Ihre Meinung zu: NATO und Syrien-Konflikt: Das Türkei-Dilemma der Allianz

28. Februar 2020 - 16:54 Uhr

Die Türkei hat die NATO im Syrien-Konflikt um Unterstützung gebeten und dabei ein altes Dilemma offengelegt: Das Verteidigungsbündnis kann nicht gut mit - aber auch nicht ohne seinen Verbündeten in Ankara. Von Helga Schmidt.

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Kommentare

Welche Krise?

„Dass zwei Partner ohne Rücksicht auf die Allianz ihren nationalen Kurs in Syrien verfolgten und dabei die Kurden, die vorher Partner im Kampf gegen die Islamisten in der Region waren, fallen gelassen wurden, stürzte die Allianz in eine Krise.“
In welche Krise genau ist welches NATO - Mitglied gestützt?
Das war doch ganz offenkundig allen NATO - Ländern ......egal!

NATO zum Syrien Konflikt ?

halte ich für ausgewogen.
Es gab Anteilnahme für die gefallen türkischen Soldaten durch Solidarität und Unterstützung.
Anderseits lehnt die NATO offensichtlich den Antrag Bündnisfall ab. Es ist wichtig sich nicht noch tiefer in den Syrien Konflikt hineinziehen zu lassen.
Schließlich ist Syrien ein fremdes Land in dem die Türkei gegen die Zustimmung Syriens agiert.

Natoausschluss?

Herr Erdogan ist meines Erachtens kriminell und erpresst Europa und die Nato. Gibt es da nicht eine Ausschlussklausel. Und wehe EU & Nato lässt sich erpressen!

So ist das

" Der besagt, dass jedes Mitglied der Allianz das Recht hat, eine Beratung mit den Partnern einzuberufen - wenn "die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist".

Weder ist die Türkei bedroht, noch will jemand an der Unabhängigkeit der Türkei rütteln.

Sondern die Türkei befindet sich auf fremden Staatsgebiet, so sind die Fakten.
Die NATO kann gerne auf Türkischen Gebiet die Grenzen überwachen, und sichern.
Nur die will wohl keiner wissentlich verletzen, auch Syrien wird vor der Grenze halt machen, die sind zufrieden wenn sie ihr Gebiet zurück haben.

Viele Worte um einen Vorgang den die Türkei selber ausgelöst hat, einfach zurückziehen, dann hat sich das sofort erledigt.

Verstehe ich nicht!

Niemand hat die Türkei gezwungen dort einzumarschieren, einen Teil des Landes zu besetzen und die radikalen Islamisten zu unterstützen.
Die Zivilbevölkerung tut mir leid. Mir scheint es geht nur zu zeigen, wer der größte Macher ist - Erdogan versus Assad.
Die einzigen in der Region, die irgendwie vernünftig ihr Territorium verwalten ohne große Greueltaten und Extremismus sind die Kurden.

Was für ein Bündnisfall?

Wenn türkische Truppen ohne geeignetes internationales Mandat in Syrien unterwegs sind und dabei angegriffen werden, dann fällt mir eine Menge dazu ein, ein NATO Bündnisfall gehört aber ganz sicher nicht dazu.

Im Gegenteil bin ich der Meinung, dass ein erfolgter Übergriff auf fremdes Territorium dazu führt, dass der Bündnisfall nichtmal bei einem Gegenangriff zieht, der gebietsmäßig das entsprechende NATO-Land erreicht.

Wohl temperierter Artikel

Unter den Umständen ein ordentlicher Artikel von Frau Schmidt. Danke.

Raus aus der NATO

Wenn ein Bündispartner in ein anderes Land einmarschiert, kann es keinen Beistand und Krieg führt, kann es keinen Beistand nach Artikel 5 verlangen.
Wenn das doch so kommen sollte, muss die BRD und Europa möglichst sofort raus aus der NATO.

NATO und Syrien-Konflikt:Das Türkei-Dilemma der Allia....

Das waren Beratungen nach Artikel 4 des Nordatlantikvertrages.Also,wenn die Unabhängigkeit und Unversertheit einer Partei bedroht ist.Die Frage ist jetzt,bis wohin soll dieser Vertrag territorial gelten ? Von Syrien vielleicht bis zur inneren Mongolei ?
Im übrigen wird die "Unversertheit und Unabhängigkeit" tatsächlich bedroht.Aber von Seiten der Türkei.

Perfide Machtpolitik Erdogans

Die getöteten türkischen Soldaten könnten noch leben, wenn Erdogan keine Truppen nach Syrien geschickt und den syrischen Bürgerkrieg nicht durch Bewaffnung islamistischer Milizen angefeuert hätte.

Der Rückzug aus Syrien und die sofortige Beendigung der Unterstützung international anerkannter dschihadistischer Terror-Milizen, das müssten eigentlich die Forderungen der NATO-Staaten sein.

Die syrischen Flüchtlinge sind Erdogans Druckmittel gegen seine europäischen Nato-"Partner", um Unterstützung im Syrien-Krieg einzufordern. Diese perfide Machtpolitik geschieht auf dem Rücken der Menschen, die aufgrund des Bürgerkrieges eigentlich Hilfe und Mitgefühl verdienen. Doch sie werden als Spielball der Macht missbraucht.

so also

türkische Soldaten kommen bei einem Luftangriff ums Leben. Das ist tragisch.
Syrische Soldaten werden neutralisiert.
Was ist das?
Das ganze auf syrischen Staatsgebiet.
Die einmarschierende Armee hat Verluste. Und die NATO sichert der angreifenden Armee ihre Solidarität zu.
Wer kann das verstehen?

Wenn man Angriff und Verteidigung verwechselt

"Darin haben die NATO-Staaten vereinbart, dass ein bewaffneter Angriff gegen ein Mitglied als ein Angriff gegen alle Mitglieder angesehen wird und man sich dann gegenseitig unterstützt."

Die Türkei ist der Angreifer, weil widerrechtlich in einem anderen Staat, dieser hat das Recht, sich zu verteidigen. Oder könnte jedes Nachbarland in Deutschland einmarschieren, ohne dass Deutschland die Möglichkeit zur Verteidigung hätte?

so also

türkische Soldaten kommen bei einem Luftangriff ums Leben. Das ist tragisch.
Syrische Soldaten werden neutralisiert.
Was ist das?
Das ganze auf syrischen Staatsgebiet.
Die einmarschierende Armee hat Verluste. Und die NATO sichert der angreifenden Armee ihre Solidarität zu.
Wer kann das verstehen?

Scheußlich

Die Nato stellt sich also hinter ein Land, dass mit Militärgewalt in ein fremdes Land eingefallen ist und dort mit den Terroristen gegen die Kurden kämpft mit dem Ziel, die Kurden ein für alle mal zu vernichten? Da kann man sich als Europäer nur schämen. Keine Unterstützung für einen Kriegshetzer! Wo bleibt die Moral, der Humanismus? Der Falke der Nato möchte dieses Unrecht also dulden?

Nachdem bei syrischen

Nachdem bei syrischen Luftangriffen auf türkische Stellungen am Donnerstag 33 türkische Soldaten getötet wurden, kam wiederholt die Forderung nach einem Beistand der NATO auf, die Rede war von Artikel 5 des Nordatlantikvertrags.
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Ist es nicht so dass türkische Militärs sich auf dem Staatsgebiet Syriens befinden?
Also hat ehe die Türkei Syrien überfallen.
Wenn NATO dort "Beistand" leistet dann ist es eine weitere Bestätigung dafür dass NATO ein Aggressor-Bündnis ist.

NATO

Es gibt kein Dilemma der Allianz, wenn sie sich auf ihre Vorgaben und Richtlinien besinnt.
Es herrscht kein Bündnisfall, kein Land der NATO wurde angegriffen.
Der Agressor ist die Türkei und führt mit Erdogan an der Spitze in Syrien einen rechtswidrigen Angriffskrieg.
Als der IS bekämpft wurde, hielt sich die Türkei aus dem Kampf,.
Journalisten, welche die Unterstützung von Milizen (auch IS) angeprangert haben, sitzen als Terroristen in türkischen Gefängnissen.
Das Gerede von Stoltenberg ist ein Zugeständnis an Erdogan.
Die NATO hat nichts in diesem Krieg zu suchen.
Also kein Dilemma

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