Ihre Meinung zu: "Fleischgipfel": Klöckner will Dumpingpreise abschaffen

26. Juni 2020 - 18:27 Uhr

Mit Billigfleisch in Supermärkten könnte es bald vorbei sein. Agrarministerin Klöckner kündigte auf dem "Fleischgipfel" an, ein Preiswerbeverbot zu prüfen - auch eine Tierwohlabgabe soll kommen.

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Kommentare

Klöckner-Marionette

>>Es gehe darum, dass Lockangebote aus ethischen Gründen untersagt werden sollten. Mehr Tierwohl sei nur möglich, wenn die Bereitschaft steige, mehr für Fleisch zu bezahlen, sagte sie<<

Man könnte ja den Fleischriesen Auflagen zum Tierwohl machen - bei Verstoß saftige Strafen.

Aber das wäre zu viel verlangt.

Lieber geht man den Weg des geringsten Widerstands und zieht den Bürgern mehr Geld aus der Tasche.

Wie immer!

Am Tierwohl wird sich höchstwahrscheinlich nichts Wesentliches ändern!

Wir werden - wie in der Vergangenheit- auch in Zukunft über Sau- ereien in Schlachthöfen erfahren.....

Klöckner hat nicht "Preise

Klöckner hat nicht "Preise abzuschaffen" sondern als Landwirtschafts- und Verbraucher-Ministerin für klare rechtliche Regelungen zu sorgen, sowohl für das Tierwohl wie auch für die Vermarktung wie auch in Kooperation mit Ministerkolleg*innen für die Arbeitenden in Landwirtschaft und Ernährungsketten. Aber das überfordert Ministerin Klöckner wohl, die gerne auftritt aber nicht so gerne abtritt, weil sie ihr Ministeramt eher in Videos und Showveranstaltungen für die Interessen der Industrieunternehmen eintritt.

Fleischgipfel

Wenn man durch höhere Preise auch bessere Qualität erhält bin ich auch bereit mehr zu zahlen.

Klöckner will Dumpingpreise abschaffen

Hat die Frau die elementarsten Regeln der Marktwirtschaft nicht verstanden?
Das Verhältnis aus Angebot und Nachfrage pegelt den Preis ein. Das ist die Stellschraube.
Würde zu reellen Bedingungen produziert, war's das. Ohne Antibiotika, überflüssigem Fleischexport dafür mit Artgerechter Viehhaltung werden ausländische Lohnsklaven unnötig, Vergüllung des Grundwassers entfiele, der Feinstaub auf dem Land würde reduziert und und und.
Warum das Offensichtliche nicht geschehen wird? Den Viehbaronen würde der gigantische Reibach wegbrechen.
Alles andere ist leeres Geschwafel, blinder Aktionismus und eine gehörige Portion Sand für die Augen der Konsumenten.

Ein unfähiges Ministerium

Preiswerbeverbot zu prüfen - auch eine Tierwohlabgabe soll kommen.

Ein Preiswerbeverbot ist absurd. Ausgerechnet diejenigen mit wenig Geld und Internetkenntnisse werden nicht wissen wo man am günstigsten einkaufen kann.
Und eine Tierwohlabgabe bedeutet noch mehr Bürokratie.

Vernünftiger wären bessere gesetzliche Mindeststandards für die Tierhaltung. Damit kämen die höheren Preise den Tieren zum Wohle und nicht der Bürokratie.

40 Cent mehr = Ende des Billigfleisches?

Sorry, aber das ist doch lächerlich!
Dann wird im safttriefenden Prospekt halt trotzdem wieder so etwas stehen wie:
“1 kg statt 5,90 € NUR 5,50 €!!
und nicht
“statt 5,10 € jetzt 5,50 €.

Und schon bald werden die zusammengepferchten Schweine (ist bei der Tierwohl-Diskussion eigentlich auch mal von Hühnern die Rede?) einen merklich größeren Auslauf haben?

Tierwohl - was versteht man bloß darunter...?

Klöckner will Dumpingpreise ...

Was soll das heißen?
Was sind Dumping Preise/ - Löhne?
Normal Preise/ Löhne die unter den Gestehungskosten liegen aber was heißt das auf dem Fleischmarkt?
Was zum Teufel soll bei einer Hure oder einem Schnitzel ein "Dumpingpreis" sein.
Die Wertschöpfungskette macht den Preis und die Qualität. Solange wir jeden Dreck futtern, kann das Essen ruhig billig sein, egal was letztlich das Wohl der Tiere oder unsere Gesundheit angeht. Erst wenn wir das anders zu sehen wagen, wird da etwas nachhaltig anders.

Oje, genau die Frau

die seit sie im Amt ist wie ein Löwe für die Bauernlobby und gegen Tier- und Umweltschutz kämpft, soll es jetzt richten.
Frau Klöckner ist der tiefen Überzeugung, sie arbeite für die Verbände der Massentierhaltungs und Schlachtindustrie.
Egal ob es um ein Verbot von Hühnerschreddern, das Beenden des Leiden von Schweinen beim Kastrieren oder um Haltungsregeln oder Fragen des Umweltschutzes durch Überdüngungsverbot ging - immer hat sie tapfer mit einem bezaubernden Lächeln und netten Worten, die das Gegenteil dessen sagen, was sie macht, gekämpft. Nie zum Wohl der Tiere, nie zum Wohl der Umwelt und letztlich auch nie zum Wohl der Menschen, aber immmer zum Wohl von Tönnies & Co.

Aber jetzt meint sie wirklich gaaanz ehrlich ernst was sie sagt: Sie lächelt doch soooo nett.

"Es wird keine zweite Chance geben für die gesamte Branche", sagte [Agrarministerin Klöckner] nach dem "Fleischgipfel"

Hoffentlich.

"Die Corona-Krise mit dem großen Infektionsausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies sei wie ein Brennglas für das, was falsch laufe. "Das, was wir heute behandelt haben, war keine Tönnies-Frage,
>> sondern eine System-Frage."

Da hat sie allerdings Recht. Bleibt allerdings abzuwarten, ob sie wirklich bereit ist, sich mit den Verteidigern (bzw. den "Profiteuren") dieses Systems - das letztlich auch sie selbst "an die Macht gespült" hat - nicht nur anzulegen, sondern vor allem, ob sie nicht nur den Willen, sondern auch die nötigen "Mittel" hat, wirkliche Veränderungen auch durchzusetzen.

Wiederspricht dies nicht der

Wiederspricht dies nicht der freien Marktwirtschaft. Werden jetzt so langsam die Weichen für eine sozialistische Markwirtschaft gestellt?
Tierwohlabgabe. Ein hübsches, nieliches Wort für eine neue Steuereinnahme der Bundesregierung. Wer glaubt denn wirklich daran, dass diese Gelder 1 zu 1 an die Bauern gehen. Und wenn? Wer bekommt was. Ein Ökobauer mehr als ein Bauer mit traditioneller Tierhaltung?
Massensterben unter den kleinen Viehbauern ist vorprogrammiert. Und woher sollen die Leute z. T. das Geld für teures Fleisch nehmen? Verfallen wir in alte Zeiten, wo sich nur die Reichen Fleisch leisten konnten?
Wenn ihr mehr Geld einnehmen möchtet, dann gebt den Menschen auch mehr Geld in die Hand.
Es werden doch auch generell keine Neu-PKW mit Zusatzsteuern belegt, nur damit die Klimaziele erreicht werden.
Tierwohlabgabe ist es wie mit der LKW - Maut. Eingeführt zum Erhalt der deutschen Straßen. Jedoch von Anfang an im Haushaltetat der Bundesregierung vereinnahmt.

Die Königinh der Lebensmittel-und Fleichindustrie

ist besser in diesen Kreisen aufgehoben. Was hat die BRD ausgefressen, dass diese Frau Teil einer Regierung ist. Der Turbokapitalismus frißt ihre Kinder.

Tierwohl?

Und wenn die Massentierhalter ihre Ställe nicht umbauen wollen? Was nützt es, wenn die Verbraucher hierzulande mehr für Schweinernes zahlen, der Billigexport nach China aber weitergeht wie gehabt?

Die armen Schweine haben nie was davon (die reichen immer).

Man könnte (I have a dream) zum Beispiel eine Obergrenze für Schlachtungen in Deutschland einführen, die sich am realen Bedarf der Bevölkerung orientiert. Dann müssten mit abnehmendem Schweinefleischkonsum in Deutschland auch weniger Schweine gequält werden.

Obwohl auf meinem Briefkasten ein Schild angebracht ist:

KEINE WERBUNG! landet hin und wieder ein Bündel Prospekte darin.

Öffnet sich beim Herausnehmen einer davon, quillt einem schon mal die Doppelseite mit der Fleischwerbung entgegen.
Ich finde es schon lange nicht mehr appetitlich, was man dort zu sehen bekommt. Mich ekelt es inzwischen, aber ich muss ja auch nich...
(weiß ich ja :-)

Wirklich gut durchdacht?

Idealerweise, so stellen es sich wohl viele Menschen vor und wollen es auch, leben die Schlachttiere möglichst naturnah. Keine engen Mastställe, die Tiere können sich im Freien aufhalten, keine Rekordmast. Die Züchter werden für die Arbeit gerecht entlohnt. Das Fleisch stellt einen Wert dar, wie die Arbeit der Landwirte, Transportunternehmen und der Schlachtbetrieb.
Allerdings wird diese Industrie irgendwie im Ausland Fleisch billigst beziehen können und mit Gewinnmaximierung weiter verkaufen. Wir bezahlen ein Label, dass nichts wert ist. Das EU-Recht ist so kompliziert und bietet findigen Unternehmern genügend Möglichkeiten. Am Ende bezahlen wir Toppreise für Billigfleisch. Und wer kontrolliert die Arbeitszeit-, Gesundheits- und Wohnbedingungen der Arbeiter? Ich glaube nicht, das die Politik dies wirklich will. Und Frau Klöckner hat nicht das Format. Politisch ist sie unbedeutend, hat kein Gewicht. Ob sie nun Ministerin ist oder der Kaiser von China.

18:54 von

18:54 von Oneiroi
Wiederspricht dies nicht der
Wiederspricht dies nicht der freien Marktwirtschaft. Werden jetzt so langsam die Weichen für eine sozialistische Markwirtschaft gestellt?

----

Schön wärs.

Denn dieser krankmachende Haifischkapitalismus nutzt nur einigen wenigen und schadet massivst ALLEN.

Klöckner will Dumpingpreise abschaffen

Ziehen sie den Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche, damit werden sich die Haltungsbedingungen für Tiere bestimmt ändern.

Man muss nur daran glauben.

@schutzbefohlener

Ihr Kommentar ist ausgezeichnet.

Danke sehr.

meine Worte

Zitat : "Oje, genau die Frau

die seit sie im Amt ist wie ein Löwe für die Bauernlobby und gegen Tier- und Umweltschutz kämpft, soll es jetzt richten.
.. ""

Nagel auf den Kopf nennt man sowas :) Danke für den Kommentar.

Unehrliche Lobbyvertreter die adrett vor der Kamera aussehen.
Ich glaube wir haben mittlerweile genug davon! (ich zumindest)

Es wird Zeit führ ehrlichere, nicht korrupte Politiker in diesem Land.

DE könte weltweit führen in Sachen Umweltschutz, Sozialwesen und allgemeinen Anstand.
Aber nein!! Unsereiner wählt immer wieder die Lügner der letzten 30- 40 Jahre in Machtpositionen.

Shit, was stimmt mit uns Deutschen nicht?
:)
Kann nur besser werden hoffe ich doch sehr.

An wen geht die Tierwohlabgsbe?

Wer überwacht denn wie die Verwendung der Abgabe?
Ohne Gesetz und Überprüfung wird das Geld nur in Gewinn verwandelt. Herr Tönnies wird sich bedanken und die Tiere und die Werkarbeiter weiter leiden.

Mal sehen, ob Frau Klöckner

Mal sehen, ob Frau Klöckner es schafft, mit ihrem albernen "wir müssen die Ställe umbauen und brauchen dafür Tonnen von Geld" die Diskussion vom Kern abzulenken.
Ne, müssen wir nicht. Es geht eigentlich um die Schlachtbetriebe, um die Situation der dort Arbeitenden, um die sonstigen Zustände dort (auch die Abläufe), aber nicht um Ställe. Die kann sie bauen, wenn sie sonst nix mehr zu tun hat. Und ganz eigentlich -nur so ein Gedanke- könnten sogar die die Ställe umbauen, denen sie gehören und die damit ihre Kohle scheffeln. Und für den Export produzieren, natürlich möglichst billig.
Ach so... möglichst billig für die Produzenten... Ja, okay, das hatte ich irgendwie übersehen, ich bitte um Entschuldigung. Dann ist natürlich völlig okay und klar, dass wir denen die Ställe bezahlen. Sonst wird es ja vielleicht etwas teuer für die.
Borchert-Kommission... wie war das noch mit Lobby ?

Ausbeutung weiterhin erlaubt

Ein klares Zeichen für die Lobbyisten! Das garantiert nur zusätzliche Einnahmen für die Fleischindustrie und vielleicht wenn kontrollierbar einige Maßnahmen zum Tierwohl. Sicherlich aber sind die Rumänen dann weiterhin ausgebeutet und schlecht bezahlen. Man braucht aber solche Menschen, die ausgebeutet werden. Das wird sicherlich dem EU-Zusammenhalt helfen. Gratulation!

Kompetenz sieht anders aus

Sorry, aber Frau Klöckner ist für diesen Job einfach eine Fehlbesetzung.

Das, was sie liefert, ist weder überzeugend, noch wird es am Ende in irgendeiner Form umgesetzt.

Den Ablauf stelle ich mir in der kommenden Zeit wie folgt vor: Erst einmal kommt ein nicht haltbarer Vorschlag (bereits geschehen), dann wird mind. 1/2 Jahr darüber diskutiert, ein möglicher Beschluss wird anschl. mit knapper Mehrheit abgelehnt, dann wird noch einmal 3 Monate nachgebessert, der neue Vorschlag wird erneut abgelehnt, weil in der Zwischenzeit die Lobbyisten der Fleischindustrie mobil gemacht haben. Nun wirft Frau Klöckner endgültig und endlich das Handtuch und die Sache ist vom Tisch ... *ENDE*

Königin

Würde es im landwirtschaftlichen Bereich neben einem Titel einer Weinkönigin einen gleichartigen Preis/Titel einer "Fleischkönigin" geben, unsere Ministerin würde ihn verdienen und sicherlich auch verliehen bekommen.

"Es wird keine zweite Chance

"Es wird keine zweite Chance geben für die gesamte Branche", sagte sie nach dem "Fleischgipfel". Die Corona-Krise mit dem großen Infektionsausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies sei wie ein Brennglas für das, was falsch laufe. "Das, was wir heute behandelt haben, war keine Tönnies-Frage, sondern eine System-Frage."

Wie verlogen ist das denn? Natürlich ist es eine Systemfrage.
Und wer hat dieses System installiert? Wer hat Leiharbeit und Werkvertrage möglich gemacht? Und nein - die Zustände sind lange bekannt.
Die Erzeuger in der Landwirtschaft sind die Gelackmeierten. Die Gewinner sind die verarbeitende Industrie sowie Edeka, Rewe, Lidl, Aldi und Co.. Die sacken die Gewinne ein.
Und hier in Deutschland ist mal wieder der Kunde schuld.
Warum verlagert ein dänische Firma ihre Fleischverarbeitung nach Deutschland? Genau: wegen der Dumpinglöhne. In Dänemark ist der Stundenlohn nämlich 25 Euro.

?

Am 26. Juni 2020 um 18:54 von Oneiroi
Wiederspricht dies nicht der

Wiederspricht dies nicht der freien Marktwirtschaft. Werden jetzt so langsam die Weichen für eine sozialistische Markwirtschaft gestellt?..

Im Gedankenspiel ist mir sozialistische Marktwirtschaft ggebenfalls lieber als als Chlorhühner, oder Würste aus darm und ausgesaugten Metzgerresten.

In einer utopischen Sozialwirtschaft wären die würste wenigstens...... ??^^
ach Mist was red ich da.. Mensch wird immer versuchen Mensch auszunehmen, von wegen Lieb deinen nächsten^^
Egal ob kapitalistisch o sonstwas :)

Einmal im monat nen frischen Döner und gelegentlich keine Quecksilber versuechten Fische würden mir schon reichen. Auch wenns richtig was kostet. Solang man weiss wo was herkommt.! Jeden Tag Wurst und Käse muss echt nicht sein! ( erster Adressat wäre ich wohl^^)

@18:54 von Oneiroi

"Tierwohlabgabe. Ein hübsches, nieliches Wort für eine neue Steuereinnahme der Bundesregierung. Wer glaubt denn wirklich daran, dass diese Gelder 1 zu 1 an die Bauern gehen."

Niemand, jedenfalls niemand mit Verstand.

"Massensterben unter den kleinen Viehbauern ist vorprogrammiert."

Haben wir doch längst.

Kann mir jemand erklären wie das funktionieren soll?

Sorry, ich versteh das nicht. Alles Fleisch soll jetzt dann also 40 Cent mehr kosten?
Sprich das Billig-Fleisch kostet dann zb. nicht mehr 2 Euro sondern 2,40 und das Qualitätsfleisch nicht mehr 4 Euro sondern 4,40...? Und was genau bringt die Leute daran jetzt dazu das Qualitätsfleisch zu kaufen?
Also entweder hab ich da was falsch verstanden oder das ist einfach mal wieder faulste Politik ohne jeden Sinn und Verstand.
Böse Zungen könnten auch behaupten das klingt mehr nach einer neuen Einnahmequelle für die Staatskasse...und die haben wir ja in Zukunft bitter nötig.
Aber kann ja gar nicht sein. Frau Merkel hat ja angekündigt es wird keine Steuererhöhungen geben. Und wo nicht Corona-Steuer drauf steht ist bestimmt auch keine Corona-Steuer drin...oder?

Marionettentheater

Es war mehr als absehbar, dass die Marionette des Bauernverbandes eine vom Verbraucher zu zahlende Pauschale erheben wird. Schließlich kann man den Nutznießern des Ausbeutungssystems ja nicht zumuten, für die Umstrukturierung selbst aufzukommen. (Das könnte ja die Gewinne und Frau Klöckners Aussicht auf eine lukrative Anschlussverwendung schmälern.)

Das einkassierte Geld wird irgendwo versickern...

Am besten verbietet man erst einmal Frau Klöckner...

"Mehr Tierwohl sei nur möglich, wenn die Bereitschaft steige, mehr für Fleisch zu bezahlen."
> Das ist völliger Unsinn. Der Halter heißt so, weil er für die Tierhaltung verantwortlich ist. Der Endverbraucher heißt so, weil er ganz am Ende steht. Wer ein Problem nicht lösen möchte, fängt am Ende an.

"Das zusätzliche Geld soll in einen Fonds fließen, aus dem die Landwirte Mittel für Investitionen zum Umbau der Ställe bekommen."
> Um aus Massentierhaltung eine (halbwegs) artgerechte Tierhaltung zu machen, braucht man keinen neuen Stall, sondern weniger Tiere. Weniger Tiere zu halten kostet keinen Cent extra.

Das hier ist keine

Das hier ist keine Systemfrage, Frau Klöckner, sondern eine Lobbyismusfrage!

Und ihre Haltung und Umgang mit Lobbyismus ist TEIL DES PROBLEMS

@18:49 von harry_up

"40 Cent mehr = Ende des Billigfleisches?
Sorry, aber das ist doch lächerlich!"

Die ganze Preisdiskussion ist lächerlich. Es kommt genau das, was zu befürchten war. Das Fleisch wird teurer und an den Zuständen ändert sich nichts. Die Erzeuger bekommen viel zu wenig, die nachfolgenden Firmen machen Milliardengewinne auf Kosten der Landwirte und der Arbeiter.
Und Herrn Tönnies wird man auch nicht verärgern wollen, schließlich sind seine Parteispenden in der CDU sehr willkommen.

Tierwohlabgabe!

Ein herrlicher Begriff.

Ob er von Frau Klöckner kreiert wurde oder von ihrem Beraterteam oder von der Fleischindustrie?

Wie wäre es Frau Glöckner, wenn sie den Fleischbaronen ein Tierwohlauflagengesetz präsentieren, anstatt dem Verbraucher mehr Geld abzunehmen, das Tönnies und Co. und dem Bm-Finanzen zufließt?

PS.
Ich hab die Befürchtung, dass bald eine Rentenwohlabgabe, Kinderswohlabgabe oder Mieterwohlabgabe und sonstige Wohlabgaben ins Gespräch gebracht werden.

20:40 von habsdochgesagt

>>DE könte weltweit führen in Sachen Umweltschutz, Sozialwesen und allgemeinen Anstand.
Aber nein!! Unsereiner wählt immer wieder die Lügner der letzten 30- 40 Jahre in Machtpositionen.

Shit, was stimmt mit uns Deutschen nicht?<

Am Billigfleisch oder Trinkwasser.....

PS. Immer öfters höre ich: Alles gut!

Sie auch?

Daran

werden viele „Dauer-Griller“ zu knabbern haben...schadet aber nicht. Außer den Bierbrauern, die machen dann auch weniger Umsatz. Das wiederum wird manche Krankenkasse freuen. Diese Kausal-Kette ließe sich noch beinahe beliebig fortsetzen, Ist eben ökonomisch gesehen alles nicht so einfach, wie sich das manche vorstellen mögen.

Ein paar Cent mehr für angebliches "Tierwohl"...

...Ich freue mich zwar, dass die überfällige Diskussion überhaupt geführt wird.

Aber machen wir uns bitte nichts vor: Das so genannte "Tierwohl" ist reinste Augenwischerei.

Wegen ein paar Cent mehr pro Kilo (!) Fleisch ändert sich in der Lebensrealität eines Schlachttieres NICHTS Signifikantes.

- Es steht weiterhin sein Leben lang in seinen eigenen Fäkalien, ohne Tageslicht.
- Weiterhin mit nur wenigen Zentimetern Freiraum ("Tierwohl" heißt dann ca. 25 cm mehr Freiraum, danke).
- Weiterhin mit Antibiotika vollgepumpt.
- Weiterhin Langstreckentransport zum Schlachthaus unter unsäglichen Bedingungen (Kälte/Hitze/Durst).

Die Lösung heißt, keine Tierprodukte zu konsumieren. Das ist kein Verzicht. Es geht ganz einfach, wenn man sich allmählich herantastet. Youtube ist dein Freund.

"Tierwohl" ist Verarschung. Im Schlachthof wird kein Tier "wohl" totgestreichelt.

Ich zitiere Frau Wagenknecht:

"Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie Fleisch im Supermarkt kaufen? Wer die aktuell wieder aufgebrandete Diskussion um die Fleischproduktion verfolgt, könnte den Eindruck bekommen, es wären die Niedrigverdiener, die sich beim Aldi ein günstiges Schnitzel holen, die verantwortlich sind für die schlechten Zustände in den Schlachtfabriken von Tönnies, Wiesenhof und Co. Dabei waren es 20 Jahre Bundesregierungen, die das Lohndumping ermöglichten, die Werkverträge, die Vergabe an Sub-Sub-Sub-Unternehmer und schlussendlich die fast sklavenähnlichen Zustände an deutschen Schlachthöfen, wo die Arbeiter kaum besser behandelt werden, als das Vieh, dass sie verarbeiten sollen. Jahre, in denen Deutschland vom Fleisch-Importeur, zum zweitgrößten Exporteur von Schweinefleisch der Welt wurde und Schlachthöfe in halb Europa aus dem Geschäft drängte..."

Höhere Preise ....

... bringen nichts, wenn nicht konsequent die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Arbeitnehmer verbessert und folgend auch streng kontrolliert werden. Denn sonst steckt sich der Chef nur mehr in die Tasche und die Zustände bleiben gleich. Gewinn für´s Allgemeinwohl Null.
Ich hoffe, das wird brücksichtigt. Aber wie man unsere rechten und kapitalismushörigen Politiker der CDU/CSU/SPD/FDP/AfD kennt, besteht wenig Anlaß für Hoffnung. Oder der Prüfer bekommt ne "Extrawurst" vom Schlachthof, damit er über etwaige Verstöße hinwegsieht, so wie es bisher meist der Brauch ist bzw. war.

@18:38 von andererseits

"Klöckner hat nicht "Preise abzuschaffen" sondern als Landwirtschafts- und Verbraucher-Ministerin für klare rechtliche Regelungen zu sorgen, sowohl für das Tierwohl wie auch für die Vermarktung wie auch in Kooperation mit Ministerkolleg*innen für die Arbeitenden in Landwirtschaft und Ernährungsketten. Aber das überfordert Ministerin Klöckner wohl,..."

Das stimmt. Gerechterweise muss man auch erwähnen, dass nicht Sie allein diese Zustände zu verantworten hat. Ihre Vorgänger waren ja auch nicht gerade aktiv in dieser Angelegenheit.

Fleisch ist viel zu billig

Mein Vater hat mit Hilfe meiner Mutter zu DDR-Zeiten 800 Schweine mit der Hand gefüttert. Das Futter kam aus der LPG Pflanzenproduktion. Schlussendlich wurden die Tiere in den 80er Jahren für 60 DM pro Tier nach Westberlin verkauft. Das waren Tiere, die immerhin ein Jahr alt waren.

Wert und Würde sind 2 Seiten einer

Medaille. Daraus leiten sich automatisch Art der Tierhaltung, Verarbeitungslohn, -Gewinn und Qualität für den Verbraucher ab.

Hilfe!

Was müssen wir jetzt als Wähler tun, damit diese Frau Klöckner in den wohlverdienten Frühruhestand versetzt wird? Welchen Politiker müssen wir bestechen? Welche Petition einreichen? Die ist doch komplett von der Agrarindustrie gekauft!

Bitte, liebe Medien! Vielleicht findet sich doch noch irgendwas in ihrer Dissertation, wo sich rausstellt, dass sie nur kopiert hat... grabt da mal nach! Bitte, unternehmt was! Wir Wähler haben de facto in diesem System keine Möglichkeit! Man wählt einen Politiker oder eine Politikerin alle 4 Jahre & der bzw. die macht dann 4 Jahre lang ala Sonnenkönig eine komplett andere Politik als die, für die man ihn oder sie gewählt hat!

So untergräbt man die Akzeptanz für diese Demokratie in der Bevölkerung nachhaltig! Auch an euch ist es, liebe Medien, den Politikern hier Grenzen zu setzen, eben auch um den Glauben an die Demokratie in der Bevölkerung zu rekonstituieren, welches Politiker wie Frau Klöckner & Co. aufs Spiel setzen! Wenn nicht jetzt, wann dann?

Für wen arbeitet diese Frau???

Reicht Ihr das Ministergehalt nicht, dass sie nur noch ihre Lobbyarbeit verrichtet?
Wenn vernünftige Löhne gezahlt und gern auch (saftige) Strafabgaben für nicht artgerechte Haltung erhoben werden, dann müssen und werden die Schlachtbetriebe diese Kosten an den Handel weitergeben oder ihre Gewinnmargen sinken. Die Folge würde sein, dass die jetzigen Billigangebote nicht mehr haltbar sind.
Von den zusätzlichen Staatseinnahmen (Strafabgaben) kann man Hartz IV erhöhen, damit auch diese Menschen sich regelmäßig Fleisch und Wurts leisten können, so sie es essen wollen.
Aber nur Preise hochsetzen und die Produktionskosten so belassen, sprich keine Maßnahmen zur Beendigung der Sklavenhalterei, heißt doch nichts anderes, als die Schlachtbetriebe noch fürstlich für ihre Gier zu belohnen.
Ich versteh es beim besten Willen nicht, dass eine Ministerin so einen Unsinn herausposaunen darf.

Corona-Fleisch

Der Appetit auf Grillsteaks und Döner kann einem ja gerade vergehen, wenn man sieht, wie in diesen Mega-Schlachtereien das Virus kursiert.

@18:36 von morgentau19

"Man könnte ja den Fleischriesen Auflagen zum Tierwohl machen - bei Verstoß saftige Strafen."

Das wäre der richtige Start, aber man will wohl wieder das Pferd von hinten aufzäumen.

Fast alle Parteien wollen uns glauben machen, ein höherer Preis würde die Verhältnisse quasi automatisch verbessern.
Selbst die Grünen scheren sich offensichtlich nicht um eine korrekte Reihenfolge. Erst der Preis und dann schauen wir mal.
In der Handelsschule lernt man das anders.

@ habsdochgesagt

Im Gedankenspiel ist mir sozialistische Marktwirtschaft ggebenfalls lieber als als Chlorhühner, oder Würste aus darm und ausgesaugten Metzgerresten.

Leider waren im sozialistischen Planwirtschaftsstaat die Skrupel in puncto minderwertiges Fleisch praktisch gleich null. Und trotzdem waren die Regale leer. Das beste Fleisch wurde gegen Devisen in den Westen verhökert. Moralisch war der Sozialismus auf der gleichen Stufe wie die Werkverträge und die Leiharbeit. Oder noch eins drunter.

Sehr späte Einsicht, Frau Klöckner...

erinnert mich irgendwie an Fukushima ... Vielleicht wählen wir zur Abwechslung mal Leute, die nicht erst durch
Katastrophen zur Vernunft kommen.

Zurücktreten Frau Klöckner,

Sie haben sich gegen den Willen der allermeisten Wähler gestellt. Sie sind nicht länger "tragbar"! Bitte treten Sie sofort zurück!!! Ihre Fleischindustrie wird Sie bestimmt in einem Schlachthof anstellen. Dort können Sie ehrliche Knochenarbeit kennenlernen.

Wie genial ist das?

Jetzt also die befürchtet Preiserhöhung. Das ist so grenzgenial, dass da der Aachener Friedenspreis... ach was... der Nobelpreis für Frau Klöckner & den Lobbyverband der Agrarindustrie fällig werden müssen!

Man muss sich jetzt mal vor Augen führen: Fleisch wird im ersten Schritt teurer. Was passiert denn mit dem Geld, wenn die Menschen dennoch nicht vom Fleischkonsum ablassen? Eben: die Reingewinne der Industrie & die Steuereinnahmen des Bundes "explodieren" förmlich! Und wer stellt sicher, dass das viele Geld dann auch dem eigentlichen Zweck zugute kommt? Kontrolle? Ach was! Freiwillige Selbstverpflichtungen müssen reichen!

Und selbst wenn die Deutschen weniger kaufen: die höheren Preise können den eigentlich erwartbaren Einnahmeausfall bestimmt ausgleichen, damit die "arme" Agrarindustrie nicht einen Cent weniger in der Tasche hat.

Und was ist dann mit dem vielen Schlachtvieh, das die Deutschen nicht verspeisen? Wird auf den Weltmärkten verhökert! Also Win-Win für die Industrie!

Weniger Tiere (pro Fläche) zu

Weniger Tiere (pro Fläche) zu halten kostet aber natürlich mehr Geld extra !

/// Am 26. Juni 2020 um 20:57

///
Am 26. Juni 2020 um 20:57 von Nachfragerin
> Um aus Massentierhaltung eine (halbwegs) artgerechte Tierhaltung zu machen, braucht man keinen neuen Stall, sondern weniger Tiere. Weniger Tiere zu halten kostet keinen Cent extra.///
.
Das Problem ist, dass die Fixkosten nicht im gleichen Verhältnis sinken.

Ziemlich Blind

sind manche Menschen weiter oben schon.
Kein Export mehr, sondern nur noch für unseren Bedarf, schon ist das Problem gelöst.
Die 40 Cent für die selbe Sau, macht null Sinn.
Und wer ab und an mal TV sieht, weiß auch das so gut wie niemand etwas raus geschmeckt hat bei den einzelnen Klassen.
Markt ist da eine gute Sendung, zeigt oft was sein Geld wert ist, und was nicht.
In Deutschland macht man gerne was teurer, von billiger hört man nie etwas.

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