Ihre Meinung zu: Bundeswehr: Weitere Daten aus dem MAD abgeflossen

19. Juni 2020 - 15:30 Uhr

Deutschlands Elitesoldaten bleiben unter Druck. Mehrere KSK-Soldaten sollen nach Recherchen von WDR, NDR und SZ regelmäßig mit Dienstgeheimnissen aus dem MAD versorgt worden sein. Von F. Flade und G. Mascolo.

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Kommentare

auffällig ist der zeitliche

auffällig ist der zeitliche Zusammenhang mit der neuen Wehrbeauftragten Eva Högl.

Mehrere KSK-Soldaten

sollen nach Recherchen von WDR, NDR und SZ regelmäßig mit Dienstgeheimnissen aus dem Militärischen Abschirmdienst versorgt worden sein.
.
sind wir mal ehrlich
wie kommen WDR, NDR und SZ an ihre Infos,
wie kommen die zu ihren Reportagen
durch offizielle Infos der Frau AKK ?
man sollte sich doch vorsichtig Äußern wenn man selber von Verrat profitiert

Seit über 70 Jahren!

Sämtliche Geheimdienste, die Bundeswehr und die Polizei sind nach dem Krieg und mit Billigung der Alliierten von Leuten gegründet worden, die solche Positionen schon in der Nazizeit innehatten.
Sie sind mit dem gleichen Personal ausgestattet worden, wie vor 1945 und diese Leute haben auch den Nachwuchs ausgebildet.
Bis auf Helmut Schmidt, der als Verteidigungsminister in den 1960er Jahren mal einige Generäle in den Ruhestand hat versetzen lassen, weil sie sich als immer noch ewiggestrige Nazis entlarvt haben, ist ansonsten in allen betroffenen Organisationen nichts passiert, dass dem Treiben solcher Altnazis ein Ende gesetzt hätte. Und auch in allen politischen Ämtern bis hin zu Bundespräsidenten und Bundeskanzlern haben es Nazis immer wieder geschafft, die BRD in ihrem Sinne zu beeinflussen. Schon im 1. deutschen Bundestag saßen ca 200 echte alte Nazis als MdB von Union und FDP.
Trotz dieser Tatsachen wird sich in Politik und Medien immer wieder gerne gewundert. Aber nichts getan.

Sturmgewehre und Plastiksprengstoff - aus Bundeswehrbeständen?

Wenn solche Kriegswaffen aus den Beständen der Bundeswehr einfach verschwinden können - dann wäre das schon höchst dramatisch.

Wenn sie "Mitbringsel" aus einer Krisenregion waren - es gibt Orte, da bekommt man ne AK-47 für den Preis eines Huhns - wäre das ebenfalls höchst problematisch. Dann funktioniert offenbar die Zollkontrolle für Soldaten überhaupt nicht ...

"man sollte sich doch

"man sollte sich doch vorsichtig Äußern wenn man selber von Verrat profitiert"

Aufklärung der Öffentlichkeit ist kein Verrat.

Den Verein hatte ich auch mal

an den Hacken. Nachdem bei meiner Spindkontrolle eine "UZ" neben dem Wertfach aufgetaucht war. Ganz große Spähaktion! Ein nach dem Aussehen weit über 30 Jahre gesichtsalter "Schütze", der angeblich bei der Rückkehr von der Baustelle aus dem Ausland auf den letzten Drücker vom Barras abgegriffen worden war, interessierte sich auffällig (wie ein Rabe auf einer Kanarienzüchter-Ausstellung) für meinen Bekanntenkreis..und hatte die Spendierhosen an....... .was für alberne Dilettanten(!!!!)

Struktureller Rechtsterrorismus ?

Also doch struktureller Rechtsterrorismus in der Bundeswehr ? Da tut sich die Bundeswehr gar keinen Gefallen. Ich dachte dieses Thema sei seit Ende der 60er Jahren vorbei.

um 15:42 von Sisyphos3

>>sind wir mal ehrlich
wie kommen WDR, NDR und SZ an ihre Infos,
wie kommen die zu ihren Reportagen
durch offizielle Infos der Frau AKK ?
man sollte sich doch vorsichtig Äußern wenn man selber von Verrat profitiert<<

Googeln Sie doch mal den Begriff "Medienarbeit".
Sie finden auch leichtverständliche Artikel zum Thema.

Und wer verrät hier was. Sie lassen uns im Unklaren zurück,
in welchem Nebel Sie herumstochern.

@ um 16:15 von friedrich peter...

Bei der ungeheuren Menge an echten alten Nazis, die in der BRD nach dem Krieg Karriere in allen Amtsstuben, in allen politischen Ämtern und auch in der Wirtschaft in allen Berufszweigen (Arbeitgeberpräsident HM Schleyer, ein ehemaliger SS - Offizier) machen konnten, kann man durchaus von einem strukturellen Problem der Bundesrepublik sprechen.
Allein die Politiker aufzuzählen, die eine echte alte Nazivergangenheit hatten und trotzdem ein herausragendes Amt erlangen konnten, wie BP, BK, MPr, Min, Staatssekretäre uvm, würde den hiesigen Rahmen sprengen.
Von tausenden leitenden Beamten, auch und gerade in der Justiz, an den Hochschulen, Profs und Lehrer ganz abgesehen.

Wie überraschend

Ein Verein, der mit Waffen strenger Hierarchie und permanenten "wir könnten bedroht werden" Szenarien hantiert, soll ein Problem mit Faschisten und Nazis haben? NEIN ! Wie überraschend.

Selbiges gilt übrigens für die Polizeiorgane.

Solange in beiden Fällen nicht externe Strukturen geschaffen werden, die solche Dinge ( Extremismusvorwürfe, Polizeigewalt u.ä.) unabhängig (sowohl finanziell, personell wie Strukturmäßig) untersuchen und aufklären und sanktionieren, habe ich nahezu 0 Vertrauen in diese Institutionen.

Zu viele Leute gehen in beide Organe aus Macht und Waffengeilheit (und wie man sieht um sich umstürzlerisch vorzubereiten). Wer ernsthaft glaubt, dass die interne Kontrolle funktioniert, sollte mal versuchen etwas realistischer zu denken. Wir reden hier immerhin von Menschen. Und diese werden immer eigene Agenden verfolgen und Corpsgeist wird da immer dabei sein und vertuschen was das Zeug hält. Erbärmlich, dass da seit Jahrzehnten Änderungen verweigert werden

@Sisyphos3

Sie haben völlig recht, welche "Vögelchen" haben hier denn angeblich wieder gezwitschert?

Denn der MAD gibt absolut NIX Vertrauliches an die Presse heraus?

Oder ist die Quelle "Curveball" wieder reaktiviert worden?

Weitere Daten aus dem MAD abgeflossen??

"Deutschlands Elitesoldaten bleiben unter Druck"
Wenn der Verrat aus den Kreisen des MAD geschehen ist, dann sind es wohl wieder weniger die "Elitesoldaten", als der Geheimdienst. Man muss sich damit abfinden, das der ganze "Sicherheitsapparat" prinzipiell etwas rechtslastig ist und natürlich auch Rechtsausleger anzieht. Das gilt aber international weitgehend für alle derartigen Einrichtungen mehr oder weniger.
Wenn man nicht von vornherein sagen will, das es für dieses Klientel keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft geben soll, dann muss wohl akzeptieren, das es sich Plätze zum Überwintern sucht, die seiner Psychologie entgegen kommen.

Was erwarten Bürger

>>"Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich zu den laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben machen kann", teilte ein Sprecher des MAD zu den neuen Entwicklungen mit.<<

Der MAD klärt im eigenen Verein auf und macht das, was er am besten kann: abschirmen. Klar, verstehen wir doch.

Erschreckend, aber nicht überraschend

Immer wieder gab es in den letzten Jahrzehnten Berichte über rechtsradikale in der BW und angegliederten "Organisationen". Wurde immer kleingeredet, alles immer Einzelfälle. Schon in den 70er Jahren gab es Verstrickungen der Wehrsportgruppe Hoffmann zu Bundeswehr, BND und Verfassungsschutz, die nie näher beleuchtet wurden. Nun Gruppe Nordkreuz. Das offenbar viele Soldaten der Spezialeinheiten dem gefährlich rechten Gedankengut sehr zugetan sind, ist auch nicht neu. Endlich wird es nun nicht gleich von Beginn an verharmlost. Ich hoffe sehr, es wird jetzt wirklich strukturell dagegen vorgegangen, denn die Gefahr ist nicht zu unterschätzen.

@friedrich peter, 16:15

Also doch struktureller Rechtsterrorismus in der Bundeswehr ?[…] Ich dachte dieses Thema sei seit Ende der 60er Jahren vorbei.

Ich habe meinen Wehrdienst 76/77 abgeleistet und wurde Zeuge eines Saufgelages von Unteroffizieren mit Hakenkreuzfahnen und Horst-Wessel-Lied. Als ich das meinem Kompaniechef meldete, warf er mich aus seinem Büro. Das Dienstbuch, in das ich den Vorfall eingetragen hatte, war tags darauf verschwunden und tauchte nie wieder auf.
Dreißig Jahre später habe ich als Zivilist in der Ausbildung von Zeitsoldaten in Zivilberufen gearbeitet. Was mir da zu Augen und zu Ohren kam, unterschied sich nicht vom oben geschilderten.
Das Problem ist zeitlos, weil es systemimmanent ist.

um 16:54 von frosthorn

Das Problem hat sich verschärft durch die unverantwortliche Abschaffung der Wehrpflicht. Solange es die gab, wurden die Zeitsoldaten und Berufssoldaten immer wieder mit jungen Leuten konfrontiert, die mit Neonazis nichts zu tun haben wollten.
Stattdessen existieren die Bundeswehrsoldaten jetzt in ihrer eigenen Welt.

Drei Monate Pflicht-Wehrdienst für jeden; danach dann die Option "Verweigerung" und drei Monate Zivildienst, oder drei Monate weiterer Dienst beim Bund.

Dann gäbe es auch deutlich weniger Menschen, die den Krieg verherrlichen.
_

Nur die Spitze des Eisberges

Was wir momentan medial serviert bekommen dürfte nur die berühmte "Spitze des Eisberges" sein. Was ich vor allem vermisse ist ein wirklicher investigativer Journalismus in Deutschland.

Dass in Institutionen wie der Bundeswehr (oder der Deutschen Polizei) jetzt rechtsextreme Erscheinungen auftauchen überrascht mich in keinster Weise. Ich beobachte diese Truppe schon seit Jahren. Warum sind dort Minderheiten seltener aufzufinden? Nach welchen Kriterien werden die Leute eingestellt? Warum gibt es im westlichen Ausland (GB, Frankreich, Holland, USA usw.) prozentual mehr Minderheiten bei Armee u. Polizei? Alles Zufall?

Ich für mich weiß jedenfalls, wie ich das zu beurteilen habe. Da kann mir niemand irgendwelche Märchen erzählen.

"Schließlich sei es von entscheidender Bedeutung, dass ein Amt, welches extremistische Umtriebe innerhalb der Truppe aufzuklären habe, absolut unangreifbar sein müsse"

Wenn man diejenigen, vor denen man sich schützen will in den "eigenen Reihen" hat, wird das schwierig.

@Sisyphos3 um 15:42Uhr

Da sprechen Sie ein heißes Thema an! Wie sagte schon Caesar: "Ich liebe den Verrat, aber ich hasse den Vrräter! Wie oft hört man Nachrichten, mit dem dezenten Hinweis auf ungenannte, aber informierte Kreise? In wie vielen Fällen zahlen die Journalisten Schmiergeld, um an Informationen zu kommen? Natürlich wird das stets abgestritten von den edlen, weissen Rittern - und wenn es passt, wird es auch mit Inbrunst geglaubt. Jeder, der aus beruflichen Gründen Geheimnisträger ist/war, dürfte seinen Beamtenstatus samt Pension eigentlich nicht riskiert haben, oder? Mag ja sein, daß die KSK-Soldaten die physische Elite sind, aber gilt das auch für das geistige Niveau? Oder ist das Selbstwertgefühl so niedrig? Wer den Diensteid ernst nimmt, schweigt auch gegenüber Freunden oder Berufskollegen!

War der Verrat...

...Vorsatz oder absolute Dummheit ? Beides kann nur heißen, raus mit dem/ den Typen aus der Bundeswehr. Und natürlich eine sehr harte Bestrafung. Und so nebenbei, ein Islamist in der Truppe, da sträuben sich einem die Nackenhaare.

@nie wieder spd, 15.54h

Und das war nur in der BRD so?
Haben Sie mal nach "Wehrmachtsoffiziere in der NVA" gegoogelt? Bzw. on deren Vorgänger KVP?
Waren das dann die besseren Nazis?
Diese Einseitigkeit nervt mich gewaltig.
Es war nach dem Krieg eben niemand anders da.
Auch in der DDR sind die Nazis nicht 1945 tot umgefallen, sondern haben da weitergemacht, wo sie dato aufgehört haben.

Parallelgesellschaften, wohin das Auge reicht

Was innerhalb der Bundeswehr geschieht, kann als Zivilist hier nicht kommentiert werden. Was aber auffällig ist: eine homogene Gesellschaft in D gibt es nicht (mehr?). Stattdessen zerfällt die Bevölkerung Deutschlands in zahllose Parallelgesellschaften. Haben diese früher aneinander vorbeigelebt (wie zum Beispiel die deutschstämmige und deutsch-türkische Community), so ist es heute mehr und mehr üblich, sich aneinander zu reiben und leider auch, dem jeweils Anderen Schaden zufügen zu wollen. Es scheint auch kaum noch Ankerpunkte und Allgemeinplätze zu geben, an denen sich die Menschen - jenseits ihrer Differenzen - treffen können. Gesetze werden nur insoweit akzeptiert, wie sie vom Staat durchgesetzt werden oder wie sie dem jeweiligen Individuum nutzen. Der Freiheitsbegriff wird regelrecht vergewaltigt und für jedwede Aktion in Anspruch genommen, dass er mittlerweile ausgefranst ist bis zur Unkenntlichkeit. Jung gegen alt, rechts gegen links, oben gegen unten. Traurig!!!

17:16 von pxslo

>>Was wir momentan medial serviert bekommen dürfte nur die berühmte "Spitze des Eisberges" sein. Was ich vor allem vermisse ist ein wirklicher investigativer Journalismus in Deutschland.
...
Ich für mich weiß jedenfalls, wie ich das zu beurteilen habe. Da kann mir niemand irgendwelche Märchen erzählen.<<

Gut möglich, dass es ich hier um eine Eisbergspitze handelt. Allerdings hat uns investigativer Journalismus genau auf diese Spitze hingewiesen.

So weit sollte man den Tatsachen schon Rechnung tragen, ehe man weiß, wie man die Sache beurteilt und sich keinesfalls irgendwelche Märchen erzählen lässt.

... von wem auch immer.

von Martin Blank 17:06

Sie benutzen das jetzt um für Zwangsdienste zu werben.
Aber welche Traditionspflege hat es denn in den früheren Jahrzehnten beim Bund gegeben ? Gab es da nicht auch Lent-und Walderseekasernen ?

Wer überwacht die Überwacher?

In einer Diktatur ist es der Diktator oder jemand aus seinem Stab/Vertrauter/Familie.

In einer Demokratie ist das nicht so einfach. Klar könnte man meinen, das macht die Kanzlerin oder ein Minister (wie bisher), aber die tragen nicht die absolute Kontrolle, weil es ja kein absolutes Staatswesen ist aber bei den Geheimdiensten handelt es sich um absolutistische Systeme die sogar durch ihre Geheimhaltung Rechtsbruch begehen können und mit Sicherheit auch tun.

Es braucht aber die absolute Macht um solche Organisationen wie den BND, Verfassungsschutz und MAD zu überwachen eben weil sie außerhalb der Rechts handeln (können). Die einzige absolute Macht in Deutschland hat die Bevölkerung (nach GG das Volk) und das einzige Staatsorgan, dass diese absolute Macht umsetzen kann, ist das Parlament. Das aber ist öffentlich.

Geheimdienst und Demokratie passen nicht! Vor allem nicht in einer Republik. Geheimdienste sind Dinge aus der Zeit des Absolutismus/Diktatur. Ergebnis sieht man in den USA.

Frage an alle Kritiker

Wie stellen Sie sich eigentlich eine
KSK Einheit vor?
So wie die grünen , statt Gewehr ein Kescher und statt Einsatz eine Überzeugungsrede wie böse sie sind?

17:37 von staakener

>>Und so nebenbei, ein Islamist in der Truppe, da sträuben sich einem die Nackenhaare.<<

Sofern Rechtsradikale mit Waffendepot und Islamisten für Sie artverwandt sind, ist Ihr Haaresträuben absolut angebracht, zumal es sich offenbar nicht nur um einen Einzelfall handelt und nicht nur in der Truppe sondern selbst bei denen, die die Truppe überwachen sollen, damit so etwas nicht vorkommt.

17:43 von proehi

"Gut möglich, dass es ich hier um eine Eisbergspitze handelt. Allerdings hat uns investigativer Journalismus genau auf diese Spitze hingewiesen."

Ach, tatsächlich? Oder hat das ganze mittlerweile dermaßen über Hand genommen, dass jeder halbwegs polit. Interessierte dies mittlerweile erkennen musste?

Ein wirklich investigativer Journalismus sorgt eigentlich dafür, dass solche Strukturen sich über Jahre hinaus nicht erst entwickeln können. Warum wird immer reagiert anstatt zu agieren?

@Am 19. Juni 2020 um 16:07 von stoney_tue

"Wäre" ?
Lustig ist, bei den Wehrpflichtigen hat man auf den Schießständen die Munition und die Schüsse gezählt. Selbst Patronenhülsen sammeln wurde ungern gesehen. Obwohl die meisten von ihnen niemals wieder eine Waffe in der Hand halten werden oder hielten.

Aber bei der Elite der Soldaten sind beide Augenlieder zur ständigen Inspektion geschlossen...das ist sowas von bezeichnend. Eine Schande solche Leute überhaupt als Elite zu bezeichnen. Aber Stellung hat noch nie etwas über Fähigkeit oder Verhalten ausgesagt.

Auch so ein immer

Auch so ein immer wiederkehrendes Thema, welches dann nie wirklich Konsequenzen hat. Ich erwarte auch diesmal nichts anderes. Selbe Argumentation wie bei der Polizei. Alle über einen Kamm, seien wir doch froh, dass wir die haben, jemand wurde suspendiert oder zu einer anderen Einheit versetzt...

17:41 von DerVaihinger

>>Auch in der DDR sind die Nazis nicht 1945 tot umgefallen, sondern haben da weitergemacht, wo sie dato aufgehört haben.<<

Fast hätte ich das glatt vergessen. So bin ich froh, dass Sie uns in diesem Zusammenhang auf Missstände in der untergegangenen NVA aufmerksam machen, ohne auch nur ein einziges Wort über den vorliegenden Skandal zu verlieren.

Nicht, dass das jemand als Ablenkungsmanöver auffasst, zumal die heute aktiven Nazis sicherlich nicht die selben von 1945 sind.

um 17:37 von staakener

Und so nebenbei, ein Islamist in der Truppe, da sträuben sich einem die Nackenhaare.

1 Islamist = ganz große Katatrophe

viele Rechtsextreme/Faschisten = nicht so schlimm

???

@jayray

Sie schauen einfach zu viele Agentenfilme!

Insbesondere die deutschen Nachrichtendienste, dürfen außerhalb der gesetzlichen Vorgaben, in Wahrheit überhaupt NICHTS!

Und diese gesetzliche Vorgaben setzt der Bundestag fest, und der Geheimdienstausschuss der Deutschen Bundestages kontrolliert(!) diese Nachrichtendienste bis in kleinste Detail!

In Wahrheit bestehen diese Nachrichtendienste zumeist aus kleinen Beamten oder Soldaten, die halt etwas mehr horchen und gucken dürfen als andere, aber halt nicht mehr!

James Bond oder vergleichbares ist in Wahrheit eine reine Fiktion!

@Der Vahinger

Sie vergessen einen kleinen Unterschied zwischen BW und NVA.
In der NVA wurden Soldaten sofort entfernt wenn sie im WK2 an Verbrechen beteiligt waren.Ein Beispiel dafür ist der General Vincent Müller.
Auch andere Offiziere wurden entfernt sobald sie ersetzbar waren.
In der frühen BW war das nicht der Fall.

Da stimme ich Ihnen..

...traurigen Herzens zu. Unser Land hat sich ziemlich verändert, aber nicht immer zum Vorteil, auch wenn das einige Politiker(innen) immer wieder behaupten. Sogenanntes Kunterbunt geht auch u.U. regelrecht in die Hose.

18:00 von pxslo

>>Ein wirklich investigativer Journalismus sorgt eigentlich dafür, dass solche Strukturen sich über Jahre hinaus nicht erst entwickeln können. Warum wird immer reagiert anstatt zu agieren?<<

Da unterscheidet sich meine Auffassung von Journalismus krass von Ihrer.

Journalismus informiert die Öffentlichkeit, damit wir uns entsprechend dazu verhalten - z.B. Strukturen erkennen und abschaffen - können. Der Journalismus der selber handelt und die Verhältnisse verändert - indem er z.B. irgendwelche Strukturen sich nicht entwickeln lässt - könnte ein Journalismus im Auftrag einer Regierung, einer immens reichen Privatperson oder eines mächtigen Wirtschaftsunternehmens sein.

Wollen Sie wirklich solchen Journalismus?

jetzt ermittelt der MAD auch

jetzt ermittelt der MAD auch schon gegen sich selbst, so wie man das bisher nur von polizei und verfassungsschutz kannte.

na hoffentlich fließen wieder dabei nicht auch wieder irgendwelche daten ab?

17:52 von wasdazusagen

>>Frage an alle Kritiker
Wie stellen Sie sich eigentlich eine
KSK Einheit vor?
So wie die grünen , statt Gewehr ein Kescher und statt Einsatz eine Überzeugungsrede wie böse sie sind?<<

Es handelt sich ja nicht nur um die KSK, sondern auch um diejenigen, die sie eigentlich überwachen sollen, damit da keine "schrägen Vögel" aktiv werden.

Zu Ihrer Frage, können Sie sich eine "Eliteeinheit" unserer Soldaten so gar nicht ohne offenbar ziemlich verbreiteter rechter Gesinnung vorstellen? Gehört das für Sie zum Soldat sein einfach dazu?

Für mich eröffnen sich jedenfalls Welten zwischen Schmetterlingsfang und einer rechten Ideologie ins Netz gegangen zu sein.

18:24 von staakener

>>Da stimme ich Ihnen..
...traurigen Herzens zu. Unser Land hat sich ziemlich verändert, aber nicht immer zum Vorteil, auch wenn das einige Politiker(innen) immer wieder behaupten. Sogenanntes Kunterbunt geht auch u.U. regelrecht in die Hose.<<

Im richtigen Beitrag unterwegs? Die KSK und der MAD sind ja nicht gerade fürs sogenannte Kunterbunte bekannt. Das sind Uniformträger, auch schon mal mit schwarzen Masken unterwegs.

18:25 von proehi

"Da unterscheidet sich meine Auffassung von Journalismus krass von Ihrer."

"Journalismus informiert die Öffentlichkeit, damit wir uns entsprechend dazu verhalten - z.B. Strukturen erkennen und abschaffen - können."

Ja, Journalismus informiert, aber "investigativer Journalismus" informiert schon vorher, damit eben solche Strukturen frühzeitig erkannt werden.

NACHrichten kann eigentlich jeder. Dafür brauche ich keine studierten Medienvertreter, das liefern mir mittlerweile auch Blogger aus den sozialen Medien.

Lieber MAD und liebe KSK,

Die linksgedrehten Ideologen glauben heutzutage wirklich daran, das heutzutage wirklich ALLES irgendwie total rääächts unterwandert ist!

Wie einstmals vergleichbar in der McCarthy Ära in den USA, nur in Deutschland diesmal halt umgekehrt!

18:52 von pxslo ./. 18:25 von proehi

>>Ja, Journalismus informiert, aber "investigativer Journalismus" informiert schon vorher, damit eben solche Strukturen frühzeitig erkannt werden.

NACHrichten kann eigentlich jeder. Dafür brauche ich keine studierten Medienvertreter, das liefern mir mittlerweile auch Blogger aus den sozialen Medien.<<

Es macht den Eindruck, als wollten Sie über Misstände beim MAD und der KSK von Spökenkiekern und eben nicht von investigativen Journalisten informiert werden. Da gebe ich Ihnen natürlich recht, da sind Sie in den sozialen Medien besser aufgehoben.

Diese Truppe ist anscheinend alles andere als eine...

...Elite!

---

Die KSK soll und muß natürlich in erster Linie aus Elite Soldaten/innen (weiß leider nicht,
ob es bislang auch Frauen in die Truppe geschafft haben) bestehen.
-
Das Wort Elite sollte da aber nicht nur auf die Fähigkeiten
der Truppe hinzielen, sondern auch auf deren Einstellung zum deutschen Staat.
-
Und wenn da etwas nicht stimmt, haben wir alle ein Problem.
Denn nicht nur in den Eliteeinheiten scheint es ja Extreme Elemente zu geben,
sondern wie in der Gesellschaft ja (leider) auch im Rest der Bundeswehr.
-

Es wird dringend Zeit mal ordentlich aufzuräumen.
Und im Fall des KSK sogar besonders gründlich.
Notfalls alle entlassen und neu strukturieren!

19:04 von proehi

"Es macht den Eindruck, als wollten Sie über Misstände beim MAD und der KSK von Spökenkiekern und eben nicht von investigativen Journalisten informiert werden. Da gebe ich Ihnen natürlich recht, da sind Sie in den sozialen Medien besser aufgehoben."

Ich will nur die Wahrheit wissen. Das ist alles. Woher ich diese Wahrheit am Ende bekomme ist mir ehrlich gesagt völlig egal. Nur sollten Sie die sozialen Medien nicht unterschätzen! Die haben (zu recht!) mittlerweile enormen Zulauf. Woran das wohl liegen würde? Vielleicht daran, dass sich die Menschen bei den Mainstream-Medien nicht mehr so aufgehoben fühlen?

Solch angeblich gesicherte(!) aber halt unbestätigte..

.. Erkenntnisse hießen zur meiner früheren Soldatenzeit übrigens "Latrinenparolen"!

Wahrscheinlich kann man diese völlig unbestätigten Meldungen dort auch ganz prima und völlig rückstandsfrei und das auch dauerhaft wieder entsorgen!

Seit vielen Jahren sind die

Missstände in Schlachthöfen und den Fleischfabriken bekannt. Es gab viele Beiträge Monitor, Report usw.
Politik, Behörden und Justiz haben tatenlos zugesehen, wie die Fleischbarone auf Kosten von Arbeitern, Bauern, Hygiene und Tierschutz Millionen verdient haben.
Es braucht strenge Gesetze und Vorschriften, Kontrollen und Strafen bis hin zu Haft und Gewinnabschöpfung bei Verstößen.
Fleisch braucht einen fairen Preis, aber Preiserhöhungen dürfen nicht in den Taschen der Fleischbarone landen, sondern bei denen , die die Leistung erbringen.

@17:16 von pxslo

Dass in Institutionen wie der Bundeswehr (oder der Deutschen Polizei) jetzt rechtsextreme Erscheinungen auftauchen überrascht mich in keinster Weise. Ich beobachte diese Truppe schon seit Jahren.

Ich beobachte das auch, und stelle fest, dass die Bundeswehr zu denen in der NATO mit den wenigsten Rechtsextremen gehört. In anderen Streitkräften sieht das ganz anders aus.

@ um 17:41 von DerVaihinger

Davon habe ich gehört und Sie haben bestimmt recht.
Seltsam wäre in diesem Zusammenhang aber doch, dass die ostdeutschen Nazis, die sich nach 1989 hervortaten, gerne die Hilfe ihrer westdeutschen Gesinnungsgenossen in Anspruch genommen haben, wie ich aus eigenem Erleben weiß.
In Westdeutschland sind aber auch schon vor 1989 mehrere hundert Menschen den Naziumtrieben zum Opfer gefallen, ohne dass dies die Behörden großartig zum Nachdenken oder gar Handeln angeregt hätte. In der DDR ist das sicher nicht in einem solchen Ausmaß passiert.
In der politischen Garde der DDR gab es nach meinem Wissen auch keine Altnazis. Ganz anders als eben bei uns.
Aber sei’s drum.
Das ist ja kein Wettbewerb.
Wir haben in der BRD immer Nazis an den entscheidenden Stellen gehabt und das ist eine große Schande für alle Bundesbürger, für
die Politik und für die Medien.

19:18 von pxslo

>>Ich will nur die Wahrheit wissen. Das ist alles. Woher ich diese Wahrheit am Ende bekomme ist mir ehrlich gesagt völlig egal. Nur sollten Sie die sozialen Medien nicht unterschätzen! Die haben (zu recht!) mittlerweile enormen Zulauf. Woran das wohl liegen würde? Vielleicht daran, dass sich die Menschen bei den Mainstream-Medien nicht mehr so aufgehoben fühlen?<<

Sicherlich tun Sie gut daran, sich wg. MAD und KSK noch zusätzliche Informationsquellen rein zu ziehen. Allerdings ist bei Ihrem Bedürfnis für "Vor"richten Vorsicht besser als Nachsicht. Jedenfalls wünsche ich Ihnen, dass Sie Ihrem Anspruch von 17:16 Uhr gerecht werden können, Zitat:"Ich für mich weiß jedenfalls, wie ich das zu beurteilen habe. Da kann mir niemand irgendwelche Märchen erzählen."

Sorry Tagesschau und andere Medien

ich bin vielleicht zu doof um die Aufregung um den scheinbaren MännerInnen-Verein zu verstehen. Soweit ich mich erinnere haben wir den Soldaten /die Soldatin in Uniform. Auch KSKler/innen? sind BürgerInnen in Uniform.(tut mir leid, daß mit dem Gendern habe ich nicht erfunden) Es ist also erwartbar, daß sich die Gesellschaft dort abbildet. Und dann wird man eben oben, unten, rechts, links, was auch immer-Tendenzen - Extremisten finden. Und - ebenfalls wie in der Gesellschaft, werden viele unpolitisch sein und simply ihren Job machen. Und dann gibt es einen, der einen anderen illegal informiert, von mehr als 1.000 Mitarbeitern = KSKlern/innen. - 0,1% Und die Medien sind es wieder, die alles aufbauschen und dann erstaunt und beleidigt sind, wenn Ausländer feindliche Doofe (Kurzform: AfD) sie als Lügenpresse beschimpfen. Selbst dran schuld WDR, SZ und wie sie alle heißen.

17.50 Jayray - Wer überwacht die Überwacher ?

Die Überwachung der Überwacher funktioniert bereits in einer Diktatur mangelhaft. Siehe die kommunistische Staaten, wo in Rumänien die Securitate sich selber massiv am Volkseigentum bereicherte und nach Regimewechsel das Land übernahm.
In einer funktionierende Demokratie kann die Überwachung der Überwacher wesentlich besser funktionieren wenn es um demokratisch geschulte, ausbildungswillige,fähige und korrekt bezahlte Mitarbeiter handelt, die zudem in Personalrotation geführt werden. Ohne Geheimdienst ist eine Demokratie nicht Überlebensfähig.

@19. Juni 2020 um 19:18 von pxslo

"Vielleicht daran, dass sich die Menschen bei den Mainstream-Medien nicht mehr so aufgehoben fühlen?"

Nicht "die Menschen" fühlen sich bei "Nachrichten" in den sozialen Medien wohl, sondern zur Zeit insbesondere Neonazis. Die werden naturgemäß vom ÖR nicht bedient und das ist gut so. Mit unterschätzen hat das auch weniger zu tun sondern eher mit Kopfschütteln gesunden Menschenverstandes. Letzterer ist Neonazis aber naturgemäß ebenso wenig gegeben. So bleibt es, wie es ist: Einfaches für Primitivlinge.

@19. Juni 2020 um 16:15 von friedrich peter...

"Struktureller Rechtsterrorismus ?

"Also doch struktureller Rechtsterrorismus in der Bundeswehr ? Da tut sich die Bundeswehr gar keinen Gefallen. Ich dachte dieses Thema sei seit Ende der 60er Jahren vorbei."

Genau! Sie bringen es auf den Punkt! Über Jahrzehnte hat man den strukturellen Rechtsextremismus nicht geahndet, weggesehen und überhaupt war immer der Name Hase. Ich befürchte, dass es in einigen Polizeieinheiten nicht besser aussieht. Wird Zeit, dass in unserem gesamten System mal geforstet wird. Ich sehe es nicht ein, dass von meinen Steuergeldern Beamtensold an Rechtsradikale verschenkt wird!

um 19:41 von iforkanzlerin

"Es ist also erwartbar, daß sich die Gesellschaft dort abbildet."

Das folgt überhaupt nicht daraus. In praktisch keinem Beruf kann man erwarten, dass sich die Gesellschaft dort abbildet, schon gar nicht in einem Beruf, der besondere Anforderungen an die Bereitschaft zu Unterordnung und Gehorsam stellt.

@19. Juni 2020 um 17:42 von boesesomen

Es tut mir leid, dass Sie nun feststellen, was mir immer und ständig im Leben begegnete. Nehmen Sie folgendes bitte nicht als zynische Anmerkung sondern als lebenslange Herausforderung:
Willkommen in meiner Welt!

@ um 19:41 von iforkanzlerin

Mit Ihrer Eingangsthese haben Sie vollkommen recht.
Doch in einem Rechtsstaat dürfen weder bei den Menschen in den Schlüsselpositionen, noch bei denen, die im Notfall für die Aufrechterhaltung der Ordnung verantwortlich sind, auch nur ein einziger hauchdünner Zweifel bestehen.
Alte und neue Nazis, Rassisten und Menschen mit Vorurteilen haben dort nichts zu suchen.
Und darauf müssen wir alle achten. Auch und gerade die Medien.

19:41 von iforkanzlerin

>>Und dann gibt es einen, der einen anderen illegal informiert, von mehr als 1.000 Mitarbeitern = KSKlern/innen. - 0,1% Und die Medien sind es wieder, die alles aufbauschen und dann erstaunt und beleidigt sind, wenn Ausländer feindliche Doofe (Kurzform: AfD) sie als Lügenpresse beschimpfen. Selbst dran schuld WDR, SZ und wie sie alle heißen.<<

Habe ich Sie richtig verstanden? Die Medien - wahrscheinlich alle Mainstreammedien - sind selber Schuld daran, dass Doofe (Ihre Bezeichnung) sie als Lügenpresse beschimpfen, weil Sie als iforkanzlerin die aufgedeckten Rechtsverstöße beim MAD als aufgebauschte Lappalie enttarnen?

Ihnen gehts also nicht um den Sachverhalt, sie hätten es lieber, dass die "Maingestreamten" die Sache lieber unter den Tisch kehrten.

Seien Sie froh, dass es auch Medien Ihrer Wahl gibt, die genau das tun. Verschweigen ist nämlich auch erlaubt. Ist das dann die Wahrheitspresse?

Wie viele ...

... Verteidigungsminister/innen haben weggeschaut?

@iforkanzlerin 19:41

Sie schreiben, die Menschen wären Bürger(innen) in Uniform, und es erwartbar wäre, daß sich dort die Gesellschaft abbilden würde.

Daß ist eben seit der Abschaffung der Wehrpflicht nicht mehr der Fall. Leute mit einer gewissen polit. Ausrichtung sind bundeswehraffiner, als andere. Während der Zeit, als es die Wehrpflicht gab, war diese ein korrektiv für die rechten Gesellen in der Bundeswehr. Die trauten sich einfach nicht, ihr Gedankengut offen zur Schau zu stellen, da die Dienstbeschwerde auf dem Fuße gefolgt wäre. Nun sind sie unter sich.

@pxslo

"
Am 19. Juni 2020 um 18:52 von pxslo
18:25 von proehi

"Da unterscheidet sich meine Auffassung von Journalismus krass von Ihrer."

"Journalismus informiert die Öffentlichkeit, damit wir uns entsprechend dazu verhalten - z.B. Strukturen erkennen und abschaffen - können."

Ja, Journalismus informiert, aber "investigativer Journalismus" informiert schon vorher, damit eben solche Strukturen frühzeitig erkannt werden.

NACHrichten kann eigentlich jeder. Dafür brauche ich keine studierten Medienvertreter, das liefern mir mittlerweile auch Blogger aus den sozialen Medien."

Ich bin echt beeindruckt von Ihrer Medienkompetenz (Ironieknopf wieder aus).

@19. Juni 2020 um 20:23 von Leipzigerin59

Gute Frage, zählen Sie doch mal nach. Spaß bei Seite, das Problem des Rechtsextremismus und der Fremdenfeindlichkeit in der Bundeswehr aber auch der Polizei ist offensichtlich strukturell und dringt daher nur gelegentlich an die Öffentlichkeit und Politik, weil durch Chorgeist unterm Deckel gehalten. Oder glauben Sie, dass ständig Offiziere oder Hauptkommissare beim Verteidigungsminister oder Innenminister an die Tür klopfen und hilfesuchend rufen: Hilfe, ich bin von fremdenfeindlichen Rechtsextremisten umgeben!?

@pxslo

"
Am 19. Juni 2020 um 17:16 von pxslo
Nur die Spitze des Eisberges

Was wir momentan medial serviert bekommen dürfte nur die berühmte "Spitze des Eisberges" sein. Was ich vor allem vermisse ist ein wirklicher investigativer Journalismus in Deutschland.

[...] in keinster Weise. Ich beobachte diese Truppe schon seit Jahren. Warum sind dort Minderheiten seltener aufzufinden? Nach welchen Kriterien werden die Leute eingestellt? Warum gibt es im westlichen Ausland (GB, Frankreich, Holland, USA usw.) prozentual mehr Minderheiten bei Armee u. Polizei? Alles Zufall?

Ich für mich weiß jedenfalls, wie ich das zu beurteilen habe. Da kann mir niemand irgendwelche Märchen erzählen."

Genau die Fragen, die Sie hier stellen, wurden durch investigativen Journalismus alle beantwortet, immer mal wieder, seit Jahren. Es hat bloß offensichtlich niemanden interessiert, mich schon und ich habe es wahrgenommen. Ich weiß nicht, was Sie beobachtet haben, aber die Medien zu diesen Themen vermutlich nicht.

@stupid at first, 20:32

Daß ist eben seit der Abschaffung der Wehrpflicht nicht mehr der Fall. Leute mit einer gewissen polit. Ausrichtung sind bundeswehraffiner, als andere. Während der Zeit, als es die Wehrpflicht gab, war diese ein korrektiv für die rechten Gesellen in der Bundeswehr. Die trauten sich einfach nicht, ihr Gedankengut offen zur Schau zu stellen, da die Dienstbeschwerde auf dem Fuße gefolgt wäre. Nun sind sie unter sich.

Naja, ich darf Sie auf meinen Post von 16:54 aufmerksam machen. Auch zu Zeiten der allgemeinen Wehrpflicht war die Sache nicht besser.

@Sisyphos3 15:42

Zitat: "sind wir mal ehrlich
wie kommen WDR, NDR und SZ an ihre Infos,
wie kommen die zu ihren Reportagen
durch offizielle Infos der Frau AKK ?
man sollte sich doch vorsichtig Äußern wenn man selber von Verrat profitiert"

Ist doch ganz logisch, wo die Informationen herkamen. Entweder von Mitarbeitern des MAD, Mitgliedern der KSK oder aus deren Umfeld. Recherchieren ist noch lange kein Verrat, sondern ein Eckpfeiler unserer Deokratie. Auf so etwas, wie in Putin- oder Erdoganstan, kann ich verzichten.

WDR, NDR und SZ, weiter so.

20:36 @lePecheur

Ja,
Frau Esken, die so viel Schelte einstecken musste, hat nicht nur in ein Wespennest, sondern ein Hornissennest gestochen.

Ich weiß, dass es im Osten auch solche Nester gibt und kann das manchmal nicht fassen.

Es wird immer widerlicher.

@stoney_tue 16:07

Zitat: "Sturmgewehre und Plastiksprengstoff - aus Bundeswehrbeständen?

Wenn solche Kriegswaffen aus den Beständen der Bundeswehr einfach verschwinden können - dann wäre das schon höchst dramatisch.

Wenn sie "Mitbringsel" aus einer Krisenregion waren - es gibt Orte, da bekommt man ne AK-47 für den Preis eines Huhns - wäre das ebenfalls höchst problematisch. Dann funktioniert offenbar die Zollkontrolle für Soldaten überhaupt nicht ..."

Dann sollte vielleicht das Landwirtschaftsministerium die Wehrbeschaffung organisieren, kommt billiger.

Aber Scherz beiseite, als ich bei der Bundeswehr noch die Wehrpflicht genossen hatte, wurde jede Patrone und jede Waffenausgabe dokumentiert. Daß da irgendwelche Wehrbestände beiseite gebracht wurden, war quasi unmöglich, was wohl heute möglich ist. Äußerst bedenklich.

20:40 von frosthorn

"Kurz nachgereicht … weil eben schon Tread geschlossen" …

"In Orakel" … wollte ich Ihnen sagen, dass es 1. nicht das erste Mal war, dass Ihnen wegen Nachdenklichkeit unterstellt wurde, Sie sähen zu wenig die Seite der Opfer, und beschützten die Täter. Und 2. kann ich Ihre Einstellung bestens nachvollziehen. Kritik daran war in meinen Beiträgen ja auch keine …

@19. Juni 2020 um 20:40 von frosthorn

Naja, sagen wir besser, die Sache war nicht viel besser. Ein wenig ist aber schon dran, was stupid at first schreibt.
Ich bedauere auch die quasi ersatzlose Streichung des Wehrdienstes. Ich hätte mir eine einjährige Staatsdienstpflicht mit Wahlfreiheit für alle, unabhängig von Geschlecht usw gewünscht. Das wäre für die Gesellschaft sehr wertvoll gewesen.
Aber ich darf ja auch mal wunschdenken.
;)

@frosthorn 16:54

Zitat: "Ich habe meinen Wehrdienst 76/77 abgeleistet und wurde Zeuge eines Saufgelages von Unteroffizieren mit Hakenkreuzfahnen und Horst-Wessel-Lied. Als ich das meinem Kompaniechef meldete, warf er mich aus seinem Büro. Das Dienstbuch, in das ich den Vorfall eingetragen hatte, war tags darauf verschwunden und tauchte nie wieder auf.
Dreißig Jahre später habe ich als Zivilist in der Ausbildung von Zeitsoldaten in Zivilberufen gearbeitet. Was mir da zu Augen und zu Ohren kam, unterschied sich nicht vom oben geschilderten.
Das Problem ist zeitlos, weil es systemimmanent ist."

Auch damals gab es schon den Wehrbeauftragten, und auch die Pfarrer hätten sicher weitergeholfen. Daß es so etwas gab, glaube ich sofort. Offen wurde so etwas nie zelebriert.

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