Kommentare

...nun ja, Pfui.

Es gibt durchaus Verschiebungen auf der Zeitachse zwischen Alt und Jung oder Jung und Alt usw. ... Aber das hier -> Diese Menschen, die Kinder bevorzugen bzw. denen schlimmes Leid antun gehören ganz klar in Behandlung und Sicherheitsverwahrung. Nur Knast brint da auch nichts.

Unfassbar!

Es ist das wirklich widerlichste Verbrechen, das von einem Menschen an einem anderen Menschen begangen werden kann.

Auch wenn die Täter größtenteils Männer sind, gibt es immer wieder auch tatbeteiligte Frauen (hier die Mutter (!) und die Lebensgefährtin).

Es wird mir nie auch nur annähernd nachvollziehbar sein, was in diesen Leuten vorgeht.

Bewährungsstrafen und Therapieauflagen scheinen auch nur eine marginale Wirkung zu haben.

Korrektur

... meines Beitrages:

Die Lebensgefährtin des Verdächtigen wird selbst offenbar bislang nicht beschuldigt.

Anmerkungen

Solche Sätze wie "Nordrhein-Westfalen war seit Anfang 2019 wegen mehrerer Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern in die Schlagzeilen geraten." halte ich für schädlich. Was wollte der Autor damit sagen? Dass es in Nordrhein-Westfallen mehr gestörte Menschen gibt, als sonst wo? Glaubt er das wirklich? Ich denke nicht. Vielmehr atmet dieser Satz Sensationsationsjournalismus der sich bei diesem Thema absolut und für die Tagesschau schon zwei Mal verbietet.

Schaden tut so ein Satz aber auf jeden Fall, da er es den Entscheidern schwerer macht, genau hinzauschauen. Die Öffentlichkeit sollte dankbar sein, dass offenbar manche Bundesländer genauer hinschauen, oder erfolgreicher sind als andere. NRW macht das genau richtig.

Ich möchte auch anregen, dass Personen, die man zwei Mal wegen Kinderpornografie verurteilt hat, standardmäßig engmaschig vom Jugendamt betreuen lässt. Die Justiz muss sich fragen lassen, ob zwei Mal Bewährung in solchen Fällen wirklich ausreichend ist.

Fürchterlichste Taten, mit

Fürchterlichste Taten, mit höchster krimineller Energie geplant, durchgeführt und dann vertuscht; und mit einer brutalen Missachtung der Opfer und einer kaum vorstellbaren gefühlskalten Quälerei der Kinder ausgeführt; schon das Lesen des Berichts ist fast unerträglich - was bedeutet das erst für die Ermittlungsbeamten, die sich das Filmmaterial anschauen müssen.
Hoffentlich führt das jetzt aber nicht zu einer Pauschalabwertung derer, die psychologisch mit Tätern arbeiten; in den allermeisten Fällen ist ihre harte Arbeit auch ein wichtiger Baustein zum Schutz unserer Gesellschaft. Und jeder Fall, der weitere Taten nicht verhindert hat, schmerzt auch diese Kolleginnen und Kollegen sehr.

Kindesmissbrauch !

Und wieder so ein Fall übelster Sorte ! Für mich ist dies unbegreiflich, wie erwachsene Menschen an Kindern in einer solchen Art und Weise vergreifen können. Dies dann auch noch zu filmen und anderen an zu bieten, ist noch ne Schippe an Skrupellosigkeit oben drauf.
Dass die Auswertungen des Daten- Materials so manchen Ermittler an seine Grenzen bringt, kann ich nur zu gut verstehen. Was mir aber noch weniger begreiflich ist, dass eine Frau daran beteiligt ist.
Für mich bleibt zu hoffen, dass alle jetzt Beschuldigten in ihren Prozessen zu sehr langen Haftstrafen verurteilt werden.
Ich denke, den Kindern steht nun ein langer beschwerlicher Weg bevor. Hoffentlich kommen sie irgend wann einmal mit alle dem dann klar !

Habe kopfschüttelnd und

Habe kopfschüttelnd und verständnislos die PK im TV gesehen und wünsche mir und vor allem den Kindern Gerechtigkeit. Für mich bedeutet das, das die Täter zu sehr langen Haftstrafen verurteilt werden - ohne die Möglichkeit der Bewährung.
Wer Kindern so etwas antut ( in der PK wurde gesagt wie die Beamten bei den Ermittlungen gelitten
haben ) hat für mich alle Rechte verloren. Bei diesem Thema bin ich echt sehr empfindlich da für meine Begriffe die Täter immer zu früh und aus den falschen Gründen wieder aus dem Knast kommen - die Kinder haben ein leben lang daran zu knabbern egal wie viel Therapie die machen.
Aber nun mal ein "vielen Dank " an die Ermittler, die keinen leichten - aber in diesem Fall sehr Effizienten -Job gemacht haben.

Die Tätergesellschaft von

Die Tätergesellschaft von ihrer menschenverachtendsten und lebensfeindlichsten Seite.

Danke für diesen Bericht.

Möge er auch den Blindesten die Augen öffnen.

Ein Skandal

Der Hauptverdächtigte ist 2x wegen Verbreitung von Kinderpornografie auf Bewährung verurteilt. Da stellt sich mir die Frage, warum beim zweiten Mal auf Bewährung, Verantwortliche in unserer Republik werden auch nach diesem Fall wieder nach härteren Strafen schreien.
Realität sind Bewährungsstrafen vorzeitige Haftentlassung nach Therapie. Schützt endlich die Kinder und sperrt Kinderschänder spätestens bei der zweiten Verurteilung Lebenslänglich ein. Die Opfer sind schon Lebenslänglich bestraft.

Horror pur

Mitten unter uns! Jedesmal stehe ich völlig fassungslos vor solchen Nachrichten.
Ich habe mir vorgenommen, niemanden mehr als (Drecks) "Schwein" oder "Sau" zu titulieren, aus Respekt vor den Tieren. Mir gehen deswegen grad die Worte aus.
Mögen die Kinder gut begleitet und behutsam betreut werden, ich wünsche es ihnen von Herzen.

Gut und höhste Zeit ...

... solche Sümpfe rigoros auszutrocknen. Sich "auf's Schwerste" an Kindern und erst recht an den eigenen zu vergehen, ist unfassbar. Ich hoffe, die Konspirativität und die Professionalität der Beschuldigten bringt den Beschuldigten höchste Haftstrafen - und den Knastbrüdern dann die unterste Rangstufe, die größte Verachtung.
---
Und dann hoffe ich stark, dass die Ermittlungen weitere "Nutzer" dieses dreckigen Geschäfts aufdecken werden. Vielleicht gelingt es bei den Nachforschungen auch mal, NICHT vor "hochrangigen" Nutzern einzuknicken - wie man im Campingplatz-Fall leider vermuten musste, nachdem dann plötzlich Aservate ungesichtet verschwunden waren - angeblich war es der Praktikant? Da habe ich dann immer schwere Zweifel ...

da fehlen einem die Worte

An Abartigkeit nicht zu überbieten.

Hoffentlich kann dies aufgeklärt werden, so dass ALLE Täter bestraft werden. Bei so einer schweren Tat plädiere ich für anschließende Sicherheitsverwahrung.

Den Opfern wünsche ich die beste seelische Hilfe, so dass sie irgendwann mit diesem Trauma fertig werden können.

Alleine schon was sich die Kriminalisten da antun müssen.

Keinerlei Bewährungsstrafen angemessen!

Es darf keinerlei Bewährungsstrafen für
solche Täter geben! Welchen Sinn sollten
diese haben? Man kann
nur auf äußerst harte
Strafmaßnahmen mit
psychiatrischer Begleitung und ggf. anschließender
Sicherheitsverwahrug hoffen! Den missbrauchten Kindern
wurde unfassbares Leid
zugefügt!

@Giselbert u.a.

Den Opfern wünsche ich die beste seelische Hilfe, so dass sie irgendwann mit diesem Trauma fertig werden können.

Der Wunsch ehrt Sie und alle, die ihn ebenfalls in ihren Beiträgen ausgesprochen haben. Er wird sich aber nicht erfüllen.
Solche Traumata sind niemals völlig zu überwinden, auch mit der besten Unterstützung nicht.
Wünschen wir ihnen vielleicht ein "so gut es irgendwie möglich ist".

Für jeden gesunden Menschen

Für jeden gesunden Menschen ist diese Geisteskrankheit nicht nachzuvollziehen und das macht es nur noch schwieriger mit diesem Thema umzugehen. Als würde das Leid der hilflosen Kinder nicht schon genügen.

Eine Zivilisation muss in solch hochemotionalen Themen sachlich und reif reagieren. Therapien und Sicherheitsverwahrungen sind da u.a. Mittel, um mit diesen Menschen (und ich betone, dass die Täter Menschen sind, die ihre (Menschen-)Rechte niemals verlieren dürfen) umzugehen.

Den Opfern kann man nur das Beste wünschen und allen beteiligten Institutionen danken, dass sie sich mit solch schwierigen Thematiken beschäftigen, um unsere Gesellschaft voranzubringen.

Elf Tatverdächtige festgenommen?

Jetzt zahlen wir den presi eines ungezügelten und unkontrolierten Internets.
Dazu verhindert eien ausufernder Datenschutz sinnvolle schnelle und efektive maßnahmen.

Da das nach Lüdge usw. nicht mehr als Einzelfälle abgelegt werden kann müssen jetzt die Sicherheitsbehörden umfassene neue und für die vielen Opfer notwendige rechte bekommen, die jetzt auch nicht mehr mit idiologischen Schutzbehauptungen verhindert werden dürfen.

Dank an die Ermittlungsbehörden

Einfach schwer erträglich, den Artikel zu lesen, die Pressekonferenz zu hören…
Dank und großen Respekt für die geleistete Ermittlungsarbeit!

@15:30 von Eugster
„Mögen die Kinder gut begleitet und behutsam betreut werden, ich wünsche es ihnen von Herzen.“

Da schließe ich mich an.

Abartig und ekelhaft

was sich da wieder Abgründe auftun! Die Kinder sind womöglich lebenslang geschädigt und die Polizisten, die hier die Daten sichten mussten können Einem auch leid tun.
was das Ganze nicht besser macht ist, dass der Haupttäter bereits mehrfach wegen pädophiler Umtriebe auffiel und verurteilt wurde. Da hat die Therapie nichts bewirkt. Man sollte zukünftig mehr daran denken, dass es schlicht nicht Therapierbare gibt. Ist ja offenbar bei dem Verdächtigen im Fall Maddie auch so

Sofortige lebenslange Sicherheitsverwahrung

man muss diese Täter auch vor sich selbst schützen.
Wie gestört muss man sein um derartiges zu tun.
Die Täter sind auch seelisch krank, da jegliches Mitgefühl fehlt. Wehrlose und arglose Kinder man kann es kaum glauben.
Es graust mir. Von Fotos posten bis zu Taten gibt es fließende Übergänge von "Verlangen".
Bereits bei Fotos muss härter durchgegriffen werden. Alle derartigen Netzwerke müssen umgehend abgeschaltet werden.

@Giselbert um 15:46 Uhr

" so dass ALLE Täter bestraft werden"

Wie soll das möglich sein? Es kann durchaus sein, dass einige Täter (ebenfalls) schon als Kinder missbraucht wurden, und deswegen so wurden. Bzw. deren Täter ebenfalls, Endloskette... Täter ist immer die Gesellschaft als Ganzes. Schon weil es keinen "freien Willen" wirklich gibt.
Jeder Mensch wird zu dem, wozu er erzogen wurde und wie er aufgewachsen ist.

nicht verhindert?

von andererseits @

Aber man könnte und muss die Rechte von bestehenden Opfer und zukünftigen genau so werten wie echte von Täter.

Täter Erhalten jahrelang im Strafvollzug umfassende medizinischen, finanzielle und therapeutische Hilfe. Die leidenden Ofer können da nur fassungslos lebenslang alleingelassen leiden.

Das ist meine persönliche Meinung als Opfer.

15:05 von TrautSich

"Solche Sätze wie "Nordrhein-Westfalen war seit Anfang 2019 wegen mehrerer Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern in die Schlagzeilen geraten." halte ich für schädlich. Was wollte der Autor damit sagen? Dass es in Nordrhein-Westfallen mehr gestörte Menschen gibt, als sonst wo?"

,.,.,.

Münster liegt in Westfalen.

Der Autor wollte vermutlich darauf hinweisen, dass da ein lokaler Zusammenhang bestehen könnte und die Polizei wahrscheinlich in dieser Richtung ermittelt.

Härtere Strafen ...

... fordere ich kaum.

Hier - bei allem, was mit sexuellen Missbrauch von Kindern zu tun hat - erscheint mir eine Mindeststrafe
von 3 Monaten zu niedrig.

M.E. mindestens 3 Jahre und ohne Bewährung, sondern mit intensiver Therapie während der Haft.

Mindestens 1 Jahr ohne Bewährung
und Therapie wünsche ich für alles, was mit Kinderpornografie zu tun hat,
denn diese gibt es ja nur als Ergebnis sexuellen Missbrauches.

(Zu allen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
StGB, §§ 174 bis 184)

Wer sich so etwas anschaut, wird
- vermutlich - später selbst aktiv.

Es ist widerlich,
Es ist krank.

Was für ein Abgrund

Es handelt sich um organisierte Bandenkriminalität der übelsten Sorte. Ganz offensichtlich mit Gewinnabsicht verbunden. Ich mache mir als jemand, der mit offenen Augen durch die Welt läuft, über meine Mitmenschen wenig Illusionen. Trotzdem bin ich immer wieder erschüttert, wenn ich mit solch kaltherziger Niedrigkeit konfrontiert werde.

Aber überrascht es mich?

Nein, eigentlich nicht.

Es ist einfach nur ungeheuer deprimierend.

Für die Opfer die beste Hilfe!!

Das aber erwarte ich hier im reichsten Land der Welt nicht. Für die Opfer aller Verbrechen (Breitscheidplatz ist Negativbeispiel) wird hierzulande viel zu wenig getan. Wäre das nicht so, so brauchten wir den WEISSEN RING nicht.

So etwas Schreckliches und

So etwas Schreckliches und Ungeheurliches passiert in Deutschland viel zu oft. Die Täter wissen anscheinend, dass die Strafen für diese Verbrechen lax sind und verlassen sich daher darauf beinahe ungeschoren davon zu kommen.
Das deutsche Rechtssystem hat soviel ich weiß noch nie einen christlichen "geistigen" Kinderschänder hinter Gitter gebracht, was zum Nachahmen motiviert...
Sind Kinder in Deutschland bei solch einer Mentalität eigentlich noch sicher?

@ 15:17 von Traumfahrer

Was mir aber noch weniger begreiflich ist, dass eine Frau daran beteiligt ist.

Dann müssen Sie ihr Menschenbild erweitern und weniger die meist niedlichere Optik und Stimmensound gewichten. Ich habe einige Frauen in meinem Leben erlebt, die das so sehr begehren (SADISTEN, Geschlechtsgenosse), dass die ihr ganzes Leben um diese Möglichkeiten bauen. GEZIELT voll intendiert.
Narzissten sind es alle.

Wenn man diesen Fall

im Kontext mit dem Fall Maddie und mit den bekannt gewordenen Fällen der letzten Jahre sieht, muss man annehmen, dass die Dunkelziffer der Pädophilen in Deutschland beträchtlich sein muss und dass Pädophilie mittlerweile eine systemrelevante Art der sexuellen Betätigung darstellt.

15:05 von Thomas D.

//Korrektur
... meines Beitrages:

Die Lebensgefährtin des Verdächtigen wird selbst offenbar bislang nicht beschuldigt.//

Trotzdem schwer vorstellbar, dass sie nicht mitbekommen hat, was mit ihrem 10jährigen Sohn passiert. Wenn vielleicht auch nicht direkt, aber dass es dem Sohn nicht gut geht, sollte eine liebende Mutter doch merken.

16:10 von McColla Für jeden

16:10 von McColla
Für jeden gesunden Menschen
Für jeden gesunden Menschen ist diese Geisteskrankheit nicht nachzuvollziehen und das macht es nur noch schwieriger mit diesem Thema umzugehen. Als würde das Leid der hilflosen Kinder nicht schon genügen.

---

Genau dieses Leid, das diese ... den Kindern zufügen bereitet diesen Sadisten das größte Vergnügen.

Wäre eigentlich kein schwieriger Umgang, wenn klar wäre, dass Gewaltverbrechen an Kindern keine Bagatelle wären.

Sie werden aber vor dem Gesetzt als Bagatelle bewertet.

Und DAS macht einen angemessenen Umgang unmöglich

@15:09 von andererseits

"...schon das Lesen des Berichts ist fast unerträglich"

Mir ist übel.

Und wenn man sich dann noch überlegt, dass es für solche Fälle sicher eine nicht ganz kleine Dunkelziffer gibt...

@15:20 von ich1961

"Wer Kindern so etwas antut ( in der PK wurde gesagt wie die Beamten bei den Ermittlungen gelitten
haben ) hat für mich alle Rechte verloren."

Meine rechte Hirnhälfte gibt Ihnen Recht, meine linke sagt: "Nein, auch diese üblen Täter haben Rechte."
Es ist außerdem möglich, dass diese Täter selbst Opfer solcher Verbrechen waren. Das soll ausdrücklich keine Entschuldigung sein.

Kindesmissbrauch

Hier ausdrücklich zu betonen, wie McColla, das diese Täter
ihre Rechte niemals verlieren dürfen, halte ich für mehr als falsch. Die Rechte der Kinder auf Unversehrtheit wurden von den Tätern faktisch mit Füssen getreten. Für immer wegsperren und die Bürgerrechte entziehen, auch wenn das hart klingt. Das Martyrium der Kinder und auch der Ermittler muss grenzenlos sein. Keiner der Täter darf je wieder in Freiheit leben, das wäre Hohn und Spott für die Opfer.

@15:30 von Eugster

"Mitten unter uns!"
Das wirft auch die Frage auf, wie abgeschottet diese Familien leben. Zumindest der 10jährige musste doch wohl zur Schule gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Junge komplett unauffällig ist. Aber selbst, wenn Lehrer oder Erzieher Auffälligkeiten bemerken sollten, was könnten sie tun?

16:28 von Sausevind 15:05 von

16:28 von Sausevind
15:05 von TrautSich
"Solche Sätze wie "Nordrhein-Westfalen war seit Anfang 2019 wegen mehrerer Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern in die Schlagzeilen geraten." halte ich für schädlich. Was wollte der Autor damit sagen? Dass es in Nordrhein-Westfallen mehr gestörte Menschen gibt, als sonst wo?"

,.,.,.

Münster liegt in Westfalen.

Der Autor wollte vermutlich darauf hinweisen, dass da ein lokaler Zusammenhang bestehen könnte und die Polizei wahrscheinlich in dieser Richtung ermittelt.

----

Mir sagt es was ganz anderes:

Dass Nordrhei-Westfalen transparent, u scheinbar effektiver arbeitet als andere Bundesländer

Ein krimineller Sumpf der übelsten Sorte

Subjekte, anders mag ich sie nicht nennen, die sich an Kindern vergehen, stehen wirklich auf den untersten Sprossen der Moralleiter.
Das ist krank!

Es hat sie wohl zu allen Zeiten gegeben, aber durch das Darknet finden sie zueinander und können ihre Taten in gemeinsamer Komplizenschaft vervielfachen.

Aus diesem Grund muss dieser Darknet-Sumpf ausgetrocknet werden, indem die Behörden ausreichend mit Geld, IT-Ausbildung und Personal ausgestattet werden. Das schränkt zumindest die Möglichkeit ein, dass Täter und "Konsumenten" zusammenfinden.

@16:10 von McColla: Für jeden gesunden Menschen

Danke für Ihren Beitrag! Er ist bisher der erste Vernünftige in diesem Forum von gefühlsbetonten Beiträgen. Ja, der Tatbestand ist scheußlich, aber auch der Täter ist ein Mensch, vielleicht sogar ein kranker - da wäre helfen besser als beschimpfen!

@fatha

Die Welt könnte etwas besser sein, wenn der Gesetzgeber ein ernsthaftes Interesse hätte, die Schutzlosesten zu schützen.

Auf Bewährung...

Was mich doch immer wieder verschreckt sind Sätze wie: "Hauptverdächtiger bereits 2 x verurteilt... und zur Bewährung ausgesetzt!"
Man weiß also bereits, mit welcher Art von Person man es zu tun hat, aber er bekommt immer wieder eine Chance?
Die missbrauchten Kinder (und all die, die noch folgen werden) haben nie eine Chance erhalten.
Solche Personen gehören spätestens nach dem zweiten Kindesmissbrauch in eine geschlossene Psychiatrie. Ob sie nun zuvor an Therapien teilgenommen haben oder nicht.
Alles andere scheint aussichtslos.
Kurzum, sie gehören weg gesperrt.

16:18 von deutlich

"Man sollte zukünftig mehr daran denken, dass es schlicht nicht Therapierbare gibt."

Das denke ich auch. Aber sagen Sie das mal einem Psychiater.
Und wenn mal ein Psychiater Bedenken bezüglich der Therapierbarkeit eines Patienten anmeldet, wir er von einer Mehrheit der Kollegen buschstäblich niedergemacht.

Das Schlimmste, das einem jungen Menschen geschehen kann

Es ist leider auch so, dass Kleinstkinder und Babys Opfer sind. In den 80iger Jahren, als dieses Thema auch die Schulen erreichte (damals noch kein Internet und keine Medienflut), da war es schwieriger an entsprechendes pädagogisches Material heranzukommen. Aber wegen der Nähe zu den Niederlanden und damit verbundenen Kontakten zu entsprechenden Beratungsstellen (Arnheim, Enschede) konnten wir uns informieren und es fand seinerzeit auch ein Symposium im Rathaus statt, für Lehrer, Erzieher, Mitarbeiter des Jugendamtes, Kinderhilfe etc. Es war von den Niederlanden bei uns angeboten worden. Es wurden Dias gezeigt von körperlichen Schäden bei Kindern und den Kleinsten. Es war erschütternd dies zu sehen und zu verdauen. Allein die Vorstellung, dass Erwachsene dies Kindern antun können, ist an Abscheulichkeit nicht zu überbieten. Für mein Empfinden ist es pervers. Damals hat man es nur verhalten diskutiert. Jetzt wird es leider oft nur publikumswirksam ausgeschlachtet. Das ist ekelhaft.

Am 06. Juni 2020 um 16:56 von Boris.1945

Zitat: Die Bewährung bei Taten in Bewährungszeiträumen, die zeigt, das in D der Täterschutz den Opferschutz als Geisterfahrer überholt hat.

Bewährung gibt es gem. § 56 I 1 StGB nur bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr. Nur wenn besondrere Umstände für den Täter sprechen kann gem § 56 II StGB auch eine Freiheitsstrafe bis zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden.

Im vorliegende Fall dürfte schon wegen der Strafhöhe für Haupttäter (ich weiß nicht, ob es auch Nebentäter gibt) keine Bewährung in Betracht kommen.

Im Missbrausfall von Staufen wurden für die Mutter und den Mann 12 Jahre Freiheitsstrafe ausgeurteilt.

@16:59 von Peter G. @ 15:17 von Traumfahrer

"Dann müssen Sie ihr Menschenbild erweitern und weniger die meist niedlichere Optik und Stimmensound gewichten."

Ich denke nicht, dass "Traumfahrer" hier Äußerlichkeiten meint, sondern eher die Art, wie Frauen (besonders in der Mutterrolle) normaler(!)weise ticken. Richtig ist, dass Frauen nicht die besseren Menschen sind und ebenso geisteskrank und/oder kriminell sein können wie Männer. Rein statistisch mag es einen Unterschied in der Häufigkeit geben.

Am 06. Juni 2020 um 17:00 von Lavoissier

Zitat: Wenn man diesen Fall im Kontext mit dem Fall Maddie und mit den bekannt gewordenen Fällen der letzten Jahre sieht, muss man annehmen, dass die Dunkelziffer der Pädophilen in Deutschland beträchtlich sein muss und dass Pädophilie mittlerweile eine systemrelevante Art der sexuellen Betätigung darstellt.

Ich glaube mich erinnern zu können, dass ich gelesen habe, dass die meisten Täter nicht pädophil sind.

Pädophilie ist beherrschbar.

Missbrauch ist Machtausübung.

17:00, Lavoissier

>>Wenn man diesen Fall im Kontext mit dem Fall Maddie und mit den bekannt gewordenen Fällen der letzten Jahre sieht, muss man annehmen, dass die Dunkelziffer der Pädophilen in Deutschland beträchtlich sein muss und dass Pädophilie mittlerweile eine systemrelevante Art der sexuellen Betätigung darstellt.<<

Mittlerweile?

Es kommt mehr und mehr ans Licht, weil es nicht mehr schamhaft totgeschwiegen wird.

Aber das Kindern Gewalt angetan wird, sexuell und anders, das ist nun wirklich nicht neu.

Ich habe in den fast sechseinhalb Jahrzehnten meines Lebens viele Opfer sexueller Gewalt, männlich wie weiblich, getroffen. Die wurden ausnahmslos innerhalb der engeren Familie vergewaltigt. Ganz oft machten sich die Mütter zu Komplizen der Täter, weil es den Ruf der Familie zu retten galt. Nichts durfte ihn beflecken. Eine Freundin hat mit ihrer Mutter bis zu deren Lebensende nicht mehr gesprochen. Der Vater war Gymnasialdirektor und honoriger CDU-Lokalpolitiker. Und mißbrauchte seine Tochter.

Den Kontaktraum Darknet austrocknen

Schlimm genug, dass ein Mensch, der sich vermutlich mit Steuerzahler-Geldern zum IT-Fachmann ausbilden ließ, seine erworbenen Fähigkeit für diese üble Art der Kriminalität an Kindern missbraucht.

Aber wichtig ist, dass die Plattform dieses Tuns massiv angegangen und ausgehoben wird. Klar, es ist technisch kompliziert, das Darknet aufzuspüren oder zu "schließen". Aber diese Tummelwiese für Kriminelle muss unter ständigen Fahndungsdruck gesetzt werden.

Fehlt nur noch, dass einer ums Eck kommt und das Schild der "Meinungsfreiheit" auch für Hass und Missbrauch hochhält.

Immer wieder großes Aufschäumen bei Kindesmissbrauch.

Es sind überzogene Emotionen einer typischen durchschnittlichen Bevölkerung. Ja, dafür habe ich als Aussenstehender Verständnis. Dass jedoch nicht tiefergehend auf Leben und Ursachen von Opfern UND Tätern eingegangen wird, ist mir unklar. Es entbehrt jeder Humanität, Menschen auf ein Ereignis zu projizieren (bei Mehrfachtätern auf mehrere einzelne Taten). Vor allem entbehrt es dem Grundsatz, dass alle Menschen gleich sind, egal, was sie tun.

Am 06. Juni 2020 um 17:18 von Anna-Elisabeth

Zitat: Trotzdem schwer vorstellbar, dass sie nicht mitbekommen hat, was mit ihrem 10jährigen Sohn passiert. Wenn vielleicht auch nicht direkt, aber dass es dem Sohn nicht gut geht, sollte eine liebende Mutter doch merken.

Das ist eine Vorverurteilung erster Güte, für die es im TS-Artikel keine Anhaltspunkte gibt.

Man schaue sich einmal die Aussage der Mitarbeiterin des Jugendamtes im Fall Lüdge vor dem Untersuchungsausschuss des Landtages NRW an. Sie hat unter Tränen ausgesagt, wie die Umstände (insbesondere das Verhalten des Kindes war) damit sie nichts bemerkt hat.

Dieser Mitarbeiterin gebührt übrigens für ihre Aussagebereitschaft große Anerkennung. Andere Mitarbeiter haben sich dem Untersuchungsausschuss nicht gestellt, weil sie aus Niedersachsen kommen. Es ist unbefriedigend, dass die Macht eines Untersuchungsausschusses an der Landesgrenze endet.

@ werner1955 am 06. Juni 2020 um 16:10 Uhr

Das ist genau der Punkt!

Warum darf ich mich im Internet überhaupt anonym "bewegen"? Wenn man etwas zu sagen oder eine Meinung hat, dann sollte man dazu auch mit seinem Namen stehen.

Hier sehe ich einen Ansatz für die Zukunft, wie das ganze Thema "Datenschutz" vereinfacht werden kann. So könnte man doch ähnlich vieler inzwischen vorhandener Sicherheitsverfahren, ein Login im Internet nur noch per Anmeldung mit Fingerabdruck (oder einer anderen nicht verwechselbaren Methode) zulassen.

Dann müsste man den/die Täter nur noch finden, ohne lange zu rätseln, um wen es geht. Und das Darknet wäre dann auch Geschichte ...

Ich jedenfalls hoffe, dass dieser Fall bzw. die Fälle nun vollumfänglich aufgeklärt werden und die Täter ihre angemessene Strafe bekommen.

Am 06. Juni 2020 um 17:21 von StöRschall

Zitat: Wäre eigentlich kein schwieriger Umgang, wenn klar wäre, dass Gewaltverbrechen an Kindern keine Bagatelle wären.

Sie werden aber vor dem Gesetzt als Bagatelle bewertet.

12 und 12 1/2 Jahre im Fall Staufen, 12 und 13 Jahre im Fall Lüdge und Sicherungsverwahrung.

Das sollen Bagatellstrafen sein?

17:21, StöRschall

>>Wäre eigentlich kein schwieriger Umgang, wenn klar wäre, dass Gewaltverbrechen an Kindern keine Bagatelle wären.

Sie werden aber vor dem Gesetzt als Bagatelle bewertet.<<

Nein, das werden sie nicht.

Ich empfehle, sich über den gesetzlichen Strafrahmen zu informieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_von_Kindern_(Deutschland)

Es liegt gewiss nach wie vor einiges im Argen, aber mit Falschbehauptungen erweist man der Sache keinen Dienst.

17:18 @Anna-Elisabeth

Ich habe bei solchen Fällen jedoch schon ab und zu gelesen, dass die Mütter emotional sehr vom Partner abhängig sind und ihn nicht verlieren wollen.
Das ist nur eine Schilderung,
ich rechtfertige das überhaupt nicht.

Dass der 10 jährige Junge nicht auffällig war, kann ich mir ebenso nicht vorstellen.
Wenn an sichtbaren Stellen keine Gewaltzeichen zu sehen waren,
hielt man evtl. weiteres Ergründen nicht für erforderlich.
Alles nur Vermutungen.

16:23 WM-Kasparov-Fan

>>" so dass ALLE Täter bestraft werden"

Wie soll das möglich sein? Es kann durchaus sein, dass einige Täter (ebenfalls) schon als Kinder missbraucht wurden, und deswegen so wurden. Bzw. deren Täter ebenfalls, Endloskette... <<

Und diese Täter, denen ebenfalls solch schreckliche Dinge am eigenen Leib widerfahren sind, sollen Ihrer Meinung nach deswegen straffrei bleiben?
Sie gehören ganz klar in die geschlossene und so lange von entsprechenden Experten betreut, bis "Licht am Horizont" erscheint, oder sie bleiben zum eigenen und vor allem zum Vorteil der restlichen Bevölkerung der Menge fern.

18:01 von falsa

18:01 von falsa demonstratio
Am 06. Juni 2020 um 16:56 von Boris.1945
Zitat: Die Bewährung bei Taten in Bewährungszeiträumen, die zeigt, das in D der Täterschutz den Opferschutz als Geisterfahrer überholt hat.

Bewährung gibt es gem. § 56 I 1 StGB nur bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr. Nur wenn besondrere Umstände für den Täter sprechen kann gem § 56 II StGB auch eine Freiheitsstrafe bis zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden.

---

Richtig.

Das heißt, es ließe sich per Gesetzesänderung problemlos anheben auf vorneweg 2 Jahre.
Dann wäre das Thema Bewährung gegessen.

In der Zeit ginge von dem Täter auch keine Gefahr mehr aus.
Die Therapie kann überprüfbar stattfinden.

18:15 von MRomTRom Den

18:15 von MRomTRom
Den Kontaktraum Darknet austrocknen
Schlimm genug, dass ein Mensch, der sich vermutlich mit Steuerzahler-Geldern zum IT-Fachmann ausbilden ließ, seine erworbenen Fähigkeit für diese üble Art der Kriminalität an Kindern missbraucht.

Aber wichtig ist, dass die Plattform dieses Tuns massiv angegangen und ausgehoben wird. Klar, es ist technisch kompliziert, das Darknet aufzuspüren oder zu "schließen". Aber diese Tummelwiese für Kriminelle muss unter ständigen Fahndungsdruck gesetzt werden.

---

Auch das lassen deutsche Gesetze nicht zu.

Schlaraffenland Täterland

TrautSich 15:05

Ihre Aufregung bei diesem emotionalen Thema in allen Ehren, aber "dass Personen, die man zwei Mal wegen Kinderpornografie verurteilt hat, standardmäßig engmaschig vom Jugendamt betreuen lässt" ist inkorrekt. Das Jugendamt ist da nicht zuständig

18:07, falsa demonstratio

>>Ich glaube mich erinnern zu können, dass ich gelesen habe, dass die meisten Täter nicht pädophil sind.

Pädophilie ist beherrschbar.

Missbrauch ist Machtausübung.<<

Sehr richtig.

Pädophil veranlagte Menschen werden nur in Ausnahmefällen wirklich übergriffig. Die allermeisten leben gezwungenermaßen mit ihrer Veranlagung, denn "heilbar" ist sie nicht, und leben sie aber nicht aus.

Ich danke dem großen Baumeister aller Welten, daß er mich vor diesem Schicksal bewahrt hat.

und wenn jetzt auch zehn mal

ein Shitstorm über mich hereinbricht: der bereits jetzt getadelte Forist @McColla hat Recht und meine volle Unterstützung.
Jemandem alle Rechte abzusprechen, bzw. zu konstatieren, er "habe sie verwirkt" ist unzivilisiert, spottet allem, was wir für unsere Gesellschaft erreicht haben und bringt uns - wenn auch auf andere Weise - in einen ähnlichen Zustand der Menschenverachtung, wie wir sie den Tätern zuschreiben.
Man kann die Menschenrechte nicht verwirken. Ich weiß, die Versuchung ist groß, zu sagen "doch, unter bestimmten Umständen schon", aber das darf nicht passieren. Niemals und unter keinen Umständen darf es in Frage gestellt werden, dass jemand diese Rechte besitzt, sonst sind sie nichts mehr wert und schützen niemanden mehr - auch nicht die Guten und Unschuldigen unter uns.

18:07 von falsa

18:07 von falsa demonstratio

Ich glaube mich erinnern zu können, dass ich gelesen habe, dass die meisten Täter nicht pädophil sind.

Pädophilie ist beherrschbar.

Missbrauch ist Machtausübung.

----

Sie meinten vermutlich Machtmissbrauch.

Allerdings in Kombi mit Sadismus.

Anders ist der Genuss am Leid, der Kindern zugefügt wird nicht zu erklären.
Auch nicht mit Machtmissbrauch alleine.

Und Sadismus ist eine Charaktereigenschaft, die sich im erwachsenenalter nicht mehr von der Persönlichkeit trennen lässt.

Schlimm, und sicher nur einer

Schlimm, und sicher nur einer von vielen solcher Faelle. Dass die Kinder keine koerperlichen Verletzungen davon getragen haben sollen ist auch nicht ganz verstaendlich. Aber die Fragen nach den Umfeld der Kinder sind mit die wichtigsten. Da hat ein Mann bereits Verurteilungen wegen Kinderpornografie, aber findet noch eine Frau die Mutter ist und ihn auch noch mit ihrem Kind allein laesst. Und das ist dann nicht tiefstes Drogenmilieu (oder ist es?) sondern der Mann geht taeglich zur Arbeit. Ist so eine Frau voellig abhaengig? Oder kalt und geldgierig? Ein anderer verkauft als Vater sein 5-jaehriges Kind. Wie findet man solche Leute frueher, ohne gleichzeitig in anderen Situationen ungerechtfertigt Alarm zu schlagen?

Ist Wegsperren mit oder ohne Therapie...

...die einzige Möglichkeit, einen Wiederholungstäter zu hindern?

Vor ca. 40 Jahren gab es den Fall eines Kindesmissbrauchs durch einen jungen Mann .
Der stimmte selber einem Eingriff zum Zwecke seiner Kastration zu.

Es stellt sich daher die Frage, ob nicht ein derartiger Eingriff selbstverständlich mit Einverständnis des Täters in Erwägung gezogen werden könnte, wenn dieser therapeutisch und oder medikamentös nicht erfolgversprechend behandelbar ist.

Zumindest war dies seinerzeit ja möglich.

Am 06. Juni 2020 um 18:29 von StöRschall

Zitat: Das heißt, es ließe sich per Gesetzesänderung problemlos anheben auf vorneweg 2 Jahre.
Dann wäre das Thema Bewährung gegessen.

Sorry - das verstehe ich nicht.

18:16 @WM-Kasparov-Fan

"... Leben und Ursachen von Opfern UND Tätern eingegangen wird,
ist mir unklar ..."

Von Tätern - das werden die Ermittlungen und Gerichtsverhandlungen ergeben.

Von Opfern?
Was wollen Sie bei wehrlosen Kindern im Alter von 5 oder 10 Jahren wissen?

"... Menschen auf ... Ereignis(se) projizieren ..."

Jetzt fehlt mir das Verständnis.

Es sind Straftaten gegen Minderjährige, Wehrlose, es sind Straftaten gegen die Unversehrtheit - bewusst zum Zwecke einer egoistischen Lust und sexuellen Befriedigung.

Zumindest der IT-Fachmann wusste,
doch ich denke,
alle Täter wussten, dass es Straftaten sind.

@16:18 von deutlich

"Man sollte zukünftig mehr daran denken, dass es schlicht nicht Therapierbare gibt."

Bei der Therapierbarkeit von Straftätern sollte man künftig vielleicht mehr die Neurophysiologen mit einbeziehen. Man weiß ja mittels fMRT längst, dass die Hirne von Schwerverbrechern sich vom normalen Durchschnitt unterscheiden. Nur bei der Ursache - angeboren oder frühkindliche Erfahrungen - ist man sich nicht sicher.

nachzulesen bei "scinexx/Das Wissensmagazin"

***So haben Forscher bei vergleichenden Hirnscans junger Gewalttäter festgestellt, dass es klar erkennbare Unterschiede zwischen psychopathischen und nicht psychopathischen Kriminellen gibt. „Wir haben strukturelle Anomalien sowohl in der grauen Hirnsubstanz wie in bestimmten Teilen der weißen Hirnsubstanz bei den psychopathischen Tätern gefunden“, berichtet Sheilagh Hodgins von der University of Montreal.***

17:51 von atratos //@16:10 von McColla:

".. Für jeden gesunden Menschen..." So wenig amüsant dasThema ist - man soll weder Täter, noch Opfer vorschnell pathologisieren. So wenig wie diejenigen zwangsläufig "gesund" sein müssen, sind die Täter zwangsläufig "krank". Natürlich vereinfacht solch eine Zuschreibungstaktik das Leben ungemein, bleibt dabei aber kontraproduktiv.
Diejenigen, die ungerechtfertigterweise beschuldigt werden haben bei diesem heiklen Thema so schlechte Chancen auf Rehabilitation wie kaum andere, was besondere Sorgfaltspflichten mit sich bringt. Für den Rest Gilt, Kranke benötigen Unterbringung und Versorgung, Kriminelle / sozial entgleiste, bedürfen der Strafe und müssen, so diese befristet ist zukünftig vorbehaltlos der Schadensregulierung dienen und den Opfern gebührt Hilfe denn sie sind eben nicht nur Opfer pathologischer Entgleisung, sondern (vermutlich) auch sozialer Entwicklungen (Anonymisierung im Internet), für die wir alle gerade stehen sollten.

Immer, wenn ich Meldungen zu derartigen Taten lese …

muss ich mich erst mal "zusammenreißen".
Bis ich wieder Worte finde, die auch druckreif sind.

Immer, wenn ich darüber nachdenke.
Denke ich als erstes weniger an härte Strafen für die Täter.
Aber mehr an mehr Schutz für Kinder als Opfer solcher Täter.
Kinder … die am meisten schutzbedürftige Gruppe von Menschen in jeder Gesellschaft. Kinder sind Zukunft …!

Nur im Versuch, Unvorstellbares dennoch vorzustellen. Kann ich versuchen, weit annähernd zu ermessen, welche Art von Zerstörung in der Psyche von Kindern entsteht, die solchen Taten ausgesetzt waren (sind).
Welch elementaren Vertrauensverlust in Zwischenmenschliches diese Erlebnisse bei Kindern auslösen.

Ich setze "seit lange" Organisierten Kindesmissbrauch ("durch was Mittel im Internet") in der Schwere der Tat in juristischer Hinsicht mit・Mord (!)・gleich. Nicht annähernd "transportiert" der Strafrahmen in Gesetzen in DEU dies "in die Gesellschaft".

Man ziehe so'ne Typen 3x (!) immer (!) aus dem Verkehr.
In Sicherungsverwahrung !

Bitte anschauen

Der zweiteilige Film „Operation Zucker“ sollte Pflicht anzuschauen sein. Sehr schwierig anzusehen und noch schwieriger, damit umzugehen. Besonders interessant jedoch die Geschichte hinter dem Film... die Täter leben mitten unter uns und werden seit Jahrzehnten gedeckt oder durch die unfassbar laxe Rechtsprechung geschützt. Handlungsbedarf besteht dringend! Von uns Allen

18:36 @StöRschall

Machtmissbrauch, Sadismus, ... ,
gepaart mit
Minderwertigkeitskomplexen gegenüber
erwachsenen Sexualpartnern.

18:22 von falsa

18:22 von falsa demonstratio
Am 06. Juni 2020 um 17:21 von StöRschall
Zitat: Wäre eigentlich kein schwieriger Umgang, wenn klar wäre, dass Gewaltverbrechen an Kindern keine Bagatelle wären.

Sie werden aber vor dem Gesetzt als Bagatelle bewertet.

12 und 12 1/2 Jahre im Fall Staufen, 12 und 13 Jahre im Fall Lüdge und Sicherungsverwahrung.

Das sollen Bagatellstrafen sein?

---

Sehen Sie:

Diese Fälle zeigen:

Wo ein Wille ist, ist ein Weg.

Korrektur meines Kommentars

Der junge Mann, der 1976 während der Narkose verstarb, war ein pädophiler Serienmörder, sein Name war Jürgen Bartsch (https://de.m.Wikipedia/wiki/Jürgen_Bartsch)

Am 06. Juni 2020 um 18:35 von frosthorn

Ich teile Ihre Ansicht uneingeschränkt.

17:44 Anna-Elisabeth

>>Ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Junge komplett unauffällig ist. Aber selbst, wenn Lehrer oder Erzieher Auffälligkeiten bemerken sollten, was könnten sie tun?<<

Die jeweiligen Betreuer oder Lehrkräfte könnten evtl. dem zuständigen Jugendamt Hinweise dazu geben, was sie bemerkt haben, was sich an den Charakterzügen des Kindes auffällig verändert hat.
Gerade von Schulen und Kitas sind auch sicher die meisten Szenarien "häuslicher Gewalt" (Kindesmisshandlungen) bisher ans Licht geraten.
Und dann das Verhalten des entsprechenden Kindes weiterhin genau im Blick behalten.

@WM-Kasparov-Fan 18.16

Vor allem entbehrt es dem Grundsatz, dass alle Menschen gleich sind, egal, was sie tun."
Na, das ist zumindest sehr unglücklich ausgedrückt in dem Zusammenhang! Glücklicherweise sind doch nicht Alle gleich- ich habe mit den Tätern überhaupt nichts gemein und die meisten Andern hier und in D auch nicht . Wenn Sie sagen wollten, dass die auch Rechte haben- stimmt.

Am 06. Juni 2020 um 18:36 von StöRschall

Zitat: meinten vermutlich Machtmissbrauch.
Allerdings in Kombi mit Sadismus.
Anders ist der Genuss am Leid, der Kindern zugefügt wird nicht zu erklären.
Auch nicht mit Machtmissbrauch alleine.

Die wenigsten Täter sind Sadisten.

@18:15 von MRomTRom

// Aber wichtig ist, dass die Plattform dieses Tuns massiv angegangen und ausgehoben wird. Klar, es ist technisch kompliziert, das Darknet aufzuspüren oder zu "schließen". Aber diese Tummelwiese für Kriminelle muss unter ständigen Fahndungsdruck gesetzt werden.
Fehlt nur noch, dass einer ums Eck kommt und das Schild der "Meinungsfreiheit" auch für Hass und Missbrauch hochhält.//

Das kann dann nur von den kommen, die sich selbst im Darknet tummeln. Diesen Tätern käme man mit Online-Durchsuchung sicher leichter auf die Spur. Aber die Probleme damit (u.a. Datenschutz) sind ja auch hier und heute wieder Thema.

@18:35 von frosthorn

Ich stimme @McColla‘s Beitrag vollumfänglich zu.

Er/Sie bringt aber auch das Thema „Sicherungsverwahrung“ auf. Das habe ich mich zum gestrigen Beitrag ehrlich gesagt nicht getraut, denn da habe ich mit einem Shitstorm von Ihnen und anderen gerechnet...

Ich fand, dass beim gestrigen Artikel die Themen Vorverurteilung und die Frage nach möglicherweise zu milden Strafen bei einem mehrfach Straffälligen sowohl im Bereich Kindesmissbrauch und Vergewaltigung zu sehr vermischt wurden.

18:18 von falsa demonstratio @17:18 von Anna-Elisabeth

"Das ist eine Vorverurteilung erster Güte, für die es im TS-Artikel keine Anhaltspunkte gibt."

Dass es im TS-Artikel keine Anhaltspunkte gibt, würde mich nicht überzeugen. Ihre übrigen Ausführungen zeigen mir aber, dass Sie Recht haben und ich zu voreilig war.

Störschall 18:30 | Welche Gesetze lassen das nicht zu ?

"Aber wichtig ist, dass die Plattform dieses Tuns massiv angegangen und ausgehoben wird. Klar, es ist technisch kompliziert, das Darknet aufzuspüren oder zu "schließen". Aber diese Tummelwiese für Kriminelle muss unter ständigen Fahndungsdruck gesetzt werden.
---
Auch das lassen deutsche Gesetze nicht zu."

Welche Gesetze lassen das nicht zu ? Würde mich mal interessieren.
Meinungsfreiheit ist ein schützenswertes Gut. Aber die Grenzen sind erreicht, wenn sich unter ihrem Deckmantel Kriminelle tummeln und sie für schlimme Taten nutzen.

Ich bleibe dabei: das Darknet muss zum Beobachtungsraum werden.

Am 06. Juni 2020 um 18:52 von StöRschall

12 und 12 1/2 Jahre im Fall Staufen, 12 und 13 Jahre im Fall Lüdge und Sicherungsverwahrung.

Das sollen Bagatellstrafen sein?

---

Zitat: Sehen Sie: Diese Fälle zeigen: Wo ein Wille ist, ist ein Weg.

Nachdem Gerichte aufgrund von Gesetzen urteilen, zeigen diese Fälle, dass Ihre Behauptung, das Gesetz würde Missbräuche als Bagatelle bewerten, vollkommen neben der Sache ist.

18:16 von WM-Kasparov-Fan

«Vor allem entbehrt es dem Grundsatz, dass alle Menschen gleich sind,
egal, was sie tun.»

Komplett-Unsinn zum Quadrat des potenzierten Nonsens.

Aber so was von 1.001x selbstverständlich sind nicht "alle Menschen gleich" … in ganz egal, was auch immer sie tun.

Dann wären nämlich auch die 3- oder 5- oder 10-jährigen Opfer der miesest denkbar sadistischen Täter gleich den Tätern selbst.

Auch die Miesesten der Miesen verwirken nicht ihre unveräußerlichen Rechte hinsictlich juristischer "Aufarbeitung", Bewertung, Verurteilung der Taten.

Das kann ohne Übergriffigkeit in Menschenrechtsverletzung aber auch auf "Absolutem Minimal-Level von Behandlung + Gegenübertreten" geschehen.

Für igendwas: "Auch nur 1 einziges Nüsschen mehr" haben sich so'ne Typen "wie die hier" schon höchst selbst in eigener Entscheidung aus einer Gesellschaft verabschiedet, die gerade Rechte + Würde der schwächsten ihrer Mitgllieder schützen + bewahren will.

"Für Wieder-Zurück" sind sie selbst verantwortlich !

Ich bin nicht bereit, den

Ich bin nicht bereit, den hier hauptsächlich gefühlsbetonten Kommentaren zum Artikel zu folgen. So schlimm und abstoßend diese Taten sind, ich werde nicht eben mal so die Kontrolle verlieren wollen, so wie die Tatverdächtigen ob ihrer sexuellen und finanziellen Gier jedes Maß verloren haben.
Ich bin nicht bereit, mich dazu bringen zu lassen, über Psychiater, Psychologen oder Richter undifferenziert herzuziehen und unreflektierte Anschuldigungen vorzubringen. Natürlich lassen solch Geschehnisse uns ratlos und wütend werden. Die Taten verhindern oder das Leid der Opfer mindern können wir damit nicht. Und aufpassen sollten wir, dass diese Ereignisse nicht zu bloßer, konsumträchtiger Medienware werden. Als Gesellschaft stehen wir alle in der Pflicht.
Wissenschaft, Rechtsprechung, Gesetze, Opferbetreuung (auch ihre Entschädigung) begegnen diesen Problemen vielleicht gegenwärtig nicht adäquat. Dann muss hieran gearbeitet werden, in angemessener Form. Gefühle können hier nicht weiterbringen.

@18:16 von WM-Kasparov-Fan

Ich verstehe nicht wirklich, worauf Sie hinauswollen. Alle Menschen sind nicht gleich, aber gleich viel wert. Meinten Sie das? Und wollen Sie tatsächlich das Handeln der Täter/in rechtfertigen?

Oder meinten Sie es so wie @McColla und @frosthorn?
Dann haben Sie es aber sehr verschwurbelt ausgedrückt.

Am 06. Juni 2020 um 17:53 von StöRschall

Zitat: Die Welt könnte etwas besser sein, wenn der Gesetzgeber ein ernsthaftes Interesse hätte, die Schutzlosesten zu schützen.

Wo müsste denn der Bundestag die Gesetze nachbessern, damit die Schutzlosesten besser geschützt würden?

Allein die derzeit diskutierte Grundgesetzergänzung brächte da nicht viel.

RE: frosthorn um 18:35; McColla um 16:10

Ich stimme Ihnen beiden vollständig zu. Im ersten Augenblick kommt einem das Gefühl der Rache in den Sinn, wenn man von solch niederträchtigen Taten liest.
Aber es es kann und es darf nicht sein, dass ein Unrecht mit einem weiteren Unrecht zu tilgen versucht wird. Dadurch wird gar nichts besser.
Stattdessen müssen wir, als Gesellschaft uns um diese Kinder kümmern und alles daran setzen, dass diese Kinder in die Lage versetzt werden, ein glückliches und erfülltes Leben, trotz dieser entsetzlichen Hypothek, führen zu können.

Gruß Hador

18:41, harry_up

>>Ist Wegsperren mit oder ohne Therapie...
...die einzige Möglichkeit, einen Wiederholungstäter zu hindern?

Vor ca. 40 Jahren gab es den Fall eines Kindesmissbrauchs durch einen jungen Mann .
Der stimmte selber einem Eingriff zum Zwecke seiner Kastration zu.

Es stellt sich daher die Frage, ob nicht ein derartiger Eingriff selbstverständlich mit Einverständnis des Täters in Erwägung gezogen werden könnte, wenn dieser therapeutisch und oder medikamentös nicht erfolgversprechend behandelbar ist.<<

Sie meinen Jürgen Bartsch? Das ist aber mehr als fünfzig Jahre her. Er starb übrigens bei der Operation.

Mittlerweile gibt es ein Mittel zur chemischen Kastration, "Androcur". Erfahrungen zeigen aber, was Psychologen schon immer gesagt haben, nämlich daß die sexuelle Komponente beim Kindesmißbrauch nicht die entscheidende ist. Die Kastrierten sind alles andere als von ihrer "Neigung" geheilt. Man hielt sie für ungefährlich. Welch ein Irrtum.

Diese "Behandlung" wird nicht mehr empfohlen.

@Anna-Elisabeth, 18:43

So haben Forscher bei vergleichenden Hirnscans junger Gewalttäter festgestellt, dass es klar erkennbare Unterschiede zwischen psychopathischen und nicht psychopathischen Kriminellen gibt. „Wir haben strukturelle Anomalien sowohl in der grauen Hirnsubstanz wie in bestimmten Teilen der weißen Hirnsubstanz bei den psychopathischen Tätern gefunden“, berichtet Sheilagh Hodgins von der University of Montreal

Geborene Kriminelle? Bosheit genetisch bedingt oder was? Sollen wir jetzt anhand von MRT's entscheiden, wer welche Strafe bekommt? Am besten die Säuglinge gleich nach der Geburt in die Röhre, und wer eine Anomalie der grauen Hirnsubstanz hat, kommt sofort in die Sicherungsverwahrung?
Wer hat in der Studie festgelegt, wer psychopathisch war und wer nicht? Was sind "strukturelle Anomalien"? Angeblich gibt es ein "Säufer-Gen". Man kann sich aber nicht erklären, dass 40% aller Alkoholiker dieses Gen nicht haben, während es bei 25%, die nicht suchtkrank sind, vorhanden ist.

Rache?!

So sehr in solchen Fällen der Wunsch nach Rache und Vergeltung nachvollziehbar ist, so grundfalsch ist er auch.

Es ist der Grundsatz der Resozialisierung, der unsere Rechtsprechung z.B. von der us-amerikanischen unterscheidet, bei welcher es vornehmlich um Vergeltung geht.

Wir stehen doch hier alle auf dem Boden des Grundgesetzes, oder? Eben, und dort steht das von der unantastbaren Menschenwürde. Ohne jede Einschränkung.

Ja, man liest das mit der geballten Faust in der Tasche und ich weiß nicht, ob ich so denken könnte, wenn mein Kind betroffen wäre. Und ich danke wem-auch-immer dafür, dass es nicht so ist.

@16:28 von Sausevind

Münster liegt in Westfalen.
Der Autor wollte vermutlich darauf hinweisen, dass da ein lokaler Zusammenhang bestehen könnte und die Polizei wahrscheinlich in dieser Richtung ermittelt.

Ja, eben genau das war die Kritik in dem Kommentar, auf den Sie antworten.

Wieso sollte es einen "lokalen Zusammenhang" geben? Weil die Westfalen irgendwie einen Hang zu schlimmen Neigungen haben? Das würde ich für total abstrus halten. Dass Lügde und Münster beide in NRW liegen (allerdings mit über 100 km Abstand), ist Zufall - es sei denn, die Behörden in NRW schauen wirklich intensiver hin und decken mehr Fälle auf als anderswo. Was ich aber auch erstmal nicht direkt annehmen würde.

Also, ich fand den Satz im Artikel auch sehr merkwürdig.

Menschenrechte

Warum haben immer die ein Recht auf Menschenrechte, die anderen jedes Menschenrecht nehmen. Der einfachste Weg, ist die Täter als krank zu bezeichnen. Diese Taten wurden aber mit Bedacht und Vorsatz ausgeführt von durchaus intelligenten Menschen, die wissen was sie taten. Hier muss die ganze Härte des Gesetzes angewandt werden, damit diese Menschen für immer in der Versenkung verschwinden. Schon als Warnung für neue "Kranke".

18:54, harry_up

>>Korrektur meines Kommentars
Der junge Mann, der 1976 während der Narkose verstarb, war ein pädophiler Serienmörder, sein Name war Jürgen Bartsch (https://de.m.Wikipedia/wiki/Jürgen_Bartsch)<<

Ich empfehle allen hier, den Wikiartikel zu lesen. Es gruselt zumindest mich, wenn ich lese, was Bartsch sowohl als Kind angetan wurde als auch, was er dann anderen Kindern antat.

Das mit dem Täter und dem Opfer ist oft nicht so eindeutig, wie es scheinen mag.

Was bin ich froh, daß mir so etwas nie passiert ist.

18:43 von falsa demonstratio

«Zitat: Das heißt, es ließe sich per Gesetzesänderung problemlos anheben auf vorneweg 2 Jahre. Dann wäre das Thema Bewährung gegessen.»

«Sorry - das verstehe ich nicht.»

Bei jeder Straftat, bei der die Minimalstrafe 2 Jahre + 1 Tag beträgt, ist Strafaussetzung auf Bewährung vor Strafantritt nach Gesetzeslage in DEU unmöglich. Was nicht heißt, dass die 2 Jahre + 1 Tag in jedem Fall bis zum letzten Tag im Gefängnis abzusitzen sind. Vorzeitige Strafaussetzung auf Bewährung ist dennoch möglich … "aber erst mal geht's ab in den Bau".

Strafrahmen für Sexualstraftaten (nicht nur gegen Kinder) steht in eklatant grobem Missverhältnis zu div. Strafrahmen für Delikte gegen das Eigentum anderer.

"Bewaffneter Raub" hat als Strafe mind. 5 Jahre Haft (wenn nicht als "Minderschwerer Fall" vom Gericht eingestuft). Dann sind es mind. 3 Jahre. Wenn man bspw. mit ‘ner echt aussehenden Spielzeug-Wumme in ‘ner Bank drohned rumfuchtelt.

"Sexueller Missbrauch" kann Bewährung sein. Absurdistan …!

17:43 von Tomate1959

Hier ausdrücklich zu betonen, wie McColla, das diese Täter
ihre Rechte niemals verlieren dürfen, halte ich für mehr als falsch. Die Rechte der Kinder auf Unversehrtheit wurden von den Tätern faktisch mit Füssen getreten. Für immer wegsperren und die Bürgerrechte entziehen, auch wenn das hart klingt. Das Martyrium der Kinder und auch der Ermittler muss grenzenlos sein. Keiner der Täter darf je wieder in Freiheit leben, das wäre Hohn und Spott für die Opfer.

Das ist nichts anderes als unzivilisierte, uralte Rache. Wie du mir, so ich dir, das gute, alte Auge um Auge-Prinzip.

Das sollten wir aber schon lange hinter uns gelassen haben.

Es ist nicht in Ordnung, archaische Rechtsstandards wie z.B. die Scharia als überholt und mittelalterlich darzustellen, gleichzeitig aber bei schlimmsten Untaten sofort jede Zivilisierung zu vergessen.

19:41, Tomate1959

>>Warum haben immer die ein Recht auf Menschenrechte, die anderen jedes Menschenrecht nehmen.<<

Alle Menschen haben "ein Recht auf Menschenrechte".

Ausnahmslos.

@Kaneel um 19:19 Uhr

"Ich verstehe nicht wirklich, worauf Sie hinauswollen. Alle Menschen sind nicht gleich, aber gleich viel wert. Meinten Sie das? Und wollen Sie tatsächlich das Handeln der Täter/in rechtfertigen?"

Ja, ich möchte es rechtfertigen. Ich hätte gerne, dass alle es verstehen können!
Mir ist allerdings bewusst, dass es widerlich, abscheulich und nicht so leicht (für sich selbst) zu akzeptieren ist, dass tatsächlich jeder Mensch zu derartigen Untaten und Grausamkeiten fähig ist.

19:15 von schabernack

Für igendwas: "Auch nur 1 einziges Nüsschen mehr" haben sich so'ne Typen "wie die hier" schon höchst selbst in eigener Entscheidung aus einer Gesellschaft verabschiedet, die gerade Rechte + Würde der schwächsten ihrer Mitglieder schützen + bewahren will.

Sie haben natürlich ziemlich Recht, aber das mit `in eigener Entscheidung aus einer Gesellschaft verabschiedet´ ist vermutlich nicht so.
Es ist ja schon angesprochen worden, dass man bei solchen Tätern meistens eine entsprechende Vita und vor allem Jugend und Kindheit findet.
Knapp formuliert: Die, die heute als `Monster´ an den Galgen gewünscht werden, hätten, als die selbst Kinder gewesen sind, genau jenes Mitgefühl von uns bekommen, wie deren jetzige Opfer.

Das zu wissen, sollte dazu

Das zu wissen, sollte dazu führen, dass mehr Ressourcen in Opfer-Hilfe und Therapie gesteckt werden.
Täter-Therapie halte ich in vielen Fällen für überbewertet, wenngleich man das natürlich nicht pauschalisieren kann.
Ressourcen wären jedenfalls bei der `Vermeidung künftiger Täter´ deutlich besser aufgehoben.- Und übrigens auch besser da als in Investitionen für Datenschutz-Vernichtung. Denn diese emotionalen Themen dienen ja sehr gerne als Vehikel für derartige Forderungen.

19:45 von schabernack

Strafrahmen für Sexualstraftaten
.
da kann man ewig diskutieren ...
wenn man einen erschlägt kommt man, wenn der Strafverteidiger sich nicht zu tappig anstellt, mit 5 .... 6 Jahren weg
bei ner Vergewaltigung mit nem geschickten Anwalt wohl auch mit nem Jahr
immerhin man (Frau) hat überlebt, womöglich sein restliches Leben Albträume
wenn nicht durch die Tat selbst, dann durch die erniedrigende Gerichtsverhandlung danach
ich weiß auch nicht was "angemessen" ist, aber Wiederholungstäter, bei denen hätte ich Null Toleranz

@19:24 von frosthorn @Anna-Elisabeth, 18:43

"Geborene Kriminelle? Bosheit genetisch bedingt oder was?"

Nein, nicht genetisch. Die Ursache der strukturellen Veränderung ist ja weiterhin unklar. Die Probleme dieser mehrfach bestätigten Ergebnisse (es gibt viele solcher Untersuchungen) sind ja Streitthema u.a. unter Ethikern und Philosophen bzgl. der Schuldfähigkeit eines Menschen. Die Gerhirnanomalien bedeuten nicht, dass man damit zwangsläufig zum Straftäter wird. Aber der Mangel z.B. an Empathiefähigkeit, der damit verbunden ist (und den kann man mittels fMRT nachweisen) macht eine ungünstige Entwicklung wahrscheinlicher.

19:41 von Tomate1959

Warum haben immer die ein Recht auf Menschenrechte, die anderen jedes Menschenrecht nehmen.

Ein Menschenrecht kann man niemandem nehmen. Man kann jemanden töten, obwohl er das Recht auf Leben hat. Und das behält er.

Und es ist das Wesen der Menschenrechte, dass alle Menschen sie haben. Anderenfalls wären es keine universellen Menschenrechte, sondern Unschuldigenrechte, Kinder-, Senioren- oder Autofahrerrechte.

Am 06. Juni 2020 um 19:45 von schabernack

Das Posting ist nicht geeignet, mir die Gedankengänge von Störschall um 18:29 näher zu bringen.

Zitat: Bei jeder Straftat, bei der die Minimalstrafe 2 Jahre + 1 Tag beträgt, ist Strafaussetzung auf Bewährung vor Strafantritt nach Gesetzeslage in DEU unmöglich.

Bei keiner Verurteilung von 2 J + 1 Tg. gibt es noch Bewährung - unabhängig von dem gesetzlichen Mindeststrafmaß.

Zitat: "Sexueller Missbrauch" kann Bewährung sein. Absurdistan …!

Man muss sich das im Einzelfall anschauen. Die Rechtslage ist sehr kompliziert, die Paragraphen des StGB im Sexualstrafrecht sind schwer verständlich. Alles über einen Kamm zu scheren, bringt es nicht.

@19:45 von schabernack

"Bewaffneter Raub" hat als Strafe mind. 5 Jahre Haft (wenn nicht als "Minderschwerer Fall" vom Gericht eingestuft). Dann sind es mind. 3 Jahre. Wenn man bspw. mit ‘ner echt aussehenden Spielzeug-Wumme in ‘ner Bank drohned rumfuchtelt."

***Zum Vergleich: § 177 StGB

Auf Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter

1. bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug verwendet oder
2. das Opfer
a) bei der Tat körperlich schwer misshandelt oder
b) durch die Tat in die Gefahr des Todes bringt.***

Sie haben Recht: Absurdistan …!

19:45 von schabernack

"Sexueller Missbrauch" kann Bewährung sein. Absurdistan …!

Das liegt überwiegend daran, dass es sehr unterschiedliche Grade von sexuellem Missbrauch gibt. Wie bei anderen Delikten gibt es auch hier `minderschwer´, `schwer´ und vielleicht auch noch anderes, was wohl eher Juristen wissen werden ("ambivalente Tätigkeiten").
Mit der Bitte, das nicht als Anlass zu nehmen, hier nun einen großen Nebenkriegsschauplatz aufzumachen, ein Beispiel: Schon ein Streicheln kann sexueller Missbrauch sein oder als solcher bewertet werden. Dafür erschiene lebenslänglich aber dann doch was lang :)

Tomate1959, 19:41

Warum haben immer die ein Recht auf Menschenrechte, die anderen jedes Menschenrecht nehmen.

Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: weil jeder Träger der Menschenrechte ist. Auch der ärgste Schurke, egal, was er verbrochen hat.
Und der Grund ist genau so einfach: knüpft man die Menschenrechte an bestimmte Bedingungen, dann sind sie sofort obsolet. Wenn Sie heute Massenmördern die Menschenrechte absprechen, gibt es keinen Grund, das nicht morgen für Totschläger, übermorgen für Diebe und am Tag darauf für Albinos zu tun.

19:44 von fathaland slim

«Ich empfehle allen hier, den Wikiartikel zu lesen. Es gruselt zumindest mich, wenn ich lese, was Bartsch sowohl als Kind angetan wurde als auch, was er dann anderen Kindern antat.»

Über den Kriminalfall "Jürgen Bartsch" ist auch eine Folge der 45- bis 60-minütigen Dokus aus der ZDF-Neo-Reihe: "Die Spektakulärsten Kriminalfälle der BRD".

Im Fall Bartsch auch mit Interviews + aus Zeugenvernehmungen + mit Einlassungen von J. Bartsch selbst + heutigen Aussagen im Interview eines Erwachsenen als Kind den Händen des J.B. "Entkommenen".

Andere Folgen sind u.a. zu Marianne Bachmeier, Ingrid van Bergen, Vera Brühne, Jörg Kachelmann, dem Mordfall an der "1950-er Jahre Edelprostituierten" (deren Name mir momentan nicht einfällt).

Nicht alle Folgen haben mit Sexualstraftaten zu tun.
Viele aber schon mit solchen …

19:15 von falsa

19:15 von falsa demonstratio
Am 06. Juni 2020 um 18:52 von StöRschall
12 und 12 1/2 Jahre im Fall Staufen, 12 und 13 Jahre im Fall Lüdge und Sicherungsverwahrung.

Das sollen Bagatellstrafen sein?

---

Zitat: Sehen Sie: Diese Fälle zeigen: Wo ein Wille ist, ist ein Weg.

Nachdem Gerichte aufgrund von Gesetzen urteilen, zeigen diese Fälle, dass Ihre Behauptung, das Gesetz würde Missbräuche als Bagatelle bewerten, vollkommen neben der Sache ist.

----

Dann sage ich es anders:

Die Gesetzeslage muss so sein, dass solche Verbrechen nicht als Bagatelle bewertet und behandelt werden können.

Jetzt klar?

Frosthorn Menschenrechte

Na, dann sind wir ja mit unserem Kampf um unsere Menschenrechte weit gekommen!! Was ist mit den Kinderrechten? Da können wir uns ja auf die Schulter klopfen, was wir erreicht haben... und zu Ihrem ersten Beitrag - wegen dem ich mich überhaupt hier angemeldet habe - ja, es kann sein, dass der Täter als Kind auch missbraucht wurde. Rechtfertigt das, dass er als ERWACHSENER jetzt deshalb das "Menschenrecht" hat, Kindern weh zu tun und ihnen jedes Recht auf ein normales Leben zu verwehren, weil es ihm auch verwehrt wurde? Was für ein b... lebenslänglich bei Brot und Wasser...

Wieviel Strafe darf es sein?

Es ist nicht nachvollziehbar das hier schwerstes triebhaft kriminelles Verhalten nicht angemessen bestraft wird bzw. werden kann.
Wo bleibt der Schutz des Kindes?
Wo bleibt der Rechtsstaat der seine Bürger angemessen schützt bzw. schützen kann?
Welchen Stellenwert haben die Sachverhalte - niedrige Beweggründe und besondere Schwere der Schuld?
Und das Ganze ist ja nicht nur einmal passiert, sondern war systematisch geplant und durchgeführt oder doch nicht?

19:20 von falsa

19:20 von falsa demonstratio
Am 06. Juni 2020 um 17:53 von StöRschall
Zitat: Die Welt könnte etwas besser sein, wenn der Gesetzgeber ein ernsthaftes Interesse hätte, die Schutzlosesten zu schützen.

Wo müsste denn der Bundestag die Gesetze nachbessern, damit die Schutzlosesten besser geschützt würden?

Allein die derzeit diskutierte Grundgesetzergänzung brächte da nicht viel.

---

An vielen Stellen, diese alle auszuführen würde hier den Rahmen sprengen.

Hier in dem Fall, wie auch im gestrigen, geht es um die Abschaffung der Bewährungsstrafe, indem bei sexuellem Missbrauch das Strafmaß nicht unter einem Jahr angesetzt wird.
Bis zu einem Jahr kann auf Bewährung angesetzt werden.

@ 16:26 von werner1955

Keinesfalls möchte ich die dringend notwendige psychologische und therapeutische Unterstützung der Kinder, die durch diese grausamen Taten oft ein Leben lang belastet sind, gering achten oder übergehen. Ganz im Gegenteil.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: