Ihre Meinung zu: Italiens "ausgeschlossene Generation" hofft auf Arbeit

24. Juni 2020 - 9:06 Uhr

In Italien machen gerade etwa eine halbe Million Schülerinnen und Schüler ihr Abitur. Der Start ins Arbeitsleben war vorher schon schwierig, die Corona-Krise hat die Aussichten weiter verschlechtert. Von Elisabeth Pongratz.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3
Durchschnitt: 3 (2 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Halb Europa

Ich denke Halb Europa wird diese Probleme in Zukunft haben, wenn es nicht genug Arbeit gibt werden Selbst Gut ausgebildete Menschen keine Arbeit bekommen.

Wie in Deutschland. Die Wahl

Wie in Deutschland. Die Wahl zwischen Arbeitslosigkeit oder ewigem Praktikum.
Facharbeiter sind nicht mehr gefragt. Billigstkräfte hingegen schon.

Sieht schlecht aus!

Das ist bei uns in Spanien nicht anders, ein Master reicht gerade mal für einen Job bei McDonalds. Anstatt traditionelles Handwerk zu fördern, will jeder studieren und schon seit 20 Jahren finden die gut Ausgebildeten keine Arbeit mehr in Spanien, weil sie zu teuer sind.
Die Industrie wandert hier in Spanien ab, anstatt zu, was an der politischen Lage mit all den bekannten und unbenanneten Faktoren liegt.
Die Frage ist doch weltweit die, wird es funktionieren dass alle Arbeit finden, Frauen und Männer?
War die traditionelle Familie wirklich so schlecht, wie heute über sie gesprochen wird? Corona hat doch eine weitere Schwäche des "neuen Systems" aufgezeigt, Kinder wurden auf einmal eine "Belastung" für die geplagten Corona-Eltern. Der Staat soll es jetzt richten.
Ich glaube dieses System hat keine Zukunft.

Italiens "ausgeschlossene" Generation hofft auf Arbeit....

Und die bekommt sie nicht.Höchstens unter prekären Bedingungen.Am Ende heißt es wieder Arbeitsemigration nach Norden.Zu jenen Exportstärksten,die den Süden niederkonkurrieren.Also mit ihren Leistungsbilanzüberschüssen
faktisch auch Arbeitslosigkeit exportieren(OECD,IWF).

@9:30 von Bender Rodriguez

„Facharbeiter sind nicht mehr gefragt. Billigstkräfte hingegen schon.“

Das Gegenteil ist der Fall: gerade Facharbeiter werden gesucht, im Handwerk sogar während der Corona-Krise, und danach sowieso.
Im Gegensatz zu Nichtqualifizierten: Die fanden schon vor Corona kaum noch Arbeit in unserer immer technischer werdenden Welt.

@9:33 von Bernd Kevesligeti

„…Zu jenen Exportstärksten,die den Süden niederkonkurrieren.Also mit ihren Leistungsbilanzüberschüssen
faktisch auch Arbeitslosigkeit exportieren…“

… was doch die Frage nahelegt, weshalb „der Süden“ es auch in Jahrzehnten nicht geschafft hat, seinen Export zu stärken und vielleicht mit dem erwähnten Leistungsbilanzüberschuss des Nordens zu konkurrieren.

Studierte Facharbeiter?

Facharbeit können Studieren müssen aber nicht, was will z. Beispiel ein Capo auf der Baustelle mit einem Mitarbeiter der zwar alles besser weiß jedoch nicht viel kann?Fakt ist im Handwerk fehlen die Mitarbeiter denn die Indistrie saugte sie bisher mit höheren Löhnen weg.

Ich verstehe den Artikel nicht

Nach den Informationen der letzten Jahre gab es doch so viel Arbeit wie nie zuvor. Das war doch das Schluesselargument fuer die Zuwanderung: man braucht die Leute fuer den Arbeitsmarkt.

War das etwa nicht richtig, oder wie muss man das verstehen.

Das Problem ist der Euro

Die Idee, dass uns die Arbeit ausgeht ist komplett falsch. Auch exportiert Deutschland keine Arbeitslosigkeit. Im Gegenteil, Deutschland exportiert Güter, die andere nicht so effizient (Resourssenschonend) herstellen können. Das Problem ist der Euro. Er ist für Deutschland zu schwach und für Italien zu stark.

9:15 MichlPaul

"ich denke halbe Europa wird diese Probleme in Zukunft haben......"

Ich denke ganz Europa hat schon die Probleme.
Das Dilemma für diesjährige Abiturienten hat schon begonnen. Denn die Firmen sind angesichts der Unsicherheit sehr vorsichtig mit Ausbildungsplätzen und der Dualen Ausbildung.

Profitgier der Konzerne

dieser Artikel zeigt doch auf was in Italien und fast alle Länder der EU-Gemeinschaft falsch läuft bzw. auf den Rücken der Arbeitnehmer/in geschieht. die Politik hat zugeschaut bzw. zum Teil geholfen dabei. denn wer hat zugelassen das Firmen/Konzerne wegen den Maximal-Profit Werk in der EU geschlossen wurden und in Billiglohn-Länder abgewandert sind. es waren die Politiker die an der Macht waren und jetzt so tun als wären andere Schuld. so sieht es doch aus wenn man in die Tiefe geht. und bei uns in Deutschland wurden Sklavenlöhne eingeführt siehe Fleischwirtschaft und andere Bereiche. und verantwortlich dafür sind die etablierten Parteien .

@ Egleichhmalf

" gerade Facharbeiter werden gesucht, im Handwerk sogar während der Corona-Krise, ..."
"Im Gegensatz zu Nichtqualifizierten: Die fanden schon vor Corona kaum noch Arbeit in unserer immer technischer werdenden Welt."

Das sehe ich auch so! Vielleicht noch ein extremer Gedanke: Sind die Nichtqualifizierten nicht die Bedingung, damit der Facharbeiter überhaupt Arbeit finden kann und so viel Geld verdient?

Denn je höher der Standard, die Produktion, die Technik, desto qualifizierter müssen die Beschäftigten werden, um sich mit diesen anspruchsvollen Themen zu beschäftigen. "Den Rücken frei" halten ihnen die Nichtqualifizierten, die sich um alle notwendigen anderen Arbeiten kümmern.

Der Facharbeiter "honoriert" dies mit seiner höheren Last an Steuern und Sozialabgaben, die der anderen Gruppe zuteil werden.

Es ist nur so ein Gedankenspiel.

von Egleichmalf 9:43

Ihre Fragestellung blendet faktisch aus,was anhaltende Leistungsbilanzüberschüsse bedeuten:Eine Entwicklungshemmung und Verschuldung bei anderen.Einen sozialen Wettlauf- aber nach unten.Die EU-Zone ist maßgeschneidert für die deutsche Exportwirtschaft.
Und es wird wie ein Spaltpilz wirken.

Facharbeitermangel gibt es

Facharbeitermangel gibt es nicht. Es werden nur billigere Kräfte gesucht.warum sonst gibt es Arbeitslose alte Facharbeiter? Sie sind zu teuer.

Ein Fachmann braucht heute

Ein Fachmann braucht heute Abitur. Ein Abiturient hat die Wahl, lehre und darben oder Studium und ein wenig Geld . Warum entscheiden sich so wenige für die Lehre? Und wenn in Südeuropa so viele arbeitslos sind, warum kommen die nicht einfach zu uns? Hier gibt es angeblich einen Mangel. Sie müsste alle sofort einen Job kriegen.

Re Michael Klaus Möller !

An diesem Post ist was Wahres dran, aber nicht nur dies läuft schief, sondern auch, dass zu viele studieren wollen. Wo sollen denn die bitte unterkommen ????
Es gibt zu wenige, die ein Handwerk erlernen wollen, die wirklich zu packen wollen. Und wenn man auch noch sieht und liest, am Besten nur noch vier Tage die Woche und maximal sieben Stunden pro Tag arbeiten zu einem hoffentlich hohen Lohn, dreimal im Jahr in Urlaub fahren, das kann nicht gut gehen.
Natürlich darf es aber auch solche Dinge wie Tönnies und CO nicht geben, wo Menschen aus reiner und rücksichtsloser Gier ausgebeutet werden in Europa, und auch alle Verlagerungen in Billiglohnländer ist auch nur wegen der Kohle passiert. Mit daran Schuld ist die Politik, die dies alles begünstigt hat, und dafür eine qualifizierte Ausbildung der Jugend sträflich vernachlässigt. Siehe D mit all den maroden Schulen, fehlenden Lehrern und PC`s. Ein echt Klasse- Beispiel vom Versagen der Politik !

Wichtig ist, dass möglichst

Wichtig ist, dass möglichst viele gutausgebildete Menschen in allen EU - Ländern arbeitslos werden.
Denn nur so wird sich vielleicht etwas an den erbärmlichen Gesetzen ändern.
Vielleicht sind gutausgebildete Arbeitslose eher in der Lage, sich zu organisieren und den Politikern Druck zu machen, damit Arbeitszeiten verkürzt und Arbeitsbedingungen verbessert werden um möglichst viele Menschen an der vorhanden Arbeit teilhaben zu lassen.
Und mit der bevorstehenden Digitalisierung in fast allen Bereichen der Wirtschaft wird die Arbeit noch weniger. Also müssen Arbeitszeiten entsprechend gekürzt werden.
@Tagesschau: Berichtet doch bitte mal, wie die Arbeitslosen in anderen EU - Ländern unterstützt werden?
Gibt es da so etwas wie Harz4 oder noch Schlimmeres? Oder gibt es auch Länder, in denen es eine bessere Unterstützung für Arbeitslose gibt?

10:27 von Bender Rodriguez

wenn in Südeuropa so viele arbeitslos sind, warum kommen die nicht einfach zu uns?
.
gibt's hierzulande keine Arbeitslosen ?
sie schreiben ja "angeblich einen Mangel."

In Abhängigkeit gehalten von einem Phantom

Es ist ja nicht so, dass es für diese motivierten und fähigen jungen Leute nicht mehr als genug Möglichkeiten gäbe, ihr Potential sinnstiftend und zum allgemeinen Nutzen einzusetzen. Dass sie durch "finanzielle" Zwänge daran gehindert werden, ist einfach nur ein Skandal.

Boomer sind wichtiger

Die größte Anzahl von Menschen einer Generation sind immer noch die (Baby-)Boomer. Die haben zum Teil Geld angesammelt und sind somit wirtschaftlich schon mal interessanter als Studenten. Zusätzlich sind sie auch eine große und somit wichtige Wählergruppe.
Da die Wirtschaftsdaten interessanter sind als persönliche Schicksale ist auch klar wie es weiter geht, da es keinen großen Unterschied zu vorher macht. Die "neuen" Arbeiter der GenZ müssen sich Gehaltsmäßig zurück nehmen, da es der Wirtschaft so schlecht geht und die Konsumenten der älteren Generationen müssen mehr zahlen weil es der Wirtschaft so schlecht geht. Die Generationen dazwischen machen den Spagat zwischen beidem.
Das Wirtschaftssystem lief vorher schon problematisch und jetzt wird es einfach wieder versucht in den alten Zustand zurückzuversetzen. Das war vorher schon nicht Nachhaltig aufgebaut und jetzt versucht man aus einem stark abgebremsten Zustand mit einem kaputten Motor wieder auf volle Leistung zu kommen.

@ um 10:27 von Bender Rodriguez

In den letzten 2 Jahren gab es in den Medien mehrfach Berichte über Südeuropäer, die aus ihrem Heimatland nach Deutschland gekommen sind, um hier zB in Pflegeberufen zu arbeiten.
Und die, erschrocken über die schrecklichen Arbeitsbedingungen und die dafür schlechte Bezahlung, so schnell wie möglich wieder nach Hause gereist sind. Deshalb hat Herr Spahn ja schon versucht in Mexiko oder Tunesien Pflegekräfte anzuwerben.
Offensichtlich nicht mit besonderem Erfolg.
Man hört über diese Leute gar nichts. Wahrscheinlich sind sie auch schon wieder abgereist.
Die Löhne zu erhöhen und die Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen zu verbessern, wäre der bessere Weg.
Auch in anderen Berufen.
Besonders auch im Handwerk.

09:18 & 10:22 von Bender Rodriguez

"Facharbeiter sind nicht mehr gefragt. Billigstkräfte hingegen schon." - "Facharbeitermangel gibt es nicht. Es werden nur billigere Kräfte gesucht.warum sonst gibt es Arbeitslose alte Facharbeiter?"
.
In unserem Unternehmen ist es schlicht umgekehrt. Früher hatten wir überwiegend Produktionshelfer. Dieses Berufsbild stirbt bei uns immer mehr aus. Statt dessen werden Spezialisten gesucht und oft nicht gefunden. Den Trend zu immer mehr Billigstkräften sehe ich nur in wenigen Bereichen. Die Fleischindustrie ist da sicher ein abschreckendes Beispiel. Aber letztlich wird auch dort produziert, was viele Kunden bezahlen wollen.

09:43 von Egleichhmalf

… was doch die Frage nahelegt, weshalb „der Süden“ es auch in Jahrzehnten nicht geschafft hat,
.
interessante Frage !
warum sind Bundesländer mit 31.000 Euro verschuldet haben 10 % Arbeitslosenquote
obwohl sie Länderfinanzausgleich bekommen und seit 70 Jahren
von der "arbeitnehmerfreundlichen" SPD regiert werden
andere seit Anbeginn die "arbeitgeberfreundliche" CSU wählten
1.100 Euro Schulden angehäuft haben und nur ein Bruchteil der Arbeitslosen haben
mir scheint es könnte auch andere Gründe geben als nur das Klima oder der Ort wo die Menschen leben

um 09:47 von IBELIN

"Nach den Informationen der letzten Jahre gab es doch so viel Arbeit wie nie zuvor. Das war doch das Schluesselargument fuer die Zuwanderung: man braucht die Leute fuer den Arbeitsmarkt. War das etwa nicht richtig, oder wie muss man das verstehen."
.
Vor Corona-nach Corona. Kann man verstehen, kann man aber auch nicht verstehen wollen.

10:53 von nie wieder spd

Die Löhne zu erhöhen und die Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen zu verbessern,
.
erstaunlich ...
deutsche Ärzte wandern zu Hauf nach Skandinavien aus
der besseren Bedingungen wegen
im Gegenzug kommen Ärzte aus dem ehemaligen Ostblock zu uns
auch "der besseren Bedingungen wegen"

@Egleichhmalf / 9:43

"… was doch die Frage nahelegt, weshalb „der Süden“ es auch in Jahrzehnten nicht geschafft hat, seinen Export zu stärken und vielleicht mit dem erwähnten Leistungsbilanzüberschuss des Nordens zu konkurrieren."

... Nun, diese Frage stellt sich in der Tat! Aber als Antwort, wird man dabei nicht nur Gründe auf Seiten des Südens finden. ... Natürlich müßte man dabei noch dazu bereit sein, daß Ganze ohne Vorbehalte zu betrachten! Für Einige - die immer Angst davor haben etwas weggenommen zu bekommen - vermutlich zu schwierig!

Fakt ist, eine Lösung ergibt sich nur aus dem Jetzt mit einem vernunftbehafteten Blick in die Zukunft. Dabei sollte der Fokus weniger im nationalen als auf dem europäischen liegen. Alles andere schwächt auch unserer Wirtschaft! Leider nachhaltiger als sich das wiederum viele vorstellen können.

@09:48 von Economist70

"Auch exportiert Deutschland keine Arbeitslosigkeit. Im Gegenteil, Deutschland exportiert Güter, die andere nicht so effizient (Ressourcensparend) herstellen können"
Ja- Deutschland exportiert Güter die andere nicht so effizient herstellend können und damit sind die anderen Volkswirtschaften in EU nicht gegenüber D konkurrenzfähig. (Ein Grund ist übrigens dass in D die Löhne bezogen auf die Produktivität im Vergleich zu niedrig sind) Dadurch entsteht in den anderen Ländern die hohe Arbeitslosigkeit - was diese Länder immer mehr in den Sumpf treibt. Deswegen muss dann wiederum der deutsche Steuerzahler für die Schulden der anderen Länder aufkommen - was wiederum die Steuerlast für uns Steuerzahler hochtreibt.
D.h. die deutschen Steuerzahler bezahlen dieses unmögliche System gleich mehrfach weil wir dadurch sowohl niedrige Reallöhne als auch höhere Lohnsteuern haben und keine Zinsen mehr.
Mit dem Euro haben sie übrigens vollkommen recht - eigentlich müsste D aus der EU austreten.

@ Economist 70 / 9:48

" .... Auch exportiert Deutschland keine Arbeitslosigkeit. Im Gegenteil, Deutschland exportiert Güter, die andere nicht so effizient (Resourssenschonend) herstellen können. Das Problem ist der Euro ... für Deutschland zu schwach und für Italien zu stark ... "

... na, wenn Sie sich da mal nicht irren!

Eine halbe Million junger Mensch

Das wäre doch die Chance für Deutschland. Wenn wir weltoffener wären und nicht so viele Vorurteile gegenüber Fremden hätten. Ich würde mir wünschen, dass ein großer Teil der jungen Italiener nach Deutschland kommt und hier Ausbildung und Arbeit findet. In allen Bereichen werden Arbeitskräfte gesucht. Unser Gesundheitsminister fliegt nach Mexiko und sonst wo hin und schließt Verträge ab Arbeitskräfte nach Deutschland zu bringen. Europa ist hier und die jungen Menschen brauchen jetzt unsere Unterstützung.

Die Löhne müssen einfach

Die Löhne müssen einfach drauf. Dann gibts keinen Mangel dafür kann man Managergehälter dramatisch kürzen. Für nur einen Winterkorn könnten 8500 Facharbeiter rumspringen.
Und die haben deutlich mehr Verantwortung, als irgendein Manager. Siehe VW. Keiner verantwortlich.

Bayern war 40 Jahre lang Empfängerland.

@10:58 von Sisyphos3
Die CSU hat es allerdings verstanden, mit ihrer Sonderstellung mehr Zuwendungen vom Bund herauszuholen.
Vgl. heute noch die Verkehrspläne des Bundes.
Dann spielte auch eine Rolle, dass viele potente Firmen aus verschiedenen Gründen nach dem Krieg ihren Hauptsitz von Berlin nach München verlagerten.
Dazu kommt dann die Rüstungs-/Luftfahrtindustrie.
Und als nicht einmal letzter Punkt Nachteile für einzelne Gruppen.
Ein befreundeter Gymnasiallehrer rechnete einmal vor, dass ihn der "Bayern-Malus" in seiner Fächerkombination ca. eine Viertelmillion gegenüber anderen Bundesländern benachteiligte.

Hinter Ihren Ausfuehrungen...

... steckt m.e. leider der Versuch, Maenner gegen Frauen a.d. Arbeitsmarkt auszuspielen und vor allem Frauen wieder in die "traditionelle" Familienrolle zu draengen. Ich sage Ihnen, was schlecht ist an dem alten Familienmodell: Die Arbeit der Hausfrau und Mutter wird nicht wertgeschaetzt, sie ist ja gratis, die Frau wird in totale Abhaengigkeit von ihrem Partner gedraengt, alle Nachteile bei Trennung oder Rente inklusive. Das alte Familienmodell basiert auf der Annahme, dass es Frauen geradezu in ihrem genet. Code angelegt haben, dass sie die besseren Carer sind, was voelliger Unsinn ist, ich waere ein Paradebeispiel dafuer, mich interessiert nichts weniger als Familie. Nein, der Gender-Gap muss endlich geschlossen werden und Unternehmen, die prekaere Loehne zahlen, muessten vom Markt verschwinden, anstatt, dass sie noch vom Staat alimentiert werden.
@ Bender rodriguez. Wir haben ein mittelstaend. Bauunternehmen und suchen bundesweit nach Facharbeitern, eine grosse Herausforderung.

Italiener haben

Italiener haben jahrzehntelang Stillstand gewählt, davon alleine 20 Jahre Berlusconi. Solange dort keine Bereitschaft für Reformen a la Agenda2010 besteht, wird sich insbesondere für jüngere Menschen keine Verbesserung der Lebensqualität einstellen. Die jetzt geplanten geschenkten Milliarden werden Reformen eher weiter verzögern.

11:12 von Brisant

ch würde mir wünschen, dass ein großer Teil der jungen Italiener nach Deutschland kommt und hier Ausbildung und Arbeit findet.
.
das ist dann die Lösung ?
in ein Land zu gehen wo man niemanden kennt, mit einer fremden Kultur / Sprache
total andere Lebensgewohnheiten
in der Heimat bleiben dann nur Rentner - wer zahlt deren Rente -
dort stehen Wohnungen leer - hier fehlen welche
wäre es nicht besser dort Strukturen zu schaffen, die in Leben ermöglichen
übrigens man braucht nicht so weit schauen
einfach mal in den Osten unseres Landes blicken

11:16 von krittkritt

dass viele potente Firmen aus verschiedenen Gründen nach dem Krieg ihren Hauptsitz von Berlin nach München verlagerten.
.
was sind denn diese Gründe ?

"befreundeter Gymnasiallehrer " ... das habe ich jetzt nicht verstanden

11:14 von Bender Rodriguez

Für nur einen Winterkorn könnten 8500 Facharbeiter rumspringen.
.
also so dramatisch ist es auch nicht !!
schlimm genug dass es 120 oder so sind
oder kriegte der Winterkorn 250 Mill im Jahr

Unser wertvollstes Gut usw. ähnl. Floskeln.

Ich kann es nicht mehr hören.Auf der einen Seite wenn es wem nutzt ist die Rede vom wertvollsten Gut der Jugend;Bildung usw.blabla
Aber wie lange hören wir das schon in allen EU Ländern auf der Welt?Der Markt ist ausgerichtet auf erst einmal die Deckung der Bedürfnisse ob Grund;Luxus usw. u.es sind Wirtschafts;Waren;Geldkreisläufe. Es nutzt gar nichts wenn ich einen Kuchen verteilt habe u. damit alle Bedürfnisse gedeckt sind.Das geschieht weitgehend ohne wirklich verbindl. Regeln multinational. Heißt nichts anderes das wenn einige die Produktionsstätten das Kapital Boden Infrastruktur haben u.die Wertschöpfung sich dahin letztlich konzentriert wo es die wenigsten Hindernisse zur gewinnmaximierung gibt.So können die anderen nur noch in die Röhre schauen oder sich noch billiger zur Wertschöpfung weniger prostituieren aus Not aber das Resultat bleibt gleich mit all den Vorteilen der einen u.Nachteilen der anderen.Es ginge nur wenn Regeln fair u.neu verteilen würde die Bildung;Arbeit usw..

Um 11:12 von Brisant

Deutschland ist weltoffen. Hier leben mehr als 20 Millionen Ausländer, die Hälfte davon aus anderen EU Staaten.
In Deutschland werden wegen Corona auch viele Ausbildungsplätze fehlen, und Sie wollen jetzt auch noch die wenigen Ausbildung/ Studienplätze mit Ausländer besetzen?

Redfan96

Du solltest den gesuchten Mitarbeitern einfach mehr Geld bieten. Dann musst du nicht lange suchen.
Ich bin Facharbeiter. Komischerweise hat noch niemand versucht, mich mit viel Geld abzuwerben.
Als ich die Firma gewechselt habe, ging es ausschließlich ums Geld. Nur einen Cent weniger und ich hätte nicht gewechselt. Und das erste Angebot war eine Frechheit. Berufsanfänger ohne Erfahrung bekommen das.

Die ausgeschlossenen

Als Kellner verdient Sie 1200€, Donnerwetter.
Was verdient denn ein Facharbeiter in Italien?

Sysi

Was steht da denn für ein Unfug. 8500? Nein 333.

Aber gut aufgepasst. ;-)

@Paco - richtig

"War die traditionelle Familie wirklich so schlecht, wie heute über sie gesprochen wird? Corona hat doch eine weitere Schwäche des "neuen Systems" aufgezeigt, Kinder wurden auf einmal eine "Belastung" für die geplagten Corona-Eltern. Der Staat soll es jetzt richten."

Sehr treffend. Bis vor kurzem wurde im internationalen Vergleich regelrecht wettgeeifert, Frauen möglichst schnell nach der Mutterschaft in Erwerbstätigkeit zu führen.
Krippenplätze für alle - war das neue Motto.
Das Neugeborene möglichst früh aus dem Weg der vermeintlich nur auf Erwerb brennenden Mutter.
Dass damit die psychologisch und sozial essentielle Rolle der Mutter für das Kind geopfert wurde - geschenkt.

Nicht zuletzt die Coronakrise, aber auch die jüngsten erschütternden Missbrauchs- und Misshandlungsfälle in der Kinderbetreuung werden zum Umdenken führen, um welchen Preis es sich handelt.

"Ich wollte anfangs

eigentlich nach Neuseeland fliegen und da sechs Monate arbeiten,
um mit dem Lohn nach Indien weiter zu verreisen.
.
dann sind die Sorgen/Nöte ja noch überschaubar
//
" Da steht Italien, das vorher schon so hoch verschuldet da, schlimmer da als je zuvor."
.
also scheint "Schuldenmachen" auch nicht der Weisheit letzter Schluß

Unbezahlte Mehrarbeit in Bayern.

@11:41 von Sisyphos3
– Manche Fächerkombinationen haben am Gymnasium eine um 4 Stunden höhere Lehrverpflichtung ohne höheres Gehalt. Dadurch "spart" der Staat natürlich.
– Siemens und BMW sind wegen der deutschen Teilung nach München gezogen.

Ich hab es noch gelernt.

Markt;Wirtschaftskreisläufe;Bedürfnissdeckung usw. u. die Faktoren die notwendig sind um all das die Dinge zu gewährleisten um sie überhaupt zu erschaffen eine Wertschöpfung zu generieren. Da war meiner Erinnerung die Bildung unter Investitionsgut zu finden. Und wer hat das Kapital;Grund ;Boden Produktionsmittel um zu investieren in.....? Der Arbeitnehmer jedenfalls nur wenn er so gut verdient hat;haben wird um sich für den Chef zu spezialisieren in Handwerk;Buchhaltung oder was auch immer. Was man aber immer hört ist das bitte der Steuerzahler mitfinanzieren soll u. die sozialen Kosten doch so hoch sind usw.Was man nie hört das die Allgemeinheit mit den sozialen Töpfen aber immer auch ein beständiger Topf ist an dem man sich gütlich tun kann indem man einfach nur daran Gewinnmaximiert u. noch fieles über viele Töpfe mitfinanziert bekommt u. oder aber nicht so besteuert wird oder gar nicht mit an den Kosten sich beteiligen muß was man selber existenziell braucht u. benötigt.

Einkommen für einen Verdiener zu gering.

@12:05 von conversator educatus @Paco
Mein Vater konnte als "einfacher" Facharbeiter noch eine ganze Familien mit 5 Kindern ernähren.
Heute wollen Polizeibeamte in Bayern oft nicht nach München, weil das Gehalt auch mit Zuschlägen kaum ausreicht.

"ausgeschlossene Generation"

Dann kann man nur hoffen das sie jetzt erkennen wie wichtig persönlich Leistung, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und wählen ist.

13:45, werner1955

>>"ausgeschlossene Generation"
Dann kann man nur hoffen das sie jetzt erkennen wie wichtig persönlich Leistung, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und wählen ist.<<

Sie meinen, vorher wussten die das nicht, oder nicht so sehr wie die Jugend in Deutschland?

Was verleitet Sie zu dieser Annahme?

Einkommen ...... zu gering.

von krittkritt @
Es kann aber auch sein das die Ansprüche an Konsum,Handy, PKW, Urlaub und wohnen einfach zu groß sind.

Auch ist der Lohn ja nicht immer das Problem. Die hohen Steuern, Gebühren, EEG, GEZ und Sozilkosten nehmen den Bürger ja viel von der durch Ihre persönliche Leistungen erhaltenen Mittel wieder weg.

09:30, Paco

>>Die Frage ist doch weltweit die, wird es funktionieren dass alle Arbeit finden, Frauen und Männer?<<

Diese Frage stellt sich gar nicht, denn ein Großteil der Menschen wird für den Produktionsprozess nicht mehr gebraucht. Sie sind, volkswirtschaftlich betrachtet, einfach überflüssig.

Es gibt verschiedene Arten und Weisen, damit umzugehen.

In Deutschland beispielsweise Hartz4. In den USA "Mass Incarceration". So ist zu erklären, daß die USA mit 5% der Weltbevölkerung 25% der Gefängnisinsassen weltweit stellen.

09:33, Bernd Kevesligeti

>>Italiens "ausgeschlossene" Generation hofft auf Arbeit....
Und die bekommt sie nicht.Höchstens unter prekären Bedingungen.Am Ende heißt es wieder Arbeitsemigration nach Norden.Zu jenen Exportstärksten,die den Süden niederkonkurrieren.Also mit ihren Leistungsbilanzüberschüssen
faktisch auch Arbeitslosigkeit exportieren(OECD,IWF).<<

Sie haben ja das Konkurrenzprinzip des Kapitalismus sehr schön verinnerlicht.

Sind Sie denn der Meinung, daß auch beispielsweise Bayern Bremen niederkonkurriert?

Denn dort verschwindet die Industrie, während sie in Bayern wächst.

Sollte man vielleicht nicht doch endlich mal sich von dieser Art zu denken lösen und anfangen, solidarisch zu denken?

Ist natürlich schwer bei dem ganzen Michelgeschrei. "Wir zahlen für alles, und alle wollen sie nur unser Geld!". Eigentlich die klassische Klage reicher Leute...

Was verleitet Sie zu dieser Annahme?

von fathaland slim @

Das auch in Italien Millionen Menschen aus andern Länder für einen Hungerlohn arbeiten,
wie bei uns auch. Besonders in der Landwirtschft und im Tourismuss.

09:43, Egleichhmalf

>>@9:33 von Bernd Kevesligeti
„…Zu jenen Exportstärksten,die den Süden niederkonkurrieren.Also mit ihren Leistungsbilanzüberschüssen
faktisch auch Arbeitslosigkeit exportieren…“

… was doch die Frage nahelegt, weshalb „der Süden“ es auch in Jahrzehnten nicht geschafft hat, seinen Export zu stärken und vielleicht mit dem erwähnten Leistungsbilanzüberschuss des Nordens zu konkurrieren.<<

Hier werden immer viele Behauptungen aufgestellt.

Man sollte aber bitte nicht vergessen, daß Italien eine positive Handelsbilanz hat und 2019 die neuntgrößte Exportnation der Erde war, und zwar vor Großbritannien.

Italien?

Es ist in Deutschland doch genau dasselbe!
Aber so gibt es dann ja genug arbeitslose Schüler die dann in absehbarer Zeit die Billiglöhner ablösen können weil sie ohne Abschluss dazu vom Arbeitsamt gezwungen werden.

Läuft!

Vielleicht gibt es demnächst auch die versprochenen Maßnahmen für die nächste Pandemie.
Maskenfabriken in denen die jetzige Generation arbeiten MUSS.

Eigentlich die klassische Klage reicher Leute..

von fathaland slim@
Oder von den Menschen die jede um 6 Uhr auf der Arbeit sind, Woche 40 Std. schuften und dafür dann sehr viel Ihrer persönlichen Leistung wieder abgeben müssen.

Als spät Dank werden dafür die von Ihnen erarbeiteten Betriebsrenten hoch Versteuer und mit doppelten Sozilkassenbeiträgen bestraft.

Und wofür ?

Lebenslauf- Sterben auch in Italien

Unser geliebtes Europa befindet sich allseits in rechnerischem Megaengagement. Vergehbare Werte sind zum mathematischem Magnet geworden. Kluge Mitmenschen verharren seit jeher bei der Erkenntnis: das ein
"Acht Stündiger Arbeitstag" aktive Vollzeit- Tätigkeit darstellt! Wohingegen ein "Zwölf Stündiger Arbeitstag" aktiver Lebenszeit- Raub an jenen Erwerbstätigen praktiziert wird. Es ist traurig, das all dem aus finanziell unfairen Gründen, noch eins drauf gesetzt wird. Wodurch nun auch die jungen Generationen emotional von liebevollen Familienplanungen in EU- "Eigenfinanzierbarkeiten" in spe abgeschreckt in werden. Während auf anderen Kontinenten der anhaltende Familienausbau intensiviert und verbreitet wird. Absurd, weil in diesem "Unserem" Jahrtausend längst jedes interessierte Schulkind weiß: das unsere Spezies persönlich die Erfinder der "Zahlungsmittelarten" sind- und nur dem global mitmenschlichem Zusammenhalt dienen soll. Auch klimatisch..."Ohne Nöte"!
Frau D. Brauer

'Ausgeschlossene Generation'

Was soll dieses Wert Urteil ueberhaupt?! Klingt nach Alten, die den Jungen sagen wollen "Wieso macht man heute noch Kinder?". Wacht endlich auf:ich haette auch nicht im Weltkrieg geboren werden wollen. Und dennoch haben die Senioren das Beste draus gemacht. Anstatt die Jugend staendig kleinzureden, koennte man ihr auch mal Mut zusprechen. Schwierigkeiten gibt es wohl in allen Generation en..

14:04, werner1955

>>Was verleitet Sie zu dieser Annahme?
von fathaland slim @

Das auch in Italien Millionen Menschen aus andern Länder für einen Hungerlohn arbeiten,
wie bei uns auch. Besonders in der Landwirtschft und im Tourismuss.<<

Italien ist ein reiches Land. Neuntgrößte Exportnation der Erde. Da lässt man die niederen Arbeiten gern von Domestiken von außerhalb erledigen. Dieses Prinzip finden Sie in allen wohlhabenden Ländern. Gern auch rechtlose Illegale, wie besonders in den USA.

>>Eigentlich die klassische

>>Eigentlich die klassische Klage reicher Leute..
von fathaland slim@
Oder von den Menschen die jede um 6 Uhr auf der Arbeit sind, Woche 40 Std. schuften und dafür dann sehr viel Ihrer persönlichen Leistung wieder abgeben müssen.<<

Wer viel verdient, zahlt hohe Steuern und klagt darüber.

>>Als spät Dank werden dafür die von Ihnen erarbeiteten Betriebsrenten hoch Versteuer und mit doppelten Sozilkassenbeiträgen bestraft.<<

Doppelte Sozialkassenbeiträge?

>>Und wofür ?<<

Ja, wofür zahlt man Steuern? Ich würde natürlich auch gern alles selbst behalten...

Italien ist ein reiches Land?

von fathaland slim @
Dann haber ich aber was entscheidendes in den letzten Jahren vollkommen falsch verstanden und dann braucht die "verlorene Generation" sich ja auch keien soren machen, oder ?

@Brisant 11.12

das gab es schon mit Vermittlung der Arbeitsagentur, junge Leute aus Italien, Spanien, Portugal und Griechenland hier in Arbeit zu bringen, insbesondere im Bereich Pflege und Gastronomie, z.B. in Schwäbisch Gmünd. Hat auch ganz gut funktioniert, wurde aber schnell vergessen als die Flüchtlinge in den Focus rückten.

@krittkritt

Es ist mir schon klar, dass das Gehalt in vielen Fällen nicht ausreicht, wobei es vielleicht auch in manchen Fällen daran liegt, zu hohe Erwartungen zu haben.
Wie auch immer, die Schuld hat ihr eindeutig die Politik mit einer falschen Familienpolitik. Ich sage immer, zahlt den Frauen die ersten sechs Jahre nach der Geburt 75% des Gehaltes aus Steuermitteln und keine wird ihren Säugling mit sechs Wochen in fremde Hände geben. Das Geld ist da, es geht nur an die falsche Adresse. Mit 50 Milliarden jährlich, die seit 2015 auf einmal da waren, könnten Deutsche selbst Kinder kriegen. Man gibt das Geld lieber Nichtdeutschen die dafür gerne Kinder kriegen.
Der Feminismus hat die Frauen völlig aus der Bahn geworfen, man hat den Eindruck sie haben sich dass nicht richtig überlegt, oder sind überrumpelt worden. Jetzt hetzen sie von A nach B und sind nach Arbeit und Kindern völlig erschöpft. Das Geld reicht trotzdem nicht?

Es wird sich nie was ändern!

Ausgeschlossenen Generation?? Italien hat sich nie sehr viel um die Jüngere Generation gekümmert. Tatsache ist einfach, dass Italien genauso wei Frankreich zwar wichtige Reformen beschließt und festlegt, jedoch diese erforderlichen Maßnahmen dann nicht umsetzt.

von fathaland slim 14:01

Warum verteidigen Sie letztlich den Exportnationalismus ?
Gerade das ist doch nicht solidarisch(Kurs auf anhaltende Leistungsbilanzüberschüsse).Das schreiben auch Menge linker und alternativer Ökonomen in den jährlich erscheinenden "Memoranden,Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik".

@ Sven Hagel 14:07

"Aber so gibt es dann ja genug arbeitslose Schüler die dann in absehbarer Zeit die Billiglöhner ablösen können weil sie ohne Abschluss dazu vom Arbeitsamt gezwungen werden."

Ich glaube, Sie verwechseln da was . Das war Weißrussland, wo man gezwungen werden sollte zu arbeiten, andernfalls drohen Strafzahlungen (und wahrscheinlich auch Haftstrafen).
Wenn Sie bei uns keine Leistungen beantragen d.h. nicht auf Kosten der Steuer- oder Beitragszahler leben können, wird Sie niemand vom Arbeitsamt dazu zwingen.

14:28, werner1955

>>Italien ist ein reiches Land?
von fathaland slim @
Dann haber ich aber was entscheidendes in den letzten Jahren vollkommen falsch verstanden und dann braucht die "verlorene Generation" sich ja auch keien soren machen, oder ?<<

Italien ist EU-Nettozahler, hat eine positive Handelsbilanz aufzuweisen und ist die neuntgrößte Exportnation der Erde.

Und hat trotzdem wirtschafts- und finanzpolitische Probleme.

Ja, das geht.

Sehen Sie, SOGAR(!) der EINZIGE(!) Grund,

.. das wir Deutschen eine vergleichbare "verlorene" Generation wie zum Beispiel die Italiener, Spanier, Portugiesen usw NICHT haben, ist erstaunlicherweise(!) auf unsere wirklich ungeheuren kriegsbedingten demographischen(!) Bevölkerungsverluste bis einschließlich des deutschen Geburtsjahrganges 1949 zurückzuführen!

Da die deutschen Geburtsjahrgänge bis einschließlich dem Geburtsjahrgang 1949 wirklich extrem(!) schwach ausfielen, gab es GENAU(!) aus diesem Grund hier in Deutschland auch immer noch genügend freie(!) Arbeitsplätze für die jüngeren Menschen hier in Deutschland!

In den südlichen Staaten ist die Lage in dieser Angelegenheit jedoch anders!

Die überdurchschnittlich VIELEN älteren Arbeitnehmer in diesen Staaten wurden immer zuletzt gekündigt, oder mussten bevorzugt auf neue Jobs untergebracht werden, und die jüngeren Leute waren in diesen Staaten immer die Leidtragenen!

Das Deutschland eine verlorene Generation NICHT hat, ist in Wahrheit NUR unserer Demographie geschuldet

... Arbeitslosigkeit wird mitgeliefert

@Bernd Keveslegiti, und genau diese Fakten werden das System zum Absturz bringen! Zumal diese Export - Überschüsse nur über sehr fragwürdige Finanzierungsmodelle irgendwie Abnehmer finden. Ohne den steten kreditierten Konsum müssten die Produktionskapazitäten deutlich heruntergefahren werden. Lange wird das nicht mehr weitergehen! MfG

Lange wird das nicht mehr weitergehen?

von Kruppstahl @
Allso wünschen Sie sich jetzt lieber 10 Mill. arbeitslose?
Welche Wirtschaftsordnug hat den 70 jahre Wohlstand und Frieden in Deutschland erreicht?

Abgesehn von dem Bombenkrieg ind Europa ist es doch sogar zur deutschen Einheit ohne einen Schuss Pulver gekommen weil auch die Bürger der DDR unsere freiheiten und Wohlstand haben wollten.

14:39, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 14:01
Warum verteidigen Sie letztlich den Exportnationalismus ?
Gerade das ist doch nicht solidarisch(Kurs auf anhaltende Leistungsbilanzüberschüsse).Das schreiben auch Menge linker und alternativer Ökonomen in den jährlich erscheinenden "Memoranden,Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik".<<

Exportnationalismus.

Diesen Begriff habe ich noch nie gehört.

Die seit 1975 bestehende, sehr angesehene Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspoltik hat sich als Gruppe nie in Ihrem Sinne zu Exporten und Importen geäußert. Durch Eurogegnerschaft ist sie nicht aufgefallen. Einzelne Mitglieder aber vielleicht schon.

@Bernd Kevesligeti 14.39

.Das schreiben auch Menge linker und alternativer Ökonomen in den jährlich erscheinenden "Memoranden,Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik".
Das hört sich ziemlich esoterisch an. Es gibt kluge und weniger kluge Wirtschaftspolitik. Klug ist die, die Wohlstand und Arbeitsplätze schafft. Wirtschaft wird in der Wirtschaft gemacht, nicht in Theoriezirkeln und nicht in Amtsstuben. Dort kann man höchstens günstige Rahmenbedingungen schaffen oder auch die Wirtschaft strangulieren. "Alternative Wirtschaftspolitik" hört sich sehr nach Voodoo-Economics an.

14:48, Kruppstahl

>>Zumal diese Export - Überschüsse nur über sehr fragwürdige Finanzierungsmodelle irgendwie Abnehmer finden.<<

Wenn ich als Amerikaner ein in Deutschland hergestelltes Auto kaufe, dann bezahle ich den Kaufpreis, und dieses Geld geht dann nach Deutschland.

Sehr vereinfacht dargestellt.

Ich weiß nicht, was daran fragwürdig sein soll.

Italiens "ausgeschlossene Generation" hofft auf Arbeit

Es ist schlicht paradox, auf der einen Seite Bildung zu fordern und auf der anderen Seite dann den entsprechenden Arbeitsplatz nicht zur Verfügung zu stellen bzw. gar nicht vorzusehen. Beides sind wohl je nach Situation und Standpunkt Ausreden von Politik und Wirtschaft, die mit Führung nichts zu tun haben. Der Dumme ist weiterhin der gleiche, der Fleißige, der Arbeitende, der Ehrliche ohnehin. Solange man die sozialen Konflikte auf kleinere Flamme halten kann, funktioniert das. Aber wehe, wenn nicht mehr. Ein gemeinsames Europa heißt auch, dass einem das Geschehnis in einem anderen Land nicht egal sein kann. Morgen ist das Problem vor der Tür.

14:57, deutlich @Bernd Kevesligeti 14.39

>>"Alternative Wirtschaftspolitik" hört sich sehr nach Voodoo-Economics an.<<

Lesen Sie mal den Wikipediaartikel zur "Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik".

Ein ganz klein wenig Ahnung sollte man schon haben, bevor man sich über etwas lustig macht.

von fathaland slim 14:57

Dann schauen Sie doch bitte mal in die Ausgabe 2020,Seiten 187/188.

Und übrigens ist die deutsche Politik dies bezüglich kein Stabilitätsanker.Im Gegenteil,durch die Ungleichgewichte in der Leistungsbilanz in Europa und der Welt kann es zu Handels-und Währungskriegen kommen.

von deutlich 14:57

Nein,esoterisch ist das nicht.Es werden ökonomische Tatsachen und Widersprüche benannt.Und die gegenwärtige Wirtschaftspolitik,sie ist vielleicht klug für den europäischen Norden,aber für andere nicht.Und wahrscheinlich auch nicht zukunftsfähig.

Vom Wohlstand ausgeschlossen

Eine ganze Generation ist in Italien vom bürgerlichen Wohlstand ausgeschlossen. Wenn man das nicht schnell ändert, wird ein neues Proletariat entstehen. Und das droht in Deutschland auch.

Voll daneben - Deutsche Wirtschaft brummt

@ Bender Rodriguez:
Wie in Deutschland. Die Wahl zwischen Arbeitslosigkeit oder ewigem Praktikum.
Facharbeiter sind nicht mehr gefragt. Billigstkräfte hingegen schon.

Quatsch. Ich bin Elektriker und kann mich vor Arbeit nicht retten. Und Sorry billig wird das nicht, wenn wir kommen. Wenn wir kommen, denn einige Aufträge muss ich schlicht absagen.

ein neues Proletariat entstehen?

Schina Säuche @
ich habe heute erfahren das das wohl nicht so ist.

Italien ist ein reiches Land. Neuntgrößte Exportnation der Erde.
Zitat von fathaland slim

Also brauchen wir keine Rettungsschirme und aus auch keine Sorgen mehr machen.

15:19 von Bernd Kevesligeti

«Und übrigens ist die deutsche Politik dies bezüglich kein Stabilitätsanker.Im Gegenteil,durch die Ungleichgewichte in der Leistungsbilanz in Europa und der Welt kann es zu Handels-und Währungskriegen kommen.»

DEU exportiert viel, weil viele technologisch weit entwickelte Produkte unter den Exportgütern sind. Weltmarkt-Führerschaft im KfZ- & Maschinenbau erreicht kein Land der Welt "über Nacht" … oder Jahresende "Zielzeit (x)".
In den USA / GB war so was auch mal. Hat man in Finanz-Dienstleistungs-Verblendung selbst in die Tonne gekloppt.

JAP ist "Starke Exportnation" wg. der grundsätzlich gleichen Güter wie DEU. Von US-Unternehmen stammt "die gannze" EDV Hard- & Software + "Netze". So was macht inzw. auch CHN / S-KOR. In JAP ist es genaus so wenig (kaum mehr) als in DEU (in der ganzen EU / Ausnahme: Nokia + Ericsson).

Derart kurzsichtige … bis halbblinde … Sichtweise, ständig den Fokus nur auf "Exportüberschüsse" zu richten. Gar nicht jedes Land kann "Alles" selbst herstellen !

@ Bernd Kevesligeti

Und die gegenwärtige Wirtschaftspolitik,sie ist vielleicht klug für den europäischen Norden,aber für andere nicht.Und wahrscheinlich auch nicht zukunftsfähig.

Bitte kein Forengerede. Was für den Norden gut ist, kann für den Süden nicht schlecht sein. Dort sind die Naturgesetze ja nicht anders.

Man sollte sich uns hier einfach mal als Vorbild nehmen. Wir haben's eben drauf.

@fathaland slim 15.14

hab ich gemacht- ich seh da nur nicht viel Wirtschaftspolitik, sondern Umverteilungspolitik. "umfairteilen" usw. Das ist eine andere Kategorie und Fair- oder Unfairteiler, davon haben wir Legionen. Da brauchts auch wenig ökonomisches Verständnis. Sieht man ja allenthalben, auch hier.

um 14:39 von Bernd Kevesligeti

Ganz so einfach ist das nicht. Eine Nation kann ein Handelsdefizit haben und trotzdem gut dastehen bzw. umgekehrt einen Handelsüberschuss, der schädlich ist. Man muss die übrigen Faktoren mit berücksichtigen.

/italiens-ausgeschlossene-generation-hofft-auf-arbeit

Lieber Michael Klaus Möller, Sie schreiben zum Thema "Profitgier" der Konzerne u-a. :"...es waren die Politiker die an der Macht waren und jetzt so tun als wären andere Schuld. so sieht es doch aus wenn man in die Tiefe geht. und bei uns in Deutschland wurden Sklavenlöhne eingeführt siehe Fleischwirtschaft und andere Bereiche. und verantwortlich dafür sind die etablierten Parteien."

Ich stimme Ihnen vorbehaltlos zu !

Es waren Sozialdemokraten, welche den sozialen Niedergang starteten ! Es war dort der berüchtigte "Seeheimer Kreis" , welcher mit seiner -->"Agenda 2010" alles "auf den politischen Müll-Haufen warf, was irgendwie "nach Marx roch"! Dann beeilten sich Sozialdemokratische Politiker, es den Kapitalisten gleichzutun ! Statt Rentenerhöhung fordern, sollten Arbeiter lieber " Aktien kaufen", sagten sie !
Heute gilt wie 1918 : =>"Wer hat uns verraten ? => Sozialdemokraten !"
Der Niedergang der SPD heute, beweist die Richtigkeit obiger These.
Wer rettet unsere Demokratie ?

@ Bernd Kevesligeti

... kann es zu Handels-und Währungskriegen kommen.

Handels-Bellizismus? Das mag ich nicht. Am Ende wird da noch mit Münzen geschossen.

von Schina Säuche 15:49

Das sind aber Allgemeinplätze und noch dazu ziemlich nationalistische(Vorbild,wir haben´ s drauf).

Handelsbilanz Defizit

@ Bernd Kevesligeti

So groß wie das chinesische Handelsbilanz Defizit kann unseres sicher nie werden. Aber wir Deutschen sind eben gut im Erfinden von Spitzentechnik und im Verkaufen.

15:19, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 14:57
Dann schauen Sie doch bitte mal in die Ausgabe 2020,Seiten 187/188.<<

Zwei Seiten. Bei 45 Jahren Veröffentlichungen. Aber teilen Sie mir doch bitte die Autorin/den Autor mit, dann kann ich den Beitrag finden. Die Seitenzahlen gibt die Website der AaW nicht an.

>>Und übrigens ist die deutsche Politik dies bezüglich kein Stabilitätsanker.Im Gegenteil,durch die Ungleichgewichte in der Leistungsbilanz in Europa und der Welt kann es zu Handels-und Währungskriegen kommen.<<

Kann, muß aber nicht.

Nämlich dann, wenn man akzeptiert, daß es eben exportstärkere und -schwächere Nationen gibt und den Ausgleich auf andere Weise bewerkstelligt.

Im föderalen Gebilde Bundesrepublik Deutschland geht das ja auch.

Es ist alles eine Frage des Willens.

15:50, deutlich

>>@fathaland slim 15.14
hab ich gemacht- ich seh da nur nicht viel Wirtschaftspolitik, sondern Umverteilungspolitik. "umfairteilen" usw. Das ist eine andere Kategorie und Fair- oder Unfairteiler, davon haben wir Legionen. Da brauchts auch wenig ökonomisches Verständnis. Sieht man ja allenthalben, auch hier.<<

Ich kann mir vorstellen, daß Sie mit Ökonomen wie Rudolf Hickel nicht viel anfangen können. Aber deswegen sollten Sie trotzdem die Veröffentlichungen der Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik nicht auf ein wohlfeiles Schlagwort reduzieren. Sie sind erheblich anspruchsvoller und verdienen es, inhaltlich diskutiert zu werden.

von MartinBlank 15:51

Aber zum Problem wird das schon,wenn daß Geschäftsmodell anhaltende Leistungsüberschüsse auf der einen Seite heißt.Und das im gleichen Währungs-und Wirtschaftsraum mit anderen.

@paco...

... wohl in den 50ern steckengeblieben. Warum sind Frauen denn so erschoepft? Nicht, weil sie berechtigterweise neben der Familie noch andere Lebensziele haben und sich moeglichst unabhaengi vom Partner machen wollen (und auch sollten), sondern, weil weder die Infrastruktur (Kinderbetreuung, antiquierte Chefs...), noch die Partnerschaft genuegend Unterstuetzung liefern. In den seltensten Faellen ist in den Haushalten, wo beide arbeiten, die Hausarbeit ebenfalls 50/50 aufgeteilt. Und kommt dann so eine Krise daher, schwupps, wird den Frauen der groesste Brocken der sogen. Carearbeit vor die Fuesse geschmissen.
@ bender rodriguez: So einfach ist das mit den Facharbeitern nicht, unser Unternehmen zahlt ueber Tarif, mit Geld allein kann man nicht locken. Wir haben ehrgeizige und innovative Projekte und dafuer sind auch die Ansprueche an Facharbeiter, wie z.B. Bauingenieure hoch und es ist sehr schwierig, welche zu finden. Dieser Prozess kann dann auch mal mehrere Monate dauern.

von fathaland slim 16:04

Also,die diesjährige Ausgabe Kapitel 3 Absatz 4:Der Abbau hoher Leistungsbilanzüberschüsse erfordert eine aktive Finanzpolitik mit höheren Haushaltsdefiziten.

Vorangegangene Ausgaben gingen aber auch schon auf die Problematik ein.Oder gleich die Ausgabe beim Verlag bestellen.

15:19 von Bernd Kevesligeti

«… in Europa und der Welt kann es zu Handels-und Währungskriegen kommen.»

"Trade Warrior No. 1" ist Mr. Föhnfrisur in den USA.
Nicht die Pollitik der Bundesregierung.

Hier noch'n Zoll … da noch'ne Einfuhrbeschränkung … dort noch'n Geplapper über "sooo badly ungerechte" Benachteiligung durch Hinz & Kunz in Komplizenschaft mit Kreti & Pleti.

Weltweite Handelszusammenarbeit ist der einzig mögliche Weg, um den ganzen Blinden Irrlichtern etwas entgegen zu setzen, die stets nur auf einzelne Länder starren. Bei weitem nicht alles "klappt bestens" im Welthandel. Das wird auch nicht nur mies durch den mit der Frisur in den USA.

Nicht in direkter Linie kommt es auch den Jungen Menschen in ITA zugute. Wenn man doch nur endlich mal aufhörte, in "My Nation First" auch nur die allergeringste Linderung von Miseren, und eine Heilung von Krankheiten zu sehen.

Ja … Weltwirtschaft könnte ganz sicher "alternativ besser sein".
Wird aber nicht für 1 mm besser werden … wenn man ständig DEU schilt !

16:09, Bernd Kevesligeti

>>von MartinBlank 15:51
Aber zum Problem wird das schon,wenn daß Geschäftsmodell anhaltende Leistungsüberschüsse auf der einen Seite heißt.Und das im gleichen Währungs-und Wirtschaftsraum mit anderen.<<

So wie bei den Bundesländern in der Bundesrepublik Deutschland?

Oder ist das was anderes als bei der EU?

Wenn ja, warum?

Und warum muss das so sein?

Warum kann man nicht die EU in ihrer Gesamtheit als das begreifen, was sie ist, nämlich der größte gemeinsame Wirtschaftsraum sowie die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt?

Natürlich müssen da die stärkeren Regionen die schwächeren mit durchziehen. Aber das ist bei jedem Wirtschaftsraum und jeder Volkswirtschaft so.

16:21, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 16:04
Also,die diesjährige Ausgabe Kapitel 3 Absatz 4:Der Abbau hoher Leistungsbilanzüberschüsse erfordert eine aktive Finanzpolitik mit höheren Haushaltsdefiziten.<<

Bitte nennen Sie mir den Autor oder die Autorin. Ich finde es sonst nicht.

Redfan

Ingenieure purzeln zu Tausenden aus Unis und Hochschulen. Alles was sie bekommen sind Jahrzehnte der Praktika.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es schwierig ist mit ordentlicher Bezahlung einen ordentlichen Bewerber zu finden. Das ist völlig ausgeschlossen.
Ein motivierten Altenpfleger zu bekommen, ist schwer.

@fathaland slim 16.07

Sie täuschen sich! So schlecht fand ich den Hickel nicht als Gegenpol z.B. zu Sinn. Nur wenn eine ganze Bataillon mit Stoßrichtung Umverteilen ins gleiche Horn stößt dann denke ich nicht, das das auf Dauer zu Wohlstand für Viele führen kann. Deutschland ist mit der Sozialpartnerschaft immer ganz gut gefahren, auch ohne brennende Barrikaden wie bei unsern chèrs amis.

@ 14:40 von European Son

"Wenn Sie bei uns keine Leistungen beantragen d.h. nicht auf Kosten der Steuer- oder Beitragszahler leben können, wird Sie niemand vom Arbeitsamt dazu zwingen."
Ja, klar. Und wovon leben Sie dann? Von der Luft oder den Almosen der anderen ? Schauen Sie sich in den Städten um, wieviele Bettler allenthalben herumsitzen. Das ist auch keine Alternative.

@11:56 von Dicodes

1.200 €, rechnen Sie mal nach, das ist ungefähr der Mindestlohn bei Vollzeit und wahrscheinlich noch brutto. Haben Sie schon mal gekellnert ?

von fathaland 16:30

An dem Memorandum haben über 100 Autoren mitgewirkt,die auch aufgeführt sind.Aber nicht bezogen auf einzelne Kapitel.

@krittkritt, 12.15h

BMW ist bzw. war ein Berliner Unternehmen?

@ 16:20 von redfan96

Sie sagen es, Facharbeiter sind das Problem. Ich wette, es finden sich studierte Germanisten, Soziologen, Politikwissenschaftler, Medienwissenschaftler u.ä. en masse, nur kann man mit denen auf dem Bau nichts anfangen. Und nicht alle Bauexperten sind gute Bauingenieure. Auf dem Bau wird anpacken verlangt, nicht labern.

von fathaland slim 16:29

Die EU ist keine Sozial-und Ausgleichsunion.Dagegen wehrt sich vor allem Berlin.
Aber sagen Sie doch jetzt mal,warum Sie so heftig reagieren,nur weil Realitäten benannt werden ?

@Sisyphos3 um 10:58

"10 % Arbeitslosenquote obwohl sie Länderfinanzausgleich bekommen und seit 70 Jahren von der "arbeitnehmerfreundlichen" SPD regiert werden"

Diese Feststellung liegt arg daneben. Bei den Ländern mit >10% Arbeitslosenrate handelt es sich um die Stadtstaaten Bremen und Berlin. Das sind im Prinzip keine Länder und als solche eigentlich nicht lebensfähig. Außerdem ist in den Städten oft die Arbeitslosenrate höher als im gesamten Durchschnitt eines (richtigen) Landes.

Die SPD hat mit ihren Hartz4-Reformen und Einführung der Leiharbeit / Werksverträge dafür gesorgt, dass sehr kostengünstig produziert wird und der Export auf Kosten anderer Nationen erweitert wurde.

@ 16:29 von fathaland slim

"Natürlich müssen da die stärkeren Regionen die schwächeren mit durchziehen. Aber das ist bei jedem Wirtschaftsraum und jeder Volkswirtschaft so."
.
Nein, müssen sie nicht.
Wenn wir von gemeinsamen Voraussetzungen ausgehen würden, sprich Rentenalter, Durchschnittsvermögen, Immobilien, Rentenhöhe, Steuern, Sozialleistungen, etc. dann kann man gerne darüber reden. So wie wir es in der BRD machen.
Es kann nicht jeder seinen Lebensunterhalt als Klavierspieler bestreiten, weil er toll geerbt hat. Können Sie auch mit 80 noch gerne machen.
Ich habe keine Lust länger als alle Anderen zu arbeiten, die niedrigste Rente zu bekommen und die höchsten Steuern zu bezahlen. Ich gehe auch nicht arbeiten, um Geld zu erwirtschaften, welches wir anderen Ländern schenken, damit die sich unsere Produkte leisten können.

@Egleichhmalf um 09:43

"weshalb „der Süden“ es auch in Jahrzehnten nicht geschafft hat, seinen Export zu stärken"

Wahr ist z.B. dass Deutschland durch die "Wirtschaftsreformen" unter Schröder u.a. Leiharbeit und Werksverträge eingeführt wurden. Gleichzeitig haben sich viele Unternehmen aus der Tarifbindung verabscheidet (niedrigeren Lohn, niedrigere betriebliche Sozialleistungen). Auch wurden die Unternehmen geringer besteuert. Alles sorgt für billigere Produktion und Steigerung des Exports.

Das Dramatische ist, dass nun andere Staaten aufgefordert werden, ebenfalls "Wirtschaftsreformen" durchzuführen. Danach kommen wieder die Deutschen dran, usw. Eine Spirale zum Nachteil der Arbeitnehmer.

16:44, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland 16:30
An dem Memorandum haben über 100 Autoren mitgewirkt,die auch aufgeführt sind.Aber nicht bezogen auf einzelne Kapitel.<<

Ich kann nur das hier aufrufen:

https://www.alternative-wirtschaftspolitik.de/

Und da sind bei jedem Artikel die Autoren angegeben. Und nicht Kapitel- oder Seitennummern.

@Werner40 um 11:35

"Solange dort keine Bereitschaft für Reformen a la Agenda2010 besteht"

Das ist der Teufelskreis. Erst führt Deutschland "Wirtschaftsreformen". Dann die anderen Staaten. Danach ist Deutschland wieder dran. Und irgendwann haben wir in Europa Zustände wie in der Dritten Welt.

17:08, NeutraleWelt

>>Es kann nicht jeder seinen Lebensunterhalt als Klavierspieler bestreiten, weil er toll geerbt hat.<<

Ich bestreite meinen Lebensunterhalt ausschließlich als Klavierspieler, also von meiner Hände Arbeit. Sogar eine Lebensversicherung allerhöchster fünfstelliger Summe habe ich mir davon angespart. "Toll geerbt" habe ich dann noch ungefähr das doppelte davon. Als Dreizehnjähriger. Aufgrund des Unfalltodes meines Vaters, der für seine beiden Kinder und seine Frau jeweils eine Lebensversicherung abgeschlossen hatte. Und keinen Pfennig je davon angerührt. Nur so kann ich im hohen Alter, wenn ich nicht mehr spielen können sollte, überleben.

So.

Sie erwarten doch hoffentlich nicht, daß ich auf Ihren Kommentar auch noch inhaltlich eingehe, nach einem solchen Versuch eines ehrverletzenden persönlichen Angriffs.

@NeutraleWelt 17:08

"Ich gehe auch nicht arbeiten, um Geld zu erwirtschaften, welches wir anderen Ländern schenken, damit die sich unsere Produkte leisten können."

Doch, gehen Sie.
Jedenfalls wenn Sie in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen wohnen. Denn diejenigen gehen zum Teil arbeiten, damit bspw. die Bremer und die Brandenburger sich ihre Produkte kaufen können.

Und genau dieser Ansatz wird auch in der EU benutzt: Reichere Länder zahlen an ärmere, auf dass sich die ärmeren mehr von den reicheren leisten können oder besser befähigt werden, selber etwas herzustellen, was dann die reicheren Länder kaufen wollen.
Eigentlich kein schlechter Ansatz, wie ich finde.

Der bisher sehr zu unserem Vorteil war, nebenbei bemerkt.

Tabula Rasa

Vielleicht muss man anders denken:
Wenn es zuwenig Arbeit gibt, dann gibt es vielleicht zuviele Menschen?

Die Politiker wollen immer mehr Menschen, um angebliche Probleme mit der Rente in den Griff zu bekommen bzw um mehr Wirtschaftswachstum zu erzielen. Dabei ist es nur eine relativ kurzfristige Zeit, und der sog Lebensbaum ist normal gerade und bleibt auch gerade (kein Tannenbaum). Dann sind z.B. die Rentenausgaben auch konstant.

17:03, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 16:29
Die EU ist keine Sozial-und Ausgleichsunion.Dagegen wehrt sich vor allem Berlin.<<

Sowie viele Foristen, auch hier im Thread. Was ich ärgerlich finde.

>>Aber sagen Sie doch jetzt mal,warum Sie so heftig reagieren,nur weil Realitäten benannt werden ?<<

Kann es sein, daß Sie Widerspruch mit "heftig reagieren" verwechseln?

Dann müssten Sie aber an Ihrer Diskussionskultur noch arbeiten.

zu Zeit will NIemand so richtig den Export

denn die Länder der Eu sind alle in einer Wirtschaftskrise

@ flegar 17:07

"Die SPD hat mit ihren Hartz4-Reformen und Einführung der Leiharbeit / Werksverträge dafür gesorgt, dass sehr kostengünstig produziert wird und der Export auf Kosten anderer Nationen erweitert wurde."

Leiharbeit gab es bereits in den 80igern, also lange vor SPD-Schröder. Und Werkverträge gibt es noch länger. Aber wahrscheinlich wissen Sie nicht, was Werkverträge sind.
Export findet nie auf Kosten anderer Nationen statt, außer man ist direkter Wettbewerber. Keine Nation wurde und wird gezwungen, die deutschen Exporte zu kaufen.

von fathaland slim 17:20

Gefunden:Achim Truger,Jan Priewe,Adam Tooze,Erik Klär,Evsey Domat,Dierk Hierschel,Philipp Heimberger,Jakob Huber,Jakob Kapeller
Diese Namen stehen am Ende des Kapitels als "Literatur".

@fathaland slim um 14:17

"Italien ist ein reiches Land."

Ich erinnere mich, dass Sie dass schon anders definiert haben: In Italien gibt es zwar viel Wohneigentum (=Reichtum?), aber das hat nichts mit dem monetären Reichtum zu tun. Das sind oft ererbte (Stadt-)Häuser, die aber nicht unbedingt etwas über die soziale Situation der Bewohner aussagen.

@NeutraleWelt 17:08

"Ich habe keine Lust länger als alle Anderen zu arbeiten, die niedrigste Rente zu bekommen und die höchsten Steuern zu bezahlen."

Niemand zwingt Sie dazu. Das entscheiden Sie selber. Ich würde gerne 50+x% Steuern zahlen, wenn ich nach unserer Steuertabelle verdiene.

"Es kann nicht jeder seinen Lebensunterhalt als Klavierspieler bestreiten, weil er toll geerbt hat. "

Sie disqualifizieren sich selber! Sie verfügen anscheinend über soziale Inkompetenz ersten Grades.

17:29, DrBeyer

>>@NeutraleWelt 17:08
"Ich gehe auch nicht arbeiten, um Geld zu erwirtschaften, welches wir anderen Ländern schenken, damit die sich unsere Produkte leisten können."

Doch, gehen Sie.
Jedenfalls wenn Sie in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen wohnen. Denn diejenigen gehen zum Teil arbeiten, damit bspw. die Bremer und die Brandenburger sich ihre Produkte kaufen können.

Und genau dieser Ansatz wird auch in der EU benutzt: Reichere Länder zahlen an ärmere, auf dass sich die ärmeren mehr von den reicheren leisten können oder besser befähigt werden, selber etwas herzustellen, was dann die reicheren Länder kaufen wollen.
Eigentlich kein schlechter Ansatz, wie ich finde.

Der bisher sehr zu unserem Vorteil war, nebenbei bemerkt.<<

Jemandem, der vom Frust zerfressen ist und glaubt, alle würden auf seine Kosten leben, können Sie so etwas nicht begreiflich machen.

Leider.

Denn wäre es anders, dann wäre die Welt für uns alle eine bessere. Frei von Mißgunst und Neid.

@DrBeyer 17.29

Jedenfalls wenn Sie in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen wohnen. Denn diejenigen gehen zum Teil arbeiten, damit bspw. die Bremer und die Brandenburger sich ihre Produkte kaufen können."
Naja, doch eher, um chronisch defizitäre öffentliche Haushalte zu sanieren und die Politiker weiter in Spendierhosen zu halten.
"Eigentlich kein schlechter Ansatz, wie ich finde."
Da hab ich eine andere Meinung dazu als Baden-Württemberger. Ich seh wenig Sinn darin, dass die Steuerzahler hier den Brandenburgern, Griechen oder Italienern den Mercedes finanzieren sollen, um Ihrer Argumentation zu folgen. Es kann sich auch hier nicht Jede(r) den leisten. Sollen wir den Ansatz dann gleich noch auf die armen Amerikaner ausdehnen? Oder die armen Chinesen? Erst Geld verteilen und dann den Mercedes hinterher?

17:27 von fathaland slim

nach einem solchen Versuch eines ehrverletzenden persönlichen Angriffs.
.
fanden sie das ehrverletzend ?
der hat sich halt ein wenig "ausgekotzt"
Zitat :
"die niedrigste Rente zu bekommen und die höchsten Steuern zu bezahlen. Ich gehe auch nicht arbeiten, um Geld zu erwirtschaften, welches wir anderen Ländern schenken, damit die sich unsere Produkte leisten können."
... und wie alt man wird / mit 80 noch Klavierspielen kann ?
der "Specht" Klavierspieler meiner Lieblingsband starb mit 68

24. Juni 2020 um 17:30 von flegar

"
...
Vielleicht muss man anders denken:
Wenn es zuwenig Arbeit gibt, dann gibt es vielleicht zuviele Menschen?
...
"
Was meinen sie denn wo die Arbeit herkommt?
Das Problem ist eher, dass jeder Mensch mehr produziert als er verbraucht. Die Konsequenz wäre, weniger zu produzieren (und somit auch weniger zu arbeiten), aber so weit sind wir noch nicht.

@ 17:27 von fathaland slim

Leider hat da hier zugenommen, persönlich angegriffen und diffamiert zu werden - und manchmal jaulen bei Kritik und argumentativer Gegenrede gerade die laut auf, die selbst kräftigst austeilen, Namen verhundsen, mit persönlichen Unterstellungen arbeiten (wie oft wurde ich hier als Selbständiger schon für meine angebliche Beamtenpension gerügt oder für den angeblich bequemen Sesselplatz). Dass Sie so offen mit Ihrer Biographie antworten, ehrt Sie - ich befürchte, es wird nicht jede*n hier zum Nachdenken bringen.
Und die Wasserscheide ist möglicherweise die gleiche, die man hier in den Kommentaren zur "verlorenen Generation" in Italien findet: die einen argumentieren aus einer grundlegenden Haltung der Solidarität heraus und sind bereit, Konzepte und Verantwortung zu übernehmen - die anderen blocken ab und wollen sich dann gar nicht mit Konzepten und Verantwortung befassen.
Alles gute Ihnen!

@flegar 17:30

"Die Politiker wollen immer mehr Menschen, um angebliche Probleme mit der Rente in den Griff zu bekommen"

Woher haben Sie diesen Unsinn? Von mir hat niemand verlangt, daß ich 2 Kinder mit in die Welt setze. Außer vom türkischen Präsidenten habe ich auch in den letzten Jahrzehnten von niemandem gehört, es sollen mehr Kinder gezeugt werden.

"Dabei ist es nur eine relativ kurzfristige Zeit, und der sog Lebensbaum ist normal gerade und bleibt auch gerade (kein Tannenbaum)."

Ich verstehe nicht, was Sie damit sagen wollen. Aber der Lebensbaum ist momentan eine Raute, zumindest wenn man in Deutschland nur die Kinder mit deutschen Eltern nimmt.

17:30, flegar

>Tabula Rasa
Vielleicht muss man anders denken:
Wenn es zuwenig Arbeit gibt, dann gibt es vielleicht zuviele Menschen?

Die Politiker wollen immer mehr Menschen, um angebliche Probleme mit der Rente in den Griff zu bekommen bzw um mehr Wirtschaftswachstum zu erzielen. Dabei ist es nur eine relativ kurzfristige Zeit, und der sog Lebensbaum ist normal gerade und bleibt auch gerade (kein Tannenbaum). Dann sind z.B. die Rentenausgaben auch konstant.<<

Ja, es gibt zu wenig Arbeit, und wenn man Menschen lediglich als Produktionsfaktor betrachtet, dann gibt es deswegen zu viele Menschen.

Aber nicht weil, wie Sie schreiben, "die Politiker" immer mehr Menschen wollten, sondern weil die Produktionsabläufe mittlerweile weitgehend automatisiert sind, wodurch gering qualifizierte Menschen für die Produktion überflüssig werden.

Deswegen werden wir mittelfristig um eine Maschinensteuer und ein Grundeinkommen nicht herumkommen.

Wir haben nämlich keine Produktionskrise. Es gibt genug für alle.

@09:51 von Ray @ Egleichhmalf

//"Den Rücken frei" halten ihnen die Nichtqualifizierten, die sich um alle notwendigen anderen Arbeiten kümmern.

Der Facharbeiter "honoriert" dies mit seiner höheren Last an Steuern und Sozialabgaben, die der anderen Gruppe zuteil werden.//

Wenn die Nichtqualifizierten den Facharbeitern nicht durch Arbeit(!) den Rücken freihielten, könnten diese ihr "Facharbeit" ja nicht in gewünschtem Maß ausüben.
Und trotzdem sollen die "Nichtqualifizierten" leer ausgehen?
Ist es Ihnen immer noch zuviel, was diese Menschen für teils harte Arbeit bekommen?
Es ist ja richtig, dass der Mittelstand ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans, aber dafür jetzt den Niedriglöhner verantwortlich machen zu wollen, weil ihnen die Steuern der anderen angeblich "zuteil werden", finde ich doch arg daneben.
Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

@Paco um 14:35

"Schuld hat ihr eindeutig die Politik mit einer falschen Familienpolitik"

In der Tat ist die Familienpolitik falsch ausgelegt. Es ist m. E. ein Skandal, dass Ehepaare ohne Kinder durch höhere Steuern bestraft werden. Dabei sind es die kinderlosen Ehepaare, die dafür sorgen, dass Deutschland und die Welt nicht aus allen Nähten platzen. Auch die Industrieländer sind übervölkert.

Die Not in den Entwicklungsländern kommt nicht nur durch wirtschaftliche Ausbeutung, sondern auch durch eine rasant zunehmende Bevölkerung. Da sorgt auch für Migration.

17:03 von Bernd Kevesligeti

@fathaland slim, 16:29
«Die EU ist keine Sozial-und Ausgleichsunion.
Dagegen wehrt sich vor allem Berlin.»

Es geht hier in diesem Fall auch gar nicht um "Sozialunion", aber um den Wirtschaftsraum EU. Alle Länder, die der EU angehören, müssen Güter, die sie nicht im eigenen Land produzieren können (wollen), aus einem anderen Land importieren. Von innerhalb der EU … oder von außerhalb derer.

Daneben ist in jedem Land der Bereich der Dienstleistungen.
Nicht-produzierendes Handwerk … und (u.a). Tourismus.
Von dem ist ITA über-ø abhängig (Vergleich IN-EU).
Wie ESP / POR / GRI / KRO auch.

Durch Corona änderte sich hierzu bzgl. die Lage gravierend.
Für welchen weiteren Zeitraum … ist gar nicht absehbar.
Wer bisher in ITA im Tourismus arbeitete … "was wird" …?
Auch mit Stellen dort für Junge Menschen zukünftig.
In Produktion & Tourismus ist "Nachfragekrise" !

«… sagen Sie …mal, warum Sie so heftig reagieren, …
weil Realitäten benannt werden ?»

Was'n "heftig" …?・Er fragt nach …!

@ 17:29 von DrBeyer

""Ich gehe auch nicht arbeiten, um Geld zu erwirtschaften, welches wir anderen Ländern schenken, damit die sich unsere Produkte leisten können."

Doch, gehen Sie.
Jedenfalls wenn Sie in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen wohnen. Denn diejenigen gehen zum Teil arbeiten, damit bspw. die Bremer und die Brandenburger sich ihre Produkte kaufen können."
.
Das geht in Ordnung. Weil Bremer und Brandenburger genau so lange arbeiten sollten wie ich, die gleichen Sozalleistungen bekommen und eine aufgrund der Beitragszahlungen gleiche Rente.
Bayern war übrigens auch lange Jahre Empfängerland.
Ist D in der EU noch nie gewesen.

@fathaland slim 17:44

"Jemandem, der vom Frust zerfressen ist und glaubt, alle würden auf seine Kosten leben, können Sie so etwas nicht begreiflich machen.

Leider.

Denn wäre es anders, dann wäre die Welt für uns alle eine bessere. Frei von Mißgunst und Neid."

Wohl wahr ...

Übrigens hat mich mein Bruder mal auf einen sehr interessanten (und, wie ich finde, wichtigen) Unterschied zwischen 'Neid' und 'Missgunst' aufmerksam gemacht.

Und seitdem kann ich, ohne mich dabei schlecht zu fühlen, neidisch auf meinen Nachbarn und seine neue E-Klasse (tolles Langstreckenauto!) sein, da ich sie ihm nicht missgönne.

/// Am 24. Juni 2020 um 17:24

///
Am 24. Juni 2020 um 17:24 von flegar
@Werner40 um 11:35

"Solange dort keine Bereitschaft für Reformen a la Agenda2010 besteht"

Das ist der Teufelskreis. Erst führt Deutschland "Wirtschaftsreformen". Dann die anderen Staaten. Danach ist Deutschland wieder dran. Und irgendwann haben wir in Europa Zustände wie in der Dritten Welt.///
.
Ihre Schlussfolgerung ist falsch, wie Sie leicht am stetig gestiegenen Lebensstandard in Deutschland feststellen können.

17:41, flegar

>>@fathaland slim um 14:17
"Italien ist ein reiches Land."

Ich erinnere mich, dass Sie dass schon anders definiert haben: In Italien gibt es zwar viel Wohneigentum (=Reichtum?), aber das hat nichts mit dem monetären Reichtum zu tun. Das sind oft ererbte (Stadt-)Häuser, die aber nicht unbedingt etwas über die soziale Situation der Bewohner aussagen.<<

Natürlich nicht.

Trotzdem ist Italien die neuntgrößte Exportnation der Welt sowie EU-Nettozahler.

Das Problem ist die Verschuldung. Und das auch nur dann, wenn die Ratingagenturen den Daumen senken sollten, so daß das Land sich nicht mehr am Kapitalmarkt refinanzieren kann. Dann würde eine eigentlich starke Volkswirtschaft ruiniert.

Und insgesamt etwa zehn Jahre Belusconi haben da gewiss nicht geholfen. Rechtspopulisten treiben immer die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen, wie bespielsweise momentan in den USA zu bestaunen ist.

aus einer Kolumne im SPIEGEL

Italien ist hoch verschuldet, gibt gerade aber schon wieder drei Milliarden Euro Staatsgeld für Alitalia aus, obwohl diese, anders als die Lufthansa, seit Jahren Verluste schreibt? Schwamm drüber!

Der Autokonzern Fiat Chrysler soll einen staatlich garantierten Kredit von 6,3 Milliarden Euro bekommen? Augen zu und durch!

Das italienische Finanzministerium legt – exklusiv für Großinvestoren und italienische Sparer – eine hoch verzinste Anleihe auf, von der Sparer in Deutschland nur träumen können? Egal, man will ja nicht kleinlich wirken.

Sollten Sie sich darüber wundern, warum der italienische Durchschnittshaushalt mehr Privatvermögen besitzt als der deutsche, dann wundern Sie sich still. Und gucken Sie nicht neidisch, wenn Sie erfahren, dass Ihr geringverdienender italienischer Miturlauber gerade bis zu 500 Euro Urlaubsgeld vom Staat geschenkt bekommen soll, unter der Bedingung, dass das Geld in Italien bleibt

17:35 von European Son

Export findet nie auf Kosten anderer Nationen statt, außer man ist direkter Wettbewerber.

Doch, sogar ziemlich oft. Und gerade Deutschland kann das sehr gut. Die Fleischindustrie ist da ein gutes Beispiel. Viele Nachbarn Deutschlands haben unter dem Sozialdumping gelitten. Gerade in Frankreich.

Und die (erzwungenen) europäischen Nahrungsmittel-Exporte zerstören diejenige in afrikanischen Ländern.
Die EU ist wirklich sehr gut für Deutschland...

@European Son um 17:35

"Leiharbeit gab es bereits in den 80igern"

Wikipedia:
"So wurde im Rahmen der Agenda 2010 der Leiharbeitssektor massiv ausgebaut. Insbesondere der Wegfall der zeitlichen Beschränkung der Überlassungsdauer führte zu einer problematischen Verselbstständigung der Leiharbeit und zu einem dauerhaft prekären Arbeitsverhältnis."

"Keine Nation wurde und wird gezwungen, die deutschen Exporte zu kaufen"

Ein ExportÜBERSCHUSS geht immer auf Kosten anderer Nationen.
Natürlich muss niemand etwas von einem anderen Land kaufen. Wenn aber z.B. die Eigenproduktion durch Billigimporte zerstört wurde (z.B. der Fisch- Geflügelmarkt in Westafrika), ist man evt gezwungen zu importieren.

17:49, Sisyphos3

>>17:27 von fathaland slim
"nach einem solchen Versuch eines ehrverletzenden persönlichen Angriffs".
.
fanden sie das ehrverletzend ?<<

Mir zu unterstellen, ich hätte fett geerbt und wäre nur deswegen in der Lage, von meinem Beruf zu leben, das ist ehrverletzend.

>>... und wie alt man wird / mit 80 noch Klavierspielen kann ?
der "Specht" Klavierspieler meiner Lieblingsband starb mit 68<<

Ja, Hans Jürgen Bock war ein toller Pianist. Wir kannten und schätzten uns.

Mein Lieblingspianist, Otis Spann, starb mit 40, andererseits war ich 2011 in Hondarribia im Baskenland, wo ein weiterer von mir sehr geschätzter Pianist, Joe Willie "Pinetop" Perkins, seinen 97. Geburtstag feierte. Und sang und spielte.

18:08 von fathaland slim @ 17:49, Sisyphos3

Korrektur: Hondarribia war 2010.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,
die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.
Die Moderation

Darstellung: