Ihre Meinung zu: Wahl in Israel: Überraschungssieger mit Makel

3. März 2020 - 10:00 Uhr

Nach der Parlamentswahl spricht Israels Premier Netanyahu von einem "gigantischen Sieg". Dabei ist völlig offen, mit wem er koalieren könnte - und ob er als Angeklagter das Land regieren darf. Von Tim Aßmann.

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Kommentare

Wieder hat sich die geringe

Wieder hat sich die geringe wahlberechtigte Gruppe für Terror und Krieg entscheiden.
Wo bleibt denn der wertewesten, bei der annektion des Westjordanlandes? Bei der Entrechtung des Gazabewohner? Illegalem Siedlungsbau?
Und schuld am Terror ist in unseren medien immer die Hamas oder sonstige freischärler, unterstützt vom bösen bösen Iran.
Es ist soooo langweilig. Seit 50 jahren höre ich diesen Käse.

Angeklagt: Ja. Verurteilt: Nein.

Wenn das Prinzip “ in dubio pro reo“ auch in Israel gilt, wird Netanjahu wohl nichts davon abhalten können, die Regierungsbildung anzugehen.

Wenn in Europa rechte

Wenn in Europa rechte nationalisten, wie le pen, wilders, afd,... gewöhlt werden, ächzt die Presse und verteufelt deren Politik.
In Israel läuft das anders. Da wird immer wieder ein korrupter rechtsradikaler gewählt und alle jubeln. Komisch.

Traurig, Chance auf Befriedung minimiert

Wer gehofft hatte, den weitaus gemäßigteren und um ein faires Miteinander. inkl. der internationalen Gemeinschaft bemühten Gantz als direkten Konkurrenten wählen zu können, wurde enttäuscht. Likud scheint stärkste Kraft und damit wird auch das Vorgehen N.s weiter legitimiert. Wir haben das wohl auch Trump zu "verdanken", der explizite Wahlkampfhilfe für Netanjahu leistete.
Das ist IMO ein schlechtes Ergebnis für all jene, die auf Frieden und eine 2-Staaten-Lösung gehofft hatten. Mit dem Segen Washingtons wird Netanjahu nun weiter Land annektieren und unumkehrbare Tatsachen schaffen. Das macht mich traurig!

Wo ist bitte.....

die Überraschung) Welche Qualität hatten denn die Korruptionsvorwürfe gegen Netanyahu? Einige Einladungen in teure Lokale oder teure Weine? In manchen westlichen Staaten wären manche Politiker froh, wenn sich Gerüchte usw, nur auf diesem Niveau bewegen. Im Gegensatz zu Deutschland darf in Israel ein Politiker durchaus die nationalistische Karte spielen und Netanyahu konnte das besser als Gantz. Darf ich jetzt die Wähler von Netanyahu als"nationalistisch" bzw. "zionistisch" bezeichnen, oder ist das auch schon wieder antisemitisch?

"Und den Abschluss eines historischen Verteidigungspaktes

mit den USA"

Und was würde daran historisch sein?

Israel hat längst weitreichende Sicherheitsgarantien durch die USA, kriegt jährlich Milliarden an Rüstungshilfe und trommelt seit Jahren für einen Krieg gegen den Iran mit amerikanischer Unterstützung.

09:19, Bender Rodriguez

>>Wenn in Europa rechte nationalisten, wie le pen, wilders, afd,... gewöhlt werden, ächzt die Presse und verteufelt deren Politik.
In Israel läuft das anders. Da wird immer wieder ein korrupter rechtsradikaler gewählt und alle jubeln. Komisch.<<

Wer ist "alle"?

09:11, Bender Rodriguez

>>Und schuld am Terror ist in unseren medien immer die Hamas oder sonstige freischärler, unterstützt vom bösen bösen Iran.
Es ist soooo langweilig. Seit 50 jahren höre ich diesen Käse.<<

Sie sollten vielleicht mal andere Zeitungen lesen.

Ein schlechter Tag für alle,

Ein schlechter Tag für alle, die an eine friedliche Zukunft denken.

09:35, karlheinzfaltermeier

>>Darf ich jetzt die Wähler von Netanyahu als"nationalistisch" bzw. "zionistisch" bezeichnen, oder ist das auch schon wieder antisemitisch?<<

Nationalistisch ist die Partei auf jeden Fall, und der Zionismus hat viele Gesichter.

Und immer wieder wollen Sie wissen, ob Sie antisemitisch sind.

Warum?

Hat Ihnen das jemand vorgeworfen?

Betonköpfe bilden Mauern

Überall auf der Welt sind es die Hardliner, die vom Volk gewählt werden. Dies hat irgendwo seine innere Logik. Druck und Gegendruck potenzieren sich zu unversöhnlichen Verwerfungen, die zunächst zur Unfähigkeit einer Kommunikation führen und dann zu echten Mauern.
Die einzige Hoffnung scheinen die jungen Generationen zu sein, die irgendwann diese Mauern wieder überwinden können.

Religiöse Politiker

gewinnen leider überall auf der Welt die Wahlen, oder zumindest haben sie viele Sympathisanten. Und das nach Aufklärung und Trennung von Religion und Staat in der westlichen Hemisphäre, zu der ich auch Israel zähle.

@fathaland slim um 09.45 h

Sie haben natürlich recht mit Ihrer kurzen rhetorischen Frage. Allerdings ist das Thema sehr stark überlagert, weshalb der Rechtsnationalismus der Likud kaum thematisiert wird. Mir scheint, als haben viele Menschen Angst davor, angegriffen zu werden, wenn sie das Thema aufgreifen. Dabei ist aber Kritik an Netanjahu, die ja auch massiv von vielen Israelis getätigt wird, wichtig und notwendig, eben weil Netanjahu sehr rechtsnationalistisch ist und er nicht dem Gleichheitsgrundsatz folgt, sondern die Palästinenser de facto herabstuft. Die Kritik aber bezieht sich auf einen Politiker und nicht auf ein ganzes Volk. Ich denke, es zeigt sich schon deutlich, wer berechtigte Kritik am Vorgehen der Likud übt und wer nur seinen Antisemitismus als Kritik verpackt. Letzteres ist schofel!

Gibt es

Eigentlich aktive oder ehemalige israelische regierungschefs die nicht wegen korruption angeklagt wurden. Was geht dort schief?

10:01, Quereinwerfer @fathaland slim um 09.45 h

Danke für Ihre Antwort! Ich möchte das, was Sie sagen, ausdrücklich unterschreiben.

re bender rodriguez

"Wenn in Europa rechte nationalisten, wie le pen, wilders, afd,... gewöhlt werden, ächzt die Presse und verteufelt deren Politik.
In Israel läuft das anders. Da wird immer wieder ein korrupter rechtsradikaler gewählt und alle jubeln. Komisch."

Wo wird denn gejubelt und von wem?
In der TS jedenfalls nicht.

Es ist mittlerweile Standard

Es ist mittlerweile Standard geworden, dass immer mehr Staaten von Krimmininellen geführt werden, da wird gerade sich der israelische Wähler sagen müssen, dass er da keine Weicheier als Staatsführung in dem Überlebenskampf des Landes brauchen kann und sieht einen Trickser wie Netanjahu eher als Garant für die Durchsetzung der Staatsinteressen.

Netanyahu = Garant für Stabilität

Netanyahu = Garant für Stabilität
Netanyahu halte ich für einen guten Päsidenten für Israel.

Er ist ein Garant für Stabilität und Sicherheit in Israel.

Er hat verstanden, dass Israel, als einzige Demokratie im Nahen Osten, sich gegen Feinde verteidigen muss, die Israel am liebsten vernichten möchten.

Ich freue mich für das israelische Volk, dass Sie die richtige Wahl getroffen haben.

@fathaland slim um 09:50Uhr

Kennen Sie das Wort "prophylaktisch"? Wenn ich "immer wieder wissen will, ob ich antisemitisch bin", dann ist das, weil ich verunsichert bin. Sowohl Medien als auch Foristen maßen sich an zu bestimmen, was "antisemitisch" ist und beanspruchen die Deutungshoheit, auch hinsichtlich des Zionismus und entscheiden, was bei dem tolerierbar ist und was nicht. Wie bezeichnen Sie dieses Verhalten? Für mich riecht es nach Überheblichkeit und Arroganz, wenn es nicht deutlich als persönliche Meinung gekennzeichnet ist. Und meistens fehlt leider dieser einschränkende Hinweis!

03 09:35 von karlheinzfaltermeier

"Darf ich jetzt die Wähler von Netanyahu als"nationalistisch" bzw. "zionistisch" bezeichnen, oder ist das auch schon wieder antisemitisch?"

Dem Inhalt Ihres Beitrags nach können Sie das kaum wollen. Warum also dieses Aufbauschen eines nicht vorhandenen Tabus?!

Israel ist für jegliche politische Kritik so eine schwierige Sache. Wer käme schon auf die Idee, ausgerechnet in Israel nach Hinweisen zu suchen nach einer breiten Basis für eine Regierungsform, die über eine deutliche Tendenz zu rücksichtlos nationalistischem Machtstreben hinausgeht. Trumps Eingreifen ist ein sicherer Indikator für eine Tendenz zur Autokratie in jedem Land, das er lobt für seine great people und den great job, den der jeweils Regierende unter "seinen Gnaden" macht. Die nationalistische Karte zu "spielen" hat in der langen Weltgeschichte immer zu Krieg und Vertreibung geführt. Warum bloß wollen so wenige Menschen daraus lernen...

Embargo jetzt und sofort

Nach Netanjahus Rede vor der UN kann ich nur sagen,solche Spinner gehören isoliert.

@Quereinwerfer, 10:01 re @fathaland slim

Mir scheint, als haben viele Menschen Angst davor, angegriffen zu werden, wenn sie das Thema aufgreifen.

Das ist das allgemeine Lebensrisiko eines jeden Kritikers. Ich werde für meine Kritik auch häufig heftig angegriffen, und das ebenso unter der Gürtellinie und mit den üblichen rhetorischen Stilmitteln (Unterstellen von niederen Motiven, um die Kritik allgemein zu disqualifizieren). Wenn man seine Kritik dennoch äußern will, muss man da durch.
Es ist andererseits ebenso eine gerne benutzte Strategie, Widerspruch schon im Vorhinein dadurch abzuschmettern, dass man Fairness fordert, indem man bestimmte Motive empört von sich weist.

Ich habe längst aufgehört, darauf hinzuweisen, dass ich kein Verehrer von Stalin bin. Ich kriege das trotzdem immer wieder angehängt.

Nee oder?? Diese Freude teile ich ueberhaupt nicht

Oh...nee... *Kopf auf der Tischplatte*. Warum musste das sein??

Denn diese Freude teile ich ueberhaupt nicht:

https://www.tagesschau.de/ausland/wahl-israel-129.html

"Was für eine Freude heute Nacht", rief Benjamin Netanyahu seinen Anhängern zu. "Dies ist die Nacht eines gewaltigen Siegs. Ich danke Euch."

Wie kann man so einen Kriminello zum Präsidenten machen?? Ich lang mir ans Hirn. Netanjahu gehört festgenommen, vor Gericht und dann ins Gefängnis und sonst nirgendwo hin. Schade fuer Gantz:

https://www.tagesschau.de/ausland/wahl-israel-129.html

Das Oppositionsbündnis Blau-Weiß um Ex-Armeechef Benny Gantz lag in den Umfragen vor der Wahl lange vorne, wird aber nun hinter Likud nur zweitstärkste Kraft. Gantz räumte die Niederlage ein. "Ich sage Euch ganz aufrichtig, dass ich Enttäuschung und Schmerz fühle, denn das ist nicht das Ergebnis, das wir uns vielleicht gewünscht haben", sagte er vor seinen Anhängern.

Es ist mittlerweile fast

Es ist mittlerweile fast schon Standard geworden, dass immer mehr Staaten, gerade im nahen und mittleren Osten von quasi Kriminellen geführt werden, da wird sich gerade der israelische Wähler sagen, dass er genau deshalb sich keine Weicheier als Staatsführung in dem Überlebenskampf des Landes brauchen kann und sieht einen Trickser wie Netanjahu eher als Garant für die Durchsetzung der eigenen Staatsinteressen.

Mich würde interessieren,

wie viele der Kommentatoren schon einmal in Israel waren, sich die Terrortunnel angesehen haben, die von Gaza oder dem Libanon nach Israel gegraben wurden oder die verbrannten Felder und Wälder angesehen haben, die durch Luftballone, mit Sprengsätzen und Spielzeugen bestückt, aus dem Gazastreifen nach Israel geschickt wurden, angezündet wurden, oder die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen erlebt haben und innerhalb Sekunden in einen Bunker flüchten oder sich sonst wie in Sicherheit bringen mussten.
Diese wiederum werden verstehen, warum Israel Sicherheit und rechts wählt.

@Bote_der_Wahrheit 10:20

So, so. Da vernichtet er doch lieber selbst alle Feinde, züchtet, damit es auch in Zukunft so bleibt immer neue und macht die, die er nun mal nicht loswerden kann zu (mindestens) Bürgern zweiter Klasse. Autokratische Demokratie mit religiöser Färbung. Ist es das, was Sie bevorzugen?

@ wuestenindianer (09:50): keine Koalition mit Likud!!

@ wuestenindianer

Ein schlechter Tag für alle, die an eine friedliche Zukunft denken.

ganz genauso ist es!! Mir wird schlecht wenn ich an Israel in der Zukunft denke, das noch weiter in den Rechtsextremismus abgleiten wird. Aber mit solchen wie Likud, Beitenu und anderen Rechtsnationalisten kann und darf es KEINE Koalitionen geben!!

09:11 von Bender Rodriguez

Wieder hat sich die geringe wahlberechtigte Gruppe für Terror und Krieg entscheiden.

Was reden Sie da? Können Sie sich nicht mit einem demokratisch erzielten Ergebnis abfinden? Alle Kandidaten hatten die gleiche Chance zum Erfolg.

10:20 von Bote_der_Wahrheit

Netanyahu = Garant für Stabilität
Netanyahu halte ich für einen guten Päsidenten für Israel.

Netanyahu = korrupt (????)

09:45 von fathaland slim

re Bender Rodirgez: In Israel läuft das anders. Da wird immer wieder ein korrupter rechtsradikaler gewählt und alle jubeln. Komisch.<<
.
Wer ist "alle"?

Alle sind diejenigen, die jubeln! Und die, die nicht jubeln, gehören nicht zu allen.

@ Bote_der_Wahrheit (10:20): Nein das Gegenteil stimmt

@ Bote_der_Wahrheit

Netanyahu = Garant für Stabilität

NEIN! Das Gegenteil stimmt!

Netanyahu halte ich für einen guten Päsidenten für Israel.

ich halte ihn fuer einen sehr schlechten Präsidenten:

a) völkerrechtswidriger Siedlungsbau
b) Völkermord an den Palästinensern
c) völkerrechtswidrige Gebietsannexion zu Lasten der Palästinenser
d) Einsperren der Palästinenser im Gaza-Streifen der nichts weiter ist als ein Freiluft-Gefängnis
e) Missachtung diverser UN-Resolutionen zur Herausgabe des Westjordanlandes und betreffend die zwei-Staaten-Lösung

Er ist ein Garant für Stabilität und Sicherheit in Israel.

Nein im Gegenteil. Der ist ein Kriegstreiber! Mit dem wird es niemals Frieden geben und der bedient nur die Ruestungsindustrie!! Der schmiert Ruestungsunternehmen fuer Aufträge. Deswegen ist er völlig zu recht angeklagt! Darueber hinaus hat er "Geschenke" angenommen, die er nicht hätte annehmen duerfen (geldwerter Vorteil => Bestechung)

@Quereinwerfer um 10:01Uhr

Sie haben die Problematik sehr gut dargestellt, sind aber einer entscheidenden Frage aus dem Weg gegangen! Wenn ich eine Meinung zu einem Politiker habe und ihn ob seiner Politik kritisiere, kritisiere ich damit nicht auch dessen Wähler und erfülle damit automatisch die Voraussetzungen für Beschimpfung und Verunglimpfung?

der Erfolg

Die wichtige Frage ist : welche Rolle an diesem Erfolg spielt der US-TRUMP-Plan dafür? Wie immer man diesen Plan und seine Erfolgsaussichten beurteilt - er hat keinen versöhnlichen Charakter, sondern baut auf einem enormen Machtungleichgewicht zugunsten Israels auf. Das setzt Zeichen, und zwar keine beruhigenden. Wenn die Israelis mehrheitlich die Lage ihres Landes so positiv beurteilen wie es den Anschein hat, dann sei es ihnen gegönnt. Aber ist es eine stabile Lage auch für ihre Kinder ? Außerhalb Israels jedenfalls kommen da erhebliche Zweifel auf, wenn auch nicht gerade in den USA.Es wäre gut zu wissen,z.B., WIE Netanjahu die "iranische Frage" zu lösen gedenkt.

Was für eine Wahl... ...und

Was für eine Wahl...
...und gewählt wurde der wegen Korruption angeklagte nationalistische Rassist (nur mal beachten wie viele einflussreiche jüdische US-Bürger den so bezeichnen) , der mit "ich garantiere euch die völkerrechtswidrige Annexion " & "ich verspreche euch einen großen Krieg" gewählt wurde...
...bei so einem Programm und der "persönlichen Empfehlung" konnte der nationalistische Militarist offensichtlich mit dem bloßen "völkerrechtswidrige Annexion? - das war meine Idee und das werde ich auch machen! “ als Programm einfach nicht mithalten...

10:22 von karlheinzfaltermeier

dieser aussage schliesse ich mich vollumfänglich an! wenn mir das denn gestattet ist!

War jetzt der

War jetzt der Ausschlaggebende Punkt bei der Wahl, dass Netanjahu sich als Kümmerer offenbarte, indem er Hebel in Bewegung setzte, damit eine bestimmte Organisation unbedingt finanziell abgesichert ist?

Quelle Haaretz:
"Mossad Chief Visited Doha, Urged Qatar to Continue Hamas Financial Aid"

->
auch timesofIsrael und jpost berichteten.

@Polyfoam um 10:45

Ich finde Ihr Argument zu billig. Zudem vermisse ich in Ihrem Posting die Lage derjenigen, die unterdrückt werden und denen successive der Lebensraum immer weiter abgenommen wird. Netanjahu ist jemand, der zu manipulieren weiß. Kategorien wie "Weichei" o.ä. sind hier deplaziert. Mit der Arroganz der Macht zu agieren wird dem Land aber nur noch mehr Feindschaft bringen, zumal die 2-Staaten-Lösung nun de facto zerstört ist, auch "dank" Trump. Die Palästinenser haben nichts mehr zu verlieren - und das ist brandgefährlich. Gantz hätte sich an einen Tisch gesetzt und nach Lösungen gesucht. Ist er somit ein Weichei???

10:22, karlheinzfaltermeier @fathaland slim um 09:50Uhr

>>Kennen Sie das Wort "prophylaktisch"? Wenn ich "immer wieder wissen will, ob ich antisemitisch bin", dann ist das, weil ich verunsichert bin. Sowohl Medien als auch Foristen maßen sich an zu bestimmen, was "antisemitisch" ist und beanspruchen die Deutungshoheit, auch hinsichtlich des Zionismus und entscheiden, was bei dem tolerierbar ist und was nicht. Wie bezeichnen Sie dieses Verhalten? Für mich riecht es nach Überheblichkeit und Arroganz, wenn es nicht deutlich als persönliche Meinung gekennzeichnet ist. Und meistens fehlt leider dieser einschränkende Hinweis!<<

Sie sind offensichtlich zutiefst verunsichert. Das liegt vielleicht daran, daß das Terrain vermint ist. Ja, es gibt Einige, die den Antisemitismusvorwurf in einer politischen Auseinandersetzung instrumentalisieren. Mich kratzt das aber nicht, ich kritisiere Netanjahus Politik klar und deutlich. Was es für mich vielleicht leichter macht, ist, daß ich einige Juden persönlich kenne, die meine politische Meinung teilen.

10:57, karlheinzfaltermeier

>>@Quereinwerfer um 10:01Uhr
Sie haben die Problematik sehr gut dargestellt, sind aber einer entscheidenden Frage aus dem Weg gegangen! Wenn ich eine Meinung zu einem Politiker habe und ihn ob seiner Politik kritisiere, kritisiere ich damit nicht auch dessen Wähler und erfülle damit automatisch die Voraussetzungen für Beschimpfung und Verunglimpfung?<<

Also darf man beispielsweise Donald Trump oder Björn Höcke nicht kritisieren, weil man damit automatisch ihre Wähler verunglimpft?

So was wird ja von den Unterstützern obiger Herren immer gern behauptet. Es kratzt mich aber nicht.

Am 03. März 2020 um 10:09 von karwandler

Wo wird denn gejubelt und von wem?
In der TS jedenfalls nicht
-------------
Sie schon wieder...
Wenn unkritisch alle Verbrechen ignoriert, die Mörder hofiert und die Gegenseite vernachlässigt wird, ist das nur Lobhudelei.
Demnächst wird N. sicherlich wieder von Merkel empfangen...

11:18 von fathaland slim

Mich kratzt das aber nicht, ich kritisiere Netanjahus Politik klar und deutlich.

Ob Sie Netanjahus Politik klar und deutlich kritisieren, wird ihn aber in keiner Weise etwas kratzen.

Annexion

Also kann demnächst lustig annektiert werden. Das Jordantal und um Jerusalem herum. Sanktionen braucht Israel im Gegensatz zu anderen Ländern nicht zu fürchten.

Rareri

Weil er nicht demokratisch gewählt wurde. Deshalb kann man sich damit nicht abfinden. Und jüdische Siedler sind nicht Ziel des Terrors, sondern dessen Verursacher. Man muss nicht nach galliläa oder judäa fahren, um zu erkennen, dass dort ein arpartheidsstaat etabliert wurde. Nichtjuden haben kaum rechte. Wenn gaza nicht besetzt ist, warum dürfen die nicht wählen?

@fathaland slim um 11:18Uhr

Das haben Sie gut erkannt! Sie wissen, daß ich eher konservativ bin, bin aber auch was den Antisemitismus betrifft, wirklich total verunsichert und vermutlich nicht der Einzige. Möglicherweise ist das ein Ergebnis des inflationären Gebrauchs des Wortes, das sich inzwischen zur "Nazi"-Keule entwickelt hat.Leider blieb mir bisher @Quereinwerfer eine Antwort auf die Frage schuldig: wenn ich Netanyahu wegen seiner Politik kritisiere und werte, kritisiere und werte ich nicht automatisch auch seine Wähler, die einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung Israels ausmachen? Ich glaube nämlich nicht, daß es so einfach ist, wie Sie es darstellen. Wenn man einen israelischen Politiker oder Entscheidungen der israelischen Regierung kritisiert, dann wird das eben oft nicht als "normal" empfunden, sondern dient als Grundlage für Unterstellungen und mehr. Dieses zur Verunsicherung beitragende Verhalten ist leider nicht auf Politiker beschränkt.

10:57 von Demokratieschue...

Der ist ein Kriegstreiber! Mit dem wird es niemals Frieden geben und der bedient nur die Ruestungsindustrie!

Wie können Sie so etwas behaupten? Man braucht Netanyahu nicht mögen wollen, aber Sie verkennen offensichtlich, dass Netanyahu nicht Israel ist. Israel wird stets von radikalen Palästinänser mit Raketen beschossen. Aus Syrien betreibt der Erzfeind Israels Iran eine offensive Politik und hat sich die totale Vernichtung von Israel zum Ziel gemacht und sich auch öffentlich zu dem bekannt. Und da sprechen Sie von einem Kriegstreiber. Oder vertreten Sie auch die politischen Ziele der Radikalpalästinänser und die des Iran? -Kopfschütteln- Überlegen Sie erst einmal, was Sie da daher schreiben.

Mein Sohn ist aus beruflichen Gründen öfters in Tel Aviv und kann nichts von einer Art von Kriegstreiberei erzählen. Waren Sie schon einmal in Israel?! Wenn nicht, fahren Sie mal für ein paar Monate hin und dann schildern Sie erneut.

@Quereinwerfer

"Die Kritik aber bezieht sich auf einen Politiker und nicht auf ein ganzes Volk."

Korrekt, die Kritik bezieht sich allerdings auf die Mehrheit der Wähler, die eine völkisch-nationalistische Partei gewählt haben.
Und wer in Deutschland eine völkisch-nationalistische Partei wählt, wird als Nazi bezeichnet.

@fathaland slim

"Und immer wieder wollen Sie wissen, ob Sie antisemitisch sind.
Warum?
Hat Ihnen das jemand vorgeworfen?"

Ihnen entgeht offenbar so einiges. Selbst jüdischen Kritikern der israelischen Regierungspolitik, z.B. Nirit Sommerfeld, wird regelmäßig Antisemitismus vorgeworfen, z.B. auf Wikipedia.

@Bender nRdriguez, 09.11h

Und seit 50 Jahren wird es deshalb nicht unrichtiger.
Die Palästinenser wollen keine Zwei-Staaten-Regelung sondern die Eliminierung Israels.

12:44, rareri

>>11:18 von fathaland slim
"Mich kratzt das aber nicht, ich kritisiere Netanjahus Politik klar und deutlich."

Ob Sie Netanjahus Politik klar und deutlich kritisieren, wird ihn aber in keiner Weise etwas kratzen.<<

Das habe ich auch nicht einmal ansatzweise behauptet. In meinem Kommentar, auf den Sie antworten, geht es um ganz was anderes. Aber das wissen Sie natürlich.

13:02, Shuusui

>>@fathaland slim
"Und immer wieder wollen Sie wissen, ob Sie antisemitisch sind.
Warum?
Hat Ihnen das jemand vorgeworfen?"

Ihnen entgeht offenbar so einiges. Selbst jüdischen Kritikern der israelischen Regierungspolitik, z.B. Nirit Sommerfeld, wird regelmäßig Antisemitismus vorgeworfen, z.B. auf Wikipedia.<<

Ich habe, durch Sie angeregt, gerade den Wikipediaartikel über Nirit Sommerfeld gelesen. Da steht nicht einmal andeutungsweise, daß sie eine Antisemitin sei.

Und daß gerade Vertreter der Neurechten mit haltlosen Vorwürfen und Unterstellungen arbeiten, das weiß ich und erlebe es oft am eigenen Leibe. Da muss man drüberstehen.

Sieg ja - regieren NEIN!

Natürlich war es klar, dass er den Sieg für sich beanspruchen würde. Schließlich hat er Geschirr zerschlagen, dass schon lange auf Israels Schultern lastet. Jedoch wird sich diese Grausamkeit gegenüber den Palästinensern, nachhaltig auswirken und einen Friedensprozess nicht nur gefährden, sondern ab absurdem führen. Netanjahu hat zusammen mit Trump der Region einen Bärendienst erwiesen, so viel ist klar. Wenn man dazu noch die Korruptionsvorwürfe betrachtet und mal in Richtung USA schaut, weiß man auch was das für ein Gespann ist. Netanjahu hat sich den Sieg auf Kosten des Friedens erkauft. Nicht sehr schlau und eher eine Methode der Mafia.....

13:04, DerVaihinger

>>Die Palästinenser wollen keine Zwei-Staaten-Regelung sondern die Eliminierung Israels.<<

Wie kommen Sie auf dieses dünne Brett?

Gibt es denn unter Palästinensern eine Einheitsmeinung?

Meine Erfahrung mit Menschen dieser Volksgruppe, beispielsweise dem Arzt meiner Mutter, ist eine andere.

12:48, karlheinzfaltermeier @fathaland slim um 11:18Uhr

>>Wenn man einen israelischen Politiker oder Entscheidungen der israelischen Regierung kritisiert, dann wird das eben oft nicht als "normal" empfunden, sondern dient als Grundlage für Unterstellungen und mehr. Dieses zur Verunsicherung beitragende Verhalten ist leider nicht auf Politiker beschränkt.<<

Ich kritisiere die israelische Regierung ständig und durchaus auch mit pointierter Sprache. Als Antisemit wurde ich deswegen bisher noch nicht bezeichnet.

12:56, Shuusui

>>@Quereinwerfer
"Die Kritik aber bezieht sich auf einen Politiker und nicht auf ein ganzes Volk."

Korrekt, die Kritik bezieht sich allerdings auf die Mehrheit der Wähler, die eine völkisch-nationalistische Partei gewählt haben.
Und wer in Deutschland eine völkisch-nationalistische Partei wählt, wird als Nazi bezeichnet.<<

Es gibt Menschen, die tun das.

Zu denen zähle ich nicht.

Ich stelle allerdings fest, daß viele, wenn nicht die meisten, AfD-Wähler ein verfestigtes rechtsextremes Weltbild haben.

Was das ist?

Das finden Sie u.a. hier:

"https://www.welt.de/politik/article723817/Extremismus-in-der-Mitte-der-Gesellschaft.html"

Ich habe absichtlich einen Artikel der jeglicher linker Tendenzen völlig unverdächtigen Welt ausgewählt. Sie finden aber im Netz eine Fülle von Veröffentlichungen zum Thema.

12:39, Tiberius20

>>Am 03. März 2020 um 10:09 von karwandler
Wo wird denn gejubelt und von wem?
In der TS jedenfalls nicht
-------------
Sie schon wieder...
Wenn unkritisch alle Verbrechen ignoriert, die Mörder hofiert und die Gegenseite vernachlässigt wird, ist das nur Lobhudelei.<<

So nehmen Sie die Berichterstattung der Tagesschau wahr?

Das liegt dann aber wohl an Ihrer Lesekompetenz.

>>Demnächst wird N. sicherlich wieder von Merkel empfangen...<<

Ganz bestimmt.

Genau wie Putin, Trump, Erdogan, Orban und was dergleichen unangenehme Zeitgenossen mehr sind.

Das gehört aber dummerweise zur Arbeitsplatzbeschreibung des Bundeskanzlers, bzw. der Bundeskanzlerin.

Überraschungssieger mit Makel ?

Betrifft der Makel hier den Überraschungssieger Netanyahu oder nicht viel mehr die Mehrheit der Wähler die anscheinend nicht in der Lage sind kritisch die Politiker zu durchleuchten und Korruption anscheinend nicht als Makel zu erkennen oder gar zu bewerten.
Aber sei es drum, uns in Europa geht es nicht viel besser oder.

@Fathaland slim, 14.56h

Das war ein Schnellschuss.
Gemeint habe ich die vom User erwähnte Hamas.
So wird es nrichtig.

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