Kommentare

Ja ne, klar!

Was ich nich weiß macht mich nich heiß!

Genau richtig erkannt....

es wird der Eindruck erweckt die Polizei hätte etwas zu verbergen. Guter Artikel. Seehofer ist für mich einfach nur der Umfaller und Rückzieher.

Seehofers Absage

Da bin ich ziemlich sicher , dass Herr Seehofer keine schlafenden Hunde wecken will und die Absage nur ein Selbstschutz für die Politik darstellt ! Weil , es ist verbreiteter als alle glauben aber und auch im Gegenzug ist das verankert ! Wir sind im nahen Osten auch nur die Ungläubigen und seit dem 12 Jahrhundert
verankert in den Hirnen ! Auf allen Seiten muss daran gearbeitet werden und Aufklärungen gehören dazu.

Es gibt nichts zu verstecken

Ich gebe Herrn Seehofer recht warum soll eine Studie in Auftrag gegeben werden ohne konkreten Anlass. Sinnvoller ist es mit dem Geld was diese Studie kosten würde die Ausrüstung der Polizei zu verbessern.

Typisch Union

Der Umgang Seehofers mit dieser Studie erinnert an die Geschichte mit dem Anti-Korruptionsgesetz. Da war die Union ebenfalls dagegen. Mit der Begründung: Deutschland habe kein Korruptionsproblem.

Am 07. Juli 2020 um 10:00 von Kerstin789

Seehofer ist für mich einfach nur der Umfaller und Rückzieher.
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Natürlich ist Drehhofer ein unglaublich schlechter Politiker.
Aber in diesem Fall hat er recht.
Eine bestimmte und dazu noch wichtige Bevölkerungsgruppe anzuschwärzen und zu diskriminieren ist zur Zeit en vouge wie man auch bei der Bundeswehr versucht.
Aber so lassen sich trefflich die wirklichen Probleme am Mittelmeer verwischen.

wer es glaubt ...

Ich fahr sehr viel mit der Bahn. Wenn Personen im Zug kontrolliert werden, dann sind das zuerst asiatisch aussehende Mitbürger, dann dunkelhäutige. Jemand mit heller Haut wurde in meinem Beisein nie kontrolliert, obwohl diese die Mehrheit in den Zugabteilen stellen.
... und jedesmal lag nach der Kontrolle durch die Bundespolizei nichts gegen die Personen vor.
-
Herr Seehofer signalisiert, Racial Profiling wird vom Innenministerium toleriert.

Die Studie

Zunächst einmal sieht es natürlich schlecht aus, wenn der Innenminister die Durchführung dieser Studie verweigert. Eine schlüssige Begründung dafür habe ich auch noch nicht gelesen.

Allerdings fürchte ich, dass wie immer die Studie ausginge, die jeweils "andere Seite" diese anzweifeln würde wegen "methodischer Fehler" und die Diskussion fröhlich weiter ginge.

Ich stelle es mir auch schwierig vor, das zu untersuchen. Wenn die Polizei z.B. am Bahnsteig nur Reisende mit erkennbarem Migrationshintergrund untersucht, dann liegt der Verdacht nahe.

Wenn man aber zum Beispiel weiß, dass an einem Drogenhotspot 99% der Dealer junge Männer sind (um die Etnie mal draußen zu lassen), dann wäre es echte Zeitverschwendung, wenn die Polizei nur aus Gerechtigkeitsgründen noch ein paar Rentnerinnen kontrolliert. Nur um den Verdacht auf "Gender- oder Age-Profilling" zu zerstreuen.

Interessant

Es drängt sich tatsächlich der Eindruck auf, es gäbe etwas zu verbergen, wenn unabhängige Studien so geblockt werden (und auch generell, wenn Kritik an der Polizei immer gleich mit "Untergraben", "in den Rücken fallen", "kein Respekt", "Generalverdacht" -Rhetorik unterbunden wird).
Die Begründung des Innenministers ist ja geradezu grotesk. Nach der Logik bräuchten wir ja überhaupt keine Polizei, weil Straftaten auch illegal sind und deswegen nicht begangen würden.

✎ Polizei - Racial Profiling - Rassismus!

"einigermaßen peinlich"...
Der ständige Gast in Talkrunden, vermittelt den Eindruck, er vertrete die Meinung der gesamten Polizei. Wir haben rund 250.000 Polizeibeamte. Im BDK sind gerade mal sechs Prozent organisiert. Selbst diese dürften nicht alle die Meinung Fiedler's teilen.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Lewentz:
„Ob im Streifen- oder Innendienst, bei Kriminal- oder Bereitschaftspolizei und den Spezialeinheiten, überall stehen die Frauen und Männer tagtäglich mit ihrer Arbeit und oft auch mit ihrem Leben für unseren Rechtsstaat, unsere Gesellschaft und unser aller Sicherheit ein. Leider werden sie auch oft selbst Opfer von Respektlosigkeit oder Angriffen und verdienen daher auch den besonderen Schutz des Staates“
So ist es und für Rassismus gibt es keine Duldung an keinem Platz, nirgends in unserem Rechtsstaat.
Empfehlung, wer kontrolliert wird, sollte höflich nach dem Grund fragen. Es gibt Gründe dafür, die nichts mit Diskriminierung zu tun haben.

Auch ich...

... hege durchaus hin und wieder Zweifel daran, ob die Arbeit der Polizei wirklich so neutral und rechtskonform ist, wie sie sein sollte. Aber ich finde es ein großartiges Zeichen, zu lesen, dass die Polizei selbst der Absage dieser Studie durch den Innenminister kritisch gegenüber steht. Das zeigt doch, dass man nicht darum verlegen ist, die eigene Arbeit auch kritisch hinterfragen zu lassen.

Bessere Idee

Mit dem gleichen Argument kann man auch Gerichte, Staatsanwaltschaften, Untersuchungsausschüsse und - schau an - die Polizei selbst abschaffen.
Weil sie ja nur Verbotenes untersuchen sollen - aber Verbotenes ja verboten ist und deshalb nicht existiert.

Frei nach Morgenstern:
Seehofer kommt zum Ergebnis: nur ein Traum war das Erlebnis. Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann was nicht sein darf.

Die Meinungen gehen da wohl ein wenig auseinander

Ich empfinde es inzwischen als einen Angriff auf die Säulen unserer Demokratie, wenn aufgrund des Todes von einem Kleinkriminellen durch die amerikanische Polizei, hier laufend Menschen unter Generalverdacht gestellt werden.

Wenn es einen Vorwurf des Rassismus gibt, dann soll dies im Einzelfall unterscuht werden.
Aber hier findet die links-grüne Front mal wieder einen Hebel, die Durchsetzung des Rechts (bei Bedarf auch mit Zwangsmaßnahmen) zu diskreditieren.

Wenn ein Polizist im Görlitzer Park eine Drogenkontrolle macht, so ist die Wahrscheinlichkeit etwas zu finden bei einem Schwarzen dort sicherlich höher als bei der alten weißen Dame die ihren Hund Gassi führt. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit "racial profiling" zu tun sondern mit praktischer Erfahrung im Millieu.

Das Seehofer diesen Unsinn nicht mitmacht finde ich daher erst mal gut, allerdings wird er wohl bald ein Gespräch mit unserer geliebten Kanzlerin haben. Dann ändert sich das......

Keiner will Zustände wie in den USA

Keiner will Zustände wie in den USA, aber wir steuern direkt darauf zu. Nur die Namen sind anders gewählt. In den USA ist es vor allem der Ku Klux Klan, bei uns sind es die.............
Könnte natürlich auch sein, dass ein Politiker beteiligt ist, also lassen wir alles so wie es ist. Eine Schande, was zur Zeit in Deutschland abgeht.

@ 10:16 von Tiberius20

Ich gebe Ihnen völlig recht.
Wenngleich Seehofer mit seinen übereilten, undiplomatischen Äußerungen oft ins Fettnäpfchen tritt, muss sein Ministerium ja nicht über jedes Stöckchen springen, das ihm von den Linksgrünen hingehalten wird.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist es ohnehin leid, ständig dieses Polizei- und Bundeswehr-Bashing, diesen Gender- und Rassismus-Wahn ertragen zu müssen.
Einige Wenige stellen sich auf die Ideologie-Plattformen und schreien und der deutsche Michel hüpft dazu.
Wann hört man endlich auf, ständig eine neue Sau durch's Dorf zu treiben und widmet seine Aufmerksamkeit dringenden Problemen - oder gibt es derzeit keine....?

Alles verboten.

In den frühen 90ern kannte ich mal einen Polizeischüler. Der hat mit ein paar 'interessante' Dinge aus seiner Ausbildung erzählt: Dass diese Gruppe, der er da angehörte, des öfteren im Dienst verbotene Substanzen geraucht hat, etwa. Und besonders beliebt war es, bekifft "Türkenkutschen" anzuhalten, sich Kofferaum und Handschuhfach entleeren zu lassen, und dann nach den (damals neu geforderten) Aids-Hanschuhen im Verbandskasten zu fragen. (Wer das nicht lustig findet, hat wohl noch nicht genug geraucht.)

Natürlich: Nichts davon war erlaubt. Wäre irgendetwas davon rausgekommen, hätte es jeden dieser Gruppe definitiv (mindestens) seine Stelle gekostet.
Aber genau darum ging es wohl: DASS es nicht rauskommt.
Was war ich doch froh, dass das nur die Polizeischule und nicht die Mafia war. Sonst hätten sie zur Gruppenbildung wohl jemanden erschießen müssen...

Herr Seehofer könnte ...

sich mal wahrheitsgemäß äußern, warum er diese Untersuchung nicht möchte! ... Vermutlich deshalb:

- Es könnte heraus kommen, daß RacialProfiling eben doch Standartpraxis zur Ermittlung von "Ausländerkriminalität" ( ... tatsächlich gemeint Verstöße gegen das Auffenthaltsrecht) ist und das diese Praxis seit 2015 extrem ausgeweitet und ggf. sogar direkt durch H. Seehofer angeordnet wurde?

- Somit anhaltslose Kontrollen von Migranten zur Ermittlung von Verstößen gegen das Auffenthaltsrecht wahrscheinlich eingeschränkt werden müßten, da sich diese aktuell auch gegen Menschen mit lediglich abweichenden Aussehensmerkmalen richtet?

... Einfach nur Traurig das Ganze! ... RacialProfiling kann man tagtäglich auf Berliner Bahnhöfen beobachten!

Wieviel Schaden ...

... in Euro und Cent sowie für das Ansehen unseres Landes müssen denn CSU-Politiker in Regierungsverantwortung noch in Deutschland anrichten, bevor einer von dieser Truppe wenigstens bei der CDU in Ungnade fällt.
Das mit den Ungereimtheiten und Skandalen von CSU-Gröößen als Minister unseres Landes geht ja schon seit Jahr und Tag so.
Eine Grööße tritt ab und es folgt die nächste auf dem Fuße.
Ramsauer, Dobrindt, Scheuer, Guttenberg und Seehofer um nur einige davon zu nennen.

Hä?

Was ist das für ein Argument gegen die Durchführung der Studie?! Weil es ohnehin was Verbotenes ist, sollte man es nicht erheben? Sein Ministerium arbeitet doch jeden Tag mit Statistiken zur Kriminalität, illegalen Einwanderung, Drogenkonsum, Extremismus, etc. Muss man ja eigentlich nicht erheben, wenn es ohnehin verboten ist.

Hmmm

Was soll man da Jetzt für Schlüsse draus ziehen?
Erst hält er vehement an einem Verfassungsschutzchef fest der klar rechtsradikales Gedankengut pflegt oder mindestens unterstützt...
Jetzt riskiert er den Ruf der Polizei als ganzes um die Aufdeckung etwaiger rechtsradikaler Gruppen innerhalb der Polizei zu verhindern...

Langsam glaube ich Herr Seehofer ist noch rechter als man es sowieso von einem CSUler erwarten würde.

Aber das ist nur ein Eindruck den er bei mir erzeugt

10:40 von klasube

Wann hört man endlich auf, ständig eine neue Sau durch's Dorf zu treiben
und widmet seine Aufmerksamkeit dringenden Problemen
.
sie sagen es doch
wenn man darüber streite ob "Schwarzer" jetzt ein Schimpfwort ist
in der Zeit kann man sich schon um "wesentlicheres" nicht kümmern

@ 10:16 von Tiberius20

Sie irren sich: eine systematische Untersuchung über Racial Profiling in der Praxis bzw eine Studie zu Rassismus bei der Polizei (wie bei der Bundeswehr i.Ü.) ist auch ein wirksames Mittel gegen pauschales Anschwärzen und Diskriminieren und damit im Interesse der Polizei selbst. Fiedler bringt es auf den Punkt: Bei einer unabhängigen Rassismus-Studie gehe es darum, Vertrauen in der Bevölkerung in die Polizei zu gewinnen. Sollte eine solche Studie dann Probleme in der Polizei feststellen, dann hätten die Polizeibehörden selber ein Interesse daran, diese Probleme offen zu legen und "offensiv anzugehen".
Wo ich Ihnen zustimme: die skandalöse Untätigkeit der EU bei der Seenotrettung im Mittelmeer und die Weigerung mancher Mitgliedsstaaten (wie Visegrad und Österreich) gegenüber einer koordinierten kooperativen Flüchtlingspolitik darf nicht länger verwischt werden - das hat aber mit einer Untersuchung über Rassismus in Polizei-Reihen nur am Rande zu tun.

Polizei ist Ländersache

Warum ist da die Meinung von Herrn Seehofer von Bedeutung?

Der Innenminister, auf dessen Ruhestand wir schon so lange vergeblich warten, weiß stets ohne Berater und Studien, was Deutschland braucht und was nicht.

Also liebe Ministerpräsidenten, schert euch nicht um Seehofer, gebt die Studie in Auftrag. Sie ist hilfreich für eine Versachlichung der Debatte.

Und wenn es keine strukturellen Probleme in der Polizei gibt, dann wird die Studie nichts Anderes ausdrücken und den Polizei-Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen.

@ 10:20 von Oberkobold

Mit welcher Bahn fahren Sie eigentlich? Wenn überhaupt kontrolliert wird, dann so ziemlich alle und nicht nur Asiaten und Dunkelhäutige.
"Profiling" (nicht "racial profiling") sollte noch mehr geschult und trainiert werden, um die Arbeit der Polizei effizienter zu machen - zu unser aller Schutz und Wohlergehen.
Was haben Sie dagegen Ihren Ausweis und /oder Ihre Fahrkarte auf freundliches Verlangen vorzuzeigen?
Wenn Kontrollen nicht mehr erlaubt sein sollen, können Sie ja gleich beides abschaffen. Bedenken Sie vorher aber die Konsequenzen...!

Eskens hat - mal wieder recht!

Wir haben in Deutschland wahrscheinlich wenig Probleme bei der Polizei - mit Sicherheit weniger als in vielen anderen Ländern (USA, Russland, ...).
Andererseits zeigt aktuell die KSK, dass unter der Oberfläche punktuell mehr Probleme sein können als es scheint.
SPD-Eskens hatte mal wieder recht mit der - von manchen gescholtenen - Forderung, das endlich mal zu untersuchen. Wenn man wenig findet - umso besser!

nee, Herr Seehofer sieht keinen Grund

und den sieht die Mehrheit auch nicht. Es sind Paar drunter, die gibt es auch in Firmen, Krankenhäusern und überall.

Wie man es dreht ist es falsch

Wenn man keine Studie in Auftrag gibt heisst es, die haben etwas zu vergeben, wenn man sie in Auftrag gibt heisst es seht her, die haben ein R-Problem, sonst bräuchten sie die Studie nicht. Wir als Deutsche haben schon etwas pathologische Züge weil die Amis ein Problem haben , schreien wir laut hier, wir sind mindestens genauso schlimm. Haben wir bei unserer wirklich sehr gut ausgebildeten Polizei, die sich gerade in Corona-Zeiten bewährt hat irgendeinen Grund zu?

Am 07. Juli 2020 um 10:20 von

Am 07. Juli 2020 um 10:20 von dr.bashir
Die Studie
Wenn man aber zum Beispiel weiß, dass an einem Drogenhotspot 99% der Dealer junge Männer sind (um die Etnie mal draußen zu lassen),

nnnnn

Warum lassen Sie die Etnie außen vor ?
Niemand weiß besser als die Polizei, wer die "Üblichen Verdächtigen " sind.
Wenn z.B. auf der Autobahn Richtung Schweiz vom Zoll die großen Benzfahrer herausgezogen werden, dann hat das einen Grund. Wenn in der Nähe der niederländischen Grenze VW Bullys angehalten werden, dann auch. Das Strassen-Geschäft mit Rauschgift ist zum größten Teil in den Händen von ....!
Wenn das alles "Rassissmus" sein sollte, dann wäre es besser man löste die Polizei auf. In Studien lässt sich immer interpretieren, hineinlesen und behaupten.
Man sollte sich besser darüber verständigen wie man die Polizei besser stellt, angesichts der hohen Gewaltkriminalität.

@dummschwaetzer

", so ist die Wahrscheinlichkeit etwas zu finden bei einem Schwarzen dort sicherlich höher als bei der alten weißen Dame die ihren Hund Gassi führt."

Da habe ich gleich mehrere Fragen an Sie. Warum haben Sie beim Schwarzen keine Einschränkungen gemacht, beim Weißen aber auf die "Dame", die "ihren Hund Gassi führt" gesprochen?

Gibt es keine alten schwarzen Damen, die ihren Hund Gassi führen? Oder sind die auch verdächtig? Oder sind nur Gassi führenden schwarzen Männer verdächtig? Wie ist ist es mit einer Gassi führenden jungen Weißen? Ist die alte weiße Dame verdächtiger, wenn sie ohne Hund ist? Wenn sie den Anschein erweckt, dass der Hund da nur zur Ablenkung ist, da er nicht angeleint ist? Ist es anders bei einem jungen schwarzen Mann?

re dummschwätzer

" Aber hier findet die links-grüne Front mal wieder einen Hebel, die Durchsetzung des Rechts (bei Bedarf auch mit Zwangsmaßnahmen) zu diskreditieren. "

Es ist der Bund Deutscher Kriminalbeamter (ein Berufsverband der deutschen Polizei), der die Entscheidung Seehofers kritisiert. Ist der BDK jetzt auf einmal "links-Grün"...?

rer Truman Welt

Der interessante Aspekt ist doch die Frage nach der Perspektive, weshalb oder weshalb nicht eine solche wissenschaftliche Studie durchegführt werden sollte.
Seehofers Perspektive ist eindeutig: erst wenn ein Problem damit für ihn erkennbar ist, würde er einer Studie zustimmen. Das Dumme bei dieser Haltung ist nur, wenn ich weiß, daß er dann scgin weiß, daß ein Problem diesbezüglich existiwrt, braucht er doch dazu keine Studie mehr, die nachforscht, ob ich ein solches Problem existiert.
Genau daß ist im Grunde das, was seine Kritiker ihm vorwerfen.
Interessant wäre dann die Frage an Seehofer, anhand welcher konkreten Fakten er ein Problem feststellen würde, und ob er dann noch eine Studie brauchen würde, um das Problem feststellen.
Auf seine Antwort wäre ich sehr neugierig.

Was ist schlimmer?

Jeden dunkelhäutigen Menschen als kriminell oder jeden Polizisten als rassistisch anzusehen? Beides beruht auf Vorurteilen. Eines davon möchte die Politik unbedingt bestätigt sehen. Deutschland erlebt seit Jahren die übelste Politik durch die schlechtesten Politiker seit seiner Gründung 1949. Das ist an dieser Aktion einmal mehr beweisbar.

Vertrauen

Am 07. Juli 2020 um 10:52 von andererseits
@ 10:16 von Tiberius20
Bei einer unabhängigen Rassismus-Studie gehe es darum, Vertrauen in der Bevölkerung in die Polizei zu gewinnen

nnnnn

Warum Vertrauen gewinnen ? Bei mir genießt die Polizei das höchste Vertrauen.
Bei anderen Personen kann die Polizei machen was sie will. Da wird die Polizei nie durchdringen, geschweige denn Vertrauen produzieren.
Wir haben viele Parallelgesellschaften und politische Chaos- Anhänger. Da könnte doch die Polizei Gott weiß was tun, und es würde in diesen Personen nichts ändern.

@hesta15

Seehofer will eine komplette Testung der Bevölkerung bzgl. Corona - auch wenn keine Symptome vorliegen. Das nenne ich etwas ohne Grund veranlassen.

Bei der Polizei gibt es den ein oder anderen, der zu rechtsextremen Ansichten neigt.
Das ist in der Polizei sicher nicht anders verteilt als beim Rest der Bevölkerung.

Es stellt sich nur die Frage, ob ein solcher Beamter zur Exekutive gehören sollte.

ja, die haben was zu verbergen!

Aus meiner Erfahrung (deutscher, kein Migrationshintergrund, aber eher südländischer Typ) gibt es klar rassistisches Profiling bei der Polizei. Bei einer Verhaftung wegen einer Verwechslung wurde von den Polizisten nicht mal ein Hehl daraus gemacht, sondern klar auf "ausländisches Aussehen" verwiesen!

@klasube

Es gibt keine Linksgrünen. Und bei Themen Gender und Rassismus haben Sie was gewaltig missverstanden, sonst hätten Sie nicht von Wahn gesprochen. Die meisten, die da von Wahn sprechen, kennen sich mit der Materie schlicht nicht aus.

Und zu dieser Passage - " und widmet seine Aufmerksamkeit dringenden Problemen - oder gibt es derzeit keine....?" eine Frage: können Sie denn Probleme nur eins nach dem anderen erledigen? Sind Politiker Unfähig zum Multitasking, oder auch nur dazu, an zwei Sachen gleichzeitig zu *denken*? Oder wollen Sie, dass es so ist? Sind Sie dafür, dass Prolitiker dumm sein sollen? Denn wenn Sie dafür sind, dass Probleme nur eins nach dem anderen gelöst werden (da es ja "wichtigeres gibt"), sind Sie definitiv dafür, Politiker möglichst dumm zu halten.

um 10:16 von Tiberius20

>>Natürlich ist Drehhofer ein unglaublich schlechter Politiker.
Aber in diesem Fall hat er recht.
Eine bestimmte und dazu noch wichtige Bevölkerungsgruppe anzuschwärzen und zu diskriminieren ist zur Zeit en vouge wie man auch bei der Bundeswehr versucht.
Aber so lassen sich trefflich die wirklichen Probleme am Mittelmeer verwischen.<<

Welche Probleme am Mittelmeer haben jetzt irgendwas mit einer Studie über möglichen Rassismus in der deutschen Polizei zu tuen?

im Text steht:

"Von Racial Profiling spricht man, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Haarfarbe oder anderer äußerer Merkmale, aber ohne konkreten Anlass, kontrolliert werden."

dazu müßte man genauer wissen, was alles unter "konkreter Anlass" fällt und wieviel Spielraum die einzelnen Beamten da haben -
in die Köpfe kann man nicht schauen - da wäre eine Studie schon sinnvoll, zur Reflexion für die Beamten, und das gemeint im besten Sinne, denn vielleicht ist vieles schon zu automatisiert im Handeln, die Berichterstattungen von Betroffenen ständiger Kontrollen in den letzten Wochen ließen ja kaum Zweifel aufkommen, dass sie ihrer Meinung nach allein aufgrund ihres Aussehens kontrolliert werden ...

um 10:44 von Kopfmensch

„Herr Seehofer könnte ...
sich mal wahrheitsgemäß äußern, warum er diese Untersuchung nicht möchte!“
Stimmt.
Aber wahrscheinlich wird sich wieder einmal kein Journalist finden, der dezidiert nachfragt und Seehofer nicht mit Ausweichungen und Drumherumgerede davonkommen lässt.

um 10:58 von Advokat76

Das sehe ich anders. Durch die Absage der Studie bleibt immer die Ungewissheit um den aktuellen Stand.
Gibt man die Studie aber in Auftrag kann man nur gewinnen: wenn sich zeigt, dass es kein Rassismus-Problem gibt, dann kann die Polizei auf das positive Ergebnis verweisen und zurecht stolz darauf sein. Gibt es ein Rassismus-Problem, dann wird es aufgedeckt und kann bekämpft werden, was im Interesse der Bevölkerung im Allgemeinen und der Polizei im speziellen ist.
Ich finde sogar, dass die Studie in regelmäßigen Abständen (z. B. alle 10 Jahre) wiederholt werden sollte, um entsprechende Entwicklungen zeitnah nachvollziehen zu können.

11:02 von Mein blauer Engel

Warum lassen Sie die Etnie außen vor ?
.
weil man keinen Ärger will !
wenn ich die vielen Nachrichten im öffentlich rechtlichen so betrachte
also das Drogenmilieu in Berlin und anderswo gibt ein recht einheitliches Bild ab
die Dealer sind definitiv nicht 80 und weiblich
ein Polizist müsste ja wohl bescheuert sein wenn er nicht entsprechend
das bei seinen Kontrollen zu berücksichtigen

Der BDK..

scheint mir eher links zu sein im Vergl. zu DPolG, daher kann ich die Kritik gut verstehen!

Was ist schlimmer?

Ich stimme diesen Kommentar zu 100% zu!

10:00 von Kerstin789

"Genau richtig erkannt....

es wird der Eindruck erweckt die Polizei hätte etwas zu verbergen. Guter Artikel. Seehofer ist für mich einfach nur der Umfaller und Rückzieher."

,.,.,.,

Menschen sind NIE "einfach nur" irgendwas.

Diese platten Reduzierungen von Mitmenschen auf die eigenen Vorurteile sind die Geißel unserer Zeit.

Das übernehmen die Nicht-Rechten immer häufiger von den Rechts-Extremen.
Bis sie sich ihnen in ihrer platten Denkweise ununterscheidbar angeglichen haben.

Tiberius20

"Natürlich ist Drehhofer ein unglaublich schlechter Politiker.
Aber in diesem Fall hat er recht.
Eine bestimmte und dazu noch wichtige Bevölkerungsgruppe anzuschwärzen und zu diskriminieren ist zur Zeit en vouge wie man auch bei der Bundeswehr versucht.
Aber so lassen sich trefflich die wirklichen Probleme am Mittelmeer verwischen."

,.,.,.

Sie scheinen ja sehr daran interessiert zu sein, Untersuchungen zu verhindern und schon im Voraus die noch zu untersuchenden Ergebnisse als hinfällig darzustellen.

Ein Generalverdacht gegen

Ein Generalverdacht gegen Polizisten ist natürlich inakzeptabel.
Allerdings würde eine derartige Studie nicht dazu dienen, einen solchen Verdacht zu befördern. Im Gegenteil, die Studie kann zum Abbau von derartigen Vorwürfen gegen die Polizei beitragen.

"Substanz in die Diskussion bekommt man am besten, wenn man unabhängige Wissenschaftler damit betraut."
Da hat der BDK-Chef doch völlig recht.
Es sind also nicht nur die "Links-Grünen" (so wie einige Komentatoren hier behaupten), welche Seehofer kritisieren, sondern auch Teile der Polizei selbst.
Weniger Emotionen, größerer Fokus auf die Fakten und weniger Ideologie, das würde der politischen Diskussion gut tun, sei es beim Thema Rassismus, Klimawandel oder Flüchtlingen...

@dr.bashir

"[...] Wenn man aber zum Beispiel weiß, dass an einem Drogenhotspot 99% der Dealer junge Männer sind (um die Etnie mal draußen zu lassen), dann wäre es echte Zeitverschwendung, wenn die Polizei nur aus Gerechtigkeitsgründen noch ein paar Rentnerinnen kontrolliert. Nur um den Verdacht auf "Gender- oder Age-Profilling" zu zerstreuen."

Wenn man an einem Drogenhotspot kontrolliert, kann man auch alle kontrollieren. Der Verdachtsmoment ist nämlich nicht: Junge Männer=Verdacht auf Drogenhandel, sondern: Drogenhotspot=Verdacht auf Drogenhandel.
Renter.innen können genauso mit Drogen dealen wie junge Männer.

Nur die jungen Männer zu kontrollieren wäre nämlich Racial Profiling. Das "Racial" schränkt das zwar auf Aussehen ein, aber das Problem ist eigentlich weitergehend.

Und solche Mechanismen, denen die Polizisten berufsbedingt unterliegen, zu untersuchen wäre dringend geboten, um die Ausbildung entsprechend verbessern zu können.

um 11:08 von Smilla aus Burgund

Sie vergleichen Äpfel mit Birnen.Im Kampf gegen die Corona Pandemie machen Tests einen Sinn. Natürlich gibt es bei der Polizei Beamte mit rechtsextremen Einstellungen, diese werden Gott sei Dank auch aus dem Polizeidienst entfernt. Warum also eine Studie?

Am 07. Juli 2020 um 11:07 von

Am 07. Juli 2020 um 11:07 von Wegelagerer34
Was ist schlimmer?

Jeden dunkelhäutigen Menschen als kriminell oder jeden Polizisten als rassistisch anzusehen? Beides beruht auf Vorurteilen. Eines davon möchte die Politik unbedingt bestätigt sehen. Deutschland erlebt seit Jahren die übelste Politik durch die schlechtesten Politiker seit seiner Gründung 1949. Das ist an dieser Aktion einmal mehr beweisbar.

nnnnn
Dieser Aussage schließe ich mich vollumfänglich an.

Vorurteile sind übrigens nichts übles. Wir Menschen sind nur noch darum auf der Welt, weil wir die Gefahrenlage mittels Vorurteilen einschätzen.
Wer hier so tut, als stünde er über Gefahrensituationen, dessen Blutdruck möchte ich messen, wenn ihm in einer Unterführung nachts einige junge Männer im Pulk entgegen kommen.

Ich denke....

Ich denke hier hat sich was verselbstständig was man nicht mehr eingefangen bekommt? Da verstirbt in den USA ein Farbiger durch sicherlich unangebrachte Polizeigewalt und auf einmal wird diese Thema (welcher vorher nie eines bei uns war, jedenfalls nicht in dieser Dimension), aufgebauscht. Ein bisschen Augenmaß und Sachlichkeit könnte uns allen sicherlich gut tun (vor allem einer gewissen Frau Esken von der SPD) denke ich?

11:07 von Wegelagerer34

"Was ist schlimmer?

Jeden dunkelhäutigen Menschen als kriminell oder jeden Polizisten als rassistisch anzusehen? Beides beruht auf Vorurteilen. Eines davon möchte die Politik unbedingt bestätigt sehen."

,.,.,.

Ich schlage vor, dass Sie noch eine dritte Alternative einbauen:

Ihr letzter Satz ist ein primitives Vorurteil.
DIESES ist am schlimmsten.
Und hebt die von Ihnen erstgenannten auf.
Dann haben wir nur noch eins.

Unter Generalverdacht

Ich wette das die Mehrheit der Polizisteninnen sich gegen diese Studie sind. Ich wette auch das die Mehrheit der Poliz. keine Rassisten sind. Ich hoffe das Drehofer sich Standhaft hinter seinen Beamten stellt.

Danke an die Polizei dass sie sich fuer die Studie einsetzt

Danke an die Polizei, dass die sich fuer die Studie einsetzt:

https://www.tagesschau.de/inland/studie-polizei-rassismus-debatte-101.html

Seehofers Nein zu einer Studie über möglichen Rassismus in der Polizei stößt auch bei Polizisten selbst auf Kritik. Seehofer erwecke den Eindruck, es gebe etwas zu verbergen, so BDK-Chef Fiedler in den tagesthemen. Und das sei "ein Bärendienst".

denn es gibt so viele Beispiele (darunter auch viele Gerichtsurteile die zum Beispiel dieses verbotene Racial Profiling betreffen das auf der Bahn betrieben wird und ueberall in unseren Städten). Siehe Beispiele:

1. aus 2012:

https://ovg.justiz.rlp.de/de/startseite/detail/news/detail/News/pressemi...

Nach Beendigung der Beweisaufnahme machte das Gericht deutlich, dass das an den Kläger gerichtete Ausweisverlangen rechtswidrig war, weil die Hautfarbe des Klägers das ausschlaggebende Kriterium für die Ausweiskontrolle gewesen sei.

Das Problem ist grundsätzlicher Natur

Das Problem ist nicht allein Racial Profiling, sondern grundsätzlicher Natur.

Polizist.innen haben es nun mal hauptsächlich nicht mit dem Querschnitt der Bevölkerung zu tun. Und hier fängt das Problem schon an: die menschliche Natur.

Unser Gehirn hat die Eigenschaft, daß es geradezu prädestiniert ist für Mustererkennung. Es kann das so gut, daß es uns auch Muster vorgaukeln kann, wo gar keine sind (Mann im Mond, Wolkenbilder, Marsgesicht usw.) Das vorgaukeln von Mustern erstreckt sich auch auf - ich nenne es mal "Bauchgefühl-Statistiken", die die Polizist.innen bei spontanen anlasslosen Kontrollen quasi im Kopf haben und auf denen ihre Auswahl der Personen, die sie kontrollieren, beruht.

Eine solche Studie müßte sich also nicht allein auf Racial Profiling beschränken, sondern allgemein auf Profiling ausgedehnt werden. Denn das Denken in Stereotypen ist ein grundsätzliches Problem. Es gibt Polizist.innen, die wissen das; es gehört aber nicht zum Allgemeinwissen der Beamten.

Man kann es drehen und wenden wie man will

Es bleibt in beide Richtungen ein bitterer Geschmack übrig.
Schon die Rassismusklausel unterstellt der Polizei indirekt einen Rassismus in den eigenen Reihen als Normalfall.
Die Zulassung solcher Studie wäre damit schon eine Art Vorverurteilung. Dass hier der Innenminister abwendet verstehe ich, weil immer mehr die Abschaffung der Polizei und "Entsorgung" der Polizei durch Linksextremisten gefordert wird. Die Rechte und Befugnisse der Polizei werden immer weiter eingeschränkt, sie wurde in den letzten Jahrzehnten derart abgeschmolzen, dass wir gerade durch die Zuwanderungen viel zu wenig Beamte im Dienst hatten.

Andererseits hätte man die Studie zulassen können, weil man dann zu anderen Ergebnissen hätte kommen können, als die Linksextremisten stets vorwerfen.
Aber wer glaubt schon Studien, die oft von Freunden oder Feinden finanziert werden?
Man muss dann ggf sogar befürchten, dass die Ergebnisse nicht erarbeitet würden, sondern vllt sogar auf Ergebnisse hingearbeitet würde.

um 10:13 von hesta15

>>"Ich gebe Herrn Seehofer recht warum soll eine Studie in Auftrag gegeben werden ohne konkreten Anlass. Sinnvoller ist es mit dem Geld was diese Studie kosten würde die Ausrüstung der Polizei zu verbessern."<<

Ich sehe das genauso. Was sollte bei solch einer "Studie" schon groß rauskommen? Da wird wieder eine Mücke zum Elefanten gemacht (meiner Meinung nach).

@klasube, 10:53

zitat
Mit welcher Bahn fahren Sie eigentlich?
-
mit der DB
-
zitat
wenn überhaupt kontrolliert wird, dann ... alle und nicht nur Asiaten und Dunkelhäutige.
-
Dann haben Sie etwas anderes beobachtet? In meinem Beisein wurden einzelne ausländisch aussehende Personen kontrolliert und keinesfalls alle.
-
zitat
Was haben Sie dagegen Ihren Ausweis und /oder Ihre Fahrkarte auf freundliches Verlangen vorzuzeigen?
-
Ich hab gar nichts dagegen und habe das nie behauptet. Bundespolizisten haben nie meinen Ausweis verlangt. Vielleicht, weil ich hellhäutig bin und blaue Augen habe? Hatten Sie wohl gedacht ich sei der asiatisch Aussehende Mitbürger und beschwere mich hier?
-
Ihr unsachlicher Kommentar ist eine Andernanderreihung von haltlosen Unterstellungen. Lernen Sie bitte erstmal sachlich zu diskutieren.

Interessanter Vorschlag von Seehofer.

"Seehofer sehe "keinen Bedarf" für eine solche wissenschaftliche Studie und begründete dies unter anderem damit, dass Racial Profiling in der polizeilichen Praxis verboten sei."

Gut, dann können wir viel Geld sparen und die Polizei gleich ganz abschaffen.

Denn die verfolgt und ermittelt ja nur gegen Dinge, die sowieso verboten sind.

@dummschwaetzer

"Ich empfinde es inzwischen als einen Angriff auf die Säulen unserer Demokratie, wenn aufgrund des Todes von einem Kleinkriminellen durch die amerikanische Polizei, hier laufend Menschen unter Generalverdacht gestellt werden."

Was das Konstruieren eines Generalverdachts betrifft, brauchen Sie Ihr Können nicht hinter den
"Linksgrünen" zu verstecken, außer daß die ihren nicht generellen Verdacht besser begründen als Sie. Mir ist auch kein Fall bekannt, in dem sich eine Rentnerin mit Hund im Görlitz Park rassistisch benachteiligt gefühlt hätte, weil man sie nicht beachtete, obwohl sie vielleicht "was gebraucht" hat.

Hat Tradition

Kann mich gut daran erinnern, wie meine Freunde und ich (damals 18 - 20 Jahre alt und alle mit "Matte") Anfang der 70er Jahre, wenn wir mit unseren "Oldtimern" unterwegs waren, gefühlt alle 100km durch die Polizei oder dem Zoll kontrolliert und nicht selten schickaniert wurden. In der Zeit musste ich an der deutsch-holländischen Grenze vier Mal mit zur körperlichen Durchsuchung - ohne das etwas gefunden wurde (Haschisch).

11:29 von hesta15

"Natürlich gibt es bei der Polizei Beamte mit rechtsextremen Einstellungen, diese werden Gott sei Dank auch aus dem Polizeidienst entfernt. Warum also eine Studie?"

,.,.,

Auf welche Studie berufen denn SIE sich, dass rechtsextreme Beamte aus dem Polizeidienst entfernt werden?

Ich nehme an, die gibt es nicht.
Warum also wollen Sie eine Studie verhindern?

10:16 von Tiberius20

Zitat:"Eine bestimmte und dazu noch wichtige Bevölkerungsgruppe anzuschwärzen und zu diskriminieren ist zur Zeit en vouge"

Der Vorsitzende des Bundes der Kriminalbeamten und die Wissenschaftler an Polizeihochschulen schwärzen sich also selber an, weil das gerade "en vogue" ist....

Schwierig für die Polizei

Natürlich wird es bei der Polizei Beamte jedweder politischen Einstellung geben, wie in der Gesellschaft auch.

Aber es ist schon schwierig, in Zeiten begrenzter Kapazitäten dem Rassismusvorwurf auszuweichen.

Zum Beispiel kann der Zoll am Flughafen natürlich nicht jedes Gepäckstück auf Drogen (z.B. Koks) untersuchen. Also untersucht man vermutlich Gepäck und Passagiere aus bestimmten Destinationen häufiger als andere. Genauso Container in Hamburg.

Bei Kontrollen auf der Autobahn wird auch nicht jedes Auto heraus gewunken, sondern je nachdem, was man sucht, die üblichen "Pappenheimer".

Jetzt ist natürlich die Frage, ob bei Personenkontrollen z.B. auf Drogenbesitz, die Kontrolle von bestimmten Gruppen auf validen Erfahrungen oder auf unbegründeten Vorurteilen beruht. Je nachdem, welche Annahme stimmt verschwendet die Polizei ihre Kapazität entweder bei einer gezielten oder bei einer randomisierten Kontrolle.

10:33 von dummschwaetzer

Zitat:"Wenn ein Polizist im Görlitzer Park eine Drogenkontrolle macht, so ist die Wahrscheinlichkeit etwas zu finden bei einem Schwarzen dort sicherlich höher als bei der alten weißen Dame die ihren Hund Gassi führt. "

Unsinniges Beispiel. Es geht um anlasslose Kontrollen, z.B. im Zug, nicht um Drogenhotspots. Die "links-grüne Front" ist inzwischen offensichtlich auch in die Polizei eingedrungen, wie erklären Sie sich sonst die Stellungnahmen im Artikel?

@Sisyphos3

"
Am 07. Juli 2020 um 11:20 von Sisyphos3
11:02 von Mein blauer Engel

Warum lassen Sie die Etnie außen vor ?
.
weil man keinen Ärger will !
wenn ich die vielen Nachrichten im öffentlich rechtlichen so betrachte
also das Drogenmilieu in Berlin und anderswo gibt ein recht einheitliches Bild ab
die Dealer sind definitiv nicht 80 und weiblich
ein Polizist müsste ja wohl bescheuert sein wenn er nicht entsprechend
das bei seinen Kontrollen zu berücksichtigen"

Sehen Sie, genau das ist das Problem. Sie unterliegen den gleichen Mechanismen, wie auch die Polizist.innen., und das hat nicht mal was mit Racial Profiling oder Unterstellungen zu tun. Sondern mit der menschlichen Eigenschaft des Denkens in Stereotypen.

Ist Ihnen bei Ihrem Post nicht die Idee gekommen, daß auch Dealer.innen älter werden können? Die bleiben nicht 20, oder 30.

Rssismus hat viele Gesichter

Fällt eigentlich niemandem auf, welch ungeheuerliche Diskriminierung hinter diesem Generalverdacht gegen eine ganze heterogene Berufsgruppe steht?

Aber gegen Rassismus ist man natürlich ...

Armselig.

Los, dann führt diese Studie durch.
Und im gleichen Atemzug bitte eine Studie über die statistische Häufigkeit von Rauschgiftkriminalität unter Berliner Schwarzen und Steuerhinterziehung bei Einkommensmillionären.

Dann dürfte jede politische Richtung düpiert werden und alles geht wieder auf 'Los'.

Lediglich effektive Polizeiarbeit wird irgendwann unmöglich werden vor lauter politischer Korrektheit.

Verhindert

"Der Tenor dabei ist meist der Vorwurf, der Minister verhindere somit eine sachliche Diskussion über die Thematik."

Ein Untersuchungsbericht wird politisch ausgeschlachtet.... also, verhindert eine sachliche Diskussion. Und dabei wäre es egal was dieser Bericht denn zu Tage bringen würde..., es gebe mit Sicherheit kein Politiker der einer Kommission das blinde Vertrauen aussprechen würde das dieser Bericht dann anerkannt werden wurde, in allen Nuancen. Sie behalten sich das Recht vor eigene Interpretationen auszuführen und somit dann auch Ergebnisse anzuzweifeln.
Also, spart das Steuergeld und spendet die 27 Millionen die so ein Bericht kosten wuerde es an die Tafel.

10:58 von lenamarie

Zitat:"Es sind Paar drunter, die gibt es auch in Firmen, Krankenhäusern und überall."

Das mag sein. Es macht aber einen Unterschied, ob jemand ein "Alltagsrassist" ist oder ob er in staatlichem Namen trotz des Schwurs auf Verfassung und Rechtsordnung rassistisch handelt.

um 10:20 von dr.bashir

>>"Ich stelle es mir auch schwierig vor, das zu untersuchen. Wenn die Polizei z.B. am Bahnsteig nur Reisende mit erkennbarem Migrationshintergrund untersucht, dann liegt der Verdacht nahe."<<

Ich sehe das genauso wie Sie und soll denn eine Studie auf Mutmaßungen und Verdächtigungen beruhen?

11:29 von hesta15

Zitat:"Natürlich gibt es bei der Polizei Beamte mit rechtsextremen Einstellungen, diese werden Gott sei Dank auch aus dem Polizeidienst entfernt. Warum also eine Studie?"
Vielleicht, damit man weiß, wen und wieviele man aus dem Dienst entfernen muss, damit die anderen Beamten wieder ordnungsgemäß arbeiten können, ohne mit den Rassisten in eine Topf geworfen zu werden?

Kann man dem Thema überhaupt gerecht werden?

Wir erwarten von der Polizei Effizienz bei der Aufklärung von Straftaten. Dazu gehört doch sicher, dass man Statistiken über Tätergruppen aufbaut und mit der Suche dort beginnt, wo die Trefferwahrscheinlichkeit am höchsten ist.

Wenn Herr Reul, angefeuert durch unseren Applaus, Jagd auf Clans macht, denen man organisierte Verbrechen vorwirft, dann wird er auch nicht jeden zufällig vorbei laufenden Passanten unter Verdacht stellen, sondern ein Raster haben, gemäß dem er mit der Suche beginnt, und das ist vernünftig.

Schwierig wird es für mich erst dann, wenn die Täterstatistik keinen Grund liefert für die Festlegung potenziell verdächtiger Personenkreisen. Dann müsste man von Voreingenommenheit ausgehen und darf es nicht geben.

@hesta15

"
Am 07. Juli 2020 um 10:13 von hesta15
Es gibt nichts zu verstecken

Ich gebe Herrn Seehofer recht warum soll eine Studie in Auftrag gegeben werden ohne konkreten Anlass. Sinnvoller ist es mit dem Geld was diese Studie kosten würde die Ausrüstung der Polizei zu verbessern."

Eine solche Studie ist eine Investition in die Ausrüstung. Nämlich in die "Wissensausrüstung" der Polizei. Polizisten müssen ausgebildet werden. Die Erkenntnisse aus einer solchen Studie werden in die Verbesserung der Ausbildung einfließen. Insofern ist es gut angelegtes Geld. Ich möchte nämlich keine - ich sage es mal so krass - "dummen" Polizisten (nicht als Beleidigung gemeint), die prima schießen können. Ich denke, Sie auch nicht.

Eigene Erfahrungen

Während der Demos gegen das KKW Brokdorf in den 70er-Jahren geriet ich mit meiner Ente in Süddeutschland über 600km von Brokdorf entfernt in eine Polizeikontrolle auf der A 81. Angehalten wurden ausschließlich Kleinwagen wie Renault 4, 2 CVs, Käfer, typische Studentenkutschen eben. BMWs und Mercedes fuhren ungehindert weiter...Ich war übrigens nicht nach Brokdorf unterwegs :-)

"Sebastian Fiedler, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), nannte Seehofers Begründung in den tagesthemen "einigermaßen peinlich" und in sich nicht schlüssig: Das CSU-geführte Bundesinnenministerium hatte erklärt, Seehofer sehe "keinen Bedarf" für eine solche wissenschaftliche Studie und begründete dies unter anderem damit, dass Racial Profiling in der polizeilichen Praxis verboten sei"

Seehofers Begründung ist also, dass Racial Profiling ohnehin "offiziell" verboten sei.

Dass es trotzdem nicht nur gemacht wird, sondern sogar "übliche Praxis" ist, können nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch sonst jeder bestätigen, der ohne ideologische Scheuklappen durch die Welt geht.

Herr Seehofer will also nur vermeiden, dass das, was ohnehin für jeden offensichtlich ist, "offiziell" zur Kenntnis genommen wird.

Strategisch unklug

Ich teile Seehofers Einschätzung, dass wir in der Polizei lein grundsätzlich strukturelles Problem mit Rassismus und Rechtsextremisten haben. Aber solche Fälle kommen eben halt auch vor.

Ich bin auch davon überzeugt, dass - zumindest unbewusst - racial Profiling eine Rolle spielt. Personen mit Migrationshintergrund fallen häufiger Strafrechtlich auffällig und werden proportional auch öfter von der Bevölkerung angezeigt ( teilweise auch nur, weil es Omi komisch vorkommt, wenn ein Schwarzer sich nahe eines Spielplatzes aufhält). Gemessen an Bildungsgrad und Einkommensverhältnisse fallen Migranten strafrechtlich nicht öfter als Deutsche auf. Insofern muss es nicht Ausländer raus, sondern Ausländer in die Schulen heissen.

Eine Studie könnte helfen auch menschliche Schwächen in der Polizei zu offenbaren und Wege zu zeigen, wie Polizisten sich mögl. Problemen besser bewusst zu werden und zu lösen.

Eine solche Diskussion von vornherein abzulehnen is da einfach nicht clever.

um 11:47 von Sausevind

Rechtsextreme Beamte findet man durch Ermittlungsarbeit nicht durch Studien.

Mein blauer Engel

"Vorurteile sind übrigens nichts übles. Wir Menschen sind nur noch darum auf der Welt, weil wir die Gefahrenlage mittels Vorurteilen einschätzen."

,.,.,

Ihr Urteil beruht darauf, dass Sie den Begriff "Vorurteil" verdrehen.

Damit wollen Sie jahrhundertelange Forschung der Philosophie rückgängig machen.

Gelingt aber nicht. "Vorurteil" hat gar nichts mit "Gefahr" zu tun.

Wer Vorurteile gegenüber Ausländern oder Frauen hat, UNTERSTELLT eine Gefahr, die von diesen Menschen ausgehe.

Denken in Stereotypen

Die Kommentare in diesem Thread sind geradezu ein Musterbeispiel für das eigentliche Grundproblem.

Die einen - zu denen ich mich zähle - vermuten, daß die Polizei ein Problem mit Racial Profiling haben könnte.

Die anderen vermuten: Nein, gibt es nicht.
Beide Seiten haben zwei Dinge gemeinsam: Das Urteil beruht auf Vermutungen und auf einer menschlichen Eigenschaft, dem Denken in Stereotypen. Niemand weiß es, ob die Polizei ein Problem mit Racial Profiling hat oder nicht. Eine Studie liefert Fakten. Denn die Fragestellung heißt nicht: Es gibt Racial Profiling, wir wollen nur wissen in welchem Umfang. Sondern die Fragestellung lautet: Gibt es Racial Profiling? Gegen Erkenntnisgewinn kann niemand etwas haben, weder Links noch Rechts, noch die Mitte.

Schaden kann...

...eine solche Studie meiner Einschätzung nach nicht. Dass sie ein hilfreiches Ergebnis bringt, ist hingegegen keine unrealistische Erwartung. Warum also nicht? Mehr Wissen und Information ist eigentlich immer eine gute Idee.
Allerdings sollten wir nicht vergessen, dass die Diskussion über Polizei-Rassismus derzeit vor allem darauf beruht, was in den USA passiert ist. Das lässt sich in keinster Weise mit der Situation in Deutschland vergleichen. Dort ist es nicht der Rassismus allein, sondern die Situation wird noch verschärft, da die Betroffenen in der Regel Nachfahren von Menschen sind, die mit Gewalt nach Amerika verschleppt wurden, jahrhundertelang versklavt und misshandelt wurden und denen man auch nach dem Ende der Sklaverei lange Zeit die meisten Menschenrechte verweigert hat.
In Deutschland ist Rassismus ein Problem (nicht nur bei der Polizei), in den USA aber eine lebenbedrohliche Gefahr.

Am 07. Juli 2020 um 10:58 von lenamarie

>>nee, Herr Seehofer sieht keinen Grund

und den sieht die Mehrheit auch nicht. Es sind Paar drunter, die gibt es auch in Firmen, Krankenhäusern und überall.<<

Die Mehrheit also. Das wissen Sie und deshalb können Sie es so en passant daher schreiben.
Kurze Frage: Woher wissen Sie es?

um 12:01 von Peter Meffert

>>Vielleicht, damit man weiß, wen und wieviele man aus dem Dienst entfernen muss, damit die anderen Beamten wieder ordnungsgemäß arbeiten können, ohne mit den Rassisten in eine Topf geworfen zu werden?<<

Das geschieht durch Ermittlungsarbeit und nicht durch Studien.

Am 07. Juli 2020 um 11:54 von

Am 07. Juli 2020 um 11:54 von Anderes1961
@Sisyphos3

"
Am 07. Juli 2020 um 11:20 von Sisyphos3
11:02 von Mein blauer Engel

wenn ich die vielen Nachrichten im öffentlich rechtlichen so betrachte
also das Drogenmilieu in Berlin und anderswo gibt ein recht einheitliches Bild ab
die Dealer sind definitiv nicht 80 und weiblich
ein Polizist müsste ja wohl bescheuert sein wenn er nicht entsprechend
das bei seinen Kontrollen zu berücksichtigen"

Sondern mit der menschlichen Eigenschaft des Denkens in Stereotypen.

Ist Ihnen bei Ihrem Post nicht die Idee gekommen, daß auch Dealer.innen älter werden können? Die bleiben nicht 20, oder 30.
nnn

Natürlich haben Sie Recht. So sind wir Menschen. Wird denken uns die Welt als Wille und Vorstellung.
Das ist gegenüber Betroffenen so ungerecht wie das Leben selbst.
Der Polizist wird bei vielen Konmtrollpersonen eine Vorauswahl zu treffen haben, diese macht er sich so leicht wie möglich.
Wie würden Sie das handhaben ?

um 12:10 von Peter Meffert

>>Während der Demos gegen das KKW Brokdorf in den 70er-Jahren geriet ich mit meiner Ente in Süddeutschland über 600km von Brokdorf entfernt in eine Polizeikontrolle auf der A 81. Angehalten wurden ausschließlich Kleinwagen wie Renault 4, 2 CVs, Käfer, typische Studentenkutschen eben. BMWs und Mercedes fuhren ungehindert weiter...Ich war übrigens nicht nach Brokdorf unterwegs :-)<<

Aus polizeilicher Sicht nachvollziehbar.

@ eine_anmerkung (11:56): nein sie wird auf vielen Fakten beruhe

@ eine_anmerkung

Ich sehe das genauso wie Sie und soll denn eine Studie auf Mutmaßungen und Verdächtigungen beruhen?

Nein sie wird auf vielen Gerichtsurteilen und weiteren Ermittlungsfällen beruhen. Denn die ganzen Fälle von verbotenem Racial Profiling ziehen sich zurueck bis ins Jahr 2012 und dann sind fast jedes Jahr neue Fälle. Siehe:

1. aus 2012:

https://ovg.justiz.rlp.de/de/startseite/detail/news/detail/News/pressemi...

2. siehe aus 2014:

https://tinyurl.com/y88jefp7
Migazin.de: Polizeikontrolle von deutsch-afrikanischem Paar war unzulässig Montag, 10.11.2014, 8:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 11.11.2014, 18:04 Uhr

dann aus 2015:

https://tinyurl.com/yb8xv2qz
lto: Keine Ent­schei­dung zum Racial Pro­fi­ling 23.10.2015

Verdachtsunabhängige Personenkontrollen im Grenzgebiet zu anderen Schengen-Staaten, die illegale Einreisen verhindern sollen, verstoßen gegen EU-Recht.

Racial Profiling

Viele sprechen hier von "Tätergruppen". Ja, die gibt es - aber eine zu starke Konzentration auf Gruppenzugehörigkeit führt dazu, dass Täter außerhalb der Gruppe unbemerkt bleiben. Wie das hier oft erwähnte Nichtkontrollieren derjenigen, die nicht zur Gruppe gehören.

Profiling hat nämlich zwei Aspekte: 1) anlasslose Kontrollen bei der Angehörigen der Gruppe, 2) *Mangel an Kontrollen bei der Nichtangehörigen der Gruppe*.

Profiling hilft also gar nicht, Straftaten aufzuklären. Man muss nur sich für einen angehörigen einer anderen Gruppe ausgeben, und schon ist man als Täter fein raus. Beispiel Bahnkontrollen: man kleide und benehme sich wie ein Geschäftsmann...

11:34 von eine_anmerkung

"Ich denke hier hat sich was verselbstständig was man nicht mehr eingefangen bekommt? Da verstirbt in den USA ein Farbiger durch sicherlich unangebrachte Polizeigewalt und auf einmal wird diese Thema (welcher vorher nie eines bei uns war, jedenfalls nicht in dieser Dimension), aufgebauscht. Ein bisschen Augenmaß und Sachlichkeit könnte uns allen sicherlich gut tun (vor allem einer gewissen Frau Esken von der SPD) denke ich?"

,.,.,

Was Sie übersehen:
das von Ihnen oben genannte Ereignis war der AUSLÖSER dafür, dass bisher Übersehenes oder Verschwiegenes nun weltweit überprüft wird.

Dass Sie behaupten, dass sei "aufgebauscht" - obwohl Sie das ohne Untersuchungen ja gar nicht wissen können - zeigt eine Tendenziösität, die für mich darauf hinausläuft:
um Himmels willen alles weiter verschweigen.

In diesem Thread plädieren viele mehr oder weniger deutlich dafür, dass man nicht untersuchen solle.
Und immer mit der gleichen Behauptung, man wisse selber ganz genau, was Fakt sei.

✎Zu 11:20 von glogos "Der BDK scheint mir eher ..

..links zu sein im Vergl. zu DPolG, daher kann ich die Kritik gut verstehen!

@glogos, damit liegen Sie richtig. Die DPolG hat mit rund 100.000 weit mehr Mitglieder, kommt aber weniger in den Ö-R-Medien vor. Warum?!
Bei dessen "Chef"ist die Vertretung der Mitglieder deutlich erkennbarer als beim "BDK-Chef" Fiedler.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: "Die pauschale Unterstellung eines latenten Rassismus, ein Antidiskriminierungsgesetz wie in Berlin und etliche andere Aktivitäten im politischen Raum schaffen ein Klima des Misstrauens gegen die Polizei. Das ermuntert Krawallmacher, die aus unterschiedlichsten Motiven heraus auf die Kolleginnen und Kollegen mit brutaler Gewalt losgehen. Die Innenministerkonferenz hat demgegenüber den Einsatzkräften in klarer Weise den Rücken gestärkt, das war ein wohltuendes Signal."
Z.B. DLF:
https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2020/07/07/
racial_profiling_interview_mit
_sebastian_fiedler_dlf_20200707_0649_1ea90f74.mp3

um 12:10 von Peter Meffert

.Ich war übrigens nicht nach Brokdorf unterwegs :-)
...........
Kann schon sein. Und wenn man dann nichts zu fürchten hat, dann ist die Kontrolle nervig, aber nicht stigmatisierend, weil man nicht zum gesuchten Klientel gehörte.
Ggf suchte man ja gezielt nach denjenigen, die nicht nach Brokdorf unterwegs waren, sondern von Brokdorf kamen und sich dort gesetzeswidrig verhalten hatten.
Damit wäre eine Kontrolle gerechtfertigt gewesen. Weshalb gibt es also etwas zum Aufregen? Weil man selbst in eine nervige Kontrolle geraten ist, weil man ein typisches Auto von Gesuchten ebenfalls fuhr?
Ist doch lächerlich, sich darüber zu echauffieren.
Echauffieren würde ich mich darüber, dass der grüne Trittin damals gegen Brokdorf auf die Straße ging und später im Amt weitere Atomtransporte mit seiner Unterschrift selbstverständlich erteilte.
Die Polizisten haben nur ihren Job erledigt.
Einen kenne ich und der ist durch die Begleitung der Transporte kinderlos geblieben. Also eher ein Opfer der Sache.

Peter Meffert 12:10

Und sie haben jetzt das Gefühl, dass deutsche Polizisten in den 70ern etwas gegen Kleinwagen von Renault und Käfer hatten und diese Autos durch die Polizei systematisch schlecht behandelt wurden?

@ Anderes1961 (12:25): dass hier von Ihnen stimmt nicht

@ Anderes1961

Dass hier von Ihnen stimmt nicht:

Beide Seiten haben zwei Dinge gemeinsam: Das Urteil beruht auf Vermutungen und auf einer menschlichen Eigenschaft, dem Denken in Stereotypen. Niemand weiß es, ob die Polizei ein Problem mit Racial Profiling hat oder nicht.

denn es gibt schon verdammt viele Urteile zu diesem Racial Profiling die bis ins Jahr 2012 zurueckgehen und viele Ermittlungsfälle - auch aus 2020 - die weitere Belege liefern. Das hat nichts mit Stereotypen ueber die Polizei zu tun.

Und von daher lautet die Antwort zu dieser Frage:

Sondern die Fragestellung lautet: Gibt es Racial Profiling? Gegen Erkenntnisgewinn kann niemand etwas haben, weder Links noch Rechts, noch die Mitte.

eindeutig JA.

@ 11:03 von alexmagnus

Sehr gut! Das sind genau die Argumente, die wir so dringend benötigen in dieser Debatte.
Endlich mal jemand, der die Realität erkennt und aufsteht für eine alte schwarze Dame, die ihren Hund Gassi führt.
Und dabei haben wir von den vielen Asiaten, die in der Bahn nach dem Ausweis gefragt werden, noch gar nicht gesprochen. Systemimmanenter Rassismus, wohin man sieht..!

@Mein blauer Engel

Am 07. Juli 2020 um 11:30 von Mein blauer Engel
Am 07. Juli 2020 um 11:07 von

Am 07. Juli 2020 um 11:07 von Wegelagerer34
Was ist schlimmer?

Jeden dunkelhäutigen Menschen als kriminell [...]
nnnnn
Dieser Aussage schließe ich mich vollumfänglich an.

Vorurteile sind übrigens nichts übles. Wir Menschen sind nur noch darum auf der Welt, weil wir die Gefahrenlage mittels Vorurteilen einschätzen.
Wer hier so tut, als stünde er über Gefahrensituationen, dessen Blutdruck möchte ich messen, wenn ihm in einer Unterführung nachts einige junge Männer im Pulk entgegen kommen.

Falsch. Vorurteile - egal welcher Art - sind ziemlich übel. Sie verwechseln Denken in Stereotypen und Vorteile.

Was uns vor Gefahren schützen kann, ist unser Denken in Stereotypen: z.B. Ich habe die persönliche Erfahrung gemacht, junge Männer im Pulk könnten eine Gefahr sein. Aus diesem Stereotyp kann ganz schnell ein Vorurteil werden: Alle junge Männer im Pulk sind eine Gefahr.

12:31 von hesta15

Zitat:"Aus polizeilicher Sicht nachvollziehbar."

Auf den ersten Blick sicherlich. Ich kann mich aber auch noch an die Fahndung nach den RAF-Terroristen erinnern. Da wurden am Anfang auch die typischen Studentenkutschen durchsucht, obwohl die Baaders und Meinhofs schon lange mit BMWs unterwegs waren. Aus deren Sicht auch verständlich. Wie hieß es beim Bund? Tarnen und täuschen...

Zu 12:10 von Peter Meffert ✎ RAF-Zeiten vergessen?!

Eigene Erfahrungen
Während der Demos gegen das KKW Brokdorf in den 70er-Jahren geriet ich mit meiner Ente in Süddeutschland über 600km von Brokdorf entfernt in eine Polizeikontrolle auf der A 81. Angehalten wurden ausschließlich Kleinwagen wie Renault 4, 2 CVs, Käfer, typische Studentenkutschen eben. BMWs und Mercedes fuhren ungehindert weiter...Ich war übrigens nicht nach Brokdorf unterwegs :-)

Nur Brokdorf-Erfahrungen?
Die RAF-Zeiten haben Sie vergessen oder gab es da keine Polizeikontrollen.
Da waren Beamte mit Maschinenpistolen und gepanzerte Polizeifahrzeugen auf den Straßen, überall gab es Kontrollen. Menschen wurden an die Wand gestellt weil sie vermeintlich einem Mitglied der Baader-Meinhof-Bande bzw. der bewaffneten linken Terrorbande -Rote Armee Fraktion- ähnlich sahen.

Der Rechtsstaat stand damals mit an der Wand.
Das ist zum Glück vorbei. Die Polizei gehört untrennbar zum Rechtsstaat.
Kontrollen auch!

@ alexmagnus

„Profiling hilft also gar nicht, Straftaten aufzuklären. Man muss nur sich für einen angehörigen einer anderen Gruppe ausgeben, und schon ist man als Täter fein raus. Beispiel Bahnkontrollen: man kleide und benehme sich wie ein Geschäftsmann...“

Kennen sie die Werbung von einer norddeutschen Brauerei. Da tauschen der Seemann und der Kapitän die Mützen, weil der Seemann sich denkt, dass er mit der Kapitänsmütze eine ähnliche Aura herstellen könnte. Beide lehnen an der Bordwand, da kommt ein Dritter daher und fragt die beiden, ob einer der beiden Komiker ihm sagen könnte, wo der Kapitän sei.
Oder anders erklärt. Die ganzen Menschen mit spannenden Geschäften an der Haustür sind auch sehr häufig gut gekleidet. Wirklich seriös kam bei mir noch keiner daher und ich hätte keinen von denen auch nur einen Euro anvertraut...

Ich bezweifle, daß......

Seehofer "der" Polizei einen Bärendienst erweist Dabei möchte ich nicht abstreiten, daß es nicht einzelne Polizisten gibt, die mit Vorurteilen belastet sind. Aber vielleicht sollte man auch mal fragen, ob nicht manche "Vorurteile" durch schlechte persönliche oder berufliche Erfahrungen entstanden sind? Wenn jetzt schon wieder eine ganze Berufsgruppe, an die höchste Anforderungen gestellt werden, aus politischen Grunden pauschal unter Generalverdacht gestellt werden, dannschießr man weit übers Ziel hinaus und die geforderte Szdie ist nicht nur überflüssig, sondern auch hinausgeworfenes Geld.

@12:10 von Peter Meffert

....Angehalten wurden ausschließlich Kleinwagen wie Renault 4, 2 CVs, Käfer, typische Studentenkutschen eben. BMWs und Mercedes fuhren ungehindert weiter...Ich war übrigens nicht nach Brokdorf unterwegs :-)

warum eigentlich nicht ;-)

Sorry, Scherz :-)

doch ernsthaft, das zeigt nochmal die Schwierigkeiten - ich steige aus dem Sprinter aus Amsterdam und werde kontrolliert am Bahnhof - nix Auffälliges und dennoch binnen 10 min nackt im Untergeschoss Polizeistation, untersucht von zwei Beamtinnen... die Begründung war Anfangsverdacht Drogen - beruhend auf ? einzig auf der Tatsache, dass dieser Zug aus Amsterdam kam - und damit bin ich wieder bei den konkreten Anlässen - was ist Anlass wofür und worauf beruht der Verdacht genau - was ist dann rassistisch, was fällt unter Bauchgefühl, Berufserfahrung und/oder in Ihrem/ meinem Fall, milde formuliert, Irrtum - und wie geht man mit Irrtümern um, haben diese Irrtümer System oder nicht, sowas läßt sich untersuchen und verbessern ...

@ 11:08 von Mein blauer Engel

Sie stellen einerseits der Polizei einen sog. Persilschein aus - das hilft der Polizei nicht - und unterstellen Kritiker*innen eine pauschale Ablehnung - auch das hilft der Polizei nicht und ist im übrigen eine Verleumdung.

10:28 von gman

Ja so macht man halt Meinung. Man befragt nur diejenigen, die die gewünschte Meinung vertreten.
Herr Behr und Herr Fiedler sind nicht repräsentativ für die deutsche Polizei.
Was sagt z.B. Rainer Wendt dazu-der vertritt 10x mehr Polizisten als Herr Fiedler.

@Blauer Engel

"...Natürlich haben Sie Recht. So sind wir Menschen. Wird denken uns die Welt als Wille und Vorstellung.
Das ist gegenüber Betroffenen so ungerecht wie das Leben selbst.
Der Polizist wird bei vielen Konmtrollpersonen eine Vorauswahl zu treffen haben, diese macht er sich so leicht wie möglich.
Wie würden Sie das handhaben ?"

Ich unterliege genauso dem Denken in Stereotypen wie jeder, der Unterschied ist : ich weiß es, weil ich mich mit diesem Thema beschäftige.

Profiling gehört zur Polizeiarbeit. Es wird zum Problem, wenn es falsch angewandt wird: Es soll Menschen aus dem Kreis der Tatverdächtigen ausschließen, nicht umgekehrt. Bei einem Mordfall hat es die Polizei mit einer Grundgesamtheit von 80 Millionen Tatverdächtigen zu tun. Profiling schließt eine große Anzahl Menschen aus, Beweis für Beweis, bis im Idealfall am Schluß ein Tatverdächtiger übrig bleibt. Falsches Profiling ist, wenn ich Menschen von vorneherein nur aufgrund bestimmter Gruppenzugehörigkeit verdächtige.

Ich habe die Erfahrung

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich vermehrt zu Kontrollen nach clubbesuchen rausgezogen wurde. Während meiner Freundin das nie passierte. Wie kamen die Polizisten auf die Idee mich zu kontrollieren? Nur weil viele alkoholisierte Fahrer männlich, jung und rosa sind?

Am 07. Juli 2020 um 11:29 von hesta15

Zitat: Natürlich gibt es bei der Polizei Beamte mit rechtsextremen Einstellungen, diese werden Gott sei Dank auch aus dem Polizeidienst entfernt.

Die werden nur aus dem Dienst entfernt, wenn man sie auch erkennt. Bein hessischen Polizeiskandal (Stichwort: NSU 2.0) sind die Verantwortlichen aus allen Wolken gefallen und die Sachlage ist bis heute noch nicht geklärt.

Zitat: Warum also eine Studie?

Um zu erkennen, ob es ein Problem gibt und wie umfangreich es ist. In Hessen haben sie im Zusammenhang mit dem Skandal eine Befragung unter Polizeibeamten gemacht und -welch Wunbder- keiner hat gesagt, er sei rechtsradikal.

Seehofer erreicht das Gegenteil

Wenn man dem Verlauf der Disussion folgt, bekommt man den Eindruck, Seehofer habe Recht.

Die einen halten die Studie für überflüssig, da kein Problem vorliege und die anderen erwarten von ihr die Bestätigung dessen, was man ja eigentlich eh schon wisse. In beiden Fällen würde sie eigentlich nicht benötigt.

Ich denke, dass wir sehr sehr viele gute Polizisten und Polizistinnen haben, die ihren Job verantwortungsvoll und gut machen. Denen erweist man aber keinen Dienst, wenn man es versäumt, zum Einen Probleme (auch struktureller Art) aufzudekcen und zum Anderen gefährlichen Tendenzen, die es in Einzelfällen sicherlich gibt, entgegenzuwirken.

Seehofer schützt die Polizei nicht -er hilft dabei, das Vertrauen und die Akzeptanz denjenigene gegenüber, die Tag für Tag für unsere Sicherheit sorgen, zu mindern und so ihren Job noch schwerer zu machen, als er schon ist.

Ich werde recht häufig kontrolliert, ...

... wenn ich in Berlin mit den Öffis unterwegs bin.

Meist stürmen die Kontrolleure in die Bahn, einer kommt auf mich zu und verlangt meinen Fahrausweis, den ich auch habe und zeige. Allerdings scheint er sich dafür nicht so wirklich interessieren, denn er schaut nur mit einem Auge darauf und wendet sich dann schnell anderen Fahrgästen zu.

Nun muss man dazu sagen, dass ich wie ein Geschäftsreisender aussehe und ich habe den leisen Verdacht, dass die Kontrolleure erst mich "drannehmen", um nicht als rassistisch zu gelten, wenn sie sich danach evtl. anderen Ethnien zu zuwenden. Aber das ist nur mein Verdacht.

@ 11:30 von Mein blauer Engel

Jetzt scheinen Sie sich aber kräftig zu verrennen: Sie glauben nicht ernsthaft, dass wir Menschen die "Gefahrenlage mittels Vorurteilen" adäquat einschätzen, oder? Eine Gefahrenlage schätzt man nach Analyse der Situation und aller Einflussfaktoren ein; dazu gehört auch, die emotionale Dimension, wenn sie denn relevant ist - eine Gefahrenlage durch Vorurteil einzuschätzen ist ein katastrophaler Fehler, der i.d.R. die Gefahrenlage verschärft.

@Demokratie...

"Dass hier von Ihnen stimmt nicht:

Beide Seiten haben zwei Dinge gemeinsam: Das Urteil beruht auf Vermutungen und auf einer menschlichen Eigenschaft, dem Denken in Stereotypen. Niemand weiß es, ob die Polizei ein Problem mit Racial Profiling hat oder nicht.

denn es gibt schon verdammt viele Urteile zu diesem Racial Profiling die bis ins Jahr 2012 zurueckgehen und viele Ermittlungsfälle - auch aus 2020 - die weitere Belege liefern. Das hat nichts mit Stereotypen ueber die Polizei zu tun.

Und von daher lautet die Antwort zu dieser Frage:

Sondern die Fragestellung lautet: Gibt es Racial Profiling? Gegen Erkenntnisgewinn kann niemand etwas haben, weder Links noch Rechts, noch die Mitte.

eindeutig JA."

Und wieviel ist "verdammt viel? Die Frage, ob es ein strukturelles Problem mit Racial Profiling gibt, können Sie ebenso wenig beantworten wie ich. Ihr Urteil beruht auf Vermutungen.

Ihre Antwort ist ein Musterbeispiel für Denken in Stereotypen, aus dem schnell ein Vorurteil werden kann

10:20 von dr.bashir - Zustimmung

Sie haben die Crux auf den Punkt gebracht. Die Studie zu verweigern wirft ungewollt ein schlechtes Licht auf die Polizei. Dabei bin ich froh, das unsere Polizisten/innen eine wirklich fundierte und lange Ausbildung vorweisen müssen, ehe sie ihre Aufgabe - nämlich unseren Schutz zu gewährleisten - ausüben dürfen. Schon allein deshalb verbietet sich jeder Vergleich mit den USA, wo nahezu jeder "Hinz und Kunz" Sheriff spielen darf und das auch noch in typischer US "Hire and Fire" - Manier. Hier sind wir Lichtjahre davon entfernt. Und natürlich ist es die Aufgabe der Polizei, nach Erfahrungswerten vor Ort zu ermitteln. Wenn man am Hauptbahnhof nach Drogendealern sucht, so sind erfahrungsgemäß schwedische Volkstanzgruppen nicht unter den Tätern. Soviel Professionalität sollten wir der Polizei im Dienstalltag schon zugestehen, und das wäre dann auch kein Rassismus. Aber eine grundsätzliche - auch interne - Wachsamkeit ist bei allen Behörden immer wichtig und gut.

Rassismus innerhalb der Polizei....

und warum sollte gerade die davon unbeleckt sein?!

"Und er kommt zu dem Ergebnis:
nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil, so schließt er messerscharf,
nicht sein kann, was nicht sein darf."
Christian Morgenstern

Und das ganz im Sinne von Herrn Seehofer und Entourage.

Am 07. Juli 2020 um 11:55 von Lutz Jüncke

Zitat: Fällt eigentlich niemandem auf, welch ungeheuerliche Diskriminierung hinter diesem Generalverdacht gegen eine ganze heterogene Berufsgruppe steht?

Es äußert niemand einen Generalverdacht. Das ist das neueste Totschlagsargument der Rechten, wenn es um Sicherheitskräfte geht.

Die allermeisten Polizisten werden keine Rassisten sein. Die Studie sollte nur ferststellen, ob es in den Sicherheitskräften Rassismus gibt und wie weit er ggf. verbreitet ist.

Wer Aufklärung verhindert, hat seine Gründe.

@ 12:33 von alexmagnus

"...man kleide und benehme sich wie ein Geschäftsmann..."
Schade - jetzt haben Sie den Kriminellen so einen wichtigen Tipp gegeben.
Wenn morgen im Görli in Berlin oder im Freiburger Stühlinger die ganzen Dealer im Anzug mit Krawatte stehen - wen sollen wir dann kontrollieren ...?

Am 07. Juli 2020 um 11:38 von Theo Hundert.neu

Zitat: Ich wette das die Mehrheit der Polizisteninnen sich gegen diese Studie sind. Ich wette auch das die Mehrheit der Poliz. keine Rassisten sind.

Ich würde in beiden Fällen nicht dagegen wetten.

Zitat: Ich hoffe das Drehofer sich Standhaft hinter seinen Beamten stellt.

Wenn Sie selbst unterstellen, dass eine Minderheit der Polizisten Rassisten sind, verstehe ich nicht, dass Sie kein Interesse haben, festzustellen, wie groß diese Minderheit ist und welchen Einfluss sie hat.

Was gibt es zu verbergen?

12:40 von berelsbub

Zitat:"Und sie haben jetzt das Gefühl, dass deutsche Polizisten in den 70ern etwas gegen Kleinwagen von Renault und Käfer hatten und diese Autos durch die Polizei systematisch schlecht behandelt wurden?"

Klar, es war der pure Neid. Die Polizeikäfer waren auch nicht die neuesten... :-))

Am 07. Juli 2020 um 12:20 von hesta15

Zitat: Rechtsextreme Beamte findet man durch Ermittlungsarbeit nicht durch Studien.

Ermittlungen ohne konkreten persönlichen Anfangsverdacht?

Das nenne ich denn mal eine Generalverdacht.

Generalverdacht

Ich verstehe nicht, warum die Studie hier immer als Generalverdacht gebrandmarkt wird. Eine solche Studie würde doch dem Generalverdacht entgegenwirken, indem sie vage Vermutungen und allgemeine Verdächtigungen durch konkrete Zahlen und Ermittlungsergebnisse ersetzt. Aus meiner Sicht ist das erstrebenswert.

12:38 von yolo

Zitat:"Ist doch lächerlich, sich darüber zu echauffieren"

Wer hat sich denn echauffiert? Ich habe nur meine Erfahrungen beschrieben. Was Sie mir dann in den Mund legen, stammt ausschließlich von Ihnen.

Negieren.

Herr Seehhofer nimmt sich anscheinend ein Beispiel an Trump.
Alles Bestens auch wenn es nicht stimmt.
Seine bevorzugte Haltung: Möglichst oft quertreiben. Das hat er ja schon öfter gezeigt.

12:47 von gman

Zitat:"Der Rechtsstaat stand damals mit an der Wand.
Das ist zum Glück vorbei. Die Polizei gehört untrennbar zum Rechtsstaat. Kontrollen auch!"

Volle Zustimmung! Die einzige Frage ist, wer wird warum kontrolliert. Sind die Gründe nachvollziehbar, auch aus der langjährigen Erfahrung heraus, gar kein Problem. Problematisch ist nur, wenn etwas prinzipiell nicht nachvollziehbar oder gar rechtswidrig ist. Nur darum geht es. NB. Was die RAF angeht: Einen post über Ihrem habe ich mich dazu geäußert.

@ falsa Demonstratio

„Zitat: Warum also eine Studie?

Um zu erkennen, ob es ein Problem gibt und wie umfangreich es ist.“

So eine Studie ist ganz wunderbar, aber warum fangen wir damit nicht zum Beispiel bei allen politischen Parteien an, wieviele Mitarbeiter dort Einstellungen haben, die antidemokratisch sein könnte. Da würde die Politik mit gutem Beispiel voran gehen. Oder haben auch die Parteien Angst vor dem Ergebnis und lenken den Fokus auf andere Berufszweige. Wer hier massiv was fordert, der könnte doch schon längst die Studie im eigenen Hause fertig haben.
Das wäre der richtige Weg. Erst selber den eigenen Anspruch erfüllen und diesen dann von anderen fordern

12:51 von karlheinzfaltermeier

"Wenn jetzt schon wieder eine ganze Berufsgruppe, an die höchste Anforderungen gestellt werden, aus politischen Grunden pauschal unter Generalverdacht gestellt werden, dannschießr man weit übers Ziel hinaus"

,.,.,

Statt dass Sie diese Falschbehauptung einfach nachplappern, wäre es besser, die eigene Vernunft einzusetzen.

Denn wirklich niemand hat diese Berufsgruppe pauschal unter Verdacht gestellt.

Wer dieses Minimum an Vernunft nicht einsetzt, wird einen Grund dafür haben.

Ich frage mich wirklich, warum hier so viele mit allen möglichen Schein-Mitteln die Polizei un-untersucht lassen wollen.

@ 12:54 von Bender Rodriguez

Sich über radial profiling lustig zu machen, ist ein eigentümlicher Kommentar zum Thema.
Übrigens: ich habe die Erfahrung mit einem in Deutschland geborenen und mit Muttersprache (bayrisch-)deutsch aufgewachsenen aber sehr arabisch aussehendem Freund gemacht, dass er signifikant oft in den unterschiedlichsten Situationen polizeilich kontrolliert wurde, oft mit unvollständigen Sätzen wie diesen "Du Ausweis zeigen"; wenn er mit ganzen Sätzen antwortete :"Ich spreche deutsch und Sie können in ganzen Sätzen mit mir reden", führte das nicht selten zur Eskalation.
Ich verallgemeinere das nicht, stelle es aber neben Ihre "Erfahrung".

10:13 von hesta15

>>Ich gebe Herrn Seehofer recht warum soll eine Studie in Auftrag gegeben werden ohne konkreten Anlass. Sinnvoller ist es mit dem Geld was diese Studie kosten würde die Ausrüstung der Polizei zu verbessern.<<

Es wäre gut zu handeln bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Selbst wenn Rechtsextremismus in der Polizei "nur" so weit verbreitet ist wie in der Restbevölkerung ist sie existent und sollte entsprechend untersucht werden. Immerhin sprechen wir hier von der Staatsgewalt und nicht von einem Gartenverein.

Anlässe gibt es übrigens genug.
Wenn ich mich recht entsinne wurden erst kürzlich wieder Daten die der Polizei vorlagen an Rechtsextreme durchgestochen.

Studiendesign?

Wie zu lesen ist, steht das Studiendesign noch nicht fest. Um die Entscheidung Seehofers bewerten zu können, wäre eine Kenntnis des Designs interessant gewesen.

Wer wird gefragt (Betroffene, Nicht-Betroffene, Polizisten, Menschen bei denen sich der "Anfangsverdacht" bestätigte und solche, die absolut unschuldig sind etc.) und welche Fragen werden gestellt bzw. auf welche Daten wird zurückgegriffen?

Man sollte hier unbedingt verhindern, dass das ein Ergebnis bereits feststeht und daraufhin erst entwickelt wird. Das wäre "Profession-Profiling". Ebenso bin ich nicht sicher, ob die Befragten (gleich welcher Ethnie, auch "Weiße") wahrheitsgemäß antworten, wenn sie ohnehin ein Problem mit unserem Rechtssystem haben.

Schwach von Seehofer. Mal

Schwach von Seehofer. Mal wieder.
Aber ebenfalls mal wieder wird er wohl nicht genug nachgedacht haben und es sich dann nochmal überlegen. Bzw. von seinem Umfeld darauf hingewiesen werden, dass er besser doch was anderes macht.
Eine solche Studie kann nicht schaden, ggf. aber nützen. Letzteres allerdings nur, wenn sie wirklich unabhängig durchgeführt wird. Fragt sich, wer das dann machen würde.
Und dann ist die Frage, wie damit umgegangen würde. Nur für den internen Gebrauch, oder vielleicht für 120 Jahre in den Tresor ?

@10:20 von dr.bashir

>>Allerdings fürchte ich, dass wie immer die Studie ausginge, die jeweils "andere Seite" diese anzweifeln würde wegen "methodischer Fehler" und die Diskussion fröhlich weiter ginge.<<

Dann hätte man aber zumindest eine Gesprächsgrundlage und ggf. kann die Seite der Kritiker dann eine Studie anfertigen lassen, bei der die entsprechenden methodischen Fehler behoben werden.

@Anderes1961

Sehr gute Argumentation, die allerdings auch das Mitdenken und Vorurteilsfreiheit fordert.

Vorteile beruhen auf nicht Wissen und vorschneller Verallgemeinerung.

Vorurteile können unsere natürliche
Angst verstärken, das kann jedoch zu völlig falschen Einschätzungen führen.

Es ist sehr schwierig, die eigenen Denkmuster zu durchbrechen und mit Voruteilen aufzuräumen, das zeigt sich immer dann, wenn man sich in einer psychischen Krise befindet.

( @Demokratieschue )

Es ist auch richtig, dass einzelne Gerichtsurteile kein Beweis sind um zu Verallgemeinern.

Alles Gute
Leipzigerin59

Arme Polizei - kein Traumjob mehr!

Ich möchte kein Polizist sein in diesem Land! Den Hintern hinhalten bei mäßiger Bezahlung. Dienst zu unmöglichen Zeiten. Wenn irgendwelche Permanentprotestler meinen, wieder loszulaufen, oder die Partyszene "feiert", neuerdings mit Eisenstangen, muss man bei Wind und Wetter raus. Dann die Rassismus-Pauschalisierungen hierzulande, die in einem ganz anders gelagerten Fall in den USA (wo es eine vergleichbare Polizeiausbildung gar nicht gibt!) ihren Ursprung haben: DORT gibt es seit Jahrhunderten ein strukturelles Rassismus Problem auch in staatlichen Stellen, HIER nicht! Dumme und ewig Gestrige gibt es leider überall - nehmen wir mal 100 Leute auf der Straße, es wird immer ein Rassist, ein Antisemit, ein Soziopath, dabei sein. Leider! Aber mehrheitlich ist das eben nicht so. Und Bundeswehr und Polizei sind Teilmengen der Gesellschaft. Hier wird ein Problem (warum?) aufgebauscht. Und Polizisten müssen sich beschimpfen, treten und bespucken lassen...ist denn DAS denn in Ordnung?

@11:02 von Mein blauer Engel

>>Niemand weiß besser als die Polizei, wer die "Üblichen Verdächtigen " sind.<<

Wenn Sie eine Zielgruppe haben die Sie verstärkt kontrollieren, werden Sie auch verstärkt dort fündig werden.
Dadurch verstärkt sich auch ihr Gefühl wer "die üblichen Verdächtigen" sind. Die kontrolliert man dann natürlich verstärkt. Die ganzen Leute die unschuldig kontrolliert worden sind werden entsprechend ausgeblendet. Das nennt sich dann confirmation bias und das Problem ist, dass er sich selbst verstärkt.

>>In Studien lässt sich immer interpretieren, hineinlesen und behaupten.<<

Noch mehr behaupten lässt sich allerdings völlig ohne Studie und sachliche Diskussionsgrundlage.
Interpretationen lassen sich durch weitergehende Studien entsprechen bestätigen oder widerlegen.

@ falsa Demontratsio

„Die allermeisten Polizisten werden keine Rassisten sein. Die Studie sollte nur ferststellen, ob es in den Sicherheitskräften Rassismus gibt und wie weit er ggf. verbreitet ist.

Wer Aufklärung verhindert, hat seine Gründe.“

Richtig, und aus diesem Grund sollten alle Parteien mit dieser Studie beginnen und dann sollten wir mal alle Berufsfelder durchleuchten. Im Hort, beim Bäcker, in der Musikszene, in der Kirche. Auch da wird es Rassisten geben. Fangen wird doch bei den Berufsfeldern mit A an....

@berelsbub

"
Am 07. Juli 2020 um 13:19 von berelsbub
@ falsa Demonstratio

„Zitat: Warum also eine Studie?

Um zu erkennen, ob es ein Problem gibt und wie umfangreich es ist.“

So eine Studie ist ganz wunderbar, aber warum fangen wir damit nicht zum Beispiel bei allen politischen Parteien an, wieviele Mitarbeiter dort Einstellungen haben, die antidemokratisch sein könnte. Da würde die Politik mit gutem Beispiel voran gehen. Oder haben auch die Parteien Angst vor dem Ergebnis und lenken den Fokus auf andere Berufszweige. Wer hier massiv was fordert, der könnte doch schon längst die Studie im eigenen Hause fertig haben.
Das wäre der richtige Weg. Erst selber den eigenen Anspruch erfüllen und diesen dann von anderen fordern"

Diese Frage kann ich Ihnen beantworten. Bei den AfD-Fraktionen vom Bundestag bis in die Landesparlamente gibt es 287 Mitarbeiter.innen, die Verbindungen zu rechtsextremistischen Gruppen haben oder dort selbst aktiv sind und somit antidemokratische Einstellungen haben.

@11:28 von Anderes1961

>>Wenn man an einem Drogenhotspot kontrolliert, kann man auch alle kontrollieren. Der Verdachtsmoment ist nämlich nicht: Junge Männer=Verdacht auf Drogenhandel, sondern: Drogenhotspot=Verdacht auf Drogenhandel.
Renter.innen können genauso mit Drogen dealen wie junge Männer.<<

Wenn Sie wissen, dass der Drogenhandel in der Region in der Hand arabischer Clans ist, dann werden sie wahrscheinlich eher Personen kontrollieren, die diesem Bild entsprechen.

Wenn Sie wissen, dass Neonazis einen Anschlag auf eine Synagoge verüben wollen, werden Sie hier wahrscheinlich auch verstärkt Personen kontrollieren, die diesem Bild entsprechen.

Die Frage ist, ob es einen handfesten Grund gibt jemanden aufgrund von Ethnie, Geschlecht o.Ä. verstärkt zu kontrollieren. Das mag in konkreten abgrenzbaren Situationen der Fall sein.

Es ist aber nicht akzeptabel, wenn das permanent so gelebt wird und bestimmte Personen aufgrund unveränderlicher Eigenschaften ständiger Kontrolle ausgesetzt sind.

11:28 von Anderes1961

Renter.innen können genauso mit Drogen dealen wie junge Männer.
.
stimmt !
nur mit welcher Wahrscheinlichkeit

ein Doktor wird sie, wenn sie mit ner tropfenden Nase zu ihm kommen
auch mal auf Erkältung tippen
nicht auf westnepalisches Sumpffieber
wenn sie nicht gerade von ner Everest Expedition zurück kamen

Kein Rassismus?

Vieles von dem, was in den letzten Jahren zu Lesen war spricht da eine deutlich andere Sprache. Was ich selbst miterleben durfte, ist vielleicht nicht repräsentativ, aber ebenso unerquicklich. Mein Respekt vor der Polizei hat dabei deutlich gelitten, der meiner Kinder liegt nahe dem Nullpunkt. Sind die zunehmenden Ausschreitungen gegen die Sicherheitskräfte vielleicht sogar durch die erlebten Ungerechtigkeiten begründet? Eine Studie beinhaltet die Chance, das Bild der Polizei wieder ins richtige (hoffentlich nicht ins rechte) Bild zu rücken. Chance vertan, Herr Seehofer. Sie haben mein Urteil bestätigt.

@Anderes1961

Unser Gehirn hat die Eigenschaft, daß es geradezu prädestiniert ist für Mustererkennung. Es kann das so gut, daß es uns auch Muster vorgaukeln kann, wo gar keine sind

Im Interesse der Arterhaltung wäre eine Unterscheidung "Muster Mensch" und "Muster Säbelzahntiger" völlig ausreichend gewesen. Übrigens ist uns sogar Gesichtererkennung angeboren und für die Eltern-Kind-Beziehung fundamental.

Dennoch lasse ich Ihre These so nicht stehen. Ich wurde in meinem Leben drei mal Opfer körperlicher Gewalt. Die Täter zu 100% männliche Deutsche. Ich mache trotzdem noch heute keinen Bogen um jede Gruppe von Deutschen.
Erzogen wurde ich dagegen mit Vorurteilen, man brachte mit bei, die Straßenseite zu wechseln, wenn ein fremdländisch aussehender Mensch entgegenkam (bei Farbigen erst recht). Und keins dieser Vorurteile hat sich auf Dauer in meinem Kopf festsetzen können.

Polizei-Racial Profiling_Rassismus

@gman:" Empfehlung, wer kontrolliert wird, sollte höflich nach dem Grund fragen. Es gibt Gründe dafür, die nichts mit Diskriminierung zu tun haben."
Bei uns in der 83.000 E Stadt haben wir eine recht faire Polizei, 20 km in einer vergleichbar großen Stadt sieht das (von der Polizei selbst bestätigt) schon ganz anders aus. Da gibt es diesen Rassismus immer wieder.
Nun zu Ihrer Empfehlung:
Als Pendlerin bekomme ich sehr häufig Kontrollen und andere Einsätze am BHF mit. Oft ist die Kontrolle berechtigt und ich stelle mir vor, wie ein Dealer den Beamten höflich nach den Gründen fragt und der Beamte höflich fragt, ob es ihn denn störe, mal die Taschen zu öffnen...? Bei Monthy Python wärs lustig.
Und oft sind die Kontrollen unberechtigt und die Leute haben schlicht Angst. Da fragt man auch nicht mehr höflich, schweigt eher.
Ihre Empfehlung mag gut gemeint sein, ist aber, mit Verlaub, recht naiv.
Und das hat nichts damit zu tun, ob man etwas zu verbergen hat oder nicht.

@13:00 von andererseits

>>Jetzt scheinen Sie sich aber kräftig zu verrennen: Sie glauben nicht ernsthaft, dass wir Menschen die "Gefahrenlage mittels Vorurteilen" adäquat einschätzen, oder? Eine Gefahrenlage schätzt man nach Analyse der Situation und aller Einflussfaktoren ein<<

Wenn eine Situation als Gefahrenlage eingeschätzt wird sind komplexe Analysen häufig nicht möglich - v.A. in Stresssituationen sind Menschen dazu im Regelfall nicht in der Lage.
Ein schnelles Bild und ein schnelles Urteil sind für den Normalsterblichen häufig wahrscheinlich ok. Das geht in Richtung "fight or flight" und ist ein ziemlich primitiver Vorgang und definitiv auch fehleranfällig.

Darauf können wir unser Staatswesen allerdings nicht basieren lassen. Das sind einfach zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die Polizei sollte hier entsprechende Richtlinien haben die auf wissenschaftlichen Ergebnissen basieren.

Morgaln 11:20 Der Wert einer Studie

Erst einmal Dank für ihre Antwort, das Forum lebt von guten Beiträgen, die sich widersprechen. Indes glaube ich, sie überschätzen den faktischen Wert der Studie. Sie wird mit einem bestimmten Auftrag mit bestimmter Fragestellungen von Menschen mit eigener Meinung geschrieben. Egal wie das Ergebnis dann lautet, die absolut überzeugten beider Seiten werden bei ihrem Standpunkt bleiben. Für die ewiggestrigen ist jede Kritik staatsfeindlich, für die ewiglinken ist Staat und Polizei schon an sich das Böse. Meine eigene Erfahrung, bin kein Polizist, habe aber häufig mit ihnen beruflich zu tun. Es gibt gute, es gibt schlechte Polizisten. Wenn es drauf ankommt, haben sie grosses Pflichtbewusstsein und man kann sich auf sie verlassen. Es gibt sicher einzelne; die bestimmte Gruppierungen ungerecht behandeln, das bleiben aber Einzelfälle

12:59 von Ray

dass ich wie ein Geschäftsreisender aussehe und ich habe den leisen Verdacht, dass die Kontrolleure erst mich "drannehmen", um nicht als rassistisch zu gelten, wenn sie sich danach evtl. anderen Ethnien zu zuwenden.
.
was soll man da antworten ...
Kumpel von mir Eisenbahner wurde kontrolliert und wunderte sich dass einige im Zug nicht kontrolliert wurden
Kollegen, sagte er was ist denn los !
nach einigem hin und her gedruxe
ja sie wären angehalten manche nicht zu kontrollieren, wegen der Statistik

Wer eine Kontrolle bei der

Wer eine Kontrolle bei der Polizei fordert und ausschließlich dort, betreibt nichts anderes als einen Generalverdacht. Denn diese Menschen schießen sich ausschließlich auf die Polizei ein.
Ich bin mir sicher, die Polizei hätte kein Problem mit der Studie, wenn zuvor alle Bänker, Schauspieler, Erzieher, Reinigungskräfte und Sozialarbeiter schon Teil dieser Studie waren.
Wer nur die Polizei überprüft haben möchte, lässt andere Berufszweige grundlos heraus und fertig ist der Generalverdacht

Was hat man auf Frau Esken eingedroschen..

.. und nun bedauern selbst die Polistenvertreter, dass die Studie nicht kommen soll, weil sie gerne unter Beweis stellen wollen, dass sie nichts zu verbergen haben. Seehofer sollte endlich in den Ruhestand gehen, man hat ja schon Mitleid mit dem ganz offenbar heillos überforderten Mann. Wie ich schon zum Thema Esken sagte und nun auch der BDK Chef sagt, dienen solche Maßnahmen doch vorallem dem überwältigend großen Teil der Polizisten, die einen tollen Job machen!

@berelsbub

"
Am 07. Juli 2020 um 13:39 von berelsbub
@ falsa Demontratsio

„Die allermeisten Polizisten werden keine Rassisten sein. Die Studie sollte nur ferststellen, ob es in den Sicherheitskräften Rassismus gibt und wie weit er ggf. verbreitet ist.

Wer Aufklärung verhindert, hat seine Gründe.“

Richtig, und aus diesem Grund sollten alle Parteien mit dieser Studie beginnen und dann sollten wir mal alle Berufsfelder durchleuchten. Im Hort, beim Bäcker, in der Musikszene, in der Kirche. Auch da wird es Rassisten geben. Fangen wird doch bei den Berufsfeldern mit A an...."

Der Unterschied der von Ihnen genannten Berufsgruppen zur Polizei ist: Erzieher.innen, Bäcker.innen, Musiker.innen, Kirchenmitarbeiter.innen verhaften keine Menschen oder schießen gegebenenfalls auf Sie. Darum ist eine solche Studie angebracht.

Beliebtes rhetorisches Stilmittel, ein Argument aufgreifen und es bis zur Lächerlichkeit übertreiben. Lektion 1 der dialektischen Rabulistik. Benutze ich (selten) auch schon mal gerne.

@13:19 von andererseits

>>@ 12:54 von Bender Rodriguez

Sich über radial profiling lustig zu machen, ist ein eigentümlicher Kommentar zum Thema.<<

Ich glaube nicht, dass er sich darüber lustig macht.
Ob Sie jemanden anlasslos aufgrund des Geschlechts oder der ethnischen Herkunft überprüfen ist vom Diskriminierungsaspekt und den zugrundeliegenden Gedankengängen her das Gleiche. Beides kommt vor.
Und im Übrigen sind die einzelnen Faktoren Diskriminierungsfaktoren kumulativ - je mehr auf Sie zutreffen, desto schlechter stehen Ihre Karten.

12:51 von karlheinzfaltermeier

«Wenn jetzt schon wieder eine ganze Berufsgruppe, an die höchste Anforderungen gestellt werden, aus politischen Grunden pauschal unter Generalverdacht gestellt werden, dann schießt man weit übers Ziel hinaus und die geforderte Studie ist nicht nur überflüssig, sondern auch hinausgeworfenes Geld.»

Da muss es Sie ja schwer irritieren, dass der "Bund Deutscher Kriminalbeamter" (BDK) Seehofers Entscheidung, keine Studie durchführen zu lassen, sehr kritisiert.

Irgendwie stellte der BDK sich gerne wohl selbst unter Verdacht.
Folgt man den Stimmen der "Generalverdachts-Alarmisten", von denen kein Mensch erraten kann, was dieser Alarmismus überhaupt bezwecken soll.

Niemand kann mehr Interesse daran haben, evtl. vorhandene systemische Probleme mit Rassismus oder Rechtsradikalitär "zu enttarnen", als Polizisten, denen an verfassungstreuer Polizeiarbeit im Sinn von Recht & Gesetz zu Nutzen der Bürger gelegen ist.

"Findet man nix" … alles prima.
Findet man was … kann man gezielt angehen.

Profiling...

Zunächst: Ich verstehe, daß Sehofers "nein!" als Bärendienst verstanden wird. Und ich verstehe auch nicht, wie aus dem Zusammenhang eines in den USA grassierenden Problemes plötzlich eine Art Generalverdacht entsteht (ja, wo kam das eigentlich her?).
Die Polizei wird immer eine Art von Suchschema anwenden. Aus eigenem Anschauen weiß ich, daß auch bestimmte Autos und bestimmtes Outfit darunter fallen. Beispielsweise muskelbepackte, junge Männer in dunklen Autos werden gerne mal "rausgewunken". Wenn die dann mit Aggro-Gehabe reagieren, stehen die auf ganz schnell an ihrem Auto und "machen Männchen". Auch, wenn die "Urdeutsche" sind.
Wo hier die Grenzen sind zwischen "Rassismus" und "Erfahrungswerten", ist schwer auszumachen.
Was auf keinen Fall schadet, ist, das Bewusstsein immer wach zu halten, eigene Vorurteile von echten Erfahrungen zu trennen. Solche eine Hinterfragung kann da eine Hilfe zu sensiblem Umgang mit der Problematik sein. Sie kann aber auch selbst zum Vorurteil werden.

@ Anderes 1961

„Diese Frage kann ich Ihnen beantworten. Bei den AfD-Fraktionen vom Bundestag bis in die Landesparlamente gibt es 287 Mitarbeiter.innen, die Verbindungen zu rechtsextremistischen Gruppen haben oder dort selbst aktiv sind und somit antidemokratische Einstellungen haben.“

Wo kann man diese wissenschaftlich korrekte Studie einsehen und wie sieht es mit den anderen Parteien aus? Ihre Antwort ist also weit weg von umfangreich

@WiPoEthik

"Wenn Sie wissen, dass der Drogenhandel in der Region in der Hand arabischer Clans ist, dann werden sie wahrscheinlich eher Personen kontrollieren, die diesem Bild entsprechen."

Korrekt, aber woran machen Sie fest, ob jemand möglicherweise dazu gehört? Der Dönerbudenbesitzer von nebenan? Oder mein türkischer Barbier?

"Wenn Sie wissen, dass Neonazis einen Anschlag auf eine Synagoge verüben wollen, werden Sie hier wahrscheinlich auch verstärkt Personen kontrollieren, die diesem Bild entsprechen."

Auch hier die Frage: Wer entspricht dem Bild? Der Glatzenträger mit Springerstiefeln oder doch ein Anzugträger?

"Die Frage ist, ob es einen handfesten Grund gibt jemanden aufgrund von Ethnie, Geschlecht o.Ä. verstärkt zu kontrollieren. Das mag in konkreten abgrenzbaren Situationen der Fall sein."

Treffer. Versenkt.

"Es ist aber nicht akzeptabel, wenn das permanent so gelebt wird und bestimmte Personen aufgrund unveränderlicher Eigenschaften ständiger Kontrolle ausgesetzt sind."

Exakt.

Wenn ein Polizist

Jemanden kontrollieren will muss es sich erst Gedanken machen , ist er Schwarz oder Weiß oder sonstwie eingefärbt. Also bevor ein Bunter kontrolliert werden darf muss erst der nächstbeste offensichtliche Deutsche kontrolliert werden und dann der Verdächtige mit eventuellen nicht deutschem Aussehen.Dann wird nie mehr einer von Rassismus sprechen können sondern nur noch von Schikane gegenüber der Bevölkerung. Wie soll die Polizei da noch arbeiten. Rauschgiftdelikte sind nun einmal ein verstärktes Problem der Bunten . Genauso ist es bei Verkehrs Kontrollen da werden verstärkt Motorradfahrer kontrolliert. Die Polizei kennt ihre Kundschaft. Wer kontrolliert wird ,sich ausweisen kann und sich nicht aggressiv verhält ist schnell fertig.

13:45 von frosthorn

Die Täter zu 100% männliche Deutsche.
-
ungewöhnlich ? Kontakte mit Einheimischen

im Schwarzwald von einem Eisbär angefallen zu werden wäre außergewöhnlich
auch am Südpol ein Zebra anzutreffen
warum wohl ?
dann
Jeder Mensch (oder Tier) ist erst mal skeptisch wenn es einer ungewöhnlichen Situation gegenübersteht
man könnte auch sagen Mißtrauen entsteht
dann kommen je nach Prägung Dinge wie Neugierde zum Tragen oder Vorsicht
halten sie das für ungewöhnlich

Wer nichts zu verbergen hat...

...muss auch keine Studie fürchten. Wenn man Herrn Drehhofers, der seine Meinung manchmal öfters ändert als der Wind sich dreht, Argumentation folgen würde, dann dürfte es auch keine Studien über Dogenmissbrauch geben, weil: Ist ja verboten. Das klingt ganz nach der Logik von Trump: Wenn man nicht testen würde, gäbe es auch kein Corona.
Ein Schelm, der böses dabei denkt... Selbstverständlich gibt es auch unter Polizisten Rassisten, ich bin selber in Berlin schon zweimal Zeuge von Racial Profiling durch Berliner Polizisten geworden. Ohne Polizisten unter Generalverdacht zu stellen: Auch in Deutschland sind polizeiliche Übergriffe und Gewalttaten nicht völlig unbekannt, sondern zum Teil sogar durch Handyvideos dokumentiert. Polizisten werden immer häufiger Opfer von Gewalt , leider - aber es gibt eben auch unter Polizisten welche, die lieber mal zuerst zuschlagenund dann erst fragen.

@frosthorn

"...Dennoch lasse ich Ihre These so nicht stehen. Ich wurde in meinem Leben drei mal Opfer körperlicher Gewalt. Die Täter zu 100% männliche Deutsche. Ich mache trotzdem noch heute keinen Bogen um jede Gruppe von Deutschen.
Erzogen wurde ich dagegen mit Vorurteilen, man brachte mit bei, die Straßenseite zu wechseln, wenn ein fremdländisch aussehender Mensch entgegenkam (bei Farbigen erst recht). Und keins dieser Vorurteile hat sich auf Dauer in meinem Kopf festsetzen können."

Es ist kein Widerspruch. Ich habe mich auch schon immer gegen Vorurteile gewandt, bevor ich überhaupt wußte, was ein Denken in Stereotypen oder ein Vorurteil ist, heute weiß ich es und kann mein Verhalten rational erklären. Der Übergang vom Stereotypen-Denken zum Vorurteil ist fließend, niemand, ich auch nicht, kann sich davon ausnehmen.

Erzogen wurde ich genauso wie Sie. Und auch ich habe die Straßenseite gewechselt: Auf die Seite, wo die fremdländisch aussehenden Menschen entgegenkamen.

...ttest eine Meinung

Spannend - mal wieder viel Aufregung und Generalisierung.
Warum sollte eine entsprechende Studie einen Generalverdacht begründen? Warum sollte man Studien nicht glauben, wenn sie ordentlich durchgeführt werden?

Z.B. wäre es ziemlich einfach zu untersuchen, wie hoch die Erfolgsquote von Kontrollen bei unterschiedlichen Personengruppen ist.
Wenn eine Gruppe zwar häufig kontrolliert wird, aber unterdurchschnittlich oft etwas gefunden wird, dann stimmt was beim Fokus der Kontrollen nicht.
Wenn Gruppen (die hier so viel zitierte Oma mit Hund z.B.) GAR NICHT oder extrem selten kontrolliert werden, dann mag das dazu führen, dass man den Eindruck bekommt diese Gruppe müsse nicht kontrolliert werden.
Wenn NUR anders aussehende Jugendliche kontrolliert werden, könnte man denken, auch nur solche dealen mit Drogen, weil nur bei diesen welche gefunden werden.

Gerade die Kontrolleure müssen regelmässig
kontrolliert werden - weil sie das staatliche Gewaltmonopol ausüben.

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