Ihre Meinung zu: Appetit auf Fleisch lässt laut Ernährungsreport offenbar nach

29. Mai 2020 - 9:09 Uhr

Jeden Tag Wurst oder Fleisch - das schmeckt laut "Ernährungsreport 2020" nur noch 26 Prozent der Deutschen. Das sind deutlich weniger als vor fünf Jahren. Männer haben demnach andere Vorlieben als Frauen.

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Kommentare

Herkunftsland ist auch wichtig

"Jeden Tag Wurst oder Fleisch, das schmeckt ... nur noch 26 Prozent der Deutschen". Nun müsste einmal aufgezeigt werden, woher das Fleisch kommt, dass bei uns gegessen, verarbeitet oder exportiert wird.
Eine der hanebüchenen Errungenschaften der EU ist es, dass das sogenannte "Herkunftsland" von Lebensmitteln nur das Herstellungsland des Endproduktes bezeichnet. D.h. dass Serrano-Schinken zwar aus Spanien kommen muss, dass die verarbeiteten Tiere (schrecklicher Ausdruck, aber wahr!) durchaus aus Osteuropa kommen können. Schweine und Rinder werden tausende Kilometer durch Europa gekarrt, nur um "Spezialitäten" produzieren zu können. Tomatenmark aus China, abgefüllt in Italien, wird zu italienischem Tomatenmark oder deutschem Ketchup.
Bio-Richtlinien werden in verschiedenen Ländern unterschiedlich ausgelegt und kontrolliert. Unsere Biobauern wehren sich gegen Verleumdungen von "Tierschützern" und Nahrungsmittellobby, indem sie die Herkunft ihrer Produkte konkret veröffentlichen.

Wiedermal bleiben die Exporte unerwähnt

"Die Deutschen essen offenbar deutlich seltener Fleisch als noch vor fünf Jahren"

*

Und wen interessiert das jetzt?

Alleine bei Schweinefleisch ist Deutschland weltweit der größte Exporteur. Dazu kommt das Fleisch anderer Tiere.

Sollen wir jetzt in Deutschland vegan essen, damit noch mehr exportiert werden kann?

Vegetariern dürfte klar sein , dass eine Kuh jedes Jahr kalben muss, um Milch zu bekommen, und dass weder die Milchkuh noch die Legehennen vom Bio-Öko-Tierwohl-Hof nicht uralt werden, weil sie dann keine Eier mehr legen und am Ende in der Suppe landen.
Ganz zu schweigen, dass da auch paar Männchen geben soll, die weder Milch geben noch Eier legen.
Wohin mit den ganzen Tieren? Ins Hunde- und Katzen-Gourmetfutter

Als ehemaliger Fleischesser

muss ich sagen:
Das meiste Fleisch, was bei uns verkauft wird entspricht nicht den Vorstellungen die ich habe.
In meinem Markt, und der ist nicht gerade Noname, gibt es haufenweise unappetitliches Fleisch.
Kein bio, keine tiergerechte Haltung, viel zu billig.
Ja, ja ich weiß, das "Tierwohlsiegel" ist wohl leider Schmuh.
Es spricht außerdem viel dafür das Fleisch zu einem besonderen wertvollen Lebensmittel zu machen, das dann auch schmecken kann und nicht sinnlos in sich rein zu stopfen.

Die “Fleischeslust“ der Männer...

lag schon immer - d. h. bereits zu Jäger- und Sammlerzeiten - weit über der der daheim sitzenden Frauen. Damals sicherlich berechtigt.

Daran hat sich bis heute nichts Grundlegendes geändert, auch wenn mancher Mann immer noch glaubt, er sei mit Keule, Speer oder Pfeil und Bogen auf Jagd gewesen, wenn er auf dem Heimweg vom Büro eine Stunde im Stau gestanden hat.

Umfragen

Also einerseits glaube ich schon, dass die Zahl an Vegetariern und Veganern zugenommen hat. Aber aus einer Umfrage zu schließen, dass „die Deutschen“ weniger Fleisch essen, halte ich für kritisch. Bei den Antworten auf solche Fragen neigen erfahrungsgemäß viele Menschen zur „Selbstidealisierung“.

In unserer Kantine gibt es regelmäßig Befragungen nach den Wünschen und da gibt es einen starken Trend zu „gesund“ usw. Wenn es aber Currywurst, Pizza oder Schnitzel mit Pommes gibt, dann gibt es dort immer eine endlose Schlange und am „Fitness-Gericht“ steht kaum jemand.

Also statt Umfrage wären vielleicht die Zahlen des Verkaufs von Fleisch und Wurst interessant.

Gutes Fleisch ist sehr teuer geworden

Deutsche essen weniger Fleisch - wen wundert es, gutes Fleisch mit Herkunftsnachweis ist ja auch sehr teuer geworden.
Als Norddeutsche stelle ich fest, dass man kaum noch Tiere auf den Weiden sieht, obwohl gerade das Südoldenburger Land und das Emsland immer bekannt für Vieh- und Milchwirtschaft waren. Ich kann mir das nur damit erklären, dass das lebenslängliche Einsperren der Tiere, ebenso wie es bei Schweinen ond Hühnern der Fall ist, ein Ergebnis grüner Naturschutz- und Landwirtschaftspolitik ist. Weiden liegen brach, weil sich dort angeblich seltene Vogelarten aufhalten - ich sehe fast nur noch Krähen. Statt auf der Weide stehen die Kühe lebenslänglich in riesigen Ställen und müssen Soja fressen - das ist widerlich. Außerdem werden für den Soja-Anbau die Regenwälder Brasiliens gerodet - da schmeckt das gebratene Tofu-Schnitzel gleich doppelt gut.
Viele EU-Bestimmungen zur Landwirtschaft, auch Bio-Bestimmungen, auch Importe aus China ... gehören geprüft und durchgelüftet

Ich schenke.....

diesem Artikel keinen Glauben. Es ist doch einfach nur gezielte Meinungsmache und der Versuch von Volksumerziehung im Sinne der angeblich "Grünen". Wer hat eigentlich diesen Report erstellt?

um 09:34 von Tada

"Sollen wir jetzt in Deutschland vegan essen, damit noch mehr exportiert werden kann?" -
Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?
.
"Wohin mit den ganzen Tieren? Ins Hunde- und Katzen-Gourmetfutter" - Die Tiere fallen nicht vom Himmel. Sie werden gezüchtet. Vielleicht weniger züchten?

dieser Trend wird sich fortsetzen...

dieser Trend wird sich fortsetzen, einmal wegen der Gesundheit, mit steigendem Bildungsniveau steigt auch das Wissen über gesunde und nachhaltige Ernährung.

Zum anderen haben viele Bürger die Nase voll von dem ständigen Verseuchen der Natur.

Immer mehr Vieh im Verhältnis zur Landfläche heißt verstärkt Einkauf von Futtermittel aus dem Ausland (dort Rodungen), und obendrein die immer stärkere Verseuchung der Boden, da die Exkremente der zu vielen Tiere auf die zu geringe Landfläche trifft, die das alles nicht abbauen kann und mit ins Grundwasser entlässt.

Jetzt fehlt uns nur noch die mutige oder besser weniger lobbyanfällige Regierung, die den Transport und damit den Export von Tierprodukten drastisch einschränkt.

Die deutschen Fleischexporte,

Die deutschen Fleischexporte, und die damit verbundenen Umwelt- und ethischen Probleme bei diesem Thema nicht mal in einem Satz zu erwähnen, und auch mal Größenordnungen zu vergleichen - das ist meiner Meinung nach sehr schlechter Journalismus. Stattdessen soll Vegetarismus/ Veganimus unterschwellig gepusht werden. Ich bin der tendenziösen Beiträge im ÖR wirklich müde, und es ist ein Unding, daß ich dafür auch noch bezahlen muß.

um 09:41 von draufguckerin

"Ich kann mir das nur damit erklären, dass das lebenslängliche Einsperren der Tiere, ebenso wie es bei Schweinen ond Hühnern der Fall ist, ein Ergebnis grüner Naturschutz- und Landwirtschaftspolitik ist."
.
Ja ne is klar.

Ich esse auch

nicht jeden Tag Fleisch, war noch nie so.
Aber ich erwähne es noch mal an dieser Stelle.
Als erstes den Export einschränken, das spart schon mal 2,4 Millionen Tonnen Schwein, von Rind und Huhn wollen wir nicht erst reden.
Das sind Millionen Schweine die nicht produziert werden müssen.
Und welche Haltungsform gekauft wird, hängt von Einkommen ab, also kann jeder kaufen was er möchte, und sich leisten kann.
Export muss der Staat regeln, und welches Fleisch und in welcher Menge gekauft wird, regelt der Kunde.
Gestern an Fleischtheke, einige Kunden für den Pfingstbraten angestanden, nicht einer hat nach den Ausländischen Rindfleisch gefragt, was schon gesenkt wurde, und 35 Euro das Kilo kostet.
Wir produzieren selber reichlich, und selbst im Hofladen um die Ecke, wo man die Kühe draußen stehen sehen kann, ist es günstiger.
Im Vergleich sicher auch teurer als im Markt.
Aber da weiß man wo die Tiere herkommen.

Es stimmt etwas nicht mit unserer Fleischindustrie, und nicht am Käufer.

Weltweiter Trend?

Der Fleischkonsum dürfte allerdings auch weltweit zurückgehen?
„Abfallprodukte„ wie Z.B. Echt Leder weltweit dadurch ebenso.

Die Nachfrage nach Fleisch geht warum zurück?

Nicht nur wegen Diskussionen um Tierhaltung und Schlachtung. Antibiotika in Milch und Fleisch.

Ebenso gilt die mediterrane Küche mit viel Gemüse das Ideal gegen Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf sowie Stoffwechselkrankheiten.
Der Gesundtrend ist auf dem Vormarsch.

Der Vegane Boom in der Generation Next spielt mit. Alles Tierische wird eliminiert. Auch Allergien, Nahrungsunverträglichkeiten gegen Zb. Lactose in Kuh-Milch spielen eine Rolle.

Der Preis ist es anscheinend nicht, da Billigfleisch überall verfügbar zu sein scheint.

um 09:41 von draufguckerin

"Statt auf der Weide stehen die Kühe lebenslänglich in riesigen Ställen und müssen Soja fressen - das ist widerlich. Außerdem werden für den Soja-Anbau die Regenwälder Brasiliens gerodet - da schmeckt das gebratene Tofu-Schnitzel gleich doppelt gut."
.
Der Regenwald wird für Viehfutter, also für unsere lieben Fleischesser gerodet. Das Tofu-Schnitzel kommt woanders her. Bitte informieren Sie sich, bevor sie die Unwahrheit schreiben.

um 09:49 von ednew

"Ich schenke.....
diesem Artikel keinen Glauben. Es ist doch einfach nur gezielte Meinungsmache und der Versuch von Volksumerziehung im Sinne der angeblich "Grünen"."
.
Volksumerziehung der angeblich "Grünen". langsam wird's albern. Aber glauben Sie ruhig weiter das, was in PI news, Compact uder der Bild steht...

@09:41 von draufguckerin

... ein Ergebnis grüner Naturschutz- und Landwirtschaftspolitik...., Weiden liegen brach, weil sich dort angeblich seltene Vogelarten aufhalten

Da vermuten Sie falsch. Beweidung stört keinen Grünen, der etwas von Natur versteht. Die seltenen Vögel, also z.B. Wiesenbrüter wie die Kibitze, werden nicht durch Beweidung gestört, sondern durch häufiges Mähen der unbeweideten aber dafür intensiv mit Gülle gedüngten Wiesen.

Die Intensivhaltung in Ställen mit Soja aus dem Regenwald hat schlicht wirtschaftliche Gründe. Nur mit Futter von der Weide könnte man in D nur einen Bruchteil der Viehbestandes ernähren. Davon träumt man als Grüner. Dann wäre auch das Gülleproblem usw. gelöst.

Eine gute Entwicklung

Habe mit Freude den Artikel gelesen und hoffe, dass diese Entwicklung anhält. Zumal die meisten der jüngeren Leute deutlich mehr Emphatie für die Tiere haben und wahrscheinlich sowieso keine Sauerbraten, Rouladen, usw. mehr kochen werden.
Auf Fleisch zu verzichten bringt so viele Vorteile mit sich und es gibt mittlerweile klasse Alternativen.
Hoffe, dass die Politik es schafft, diese grässliche Massentierhaltung endlich abzuschaffen.
Der heutige Umgang mit den Tieren ist im höchsten Grad abscheulich.
Ich bin froh, dass ich davon weg bin und es werden immer mehr...

@ Tada um 9.34 Uhr, wichtige Aspekte in Ihrem Beitrag

Sie beschreiben einige wichtige Aspekte in Ihrem Beitrag. In Deutschland wird wirklich sehr viel "Fleisch produziert", von dem nur ein geringer Teil hier verzehrt wird. Deutsche sehen gerne Kochsendungen im Fernsehen, aber selbst kochen - Schnitzel, Kotelett, Steak, Hähnchenbrust - dann hört es schon langsam auf. Einiges geht noch in die Wurst.
Geflügelteile werden nach Afrika exportiert und verderben dort die Preise, ebenso wie China-Billigprodukte durch Dumpingpreise bei uns die Produktion (Textil, Elektro ..) unrentabel gemacht haben.
Während Katzen und Hunde mit "Gourmet-Menüs" verwöhnt werden (d.h. sie müssen lebenslänglich Dosenfraß fressen), werden die Zucht-Tiere, auch für die "Bio-Fisch- und Fleischproduktion" mit Sojafutter artfremd gefüttert.
Aufgrund EU-Förderung alternativer Energie wird Mais zu Bio-Gas umgesetzt, während unsere Tiere Billigsoja fressen - scheußlich.
Und wir essen billige "Bio"-Importprodukte, deren Anbau- und Aufzuchtbedingungen niemand kontrolliert

Der Staat hat versagt.

Der Verbraucher kann es nicht regeln.
Der Staat (GroKo) gibt die Regeln vor, wonach Fleisch Produziert werden darf.

Somit sind die Zustände in der Fleischindustrie hausgemacht.

Unser Staat (GroKo) ist zu sehr konzernorientiert.

Fleisch was hier verkauft werden darf, sollte gewisse Standards erfüllen, auch das was aus dem Ausland kommt.

Allerdings wird eher in D. Fleisch für den Export Produziert.

Man traut dem Bürger ja auch nicht zu ohne harte Regeln mit Corona klar zu kommen, wie soll der Bürger denn mit diesem wesentlich komplexeren Thema klarkommen?!

Wieso sollte Fleisch aus infizierten Schlachthöfen

und erbärmlichen Zuständen für Menschen und Tiere appetitlich sein? Wer käme auf eine solche Idee?

Wir waren Fleischesser,

bis meine Frau wegen rheumatoider Arthritis
Ihre Ernährung umstellte. Ich mache (gerne) mit und wir essen einmal in der Woche Fleisch. Kein Schwein, keine Wurst. Mediterrane Küche, asiatisch, Fischgerichte sind nicht nur alternativ, sondern absolut köstlich. Wenn man jetzt die Bilder aus den Schlachtbetrieben sieht, vergeht einem die Lust auf Fleisch sowieso.

Auch mein Fleischkonsum hat

Auch mein Fleischkonsum hat nachgelassen, aber nicht weil ich Fleisch weniger mag, sondern einfach weil die Preise stark angestiegen sind.
Ich weiß nicht, ob das im Sinne unserer Bauern ist, denn selbst bei gestiegenen Preisen (wer auch immer die Verursacher sind), wird der Absatz sinken und der Bauer auf sein Fleisch sitzen bleiben.

Ich kann dem nur zustimmen,

denn ich merke es an mir selbst.
Warum?
So wie die Tiere größtenteils behandelt werden ist mir der Appetit auf Fleisch größtenteils vergangen.
Es geht auch lecker ohne Fleisch.

Knappes Acker und Weideland

Weltweit steht immer weniger Acker - und Weideland zur Verfügung.In Deutschland wurden seit 1992 eine Millionen Hektar Landwirtschaftliche Fläche versiegelt und täglich kommen ca 65ha hinzu. Es ist eine Illusion zu glauben die immer weiter wachsende Weltbevölkerung mit Artgerechter Tierhaltung und ohne Düngung der Ackerflächen zu gewährleisten.

Corona?

Falls die Befragung in den letzten Wochen und Monaten durchgeführt wurde, hat die Coronakrise vielleicht auch einen Beitrag zum Trend geleistet.

Schlachthäuser und Tiere aus Massenhaltung werden jetzt eher als hygienisches Risiko wahrgenommen. Als ob das Problem mit Antibiotika und multiresistenten Keimen noch nicht groß genug war.

Und abgesehen von der Frage, wie gesund Fleisch ist, zeigt sich immer deutlicher, dass die industrielle Tierproduktion kaum noch vertretbar ist.

Hierzulande gab es wenigstens noch keine coronabedingten Notschlachtungen.
Aber die Berichte aus den USA, Kanada und Brasilien, wo Millionen von Hühnern und Hunderttausende von Schweinen und Rindern auf übelste Weise vernichtet und verscharrt wurden, nur weil die Fleischverwertungskette gerade nicht mehr schnell genug läuft, können einem durchaus den Appetit verderben.

@10:17 von naiver Positivdenker

"Es geht auch lecker ohne Fleisch."

Auf jeden Fall, wenn die Bevölkerung zeit hätte für das selber Kochen, sich mit guten Produkten auseinander zu setzen und daraus was gutes zu kochen.

Allerdings ist das nicht im Sinne des Staates und der erlernten Wertevorstellung.

Alle müssen Arbeiten, u3 Kindergärten, Billiglohn-Jobs...…

In ein paar Jahren bin ich Rentner, dann bin ich nicht mehr 12 Stunden außer Haus, dann kann ich günstig UND gesund kochen.

Fleischsteuer, Gemüse verbilligen, veg. Essen kann lecker sein

Eine hohe Fleischsteuer, damit Fleisch nur noch 1 - 2 x die Woche auf den Tisch kommt, so wie es noch unsere Großeltern kannten. Ausgleichend, vor allem auch für Gering- und Mittelverdiener Subventionen oder Vergünstigungen für Gemüse und Obst, möglichst bio. Davon würde "der kleine Mann" viel mehr profitieren, als ihn mit "Gammelfleisch" abzuspeisen.

Endlich kommt in der Bevölkerung auch an, dass man sich sehr gut, gesund und extrem lecker vegetarisch oder gar vegan ernähren kann - sogar ohne Verzicht oder gesundheitliche Bedenken z. B. B12 Mangel lässt sich mit manchen asiaten Bohnensorten abdecken.

Veg./Vegan ist ja keineswegs nur Salat, man kann alles kochen/essen was man sonst auch so kennt.

Selbst auf Grillfackeln muss niemand verzichten, da gibts es beispielsweise Seitan- oder Sojaalternativen, die teilweise sogar besser schmecken als das Original.

Der Umwelt, den Tieren, euren Kindern, und eurer Gesundheit zuliebe sollte jeder selbst umdenken.

Um 10:11 von Emil66

Hier produziertes Fleisch erfüllt Mindestanforderungen der EU.
Jetzt kann man natürlich über diese Anforderungen streiten und auch die Praxis der Tiertransporte (über die man nicht streiten sollte, die sind furchtbar).

Ich hätte sie nicht für einen Anhänger der Bündnis90/ die Grünen gehalten. Denn diese fordern ja seit Jahren bessere Tierhaltung.

Aber diese Kostet Geld. Und im Falle von Biohünchen sogar massiv.
Biohünchen ist teilweise 4 mal so teuer wie normales. Deswegen tut man sich so schwer mit besseren Bedingungen für die Tiere.
Das hat mit GroKo nichts zu tun.

Fleisch ist ein Stück Lebenskraft ! Der Glaube daran wackelt

Fleisch ist ein Stück Lebenskraft.
Dieser Werbeslogan von der ehemaligen Agrarmarketing enthält
mittlerweile nicht nur einen bitteren Beigeschmack.
Menschen und Tiere müssen leiden, damit Großunternehmen satte Gewinne machen können.

An einige Vorkommentatoren:

An einige Vorkommentatoren: Der Artikel handelt von Fleischkonsum in DE, nicht von der (über)produktion und resultierenden Exporten noch von den Umweltfragen, die mit der intensiven Fleischproduktion zusammenhängen. Ich kann also keinen schlechten Journalismus erkennen. Auch keine Werbung für vegetarisches oder veganes Essen. Es ist noch immer jedem freigestellt, sich zu ernähren, wie man will. Ich persönlich esse auch nur einmal alle zwei Wochen Fleisch, weil ich kein riesiger Fleischfan bin und ich es so gesünder finde. Wenn mein Nachbar jeden Tag Fleisch essen will, so respektiere ich das. Ich konvertiere niemanden zu meinem persönlichen Geschmack und meiner Lebensweise. Umgekehrt möchte ich auch nicht als "Grünenlobby" verschrien werden, die Teil einer breit angelegten Meinungsmache und Umerziehung ist. Mal die Kirche im Dorf lassen.

@dr.bashir 09:40 : Volle Zustimmung

Ich habe in unserer Kantine exakt die gleiche Erfahrung gemacht:
Bei Currywurst, Pizza oder Schnitzel blieb alles andere liegen.
Und wenn gegrillt wird, wird auch eher mehr Fleisch verzehrt als zugegeben wird.
Insofern sind Umfragen möglicherweise trügerisch und sollten wirklich durch Analysen der Verkaufszahlen untermauert werden.

@Tada - Und wen interessiert das jetzt?

Sie haben recht, wir müssen die Autoproduktion, den Individualverkehr nebst Klimaschäden und die Verkehrstoten weiterhin ertragen, weil diese Industrie treibende Kraft unseres Wirtschaftssystems ist!?
Jeder Junky, Alkoholiker und Raucher muß seine Droge weiterhin konsumieren, da ansonsten die Hersteller bzw. die Steuereintreiber arbeitslos werden.
Auf keinen Fall Veränderung bei unserer vollgefressenen, regierungskonformen Bevölkerung - es könnte uns beunruhigen, wenn wir auf einmal denken würden.......

Kein Fleisch ist auch keine Lösung

Vom Hof eines Großonkels kenne ich den Schlachtbetrieb in kleinem Umfang. Das ist nun Jahrzehnte her. Jedenfalls hatte ich nie ein Problem mit dem Verzehr von Tieren (die ich auch habe aufwachsen sehen und selbst gefüttert habe).
Mein inzwischen fast vollständiger Fleischverzicht basiert ausschließlich auf die meist unhaltbaren Zustände bei der Aufzucht, dem Transport, der Schlachtung und nicht vorhandenen Wertschätzung von Vieh und Verarbeitern.
Das finde ich tragisch, würde ich doch grundsätzlich weiter Fleisch verzehren wollen, werde aber aus politischen Gründen daran qua Menschenverstandes - nicht gesetzlich wohlgemerkt - gehindert.

@ 10:11 von Emil66

"Der Staat hat versagt, der Verbraucher kann es nicht regeln"

Da unterschätzen Sie aber die Macht der Verbraucher erheblich. Genau genommen kann es nur der Verbraucher regeln.

Wenn zumindest alle Deutschen kein Fleisch mit mindestens Haltungsform 3 mehr kaufen, könnten die Bauern nur noch für den Export arbeiten - was sich für die nicht rechnet. Also würden Sie schnellstmöglich ihre Fleischproduktion ändern müssen.

Leider wird das aber ausgerechnet in Deutschland nicht funktionieren, weil hier immer noch die "Geiz ist geil"-Mentalität hoch gehalten wird. Der Deutsche schmeißt lieber pro Jahr fast 100 kg Lebensmittel weg, anstatt ein paar Euro mehr dafür auszugeben.

Und das hat keinesfalls mit niedrigen Löhnen zu tun, es ist eine grundlegende Einstellung zur Ernährung. Die Deutschen geben nur lächerliche 10% des Einkommens für Lebensmittel aus (Aldi und Lidl sei Dank - oder auch nicht). Italiener, Spanier, Portugiesen fast das doppelte.

@10:28 von hesta15

Kleiner Tipp zu Ihrer Anmerkung bzgl. der Verfügbarkeit landwirtschaftlicher Flächen und der Weltbevölkerung. Mit der gleichen Fläche lassen sich 10x mehr Menschen pflanzlich ernähren, als wenn man darauf Tiere weiden lässt und dann das Fleisch ist. Der Grund sind schlicht die Verluste, die für den Eigenbedarf der Tiere während ihres Lebens anfallen. Die kann man sich ersparen, indem der Mensch die Pflanzen selbst ist.

Ausnahme sind sehr karge Gegenden, in denen Ackerbau nur schwer möglich ist (Prairie, Pampa), aber genügsame Tiere extensiv weiden können. Da braucht man dann aber auch riesige Flächen, um Fleisch zu erzeugen. Deswegen sind die Farmen dort so groß mit deutlich weniger Tieren/Fläche als in der deutschen Intensivhaltung.

Also Fleischproduktion ist nicht die Lösung des Welternährungsproblems, sondern Teil der Ursache.

@draufguckerin 09:41 Grüne Landwirtschaftspolitik?

>>Ich kann mir das nur damit erklären, dass das lebenslängliche Einsperren der Tiere, ebenso wie es bei Schweinen ond Hühnern der Fall ist, ein Ergebnis grüner Naturschutz- und Landwirtschaftspolitik ist. Weiden liegen brach, weil sich dort angeblich seltene Vogelarten aufhalten - ich sehe fast nur noch Krähen. <<

Ihre Beobachtung ist sicher richtig - die Ursache ist aber eine andere. Die Viehhaltung in Ställen ist billiger und effektiver gerade wegen Sojafutter.
Grüne Landwirtschaftspolitik gibt es schon seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Seit dieser Zeit gab es nur CSU-Landwirtschaftspolitik.
Und ob der NaBu oder BUND für die Stallhaltung verantwortlich ist halte Ich auch für sehr unwahrscheinlich.

Kann man irgendwo nachlesen,

Kann man irgendwo nachlesen, wie die Fragen der Umfrage lauten? Kann man irgendwo nachlesen, wer, wo und wie gefragt wurde?

Wenn ich gefragt werde: Essen sie jeden Tag Wurst oder Fleisch, dann ist meine Antwort: nein.

Wenn ich aber gefragt werde: Essen sie an den meisten Tagen Fleisch oder Wurst, dann ist meine Antwort: ja. Und ich gehöre plötzlich in eine ganz anderen Kategorie.

Im übrigen braucht man solche Umfragen nicht! Schaut euch die Produktions- und Importzahlen von Fleisch und Wurst in Deutschland an. Gibt es da auch so ein krassen Rückgang?

Kaum zu glauben

Wenn ich die langen Schlangen an den Fleischtheken, die vielen Wurstsorten im Kühlregal und die Einkäufe der anderen Kunden im Supermarkt betrachte, dann kann ich diese 26% kaum glauben.

mehr Bewusstsein beim Handeln

Eine hochentwickelte Zivilisation ist nur bestandsfähig, wenn sie nicht nur geistig und technisch, sondern auch seelisch-moralisch hochentwickelt ist. Sie würde wollen, dass es allen Lebewesen gutgeht.
Eroberungs- und Unterdrückungsmodus ist nun mal Eroberungs- und Unterdrückungsmodus und wirkt sich in alle Richtungen früher oder später aus.
Menschen können auch alle Lebewesen respektvoll behandeln und dennoch satt werden, aber gesünder bleiben. Tiere können auch mit ihren Jungen ein gutes Leben leben und alt werden, bevor sie gegessen werden, wenn es denn unbedingt sein muss.

Mehr Bewusstsein bei allem, was wir tun, ist der richtige Weg, denke ich.

09:41 von draufguckerin

«Statt auf der Weide stehen die Kühe lebenslänglich in riesigen Ställen und müssen Soja fressen - das ist widerlich. Außerdem werden für den Soja-Anbau die Regenwälder Brasiliens gerodet - da schmeckt das gebratene Tofu-Schnitzel gleich doppelt gut.»

"Tofu" hat mit dem Anbau von Soja in Brasilien zur Verwendung als Viehfutter hierzulande gar nichts zu tun.

"Tofu" hat seinen Ursprung in Japan. Dort ist die Gewinnung des Produkts seit ca. dem Jahr 3.000 vor Christus bekannt. Seit ca. 1.500 v. Chr. auch aus China.

"Tofu" ist ein Produkt aus der "Weißen Sojabohne", die in Asien bereits kultiviert wurde … lange bevor die Portugiesen als Kolonialmacht nach Brasilien kamen. Die zu Viehfutter verarbeiteten Sojabohnen sind eine "Weiter-Züchtung" der ursprünglichen Pflanze. Diese Züchtung eignet sich kaum zur Gewinnung von "Tofu". Zu viel "Öl" drin … zu ungunsten des Anteils von "Milch".

Auf Japanisch ist "Tofu":

豆腐・too-fu・Bohne-Kastrieren|Tofu

Meint die Gewinnung von Sojamilch.

Versorgung muss gesichert sein

ich kann mir eine flächendeckende fleischlose Ernährung nicht vorstellen.
Soviel Gemüse können wir gar nicht produzieren, um alle satt zu bekommen.
Ich esse nicht oft Fleisch, aber ich mag es und es gehört für mich auch dazu.
Dazu kommt noch dass es viele, wirklich viele Menschen gibt, die auf diverse pflanzliche Dinge allergisch sind. Ganz arg: Soja, Mandeln, Haselnüsse
Da wird es dann schon wieder schwieriger.
Wir könnten aber die vermaledeite Massentierhaltung abschaffen und es gibt wieder wie früher nur sonntags Fleisch oder an Feiertagen.

Den Zahlen trauen?

.....ich trau den Zahlen nicht, wenn ich mich so umsehe. Bei vielen Nachbarrn ist gerade jetzt jeden Abend der Grill an und da liegt kein Gemüse auf dem Rost. ....

Anstatt auf Fleischverzicht und damit dem Export

von billigem Fleisch in andere Ländern sollten die Leute lieber gutes Fleisch mit einer anständigen Haltung kaufen. Das wäre für das Tierwohl besser.
Ich kaufe über 80% unseres Fleisch- und Wurstbedarfs (einschließlich Restaurantbesuche) aus Biodynamischer Landwirtschaft. Habe selber auch schon solche Höfe besucht um mich zu überzeugen. Das ist teurer, ja, aber da Fleisch schmeckt besser und hinterlässt bei mir das gute Gewissen, dass mehr Tiere ein gutes Leben hatten.
Ich gebe zu, dass als meine Nahrung Tiere wie Pflanzen ihr Leben lassen müssen. Aber bitte achtet endlich auch mal auf die Pflanzen. Ihr Leben hat den gleichen Wert, das vergessen viele Veganer aber gerade häufig (nicht alle natürlich).

Um 11:24 von Zwiespalt

Es geht ja auch nicht um Produktionszahlen, sondern ob die Leute ab und an mal einen Tag kein Fleisch essen.

Und sogar ich esse manchmal kein Fleisch. Nicht weil ich bewusst einen vegetarischen Tag einlege oder weil ich mich um das Wohl der Tiere bemühe.....
Manchmal habe ich einfach keine Lust.
Dann gibt es z.B. Bratkartoffeln mit Spiegelei aber ohne Speck. Weil gerade kein Speck im Haus ist.

Und Bier ist doch auch vegetarisch, oder?

um 11:10 von dr.bashir

Sie haben ja Recht wenn ich von optimaler Tierhaltung ausgehe. in meinem Kommentar wollte ich darauf hinweisen das durch die Explosion der Weltbevölkerung immer weniger Nutzfläche für die Nahrungsmittelerzeugung zur Verfügung stehen. Der Verzicht auf Kunstdünger und Massentierhaltung ist daher für mich Illusion. Ein weiteres Ernährungsproblem ist die Überfischung der Weltmeere.

Soviel Gemüse können wir gar

Soviel Gemüse können wir gar nicht produzieren, um alle satt zu bekommen.

Genau umgekehrt. Wenn man auf den ganzen Flächen, auf denen Tierfutter produziert wird Gemüse anbaut, dann kann man mehr Menschen ernähren.

...wirklich viele Menschen gibt, die auf diverse pflanzliche Dinge allergisch sind

Stimmt, aber die essen auch nicht 100% Fleisch, sondern eben andere Pflanzen, auf die sie nicht allergisch sind.

und es gibt wieder wie früher nur sonntags Fleisch oder an Feiertagen

Stimmt. Ein realistisches Ziel ist nicht, gar kein Fleisch mehr zu produzieren, sondern weniger wie früher. In meiner Jugend litten wir auch nicht an Mangelerscheinungen, obwohl damals deutlich weniger Fleisch gegessen wurde.

Der Mensch ist Allesfresser

das zeigt schon sein Gebiß. Fleisch gehört zu einer ausgewogenen Ernährung . Damit will ich nicht tägliche Grillabende mit Massen eingelegtem Billigfleisch propagieren, aber vegane Mangelernährung halt ich für kritisch. Das Essen von Fleisch hat in der Evolution des Menschen das Gehirn wachsen lassen und leistungsfähig gemacht. Was vegane Ernährung anrichten kann insbesondere bei Kindern hat Sara Wiener gut beschrieben. Attila Hildmann ist ein warnendes Beispiel;-)

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