Kommentare

Albern

Wenn ich sowas lese schüttel ich den Kopf. Auch unabhängig von Corona ist Hausaufgaben machen normal. Wenn Eltern das nicht hinbekommen auf ihre Kinder aufzupassen und diese beim Hausaufgaben machen zu unterstützen, dann sollten diese Eltern mal ihr eigenes Erziehungsverhalten überprüfen bezw das Jugendamt sollte dies mal tun! Man hat zunehmend das Gefühl, dass viele Leute Kinder in die Welt gesetzt haben und jetzt bei Corona auf einmal merken, dass Kinder erziehen Verantwortung zu übernehmen bedeutet!

Ich finde es eigenartig

" Seit Wochen müssen viele Eltern neben dem "Homeoffice" auch das "Homeschooling" stemmen. Viele fühlen sich überfordert. Doch wie läuft es wirklich? Und geht Fernunterricht wirklich auf Kosten der Bildung und der Familie?

Auf kosten von Bildung ?, kommt darauf an was die Eltern selber können, und in welche Klasse die Kinder gehen.
Bis zur 10. würde ich mir zutrauen, darüber hinaus, wird es eher schwierig, da ich sehr lange aus der Schule raus bin.

" Die Zahlen zeigen auch, dass es fast ausschließlich Mütter sind, die sich mit dem "Homeschooling" auseinandersetzen müssten. "

Das ist eigentlich normal, die Väter sind ja alle auf der Arbeit, wenn die Firma nicht gerade Kurzarbeit macht.

Und richtige Körperliche Arbeit, ist nun mal in der Firma, vom Handwerker über Bau oder wo was immer hergestellt wird, ist eben von zu Hause aus, arbeiten nicht möglich.

Das klingt zur Zeit so, das alle Welt im Büro arbeitet, und am PC seine Arbeit macht, dem ist aber nicht so.
Produktion ist anders

Als Mann, der das

Als Mann, der das "Homeschooling" seines Sohnes fast alleine stemmt, da die Ehefrau im "systemrelevanten" Beruf arbeitet, glaube ich, das die meisten Väter einfach keine Lust hatten, den Fragebogen auszufüllen.
Die aussage, dass der Unterricht fast ausschließlich von Frauen durchgeführt wird halte ich für sehr gewagt.
Vor allem würde ich den Term "offenkundig" durch "nach Umfragelage" ersetzen.

Warum gibt es keinen Online-Unterricht?

Was machen die Lehrer gerade? Warum unterrichten sie nicht online

Jedes poblige Unternehmen und jeder Hanswurst mit einem Smartphone hat Video-Konferenzen. Nur das deutsche Schulsystem muss Materialien in den Briefkasten werfen und Mails verschicken. Haben wir 1970? Wieso geht das in Asien und bei uns nicht?

Homeschooling !

Nun sieht man deutlich das Desaster bei der Digitalisierung in D. Hätte unsere Politik dieses Problem schon vor Jahren wirklich an gegangen und an die heutigen Möglichkeiten an gepasst und vor allem für die Bildung und Schulen ausgebaut, dann könnten viele Lehrer ihre Schüler übers Internet unterrichten. Für die Kinder, die keinen PC haben, hätte die Politik natürlich auch vorsorgen müssen, schon wegen der Chancen- Gleichheit.
Aber leider wird immer wieder in der Politik nur auf Wirtschaftswachstum und Gewinn- Maximierung geachtet und unsere Kinder einfach vergessen von vielen arroganten und überheblichen Politikern.
Dabei ist eine wirklich gute Bildung unserer Kinder die Zukunft von Morgen !!!

Armes Deutschland

Wir sehen also gerade, daß
1. viele Eltern keine Ahnung haben, was ihre Kinder normalerweise in der Schule treiben.
2. viele Eltern sich normalerweise nicht mit ihren Kindern hinsichtlich schulischer Dinge befassen und nun auch auf Grundschulniveau völlig überfordert sind.
3. die Schulen und die Lehrkräfte offenbar nicht in der Lage sind, ihre Schüler auf Entfernung zu betreuen.
4. es offenbar gerade hip ist, sich zu beschweren, wo es nur geht, anstelle aktiv Unterstützung zu suchen, wenn Probleme auftreten .

Deutschland war mal als das Land der Dichter berühmt. Wird wohl nicht mehr lange so sein.

Beziehung belastet?

Meine Kinder und ich haben eigentlich viele Ideen, was wir machen könnten. Das Problem ist die Bewältigung der Berge von Arbeit aus der Schule und der Arbeit. Zwei Kindern bei Hausaufgaben zu helfen, neben dem was ich im Homeoffice machen soll: Da ist kaum Zeit was Schönes zusammen zu machen. Unsere Beziehung ist in dem Falle belastet, dass wir gerne mehr Freizeit zusammen hätten.

Fern der Realität

@ Tomoko:
Nur das deutsche Schulsystem muss Materialien in den Briefkasten werfen und Mails verschicken.

Mails? Nicht jede Familie hat einen Computer, nicht jedes Kind hat ein Smartphone. Ohne Papier geht in der Grundschule gar nichts.

Endlich Hausschule auch in Deutschland!

Wenn die Hausschule Eltern belastet, dann nur deshalb, weil sie keine Zeit haben oder schlecht vorbereitet sind. Weil unsere Lehrer keine Erfahrung mit der Hausschule haben, ist die Betreuung so mies. Vielleicht ist das Absicht, damit die Schule zu Hause keinen Erfolg hat. Der Schulzwang hat unsere Lehrer mit Spitzengehältern ganz wichtig gemacht. Das aufgeben? Warum nur geht die Hausschule im Ausland so gut? Für manche Kinder ist die Schule zu Hause ein Segen, und die Option sollten wir uns bewahren! Ich komme mit meinen vier Kindern zu Hause gut klar, aber wir erwarten vom Staat auch nichts!

Outsourcing war doch immer so gut

Das "Homeschooling" die Familien, insbesondere die Mütter im Homeoffice, belasten, ist nachvollziehbar. Entlastung muss her. Zumal heute durch die Bundesbildungsministerin deutlich wurde, dass es bis auf Weiteres so weiter gehen soll.
Outsourcing war doch immer so gut, wenn es um Betriebe und Arbeitgeber ging. Profitabel müsse es sein. Da frage ich mich, wieso Schulunterricht im Outsourcing-Bereich der Eltern unbedingt stattfinden muss. Geht doch auch anders. Es gibt genügend Räumlichkeiten anzumieten, wie z.B. Veranstaltungsräume in Gaststätten, oder ggf. haben die Rathäuser oder andere städtische Einrichtung noch einige Räume frei und diese sind ungenutzt, oder ggf. können auch Hotels noch Veranstaltungsräumlichkeiten für den Schulunterricht bereitstellen. Und was das Lernmaterial in Büchern angeht, dass kann im Zeitalter der Online-Bücher nicht das Problem sein. Mit dem Laptop kann auch über einen Stick online gegangen werden. Die Frage ist nur, wie bekommen arme Familien an die PCs

@ 17:11 von Magfrad

Na, hier macht sich aber jemand das Problem zu einfach.

Zur Studie Homeschooling

Also ich gehöre tatsächlich zur Gruppe der Väter, die die Corona Zeit zu Hause mit den Kindern meistern. Wir haben zwei Jungs in Kindergarten und Grundschule. Für uns war es sehr wichtig, dass wir einen Rhythmus gefunden haben. Das hat lange gebraucht und ging davor drunter und drüber. Dann ist es natürlich so, dass das Kindergartenkind noch ganz andere Interessen hat und sich schwer tut, das Homeschooling mit dem Grundschüler zu respektieren. Das ist nicht einfach. Motivation hin oder her, mit einem guten Rhythmus in der Familie ist das Homeschooling für unseren Grundschüler jedoch inzwischen eine Selbstverständlichkeit und darüber freue ich mich sehr. Ich kann aber sehr gut verstehen, dass die gegenwärtige Situation weit weg von dem Ziel gleicher Bildungschancen für alle ist. Die Lehrerin wird zu tun haben, die Kinder ihrer Klasse später mal wieder alle auf einen gemeinsamen Bildungsstand zu bringen.

Wow - Sie Held!

Voll Hilfreich! Natürlich sind Hausaufgaben normal. Dies sind aber keine Hausaufgaben sondern mal besser mal schlechter zusammengeschnürte Pakete die man zusammen mit dem Kind durcharbeiten soll. Die Umstände sind stressig. Mein Sohn wollte heute keine Hausaufgaben machen, sondern kuscheln, weil er krank ist. Das andere Kind muss Mathe machen und braucht Hilfe. Also kuschel ich und helfe und lese vor und mache Wärmflaschen... und dann irgendwann wenn es bei den beiden läuft, habe ich meinen eigenen Haufen Arbeit. Ich habe sehr nette tolle Kinder mit tollem Humor. Aber das heißt nicht, dass es momentan einfach ist. Ich bin Mutter und nicht Lehrer - und dann mache ich mir selbst dauernd Vorwürfe, dass die Kinder zu viel arbeiten und wir nicht genug spielen.

„Erziehungswissenschaftlerin Wildemann und ihr Kollege Hosenfeld werden ihre Studie weiterführen. Eltern können weiter an der Befragung teilnehmen. Es sei ihnen wichtig gewesen, schon jetzt erste Ergebnisse publik zu machen, >> denn Schulen und Ministerien bräuchten ein direktes Feedback der Familien“

Und das sogar ganz dringend: „Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Dunkelziffer sogar noch deutlich höher liegt. Ein möglicher Grund: Problematische Situationen in Familien gibt in einer Befragung keiner gerne offen zu. Die Zahlen zeigen weiter: Die Mehrheit der deutschen Familien (63 Prozent) betreibt täglich rund drei Stunden mit "Homeschooling" - und das alles neben dem Beruf“

Wieso bedarf es für solche absolut systemrelevanten Studien offenbar der Eigeninitiative einiger engagierter Wissenschaftler - siehe „Viele [Eltern, die neben dem "Homeoffice" auch das "Homeschooling" stemmen müssen] fühlen sich überfordert. Doch wie läuft es wirklich? (…) Das haben sich ... gefragt"??

gebildet oder ungebildet

es war doch voraus zu sehen, daß sich hier die Bevölkerung stark scheidet. Im Büro kann man ungestört und sachbezogen arbeiten. Zuhause ggf. mit mehreren Kindern kann man das sicherlich nicht. Auch die Kinder können nicht ungestört und zielgerichtet lernen. Zudem durch unsere völlig verfehlte Digitalpolitik sind so etliche von der Möglichkeit sich über das Netz unterrichten zu lassen abgehängt. So einige haben, z.T, aus Geldmangel, überhaupt keinen Computer, keinen Netzanschluß um somit ihrem Unterricht folgen zu können. Diesen dann 150€ für die Anschaffung eines netzfähigen Computers anzubieten ist ein glatter Witz bei Preisen von 300€ und mehr. Und dann noch jene die auf Grund der eigenen schulischen Bildung oder ihrem Sprachverständnis gar nicht in der Lage sind ihrem Nachwuchs eine vernünftige Hilfstellung zu geben. Diese sog. Pandemie teilt nun die Bevölkerung nicht nur in arm und reich sondern auch noch in gebildet und ungebildet.

Am 30. April 2020 um 17:11 von Magfrad

Zitat: Wenn ich sowas lese schüttel ich den Kopf. . Auch unabhängig von Corona ist Hausaufgaben machen normal. Wenn Eltern das nicht hinbekommen auf ihre Kinder aufzupassen und diese beim Hausaufgaben machen zu unterstützen, dann sollten diese Eltern mal ihr eigenes Erziehungsverhalten überprüfen bezw das Jugendamt sollte dies mal tun! Man hat zunehmend das Gefühl, dass viele Leute Kinder in die Welt gesetzt haben und jetzt bei Corona auf einmal merken, dass Kinder erziehen Verantwortung zu übernehmen bedeutet!

Wenn ich sowas lese schüttel ich den Kopf. .

Da hat jemand den Unterschied zwischen Hausaufgaben/Hausaufgabenhilfe und Homescooling nicht verstanden.

@17:18 von Tomoko

Online-Unterricht wird in den Schulen umgesetzt. Leider haben arme Familien oft das Geld nicht, um einen PC zu kaufen, und um den Internetanschluss zu bezahlen. Wer mal HartzIV machen musste, weis, dass Einschränkungen und sparen unter HartzIV nicht möglich ist, wer das Gegenteil behauptet, hat niemals wirklich unter HartzIV-Bedingungen leben müssen.

@Magfrad

Zur Einfachheit einfach die Mutter, mit der ich heute zuletzt ein Gespräch hatte:
Alles andere als `bildungsfern´, aber mehr oder weniger alleinerziehend. Derzeit komplett im Home-Office, was offenbar recht gut funktioniert
Zwei Kinder (8 und 6): Die 8jährige macht `Homeschooling´. Das geht recht gut, aber ganz sicher nicht allein. Also muss die Mutter dabei sein und sie `beschulen´. Wohlgemerkt neben Homeoffice, aber auch allem anderen (Haushalt).
Der 6jährige braucht auch noch Aufmerksamkeit und Zeit. Kita ist nicht, allerdings geht zumindest das demnächst wieder los. Bisher alleine spielen oder (Klischée) Serien ansehen.
Draußen spielen allein ist eher nicht möglich, da mindestens der Junge zu jung für länger unbeaufsichtigt.
Das ist für diese Familie machbar, aber kann so kein Dauerzustand sein. Aber das ist eine Familie in einer vergleichsweise guten Lage.
Es gibt Familien, wo die Grundschulkinder deutlich besser deutsch können als die Eltern je können werden. Homeschooling ? Nope

50 Prozent der Schüler sind

50 Prozent der Schüler sind unmotiviert?
Was sollen da die Lehrer sagen?
Die haben dann gleich 15 Kinder in ihrer Klasse, die unmotiviert sind.
Und die Eltern können mal sehen, dass es nicht immer am Lehrer liegt, wenn die Bildung nicht klappt.
Aber natürlich müssen die Lehrer auch entsprechend weitergebildet werden, um direkten Unterricht über per Videokonferenzen abzuhalten.
Man fragt sich, warum das in den letzten Wochen nicht schon begonnen wurde?
Abgesehen davon gibt es mittlerweile zu fast jedem Unterichtsthema Videos bei YouTube, die man in seinen Unterricht einbauen kann.
Jeder Schüler sollte ein digitales Arbeitsgerät von den Schulen gestellt bekommen und dann wird über 4G gestreamt.
Das ist doch heutzutage kein Problem mehr.
Und zur Not kann man dieses Schuljahr doch auch insgesamt für alle Schüler wiederholen.
Auch das ist kein Problem, zumindest nicht in Bayern, wie Herr Söder gesagt hat.

Arme Familien

Ich kann das Argument nicht mehr hören. Wir haben eine Grundsicherung, die liegt je nach Miete bei zwei Kindern über 2000 Netto im Monat. Ich brauche mit meiner Familie weniger.

Jeder kann sich einen Computer oder ein Smartphone leisten. Und jeder tut es auch. Das heißt jeder kann an einem Online-Unterricht teilnehmen.

Und sollte es wirklich Leute geben, die keine 100 Euro haben, sollen wir deshalb alle auf die Digitalisierung verzichten?

17:11 @Magfrad ... Albern ...

... ist hier gar nichts, nicht einmal Ihr Beitrag, der per se uterstellt, die Eltern oder Alleinerziehenden könnten nicht auf ihre Kinder aufpassen ..
Der Ruf nach dem Jugendamt.

Die Eltern müssen die Lehrer quasi ersetzen und das so ganz "nebenbei", wenn sie arbeiten müssen.

Bei Ihrem Kommentar bekomme ich ein Schütteltrauma.

17:37, morgentau19 @16:50 , fathaland slim, geschlossener Thread

>>Ich stelle immer wieder fest, dass es einige Nutzer gibt, die andere immer wieder runterputzen müssen!

Sie oder der Nutzer Karwandler u. a. gehören in diese Kategorie!

Haben sie es so nötig, andere rund zu machen oder liegt bei ihnen ein besonderes Geltungsbedürfnis vor?

Sie sind rhetorisch doch in der Lage, einen angemessenen Ton zu pflegen.

(...)

PS. Es ist wirklich eine Kunst, wenn man wie sie es schafft, "Verwahrlosung im Elternhaus" mit "ideologischen Gründen" und "Mainstreamorientierung" zu verbinden. Hut ab!<<

Der Forist "Möbius", auf den ich antwortete, schrieb um 16:05:

"Der Staat tut so, als müsste er die Kinder aus der Verwahrlosung im Elternhaus retten, egal wie! Das ist völlig absurd und an der Realität vorbei, lässt aber vielleicht erahnen, dass der Staat mit Beschulung auch noch andere Ziele verfolgt außer Wissensvermittlung."

Der Staat verfolgt mit der Schulpflicht also nach Ansicht des Mitforisten andere Ziele.

So weit hergeholt ist meine Einschätzung nicht.

@ um 17:27 von The Corona Postings

Für digitales Gerät und den Internetzugang haben die Schulen bzw. der Staat zu sorgen.
Chancengleichheit ist die Vorraussetzung für gelingende Bildung.
Da müßten eigentlich zuerst sämtliche monetären Möglichkeiten angeglichen werden.
Wenn man das nicht will, müssen alle Schulen bestens ausgestattet sein. Mit allem, was man sich dahingehend vorstellen kann.
Mit Personal, Ausstattung und baulichen Notwendigkeiten.
Tabletts mit 4G - Internet kann man auch sofort kaufen und einsetzen. Alles andere muß ab Montag eingeleitet werden.
Soo schwer ist es nicht, da etwas zu verbessern.
Und bei unmotivierten Schülern müssen Sozialarbeiter, Erzieher und Psychologen eingesetzt werden und natürlich andere Schulkonzepte zum Einsatz kommen. Aber die gibt es. Die müssen nur umgesetzt werden.
Ist alles kein Hexenwerk.
Man muss das nur wollen.

@ Magfrad (17:11)

"Wenn Eltern das nicht hinbekommen auf ihre Kinder aufzupassen und diese beim Hausaufgaben machen zu unterstützen, dann sollten diese Eltern mal ihr eigenes Erziehungsverhalten überprüfen bezw das Jugendamt sollte dies mal tun! Man hat zunehmend das Gefühl, dass viele Leute Kinder in die Welt gesetzt haben und jetzt bei Corona auf einmal merken, dass Kinder erziehen Verantwortung zu übernehmen bedeutet!"
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Ach, diese Drastik wieder von Ihnen. Es geht auch leichtfüßiger - versuchen Sie es mit etwas Trippeln oder Tanzen; nicht gleich mit dem Amt drohen. Da steckt mehr dahinter. Nicht sofort austeilen. Ich bin jetzt hier auch auf Ihre Nöte eingegangen. Jedenfalls habe ich mir Mühe gegeben. Das Leben (auch mit Kindern) ist manchmal anstrengend und nervend (warum, weiß ich auch nicht komplett genau). Und das Lernen und Lehren macht es nicht sofort einfacher. Aber deswegen müssen wir nicht rabiat werden. Geduld und Verständnis können entwickelt werden.

Alle sind Lehrer ...

... und wissen es besser.
Mütter und Väter sind in normalen Zeiten ja stets gescheiter als der Lehrer, können Unterricht viel besser und effizienter.
Von wegen. Nur weil jemand 9 oder 10 Jahre eine Schule besucht hat, kann er oder sie gar nichts - Pädagogik ist nichts für Gescheitschwätzer!!!
Hoffentlich sehen es die vielen jammernden Mütter und Väter endlich ein, dass Lehrer sein mehr ist als 2 Zahlen zu addieren oder Rechtschreibung von Google machen zu lassen!
Daher mein Wunsch: Das Wehklagen bleiben lassen und das Lehren den Fachleuten überlassen und - mit das wichtigste - letzeren die Anerkennung zuteil werden lassen, die sie verdienen. Danke!

Videokonferenzen für alle Kinder illusorisch

Kurz für die ganzen Leute, die meinen Videokonferenzen für alle Kinder Deutschlands seien die Lösung:
Stellen Sie sich bitte vor, alle Kinder müssen um 8Uhr zur Schul-videokonferenz für Stunden vor den Internet-PC.
-> Sollen Familien mit drei Kindern allein für die Kids drei internet-PCs mit luxuriöser Bandbreite haben?
-> Sollen Eltern, die auch arbeiten müssen, mit ihren Videokonferenzen warten bis die Kinder um 16Uhr fertig sind?

Und die genannten Lehrer, die angeblich keine Rückmeldung geben, sehe ich aktuell bei meinen Kindern nicht: Wenn mein Sohn in der 7. Klasse für Englisch 20 Fragen beantworten muss, heisst das für den Lehrer der 30er Klasse die akribische Korrektur und Feedback auf 600 Fragen und Antworten. Ich habe nicht das Gefühl, dass Lehrer zu beneiden sind.

Zu Artikel: Ist eine Umfrage von 2.000 Menschen (vermutlich tatsächlich Frauen, da Männer sich eher wenig um schulische Dinge kümmern, siehe Elternabende) für 80mio Menschen repräsentativ?

Homeschooling nicht auf lange Sicht

Trotz "bildungsnah" und auch trotz "einfachen Stoffs" in z.B. Grundschulen, es ist zwingend nötig ein Konzept zu entwickeln für die nächsten Monate ( es ist noch eine lange Zeit bis zur flächendeckenden Impfung aller ) . Eltern sind keine Lehrer, die haben einen anderen Beruf auszuüben. Schulen und Lehrer müssen schnell kreativ werden im Hinblick auf Digitalisierung, Online Unterricht, Video Unterricht in Kombination mit Präsenzunterricht oder Ideen finden zum wechselweisen Präsenzunterricht ( aufgrund Abstandsgebots) evtl. auch mit Unterstützung externer Hilfe. Momentan ist eine grosse Offenheit da neue Wege zu gehen. Das sollte genutzt werden.

"Albern"

@17:11 von Magfrad:
Ganz schön albern, dieser Kommentar. Es gibt auch alleinerziehende Mütter, die im Beruf stehen. Kann sich der Kommentator Magfrad das vorstellen? Besonders wenn die Mittags- oder Nachmittagsbetreuung ausgesetzt ist.

@Magfrad 17:11 Uhr

"Wenn Eltern das nicht hinbekommen auf ihre Kinder aufzupassen und diese beim Hausaufgaben machen zu unterstützen, dann sollten diese Eltern mal ihr eigenes Erziehungsverhalten überprüfen bezw das Jugendamt sollte dies mal tun!"
Tja; Erziehung und auch Lernen beginnt nicht erst in der Schule. Die ist dafür nicht vorgesehen und damit heute bereits überfordert.
Also bleibt das Elternhaus als DIE Institution für einen Start ins Leben.
Aber; sind beide Elternteile berufstätig (warum auch immer) liegen die Probleme auf dem Tisch. Was fehlt sind (unabhängig von Corona) Lösungen.

Homeschooling?

Schönes homeschooling, wenn sich manche Lehrer komplett aus der Verantwortung ziehen, in Kurzarbeit und verlängerte Osterferien gehen und den Lehrauftrag komplett den Eltern überlassen!

In der Orientierungsstufe unseres Gymnasiums hat noch KEIN Lehrer mehr fertiggebacht als eine Email pro Woche mit Arbeitsaufträgen zu versenden.
Keine Online Schülersprechstunden, Einfordern und Korrigieren der Arbeitsaufträge oder gar Videochats und Unterricht übers Internet.
Technische Voraussetzungen sind in fast allen Haushalten mehrfach vorhanden und jeder Teenager ist fit auf seinem Smartphone. Lehrer auch?

Verpasste Digitalisierungs- Chancen auf breiter Front. Das ist der eigentliche Skandal.

Krass

HS Aufgaben sind bei uns mehr als das doppelte, als das was normalerweise gemacht werden würde. Verstehen und erklären null Problem, den Sack Flöhe am Tisch zu halten und zum effektiven zugigen arbeiten zu bewegen ist zum Haare raufen und artet zum zwischenmenschlichen Gift und Streß aus. Die Ergebnisse sind hervorragend, brauchen aber meist fast einen ganzen Tag!
Und dann noch der Wust an ständig irgendwann eintrudelnden emails mit den unterschiedlichsten Anhängen in Videos, Selfies, YouTube, Mediatheken, zig zu installierende Apps, Links zu Übungsseiten, PDF Dateien zum ausdrucken, Umfragen, aller Arten Mitteilungen, ...
Und dann Einstern! 5 Themenhefte (Bücher), 5 Arbeitshefte, Projektheft, Übungshefte, je 2 DIN A4 & A5 Hefte, Ordner, Merkheft, Lehrheft und Projektordner. Das war Mathe, Deutsch das selbe! Jetzt noch Sachkunde dazu ich bin in einem Irrgarten.
Kind Nr.2 ist zum Glück aus der Grundschule raus und Selbstläufer!
HS ok, aber nicht so!

17:22 von Traumfahrer ...Homeschooling..

Schule ist ein komplexes Ding, abgesehen davon, dass die theoretischen Anforderungen offenbar etwas gestiegen sind - was nicht heißt, dass man am Ende besser belehrt aus der Schule kommt.
Ansonsten hat man sich hierzulande massenhaft Gedanken um Chancengleichheit, um angleichende Erziehung, um Kopftücher und den nötigen Respekt vor Frauen gemacht - es ging halt vordringlich um "Integration" und die ist vor dem heimischen Computer nicht zu gewährleisten. Ebenso wenig, wie die Kontrolle von abweichendem Verhalten und blauen Flecken - Schule ist eben weit mehr Organ gesellschaftlicher Kontrolle als gemein gesagt wird, auch wenn da ein ständiger Konflikt besteht zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Kosten und Leistungen.
Theoretisch müsst alles relevante Schulwissen auch anderweitig angeboten werden und außerschulische Leistungen problemlos in die Benotungen einfließen - aber die Realität ist eben eine andere.

Homeschooling" belastet die Familien

Dann sollten diese Eltern mal Ihre Eltern und Großeltern Fragen wie die solche kurzfristigen Probleme gelöst haben.

Meine Haben das mit Disziplin , persönlicher Leistung und Verzicht prima hin bekommen.

Sehr einfach gedacht

@Magfrad. Wenn ich so etwas lese, kann ich mich nur ärgern. Sicher mag das bei einem (in meinen Augen) sehr geringem Prozentsatz so sein - aber in Zeiten der "Helicoptereltern" sicherlich nicht.
Persönlich in der Situation mit 2 Kindern (ja, es gibt Menschen die mehr als 1 Kind haben) und als Eltern mit systemrelevanten Berufen ist es definitiv NICHT leicht, die Vorgaben der Schule zu erfüllen. Es ist in diesem Kommentar die Rede von Unterstützung bei den Hausaufgaben. In diesem Punkt gebe ich gerne Recht, aber es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen Hausaufgaben und Unterricht, der einem zeitlichen Aufwand von 3 - 4h am Tag entspricht. Unabhängig davon, was es an Stress und Druck für die Eltern bedeutet, möchte ich gerne auch einmal die Kinder in den Fokus rücken. Ich gehöre zu den glücklichen Eltern mit Haus und Garten - dennoch haben die Kinder in ihrem Alltagsgeschehen erhebliche Einschränkungen und eine Psyche, die es für uns als verantwortungsvolle Eltern gilt zu schützen

18:15 von nie wieder spd

Zitat:"Für digitales Gerät und den Internetzugang haben die Schulen bzw. der Staat zu sorgen."

Das stimmt so nicht. Für die Ausstattung der Schulen mit Lehr- und Lernmitteln von Büchern über Tafelkreide bis zu PCs und Laptops ist der Schulträger zuständig. Das ist in der Regel die Kommune, in der sich die Schule befindet, oder der Landkreis. Es hängt also stark von der Finanzkraft der Kommune ab, wie die Schulen ausgestattet sind. Die Schulen selbst können nur das anschaffen, was ihnen im Rahmen der Finanzplanung bzw. -zuweisung vorher vom Schulträger zugebilligt wurde. Mal eben 1700 Laptops, die bei meiner ehemaligen Schule nötig wären, anzuschaffen, dürfte die Finanzkraft vieler Kommunen überschreiten. Und die Hardware ist ja nicht allein das Problem, sondern auch die Versorgung mit Breitbandinternetanschlüssen, die Bereitstellung von Servern usw. So schnell mal in vier Wochen alles neu zu erfinden ist nicht so einfach...

Das kann doch nicht dauerhaft die Lösung sein

Kinder zuhause beschulen. Es gibt aus gutem Grund die Schulpflicht in D und es gibt ausgebildete Lehrer. Die mögen unterschiedlich gut sein, aber wahrscheinlich besser als die meisten Eltern. Dann haben nicht alle Kinder die technische Ausrüstung und ihre Eltern auch nicht. Die Schwächeren werden auch hier wieder die Verlierer sein. Es raubt ihnen faire Bildungschancen

18:11 von Tomoko

Ich kann das Argument nicht mehr hören. Wir haben eine Grundsicherung, die liegt je nach Miete bei zwei Kindern über 2000 Netto im Monat. Ich brauche mit meiner Familie weniger.

Das ist sehr erfreulich. Aber es geht hier ja um Deutschland und nicht Ihr Heimatland.
Hier ist `Grundsicherung´, also Hartz IV, nicht so üppig:
https://www.hartziv.org/regelbedarf.html

Alleinerziehende Person: 432€
Kinder bis 5 Jahre: 250€
Kinder 6-13: 308€
Sähe die Familie also so aus, wären das nichtmal die Hälfte Ihrer mindestens 2000 Netto.

Videokonferenzen?

Tja, Tomoko, wenn Sie das so genau wissen, dann versuchen Sie doch einmal 28 Sechstklässlern per Videokonferenz den Übergang von der Römischen Republik zur Monarchie zu erklären. Unterricht ist etwas anderes als die Dienstbesprechung in einem Unternehmen - nämlich deutlich komplizierter. Und nein, das funktioniert woanders auch nicht besser.

@O_Panik 17:31

Also da widerspreche ich. Zwei meiner Cousinen sind Lehrerinnen in Deutschland und daher weis ich schon sehr gut bescheid darüber wie sehr Eltern wirklich an dem teilnehmen was ihre Kinder in der Schule machen. Es wundert mich daher nicht, dass offensichtlich Eltern vollkommen schockiert registrieren was Erziehung wirklich bedeutet und auf einmal merken, dass sie darauf nun wirklich keinen Bock haben. Da kann ich an diese Eltern nur eine Message richten: "Dies hättet ihr euch überlegen müssen bevor ihr Kinder in die Welt setzt und nicht jetzt!" Kindererziehung ist eben nicht nur Zuckerschlecken, auch wenn es einige Eltern offenbar gerne so hätten! Als ein Vater von 4 Kindern weis ich sehr genau wovon ich rede. Obwohl ich einen Knochenjob habe und mich tagtäglich um tausende Mitarbeiter kümmern muss, habe ich an Schulfreien Tagen und in den Ferien darum gekümmert meinen Kindern Zusatzunterricht zu geben und mit ihnen zu lernen. So sollten es allen Eltern tun.

@17:16 von wenigfahrer

//>> Die Zahlen zeigen auch, dass es fast ausschließlich Mütter sind, die sich mit dem "Homeschooling" auseinandersetzen müssten. <<

"Das ist eigentlich normal, die Väter sind ja alle auf der Arbeit, wenn die Firma nicht gerade Kurzarbeit macht."//

Schon wieder vergessen, dass die Mehrzahl des Pflegepersonals weiblich ist? Gilt vermutlich auch für Kassierer(innen) im Supermarkt.
Aber ach, ich vergaß, das ist ja keine Arbeit. Und Kinder haben die (und die Ärztinnen) ganz sicher auch nicht.

Wenn Eltern das nicht hinbekommen....

Sie haben anscheinend keine Kinder, sonst würden Sie nicht solch Blödsinn schreiben....

@KatharinaE

Manche Eltern sollten vielleicht einfach mal entspannen. Ja, das ist nicht alles optimal, was von den Schulen kommt. Aber dann lässt man es halt und beschränkt sich aufs Sinnvolle - z.B. das Kuscheln mit dem kranken Kind. Irgendwann ist Corona vorbei, dann werden die Lehrer schon schauen, was gelernt wurde und wo man nachbessern muss.

@18:43 von deutlich

" Es gibt aus gutem Grund die Schulpflicht in D und es gibt ausgebildete Lehrer. Die mögen unterschiedlich gut sein, aber wahrscheinlich besser als die meisten Eltern. Dann haben nicht alle Kinder die technische Ausrüstung und ihre Eltern auch nicht. Die Schwächeren werden auch hier wieder die Verlierer sein. Es raubt ihnen faire Bildungschancen."

Darin sehe ich auch ein großes Problem.

Alleinerziehend

Es ist kontraproduktiv, wenn für die Probleme Alleinerziehender die ARD ausgerechnet eine Mutter mit 15-jähriger Tochter zeigt. In dem Alter sollte ein Mädchen in der Lage sein, der Mutter gewisse Dinge abzunehmen.

um 17:16 von wenigfahrer Ich finde es eigenartig

["Die Zahlen zeigen auch, dass es fast ausschließlich Mütter sind, die sich mit dem "Homeschooling" auseinandersetzen müssten. "]

" Das ist eigentlich normal, die Väter sind ja alle auf der Arbeit, wenn die Firma nicht gerade Kurzarbeit macht."

Mein Vater ist nicht bei der Arbeit. Der starb vor ein paar Jahren. Hat aber lange genug gelebt, um noch darüber froh zu sein, daß meine Mutter mit 47 ins Berufsleben eintreten konnte.

Das war, glaube ich, 1982. Ich habe aber gehört, daß Frauen schon ein paar Jahre früher arbeiten dürfen.

Problem beim Homeschooling

Ich bin Akademiker. Ich kriege das gut auf die Reihe, meinen Sohn (Grundschule 4. Klasse) zu unterrichten. Das geht allerdings auch nur deshalb, weil ich beruflich nicht so stark belastet bin.

Der Aufwand im Vergleich zur „normalen“ Hausaufgabenbetreuung liegt beim 3-4 fachen, weil auch Aufgaben für Wochenende, Ferien und Feiertage gegeben werden. Der Aufwand immerhin ist so beträchtlich, dass vergleichsweise wenig Zeit für Sport, Spiele etc bleibt.

Der Schulalltag schafft Struktur, und die Kinder schaffen auch ganz „schön was weg“ an schulischen Übungen unter Anleitung und Aufsicht während des Vormittags. Deshalb bin ich dafür, die Schulen wieder aufzumachen - aber bitte nicht mit dieser „Karikatur“ von Schule, die gegenwärtig in der Planung ist. Dann lieber ganz lassen.

Privatunterricht zu Hause ist nämlich tatsächlich viel EFFEKTIVER als der Unterricht in der Schule, wo der Lehrer ca. 2 Minuten im Schnitt pro Kind und Unterrichtsstunde an Zeit aufwenden kann!

Am 30. April 2020 um 18:39 von Peter Meffert

" So schnell mal in vier Wochen alles neu zu erfinden ist nicht so einfach... "

Genauso ist es, und in bestimmten Kommunen ist kein Geld für Schulen vorhanden gewesen, zumindest wenn ich hier immer die Kommentare aus dem NRW lese.
Und den Zustand der Schulen.
Smarti hab ich zwar selber auch keins, aber Breitband und andere Anschlüsse sind in fast allen Regionen vorhanden, in den Städten.
Auf dem Land ist es etwas anders.

PC oder Notebook ist wirklich Sache der Eltern, das kann keine Kommune leisten, schon gar nicht eine kleine mit 30-40 Tausend Einwohner.
Das sind nämlich 3-4 Grundschulen und 2-3 Gym und 2-3 Hauptschulen, hab jetzt mal eine Nahe Stadt als Beispiel genommen.
Das sind einige Tausend Geräte, das ist nicht machbar.

18:28 von Mika D ..Homeschooling nicht auf lange Sicht..

Das Problem besteht im Verschlafenen - an sich sollte es wie bei der Krankenkasse, bei jedem traditionellen gemanagten Forum, beim Arbeitsamt, Foren geben, die Klassenstufen mäßig organisiert sind und allen Schülern zugänglich sind. Lehrinhalte sollten "überall" im TV, Radio, Druckwerken und digital zugänglich sein und für Fragen, da gibt es neben den Jahrgangstufen Kollegen/ Kolleginnen doch nun schon seit längerem Siri und Alexa, die allerdings für deutsche Schüler einen eigenen Namen und einen erweiterten Horizont benötigen würden.

18:43 von deutlich

Zitat:"Die Schwächeren werden auch hier wieder die Verlierer sein. Es raubt ihnen faire Bildungschancen"

Das befürchte ich auch. Deshalb hielte ich es für sinnvoll, die Abschlüsse dieses Jahr zu machen und für die anderen Schüler dieses Schuljahr komplett zu wiederholen. Es ist eh je nach Bundesland ein Viertel bis ein Drittel des regulären Unterrichts ausgefallen. Dann sind sie halt ein Jahr länger in der Schule gewesen, was soll's. Sie müssen ja sowieso bis mindestens 67 arbeiten...

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation meta.tagesschau.de

@Anna-Elisabeth

Mit besser, als die Eltern, meinen Sie hoffentlich, das fachliche und nicht das erzieherische?

Meine Kinder haben die technischen Voraussetzungen und auch wir als Eltern haben das technische Verständnis. Was aber von den Schulen kommt, ist nichts anderes als unstrukturierte Mails, ohne Sinn und Verstand.

Die Utopie vom Digitalen Unterricht gibt es nur bei Frau Karzliczek, die Vorzeigefamilien und Musterschulen zeigt.
Die Realität sieht völlig anders aus

Alle können digital lernen.

1) Eine 4köpfige Familie erhält deutlich über 2000 Euro Netto pro Monat inkl. Miete in der Grundsicherung. Sie zählen keine KV, keine GEZ, keine Heizkosten und erhalten Zuschüsse für die Schule. Sie haben auch ALLE ein Smartphone. Das Thema ,,arm" lasse ich nicht gelten beim online-learning.

2) In China und Japan läuft es. Eure Argumente warum es bei uns nicht gehen kann, sind somit irrational und das typisch deutsche Genörgele.

3) Die Lehrer haben Zeit und können alle ein Smartphone benutzen. Es kann sofort losgehen. Das Problem ist der ,,Wille".

@18:11 von Tomoko

"Arme Familien
Ich kann das Argument nicht mehr hören."

Ja, das ist wirklich lästig. Arme Familien? Wo gibt es das denn?
Ich sag's Ihnen: In Deutschland.
Es wird ja auch gerne behauptet, dass die Eltern ihr Geld für Zigaretten und Alkohol verplempern. Das mag in Einzelfällen sogar zutreffen, aber was ist da mit den Kindern?

"Und sollte es wirklich Leute geben, die keine 100 Euro haben, sollen wir deshalb alle auf die Digitalisierung verzichten?"

Für 100 Euro einen ausreichend leitungsfähigen PC? Internetanschluss ist keine einmalige Ausgabe.

Es gibt übrigens Wohnungen, die haben nicht einmal Kabelanschluss.

"*offenkundig* vor allem von den Müttern"

Die Aussage, dass es „offenkundig“ ist, dass das Homeschooling vor allem von den Müttern gestemmt wird, scheint mir im Text nicht belastbar belegt zu sein. Ist das nicht vor allem eine reißerische Überschrift? Und wenig wertschätzend für alle Väter, bei denen es anders ist.

@Virus1980 18:47

Ich habe 4 Kinder und die wurden ein Jahr lang von mir per Homeschooling unterrichtet. Ich weis also ganz genau wovon ich schreibe.

Egal, für wie ...

...klug sich hier einige halten. Wenn ihr Kind ab einer höheren Klassenstufe Ihnen fachspezifische Fragen zu div. Fächern stellt, werden wohl die meisten erstmal d.... aus der Wäsche gucken und/oder die Suchmaschine ihrer Wahl anwerfen. Sei es naturwissenschaftl. Fächer, Fremdsprachen oder gar die dt. Sprache/Grammatik. Und stellen Sie sich mal vor, das geht nicht nur eine halbe Stunde oder Stunde, sondern mehrere Stunden täglich. Da muss sich dann schon entscheiden - Homeschooling oder Homeoffice. Oder 8-16Uhr arbeiten - 17-23Uhr Schule und dann ab in die Kiste ...

Stimmt

Ich sehe das auch so.

@Tormoko

1. das ist falsch und oberflächlich. und mal wieder voller Vorurteile

2. Möchten Sie wirklich Zustände, wie in China? Incl. totaler Überwachung und Chips unter Haut?

3. Die Lehrer sagen selber, dass sie seit Wochen total überlastet sind

Etwas mehr in der Realität leben und weniger Vorurteile wären echt gut

19:02 von meinungisterlaubt

Zitat:"Die Utopie vom Digitalen Unterricht gibt es nur bei Frau Karzliczek"

Die Bundesbildungsministerin heißt zwar so, ist aber für Schulen und Unterricht überhaupt nicht zuständig. Das ist alles Ländersache. Ich frage mich, warum sie sich hier so weit aus dem Fenster lehnt.

@18:49 von yaz @KatharinaE

"Manche Eltern sollten vielleicht einfach mal entspannen. Ja, das ist nicht alles optimal, was von den Schulen kommt. Aber dann lässt man es halt und beschränkt sich aufs Sinnvolle - z.B. das Kuscheln mit dem kranken Kind. Irgendwann ist Corona vorbei, dann werden die Lehrer schon schauen, was gelernt wurde und wo man nachbessern muss."

Das mit dem "einfach mal entspannen" ist sicher leicht gesagt, aber auch ich bin der Überzeugung, dass das Kuscheln im Zweifel wichtiger ist. Und die Kinder, die ausreichend Kuscheleinheiten geniessen dürfen, auch leichter lernen.

@deutlich 18:43

Gehen Sie mal nach Australien oder Kanada. Da ist Homeschooling in manchen Gegenden absolut normal. Dieses sture Festhalten an irgendwelchen Traditionen muss mal aufhören, wenn Deutschland wirklich ein modernes und zukunftsorientiertes Land sein will!

@ werner1955

"Dann sollten diese Eltern mal Ihre Eltern und Großeltern Fragen wie die solche kurzfristigen Probleme gelöst haben. Meine Haben das mit Disziplin , persönlicher Leistung und Verzicht prima hin bekommen." Am 30. April 2020 um 18:37 von werner1955

*

Ja, auf dem Feld mitarbeiten mussten sehr viele Generationen schon in Kindesalter, nur geht es jetzt um Schulbildung.

Und dass früher alles anders war, weil Frauen früher auf einen Beruf verzichtet haben war auch nicht ganz freiwillig von ihnen gewesen. Frauen dürften gar kein eigenes Konto haben und auch keine Arbeitsstelle ohne dass der "Göttergatte" dafür seinen Segen gab.

Klar lebt es sich leichter und Mann schafft mehr, wenn Mann so eine Haussklavin hat.

Viele Eltern haben bald mehr Zeit für Homeschooling

Das ist böse, ich weiß. Aber leider ist es auch wahr.

Vor wenigen Wochen hat Altmaier noch 2 % Schrumpfung der Wirtschaft vorhergesagt, aktuell 6 %, viele Experten sagen 2020 -9% voraus. Nun sind noch Millionen in Kurzarbeit. Im Herbst befürchte ich eine Pleitewelle und einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dazu wird ab nächstem Jahr noch ein starker Preisanstieg kommen.

Ich sage es mal deutlich: das Konzept, Schüler vielleicht nur alle zwei Tage zu beschulen, wird von den betroffenen Elternteilen nicht als hilfreich empfunden werden, wieder in den Job zu kommen oder ihren beruflichen Aktivitäten wieder nachgehen zu können. Dazu kommt die drängende finanzielle Unsicherheit (außer für Beamte).

"Vereinbarkeit von Familie

"Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen"

So eine Formulierung in Bezug auf Homeschooling, hört sich an als ob es sich von Natur aus um eine Tätigkeit für Frauen handelt.

@Peter Meffert

Warum zeigt sich Frau Karliczek dann mit den Musterschülern und Musterschulen?
Mir ist durchaus bewusst, wo die Zustänidkeiten liegen.
Aber immer wieder zu predigen, dass der Digitale Unterricht total gut funktioniert, ist einfach an der Realität vorbei

Realitätsfremd

Meines Erachtens gibt es große Versäumnisse auf seiten der zuständigen Kultusministerien, Bezirksregierungen, Schulämtern und auch auf seiten der Lehrerschaft. Vor allem wurde die Zeit seit Schließung der Schulen nicht genutzt, um Konzepte zu erarbeiten und um mit den zur Verfügung stehenden Mitteln das bestmögliche Ergebnis zu erhalten. Als Vater von 4 Kindern (Ein Schulkind und 3 Kita Kinder) hatte ich das Gefühl, auf seiten der Lehrerschaft verfällt alles in eine sozial und finanziell abgesicherte Schockstarre, während ich und meine ebenfalls berufstätige Frau unser Leben in kürzester Zeit umorganisiert haben. Tatsächlich gab es in den letzten Wochen einen Telefonanruf der Klassenlehrerin mit der Frage nach dem allgemeinen Wohlbefinden und einen Elternbrief. Da darf man berechtigterweise ruhig mal fragen, wie viel Arbeitsstunden in der letzten Zeit aufgewandt wurden, um dem Bildungsauftrag nachzukommen, während ich nun jeden Tag bis 22.00 Uhr arbeite.

Sehe ich nicht so

Also ich habe momentan von vier Kindern ein schulpflichtiges Kind und es geht hervorragend. Bis dato hat uns der Lehrer über die Schule alle Sachen zum Download bereit gestellt und gestern die restlichen Schulmaterialen vor die Tür gelegt. Bis jetzt wurde der ganze Stoff "nur" wiederholt und das fand ich prima, weil so Defizite beim Kind aufgearbeitet werden konnten. Der Lehrer stand mit uns in E-Mail Kontakt und ab nächste Woche geht es auch mit Videokonferenzen von Lerngruppen los ( wohl gemerkt: Grundschule)

Von der Schule wurden an Familien PCs bereit gestellt, die keinen haben oder der Lehrer hat denen dann kopierte Materialien vorbei gebracht. Es gibt für alles eine Lösung, dass jeder arbeiten konnte und alle Kinder jetzt auf einem Wissensstand sind.
Überfordert bin ich auch nicht als nicht berufstätige Mutter und ich finde es auch relativ normal, dass es vor allem Mutter sind, die das stemmen.

Erschreckend

Es ist wirklich erschreckend wie negativ viele Deutsche dem digitalen Lernen gegenüber stehen. Ohne, dass man es überhaupt versucht hat (wenigstens 1 Stunde pro Tag), wird alles pauschal abgelehnt, was neu ist.

Wenn alle doch genauso einfallsreich wären neue Systeme einzuführen, wie wenn es darum geht Ausreden zu finden warum etwas nicht geht, wären wir schon weiter.

Wenn wir es jetzt nicht machen, wann dann?

Dieser ständige Drang sich an den Schwächsten der Gesellschaft zu orientieren (arme Familien) und dadurch den anderen 98% eine Zukunft zu verweigern ist phänomenal (und katastrophal). Anstatt sich Gedanken zu machen, wie man die 2% mit ins Boot holt, wird erst einmal alles abgelehnt.

Kein Wunder, dass die deutsche Wirtschaft in dem Bereich bereits verloren hat.

19:02 von meinungisterlaubt @Anna-Elisabeth

Sie antworten auf den Text de Users "deutlich", dem ich zustimme.

"Mit besser, als die Eltern, meinen Sie hoffentlich, das fachliche und nicht das erzieherische?"

Ich meine in der Tat nur das Fachliche. Erziehung ist in allererster Linie Aufgabe der Eltern, die allerdings nicht immer in ausreichendem Maß stattfindet. Aber das ist ein Thema für sich.

Außerdem gibt es auch das

Außerdem gibt es auch das tolle Lernprogramm Anton. Da macht sogar mein Sohn gerne Mathe und freut sich zu lernen.

@Möbius

da stimme ich Ihnen voll zu.
Ich bin einfach mal gespannt, welche Maßnahmen getroffen werden, wenn die 10 Millionen Menschen, die jetzt in Kurzarbeit sind (und es werden mehr werden), die Mieten und Darlehen nicht mehr bezahlen können.
Welche Solidarität haben wir wohl dann? Ich denke, keine mehr

Übrigens haben sehr viele

Übrigens haben sehr viele arme Familien trotzdem ein Smartphone oder wenigstens ein Telefon, wo der Lehrer einen erreichen kann und das Problem lösen kann.

Unser Lehrer ist 5-6 Stunden rumgefahren, um allen Kindern ihre Schulmaterialien zu bringen, die noch in der Schule waren.
Zumal es auch von Arbeitsämtern usw. Zuschüsse oder dergleichen für einen PC gibt.

Es geht auch analog

Ich wundere mich, dass so viele anscheinend der Meinung sind, das Homeschooling hänge vom digitalen Unterricht ab. So ist es mitnichten.
Zum einen können die Schulen es nicht ändern, wenn die Kinder nicht über die entsprechende Ausrüstung verfügen (obwohl sie ja alle ein Handy und/oder Tablet besitzen, gerade auch die "Bildungsfernen"), solange die Mittel des sogenannten Digitalpakts nicht ausgezahlt werden, zum anderen funktioniert sowohl der Unterricht in der Schule als auch das Homeschooling, wenn entsprechend geplant und von den Eltern eine Struktur vorgegeben wird (die eh vorhanden sein sollte). Unsere Schüler haben ihre üblichen Verbrauchsmaterialien, mit denen sie vertraut sind, dazu kopiertes Material mit ebenfalls vertrauten Aufgabenstellungen, und wir sind regelmäßig per Telefon oder Mail mit ihnen in Kontakt. Ja, das macht viel Arbeit, aber es gehört nunmal dazu.
Die Ausreden "es fehlt an entsprechender Technik" und "die Lehrer tun nicht genug" lasse ich also nicht gelten.

um 18:56 von Möbius

"Privatunterricht zu Hause ist nämlich tatsächlich viel EFFEKTIVER als der Unterricht in der Schule, wo der Lehrer ca. 2 Minuten im Schnitt pro Kind und Unterrichtsstunde an Zeit aufwenden kann!"

——————————

Effizienz...ja, sehr wichtig.
Es soll auch Kinder geben, die durch Peer Groups und die Vielfalt in den Worten und Ansichten Anderer zu Urteilsvermögen reifen in der Schule.

Hätte ich nur Hausmacher Kost bekommen, wäre ich wohl wie mein Vater oder eine x-Variable geworden. Was für eine Verschwendung...

N. Repräsentierend

Eine Studie mit so wenigen Teilnehmern erfüllt keinerlei standardisierter Kriterien zur Feststellung der Validität und Reliabilität.

Eine Auswahl von weniger als 5% kann daher nicht in seinem Umfang repräsentativ die Gesamtbevölkerung in ihrer Handlungsweise interpretieren.

Während der Covid-19 Situation werden sowieso bereits viele unwissenschaftliche Studien berücksichtigt und über sie berichtet(so auch die Heinsberg-Studie, welche sich im Nachhinein als äußerst unwissenschaftlich entpuppte).
Das schadet nicht nur dem Vertrauen zu wissenschaftlicher Arbeit, sondern Ebenfalls dem Vertrauen zu den Medien und ist obendrein einfach falsch.

Ich bitte Sie daher, das Tagesschauteam, entweder über die fehlende Wissenschaftlichkeit zu informieren, oder eine Berichterstattung auszuschließen, wenn eine Studie nicht den wissenschaftlichen Kriterien entspricht.

Mit freundlichen Grüßen,
Johann Sebastian

@18:53 von schneegans

"Es ist kontraproduktiv, wenn für die Probleme Alleinerziehender die ARD ausgerechnet eine Mutter mit 15-jähriger Tochter zeigt. In dem Alter sollte ein Mädchen in der Lage sein, der Mutter gewisse Dinge abzunehmen."

Da haben Sie vollkommen Recht. Wenn ich mir allerdings in Erinnerung rufe, wie ich selbst als Fünfzehnjährige war, frage ich mich, wie meine Eltern (und Lehrer) mich überhaupt ertragen haben.

@ um 18:39 von Peter Meffert

Dass dies alles nicht soo einfach ist und auch nicht in 4 Wochen funktionieren kann, ist völlig klar.
Spätestens jetzt hat man genügend Zeit, dass ganze Schulsystem ein bischen nach vorne zu bringen.
Dieses Schuljahr wird nur noch das nötigste gemacht, das Jahr kann wiederholt werden und die freibleibenden Kapazitäten können sich auf neue Konzepte konzentrieren. Solange Corona andauert, ist sowieso nicht an klassischen Unterricht zu denken.
Machbar ist alles.
Am Geld kann es momentan auch nicht scheitern, wenn man sieht, wie die Milliarden, zu recht, rausgehauen werden.
Aber das muß gewollt werden und man muß endlich anfangen.
Wenn nicht jetzt, wann dann?
PS: Und die Eltern könnten sich jetzt auch massiv organisieren und einbringen , um Schule besser zu machen.

Homeschooling

Eine Frage hätte ich da noch. Wie soll das funktionieren (per Video etc.), wenn man drei schulpflichtige Kinder hat und die Eltern im home office arbeiten? Jeder mit eigenem PC?

19.23h Airam6

„Zumal es auch von Arbeitsämtern usw
Zuschüsse oder dergleichen für einen Pc gibt“.
Wäre,super, ist aber nicht so!

19:18 @Tomoko ... Erschreckend

Erschreckend ist, dass Sie nicht sehen, dass dafür keine ausreichende Infrastruktur gibt,
zumindest nicht überall.
Funklöcher
Keine Client-Server-Struktur in den Schulen
Nicht genügendes Personal zur
Betreuung der IT in den Schulen
Keine Konzepte
...
Die BR liefert das Geld für den
Digitalpakt, aber jedes BL muss sehen wie es klar kommt.
Und wenn ich mir die Frau Digitalministerin anschaue, ... O weh.
Wie soll es los funktionieren, wenn plötzlich solch eine Situation kommt und so gut wie nichts und niemand ist vorbereitet.

@ Tomoko

Wie sieht denn das digitale Lernen in Ihren Augen heute so aus?
da bin ich mal gespannt.

E-learning kann auch Prüfungen ersetzen

Zum Beispiel an der Uni Wien. Natürlich kann man Klausuren auch mit Zeitvorgabe über das Webportal ablegen, „Webinars“ sind seit Jahren in vielen großen Firmen üblich.

Ich finde auch die limitierende Sichtweise auf Schulen als „Wächter“ über die familiäre Situation etwas merkwürdig. Dies offenbart für mich ein eigenartiges Bild das gewisse Leute von der „Familie“ und von der Erziehung durch die Eltern haben. Oder darf „Erziehung“ in Deutschland nur noch in der Schule stattfinden?

Gerade habe ich in der ZDF „heute“ Sendung gehört, dass Jugendämter vermehrt „anonyme Meldungen“ erhalten würden, weil Nachbarn „Gebrüll“ oder „Streit“ gehört haben wollen. Wo leben wir eigentlich ? Zu meiner Zeit noch wurden Lebensgeräusche als das gedeutet, was sie sind. Und die Menschen haben sich noch um ihren eigenen „Kram“ gekümmert! Ich kenne keine einzige soziologische Untersuchung, nach der diese „Nachbarschaftswacht“ jemals Kindesmisshandlung verhindert hätte.

@18:11 von Tomoko

Hallo ! Leider besteht hier offensichtlich keine Ahnung was Armut ist. Schon mal Jahre lang HartzIV gemacht ? Offensichtlich nicht ! Wenn kein geeigneter - neuster und schneller - PC in der Familie besteht, kann auch kaum am Online-Unterricht teilgenommen werden. Wir sind bei der Quad-Prozessor-Technologie bei den PCs angekommen . Schon mal versucht mit einem 1-fach-Prozessor im Internet - heute - was zu suchen ? Offensichtlich nicht !

@ H.Wolf

"... (obwohl sie ja alle ein Handy und/oder Tablet besitzen, gerade auch die "Bildungsfernen")..."

Und worauf basiert diese ihre implizit verächtliche Annahme? Haben Sie dazu eine statistisch unzweifelhaft eruierte Datenbasis, der Sie das entnehmen? Ich kann dazu z.B. auf Statista u.a. nichts finden... Oder geht es nur darum, ihr geliebtes Feindbild und ihre fetischgewordenen Vorurteile diesen Menschen und ihren Familien gegenüber zu pflegen?

Wann ist eigentlich diese Gesellschaft so asozial geworden? Muss irgendwann in den 90er Jahren angefangen haben, denn bis in die 80er sind mir solch menschenfeindliche Einstellungen in dieser Masse nicht untergekommen.

Spaßfrage für Sie: was spricht dagegen, wenn eine Hartz IV-Familie ein pre-paid Handy für ca. 20 € inkl. Internetflat im Monat benutzt, statt einen Festnetzanschluss für 49 € im Monat? Wäre ich in Hartz IV, würde ich meinen Festnetzanschluss ebenfalls als erstes abmelden und auf pre-paid umsteigen!

@19:18 von Airam6

"Von der Schule wurden an Familien PCs bereit gestellt, die keinen haben oder der Lehrer hat denen dann kopierte Materialien vorbei gebracht. Es gibt für alles eine Lösung, dass jeder arbeiten konnte und alle Kinder jetzt auf einem Wissensstand sind."

Das klingt wirklich gut. Ist aber offensichtlich nicht überall möglich. Leider.

"Überfordert bin ich auch nicht als nicht berufstätige Mutter und ich finde es auch relativ normal, dass es vor allem Mutter sind, die das stemmen."

Wieso normal? Wenn mein Partner und ich Kinder gehabt hätten, wäre ich dankbar gewesen, wenn er bei den Hausaufgaben geholfen hätte. Mein Partner war bei Studenten und Mitarbeiten nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil er auch komplizierte Sachverhalte wunderbar erklären konnte. Und er hat seinen Zuhörern immer angesehen, ob sie es verstanden hatten. Wenn er gemerkt hatte, dass dies nicht der Fall war, hat er es einfach nochmal anders erklärt. Der Bessere und Geduldigere sollte das übernehmen - sofern möglich.

Am 30. April 2020 um 19:10 von Magfrad

Volle zustimmung,Danke.

@18:56 von wenigfahrer

"Das sind nämlich 3-4 Grundschulen und 2-3 Gym und 2-3 Hauptschulen, hab jetzt mal eine Nahe Stadt als Beispiel genommen.
Das sind einige Tausend Geräte, das ist nicht machbar."
Leider falsch !
Die Kommunen haben sich - in diesen Corona-Zeiten - an die Bundesregierung zu wenden, und die erforderlichen Gelder und Möglichkeiten einzufordern. Wenn da im zuständigen Rathaus unfähige Leute sitzen, die nix in die Reihe bekommen, dann liegt der Fehler dort.

@ um 19:11 von Tada

Frauen haben früher auf einen Beruf verzichtet?
Meinen Sie einen klassischen Erwerbsberuf?
Es gab wahrscheinlich kein Zeitalter in der Menschheitsgeschichte, in dem Frauen nicht auch immer gearbeitet haben. Und zusätzlich auch fast immer noch für andere Leute.
Bergeweise Hausarbeit, Kinder, Küche, Garten, Landwirtschaft und zu pflegende Angehörige gab es im Leben einer Frau bis mindestens zum 2. Weltkrieg auch ganz ohne einen klassischen „Beruf“, aber über Jahrhunderttausende.
Das Frauen nicht gearbeitet haben, war die Privileg derer, die sich das leisten konnten.
Und selbst dort musste der Haushalt organisiert und das Personal überwacht werden.
In unserer Zeit ist leider die Erwerbsarbeit für Frauen hinzugekommen.
Warum Frauen das als Emanzipation begreifen und sich nicht weigern, das mitzumachen, werde ich niemals verstehen.
Auch die Betreung der Hausaufgaben war eine Aufgabe der Frauen, seitdem es die Schulpflicht gibt.
Das Männer dabei helfen, ist eine Errungenschaft der Moderne.

@ um 19:37 von Anna-Elisabeth

Für Schüler reichen anständige Tabletts.

Prioritäten

@18:44 von Silverfuxx
@18:11 von Tomoko
Ich kann das Argument nicht mehr hören. Wir haben eine Grundsicherung, die liegt je nach Miete bei zwei Kindern über 2000 Netto im Monat. Ich brauche mit meiner Familie weniger.

Das ist sehr erfreulich. Aber es geht hier ja um Deutschland und nicht Ihr Heimatland.
Hier ist `Grundsicherung´, also Hartz IV, nicht so üppig:
https://www.hartziv.org/regelbedarf.html

Alleinerziehende Person: 432€
Kinder bis 5 Jahre: 250€
Kinder 6-13: 308€
Sähe die Familie also so aus, wären das nichtmal die Hälfte Ihrer mindestens 2000 Netto.

Es war von Familie mit 2 Kindern plus Miete die Rede. Noch versteht man ohne Zusatzbezeichnung eine Famile als Vater, Mutter, Kind und nicht Alleinerziehend. Neben Miete können noch weitere Zuwendungen hinzu kommen. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Die 2000€ im Schnitt pro Monat sind realistisch, wenn dann die Hardware nicht vorhanden ist liegt es mitnichten am Geld sondern an den Prioritäten.

Inzwischen gut eingespielt

Das Lernen zu Hause ist in meiner kinderreichen Familie inzwischen gut eingespielt. Etwa 3 Studen am Tag dauert es. Bei Referanten o. ä. auch länger.
Meine Kinder berichten, dass sie viel mehr aufnehmen, als in 6-8 Schulstunden in der Schule. Sie haben mehr Zeit zum Spielen oder für ihre Hobbys.

Der objektive Vorteil ist, dass erzogene Kinder nicht mehr das ausgeleichende Element für weniger gelungene Kinder in der Klasse sein müssen. Im Schulalltag geht so viel Zeit durch die Störer aka Inklusion und sonstige Experimente verloren.

Nur eine Lösung!

Schule und Kitas öffnen und zwar im Normalbetrieb - das haben die Kinder verdient.

@ Magfrad

Das Problem ist, dass man den Menschen - & hier vor allem den Frauen - mitunter sehr erfolgreich eingetrichtert hat, dass man nur ein halber Mensch sei, wenn man nicht einen guten Job in der Bank oder bei einem mittelständischen Betrieb habe, & dass Hausfrauen prinzipiell die Emanzipation nicht verstanden hätten, dass völlig in Vergessenheit geraten ist, was es eigentlich mit dem Konzept "Familie" wirklich auf sich hat!

Viele mir bekannte Eltern jedenfalls betrachten ihre Kinder hautpsächlich als Hobby, nicht als Berufung, oder maximal als Statusobjekt um sich im Freundeskreis damit zu brüsten, wie gut doch ihr Max oder ihre Amelie in der Schule sei & er oder sie bestimmt Arzt oder Juristin werden wird! Kinder dienen oftmals meines Erachtens nur noch der eigenen Hybris der Eltern... sie werden zu Sachen degradiert ("Mein Haus, mein Auto, mein Kind...")

...in meinen Augen eines der alten Übel der bildungsbürgerlichen Mittel- & Oberschicht! In der Vergangenheit genauso wie heute!

@19:03 von Tomoko

Hallo ! Schön das hier die Lebenserhaltungskosten in Sachen HartzIV aufgelistet werden. Aber wo ist der HartzIV-Zuschuss für den schnellen Internetanschluss und einem Quad-Prozessor-PC ? Bitte noch mal beim HartzIV-Amt nachfragen, wie das geht.

Um 19:47 von 0_Panik

Ich mache jetzt seit 6 Wochen Homeoffice, mit einem 8 Jahre alten Laptop von Aldi mit 1 GB Ram. Funktioniert genauso gut wie bei meinen Kollegen. Es liegt offensichtlich an den Einstellungen ihres Routers das es nicht funzt.

um 19:03 von Tomoko

"Alle können digital lernen.

1) Eine 4köpfige Familie erhält deutlich über 2000 Euro Netto pro Monat inkl. Miete in der Grundsicherung. Sie zählen keine KV, keine GEZ, keine Heizkosten und erhalten Zuschüsse für die Schule. Sie haben auch ALLE ein Smartphone. Das Thema ,,arm" lasse ich nicht gelten..."

Der Tenno hat gesprochen.
Ich weiß nicht aus welcher Statistik Sie herausgelesen haben, daß 2% Familien in Deutschland als arm oder von sorglosen Statistikern als diese definiert worden sind. Ganz sicher weiß ich aber, daß Ihr Entwurf vom Wohlfahrtsmanagement, das Eltern und Kinder mit zuviel Geld und zu wenig Fordern verhätschelt, ziemlich arrogant klingt.

Online Unterricht mag in China und Japan, in denen viel aggressiver gepaukt wird auf Anpassung und rationelle Verwertbarkeit von Menschen auf Kosten von Individualität, Mittel und ein willkommenes Steuerungsinstrument für die Vereinfachung von Regierungshandeln sein, aber Lernen (fürs Leben) ist was anderes.

@Magfrad

wenn das so ist, dann muss man dir wirklich Respekt zollen, aber die Erfahrung zeigt bei solchen Beiträgen, dass sie immens übertrieben sind und weitab jeglicher Realität!!!!! ( …..habe ich an schulfreien Tagen und in den Ferien.....) Zusatzunterricht? Willst du uns das ernsthaft einreden? Unterricht zu Hause ist doch erst jetzt ein Thema!? Plötzlich sind alle die absoluten Mustereltern. Es hat trotzdem einen Grund, warum Kinder in der Schule unterrichtet werden, denn die Beziehung zwischen Kindern und Eltern leidet logischerweise, denn sonst bräuchten wir ja nicht Lehrerinnen ( wie auch deine Cousinen) und könnten kostengünstig ohne pädagogische Aubildung unsere Kinder selbst unterrichten!

@19:37 von Anna-Elisabeth

Ist richtig. Geht so nicht. Da muss ein Home-Netzwerk her. Die Kosten dazu müssen ggf. HartzIV-Empfänger-Familien erst mal beim HartIV-Amt genehmigt bekommen.

"Homeschooling" belastet besonders "sozialschwache" Familien

Für wen ist "Homeschooling" oder Privatunterricht weitgehend problemlos, selbst wenn es teuer wäre?
Für die privilegierten Familien in Villen in gehobenen Wohngebieten mit entsprechender Nachbarschaft.

Und wen trifft die volle Wucht der Ungerechtigkeit noch mehr als bisher?
Arme oder bildungsferne Familien, hier besonders die Kinder und noch mehr die jener Eltern ohne besondere Sprachkompetenz.
Und die wohnen in "Wohnsilos" auf kleiner Fläche.
Alles schon oft erwähnt. Aber hilft es denen?

@19:18 von Tomoko

"Dieser ständige Drang sich an den Schwächsten der Gesellschaft zu orientieren (arme Familien) und dadurch den anderen 98% eine Zukunft zu verweigern ist phänomenal (und katastrophal). Anstatt sich Gedanken zu machen, wie man die 2% mit ins Boot holt, wird erst einmal alles abgelehnt."

Wir haben doch derzeit den Vollkasko Nanny-Staat:
Den Bürgern wird das meiste weggenommen, um es anschließend großzügig im Sinne der aktuellen Ideologie zu verteilen. Besser wäre es allen mehr zu belassen und nur den wirklich Schwachen gezielt unter die Arme zu greifen.

Die aktuellen Betretungsverbote (so heißen die Schließungen im Behördendeutsch) von Schulen und Kitas zeigen, dass es durchaus auch ohne Fremdbetreuung in der BRD geht.

@19:49 von RoyalTramp

"Wann ist eigentlich diese Gesellschaft so asozial geworden? Muss irgendwann in den 90er Jahren angefangen haben, denn bis in die 80er sind mir solch menschenfeindliche Einstellungen in dieser Masse nicht untergekommen."

Das habe ich mich auch öfters gefragt. Der Psychiater Michael Winterhoff meint, dass (auch) diese Probleme etwa 1995 begonnen haben.

@RoyalTramp 20:03

Also Eltern die ihre Kinder ernsthaft als Hobby betrachten und es nicht als Berufung ansehen Eltern zu sein die tun mir wirklich Leid, muss ich so sagen, denn die verpassen dann sehr viel! Ja mir war immer wichtig als Vater, dass meine Kinder gut in der Schule sind, meine Kinder wussten auch, dass ich ihnen bezüglich fester Freund/feste Freundin, Feiern, Spät nach Hause kommen viel durchgehen lasse. Wenn eines meiner Kinder allerdings mit einer 3- nach Hause kam von der Arbeit dann war ich sauer und dies wussten meiner Kinder auch und haben sich immer sehr angestrengt. So haben meine 4 Kinder alle einen Schnitt zwischen 1.2-1-4 beim Abi gehabt. Ich stimme Ihnen komplett zu, dass es schlimm ist, wenn Frauen die auf ihre Kinder aufpassen, den Haushalt schmeißen und Hausfrau sind in der Gesellschaft wie minderwertig behandelt werden. Im Übrigen find ich, dass man die Väter mal loben kann. Oftmals wird ein falsches Bild des nicht fürsorglichen Vater gezeichnet der die Frau alleine lässt.

@20:05 von Dicodes

Nee ! Bei mir alles technisch super. Auch der Internetanschluß.
Nur wer wenig sucht, und wenig am PC macht, merkt auch nicht, wie lahm ein 1-Prozessor-PC ist. Zudem verfügen nicht alle Haushalte über einen schnellen Internetanschluß, das gilt insbesondere für ältere Sozial-Wohnsiedlungen

@ Tomoko

Sie versteifen sich bei "arm" auf das Konzept der absoluten Armut, die es so in Deutschland (gottseidank!) so nicht gibt. Für eine Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft wie Deutschland gilt jedoch das Prinzip der relativen Armut: wie viel Geld braucht es, um aktiv am gesellschaftlichen Leben partizipieren zu können? Und da ist Hartz IV nur ganz knapp drüber.

Im ersten Moment klingt es zwar wirklich super, wenn eine 4-köpfige Familie in Köln 2200 € vom Jobcenter for nothing bekommt. Aber wie viel bei den aktuellen Lebenshaltungskosten in Köln am Monatsende davon noch übrig bleiben, ist nicht der Rede wert. Zumal: Kindergarten ist leider nicht umsonst, genausowenig Kernzeitbetreuung. Da können Sie sich die "Zuschüsse für die Schule" (genannt "Bildungspaket Teilhabe") echt sparen: ein Minusgeschäft bleibt es trotzdem, das Kind in Deutschland beschulen zu lassen. Dieses Minus belastet Hartz IV-Empfänger u.a. mit Abstand mehr, als jemanden mit mittleren Einkommen so wie Sie.

Homeschooling

In der Grundschule meiner Frau, in einer mittelgroßen Stadt in NRW, funktioniert Homeschooling richtig gut. Die Schüler können ihre Lehrer jederzeit, auch am Wochenende, zu Hause anrufen und Probleme klären. Die Schulplegschaft hat dafür gesorgt das auch mittellose Kinder ein
(gebrauchtes)Smartphone bekommen haben.
Eltern, Schüler und Lehrer sind zufrieden. Man muss es nur wollen und die Ümstände akzeptieren und nicht immer nur meckern und andere verantwortlich machen.
Bleiben Sie gesund.

@Noxi 20:08

Es ist wirklich so. Mein Ziel war immer, dass ich es schaffe meine 4 Kinder so zu erziehen, dass sie vielleicht, wenn sie es wollen eine Position in meinem Unternehmen einnehmen können (gezwungen habe und hätte ich sie niemals dazu). Es ist inzwischen der Fall, das jedes meiner Kinder in meinem Unternehmen tätig ist und mir sehr viel Arbeit abnehmen kann. Darum mache ich mir auch keine Sorgen, wenn ich irgendwann mal das Unternehmen in die Hände eines meiner Kinder gebe. Ja meine Kinder haben Zusatzunterricht bekommen seit sie 14 Jahre alt waren. Bei jedem der Kinder war der Wunsch in meine Firma einzusteigen früh da (sie kamen zu mir und erwähnten es) und sie haben schon sehr früh in Sachen Wirtschaftswesen und Betriebswirtschaftslehre vieles erfahren. Es ist sicher auch ein Einzelfall und nicht vergleichbar mit allen Kindern, dies maße ich mir auch nicht an.

@20:03 von RoyalTramp @ Magfrad

"Viele mir bekannte Eltern jedenfalls betrachten ihre Kinder hautpsächlich als Hobby, nicht als Berufung, oder maximal als Statusobjekt um sich im Freundeskreis damit zu brüsten, wie gut doch ihr Max oder ihre Amelie in der Schule sei & er oder sie bestimmt Arzt oder Juristin werden wird! Kinder dienen oftmals meines Erachtens nur noch der eigenen Hybris der Eltern... sie werden zu Sachen degradiert ("Mein Haus, mein Auto, mein Kind...")"

Wieso nur kommt mir das so bekannt vor. Wenn von diesen kleinen Superhelden dann einer unangenehm auffällt, ist er vermutlich hochbegabt.

@ Magfrad

Ich ziehe meinen virtuellen Hut vor Ihnen, auch wenn wir sonst in vielen Dingen nicht einer Meinung sind.

Albern

Ich habe heute zum ersten Mal im meinem Leben geheult, weil gar nichts klappte. Ich lebe nicht in D, sondern UK. Ich habe 3 Kinder, 14,11,8 - und eine Start-up Firma - alle Kinder erhalten jeden Tag Homelearning fuer 4 - 6 Faecher - 2 brauchen mit Mathe immer Hilfe, eins versteht franzoesische Grammatik nicht, alle drei moechten einfach raus und ihre Freunde sehen; die Teenagerin ist ein Fall fuer sich - das juengste Kind schrie heute nur, schlug mich und wollte keine Schularbeiten machen, nichts essen . Das Haus sieht unmoeglich aus. Ich konnte fuer meine Firma diese Woche nichts machen. Ich meister normalerweise mein Leben - aber diese Woche fand ich schlimm. Ich dachte am Anfang des Homeschoolings wir koennen so viel zusammen machen, lernen ...

@ Anna-Elisabeth

"Wieso nur kommt mir das so bekannt vor. Wenn von diesen kleinen Superhelden dann einer unangenehm auffällt, ist er vermutlich hochbegabt."

Ohne Witz, aber genau DAS hat die Familie, die gegenüber von uns wohnte, tatsächlich mal gesagt! Ist aber schon ewig her. Ich musste gerade laut lachen, als ich mich daran wieder erinnert habe. Großartig! ^^

Nachtrag

Schade, in welche Richtung sich die Debatte entwickelt. Um auf den Leitartikel der Tagesschau Bezug zu nehmen, grenzen viele Beiträge an Themaverfehlung. Ich persönlich finde es schade, dass so wenig Empathie herrscht und das Kind schlichtweg zum Statussymbol erklärt wird. Meines Erachtens ist es mutig, dass es in unserer Gesellschaft Menschen gibt, die sagen können, dass manches schwer fällt oder sie unter Druck stehen. Falls es Jemanden interessiert, kann ich den Dokumentarfilm "ALPHABET" empfehlen, der mir persönlich sehr zu denken gegeben hat und mich vieles neu bewerten hat lassen. Ich wünsche allen Eltern, deren Kinder eben Kinder und keine zu funktionierenden Roboter sind viel Kraft, Mitgefühl, Geduld und gute Laune für die nächsten Wochen.

@17:11 von Magfrad - Ich bin ja oft Ihrer Meinung aber net heute

...Es kann doch nicht sein nur weil Eltern ihren Kindern nicht gut bei Hausaufgaben helfen können,
der Familie gleich das Jugendamt aufhetzen!

Dafür ist das Amt auch nicht da.

---

Das hat auch nicht unbedingt etwas mit Inteligenz der Eltern zu tun.
Meine Mutter war eine sehr gute Schülerin, vor allem in Deutsch.
Aber als ich in der Grundschule war und zudem Legasteniker,
hatte auch meine Mutter ihre Schwierigkeiten mir bei meinem Hausaufgaben zu helfen.
Denn man muß auch mal überlegen wieviele Jahre manche Eltern schon aus der Schule raus sind.
Und der Unterrichtsstoff ändert sich auch alle paar Jahre.

Ich selber habe vor einigen Jahren bei meinen Freunden die Matheaufgaben deren Kinder (Grundschule) angesehen.
Alter Schwede, da mußte ich als E-Techniker schon mal grübeln.
Denn der Stoff wurde 1. "blöd" erklärt und 2. ich war zu lange aus dieser Matherie raus.

Wäre es z.B. um rechnen mit komplexen Zahlen gegangen, wäre es kein Problem für mich gewesen.

@Royaltrump

Versteh ich nicht. Ich benötige weniger als 2000 Euro und komme gut klar mit meiner Familie. Weshalb sollte dann eine Familie mit gleichem Einkommen ohne Arbeit keine Möglichkeit haben sich die Hardware zum Digitalen Lernen zu kaufen?

Liegt offenbar nicht an den Einnahmen, sondern den Prioritäten bei den Ausgaben.

Und selbst wenn es Familien gibt, die sich das nicht leisten können, ist das ein Grund, dass es allen verweigert wird? Warum? Was ist die Alternative? Arbeitsblätter ausfüllen und Steinchen bemalen?

Was absolut nicht geht haben ja jetzt alle vermeldet. Was sind die Vorschläge als Ersatz für Präsenzunterricht?

Ein Rapsberry Pi 3 kriegt man für unter 40 €

Das Netzteil für 8,4 € und die USB Tastatur für unter 10 €.
Macht zusammen also 60 €.
Als Display reicht der Fernseher mit HDMI Anschluss.

Es kann mir also keiner erzählen, dass man sich einen Computer nicht leisten könnte.

Und selbst wenn man einen x86 PC nimmt, muss man da Neu kaum mehr als 150 € ausgeben.
Mainboards mit aufgelöteter x86 CPU gibt es für 50 €.
Dazu noch ein Gehäuse mit integriertem Netzteil für 40 €.
Einen RAM Riegel mit 4 GB für ca. 20 € und noch eine kleine 120 GB große SSD für 25 € und fertig ist der PC.
Als Bildschirm eignet sich auch hier der Fernseher mit HDMI Eingang.
Und als Betriebssystem nimmt man ein Debian Linux, das kostet nichts.
Gebraucht oder als Komplett PC geht's möglicherweise noch günstiger.

Das man sich keinen Computer leisten könne, der sich für das Homeschooling eignet, halte ich daher für ein unwahre Behauptung.

Natürlich ist hier der Staat gefragt, in dem er nicht Windows als Betriebssystem vorschreibt, denn die Lizenz kostet schon 100 €

Ganz so einfach ist das nicht

Ganz so einfach ist das nicht liebe(r) Herr/Frau Magfrad, denn Homeschooling ist etwas grundsätzlich anderes als Hausaufgaben betreuen. Oder ist Ihnen aus dem Stegreif klar, wie Sie einem Grundschulkind die Subtraktion im Hunderterraum mit Zehnerübergang so beibringen können, dass das Schulkind das versteht, nachvollziehen, einüben und verstetigen kann, ohne dass dabei die Motivation leidet, ohne dass Sie selbst die Gedult verlieren, insbesondere dann, wenn Sie nebenher noch ein Kindergartenkind zu betreuen haben und just in dem Moment der Chef anruft und Ihnen zu verstehen gibt, dass die Hütte brennt? Also wenn Sie das können, dann aber Hut ab! Ich tu mich schwer damit, vor allem, wenn ich für den Job gerade auch noch ein Programm zur Lösung spezieller Strömungsdifferentialgleichungen schreiben soll, wofür ich tatsächlich auch mal für mehr als 5 Minuten Konzentrierte Ruhe bräuchte.

20:38 von AIMSaa

Ich dachte am Anfang des Homeschoolings wir koennen so viel zusammen machen, lernen …

Ja, am Anfang ist das auch noch nett. Zeit füreinander, Ideen.
Aber nach der zehnten Runde Monopoly oder dem dreißigsten Mal Vier gewinnt, dem 75. gemalten Bild...
Homeschooling kann nur eine kurzzeitige Alternative sein und in keinem ! Fall anderweitige Betreuung ersetzen.
24 Stunden 7 Tage die Woche, Spielplätze zu, keine gleichaltrigen Spielpartner, keine Ausweichmöglichkeiten, das kann nicht lange gut gehen.

Sorry für Sie... es wird wieder besser werden.

Ganz so einfach ist das nicht

Liebe(r) Herr / Frau Tomoko, Online mag was schönes sein, unumstritten, ich mach das auch ab und zu und bin zufrieden damit. Aber nicht ein Kindergartenkind und auch noch kein Grundschulkind. Die lernen für ihre Lehrerinnen und Lehrer, sind noch viel stärker angewiesen auf direkte Ansprache, auf Eindrücke über alle ihre Sinne und können nur schwer allein mit dem umgehen, was über die Mattscheibe rieselt. Das wird übrigens auch von sehr vielen Kinderpädagogen und Kinderärzten so gesehen. Digital gehört nicht in die Grundschule. Und übrigens: Bei uns ist das komplette System mit DVD Player und Fernseher eben erst einem Streit der Kinder zum Opfer gefallen. Und, wer hätte das gedacht, seither herrscht eine wunderbare, entspannte und kreative Atmosphäre, uns hätte nichts besseres passieren können. Nur digital geht nun erst einmal nichts mehr. Wie schön!

Was machen die Lehrer?

Ich glaube, vielen ist nicht so ganz klar, dass man aus verschiedenen Gründen nicht einfach den normalen Unterricht von heute auf morgen mit Konferenzschaltungen fortsetzen kann. Bisher gab es in Deutschland eben Präsenzunterricht. Organisatorisch ist es schwierig, das zu koordinieren zwischen verschiedenen Lerngruppen und Lehrern. Die Technik müsste das leisten und nicht überlastet werden. Alle Schüler müssten funktionierende Geräte haben, oft teilen sich mehrere Familienmitglieder eins (was in normalen Zeiten ja auch reicht). Alle müssten das nötige Know-How haben, auch die Schüler. Woher soll das plötzlich kommen? Also macht man erstmal einen Mix aus Arbeitsblättern, Aufgaben in den Lehrbüchern und digitalen Angeboten. Alles, was die Schüler schicken, zu kontrollieren, ist oft illusorisch, denn man hat oft über 100 Schüler in verschiedenen Klassen zu betreuen, das ist zeitlich einfach nicht möglich, also muss man das verteilen. Und so weiter, das muss sich eben erst einspielen.

@nie wieder spd - Ein Leben für Haushalt und Kinder?

19:55 von nie wieder spd:
"In unserer Zeit ist leider die Erwerbsarbeit für Frauen hinzugekommen. Warum Frauen das als Emanzipation begreifen und sich nicht weigern, das mitzumachen, werde ich niemals verstehen."

Ich werde nie verstehen, warum Männer lieber arbeiten gehen, als sich für ein regelmäßiges Taschengeld von Ihrer Frau um Haushalt und Kinder kümmern wollen... :)

Apropos "unsere Zeit" - schon meine Oma hat ihr ganzes Leben gearbeitet und die wäre jetzt 80.

Lehrerbashing

Ich höre ich bald auf, Lehrer zu sein. Da habe ich diese Woche in 4 Tagen 12 (!) Videokonferenzen mit Unterricht incl. Gruppenarbeiten etc gehabt (bei 7 Klassen), am Sonntag bis spät in die Nacht tagesgenau formulierte Arbeitsszeitpläne mit genauer Information zum Zeitmanagement, Lösungen etc. für die folgende Woche formuliert (um meine Kinder muss ich mich übrigens auch noch kümmern), Hausaufgaben eingesammelt und nach Möglichkeit Feedback gegeben, mich nebenher intensivst über alternative Möglichkeiten informiert, die man bisher nicht gebraucht hat und vielfach später nicht mehr benutzt werden, weil ja dann zum Glück wieder normal Unterricht ist und das dann nicht mehr für den normalen Alltag gebraucht wird, und dann lese ich hier, dass jetzt zuerst einmal die Schule gefragt sei, die Kids zu motivieren. So etewas Unqualifiziertes! Man kann sagen "Ein möglicher Grund" und es dann neben anderen anführen, aber so ist das das Gegenteil von Wertschätzung und plump polarisierend.

Wieviele alleinerziehende Frauen haben wir?

> Der Unterricht zuhause wird zudem offenkundig vor allem von den Müttern gestemmt.<

@20:49 von Wasserkocher

"Und selbst wenn man einen x86 PC nimmt, muss man da Neu kaum mehr als 150 € ausgeben.
Mainboards mit aufgelöteter x86 CPU gibt es für 50 €.
Dazu noch ein Gehäuse mit integriertem Netzteil für 40 €.
Einen RAM Riegel mit 4 GB für ca. 20 € und noch eine kleine 120 GB große SSD für 25 € und fertig ist der PC.
Als Bildschirm eignet sich auch hier der Fernseher mit HDMI Eingang.
Und als Betriebssystem nimmt man ein Debian Linux, das kostet nichts."

Und damit kennen sich die, um die es hier geht natürlich bestens aus.
Aber immerhin eine schöne Gelegenheit, dem verehrten Publikum hier im Forum Ihr Wissen zu präsentieren.
Aber fragen Sie doch einfach an der nächstgelegenen Schule nach, ob es dort Schüler gibt, die (bzw. deren Eltern) Ihre Untestützung in diesen Dingen brauchen könnten.
Wäre 'ne echt gute Tat.

@19.52h Anna-Elisabeth

„Wenn mein Partner und ich Kinder gehabt hätten..“
GENAU da liegt die Krux, manchmal/meist ist es so, das auf andere Leuts Kinder es leichter ist einzugehen und auch Einfluss zu nehmen, als auf die eigenen Kinder!
25 Jahre Berufserfahrung mit Schulkindern und Heimkindern, zzgl. die eigenen nach Feierabend, an Wochenenden, Feiertagen, bei und in eigener Krankheit, in allen Lebenslagen zuhause haben. Nicht zu vergessen, das Umfeld, was einem aufgezwungen wird.
Toi, toi, toi, meine werden bewundert, deshalb sage ich oft: das sind meine Visitenkarten“

@21:08 von Anna-Elisabeth

Ich und viele meiner IT affinen Kollegen sind in diversen Computerforen unterwegs und gebe dort gerne kostenlose Hilfestellung. Man muss mich und die anderen nur dort fragen.

Vor Ort gibt es noch LUGs (Linux User Groups) und Computervereine wo auch Hilfestellung gegeben wird. Manche bieten auch Linux Installationsparties an, wo man einfach den Rechner vorbeibringen kann.
Hochschulen machen da auch gerne mit.

@ Wasserkocher

Und wer erklärt den Eltern anschließend, wie man Linux oder Win10 bedient? Und wie sollen die Eltern es dann ihren Kindern erklären?

Übrigens: es braucht keinen Raspberry Pi. Mit Smartphone & Videofonie klappt es häufig auch, auch wenn das Usererlebnis eher mager ist. Aber zur Not...

Trotzdem: Um Dinge wie Zoom, Microsoft Teams, CiscoWebEx oder wie all die Plattformen auch heißen mögen benutzen zu können, braucht es häufig ein Wissen über die Anwendung von IT-Lösungen, über das z.B. ein Hauptschulabgänger oder "Bildungsverweigerer" (um bei den Vorurteilen über Hartz IV zu bleiben) selten verfügt. Skype ginge da schon eher, aber mit den techn. Störungen, die häufig noch dazu kommen, haben oftmals selbst onlineversierte Füchse unter den Lehrerkräften nicht selten zu kämpfen.

Es ist nicht alles so "easy", wie Sie es sich vorstellen. Sie schließen da zu sehr von sich auf Andere. Es ist schön, wenn Sie die digitalen Welten so einfach aus dem Effeff heraus wuppen können.

@20:19 von Magfrad @RoyalTramp 20:03

"Im Übrigen find ich, dass man die Väter mal loben kann. Oftmals wird ein falsches Bild des nicht fürsorglichen Vater gezeichnet der die Frau alleine lässt."

Da stimme ich zu. Das ist immer das Problem, wenn es um rein statistische Merkmale geht. Weder die Mehrheit noch die Minderheit wird dann differenziert betrachtet. Es gibt dann sozusagen nur Kamm und Bürste.

21:03 von Nachfragerin

Zitat:"Ich werde nie verstehen, warum Männer lieber arbeiten gehen, als sich für ein regelmäßiges Taschengeld von Ihrer Frau um Haushalt und Kinder kümmern wollen... :)"

Klasse Kommentar! Wie lautete dieser dämliche Schlager damals? "Das bisschen Haushalt..."

Das sehe ich anders

"" Die Ergebnisse sind ernüchternd: Ein Viertel der Eltern, die ihre schulpflichtigen Kinder während der Corona-Krise zuhause betreuen, sehen durch das "Homeschooling" eine Belastung der Beziehung zu ihren Kindern. ""
#
Wir meine Frau und ich haben immer zu Hause mit den Kinder die Schulaufgaben durchgesehen und dabei geholfen.
Das ist doch eine ganz normale Sache wenn man Kinder hat.So sehe ich es jedenfalls.

@RoyalTramp

Die Kinder können das meist besser als die Eltern. Die Kinder können also Linux den Eltern erklären.

Außerdem gibt es heutzutage noch Youtube, wo man sich vieles zeigen lassen kann wie etwas am Computer geht.
Wenn das Öffentliche Rechtliche Fernsehen seinen Bildungsauftrag mal wahrnehmen würde, dann könnte natürlich auch von diesem etwas dazu kommen, aber ich schätze mal die dürfen nicht, weil sie dann wieder konkrete Softwareprodukte erklären müssten und das ist ja ein Verstoß gegen das Werbeverbot.

Zum Thema Zoom, Microsoft Teams, CiscoWebEx und Skype, also dem Thema Videokonferenzsoftwarae gibt es eine Open Source Alternative Namens Jitsi, diese kostet nichts.
Das gilt auch für den dazu passenden Server, den dann die IT der Schule stellen kann.

In der Wikipedia finden sie unter dem Artikel "Jitsi" weitere Informationen dazu.

Unglaublich

Auch fuer die Erziehung unserer Kinder gilt:
Über das Virus wissen wir nur was eine Hälfte der "Experten" sagen. Unser Herr Spann kennt sich nicht aus, ist kein Mediziner, und so glauben wir denjenigen, die die Politik und die unverhältnismässigen Massnahmen mit ihrer Interpretation, was ist Covid19, unterstützen. Die andere Hälfte, mindestens genauso kompetent, aber nicht am Ruder der Macht, wird nicht gehört. Letzteres wäre aber die Pflicht der Regierung in einer offenen Gesellschaft: es muessen alle Argumente auf den Tisch, um nicht falsche Schluesse zu ziehen. Das passiert aber, weshalb sich Widerstand regt und wächst, von Herrn Schäuble, den Unternehmern als auch Mittelständlern, die die Verhältnismässigkeit der Mittel u die Verstösse gegen die Verfassung monieren. mit Recht! Wir muessen aufpassen, dass Frau Merkel u Team auf ihre letzten Tage dieses Land nicht in den wirtschaftlichen Abbiss manöviert u auf Generationen hinweg die Grundlagen für unsere Existenzen zerstört

@21:09 von Marieke @19.52h Anna-Elisabeth

"Toi, toi, toi, meine werden bewundert, deshalb sage ich oft: das sind meine Visitenkarten"

Dem ist dann vermutlich auch so. Herzlichen Glückwunsch.

Ich hatte ja weiter oben schon anklingen lassen, dass ich als Fünfzenjährige für Eltern und Lehrer eine personifizierte Katastrophe war. Hätte ich sowas wie mich als Tochter gehabt, ich wäre wohl übergeschnappt. Meine Eltern und Lehrer haben ihr Bestes gegeben, aber ich habe mich taub gestellt. Erst spät habe ich erkannt, wie recht sie alle hatten.
Ich denke, es ist gut, dass ich keine eigenen Kinder hatte. Bei dem Versuch, Kinder vor den eigenen Fehlern zu bewahren, kann man sehr viel falsch machen.

@Nie wieder spd um 18:15

Ich weiß ja nicht, wo Sie wohnen. In meinem Wohnzimmer mit Fenster nach Westen habe ich LTE-Empfang. Meine Nachbarn mit Fenster nach Osten gehen in den Garten, um LTE-Empfang zu haben.

@ Nachfragerin

Dass ist in der Tat übrigens auch so ein neuzeitliches Phänomen: wenn von "Hausfrau" die Rede ist, haben die meisten, die dem Konzept der "Hausfrau" den zivilisatorischen Kampf angesagt haben, wohl eher das idyllische Familienbild der End-50er & 60er vor den Augen. Dieser Typ "Hausfrau" ist auch m.E. nicht schönzureden!

Wie war aber das Berufsbild einer Hausfrau vor über 100 Jahren? & ist es insofern gerechtfertigt, Hausfrauen per se zu Dummchen der Evolution zu erklären?

Ich bin der Meinung: Hausfrau zu sein war meistens mit der härteste "Beruf", den es überhaupt gab. Wenn ich alleine meine eigene Familiengeschichte durchforsche, kann ich mitunter das Leid meiner Urgroßmütter manchmal fast schon körperlich spüren. Was das für irre Umstände waren, in denen sich Hausfrauen damals behaupten mussten! Alleine der Gedanke daran, 9 Kinder in die Welt zu gebären & zusehen zu müssen, wie 7 davon trotz aller Schinderei sterben & trotzdem weiterkämpfen, nicht aufgeben! Ich erstarre in Demut!

21:22 von schiebaer45

Zitat:"Ein Viertel der Eltern, die ihre schulpflichtigen Kinder während der Corona-Krise zuhause betreuen, sehen durch das "Homeschooling" eine Belastung der Beziehung zu ihren Kindern. ""

Kann ich nachvollziehen. Hilfe durch Eltern ist von Kindern, spätestens ab der Pubertät, nicht immer erwünscht. War bei meinen genauso und meine Frau und ich waren beide Lehrer. Kam ein Fremder, um zu helfen (Onkel, Tante, Schulfreund...), ging's auf einmal ganz glatt. Das war vielleicht frustrierend für die "Profis"...

21:29 @Wasserkocher @RoyalTramp

Sie versuchen gerade zu erklären, wie Kinder bzw. Familien, die keinen PC haben, ggf. kein Smartphone o.ä., sich bei YouTube oder Wiki informieren können.
Merken Sie was? :)

Zum Nachbarn oder zu Freunden dürfen sie ja nicht.

Die meisten Lehrer sind absolut klasse!

Die meisten Lehrer kompensieren gerade für die bescheidene Bildungspolitik der verschiedenen Länder.
Ich habe von so vielen Lehrern gehört die Material zusammenstellen, Wochenpläne erstellen, Schüler anrufen...aber auch von anderen, das ist in jedem Beruf so es gibt solche und solche.
Was mich nervt ist das viele Lehrer keine Chance haben sich weiterzubilden. Wenn man aus der Uni raus ist, hat man selbst dafür zu sorgen auf dem neusten Stand (der Technik, Lernmethoden etc.) zu sein. Lehrer aus einer befreundeten Grundschule wollen Digitale Median und Smartboards - aber zu allererst wollen sie eine Fortbildung um zu lernen was das Ding kann (schon vor Corona)
Ohne Fortbildungen wird es mit der Umsetzung neuer Ideen dauern.... bis alle Lehrer Deutschlands mit jüngeren Jahrgängen aus der Uni ersetzt sind... und die sind auch nicht alle IT affin, sondern Lehrer die mit Kindern und nicht unbedingt Maschinen arbeiten wollen.

Tatsächlich

finde ich HS toll und halte diese Zeiten für sehr effektiv (- aber nicht mit diesem Schulmaterial von Einstern!). Aber meine kleine Tochter sieht das zu meinem Leidwesen nicht so und verdirbt mir täglich damit die Laune.
Die Situation, die ich hier erlebe, wird aber durch die wirklich sehr hohe Menge erschwert - aber anscheinend erhofft man von Schulseite, das somit bei einigen Spezialisten wenigstens ein Teil hängen bleibt. Mich erinnert das zeitweise dann an das G8 Abi meines ältesten Sohnes, haben manche Experten schon mit Bulemie verglichen.

@21:15 von Wasserkocher @21:08 von Anna-Elisabeth

"Ich und viele meiner IT affinen Kollegen sind in diversen Computerforen unterwegs und gebe dort gerne kostenlose Hilfestellung. Man muss mich und die anderen nur dort fragen."

Ich bin überzeugt, dass Sie es gut meinen. Das weiß ich auch zu würdigen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass Sie nicht viel über sozial schwache Familien wissen. Es geht da nicht nur um das Geld. Weiter oben wurde schon erwähnt, dass es Familien gibt, in denen die Kinder besser Deutsch können als die Eltern. Diese Eltern werden nicht zu Ihnen kommen, da ist konkrete Hilfe vor Ort gefragt.

19:16 von meinungisterlaubt

Zitat:"Aber immer wieder zu predigen, dass der Digitale Unterricht total gut funktioniert, ist einfach an der Realität vorbei"

Stimmt!

@ Wasserkocher

"Ich und viele meiner IT affinen Kollegen sind in diversen Computerforen unterwegs und gebe dort gerne kostenlose Hilfestellung. Man muss mich und die anderen nur dort fragen."

Achso... und was braucht man, um ihre Hilfe im Forum in Anspruch nehmen zu können? Ahja... einen Computer mit Internetanschluss? Und den haben alle Hartzer? Oder zumindest ein internetfähiges Handy, über dass Sie und andere sich dann aber wieder mockieren ("...die haben ja alle Handys, können also nicht arm sein...")? Das kostet übrigens alles entsprechend & wird von Hartz IV in der Regel meist nicht abgedeckt.

Problem Nr. 2: die kognitiven Fähigkeiten, Ihren Ausführungen auch intellektuell folgen zu können, hat nunmal nicht jeder! Daran hapert es auch mitunter. Das müssen Menschen wie Sie einfach mal kapieren, dass die Welt der Technik nunmal für Viele - gerade am unteren Ende der sozialen Skala - ein großes Mysterium ist & auch bleiben wird!

Da hilft es dann nicht, wenn Sie sich damit super auskennen!

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