Ihre Meinung zu: Lufthansa warnt vor Scheitern des Rettungspakets

17. Juni 2020 - 12:30 Uhr

Gut eine Woche vor der Abstimmung warnt die Lufthansa vor einem Scheitern des milliardenschweren Rettungspakets. Hintergrund sind Äußerungen von Großaktionär Thiele, der eine Beteiligung des Staates ablehnt.

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Kommentare

Lufthansa !

Der hat wohl Angst, er kriegt keine Dividenden mehr für eine ganze Weile.
Typisch für so einen reichen Mann, auch noch zu denken, es geht alles so weiter und es dreht sich alles nur um ihn.
Der hat doch wirklich genug Kohle, und in dem Alter macht er auch keine so großen Sprünge mehr, also wäre es besser, er würde den Mund halten, und den eh für Lufthansa guten Deal durch winken !

Was für den einen ein Spiel,

ist für manch Abhängigen bitterer Ernst. Zocker gibt es genug. Man muß ihnen nur die Regeln richtig erklären.

Herr Thiele

ist also der Ansicht, „der Staat soll sich auf die Finanzhilfe beschränken..“. Der Steuerzahler soll somit in Gestalt des Bundes Milliarden Euro locker machen, ansonsten aber gefälligst den Mund halten, damit Herr Thiele seinen Corona-Krisen-Spekulationsgewinn am Lufthansa-Aktienkurs einfahren kann. Da fände ich es besser, den Laden in den geordneten Konkurs zu schicken.

So denkt ein Millardär

Dass "sein" Unternehmen (und der Wert seiner Aktien) mit Steuergeldern gerettet wird, dagegen hat Herr Thiele nichts einzuwenden, aber doch bitte ohne den Wert seines Aktienpackets durch eine Kapitalerhöhung zu schmälern.
Ist doch das Beste, wenn man als Milliardär auf den Steuerzahler zählen kann um seine Investments zu sichern.

@Traumfahrer um 13.47h

Höre ich in Ihrem Post endlosen Neid, Vorurteile und Missgunst? Zum 1. Dividende ist nichts Schlimmes, sondern vergleichbar mit dem Weihnachtsgeld für viele Arbeitnehmer. 2. Wenn der Staat durch den Einstieg bei der LH die anderen Aktionäre benachteiligt, da möchte ich Sie mal sehen, wie Sie springen würden, wenn Aldi kurz vor Ihrem Kauf die Preise hochsetzen würde. Und zum Schluss: auch Anstand Anderen gegenüber sehe ich als wichtigen Beitrag zur Zivilisation an, von wegen Alter usw.

Informationen zur Lufthansa und Thiele

Nur kurz und knapp, aber hoffentlich trotz Kritik nettiquet genug: Die Informationen der Tagesschau-Redaktion dieses Artikels, den man kommentieren darf, sind sachlich, auch über das Vorhaben des reichen Großaktionärs Thiele.

Der Artikel über selbigen Herrn, den man nicht kommentieren kann, ist dies auch, aber nur faktisch. Stilistisch hat er grenzenlos kommentarischen Charakter. Auch ok - und empfinde ich ebenfalls so. Allerdings sollte dies dann auch gekennzeichnet werden!

Der Bund soll selber einen Anteil erwerben

Warum kauft der Bund nicht selber 20-25 Prozent der Anteile an der Lufthansa ? Dann wäre das Problem Thiele erledigt. Im Moment wackelt da wieder einmal der Schwanz mit dem Hund.

Herr Thiele

Ja, die Aktionäre. Sie haben eine besondere Verantwortung, denn wer jahrelang Dividenden in guten Zeiten kassiert, muss meiner Meinung in schlechten Zeiten mit seinem privaten Kapital haften.
Dann bräuchten wir keine Staatshilfen für die Unternehmen.
Aber Berlin ist halt gut gesteuert.
LG

Gratulation Lufthansa.

Da kann man die Lufthansa zu den neuen Großaktionär Thiele nur gratulieren. Den dieser Großaktionär weiß wie man große Unternehmen saniert. Denn auch die Lufthansa ist in Teilbereichen, zum Beispiel der Personalüberbestand, ein Sanierungsfall. Der Bund als Unternehmer, auch als Teileigentümer, hat immer versagt, siehe Dresdner Bank, Deutsche Bank. Und wollen wir als Steuerzahler uns daran beteiligen....

Schämen Sie sich Thiele!!!

So reich und er kriegt den Hals nicht voll! Viele beschäftigte bei Lufthansa haben Existenz Ängste! Ich hoffe Sie werden bitter arm Herr Thiele! Vielleicht verstehen Sie dann wie sich normale Bürger fühlen! Sie sollten sich wirklich mal schämen!!!

Nur Konsequent

Ich halte die Ablehnung einer Staatsbeteiligung nur für Konsequent. Niemand weiß, wie lange sich die Verluste der Airlines wegen Corona noch hinziehen werden und bei einem Verlust von ca. 1 Mio Euro pro Stunde bei der Lufthansa ist klar, dass auch größere Geldspritzen schnell verbrennen können.
Die Lufthansa muss sich für die Zukunft ganz neu aufstellen. das heißt auch für Mitarbeiter, harte Einschnitte in Personalstärke und Gehälter. Das dies mit der Politik Probleme geben wird kann man doch schon jetzt an den Diskussionen sehen.
Also besser Insolvenzverfahren und richtig sanieren. Natürlich mit dem Risiko, dass die Aktionäre auch dabei Geld verlieren würden ( was sie durch die gefallenen Aktienkurse schon längst getan haben).

Kapitalerhöhung notwendig?

" ... Thiele lehnt vor allem die geplante Beteiligung des Staates in Höhe von 20 Prozent ab. Für diese ist eine Kapitalerhöhung notwendig, die wiederum den Wert seines Aktienpakets schmälern würde. ... "

Wieso wäre eine Kapitalerhöhung notwendig?
Verstehe ich nicht, danke falls es mir jemand erklären kann.

Es ist wie immer...

...Gewinne kapitalisieren, Verluste sozialisieren. Da sollte man sich nicht über den Vertrauensverlust der Bevölkerung in den Staat wundern.
Es ist wirklich eine Schande, unsere Schulen fallen auseinander, aber für die Lufthansa werden scheinbar 9 Milliarden Euro lockergemacht. Wieviele Schulen könnten damit saniert werden?
Shame on you!

Insolvenz!

Ich sagte es von Beginn an: Insolvenz anmelden, eine staatlich getragene Auffanggesellschaft gründen und das Unternehmen zukunftsfähig neu aufstellen. Dafür die richtigen Fachleute zur Firmenleitung verpflichten und nicht abgehalfterten Politikern ihr Gnadenbrot zu Lasten der Mitarbeiter aufdrücken.
Es werden so, oder so 10000de von Jobs verloren gehen, aber man hat die einmalige Chance, der Welt zu beweisen, aus einem skrupellosen Steuervermeider und Klimakiller, ein zukunftsweisendes UNternehmen zu formen. Weg von den visionslosen Großkapitalhaltern, die unsere Zukunft für noch mehr Geld zerstören. Natürlich sind private Investoren herzlich willkommen, wenn sie bereit sind, ein langfristiges, zukunftstaugliches Konzept zu unterstützen, wenn sie nur den schnellen Euro wollen, dann sollen sie sich mit Thiele, Diess und wie sie alle heißen, eine schöne Insel suchen, ihr Geld genießen und uns nicht länger im Wege stehen!

13:47 von Traumfahrer

Typisch für so einen reichen Mann,
.
ja die Reichen
da hat man es mit den "Armen" besser ?
immerhin kriegt die Lufthansa das Geld aus Steuern die sie mal bezahlte
dem Teil der nicht über Steueroasen floss - zugegeben

Sportliche Übung...

So sind eben alle persönlich agierenden Großinvestoren, auch Herr Thiele. Der wird irgendwann, und egal wo, gewiß einer der Reichsten auf den Friedhof sein. Das ist natürlich nicht die eigentliche Motivation solcher Großinvestoren, die Unternehmen am Markt ausschließlich unter rein kapitalistischen Aspekten beurteilen. Es ist eher eine sportliche Übung wie beim Spitzenreitsport oder bei der Renn-Formel-1... man gehört längst zur edelgesellschaftlichen Elite und läßt sich ein jeweiliges finanzielles Engagement etwas kosten, das dürfen auch mal vorübergehende Verluste sein, will aber beim Investmentnehmer und staatlichen Regeln mitreden, wenn es um den eigenen Elite-Status geht... quasi Kapitalistensport auf höchster Ebene. Um noch mehr Reichtum geht es dabei längst nicht mehr...
_
Ich wünsche mir, die DE-Regierung setzt durchaus vorhandene Gegenmittel ein, um Herrn Thiele zu verdeutlichen, daß er besser beim Knorr-Investment = Tütensuppen und Erbswurst geblieben wäre...

Schämen Sie sich doch einfach

Der Staat soll mit Steuergelder das Unternehmen retten, aber keine Mitsprache haben. Dann brauchen Sie mit Ihren 15 % ja auch den Mund nicht aufmachen.

Schämen Sie sich doch einfach in Grund und Boden.

Wir leben in einer besonderen Zeit, das besondere Handlungen Bedarf. Und denken Sie mal an die Menschen die dafür sorgen, das sich Ihr Geldsäckchen füllt und nicht nur an SICH.
Dann doch lieber den Laden vor die Wand fahren lassen.

um 14:43 von Leipzigerin59

>>
Wieso wäre eine Kapitalerhöhung notwendig?
Verstehe ich nicht, danke falls es mir jemand erklären kann.
<<

Nur bei einer Kapitalerhöhung fließt Geld an die Lufthansa, was sie ja braucht. Würde der Staat nur ein Paket bestehende Aktien am Markt kaufen, dann fließt Geld nur an den bisherigen Aktieninhaber. Herr Thiele hätte gerne Geld für die Lufthansa, ohne dass damit die Eigentumsverhältnisse geändert werden, am Liebsten sicher einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.

Insolvenz und gebuchte Tickets

Im Falle einer Planinsolvenz wären gebuchte Tickets wie die unseren möglicherweise wertlos. Sollte es dazu kommen, würde ich die dann neue Lufthansa lebenslang boykottieren.

Darüber sollte Herr Thiele sich mal Gedanken machen, wenn er jetzt meint, dass ein Einstieg des Staates seinen Anteil verwässern würde.

Der Mann hat offenbar wenig Ahnung von Wirtschaft. Im Bereich von PE und VC ist das absolut üblich, dass frisches Geld Altanteile verwässert. Letztendlich profitieren nämlich alle davon.

Und in der aktuellen Situation ist das bei der LH ja fast ein VC.

Es scheint mir eher so zu sein, dass Thiele auf staatliche Rettung zum Nulltarif gehofft hatte...

Am 17. Juni 2020 um 14:18 von Wirtschaftsdeuter

>>Ja, die Aktionäre. .<<

ja, ALLE Aktionäre sind schlecht, somit ich auch

>>Sie haben eine besondere Verantwortung, denn wer jahrelang Dividenden in guten Zeiten kassiert, muss meiner Meinung in schlechten Zeiten mit seinem privaten Kapital haften.<<

Die Aktonäre haften mit dem Verfall ihres Aktienwertes. Sollte das eingeführt werden, was Sie fordern, würde es keinen Aktienhandel mehr geben..und damit auch keine Anschubfinanzierungen usw

hm dann mal anders...

so ganz kann ich hier die Kritik und den offenbaren Neid an den Aktionären nicht nachvollziehen.
Der benannte Aktionär ist im zweifel bereit, dass Unternehmen in die Insolvenz gehen zu lassen, was ja bedeutet, dass er seine Kohle weitesgehend los ist.

Und was hier viele nicht wissen, der Bund hat die Beteiligung der Aktionäre an der Kapitalerhöhung ausgeschlossen, also selbst wenn die Aktionäre sich beteiligen wollten, geht dies leider nicht, da sonst der fette Gewinn für den Staat beim späteren Verkauf nicht ganz so üppig ausfallen würde.
Und damit sind wir hier auch beim Thema, der Staat macht mit diesem "Rettungspaket" deutlich Gewinn, wenn die LH nicht pleite geht. Er bekommt seine neun Mrd zurück, dazu teilweise bis zu 9% Zinsen drauf und er kassiert die Gewinne aus der Kapitalerhöhung. Ein ordentliches Geschäft für Olaf.

Und sorry die LH hat Gewinn gemacht, da frage ich mich gerade welche Verluste hier sozialisiert werden?

Am 17. Juni 2020 um 15:00 von A. Krengel

>>Dann doch lieber den Laden vor die Wand fahren lassen.<<

Und damit 35.000 direkte Mitarbeiter und nochmal 30.000 indirekte Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit schicken. Mal sehen, was billiger kommt

Am 17. Juni 2020 um 14:47 von bene

>>aber für die Lufthansa werden scheinbar 9 Milliarden Euro lockergemacht. <<

Lufthansa beschäftigt hier in Europa wenigstens noch jede Menge Menschen.
Da ärgern mich die 3 Milliarden aus dem Stand für den Turnschuhhersteller mit den Streifen mehr. Wie viele Mittelstandsbetriebe hätte man damit über die Zeit von 9 Monaten helfen können

Am 17. Juni 2020 um 14:21 von friedrich peter...

>> Denn auch die Lufthansa ist in Teilbereichen, zum Beispiel der Personalüberbestand, ein Sanierungsfall<<

Die Lufthansa war eines der profitablesten Luftfahrtsunternehmen

@Leipzigerin 59- Kapitalerhöhung

Da der Bund eine gewisse Beteiligung am Aktienkapital der LH möchte (verständlicherweise), müssen die Aktien ja irgendwo her kommen.

Möglichkeit eins man kauft sich die Aktien am Markt zusammen, so wie Thiele und zahlt dafür eben den Marktpreis.

Oder zwei, man schafft neue Aktien, die dann zu einem vereinbaren Preis verkauft werden. Zu so einer Vereinbarung gehört dann eben auch der Kredit, den die LH von keiner Bank u d schon gar nicht zu so günstigen Konditionen bekäme.

Neue Aktien heißt aber, dass der Kuchen nun unter mehr verteilt werden muss. Bleibt der Wert gleich, hat jeder erst mal weniger an Wert.

Schafft die LH mit dem geliehenen Geld den turn around, dann steigt der Wert des Unternehmens und damit auch der Wert jeder Aktie.

Thiele will den günstigen staatlichen Kredit, aber keine Verwässerung seiner Anteile. Gierig oder dumm Oder beides...

Am 17. Juni 2020 um 15:04 von vriegel

>>Es scheint mir eher so zu sein, dass Thiele auf staatliche Rettung zum Nulltarif gehofft hatte.<<

Den Nulltarif gibt es die Lufthansa nicht, weil der Lufthansa durch die EU Kommission 24 Landerechte enteignet werden.

Besser für Schulen statt Lufthansa?

Da ist sicher etwas dran, aber bitte beachten dass das Geld für die Lufthansa komplett wieder zurückgezahlt werden muss, also ein Kredit ist. Und zu gar nicht schönen Zinsen, da würden jedem Anderen die Ohren schlackern. Außerdem bekommt der Staat die Aktien zu einem Viertel des normalen Preises, da wird er nicht drauflegen...

Am 17. Juni 2020 um 15:06 von To_LE

>>so ganz kann ich hier die Kritik und den offenbaren Neid an den Aktionären nicht nachvollziehen.<<

Ich auch nicht, da wahrscheinlich jeder Kleinsparer mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung indirekt Aktien über einen Fond hält.

Am 17. Juni 2020 um 15:06 von To_LE

Immer wieder dieses unerträgliche Neidgerede. Es geht auch nicht um den Kleinaktionär. Wenn das einzige Argument gegen die sehr berechtigte Kritik an den meisten Großinvestoren nur immer der angebliche Neid der Kritiker ist, dann wird es schon lächerlich. Und immer die Behauptung der Staat würde ja sooo große Gewinne machen: Wenn man für einen realen Aktienwert von 900 Millionen satte 6 Milliarden bezahlt hat, dann müssen Sie schon zugeben, dass es wohl nicht so ganz einfach für den Staat werden wird, einen Gewinn zu erzielen, selbst wenn es tatsächlich eine Garantiedividende geben sollte.

@ 14:51 von Forfuture

Aha... und wie sieht ein zukunftsweisendes Luftfahrtunternehmen aus? Alle Gäste treten in die Pedalen um in die Luft zu kommen?
Es wäre schon interessant, wenn man anstelle nur zu meckern dann auch mal die Lösungen aufzeigen würde. Mit der Postkutsche nach Singapore?

Und an die anderen Kommentatoren... warum halten sie nicht selbst 15 % LH-Aktien und regen sich über Herrn Thiele auf? Die Aktien waren spott billig die letzten Wochen.

Naja eigentlich würde ich mir ja mal wünschen das alle Aktionäre in D ihre Koffer packen würden. Und dann würde ich mir hier mal die Kommentare anschauen bei 15 Mio arbeitslosen, wenn der Staat dann die Leistungen kürzt weil kein Unternehmen mehr Steuern zahlt, weil sie einfach weg sind. Ach ja ich vergaß, dann gibt es ja die Kombinate und VEB wieder; die waren ja sooo unwahrscheinlich wirtschaftlich in staatlicher Hand (Ironie aus).

@A.Krengel um 15:00 Uhr

"Der Staat soll mit Steuergelder das Unternehmen retten, aber keine Mitsprache haben"
Das ist ganz normal in einer kapitalistischen Gesellschaft. Steuergelder gehen sowohl an ganz kleine Firmen (vom Ein-Mann-Betrieb bis zu Selbständigen mit 3-4 Mitarbeitern(Handwerk)), als auch an riesige Konzerne mit hunderttausenden Angestellten/Beschäftigten. In allen diesen Firmen hat der Staat, also das Volk/der Steuerzahler, kein Mitspracherecht (siehe Privateigentum (an Produktionsmitteln u.a.) und eigenverantwortliche Freiheiten).
Wenn alle Firmen und Produktionemittel in Volkshand wären (auch VEB genannt), hätte jeder Bürger/der Staat das Recht auf Mitsprache, denn jedem gehört alles. Also darf jeder überall (in gleichem Umfang) mitentscheiden.
(Das hatte in Ostdeutschland 1949-1989 allerdings nicht richtig funktioniert, das Bewusstsein dieser extremen Tatsache war nicht bei allen gleich verankert.)

@14:21 von friedrich peter...

>> Gratulation Lufthansa... > Der Bund als Unternehmer, auch als Teileigentümer, hat immer versagt, siehe Dresdner Bank, Deutsche Bank. Und wollen wir als Steuerzahler uns daran beteiligen... <<
_
Pardon ... aber man sollte schon weitreichende Erfahrungen, am besten unternehmerische Praxiskenntnisse besitzen um glaubhaft zu konstatieren, daß der Staat als Unternehmer - direkt oder indirekt beteiligt - per se schlechter als die Privatwirtschaft abschneidet. Auch in Staatsdiensten sind genügend Akademiker mit Einser-Abschlüssen und Wirtschaftskompetenz. Und wer es kennt ... das Hauen und Stechen hinter den Kulissen zwischen dem Staat und Wirtschaftslobbyisten ... der kann bei Letzteren lange suchen nach sozialer Mitverantwortung gem. GG-Art.28, Abs.1 ...

um 15:00 von Zwicke

"Ich wünsche mir, die DE-Regierung setzt durchaus vorhandene Gegenmittel ein, um Herrn Thiele zu verdeutlichen, daß er besser beim Knorr-Investment = Tütensuppen und Erbswurst geblieben wäre..."

Ähm... Sie wissen schon das das Unternehmen Knorr-Bremsen ICE Türen und Eisenbahntechnik für Hochgeschwindigkeitszüge und halt Bremsen produziert hat? Das Unternehmen hat nichts mit dem Tütensuppen-Unternehmen zu tun. Aber naja.....

Mir wird ganz schlecht, wenn ich mir...

...vorstelle, dass ausgerechnet
die Milliardärs-Aktionäre von
einem Milliarden-Rettungspaket
für die Lufthansa auf Kosten des
deutschen Steuerzahlers alleine
nur durch den dadurch automatisch
stark steigenden Kurs der Aktie
ganz besonders profitieren!!
Wenn man Herrn Thiele so "hört",
ist das scheinbar doch gar nicht
unbedingt erforderlich...?!?

Lufthansa gehoert in staatliche Hand.

Ich habe mich schon immer darueber geaergert, dass ein fuer die oeffentliche Wirksamkeit so wichtiges Unternehmen wie die Lufthansa als sie nach dem Krieg wieder aufgebaut war sofort an private Investoren als AG uebergeben wurde. Die nordischen Laender machten ja einige Jahrzehnte spaeter den gleichen Fehler mit SAS.

Denn dann muss ein solcher Betrieb nicht mehr nur den oeffentlichen Auftrag erfuellen, sondern auch noch Gewinne erwirtschaften. Oft hat der Zweck Gewinne zu erwirtschaften eine deutlich wichtigere Position als der oeffentliche Auftrag.

Staatsbeteiligung

Entweder Staatsbeteiligung oder Insolvenz

15:21 von Forfuture

"Wenn man für einen realen Aktienwert von 900 Millionen satte 6 Milliarden bezahlt hat, dann müssen Sie schon zugeben, dass es wohl nicht so ganz einfach für den Staat werden wird, einen Gewinn zu erzielen, selbst wenn es tatsächlich eine Garantiedividende geben sollte."

Ihre Rechnung erschließt sich mir leider nicht.

Auch gehen sie nicht auf die Rückzahlung der 9 Mrd ein und die Zinsen die LH zahlen muss. Sie betrachten es nur von einer Seite. Der Staat kauft übrigens Aktien nur im Wert vom 3 Mrd und das zu einem Kurs von um die 2,50 Euro. Da können sie sich jetzt selbst ausrechnen wie viele Aktien das sind. der Aktuelle Kurs liegt bei etwas über die 10 Euro. Wer also in Mathe etwas aufgepasst hat kann sich schon jetzt den Gewinn für die Staatskasse ausrechnen. Es sei denn, der Böresenwert der Aktien würde unter die 2,50 fallen. Aber das ist ehr unwahrscheinlich.

Die Aktionäre der LH zahlen einen sehr sehr hohen Preis zur Rettung des Unternehmens.

„Thiele lehnt vor allem die geplante Beteiligung des Staates (…) ab. Für diese ist eine Kapitalerhöhung notwendig, die wiederum den Wert seines Aktienpakets schmälern würde. (…) Er kritisierte weiter, Lufthansa-Chef Spohr habe nicht intensiv genug mit dem Staat verhandelt. Die Aktionäre seien "überfallartig" damit konfrontiert worden, dass sie durch die Kapitalerhöhung für den Staatseinstieg einen Wertverlust ihres Eigentums akzeptieren müssten und der Bund durch den niedrigen Einstiegskurs zum Profiteur werde“

Und, jetzt kommt’s: „Thiele geht davon aus, dass die Politik bei einem Abbau Tausender Arbeitsplätze durch "umfangreicheren sozialen" Ausgleich die Sanierung der Lufthansa erschweren wird. Der Staat solle sich auf die Finanzhilfe beschränken und nicht in die Rolle eines renditeorientierten Investors hineinwachsen“

Der Staat - genauer: die gesamte Gesellschaft - hat nach kapitalistischer Lesart grundsätzlich dem am persönlichen Profit (Rendite) orientierten "Kapital" zu dienen.

15:37 von Juergen

Lufthansa gehoert in staatliche Hand.
.
also wenn ich mir anschaue was dabei raus kommt wenn der Staat was in die Hand nimmt
angefangen beim Berliner Flughafen
denke ich ein privat geführtes Unternehmen hat gewisse Vorteile
sicherlich nicht überall
Krankenhäuser, Wasser, Energieversorgung, Post, Bahn hätte ich vorbehalte

@Nettie, 15:44 , genau ...

Ihr letzter Absatz bringt es auf
den Punkt.

Bösartig könnte man auch sagen,
dass Politiker Marionetten des Kapitals sind
- siehe Automobilindustrie.

Am 17. Juni 2020 um 15:37 von Juergen

>>Ich habe mich schon immer darueber geaergert, dass ein fuer die oeffentliche Wirksamkeit so wichtiges Unternehmen wie die Lufthansa als sie nach dem Krieg wieder aufgebaut war sofort an private Investoren als AG uebergeben wurde. Die nordischen Laender machten ja einige Jahrzehnte spaeter den gleichen Fehler mit SAS. <<

Gucken Sie sich die Bahn an. Meinen Sie wirklich, der Staat ist der bessere Unternehmer ?

Am 17. Juni 2020 um 15:42 von To_LE

Ist ja so nicht wahr: 3 Mrd sind ein Kredit, völlig ok dagegen habe ich nichts gesagt. Für 20 Prozent Beteiligung (dies war zu dem Teitpunkt ein Aktienwert von nur 900 Mio.) zahlte man aber 6 Milliarden, hier soll es eine Garantiediviedende geben. Wenn also der Aktienwert sich seit dem vervierfacht hat, dann sind aus 900 Mio immerhin 3,6 Milliarden geworden, immerhin, aber dennoch sehr weit entfernt von einem Gewinn. Die Entwicklung der Luftfahrt sieht aktuell auch nicht so rosig aus, als dass man jubeln wollte. Was immerhin für die Umwelt gut ist. Ich sagte es mehrfach, wir werden nicht anders können, als unsere Gesellschaft und Wirtschaft JETZT so umzustellen, dass wir auf diesem Planeten überleben können, hat nichts mit links, rechts, oder sonstigen politischen Ideologien zu tun, sondern unumgängliche Notwendigkeit. Wir müssen nicht Jobs retten, sondern unsere aller Überleben, kein Pathos, die bittere Wahrheit.

@14:34 von Herbert48

>> Schämen Sie sich Thiele!!!... > Ich hoffe Sie werden bitter arm Herr Thiele! <<
_
Leider - aber zu beiden Aspekten werden Sie gewiß enttäuscht.! Einerseits ist Schamgefühl ist keine kapitalistische Tugend; andererseits sind Herr Thiele samt Familien, Beteiligungen und Stiftungen längst bombenfest gegen jede Verarmung abgesichert... Notfalls werden Störer mit der Patent-Knorr-Bremse ausgebremst...

Jetzt...

rächt sich, dass die Lufthansa private Investoren als Eigentümer hat.
Auch ruft das in mir Unverständnis auf, dass ein einzelner egoistischer Anteilseigner in solch einer prekären Situation nur an seinen Vorteil denkt.
Was ist mit den vielen Angestellten und Arbeitern?
Soweit ist es mit der Solidarität in unserem Land bestellt und das ist traurig!

Am 17. Juni 2020 um 15:21 von To_LE

Ja, genau, alles wie immer und wer dagegen ist, der wird erstmal lächerlich gemacht. Hat ja lange genug gut funktioniert, so die Kritiker zum Schweigen zu bringen. Die heutige Luftfahrt ist zu einem erklecklichen Maße an der den Klimawandel verursachenden Umweltzerstörung beteiligt. Wir können natürlich die Augen verschließen und denken wenn ich ihn nicht sehe, sieht mich der Klimawandel auch nicht. Die meisten lernen schon vor der Grundschule, dass diese Taktik nicht funktioniert. Solange wir keine sehr deutlich bessere Lösung für die Antriebe haben als die aktuellen, dann müssen wir die Luftfahrt sehr deutlich reduzieren. Habe selber Familie und Geschäftspartner im Ausland und weiß durchaus um die damit verbunden Probleme. Wir haben nur einfach keine andere Wahl und werden Lösungen finden müssen. Die Konzerne haben dabei bislang krachend versagt, also werden wir es staatlich lenken müssen. Gerne mit privater Beteiligung.

um 14:18 von Wirtschaftsdeuter

"Ja, die Aktionäre. Sie haben eine besondere Verantwortung, denn wer jahrelang Dividenden in guten Zeiten kassiert, muss meiner Meinung in schlechten Zeiten mit seinem privaten Kapital haften."

Gilt die Haftung dann auch für Ihre private Altersvorsorge, die zum Teil auch vom Aktienmarkt abhängt???

Es gibt viele Aktionäre, die kassieren nie Dividenden. Denn auch solche Unternehmen gibt es, die an der Börse vertreten sind. Im Übrigen ist eine Dividende nichts anderes als eine Beteiligung an dem Kapital, das man selber auch erstmal einbringen musste (mal unabhängig vom Kurs gesprochen). Beteiligen Sie sich an Dingen, die Ihnen rein gar nichts bringen???

Gäbe es keine Aktiengesellschaften, dann wären die Krupps, von Siemens, Daimlers und Benz heute vermutlich noch alleinige Inhaber riesiger Unternehmen bzw. Konzerne, so sie denn jemals überhaupt soweit gekommen wären. Das wäre Ihnen also lieber?

Man muss sich schon mit der Materie beschäftigen, wenn man darüber spotten möchte!

Thieles “Spiel” mit der Angst

Ist sich Herr Thiele eigentlich bewusst, was er mit seinen Aussagen im Interview mit der FAZ ausrichtet???? Er spielt mit der Angst aller. Das ist abscheulich. Ihm geht es um Maximierung seines Kapitals, wir Familien und Angehörige von Lufthanseaten gehen seit Wochen durch ein nervenzerreibendes Auf und Ab der Gefühle. Uns geht es um unsere Existenz und die unserer Kinder!!! Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, um die Lufthansa zu retten. Herr Thiele, machen Sie das auch und stimmen Sie für die Annahme des Rettungspaketes!

Herzlichen Dank

Ich bin Herrn Thiele dankbar, der offen klar macht, worum es geht: Die Steuerzahler rettet das Unternehmen mit Steuermitteln, Arbeitsplätze erhalten keinen Schutz dadurch, da ja das Unternehmen entsprechend überdimensioniert ist und er verdient am Kursanstieg, da er ja zum Corona bedingten Niedrigkurs eingestiegen ist. Besser kann er nicht zeigen, wie unser Wirtschaftssystem im negativen Fall funktioniert. Wir alle, insbesondere Selbständige, Künstler, Dienstleister...etc. tragen die Folgen des Lockdowns - einige wenige werden gestärkt und noch reicher aus der Krise herauskommen. Gratulation Herr Thiele: Das eigene unternehmerische Risiko wird gerne reduziert durch Entgegennahme von Steuergeldern. Lasst die Lufthansa bankrott gehen - es werden sich dann Wege finden, dass das Unternehmen sich am Markt wieder etabliert. Mit Eigentümern wie Herr Thiele sind die Arbeitsplätze sowieso bedroht.

Am 17. Juni 2020 um 16:28 von DB_EMD

Es wird hier sehr oft pauschalisiert, der Staat ist nicht grundsätzlich ein schlechter Wirtschaft(l)er und die Aktionäre sind ebensowenig grundsätzlich skrupellose Gierschlunde. Gerade hier bei der LH zeigt sich aber wieder das EIN Großaktionär sehr bestimmend sein kann. Sehr häufig führte das bei den Unternehmen dazu, nur kurzfristige Gewinne zu erzielen und nicht in die Zukunft des Unternehmens und - ab einer gewissen Unternehmensgröße - in unser aller Zukunft zu investieren. Das Steuervermeidungskonzept der LH ist ja ausschließlich der Gewinnsucht ihrer Besitzer geschuldet, auch wenn sicher viele der Kleinaktionäre lieber weniger, dafür anständigeres Geld verdient hätten. Wir stehen vor einer durch die Zerstörung der Umwelt durch uns verursachten Umwälzung unseres gesamten Lebensstils, dem müssen wir Rechnung tragen, tun wir es nicht jetzt, wird uns der Planet sehr bald sehr brutal dazu zwingen. Also sollten wir es endlich angehen. Habe mehrfach Konzepte geschildert.

15.14 SchleswigHolsteiner - Lufthansa Sanierungsfall

Die europäischen Billiganbieter, wie auch die große amerikanische Fluggesellschaften, verzeichnen deutliche höhere Gewinne, haben eine modernere Luftflotte und deutliche niedrigere Personalkosten. Man kann nicht wie die Lufthansa einen Superservice auf Urlaubermassenlinien anbieten. Da sollte man deutlicher trennen. Da kann man dan auch die fällige Steuern bezahlen und nicht wir als Seltenfluggäste.

Und wie lange

reichen die 9 Mrd? Bis Jahresende - und dann?
Es ist hart aber wenn die LH nicht überlebensfähig ist, dann ist das eben so.
Das sollten die Aktionäre selbst entscheiden: Kräftige Kapitalerhöhung
oder abwickeln. Keine Angst es gibt dann ne neue kleine LH deren Größe sich am Bedarf orientiert. Hab das mit JAL miterlebt. Erst stolzer Aktionär, dann oops Konkurs und schon hab’s ne neue JAL, nur ich war nicht mehr dabei als Aktionär. So geht das.

15.27 Zwicke - Staat als Unternehmer

Ich habe in keinerlei Weise die Ausbildung der Mitarbeiter von staatliche Unternehmen im Frage gestellt, stelle aber nur fest da staatliche Unternehmen sich in der freien Marktwirtschaft objektiv sehr schwer tun. Das bekannteste Beispiel ist wohl die Bundesbahn.

Politische Macht des Herrn Thiele

In einer Demokratie sollten nur gewählte Vertreter im engen rechtlichen Rahmen Macht ausüben können.
Herr Thiele und verfügt hier aber über die Möglichkeit, Politik zu betreiben, ohne dass er dafür von den Wählern ein Mandat dazu erhalten hat, und das ist einer Demokratie nicht tragbar.
Die einfache Lösung ist eine Vermögens-Deckelung: Man kann dabei ruhig großzügig sein und Vermögen bis 100 Millionen Euro zulassen. Für alles, was jemand jenseits der 100 Millionen besitzt, sollte dann eine 100% Steuer greifen.
Es ist einfach eine Macke unseres Systems, die solche Auswüchse ermöglicht. Da muss nachgebessert werden.
_

Tja, da zeig es sich mal wieder, daß...

...es immer wieder Menschen mit zuviel Kohle
gibt, die in Krisenzeiten davon massiv profitieren.

---

Im März ist der Herr Thiele also groß bei Lufthansa mit einem 10 % Aktienpaket eingestiegen.
Mittlerweile sind es also 15 %.
Wenn ich mir nun den Kurs der Aktie so anschaue muß ich sagen,
ein netter Gewinn in so kurzer Zeit der in Zukunft noch viel weiter steigen wird.

Und als Vollblutkapitalist geht es ja schon mal garnicht,
daß der Staat sich da einmischt.

Die Lufthansa wird sowohl die Corona Krise wie auch einen Herr Thiele überleben.

Fragt sich nur, ob die Angestellten der Lufthansa ebenfalls alle das überleben werden.
Ich habe da meine Zweifel.

Wer zockt, kann auch verlieren

Herr Thiele wird seine Anwälte ins Rennen schicken, um die Aktienaufstockung zu verhindern. Er ist daran gewöhnt, dass Aktienanlagen zum Schnäppchenpreis üblicherweise zu einem leistungslosen Riesenprofit führen. Das Ziel wird er mit allen Mitteln auch hier zu erreichen versuchen.

Mit Solidaritätsgedanken oder gar Mitgefühl für die Beschäftigten und deren Familien darf man ihm und seinesgleichen nicht kommen. Das ist etwas für die kleinen Leute , die noch regelmäßig in die Kirche gehen.

Dem Bund geht es um Joberhalt,

die LH ist da eine zweitrangige Angelegenheit. Mal ehrlich: die LH abwickeln, Neugründung im Andorra oder Liechtenstein, das Geld ist da (AG), und man starte wie andere Airlines, billiges Personal, keine Dauerstreiks wie es die alte LH wöchentlich hatte. Geringe Kapitalkosten, Gebühren in den Airports wie die Billigflieger. Das wäre eine gute Option!

@ 16:50 von jfkal

"Und wie lange reichen die 9 Mrd? Bis Jahresende - und dann?"

Die Lufthansa macht 1 Million Euro Verlust pro Stunde. Die 9 Milliarden sind anders gesprochen 9000 Millionen.

Ein Jahr hat 8760 Stunden (365 x 24). Das Geld reicht also mindesdtens ein Jahr, sofern die neuen Schulden pro Stunde bei 1 Mio. bleiben.

Sollte aber die Lufthansa in naherr Zukunft weniger Schulden machen - wenn der Flugplan wieder hoch gefahren wird -, dann reicht das Geld natürlich auch länger.

Am 17. Juni 2020 um 17:01 von MartinBlank

„In einer Demokratie sollten nur gewählte Vertreter im engen rechtlichen Rahmen Macht ausüben können.
Herr Thiele und verfügt hier aber über die Möglichkeit, Politik zu betreiben, ohne dass er dafür von den Wählern ein Mandat
Die einfache Lösung ist eine Vermögens-Deckelung: Man kann dabei ruhig großzügig sein und Vermögen bis 100 Millionen Euro zulassen.“

Na ja,

wenn Sie nicht mit Lufthansa fliegen, wird der Gewinn je Aktie kleiner. Also können Sie persönlich, wie auch alle anderen, die gleicher Meinung sind wie Sie, wählen.

Die Dividende der LH Aktien ist sowieso = 0
und wird es auch lange bleiben.

Man beteiligt sich nicht wegen der mageren Dividende an einem Unternehmen. Wie auch Ihnen sicher bekannt, wird die Dividende ja doppelt besteuert.

Und 100 Millionen € sind Kleingeld, damit können Sie noch nicht einmal einen einzigen Airbus A380 kaufen.

Soll LH nur mit kleinen Propeller Flugzeugen fliegen?

Den gut gemeinten Vorschlag bitte noch mal überdenken.

@ 14:13 von parabiose

"Warum kauft der Bund nicht selber 20-25 Prozent der Anteile an der Lufthansa ? Dann wäre das Problem Thiele erledigt. Im Moment wackelt da wieder einmal der Schwanz mit dem Hund."

Wenn der Staat an der Börse Aktien kauft, erhält das Geld der Verkäufer der Aktien und nicht die Lufthansa. Diese benötigt die 9 Milliarden und deswegen soll es eine Kapitalerhöhung geben.

Kompromiß wäre vielleicht: alle Aktionäre erhalten entsprechende Bezugsrechte, wenn sie diese nicht einlösen, gehen diese an den Staat. Wenn Herr Thiele eben nicht will, das sein Anteil verwässert wird muß er eben die Kapitalerhöhung mitmachen, Kosten für ihn: 900 Mio. Euro = geringere Kosten für den Staat.

@ 14:18 von Wirtschaftsdeuter

"Ja, die Aktionäre. Sie haben eine besondere Verantwortung, denn wer jahrelang Dividenden in guten Zeiten kassiert, muss meiner Meinung in schlechten Zeiten mit seinem privaten Kapital haften.
Dann bräuchten wir keine Staatshilfen für die Unternehmen."

Herr Thiele hat laut dem Bericht erst im Frühjahr die Aktien gekauft, er hat folglich noch keine Dividende von der Lufthansa erhalten.

Im übrigen haften Aktionäre nur mit ihrer Einlage bzw. dem Geld, was sie dafür gezahlt haben. Im Insolvenzfall stehen die Aktionäre als Eigentümer der Unternehmens ganz hinten nach allen Gläubigern.

Vielleicht möchte er auch

Mit schlechten Nachrichten den Aktienkurs zu drücken um noch mehr billige LH Aktien zu kaufen!

Kein Steuergeld für Aktionäre

Zur Zeit dürften alle Aktien der Lufthansa zusammen um die 4 Milliarden an der Börse kosten.
Es mir nicht erklärlich, warum ein solches Unternehmen vom Steuerzahler 9 Milliarden und der Staat dafür nur 20 % der Aktien bekommen soll.
Soll die Lufthansa doch Insolvenz anmelden. Dann verlieren eben die Aktionäre ihre Aktienpakete; na und?
Wozu benötigt Deutschland die Lufthansa?
Die Flüge können von anderen am Markt befindlichen Fluggesellschaften durchgeführt werden, die dann entsprechend mehr Mitarbeiter benötigen und die Mitarbeiter der Lufthansa übernehmen können.

Korrekte Maßnahme

Herr Thiele hat recht. Man muss sich für sein Engagement bedanken. Erstens kann die Lufthansa das auch ohne Steuermittel, zweitens hat der demokratische Staat noch nie souveräne, manchmal notwendig schmerzhafte Entscheidungen getroffen. Dazu sind jederzeit zu viele Kompromisse nötig.

hm, dann mal noch anderser...

>Der benannte Aktionär ist im zweifel bereit, dass Unternehmen in die Insolvenz gehen zu lassen, was ja bedeutet, dass er seine Kohle weitesgehend los ist.

Eben - warum jetzt dieser krumpelige Umweg über Aktien, Staatsbeteiligung und wasweißichnochsonst.

Dann soll der Herr Thiele doch einfach anstelle des Staats einspringen, er gibt der Lufthansa die notwendige Kohle und macht damit den Riesenraibach, den ja sonst angeblich Olaf machen würde (wobei Olaf das Geld ja nicht behalten würde, das ist unser aller Geld, wohlgemerkt). Aber da das ja so offensichtlich einfach ist, dass die LH in den nächsten paar Jahren mal eben 10 Milliarden Gewinne schreibt und zurückzahlt, dann ist es doch einfach: das macht der Herr Thiele, dann kann er bestimmen wie er will und der Steuerzahler ist raus aus der Nummer. So läuft das mit "richtigen" Investoren und nicht welchen, die Aktien kaufen, obwohl sie wissen, dass die Aktie verwässert werden wird.

Die perfekte Lösung für alle Beteiligten!

@Eibbon 18:05

Ich bin mir nicht sicher ob Sie das ernst gemeint haben, aber: Ja, genau so agieren ernsthafte Investoren.

Ein bischen mehr Hintergrund

würde ich mir bei diesem Artikel schon wünschen. Welchen Plan könnte Thiele als Aktionär haben ? Lufthansa geht ggfls. insolvent. Seine Anteile wie alle anderen erstmal nichts mehr wert. Und dann ? Könnte er die insolvente Lufthansa komplett übernehmen ? Oder pokert der einfach nur besonders hoch ?

Pokerspiel

Herr Thiele versucht, das Maximum aus der Situation herauszuschlagen. Er spekuliert, dass der Staat dem öffentlichen Druck nachgeben wird und die Lufthansa rettet, ohne dass der Staat irgendeinen Einfluss erreicht.

Und die Union will uns mit dieser Nachricht schon mal darauf vorbereiten, dass ihr gar nichts anderes übrig bleibt als nachzugeben. So läuft das Spiel. Es gibt sehr wahrscheinlich ein Drehbuch, das Herr Altmaier nicht unbekannt sein wird.

Von den 9 Mrd.€ sieht kein Aktionär ein Jota!

Zur Zeit dürften alle Aktien der Lufthansa zusammen um die 4 Milliarden an der Börse kosten.
Es mir nicht erklärlich, warum ein solches Unternehmen vom Steuerzahler 9 Milliarden und der Staat dafür nur 20 % der Aktien bekommen soll.
Soll die Lufthansa doch Insolvenz anmelden. Dann verlieren eben die Aktionäre ihre Aktienpakete; na und?
Wozu benötigt Deutschland die Lufthansa? ...

@Duerener, man sollte Äpfel von Birnen unterscheiden, sprich Beteiligung/Kredit! Bei der direkten Beteilungung von 20 % geht es (nur) um 300 Mio€! Wie wäre es mit -kein Risikokapital mehr von Aktionären- ab sofort nur noch der Staat, sprich Steuerzahler soll Unternehmer spielen und das Risiko tragen. Gute Nacht Deutschland!

Wer für sich und seine Familie vorsorgt kann ja alternativ Staatsanleihen kaufen. Vielleicht auch aus €-Griechenland wie schon von EX-BFM Eichel empfohlen. Nichts ist ohne Risiko wie die Erfahrung zeigt;
Thiele trägt das Risiko!

17:55 von Duerener

Die Flüge können von anderen am Markt befindlichen Fluggesellschaften durchgeführt werden
.
welche ?
Ryanair ??
ein Land wie Deutschland ohne eigene Fluggesellschaft
wie stellen sie sich das vor

Was verspricht sich Thiele ...

... von einer Insolvenz?

Ich wär auch dafür, dass alle Aktionäre der Lufthansa einen Totalverlust erteilen, denn die Aktien sind in einer Insolvenz ja auf Null.

Aber was hätte Thiele davon?

@ träumerhabenverloren

Haben Träumer den Verstand verloren?

Dividenden und Boni sind unanständig wenn das Unternehmen vom Steuerzahler gerettet werden muss.

Sonst noch Fragen?

@ Martin Blank

Ja, das habe ich auch schon gefordert.

Ich würde allerdings die Grenze bei 150.000.000 Euro setzen.

Die Steuergesetze sollten nicht ermöglichen, dass Milliardäre die Demokratie aushebeln und ohne Wählerauftrag Politik machen.

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