Kommentare

Pläne der EU:Weniger Chemie,mehr Natur.......

Das sind positive Pläne von Herr Timmermans.
Aber was sagt der Deutsche Bauernverband dazu ? Und die Landwirtschaftsministerin Klöckner ?
Oder der Verband der Chemischen Industrie (VCI) ?
Und dazu würde dann noch ein Exportverbot in dritte Länder gehören,für Pestizide,die hier oder auch in der EU verboten sind.

Es

wäre sehr zu begrüßen, wenn zB die im neuen „Merkel/Macron“-Plan vorgesehenen Zuschüsse an von der Pandemie besonders betroffene Staaten streng an Umweltauflagen (zB Reduktion des Einsatzes von Pestiziden) für die Empfängerländer gekoppelt würden, mit entsprechenden unabhängigen Kontrollen selbstverständlich. Das würde mein Vertrauen in die landwirtschaftlichen Produkte mancher Länder wieder etwas erhöhen.
Ich befürchte nur, dass die Empfängerländer nicht einmal bei geschenktem Geld auch nur die allerkleinste Auflage akzeptieren werden. Sie nagen vermutlich lieber am Hungertuch.

Endlich Bewegung

Vielleicht noch nicht der große Wurf, aber immerhin ein Anfang. Ich kann die wirtschaftlichen Bedenkenträger nicht mehr hören. Wann wird man endlich begreifen, dass wir schlicht keine andere Wahl haben. Wir müssen unsere Art zu Leben zwingend umstellen. Weniger Konsum, nicht nur mehr, sondern möglichst schnell ausschließlich naturverträgliche Landwirtschaft, Klimaschutz statt lächerliche Statuskarossen, erneuerbare Energien. Es ist nicht die Frage, ob unser jetziges Wirtschaftssystem das überlebt, es geht darum ob wir überleben. Wir müssen nicht mal all die mehr, oder weniger gleichlautenden, seriösen Umweltstudien konsultieren, auch wenn ich das dringend empfehle. Wir sehen doch die höchst bedrohlichen klimatischen Veränderungen längst wenn wir nur aus dem Fenster sehen. Dieser Umbau der Gesellschaft und des Wirtschaftssystems wird natürlich erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringen, aber sicher besser, als den Planet und damit uns selbst zu zerstören. Wir schaffen das!

Das geht viel zu langsam

Wir müssen den Dünger und die Chemie viel schneller zurück fahren.

Weniger Chemie und mehr Natur

Das wurde schon oft gefordert und nicht nur bei Chemie sondern bei dem Gülleirrsinn im Besonderen ! Diese Forderungen haben schon mehrere Minister ,und auch Ministerinnen,
einfach ausgesessen ! Aktuell wäre ein neues Label vielleicht angebracht ? Das kostet nichts und bringt auch nichts. Ach so , na dann !

In 10 Jahren

gibt es keine Falter mehr, die letzten Jahre waren verehrend.
Nicht nur bei den Bauern muss umgestellt werden, sondern auch in den Kommunen, kaum zeigt eine Wiese oder Freifläche ein paar Blümchen, schon wird alles platt gemacht.
Keine Insekten - keine Vögel.
Wenn in Deutschland nicht alles steril und aufgeräumt ist, dann bricht gleich alles zusammen.
Im Park könnte man die Wiese einfach wachsen lassen, aber das geht natürlich gar nicht,Straßenränder mit Blumen sind auch schädlich, und so weiter.

Widerstand?

Der Vorschlag sieht fuer einen Zeitraum von ZEHN Jahren eine Reduzierung von chemischen Giften auf unserem Essen vor.

Ich stimme dem Herrn vom "Widerstand" zu, dass dies nur Stueckwerk ist, jedoch in genau die gegengesetze Richtung: Eine Reduzierung in diesem Zeitraum und dann nur um 50% ist eher ein Schlag ins Gesicht fuer die Pflanzen- und Tierwelt, als auch fuer die Gesundheit der Menschen .. das nenne ich auf jeden Fall NICHT "drastische Massnahmen" --

Der Widerstand kommt natuerlich von der Chemie Lobby, den unethischen Zuechtern, der Massentierhaltung und von den Bauern, die doch immer so schoene T-Shirts von Bayer bekommen, um sich selbst, die Umwelt und alle anderen einzunebeln ..

Eigentlich sollten wir seit Schneewittchen wissen, dass man kein GIFT auf sein Essen auftraegt ..

Und bitte kein: "dann geht die Ernte drauf, das bedeutet riesigen Aufwand, das muss man, etc etc etc " .. tausende (klein)Bauern/Landwirte/Betriebe zeigen uns taeglich, dass es auch ohne geht ..

„Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides: "Ein einheitliches, verbindliches Logo soll es den Kunden im Supermarkt künftig erleichtern, gesunde und ökologisch unbedenkliche Produkte sowie deren Nährwert auf einen Blick zu erkennen“

Es wäre in der Tat enorm hilfreich, die Verbraucher in die Lage zu versetzen, selbst zu entscheiden, ob sie zur Lösung dieses Problems beitragen wollen (Auszug aus der Meldung „Müller fordert Verbot von Wildtiermärkten“ im Liveblog zur Corona-Pandemie):
„Anlass für den Besuch war der Internationale Tag zum Erhalt der Artenvielfalt am 22. Mai. Aktuell sind etwa eine Million von weltweit acht Millionen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.
Die biologische Vielfalt nehme rasant und besorgniserregend ab und damit wachse die Gefahr, dass wie bei Covid-19 Viren vom Tier auf den Menschen übergingen (Müller)“

Und das ist beileibe nicht die einzige Gefahr. Bei einem „Weiter so“ ist die Versorgung der gesamten Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln gefährdet.

Ist das jetzt neu

Wie oft wollte die EU schon erreichen das Lebensmittel gesünder produziert werden?.
Wie immer wird es an der Chemielobby und der Agrarlobby scheitern.
Die Ziele von Herrn Timbermann sind ja heher, aber nicht umsetzbar.
Daran wird auch Corona nichts ändern.

Und schon regt sich Widerstand...

"Gegen den grünen Umbau der Landwirtschaft regt sich außerdem Widerstand unter den Bauern und bei Europas Konservativen"

Also genau bei den beiden Gruppen, die andauernd über irgendetwas jammern und die Modernisierung der Agrarpolitik seit Jahrzehnten verzögern. Vor allem die Bauern jammern permanent, denen geht es seit Jahrzehnten eigentlich immer schlecht, wenn man ihnen mal zuhört....

Norbert Lins:
"Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Kommission mehr Zeit genommen hätte für entscheidende Folgenabschätzungen und die Frage der langfristigen Versorgungssicherheit. "

Geehrter Herr Lins,
das hat man getan, und deshalb sieht man endlich die Notwendigkeit zu handeln.
Sonst gehen nämlich unsere Ökosysteme drauf, und dann ist auch Essig mit der Versorgungssicherheit....

Proplem ist,

es werden bei Wahlen immer den Parteien die Mehrheit gegeben,die nichts,nicht viel ändern oder es bis zum ewigen Ende hinausschieben wollen.
Langsam und viel Zeit hatten wir schon die letzten 40 Jahre.

Das war einmal

Gab es Zeiten in der Tierhaltung ohne Antibiotika? Haben wir damals gehungert?
735 Tonnen Antibiotika werden in der industriellen Tierhaltung in Deutschland jährlich verfüttert. Selbst Biobetriebe dürfen ihre Tiere mit Antibiotika behandeln. Auf Sprossen, Salat, Tomaten, Gurken und Kartoffeln wurden multiresistente Keime nachgewiesen.
Wenn der Raps goldgelb blüht, so erzählten die Imker, beginnt für die Bienen das große Schlemmen.
Bei meinen Wanderungen führen die Wege oft durch riesige Rapsfelder. Warmes, sonniges Wetter und keine Bienen und keine Hummeln. Ich habe nicht einen Bienenwagen am Feldrand stehen sehen. Wo sind die Zwischenkulturen, wo die blühenden Wegränder?

19:17 von wenigfahrer

Ihre Beobachtungen kann ich als Landbewohner nur bestätigen. Die Pflanzen und Gräser können sich nicht mal ansatzweise entwickeln, weil sofort die Mähbrigade erscheint. Die Insekten sind nicht mehr überlebensfähig. Die Vögel ebenso wenig. Es ist zum heulen.

"Ich hätte mir gewünscht,

"Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Kommission mehr Zeit genommen hätte für entscheidende Folgenabschätzungen und die Frage der langfristigen Versorgungssicherheit"

Noch mehr Zeit? Wie merkwürdig, darüber reden wir doch schon Jahre. Und es gibt doch immer mehr Bauern, die sich bereits um eigene Verbesserungen bemühen - wahrscheinlich haben die, anders als Herr Lins, begriffen, dass sie auf dem Planeten leben, den sie und wir alle unbewohnbar machen.

Zu große homogen Ackerflächen

Bei maschinellener Bearbeitung durch riesige Traktoren stören Hecken und Grünstreifen. Hier verbirgt sich auch ein großes Problem, da riesige Flächen mit Monokulturen mit viel weniger Aufwand zu bearbeiten sind, als kleinparzellige Mischkulturen. Aber nur letztere erlauben biologische Vielfalt. Wenn man biologische Vielfalt fördern will, so hat das m.E. auch eine teilweise Abkehr von der Industrialisierung und Übermechanisierung der Landwirtschaft zur Folge.

Diese Schritte sind einfach zuwenig

Wenn wir überhaupt noch eine Zukunft auf diesem Planeten haben wollen, dann muss mit der Chemie und dem Überdüngen jetzt und hier Schluss sein. Keine Insekten, kein Obst, kein Getreide, keine Nahrungskette. Aber dumm wie der Mensch ist, scheint dieser kausale Zusammenhang dem Homo sapiens nicht erschließbar zu sein.... Oder sagen wir es direkt, die paar Toten durch corona sind nichts im Vergleich mit den wirklichen Leichenbergen durch Hungerepedimien, die demnächst auf uns zurollen..

Keine Ahnung davon aber Viel

Wenn ich diese Meinungen so lese muß ich feststellen das viel hier KEINE Ahnung von Ackerbau und Viehzucht haben jedoch schlaue Erklärungen geben,mehr kann ich als ehem. Kleiner Milchbauer dazu nicht sagen, denn gerade diese Art von Kommentaren habe ich so was von satt und sind auch der Grund warum ich für Euch nicht mehr Kühe melken wollte.

@NeNeNe 19:52

Ich möchte Ihnen grundsätzlich zustimmen, aber hinzufügen, dass eine Antibiotikabehandlung per se nichts Schlechtes ist. Ganz im Gegenteil sogar.
Schlimm daran sind zwei Dinge: Zum einen die massenhafte prophylaktische Gabe von Antibiotika. Die ist allerdings im Bio-Landbau (auf jeden Fall bei den großen Verbänden) ausgeschlossen.
Und zum anderen, dass so viele Antibiotika gegeben werden müssen, weil die Tiere auf eine Art gehalten werden, dass das Risiko des Erkrankens massiv erhöht ist. Das ist im Bio-Landbau zwar nicht ausgeschlossen, sollte allerdings aufgrund der geltenden besseren Platzregeln deutlich gemindert sein.

Alternativlos

Nur so macht es Sinn, weiter so, bitte durchziehen.
Die Menschen sind es leid.
Jetzt ist auch aufgrund von Corona eine Offenheit da.
Die Zukunft und zukünftige Generationen werden es danken.
Es gibt nur diesen Weg.

@dr.hans

Ich bin zwar kein bezahlter Politiker, aber um Ihre Frge zu beantworten: JA, das ist moeglich, allerding nur, wenn wir nicht unsere Aecker bepflanzen, um die Ertraege an die Massentierhaltung zu verfuettern .. Jeder der Mathematik versteht, sieht die Sinnlosigkeit, die Energie, welche man durch Anbau erwirtschaftet, in Tiere zu investieren, um am Ende nur einen Bruchteil an Energie heraus zu holen .. Rechnungen zu Folge, koennten wir ohne die Vieh/Milchwirtschaft etwa 20 Mrd. Menschen ernaehren ..

Unabhaengig davon, sind meine Ertraege von unbegandelten Oliven, Mandeln, Johannisbrot und Tomaten nur etwa 15% geringer als von den Nachbar Farmen, welche Pesti,-Herbi,-Funghizide und chemische Duengemittel grossflaechig benutzen, meine Produktion an Physalis uebersteigt deren sogar ..

Re 19:56 von Barbarossa 2

"Ihre Beobachtungen kann ich als Landbewohner nur bestätigen. Die Pflanzen und Gräser können sich nicht mal ansatzweise entwickeln, weil sofort die Mähbrigade erscheint. Die Insekten sind nicht mehr überlebensfähig. Die Vögel ebenso wenig. Es ist zum heulen."
Ich weiss nicht wo Sie wohnen,aber bei mir ein ganz anderes Bild.
Bei mir,mittleres Kinzigtal im Schwarzwald, neu in diesem Jahr 3 Storchenpaare seit Jahrzehnten das erste mal,meine "1000 jährige" Linde voll mit Vögeln aller Art die nur 2 Feinde haben. Krähen und Elstern. Spatzen ohne Ende. Grillen,Schmetterlinge wie immer und dazu viele Libellen.
Das Problem bei uns,es lohnt sich nicht mehr Vieh zu halten. Von 20 nur noch 2 Milchbauern übrig. Das Vieh hält die Landschaft normal offen. Jetzt kommt der Wald immer näher und die Wiesen werden weniger. Ergo Schmetterlinge usw werden weniger.

nicht nur die Landwirte - wir alle

Es sind doch nicht nur die Bauern (und Forstwirte), die immerhin die Böden produktiv nutzen, zu unser aller Vorteil! Ja, da muß manches nachgeschärft werden.

Aber vor allem sollten (ohnehin) nicht landwirtschaftlich genutzte Böden aufgewertet werden:
- Grünflächen können seltener gemäht werden (vgl. wenigfahrer)... übrigens auch ein Großteil der privaten Rasenflächen [Fußballfelder meinetwegen ausgenommen ;-) ]
- Es sollte viel mehr darauf geachtet werden, wie private Flächen genutzt werden: Gewerbe geht meist in die Breite, nicht in die Höhe, da wird 1-2geschossig gebaut, breite Zufahrten, z.T. noch große Parkplätze usw. Stattdessen in die Höhe bauen - 3-4 Stockwerke mag teurer zu bauen sein, reduziert aber den Flächenverbrauch. Dadurch bleibt mehr Platz für Grünflächen (oder schlicht für die Landwirtschaft)
- kein (kaum) Pestizideinsatz für Privatgärten
- usw.

Ja, die Landwirtschaft muß mitziehen. Und dafür sind höhere Preise überfällig. Aber sie sollte nicht allein ziehen müssen!

21:16 von Hallelujah

. Jetzt kommt der Wald immer näher und die Wiesen werden weniger. Ergo Schmetterlinge usw werden weniger.

Dann werden sie auch dahinkommen, wo wir schon sind. Wir an der Elbe sind eben etwas weiter, weil unsere Äcker immer größer werden. Viele Vogelarten sieht man kaum noch.

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