Ihre Meinung zu: Streik beim Krisengewinner Amazon

29. Juni 2020 - 8:06 Uhr

Neue Runde im Tarifstreit zwischen Amazon und der Gewerkschaft ver.di. An sechs Standorten wird 48 Stunden gestreikt. Es geht um den seit Jahren andauernden Tarifkonflikt, aber auch um Corona.

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Kommentare

Amazon

In der Krise zeigt sich mal wieder dass die Großen noch Größer werden und die Kleinen dabei auf der Strecke bleiben. Leider waren Streiks bei Amazon bisher nicht effektiv; man müsste da schon dauerhaft streiken. Allerdings weiss Amazon genau dass Ihre schlechtbezahlten Mitarbeiter dringend auf das bisschen Geld angewiesen sind.
Der Staat sollte zumindest endlich mal dafür sorgen dass Amazon und die anderen Internet-Unternehmen, die hier in Deutschland ihre Gewinne erwirtschaften, auch ihre Steuern hier bezahlen. Deutschland ist innerhalb der EU in dieser Hinsicht nicht gerade sehr aktiv.
Aber auch wir Verbraucher haben es in der Hand weil wir zu bequem sind alternative, kleinere Online-Händler zu suchen die es durchaus gibt (ich habe zB für Bücher/DVD einen Online-Store der meist viel günstiger ist als Amazon weil er weniger Provision nimmt)

Wer soll streiken?

Angeheuerte Studenten oder "stumme" Ausländer? Wieviel Geld gibt's eigentlich für eine Stunde "Streik*? Wenn ich Herrn Bsirskes Einnahmen sehe, weiß ich, dass er und Genossen für Arbeitnehmer etwa das gleiche übrig hat, wie Herr Bezos. Verdi ist mitnichten für die kleinen Leute da.

Amazon, Tönjes und Co.

Wenig Steuern bezahlen, geringe Ausgaben fürs Personal.... aber horrende Gewinne einfahren....
Ist doch laut Politik gut für die Wirtschaft.....

Solange wir uns mit der Phrase vom Wirtschaftswachstum abspeisen lassen, so lange wird sich nichts ändern.

Wenn die Wirtschaft den Menschen dient ist alles prima, aber wenn die Menschen nur der Wirtschaft dienen sollen ist es sch….

Für mich hat es den Anschein das viele Politiker selber nicht verstehen was sie da tun und reden.

Gewinn muss auch bei den Mitarbeitern ankommen

Wenn die Gewerkschaft berechtigterweise für die Übernahme des Flächentarifs kämpft, dann werden dessen Konditionen ja sicher deutlich über den von Amazon gebotenen Leistungen liegen. Wenn sich Amazon also als gut zahlender Arbeitgeber darstellt, dann kann das so nicht stimmen. Gewerkschaftsfunktionäre haben in den letzten Jahrzehnten doch allzu häufig den EIndruck vermittelt, für die Forderungen der Arbeitgeber ein sehr offenes Ohr zu haben. Auch wenn man sicher einen gesunden Kompromiss anstreben muss, so waren doch sehr viele Beschäftigte eher unzufrieden mit den Gewerkschaften, ich hoffe, die werden nun wieder etwas unbequemer. Wenn nun noch unserer Regierung endlich gegen diese umfassenden Steuervermeidungsstrategien von Amazon, Ikea, Starbucks und Co. vorgehen würde und die EU Ratspräsidentschaft entsprechend nutzt, dann könnte man mal wirklich fair Zukunft gestalten.

um 08:38 von Al Ternativ

>>Angeheuerte Studenten oder "stumme" Ausländer? Wieviel Geld gibt's eigentlich für eine Stunde "Streik*? Wenn ich Herrn Bsirskes Einnahmen sehe, weiß ich, dass er und Genossen für Arbeitnehmer etwa das gleiche übrig hat, wie Herr Bezos. Verdi ist mitnichten für die kleinen Leute da.<<

Wo ist denn Ihr AL Ternativ. Die Geschichte Deutschlands hat gezeigt das man auf starke Gewerkschaften nicht verzichten kann. Da wo starke Einheitsgewerkschaften agieren gibt es auch soziale Standards. Also Organisieren und besser Mitglied einer Gewerkschaft werden als dumme Reden halten.

Wow

Pro 10,- Euro spare ich jetzt 30 Cent. Pro Wochenend-Einkauf also ungefähr 1,- Euro. Ich kann mich vor lauter Kauffreude kaum noch halten.

Verdi muss nicht Amazon

Verdi muss nicht Amazon bestreiten. Die sollen die ausfahren bestreiten. Wenn DHL,& Co nix mehr mitnehmen, kann Amazon zumachen.
Erstaunlich, dass Amazon dermaßen boomt, während Quelle, Neckermann & Co alle umgegangen sind.

...immer wieder das gleiche.

...immer wieder das gleiche. ich hoffe sehr, das amazon nicht einknickt.

Die Kernfrage ist doch,

Die Kernfrage ist doch, arbeiten die 13000 Mitarbeiter im Logistik- oder im Einzelhandelsbereich. In Letzterem werden höhere Gehälter gezahlt.

Haben Sie sich schonmal

Haben Sie sich schonmal gefragt, warum "immer wieder das gleiche"?!
Könnte es daran liegen, dass sich Amazon weiterhin seinen Arbeitnehmern gegenüber unfähr verhält? Ich denke, ja, das ist es.

Ohne zufriedene Mitarbeiter kein gesunder Betrieb

Is fearr an tsláinte ná na táinte.

Es wäre gut, wenn Amazon und Co. endlich beherzigen, dass gesunde und zufriedene Mitarbeiter deutlich mehr Leistung erbringen. Nur wenn die Mitarbeiter zufrieden sind, ist der Betrieb richtig zukunftsfähig. Denn ein Betrieb lebt von seinen guten und gesunden Mitarbeitern, die gerne zur Arbeit gehen und loyal hinter ihrem Arbeitgeber stehen.

Amazon ist nicht VW

Ich glaube, es wird übersehen, dass Amazon kein nationaler Konzern ist und sich mitnichten einer Gewerkschaftsmacht mit Lobby in der Politik beugen wird. Vielmehr ist amazon eine der wenigen Unternehmen, die unserem ungebildeten Prekariat noch Arbeitsplätze gibt. Es ist eigentlich sehr unwirtschaftlich Logistikzentren in Deutschland zu betreiben, wäre es in Nachbarländern (z.B. Polen) wesentlich günstiger......Streik ist nicht alles, teure Standorte müssen Qualität in der Ausbildung fördern und nicht mit sanften Methoden Lernunwillige noch pampern.......

Neid

Woher mag nur dieser Neid auf den Amazon Chef kommen? Leute ,es gibt Unternehmen die viel weniger als Amazon bezahlen. Da würde nie jemand auf die Idee kommen zu streiken. Ganz im Gegenteil. Die werden von der lokalen Presse und Politik gefeiert.

@Forfuture

Steuervermeidungsstrategie ist nur ein Punkt.
Solange Unternehmen, die eine gewisse Anzahl an Arbeitsplätzen bereit stellen, beim zuständigen Finanzamt ganz offiziell Sonder-Steuer-Konditionen bekommen ist doch etwas faul. Oder?
Gehe mal als Selbständiger zum Finanzamt und frage nach ob man da auch etwas für Dich machen kann. Die lachen sich Tot!
Wo ist denn da noch das Gleichheitsprinzip was für alle gelten sollte?
Und wenn man bei Amazon die harten Bandagen anwendet, macht der seinen Laden in D zu. Dann kommen die Packete eben aus Holland oder Belgien.
Wenn die EU mit einer (1) Stimme sprechen würde könnte man da etwas machen. Aber bis das soweit ist vergehen noch 100-200 Jahre. Wenn es dann die EU überhaupt noch gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, das dieser zerstrittene Verein noch lange überlebt. Weil auch in Brüssel haben die Lobbyisten schon gewonnen.

"Wer soll streiken?"

Gewerkschaften sind Solidargemeinschaften.Ihre Durchsetzungsfähigkeit hängt von Zahl und politischer Willensstärke ihrer Mitglieder ab.In einer Gesellschaft, in der das Wort Solidarität Fremdwort und sogar Schimpfwort geworden ist, ist die gewerkschaftliche Position geschwächt. Das kann nur geändert werden, wenn die Erziehung und schulische Bildung den Gewerschaftsgedanken wieder in die Mitte rücken. Davon sind wir weit entfernt - und entfernen uns weiter.
Das liegt daran, daß die Menschen von politischen Demagogen mit heuchlerischen Schlagworten in die Irre gelenkt wurden. Gewerkschaften sind keine neutralen Diskussionsvereine, aber sie sind auch keine Knüppeltruppen. Streik ist eines ihrer grundgesetzlichen Mittel, aber ebenso politisch-ökonomische Kompromißbereitschaft. Das ist stetes ein Balanceakt - aber die Entwicklung Deutschland nach dem Kriege hat gezeigt, daß diese Balance zum Vorteil der abhängig Beschäftigten lange Zeit gelungen ist. Dieser Erfolg wird nun verspielt.

@ 09:28 von Minka04

Das gälische Sprichwort, das Sie als Überschrift wählen, heißt übersetzt soviel wie "Gesundheit ist besser als Reichtum" - eine in vielen aktuellen Fragen, Krisen und Konflikten Orientierung gebende Weisheit - wenn man sie denn beherzigt.

@Minka04

Das ist Wunschdenken, weil uns die Realität oft das Gegenteil zeigt.
Ich glaube nicht das die Amazonarbeiter oder die in den Fleischbetrieben sehr zufrieden mit ihren Jobs sind. Aber es funktioniert seit Jahren, mit Wissen der Politik, ohne das sich etwas ändert.
Und niemand sollte sich wundern darüber, denn wir leben im Kapitalismus der die soziale Marktwirtschaft schon lange überwunden hat.
Mehr Geld für die Arbeiter bedeutet in dem System, weniger Dividenten. Weniger Devidenten bedeutet, weniger Aktiennachfrage. Das wiederum bedeutet Kursverlust, und Kursverlust ist der Tot des Unternehmens. Früher gab es die soz. Marktwirtschaft in D. Das aber funktioniert seit der Globalisierung nicht mehr.
Und was nun? Systemfrage stellen?

Wer sich über den Konzern

Wer sich über den Konzern ärgert der bestellt dort nichts. So einfach ist es. Wer dennoch bestellt, der akzeptiert die Ausbeutung des Marktes bei der andere, meist kleinere Online-Händler in den Konkurs getrieben werden, da Amazon seine Preise teils unter EK "raushaut". Sie akzeptieren auch ihre oft eigene schlechte Bezahlung und kapieren nicht das System von Ursache und Wirkung (Wahlweise anders herum).
Geld macht Amazon mit AWS (Cloud) und nicht mit dem Handel. Der Handel ermöglicht steuerliche Vorzüge die unsere Steuerbehörden nicht in den Griff bekommen. Und so stirbt der sonstige Handel und Amazon wird eines Tages die Preise anheben.
Ich habe nach anfänglichem Gefallen mein Amazon Konto gelöscht und empfehle es jedem gleichzutun. Und gleich danach Paypal, eBay und Zalando (als Variable für so viele). Es geht bestens ohne und ich lebe auf dem Land was für viele als eine vorgeschobene Entschuldigung herangezogen wird um ihre Konsumgeilheit zu relativieren.

um 09:31 von eli

>>Vielmehr ist amazon eine der wenigen Unternehmen, die unserem ungebildeten Prekariat noch Arbeitsplätze gibt. Es ist eigentlich sehr unwirtschaftlich Logistikzentren in Deutschland zu betreiben, wäre es in Nachbarländern (z.B. Polen) wesentlich günstiger......Streik ist nicht alles, teure Standorte müssen Qualität in der Ausbildung fördern und nicht mit sanften Methoden Lernunwillige noch pampern.......<<

Gerade Deutschland mit seiner bestens ausgestatteten Infrasstruktur macht die Ansiedlung der Logistik für Amazon lukrativ.

Zahlt Amazon wirklich so schlecht?

Amazon zahlt laut eigener Aussage (stimmig mit Gehaltsvergleichsportalen wie z.B. Glassdoor und aktuellen Stellenanzeigen) im Versand ~12 Euro/Stunde. Das sind fast 2.000 Euro brutto im Monat. Bei befristeten 11,66/Stunde. Finde ich jetzt gar nicht mal so schlecht für ungelernte Mitarbeiter.

@Bender Rodriguez Amazon liefert zumindest in den Städten primär über eigene Mitarbeiter aus. In einigen Regionen wird auf Wunsch noch am selben Tag geliefert.

Warum nicht

Am 29. Juni 2020 um 09:38 von Mischa007

Was ist an einem Großkundenrabatt denn auszusetzen? Das ist doch völlig legitim und wird überall so praktiziert.

Amazon zahlt keine Dividende

@Mischa007
1. Heißt es Dividende und hat nichts mit Enten zu tun.
2. Hat Amazon noch nie eine Dividende gezahlt.

Vielleicht sollten Sie die Grundlagen der Wirtschaft erst verstehen, bevor Sie die Systemfrage stellen.

08:38 von Al Ternativ ...Studenten oder "stumme"..

Studenten sollen vor Jahren schon mal ein politisch bewusstes Klientel gewesen sein, vielleicht gibt's das wieder und sebst "stumme Ausländer" wissen oft mehr und haben ein ungebrocheneres Verhältnis zur Arbeiterbewegung als offenbar mancher glauben mag.
Im übrigen spricht deine Einschätzung eher von schwerwiegenden Vorurteilen, denn von Interesse an der Sache.

streik bei amazon

@advocatus diabolus
soweit mir bekannt ist, sind die preise für bücher festgeschrieben.

09:04 von Bender Rodriguez "amazon hat die Kraft"

amazon hat halt die Kraft auf seiner Seite - es gibt noch viele andere, aber die sind halt nicht Systemrelevant, wir reden lieber über die Leuchttürme.

Tarif für Logistiker

Warum ist denn der Tarif in der Logistikbranche niedriger, als im Einzelhandel? Würde er angepasst, wäre die Kuh doch schon vom Eis.
Amazon baut rund um Deutschland Logistikzentren. Die Folge der Streiks wird irgendwann die Schließung der Zentren in Deutschland sein. Das benachbarte Ausland wird sich über sichere Arbeitsplätze freuen.

Am 29. Juni 2020 um 09:31 von eli

>Es ist eigentlich sehr unwirtschaftlich Logistikzentren in Deutschland zu betreiben, [...]

Wie kommen Sie denn darauf? Das Gegenteil ist eher der Fall...

Stichwort Gewerbesteuer: Da ein Logistiker mit seinen Verteilzentren in der Regel keine Gewinne erwirtschaftet, zahlen sie auch wenig bis keine Gewerbesteuer. Günstiger kann er kaum ein Logistikzentrum bekommen...

@kermit70

wenn Sie mehr als € 30,-- für den wochenendeinkauf ausgäben, könnten Sie auch mehr sparen. im übrigen geht es wohl weniger darum, den kauf von lebensmitteln anzuregen, sondern vielleicht grössere anschaffungen vorzuziehen, denn die lebensmittelbranche wurde ja durch corona wahrlich nicht geschädigt.
ob sich das lohnt, eine grössere anschaffung zu tätigen, muss jeder selbst entscheiden.

@ Thomas3366, um 09:06

“ich hoffe sehr, das amazon nicht einknickt.“

Was für ein Pferd reiten denn Sie bloß??

@paule66

ich finde es recht vermessen von Ihnen, anderen "konsumgeilheit" vorzuwerfen !
ich bestelle sehr gerne bei amazon aus den unterschiedlichsten gründen. vergleichen Sie einmal die kulanz und auswahl bei amazon und selbiges im stationären handel, den man u.a. durch quasi "autofreie innenstädte ", mit horrenden parkgebühren kaputt gemacht hat.
desweiteren nutze ich sehr gerne paypal; es gibt mir maximale bezahlsicherheit, sofern ich innerhalb de kaufe. was Sie machen, oder nicht, interessiert mich nicht ! allerdings erwarten Sie nicht, dass andere leute das komplett anders sehen. wenn ich dieses moralinsaure gerede schon lese !

dafür, dass man Sachen zusammensucht und in den

Wagen reinstellt verdienen sie gut. Es sind nu mal keine Einkäufer usw.

Amazon hat alles

es wird schnell, problemlos geliefert und gehts zurück, sofort Gelderstattung

Es wirkt nahezu lächerlich,...

...wenn man, wie ich heute Morgen, von “Amazon-Smile“ die Mitteilung erhält, dass dieses Milliardenunternehmen kürzlich 1.711,42 € an eine gemeinnützige Organisation gespendet habe...

Wessen Gewissen soll damit beruhigt werden?

Verbraucher sollte verantwortung Zeigen

Es gibt mehr als genug "regionale" Versandhaeuser die hier zu Lande Steuernzahlen und besser bezaehlen. Viele von Ihnen sind sogar Pioniere auf dem Feld, arbeiten mit dhl oder Post zusammen, kreieren regionale Wertschoepfung. Man entmuendigt sich bei Amazon nur selbst in dem man als Verbraucher ein Monopol schafft. Amazon weder in Sachen Machine learning, Umweltfreundlichkeit, Arbeitnehmerrechte oder sonstwas ein Innovationstreiber (sich an Unis einkaufen ist keine Innovation). Und einem 2 Tage nachdem man ein Buch kauft dieses wieder zum kauf anzubieten auch nicht.

/// Am 29. Juni 2020 um 09:01

///
Am 29. Juni 2020 um 09:01 von Kermit70
Wow

Pro 10,- Euro spare ich jetzt 30 Cent. Pro Wochenend-Einkauf also ungefähr 1,- Euro. Ich kann mich vor lauter Kauffreude kaum noch halten.///
.
Sehen Sie das mal umgekehrt. Was halten Sie davon, die MWSt um 3% zu erhöhen, zur Teil-Finanzierung der " Corona-Kosten " ? Sind ja nur 30 Cent pro €10 ?
Im Ernst:
Die geplanten Mindereinnahmen durch die befristete MWSt-Senkung belaufen sich auf € 25 Milliarden. Das ist schon ein großer " Batzen " zur Konjunkturstützung.

Am 29. Juni 2020 um 09:34 von Ich doch nicht

>> Leute ,es gibt Unternehmen die viel weniger als Amazon bezahlen. Da würde nie jemand auf die Idee kommen zu streiken. Ganz im Gegenteil. Die werden von der lokalen Presse und Politik gefeiert.<<

da ist aber für die Gewerkschaften nichts zu holen.

Wenn Amazon nur wenig Steuern zahlt

und das ganze auf dem legalen Wege, dann liegt es nicht an Amazon sondern am Gesetzgeber der es Amazon ermöglicht nur wenige Steuern zu zahlen. Doch ist doch schön für Politik und Gewerkschaften durch das Amazon Bashing von anderen Problemen abzulenken.

Die Macht der Konzerne

Mittlerweile sind doch die großen Internet-Konzerne (Amazon, Google, Facebook) so mächtig geworden dass selbst Nationalstaaten nicht mehr dagegen ankommen. Wie sonst lässt es sich erklären, dass sie immer noch keine - bzw. kaum Steuern bezahlen und damit auch noch durchkommen? Hier bräuchte es ein gemeinsames Vorgehen der EU - doch die ist doch selbst zu schwach. So werden doch diese Konzerne immer mehr zum Staat im Staat.
Nur wir Verbraucher hätten es in der Hand. Aber so lange wir uns bequem zurücklehnen, uns über zu niedrige Löhne beschweren - wir selbst aber alles möglichst billig wollen, obwohl unsere Mitmenschen dadurch selbst auch nur niedrige Löhne dadurch haben, so lange kann Amazon und die anderen Konzerne so weitermachen.
Deswegen finde ich den Kommentar von @ 10:43 tettigonia "Verbraucher sollte Verantwortung zeigen" genau richtig und danke ihm/ihr !

@ Paule66, um 09:54

“Wer sich über den Konzern ärgert der bestellt dort nichts. So einfach ist es...“

Wenn Sie's bei diesem Kommentar belassen hätte, würde man Ihnen vorbehaltlos zustimmen. Wenn ich mich in einem Restaurant oder über einen Handwerker geärgert habe, bleibe ich davon weg, klar.

Wohin Sie sich dann aber steigern ist nicht ohne weiteres akzeptabel, und Ihre Empfehlung, es Ihnen gleich zu tun, sowie vor allem Ihr Vorwurf der Konsumgeilheit sind dann schon eher grenzwertig.

Am 29. Juni 2020 um 09:54 von Paule66

>>Der Handel ermöglicht steuerliche Vorzüge die unsere Steuerbehörden nicht in den Griff bekommen.<<

Warum nicht ? Warum zahlt Amzon hier keine Steuern ? Weil es andere EU-Länder gibt, die den Unternehmen niedrige Steuersätze anbieten. Und warum wird das durch Brüssel nicht durch das Streichen der Fördergelder für diese Länder sanktioniert ?

Am 29. Juni 2020 um 08:48 von Forfuture

>>Wenn die Gewerkschaft berechtigterweise für die Übernahme des Flächentarifs kämpft, dann werden dessen Konditionen ja sicher deutlich über den von Amazon gebotenen Leistungen liegen<<

Und wenn die Gewerkschaften dann endlich im Laden sind, lassen sie Beschäftigungen über Werkverträge zu. Wie bei den Automobilbauern...

Was kann ich als Unternehmen dafür

wenn der Kunde eben nicht bei dem Kleinen Einkaufen geht sondern bei mir dem Großen bestellt, der Große kann auch nichts dafür das die Politik den Kleinen das öffnen der Läden in der Krise verboten hat. Jedes Unternehmen ist für sich verantwortlich, als Opel jahrelang nur rote Zahlen schrieb kam auch keiner auf die Idee die anderen Autobauer mit höheren Steuern zu belegen. Amazon ist eben nicht für die Krise verantwortlich. Wieso bestreikt Verdi nicht auch die anderen Arbeitgeber die keine Tarifbindung haben?

Die unendliche Geschichte

um Amazon, die miesen Arbeitsbedingungen und die schlechte Bezahlung ist seit Jahren bekannt, ebenso wie die kreative Steuergestaltung von Amazon. Die Streiks sind sicher völlig berechtigt, nur bleiben sie ohne große Wirkung, so lange der Organisationsgrad so niedrig ist. "Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will"? Theoretisch ja, dazu braucht es aber erst mal einen starken Arm. So lange Amazon recht mühelos auf ungelernte Hilfs- und Aushilfskräfte , zur Not aus dem Ausland setzen kann und die Wenigsten organisiert sind wird die Wirkung der Streiks verpuffen, leider

Amazon=Tönnies Nicht ganz,

Amazon=Tönnies

Nicht ganz, aber in die Richtung geht das schon. Und wie bei Tönnies tragen die Kunden Mitschuld. Durch das Kaufverhalten können diese Großbetriebe zu dem werden, was sie sind. Einfach Amazon nicht/kaum nutzen und gut ist. Es gibt so viele andere Anbieter.

@ 9:10 hesta15

Naja kompetent war seine Rede schon und nicht dumm.
Unterwürfig oder verächtlich sogar im Sinn einer Selbstherrlichkeit finde ich, wenn Sie sagen, ermitteln Sie doch selber. Was beschwerst du dich über die Polizei?
Können sie begreifen was ich meine?
Wenn sie keine Ansprüche an Obrigkeiten, Institutionen haben, dann ist das ihre Sache und schlimmer als ihr Vorwurf an Ihren Vorredner.

Am 29. Juni 2020 um 10:46 von Werner40

>>Die geplanten Mindereinnahmen durch die befristete MWSt-Senkung belaufen sich auf € 25 Milliarden. Das ist schon ein großer " Batzen " zur Konjunkturstützung.<<

Nein, das sind Peanuts...im Gegensatz zu den finanziellen Ausfällen in den Sozialkassen durch nicht einzahlende Kurarbeiter(in) (zeitweise bis zu 11 Mio) und der zu erwartenden Insolvenzwelle ab dem 1.10.

So ist es

es geht nicht um die bessere Bezahlung der Mitarbeiter, es geht darum das Verdi einen Fuß bei Amazon in die Tür bekommt, es lockt dann ja ein für die Funktionäre luktraktiver Aussichtsratsposten nur um das geht es.

Streik beim Krisengewinner Amazon........

Richtig,Amazon ist Krisengewinner durch größeren Paketversand in der Krise.Ähnlich wie DHL mit 40% mehr(9 Millionen pro Tag).
Aber es ändert nichts,Amazon verweigert schon seit Jahren einen Tarifvertrag.Und zum Schutz der Beschäftigten gegen Corona(Abstandsgebot) wurden an einem Standort Umkleidespinde umgesetzt,so daß die Beschäftigten weitere Wege haben.Eine Lohnerhöhung um 2 Euro die Stunde wurde verkündet.Aber nicht für kranke Mitarbeiter(an Anwesenheit gekoppelt).

Am 29. Juni 2020 um 09:50 von andererseits

>>"Gesundheit ist besser als Reichtum" - eine in vielen aktuellen Fragen, Krisen und Konflikten Orientierung gebende Weisheit - wenn man sie denn beherzigt.<<

Und was soll uns das in diesem Zusammnhang sagen ? Wer reich ist, ist automatisch krank ? Kann ich nur zwischen den beiden wählen ?

Am 29. Juni 2020 um 10:57 von Advocatus Diabo...

>>Hier bräuchte es ein gemeinsames Vorgehen der EU - doch die ist doch selbst zu schwach.<<

Nein, die EU ist nicht zu schwach. Es wird nur geduldet, so wie der Herr Junker es für Luxemburg vorgemacht hat.

Wenn es wahr ist

dass A am oberen Ende bezahlt sollte man ihn in Ruhe lassen. Er ist KEIN Einzelhändler! Dort gibt es Lagertätigkeiten und kaum etwas Anderes.
Was die Steuerflucht anbelangt so ist die EU Schuld, siehe Starbucks und viele Andere.
Den Kunden behandelt A so vorbildlich wie kein anderes Unternehmen.
Montag defekte Lieferung zurückgesandt, Mittwoch ist das Geld auf dem Konto.

@ 10:43 von tettigonia

„ Es gibt mehr als genug "regionale" Versandhaeuser die hier zu Lande Steuernzahlen und besser bezaehlen. Viele von Ihnen sind sogar Pioniere auf dem Feld, arbeiten mit dhl oder Post zusammen, kreieren regionale Wertschoepfung.“

Jeder einzelne kann dazu beitragen, dass die kleinen Geschäfte nicht aussterben. Ich beziehe meine Bücher vom Bücherladen (ja, er heißt wirklich so in Dingolfing) und bestelle mein Lego bei JB Spielwaren, absolut zuverlässig, kaufe mein Fleisch bei unserem Metzger, der selber schlachtet und wurstet. Viel beziehe ich natürlich auch online, da auf dem Land. Wie die meisten heute. Aber bei kleineren Händlern. Denn hier ist Kundenservice wirklich noch persönlich und gut.

@  11:28 von asimo

Wenn man etwas Unmögliches fordert was sie tun, denn selbst wer sich's leisten kann und teure Produkte kauft ändert NICHTS. Die werden genauso ausbeuterisch hergestellt. Nike Adidas Sonnen Bassermann Victoria Secret sogar. BMW
Dafür ist - mein deutscher Landsmann - der Gesetzgeber da und der Überwachung. Und dadurch werden diese Billigprodukte etwas teurer, womit ich einverstanden bin.
Warum sind sie so unterwürfig?

warum sollte amazon etwas tun?

So ist es ja auch in der Fleischindustrie und vielen anderen Bereichen der global operierenden Konzerne. So lange es nicht gelingt diese Konzerne zum Zahlen von Steuern für die Umsätze im jeweiligen Land zu bringen, so lange werden dieses Strukturen auch alle anderen lokalen Gesetze nur zögerlich umsetzen. Die nationale Politik erscheint hilflos, Kontrollinstanzen sind personell und finanziell hoffnungslos hintendran. Es scheint, als fehle der politische Wille und auch die Fähigkeit etwas zu ändern. Das ist mit den Gewerkschaften nicht anders.

Mit dem Versandhandel geht es so

wie mit dem Lebensmittler der 1960er Jahre und dem Aufscheinen der Warenhäuser. Unaufhaltbar.
Wenn A tatsächlich "am oberen Ende" zahlt, ist die Gewerkschaft überflüssig. Nun auch noch 2 € mehr die Stunde...
Ich meine das A oftmals absichtlich in den Dreck gezogen wird. 2 € mehr sind wieviel % Lohnerhöhung???

@Advocatus Diabo... , 08:36

"Allerdings weiss Amazon genau dass Ihre schlechtbezahlten Mitarbeiter dringend auf das bisschen Geld angewiesen sind"

Exakt. Genau da liegt der Hase im Pfeffer: Dass die, die dieses Geld haben (auf welche Art und Weise auch immer sie da dran gekommen sind) genau wissen, wo sie "den Hebel ansetzen" müssen, um sich alle, die es nicht haben gefügig zu machen bzw. ihnen ihren Willen aufzuzwingen.

Am 29. Juni 2020 um 11:47 von globalplayer58

>>es geht nicht um die bessere Bezahlung der Mitarbeiter, es geht darum das Verdi einen Fuß bei Amazon in die Tür bekommt, es lockt dann ja ein für die Funktionäre luktraktiver Aussichtsratsposten nur um das geht es.<<

Volltreffer...

@11:47 von globalplayer58 - falsche Behauptung

"... es geht darum das Verdi einen Fuß bei Amazon in die Tür bekommt, es lockt dann ja ein für die Funktionäre luktraktiver Aussichtsratsposten nur um das geht es."

Sie sind falsch informiert.
Ver.di-Mitglieder nehmen ihre satzungsgemäße Pflicht zur Abführung von Aufsichtsratsvergütungen ernst.
Die abgeführten Gelder gehen an die Hans-Böckler-Stiftung und die ver.di-GewerkschaftsPolitische Bildung GmbH.

Zitat aus https://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_254.pdf
"Bei Vergütungen über 3.500,-- € bis 32.500,-- € pr Jahr sind zusätzlich zu dem unter Ziffer 1 genannten Betrag 95 Prozent der über 3.500,-- € liegenden Vergütungsbestand-teile abzuführen"

@ 11:48 von SchleswigHolsteiner

Eigentlich wäre es gut, wenn man ein gewisses Gleichgewicht finden könnte. Unternehmer müssen nicht auf 2 Jahre reich werden und Arbeitnehmer wollen von ihrem Einkommen leben können und zumindest nicht jeden Tag mit Grausen in die Arbeit gehen. „leben und leben lassen“ Meine alte Schulfreundin führt in dritter Generation ein Pub. Die Mitarbeiter wechseln kaum, außer aus gesundheitlichen Gründen. Jeder kennt jeden, kann sich aufeinander verlassen und auch in diesen schweren Zeiten wird keiner, der dieser „Familie“ angehört im Stich gelassen.

@globalplayer58 - 11:47

"So ist es
es geht nicht um die bessere Bezahlung der Mitarbeiter, es geht darum das Verdi einen Fuß bei Amazon in die Tür bekommt, es lockt dann ja ein für die Funktionäre luktraktiver Aussichtsratsposten nur um das geht es."

1. Heißt das Gremium Aufsichtsrat
2. Sitzt ver.di bereits in Bad Hersfeld dort
3. Sind Arbeitnehmervertretungen in Aufsichtsräten gesetzlich vorgesehen
4. Alle DGB-Gewerkschaften haben die Regelung, dass Sitzungsgelder der Arbeitnehmervertreter der Organisation zufließen oder in die Hans-Böckler-Stiftung gehen.

Und jetzt dürfen Sie weiter mutmaßen, ob solche Regelungen nur wegen Erlangung der lukrativen Posten existieren.

Am 29. Juni 2020 um 12:12 von Felina2

>>Wenn A tatsächlich "am oberen Ende" zahlt, ist die Gewerkschaft überflüssig. Nun auch noch 2 € mehr die Stunde...
Ich meine das A oftmals absichtlich in den Dreck gezogen wird. 2 € mehr sind wieviel % Lohnerhöhung???<<

A. baut riesige Lager in meist strukturschwachen Gegenden und schafft dort - ohne Zweifel - schwere körperliche Arbeit für ca 200 Mitarbeiter(in) für beruflich nicht so gut ausgebildete Menschen (oder Studenten) und zahlt über dem Mindestlohn. Für das Steuergeschenk ist die Politik zuständig.

um 11:40 von Peter G.

Ich weiß nicht was Sie wollen, habe keinen Kommentar geschrieben den ich mit ihren Zeilen in Zusammenhang bringen könnte.

In den USA mussten Amazon-Arbeiter zu den Tafeln,

um zu überleben.
@11:54 von Felina2
Natürlich ist Amazon so stark, weil es sehr professionell organisiert ist.

Trotzdem die Frage: Die 600 US-Milliardäre haben einen Zuwachs von 434 Milliarden Dollar. Größter Profiteur der Coronakrise war demnach Amazon-Chef Bezos, dessen Vermögen im Zeitraum zwischen dem 18. März und dem 19. Mai allein um 34,6 Milliarden Dollar stieg, wie CNBC berichtet.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg kommt mit 25 Milliarden Dollar, Bill Gates mit ca. 9 Milliarden Zuwachs...

Sollte die Gesellschaft nicht wenigstens die üblichen Steuern und die Einhaltung sozialer Regelungen verlangen?

@ Peter G.

Sie haben mich nicht verstanden. Es geht nicht darum per se "teuer" zu kaufen, sondern sozial und ökologisch vertretbar, was eine gewisse Diversität und Präferenz der lokalen Anbieter beinhaltet.
Das gilt für die Auswahl der Händler und Produzenten. Erfordert ein gewisses Mitdenken, aber wer nicht völlig auf den Kopf gefallen ist, schafft das schon! Muss auch nicht 100% sein (gelingt mir auch nicht immer), aber doch so viel wie möglich.
Wenn alle so agieren, gäbe es keine so dominierenden Multis wie Amazon oder auch Tönnies.

Am 29. Juni 2020 um 12:21 von Atze Grauer

>>@11:47 von globalplayer58 - falsche Behauptung
Ver.di-Mitglieder nehmen ihre satzungsgemäße Pflicht zur Abführung von Aufsichtsratsvergütungen ernst.
Die abgeführten Gelder gehen an die Hans-Böckler-Stiftung und die ver.di-GewerkschaftsPolitische Bildung GmbH.<<

Warum ist die Behauptung dann falsch ? Der Aufsichtsratposten lohnt sich für die Gewerkschaft und ihre Stiftung auf jeden Fall. Zusätzlich müssen mehrer Gewerkschaftsmitarbeiter von der Arbeit freigestellt (und bezahlt werden), die dann Druck auf die anderen Mitarbeiter ausüben, um beizutreten. Für die Gewerkschaft ist das ein Jackpott

Stop Amazon

Ich kaufe wenn es irgend geht nicht bei Amazon.
Amazon ist schon zu gross und missbraucht seine Marktmacht und beschäftigt viele Sklaven. Das machen sie gerne die Grossen. Aber es gibt Alternativen.

@ 11:48 von SchleswigHolsteiner

Ach, kommen Sie... "Gesundheit ist besser als Reichtum" heißt doch nicht gleich "Wer reich ist, ist automatisch krank"... - das können Sie besser, diese Verdrehung haben Sie doch gar nicht nötig.
Aber ich gebe Ihnen gerne ein paar Anregungen:
Es ist besser, auf faire Arbeitsbedingugen und Gesundheitsschutz in Unternehmen zu achten als den letzten Cent für Besitzer und Aktionäre rauszuholen.
Es ist besser, auch durch Gesundheitsschutz für mehr Identifikation und Motivation bei Beschäftigten zu sorgen, statt sie durch schlechte Arbeitsbedingungen in "innere Kündigung" oder Krankheit zu treiben.
Es ist besser, die Bereiche der Daseinsvorsorge, zu der auch der Bereich Gesundheit gehört, nicht rein kapitalistisch unter der Perspektive des bestmöglichen Gewinns zu organisieren.
Hätten Sie drauf kommen können mit etwas gutem Willen.

@ 12:02 von Kommentator_123

Das ist sehrwohl bei den Gewerkschaften anders: die fordern seit langem eine bessere und angemessen eingeordnete Arbeit der Amazon-Mitarbeitenden. Die fordern seit langem klare feste Verträge, angemessene und sichere Arbeitsbedingungen und faiere Entlohnung für Arbeiter*innen in der Fleischindustrie. Und die fordern seit langem über den nationalen Horizont hinaus Steuerregelungen, die "Paradise" und "Hinterziehung" deutlich erschweren würden.
Wussten Sie nicht?

✎"Krisengewinner"

Bemerkenswert, was heute alles zur Verunglimpfung tauglich zu sein scheint.
Jetzt sind die "Krisengewinner" dran.

Es riecht da eher nach einem Missbrauch der Corona-Pandemie durch Ver.di.
Die Gesundheit der Beschäftigten werde zu Gunsten des Konzernprofits gefährdet.

Keine Frage, der Schutz der Arbeitnehmer ist sicherzustellen. Das gilt sowohl bei "Krisengewinnern" als auch bei "Krisenverlierern".

Aber die Corona-Pandemie hier zu nutzen ist mindestens unfair und schadet sicher der Gewerkschaft und ihren Mitgliedern. Funktionäre glauben die Gunst in der Krise nutzen zu können.
So nicht. Sie werden sich täuschen.

12:42 von SchleswigHolsteiner

Anscheinend leben Sie in einer anderen Welt als ich. In meinem Berufsleben hatte ich, was Arbeitsbedingungen und Entlohnung betrifft, viel der Gewerkschaft (IGM) zu verdanken.

Dabei war ich immer ein kritisches Mitglied und behaupte nicht, dass immer alles gut läuft.
Aber es sollte jedem klar sein, dass Errungenschaften wie zum Beispiel die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für alle erkämpft worden sind. Die IG Metall führte im Winter 1956/57 in Schleswig-Holstein einen sechzehnwöchigen Streik.

Das Geld landet bei den Gewerkschaften

und nicht bei den Arbeitnehmern, die Gewerkschaften zahlen damit ihre Funktionäre, die ein sehr gutes Gehalt bekommen, wieso muss ein Herr Bsirske 13.000 € im Monat bekommen.

Amazon -> Einzelhandel

Wenn Amazon Einzelhandel ist, dann wäre doch nichts gegen die Vermittlung ehemaliger Karstadt-Mitarbeiter zu Amazon einzuwenden, weil das doch eine vergleichbare Tätigkeit ist.

@krittkritt 12.36

Sollte die Gesellschaft nicht wenigstens die üblichen Steuern und die Einhaltung sozialer Regelungen verlangen?"
Unbedingt! Nur ist an den Steuerkürzungsmöglichkeiten die so viel gelobte EU mit ihren internen Steueroasen wie Luxemburg, Polen, Irland, Holland verantwortlich. Amazon, Google, Ikea und Andere nutzen diese Steuerschlupflöcher eben für ihren Vorteil. Geschaffen haben sie sie nicht. Und die EU diskutiert höchstens ab und an, packt aber das Problem des Steuerdumpings nicht an. Jetzt werden die unkritischen EU-Fähnchenschwenker wieder aufheulen;-)

@SchleswigHolsteiner - 12:42

"Warum ist die Behauptung dann falsch ? Der Aufsichtsratposten lohnt sich für die Gewerkschaft und ihre Stiftung auf jeden Fall. Zusätzlich müssen mehrer Gewerkschaftsmitarbeiter von der Arbeit freigestellt (und bezahlt werden), die dann Druck auf die anderen Mitarbeiter ausüben, um beizutreten. Für die Gewerkschaft ist das ein Jackpott"

Es ist deswegen falsch, weil hier verbreitet wird, dass es der Gewerkschaft nur darum geht und um nichts anderes.

Im Übrigen können Sie sich mal mit Amazon-Beschäftigten darüber unterhalten, wer da bei denen den größeren Druck auf sie ausübt, um der Gewerkschaft nicht beizutreten.

Zahlten DGB-Firmen bislang besser als AMAZON?

Nach Darstellung des "Spiegel" handelt(e) es sich bei der
Weitblick-Personalpartner GmbH
um eine Tochterfirma des Berufsfortbildungswerks des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).
(Titelgeschichte: Auch der DGB verdient an Leiharbeit)
Wurden bzw. werden dort bessere Arbeitsbedingungen als bei Amazon geboten?
Man erinnere sich an VERDI-s Kampf gegen Schlecker.
Alles war schlecht laut VERDI.
Als Schlecker dann ruiniert war, gab es laut VERDI kaum Arbeitsplätze für die entlassenen Frauen mit vergleichbar GUTEN Bedingungen.
Analog war es bei REAL.
Und nun?

11:56 von Minka04

kaufe mein Fleisch bei unserem Metzger, der selber schlachtet ....
.
gibt es so was noch ???
also ich kenne keinen bei mir in der Gegend
von daher hätte ich ein Problem

@globalplayer58 - 13:14

"Das Geld landet bei den Gewerkschaften
und nicht bei den Arbeitnehmern, die Gewerkschaften zahlen damit ihre Funktionäre, die ein sehr gutes Gehalt bekommen, wieso muss ein Herr Bsirske 13.000 € im Monat bekommen."

Sie verbreiten Unsinn, wenn Sie hier posten, Gewerkschaftsmitglieder werden hinter das Licht geführt, weil es der Organisation nur um Knete ziehen geht, um damit ihre Spitzenfunktionäre fett zu bezahlen.

Erklären Sie mal, wieso bei den Arbeitnehmern nichts ankommt, wenn ver.di dort einen Tarifvertrag abschließt?

Im übrigen sind Sie nicht auf dem Laufenden - der ver.di Vorsitzende heißt Frank Werneke.

Korrekt

Verdi tut, was für Verdi gut ist. Sowas ist halt gute PR. Bei Hermes und Co sieht man sie nicht.

Aber viele tönen ins gleiche Rohr "die armen Mitarbeiter", ohne überhaupt zu wissen, wovon sie reden bzw. die andere Seite zu kennen. Hauptsache böses Amazon und mal was gesagt! Wie Lemminge.

Ein Freund von mir arbeitet bei Amazon und die tun da echt verdammt viel für Mitarbeiter. Sowohl Bezahlung als auch Hygiene. Da kann sich manch eine deutsche Firma eine Scheibe von abschneiden (meine zB).

@ 13:28 von Sisyphos3

„ gibt es so was noch ???
also ich kenne keinen bei mir in der Gegend
von daher hätte ich ein Problem“

Ja, gibt es bei uns noch, sogar noch Einige bei uns in der Umgebung. Allerdings liegen wir doch eher ländlich. Wie es in größeren Städten aussieht, kann ich leider nicht beurteilen.

Am 29. Juni 2020 um 13:20 von Wanderfalke

>>Es ist deswegen falsch, weil hier verbreitet wird, dass es der Gewerkschaft nur darum geht und um nichts anderes.<<

verdi..Nachfolger der ÖTV . Arbeitergeber der Beschäftigten der öffentlichen Dienste sind wir, die Steuerzahler. Wenn verdi streikt wird es teuer für die Kommunen, die dann die Steuern erhöhen müssen.

Amazon tut nichts für den Staat

Es ist doch die reine Bequemlichkeit der Kunden, die Amazon in seine Position gehievt haben. Es werden nur die Vorteile beachtet, negative Aspekte bleiben unbeachtet (auch in meinem Familien- und Bekanntenkreis). Auch wenn es die Politik ermöglicht hat: Ein Unternehmen, dem das Wort soziales Gewissen so was von fremd ist, kann ich nicht unterstützen. Wenn ich etwas einkaufe, versuche ich es zuerst im stationären Handel, was oft auch funktioniert (auch preislich!). Ansonsten gibt es viele gute Onlinehändler, von denen mich noch keiner enttäuscht hat.

@Atze Grauer 13.12

Aber es sollte jedem klar sein, dass Errungenschaften wie zum Beispiel die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für alle erkämpft worden sind. "
Danke, dass Sie sich erinnern und das ansprechen. Auch die Abschaffung der Samstagsarbeit, die 35-Stunden-Woche, die betriebliche Mitbestimmung waren große Themen von Gewerkschaften und SPD. Damals hatten beide Organisationen noch die konkreten Verbesserung der Situation der Arbeitnehmer auf dem Schirm und waren deshalb stark und geachtet. Heute beschäftigt man sich mit Frauenquoten, Gendersprech und allen erdenklichen Minderheitenrechten und vernachlässigt die Millionen Arbeitnehmer dabei

@Barthelmus

"Als Schlecker dann ruiniert war, gab es laut VERDI kaum Arbeitsplätze für die entlassenen Frauen mit vergleichbar GUTEN Bedingungen."

Schlecker wurde nicht durch Ver.di ruiniert. Das hat die Familie Schlecker schon selber geschafft. Die GUTEN Arbeitsbedingungen gibt es z.B. bei DM.

Fragen Sie mal die ehemaligen Schlecker-Frauen in Stuttgart, wer ihr "rettender Engel" war - es war Christina Frank von Ver.di. Hier mehr über sie und ihr Engangement: https://kurzelinks.de/j3zb

Am 29. Juni 2020 um 13:36 von Wanderfalke

>>Sie verbreiten Unsinn, wenn Sie hier posten, Gewerkschaftsmitglieder werden hinter das Licht geführt, weil es der Organisation nur um Knete ziehen geht, um damit ihre Spitzenfunktionäre fett zu bezahlen. <<

ja, alles Ehrenleute
Juli 2005:
VW-Betriebsrat-Reisen nach Brasilien-
Nachzulesen hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/VW-Korruptionsaff%C3%A4re

Am 29. Juni 2020 um 13:36 von Wanderfalke

>>Erklären Sie mal, wieso bei den Arbeitnehmern nichts ankommt, wenn ver.di dort einen Tarifvertrag abschließt?<<

Weil die Gewerkschaftsbeiträge die Erhöhungen (wenn denn welche dabei herauskommen) wieder auffressen

@ asimo, um 11:28

“Einfach Amazon nicht/kaum nutzen und gut ist.“

Das klingt wie:
“Einfach kein Billigfleisch/-wurst kaufen und gut ist.“

Leider funktioniert das im wahren Leben nicht, das habe ich noch vorhin gesehen:

Bei LIDL stand ich mutterseelenallein an der BIO-Wurstabteilung, an der Billigwurstabteilung standen 8 Leute...
Ich hab's bei einem Päckchen Wurst belassen, nebenan waren es so 3-4 pro Person.

Drum bin ich kein besserer Mensch, aber zumindest einer, der das beherzigt, was viele nicht wollen (und wenige nicht können).

@ um 11:56 von Minka04

Volle Zustimmung zu Ihrer Handlungsweise. Auch ich kaufe Bücher in einem kleinen Laden, wenn mal was nicht vorhanden ist, kann ich es wenige Stunden später oder am Folgetag abholen. Leider hat der Metzger meines Vertrauens jetzt geschlossen (altersbedingt), sodass ich auf eine regionale Kette umgestiegen bin, die mir versichern, mit Tönnies und Co. nichts am Hut zu haben. Man muss sich nicht besonders anstrengen, um A zu umgehen, eigentlich macht es mir überhaupt keine Mühe...

@SchleswigHolsteiner - 13:48

"verdi..Nachfolger der ÖTV . Arbeitergeber der Beschäftigten der öffentlichen Dienste sind wir, die Steuerzahler. Wenn verdi streikt wird es teuer für die Kommunen, die dann die Steuern erhöhen müssen."

Auch das ist Unsinn!
Ver.di ist ein Zusammenschluss der ehemals 5 Einzelgewerkschaften ÖTV, DPG, HBV, DAG und IG-Medien.

Wo ist da was mit öffentlicher Dienst, wenn ver.di jetzt bei Amazon streikt?

Am 29. Juni 2020 um 13:12 von Atze Grauer

>>Anscheinend leben Sie in einer anderen Welt als ich. In meinem Berufsleben hatte ich, was Arbeitsbedingungen und Entlohnung betrifft, viel der Gewerkschaft (IGM) zu verdanken.<<

Vor ein paar Jahren hat ihre Gewerkschaft versucht, hier bei uns Fuss zu fassen. (Heute 81 Mitarbeiter). Der Senior hatte damals immer über Tarif bezahlt und bei Erfolg gab es auch Prämien. Das alles wäre nach dem Einzug der Gewerkschaft entfallen. Trotzdem haben wir natürlich einen Betriebsrat. Über die Massnahmen , die die Gewerkschaft damals angewendet hatte schreibe ich jetzt hier mal nichts.

>>Die IG Metall führte im Winter 1956/57 in Schleswig-Holstein einen sechzehnwöchigen Streik.<<
Da war ich leider noch nicht auf der Welt.

@13:56 von SchleswigHolsteiner

Sie behaupten, dass
"die Gewerkschaftsbeiträge die Erhöhungen (wenn denn welche dabei herauskommen) wieder auffressen."

Woher haben Sie denn so einen Unsinn?
Von den Erhöhungen geht 1% als Beitrag an die Gewerkschaft.

@ Sisyphos3, um 13:28

Ich mache mit meinem eBike des öfteren im Umkreis von 30-40 km kleine Touren. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Landmetzgereien und Bauernhöfe mit kleinen, auch überraschenden Angeboten (z. B. “Milch zum Selberzapfen“!) es hier herum östlich von Köln gibt, von denen ich nie etwas gehört oder gesehen habe.
Mit dem Auto fahre ich dort gewöhnlich nicht rum, hätte sie also nie gefunden.

Ok., sollten Sie städtischer wohnen, wird's sicher schwieriger.

@SchleswigHolsteiner - 13:56

"Weil die Gewerkschaftsbeiträge die Erhöhungen (wenn denn welche dabei herauskommen) wieder auffressen"

Bei 1% Gewerkschaftsbeitrag vom Bruttoverdienst? Machen Sie sich doch nicht lächerlich.

Tarifverträge bei denen nichts rauskommt - klar, da sind ja auch nur Doofe am Werk.

um 10:34 von lenamarie

>>Amazon hat alles

es wird schnell, problemlos geliefert und gehts zurück, sofort Gelderstattung<<

Entschuldigung, ist das jetzt eine Werbeeinblendung?

@ Walker84, um 13:50

“Wenn ich etwas einkaufe, versuche ich es zuerst im stationären Handel...“

Jau, mache ich auch, meistens wenigstens.
Nun macht Karstadt hier zu, damit fällt ein diesbezüglich wichtiges Unternehmen in meinem Einkaufsort leider weg.
Es ist zum Heulen.

Am 29. Juni 2020 um 14:02 von Wanderfalke

@SchleswigHolsteiner - 13:48

"verdi..Nachfolger der ÖTV . Arbeitergeber der Beschäftigten der öffentlichen Dienste sind wir, die Steuerzahler. Wenn verdi streikt wird es teuer für die Kommunen, die dann die Steuern erhöhen müssen."

>>Auch das ist Unsinn!
Ver.di ist ein Zusammenschluss der ehemals 5 Einzelgewerkschaften ÖTV, DPG, HBV, DAG und IG-Medien.<<

In bezug auf den ÖTV habe ich doch mit jedem Wort recht

@ deutlich 13:20

>>Nur ist an den Steuerkürzungsmöglichkeiten die so viel gelobte EU mit ihren internen Steueroasen wie Luxemburg, Polen, Irland, Holland verantwortlich. Amazon, Google, Ikea und Andere nutzen diese Steuerschlupflöcher eben für ihren Vorteil >>....<< Und die EU diskutiert höchstens ab und an, packt aber das Problem des Steuerdumpings nicht an. Jetzt werden die unkritischen EU-Fähnchenschwenker wieder aufheulen;-)<<

Die "unkritischen EU-Fähnchenschwenker" verstehen zumindest, warum das so ist, im Gegensatz zu Ihnen. Dabei geben Sie die Erklärung, ohne es zu merken, bereits selber.
Das Problem dabei ist, daß die Nationalstaaten immer noch zu viele Kompetenzen haben. Steuererhebung ist bislang nicht Sache der EU, sondern jedes einzelnen Staates. Und gerade das ist auch ein Grund, die EU zu stärken.
Die EU ist noch immer am werden und noch lange nicht fertig.
Aber was will man jemandem erklären, der nicht weiß, daß "Holland" nur ein Teil der Niederlande ist?

14:09 von harry_up

Ok., sollten Sie städtischer wohnen, wird's sicher schwieriger.
.
sie werden es nicht für möglich halten Stuttgart
im Nachbarstadtteil gibt's sogar nen Bauernhof mitten im Flecken
10 Kühe stehen da und natürlich ein Hofladen
da kaufe ich meine Milch
gewiss nicht weil ich auf BIO stehe, aber die Milch kommt umweglos direkt von der Kuh
also nicht pasteurisiert
weil H Milch will nur meine Familie

Am 29. Juni 2020 um 14:07 von Junus Artmann

@13:56 von SchleswigHolsteiner

Sie behaupten, dass
"die Gewerkschaftsbeiträge die Erhöhungen (wenn denn welche dabei herauskommen) wieder auffressen."

Woher haben Sie denn so einen Unsinn?
Von den Erhöhungen geht 1% als Beitrag an die Gewerkschaft.
---------------------------------------------
Wenn die Firma über Tarif bezahlt und anschliessend ein Tarifvertrag diesen Lohn festschreibt, dann beträgt der Gewerkschaftsbeitrag 1% vom Brutto
Hat der Arbeitnehmen dann mehr oder weniger in der Tasche ?

@14:03 von SchleswigHolsteiner Re Atze Grauer

Zitat Atze Grauer: >>Die IG Metall führte im Winter 1956/57 in Schleswig-Holstein einen sechzehnwöchigen Streik.<<

SchleswigHolsteiner: "Da war ich leider noch nicht auf der Welt."

Aber von der mit diesem Streik erkämpften Lohnfortzahlung für alle im Krankheitsfall profitieren Sie doch heute?

Urlaubsansprüche usw., das gab es alles nicht geschenkt.

@ SchleswigHolsteiner 14:03

>>Da war ich leider noch nicht auf der Welt.<<

Und? Das soll jetzt der Grund sein, warum Sie über die historischen Entwicklungen in Ihrem Bundesland keine Ahnung haben? Wenn ich mir die Beiträge von ihnen und von anderen hier ansehe, scheinen Sie von vielem keine Ahnung zu haben.
Vielleicht sollten Sie sich das berühmte Zitat von Dieter Nuhr zu Herzen nehmen ("Wenn man keine Ahnung hat, ...").

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