Ihre Meinung zu: Nach Amoklauf: Kanada verbietet Sturmgewehre

2. Mai 2020 - 18:19 Uhr

Nach dem schlimmsten Amoklauf in der Geschichte des Landes macht Kanadas Premier Trudeau eine Ankündigung aus dem Wahlkampf wahr: Kanada verbietet Schnellfeuergewehre. Von Antje Passenheim.

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Kommentare

Und die breite Mehrheit benutze sie auch verantwortungsvoll.

was ist die "breite Mehrheit " 90 % ... 95 %
wenn sich eine "breite Mehrheit " von 95 % daran hält niemanden zu ermorden/vergewaltigen
und seine Steuern zu zahlen, bei ROT an der Ampel zu halten
genügt das ?

Genau richtig

Bin selber mit Jagd aufgewachsen.
Niemand braucht (privat) ein Sturmgewehr .
Weder für Sport noch für Jagd .
Als ich meinen Vater mal fragte, warum er kein Gewehr mit einem größerem Magazin wolle, war die Antwort: " Ich gehe zur Jagd, ich ziehe nicht in den Krieg".

Für viele Kanadier, vor allem

Für viele Kanadier, vor allem indigene Völker, gehören Waffen zur Tradition ihres Lebens
.
da sind wir schon beim Thema
ne Schrottflinte für Enten schießen, Speer für Bären, Pfeil und Bogen für Elche, ne Harpune für Robben
oder Kriegswaffen mit 1.200 Schuss/Minute mit denen man womöglich nen Panzer durchsieben kann

Wozu Sturmgewehre in Privathänden?

Kein Mensch braucht Sturmgewehre im Haushalt. Im Krieg haben sie ihre Berechtigung, dafür wurden sie entwickelt und produziert, aber was die in Privathänden zu suchen haben, erschließt sich mir nicht.
Die Logik der USA: "Es ist meine Freiheit den Keller voll mit Kriegsmaterial zu haben", entzieht sich eh jeglicher Rationalität und dafür bekommen die auch regelmäßig die Quittung.
Auch wenn Kanada nun Sturmgewehre verbietet, wird es definitiv keine Veränderungen in den USA geben, die sind erkenntnisresistent.

Es gibt Verstand auf dem Kontinent!

Die Spitzen gegen Trump sind auch nicht schlecht.

Zivilisation

"So viele Menschen wie möglich zu töten, in so kurzer Zeit wie möglich."
Kanada zeigt als kultiviertes Land, dass seine Einwohner keine derartigen Waffen brauchen, deren Zweck und Nutzen eindeutig ist.
Ihre Nachbarn sollten sich diese Einstellung ebenfalls zueigen machen, was ich aber nicht glaube.
Die US-Amerikaner brauchen diese Waffen, deren Zwecke die Kanadier gut definiert haben.

Trudeau: „Wir können sitzen

Trudeau: „Wir können sitzen und beten. Oder wir können uns als Land vereinen und dem ein Ende bereiten." -
Richtig. Gemeint ist der Waffenmissbrauch.
Aber auch beten half in der Realität noch nie;-)

Richtig so

Ich bin für ein Totalverbot von Schiessprügeln hier in Deutschland.Ausser für Jäger.Ich wüsste wirklich nicht für was Menschen eine Knarre brauchen.Die Strafen für Waffenbesitz sollten auch deutlich erhöht werden.

Sturmgewehre?

Dass ein Sturmgewehr überhaupt zuvor erlaubt war, finde ich schon sehr merkwürdig. Wozu sollte man im Leben ein Sturmgewehr brauchen? Außer jetzt vielleicht in einem Krieg.

Alle Amokläufe der letzten

Alle Amokläufe der letzten Jahre waren grausig und im Kopf nicht fassbar. Es ist gut, dass wir diese lose Art einer Schusswaffenkultur nicht haben. Aber genau das ist der Punkt. Eine Art von "Kultur", die wir gar nicht bewerten können. Sie existiert von Beginn an, die Einwanderer haben sich mit den Waffen verteidigt. Dass sie auch gewütet haben wird gerne als Verteidigung verklärt dargestellt.

Wer so hineinwächst und es als einen normalen Teil des Lebens bereits als Kind erfährt, der sieht die Notwendigkeit eine Waffe besitzen zu müssen anders als wir ...
Diese "Kultur" einfach umzudrehen wird schwierig.

Kanada ist seit jeher das bessere Amerika

Ein großartiger Schritt der kanadischen Regierung, und gleichzeitg beschämend für die US-Amerikaner, die in ihrem Land viel mehr Amokläufe und Schießereien haben. Weder zur Jagd, noch zur Selbstverteidigung sind vollautomatische Waffen vonnöten.

Kanada verbietet Sturmgewehre ...

braucht man die nicht da zum Bären jagen?
Man kann doch den Leuten nicht ihr liebstes nehmen - Schokolade, das wäre doch etwas auf das man verzichten könnte.

Gute Sache

Es scheint doch noch Verstand in Nordamerika zu geben.

Argument der Konservativen:

...Ausnutzen der Gefühlslage...um die ideologische Agenda der Liberalen voranzutreiben und große Veränderungen an der Schusswaffenpolitik vorzunehmen.“

Eine wahrhaft überzeugende Argumentation!

Besser spät als nie

"... als Tochter eines Farmers sei sie [die Vizepräsidentin] mit Waffen groß geworden. Ihr Vater und die anderen Bauern hätten Waffen zur Jagd genutzt. Aber keiner von ihnen habe ein Schnellfeuergewehr gehabt. "

Damit ist eigentlich alles gesagt.

Ich bin ebenso mit Waffen aufgewachsen, nutze sie als Werkzeug wie Millionen andere auch und wäre nicht im Traum darauf gekommen, mir jemals ein Sturmgewehr zuzulegen (rechtlich ist das in Deutschland für Jäger und viele Sportschützen problemlos möglich).

Der einzige "Sinn" einer solchen Waffe ist in den USA ein diffuses unterschwelliges Gefühl, dem Staat etwas Adäquates entgegensetzen zu können - und das ist Humbug.

Fast alle tragischen Amokläufe wurden in der Vergangenheit mit halbautomatischen Gewehren begangen.
Niemand braucht diese Waffen zur Jagd oder zur Selbstverteidigung.

Schön, dass Kanada den lange überfälligen Schritt getan hat.

Das Verbot ist mehr als überfällig!

Das Verbot ist mehr als überfällig. Schade, dass es dafür erst einen Amoklauf brauchte.

Ein symbolischer Akt

In Deutschland verbietet man Canabis und trotzdem wird diese Droge konsumiert und das ganz legal in anderen Ländern. Das macht eben Europa aus.
Verbietet man Sturmgewehre, so wird mit anderen Waffen getötet. Das ist nicht mehr als ein symbolischer Akt.

Vernünftige Entscheidung!

Schlimm, dass erst 22 Menschen sterben mussten.
Aber immerhin zeigt Kanada, anders als die USA, dass man aus solch schrecklichen Ereignissen lernen und die richtigen Konsequenzen ziehen kann.
Ein Freund, der in den 80ern in die USA auswanderte und dann 2005 nach Kanada wechselte, beschrieb das so: "Der Unterschied zwischen Kanadiern und Amerikanern ist, dass sich zu viele Amerikaner ohne Waffe nicht als richtiger Mann fühlen. Die hängen geistig immer noch in der Vergangenheit fest, als ein Mann seinen Besitz und seine Familie notfalls mit der Waffe verteidigen musste. Und das wird sich kaum ändern lassen."
Und ich fürchte, er hatte damit recht.

Ich bin nicht gegen Waffenverbote, aber

Amokläufe wird kein Staat durch Verbote verhindern.
Probleme der Amokläufer erkennen,
Mobbing verhindern wäre richtige Prävention.
Täter sind oft Einzelgänger und gesellschaftliche Außenseiter.

Sie leben oft in scheinbar intakten Familien, haben gutbürgerliche, gutsituierte Eltern.

Man betrachte die Amokläufe hier:

Erfurt, Emsdetten, Winnenden.

Hätten Verbote etwas verhindert?

Absolute Sicherheit wird es

Absolute Sicherheit wird es nie geben...

Aber es ist ein erster Schritt, in die richtige Richtung, solche Waffen zu verbieten.

Eine klare konsequente

Eine klare konsequente folgerichtige Entscheidung, die man dem südlichen Nachbarn nur wünschen kann.

99,9%

Selbst wenn 99,9% der Kanadier extrem verantwortungsvoll mit ihren Schusswaffen umgehen und keinen Massenmord begehen, würden immer noch 37.895 Personen übrig bleiben, denen man besser nicht im Dunkeln begegnet!

Schon lange verboten und meiner Meinung nach sinnlos

Zur vorab Info- Ich bin Deutscher Büchsenmacher Meister in Edmonton/AB, Kanada.
Was verboten wurde, sind keine Sturmgewehre, die sind bereits seit Jahren hier verboten. Sturmgewehre sind vollautomatische Waffen (Abzug betätigen und so lange schießen, bis dieser wieder losgelassen wird) und mit grosser Magazin Kapazität.
Es wurden nun Halbautomatische Sportwaffen (jeder Schuss muss mit dem Abzug einzeln abgegeben werden) mit 5 Schuss Magazin Kapazität verboten, die ihre Herkunft von Sturmgewehren haben, jedoch nicht auf vollauto umgebaut werden können. Auch Waffen die diesen nur ähnlich sehen sind nun verboten. Diese Sportwaffen waren zumeist bisher Eintragungspflichtig.
5 schüssige halbautom. Jagd Waffen, die Eintragungfrei sind, stärkere Kaliber haben, sind davon unberührt, sind aber nicht minder gefährlich.
Da die meisten Waffen für den kriminellen Einsatz aus den USA geschmuggelt sind, ist diese ganze Aktion mit das sinnloseste das man machen kann.
Das fördert mm nur den Wexit

18:28, Sisyphos3

>>Und die breite Mehrheit benutze sie auch verantwortungsvoll.
was ist die "breite Mehrheit " 90 % ... 95 %
wenn sich eine "breite Mehrheit " von 95 % daran hält niemanden zu ermorden/vergewaltigen
und seine Steuern zu zahlen, bei ROT an der Ampel zu halten
genügt das ?<<

Dann würden fünf bis zehn Prozent der Menschen beispielsweise andere Menschen umbringen.

Das wären für mich entschieden mehr als genug.

@18:31 von hhgoten

"Als ich meinen Vater mal fragte, warum er kein Gewehr mit einem größerem Magazin wolle, war die Antwort: " Ich gehe zur Jagd, ich ziehe nicht in den Krieg"."

Damit hat Ihr Vater eigentlich schon alles gesagt, was es dazu zu sagen gibt.

"Niemand braucht (privat) ein Sturmgewehr ."

So ist es.
Und mir persönlich sind Waffennarren nicht ganz geheuer.

Schnellfeuergewehre? ... Sturmgewehre?

Warum wird im Artikel von Schnellfeuergewehren gesprochen? Sollen damit Vollautomatische Waffen gemeint sein? (solche die ratatatatatat machen? Und was sind bitteschön Sturmgewehre? Sind die Allwettertauglich?
.
Oder verbietet Kanada jetzt einfach, so wie zuvor schon Neuseeland Halbautomatische Waffen? Mit solchen darf man übrigens, ein zwei-Schuß-Magazin vorausgesetzt, in Deutschland zur Jagd gehen ... ganz legal. Und die schießen auch recht schnell ... aber sind das deshalb Schnellfeuergewehre?

Da können noch so viele (auch alle 200) Länder Waffenrechte

... verschärfen.

Die Gewalt wird zunehmen, proportional zur Herstellung und zum Handel mit Waffen weltweit.

@19:33 von NeNeNe

"Verbietet man Sturmgewehre, so wird mit anderen Waffen getötet. Das ist nicht mehr als ein symbolischer Akt."

Das Töten vieler Menschen in einem kurzen Zeitraum deutlich zu erschweren, ist für Sie nur ein symbolischer Akt? Dass bei einem Amoklauf Menschen evtl. noch Zeit zur Flucht haben könnten, interessiert Sie nicht? Also lasst Sie doch spielen?
Das verstehe ich ganz und gar nicht.

weg mit Schusswaffen

Es nützt nix, wenn Schnellfeuerwaffen verboten werden. Im privaten Bereich sind ALLE Schusswaffen zu verbieten. Das Problem was Kanada hat, ist die Überwachung der Schusswaffen, ob sie erlaubt benutzt werden dürfen oder nicht. Sicherlich ist eine Erlaubnis für Schusswaffen mit Waffenschein im Bereich der Jägerschaft (siehe Deutschland) in Kanada wünschenswert. Nur die Überprüfung stelle ich mir derzeit schwierig vor. Vielmehr müssten erst mal alle Schusswaffen eingezogen werden, um sie dann gem. der Sinnhaftigkeit (wie gem. Waffenschein in Deutschland) wieder zulassen. Na, da möchte ich mal die Kanadier zu hören ...

@19:38 von Barthelmus

"Amokläufe wird kein Staat durch Verbote verhindern.
Probleme der Amokläufer erkennen,
Mobbing verhindern wäre richtige Prävention.
Täter sind oft Einzelgänger und gesellschaftliche Außenseiter.

Sie leben oft in scheinbar intakten Familien, haben gutbürgerliche, gutsituierte Eltern."

Sie haben hier ohne Zweifel Recht, aber hier geht es ja nicht um ein generelles Waffenverbot. Wozu braucht jemand ein Stumgewehr? Wenn man damit nicht schießen will, dann doch höchsten zum Angeben. In meinen Augen ist das aber auch schon psychisch 'gestört'.

Ein Sturmgewehr

braucht Niemand zu Hause. Ein Bekannter ist Jäger,der braucht so etwas auch nicht zum Jagen.Ich denke das sollte in Kanada auch der Fall sein.

@ 18:42 von Reginald, schon mal gut

Schon mal der richtige Ansatz. Besser ist lebenslänglich und noch viel mehr für illegalen Waffenbesitz und illegalen Waffenhandel.

@Barthelmus

"Amokläufe wird kein Staat durch Verbote verhindern.
Probleme der Amokläufer erkennen,
Mobbing verhindern wäre richtige Prävention.
Täter sind oft Einzelgänger und gesellschaftliche Außenseiter.

Sie leben oft in scheinbar intakten Familien, haben gutbürgerliche, gutsituierte Eltern.

Man betrachte die Amokläufe hier:

Erfurt, Emsdetten, Winnenden.

Hätten Verbote etwas verhindert?"

Ja, hätten sie. Wenn jemand in einer psychischen Notsituation ist und dann auf solche Waffen zurückgreifen kann oder eben nicht, das ist ein großer Unterschied. Mit einem Küchenmesser kann man bei weitem nicht so viel Unheil anrichten.
Klar, auch die Fälle in Deutschland hätten weitgehend verhindert werden können, wenn es strengere Aufbewahrungsvorschriften gäbe, zB grundsätzlich keine Aufbewahrung zu Hause.
Was ich zu sogenannten "Sportschützen" grundsätzlich sagen würde, das verkneife ich mir an dieser Stelle.

@18:50 von Garden.of.Eden

Nee, die Leute mit Waffen in Kanada müssen nur dazu lernen. Weg mit den Waffen ist die Losung. Das gehört in das Gehirn rein. Und fertig.

@18:53 von GCE-Melone

Zu Waffen gehören Waffenscheine, so wie in Deutschland. Da kann Kanada und die USA mal was von uns lernen. Leider sehe ich - derzeit - die Überwachung eines Waffenscheins a' la made in Germany in den USA und Kanada als offensichtlich nicht umsetzbar an. Da muss noch viel gelernt werden.

@ Rumpelstielz (18:58)

" Kanada verbietet Sturmgewehre ...
braucht man die nicht da zum Bären jagen?
Man kann doch den Leuten nicht ihr liebstes nehmen - Schokolade, das wäre doch etwas auf das man verzichten könnte."
------
Was haben Sie gegen Bären? Warum spielen sie diese gegen Schoko aus? Sie kennen den Unterschied nicht oder wahrscheinlich nur aus der Tüte, Rumpelstielz?
Übrigens, die Schweizer können sowohl mit Schokolade und mit Gewehren sehr gut umgehen, sind Europäer. Kennen Sie die Band "Rumpelstilz" (Mundartrock) und ihren Hit von 1975 "Teddybär"?
Die Gewehrtradition der Indigenen Völker sei hiermit von mir in Frage gestellt. Lanze, Messer, Pfeil und Bogen, Heranschleichen gegen den Wind und Mut, dass war deren Tradition. Trudeau hätte sich beraten lassen sollen. Wie Ahnungslos Regierungsverantwortliche sind - unglaublich.

Ahem... Wie immer wenn in

Ahem...

Wie immer wenn in deutschen Medien über Schusswaffen berichtet wird, wird ungenaue (und einfach falsche) Terminologie verwendet.

Schnellfeuerwaffen sind automatische Waffen (im modernen Sprachgebrauch).
Und die waren natürlich schon vorher nicht in Kanada frei verkäuflich, und schon gar als Sturmgewhervariante.

Was tatsächlich verboten wird (und vom Täter auch verwendet wurde) sind semi-automatische zivile Varianten von Sturmgewheren.
Die für den zivilen Markt sind (zumindest in Kanada ) keine Schnellfeuerwaffen.

Auf Zeit.de auch... reden als von Waffen aber keine Ahnung ,was was ist.
Semi-automatisch und voll-automatisch sind zwei paar Schuhe.
Kann man ganz leicht googlen auch als deutscher Reporter.

theguardian.com/world/2020/may/01/canada-assault-weapons-ban-trudeau-nova-scotia-shooting

de.wikipedia.org/wiki/Schnellfeuerwaffe

@19:26 von Lutz Jüncke

Zitat:
"in Sturmgewehr zuzulegen (rechtlich ist das in Deutschland für Jäger und viele Sportschützen problemlos möglich)."
Nee, ist nicht problemlos in Deutschland möglich, muss erst genehmigt sein. Hintergrund: Verwendungszweck eines Sturmgewehres

@19:38 von Barthelmus

Sicherlich hätten Verbote etwas verhindert. Voraussetzung: Die Überwachung und Bestrafung der Verbote funktioniert. Und genau da sehe ich in Kanada große Probleme.

@Agitatra

"Selbst wenn 99,9% der Kanadier extrem verantwortungsvoll mit ihren Schusswaffen umgehen und keinen Massenmord begehen, würden immer noch 37.895 Personen übrig bleiben, denen man besser nicht im Dunkeln begegnet!"

Ja, das ist mal ein richtig schönes Beispiel dafür, wie man Zahlen interpretieren kann.
Bei fast 38.000 ist es nur ein glücklicher Zufall, ob man selbst verschont bleibt.

Also: allen verbieten, das sollte wohl jedem einleuchten.

@19:51 von Agitatra, schon richtig

Zitat: "... noch 37.895 Personen übrig bleiben, denen man besser nicht im Dunkeln begegnet! ... "
Genau da liegt das Problem, und nicht nur in Kanada sondern auch in den USA. Wie soll eine derartige Anzahl von pot. kriminellen Schussenwaffen-User (wahrscheinlich eher Männer) überwacht werden ? Aber selbst wenn es nur Männer wären, bleiben immer noch ca. 19000 Männer als pot. illegale Waffenbenutzer übrig.

Konsequentes Handeln

Während in den USA nach jedem Amoklauf die Empörung groß, aber dank Waffenlobby folgenlos bleibt, gibt es Länder, die wenn auch zu spät, aber doch konsequent handeln.
Neuseeland hat es vorgemacht, Kanada zieht nach. Richtig so, Kriegswaffen gehören nicht in die Hände von Privatpersonen. Aber um einen Kommentator zu berichtigen. Mit einem Sturmgewehr ist es deutlich einfacher eine große Anzahl von Menschen zu verletzen oder gar zu töten, als mit Revolver, Pistole oder Messer.
Die andere Frage, die sich mir schon lange stellt, ist, warum darf in deutschen Schützenvereinen noch mit Großkaliber geschossen werden (komme mir keiner mit größerer Präzision)? Bei Olympia wird Luftgewehr und Kleinkaliber geschossen, beim Biathlon wird seit Jahrzehnten Kleinkaliber benutzt. Nur Im Sportschützenhaus wird großkalibrig geschossen. Warum? Und warum ist das sogenannte "Praktische Schießen" in Deutschland überhaupt erlaubt? Werden eventuell (eher sicher) die Interessen der Waffenschmieden geschützt?

Die Erfahrungen mit dem Verbot von Sturmgewehren in den USA ...

... durch den - initiiert von der kalifornischen Senatorin Diane Feinstein - von 1994 bis 2004 geltenden "federal assault weapon ban" sind positiv.

In diesen 10 Jahren gingen

• die Anzahl der "Mass shootings" um 25 %
• die Anzahl der Opfer um 40 % zurück.

Selbst wenn es weniger wären, würde ein solches Verbot folglich Leben retten. Darum geht es.

19:33 von NeNeNe

Verbietet man Sturmgewehre, so wird mit anderen Waffen getötet. Das ist nicht mehr als ein symbolischer Akt.
.
glauben sie es macht keinen Unterschied,
ob aus nem Lauf 1.200 Schuss in der Sekunde rauskommen
oder jeweils nur 1 Schuß ?

Stellt sich die Frage

sind alle Waffen dieser Art, registriert ?.
Wie viele kommen ins Land, ohne das es jemand weiß, also wie soll das kontrolliert werden.
Der Beschluss ist sicher richtig, nur wird es schwierig werden, bei Umsetzung .
Ich wünsche den Kanadiern Glück bei der Umsetzung.

@ 20:07 von WM-Kasparov-Fan, richtig

Deutschland sollte den Waffenexport komplett einstellen. Wieso müssen Bürgerkriegsparteien als stellvertretende Kriegsparteien z. B. für die NATO mit deutschen Waffen ausgerüstet werden ?
Ich dachte immer, Deutschland hätte nach dem 2.Weltkrieg was dazu gelernt. Offensichtlich Fehlanzeige.
Insofern eignet sich Deutschland nicht als Musterland für Kanada

@Sisyphos3 um 20:53 Uhr

"1.200 Schuss in der Sekunde"

Mit Übertreibungen sollte man vorsichtig sein, besonders, wenn es um Mordwerkzeuge geht.

19:38 von Barthelmus

Man betrachte die Amokläufe hier:
Erfurt, Emsdetten, Winnenden.
Hätten Verbote etwas verhindert?
.
Winnenden liegt bei mir in der nähe also interessiert man sich mehr dafür
in BW zumindest ist es die Vorschrift, Waffen und Munition getrennt voneinander zu lagern
in dem Fall lag die Waffe ungesichert im Nachtisch dazu noch die Munition
dem Verantwortlichen (Vater) passierte bisher nichts großartiges
ich hätte den eingebuchtet für lebenslänglich als Abschreckung für jeden "Waffennarren"

18:37 von Sisyphos3

«Für viele Kanadier, vor allem indigene Völker,
gehören Waffen zur Tradition ihres Lebens … da sind wir schon beim Thema
ne Schrottflinte für Enten schießen, Speer für Bären,
Pfeil und Bogen für Elche, ne Harpune für Robben.»

Bei welchen Indigenen Völkern sind Schusswaffen denn "Tradition" ?

Die Waffen, mit denen man Projektile aus Kanonen / Gewehren / Pistolen abfeuern kann, kamen in allerersten Konstruktionsformen nach der Erfindung des Schwarzpulvers (1324) zum Einsatz.

"Dicke Dinger", die anfangs nur ortsfeste "Kanonen" waren, weil viel zu schwer, um sie hin und her zu transportieren. Schusswaffen waren bei den First Nations auf dem Amerikanischen Kontinent unbekannt, bevor die ersten Siedler aus Europa kamen, und welche mitbrachten.

Für die Ente (das gefährlichste Jagdwild) den Feuerprügel zu nehmen.
Beim Bären (dem harmlosen Gesell) aber den Speer zu verwenden.
Das haben die Indigenen so richtig gut gemacht.

Und für den Spatz ist am besten die Kanone …!

@ LoopMC (20:50)

"Die andere Frage, die sich mir schon lange stellt, ist, warum darf in deutschen Schützenvereinen noch mit Großkaliber geschossen werden (komme mir keiner mit größerer Präzision)? Bei Olympia wird Luftgewehr und Kleinkaliber geschossen, beim Biathlon wird seit Jahrzehnten Kleinkaliber benutzt. Nur Im Sportschützenhaus wird großkalibrig geschossen. Warum? Und warum ist das sogenannte "Praktische Schießen" in Deutschland überhaupt erlaubt? Werden eventuell (eher sicher) die Interessen der Waffenschmieden geschützt?"
------
Ich sehe das mehr von der praktischen Seite her. Sportschützenvereine mit Großkalibererfahrung sind praktisch eine Reservearmee, eine die regelmäßg übt.

Konsequent!

Ja sehr löblich. Diese Waffen gehören nicht in einen Waffenschrank. Aber bevor sich wieder alle über die USA echauffieren. In Deutschland sind diese Waffen auch nicht verboten. Jeder Jäger oder Sportschütze mit entsprechenden Bedürfnis darf diese Waffen in der BRD besitzen. Also nicht so mit dem Finger auf den Lieblingsfeind zeigen.

@20:37 von tick tack tick tack

Egal ! Weg mit Waffen. Her mit dem Waffenschein. Die Kanadier haben bisweilen keine Idee, wie ein Waffenschein/Waffengebrauch kontrolliert werden kann.

20:50 von LoopMC

ich kann nicht nachvollziehen das einer so ne Waffe daheim haben muß, sich daran ergötzt
aber wegen mir ....
aber wenigstens sollte man sich an die Vorschriften halten
was ja wirklich nicht schwer sein kann Waffen abzuschließen und getrennt von der Munition zu lagern
das darf ich doch wohl als Gesellschaft "für ihr Entgegenkommen" erwarten dürfen
so Leute müssten auch überprüft werden dürfen, ohne Warnung
wer gegen die Auflagen verstößt wandert ins Gefängnis da wäre ich rigoros
ob was passierte oder nicht und als Waffe kann der zukünftig ne Wasserpistole beantragen

Es geht um Wahrscheinlichkeit, nicht um 100% Gewissheit ...

... wenn von den Effekten des Verbotes von "Assault weapons" wie der AR-15 die Rede ist.

Die Argumente, dass es immer wieder irgendwelche finsteren Zeitgenossen geben wird, die trotz eines Verbotes die Gelegenheit finden, eine größere Anzahl von Menschen zu töten, geht am Thema vorbei.

Es geht darum,

• die Wahrscheinlichkeit, dass das geschieht, zu reduzieren.

• die Polizisten, die sich einem Täter gegenüberstellen, in eine bessere Position zu bringen, ihn unter Kontrolle zu bringen

Beides reduziert potenzielle Opferzahlen und jedes Menschenleben, dass durch ein Verbot dieser - in Privathand nicht gebrauchten - Waffen gerettet wird, ist die Bemühung wert.

Was soll ein privater Mensch

Was soll ein privater Mensch mit so einer Waffe? Alternativlos richtig ist diese Entscheidung für ein modernes Land.
Und da sieht man dann auch, wie hinterweltlich viele Länder sind, wenn es dort normal ist, dass Menschen mit einer automatischen Waffe über der Schulter durch die Straßen schlendern oder auf der Ladefläche vom Pickup durch die Straßen fahren

19:56 von fathaland slim

Das wären für mich entschieden mehr als genug.
.
so sehe ich das auch
so viel zum Thema "die breite Masse"

@ Garden.of.Eden

Wer so hineinwächst und es als einen normalen Teil des Lebens bereits als Kind erfährt, der sieht die Notwendigkeit eine Waffe besitzen zu müssen anders als wir ...
Diese "Kultur" einfach umzudrehen wird schwierig.

Na jetzt aber. Meine Vorfahren haben auch in Höhlen gewohnt und mit Steinen und Äxten geworfen. Irgendwann muss man sich dann mal umgewöhnen. Wer kann sich denn heute im Kanada des 21. Jhd. noch an die erste Besiedlung erinnern?

Welcher Art auch immer ...

... jetzt zusätzlich in Kanada verboten werden, es ist m.E. ein richtiger Schritt .
Die Rückgabe innerhalb von 2 Jahren erscheint mir etwas zu lang.
Ich verstehe die Relativierer hier wieder überhaupt nicht.
Symbolpolitik, mit anderen Waffen töten,
Amoklauf kann nicht verhindert werden, usw. ... furchtbar.

Jede Schritt, Waffen schwerer zugänglich zu machen, hilft ein Stück, solche Verbrechen zu verhindern.
Alle Menschen die legal Waffen haben, müssen diese mit höchster Sicherheit aufbewahren.
(Sofern man privat zu Hause überhaupt welche benötigt)

Gestern war hier
"https://www.tagesschau.de/ausland/corona-flickenteppich-usa-101.html"
noch ein Video, das zeigte, wie schwer bewaffnete Männer vor dem Gebäude standen bzw. ins Parlamentsgebäude in Lansing eingedrungen eingedrungen sind ... erschreckend.

20:38 von 0_Panik @19:26 von Lutz Jüncke

//Zitat:
"in Sturmgewehr zuzulegen (rechtlich ist das in Deutschland für Jäger und viele Sportschützen problemlos möglich)."
Nee, ist nicht problemlos in Deutschland möglich, muss erst genehmigt sein. Hintergrund: Verwendungszweck eines Sturmgewehres//

Ich finde die Regelungen hier in Deutschland auch nicht gerade unproblematisch. Gerade mal nachgesehen:

***Umgangssprachlich setzen viele den Waffenschein mit der Erlaubnis gleich, eine Waffe zu besitzen. Dem ist jedoch nicht so. Vielmehr wird der Waffenschein benötigt, um Waffen, die sich bereits rechtmäßig im Besitz des Interessierten befinden, öffentlich zu führen – das heißt, diese schuss- und zugriffsbereit mit sich zu tragen.***

Wenn ich also im Besitz einer solchen Waffe bin und Übles im Schilde führe, interessiert mich dann, dass ich diese Waffe nicht mit mir tragen darf? Die Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zum Zielort erwischt zu werden, ist doch relativ gering.

Warum erst jetzt das Verbot?

wer braucht ein Sturmgewehr und wofür? Zur Jagd sicher nicht, auch nicht in Kanada. Aus Schaden wird man klug?

20:53 von Sisyphos3

«… es macht keinen Unterschied,
ob aus nem Lauf 1.200 Schuss in der Sekunde rauskommen
oder jeweils nur 1 Schuß ?»

Bei Maschinengewehren (wie bspw. AK-47 / G-36) …
sind es ± 1.000 Schuss pro Minute.

Mehrläufige (fast immer ortsfeste) Maschinengewehre …
erreichen eine "Kadenz" (Feuerrate) von bis zu ± 10.000 Schuss pro Minute.

Das wären in einem solchen Fall ± 170 Schuss pro Sekunde.
Aber nicht 1.200 …

Ja, wir finden das Verhalten der Canadier, insbesondere

... seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, ausgesprochen gut.

Dabei spielt Relativität eine Rolle. In Relation zu Trumps Vorgehensweise in seinem Staat ist die der Kanadier für uns harmlos, angemessen und machbar.
Vergleiche sind okay und auch angemessen. Aber dann sollte auch GLOBAL verglichen werden, jeder Staat mit jedem! in allen Belangen.
Wenn das dann aber wiederum zu kompliziert und ausufernd erscheinend sollte, dann sollte man sich schon fragen... ob Wissenschaft das richtige Mittel ist :-)

@ NeNeNe

Verbietet man Sturmgewehre, so wird mit anderen Waffen getötet. Das ist nicht mehr als ein symbolischer Akt.

Das ist viel mehr als ein symbolischer Akt.
Sie stimmen mir doch zu, dass ich mit einem Sturmgewehr in sehr kurzer Zeit sehr viele Menschen töten kann. Wenn es keine Schusswaffen in privaten Händen gäbe, dann wäre ein Amoklauf auch nicht so leicht vorstellbar.

Immer das Gleiche

Eindeutig, ein Sturmgewehr braucht keiner. Aber wer glaubt, einen Amoklauf mit dem Verbot von Waffen verhindern zu können, dem fehlt es an Denkvermögen. Es gibt keinen bekannten Fall, wo eine Waffe der Auslöser dafür war. Die Gründe sind oft vielschichtig und kompliziert, liegen oft an der Gesellschaft.
Sind Sturmgewehre verboten, was bildet sich sofort? Ein Schwarzmarkt. Also wird ein Täter immer seine Tat ausführen können. Gelänge es aber tatsächlich, ihn von Waffen fernzuhalten, nähme er Sprengstoff, Gift oder eben einen LKW. Für mich ist das Verbot reine Augenwischerei, Volksberuhigung. Ebenso könnte man den Coronavirus verbieten.

verbietet ?

Kein Verbrecher hatte bei uns bisher ein Problem an Waffen zu kommen.
Obwohl wir sehr strenge Gesetzte haben.

Verberecher halten sich leider nicht dran.
Nur die Opfer können sich leider nicht schützen.

@ 20:38 von 0_Panik

Selbstverständlich ist der Erwerb halbautomatischer Waffen - mit Begrenzung der Magazinkapazität - für Jäger und Sportschützen entsprechender Disziplinen in Deutschland problemlos möglich.

Was soll Ihre merkwürdige und wenig sachliche Anmerkung "Hintergrund: Verwendungszweck eines Sturmgewehres"?

Als Jäger könnte ich mir, wenn ich denn derart bescheu..t wäre und über die entsprechenden Aufbewahrungsmöglichkeiten verfügte, eine unbegrenzte Anzahl von halbautomatischen Selbstladebüchsen und -flinten zulegen.

Auch wenn Ihnen persönlich diese Gesetzeslage missfallen mag.

18:28 von Sisyphos3

Und die breite Mehrheit benutze sie auch verantwortungsvoll.

was ist die "breite Mehrheit " 90 % ... 95 %
wenn sich eine "breite Mehrheit " von 95 % daran hält niemanden zu ermorden/vergewaltigen
und seine Steuern zu zahlen, bei ROT an der Ampel zu halten
genügt das ?
////
*
*
Ihre Theorie hinkt.
*
Es gibt in Deutschland keine 95% die Steuerehrlich sind und bei Rot halten.
*
Solange selbst die Finanzamtabteilungen-Steuerfahndung bei einschlägigigen Gastronomen, Ihren Kunden der knapp temperierten Tradition in der zweiten Generation, Sonderpreise für Weihnachsfeiern aushandeln (Geiz ist Geil) genügt nichts.
*
Bei 95% Rotlichttoleranten würde der städtische Haushalt kolabieren.

Selbst große, regelmäßige LKW-Kontrollen in den 90ger des letzten Jahrtausend, wurden wegen Sicherheitsverbesserung, aber Einnahmeverlust reduziert.
*
Auch die bürokratische und gebührenträchtige Überprfung legaler Waffenbesitzer wird die 0,002%? Amokläufe nicht verhindern.

Aber Gebühren von Illegalen??

@19:38 von Barthelmus

"Hätten Verbote etwas verhindert?"

Nein, aber ganz trocken gesprochen, wenn automatische Waffen benutzt werden, sind die Opferzahlen wesentlich höher.

20:50 von LoopMC

Kriegswaffen gehören nicht in die Hände von Privatpersonen
-
zumindest !
und wenn es dann noch verboten würde
in den Händen von Militärs

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