Ihre Meinung zu: Corona-Pandemie in Brasilien: Krisenbekämpfung durch Schweigen

7. Juni 2020 - 8:11 Uhr

Die Regierung Brasiliens versucht, die Sorge vor dem sich ausbreitenden Coronavirus auf eigene Art einzudämmen: Medien sollen über das Ausmaß der Pandemie nicht mehr berichten. Von Ivo Marusczyk.

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Kommentare

Corona-Pandemie in Brasilien:Krisenbekämpfung durch Schweigen...

Ob diese Strategie für Bolsonaro aufgeht ? Er verfügt ja nicht über alle Medien.
Da gibt es ja auch oppositionelle Medien.
Aber auch dort trifft die Corona-Krise vor allem die ärmeren Bevölkerungsteile.

Verbrecherischer Despot

Bolsonaro, und das ist unbestritten, ist nach Trump nicht nur der verlogenste Präsident, sondern auch ganz offensichtlich komplett unfähig.
Er muss schnellstens aus allen politischen Ämtern entfernt und für den Rest seines Lebens weggesperrt werden. Ich sehe ihn jedenfalls als Schwerverbrecher an.

Was für ein großartiger "Staatenlenker"!

Auf jeden Fall wirtschaftlich betrachtet ist das ne Super-Strategie: keinen Aufwand betreiben und die Folgen unter den Teppich kehren. Aber das ist für solche Menschen eine Angewohnheit, sich selbst die Taschen voll zu stopfen und die Not einfach zu ignorieren. Einziges Rätsel: warum "wählt" das Volk sich seine Geißel selbst?

Ein Scherbenhaufen...

Unglaublich, was Bolsonaro und Trump in ihren Ländern angerichtet haben. Es wird Jahre dauern, diesen Scherbenhaufen, der Tag für Tag größer wird, zusammenzukehren...!

Ein weiteres warnendes Beispiel...

...sich nicht von großmäuligen Populisten blenden zu lassen. Trump, Bolsonaro, Duterte, Johnson, usw., es ist immer dasselbe. Wenn die Lage ernst wird, versagen solche Egomanen auf ganzer Linie und hinterlassen nur noch mehr verbrannte Erde.

Faschisten

Solche Typen wie Bolsanaro sind einfach nur Faschisten.Faschisten haben den Menschen noch nie gut getan.Die Lehren aus dem 2.Weltkrieg scheinen vergessen worden zu sein in der Bevölkerung.Dann wird es halt noch einen Weltkrieg geben.Dummerweise werden überall grossmäulige Nichtskönner an die Macht gewählt.Das Wahlvolk weltweit muss endlich Aufwachen bevor es zu spät.

um 09:33 von DeHahn

>>Auf jeden Fall wirtschaftlich betrachtet ist das ne Super-Strategie: keinen Aufwand betreiben und die Folgen unter den Teppich kehren. Aber das ist für solche Menschen eine Angewohnheit, sich selbst die Taschen voll zu stopfen und die Not einfach zu ignorieren. Einziges Rätsel: warum "wählt" das Volk sich seine Geißel selbst?<<

Wahrscheinlich wählt das Volk einen solchen Despoten weil sie von den etablierten Politikern die Nase voll hatten. Egal was für eine Partei regierte es gab nur Korruption und dem einfachen Volk ging es immer schlechter. Kriminalität und Sorge um das eigene Leben sind in den Großstädten des Landes ständiger Begleiter.

Es gibt

2 Möglichkeiten die Krise unter Kontrolle zu halten, nicht oder wenig testen, oder eben mit der Macht die Berichterstattung lenken.
Die Frage ist, geht der Plan des Herrn in Brasilien auf, bei den vielen NGOs auf der Welt, wird es schwierig damit durchzukommen.
Die Zweite, wie lange wird sich der Bürger das gefallen lassen, sind immerhin fast 3 mal so viele wie in Deutschland.

@ Bernd Kevesligeti

Da gibt es ja auch oppositionelle Medien.

Das ist zumindest in Kuba anders, dort wird Corona nur als Erfolg der Regierung gefeiert. Über Tote darf nicht berichtet werden.
Das hätte Bolsonaro in Brasilien sicher auch gerne.

"Wesentlich weniger Tests" heißt

gut 10 mal weniger Tests pro Nenngröße als etwa in D oder in den USA.

Unfähige Populisten

@ Allahkadabra
Bolsonaro, und das ist unbestritten, ist nach Trump nicht nur der verlogenste Präsident, sondern auch ganz offensichtlich komplett unfähig.

Das ist gut beobachtet. In Brasilien, den USA und Russland sind die Infektionszahlen am höchsten. Und genau in den Ländern sind rechte Populisten an der Macht, die eine komplett unfähige und ungeeignete Strategie fahren und lieber die Öffentlichkeit beschwichtigen als richtig zu handeln.

@Reginald

Bolsonaro und seinesgleichen sind nicht nur Faschisten, sondern auch Mörder. Durch ihre Politik setzen sie große Teile ihrer Bevölkerung dem Tode aus.

@Reginald, 9:45

Das Wahlvolk weltweit muss endlich Aufwachen bevor es zu spät.

Das Wahlvolk weltweit schläft gar nicht. Es ist paralysiert. Oder besser noch konditioniert, die Interessen der Profiteure für seine eigenen zu halten.
Es sind doch nur graduelle, und keine signifikanten Unterschiede zwischen jenen, die einen Bolsonaro wählen, und jenen, die demokratische Regierungen auf den Sockel heben, die ebenso alles mögliche vertreten, aber nicht die Interessen der Menschen. Soeben lese ich bei der TS, dass die SPD massivst kritisiert wird, weil sie die Autoprämie für Verbrennungsmotoren verhindert hat. Wie oft hat sich die IG Metall im Namen der Arbeitskräfte in der Rüstungsindustrie beim Kabinett gegen schärfere Regelungen beim Waffenexport eingesetzt? Auch den Deutschen ist also das Hemd näher als die Jacke. Wie viele denken den bei ihrer Wahlentscheidung in Kategorien wie Nachhaltigkeit oder auch nur Gerechtigkeit?

Weniger testen und wechsel der gesundheitsminister

Hoffentlich gibt es objektive Beobachter.

Objektives Zahlenmaterial ist die Voraussetzung nicht von Stimmungen Dinge abhängig zu machen.

Ebenso hat Brasilien den Austritt aus der WHO angekündigt.

Bolsonaro hat ein großes Vorbild wie es scheint.

Überdecken, leugnen, lügen. Klarer Machtmissbrauch. Wer wählt warum solche Typen?

Bolsonaro ist...

fast noch schlimmer als Trump aber beide
scheinen nichts dagegen zu haben für den Erhalt ihrer Macht über Leichen zu gehen
und dafür auch die Medien mundtot zu machen.
Einziger Trost: Sie werden nicht ewig an der Macht bleiben.
Allerdings ist das kein Trost für all die Opfer ihrer "Politik".

09:21 von Kevesligeti

Natürlich wird diese "Strategie" nicht aufgehen, im Gegenteil, sie wird Bolsonaro den Kopf kosten. Sieht man in den USA, der Kopf von Trump wackelt ja schon bedenklich.

der.kunze

Bitte vor der eigenen Tür kehren. Warum stürzen sich die Medien so oft auf die Schandtaten anderer Länder?

Tun sie doch gar nicht. Brasilianische Medien kritisieren die Fehler der brasilianischen Regierung. Alles gut.

Eine neue Diktatur.

Erschreckend dieser Bolsonaro. Erst wenn die Totenzahl so hoch ist das es zu Unruhen kommt in Brasilien und Bolsonaro seinen Hut nehmen muss werden die Brasilianer die Wahrheit erfahren.

Brasilien ist top

Leider im negativen Sinne, denn Bolsonaro macht gar nichts gegen die Krise, allenfalls im Schatten von Corona noch mehr Regenwald abholzen, noch mehr Landraub, noch mehr Verbrechen. Es ist schlicht gelogen, die Zahlen seien zu hoch: Seit Wochen wächst die Infizierten-Zahlen um rund 5% täglich. Das ist außerordentlich konstant. Gewöhnlich,so hat man aus anderen Ländern erkennen können, flacht die Kurve schnell ab, weil die TestKapazitäten nicht ausreichen - nicht in Brasilien. Es ist der schiere Horror, was dort passiert und eine Steilvorlage gegen CoronaLeugner und Verschwörungs-Theoretiker: Basilien hat unglaublich viele neue Fälle und extrem viele Tote. In D. zählt man mittlerweile in "neuen Fällen in 7Tagen pro 100.000Einwohner". D. hat mittlerweile 2, in den schlechtesten Zeiten 46 und bei 50 ist Red-Alarm mit erneutem Lockdown im Landkreis. Brasilien hat 1.600 ! Und die höchste Zahl von Toten pro 100.000EW: 385. In Europa und den USA 30-50. Dieser Despot macht NICHTS!

Ebenso wie in den USA ...

.. hält sich mein Mitgefühl stark in Grenzen: Sie haben ihn selbst- und demokratisch gewählt ... es war Volkes Wille, mit allem was er jetzt anstellt.
Da kommt die Kindertaktik mit der Decke über dem Kopf gerade recht ... wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht ... und zack ist das eine oder andere Problem nicht mehr Existent.
Man könnte sich ja zurücklehnen,wenn, ja wenn Brasilien nicht so eine große Rolle im Welt-Ökosystem spielen würde.
Bleibt die Hoffnung, dass Brasilien aus seinem Handeln lernt, denn die stirbt ja bekanntlich zuletzt.

um 09:49 von KowaIski @ Bernd Kevesligeti

Über Tote darf nicht berichtet werden.
Das hätte Bolsonaro in Brasilien sicher auch gerne.

Re das ist Richtig Staatsmedien wo Politik und Plutokraten beherrschen oder die Schreiber handverlesen sind sollten langsam in Mülleimer der Geschichte verschwinden .Sollte für alle Länder gelten auch für gewisse in der EU .Wenn ich im Ausland ,EU ,Welt und ich bin viel unterwegs die Nachrichten hörte und dann die DE gibts starke Abweichungen oder absolut gleich ,zu gleich an und die Darstellung UPS .Warum und wie kommt das ,Fragen über Fragen und meine Antwort ist immer sie selbe ,kein Einfluss der Politik auf Medien und kein handverlesen der Schreiber .Frage mich gerade wer sitzt bei uns im Aufsichtsrad ,kann einer es mir sagen ? UPS ,gehen wir Googeln .

Schwer zu ertragen

Wie soll man solche Menschen wie diesen skrupellosen Despoten Bolsonaro ertragen? Soziopathen sind solche Menschen nicht, denn ich denke nicht, dass er krankhaft und daher unwissend handelt. Er ist ganz einfach ein zutiefst verkommener, krimmineller Charakter. Es fällt mir unfassbar schwer die geballte Faust in der Tasche zu lassen. Schon dieser fürchterliche Egomane Trump ist unerträglich, aber Bolsonaro und seine ergeben Schergen, sind einfach der aller erbärmlichste Bodensatz. Die Abgründe des menschlichen Charkters die sich da auftun sind erschreckend und widerlich. Ich würde mir sehr wünschen, dass die Weltgemeinschaft da stringent eingreift. Umfassendes Embargo, Konten der beteiligten Politiker und Unternehmer einfrieren, Schutz des Regenwaldes als globale Aufgabe in die Hand der UNO legen und der brasilianischen Bevölkerung helfen, diese Maßnahmen zu überstehen. Man wirft Menschen in vergangen Dikaturen immer vor, nicht gehandelt zu haben, Gleiches wird man uns vorwerfen!

@ der.kunze

Der Umstand, dass die offiziellen Infektionszahlen viel niedriger ausfallen als die tatsächlichen ist doch so trivial wie nur irgendwas, ob in Brasilien oder Deutschland oder China.

Die Dunkelziffer der Infektionen ist schwer aufzuhellen. Ein neues Rechenmodell von Wissenschaftlern aus Helsinki und Kiel hat zum Ergebnis, dass es in Brasilien etwa 8 bis 10 Mal so viele Infizierte gibt wie positive Tests und in Deutschland etwa 1,8 Mal so viele.

09:58 von Mike D

Bolsonaro und Trump mussten wohl auf der politischen Bühne erscheinen, um der Welt zu zeigen welche Folgen es hat wenn man
rücksichtslosen und egoistischen Populisten
auf den Leim geht. Es sieht in den USA doch im Moment ganz danach aus dass der Wähler dies erkannt hat.
Selbst die Stammwähler von Trump bröckeln ganz langsam weg - ist doch schon mal ein Anfang.
Bolsonaro wird es auch nicht anders ergehen.

von Kowalski 9:49

Sie kennen sich ja optimal in Kuba aus.
Übrigens sind kubanische Mediziner in zig Ländern im Einsatz,auch gegen Corona,von Andorra bis Haiti.

Andere hingegen halten am Mercosur-Handelsabkommen fest,daß Bolsonaro nützt.Auch ein Grund für die Abholzung des Regenwaldes(Weideland,Fleischexport).

Der Offenbarungseid der Demokratie:

„Medien sollen über das Ausmaß der Pandemie nicht mehr berichten. -

Fast 1500 Corona-Tote an einem Tag, mehr als 35.000 seit Ausbruch der Pandemie. Die Zahlen aus Brasilien haben zuletzt weltweit für Bestürzung gesorgt und auch die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro alarmiert. Diese setzt jetzt allerdings nicht auf härtere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus, sondern sie versucht, die Zahlen und ihre Verbreitung zu kontrollieren“

Was soll man dazu noch sagen? Reden hilft hier nicht.

@ Bernd Kevesligeti

Sie kennen sich ja optimal in Kuba aus.
Übrigens sind kubanische Mediziner in zig Ländern im Einsatz,auch gegen Corona,von Andorra bis Haiti.

Und das zu Sklaven-Löhnen. Zu Hause in Kuba ist es Gang und Gäbe, dass Ärzte nach ihrem Dienst noch in den Touristen-Hotels kellnern. Jedenfalls habe ich so einen sehr sympathischen Arzt in Kuba kennen gelernt. Beruflich allerdings völlig frustriert. Die Zustände in kubanischen Hospitälern sind erbärmlich. Der sozialistisch legendäre Glanz der kubanischen Medizin ist längst verblasst.

09:42 von R.D. White

Diese grossmäuligen Populisten wähnen sich
als Herrscher von Gottes Gnaden und übersehen vollkommen, dass die von Volkes Gnaden vorübergehend an die Macht durften.
Und es wird auch das Volk sein, dass ihnen
die Macht wieder entziehen wird.
Mit diesen "Menschen" zeigt der Populismus sein wahres Gesicht (seine Fratze) - menschenverachtend zum eigenen Nutzen.

um 09:58 von frosthorn

Auf englisch nennt sich das Phänomen: "Tragedy of the Commons". Der einzelne erkennt, was richtig wäre, tut es aber nicht, weil er denkt, dass seine Handlungen allein doch sowieso keine Auswirkung haben können angesichts von Millionen Menschen. Aber da alle anderen genauso denken, gibt es eben Probleme.

Deswegen aber so zu tun, als ob es "keine signifikanten Unterschiede" gäbe, ist schlicht naiv. Und gefährlich. Klar, Deutschland hat zwischen 1980 und 2010 auch praktisch nichts für den Klimaschutz getan. Aber wir tun jetzt was. Die USA nicht.

Wahlen haben Bedeutung.
_

Raus aus der Komfortzone

Ich stelle immer wieder fest, dass bei den hier besprochenen Themen der wirtschaftliche Aspekt eine zentrale Rolle einnimmt. Wir müssen uns endlich eingestehen, dass diese Art von Wirtschaft aber nicht des Schutzes bedarf, sondern der Auslöser für all diese lebensbedrohlichen Probleme ist. Wenn wir nicht endlich die Gier nach Konsum, Fernreisen und ähnlichen Dingen hinter uns lassen, werden wir bald keinen Lebensraum mehr haben, in dem wir uns dieser unsinnigen Dinge erfreuen können. Jeder einzelne von uns ist gefordert, sich entsprechend zu verhalten und zu engagieren. 50 Mrd. in zukunftssichernde, nachhaltige Innovationen zu investieren ist ein guter Anfang. Aber wir werden auch unbequeme Wege einschlagen müssen um Menschen wie Trump und Bolsonaro und den hinter diesen Marionetten stehenden Großkapitalhaltern endlich zwingend entgegenzutreten um unseren Planeten zu erhalten. Hört sich pathetisch - mancher würde wohl sagen linksversifft - an, ist aber zwingend das Gebot der Stunde.

Fanatisch entgleist - Realitäten abgeleugnet

Eines ist für Verführer und deren Anhänger vom Schlage eines Herrn Bolsonaros völlig typisch:

Einerseits die fanatische Entgleisung mit dem so charakteristischen paranoiden Modus, bei dem der Feind deshalb ständig im Außen gewähnt wird, damit man die gehassten Anteile im Selbst nicht wahrnehmen muss.

Andererseits die für Aussenstehende verstörende und bestürzende Leugnung der krass-offensichtlichen Realitäten. Was bis ins Psychotische hinein geht.

Wie weit sowas geht und wohin sowas führt, davon können wir Deutschen ein Lied singen. Und es hinterließ ein Land und die ganze Welt in Schutt und Asche und Ruinen, forderte zweistellig Millionen von Toten und ließ Schuld, Scham und Trauma zurück.

Was in Brasilien geschieht, erfüllt langsam die offiziellen Definitionen einer paranoiden Psychose.

Hoffentlich hat das Phänomen Bolsonaro in Brasilien ein rechtzeitiges und baldiges ... Ende.

um 10:41 von MartinBlank

>> Deutschland hat zwischen 1980 und 2010 auch praktisch nichts für den Klimaschutz getan.<<

Diese Aussage ist ganz einfach falsch!

@ friedrich peter

Zitat: "Erschreckend dieser Bolsonaro. Erst wenn die Totenzahl so hoch ist das es zu Unruhen kommt in Brasilien und Bolsonaro seinen Hut nehmen muss werden die Brasilianer die Wahrheit erfahren."

Bolsonaro wird genau so wenig seinen Hut nehmen wie Trump ... oder Putin ... oder ... .
Hier und da ein paar Korrekturen am Wahlsystem, ein paar Unregelmäßigkeiten hier, eine neue Befugnis dort und schwup: 50,89 % hier oder rd. 77 % dort ...

Die Messias Horrorshow

Mit Entsetzen sieht man, wie Brasilien von Tag zu Tag m ehr ins Unglück gestürzt wird. Und der Präsident macht entweder sich darüber lustig oder verordnet jetzt Schweigen.
Brasilien (wo ich selbst 8 Jahre lebte) war schon immer völlig unpolitisch. Man kennt gewisse Politiker (nur von Plakaten), weiß aber nicht, welcher Partei sie angehören. Schon gar nicht kennt man deren Parteiprogramm. Kein Wunder: Diese haben ja auch keines..
Das war der Nährboden für den Aufstieg Bolsonaros. Er gab sich als Recher der Enterbten. Gegen Korruption (der etablierten Parteien) und für Ehrlichkeit. Nur bei sich selbst ist er da großzügiger.

Bolsonaro wurde vor allem von den Reicheren und besser Gebildeten gewählt. Personen, die zuerst an sich selbst denken und damit meinen, dass an so an jedem gedacht ist.
Trotz aller Unfähigkeit finden immer noch fast ein Drittel der Brasilianer, dass ihr Präsident eine gute / sehr gute Arbeit macht.
Bolsonaro wird also Brasilien noch erhalten bleiben. Leider

Die Schwachstelle der Demokratie.

Die Demokratie hat eine Schwachstelle - sie baut auf Mehrheitsmeinung, oder vielleicht ‚Schwarmintelligenz‘.
Mit den heutigen sog. ‚Sozialen Medien‘, ist eine Manipulation der öffentlichen Meinung denkbar einfach. Es gibt immer weniger seriöse Presse, die sog. ’fake news’ erkennt und ausfiltert. Je niedriger das Bildungsniveau ist, und je mehr das Internet zur Meinungsbildung dient, desto einfacher ist es ‚alternative Wahrheiten‘ zu verbreiten, und leichtfertig verteilte ‚Likes‘ in Wahlergebnisse umzuwandeln.
Eine Mehrheit der Wähler glaubt was sie gern hören möchte. Ergo haben Populisten weltweit Hochkonjunktur.
Ich denke nicht, dass wir es ändern können. Wir werden mit dem Fluch dieser schnellen und allgegenwärtigen Medien leben müssen - und mit den Populisten, die sie virtuos zu nutzen verstehen.

Regenwald ade

Nun haut doch nicht auf der Regenwaldabholze herum! Bolzonaro macht doch nur, was wir schon vor Jahrhunderten durchexerziert haben. Damals gab es nur keine Tagesschau und kein Internet. Wir wollen Palmöl und Kokosfett weil es schön billig ist. Raps geht auch aber Palmöl benötigt nur 1/6 Anbaufläche bei gleicher Produktionsmenge. Leider wachsen hier keine Palmen. Und wo ist unser Wald? Häuserbau, Schiffbau, Grubenholz, Holzkohle usw. Ganz Deutschland lag mal unter riesigen Wäldern die aber unserem Wohlstand zum Opfer gefallen sind. Der Splitter im Auge des Anderen ... Unsere Landwirtschaft wäre gar nicht möglich, wenn wir die gleichen Maßstäbe wie in Brasilien angewandt hätten. Aber wie gesagt, damals gab es keine Tagesschau.de und Internet.

um 10:46 von hesta15

>>Diese Aussage ist ganz einfach falsch!<<

Dem stimme ich zu. Aber nur, wenn man sie so aus dem Zusammenhang reißt, wie Du es hier getan hast.

@Martin Blank, 10:41 re @frosthorn

Deswegen aber so zu tun, als ob es "keine signifikanten Unterschiede" gäbe, ist schlicht naiv. Und gefährlich. Klar, Deutschland hat zwischen 1980 und 2010 auch praktisch nichts für den Klimaschutz getan. Aber wir tun jetzt was.

Ich bin sehr daran gewöhnt, nicht nur auf Realpolitik (die schon schlimm genug ist) zu schauen, sondern auch darauf, ob diese von der Bevölkerung überhaupt goutiert wird. Das sehe ich z.B. in diesem Forum besser als an einem Wahlergebnis. Die Bereitschaft, den Klimawandel anzugehen, schätze ich als wenig verbreitet an. Stattdessen argumentieren sogar die Betroffenen mit den Parolen der Entscheider: Arbeitsplätze, BIP, Verschuldung. Schon allein, keine Steuersenkung anzukündigen, kostet jede Partei Wählerstimmen. In den USA und Brasilien hat es gereicht, den Kampf gegen "das Establishment" auf die Fahnen zu schreiben, so unglaubwürdig es auch war und ist, es wirkt.

Dr Kunze und die Fakten 9;54

An ihrem Einwurf kann man wunderbar fundamentalistische Argumentationsmuster feststellen. Erst einmal versuchen Sie ein Diskussionsverbot zu verhängen, jeder soll sich um sein Ding kümmern und in China und D ist angeblich alles gleich schlimm. Dass Brasilien mit grossem Vorsprung auf Platz 2 der Infektionen steht trotz relativ weniger Tests keine Rede, Platz 3 bei den Toten, keine Rede.Warum wohl Boldonaro keine Zahlen mehr veröffentlichen will, keine Ahnung. Dann versuchen sie durch Verweis auf angebliche Umstände in Pflegeheimen in D hin und abzulenken. Dass dort nicht aus Absicht einfach so ältere benachteiligt werden, sondern Risikogruppen geschützt werden, egal. Dass es in Ländeen, die das nicht so verfolgt haben zB Spanien und Italien 10000de Tote gab in diesen Einrichtungen, egal. Dass es mittlerweile längst Lockerungen gibt egal, dass jetzt durchgetestet bei Personal und Bewohnern, auch egal. Bei so viel Ignoranz interessieren Sie sich überhaupt für das Thema?

Re: Martin Blank

Allerdings haben Menschen die "Tragedy of the Commons" schon vielfach auf ganz verschiedenen Ebenen gelöst.

Unser Gehirn hat sich evolutionär dazu entwickelt, dass wir uns zu Gruppen zusammenschließen und gemeinsame Interessen verfolgen können. In homogenen Kleingruppen / Clans funktioniert das ganz hervorragend, aber auch größere Gruppen sind möglich, wenn wir mittels gemeinsamer Ideale und Symbole eine Gruppenidentität schaffen. Fußballvereine, Religionsgemeinschaften oder Nationen sind Beispiele dafür.

Innerhalb großer Gruppen braucht es aber Gesetze und staatliche Strukturen, um einen gesunden Ausgleich zwischen egoistischem und altruistischem Nutzen zu schaffen. Nur wenn Gesetzte für alle gelten und Sanktionsmöglichkeiten vorhanden sind, werden sie langfristig respektiert.

Daher ist es so fatal, wenn sich Bolsonaro einerseits sich auf stark integrierte Gruppen wie Evangelikale und das Militär stützt und andererseits den Staat aktiv schwächt.

seine strategie

seine strategie ist wohl ehr die:
alle stecken sich an und wer es nicht schafft,
da ist es nunmal so.
er und seines gleichen haben ja ein relativ gutes gesundheitssystem und genug finanzielle möglichkeiten sich notfalls im ausland behandeln zu lassen.

das kleine volk hat das nicht, was aber wohl kalkül ist, man spart so jede menge kosten im sozialsystem, wenn da viele von gehen.

praktisch auch: die indigenen volksteile, die eh oft nur stören und anstrengend sind immer mit denen um ihr land etc zu verhandeln, dezimieren sich dabei auch deutlich.

natürlch ist das inhuman und rücksichtslos, aber das ist wohl kein problem für ihn.

Das Verhältnis fehlt mal wieder

Und wieder nackte Zahlen ohne Hintergrund, die die wesentlichen Fragen offen lassen.
Wie viele Einwohner hat Brasilien? Wie viele Tote gab es in den Vorjahren? Wie viele Todesfälle sind eindeutig und ausschließlich dem neuen Virus zuzuordnen?

10:53 von H. Hummel

Richtig, von selbst werden sowohl Trump als auch Bolsonare nicht ihren Hut nehmen.
Ist auch nicht nötig, beide werden abgewählt.
Sie sind einfach zu weit gegangen. Sie haben sich als Missbildung in der politischen Evolution entpuppt.

Schneeschippen im Schneesturm.

Das Problem ist nicht Corona, sondern die hygienischen Zustände. Auch vor Corona wurden Menschen in den Slums öfter krank, weil sie keinen Zugang zum sauberen Wasser (geschweige denn Trinkwasser) hatten und eingeengt in schlecht gelüfteten Räumen leben.

Die Zahlen zu Tuberkulose sprechen Bände. In den brasilianischen Slums erkranken die Menschen 5 bis 6 mal häufiger daran, als außerhalb. Und wenn man noch einberechnet, dass nur etwa 5 % der Infizierten Krankheitssymptome entwickeln, dann spielt sich dort seit Jahren eine Katastrophe ab.

Man könnte viele Menschen retten, wenn man in den Slums sauberes Trinkwasser verteilen würde.

Ohne eine Verbesserung der Hygiene ist die Rettung von an Corona Erkrankten wie Schneeschippen im Schneesturm.

Bei Corona scheint auch schlechte Luft ein Beschleuniger zu sein. In China trugen die Menschen schon lange wegen dem Smog Masken. Das hat die Ausbreitung von Corona nicht verhindern können, weil Lungen frische Luft brauchen.

Rüstung und Covid 19.

Gerade dieses Wochenende konnte ich Daten und Bemerkungen aus und über die amerikanische Rüstungsindustrie lesen und damit auch über die Auswirkung für die Rüstungsindustrie von Covid-19. Es gibt gar Überlegungen von der Möglichkeit von einer Milliarde Toten weltweit und die entsprechende Auswirkungen für die Rüstung.

re von Kowalski 10:39

"Erbärmlich,Glanz verblasst,Sklaven-Löhne",daß ist Ihre Wortwahl.

Aber die Realität sieht so aus,daß viele Länder für die Entsendung des medizinischen Personals dankbar sind ?
Irren die ?

um 11:01 von frosthorn

"Das sehe ich z.B. in diesem Forum besser als an einem Wahlergebnis."

Ist das Dein Ernst? Es gibt kaum ein Forum, das stärker von der allgemeinen Stimmung im Volk abweicht als dieses hier.

@hannes.p.... Palmöl vs. Rapsöl

1/6 ist zu ungünstig. Laut Literatur ergibt sich ein Quotient von etwa 2/5. Was wegen des Fehlens der anbaufreien Übergangs-und Wintermonate (beim Palmöl) etwa der gleichen Ölausbeute pro Fläche und Zeit entspricht.

Sklavenarbeit

@ Bernd Kevesligeti
Aber die Realität sieht so aus,daß viele Länder für die Entsendung des medizinischen Personals dankbar sind ?
Irren die ?

Dankbar? Für Sklaven Löhne? Die kubanischen Ärzte verdienen im Ausland weniger als rumänische Bauarbeiter. Viel weniger. Sie sind aber auch nicht so gut ausgebildet.

10:58, Hannes.P

>>Nun haut doch nicht auf der Regenwaldabholze herum! Bolzonaro macht doch nur, was wir schon vor Jahrhunderten durchexerziert haben. Damals gab es nur keine Tagesschau und kein Internet. Wir wollen Palmöl und Kokosfett weil es schön billig ist. Raps geht auch aber Palmöl benötigt nur 1/6 Anbaufläche bei gleicher Produktionsmenge. Leider wachsen hier keine Palmen. Und wo ist unser Wald? Häuserbau, Schiffbau, Grubenholz, Holzkohle usw. Ganz Deutschland lag mal unter riesigen Wäldern die aber unserem Wohlstand zum Opfer gefallen sind. Der Splitter im Auge des Anderen ... Unsere Landwirtschaft wäre gar nicht möglich, wenn wir die gleichen Maßstäbe wie in Brasilien angewandt hätten.<<

Und all das, was Sie schreiben, macht es besser, daß der brasilianische Regenwald, dessen Bedeutung für das Weltklima gar nicht überschätzt werden kann, im Rekordtempo verschwindet?

Bolsonaro darf das, weil in anderen Ländern vor Jahrhunderten auch Raubbau betrieben und große Sünden begangen wurden?

Bolsonaro !

Tja, nun soll also die Presse das tatsächliche Ausmaß der Pandemie und die vielen Toten verschweigen. Einfach ungeheuerlich, unverschämt und skrupellos !
Typen wie Bolsonaro und CO interessieren sich nicht wirklich für andere Menschen, gerade noch für die, die sie anhimmeln. Sonst zählt nur eines für sie, Macht und Geld, und dafür gehen sie über Leichen !

re von Kowalski 12:53

Von den Ländern war die Rede,die offensichtlich dankbar für die medizinische Solidarität sind.
Und kubanische Ärzte sind schlechter ausgebildet wie rumänische Bauarbeiter ? Ist das aus der BILD ?

@schneckenmaus

Über Manaus gab es doch mal einen Bericht. Aber der war auch nicht genehm. Man stellte, wenn ich mich recht erinnere, eine Diskrepanz der normalen Sterblichkeit
(30 pro Tag) zur Einwohnerzahl fest und leitete daraus eine Lebenserwartung wie Methusalem ab. Dann wurde herumtheoretisiert weil eins(!) auf jeden Fall klar war. Nämlich, daß den eigenen, verquasten Rechengängen mehr Bedeutung zukommt als der Fähigkeit einer städtischen Angestellten vor Ort bis 120 zu zählen.

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