Ihre Meinung zu: SPD und Union uneins: Streit über Strafen für Kindesmissbrauch

10. Juni 2020 - 17:40 Uhr

Nach den Missbrauchsfällen von Münster debattiert die Koalition über das angemessene Strafmaß. Justizministerin Lambrecht von der SPD sprach sich gegen eine Erhöhung aus. CDU- und CSU-Minister plädieren dafür.

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Kommentare

Sexueller Missrauch MUSS

Sexueller Missrauch MUSS endlich als Verbrechen eingestuft werden.

WIESO sonst, sollte man genauer hinsehen!!?

Es SIND Verbrechen.

Die Justiz, Ermittler, die

Die Justiz, Ermittler, die Politik, die Gesellschaft MUSS anfangen die Tatsachen zu benennen und nicht mehr zu verleugnen und besserzureden !

Härtere Strafen

Bei jedem neuen Fall wird nach härteren Strafen gerufen. Meiner Meinung nach würde es ausreichen wenn der bestehende Strafrahmen
mal ausgereizt wird.

Darstellung von

Darstellung von KIndesmissbrauch/misshandlung/Vergewaltigung/Folter/Tötunt IST ein Verbrechen !

Frau Lambrecht!

SO wie das Darstellen und Öffentlichmachen von Gewaltdarstellungen allgemein auch (Hinrichtungen, Köpfungen)

Anwendung der vorhandenen Gesetze

Wenn man die vorhandenen Gesetze einmal richtig anwenden würde, dann wäre das schon okay. Aber wenn diese Klientel immer nur zu Stuhlkreis-Therapien mit anschließendem Kuschelkurs in der Spielecke verdonnert werden, dann folgt eine Tat nach der anderen. Volle Ausschöpfung der Gesetze, nach der Haft lebenslang einen Bewährungshelfer mit Meldeoptionen ggf. mit elektronischer Fußfessel!

Frau Lambrecht, es geht nicht

Frau Lambrecht,
es geht nicht um die obere Grenze des Strafrahmens sondern um die UNTERE !

Die MUSS angehoben werden, damit Gewaltverbrechen gegen Kinder als Verbrechen geahndet werden können!

KInder müssen endlich als gleichwertige Menschen behandelt werden!

Sie können für sich nicht einstehen!

Die die es könnten begehen Verbrechen an ihnen.

Wir sind es den kindern schuldig

Begriff Kinderschänder

Es sollte hinlänglich bekannt sein, dass man den Begriff Kinderschänder in seriösen Medien aus unterschiedlichen Gründen tunlichst meiden sollte (vgl. Beitrag von Sascha Lobo zur Vorratsdatenspeicherung im Juni 2015). Dies sind Begrifflichkeiten auf NPD (neuerdings auch CDU) und Bild-Niveau, und die ARD sollte sich hier nicht auf ein ähnliches Level wie bei der Überschrift dieses Artikels begeben.

Mit

ihrer Meinung, die gegebenen Strafmaße müssten eben von den Gerichten besser nach oben hin ausgeschöpft werden, liegt Frau Lambrecht grundsätzlich schon richtig. Nur kann man dies keinem Gericht und keinem Richter pauschal vorschreiben; daher handelt es sich um einen reinen Alibi-Vorschlag von Frau Lambrechts. Genau darum geht es ja bei der Festlegung von Strafmaß-Korridoren, nämlich einen Ermessensspielraum für das jeweilige Gericht für den Einzelfall festzulegen. Möchte man also, dass Gerichte generell höhere Strafen für Kindesmissbrauch verhängen, geht das nur über eine Erhöhung der Strafmasskorridore, wogegen Frau Lambrechts sich ja offenbar verweigert.
Schade, dass Kindesmissbrauch bei den Deutschen nicht die gleiche Demonstrationsfreudigkeit auslöst wie manch andere Dinge in letzter Zeit.

Falscher Fokus

Bei diesen Diskussionen sollte es statt um angemessene Strafen für bereits begangene Verbrechen besser um geeignete (weil wirksame) Schutzmaßnahmen für Kinder vor Personen gehen, die durch ihr Handeln Anlass zu der Annahme geben bzw. gegeben haben, dass sie eine Gefahr für sie darstellen.

Ursachen und Strafen

Strafbemessungen sind keine Naturkonstanten, sondern Ergebnisse von komplexen gesellschaftspolitischen Überlegungen - insofern also immer diskussionswürdig. Bei der Be- und Verurteilung von Kinderpornografie und sexuellem Kindesmißbrauch sind mehrere Faktoren zu prüfen : Einfluß einer generellen sexuellen Liberalisierung, Internetbegünstigung und die Frage einer zeitlichen Progradienz. Gerade im Hinblick auf letzteres muß nach den Gründen für ein Verhalten gefragt werden, welches eigentlich unumstößliche biologische und gesellschaftliche Normen verläßt. Das ist um so wichtiger, als die Korrelation zwischen Höhe des Strafmaßes und den beabsichtigten Präventionschancen keineswegs zwingend ist. Im übrigen sind 15 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung ohnehin das im Rahmen des Grundgesetzes maximale Strafmaß. Es dürfte daher eher um die Frage gehen, ob die Gerichte nicht mehr die richtige Perspektive haben - was wiederum zur Frage führt :Warum?

In der Sache gebe ich Giffey und Lambrecht recht

In der Sache gebe ich Giffey und Lambrecht recht. Das Problem sind nicht zu geringe Strafen wie von der CDU behauptet sondern mangelnder Mut der Gerichte, die bestehenden Strafrahmen auch auszuschöpfen. Zum Beispiel gerade bei der Sicherungsverwahrung:

https://www.tagesschau.de/inland/debatte-strafverschaerfung-kindesmissbr...

In besonders schweren Fällen ist bei Kindesmissbrauch derzeit eine Höchststrafe von 15 Jahren möglich. Zudem können die Gerichte die anschließende Sicherheitsverwahrung verhängen.

Da muessen die Gerichte mutiger werden, solche Strafen auch zu verhängen. Laut EGMR ist das auch zulässig.

https://tinyurl.com/y95d5nx9
lto.de: EGMR zur Sicherungsverwahrung- Keine Strafe, son­dern The­rapie 04.12.2018

Aus dem Grund bringt es nichts, ständig nach höheren Strafen zu rufen. Sowas ist Populismus von der Union.

SPD und Union uneins...

CDU-Generalsekretär: Abschrecken durch höhere Strafen...
###
Wenn die Strafen von der Justiz dann auch noch angemessen ausgesprochen werden und ein Opferschutz vor den Täterschutz kommt, ja dann darf und muss eine Verschärfung des Strafrechts gerne umgesetzt werden. Auch sollte darüber nachgedacht werden, dass bestimmte Täter nicht therapiert werden können. Aber es ist schon merkwürdig, dass gerade dann von der Politik nach schärferen Gesetzen und höheren Strafen gesprochen wird, wenn gerade mal wieder schreckliche Verbrechen aufgedeckt werden.

@ StöRschall (17:50): dass hier wird längst getan

@ StöRschall

Dass hier wird längst getan:

Sexueller Missrauch MUSS endlich als Verbrechen eingestuft werden.

Das Problem ist lediglich, dass der bestehende Strafrahmen von den Gerichten nicht ausreichend ausgeschöpft wird. Von daher bringt es absolut nichts, ständig nach höheren Strafen zu bruellen. Was besser wäre: die Gerichte ermutigen, den bestehenden Strafrahmen auch auszuschöpfen.

Und ja, Kindesmissbrauch ist ein Verbrechen. Und als solches wird es auch abgeurteilt. Nur der bestehende Strafrahmen könnte besser ausgeschöpft werden. Das ist richtig. Deswegen stehe ich da bei Giffey und Lambrecht.

Kinderechte

nach meiner Meinung nach zeugt das alles von Unfähigkeit der Politiker sowie der Justiz. Kindesmissbrauch sollte mit voller härte geahndet werden ohne Ausnahme und Verjährung. die Personen die Kindermissbrauchen sollten für immer weggesperrt werden. denn die Seele des Kindes ist für immer geschädigt und bei guter Führung kommt der Täter auch noch vorzeitig raus das geht überhaupt nicht. es wird Zeit endlich alle Gesetze zu überarbeiten und dem Zeitgeist anzugleichen.

rer Truman Welt

Was mir völlig hierbei verloren geht, ist die Frage danach, was in unserer Gesellschaft vor sich geht, welche in einem uns sicher nicht bekannten Ausmaß Kinder pervers missbraucht, sich sexuell and Jugendlichen, Kindern, Kleinkindern und Babys vergeht. Sind das nur ein paar Ausnahmen? Welche Ausmaße erreicht es alleine schon in der Kirche? Was passiert hier und warum? Sind diese Menscgen einfach abnormal (geboren)? Reichen 15 Jahre nicht sie abzuschrecken, würden 20 Jahre mehr abschrecken? Lässt sich ein Trieb abschrecken? Niemand stellt die Frage, ob unsere Gesellschaft Menschen abnormal werden lässt. Die einen werden sexuell pervers, andere pervers machtgeil, hochgradig narzisstisch, psychotisch, psycho- und soziopathisch, pervers aggressiv - schlagen, töten, morden -, pervers hasserfüllt, rassistisch, fremdenfeindlich, pervers asozial, egoistisch und/oder nationalistisch. Reicht bei allen die Bestrafung aus oder sollten nicht alle länger hinter Gitter? Was geht hier vor sich?

@ Nettie (18:15): und was fuer Maßnahmen schlagen Sie vor?

@ Nettie

Und was fuer Maßnahmen schlagen Sie zu dem hier vor??

Bei diesen Diskussionen sollte es statt um angemessene Strafen für bereits begangene Verbrechen besser um geeignete (weil wirksame) Schutzmaßnahmen für Kinder vor Personen gehen, die durch ihr Handeln Anlass zu der Annahme geben bzw. gegeben haben, dass sie eine Gefahr für sie darstellen.

Werden Sie doch mal konkret und machen Sie Vorschläge.

Zunächst mal

Höhere Strafen gibt es wenn der Mißbrauch geschehen ist.
Aber eigentlich sollte erst mal alles menschenmögliche getan werden um den Mißbrauch zu verhindern. Aber typisch CDU/CSU reflexsartig (man könnte sogar Wetten abschließen) zuerst nach höheren Strafen rufen so nach dem Motto "seht her wir tun was" (und viele glauben auch nocht, dass mit höheren Strafen das Problem gelöst ist). Niemand hätte was dagegen höhere Strafen festzulegen wenn es hilft Mißbrauch verhindern. Aber wie gesagt, zunächst gilt es Mißbrauch zu verhindern.

Wie wäre es denn mit Strafverfolgung?

Statt wegschauen und Strafe vereiteln. Da helfen auch keine schärferen Gesetze.

Härtere Strafen und Sicherheitsverwahrung

Ich halte mich gesinnungsmäßig für einen eher liberalen Menschen, der für viele und vieles Verständnis hat, denn ich habe in über 60 Jahren Leben viel gesehen und erlebt. Zudem habe ich berufsbedingt relativ viel Einblick in psychologische Erkenntnisse und weiß, daß sich Taten für den Täter oft anders darstellen als für Außenstehende.
Bei Kinderschändung wie in Lüdge oder dem aktuellen Fall hört bei mir jedoch jegliches Verständnis auf. Kinder sind mit Abstand das Wichtigste in unserem Leben, für viele Menschen sogar wichtiger als ihr eigenes. Daher stufe ich Kinderschändung als das ultimativ schlimmste Verbrechen ein, das man einem Mitmenschen in jungen Jahren antun kann, schlimmer noch als tatsächlichen Mord. Das Kind muß sein ganzes Leben mit dem Trauma leben und selten kann eine Therapie helfen, das dauerhafte Leid zumindest ein wenig zu bewältigen.
mMn hat sich ein Kinderschänder für immer aus der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen und muß auch danach bestraft werden.

eher als eine strafe würde ich vorschlagen...

...dafür zu sorgen, das sich eine solche tat mit 100%iger sicherheit nicht wiederholt.
der täter muss die konditionen die ihn zu dem verbrechen getrieben haben vollständig überwinden.
bis dahin hätte er, wenn es nach mir ginge, jeden tag 16 stunden zeit zum meditieren.

@phillinho 18.13

und wenn die CDU, Bild und die ARD diesen Begriff verwendet, wer sich an wehrlosen Kindern vergeht zu seinem perversen Vergnügen ist und bleibt ein Kinderschänder! Und Sascha Lobo ist mir weder als juristische noch als sprachliche Instanz bekannt.

Die Frauen in der SPD machen

Die Frauen in der SPD machen in letzter Zeit wirklich einen guten Job. Vielleicht retten sie die Partei ja doch noch :)

Während der Union nichts weiter einfällt als billige Stammtisch-Befriedigung und zum x-ten Mal ihre tolle Vorratsdatenspeicherung (komisch nur, dass die aktuellen Fälle irgendwie auch ohne die aufgedeckt worden sind), ist die Justizministerin in der Lage, Populismus von Sachlichkeit zu trennen. Und Dinge, die komplett gar nichts mit dem Thema zu tun haben (wie CGI´s) auch aus der Diskussion herauszunehmen.
Dass die Haupttäter z.B. von Münster natürlich für viele Jahre ins Gefängnis kommen werden, ist völlig klar. Also sollten AKK und Konsorten mal einen Gang runterschalten und sich um relevante Dinge kümmern: Jugendämter vernünftig ausstatten, Familienrichter entsprechend ausbilden, Kinderrechte ins Bewusstsein bringen (und festschreiben).

Am 10. Juni 2020 um 18:09 von Icke 1

Zitat: Aber wenn diese Klientel immer nur zu Stuhlkreis-Therapien mit anschließendem Kuschelkurs in der Spielecke verdonnert werden, dann folgt eine Tat nach der anderen.

Die Täter von Staufen bekamen 12 und 12 1/2 Jahre, die Täter von Lüdge 12 und 13 Jahre.

Ist es das, was sie mit "Stuhlkreis-Therapien mit anschließendem Kuschelkurs meinen?

@18:15 von Nettie

//Falscher Fokus
Bei diesen Diskussionen sollte es statt um angemessene Strafen für bereits begangene Verbrechen besser um geeignete (weil wirksame) Schutzmaßnahmen für Kinder vor Personen gehen, die durch ihr Handeln Anlass zu der Annahme geben bzw. gegeben haben, dass sie eine Gefahr für sie darstellen.//

So ganz verstehe ich Ihren Kommentar nicht. Wieso STATT angemessener Strafe? Wollen Sie, dass diese Täter straffrei ausgehen? Wie wollen Sie denn Kinder schützen? Sollen Kinder und/oder Straftäter überwacht werden? Wie soll das gehen?
Und die Formulierung "durch ihr Handeln Anlass zu der Annahme geben bzw. gegeben haben" finde ich auch schwierig. Entweder es wird eine Straftat nachgewiesen, dann muss dieser Tat auch eine Strafe folgen oder man nimmt an, dass eine Straftat begangen worden sein könnte oder eine künftige droht, dann muss mit Nachdruck ermittelt werden.
Wie könnten denn die geeigneten/wirksamen Schutzmaßnahmen nach Ihrer Ansicht aussehen?

18:15 von Sparer

... Schade, dass Kindesmissbrauch bei den Deutschen nicht die gleiche Demonstrationsfreudigkeit auslöst wie manch andere Dinge in letzter Zeit.

Daran dachte ich auch gerade.

Ja, Rassismus, gerade der allgegenwärtige und unterschwellige, und natürlich auch der brutale und tödliche, muss bekämpft werden. Die Demonstrationen hierzu sind wichtig und richtig.

Aber, der Missbrauch von Kindern, und auch nur mal der hier bei uns, hat ein so monströses Ausmaß erreicht, dass wir uns als Gesellschaft wirklich in Grund und Boden schämen müssen!

Ja, es ist richtig, dass der schwarze Junge nicht schon automatisch häufiger von der Polizei kontrolliert wird als der weiße!

Aber was teilweise schon den kleinsten hier angetan wird, ist noch viel unmenschlicher und abgrundtief böse! Und auch darauf muss laut und zahlreich aufmerksam gemacht werden!

Herr Reul und Herr Stamp sind

Herr Reul und Herr Stamp sind in meinen Augen Helden.

Reul hat gezeigt, dass durch beherzte Initiative Verbrechen aufzudecken, Verbrechen gegen Kinder aufgedeckt werden können.

Sie setzen sich für Kinderschutz und -rettung ein.

Wie sieht es in den anderen Bundesländern aus?

Und gleich mal die Gutachter

Und gleich mal die Gutachter mitverantwortlich machen. Wie oft werden diese Kinderschänder als geheilt entlassen und machen grad so weiter.
sexualität an sich gilt als "nicht therapierbar ". Wieso dann Pädophilie? Das ist nicht heilbar

Am 10. Juni 2020 um 18:09 von StöRschall

ich bin nicht immer Ihrer Meinung, aber hier haben Sie Recht. Der untere Strafrahmen muss erhöht werden und keine Bewährung.

um 18:13 von phillinho

Schänder bleibt Schänder und ich bin nicht rechts.

Irrglaube

Dass härtere Strafen abschrecken, ist ein kontraproduktiver Irrglaube. Gerade bei Verbrechen aus emotionalen Gründen.

Viel wichtiger wäre es, wenn sie die Politiker um mehr Prävention Gedanken machten.
Und vor allem eines: Das Eingeständnis, dass Pädophile sich ihre Veranlagung nicht ausgesucht haben.
Wir brauchen neue Lösungsansätze.

@18:18 von Esche999

"Es dürfte daher eher um die Frage gehen, ob die Gerichte nicht mehr die richtige Perspektive haben - was wiederum zur Frage führt :Warum?"

Ich könnte mir vorstellen, dass hier die psychiatrischen Gutachten eine (zu?) große Rolle spielen. Bei Psychiatern könnte ich mit eher eine Verschiebung der Perspektive vorstellen. Jedenfalls habe ich in meinem Berufsleben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es zwischen Psychiatern und Ärzten anderer Fachdisziplinen immer wieder sehr gegensätzliche Auffassungen z.B. bzgl, der Geschäftsfähigkeit bei Patienten gab.

@ Icke 1 (18:09)

"Aber wenn diese Klientel immer nur zu Stuhlkreis-Therapien mit anschließendem Kuschelkurs in der Spielecke verdonnert werden, dann folgt eine Tat nach der anderen."
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Die Realität in deutschen Gerichtssälen ist eine völlig andere. Die hat mehr mit der Überschrift Ihres Posts zu tun: "Anwendung der vorhandenen Gesetze", und zwar, nicht gegenüber einer Klientel, sondern gegen Angeklagte als individuelle Fälle.

18:15 von Nettie Falscher

18:15 von Nettie
Falscher Fokus
Bei diesen Diskussionen sollte es statt um angemessene Strafen für bereits begangene Verbrechen besser um geeignete (weil wirksame) Schutzmaßnahmen für Kinder vor Personen gehen, die durch ihr Handeln Anlass zu der Annahme geben bzw. gegeben haben, dass sie eine Gefahr für sie darstellen.

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Das eine geht aus dem anderen hervor.

Würde Kinderpornographie als Verbrechen wie sexueller Missbrauch auch geahndet, wären z.B. die Kinder nicht mehr dem Täter zugänglich gewesen. Der säße dann nämlich in Haft.

Gäbe es eine Anzeigepflicht, müssten Mitwisser eine Strafverfolgung befürchten, wenn sie das Verbrechen nicht anzeigen.
Das erhöht nicht nur das Bewusstsein dafür, dass hier ein Verbrechen begangen wird, sondern erhöht auch die Bereitschaft zur Anzeige, was widerum Kinder rettet.

Eine Anzeigepflicht ist aber nur machbar, wenn die Strafe angehoben wird zur Straftat !

Streit über Strafen...

Der geltende Strafrahmen gebe den Gerichten schon den Raum, "Taten auch mit empfindlichen schuldangemessenen Strafen zu ahnden".
###

Genau das ist doch das Problem ! Viele Verbrechen wurden in der Vergangenheit eben nicht angemessen angewendet. Sei es Missbrauch, Raub und Mord und noch viele andere Verbrechen. Nur selten wird das volle Strafmass ausgesprochen und auch angewendet. Leider werden zu oft Gründe gefunden um Täter nicht angemessen zu bestrafen. Für die Opfer und deren Angehörigen also der nächste Schicksalsschlag !

Wichtiger als Gezänk....

..über das Strafmaß ist eine Diskussion darüber, ob Pädophilie heilbar ist bzw wie therapiert werden soll.

Untersuchungen zeigten, das die Rückfallquote hoch ist :
„ https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-04/paedophilie-therapie-erfolg-praevention-uebergriffe-kinder/seite-2“

Daraus wäre zu schliessen, das die Therapien nicht víel taugen taugen.
Oder das eine Heilbarkeit oft nicht vorliegt.

Die Therapien sollten überarbeitet werden.
Und zb im Falle von nicht sadistisch geprägten Tätern die dauerhafte Ausschaltung des Sexualtriebs zur Bedingung für eine Freilassung gemacht werden.

Zusätzlich wäre es nach meiner Meinung gut, bei der Freilassung von Kinderschändern im Falle eines Rückfalls den zuständigen Sachbearbeiter mit haftbar zu machen.

Das würde in kürzester Zeit zu besseren Kriterien zur Bewertung der Täter führen.

Ziel bei alledem muss sein, die potentiellen Opfer zu schützen.
Und nicht etwa die Libido/Freiheit des Täters.

SPD im Abseits

Wie kann man solch eine Partei noch ernst nehmen ?
Selbst bei solch einem Thema wird schon wieder blockiert .
Ich bin entsetzt .

Taeter

Wie zuletzt in Muenster, direkt und dauerhaft wegsperren
Warum diese Diskussion?

17:59 von hesta15

«Bei jedem neuen Fall wird nach härteren Strafen gerufen. Meiner Meinung nach würde es ausreichen wenn der bestehende Strafrahmen mal ausgereizt wird.»

Der Strafrahmen "nach oben" muss nicht (oder nur in wenigen einzelnen Aspekten) erweitert werden. Hier ist bei besonders gefährlichen Sexualstraftätern immer ein Urteil: "Plus Sicherungsverwahrung" möglich.

Auch bei Taten, die bspw. "nur" mit 5 Jahren Haft geahndet werden. Ist dann nicht zwangsläufig "lebenslang". Da ja auch Sicherungsverwahrung immer einer regelmäßigen Überprüfung unterliegt, ob Gefahr für die Gesellschaft durch Täter weiterhin besteht.

Knackpunkt ist der Strafrahmen "nach unten" … sprich … die Minimal-Strafe.

Diese・muss (!)・bei Kindesmissbrauch für alle Arten von Taten so angehoben werden, dass auch schon bei der allerersten Tat・niemals (!)・eine Bewährungsstrafe möglich ist. Auch dann nicht, wenn es "nur" Besitz von "Kinderpornografie" ist.

Also sei Mindeststrafe・immer (!)・>2 Jahre für・alle (!) solche・Taten.

18:18 von Esche999 Ursachen

18:18 von Esche999
Ursachen und Strafen
Strafbemessungen sind keine Naturkonstanten, sondern Ergebnisse von komplexen gesellschaftspolitischen Überlegungen - insofern also immer diskussionswürdig.

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Hier geht es aber darum Gewaltakte an KIndern überhaupt erstmal als STRAFTAT zu werten.

Dazu gehört auch dass Politik, Justiz, konkret werden, wie sie es im Erwachsenen recht tun. Und z.B. von Nötigung als Straftat sprechen und aufhören von "unsittlicher Berührung" zu schwabulieren! Und dann noch zu behaupten, das wäre nicht so schlimm!

Nötigung und STraftaten müssen gegenüber Kindern GENAUSO gelten wie gegenüber Erwachesenen und MÜSSEN so benannt werden

Typisch

Was soll diese unnsinnige Diskussion über das Strafmaß für Kinderschänder? Es gibt Gesetze in Deutschland, die die Richter nur konsequent anwenden müssen. 10 Jahre Höchststrafe, die auch angewandt werden muss. Da sollten auch keine Ausreden gelten (war betrunken, hatte schlimme Kindheit, habe kein Eis bekommen, die Katze wurde mir vorgezogen).
Doch es ist wieder einmal typisch Deutsch. Es wird nach Ausnahmen, nach Entschuldigungen für die Täter gesucht. Man meint immer öfter, die Täter werden bald besser behandelt (psychologische, ärztliche Betreuung) als die Opfer selbst.
Ebenso fehlt es mir an Verständnis, dass 12 /13jährige Vergewaltiger straffrei ausgehen. Hier wird das Gesetz schamlos ausgenutzt.
Auch das Straftäter mit 21/22 Jahren noch nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. Mit 17 Autofahren, mit 18 volljährig und voll geschäftsfähig, jedoch mit 21 nicht die Situation zu verstehen, wenn es sich um ein Verbrechen handelt.

Wenn Vertreter von CDU/CSU ...

... für das Posten von Pornographie bis hin zu Missbrauchshandlungen höhere Strafen fordern als für Mord, Totschlag und fahrlässige Tötung: Dann sieht man nur zu gut, wie sehr dieser vermeintlichen Volkspartei inzwischen jeglicher juristischer Kompass abhanden gekommen ist und sie endgültig die moralische Mitte der Gesellschaft zugunsten von verbalen Hassorgien verlassen hat! Im übrigen möge sich der Staat bitte auch grundsätzlich aus der Sexualität sowohl von Kindern als auch von Jugendlichen als auch von Erwachsenen heraushalten: Wir Bürgerinnen und Bürger wollen selber darüber bestimmen, was wir sehen und tun – und zu Recht bestraft werden nur dann, wenn wir anderen tatsächlich nach Leib und Leben trachten... Übrigens einschließlich des menschenrechtswidrigen Umstands, dass wir Minderjährigen aus welchen Gründen auch immer durch Beschneidung die Genitalien verstümmeln (lassen): mit das Schlimmste, was man Kindern überhaupt antun kann.......

Wenn diese Männer unheilbar sind, was dann?

Das Anprangern von Tatverdächtigen, hier die Veröffentlichung von Bildern von Sextätern entspricht nicht meiner Sicht im Regelfall.
RTL , BILD usw. machen es.
Gerade im Falles des in Niedersachsen verurteilten Lehrers Klarbilder, Namen, Hinweise auf die Schule.
Auch für die Ehefrau.
Ist das gut, da sie Eltern sensibilisiert und manchen Täter abschreckt?
Wenn Steuersünder wie Uli H. live vor Kameras abgeführt werden,
darf man wohl erst recht einen Kinderschänder publik machen, könnte man sagen.
Kindesmissbrauch wird oft mit lächerlichen Strafen bedacht, oft nur zur Bewährung: s.o.
Wirtschaftsdelikte werden gefühlsmäßig härter geahndet .
Die Sexualtäter zerstören ein Leben.
Sollten Sexualstraftäter wie in den USA bekanntgemacht werden und möglichst lange in Sicherungsverwahrung weggesperrt werden? Klingt gut.
Aber.
Es bleibt das Risiko, unschuldige Menschen anzuprangern oder einzusperren.
Zahlreiche Beispiele gibt es dafür in Deutschland.
Gut, dass ich nicht entscheiden muss

Kinder haben es verdammt

Kinder haben es verdammt nötig, dass die Gesetzgebung sie besonders beachtet und beschützt.

Meiner Meinung nach muss deren Schutz und Rettung über AL LEM anderen stehen!

Und dazu ist noch EINIGES nötig.

Populistischer Unsinn

Es gibt bereits ausreichend Strafmöglichkeiten, wie der Artikel auch schreibt. Der ständige Ruf nach härteren Strafen von vor allem rechten und konservativen ist nichts anderes, als auf niedrige Emotionen von weniger rationale denkenden Menschen abzuzielen. Experten sagen schon seit jeher, dass das nichts bringt. Im Gegenteil.

Glaubt jemand, ein Kinderschänder überlegt im Voraus "hm ja, jetzt, wo ich ein Jahr länger dafür einsitzen kann überlege ich es mir nochmal"? Wie realitätsfremd ist der Gedanke?

Am ehesten hat es sogar negative Effekte, wie in den USA. Durch harte Strafen inkl. Todesstrafe ist dort die Gewaltbereitschaft der Täter deutlich höher. Wenn mehr auf dem Spiel steht, ist man auch bereits für radikalere Mittel um die Folgen zu verhindern. Und wenn man ohnehin bereits die Höchststrafe bekommt macht es auch keinen Unterschied mehr.

Fakt ist: Die Gesetze sind ausreichend. Es fehlt nur an Aufklärung der Verbrechen. Das verbessert man aber nicht durch Strafen.

SPD und Union uneins: Streit über..

Nun ja, sexuelle und auch psychische Gewalt an Kindern (Schutzbefohlenden) ordne ich persönlich als eines der schlimmsten "Verbrechen" ein, welches durch einen fehlgeleiteten Geist bei manchen Menschen zutage tritt.

Nach oben im Strafmaß besteht mit der Option auf anschließende Sicherungsverwahrung m. M.n. kein Handlungsbefarf.

Ich bin jedoch sehr dafür, die Mindeststrafe, die ich für zu gering halte, differenziert herauf zu setzen.

... und ja, meines Wissens sind die "Kinderschaender" im Vollzug bei den Mithaeftlingen ganz unten in der Hirachie verortet.
... und das ist gut so!

Gewohnter Populismus der Konservativen

„Die Bundesjustizministerin betonte, der Straftatbestand Kinderpornografie sei "bewusst sehr weit gefasst". So falle bereits das einmalige Posten eines kinderpornografischen Comics hierunter. "Wenn wir dieses einmalige Verhalten als Verbrechen einstufen - das bedeutet eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr - gäbe es keine Möglichkeit, hierauf angemessen zu reagieren."

———

Hiermit ist auch schon schnell und einfach erklärt, warum das Strafmaß durchaus angemessen ist. Und ebenfalls stimmt, dass man den Ermittlern mehr Möglichkeiten geben muss.
Die SPD hat in diesem Fall absolut recht, das Strafmaß ist bereits sehr hoch für die entscheidenden schweren Fälle und somit angemessen.

Die CDU suhlt sich hingegen mal wieder gewohnt in feinstem Populismus. Immer wieder bei Themen zu beobachten, bei denen viele gerne einfache und harte Antworten möchten. Das alles zu Lasten der Sachlichkeit.

Es

wäre politisch auch eine Möglichkeit den Passus "oder Geldstrafe" bei sehr vielen Delikten zu streichen (bei weitgehender Einigkeit der Fraktionen). Ebenso könnte man die Mindeststrafen für bestimmte Delikte von Einem auf z.B Fünf-Sieben Jahre anheben.
Den Richtern wäre damit ein Rahmen vorgegeben von dem nicht mehr abgewichen werden könnte.

Ein unteres Strafmaß sollte unbedingt

erhöht werden. Ein dauerhaftes "Wegsperren" in
eine geschlossene Anstalt ist auch eine Option.
Was bei uns aber gar nicht stimmt ist ,dass solche Menschen Bewährungsstrafen bekommen, wenn sie sich einer Therapie unterziehen. Hat sich ja im letzten Fall auch nicht bewährt. Wie oft hört man, auch in anderen Bereichen, dass Therapien nichts bewirken, resp., dass sich die zu Therapierenden als gute Schauspieler gezeigt haben, die die Therapeuten
auf Deutsch vera.... haben.
Man weiss ja, dass Pädophilie nicht heilbar ist und dass man ja solche Leute nicht ständig überwachen kann. Also müssen die bestehenden Gesetze
und die Strafen zu 100% durchgesetzt werden.

Strafe muss zielführend sein

Strafe soll ja 4 Zwecke erfüllen: Abschreckung, Schutz der Gesellschaft, Süne und Vergeltung. Bei einer Sexualstraftat, bei der offenbar beim Täter irgendwas psychisches oder hormonelles im Argen liegt, ist es zweifelhaft ob eine Erhöhung des Strafmaßes eine höhere Abschreckungswirkung erzeugt, oder ob dem geschädigten Kind es irgendeine Genugtuung verschafft, wenn der Täter länger hinter Gittern sitzt. Auch die Süne wird durch höhere Strafmasse kaum eher erreicht, der Trieb des Täters wird bleiben. Ausserdem ist zu bedenken, dass Kinderschänder im Knast nichts zu lachen haben, plus der gesellschaftlichen Ächtung nach der Entlassung. Was dringend weg muss ist die Verjährung, denn oft werden die Taten erst angezeigt wenn die Opfer erwachsen sind. Und um die Gesellschaft zu schützen ist zuerst die Therapie, oder ggf. chemische Kastration das beste Mittel und bei schlechter Prognose oder fehlender Bereitschaft zur Not auch die Sicherungsverwahrung.

Es ist ein Verbrechen...

...an den Menschen, die schutzlos ausgeliefert sind, Kinder sind unsere Zukunft und der Umgang mit Kindern spiegelt den Grad der Empathie einer Gesellschaft wider. Was wäre schlimm daran, es endlich als Verbrechen einzustufen? Es gibt kein plausibles Argument dagegen. Und wenn man nur das Schicksal eines kleinen Kindes retten würde, wäre es schon genug. Die Praktiken dieser Verbrecher werden immer brutaler, es geht oft nicht mehr um sexuellen Missbrauch sondern systematische Folter, die auch für jeden Erwachsenen das schlimmste darstellt, was man erleben kann. Für ein Kind muss es noch viel schlimmer sein - unvorstellbar. Es muss endlich einen Aufschrei im Land geben, das zu ändern, so wie man zurecht den Rassismus und Ausgrenzung anders denkender und lebender Menschen anprangert.

Wie schön!

Wie immer sind CDU und SPD uneins, und egal, welche Entscheidung getroffen wird: die SPD bekommt eins auf den Deckel weil sie
- nachgegeben hat oder
- weil sie die harte Regelung durchgedrückt hat.
.
Wenn man hört, dass der Haupttäter aus Münster zwei Bewährungsstrafen wegen Besitzes von Kinderpornografie hatte, und trotzdem keiner einen Anlass sah, sich um den STIEF(!)-Sohn zu kümmern, dann bekommt man das Grausen.
.
Klar gehören die Strafen für Kindesmissbrauch MASSIV erhöht, da gerade Kinder durch Missbrauch einen lebenslangen Schaden erhalten, der ihr weiteres (Liebes-)Leben schwerst belastet, einige von ihnen selbst zu Tätern werden lässt. - Und richtig: gegen das ewige Wegschauen muss etwas getan werden. Eine Vergewaltigungszeugin weinte vor Gericht und sagte: "Wenn ich gewusst hätte, wie man hier mit mir umspringt, hätte ich mich nicht als Zeugin gemeldet!".
.
Also Schluss mit dem Täterschutz, denn auf so einen kommen stets MEHRERE OPFER. Um die geht´s!

Am 10. Juni 2020 um 17:59 von

Am 10. Juni 2020 um 17:59 von StöRschall
Darstellung von
Darstellung von KIndesmissbrauch/misshandlung/Vergewaltigung/Folter/Tötunt IST ein Verbrechen !

Frau Lambrecht!

SO wie das Darstellen und Öffentlichmachen von Gewaltdarstellungen allgemein auch (Hinrichtungen, Köpfungen)

———

Sie verlieren wie so oft die Fassung und argumentieren absolut orientierungslos und unsachlich.

Mal etwas weniger Großbuchstaben und Ausrufezeichen und mehr schlüssige Argumentation wäre wirklich angenehm in Ihren Posts.

Das was Sie beschreiben wird nämlich bereits entsprechend verurteilt. Die Untergrenze ist jedoch für deutlich mildere Vergehen ausgelegt. Und das ist auch richtig so. Manchen Menschen ist nicht mal bewusst, dass sie eventuell Kinderpornografie (natürlich keine Folter) verbreiten, oft genug auch in Schulen durch 15 oder 16jährige, die das Alter der betroffenen Personen in den Videos falsch einschätzen (nämlich knapp unterhalb der Grenze).

Und die sind für Sie nun also Verbrecher?

18:15 von Sparer Mit ihrer

18:15 von Sparer
Mit
ihrer Meinung, die gegebenen Strafmaße müssten eben von den Gerichten besser nach oben hin ausgeschöpft werden, liegt Frau Lambrecht grundsätzlich schon richtig.

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Lambrecht weicht aus.

Es geht nicht um das Ausschöpfen.

Das macht die Justiz.

Es geht um die EINORDNUNG, dass sexueller Missbrach grundsätzlich als Verbrechen eingestuft wird.

Damit das passieren kann MUSS die UNTERE Strafbemessung HOCH gesetzt werden.

Damit ist keine Bewährung mehr möglich.

Das muss sich auch auf das VERBREITEN von Kinderpornographie beziehen. GENAUSO.

Dann kann es auch eine Anzeigepflicht geben. Und damit macht sich auch jeder Konsument STRAFBAR. Es wäre keine Bewährungsstrafe mehr möglcih sondern definitiv Haft.

das setzt nicht nur deutliche Signale sondern sorgt dafür, Täter von Kindern zu entfernen. Bzw. Kinder zu bewahren.

Kinderschänder

Ich weiß nicht, was es da zu diskutieren gibt?
Wer sich an Kindern vergeht hat damit alle Regeln verletzt und somit seinen Anspruch auf gerechte Behandlung verwirkt unabhängig davon warum die Tat erfolgte. Wer mehr IQ als ein Stein hat weiß das und muss mit Konsequenzen rechnen und in diesem Fall ist die höchste anzunehmende Strafe gerechtfertigt. Alles andere ist eine Beleidung aller Moralvorstellungen und Wertevorstellungen.
Schwere Kindheit oder geistige Störung oder einfach perverse Neigung ist für mich keine Ausrede.

Die größte....

und bestmögliche Strafe für (@phillinho) Kinderschänder!!! ist doch wohl, dass alle anderen Mitgefangenen zu wissen bekommen was da für ein Unmensch einsitzt. Der Rest erledigt sich von alleine.

Rational betrachten und Verhältnismäßigkeit wahren

Ändern Sie bitte die Überschrift, das ist wirklich Niveau der Bild-Zeitung! Es geht um Strafen für sexuellen Missbrauch!

Vieles wird emotional diskutiert, wesentliches dadurch übersehen. Die Vorgänge wie in Münster und nahezu alle in diesem Bereich in den Medien veröffentlichten Straftaten wären selbst dann mit hohen Strafen belegt, wenn es einen sexuellen Missbrauch von Kindern im StGB gar nicht gäbe, da sie immer auch sexuelle Nötigung oder im Fall von vorherigen Betäuben gefährliche Körperverletzung und Missbrauch Widerstandsunfähigen sind. Hierauf stehen hohe Strafen.

Strafschärfungen sind Populismus, da keiner vor der Tat auf die Strafhöhe schaut und zudem unverhältnismäßig. Zum Tatbestand des sexuellen Missbrauchs genügt jede kleinste sexuelle Handlung, auch Berührung über der Kleidung! Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn ein und dieselbe Handlung bei einem 13 Jahre und 364 Tage alten "Kind" mit mindestens 1 Jahr bestraft wird, einen Tag später aber gar nicht mehr strafbar ist!

18:18 von Esche999 Ursachen

18:18 von Esche999
Ursachen und Strafen
Strafbemessungen sind keine Naturkonstanten, sondern Ergebnisse von komplexen gesellschaftspolitischen Überlegungen - insofern also immer diskussionswürdig. Bei der Be- und Verurteilung von Kinderpornografie und sexuellem Kindesmißbrauch sind mehrere Faktoren zu prüfen : Einfluß einer generellen sexuellen Liberalisierung,

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Das nutzt den Kindern die konkreten Gefahren ausgesetzt sind erstmal gar nicht.

Auch die Gründe sind erstmal nachrangig.

Es geht darum Kinder zu retten und dafür zu garantieren, dass der Täter in Haft kommt und KEINE Gefahr durch erneuten Zugriff auf das Kind hat.

@ Nettie (18:15)

"... besser um geeignete (weil wirksame) Schutzmaßnahmen für Kinder vor Personen gehen, die durch ihr Handeln Anlass zu der Annahme geben bzw. gegeben haben, dass sie eine Gefahr für sie darstellen."
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Handeln, Anlass, Annahme, Gefahr;
Wie soll das konkret aussehen? Ab wann beginnt ein konkrete Handeln (Verhalten) von Personen verdächtig zu sein? Ich glaube kaum, dass unser Rechtssystem so etwas aushält. Malen Sie sich an Hand von Beispielen aus dem Alltag die Konsequenzen aus.
Ein Verdacht, eine Straftat muss immer konkret vorliegen und zugerechnet werden können.
Wollen Sie, ähnlich wie in Spielbergs Verfilmung der Kurzgeschichte von Philip K. Dick, 'Minority Report', Straftaten der Zukunft per Präkognition oder ähnlichen Talenten prognostizieren und verhindern lassen?
Frage: darf man Kinder und Jugendliche als Erwachsener weiterhin nach dem Weg fragen, auch zweimal im Jahr? Achtung Überwachungskamera.

Verschärfung des Strafrechts

Ich habe aber mal eine Frage: wieso wird immer wieder eine Verschärfung des Strafrechts gefordert? Bei Mord hat sich doch auch erwiesen, dass die Todesstrafe keinerlei Abschreckung bewirkt! Von den Tätern abgesehen sind wohl alle der Meinung, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern kein Vergehen ist. Er muss nach dem Strafrecht beurteilt werden, also Haft oder Psychiatrie. Und es gab einmal Zeiten, in denen Kinderschänder darum gebettelt haben, in Einzelhaft zu kommen, damit sie die Haft überhaupt überlebten ...

Ansichtssache

Wir sollten der Rechtssprechung vertrauen. Den Richtern wird das Strafmaß nicht unbedingt vorgeschrieben.
Warum sollten die sich nicht in diesen Fällen an die Höchststrafe orientieren dürfen. Es sei denn der BGH kippt die Urteile und die Täter bekommen eine geringere oder höhere Strafe.

"Kinderschänder"

Muss man im 21. Jahrhundert noch diesen Begriff verwenden? Das klingt wirklich nach Bild-Schlagzeile. Die Schande liegt doch auf Seiten des Täters, niemals des Kindes.
Auch "Kinderpornografie" ist unangemessen, da verharmlosend, weil die Kinder nicht freiwillig bei diesen Aufnahmen mitwirken.
Mit solchen Ausdrücken tut man den Opfern noch einmal Gewalt an.

Strafen

Vorweg, meinetwegen können die Strafen für Gewalt ( sexuell oder nicht) gerne beliebig erhöht werden. Jede(r) TäterIn der/die „von der Straße“ ist, ist gut.

Nur glaube ich nicht, dass eine hohe Strafandrohung die Perversen von ihrer Tat abhält. Die sitzen in ihrer Gartenlaube und rechnen damit, nicht erwischt zu werden. Und wie man sieht, haben sie jahrelang recht damit.

Viel effektiver wäre es also, den Fahndungsdruck zu erhöhen und auch mal nicht ewig über den Datenschutz der Täter zu diskutieren, sondern über den Schutz der Kinder.

Die Angst überhaupt erwischt zu werden bewegt die Täter vermutlich mehr, als die Frage, ob sie 6 oder 7 Jahre in den Knast kommen. Vermutlich kennen sie den Strafrahmen für ihre Taten nicht einmal.

Höchststrafe 15 Jahre?!?

Vielleicht sollte mal daran gedacht werde, daß die Kinder davon lebenslänglich was haben! Ein normales Leben, oder gar eine Partnerschaft ist für diese Kinder nicht mehr möglich! Sie sind seelisch für ihr Leben gezeichnet! Da helfen auch keine Psychotherapien mehr!!!

19:18 von StöRschall

Das muss sich auch auf das VERBREITEN von Kinderpornographie beziehen. GENAUSO.
[...]
das setzt nicht nur deutliche Signale sondern sorgt dafür, Täter von Kindern zu entfernen.

Und genau das ist nicht unbedingt so, darum sollten wir das Thema Kipo ganz aus der Diskussion raushalten. In der heutigen SJW-Zeit ist (außer auf ARTE) vermutlich sogar das Ausstrahlen von Lolita Verbreiten von Kipo :)
Maas hat vor ein paar Jahren, damals noch Justizminister, mal die glorreiche Idee gehabt, sämtliche Nacktbilder von Kindern als Kipo zu deklarieren. Was hunderttausende von Eltern auf einen Schlag zu Kriminellen gemacht hätte. Und zu "Kunst" (extra in Anführungszeichen !) hat Frau Lamprecht ja auch schon was gesagt.
Und wie Bilder auf PCs kommen können... Es gibt da ja so Trojaner...

Wir sollten beim Thema bleiben, denn schon das ist nicht so absolut schwarz/weiß, wie es immer dargestellt wird.

Die Strafen reichen jedenfalls aus und sind sicher nicht das eigentliche Problem.

irgendwie bekomme ich hier einen Eindruck von dem

was man vor 85 Jahren als "gesundes Volksempfinden" bezeichnet hat.

Und ich muss sagen, dass mir das Angst macht. Mal so ganz wertfrei.

@19:17 von McColla

//Manchen Menschen ist nicht mal bewusst, dass sie eventuell Kinderpornografie (natürlich keine Folter) verbreiten, oft genug auch in Schulen durch 15 oder 16jährige, die das Alter der betroffenen Personen in den Videos falsch einschätzen (nämlich knapp unterhalb der Grenze).//

Wenn es so ist, wie Sie hier schreiben, dann läuft bei der Aufklärung dieser Jugendlichen etwas gründlich schief. Nicht auf alle Eltern ist diesbezüglich Verlass, deshalb gehört diese Art der Aufklärung vielleicht auch in die Schulen. Es gilt schließlich: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Und wenn Jugendliche schon an Kinderpornografie kommen, ist der Erwerb wohl nicht allzu schwierig. Wenn die Kids tatsächlich so harmlos sind, werden die kaum im Darknet unterwegs sein.

@19:23 von ich habe mal ei...

>>... Von den Tätern abgesehen sind wohl alle der Meinung, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern kein Vergehen ist... <

... ich hoffe mal, Sie haben sich hier vergaloppiert, und wollen Ihr Statement nicht so stehen lassen.

Mich erinnert diese

Mich erinnert diese Diskussion an die Diskussionen vor ein paar Jahren.

Da ging es um sexuelle Gewalt an Frauen.

Um Kinder steht per Gesetz richtig schlecht bestellt.

@Lok03 19.25

Wie wollen Sie denn Perverse, die sich an wehrlosen Kindern zu ihrer billigen Befriedigung vergreifen anders nennen als Kinderschänder? Und was hat das mit dem 21. Jahrhundert zu tun? Das ist im 21. Jh so abartig und widerwärtig wie im 20.Jh. Gibt's da auch schon politisch korrekte Begriffe?
Und es ist höchste Zeit, das als Straftat zu werten! Und zumindest die Mindeststrafen zu erhöhen. Weil es nämlich für die Kinder lebenslang belastend ist und keine Bagatelle.

@ed, 19:20

"Die größte und bestmögliche Strafe für (@phillinho) Kinderschänder!!! ist doch wohl, dass alle anderen Mitgefangenen zu wissen bekommen was da für ein Unmensch einsitzt. Der Rest erledigt sich von alleine.

Soso, "von alleine". Wenn ich Sie recht verstehe, plädieren Sie offen für Lynchjustiz unter Gefängnisinsassen.

Das ist abartig.

Der deutsche Staat hat immer und unter allen Umständen die Sicherheit seiner Gefangenen zu garantieren, völlig unabhängig vom Vergehen!!!

Wenn Sie wissen wollen, warum der Begriff "Kinderschänder" höchstproblematisch ist, lesen Sie den Post von Lok (19:25), der hat das sehr gut beschreiben.

Das eigentliche Bestreben

Das eigentliche Bestreben sollte sein, richtige Täter zu `vermeiden´.
Und die wenigsten werden wegen einer pädophilen Neigung Täter. Da spielen Gewalterfahrungen in jeglicher Form in der Kindheit eine deutlich größere Rolle, denn die meisten Täter vergehen sich nicht unbedingt an Kindern, weil sie von denen sexuell angezogen werden. Zumindest nicht nur oder überwiegend.
Es geht mehr um Macht und Ohnmacht.
Als Beispiel der Fall Maddie: Der derzeit Tatverdächtige ist auch schon wegen der Vergewaltigung einer 72jährigen verurteilt worden (wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Bei beiden Opfern findet man also das, was so jemand sucht: Jemanden, der sich nicht wehren kann (was ich jetzt mal, sicher nicht allgemeingültig, einer 72jährigen einfach unterstelle), dem der Täter körperlich überlegen ist.

Da wären wir dann eher bei Bildung, Chancengleichheit, sogar Armut. Und übrigens auch Rollenbildern.

19:26 von dr.bashir

«Viel effektiver wäre es also, den Fahndungsdruck zu erhöhen und auch mal nicht ewig über den Datenschutz der Täter zu diskutieren, sondern über den Schutz der Kinder.»

Laut Aussage von "Sebastian Fiedler" (Vorsitzender des "Bundes Deutscher Kriminalbeamter") gehen beim BKA jedes Jahr ± 100 Hinweise von Ermittlern aus anderen Ländern ein, bei denen Ermittlungen zu über das Internet verbreitete Sexualstraftaten an Kindern Verbindungen nach DEU zeigen. Erkenntnisse werden vom BKA dann an Landespolizeibehörden weiter geleitet, zur weiteren Verfolgung.

Nur in NRW ist bisher eine zentrale Bearbeitung, die Fälle weiter betrachtet. Und die erst … "seit Fall Lüdge" ! Auszuwertende Datenmengen … sind im aktuellen Fall … ± 500 Terabyte. Anzahl + Belastung der Ermittler … zu wenige + nicht in Worte zu fassen.

"Ewiges Gezerre in DEU" … Datenschutz … vs … Strafverfolgung.

Auch sind viel zu wenige "Anlaufstellen" zur Prävention für Pädophil-Veranlagte … die aber nicht Täter werden wollen …!

21:44 von Silverfuxx Das

21:44 von Silverfuxx
Das eigentliche Bestreben
Das eigentliche Bestreben sollte sein, richtige Täter zu `vermeiden´.
Und die wenigsten werden wegen einer pädophilen Neigung Täter.

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"Richtige" Täter und "falsche" Täter

Wissen Sie wie egal das ist, wenn es darum geht Kinder aus dem Zugriff von diesen "Menschen" zu entfernen.

@deutlich, 21:40

"Wie wollen Sie denn Perverse, die sich an wehrlosen Kindern zu ihrer billigen Befriedigung vergreifen anders nennen als Kinderschänder?"

Mir würde ja "Sexualstraftäter" einfallen.

Habe aber auch lange nachgedacht...

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