Ihre Meinung zu: Parlamentswahl in Israel: Netanyahu laut Prognosen vorn

2. März 2020 - 23:04 Uhr

Die Likud-Partei von Premier Netanyahu ist laut Prognosen bei der Wahl in Israel stärkste Kraft geworden. Das Bündnis von Herausforderer Gantz kommt demnach auf Platz zwei. Ein Ende der politischen Lähmung ist nicht in Sicht.

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Kommentare

Und wenn's für keine Seite reicht

wird in ein paar Monaten wieder gewählt.

Wenn's nach der Anzahl der Wahlen geht hat Israel den selbstverliehenen Titel als einzige Demokratie im Nahen Osten mehr als verdient.

Mehr und mehr komme ich zu

Mehr und mehr komme ich zu dem Schluss, dass es irgendwelche Absicherungsmechanismen in einer Verfassung gegen unklare Wahlergebnisse geben muss. Wie die Aussehen könnten - schwierig:
Münze werfen, zwangsweise Allparteienregierung, Stichwahl, Schöffenregierung...
Aber immer wieder wählen in der Hoffnung, das was anderes rauskommt - das bringt haupsächlich Verdruss.

Wird hier gewählt bis das Ergebnis passt?

"" Die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ist bei Israels dritter Parlamentswahl binnen eines Jahres laut Prognosen stärkste Kraft geworden.""
#
Das ist für mich schwer zu verstehen.

Ich hoffe Netanyahu schafft es!

Natürlich ist Netanyahu ein Hardliner, und vermutlich ist er auch so korrupt wie man es ihm vorwirft, aber der Mann und sein Bündnis sind der entscheidende Garant dafür, dass Israel in der Region überleben kann.
Sobald in Israel irgendwelche allzu kompromissbereiten Kräfte an die Macht kommen, wird sich auf kurz oder lang eine erstarkende Hamas erneut militärisch erheben und in den Krieg ziehen. Und so wie die Fatah respektive die Palästinensische Autonomiebehörde aktuell aufgestellt ist, könne ich mir gut vorstellen, dass sie sie dabei unterstützen.
Israels Lage ist leider so prekär wie eh und je.

@schiebaer45

Es wird solange gewählt, bis es Mehrheiten gibt.
Likud verzichtet nicht auf Netanyahu, Blau-Weiß will nur ohne Netanyahu; beide können ohne die jeweils andere Partei keine Mehrheit erringen.
Wenn niemand sein Wort brechen und Gesicht verlieren will, dann muss eben so lange gewählt werden, bis entweder der Likud ohne Blau-Weiß oder Blau-Weiß ohne den Likud regieren kann.

Mit Hilfe

vom Busenfreund Trump endlich am Ziel.
Dann kann die Annektierung endlich in “geordnete und legitime Wege“ übergehen.
Niemand kann hinterher sagen, man habe gedacht, dass die Palästinenser die Enteignung still hinnehmen werden. Ich kann mir vorstellen, was mit dem weiteren Siedlungsausbau folgen wird.

re c4--

"Israels Lage ist leider so prekär wie eh und je."

Genau. Die einzige Atommacht im Nahen Osten muss praktisch täglich um ihre Existenz fürchten.

Dass sie nicht von steinewerfenden Palästinensern ausgelöscht wird.

@Bender Rodriguez

"Ist die Türkei nicht in der Nähe?"
Spätestens nach der letzten Verfassungsänderung ist die Türkei eine Diktatur unter Alleinherrscher Erdogan.

"Solange Israel faschistische hardliner wählt..."
Der Likud vertritt keine einzige faschistische Position, die Partei ist lediglich extrem in Sicherheitsfragen, das muss man aber auch, wenn man täglich unter Raketenbeschuss steht.

"gibt es weder Verständigung, noch Frieden."
Dem stehen doch die sog. Palästinenser im Weg, die nichts als Maximalforderungen stellen, nicht Israel.

"Selber Schuld"
Ja, Israel ist daran schuld, dass sie sich nicht vernichten lassen, wie egoistisch von ihnen...

23:22 von c4--

Die andere Möglichkeit wäre, dass sich mit einem Respektieren der Palästinenser und das Zugestehen legitimierer Rechte, die “Macht“ der Hamas erledigen könnte. Warum und seit wann gibt es denn die Hamas? Und mit Unterstützung Israels.

Zitat: So schrieb der aus Israel stammende Professor für Internationale Beziehungen an der University of Oxford im Vereinigten Königreich, Avi Shlaim, in der Zeitung The Guardian Anfang 2009:
“In the late 1980s, Israel had supported the nascent Hamas in order to weaken Fatah, the secular nationalist movement led by Yasser Arafat.”

@ karwandler um 22:19

„Wenn's nach der Anzahl der Wahlen geht hat Israel den selbstverliehenen Titel als einzige Demokratie im Nahen Osten mehr als verdient.“
——
...gleichermaßen eine der zynischsten Feststellungen, zu der man im Nahen Osten kommen kann.

@Margareta K.

Wann waren die sog. Palästinenser jemals bereit irgendetwas still hinzunehmen?
Ständiger Terrorismus, Tage des Zorns, Massenaufmärsche gegen Israelische Grenzen, Angriffe aus Tunneln, Raketenangriffe etc.

@4c

Man sollte vielleicht mal einen Schritt wagen in Richtung Frieden, aber Rassengesetz und Pläne noch mehr Land zu annektieren, deuten eher nicht darauf hin. Auch die Gegenseite sollte sich dazu bemühen. Seit dem ich mich erinnern kann, gibt es leider diesen Krieg/Konflikt.

@Margareta K.

"Die andere Möglichkeit wäre, dass sich mit einem Respektieren der Palästinenser und das Zugestehen legitimierer Rechte, die “Macht“ der Hamas erledigen könnte."
Der Ansatz wurde lange verfolg, es gab immer wieder Verhandlungen in Richtung einer Zweistaatenlösung, es gibt die Autonomiebehörde, schauen Sie sich die Geschichte an, es liegt nicht an Israel.

"Warum und seit wann gibt es denn die Hamas?"
Die Hamas wurde 1987 als Zweig der Muslimbruderschaft unter anderem von Ahmad Yasin gegründet. Sie hat u. a. das Ziel, den Staat Israel mit militärischen Mitteln zu beseitigen und einen islamischen Staat zu errichten.

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23:31 von c4--

Sie meinen, die Palästinenser hätten still und geduldig hinnehmen sollen? Dann wären sie vermutlich schon komplett weg.

23:04 von Bender Rodriguez

Solange Israel faschistische hardliner wählt, gibt es weder Verständigung, noch Frieden. Selber Schuld.///
Ich muss die Israelis nicht verstehen. Aber Faschisten wählen die bestimmt nicht. Bei Ihrem Kommentar kommt zum Ausdruck das Sie keine Ahnung haben was Faschismus bedeutet.

@c4--

Hamas gegründet, unterstützt mit Hilfe Israels gegen die PLO.
Lässt sich nachlesen.

Avi Shlaim, in der Zeitung The Guardian Anfang 2009:
“In the late 1980s, Israel had supported the nascent Hamas in order to weaken Fatah, the secular nationalist movement led by Yasser Arafat.”

@Hackonya2

Es deutet alles darauf hin, dass alle Akteure die seit Jahrzehnten erfolglos anvisierte "ausgehandelte Zweistaatenlösung" nun ad acta gelegt haben und die "Weltgemeinschaft" die Palästinensische Autonomiebehörde, die sich jetzt schon Staat Palästina nennt, ohne jede Verhandlung mit Israel als Staat anerkennt.
Israel ist daher darauf bedacht die eigene Seite vorher so weit zu stärken wie irgend möglich.

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