Kommentare

rer Truman Welt

Ich bin mir sicher: nicht nur die Schulen sind bezüglich der Digitaltät an ihre Grenzen kommen, sondern vermutlich ein Vielfaches mehr an Haushalten an ihre nervlichen!

Ich kenne

die Schule zwar nicht.
" Vielfach hätten die Schüler zu Hause aber auch gar keine technischen Möglichkeiten, die Materialien online abzurufen. "Die soziale Struktur an unserer Schule ist so, dass viele Haushalte gar keinen Computer oder Drucker haben", erzählt die Lehrerin. "

Aber das klingt schon ungewöhnlich, zumindest ein Smarti haben so gut wie alle, meist in den Familien jeder eins.

Abi ohne Prüfung ?, halte ich für etwas abwegig, die Anforderungen sind so oder so schon sehr unterschiedlich.
Und es gibt doch einen ganzen Teil der das jedes Jahr nicht schafft, ein riskantes Unterfangen aus meiner Sicht.

Momentan ist und bleibt digitaler Unterricht ein Notbehelf

Auf längere Sicht ist ein digitaler Unterricht unter den derzeitigen Gegebenheiten (vor allem die Ausstattung betreffend) nicht denkbar.

Ein Gerät kann niemals eine persönliche Lehrkraft ersetzen.

Alles ist und bleibt ein Notbehelf, der hoffentlich in absehbarer Zeit nicht mehr erforderlich ist.

Schulen !

Auch finde ich, dass es endlich an der Zeit ist, in D dafür zu sorgen, dass es ein absolut einheitliches Abitur und grundsätzlich einheitlich ausgerichtete Ausbildung im Handwerk und in den Universitäten gibt. Und dies immer auf dem bestmöglichen Stand der weltweiten Errungenschaften.
Das ganze föderale System, wo jedes Bundesland seinen eigenen Stiefel zusammen braut, ist in der heutigen Zeit einfach nur noch Mist und verschwendetes Geld, das für eine bessere und einheitliche Ausstattung der Schulen und der Schüler nun fehlt.
Leider kümmern sich unsere Politiker zusehr oft um die falschen Themen und sind auch nicht auf der Höhe des Geschehens.

Corona-Pandemie: Schule an digitalen Grenzen

Heute steht in Hessen unter anderem Mathematik bei den Abiturprüfungen an.
Die Lösung, die zur Durchführung des Abitur in Hessen gefunden wurde, sind wirklich klug durchdacht. Da die Schulen geschlossen sind, stehen genug Räumlichkeiten und Lehrer zur Verfügung um einen geregelten Ablauf, bei gleichzeitig geringer Gefahr der Ansteckung, zu gewährleisten.

Hier gibt's ein Lob für die Landesregierung !

Gruß Hador

In manchen Bereichen hinken unsere Schulen einfach ...

.. hoffnungslos hinterher. Auch ansonsten besteht bei einem der wichtigsten Themen wie Schule ein eigenständiges Durcheinander.
Abitur ja oder nein .. wenn nein wie, wenn ja wo ... was ist mit den Anmeldungen zur Uni? Hier so, da anders ...
Bildung ist die Grundlage von Leben und Zukunft, muss es da 16 verschiedene Konzepte und Vorgehensweisen in der Kriese geben?
Um die Kinder geht es doch nur zweitrangig, man will nur nicht laut sagen das es um Zuständigkeitsgehabe und Pöstchen geht.

Trockenlauf verpasst

Die Schulen haben ja auch vor lauter Bedenkenträgerei jeglichen Trockenlauf verpennt. Der Notfall wurde nicht ansatzweise geprobt. In Australien arbeiten ALLE Schüler mit einer Plattform, Aufgaben werden über einen Schulserver verteilt und die Löungen müssen dort eingecheckt werden - dann sind sie abgegeben. Wer kein Gerät hat, bekommt ein Tablet von der Schule. Und das Internet, auch das mobile ist dort super ausgebaut und kostet einen Bruchteil wie bei uns!! Meine Tochter hat damit 1 Jahr lang gearbeitet und war zufrieden.
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Diese Notstand könnte dem Bildungssystem den Schuh in den Hintern geben. Die Schulen meinen immer noch, das sei ein Dokument aus dem Internet ausdrucken. ÄUnd den Mobilfunklern könnte man hinsichtlich Fläche auch das Messer auf die Brust setzen. Bayern hat die schärfste Ausgangssperre, aber die mieseste Mobil-Flächen-abdeckung. Was sollen Schüler auf einem Gehöft machen?? Klar, die Lizenz-Versteigerungen würden dann nicht mehr so viel einbringen ...

@wenigfahrer

Smartphones dürfen in dieser Hinsicht gar nicht benutzt werden. Allen Mitarbeitern an Schulen wurde strikt untersagt z.B. Whatsapp zu nutzen, abgesehen davon ist die Bearbeitung von ABs oder ähnlichem an Smartphones oft gar nicht möglich.
Zudem gibt es viele Lehrer, die sich der Digitalisierung an vielen Stellen immer noch vehement verweigern.
Es läuft ohnehin nicht überall gleich, bei weitem nicht jede Schule versucht jetzt online Unterricht zu gestalten, manche haben nur Kopien ausgegeben, wo Eltern und Schüler erstmal durchsteigen müssen, unsere Schule hat gar kein Material zur Verfügung gestellt.
Viele ältere Schüler haben Medien, an denen sie arbeiten können, aber was ist mit Grundschülern?
Das ganze Thema ist ziemlich komplex, da hängt nicht nur die technische Infrastruktur dran, die ja meist nicht gegeben ist, sondern auch alles mögliche andere in viele Richtungen.
Bisher gibt es ja nicht mal flächendeckenden Medienunterricht in Schulen.

Arbeitsblätter versus Schulbücher

Bei uns (Bayern) sammeln die Kinder im Laufe einer Grundschulklassenstufe einen ganzen (!) Arbeitsordner voll mit Arbeitsblättern. Das ist für mich eine ziemliche Papierverschwendung. Der zweite Nachteil dabei ist, dass die Kinder im Schreiben nicht mehr gut trainiert sind, weil sie dort oft nur einzelne Wörter oder Rechenergebnisse eintragen müssen.
Ich glaube es wäre sehr sinnvoll, den Kindern statt Arbeitsblättern lieber Aufgaben aus den guten alten Schulbüchern aufzugeben, auch wenn man da mal eine Seite schreiben muss. Sie haben jetzt ja wirklich viel Zeit dafür.
Dann wäre zumindest das Thema "Drucken" vom Tisch.

@wenigfahrer

"Aber das klingt schon ungewöhnlich, zumindest ein Smarti haben so gut wie alle, meist in den Familien jeder eins." Am 25. März 2020 um 10:44 von wenigfahrer

Einen Drucker haben wir auch nicht, aber Aufgaben kann man abschreiben.

Allerdings werden nicht alle Aufgaben als PDF geschickt und lassen sich mit Smarti nicht öffnen.

Dann gibt es noch Aufgaben die im Internet erledigt werden und abgeschickt werden müssen. Da passt das Format auch nicht immer zum Smarti.

Da rächt sich wieder das

Da rächt sich wieder das Deutschland den digitalen Anschluss verpasst hat.
Was ist eigentlich aus den 5 Mrd.€ des Digital Paktes geworden der Schulen bereit gestellt wurde? Wie viel ist davon im letzten Jahr abgerufen worden und in was wurde es investiert?
Nach lesen des Artikels vermute ich das der Topf noch recht prall gefüllt ist...

Diese beiden praktisch überall vorhandenen Geräte reichen aus, um das jetzt massenhaft von den Schulen angebotene Selbstlernmaterial zu nutzen. Aber das wahre Problem ist, dass sich viele Familien nicht für die Bildung ihrer Kinder interessieren. Ich habe auch schon viele Schüler erlebt, die unsere naturwissenschaftliche Bildung als westliches Teufelswerk ablehnen. Es gibt auch Eltern, die fürchten, Bildung könnte ihnen ihre Kinder entfremden oder sie könnten vom rechten Glauben abfallen. Dagegen sind auch die besten Schulen machtlos, denn man kann niemandem Wissen eintrichtern. Man lernt nur, was einen interessiert. In der Schule kann man immerhin noch mit Tests und Klausuren einen gewissen Druck ausüben, aber jetzt beim einerseits von Schulministerien geforderten Fernunterricht darf andererseits nichts prüfungsrelevantes vermittelt werden. Immerhin können jetzt aber die Interessierten ausschlafen und dann ohne Druck und ungehindert durch Desinteressierte frei lernen.

Warum wird das Schuljahr nicht wiederholt???

Ich finde es gut, dass digital unterrichtet wird, meiner Wahrnehmung nach ist mangelnde digitale Kompetenz bei den Lehrern und Infrastruktur der Schulen (Mailserver!) mindestens so sehr ein Problem wie Probleme bei den Schülern. Aber die Krise bietet die Chance dass wir alle unsere digitalen Kompetenzen verbessern und damit Wichtiges für die Zukunft lernen. Nur wird es nicht bei jedem gleich gut klappen. Ich finde es befremdlich, dass man sich jetzt schon dazu äußert ob das Schuljahr wiederholt wird, aber wenn man sagt, dass das NICHT der Fall ist, erfordert das eine sehr gute Begründung: WARUM nicht das Schuljahr für alle wiederholen? Ich vermute Budgetgründe. Das wäre aber m.E. angesichts der Summen, die für die Wirtschaft mobilisiert werden, an der ganz falschen Stelle gespart! In vielen Fächern baut das Wissen aufeinander auf und Lücken führen zu durch die Bank geringerer Kompetenz!

Interaktive Arbeitshefte Mathematik für Grundschulen

Liebe Forumsmitglieder,

dieser Artikel zeigt genau richtig auf die Probleme, die wir schon seit längerem in unserem Schulsystem kommen sahen.
Seit ca. einem halben Jahr können wir keinen Verleger finden, der Interesse an einer Publikation eines interaktiven/digitalen Arbeitsheftes für Grundschulmathematik hat. Solch ein Hilfsmaterial lohnt sich gerade jetzt, wenn Eltern mit ihren Kindern zu Hause üben müssen.
Wer eine mögliche Lösung dafür kennt, wie man solch eine Unterrichtshilfe den Eltern/Lehrern nahebringen könnte, kann sich gerne bei uns melden.

Danke und VG

Lernende brauchen Lehrkräfte nicht im selben Raum.

Zwar entscheidet in der Schule das menschliche Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden sehr stark mit über den Lernerfolg. Das heißt aber nicht, dass Fernunterricht nicht funktionieren könnte. Im Gegenteil nutzen schon länger viele Schüler Youtube-Videos, in denen ältere Schüler, Studenten und auch Lehrer mit großem Erfolg Unterrichtsinhalte vermitteln. In anderen Ländern funktioniert auch Flipped Classroom gut. Und wer hat noch nicht ein Youtube-Erklärvideo genutzt, um Computer-Probleme zu lösen oder sich Montage-Vorgänge beispielsweise am Fahrrad erklären zu lassen? Wer heute wirklich etwas lernen möchte, hat dafür mehr als genügend Möglichkeiten.

digitale Grenzen

Die technischen Probleme, mit denen die Schulen jetzt kämpfen, liegen wohl auch daran, dass sich auf dem Boden des Datenschutzes ein Flickenteppich von datenschutzkonformen Sonderlösungen entwickelt hat, die offenbar oft nicht die Kapazitäten haben, die jetzt erforderlich wären.

Nicht dass ich gegen den Datenschutz wäre, aber man muss dann eben auch Wege finden, die Bereitstellung ausreichender technischer Kapazitäten zu fördern.

Kann ich gar nicht nachvollziehen

Jedes Kind/Jugenliche hat ein Handy, aber zu Hause keinen PC. Jeder ist online und fummelt am handy rum. Wie kann man das erklaeren. PCs gibt es ab 200 EUR, oder weniger. Handy ab.....

Vielleicht legen viele Familien die Prioritaeten fuer die Kinder auch unrichtig.

Es geht so weiter wie bisher...

Unzulänglichkeiten werden auf Kosten der Schüler ausgetragen.
Der Staat und seine Beamten schlawienern sich aus allem raus, z.Z. dürfen die Eltern alles kompensieren.
Die wirtschaftlichen und sozialen Probleme werden uns die nächsten 100 Jahre beschäftigen, so lange wird es dauern bis alle geschädigten Gestorben sind.

10:46 von Sinnprüfer

"Ein Gerät kann niemals eine persönliche Lehrkraft ersetzen."

.-.-.

Das kommt auf die Lehrkraft an.

Zum einen:
Viele Lehrer im Gymnasium geben den Schülern für den Stoff seit Jahren viele Seiten Papier mit, damit die Schüler sich das selbstständig erarbeiten.

In der Schule erklärt wird das nicht mehr.
Möglicherweise aus Zeitnot nicht.
Fakt ist aber, dass die Schüler schon lange auf sich gestellt sind.

Zum anderen:
Die Nachhilfe würde nicht so blühen, wenn die Lehrkräfte gut erklären KÖNNTEN.

Können sie aber oft nicht. So viele Schüler können nicht erfassen, was der Lehrer da an die Tafel geschrieben hat.

Oft erwecken die Lehrer dadurch auch eine Allergie gegen das Fach.

Zum Glück gibt es zum Beispiel für Mathe sehr gute Erklärvideos bei youtube.

10:44 von wenigfahrer

Zitat:"Ich kenne die Schule zwar nicht.",
kann aber dazu trotzdem einen Kommentar schreiben.
Zitat:" zumindest ein Smarti haben so gut wie alle, meist in den Familien jeder eins."
Erklären Sie mal, wie man mit einem "Smarti" ohne Drucker arbeiten soll, wenn man Aufgaben dokumentieren oder bearbeiten soll. Ganz davon abgesehen, dass das "Smarti" von anderen Familienmitgliedern vielleicht auch gebraucht wird. Darüberhinaus erlauben es die Datenschutzregeln z.B. nicht, geschützte Schülerdaten über facebook, whatsapp o.ä. weiterzugeben. Digitaler Unterricht ist etwas gänzlich anderes als ein Notbehelf in Pandemiezeiten. Deshalb wird dieses Schuljahr wohl etwas anders ablaufen und gewertet werden müssen als normale Schuljahre. Das Abiturergebnis besteht übrigens nicht nur aus dem Ergebnis der zentralen Prüfung, sondern zusätzlich aus allen Leistungen der vorangegangenen zwei Schuljahre. Da käme schon ein tragfähiges Ergebnis heraus. Wer vorher schlecht war, ist es meist auch in der Prüfung.

"Schule an digitalen Grenzen"

Auch das wieder eien Folge typisch deutscher Betulichkeit und unserer Fixierung auf sozialen Ausgleich und soziale Kontrolle.
Wir können und dürfen und mit dem Hinweis auf unsere Besiedelungsdichte herausreden, das Schulen für alle kein Problem sind, aber in einer Zeit, in der Fachkräfte dringend gesucht werden, muss man die nicht in Massen in schulen verstecken.
Es hätte schon vor 50 Jahren, mit Einführung des Fernsehens, dafür gesorgt sein müssen, das das relevante Wissen bis zum Abitur / heute angemessener Weise bis zum Bachelor, Medial problemlos auch ohne Druck zum Präsenzunterricht und übermäßige Kosten, zu erhalten ist und zwar in der jeweils den Schüler/ Studenten gemäßer Form, als Zeitschrift, Film/Video oder in Form von Büchern.
Jetzt, im Zuge der Krise neue Lernformen zu entdecken, das zeigt nur das wieder lange der Schlaf des Gerechten gehalten wurde.

Wenn man es pragmatisch betrachtet.

Im Grunde stellt die föderale Struktur unseres Landes kein Hindernis dar, die Abiprüfungen in gewohnter Form durchzuführen. Was soll da mit anderen Ländern abgestimmt werden?

Platz in den Schulen ist derzeit genug, um die Schüler in geringer Zahl pro Klassenraum aufzuteilen. Nötig sind mehrere Aufsichten, die derzeit ebenfalls zur Verfügung stehen - sogar in aller Regel fachkompetente.

Das Gleiche gilt für die mündlichen Prüfungen, da ist der Abstand noch leichter einzuhalten, weil weniger Personen anwesend sind.

Selektion

Natürlich sind die digitalen Möglichkeiten der Schulen interessant - ist das aber ein so wichtiges Thema, daß darum der sehr viel bedeutsamerer Gesichtspunkt wie die von Minister Heil angestoßene Überlegungen hinsichtlich der Finanzfragen vor dem Hintergrund der immensen Kosten der Corona-Infektion bereits nach 3 Kommentaren hier abgeblockt wurde ?
Ganz sicher nicht!

In Bayern soll der Homeunterricht prüfungsrelevant werden.

"So stellt etwa auch das Schulministerium in NRW klar, dass es sich bei den zur Verfügung gestellten Materialien und Aufgaben "grundsätzlich nicht um Inhalte von Prüfungsrelevanz handeln kann."

Anders in Bayern:
Information eines Gymnasiums: "Nach Beendigung der Schulschließung werden die Lehrkräfte in der Regel eine zusammenfassende, strukturierte Wiederholung des bis dahin von den Schülerinnen und Schülern erarbeiteten Lernstoffes anbieten. Danach werden in allen Klassen schriftliche und mündliche Leistungsnachweise auch über diesen Lernstoff angesetzt werden können."

16 x Digitalisierungschaos. Wen wundert's?

Gerade bei der Digitalisierung der Bildungseinrichtungen zeigt sich das Chaos, dass 16 unterschiedliche "Bildungssysteme" verursachen. Der Bund meint es zwar gut mit dem Digitalpakt, aber in den Bundesländern fehlt die Expertise, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln und dieses nachhaltig umzusetzen.
Im Prinzip kauft jeder regionale Schulträger das, was er für "schön" hält. Da werden dann z.B. Gelder für sündhaft teure Smartboards herausgeworfen, die in Räumen ohne LAN/WLAN hängen :-)
Ganz abgesehen von der Anschaffung der Geräte, wird die Wartung vielfach Laien (SEHR ENGAGIERTEN Lehrern) überlassen. Abgesehen davon, dass diese dafür nicht ausgebildet sind, machen sich Landkreise damit eigentlich der Schwarzarbeit schuldig, weil sie Arbeit nicht von Fachfirmen bzw. ausgebildeten Administratoren erledigen lassen.
Wen wundert es also, das leider vieles nicht klappt? Es ist eher ein Wunder, das vieles in den Schulen trotzdem möglich gemacht wird (siehe oben: engagierte Lehrer).

Bildungsland mit großen Löchern

Die Schule in unserem Städtchen wartet wie die anderen Schulen der Samtgemeinde Artland auf einen schnellen Internetzugang - im Herbst 2019 sollte er kommen. Jetzt wurden alle von der Telekom erneut vertröstet: Vielleicht im Juni.
Die Lehrer können nicht einmal problemlos mit dem Notenprogramm Zensuren über das Internet auf den Schulserver eingeben. Wenn im Büro telefoniert wird, gibt es Abstürze. Ebenso sieht es mit dem Medienzugriff in den Klassen aus - was nützen die vielen Bords, die PC-Räume und Notebooks, wenn das Internet schleppt?
.
Diese eine Krise, so schlimm sie auch ist, hat zumindest etwas Gutes: Nun kann jeder die vielen Unzulänglichkeiten sehen und dass Deutschland samt Bundesländern im Gegensatz zu anderen Ländern so wenig in Bildung und Infrastruktur investiert.
Man kann hier ganz deutlich die Verantwortlichen benennen, die es in 12 Jahren Regierungsarbeit nicht geschafft haben, Deutschland nach vorne zu bringen.
Klar, dass die Ungerechtigkeit damit weiter vorangeht!

Re: Sinnprüfer

"Ein Gerät kann niemals eine persönliche Lehrkraft ersetzen."

Das soll es auch nicht und das ist auch nicht das Ziel der Digitalisierung. Das "Gerät" soll lediglich der Kommunikation zwischen Lehrkraft und Schüler dienen. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist dadurch sogar eine persönlichere Betreuung möglich als mit klassischem Frontalunterricht. Die Lehrkraft kann theoretisch allen Schülern gleichzeitig über die Schulter schauen. Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass persönlich = anfassen ist. Ich nutze z.B. seit Jahren nur noch eine reine Online Bank, und fühle mich dort besser persönlich betreut als in den Jahren zuvor in diversen Filialen.

Ich sehe das nicht als Notbehelf, sondern hoffe das tageweise HomeSchool bald genauso normal ist wie HomeOffice (zumindest für ältere Kinder). Hilft übrigens auch dem Klima.

Man könnte das ganze

Man könnte das ganze Schuljahr auch für alle Schulformen- und Kigas- ausfallen lassen.
Keinem Kind wird es schaden, ein Jahr länger in der Schule zu verweilen.
Und theoretisch kann man ja tatsächlich auch irgendetwas länger lernen.
Und im Rest des aktuellen Schuljahres könnten Schüler, Lehrer und Eltern daran arbeiten, Schule so zu verbessern, dass sie allen Spaß macht.

Was geht und was nicht geht

Wer glaubt, dass ein halbes Schuljahr, dass die Schülerinnen und Schüler im Wesentlichen in der elterlichen Wohnung verbringen, den gleichen Lernerfolg bringen könnte wie ein reguläres Schuljahr, macht sich etwas vor.

Das beginnt schon mit der Frage, wie die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben bekommen: Haben sie einen Rechner? Können sie Aufgabenblätter ausdrucken? Haben sie einen Arbeitsplatz zu Hause, den sie nicht mit anderen Familienmitgliedern teilen müssen? Gibt es Zeitrhythmen, die eine Aufgabenbearbeitung überhaupt zulassen?

Einige dieser Probleme kann man über die Anforderungen lösen: Digitale Aufgabenformate, die mit dem Smartphone zu bearbeiten sind. Dem Problem der Rhythmisierung kann man über schrittweise Rückmeldungen, Chats und digitale Anleitung begegnen.

Aber all das wird nicht genügen, um das weitere Aufklappen der Schere zwischen Kindern mit vielen häuslichen Ressourcen und denen mit wenig Ressourcen zu verhindern - oder die Schule zu ersetzen.

Bei kleineren Kindern erfordert das Vermitteln der Inhalte und das digitale Lernen viel Engagement und Zeit der Eltern. Gerade die Eltern aus "systemrelevanten" Berufen, die derzeit für uns alle da sind, haben diese Zeit im Moment nicht. Und gerade deren Kinder werden durch die derzeitige Strategie benachteiligt. Das ist unfair! Alle Bereiche des Lebens halten inne, nur die Schulen haben den Schuss nicht gehört und wälzen die pädagogische Arbeit auf die Eltern ab. Wie schnell wechselten die Länder von 12 auf 13 Schuljahre und wieder zurück... Wenn dieses Schulhalbjahr eben zu kurz ist, sollte man über eine Wiederholung nachdenken. Festigen des Stoffes hat noch niemandem geschadet.

Die Lehrer/innen sollten sich nach ....

....Der Krise ganz schnell neue private E-Mail-Adressen und Mobilfunknummern beschaffen.

Ich bin nun nicht gerade ein Fan vom sogenannten digitalen Lernen. Doch nun zeigt sich auch hier, wie bei Infastruktur und Vermittlung von Medienkompetenz verschlafen wurde.

Weitestgehend einheitliche Lehrpläne und Prüfungen für alle BL an Schulen aller Art halte ich schon lange für dringend erforderlich. An Unis, Fachhochschulen u.ä.. gilt die Freiheit der Lehre, und hier sind die Probleme nicht so gravierend.

So ein Smarti oder IPhone taugt eben nicht für alles. Muss auch nicht.

@Tada ich kann unter Android PDFs lesen , jedoch nicht innerhalb halb von WhatsApp.

11:50 von IBELIN

Jedes Kind/Jugendliche hat ein Handy, aber zu Hause keinen PC.
.
glauben sie das ?

In Haushalten mit Haupteinkommenspersonen in den Altersklassen von 18 bis 44 Jahren
lag der Ausstattungsgrad mit PC durchgängig bei 99 %.
In den Altersklassen von 45 bis 64 Jahren
betrug die Ausstattung immer noch über 90 %.

Beim Datenschutz...

...bricht der Damm gerade vollends.

Die illegale Nutzung von Internet-Diensten wie Google Classroom, Microsoft Teams, padlet, Discord u. v. m. ist salonfähig geworden und wird ganz ungeniert ohne die gesetzlich vorgeschriebene "freiwillige und informierte Einwilligung" der Eltern als Ersatzunterricht verkauft.
In den Ministerien und Schulbehörden drückt man beide Augen zu und überlässt die Verantwortung den Schulen und Lehrern.

Die Daten der Schüler werden dabei mit aller Kraft weit ins Internet gesprayt.

Und natürlich werden diese Daten (inkl. Schülerleistungen und -verhalten) in diversen Datenbanken (durch AGB und Hintertüren oft auch ganz legal) gesammelt und ausgewertet.
Und natürlich entsteht dadurch ein Kastensystem, das junge Erwachsene aufgrund ihrer Datenhistorie unentrinnbar fixiert.

Es ist schwer mitanzusehen, wie der Staat seine eigenen Gesetze missachtet und Schulen ihre "Schutzbefohlenen" verheizen, um sich selbst im Glanz digitaler Kompetenz zu sonnen!

Die Momentane situation

Die Momentane situation Spiegelt nun den Digitalen rückstand hier in Deutschland wieder. Immer wieder haben Lehrer, Elternverbände und auch verschiedene Politiker darauf aufmerksam gemacht, das Schulen stärker im Bereich Digitalisierung gefördert werden müssen.
Die Sparmassnahmen und verzögerungstaktik diesbezüglich, holt uns jetzt ein.
Leidtragende wird die jetzige generation Kinder sein. Es bleibt zu hoffen das unsere Regierung aus diesen Realsituationen eine Lehre zieht, zum wohle unserer Kinder und Kindeskinder.

12:29 von harry_up

In einen Raum, in dem üblicherweise 30 Abiturienten schreiben, passen jetzt noch 10. In vielen Fächern sind Prüfungsteile vorgeschrieben, die eine Trennung eines Kurses schwierig oder unmöglich machen - wie sollen die SuS in Physik/Chemie nach vorne kommen, um den Versuchsaufbau zu betrachten, wenn sie gleichzeitig Abstand halten müssen? Wie soll der Sicherheitsabstand gewährleistet sein, wenn in Englisch zuerst die Listening Aufgabe ausgeteilt und eingesammelt werden muss, dann die Sprachmittlungsaufgabe, dann die Writing Aufgabe?
Aber wohl am Wichtigsten: wenn in einem der Räume ein(e) Schüler(in) husten muss, sich schneuzen muss, sonstwie Geräusche macht - wie sollen sich die anderen SuS da auf das Abi konzentrieren?
Es wird keine gerechte Lösung geben. Das steht bereits fest. Also sollte eine möglichst sichere Lösung gewählt werden.
_

um 11:50 von IBELIN ... PC ...

... für 200 € dürfte aber ziemlich "nackig" sein. Die sich auskennen, können auch weitestgehend OpenSource-Software installieren. Nur in den Schulen wird man wohl mit MS arbeiten, und das kostet dann schon was.

@12:19 von Sausevind

"Zum Glück gibt es zum Beispiel für Mathe sehr gute Erklärvideos bei youtube."

Ja. Womit wir aber wieder bei der Chancengleichheit wären.
Nicht alle Familien haben einen PC bzw. Internetanschluss. Und das sind vermutlich die Familien, die sich auch keinen Nachhilfeunterricht leisten können.

kein Geld für den Computer

beim Hartz4 Regelsatz gibt's nen Punkt Nachrichtenübermittlung"
da sind 38 Euro/mtl vorgesehen

Föderale Struktur !

Die föderale Struktur in D stellt sehr wohl ein Hindernis dar. Denn dadurch ist nie gewährleistet, dass in allen Bundesländern gleiche Bedingungen herrschen und unterschiedliche Ergebnisse raus kommen.
Genau darin sehe ich aber ein Problem, denn es wäre wesentlich sinnvoller, alles in einer Hand zu haben und zu steuern, als dass jedes BL nach eigenem Ermessen und etlichen Macht- Spielen viel Geld verschleudert, nicht wirklich dafür sorgt, dass genügend Lehrer und Lehrmaterial vorhanden ist und sicher öfters Geld das für die Bildung und Ausstattung vorgesehen war, Zweck entfremdet.
Leider kontrolliert der Bund ja nicht wirklich, ob das zur Verfügung gestellte Geld auch wirklich für das Vorgesehene verwendet wird.
Und dann kann einem das immer wieder währende Kompetenz- Gerangel der Polit- Protagonisten nur noch auf den Wecker gehen. Es wäre für alle Schüler und für das Ansehen der BRD sinnvoller, wenn sich nur der Bund um die Belange der Bildung kümmern würde.

Am 25. März 2020 um 12:26 von Peter Meffert

" Erklären Sie mal, wie man mit einem "Smarti" ohne Drucker arbeiten soll, wenn man Aufgaben dokumentieren oder bearbeiten soll. Ganz davon abgesehen, dass das "Smarti" von anderen Familienmitgliedern vielleicht auch gebraucht wird. Darüberhinaus erlauben es die Datenschutzregeln z.B. nicht, geschützte Schülerdaten über facebook, whatsapp o.ä. "

Also erstens, ist jedes Smarti Netz fähig per W-Lan, Drucker sind das auch, Drucker gibt es in der Not für weniger als 50 Euro, passt zum 900 Euro teuren Smarti dazu ;-).
Mit dem Smarti geht man genauso ins Netz wie mit einem PC, Virenschutz von diversen Firmen auch, Programme für Schutz von Webseiten wie für Bank ist auch vorhanden.
Also kein Unterschied zu einem PC, Telekom hat sogar die Datenmengen auf 3 Fach erhöht.
Und es ist ein größerer Unterschied im Abi, zwischen Hamburg und Bayern oder Sachsen.
Und die Schulen haben leere Klassenzimmer, das lässt sich für die Schriftliche sicher ein Ausweg finden, hab lange an Schulen gearbeitet ;-)

11:41 von palecova .. Grundschule...

"Interaktive / digitale Arbeitshefte Mathematik für Grundschulen."

Sie finden keine Verleger, für mich sehr verständlich. Ich halte digitales Lernen in der Grundschule für absolut nicht erforderlich. Ich kenne zwar die Lehrpläne für Mathematik nicht, doch in diesem Alter der Lernenden halte ich Stift und Papier für wesentlich wichtiger, und Aufgaben können so gestellt werden, dass sie gleichzeitig das verstehende Lesen fördern. Textaufgaben sollten mit einem Lösungssatz beantwortet werden.

Es ist wichtig, dass genau das von Anfang an trainiert wird.
Ich schreibe das, weil ich über 10 J. erlebt habe, das ein Teil der Studenten der Informatik nicht mehr verstehend lesen und kaum logisch denken konnten.

Wir können uns weiter austauschen, sofern dieser Rahmen das ermöglicht.

Zitat: "Die Schulen haben ja

Zitat: "Die Schulen haben ja auch vor lauter Bedenkenträgerei jeglichen Trockenlauf verpennt. Der Notfall wurde nicht ansatzweise geprobt. In Australien arbeiten ALLE Schüler mit einer Plattform, Aufgaben werden über einen Schulserver verteilt und die Löungen müssen dort eingecheckt werden - dann sind sie abgegeben. Wer kein Gerät hat, bekommt ein Tablet von der Schule. "
Willkommen in der Schulwirklichkeit 2020:
Lehrerinnen und Lehrer haben keine Dienst-Laptops, die Datenschutzbestimmungen für ihr privates Gerät haben sich zehn IT'ler und zehn Juristen ausgedacht. Diese Bedenken stammen sicherlich nicht aus der Schule. Fortbildungsangebot: Fehlanzeige. Schülern ein Tablet von der Schule mitgeben? Nach Kassenlage der Kommune, also regelmäßig nein.

13:11 @ndwd ... Kinder von systemrelevanten 

Diese Kinder weder so gut es geht betreut. Die können je nach Engagement der Betreuenden möglicherweise tagsüber viel besser lernen, üben etc. Dazu bedarf es überhaupt keiner digitalen Medien. Auch für die von den Eltern betreuten nicht. Arbeitshefte oder-blätter können per Post verschickt werden, oder Lehrer / Boten übernehmen das.

@Sisyphos3

Was heißt "eine Ausstattung von über 90%", was ist damit gemeint?
Ist mit "Ausstattungsgrad" gemeint, dass PRO PERSON in den Haushalten ein PC existiert oder bedeutet es nur, dass mindestens "ein PC PRO HAUSHALT " verfügbar ist?

Handelt es sich dabei um aktuelle, leistungsfähige PCs/Laptops mit aktuellen Betriebssystemen oder aber sind die alten, ausgemusterten PC Krücken miteingerechnet?

Ob und inwieweit Kinder (welchen Alters?) Zugriff auf die technischen Geräte (ihrer Eltern?) haben, kann ich Ihren Zahlen nicht entnehmen.

um 13:15 @Sisyphos3 11:50 IBELIN

Und wie viele haben nur Spiele auf dem PC?

Meine Kinder

...bekommen jeden Tag von mir Aufgaben gestellt-laut dem aktuellen Stundenplan.
Es gibt tausend Möglichkeiten sich Aufgaben zu besorgen, z.Bsp ältere Klausuren oder Klassenarbeiten.
In Geo oder Geschichte lasse ich sie auch mal einfach nur eine Seite aus dem Buch abschreiben.
Es geht also.
Und ja...nebenbei muß /will ich arbeiten.

Ein vernünftiger Laptop gehört heute..

zur Einschulung in die Schultüte, wie vor 20 Jahren ne Tafel Schokolade oder eine Masern Impfung. Das sollte doch inzwischen selbstverständlich sein. Man muss nicht über Digitale Kompetenz schwätzen, Linke Vögel gibt es immer, sondern die Folgen im Griff behalten. Und natürlich müssen die entsprechenden Server, die das nötige Lehrmaterial absondern, nicht in den Schulen stehen, sondern in den Schulbehörden. An eventuell noch nötige "Lehrkörper" müssen nur noch Berichte gehen.
Das kann doch so problematisch nicht sein. Falls Bücher im herkömmlichen Sinne noch von Bedeutung sein sollten, kann man auf Laptops Apps zur Verarbeitung von E-Büchern installieren etc. pp.. Das ganze Problematisieren fällt scher zu begreifen.

um 12:19 von Sausevind ...

Youtube ...
Wer mit Mathe ein Problem hat, wird leider schwer zwischen guten/richtigen und falschen unterscheiden können.

Diese ewige Miesmacherei...

geht mir als Lehrer langsam auf die Nerven. Hier wird geradezu der Eindruck erweckt, in Deutschland sei man bzgl. digitalem Unterricht in der Steinzeit, während uns wieder mal (wie damals bei PISA) skandinavische Länder als Vorbild präsentiert werden. Die Krone wird dem aufgesetzt durch das Foto in den Blickpunkten, wo eine Lehrerin aus einem Dorf bei Hebron beim Fernunterricht offensichtlich via Videokonferenz gezeigt wird nach dem Motto "Schaut mal her: Selbst dort läuft's besser." Das glauben Sie doch selber nicht! Wenn man das Interview unter "Unterricht am Laptop" mal durchliest, merkt man, dass die Kollegen in Skandinavien auch nur mit Wasser kochen, das gleiche machen wie wir hier in Deutschland und mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben. Die Strukturen sind einfach überlastet. Das geht selbst der Industrie so. Man könnte einfach auch mal anerkennen, das auch die aller meisten Lehrkräfte in Deutschland in der Krise ihr bestes geben.

13:05 von nie wieder spd

«Man könnte das ganze Schuljahr auch für alle Schulformen- und Kigas- ausfallen lassen.
Keinem Kind wird es schaden, ein Jahr länger in der Schule zu verweilen.»

Und am Beispiel des Abitur-Jahrgangs 12. oder 13. Schuljahr hätten die Lehrer dann im Schuljahr 2020/21 zwei Jahrgangsstufen statt einer zu unterrichten. Die aus der 11 / 12 werden ab Sommer 2020 ja auch zum Abiturjahrgang.

In "Kitas" gibt es eh keine Prüfungen.
Da werden die Kinder einfach ein Jahr ällter.
Bleiben in der Kita - oder sie gehen ab Herbst 2020 in die Grundschule.

13:51 @Duzfreund .. Laptop

... in der Schultüte
Ud das ist dann auch so preisgünstig wie eine Tafel Schokolade vor 10 Jahren?

In der Grundschule braucht man gar keine Laptops, PCS o.ä.
Da sollen Grundkenntnisse u d Fähigkeiten in Rechnen/Mathematik, Lesen, Schreiben erlernt und geübt werden.

Ihr Linken-Bashing ist ohne Substanz

13:47 von joelle

die Statistik die ich fand da war von Ausstattungsgrad die Rede
klar, man kann natürlich alles kaputtreden ....

Skurrile Ideen

natürlich aus Schleswig-Holstein, jetzt auch ganz offiziell auf Abiprüfungen zu verzichten. Dann wird also das Abi so vergeben. Das sollten sich Hochschulen und Ausbildungsbetriebe genau ansehen und entsprechend Abiturienten aus SH kritisch einordnen. Ob die Bildungsministerin so den Abiturienten einen Gefallen tut?

13:56 von Leipzigerin59

"um 12:19 von Sausevind ...
Youtube ...
Wer mit Mathe ein Problem hat, wird leider schwer zwischen guten/richtigen und falschen unterscheiden können."

.-.-.-.-

Es gibt dort Marktführer, und die sind den Schülern bekannt.

Und diese Marktführer sind gut.

Die Videos werden ja auch permanent bewertet.

Kinder nicht in die Abi-Prüfungen zwingen

Frau Frumkina, Deutschland ist vorbildlich, was die Bildung betrifft, es ist nicht die Zeit, unsere Bildungseinrichtungen mieszumachen.

Klar - Ausnahmen gibt es, Unterschiede von Bundesland zu Bundesland auch. Trotzdem ist es nicht an der Zeit, über evtl verpasste Chancen (Digitalisierung) zu klagen, wie Sie das gerade tun, sondern es ist an der Zeit, nach vorne zu schauen und zu fragen: Was können wir jetzt machen? Was können wir in Zukunft besser machen?

Zur Frage der Abiturprüfungen: Es wäre unverantwortlich, auf Prüfungen zum jetzigen Zeitpunkt zu bestehen. Kinder zu verlieren, das ist für jeden Menschen das schlimmste. Wer könnte das verantworten?

Eine Zeugnis zum Abschluss der Oberstufe, eine Art Notabitur, auf dem die Noten bis zum jetzigen Zeitpunkt bescheinigt würden, wäre eine Lösung. Die Zeugnisse müssten von allen Unis anerkannt werden. Nach Überwindung der Pandemie könnte man Zusatzpüfungen anbieten.
Wie gut ein Studierender ist, zeigt sich in den ersten Semestern.

@ Max Nebel

Ja, Sie haben recht. Die Lehrer - ich selbst auch - tun im Moment alles, was in unserer Macht steht, um unseren Schülern zu helfen, in dieser Zeit etwas Sinnvolles zu lernen. Dass wir dabei auch Anbieter nutzen, die wir eigentlich nicht nutzen dürfen, ist richtig. Aber was sollen die Lehrer denn tun? Leider waren unsere Dienstherren ja in vielen Bundesländern nicht in der Lage, funktionierende Plattformen zum Laufen zu bringen. Daher improvisieren wir jetzt eben, indem wir einen Flickenteppich aus verschiedenen Diensten für den Datenaustausch, Videokonferenzen etc. nutzen. Das machen wir von unseren Privatgeräten, weil wir häufig keine Dienstgeräte zur Verfügung haben (Gibt es noch andere Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst, die ihr eigenes Arbeitsmaterial besorgen müssen?).
Wir müssen im Moment eben abwägen zwischen offiziellen Regeln und dem, was geht. Die Schüler haben m. E. Vorrang. Google Classroom kann man übrigens nur nutzen, wenn die Schule angemeldet ist. Leider!

Hartz4 Satz

die 38 Euro reichen gerade für die monatliche Unterhaltung. Für den Neukauf eines Laptops ist im Hartz4 Satz NICHTS enthalten.

13:21 von Leipzigerin59

«PC … für 200 € dürfte aber ziemlich "nackig" sein. Die sich auskennen, können auch weitestgehend OpenSource-Software installieren. Nur in den Schulen wird man wohl mit MS arbeiten, und das kostet dann schon was.»

Solange es nur um das Übermitteln von MS-Word / MS-Exel Dateien zum Ausdrucken geht. Können Schulen / Lehrer die Dateien vor dem Versenden in PDF-Dateien umwandeln. Der PDF-Konverter dazu ist in den MS-Office Programmen integriert.

Sollte ein beliebiges anderes Text- / Tabellenprogramm die Wahl der Schule / des Lehrers sein. Lassen sich alle Dateien mit dem programm-übergreifenden PDF-Konverter der Fa. "Adobe" umwandeln.

Wer zuhause an einem Mac-Rechner arbeitet. Hat mit Mac-OSX-Betriebssystemen (ab der Version 10.1) automatisch die Programme "Pages & Numbers" installiert. Hiermit lassen sich Word bzw. Exel-Dateien öffnen, aber nicht bearbeiten.

Zusätzlich sind Duden, English Oxford Dictionary + 5 weitere Sprach-Lexika integriert. Macs sind teurer, aber hier besser …

13:22 von Anna-Elisabeth

<< @12:19 von Sausevind

"Zum Glück gibt es zum Beispiel für Mathe sehr gute Erklärvideos bei youtube."

Ja. Womit wir aber wieder bei der Chancengleichheit wären.
Nicht alle Familien haben einen PC bzw. Internetanschluss. Und das sind vermutlich die Familien, die sich auch keinen Nachhilfeunterricht leisten können. <<

.-.-.-

Bei Nachhilfeunterricht gebe ich Ihnen Recht.
Allerdings gibt es auch kostenlose Pflichtnachilfe in den Schulen selbst, die von den Lehrern durchgeführt wird.

Davon, dass Schüler der weiterführenden Schulen ab der 5. Klasse keinen PC oder Internetanschluss haben, habe ich noch nie gehört.

Gibt es dazu Zahlen?

Die momentanen Aufgaben-Emails, die die Lehrer wöchentlich an die Schüler schicken, beinhalten auch Links zu youtube, damit sie sich dort den Stoff erarbeiten können.

Das heißt, diese Schüler müssen Obengenanntes im Besitz haben, sonst würde das ja nicht funktionieren.

Bzw. die Eltern haben das. Die Lehrer schicken die Mails an die Eltern.

@ deutlich um 14.09 Uhr,Skurrile Ideen - meinen Sie sich selbst?

Was haben Sie denn für Probleme? Das Abitur ist der Abschluss einer 12- oder 13jährigen Schulzeit, zum Zeitpunkt des Abiturs sind die Weichen längst gestellt. Die Vorzensuren sind Ergebnis einer langen Phase des Lernens/Büffelns, und die Noten dafür gehen in die Abiturnoten ein.
Das Abitur, die Abiturprüfungen, sind ein Ritual, auf das zum jetzigen Zeitpunkt im Interesse unserer Kinder verzichtet werden kann. Wer wollte/ könnte es verantworten, wenn für dieses Ritual das Leben von Kindern geopfert würde?

Die Kinder brauchen ein vollwertiges Abschlusszeugnis, mit dem sie sich an der Uni einschreiben können. Wie leistungsfähig einE SchulabsoventIn ist, entscheidet sich in den ersten Semestern, in den ersten Zwischenprüfungen der Ausbildungszeit, dazu braucht es kein Abitur.

Die Lehrerverbände sollten sich in dieser Frage zurückhalten. Sie haben die Kinder durch die Schulzeit gebracht, damit ist ihre Aufgabe erfüllt. Wenn überhaupt, sollten die Universitäten befragt werden.

E-Learning sollte man nicht über ein ...

... Smartphone abwickeln. Das war die dringende Empfehlung meines AG. Da sollte für Schüler dasselbe gelten.

Wenn hier bemängelt wird, dass es PCs/Laptops sehr günstig gäbe, dann sage ich: Es gibt Familien, die haben mehr als ein Kind. Da kann es dann am einzigen PC/Laptop schon mal zu Engpässen kommen.

Die Datengeschwindigkeit ist zudem auch oft sehr unterschiedlich. Bei einer gefühlten Ewigkeit beim Seiten-Laden ist das Lernen dann auch fast unmöglich.

In jedem Fall sind die Voraussetzungen beim "Home-Learning" nicht mehr für alle Schüler/-innen gleich ...

@ um 14:01 von schabernack

Wenn alle Kinder ab dem Kindergarten ein Jahr länger bleiben, haben die Lehrer der 12/13 Klassen demnächst ein Jahr lang keine Schüler.
Im Kindergarten staut es sich dann um einen Jahrgang. Aber für Kinder muß sowieso vieles getan werden. Warum nicht mit mehr Kindergärten anfangen?
Oder den Eltern sagen, dass sie zukünftig ein ganzes Jahr Elternzeit zusätzlich bekommen, um Zeit für ihre Kinder zu haben, die dann erst ein Jahr später in den Kindergarten gehen.
Da kann die Politik mal kreativ sein.
Ich wäre sowieso für G15 mit Abi plus handwerklicher Ausbildung für jedes Kind, statt G8 oder G9. Da käme es dann auf 1 Jahr mehr oder weniger nicht an.

13:28 von Traumfahrer

"Die föderale Struktur in D stellt sehr wohl ein Hindernis dar."

.-.-.-

Die einen sagen so, die anderen sagen anders.

Was nützt es im Moment, darüber zu diskutieren?
Die Entscheidungsträger konnten sich in der Vergangenheit nicht einigen, also werden sie es aus morgen nicht hinkriegen.

Es gibt zur Zeit größere Sorgen.

Das Smarti ersetzt keinen PC

das micrig kleine Display halte ich nicht für geeignet damit Schulaufgaben über eine längere zeit zu machen. Das ist absolut indiskutabel. Andere Länder können das besser, die investieren halt mehr in ihre Schulen und das Schulsystem und die Kinder.

Schule per Email

99% aller Schüler haben ein Handy und nun beklagt man, dass sie nicht erreichbar sind? Wer ständig online ist, so wie unsere Jugend, sollte auch in der Lage sein die Nachrichten der Lehrer zu lesen und Aufgaben nach Bearbeitung versenden können. Die, die es nicht schaffen, haben auch vorher schon keine Lust auf Unterricht gehabt. Da fragt doch jemand ernsthaft, ob ich Aufgaben am Samstag verschicken darf. Noch Fragen , Kienzle?

"Chancengleichheit" in Theorie und Praxis

"Vielfach hätten die Schüler zu Hause aber auch gar keine technischen Möglichkeiten, die Materialien online abzurufen. "Die soziale Struktur an unserer Schule ist so, dass viele Haushalte gar keinen Computer oder Drucker haben", erzählt die Lehrerin"

Aus meiner Sicht stellt das einen klaren Verstoß gegen Art 2 GG Absatz 1 (Wortlaut: "(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt") unserer Verfassung dar.

"Gut funktionierten hingegen Lernpakete auf Papier: "Die verschicken wir per Post oder einige Kollegen schmeißen sie auch persönlich in die Briefkästen ein." Die Überprüfung des Lernfortschritts sei hierbei aber schlechter möglich"

Dass die Hoffnungsträger unseres Staates darauf angewiesen sind, auf solche "Notbehelfe" zurückzugreifen ist ein offenkundiger Hinweis auf das Versagen der für dessen öffentliche Infrastruktur Verantwortlichen.

Schule kann warten

Es geht jetzt um Leben und Tot.
Wenn der Impfstoff da ist und es endlich weiter gehen kann, dann kann man auch alles nachholen.

14:09 von deutlich

«Das sollten sich Hochschulen und Ausbildungsbetriebe genau ansehen und entsprechend Abiturienten aus SH kritisch einordnen. Ob die Bildungsministerin so den Abiturienten einen Gefallen tut?»

De facto sind die Abiturprüfungen in den 3 schriftlichen Fächern schlicht eine geschriebene Klausur pro Fach als Plus. Bzw. im 4. Fach eine mündliche Prüfung zusätzlich.

Ich habe während meiner Schulzeit keinen Schüler erlebt, der in der Abi-Klausur mehr als max. 1 Note (3 Punkte) besser gewesen wäre, als er / sie in der jeweiligen "Vornote" war. Die Vornote entscheidet bei mehr als 3 Punkten ± Abweichung in den schriftlichen Fächern ja darüber, ob anschließend noch eine mündliche Prüfung im Fach (x) dazu kommt.

Wohl aber waren Schüler, die wegen Abi-Prüfungs-Furcht mehr als 1 Note schlechter im Abi selbst waren.

Abi-Prüfung ist nur eine Klausur pro gewähltes Fach, die aber gegenüber anderen Klausuren höhere Wertigkeit hat. Über das, was Schüler tatsächlich wissen / können, sagt es wenig.

11:46 von Biologe

"Zwar entscheidet in der Schule das menschliche Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden sehr stark mit über den Lernerfolg. Das heißt aber nicht, dass Fernunterricht nicht funktionieren könnte."

.-.-.-.

Es könnte sogar sein, dass gewisse Allergien gegen bestimmte Fächer dann nicht mehr auftreten.

Denn diese Allergien entstehen immer durch Lehrer.

Die heutigen Schüler - internetgewohnt und dadurch gewohnt, sich selber schlau zu machen - sind tatsächlich selbstständiger im Lernen geworden.

Das heißt, durch die Krise bedingt, könnte man vielleicht auf ganz neue Erkenntnisse kommen, was den Schülern schadet und was ihnen hilft.

@schabernack 14:23  ... alles richtig ...

Fürs Lesen und Drucken etc. reicht das.
Einen Mac bekommt man eben nicht für 200 €.
Die Lösungen von Aufgaben können dann eben nur auf Papier erstellt und per Post gesandt werden, wer einen Drucker/ Scanner in Eins hat, kann es elektronisch versenden.

War nicht mal die Rede davon, dass Kinder von ALG-II zusätzliche Mittel bekommen können, um die Teilhabe an Schule zu gewähren?

@akkl - Ausrede

14:22 von akkl:
"die 38 Euro reichen gerade für die monatliche Unterhaltung. Für den Neukauf eines Laptops ist im Hartz4 Satz NICHTS enthalten."

Was gibt der Hartz4-Satz für den Neukauf von Smartphones oder einer Playstation her? Die sind meist vorhanden.

Bildung ist ein Geschenk. Dafür muss man aber auch ein wenig tun.

13:05 von nie wieder spd

"Keinem Kind wird es schaden, ein Jahr länger in der Schule zu verweilen."

.-.-.-.

Das klingt ja fast so wie 'Einen hinter die Löffel hat noch keinem Kind geschadet.'

Woher immer die Neigung, den Kindern vorzuschreiben, was ihnen zu schaden hat oder nicht?

Es gibt Kinder, die hassen die Schule, gehen psychisch daran fast drauf.
Ein Jahr mehr ist dann ein Jahr Folterbank mehr.

Und manche Eltern warten nur darauf, dass ihr Kind endlich die Schule fertig hat, damit es sich selber ernähren kann.

Digitale Kompetenz ....

...fehlt selbst den obersten Entscheidungsträgern dieses Landes, nicht nur Lehrern und Dozenten. Da werden - als Ersatz zum Präsenz-Unterricht - Chats, Messenger, oder Video-Tools empfohlen, die Regierung macht Telefonschaltungen im Zeitalter von Online-Konferenzen. Es gruselt einem vor soviel Nicht-Wissen. Seit über 10 Jahren arbeiten hunderte von Lehrenden und Dozierenden erfolgreich in einem virtuellen Seminarraum, der vom FRAUNHOFER-Institut entwickelt wurde und Präsenzseminare in Echtzeit und LIVE ermöglicht.
Aber scheinbar ist dies den Verantwortlichen nicht bekannt???
Stattdessen werden Lösungen mit fragwürdigem Datenschutz wie z.B. skype empfohen.

Ein Gerät kann niemals eine persönliche Lehrkraft ersetzen.

Wenn ich direkt und persönlich mit den Lernenden inter-agieren kann, wie es im virtuellen Seminarraum möglich ist, dann ist das Online-Lernen eine geeignete Form des Unterrichts! Nur die manuellen Anwendungen wie Stricken, Schweissen etc... haben naturgemäß Beschränkungen!

14:26 @nie wieder spd

Handwerkliche Fähigkeiten haben wir (DDR) im Werkunterricht, 11./12. im Tag der Produktion in Betrieben erlernt. Gut, keinen Abschluss dazu.
G15, wann sollen die jungen Leute mal Geld verdienen? Wie viele Eltern können das finanziell stemmen? Oder schlagen Sie dann für 5 Jahre Schulzeit Bafög vor?
Lehrplan abspecken, dann klappts auch mit G8 (G9).
Abschaffen von Leistungs- und Grundkursen, einheitliches Niveau für ein allgemeinbildendes Abitur. Zusatzkenntnisse zu einem Fach können in kleinen Gruppen fakultativ vermittelt werden.
Damit ließen sich Geld und ggf. auch Personal sparen, bzw. Personal könnte andere Aufgaben (Nachhilfe) übernehmen.

Whatsapp verbieten ....

... ist auch sinnvoll!
Diese Datenkrake whatsapp ist mit dem Gedanken des Datenschutzes absolut unvereinbar.
Weiterhin gibt es doch genügend sichere Messenger und Alternativangebote wie z.B. die deutsche Entwicklung SchoolFox oder open-source-Messenger mit end-to-end- Verschlüsselung.

Gemeinsam im virtuellen Raum!

@Biologe:
Genau die genannten Lernformen bilden das, was man Blended Learning nennt:
Lernplattformen mit Aufgaben, Videos, flipped classroom, Aufgabenblätter, Live-Unterricht etc...
Es ist nicht die Frage, welche Methode man nutzt: Der auf die Lernenden abgestimmte Methodenmix macht es!

Lernen zu Hause?

@Hupp
Ich stimme zu, dass es zu Hause oft nicht optimal zum Lernen ist. Aber warum dann nicht über Alternativen nachdenken? Für Schüler mit weiten Schulwegen könnte man kleine Lernstudios "vor Ort" einrichten und die Präsenz-Zeiten auf eine kleinere Zahl von Tagen als bisher "eindampfen"!
Das entlastet auch die Umwelt! ;-)

14:18 von Rolf_US

"@ Max Nebel
Ja, Sie haben recht. Die Lehrer - ich selbst auch - tun im Moment alles, was in unserer Macht steht, um unseren Schülern zu helfen, in dieser Zeit etwas Sinnvolles zu lernen. Dass wir dabei auch Anbieter nutzen, die wir eigentlich nicht nutzen dürfen, ist richtig. Aber was sollen die Lehrer denn tun?
(...)
Wir müssen im Moment eben abwägen zwischen offiziellen Regeln und dem, was geht. Die Schüler haben m. E. Vorrang."

-.

Ich finde richtig, was Sie schreiben.
Durch Nachhilfeschüler habe ich Einblick in die Aufgabenstellungen, die die Schulen an die Eltern schicken - und selbst, wenn mal was als fast hilflos rüberkommt:

mich berührt das.
So haben einige Schüler vor ein paar Tagen per Mail Klassenarbeiten geschrieben!

Ist klar, dass die Schüler mogeln werden.
Nichtsdestotrotz werden sie dadurch zumindest ETWAS lernen.

Und sie haben das Gefühl, dass zumindest noch etwas an Normalität vorhanden ist.

Ein paar sind in der Tat schon leicht depressiv, erstaunlicherweise.

Was noch nie versucht wurde

Kann nicht von Anfang an problemlos funktionieren.

Das sind alles Anfangsschwierigkeiten.

Es ist ja zu hoffen, dass der Zustand nicht allzulange anhält....wenn doch, wird man sich da einarbeiten.

Davon abgesehen, sehe ich aufgrund der Situation Chancen.
Jetzt ist zu sehen, was alles nicht funktioniert, das kann geändert werden.

Und wenn Fernunterricht funktioniert....

Eine meiner Töchter konnte einen bestimmten Kurs auf dem Gymnasium nicht machen, es gab zu wenige Interessenten.
Wenn Fernunterricht per se möglich ist, ist es gleichgültig, wo der Lehrer und die Schüler sind.
Dann werden Dinge möglich, die bisher nicht gingen.

Pause

Einfach Hausaufgaben per Internet aufgeben und alles in " Pause" legen, da weiter machen, wo aufgehört, bis es wieder möglich ist.

Die Lösung ist ganz einfach und wird täglich von Millionen Menschen in Unternehmen eingesetzt.
Über Webex (Cisco), GoTo Meeting oder Zoom können kinderleicht Online-Meetings durchgeführt werden. Wahlweise ist eine Übertragung per Kamera möglich, das gemeinsame betrachten des Bildschirms des Moderators beziehungsweise Lehrers oder eines Teilnehmers beziehungsweise Schülers und das Ein- und Auschalten der Audio-Übertragung einzelner Teilnehmer. Aufgrund der Corona-Pandemie bietet Cisco die sonst kostenpflichtige Lizenz sogar kostenlos an.
Für die aktuell stattfindenden Diskussionen von Schulbehörden, Politkern und Lehrern fehlt mir jedes Verständnis. Sie scheinen zu denken, dass sie erst eine technische Lösung erfinden müssen und scheinen nicht zu wissen, dass diese bereits existiert und seit Jahren stabil funktioniert. In den Niederlanden funktioniert es auch. Der Unterricht findet dort statt - nur eben digital.
Das Gebot der Stunde lautet: Nicht reden, sondern MACHEN!

Digitaler "Witz"

In der Schule,bei Elternabenden,wird von den Lehrern und Schulleitung "groß gesungen",dass die Kinder weniger Zeit mit Handy und PC verbringen sollen und jetzt wird von den Kindern und Eltern verlangt,dass alles online klappen soll? Dann sollen die "MÖCHTEGERN HOCHINTELLIGENTE UND ALLES RICHTIG MACHENDE UND PERFEKTERZIEHENDE" Eltern und Lehrer,die bei Elternabenden,WhatsApp Klassengruppen und Gesprächen unter Eltern sich als"PERFEKT" darstellen,erklären wie das ganze Problem konkret zu lösen ist! Schauspieler!!!Selber auf jeder mögliche Plattform angemeldet sein und den ganzen Tag Selfies posten,schwachsinnige Posts schreiben und Gerüchte durch die Welt verteilen,dazu sind solche"ICH BIN PERFEKTE MUTTER/VATER UND MACHE ALLES TOLL UND SCHÖN" fähig.Nicht jedes Kind hat ein Handy mit SIM-Karte oder WhatsApp oder PC,geschweige denn Email-Adresse.Die Lehrer verlangen von den Schülern benotete Online-Tests.Was soll das?!Das ganze Online-Schulsystem bei uns ist reine Schande im 21.Jahrhundert

14:26 von nie wieder spd / @schabernack

«Wenn alle Kinder ab dem Kindergarten ein Jahr länger bleiben, haben die Lehrer der 12/13 Klassen demnächst ein Jahr lang keine Schüler.»

Wenn die eigentlich ab Herbst 2020 grundschul-pflichtigen Kinder bis Sommer 2021 im Kindergarten bleiben.

Dann haben die Lehrer ab dem Jahr 2020 + (x) Jahre demnächst keine Abiturjahrgänge 12/13 zu unterrichten.

Genauer: ab demnächst 2032/33.
Bis dahin dauert es, bis die "Null-Grundschul-Klasse 2020" zum Abitur kommt.

Das hilft aber den Abiturienten von 2020 … gar nichts.

Schule braucht keinen Server zu stellen

Das zu komplizierte Denke der Lehrer scheint auch ihren Beitrag beinflusst zu haben. Was ist die Kernkompentenz der Schulen? Unterrichten. Aber nicht: Server betreiben. Dafür gibt es Profis, die zu geringen Kosten, aktuell teilweise kostenlos ihre Dienste anbieten.

@Leipzigerin59 - Grundschule + Digitalisierung

Sicherlich, Stift und Papier sind in diesem Alter unbedingt notwendig.
Allerdings fehlt den Kindern das wiederholte Üben von bestimmten Aufgabentypen / Themen. Und hier können digitale Materialien als Zusatz (!) dienen. Sie sollen damit selbstverständlich nichts ersetzen, nur ergänzen. Diese Prinzip hat sich an einigen Schulen im Ausland bereits bewährt, insbesondere wenn die Kinder ohne Aufsicht lernen.
Das Problem ist, dass heute in der Mathematik zu wenig geübt wird und die Kinder somit die Lösungsansätze nicht intus haben.
Unsere Lösung funktioniert offline und somit ohne Internetverbindung.

Jetzt rächt sich auch hier

Jetzt rächt sich auch hier die jahrzehnte langen falschen Einsparereien. Es gibt Schulen, bei denen ist es immer noch kaum möglich auf einem vernetzten Drucker zu zugreifen, es fehlt an wichtigen Programmen, außerdem wurde zu lange an einer Ausbildung zur Kenntnisverbesserung im IT- Bereich bei den Lehrern gespart. Die Lehrer haben sich zum Großteil selber über den Privatanwenderbereich ein paar Grundkenntnisse beigebracht, was als Lehrerkenntnisstand meist nie ausreichend war, wärend Schüler da eher die Lehrer unterstützen konnten. Nun rächen sich solche Unverhältnismäßigkeiten.

schon vorhandenen Benachteiligungen werden sich verstärken

Das ist genau so. menschen auf dem land ohne vernüftigen Internet zugang stehn jetzt vor dem Aus.
Auch die Kinder in den Familien wo sich nicht so intensiv um die Betreuung und die Erziehung der Kinder gekümmert wurde, haben es jetzt noch schwerer.

PC/Handy

Was hat ein Grundschulkind von 8 Jahren mit Hausaufgaben per Email oder Handy mit aktiv. SIM-Karte zu tun? Es gibt immer noch Eltern die jeden Tag arbeiten müssen und nicht von morgens bis abends für Email mit Hausaufgaben zuständig sind. Üblicherweise aber auch komischerweise wenn man von Arbeit gesprochen wird dann fällt nur das Wort Büro. Arbeitsplätze bestehen nicht nur aus Büros!!!! Es gibt auch Menschen die körperliche Arbeit nachgehen und auch noch 3-Schichtarbeit!!! Neu? Nicht gewusst? Wer Home-Office macht, der soll sich nicht beschweren und genug Zeit haben Emails abzurufen und seine Kinder rechtzeitig unterstützen.

Keine Ausrede

Im Hartz 4 Satz ist kein Geld für den Neukauf eines Laptops. Punktum. Da helfen auch keine Relativierungen. Vor allem müsste der STAAT viel mehr für Bildung tun - andere Länder tun das doch auch vorbildlich, schauen Sie mal nach über die Grenze, in vielen Staaten gehört ein Laptop bezahlt vom Staat zur Grundausrüstung eines Schülers. Schon im Interesse einer gleichen Ausrüstung und um Inkompatibilitäten zu vermeiden sollte das so sein. Wenn es gar nicht anders geht im Rahmen einer Einkommensprüfung - fände ich aber als eine eher schlechte Lösung. Statt dessen schickt die Oberschicht ihre Kinder in Privatschulen. Das ist inakzeptabel.

@Ono_Sendai

Ja, vielen Verantwortlichen fehlt es an digitaler Kompetenz und auch an der Einsicht, dass die Digitalisierung unvermeidlich ist, egal, ob man sie für gut oder für Teufelszeug hält.
Das Problem sind m. E. aber nicht die Lehrer. Es gibt in allen Schulen genügend Lehrer, die kompetent und willig sind, um eine umfassende und pädagogisch sinnvolle Nutzung digitaler Medien anzustoßen. Dies würde auch andere, skeptischere Kollegen mitreißen.
Das Problem, das wir Lehrer in öffentlichen Schulen haben, sind die Schulträger und auch unsere Bildungsministerien, die uns mit fragwürdigen Vorschriften gängeln und uns die Nutzung von vielen digitalen Angeboten untersagen, ohne uns aber gleichzeitig brauchbare Dinge wie funktionierende Plattformen zur Verfügung zu stellen. Ganz zu schweigen davon, dass die meisten von uns ihre Privatgeräte nutzen müssen und sich die Ministerien noch erdreisten, diese kontrollieren zu wollen. Wenn es nur an uns Lehrern läge, wäre die Digitalisierung schon viel weiter.

@Ono_Sendai Wie Sie habe ich

@Ono_Sendai

Wie Sie habe ich bis heute nicht verstanden, wieso trotz all bisheriger Vorkommnisse immer noch so viele mit Whats up arbeiten. Ich habe schon vor mindestens 6Jahren dieses Programm von meinen Geräten verbannt, wurde ob meiner Warnungen von meinen Kindern und Neffen belächelt und da kamen die großen Bolzen, die sich diese What‘s up-Leute erlaubt haben erst noch. Wer trotzdem mit diesem Mist weiter macht, dem is eh nicht mehr zu helfen. Aber eigentlich hätte man von staatlicher Seite da schon längst eingreifen müssen. Wenn man das Buch von Snowdon gelesen hat, kommt man aber zu der Überzeugung, dass es da aber längst zu unserem Nachteil entsprechende Absprachen gibt und deshalb solchen Programmen nix passiert.

14:50 von Leipzigerin59

«War nicht mal die Rede davon, dass Kinder von ALG-II zusätzliche Mittel bekommen können, um die Teilhabe an Schule zu gewähren?»

Soweit ich weiß, gibt es diese Mittel.
Wie hoch sie in der Summe sind, weiß ich nicht.
Auch nicht, welche Voraussetzungen vorliegen müssen.
Welche Anträge zum Erhalt auszufüllen sind.

Nicht nur bei den Schülern sind es die sozial weniger gut Gestelten, die von den Auswirkungen von Corona mehr betroffen sind, als die in finanziell besserer Situation. Sehr oft ist ja auch ein Zusammenhang zw. Bildung der Eltern mit finanzieller Lage der Familie.

Wie man das aber nun aktuell in der Krise bessern sollte.
Das weiß ich noch weniger …

15:03 @Sausevind .. Psyche

"... Es gibt Kinder, die hassen die Schule, gehen psychisch daran fast drauf. ... "

Zum ersten hoffe ich nicht, dass das so viele sind, und nicht an den Gymnasien.

Zum anderen muss man die Ursachen dafür intensiver untersuchen. Manche Kinder werden von ihren Eltern massiv unter Druck gesetzt, nur gute Noten nach Hause zu bringen.
Manche Kinder werden in der Schule gemobbt.
U.a. Diese Ursachen abstellen - ist natürlich sehr, sehr schwierig.

@Lynn .. Fernunterricht

Der Stoff muss ja trotzdem erst einmal für diese Methode aufbereitet werden, dazu fehlt der Vorlauf.
Oder man lässt zu, dass andere Bildungsträger das anbieten und die Noten auch anerkannt werden .

14:06 von Leipzigerin59 ...Linken-Bashing ist ohne...

Sorry, das war ein Schreibfehler, nichts liegt mir ferner.

Ob es eine Schultüte nur zur Einschulung oder meinetwegen auch zum Übergang in die Haupt-, Real- oder sonst was gibt tut n der Sache nichts zur Sache. Billige Rechner gibt's notfalls im Gebrauchthandel oder bei Arbeitslosen-/Harz4 Läden/ Initiativen und auch neu, bei diversen Händlern, wen schert der Preis, es gibt doch Bildungsgutscheine, es gibt nur Leute, die Fässer aufmachen, wo keine sind. Schokolade macht fett, krank und doof, Rechner machen kaputte Augen, fett, krank und bewegungsunfähig, also gönnen wir den Gören mal was annähernd gleichwertiges..
Viel wichtiger ist, das mit den Schuldaten kein Schindluder getrieben wird, vielleicht braucht man ne Cloud, ne gesicherte Verbindung etc. für alles, das könnte etwas kosten aber das sind letztlich Marginalien.
Das Problem ist wohl eher der Unwille und das kleben am gewohnten.

Schule zuhause funktioniert!

schule Zuhause kann funktionieren! Gerade jetzt können Eltern die zeit nutzen um Ihren Kindern die Kompetenzen beizubringen, die sie aktuell in der Schule nicht beigebracht bekommen. Wir nutzen z.B. Foldio um unsere Kinder das Programmieren beizubringen!

Es geht nicht ums Ersetzen

Es geht nicht darum, ob ein Gerät einen Lehrer ersetzt. Es geht viel mehr darum, wie ein Lehrer Technologien einsetzen kann, um gutes Lernen weiter zu ermöglichen. Das kann durchaus gelingen. Ich bin positiv überrascht wie sich Schüler der Klassen 5-11 arrangieren. Die Motivation ist auch gerade hoch, was wohl der Reiz des Neuen so an sich hat. Allerdings ist die Infrastruktur an den Schulen relativ gut. Ein Dauerzustand wirds sicher nicht werden. Aber ich werde die Fertigkeiten und Infrastrukturen, die aus dieser Krise erwachsen im Sinne guten Unterrichts sicherlich weiter nutzen.

@ Gassi

Die Schulen haben ja auch vor lauter Bedenkenträgerei jeglichen Trockenlauf verpennt. Der Notfall wurde nicht ansatzweise geprobt. In Australien arbeiten ALLE Schüler mit einer Plattform, Aufgaben werden über einen Schulserver verteilt und die Löungen müssen dort eingecheckt werden - dann sind sie abgegeben.

Das haben wir in Deutschland auch. Und es funktioniert. Verpennt wurde es nicht. Uns fehlt es nur gelegentlich ein bisschen an Selbstbewusstsein.

@Max Nebel

Warum ist die Nutzung von google Classroom illegal?

Kleiner Nachtrag zum

Kleiner Nachtrag zum Digitalpakt, bin fündig geworden und tatsächlich hat man es mal wieder verschlafen...die Töpfe sind prall gefüllt.

Stand 23.01.2020, mickrige 20 Millionen sind abgerufen worden.
"Jahrelang haben Kommunen und Länder auf den Digitalpakt gewartet, der ihre Schulen und deren IT-Ausstattung fit für die Zukunft machen soll. Doch offenbar haben nicht alle die Zeit gründlich genutzt, um sich auf den Tag vorzubereiten, an dem sie die Mittel aus dem fünf Milliarden schweren Pakt endlich abrufen können.
Sieben Monate, nachdem der Pakt in Kraft getreten ist, gibt es einige Länder, in denen bislang kein einziger Antrag bewilligt worden ist."

Quelle: Tagesspiegel

@ um 15:09 von Leipzigerin59

Man könnte so viel tun für die Kinder und die Schule.
Könnte man, wenn man wollte.
Aber eigentlich will das niemand von denen, die das zu entscheiden haben.

Warum nicht Tablets günstig an sozialschwächere verteilen

Gerade gelesen:
Tablets zur Miete und Realisierung unterrichtsrelevanter Services

Gemeinsam mit unseren Partnern ermöglichen wir es interessierten Schulträgern und Schulen, Schüler-Tablets unbürokratisch und kostengünstig zu mieten. Eine kurzfristige Verfügbarkeit ist dabei sichergestellt. Unsere Partner realisieren und begleiten die Umsetzung an den Schulen vor Ort – auch in Ihrer Nähe. Wir beraten Sie hierzu gerne. Starten Sie jetzt mit SAMSUNG NEUES LERNEN in die digitale Zukunft.
https://www.samsung.com/de/business/neueslernen/

@ Nachfragerin

"Was gibt der Hartz4-Satz für den Neukauf von Smartphones oder einer Playstation her? Die sind meist vorhanden." Am 25. März 2020 um 14:58 von Nachfragerin

*

Da Sie das so genau wissen, müssen Sie von Ihrem H4 Smartphones und Playstation gekauft haben.

*

Solches Spielzeug gibt es gebraucht.
Mit 200€ ist man schon gut ausgestattet.
Ich finde es sogar praktisch, weil man zu Geburts- und Feiertagen einfach noch ein Spiel oder Ausrüstung kaufen kann. Das ist nicht mehr so teuer und wieder verkaufen kann man es auch, wenn es nicht gefällt. Und es liegt kein Plunder in der Gegend.
Spiele für mehrere Personen gibt es auch.
Also kein Unterschied zu herkömmlichen Gesellschaftsspielen, die grundsätzlich als pädagogisch Wertvoll eingeschätzt werden. (Außer "Agathas letzter Wille" vielleicht.)

*

So ein Schul-Tablet kosten pro Kind ab 500€. (Mehr ist keine Seltenheit. Eher 700€ also.)
Das kann man nicht gebraucht kaufen, es muss ein Einheitsmodell sein. Pro Kind!

Die Abi-Pruefungen sollten dringend verschoben werden!

Zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/inland/schule-corona-101.html

Fehlende digitale Plattformen, Schüler ohne Zugang zu Rechnern, Unklarheiten beim Abitur: Die Corona-Pandemie stellt die Schulen vor massive Herausforderungen. Experten warnen vor größerer sozialer Ungleichheit.

rate ich bezueglich der Abi-Pruefungen dringend, diese auf mindestens Juni/Juli zu verschieben. In Hessen musste schon die Abi-Pruefung wegen Infektionsfall abgebrochen werden laut DerWesten:

https://tinyurl.com/rnm354a
DerWesten: Coronavirus: Zweiter Corona-Test bei Merkel ++ Teenager stirbt – er war vorher kerngesund am 25.03.2020 um 17:05 Uhr

Sieben Abiturienten aus dem Hochtaunuskreis (Hessen) müssen ihre Prüfungen wegen eines Covid-19-Verdachtsfalls unterbrechen und in häusliche Isolation. Eine Schülerin, die mit einer inzwischen positiv getesteten Person Kontakt hatte, habe typische Symptome der Lungenkrankheit gezeigt und die Schule informiert

Digitalisierung 0.4

Nicht alle Schüler haben zuhause einen Computer. Und wenn sie einen Computer haben, heißt das noch nicht, dass sie auch einen genügend breiten Internetzugang haben, um größere Dateien auszutauschen oder die Inhalte ggf. online zu schauen, zumal YouTube die Datenmengen und Auflösungen heruntergefahren hat. Von e-Learning sind wir noch 3.6 entfernt.

Und dann das Gejammer über ein Bundesland, das wegen der frühen Sommerferien vorschnell den Verzicht auf Schuljahres- und Abi-Prüfungen verkündete. Es sei nicht mit den anderen Ländern abgestimmt. Ja, und? Bildung ist Ländersache, wird doch bei jeder unpassenden Gelegenheit betont, und die Abiture sind oftmals nicht vergleichbar. Also, was soll's?

Es ist echt zum verrückt

Es ist echt zum verrückt werden.
Deutschland ein (Digital-) Entwicklungsland.

Wir haben in DE nicht ganz 11 Mio. Schüler.

Laptops gibt es für 150-200 € pro Stück - auf Masse deutlich billiger.

Wo ist das Problem ?
Bildungsministerium soll Hardware-Spezifikationen festlegen,sich Angebote mehrerer Mitbewerber einholen & dann (bei mehreren) die entsprechende Anzahl Geräte einkaufen.
Abgabe an Eltern: EK-Preis + 50€ .
Damit finanzieren finanzstärkere Eltern die Kinder finanzschwacher Eltern quer - Rest bei Bedarf aus Steuergeldern.

Darauf (einheitliche) Opensource-Software: spart min. 50€ Lizensierungskosten pro Gerät.

Dazu kostenloses Internet,dass nur für entsprechende Bildungsplattformen freigeschaltet ist (Kosten pro Haushalt ca. 5€ pro Monat)

1. Bildungsgleichheit (fast) hergestellt.
2. Kinder erhalten erweiterte PC-Kenntnisse

Kosten: 1stelliger Mia.-Betrag. pro Jahr - bei Einführung könnte es auch 2stellig werden

Was ist das Problem ???
Lobbyisten ?

@Schabernack 14.46

Ich weiß Hab auch Abitur gemacht,.Trotzdem ist die Abiturprüfung wie auch die Mittlere-Reife Prüfung der Abschluss. Und sicher gibt es Schüler, die unter Prüfungsstress ihre volle Leistung nicht bringen. Aber Stresssituationen gibt es auch später wieder, ob Ausbildungsabschluß oder Uni usw. Aber der unausgegorene Vorschlag aus SH ist ja eh vom Tisch und hat sich aufgelöst wie Küstennebel;-)

Digitalisierung

Einerseits wird durch die Krise sicherlich der Ruf nach der Digitalisierung in Schulen noch lauter, andererseits werden hier die Grenzen des digitalen Lernens deutlicher denn je. Die Beziehung zur Lehrkraft, Lernen in sozialer Gemeinschaft, kooperative Lernformen, das alles kann ein Computer nicht leisten und ist kein Beiwerk, sondern primäre Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.

@ 16:20 von Leipzigerin59

Ich denke, solche Sachen ließen sich regeln.
Wo ein Wille ist....

Zusammenschau der Aspekte

1. Die Gesellschaft driftet auseinander, materiell und vorstellungsmäßig.
2. Disziplin und Autorität sind gesellschaftlich verpönt.
3. Folglich darf es sich ein Lehrer mit niemandem verscherzen.
4. Deutschlands Schulen sind verdreckt und veraltet. Das kommt wohl a) vom Geiz (andere Nationen geben 4X so viel für Bildung aus) und b) vom Satz "Medizin muss bitter schmecken, sonst nützt sie nix!".
5. Das ganze System ist auf einen Punktewettbewerb unter den "Klassenkameraden" aufgebaut - jeder gegen jeden.
.
Und nun stehen die diversen Eltern mit ihren diversen Mitteln und ihren diversen Vorbildungen wie der Ochs vorm Berge, zumal ja auch jedes Bundesland andere Standards hat.
.
In Norwegen gibt es eine Schulbehörde, die 2 x im Jahr den gleichen Test von allen Schülern auswertet und so dem Lehrer Rückmeldung über den objektiven Stand seiner Schüler geben kann. Sowas ist in unserer "Bildungsnation" (soo lange ist Goeteh schon tot!) völlig UNDENKBAR!

scheint ja ein grosses Problem zu sein

... und was Eltern leisten müssen

also unsere Tochter 17 macht (so Gott will) nächstes Jahr ihr Abi
sitzt aktuell entweder auf dem Balkon oder ihrem Zimmer vor dem Computer
und macht da irgendwas für die Schule - seit Tagen
ohne dass wir sie aufforderten !

15:59 von akkl

Im Hartz 4 Satz ist kein Geld für den Neukauf eines Laptops. Punktum
.
beim Hartz4 Regelsatz gibt's nen Punkt Nachrichtenübermittlung"
da sind 38 Euro/mtl vorgesehen
//
Statt dessen schickt die Oberschicht ihre Kinder in Privatschulen. Das ist inakzeptabel.
.
war bei mir auch ne Option
Mädchengymnasiums St.Agnes,
aber 34 Schülerinnen, auch die Entfernung spielte ne Rolle
jetzt geht sie in ne "normale" Schule bis vor kurzem 23 Schüler, 5 min zu Fuss erreichbar
warum soll das inakzeptabel sein ?
ich musste so viele Steuern in meinem Leben zahlen für unnützes
warum dann nicht ein paar Euro für was nützliches, das mein Kind voranbringt

17:50 von derkleineBürger

Was ist das Problem ???
.
ich sehe bei dem Vorschlag kein Problem

17:35 von Demokratieschuetzerin

«DerWesten: Coronavirus: Zweiter Corona-Test bei Merkel ++
Teenager stirbt – er war vorher kerngesund am 25.03.2020 um 17:05 Uhr

«Sieben Abiturienten aus dem Hochtaunuskreis (Hessen) müssen ihre Prüfungen wegen eines Covid-19-Verdachtsfalls unterbrechen und in häusliche Isolation. Eine Schülerin, die mit einer inzwischen positiv getesteten Person Kontakt hatte, habe typische Symptome der Lungenkrankheit gezeigt und die Schule informiert.»

Was hat Frau Merkel in Quarantäne / 2. Test mit den Abi-Prüfungen zu tun?

Und wo ist der verstorbene Teenager verblieben?
Woran verstorben … bzw. … wo war er / sie überhaupt …?

@ derkleineBürger

"Laptops gibt es für 150-200 € pro Stück - auf Masse deutlich billiger. Wo ist das Problem ?" Am 25. März 2020 um 17:50 von derkleineBürger

Problem ist, dass das Zeug nicht für die Schule taugt.
Da gehört schon etwas mehr dazu.

18:02 von DeHahn

2. Disziplin und Autorität sind gesellschaftlich verpönt
5. Das ganze System ist auf einen Punktewettbewerb unter den "Klassenkameraden" aufgebaut - jeder gegen jeden.
.
2. da haben sie recht wer ist dafür verantwortlich zu machen ?
5. wie im wahren Leben !
zu meiner Zeit war "Gruppenarbeit" populär
ich bin mir nicht sicher ! aber wenn ich meine Tochter frage warum gehst du nicht zu einer Freundin
wenn du was nicht in Mathe und Chemie blickst - oder die kommt wegen Englisch/Latein Kunst,
wo meine Tochter jetzt den Durchblick schiebt
ein erstauntes Gesicht
die Zeiten ändern sich ... immer zum Vorteil ?

@Sisyphos3 18.10

da haben Sie Glück, wenn die Tochter so diszipliniert und selbstmotiviert ist, so sind nicht alle. Viele Schülerinnen und Schüler müssen zum Jagen getragen werden und verstehen nicht welches Geschenk Bildung für Alle ist. Und weder Lehrer noch Eltern schaffen es, sie zum Jagen zu bringen.Bei uns waren schon am Tag vor der Schulschließung ganze Schülergruppen bestens gelaunt im Supermarkt und haben sich für die harte Zeit mit Getränken, Chips und Süßem eingedeckt, statt Pausenbrot;-)

Bei all dem Überlegungen zur

Bei all dem Überlegungen zur digitalen Unterrichtgestaltung kommt meist ein Aspekt zu kurz: Lernen ist ein soziales Geschehen, Lernen in der Gruppe ist mehr als Wissensvermittlung; und Diskussionen, Gruppenprozesse etc gehören wesentlich, ja essentiell dazu.

@Traumfahrer, 10.49h

Ich denke, dass die Vereinheitlichung des Schul- und Ausbildungssystem schon generell gewünscht wird.
Die Krux ist, auf welchem Level dies geschehen soll.
Grün und Rot wollen sicher nicht den höchsten Standard wie z.B. in Bayer, Sachsen.
Baden-Württemberg ist ein Paradebeispiel.
Das Land ist unter Grün-Rot und Grün-Schwarz von der Spitzengruppe ins Feld der roten Laterne abgerutscht.
So stelle ich mir die Forderungen der grün-roten Landesregierungen vor.
Eine Einigung im Spitzenbereich sehe ich nicht.

18:02 von DeHahn

Zitat:"5. Das ganze System ist auf einen Punktewettbewerb unter den "Klassenkameraden" aufgebaut - jeder gegen jeden."
Ihre ersten vier Punkte sind sicher diskussionswürdig. Der fünfte leider überhaupt nicht. In 40 Dienstjahren als Lehrer habe ich dieses "jeder gegen jeden" nie erlebt, weder in meinen Klassen noch bei Kolleginnen und Kollegen.

@14:45 von Orfee

 14:45 von Orfee

"Schule kann warten

Es geht jetzt um Leben und Tot.
Wenn der Impfstoff da ist und es endlich weiter gehen kann, dann kann man auch alles "

Sehe ich nicht so.
Es weiß doch niemand wirklich, wie lange dieser Zustand anhält.

Bis zu dessen Ende braucht es sinnvolle Beschäftigung und eine vernünftige Tagesstruktur.

Der Online Unterricht bietet beides.

So schwierig er teilweise auch sein mag.

18:30 von Sisyphos3

«… nicht zu einer Freundin
wenn du was nicht in Mathe und Chemie blickst - oder die kommt wegen Englisch/Latein Kunst …»

Wer lernt Latein im Jahr vor dem Abi?
Es sei denn als Latein-Leistungskurs.

Normalerweise ist Ende des 10. Schuljahres Kleines Latinum. Damit auch Schüler, die mit Realschulabschluss vom Gymnasium abgehen, dieses haben können.

Und die 11/1 endet mit dem Großen Latinum.
Für die Schüler, die es machen wollen.

18:27 von Tada

vor 40 ... 45 Jahren besuchte ich ne techn. Oberschule
kaufte mir nen Taschenrechner Texas Instrument SR 51
für 499 DM
ein Kumpel hatte einen Traum von Rechner Hewlett Packard
1.000 DM (Stack Register mit allen Schikanen)
Monate zuvor hat der noch 2.000 DM gekostet

wie konnte man sich das damals leisten ?
auch ein gescheiter Rechenschieber kostete 30 DM

Die Schulen hätten gar nicht

Die Schulen hätten gar nicht schließen sollen. Es hilft den Risikogruppen nicht, wenn die Kinder statt in der Schule zu sein unterwegs sind.
In der Schule könnte auch der psychische Stress, der durch Corona erzeugt wird, gemindert und ein Stück Normalität gelebt werden.
Ich merke es an mir, wie ich psychisch an meine Grenzen komme. Länger als zwei, drei Tage halte ich diese Regeln nicht mehr aus, dann werde ich das "Experiment Corona" für mich einseitig beenden, um keinen persönlichen Schaden zu nehmen.

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