Kommentare

Mein Sohn studiert

bezieht Bafög und angerechnet wird ihm sein kleiner Nebenjob, mit dem er wegen Studienkosten und seiner Wohnung Haushalt kalkulieren muß. Zur Zeit aber Totalausfall.
Ob die Amtsstelle ihm das raus rechnet, ist ungewiss, es ist für Publikumsverkehr geschlossen, telefonisch absolute Unerreichbarkeit und emails ohne Reaktion - und das seit Beginn von Corona.

Das Geld fehlt, Nacharbeiten und doppelt verdienen ist ja gar nicht möglich, also wie soll das mit einem Kredit funktionieren?
Abgesehen davon, dürfte das ist im Endeffekt gesehen, alle verwaltungstechnischen Kosten und Zinsen miteinberechnet, teurer werden für den Staat.

Liebe SPD

Ich bin Rentner und habe meinen 450 Euro Job durch Corona verloren. Wird die Giesskanne auch über die vielen Rentner die zusätzlich arbeiten müssen geleert.

Spd = Verschwendung. Was ist

Spd = Verschwendung. Was ist an einem zinslosen Kredit auszusetzen?
Da diese Leute KEIN BAföG bekommen, ist davon auszugehen, dass die Eltern genug Patte haben. Fertig.
Da muss die SPD gene mal den sozialpopulistischen Sack zu lassen. Zu offensichtlich, dieser Stimmenfang.

Zinslose Kredite?

Die Bildungsminister scheint dem Finanzminister nicht zugehört zu haben.

Der wollte doch eine Machete oder so etwas ähnliches auspacken.

War wohl ein Machetchen. Wer hätte das gedacht...

bezahlter Förderunt. durch Studenten

Viele Studenten könnten in bezahlten Förderunterricht für
Schülerkleinstgruppen
eingebunden werden,
der bspw. freitags nachmittags und samstags an Schulen
stattfinden könnte.
Auch an anderen Nachmittagen in
AG-Form. Großverdiener
sollten als Sponsoren für solche Projekte gewonnen werden.
Studenten könnten sich
den Einsatz ggf. auch
als Praktikumszeit
anerkennen lassen!

15:24 von hesta15 Liebe SPD

ja sicher, die normalen leute stehen dann im regen. aber welcher politprofi hätte in diesem trockenen sommer daran auch denken können

warum nur für Bafög-Bezieher

Ein zinsloses Darlehen wäre auch schon mal etwas.

Studierende werden später recht viel Geld verdienen. Bei angemessenen Konditionen spricht doch nichts dagegen, dass sie das Geld später zurückzahlen.
Andernfalls wäre es sehr ungerecht gegenüber denen, die auf Unterstützung aus dem Elternhaus angewiesen sind. Deren Eltern müssen sich krummlegen für ihre Kinder und bekommen auch keine Sonderzahlungen, um weiterhin den Unterhalt für ihre studierenden Kinder zahlen zu können.

Entweder zinslose Kredite für alle oder für keinen.

15:24 von hesta15

so wie ich die Sache sehe
gibt es aktuell für alle Kohle

Bei der Ernte und in der

Bei der Ernte und in der Landwirtschaft sind Nebenjobs frei.
Zu schwer für unsere Bildungselite?

Komisch

Normalerweise bekommen nur diejenigen BAföG, deren Eltern es sich nicht leisten das Kind studieren zu lassen und die Kosten zu tragen.
Es bekommt daher auch nicht jeder gleich viel BAföG. Das BAföG "stockt auf".

Und es sind nicht nur Studenten, die BAföG bekommen, es ist ja generell eine Ausbildungsbeihilfe:
Bundesausbildungsförderungsgesetz = BAföG

Das bekommt man auch nur, wenn man nicht schon eine Ausbildung abgeschlossen hatte. (Vielleicht gibt es Ausnahmen?)

Wegen Corona kann das Einkommen der Eltern gesunken sein, weshalb nun mehr Menschen in Ausbildung BAföG berechtigt sein könnten.
Was soll da extra geöffnet werden?

Online-Vorlesungen und Job koordinieren

Glücklicherweise sind viele Universitäten eifrig dabei, auf Online-Vorlesungen umzustellen.
Momentan sind viele HochschullehrerInnen dem gegenüber sehr aufgeschlossen. Es gibt aber auch einige Quertreiber, die wohl mit Blick auf ihr gutes Einkommen sagen: "Warum soll ich etwas Neues lernen, mein Geld bekomme ich als Professor/ Beamter sowieso." Davon dürften sich die Universitäten nicht aufhalten lassen. Sollen die Unbelehrbaren doch ihre Vorlesungen "live" abhalten, dann wird es wenigstens nicht so voll.

Die Studenten, die Online studieren, sind jetzt besser dran. Mangels Anwesenheitspflicht können sie sich die Zeiten so legen, dass sie ihre Jobs und ihr Studium viel besser koordinieren können.

Angesichts der später guten Bezahlung im Beruf reicht auch das Erlassen der Studiengebühren und ein kleiner zinsloser Kredit für alle. Wer ihn nicht braucht, braucht ihn ja nicht zu beantragen. Das wäre ein einfaches Verfahren.

@ Bender Rodriguez um 15.32 Uhr, völlig richtig

"Was ist an einem zinslosen Kredit auszusetzen?" Nichts. Das sehe ich ebenso wie Sie.
Studenten sind in Deutschland sowieso sehr bevorzugt. In den meisten anderen Ländern fallen hohe Studiengebührenan, das können schon mal 5-stellige Beträge pto Jahr sein.
Das (fast kostenlose) Studium bezahlenbei uns die SteuerzahlerInnen, die in den meisten Fällen dafür arbeiten.
Irgendwann reicht es auch mal mit der "Geld-Gießkanne". Da sehe ich andere Bedarfe als dringender an.

Auf Kommentar antworten...

Am 20. April 2020 um 15:24 von hesta15
Liebe SPD
Wird die Giesskanne auch über die vielen Rentner die zusätzlich arbeiten müssen geleert.
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Ich denke nein... Die SPD hat den Rentner doch schon zum 1. Jan. 2021 die Grundrente versprochen. Und laut Arbeitsminister Heil werden viele davon Profitieren. Nichts für ungut. Was ich damit sagen will, die SPD hat in den letzten Tagen oder besser in den vergangenen Jahren schon soviel geredet und versprochen. Das sollte man nicht mehr so Ernst nehmen...

Eins vorweg: Sobald es um Geld geht, ist Streit offensichtlich "vorprogrammiert". Es lohnt sich also durchaus, einmal gründlich darüber nachzudenken, warum das so ist - und vor allem darüber, ob das unbedingt so sein muss.

Wie auch immer: Ob unserer Gesellschaft in Zukunft genügend gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen, sollte nicht davon abhängen, ob jemand sich die nötige Vorbereitung auf seinen Beitrag zum Gelingen unseres zukünftigen Gemeinwesens (also das, was man gemeinhin unter sinnvoller Arbeit versteht) „leisten“ kann oder nicht.

Zinslose Kredite sind keine gute Lösung

Es ist nicht per se davon auszugehen, dass Eltern über Vermögen oder dergleichen verfügen, wenn Studierende kein Bafög bekommen. Sie vergessen u.a. die finanzielle Situation, in denen Eltern sich befinden können. Und ich spreche jetzt hier nicht von der letzten Yacht, die man sich gekauft hat.
Sie vergessen auch all jene Studierende, denen ein Bafög ab 50€ oder mehr ausgezahlt wird. Denn Bafög bekommen heißt nicht zwingend den Höchstsatz zu erhalten. Viele müssen selbst bei einem mittleren Bafögsatz arbeiten gehen.
Ich studiere z.Z. im Zweitstudium auf Lehramt und finanziere mir gerade alles selbst. Mein Job in der Gastro liegt auf Eis. Mein Kurzarbeitergeld beträgt ca. 400€ gegenüber weitaus höheren Fixkosten.
Ich und viele andere, haben sich die Situation, in der man steckt, nicht ausgesucht. Sie vergessen vielleicht, auf welch dünnem Eis man sich bewegt, wenn alle Finanzierungsmöglichkeiten wegfallen.

Hat sich das was geändert...

.... ich für meinen Teil musste die Hälfte meines BaFöGs nach erfolgreicher Beendigung meines Studiums zurückzahlen. Ist das mittlerweile nicht mehr der Fall?

hesta15

Oder mal eine menschenwürdige Rente festlegen, Angleichung an Pensionen!

Bildungsförderung mit der Gießkanne...

... zeigt sich ja bei bestimmten Parteien und deren Funktionären durchaus äußerst eindrucksvoll, welche Karrieren als Studienabbrecher in Studiengängen die, die Welt nun wirklich nicht braucht möglich sind.

Bin aber der Meinung, dass alles nach dem Prinzip fordern UND fördern ablaufen muss, und daher für wirkliche Härtefälle Ausnahmen geschaffen werden sollen und müssten, wobei das Geld eines Tages dann doch wieder zurück gezahlt werden muss.

Corona sollte nicht dem Alimentieren erfolgloser Dauerstudenten dienen, sondern vielmehr genutzt werden, die überbordenden Studierendenzahlen in bestimmten Fächern eher zu reduzieren.

Zinslose Kredite

Kredite muß man üblicherweise zurückzahlen
schlecht meine ich
damit schleppt man seine Probleme noch lange mit sich rum

Schwierige Entscheidung?

Es gibt für beide Seiten gute Argumente. Einerseits wird es aber für viele Studenten schwer nachweisbar sein, welche Einnahmen Sie wirklich durch Ihre diversen Nebenjobs erzielt haben (ich denke da an Jobs die ein Trinkgeld beinhalten). Anderseits können Studenten ja für die jetzige unverschuldete Situation auch nichts. Da erinnere ich mich an mein Erststudium. Ich bekam keine BAFÖG weil mir ein kleiner Anteil an unserem kleinen alten Elternhaus gehörte und studierte mit 250 DM Waisenrente + diversen kleinen Zusatzverdiensten. Viele meiner Kommilitonen die BAFÖG als Kredit bezogen konnten davon sogar teilweise in Urlaub fahren. Im Nachhinein war ich froh keinen BAFÖG-Kredit an der Backe zu haben weil ich in einer Krisenzeit mit dem Erststudium fertig wurde wo man Ingenieure wie BWLér von der Straße auflesen konnte.

15:48 von draufguckerin

Zitat:"Studierende werden später recht viel Geld verdienen. Bei angemessenen Konditionen spricht doch nichts dagegen, dass sie das Geld später zurückzahlen."

Das müssen sie sowieso. Die Hälfte des Bafögs ist ein Kredit. Der muss fast immer zurückgezahlt werden, wenn man nach dem Studium über ein eigenes Einkommen verfügt, was der Regelfall sein dürfte.

16:19 von mcintyre

Zitat:"Ist das mittlerweile nicht mehr der Fall?"
Doch, muss man immer noch.

16:17 von Christian_G

ich kriegte in meinen Jugendjahren auch Bafög
denke 180 DM waren das, nicht als Kredit
daneben war ich in den Semesterferien beim Daimler
konnte Überstunden machen ohne Ende aber mußte man ziemlich "zulangen"
warum viele meiner Kommilitonen was anders suchten
das übrige Jahr gab ich Nachhilfe,
die Auswahl an Möglichkeiten bietet sich den heutigen Studenten eher weniger

re: Christian_G

Was ist denn mit Grundsicherung, was sagt das KJC dazu? Vorübergehend in den alten Job zurück (erste Studium?)? Was ist mit Ihren Eltern?
Und wenn Sie erst einmal verbeamteter Lehrer sind -> Rückzahlung kein Problem.

Die SPD schmeist mit Geld nur so um sich, aber irgendwer muss das irgendwann alles bezahlen... die Probleme verschieben sich nur immer weiter in die Zukunft.

ich habe nicht erst im Studium

sondern schon während des Gymnasiums nebenher gearbeitet. Auch teilweise nachts, und tagsüber zur Schule gegangen. Gut, waren wohl auch andere Zeiten.
Ich finde es in Ordnung, wenn Studenten, bei denen der Nebenjob weggebrochen ist, ein Darlehen für den Lebensunterhalt bekommen, müssen ja irgendwas essen und irgendwie wohnen. Wohlgemerkt ein Darlehen, denn auch ich habe in meinem Leben alles zurückgezahlt, was mir jemals zur Überbrückung angeboten wurde.
Ansonsten ist die Förderung für Bildung jeder Art bei uns bereits sehr großzügig, leider erkennt das die junge Generation heute ja nicht mehr als Teil des Generationenvertrags an, von dem sie ihren Teil der Abmachung irgendwann als RV-Beiträge zurückbezahlen müssen.

@Peter Meffert

und wo ist dann das Problem?

Wieso verlangen dann ein bestimmtes Politspektrum gleich wieder nach leistungsloser Umverteilung statt nach Modifzierung eines bestehenden Systems.

Kredite - was anderes ist Bafög schließlich auch nicht - kann man auch erhöhen, ausweiten und die Rückzahlungen strecken.

Ich würde ja selbst BAföG nur

Ich würde ja selbst BAföG nur als zinslosen Kredit vergeben. Um was für dümmxhen handelt es sich denn? 600€×12×5 =
36000€. Selbst mit Zinsen nicht der Rede wert, für ein akademikergehalt.

Nachdem die Jobberei in den

Nachdem die Jobberei in den Ferien u n d auch während der Semester mein Studium doch sehr beeinträchtigte , habe ich "Honnef" bzw. "Bafög" beantragt - und auch bekommen. Fortan konnte ich mich auch voll meinem Studium widmen , sogar eine sehr anspruchsvolle Promotionsarbeit liefern und mein Staatsexamen ablegen. Meine Schulden habe ich m.W. vier Jahre danach beglichen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Förderung von geeigneten Studenten ausgeweitet würde. Die Jobberei hat mich zwar nicht dümmer gemacht und mir Einblicke in das "echte Leben" verschafft. doch war der Verlust an Zeit etwa fünf Jahre, was ich jetzt an einer geringeren Rente spüren darf.

@ Bender Rodriguez

Nur weil jemand kein BaföG bekommt, heißt das nicht, dass seine Eltern so viel Geld haben, dass sie das Studium problemlos finanzieren können. Deshalb haben diese Studenten ja auch einen Nebenjob.

Das Studium ist aller traditioneller Späße zum Trotz in der Regel eine Fulltime-Veranstaltung, bestehend derzeit aus Online-Seminaren, selbständigem Nachbereiten usw.

In manchen Fächern betonen die Profs auch gerne, dass es keine Semesterferien gibt, sondern vorlesungsfreie Zeit - da müssen dann nämlich Hausarbeiten geschrieben werden.

Wie sollen diese Leute denn dann noch acht Stunden am Tag auf dem Feld arbeiten?

@ Peter Meffert um 16.43 Uhr , zusätzlicher Kredit

"Die Hälfte des Bafögs ist ein Kredit, der muss fast immer zurückgezahlt werden, wenn man nach dem Studium über ein eigenes Einkommen verfügt." Ja, das weiß ich.
Mein Posting bezog sich nicht auf das reguläre Bafög, sondern auf die zusätzliche Unterstützung für diejenigen, die als Studenten zur Zeit nicht arbeiten können. Manche (z,B, in der Weiterbildung) bekommen Kurzarbeitergeld, andere gar nichts, weil sie z.B. in der Gastronomie jobben, schwarz oder für 450 EU.
Alle Studies, die momentan finanziell nicht klar kommen, sollten Überbrückungsgeld beantragen können, aber als Kredit, nicht geschenkt.
Die SPD fordert kostenlose Zahlungen für alle Studies, die Bafög beziehen. Warum nur für die? Die unterhaltspflichtigen Eltern der anderen sind teilweise auch in Not.

Herr Scholz wird das schon richtig machen, auch wenn seine Genossen Rosinen im Kopf haben.

@ draufguckerin

Aber Ihnen ist schon klar, dass die heutigen Studenten morgen als Architekten, Anwälte, Ärzte, Lehrer usw. arbeiten und damit der Gesellschaft nutzen. Wenn wir nur technische Zeichner haben oder Rechtsanwaltsfachangestellte, kostet uns das zwar weniger, dürfte aber zu ein oder zwei Problemen führen.

Und dass sie durch teilweise lange Studiendauern, gerade bei den Ärzten, auf 8-10 Jahre Einkommen verzichten müssen, wird auch gerne vergessen.

Wollen Sie wirklich, dass nur noch die Kinder der Reichen studieren? Dann wird’s aber eng mit Ärzten und Co.

@ mcintyre

Die erfolglosen Dauerstudenten dürften seit der Einführung der Studiengebühren für Langzeit- und Zweitstudiengänge in vielen Bundesländern schon vor vielen Jahren auf ein minimales Maß zurückgegangen sein.

Außerdem sollen hier Leute unterstützt werden, die arbeiten. Also gerade nicht die, die auf der faulen Haut liegen. Wieso sind diese Arbeitnehmer weniger schützenswert als andere, nur weil sie die Arbeit zusätzlich zu einem Studium absolvieren?

@draufguckerin 16:10

"Studenten sind in Deutschland sowieso sehr bevorzugt. In den meisten anderen Ländern fallen hohe Studiengebührenan, das können schon mal 5-stellige Beträge pto Jahr sein.
Das (fast kostenlose) Studium bezahlenbei uns die SteuerzahlerInnen, die in den meisten Fällen dafür arbeiten."

Vorsicht mit solch übertrieben polemischen Aussagen!
Haben Sie mal vom BAFöG-Satz vier oder fünf Jahre lang studiert? Man kann da wirklich keine großen Sprünge machen, sondern ist auf eiserne Sparsamkeit angewiesen. Bitte nicht missverstehen: Das ist auch völlig in Ordnung so, aber so zu tun, als wenn die Studenten mit BAFöG in Saus und Braus leben würden, ist nicht fair!
Dass das Studium bei uns nichts kostet, hat sehr gute Gründe. Und an diesen Kosten beteiligen sich die Studenten später über ihre Steuern ja wohl genauso wie alle anderen. Bzw. sogar mehr, wenn man den Foristen zuhört, die alle meinen, dass sie später so viel Geld verdienen würden, was so pauschal natürlich auch Quatsch ist.

@ 16:19 von mcintyre

"Hat sich das was geändert...
.... ich für meinen Teil musste die Hälfte meines BaFöGs nach erfolgreicher Beendigung meines Studiums zurückzahlen. Ist das mittlerweile nicht mehr der Fall?"
.
Nein, ist es nicht mehr.
Ich habe 100% meines BaFöG zurück bezahlt. Heute gibt es zahlreiche Ausnahmen. Auch was die Dauer betrifft oder Leistungsnachweise.
.
@ 16:44 von Peter Meffert
"Doch, muss man immer noch."
.
Bitte äußern Sie sich nicht zu Themen, von denen Sie keine Ahnung haben oder mal schnell gegoogelt haben.
Danke

Dr.Beyer 17.40

Haben Sie mal vom BAFöG-Satz vier oder fünf Jahre lang studiert? Man kann da wirklich keine großen Sprünge machen, sondern ist auf eiserne Sparsamkeit angewiesen"
Ja, habe ich. Mein Vater war Alleinverdiener und hat noch zwei Kinder zu versorgen gehabt. Das geht schon, wenn man sich einschränken kann und wenn man es als junger Mensch nicht kann- wer dann? In den Semesterferien habe ich dann gearbeitet, um mir mal was leisten zu können. Das wird auch mal wieder möglich sein. Momentan sind eben leider die Aushilfsjobs in der Gastronomie weggebrochen. Aber es dürfte härter Betroffene geben

@ hesta15

Liebe SPD. Ich bin Rentner und habe meinen 450 Euro Job durch Corona verloren. Wird die Giesskanne auch über die vielen Rentner die zusätzlich arbeiten müssen geleert.

Lieber hesta, andere verlieren den Job. Die Rente ist sicher.
Was spricht dagegen, einfach mal ein bisschen zufrieden zu sein?

Lehrjahre sind keine Herrenjahre

@ deutlich:
Haben Sie mal vom BAFöG-Satz vier oder fünf Jahre lang studiert? Man kann da wirklich keine großen Sprünge machen

Muss man das? Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Aber solche elementaren Dinge sind heute nicht mehr in.
Wer sich im Studium redlich müht, hat danach die besten Jobaussichten. Bei Akademikern herrscht Vollbeschäftigung. Wir würden trotz Corona-Krise jederzeit Elektroingenieure einstellen, wenn es denn welche gäbe.

@17:40 von DrBeyer @draufguckerin 16:10

"Vorsicht mit solch übertrieben polemischen Aussagen!...Man kann da wirklich keine großen Sprünge machen, sondern ist auf eiserne Sparsamkeit angewiesen. Bitte nicht missverstehen: Das ist auch völlig in Ordnung so, aber so zu tun, als wenn die Studenten mit BAFöG in Saus und Braus leben würden, ist nicht fair!"

Das sehe ich auch so und ich bin froh, dass es BAFöG gibt.
Ich erinnere mich nur zu gut an eine Begebenheit in der Kantine: Vier Studentinnen standen vor dem Angebot. Während eine, mit teuren Klamotten und Kroko-Ledertasche laut über das unmögliche Essen schimpfte, sagte eine andere leise zu ihrer Begleitung: "Guck mal, das sieht doch lecker aus." Die Angesprochene im Flüsterton: "Das kann ich mir nicht leisten."
Ich war fast versucht, ihr den fehlenden Betrag zu geben, aber das wäre ihr vermutlich zu peinlich gewesen.
Über dieses stänkernde Modepüppchen ärgere ich mich heute noch.

Typisch CDU

Bei den Wohlhabenden zahlt's der Papi, die weniger Begüterten zahlen nach dem Studium den Kredit zurück, auch wenn er zinslos ist. Aber heute sind ja praktisch alle Kredite zinslos. Die CDU denkt viel zu wenig an den kleinen Mann. Aber es gibt ja noch die SPD. Danke dafür.

15:49 von Sisyphos3

15:24 von hesta15

so wie ich die Sache sehe
gibt es aktuell für alle Kohle
///
*
*
Wo sehen Sie die Hilfe für Rentner mit jetzt fehlenden Zweitjob.
*
Sehteste sind jetzt sicher auch wieder möglich.

@15:54 von Bender Rodriguez

"Bei der Ernte und in der Landwirtschaft sind Nebenjobs frei.
Zu schwer für unsere Bildungselite?"

Es helfen ja auch Studenten bei der Ernte. Aber auch unter Studenten gibt es welche, die tatsächlich körperlich nicht für solche Arbeiten infrage kommen.

Immer daran denken: Auch unter Studenten gibt es viele anständige Zeitgenossen. Natürlich gibt es auch viele, die man gerne... na, lassen wir das.

@ Demokrat49, @ Dr. Beyer u.a., ins Wespennest gestochen

Es geht mir nicht darum, wer studieren darf und soll, mit oder ohne Bafög.
Mein Posting bezog sich auf die geforderte kostenlose Zahlung von zusätzlichen Geldern für die Studies, denen die Einkünfte z.Zt. wegbrechen. Natürlich sollen die weiterstudieren können und sollen auch unterstützt werden. Aber kann das nicht auch mit einem zinsfreien Kredit geschehen?
@ Dr. Beyer: Davon, dass Studenten in Saus und Braus leben, war nicht die Rede. Wir sind wirklich privilegiert, was die weltweit geringsten Studiengebühren (die heißen hier Semesterbeiträge und beinhalten auch noch ein kostenfreies Nahverkehrsticket im Umkreis von ca 200 km) betrifft - ich finde, da kann man nicht meckern. Azubis kriegen das nicht, Arme, Kinderreiche und Rentner auch nicht.

Es gibt durchaus Eltern, die für das Studium Ihrer Kinder gearbeitet haben. Bei mehreren Kindern bleibt da nicht viel. Weshalb die jetzt nichts bekommen sollten, sondern nur die Bafög-Empfänger, dass dürfte die SPD gerne erklären.

@16:55 von frosthorn

"Ansonsten ist die Förderung für Bildung jeder Art bei uns bereits sehr großzügig, leider erkennt das die junge Generation heute ja nicht mehr als Teil des Generationenvertrags an, von dem sie ihren Teil der Abmachung irgendwann als RV-Beiträge zurückbezahlen müssen."

Das ist leider so. Aber da muss sich unsere Generation auch die Frage stellen: Was haben wir falsch gemacht.

Eine junge Ärztin erzählte mir, dass sie in ihrer ersten Vorlesung 'gelernt' habe: Sie gehören ab jetzt zur Elite.

Was für ein Schmarren.

Welch Ignoranz

Man merkt gleich, dass Viele hier nie Bafög bekommen haben. Die Förderung ist schon seit Jahren viel zu niedrig. Kein Mensch kann von Bafög leben. Selbst Hartz-4-Empfänger bekommen in den Metropolen fürs Nichtstun mehr. Das heißt die Studenten brauchen, das Geld zum ÜBERLEBEN. Nix mit Luxus. Und noch mehr Darlehen aufzwingen ist einfach eine Unverschämtheit. Gerade diese jungen Menschen, welche zumindest gleiche Leistungen im Bildungswesen liefern, wie die Kinder von reichen Menschen, müssen nun anschließend immer noch sparsam leben, während andere in den Eigentumswohnungen der Eltern wie Gott in Frankreich leben. So kann man die deutsche Wirtschaft auch kaputt machen. Schon vor Corona konnte oder wollte niemand Kredite. Wer kein Geld verdient, kann auch nichts ausgeben und damit die Wirtschaft zu stärken. Meiner Meinung nach sollte endlich wieder Eigentum verpflichten, wenn nicht in der Krise, wann denn dann? Aber das Grundgesetz will man ja immer nur befolgen, wenn es einem nützt.

@ deutlich um 18.06 Uhr, Seh ich auch so

Selbstverständlich habe ich auch während des Studiums gearbeitet. Wer es wissen will: Teils als HiWi an der Uni und im Kaufhaus in der Handtaschen- und Kofferabteilung, teils als Schwesternhelferin im Krankenhaus (Hilfsjob mit Kurzausbildung bei den Maltesern), teils in einem Übergangswohnheim für mehrfachbehinderte Kinder, deren Eltern vorübergehend in einer Notsituation waren.

Ich habe wesentlich bescheidener gelebt, als mein Sohn und seine Kommilitonen während der Studienzeit, aber gut - das ist eben anders heute. Selbstverständlich hat auch er sich etwas dazuverdient und konnte das dann sogar beruflich verwerten.
Studenten sind in Deutschland privilegiert, das wird niemand abstreiten. Nicht zuletzt deshalb studieren hier junge Leute aus der ganzen Welt.
Ich meine, wenn jetzt die Jobs wegbrechen und es finanziell knapp wird, kann man sich über ein zinsloses Darlehen zur Überbrückung freuen. Vielen Menschen geht es wesentlich schlechter.

17:41 von NeutraleWelt

Zitat:"@ 16:44 von Peter Meffert
"Doch, muss man immer noch.".
Bitte äußern Sie sich nicht zu Themen, von denen Sie keine Ahnung haben oder mal schnell gegoogelt haben.
Danke"

Danke für den freundlichen Hinweis. Sowohl meine Frau als auch ich haben nach dem Studium unser Bafög auf Kreditbasis zurückgezahlt. Um mich zu vergewissern, dass das heute auch noch so ist, habe ich tatsächlich nachgesehen und siehe da, es ist so. Dass es Ausnahmen gibt, z.B. für Kindererziehung oder bei Arbeitslosigkeit, ändert nichts am Prinzip.

Im Artikel steht doch ganz klar

"ihre Eltern verdienten zu viel, als dass es BAföG-Förderung geben könnte"
Es ist ja löblich, dass die Studenten ihre Eltern schonen wollen, aber es scheint sich nicht um ganz Arme zu handeln. Da muss auch nicht notwendigerweise der Steuerzahler mit zinslosen Krediten einspringen, das könnten die Eltern wohl auch.

@Demokrat

lieber Demokrat da täuschen Sie sich aber schwer, durch die Studiengebühren hat sich dies eher noch verschlimmert. Mussten früher Langzeitstudenten ab dem 12. Semester in Bayern 500 Euro extra bezahlen, so haben diese ab Sommersemester 2007 sogar davon profitiert, in dem alle Studenten quasi gleich gestellt wurden und Studierengebühren bezahlen mussten, egal ob noch in der Regelstudienzeit oder im 18 Semester und drüber hinaus.

Darüber hinaus, stellt der zweite Abschnitt ihres Kommentars ein Unterstellung dar, denn derartiges habe ich nie behauptet.

Allen helfen

Wenn Studenten ihre Miete und ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können, weil die Nebenjobs weggebrochen sind, sollte ihnen genauso geholfen werden wie anderen auch. Ob das als nur als zinsloses Darlehen oder als Teildarlehen gewährt, ist diskutabel. Aber warum sollen diese Studenten nur Kredite bekommen, während man Unternehmern unbürokratisch Zuschüsse als Soforthilfe gibt, die sie nicht zurückzahlen müssen? Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. CDU und FDP sind schnell mit der Verteilung von Staatsknete an die Unternehmen bei der Hand, die Rentner und Studenten (= unsere Zukunft) sind denen weniger wichtig. Die Studenten der Besserverdienenden trifft es ja auch nicht.

Wie siehts denn mit den Gehältern aus?

"Wir würden trotz Corona-Krise jederzeit Elektroingenieure einstellen, wenn es denn welche gäbe."

Vielleicht zahlen andere Unternehmen den Ingenieuren einfach mehr Lohn oder haben bessere Sozialleistungen, ein besseres Image? Als Softwareentwickler kann ich nur sagen, dass ich ständig Stellenanzeigen von den Unternehmen lese, die für mich NICHT in Frage kommen. Zudem gibt es oft Gehaltsspannen von bis zu 50% (Selbst für Anfänger). Aber vielleicht erinnern Sie sich da an eine alte Zeit? Mein Opa konnte mit seinem Ingenieursgehalt allein seine Familie ernähren und zwei Kinder gingen gleichzeitig studieren und das ganze ohne Bafög. Heute schwer vorstellbar mit nur einem Gehalt.

@NeutraleWelt

darf ich fragen, was, wo und wie lange Sie studiert haben?

Zu meiner Zeit waren 50% davon für erfolgreiche Absolventen ein zinsloses Darlehen, dass sich mit Faktoren wie Note und schnelles Studium auf 35 % Rückzahlungsquote drücken ließ, während der weitgehend erfolglose Langzeitstudium immerhin die Hälfte zurück zahlen musste.

Ich weiß wie das mit dem Geld

Ich weiß wie das mit dem Geld im Studium ist. Hat super funktioniert. Die zeit ist absolut kein Problem. Vorlesungsfrei bedeutete, nichts machen.
Selbst während des Semesters ging das. Und am Schluss war deutlich mehr geld da, als das lausige BAföG. Studieren bedeutet eben auch Wege finden.

@18:24 von Günter Schollatur

"Die CDU denkt viel zu wenig an den kleinen Mann. Aber es gibt ja noch die SPD. Danke dafür."

Die SPD hatte den aber auch lange - zu lange - Zeit aus den Augen verloren. Wäre natürlich schön, wenn die künftig wieder genauer hinsieht.

@Peter Meffert 18.52

ich hatte auch vom BAföG gelebt als Student. Bei der Kreditrückzahlung gab es Rabatt für die Rückzahlung innerhalb eines bestimmten Zeitraums, den ich nutzen konnte und den Kredit in einer Summe zurückzahlte. Für mich war BAföG der Unterschied zwischen studieren oder nicht, da meine Eltern nicht begütert waren. Wenn hier nur gejammert wird, es wäre zu wenig sollten Manche mal die Ansprüche an den Staat überdenken! Wir haben hier dankenswerter Weise freies Studium ohne Gebühren. Das ist mehr als in den meisten Nachbarländern.

19:21 von Bender Rodriguez

Ich weiß wie das mit dem Geld im Studium ist. Hat super funktioniert. Die zeit ist absolut kein Problem. Vorlesungsfrei bedeutete, nichts machen.
Selbst während des Semesters ging das. Und am Schluss war deutlich mehr geld da, als das lausige BAföG. Studieren bedeutet eben auch Wege finden.
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Richtig, Studieren ist immer besser, als auch vorher und hinterher mit Arbeit?
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Die Tätigkeitsbeschreibung und die Maßnahme fällt uns noch ein, Hauptsache einige Sylvester studiert.

Bender Rodriguez

Glückwunsch! Da haben Sie sich anscheinend ein angenehmes Studium rausgesucht. Und offensichtlich unterstellen Sie, dass das bei allen so ist.

Bei mir waren die vorlesungsfreien Zeiten angefüllt mit ganztägigen Aushilfsjobs in Fabriken und dem Schreiben von Hausarbeiten, die wir für unsere Scheine bestehen mussten. Während der Semester habe ich ebenfalls nebenbei gearbeitet.

Ich habe kein Bafög bekommen, wollte meinen Eltern aber auch nicht zumuten, mich komplett finanzieren zu müssen, da sie zwar dafür zuviel verdient haben aber in meinen Augen sich zu sehr hätten einschränken müssen. Hat mir meiner Meinung nach auch nicht geschadet.

In der jetzigen Situation hätte ich allerdings ein massives Problem gehabt.

Aber wahrscheinlich hab ich einfach nicht so den Dreh raus wie Sie.

@19:21 von Bender Rodriguez

"Vorlesungsfrei bedeutete, nichts machen."

Mir ist kein Studiengang bekannt, in dem das der Fall wäre. Ich selbst musste in der "vorlesungsfreien Zeit" entweder an scheinpflichtigen Exkursionen teilnehmen, Praktika machen oder für Prüfungen lernen, die ebenfalls alle außerhalb der Semester lagen.

Bild von Studenten

Manche scheinen ein sehr klischeehaftes Bild von Studenten zu haben. Etwa in der Art von „sich mit Bafög ein paar schöne Jahre machen und dann viel Geld verdienen“. Träumt weiter und anschließend mal googeln, wie wenig Eltern verdienen dürfen, damit man überhaupt Bafög bekommt. Und dann mal schauen, wie hoch der Bafög-Höchstsatz, den ja nur die Wenigsten bekommen, überhaupt ist. Wer davon die Miete in einer Hochschulstadt abzieht, dem bleibt vermutlich etwa der Hartz-4-Satz für die restlichen Lebenshaltungskosten. Da lohnt sich selbst mit Bafög das Jobben.
Lehrjahre sind auch im Studium keine Herrenjahre, außer Papi und Mami haben reichlich Kohle und finanzieren die Eigentumswohnung und das Auto.

@draufguckerin 18:49

"Studenten sind in Deutschland privilegiert, das wird niemand abstreiten."

Doch, ich.
Weil der Satz so klingt, als wenn deutsche Studenten gegenüber anderen deutschen Bevölkerungsteilen privilegiert wären, was sie nicht sind. Aber ich glaube, so haben Sie es auch nicht gemeint.
Ja, studieren ist in Deutschland viel billiger als in den meisten Ländern der Welt. Aber warum soll man sich am Schlechteren orientieren? Ich finde es völlig richtig so, wie es ist, und habe diesen Punkt der nicht vorhandenen Studiengebühren (die Semestergebühren sind ja nur eine Verwaltungsgebühr+Semesterticket) durchaus auf der (relativ langen) Liste der Gründe, warum es toll ist, in Deutschland zu leben.

"Ich meine, wenn jetzt die Jobs wegbrechen und es finanziell knapp wird, kann man sich über ein zinsloses Darlehen zur Überbrückung freuen."

Da gebe ich Ihnen allerdings zu 100% recht.

@Bender Rodriguez

Hahahaha....genau das sind mir die liebsten Menschen. Ja, ich habe da ne eine Vorlesung, aber nein, ich gehe da nicht hin, weil is ja eh alles nur für die Katz'.

Vorlesungsfreie Zeit, ja nee...muss man überhaupt nichts machen. Keine Hausarbeit schreiben, nicht noch Arbeiten gehen, keine Klausuren nix. Super toller Student.

Wenig hilfreich - BGE für alle

Das Theater um die Grundrente, das Gezerre um Bafög und die Corona Krise zeigen einmal mehr, wie wichtig und sinnvoll ein anrechnungsfreies, steuerfinanziertes Bedingungsloses Grundeinkommen für alle wäre. Gerade auch weil es die Binnennachfrage ankurbelt, die Bürokratie drastisch senkt, solidarisch und gerecht ist und krisenfest ist.

@mcintyre, re NeutraleWelt

"Zu meiner Zeit waren 50% davon für erfolgreiche Absolventen ein zinsloses Darlehen, dass sich mit Faktoren wie Note und schnelles Studium auf 35 % Rückzahlungsquote drücken ließ"

Das ist nach dem, was ich auf die Schnelle gefunden habe, immer noch so. Da war User NeutraleWelt offensichtlich entweder vorschnell oder ungenau.

@Anna-Elisabeth 19:26

"Die SPD hatte den aber auch lange - zu lange - Zeit aus den Augen verloren. Wäre natürlich schön, wenn die künftig wieder genauer hinsieht."

Nach meiner Wahrnehmung versucht die SPD genau das seit inzwischen ca. 10 Jahren sehr intensiv. Die meisten sozialen Projekte der diversen GroKos gehen eigentlich auf's Konto der SPD, allerdings ohne dass es ihr bei Wahlen oder in den Umfragen nützen würde.

@16:58 von mcintyre

"und wo ist dann das Problem?

Wieso verlangen dann ein bestimmtes Politspektrum gleich wieder nach leistungsloser Umverteilung statt nach Modifzierung eines bestehenden Systems.

Kredite - was anderes ist Bafög schließlich auch nicht - kann man auch erhöhen, ausweiten und die Rückzahlungen strecken."

Bafög wird heute nur noch zu 50% zurückgezahlt und der Betrag ist außerdem bei 10.000 Euro gedeckelt.

Insofern ist es gerade die SPD, die lediglich für eine Ausweitung des bestehenden Systems eintritt, während Bundesbildungsministerin Karliczek den Studierenden neue und zusätzliche Schulden aufhalsen will.

Leider können rechtslastige Leistungsfetischisten mit ihrer paranoiden Umverteilungsphobie die tatsächlichen Probleme nie richtig erfassen.

Deutschland eben

In Deutschland hat nunmal jede Gruppe einen schlechten Ruf. Ob das Studenten sind oder Bauern oder Polizisten oder Lehrer oder Juristen oder Bänker oder Handwerker ... zu jeder Gruppe gibt es Vorurteile.
_

Zeiten ändern sich

Ich weiss nicht wie es heute mit BAföG oder anderen Förderungen aussieht.
BAföG musste. Zu meiner Zeit zur Hälfte zurück gezahlt werden. Nachlass gab es wenn man zu den Besten des Jahrgang gehörte. Förderungen gab es auch für bestimmt Projekte (z.B. von der Adenauer oder. Ebert Stiftung in meiner Studienrichtung) , dazu gab es einmal in jeden Semester so ein Tag wo sich Firmen und Konzerne vorstellten und auch ganz gezielt Studenten suchten zwecks Förderung allerdings mit der Auflage Regelstudienzeit besser noch kurzer. Es erstaunt sicher niemanden wenn ich sage der Anteil derjenigen die vorher schon BAföG bezogen war deutlich höher. Semesterpause ging man halt arbeiten auf dem Feld , im Semester Tellerwäscher. Ich beziehe mich jetzt nur auf Studenten...was aber nicht gerade wenig zugenommen hat, der Anteil der Fernreisen in der Semesterpause .Teilsehe ich selber, ein anderen Teil auf der FB Seine meines Sohnes. Gießkanne ist sicherlich nicht angebracht ,Hilfe in echten Härtefall ok

Studium nicht zwingend Mega-Gehalt @Bender Rodriguez

Denken Sie mal an Modedesigner, Geisteswissenschaften, Theologen, Philosophie usw.
Nur, weil man studiert hat, heißt das nicht, dass man sofort ein super Megagehalt bekommt.
Also....irgendwas ist in ihrem Bild stark verzerrt.

Und mal ganz nebenbei: was haben Sie denn so studiert, das man nicht anwesend sein musste?

"Oder mal eine

"Oder mal eine menschenwürdige Rente festlegen, Angleichung an Pensionen!"

Sehr populistisch, wer in unserem Sozialversicherungssystem nicht so viel eingezahlt hat, kann ich nicht erwarten, auf Kosten der Jungen und Mittelalten eine gute Rente zu erhalten.

Da ist ein rein steuerfinanziertes Bedingungsloses Grundeinkommen für alle viel besser! Für Senioren = Rente, für Studierende = Bafög, für Arbeitende = Steuerermäßigung/Freibetrag, für Arbeitslose = Grundsicherung.

Günter Schollatur 18.20

da verwechseln Sie was. Ich hab nur auf den Kommentar Dr.Beyer geantwortet, von dem ist das Zitat. Sonst geb ich Ihnen hier Recht, werden Sie auch sehen, wenn Sie meine Kommentare hier lesen

@19:53 von DrBeyer @draufguckerin 18:49

//"Studenten sind in Deutschland privilegiert, das wird niemand abstreiten."

Doch, ich.
Weil der Satz so klingt, als wenn deutsche Studenten gegenüber anderen deutschen Bevölkerungsteilen privilegiert wären, was sie nicht sind. Aber ich glaube, so haben Sie es auch nicht gemeint.//

Vielleicht ist so etwas hier gemeint?
ein Beispiel von vielen: Physiotherapeuten:

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. An öffentlichen Schulen, zum Beispiel Reha-Kliniken, ist sie kostenfrei. An privaten Schulen wird meist ein Schulgeld gefordert. An der Physiotherapieschule in Lahr kostet die Ausbildung beispielsweise 292 Euro pro Monat.

Das einzige

was der SPD einfällt: Geld ausgeben.
Schon mal darüber nachgedacht, dass das Geld auch von jemanden verdient werden muss?
Und wenn es über Staatsschulden finanziert:
Wer gibt die Kredite? Die die viel Geld haben! Wer kassiert dann die Zinsen? Die die schon vorher viel Geld hatten!
Also: Wer jetzt den Geldhahn öffnet, öffnet den dauerhaft für eine ganz andere Klientel.

um 16:55 von frosthorn

>>"ich habe nicht erst im Studium
sondern schon während des Gymnasiums nebenher gearbeitet. Auch teilweise nachts, und tagsüber zur Schule gegangen. Gut, waren wohl auch andere Zeiten"<<

Bei dem was Sie sagen kann ich ehrlich gesagt Ihre politische Einstellung nicht verstehen?

@20:03 von DrBeyer @Anna-Elisabeth 19:26

"Nach meiner Wahrnehmung versucht die SPD genau das seit inzwischen ca. 10 Jahren sehr intensiv. Die meisten sozialen Projekte der diversen GroKos gehen eigentlich auf's Konto der SPD, allerdings ohne dass es ihr bei Wahlen oder in den Umfragen nützen würde."

Das stimmt allerdings. Was die 10 Jahre betrifft bin ich nicht ganz so sicher.

Dass die SPD den kleinen Mann zu lange aus den Augen verloren hatte, ist zumindest aus meiner Sicht aber auch richtig. Und hier meine ich weniger die Hartz-IV-Empfänger sondern den 'kleinen' Arbeiter und Angestellten und die späteren Rentner aus dieser Gruppe.

@ Anna-Elisabeth

Naja, Privatunis sind auch nicht kostenfrei.

@21:07 von eine_anmerkung um 16:55 von frosthorn

//>>"ich habe nicht erst im Studium
sondern schon während des Gymnasiums nebenher gearbeitet. Auch teilweise nachts, und tagsüber zur Schule gegangen. Gut, waren wohl auch andere Zeiten"<<

Bei dem was Sie sagen kann ich ehrlich gesagt Ihre politische Einstellung nicht verstehen?//

Was verstehen Sie nicht daran? Hätte jemand, der wie "frosthorn" (oder wie ich) schon als Schüler nebenher gearbeitet hat, die Politik z.B. der FDP vertreten oder den derzeitigen (Raubtier-)Kapitalismus gut und richtig finden sollen?
Haben Sie etwas gegen Chancengleichheit?

@eine_anmerkung, 21:07

Bei dem was Sie sagen kann ich ehrlich gesagt Ihre politische Einstellung nicht verstehen?

Ja, da schließt sich wohl der Kreis. Gerade das, was ich von mir beschreibe, begründet meine politische Einstellung. Jemand, der von ganz unten kam. Der so aufgewachsen ist, dass es immer selbstverständlich war, das wenige zu teilen. Der die Verantwortung für sein Leben übernommen hat, weil er das konnte. Und nie auf den Gedanken gekommen wäre, diejenigen, die das nicht können, für faul zu halten und zu verachten. Der glücklicherweise mit Intelligenz gesegnet war, aber das nicht für seinen Verdienst hielt, da es ihm in die Wiege gelegt wurde. Und dem es nie ein Bedürfnis war, sich für wertvoller zu halten als andere.
Eigentlich alles ganz selbstverständlich.

Keine Gießkanne für Student(inn)en

Die BaFöG-Regeln sehen klare Fördergrundlinien für Student(inn)en vor. Wer keinen Anspruch auf BaföG-Leistungen hat, hat und hatte nichts mit dem Verlust von Leistungsansprüchen durch Corona zu tun. Daher darf sich die Zuerkennung von BaFöG jetzt nicht ändern. Die Staatskasse darf in Krisen-Zeiten nicht zum Selbstbedienungsladen werden. Die Bildungs-Ministerin verdient klare Unterstützung für ihre Haltung. Zinslose Kredite sind daher schon eine sehr generöse und entgegenkommende Überlegung, schließlich gehören spätere Akademiker noch immer zu den Besserverdienenden, denen eine adäquate Rückzahlung einschränkungslos zugemutet werden kann. Es gibt Bedürftigere als Student(inn)en mit gut verdienenden Eltern, deren Wirtschaftslage eine BaFöG-Leistung überflüssig macht. Der Steuerzahler würde ein Gießkannenprinzip bei Unterstützungskeistungen nicht dulden können!

18:20 @ Günter Schollatur

"Lehrjahre si d keine Herrenjahre".
Mit Sprüchen und Lebensweisheiten aus dem Mittelalter kommt man heute leider nicht weit. Studenten dienen keinem Herrn.

Vollbeschäftigung bei Akademikern?
Sorry, da muss ich lachen.
Wer gut studiert hat, ...
Wenn ein Absolvent den Fuß schon vorher in der Tür hat, funktioniert das gut.
Ansonsten, jung , flexiblel, Alleskliner mit mindestens 5 J. Berufserfahrung. Damit man den Neuen ja nicht noch einarbeiten muss.

Ist etwas krass, aber manche, die hier schreiben sins ziemlich abgehoben.

Je jünger, desto weniger

Je jünger, desto weniger `systemrelevant´, desto weniger interessant für die Politik.
Während Entwicklung und Bildung von Kindern derzeit gar niemanden interessieren, gibt die SPD zumindest vor, sich für Studierende einzusetzen. Aber die behauptet ja auch gerne mal was, was sie dann doch nicht so meint...
Während vor wenigen Wochen noch 12stellige Beträge zumindest theoretisch verteilt worden sind, ist Hilfe für StudentInnen gerade eher schwierig.
Wahrscheinlich zu jung und aus zu wenig wohlhabenden Familien...

20. April 2020 um 18:21 von Anna-Elisabeth

>> Über dieses stänkernde Modepüppchen ärgere ich mich heute noch. <<
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Sie können sich den ganzen Tag ärgern, aber Sie sind nicht da zu verpflichtet.
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Gruß
K. E.

22:27 @frosthorn ... @eine_anmerkung, 21:07

Super ge- und beschrieben.

Ich habe in den Schulferien ab Kl.10 in der DDR auch gearbeitet, 3-Schichten, damit ich von dem wenigen Geld, das meine Eltern verdienten nicht so viel zu Studienbeginn benötige.
Zum Glück war Studieren zu DDR-Zeiten nicht so finanziell aufwändig. Mit guten Noten konnte man ab 2. Studienjahr Leistungsstipendium bekommen, doch das musste man schon ganz schön ranklotzen.

@22:27 von frosthorn @eine_anmerkung, 21:07

"Ja, da schließt sich wohl der Kreis. Gerade das, was ich von mir beschreibe, begründet meine politische Einstellung. Jemand, der von ganz unten kam. Der so aufgewachsen ist, dass es immer selbstverständlich war, das wenige zu teilen. Der die Verantwortung für sein Leben übernommen hat, weil er das konnte. Und nie auf den Gedanken gekommen wäre, diejenigen, die das nicht können, für faul zu halten und zu verachten. Der glücklicherweise mit Intelligenz gesegnet war, aber das nicht für seinen Verdienst hielt, da es ihm in die Wiege gelegt wurde. Und dem es nie ein Bedürfnis war, sich für wertvoller zu halten als andere.
Eigentlich alles ganz selbstverständlich."

Ja, aber Sie schreiben es selbst: EIGENTLICH.

@ Silverfuxx

"Während vor wenigen Wochen noch 12stellige Beträge zumindest theoretisch verteilt worden sind, ist Hilfe für StudentInnen gerade eher schwierig." Am 20. April 2020 um 22:40 von Silverfuxx

*

Es gibt Anspruch auf BAföG für Bedürftige. Auch für die, de es jetzt geworden sind, weil das Einkommen der Eltern kleiner geworden ist.
Personen, die ihr komplettes Studium selbst finanzieren müssen haben entweder schon eine Ausbildung, sind über die Regelstudienzahl hinaus oder die Eltern verdienen genug, um die Kinder zu unterstützen.

Als ich das Studium dank BAföG anfing galt die Regelstudienzahl von 12 Semestern. Dafür war das Studium ausgelegt, entsprechend die Kurse. Mitten drin wurde die Dauer auf 11 gekürzt, auch für mich. Da ich 13 gebraucht habe (das ist auch Fachabhängig, weil nicht alle Kurse jedes Semester angeboten werden und es gibt auch zeitliche Überschneidungen bei 2 Fächern, die man machen möchte -ein Überflieger bin ich nicht), musste ich die letzten 2 Semester Geld verdienen

3 Kinder = 200.000,-€

Hab gerade mal nachgerechnet: Für unsere drei Kinder haben meiner Frau und ich nur während der Studienzeit über 200.000,-€ ausgegeben. Zeitweilig haben wir gleichzeitig 3 zusätzliche Wohnungen und den Unterhalt der Kinder bezahlt. Ich hab es gerne gemacht.

20. April 2020 um 23:00 von Anna-Elisabeth +

@22:27 von frosthorn
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Ziehe den Hut und verbeuge mich vor Ihnen.
Bleiben Sie beide gesund.
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Gruß
K. E.

Alte Zeiten

"Als ich das Studium dank BAföG anfing galt die Regelstudienzahl von 12 Semestern. Dafür war das Studium ausgelegt"

Als ich mein Studium anfing wurde es gerade zum Bachelor herabgestuft (gleiche Fächer, gleiche Anzahl nur halt 3 statt wie früher 4 Jahre). Allerdings waren die 3 Jahre praktisch unmöglich, es sei denn man schaffte es neben den letzten Vorlesungen und Klausuren die Bachelor-Arbeit im Rekord-Zeit (alles in der Vorlesungszeit eines Semesters). Wenn man dann noch arbeiten musste, muss man schon mal mindestens 2 Semester drauf rechnen. Mag sein das mein Studium anstrengender war, als das von anderen, wenn ich mir die Präsenzzeiten angeschaut habe. Aber das Bafög heutzutage ist einfach ein schlechter Scherz. Es ist dafür gedacht, dass man zumindest so viel Geld bekommt, dass man NICHT arbeiten muss. Aber klar haut halt nicht hin, wenn für die Kaltmiete in Köln 150€ pauschal berechnet werden. Jeder Hartz-4-ler bekommt mehr Geld für nichts tun. Das ist schlichtweg falsch.

Schön wenn es Ihnen gut geht.

Da haben Sie ihren Kindern ja weit mehr bezahlt, als die meisten Bafög bekommen. Ich denke die wenigsten Eltern in Deutschland können soviel Geld für ihre Kinder fürs Studium auslegen. Das ist halt die deutschen Chancengerechtigkeit nehme ich an...

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