in Deutschland entstehender Plastikmüll - genauso wie auch jeder andere Abfall - hier nicht nur gesammelt, sondern auch fach- und sachgerecht entsorgt bzw. recycelt wird.
Viel zu viel landet auf illegalen Müllkippen, die sich auch in Nachbarländern wie Polen befinden, dazu muss man gar nicht erst nach Afrika oder Asien reisen; da ist das Verbrennen noch das kleinere Übel, denn dort landet viel davon anschließend letztlich im Meer.

Plastikmüll scheint für alle, die damit handeln (Hersteller wie Entsorger) eine Goldgrube zu sein.

vielleicht wieder mehr Fachpersonal im Lebensmittelbereich

"gefühlt sind wir Recycling-Weltmeister"(zit. TS) - mag sein.
Mein Gefühl sagt mir: Seit der "Grüne Punkt", d.h. die Plastikverpackungen, vom Verbraucher bezahlt werden müssen, gibt es immer mehr Verpackungen.
Unverpackt ist auch keine Lösung: Wenn ich in der Obst-Gemüse-Abteilung Kunden sehe, die die die Ware abtasten, dran herumdrücken und dann auch noch ihre Nase dran halten - da vergeht mir auch der Appetit.

Was tun? Ich weiß es nicht. Aldi hat gute Verpackungen: Joghurt-Becher ohne Aufdruck, die sehr dünnen Plastikbecher stecken in einer bedruckten Papphülle, die vor dem Entsorgen entfernt wird.

99% Wiederverwertung

Frau Fliegenschmidt hat die vermeintlich einzige Antwort parat. es gibt aber bereits jetzt Plastikverpackungen, die tatsächlich recycelt werden. Ein anderer Umgang mit Plastik und Kunststoff, z.B. eine sortenreine Trennung wären auch Möglichkeiten. Der grüne Punkt war Populismus, das hat die Bürger in die Irre geführt

Dem ganzen könnte leicht beigekommen werden ...

.. 1. müsste der Müll in dem Land verbleiben und verarbeitet werden in dem er entsteht. Dann wäre Schluss mit Mülltourismus, mit der Auffassung "aus den Augen aus dem Sinn".
2. sollte der Kunde so schlau sein die Verpackungen grundsätzlich, soweit irgend möglich, im Geschäft zu lassen. Von dieser heute schon bestehenden Möglichkeit machen leider nur die wenigsten Gebrauch.
Vorteil: man sieht gleich, was die Verpackung verdecken möchte ... der Mogelei wurde vielfach ein Riegel vorgeschobenen UND der Handel wird ganz schnell mit den Herstellern einfachere Verpackungen entwickeln, die in der Summe Müll vermeiden.
Persönlich habe ich nur noch eine 80 L. Restmülltonne für 3 Personen, Leerung alle 14 Tage. 60% dessen was ich da früher reingestopft habe, bleibt heute im Geschäft.
Und ich habe scheints Nachahmer gefunden: die dafür vorgesehenen Abfalltonnen in den Märkten sind immer öfter rappel voll.

Vorsicht mit Fehlinformationen und DANKE an die Journalistin!

Hier bei einem Propkommentator wird behauptet "Das alles konnte [...] fast zu 100% recycelt werden."
Es gibt schonmal zu viele Mischungen an Materialien, Weichmachern, Farbstoffen,...

Das ist also entweder ein fataler Irrtum oder eine strategische Lüge. Eher zweiteres bei dem gesamten Auftritt.

Die Technik war nicht so weit und ist es jetzt in nur geringerem Maße teilweise, wenn enstprechend Federfrei, bzw reguliert in Sachen Materialien die Maschinerie betrieben wird.

Der gelbe Sack, "der die ganze Sensibilisierung auf eine sinnvolle Mülltrennung zunichte machte" Hier wird es nochmal richtig abstrus. Welche Parallelwelt..?

"Vielen Dank dafür, liebe Bundesregierung!"
Hier ist auch wieder totale Verklärung angesagt. Die konservativen,bzw dann auch SPD Regierungen taten das, was die Wirtschaft beim Recycling wollte in Sachen Materialien, dass die eben nicht sonderlich gut verwertbar bunt etc sein sollen. Der Verwertungsprozess wurde auch weitgehend privatwirtschaftlich organisiert.

Im Video

ist wirklich nichts neues zu sehen oder zu hören, wer hin und wieder TV schaut, weiß das alles. Wir trennen alles und bezahlen zweimal, einmal beim kaufen und als zweites bei der Gelben Tonne oder Sack.
Was mich immer stört, das der Bürger schuld ist, wenn im Ausland oder im Meer Plastikflaschen auftauchen.
Wer TV sieht, hat zum Beispiel auch gesehen wie es in den warmen Ländern wo Urlaubsregionen am Meer sind, hinter Kneipen oder Hotels aussieht, es gibt kein Abwasser, und der ganze Dreck liegt dahinter und geht in Meer.

Ja, der Kreislauf ist nicht vollständig, nicht alles lässt sich wieder verwerten, verbrennen ist da einen Nebenlösung.
Aber eben auch nicht alles lässt ohne Verpackung verkaufen, die Zeiten wo Butter und Käse in die Tagespresse eingewickelt wurden, ist zum Glück vorbei, die jüngeren werden sich daran nicht mehr erinnern.

Mich stört an der Diskussion, das ich Schuld bin, ich trenne und zahle, kaufe Wasser in Glasflaschen.
Manchmal bin ich es leid.

@flensburgnord

Genau getroffen ! Der grüne Punkt war nur Arbeit die absolut nichts gebracht hat bis auf die Gebühren für die Nutzung des grünen Punktes ! Meist wurde das Zeug exportiert in arme Länder und nicht wieder verwertet. Aber der Zoll hatte auch die Aufgabe die importierten Waren auf den grünen Punkt zu prüfen ..... man wollte ja die Gebühren kassieren. Lug und Trug wohin man schaut ....

Die Kraftwerksluege

Kraftwerke werden einmal zur Dampfgewinnung für Turbinen, andere zur Wärmegewinnung genutzt. Müll oder Kohle: was ist wohl klimaneutraler, mit Sicherheit nicht verbrennender Abfall ungewisser
Ansammlungen aller Materialien. Muellverbrennung ist der Klimakiller, nicht die Kohle.!!

Fehlkommentatoren..

Zweitens...
Die angebliche "Bundesregierung" also eigentlich die Privatwirtschaft schafft heute nichteinmal die anphantasierte Recyclingquote bei sortierten, gleichfarbigen Plastik PET Flaschen, sondern nur um die 40% davon.

Selbst 60% würden aufzeigen, wie die Realität verbogen wurde.

Das für die Aussage: Lasst uns so (in etwa) weiter konsumieren.

Und weshalb hat diese Gewisse wirtliberale, volksreinheits(außer beim Müll) Fraktion eigentlich meist "Ich bin schlau/toll/besonders kritisch" Onlinespitznamen?

Das hat nicht erst Trump erfunden...

Ich hatte mal einen Müllmann befragt

weil ich mich darüber gewundert hatte,das er die Grauen Tonnen und gleich mit die Gelbe in sein Müllauto eingebracht hatte. Antwort : Das geht in die Verbrennung Anlage damit die Ausgelastet ist.

Die Bürger werden für dumm verkauft

"60 Prozent unseres Mülls werden "energetisch verwertet". Das klingt erst mal gut - heißt aber nichts anderes als: Der Müll wird verbrannt"

Man muss nur die "richtigen" Worte finden, dann kann man den Bürgern alles erzählen ...

Warum soll ich dann noch trennen....

....wenn eh alles zusammen verbrannt wird? Ach sorry, ich vergaß. Restmüll und gelber Sack sind ja zwei verschiedene Systeme, sprich zwei verschiedene Müllautos, sprich: Es können mindestens zwei verschiedene Firmen daran verdienen!

Recycling

Ich habe mir neulich das Recyceln von Polypropylen (PP) angesehen. PP ist einer der wenigen Kunststoffe, die sich überhaupt aus dem gelben Sack vernünftig recyceln lassen. Transport, zerkleinern, sortieren, sortieren, waschen … 15 Prozessschritte sind nötig. Herauskommt ein stinkendes graues Granulat mit sehr mäßiger 80-%iger Reinheit. Minderwertig und teurer als sauberer Rohstoff, brauchbar nur für Kunststoff – Transportkisten und Ähnliches.
Der Aufwand ist enorm und erzeugt in der Summe mehr CO2, als eine sinnvolle Verbrennung.
Vermutlich ist die sinnvolle Verbrennung das sinnvollste Recycling überhaupt. Wenn die Verbrennung Kohle oder Erdöl ersetzt (wie beispielsweise bei der Zementherstellung), haben wir keinen zusätzlichen CO2 – Eintrag.

Ich meine, der Export von

Ich meine, der Export von Müll ins Ausland solltes schlicht und ergreifend verboten werden. Wenn wir unser eigenes Müllproblem nicht bewältigen können (bzw wollen), darf die Strategie "Aus dem Auge, aus dem Sinn" nicht als Ersatz dienen. So wären wir dann zumindest gezwungen, einen geeigneten Ansatz zur Bewältigung des Problems aufzunehmen (und Verzicht wird sicherlich ein signifikanter Teil dieses Ansatzes sein müssen).

hesta15

Ich sortiere schon lange nicht mehr. Vergageiern kann ich mich selbst. Der Bürger wird abkassiert, soll sortieren, damit sich ein
paar ganz Schlaue die Taschen voll machen!
Selbst Müllmänner berichten über diesen Betrug.
Ich versuche immer konsequenter Müll zu vermeiden bzw. weniger zu konsumieren.
Ganz vieles braucht kein Mensch!

In

Ich finde es immer bemerkenswert wenn Nenn Leute, ohne entsprechende Bildung in dem Bereich eine Meinung vorgeben: „ Die einzige Lösung gänzlich auf Plastik verzichten“. Ohne die Konsequenzen für Industrie und Wettbewerbsfähigkeit zu bedenken. Aber bei der ARD ist man im öffentlichen Dienst ja eh quasi beamtet, was kümmerten einen die Arbeitnehmer aus der Kunststoffindustrie und dem Recycling.
Anstatt clevere Wege über Biopolymere zu gehen werden kopflose Extremlösungen propagiert.

Dankeschön TS

Klasse Video und das zeigt die Wahrheit.

Die Gesellschaft wurde von den Behörden und Regierung leider nicht transparent über die Recycling-Qoute aufgeklärt.

Das größte Problem ist jedoch die Industrie. Sie setzen auch Plastikverpackungen die gar nicht recyclingbar sind. Zahnpasta-Tuben, Flaschen, Verschlüsse etc.

09:54 von H. Hummel

"...sollte der Kunde so schlau sein die Verpackungen grundsätzlich, soweit irgend möglich, im Geschäft zu lassen. Von dieser heute schon bestehenden Möglichkeit machen leider nur die wenigsten Gebrauch...."

Das ist aber nicht im Sinne des Einzelhandels. Also, bitte die Verpackung mit nehmen und Sachgerecht zu Hause entsorgen.

"Persönlich habe ich nur noch eine 80 L. Restmülltonne für 3 Personen, Leerung alle 14 Tage."

Was? So viel Müll? Wir haben eine 40 Liter Tonne, und die ist nur halb gefüllt. Leerung wie bei Ihnen, 14 tägig. Und wir lassen nichts in den Geschäften liegen.

09:54 von H. Hummel

Umverpackungen können und dürfen Sie beim Händler lassen. Allerdings Verkaufsverpackungen eben nicht. Diese sind mit dem Hausmüll zu entsorgen.

Ätzende Verpackungen

Habe neulich einen Kopfhörer gekauft. Der Mist war 2-3-fach verpackt, mit extrem widerborstigen Plastik. Muss das sein? Ich lege das den Saturns dann immer auf die Theke - aber der Müll entsteht ja trotzdem. Und bei Lebensmitteln ist fast nicht auf Verpackungen zu verzichten: Behältnisse dürfen aus Hygienegründen nicht über die Theke. Das ist zwar richtig, aber vielleicht könnte man Transferbereiche für die Übergabe der Ware in einem Papier schaffen? Danach verpacke ich das in der Hartdose statt in einem Plastikbecher.
Der Wille ist bei den Kunden teilweise da, aber viele Kunden nehmen halt die bequeme Version. Aber da hat Tübingen erstmals gegengesteuert: Einwegmüll aus den Schnellfress-Läden kostet spürbar Geld. Bisher nutzten die ungeniert die Entsorgung durch die Kommune. Jetzt: Verursacherprinzip.

endlich hat es auch der letzte affe kapiert

mal ehrlich. hat jemand mal richtig nachgedacht was mit dem angeblichen selektioniertem müll passiert? ja richtig gelesen selektionierter müll und nicht recycling.
es wurde jahrzehnte selektioniert da china und andere asiatische länder diesen müll als rohstoff sah und nicht mehr. jetzt ist der luxusweg müllhandel gesperrt.
keine recyclinganlagen wurden gebaut und wenn, seher sehr wenige und diese auch noch vom staat. nicht all angeblicher recyclingmüll kann wiederverwendet werden. zu teuer und keine garantie für das endprodukt un dsomit keine abnehmer.
ich habe noch nie getrennt und alles in einem müll geworfen, da alles nur augenwischerei war. junkfood, supermarkt, grossketten, alle diese sind mit plastickverpackungen übersäht. beim kleinfleischer habe ich nichts eingepacktes in plastik. verbraucherumdenken führt zum erfolg und nicht dumme regelungen vom staat!

Unterm Strich kann man festhalten

Die Heinrich Böll Stiftung ist aber kein neutrale Instanz.

Verbrennen

"Allerdings gibt es hier viele Nachteile: Erstens kann diese Energie nur einmal gewonnen werden."
.
Danke!
Das war ein Schenkelklopfer!
Frage: Kann man Holz zwei mal verbrennen?

Falscher Weg

Das Duale System war von Anfang an der falsche Weg. Statt auf Müllvermeidung setzte man auf "Recycling ". Die Deutschen sind Weltmeister, Weltmeister beim produzieren von Abfall. Der wird dann verbrannt oder nach Afrika und Asien exportiert. Dort sorgt dann unser Müll für Umweltprobleme. Aber Hauptsache die Profiteure dieses Systems machen ihren Reibach.

sinnvoller Umweg

Was spricht denn dagegen, aus Rohöl zunächst Kunststoffe herzustellen, die genau auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind, und diese nach Gebrauch zur Energiegewinnung zu verbrennen. Das ist allemal besser, als fossile Rohstoffe direkt zu verbrennen. Und der Glaube, dass aus Kunststoffabfällen ein wertvoller Rohstoff recyclet werden kann, sollte einem beim Blick in den gelben Sack oder die gelbe Tonne sowieso sehr schnell vergehen.
Übrigens sind die Umweltsäue, die ihre Abfälle überall fallen lassen, in meiner Wahrnehmung weniger die Omas, sondern eher die Enkel. Wer dafür die Verpackung verantwortlich macht und nicht den Nutzer, der macht es sich etwas zu einfach. Mein Abfall landet jedenfalls dort, wo er hingehört, und dabei habe ich sogar ein reines Gewissen.

Beides ist nicht gut und umsetzbar!

Plastig verzichten und ein weiter so!
Grundsätzlich könnte aus meiner Unternehmersicht dennoch in einzelnen Bereichen mit einem Wechsel bzw. Verzicht unter Beibehaltung der preislichen Basis angefangen werden.
Zwei Beispiele
1.) Nudeln aus dem Discounter oder Supermarkt.
Die No-Name Nudeln für 39 bzw. 49 Cent müssten m.E. verhältnismäßig leicht logistisch auf Losware umstellbar sein.
ein großer Behälter, darunter stellt man sein mitgebrachtes Behältnis oder evtl. eine bereitgestellte Papiertüte des Kaufhauses und beginnt die Befüllung.
Das müsste weitgehend kostenneutral umsetzbar sein und hygenisch sehen ich bei Nudeln, welche sowieso gekocht werden keine Probleme.
Ich weiß, dass es dieses Beispiel schon in der Realität in den OHNE Verpackungsläden gibt, aber eben zu völlig inakzeptablen Preisen!

Das zweite Beispiel sind die Dusch uns Waschgels aus z.B. Drogeriemärkten. Diese könnte man auch auffüllen und dann zu 59Cent verkaufen, da sich z.B. DM die Verpackung ja spart.

Ich bin da jetzt weder

Ich bin da jetzt weder irgendwie geschockt oder überrascht.
Es gibt nun mal Verbundmaterialien, die sich nicht recyclen lassen, weil sie aus mehreren Schichten unterschiedlicher Materialien bestehen, die miteinander verklebt werden. Daneben stehen Kunststoffe, die sich wieder verwerten lassen und uns nachher mit einem schicken Label als Nobel-Fleece-Pullover für 150€ wieder begegnen.
EIne thermische Verwertung ist logisch (auch wenn man die nur einmal verbrennen kann *LOL*), da sie die Feuerung unterstützt und man fossile Brennstoffe dadurch einspart.
Was glauben hier einige, was mit ihrem Restmüll passiert? Der wird irgendwo kompostiert? Dann hätten wir genug Kompost für die ganze Sahara....
Ich lebe in einer Großstadt in NRW (ehemals Grün) und wir haben so gut getrennt, das wir am Ende Müll aus Bayern importiert haben, damit die Müllverbrennung nicht aus geht. Das ist Klimaschutz?
Einfach weniger Müll machen!
Gruß an unsere Amazon- und Zalando-Fraktion!

Konsumrausch und Egoismus sind die Feinde der Umwelt

Die Wohlstandsstaaten sind das große Problem für die Ökologie der Welt.

Wo (fast) jeder den einzigen Sinn seines Lebens im fortgesetzten Konsumrausch sieht, und jeden Gedanken an die Auswirkungen für die Solidar-Gemeinschaft meidet, entsteht eine fast ausweglose Situation.

Keiner will zurückstecken. Jeder schiebt das Problem woanders hin, immer nach dem Prinzip "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass".

Die einzigen, die mit verantwortungsvoller Regulierung den Kurs korrigieren könnten, nämlich die Politiker, trauen sich nicht, weil sie den Zorn von Millionen Egomanen fürchten, siehe die Kämpfe um das Tempo-Limit.

Ich hoffe, dass wir spätestens nach der Bundestagswahl 2021 eine Politik der Vernunft bekommen und das ewige tatenlose Aussitzen ein Ende findet. Man muss nicht jeden Egomanen bei Laune halten.

War schon immer bekannt

Nur bei der Tagesschau ist es erst nach 30 Jahren angekommen. Und da keinerlei Kritik an konkreten Personen geübt wird - oder ist niemand dafür zuständig in der Politik? - wird sich wegen eines solchen Artikels auch nichts daran ändern.

@ 11:17 von antred

"Ich meine, der Export von Müll ins Ausland solltes schlicht und ergreifend verboten werden."
.
Genau.
Fangen wir beim Gülle-Import aus den Niederlanden an?

Reden Silber, Handeln Gold!!!!

Unsere Politiker reden viel zu viel und handeln, tun zu wenig: wo man hinhört folgt kein konsequentes, wissenorientiertes Handeln. Plastik ist ein wichtiges Thema, Recycling automatisch die Folge. Umweltschutz über alles und wir bauen Elektroautos, um unsere Umweltresourcen endgültig zu zerstören, ganze Kontinente
zu veröden, unbewohnbar zu machen. Wie dumm wir doch sind !!! Please read Einstein' s definition of insanity!

@ 12:02 von mit Verlaub

"Was spricht denn dagegen, aus Rohöl zunächst Kunststoffe herzustellen, die genau auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind, und diese nach Gebrauch zur Energiegewinnung zu verbrennen."
.
Da spricht nichts dagegen!
Weil es der sinnvollste Verwendungszweck ist. Die meisten glauben aber noch bei ihrer Grünen-Punkt-Verpackung aus Multilayer (z.B. Kaffe, Hundefutter, Frischeartikel, etc.) würde sich dann nachher ein 8€-Jobber da hin setzen und die einzelnen Lagen auseinanderpulen.

nirgends wird mehr gelogen als bei BIO und im Umweltschutz

klar ist Muellvermeidung das bessere Konzept

ich sehe aber auch kein Problem den Muell zu verbrennen und so wegen mir Strom zu gewinnen oder Prozesswaerme
was ich allerdings als unverschaemtheit empfinde
die Gelben Saecke ebenso wie unseren Elektronicschrott
ins Entwicklungslaender zu schicken wo sie dann auf Halden oder im Meer landen
und da ist konsequentes Handeln unserer Regierung gefordert

Nicht beim Endverbraucher anfangen sondern bei dem Hersteller

Die Plastik- und Kunststoffindustrie dazu bringen nur RECEYCELBARE MATERIALIEN zu verwenden
Mehr recycelte Produkte angebieten statt immer noch mehr Plastik zu fabrizieren
Große und kleine Betriebe fördern, die zu einem reellen Preis Gebrauchsgegenstände wie Koffer, Taschen, Schuhe, gefütterte Jacken u.a. aus recyceltem Material fabrizieren
Warum machen wir keine MODE daraus, recycelte Produkte zu kaufen (bitte außen Label dran machen „Ich bin recycelt!!!) wäre eine tolle Gelegenheit für FFF um auch die ältere Generation mitzunehmen
Es würden keine Arbeitsplätze verloren gehen, die Arbeitnehmer und Industrie müsste sich umstellen, das wird aber in anderen Branchen auch verlangt.

eine ganz andere Betrachtungsweise

schrieb ja ueber die Verlogenheit

in meiner Jugend lief man nicht mit Kaffeebechern in der Hand durch die Stadt
ebensowenig schob man Pads aus Kunststoff oder Alu in die Kaffeemaschinen
muss das sein ?
auch da beginnt Umweltschutz ....

Der Müll wird verbrannt!!!!!!

... aber die guten, alten Brenntage für Gartenbesitzer verbieten ... na na

Hört sich alles gut und schön

Hört sich alles gut und schön an, aber anscheinend macht es uns nichts aus, Altkunststoffe und Altpapier innerhalb der EU oder in Drittländer zu schaffen. Wie letztens in Polen oder China. Der Altpapiermarkt ist mittlerweile zusammen gefallen, weil China kaum noch was für die Tonne Altpapier zahlt, alte Kunststoffe wollen sie auch nicht haben, da zu aufwendig eher unrentabel. Ich finde, es ist eine nationale Aufgabe , Altpapier und Kunststoffe umweltschonend aufzubereiten, und nicht hinter die Grenzen der BRD zu bringen, das lag sicherlich nicht im Sinne der Politiker die Vorgaben zum Recycling schufen , aber denen ist es heute egal, genauso wie stets die Mehrwegquote unterwandert wird. Also wird weiter Kunststoffmüll verbrannt.

In Frankreich

wird nicht nach "Verpackungsmüll" sondern ob der Müll recycelt werden kann. Da gibt es eine Tonne für Metall, recyclebares Plastik, Papier und Elektrokleingeräte. In DE müssen leicht recyclebare Stoffe (zumindest in einigen Landkreisen) in den Hausmüll, da nur Verpackungsmüll in den gelben Sack darf. In Frankreich sieht man dann auch in den Anweisungen wie viele Plastikmaterialien es gibt die NICHT in die gelbe Tonne dürfen, weil nicht recyclebar. Ein wahre Irrsinn das deutsche System!

@wenigfahrer - Müllvermeidung ist besser als -trennung.

10:12 von wenigfahrer:
"Mich stört an der Diskussion, das ich Schuld bin, ich trenne und zahle, kaufe Wasser in Glasflaschen."

Wenn Sie auf Plastikverpackungen weitestgehend verzichten, dann sollten Sie sich bei den Schuldzuweisungen gar nicht angesprochen fühlen. Trennen allein reicht nicht, wie sie dem Beitrag entnehmen können.

Allerdings ist es sehr schwer bis unmöglich, verpackungsfrei einzukaufen. Bei Obst und Gemüse funktioniert es gut, aber alles andere ist mindestens einmal in Plastik verpackt. Hier hilft es ein wenig, Großpackungen zu wählen.

PS: Mein Wasser kommt übriges völlig verpackungsfrei aus der Wand.

Die Hersteller sind in der Pflicht, nicht die Konsumenten!

@lila Q
Da bin ich voll bei Ihnen!
Die Verpackungsindustrie / die Hersteller sind hier ganz klar in die Pflicht zu nehmen.
Die Steigerung von Plastikmüll durch "mehr Singlehaushalte" ist nur ein vorgeschobener Grund, genau wie der zunehmende Online-Versand.
Ob alle Verpackungen recyclebar hergestellt werden können, mag ich aber bezweifeln, denn nicht umsonst sind Verpackungen so wie sie sind, z.B. Chipstüten, die ja lange Frisch halten sollen, dass heißt, dass die Schutzatmosphäre nicht aus der Tüte entweichen darf.
Sollen die Hersteller sich was einfallen lassen!

@ lila Q

*Nicht beim Endverbraucher anfangen sondern bei dem Hersteller*

Nein, der Verbraucher ist durchaus dafür verantwortlich wie viel und welcher Müll entsteht. Ein verpacktes Sandwich oder Wrap, Obstsalat im Plastikbecher, fertiger Blattsalat im Plastikbecher mit Plastikbesteck, Coffee-to-go. Das wird jeden Tag millionenfach verkauft. Warum kann man sich seine Stulle nicht zu Hause belegen und mitnehmen, in einen Apfel beißen, sein Getränk in einer wiederverwendbaren Flasche mitnehmen, seinen Salat selber zubereiten? Da wird Müll produziert, der mit ein bisschen Überlegung und sich selber bewegen nicht anfallen muss.

Auch recyceltes Material belastet die Umwelt, es werden lediglich weniger Ressourcen verbraucht.

Ver Verbraucher trägt Verantwortung! Ihn freizusprechen geht wirklich an der Realität vorbei. Denn es würden die o.G. Auswüchse im Lebensmittelhandel nicht angeboten werden, wenn sie nicht abgesetzt werden würden.

@denke - Müllverbrennung ist besser als Kohleverbrennung

11:58 von denke:
"Müll oder Kohle: was ist wohl klimaneutraler, mit Sicherheit nicht verbrennender Abfall ungewisser Ansammlungen aller Materialien. Muellverbrennung ist der Klimakiller, nicht die Kohle.!!"

Das ist falsch.
Kohle besteht fast nur als Kohlenstoff, der vollständig zu CO2 verbrennt.

Plastik hingegen besteht aus langkettigen Kohlenwasserstoffen. Diese enthalten neben dem Kohlenstoff auch Wasserstoff, der zu harmlosem Wasser (H20) verbrennt.

Daher sind Müllverbrennungsanlagen (oder auch Gaskraftwerke) klimafreundlicher als ein Kohlekraftwerk - es entsteht bei gleichem Energiegewinn etwas weniger CO2.

Ich würde gerne Plastik einsparen

Aber mit den Gemüsenetzen im Supermarkt ist es ja nicht getan. An die wirklich wichtigen Dinge traut man sich nicht ran.

Doppelt und dreifach Verpackte ware. Bonbons bei denen jedes einzeln verpackt ist und vieles mehr, und alternativen dazu? Fehlanzeige!

Da müsste man ansetzen aber an die Lebensmittelindustrie traut man sich nicht ran.

Was heißt eigentlich 99 Prozent Wiederverwertung" ??

In dem Artikel steht,daß ein Drittel des Plastikmülls exportiert werden.Da kann man also nicht auf 99 % Wiederverwertung reden.
Und ein Problem wird dabei aufkommen,wenn sich in den Ländern in die der Müll exportiert wird,mal daß Bewußtsein ändert.Dann ist es vorbei damit und der Exportweltmeister bekommt ein Problem.

wir scheingrünen Selbstbetrüger

schreiben uns erst völlig unrealistische Recyclingquoten vor, und dann behumpsen wir uns mit "Export" und falschen Definitionen, damit eine gute Aktenlage mit Super-Quoten geschaffen wird.
Die allermeisten Plastiksorten lassen sich sehr sauber verbrennen, z.b. alle Polyolefine wie PE und PP, aber auch PS und ABS. Ein Problem ist PVC, das aber wiederum gut recyelbar ist. Wenn die Politik den unsäglichen gelben Sack abschaffen und Plastik als Energieträger bewirtschaften würde, wäre viel gewonnen.
Und den "Export" verbieten!

@schiebaer45 - Legende?

10:21 von schiebaer45:
"Ich hatte mal einen Müllmann befragt weil ich mich darüber gewundert hatte,das er die Grauen Tonnen und gleich mit die Gelbe in sein Müllauto eingebracht hatte. Antwort : Das geht in die Verbrennung Anlage damit die Ausgelastet ist."

Das klingt nach einer Abwandlung der Legende zu den Glascontainern, die auch alle in dasselbe Fahrzeug entladen werden. Tatsächlich haben die Fahrzeuge aber verschiedene Kammern.

Wobei es im Beitrag ja auch heißt, dass 60% direkt verbrannt werden...

@ 12:41 von lila Q

"Nicht beim Endverbraucher anfangen sondern bei dem Hersteller
Die Plastik- und Kunststoffindustrie dazu bringen nur RECEYCELBARE MATERIALIEN zu verwenden"
.
Weil das in vielen Bereichen nicht geht?
Wie wollen Sie Klebstoffe bei Multilayer "receyceln"?
Fish ´n Chips, Butter wieder in der guten, alten Zeitung? Nebenbei, in einigen Ländern wird die auch noch als Toilettenpapier benutzt...
.
"wäre eine tolle Gelegenheit für FFF um auch die ältere Generation mitzunehmen"
.
Danke, ich bin noch nicht die ältere Generation, aber darauf möchte ich gerne verzichten, weil Sie realitätsfremd sind.
Sie vergessen Hygiene und .. ach eigentlich alles.
Von Forderungen ohne Sinn und Verstand hat man noch kein Problem gelöst.
Verzichte Sie auf Zalando, Amazon, Plastik-Smartphone, etc. dann reden wir weiter.

@Ritchi - Plastik = Erdöl

11:12 von Ritchi:
"Wenn die Verbrennung Kohle oder Erdöl ersetzt (wie beispielsweise bei der Zementherstellung), haben wir keinen zusätzlichen CO2 – Eintrag."

Doch, den haben wir: Das Plastik war schließlich auch mal Erdöl.

Apropos Zement: Das Zeug setzt bei der Herstellung extrem viel CO2 frei.

Alte Kammelen und trotzdem skandalös

Das fast der gesamte Grüne Punkt Müll thermisch verwertet wird ist doch schon genau so lange bekannt wie es in gibt. Thermische Verwertung heisst, er kommt in eine Müllverbrennung weitgehend genau so wie der Restmüll.

Der Unterschied ist er wird getrennt gesammelt mit riesigen Aufwand an Arbeit und Energie nur um eine grüne Müllverwertungsindustrie zu beglücken und durch den schönen Schein den mülltrennenden Bürgern ein gutes Gewissen zu verschaffen.

Effekt der gesamten Aktion wenn man mal genau rechnet dürfte ein Mehr an Umweltbelastung und Energieaufwand sein bei immensen Kosten.

Der grüne Punkt

Ist eben nicht grün. Der Verbraucher finanziert eine Riesenindustrie, die sich die Taschen füllt. Andererseits sieht der Bürger wenig Grund, Plastik zu vermeiden, bezahlt er die Entsorgung schon im Vorraus. Das Konzept gehört seit seiner Einführung selbst auf den Müll. Reine Lobbyarbeit war das.

@Ritchi

"Vermutlich ist die sinnvolle Verbrennung das sinnvollste Recycling überhaupt. Wenn die Verbrennung Kohle oder Erdöl ersetzt (wie beispielsweise bei der Zementherstellung), haben wir keinen zusätzlichen CO2 – Eintrag."

Es gibt auch funktionierendes recycling, aber die Verbrennung ist - so lang wir nicht bei 100 EE sind - eine vernüftige Sache. Moderne MVAs steuern den Verbrennunsprozess ziemlich gut.
Was allerdings an 1. Stelle stehen sollte, ist _Müllvermeidung_.

Recycling-Weltmeister..

Recycling-Weltmeister...
Das ist wieder mal so ein Quark der von Politikern benutzt wird und ungeprüft von den Medien nachgeplappert wird.

Das ist das gleiche wie Export-Weltmeister. Denn der Export-Weltmeister (was soll das eigentlich?) ist seit mehr als 10 Jahren China !

Aber solche Ausdrücke sind plakativ und daher nutzt man sie gerne !

@andiparis 12.58

Ja, Andere machen es vor. Ich habe die Befürchtung, dass wir uns hier, getrieben von Ideologen, vom Recyclinggedanken verabschieden. Der ist aber gut und richtig, das war sogar in der DDR anerkannt. Stattdessen die reine Lehre, Vermeidung um jeden Preis, völlig jenseits der Realität und Machbarkeit

China produziert inzwischen

selbst genug Kunststoff, die brauchen unseren "Müll" nicht mehr. Die Türkei kauft den gerne, die haben keine funktionierende Mülltrennung. Die Schweden machen aus ihrem "Müll" teure stylische Klamotten und Rucksäcke. Wir müssen seit 30 Jahrem trennen und Weltweit für die Entsorgung bezahlen, die Grünen wollten das so. Und jetzt? Jetzt kommen die um die Ecke und erzählen uns das der Mist verbrannt wird... wozu dann teuer trennen? Es dürfte unbestreitbar die größte Verarsche sein die da mit uns Bürgern gemacht wird. Wer wählt diese Typen eigentlich? Mit dem Strom werden wir auch verarscht, viel Spaß denen die ein Windrad in den Garten gestellt bekommen, hoch subventioniert von unseren Steuergeldern...

@FakeTrump - "Aber die Kosten!" (Mimimi.)

11:22 von FakeTrump:
"[...] eine Meinung vorgeben: ,Die einzige Lösung gänzlich auf Plastik verzichten'. Ohne die Konsequenzen für Industrie und Wettbewerbsfähigkeit zu bedenken."

Genau diese wirtschaftsfixierten Denkmuster sind die Ursache für viele unserer Probleme: Ob Klimawandel, Umweltverschmutzung oder Nitrat im Trinkwasser.

Wer unseren Kindern die Zukunft lassen möchte, darf sich nicht über geringer ausfallende Gewinnen ("Kosten") echauffieren. Aber beim Verzicht sind sich Wirtschaft=Politik und die meisten Bürger ja einig: Man redet gern drüber und tut dann nichts.

Öhh. Moment...

Nachdem man (nicht nur) mir Jahrzehnte lang erzählt hat, ich müsse über Gebühren die Mehrkosen zur Entsorgung meiner gelben Säcke und beim Kaufpreis einen Aufschlag für das Duale System / den grünen Punkt etc hinnehmen, stellt sich bei mir gerade kein wirkliches Schuldgefühl ein.

Ich möchte eine Erklärung, wieso das extra aufgebaute System so schlecht arbeitet, wer bei der Kontrolle versagt hat und wer da (sicherlich) gut dran verdient hat.

Dass der Verpackungsmüll reduziert werden muss ist sicherlich richtig -
aber: wenn Politik und Industrie mal wieder die Versprochenen und Finanzierten Leistungen nicht geliefert haben, ist es jetzt nicht nur wieder die Verantwortung des Konsumenten, weil der ja offensichtlich so doof war, sich nen gelben Sack aufbinden zu lassen.

@Gassi - verpackungsfrei an der Theke

11:38 von Gassi:
"Und bei Lebensmitteln ist fast nicht auf Verpackungen zu verzichten: Behältnisse dürfen aus Hygienegründen nicht über die Theke."

Bei unserem Rewe ist das möglich: Die mitgebrachte Dose muss auf ein Tablett gestellt werden, das dann hinter die Theke darf.

Ich vermute aber, dass diese Möglichkeit bestenfalls jeder 100. Kunde nutzt. Viele schaffen es ja nicht einmal, sich vor dem Einkauf einen Beutel einzupacken... wie soll das dann mit einer Dose funktionieren?

RE: 12:54 von mau71

RE: 12:54 von mau71
Der Müll wird verbrannt!!!!!!
... aber die guten, alten Brenntage für Gartenbesitzer verbieten ... na na

was soll das ?
willst du das vergleichen? Eine mit Filtern ausgestattete Verbrennungsanlage gegen dein feuchtes Holz, Gartenschnitt und vielleicht noch Gras ?
Frag mal die Nachbarn wie glücklich sie sind wenn jeder seinen Abfall im Garten verheizt !

gut so, dass das verboten ist !

und erst recht gut so, dass man keinen Plastikmüll im Garten verbrennt !

@NeutraleWelt - Stoffkreislauf

"Allerdings gibt es hier viele Nachteile: Erstens kann diese Energie nur einmal gewonnen werden."

11:59 von NeutraleWelt:
"Danke! Das war ein Schenkelklopfer!"
> Der Satz sollte wohl deutlich machen, dass der gern propagierte Wertstoffkreislauf kein Kreislauf sein kann.

"Frage: Kann man Holz zwei mal verbrennen?"
> Auf einer Skala von einigen Jahrzehnten ist das tatsächlich möglich. Beim Erdöl sind es hingegen Jahrmillionen.

Wiederverwertbarkeit!

Beim Thema Recycling machen wir uns, wie dieser Bericht deutlich macht, etwas vor, bzw es wird uns etwas vorgemacht. Hier wäre ein zukunftsorientierter Ansatz richtig, nämlich Investition in Forschung und Entwicklung, um mehr echte recyclebare Produkte/ Ersatzprodukte zu finden, nicht nur für Kunststoffe, sondern auch bei anderen Produkten.
Das größte Problem stellt der Atommüll dar, für dessen Entsorgung immer noch keine sichere Lösung gefunden wurde.
Schlimm ist, dass immer noch große Mengen Kunststoffmüll aus der EU in Asien landet und dort auf dunklen Wegen am Ende im Pazifik entsorgt wird. Das ist ein Skandal und hier muss die EU gegensteuern!

Richtige Zahlen Flasche Argumente

Im Bereich der Kunststoffverarbeitung und Industrie kenn ich mich als Materialwissenschaftler sehr gut aus.

Die zahlen in diesem Artikel sind korrekt jedoch ist die Interpretation der Zahlen vollkommen falsch! Hauptgrund für die geringe Verwendung von Regranulat(mechanisch Recyceltem Kunststoff) sind hohe Kosten aufgrund fehlender Subventionen bzw. zu geringer Erdölpreis. Regranulat ist teurer bei vernünftigen Reinheiten als neu Granulat. Desweiteren in die Verwendung von Regranulat für Lebensmittelverpackungen verboten in Deutschland, dementsprechend ist bei vielen Abfällen nur downcycling möglich. Die Verwendung als Brennstoff ist also als einziges möglich und auch sinnvoll, denn trotz Verbrennung hat Kunststoff unter allen Verpackungen die beste Co2 Bilanz! Giftige Rückstände sind vom Kunststoff abhängig und da ist wieder der Gesetzgeber gefordert, Flor haltige Kunststoffe zu verbieten.
Es lässt sich festhalten, richtige Zahlen flascher Ausblick, wichtig ist es Gesetze zu ändern.

Champions..?

Deutschland ist leider in vielen Bereichen nur noch mit dem Maul "Weltmeister"... und das in einem Land, in dem angeblich "alle gut und gerne leben"...

Das Problem

ist nicht, dass der Müll verbrannt wird, das ist eigentlich auch allgemein bekannt. So lange man Erdöl zur Wärmeerzeugung verbrennt, ist es viel sinniger, das zuerst als Kunststoff zu nutzen und anschließend zur Wärmeerzeugung in der Industrie oder im "Müllheizkraftwerk" (klingt doch viel netter als "Müllvebrennungsanlage") zu verbrennen. Und in einigen Jahren gilt dann ähnliches für Bio-Kraftstoffe.

Das Problem sind die Schadstoffe, die beim Verbrennen rausgefiltert werden sollen/müssen. Hoffentlich kann man recht bald die entsprechenden Kunststoffe durch andere ersetzen und dann die Giftproduzierenden verbieten. Denn die Gifte entstehen ja nicht generell beim Verbrennen von Kohlenwasserstoffen, sondern durch das, was da noch dran hängt.

@ um 13:05 von arwen1

„Ein verpacktes Sandwich oder Wrap, Obstsalat im Plastikbecher, fertiger Blattsalat im Plastikbecher mit Plastikbesteck, Coffee-to-go. Das wird jeden Tag MILLIONENHAFT VERKAUFT“

Gekauft garantiert nicht von meiner Generation (50xx), die ärgert sich täglich über den Müll auf den Gehwegen und macht die Verpackungen unentgeltlich weg
Außerdem ist mir mein Geld zu schade um es auf diese Art auszugeben

„Auch recyceltes Material belastet die Umwelt, es werden lediglich weniger Ressourcen verbraucht“

Aber es würde erst mal weniger Müll anfallen

Auch die zum Wegwerfen erzogenen Mitbürger gehören eher selten meiner alten Generation an.

Eigene Weltmeister-Propaganda entlarven

Schon erstaunlich, wie sehr alte Parolen greifen, weit über die Grenzen des Landes hinweg. Wir verstehen es sehr gut, uns als Musterknaben in Sachen Umweltschutz u.v.m. zu verkaufen. Die Realität aber zeigt ein anderes Bild. Man pickt sich immer die Fragmente raus, die passen, doch der Schaden, den unser Konsum anrichtet, ist weit höher, als angegeben. Vieles passiert außerhalb, weshalb es dort belastet.
Was den Plastikverbrauch angeht: Wir Kunden könnten es richten, indem wir bestimmte Produkte boykottierten und aufhören, eine gute "Konsumlaune" als etwas Erstrebenswertes zu betrachten. Konsum heißt immer Umweltzerstörung, Konsum heißt fast immer auch Müll, sehr oft aus Plastik!!!

@ 13:15 von Nachfragerin

"Apropos Zement: Das Zeug setzt bei der Herstellung extrem viel CO2 frei."
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Bauen wir doch keine Häuser mehr?
Nebenbei, der Zement braucht auch wieder CO2 zum Aushärten.

Unverpackt

Am 05. Februar 2020 um 09:35 von draufguckerin
"Unverpackt ist auch keine Lösung: Wenn ich in der Obst-Gemüse-Abteilung Kunden sehe, die die die Ware abtasten, dran herumdrücken und dann auch noch ihre Nase dran halten - da vergeht mir auch der Appetit."

Genau so eine denaturierte Einstellung ist schuld daran, dass heute Sachen in Verpackungen eingeschweisst werden, die gar keine Verpackung brauchen. Obst und Gemüse hat fast immer schon eine "Verpackung". Nennt man Schale. Kann man waschen oder schälen. Aber IHHHH das hat ja jemand vor mir in der Hand gehabt und womöglich dran gerochen (kann bei der Ernte ja nicht passieren, deshalb ist es bis zur Verpackungsindustrie noch hygienisch). Übrigens: In Italien wird man schief angeschaut, wenn man in der Obst-und-Gemüse-Abteilung keine Einweg-Plastik-Handschuhe anzieht. Die füllen dort die Mülleimer. Vielleicht würde ihnen diese Lösung zusagen? Für noch mehr Plastikmüll. Felder mit Gülle düngen, aber anfassen ist eklig...

Modern Times..?

Das "Duale System" ist nur Augenwischerei für bequem gewordene Wohlstandsbürger. Mit der privaten Mülltrennung werden gewerblichen Entsorgern nur gewisse Vorkosten erspart... während dennoch die von Haushalten zu zahlenden Entsorgungsgebühren jährlich ständig ansteigen. Und wer hätte früher je gedacht, daß die Entsorgungswirtschaft mal ein weltweites Exportgeschäft wird...?
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Gaaanz früher mal, noch in den 1950-60ern gab es in Städten und Dörfern noch reisende, kleingewerbliche Wertstoffsammler, bei denen man von Metall über Plastik und Altglas bis zu Altkleidung = Lumpen alles abgeben konnte, und sogar noch 10-20 Pfennige dafür bekam. Und der Lumpensammler machte auch noch ein Geschäft damit und lebte davon.
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Ich könnte mir eine Reaktivierung in moderner Form vorstellen ... jeder Verbraucher sammelt Wertstoffe, gibt sie ab, und erhält fairerweise dafür Bares auf die Hand ... nötigenfalls neuerdings auch in Verbindung mit einem ausgedruckten Quittungsbon auf Thermopapier...

Am 05. Februar 2020 um 10:12

Am 05. Februar 2020 um 10:12 von wenigfahrer
"Aber eben auch nicht alles lässt ohne Verpackung verkaufen, die Zeiten wo Butter und Käse in die Tagespresse eingewickelt wurden, ist zum Glück vorbei"

Druckerschwärze auf dem Käse mag ich auch nicht, aber es gibt auch Wachspapier und Papiertüten an so mancher Käsetheke (leider meistens noch Plastiktüten, aber ich sehe einen Wandel zum Papier).
Aber dann gibt's auch Leute, bei denen die Salatgurke noch in Folie eingeschweisst sein muss, weil's sonst schon beim Draufgucken "unappetitlich" ist - das könnte ja jemand angefasst haben.
Ich fühle mich nicht verantwortlich dafür, was andere machen, und wie "der Verbraucher" schuldig gesprochen wird. Ich kaufe selbst gerne unverpackte oder in Papier verpackte frische Lebensmittel.

@ um 13:14 von NeutraleWelt

„Verzichte Sie auf Zalando, Amazon, Plastik-Smartphone, etc. dann reden wir weiter.“

Darauf habe ich schon immer verzichtet (habe es aber nicht als VERZICHT empfunden).
Wenn ich einkaufe, gehe ich in ein Geschäft (die Älteren werden sich erinnern) rein und begutachte das Produkt erstmal. Bevorzuge außerdem erst mal die Geschäfte im Wohnort, da ich diese gerne weiterhin als Einkaufsmöglichkeit haben möchte
Jetzt können wir weiterreden !!!

14:26 von NeutraleWelt

Nebenbei, der Zement braucht auch wieder CO2 zum Aushärten.
.
ich dachte im Gegensatz zu Moertel braucht Beton Wasser zum Aushaerten

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