Ihre Meinung zu: Nach dem Brexit: Briten wandern nach Europa aus

4. August 2020 - 16:56 Uhr

Zuerst verlässt Großbritannien Europa, jetzt verlassen die Briten das Vereinigte Königreich - und zwar in Richtung Europa. Viele beantragen die deutsche Staatsbürgerschaft. Von Ralph Sina.

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Kommentare

Noch nicht realisiert

Viele Briten haben noch nicht realisiert, welche Veränderungen auf sie zukommen. Ein No Deal ist unvermeidlich, für alles andere bleibt nicht mehr genug Zeit.

Jeder strebt dorthin, wo er die besten Möglichkeiten sieht

"Klar ist schon jetzt, dass sich britische Touristen ab dem kommenden Januar höchstens 90 Tage am Stück in der EU aufhalten dürfen"

Klar ist jetzt schon, dass der ganze Brexit nur zu einem "gut" ist: Ausnahmslos allen völlig überflüssigerweise das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Noch bevor der Hahn kräht wirst du mich dreimal verleugnen ...

... denkt sich vielleicht kein Boris Johnson aber viele britische Staatsbürger, die wiederum viele Vorteile der Europäischen Union seit Jahren zu schätzen wissen und sich sagen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, zumindest zweigleisig zu fahren. Spanien, Frankreich und auch Deutschland beheimaten schon seit dem Ende des zweiten Weltkrieges Bürger aus dem UK. Ein Schelm wer denkt, dass viele Wähler beim Brexit-Abstimmen gezielt manipuliert wurden. Aber eben nicht alle und diese ziehen jetzt ihre Konsequenzen. Winke, winke auf die andere Seite ... sehr, sehr Schade!

Die Zahlen bleiben dennoch überschaubar

Es handelt sich bei den Einbürgerungen insgesamt um überschaubare Zahlen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Leute zusätzlich zu ihrem britischen Pass einen 2. beantragen, sieht die Sache schon ganz anders aus.

Somit sind die Einbürgerungen kein Zeichen des Protestes gegen den BREXIT, sondern der völlig normale Versuch eine allerletzte Chance wahrzunehmen. Denn nachher sind doppelte Staatsbürgerschaften nicht mehr möglich und damit auch längere Auslandsaufenthalte in Europa.

Aber die allermeisten Briten wollen selbst das nicht und sind mit dem BREXIT und ihrer bisherigen Staatsbürgerschaft völlig zufrieden. Soviel zur angeblichen "Anziehungskraft" der Europäischen Union.

Unentschlossen

Ob das so eine gute Idee ist, gerade jetzt wieder quasi in die EU einzutreten mit einem Wechsel der Staatsbürgerschaft? Mich würde interessieren, ob die Mehrheit der Briten angesichts der immensen Coronakosten eher erleichtert sind, dass sie für die Wirtschaft der anderen EU-Staaten nicht mehr verantwortlich gemacht werden können, oder ob sie gerade jetzt bei all den Herausforderungen dieser Zeit, gerne auf die schwere Bürde des nahenden Endes verzichten würden. Für mich eine 50:50-Chance, dass es der richtige Weg ist für das Königreich.

Übertreibung

Es gibt sicher Briten, die durch finanzielle Beziehungen einen guten Grund haben, nach D zu kommen. Man sollte das aber nicht verallgemeinern, denn erstens denken die meisten Briten nicht im Traum daran und zweitens behalten die 'Auswanderer' den British passport, den ich auch gern hätte.

Wer wird verlieren?

Warum soll der Austritt für die Briten von Nachteil sein? Diesen Schritt wagte noch kein Land. David Cameron hat gepokert und die EU hat gemeinsam verloren.
Was will Großbritannien erreichen: Zuwanderung aus der EU soll gestoppt werden.
Sie werden eigene britische Gesetze erlassen.
Sie erreichen eine unabhängige Handelspolitik.
Sie können unabhängige Handelsverträge mit Drittländern abschließen.
Es werden keine Beitragszahlungen an die EU mehr geleistet.
Sie ersparen sich die ständigen Auseinandersetzungen in Brüssel.

Grossbritannien ist und bleibt ein Teil Europas

Allein der erste Satz ist eine Zumutung.
Das Vereinigte Königreich WAR und BLEIBT immer ein Teil Europas.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen im Kontext der wirtschaftlichen Entwicklung (als zukünftiges Nicht-EU-Mitglied) und im Rahmen der Erschließung neuer Verträge, auch mit dem Commonwealth, verändern. Dagegen steht andererseits die wirtschaftliche Entwicklung der EU, OHNE Grossbritannien. Dann verändert sich auch dieses Bild wieder und mehr Briten kehren zurück.

warum nicht ?

herzlich willkommen !!!

Briten wandern nach Europa aus..

Spätestens mit der nächsten US-regierung wird vielleicht TTIP diesen aufziehenden Zustand beenden und dann haben sich die Brexit Betreiber doch nicht verrechnet.

Peanuts

Kommt wohl auch darauf an, ob die britische Staatsbürgerschaft für eine EU-Staatsbürgerschaft aufgegeben werden muss. Ich glaube mich erinnern zu können dass das nicht der Fall ist. Die Leute wollen sich also einfach die EU-Staatsbürgerschaft bewahren. Viele davon aus wirtschaftlichen Gründen und sicher auch nicht wenige aus weltanschaulichen Gründen.

Vielleicht wollen auch einige nur ihren Alterssitz in der Sonne sichern...:D

Vermutlich.....

werden es wohl wirtschaftliche Gründe sein, welche diese Briten veanlassen, ihre Heimat zu verlassen. Nachdem Spanien auch eine Monarchie ist,fällt der Abschied möglicherweise etwas leichter - und außerdem ist dort das Wetter meistens besser. Frankreich hat zwar keine Monarchie mehr, aber zumindest einen Präsidenten, der sich so benimmt, als ob. Mit diesen "Pfunden" kann Deutschland nicht mithalten! Hier erzeugen sie höchstens die Frage, ob die doppelte Staatsbürgerschaft auch doppeltes Wahlrecht , auch bei EU-Wahlen,bedeutet. Wenn dem so ist, wäre es wohl manchmal besser gewesen, es hätte viel mehr deutsche Staatsbürger auch mit britischer Staatsbürgerschaft gegeben, oder?

Für viele sicher die bessere Zukunft.

Dabei handelt es sich hauptsächlich um jene, die sowieso schon lange beruflich und/oder zum Teil auch privat einen engen Bezug zu Deutschland und der EU haben. Einen guten Job gebe ich sicher nicht wegen der spießköpfigen Denkweise in GB auf.
Wenn man dort tatsächlich noch glaubt man sei immer noch so toll, wie im 16. Jahrhundert, die Schiffe legen gleich ab, um die Spanier abzuwehren und 200 Jahre später werden sie einen neuen Teil der Erde entdecken ... na, herzlichen Glückwunsch.

Ich verstehe, dass Menschen gehen. Das fälllt ihnen bestimmt nicht leicht. Aber es ist der bessere Weg für das eigene Leben.

Habe ich was verpasst???

Die Überschrift lautet:“Viele Briten wandern nach Europa aus.“. Ich hoffe doch, dass sie noch zu Europa gehören. Nur nicht mehr zur EU. Was ein Jammer ist.

Brexit hinterlässt bereits Spuren

Großbritannien blutet aus. Wirtschaftlich und personell. Der Brexit hinterlässt Spuren.

um 17:47 von NeNeNe

Zunächst mal, Cameron hat gewonnen. Dass sowohl die Torys als auch Labour den Brexit gewollt haben, ist durch die Entscheidungen im Unterhaus unbestreitbar belegt.

Die Volksabstimmung ist dabei unerheblich. Es ist nicht Aufgabe von Politikern, das zu tun, was das Volk will, sondern das, was das Beste für das Volk ist. Wenn der Brexit am Tag nach dem Referendum das Beste für das britische Volk war, dann war er es auch schon am Tag vor dem Referendum.

Warum also gab es das Referendum überhaupt? Ganz einfach: Kommt GB gut aus der Sache raus, können sich die Parteien dafür feiern lassen; schadet der Brexit GB, können die Parteien dem Volk die Schuld geben ("Ihr wolltet es doch so!")

Ziel des Brexit war die Möglichkeit, einige EU-Gesetze auszuhebeln, die der reichen Elite im Weg waren. Von diesen haben Farage, Johnson, May und Co. den Auftrag erhalten, den Brexit herbeizuführen.

GB als Ganzes wird möglicherweise profitieren. Der "kleine Mann" wird mit Sicherheit schlechter dastehen.
_

Für die Briten ab 2021: vorbei mit dem Bürokratiemonster EU

Auch das Telefonieren via Handy wird teurer. Das Roaming zu Inlandspreisen gilt dann für EU-Urlauber in Großbritannien nicht mehr und auch nicht für britische Urlauber in der EU.

Die EU-Regelung zu Roaming-Gebühren hat die Mobilfunkkosten der Verbraucher insgesamt nicht gesenkt. Die Kosten haben eben andere Verbraucher bezahlt, also wer selten in Urlaub fährt.
Aber typisch EU: Klientelpolitik (hier für Urlauber), Umverteilung und Mogelpackungen.
Die große Mehrheit der Briten wird in fünf Jahren über den Brexit froh sein.

Irreführend...

Die Überschrift des Artikels lässt fälschlicherweise vermuten, dass wegen des Brexits die Briten aufs Europäische Festland auswandern würden. Dabei leben mehr als die Hälfte der hierzulande neu eingebürgerten Briten schon länger als 26 Jahre in Deutschland (nachzulesen bei der Welt). Wie anders soll das auch gehen. Eine der Kriterien zur Beantragung der deutschen Staatsbürgerschaft ist ein Mindestaufenthalt von 8 Jahren in Deutschland...

Wenn gut ausgebildete Briten zu uns auswandern möchten

Ist das hervorragend, das kompensiert dann vielleicht, die jährlichen Auswanderungen aus der Mittelschicht in Deutschland, die so rund um 280.000 pro Jahr betragen.

@Hen.Soer

"Am 04. August 2020 um 18:11 von Hen.Soer Habe ich was verpasst???

Die Überschrift lautet:“Viele Briten wandern nach Europa aus.“. Ich hoffe doch, dass sie noch zu Europa gehören. Nur nicht mehr zur EU. Was ein Jammer ist."

Natürlich gehört Großbritannien noch zu Europa. Die Überschrift ist in der Tat ein wenig irreführend, löst sich aber auf, wenn man Gelegenheit hat, sich mit Briten zu unterhalten. Dann stellt sich nämlich oft heraus, daß sie von Europa reden, wenn sie das europäische Festland meinen, also alles jenseits des Kanals.

@17:47 von NeNeNe

"Was will Großbritannien erreichen: Zuwanderung aus der EU soll gestoppt werden."

Nur zu, denn auch in GB sind Pflegekräfte Mangelware. Besonders in der Altenpflege arbeiten überwiegend Ausländer.
Eine, die es wissen muss, schreibt:

***... und plötzlich bin ich Ausländerin
Brexit is done. Wie fühlt sich das an für deutsche Krankenschwestern, die in England arbeiten? Wir haben die geborene Bremerin Sabine Torgler um einen Erfahrungsbericht gebeten

Stimmung im Krankenhaus wird schlechter
Wegen des drohenden Ausstiegs ohne Deal, also ohne ein Abkommen mit der EU, ist die Situation nicht nur für mich mittlerweile eine Katastrophe. Die Stimmung im Land und auch im Krankenhaus hat sich spürbar verschlechtert. Viele Kollegen und Freunde sind verunsichert, und einige haben sich schon entschieden, das Land zu verlassen. Ich selbst bin hin und her gerissen und weiß noch gar nicht, wie es weitergehen soll.....***

Das gesamte Interview findet man auf pflege-online.de

@17:47 von NeNeNe

"Warum soll der Austritt für die Briten von Nachteil sein?"

Ja, sie können Handelsverträge schließen und wären im Handel unabhängig, aber GB wird immer in der schwachen Verhandlungsposition sein wird. Sowohl bei der EU als auch bei den Amerikanern, erst Recht bei den Chinesen und Indern.

Was meinen Sie denn wie die Verhandlungen mit den USA laufen werden? Da heißt es seitens Trump (falls noch Präsident), entweder ihr akzeptiert meine Bedingungen oder ihr werdet vom US-Markt ausgeschlossen. Für Trump war der Brexit deshalb so wichtig, weil man mit einem ganz schwachen Partner anders umgehen kann als mit einem starken.

Auch der Finanzmarkt - bisher ein wichtiges Standbein der Wirtschaft in GB wird existenziell geschwächt. Die Londoner Börse ist nach dem Brexit bedeutungslos.

In späten 3 Jahren nach dem Brexit werden sich Schottland und Nordirland abspalten, weil diese Länder kurz vor der Pleite stehen und dann wird es nur noch ein armes Little England geben.

Man wandert dahin aus, wo man denkt, dass es

einem dort besser geht. 1880 bis 1890 sind 1,45 Millionen Deutsche allein in die USA ausgewandert.
Da sind doch die heutigen Zahlen Peanuts.

Sehr sehr schade...

... dass sich eine knappe Mehrheit der Briten für diesen Schritt entschieden hat.

Liebe neue MitbürgerInnen - herzlich willkommen hier.
Viel zu lange war ich nicht mehr auf eurer schönen Insel und nun wird es leider etwas komplizierter. Hoffe, dass trotz und nach allem quälenden Gemurkse bzgl. der Austrittsverhandlungen alle Beteiligten das Beste aus der Situation machen.

Artikel nachbessern?

Eines hat der Tagesschau-Artikel aber vergessen:

Es ist nicht die Brexit-Uhr, die das jetzt so eilig macht. Auch nicht das britische Staatsbürgerrecht, denn dem es weitgehend egal ist, wie viele Pässe man in der Tasche hat.

Nein, es ist das deutsche Staatsbürgerrecht, das vorschreibt, dass nach Ablauf der Übergangsfrist keine doppelte Staatsbügerschaft mehr möglich ist.

Anders anders ausgedrückt: Diejenigen Briten, die es jetzt noch schnell beantragen, machen dies nur, um bei einer späteren Aufnahme in Deutschland nicht ihren britischen Pass abgeben zu müssen! - Wer kann es ihnen verdenken, dass sie nicht ihre Heimat verleugnen wollen?

Briten

Mal ne Frage wer braucht heute noch ein Königreich . Die besten Tage der Briten sind längst vorbei ,deren Macht gründete sich vor allen Dingen darauf andere Länder zu unterwerfen und dann auszubeuten . Wenn man die Geschichte der Briten betrachtet ist das mehr als offensichtlich . Auch die Entsozialisierung der Gesellschaft hat zu starker Armut geführt . Corona war das Beste Beispiel dafür . Ein Land wo sich die Arbeiterklasse erfunden hat und diese dann so nieder zu machen, ist für mich unbegreiflich . Leider geht Deutschland einen ähnlichen Weg , Schröder und Fischer sei Dank ( Hartz 4) . Ich als Brite würde nach Schweden auswandern . Dort werden auch die sog. Kleinen Leute noch geschätzt. Aber abhauen würde ich da auch .

@Adeo60

"
Am 04. August 2020 um 18:14 von Adeo60
Brexit hinterlässt bereits Spuren

Großbritannien blutet aus. Wirtschaftlich und personell. Der Brexit hinterlässt Spuren."

Na ja, ob man gleich so schwarz sehen muß, da habe ich doch ein wenig Zweifel. Diejenigen, die auswandern sehen das aber offensichtlich genauso oder haben zumindest Angst davor. Niemand kann voraussagen, was passiert, wenn die Briten entgültig die EU verlassen haben, selbst Experten nicht. Ich denke auch, daß die Entscheidung für Groß-Britannien keine Gute war, aber ausbluten ist mir persönlich eine Nummer zu hart.

@17:30 von pxslo

//Aber die allermeisten Briten wollen selbst das nicht und sind mit dem BREXIT und ihrer bisherigen Staatsbürgerschaft völlig zufrieden. Soviel zur angeblichen "Anziehungskraft" der Europäischen Union.//

Das gilt ohne Zweifel für die Staatsbürgerschaft, aber bei einer sehr knappen Mehrheit, die sich für den Brexit entschieden hat, kann man nicht ernsthaft von "allermeisten" sprechen. Auch nicht, wenn Sie sich das noch so sehr wünschen.

Wäre allerdings interessant..

... zu wissen um welche Menschen es sich in den meisten Fällen handelt. Junge Menschen, welche ihr Studium in der EU absolvieren wollen, ohne Knüppel zwischen die Beine geworfen zu kriegen, Fachkräfte, welche beruflich mit EU-Firmen verbunden sind oder Rentner und Pensionäre, welche ihren Altersruhesitz (Spanien) gerne behalten möchten. Fragen über Fragen.

Warum bekommen die nächstes

Warum bekommen die nächstes Jahr keine doppelte Staatsbürgerschaft mehr? Nichteuropäische Asiaten bekommen die ja auch.
Was sind das wieder für Spitzfindigkeiten?
Mal abgesehen davon, dass GB mit dem Brexit alles richtig macht. Die EU will sich nicht ändern? Bitte, dann ohne GB. GB hat immer noch beste Beziehungen zum Commonwealth. Von sowas kann die EU nur träumen. Was soll ihnen also passieren, ausser dass sie für corona nicht die nächsten 100 Generationen verschulden, nicht dem Flüchtlingsdeal unterworfen sind oder als Nettozahler mehr Geld für sich haben werden?
Das bisschen Zoll auf EU Ware wird eh durch Rabatte legalisiert.
God save the Queen.

Keine schwindelerregenden Zahlen

Viele werden wohl Immobilien im Ausland gekauft haben und nun absichern, auch Zeit dort verbringen zu können. Hinzu kommen die geschäftlich in der EU aktiven Briten, die durch die 2. Staatsbürgerschaft flexibler sind. Der allergrößte Teil wird also nur aus praktischen Erwägungen zusätzlich EU-Bewohner. Die wenigsten werden ihrer Heimat wirklich den Rücken kehren.

17:13 von Nettie

"Klar ist schon jetzt, dass sich britische Touristen ab dem kommenden Januar höchstens 90 Tage am Stück in der EU aufhalten dürfen"
.
warum ist das klar ?
alles ne Frage der Vereinbarung !
das kann bedeuten es läuft wie bisher ... oder die brauchen ein Visa

@17:47 von NeNeNe

"Sie ersparen sich die ständigen Auseinandersetzungen in Brüssel."

Und umgekehrt! Das einzig gute an diesem misslungenen Theaterstück. Und die Rosinen gibt es jetzt (hoffentlich) wieder nur noch in Tüten - nicht in der EU.

Britain's coming home

Mir sind sie willkommen. Ich mag Briten. Nicht alle natürlich. Mit all denen, die auf die russischen und rechtspopulistischen Manipulationen ihrer Brexit-Abstimmung reingefallen sind, habe ich eher Mitleid. Es wird wohl noch ein böses Erwachen für sie geben. Bei uns gibt es allerdings auch solche Leuchten. Vielleicht entscheiden die sich ja demnächst dafür nach Großbritannien zu ziehen. Ich würde sie nicht vermissen.

unsinnige Einbürgerungspolitik

Denen, die sich noch schnell den deutschen Pass geben lassen, geht es nur um die Vorteile eines EU Passes.

Eine besondere Verbundenheit mit Deutschland ist nicht zu erwarten. Denn dann hätten diese Personen sich schon längst um die deutsche Staatsbürgerschaft bemüht - und nicht erst, wenn die Nachteile des Brexit drohen.

endlich mal wieder ne reißerische Sensationsschlagzeile

Allein in Deutschland hat die Zahl der Briten, die die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben,
um 2000 Prozent zugenommen
.
was sagt das jetzt aus ?
waren es vorher einer der die Staatsbürgerschaft annahmen sind es jetzt 20 oder um den Dreh herum
wie sieht das in absoluten Zahlen aus ?
und nebenbei warum durfte meine Frau nicht ihre alte Staatsbürgerschaft behalten, als sie die deutsche kriegte

Noch sind knapp 4 Monate Zeit

... zum Erlangen der doppelten Staatsbürgerschaft für die Briten.

Ich wage die These, daß die Zahlen in den nächsten Monaten noch stark steigen, denn die Möglichkeit zum sowohl als auch für den Wohnsitz, Arbeitsplatz bietet mehr Sicherheitgefuehl als entweder oder.

Mir war

nicht bewusst, das die Insel weg vom Kontinent driftet, könnt man auch anders ausdrücken.
Punkt 2 ist, es ist immer gut wenn man mehr als eine Staatsbürgerschaft hat, und natürlich gibt es Menschen in GB die wegen der Arbeit oder anderen Dingen ,sich jetzt kümmern.
Ergebnisse wird man erst Jahre nach dem wirklichen Brexit sehen, jetzt läuft ja das Meiste noch normal.

Werbetouren wirken nur temporär

Die Zahlen derer, die GB verlassen wollen, könnten noch weit höher sein, wenn die EU auch das wäre, was sie immer vorgibt zu sein: eine Wertegemeinschaft. Doch welche Werte sehen die Brit*innen, die Spanier*innen, die Portugies*innen, welche die Visegrad-Staaten?
Ich denke, den meisten Auswander*innen geht es um Reisefreiheit, um Freiheit innerhalb der EU, denn was wir von Selbsthudeleien wie "solidarisch", "humanistisch" und "weltoffen" zu halten haben, sehen wir immer wieder, zuletzt im Etat über die 1,8 Bio Euronen, bei der es erneut keine stringente europäische Politik gibt. Es geht um Nationalismen, eigene Interessen, übrigens auch die von D. Dass nun viele Brit*innen nach D. etc. wollen, liegt wohl daran, dass die Lage in der UK noch reaktionärer und neo-liberaler, noch fremdenfeindlicher ist, als im EU-Schnitt. Es werden wohl kaum Brit*innen nach Polen oder Ungarn wollen. Die EU sollte sich ehrlich machen und aufhören, trumpmäßig mit Superlativen um sich zu werfen (Mondlandung)

hallo Nordbraut 17.42

es geht um eine doppelte Staatsbürgerschaft. Die Briten bleiben also brit. Bürger mit allen Rechten.
Jeder der die Möglichkeit hat wird das wohl machen. Die Vorteile überwiegen. Nachteile gibt es für die Briten nicht wie ich sehe.
Das ist auch i.O.. Ich sehe auch für uns keine Probleme da wir aus den gleichen Kulturkreis kommen und es wohl keinen Einmischung ala Erdogan jemals geben wird. Im Übrigen sind die Zahlen sehr überschaubar.

GB ist Teil Europas, gell!

Der Verfasser zeigt in diesem Artikel, dass er den Briten nicht verzeihen kann, dass sie mehrheitlich für den Brexit gestimmt haben. Nur so kann ich mir erklären, dass er schreibt, dass jetzt Briten das Königreich in Richtung Europa (!) verlassen und bauscht die Zahl der Briten auf, die zwischen 2016 und 2019 die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben (2000 %!) auf ohne dabei die tatsächliche Zahl der Einbürgerungen zu benennen. Dass diese Zahl wohl nicht besonders hoch sein kann entnehme ich der Tatsache, dass in Deutschland bis Ende 2020 rd. 60.000 Deutschbriten leben werden. Davon haben sicherlich viele schon vor dem Brexit hier gelebt. Angaben hierzu fehlen im Bericht.

" Zuwanderung aus der EU soll gestoppt werden."
Und die schon in GB lebenden Arbeiter aus der EU müssen, wenn es ein NoDeal Brexit gibt ggf. GB Verlassen. Dazu gehören unter anderem 600.000 Polen.

"Sie werden eigene britische Gesetze erlassen."

Die weiterhin EU konform sein müssen, solange sie die Beziehungen zu EU betreffen.

"Sie erreichen eine unabhängige Handelspolitik."

Donald Trum waret schon darauf, um GB einen TTIP Vertrag zu US-Bedingungen unterzujubeln.

"Sie können unabhängige Handelsverträge mit Drittländern abschließen."

Bisher konnten die Briten schon Verträge mit
- der Schweiz,
- Chile,
- der ost- und südafrikanische Handelsverbund ESA
- und den Färöer-Inseln abschließen.
Um wieder auf den Stand der EU Mitgliedschaft zu kommen, fehlen nur noch 40 Handelsverträge.

"Es werden keine Beitragszahlungen an die EU mehr geleistet."

Ja, da spart GB tatsächlich ca. 6,9 Mrd Euro im Jahr. 18 Mrd davon soll der NHS bekommen.

Nordbraut 17.42

"Mich würde interessieren, ob die Mehrheit der Briten angesichts der immensen Coronakosten eher erleichtert sind, dass sie für die Wirtschaft der anderen EU-Staaten nicht mehr verantwortlich gemacht werden können, oder ob sie gerade jetzt bei all den Herausforderungen dieser Zeit, gerne auf die schwere Bürde des nahenden Endes verzichten würden. "

Die Frage ist, obs ned ne Milchmädchenrechnung ist. Wenn die Briten dann auf ex und importe zoll zahlen, keinen unbeschränkten Zugriff auf die EU Märkte mehr haben und die EU Ware nicht zulässt, die EU Standards nicht einhält (BJ sagt ja schon, dass er das nicht mehr möchte) kann flux der Export einbrechen und zehntausende Jobs kosten. Was den Staat auch Geld kosten wird. Am ende stehen die Chancen ned schlecht, dass ein paar wenige unfassbar reich werden (Steueroase), aber in der Mittelschicht sehr viele in Armut fallen werden. Aber immerhin hat man den wirtschaftlichen Abstieg ja selbst in der Hand, keine EU und EuGH, der da reinredet.

@17:18 von enjoYourself

"Ein Schelm wer denkt, dass viele Wähler beim Brexit-Abstimmen gezielt manipuliert wurden. Aber eben nicht alle und diese ziehen jetzt ihre Konsequenzen. Winke, winke auf die andere Seite ... sehr, sehr Schade!"

Wahlkampf ist per se Manipulation oder haben sie schon einmal einen erlebt, bei dem eine Partei auch die nachteiligen Aspekte der eigenen Politik objektiv dargestellt hätte und die Argumente der Gegenseite dahingehend würdigt.
Wer vorgibt argumentativ 10:0 zu gewinnen lügt.

@adeo60

"Grossbritannien blutet aus. Wirtschaftlich und personell. Der Brexit hinterlässt Spuren".
Das mag Ihre Auffassung oder vielleicht Ihr Wunsch sein, der Artikel gibt das aber nicht her. So wie es aussieht, verkommt die EU zu einer Transferunion in der Neid und Missgunst herrschen und in einigen Jahren werden wir die Briten vielleicht um ihre mutige Entscheidung beneiden.

@17:13 von Nettie

//Klar ist jetzt schon, dass der ganze Brexit nur zu einem "gut" ist: Ausnahmslos allen völlig überflüssigerweise das Leben so schwer wie möglich zu machen.//

Wahre Worte.

Alles...

... halb so wild. Vermutlich handelt es sich überwiegend um Briten, die die schon bisher ganz oder zeitweilig außerhalb GB in anderen EU-Ländern gearbeitet haben, und sich das durch eine doppelte Staatsbürgerschaft weiter sichern wollen.

Würde ich ähnlich machen

Also wenn ich schon über Jahre z. B. in England wohnen würde, würde ich im Zuge der bevorstehenden Änderungen womöglich die britische Staatsangehörigkeit beantragen um meine Rechtsposition im Land wo ich heimisch geworden bin zu festigen.

Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass die Briten die sich im gesamten europäischen Gebiet niedergelassen haben und dort eine neue Heimat gefunden haben ähnlich agieren.

Ob also die Beantragung einer weiteren Staatsbürgerschaft gleichzusetzen ist mit dem Begriff "Auswandern" halte ich wie z. B. der Forist Pelzhahn für fragwürdig.

Denke mal, dass die Auswanderung bereits vielfach vollzogen war und es vielmehr um Rechtssicherheit geht, was auch verständlich ist.

Kein Problem

Fast die Hälfte der Briten hatten gegen einen Austritt gestimmt. Es ist doch nur eine Konsequenz der EU-Befürworter wenn Sie sich für diesen Schritt entscheiden. Die Ängste dieser Menschen für ihre Zukunft ist berechtigt. GB hat sich keinen Gefallen getan mit dem Entschluss, die EU zu verlassen. Sie sind sich bewusst, das die Zeiten vom Empire lange vorbei sind und ohne Abkommen die Chancen auf Wachstum doch sehr begrenzt sind. Was nützt es, wenn Johnson auf seinen Freund Donald setzt, der vielleicht in einem halben Jahr sich EX-P. nennen darf? Im Zweifel würde Amerika sich lieber auf eine EU als GB verlassen, warum? Weil es immer noch der größte Binnenmarkt in Europa ist und Geld stinkt bekanntlich nicht. Das dürften die Chancen für GB eher gering halten da jeder auf seinen Vorteil bedacht ist, und GB ist da halt der kleinste Partner.

@18:23 von Anderes1961

"Natürlich gehört Großbritannien noch zu Europa. Die Überschrift ist in der Tat ein wenig irreführend, löst sich aber auf, wenn man Gelegenheit hat, sich mit Briten zu unterhalten. Dann stellt sich nämlich oft heraus, daß sie von Europa reden, wenn sie das europäische Festland meinen, also alles jenseits des Kanals."

Macht ja auch Sinn sich nicht einfach als Teil Europa zu verstehen, da sich das britische Empire ja bekanntlich über mehrere Kontinente erstreckte. Ich glaube diese Vorstellung von Bedeutung und Grösse war schon immer Teil des Problems der Briten mit der EU. Im Falle von Selbstzweifeln hatte man zumindest in der Vorstellung immer noch die Absicherung der privilegierten Beziehung zu den USA als grossen Bruder sozusagen.

@ 17:30 von pxslo

"Aber die allermeisten Briten wollen selbst das nicht und sind mit dem BREXIT und ihrer bisherigen Staatsbürgerschaft völlig zufrieden." Woher wissen Sie, was die "allermeisten Briten" wollen? Haben Sie privat eine Umfrage gemacht? Alle Umfragen, die ich kenne, sprechen davon, dass es nur eine sehr geringe Mehrheit ist, die den Brexit befürwortet. Ich kenne eine Reihe von Briten, die Selbstständige sind oder Akademiker in höheren Positionen. Die schütteln alle nur den Kopf und wissen, dass die Zukunft mal wieder nur Blut, Schweiß und Tränen bringen wird - diesmal aber selbstverschuldet. Schottland ist sowieso überwiegend gegen den Brexit.

@18:14 von Adeo60

//Großbritannien blutet aus. Wirtschaftlich und personell. Der Brexit hinterlässt Spuren.//

Ich denke nicht, dass es so schlimm werden wird. Dennoch würde ich mir angesichts der Verhältnisse in den USA und in GB wünschen, dass Deutschland über die Worte der "Wirtschaftsweisen" Monika Schnitzer gründlich nachdenkt.
Sie fordert eine Offensive bei der Anwerbung hochspezialisierter Fachkräfte und Wissenschaftler. Die Chancen seien groß, da US-Präsident Donald Trump beschlossen habe, keine Visa mehr zu vergeben.
Das wurde zwar vor Jahren schon einmal versucht, hat die Bewerber dann aber fast in einem "Blätterwald" erstickt und diesen dann nicht einmal zeitnah bearbeitet.
Deutschland kann es sich nicht länger leisten, eine solche Chance zu verschlafen.

Tja...

gerade medizinische Fachkräfte sind sicherlich herzlich Willkommen in der EU. Also liebe Insulaner beeilt euch bevor es zu spät ist.
Aber nicht nur in der Europäischen Union sind Spezialisten gefragt, sondern z.B. auch in der Schweiz. Beispiel sind Ärzte, denn bei den Eidgenossen sind sogar viele Deutsche, Österreichische, Französische und Italienische Mediziner zu finden und das liegt an der guten Bezahlung.
Das Problem ist, dass die Herkunftsländer in ihre künftigen Fachkräfte investieren und die Schweiz davon profitiert.

Großbritannien blutet aus......?

Da gibt es Länder die bluten deutlich stärker aus ! Deutschland haben in den letzten 3 Jahren 780 000 Deutsche Staatsbürger den Rücken gekehrt. Wenn wir das sehr gut verkraften können, dann die Briten auch.

@ 18:17 von Mr.1787

Mir ist nicht aufgefallen, dass nach Wegfall der Roaming-Gebühren Mobilfunkkosten im Inland gestiegen sind. Im Gegenteil, sie fallen weiter. Letztlich verdienen die Anbieter auch an der weit höheren Nutzung im Ausland. Die bisherigen Roaming-Gebühren waren prohibitiv. Es gibt keine einzige seriöse wirtschaftliche Prognose (lassen wir mal das Geplapper beim Referendum außen vor) die dem UK bei einem No-Deal-Brexit in den nächsten 5 Jahren irgendeine Verbesserung verspricht. Tatsächlich wird UK für 6 Monate noch nicht einmal Zölle erheben können - die haben nicht genug Personal dafür. Allein die ganze Warenabfertigung wird soviel Personalkosten verursachen, da wird man lange Jahre für Vorteile aufaddieren müssen, um die wieder rein zu haben.

Ich denke,

das etliche Europäer auch eine britische Staatsbürgerschaft wollen. Die Kosten für die europäischen Geschenke an die Südstaaten wird schon jemand bezahlen müssen. Ich bin zu alt, wäre ich jünger hätte ich mich schon darum bemüht.

Uk Auswanderungen in Eu Laender

Natuerlich ist hier jetzt nicht der grosse Exitus mit "der Letzte macht das Licht aus" und sicherlich ist die Mehrheit derjenigen mit Doppelpass schon laenger in der Eu ansaessig und teilweise, wie eines unserer Kinder hier in GB, dort geboren wo die Eltern schon laenger leben. Eines aber ist sichtbar, die grosse Euphorie ist verflogen. Selbst Taxifahrer und der "white van man" noch bis vor kurzem in der allergroessten Mehrheit devote Apologheten des Brexit, haben hier jetzt, jedenfalls nach meinen anekdotischen Erfahrungen, deutlich moderatere und auch pessimistischere Toene auf der Zunge. Die Unsicherheit ist gewachsen und der Glaube an die wunderbare Zeit, die da kommen wird, ist deutlich geschwunden. Sicherlich hat das Missmanagement von Boris waehrend Corona hierzu deutlich beigetragen. Es sind dunkle Wolken am Himmel und Brexit ist ganz bestimmt kein Silberstreif, im Moment.

Was bin ich dankbar!

" Es ist nicht Aufgabe von Politikern, das zu tun, was das Volk will, sondern das, was das Beste für das Volk ist. " @MartinBlank
.
Ist es nicht wunderbar, dass wenn wir Bürger zu dämlich sind, die Politiker wissen, was für uns am besten ist? Und von dieser Sorte gibt es ständig mehr!

Ich kann mich noch an eine

Ich kann mich noch an eine Dokumentation errinnern, wo Deutschland versucht hat Spanier anzulocken.
Mit dem Ergebnis:
Fast alle wieder abgehauen...

Stimmungsmache

Versucht man echt immernoch den Brexit schlecht zu reden? Ja die Staatsmedien geben wohl nie auf... nicht das „noch jemand“ auf die Idee kommt... brav weiter so berichten...

Also wenn, dann wandern die Briten

innerhalb Europas aus, GB ist ja immer noch Europa oder wurden sie jetzt Amerika zugeschlagen?
Gab's schon immer aus den unterschiedlichsten Gründen. Die Stones mal aus finanziellen, Harry und Meghan aus familiären..
Und die meisten Briten werden ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Ein Massenphänomen scheints aber nicht zu sein, die Auswanderung der Briten.

@rr2015 und Palas

Eine doppelte Staatsbürgerschaft bedeutet aber nicht nur, dass man Rechte dazu gewinnt. Die Pflichten (und auch die Schulden) gehören dazu denke ich, rr2015.
Und die Brexitdiskussion habe ich damals aufmerksam verfolgt. Ich war immer genau Deiner Meinung, Palas. Aber die Coronaentwicklung hat mich diesbezüglich zum Nachdenken gebracht.

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