Ihre Meinung zu: Nach Explosion in Beirut: Proteste und Hilfszusagen

9. August 2020 - 8:20 Uhr

Nach Protesten in Beirut ist ein Polizist tot, etwa 200 Demonstranten sind verletzt. Ministerpräsident Diab kündigte Neuwahlen an. Heute berät eine internationale Konferenz über Hilfen. Erste Zusagen gibt es schon.

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Die verheerende Explosion im

Die verheerende Explosion im Hafen von Beirut ist nicht der Grund, sondern ein verstärkender Anlass für die breiten Proteste in der Bevölkerung. Es gibt seit langem eine Demokratiebewegung im Land, die Korruption, Misswirtschaft und Untätigkeit anprangert.

Die Hilfeleistungen aus vielen Ländern sind ein wichtiger humanitärer und solidarischer Akt; bei mehreren hunderttausend obdachlos gewordenen Menschen sowie der Zerstörung des für Versorgung und Infrastruktur zentral bedeutsamen Hafens drängt die Zeit bei der Umsetzung.

Diese kann ich auf keinen Fall entschuldigen, egal wie sehr andere User Verständnis dafür zeigen.

Ich bin gespannt, ob Neuwahlen auch nur das Geringste ändern und wie sie bei der zerstörten Infrastruktur und Unruhen durchgeführt werden können.

@andererseits 09:32

Das wissen wir doch, weil wir es aus den Berichten gelesen haben.
Dass die Hilfeleistungen ein solidarischer und notwendiger Schritt ist, wissen wir auch.
Was bringen Sie Neues, als die Meldungen zu wiederholen?

Ob.......

Herr Maas jemals den Mut zur Wahrheit hat und den Libanon als das bezeichnet, was er ist, nämlich ein failed state? Wofür steht der tote Polizist?Welchen Sinn hat es, das zu zerstören, was die Explosion überstanden hat? Anscheinend ist Beirut nur die Kulisse für die lächerliche Show von Macron, der irgendetwas schwafelt von besonderem Verhältnis von Frankreich zum Libanon, seitdem der Völkerbund in weiten Teilen dem Sykes-Picot-Plan zugestimmt hat. Da schwafelt man von einer Nation, die es garnicht gibt, nachdem das gesamte Gebiet der Levante ein Kochtopf von Ethnien war. Den Gipfel liefern dann die angeblichen "Zusagen", bei denen nie geprüft wird, ob sie realisiert werden! Dreimal darf man raten, wohin wohl die Hilfsgelder fließen! In die Wirtschaft eines "Staates", der alles importieren muß?Wer werden wohl die Lieferanten sein?-

Mit Neuwahlen ist es in Libanon noch nicht getan

Das gesamte politische System muss sich schnellsten grundlegend ändern.Das Land ist so kaputt bzw .marode von den Herrschenden in den ganzen Jahren gemacht wurden,wobei Korruption im grossen Stil und organisierte Verantwortungslosigkeit eine tragende Rolle spielte.Hoffen lässt einem der unbändige Lebenswille der Libanesen,das in ihrem Land sich endlich politisch wie wirtschaftlich was zu ihren Gunsten possitives ändert.

Hilfen zuallererst von den reichen Ölstaaten

So wichtig die Hilfen sind - diese Katastrophe war hausgemacht, durch korrupte unfähige Eliten und Clans ... dorthin wird wohl auch ein Teil der Gelder wieder versickern ...
Die wichtigsten Hilfen sollten von den Glaubensbrüdern in den reichen Ölstaaten kommen, aber die können auch nur "heiliger Krieg"!
Die derzeitige Kultur von Clans, Militarismus, Glaubensunterdrückung (der Frauen !) und Korruption ermöglicht im arabischen Raum derzeit keine positive Entwicklung: Wie toll hat sich z.B. Afghanistan nach dem Abzug der "bösen" Russen entwickelt?
Auch der Libanon hat keine Chance ...

@ andererseits

„Es gibt seit langem eine Demokratiebewegung im Land...“

Das ist gut so und scheinbar von Erfolg gekrönt, denn der Libanon ist eine parlamentarische Demokratie.
Die Demokratie muss also im Libanon nicht eingeführt werden, die ist schon da.

10:10, reinbolt48

>>Die wichtigsten Hilfen sollten von den Glaubensbrüdern in den reichen Ölstaaten kommen,<<

Fast die Hälfte der Libanesen sind Christen.

>>Die derzeitige Kultur von Clans, Militarismus, Glaubensunterdrückung (der Frauen !) und Korruption ermöglicht im arabischen Raum derzeit keine positive Entwicklung: Wie toll hat sich z.B. Afghanistan nach dem Abzug der "bösen" Russen entwickelt?
Auch der Libanon hat keine Chance ...<<

Afghanistan, Libanon, alles dasselbe?

Afghanistan arabischer Raum?

Demokratie und Rechtsstaat

im Libanon gibt es doch im Sinne des Westens keine Demokratie und Rechtstaatlichkeit, dort herrschen Korruption und Misswirtschaft. gleichzeigt eine Einmischung von außen durch andere Staaten. wieso sollen wir dann jetzt für den Wiederaufbau zahlen. holt lieber die Gelder von den korrupten Politikern und Beamten zurück und benutzt diese zum Auf, anstatt erneut Gelder in der Korruptionsfalle versickern zu lassen.

Hassan Nasrallah ...

Die Menschen sind Gefangene der Hassprediger , ..und werden sich nicht befreien können .
Man schaue in die Augen dieses Wahnsinnigen .
Die Alternativen?
Jedenfalls keine Leute denen der Staat etwas bedeutet .
Ein Land muss sich von seinen Leitwölfen trennen , ..doch wie ?
" Ich will nur weg " , ..Aussage von vielen Mitmenschen vor Ort , ..nur wohin ?
Man hat über Jahrzehnte dem Treiben der politischen Heilsbringer zugesehen , ..keiner wollte wirkliche Stabilität .
Lügner weit und breit , ..auch in der sogenannten Weltgemeinschaft .

09:57 von nasenbär1000

"@andererseits 09:32

Was bringen Sie Neues, als die Meldungen zu wiederholen?"

,.,.,

Das zum Beispiel stand nicht im Artikel:

"Es gibt seit langem eine Demokratiebewegung im Land, die Korruption, Misswirtschaft und Untätigkeit anprangert."

Was ist daran bemeckernswert, wenn ein User die Zusammenhänge noch einmal zusammenfasst?

Der Libanon ...

... sollte Hilfe aus oder unter Beteiligung der USA strikt ablehnen! Denn dieser Staat, gleich unter welcher Administration, wird niemals die Eigenschaft eines Trojanischen Pferds verlieren: Wer mit ihm anbandelt , um dessen Souveränität ist es geschehen.... Positives Gegenbeispiel: China, das mehr in der Welt hilft als jedes andere Land – und sich dabei doch strikt aus den Angelegenheiten der Nehmerstaaten heraushält, im ürigen auch supranational Beeindruckendes leistet.......

Der Präsident ist Christ, der Parlamentspräsident Muslim.

@10:15 von fathaland slim
Danke für Ihre hier sehr aufklärenden Beiträge.
Die Hisbollah hat im Libanon bisher durchaus eine konstruktive Rolle gespielt. Die Machtaufteilung hat zumindest eine gewisse Befriedung ermöglicht.
Meine Befürchtung ist, dass sowohl Israel - befindet sich das nicht sogar offiziell noch im Kriegszustand? - als auch die USA ein Interesse daran haben, die derzeitige Machtbalance zu ihren Gunsten zu verändern.

@Am 09. August 2020 um 09:55 von Tada

Wie weltenfremd von ihnen. Ihre Meinung wäre ja ganz toll wäre sie nicht einseitig. Natürlich äußern sich Mensch körperlich, wenn ihre Worte verhallen. Das trifft umso mehr zu, leben sie sehr mit spürbaren körperlichen Beeinträchtigungen. Gewalt gegen Dinge ist dabei sogar klug oder fänden sie es besser, die Gewalt ginge gegen Menschen? Geht es dabei noch gegen Dinge des Gemeinwesens, wie Ministerien, dann ist die Gewalt umso verständlicher. Der Oberaffe muss die Gruppe halt auch versorgen, sonst kann er sich demnächst selbst lausen. Menschliche Herrschaft ist dabei viel strikter. Kein Wunder, dass die Menschen auch viel rachsüchtiger sind, als ihre Kollegen auf den Bäumen.

Empfindsames Leben aber haben beide, auch wenn der eine oder andere diese Empfindungen vollends ignoriert.

10:16, Michael Klaus Möller

>>im Libanon gibt es doch im Sinne des Westens keine Demokratie und Rechtstaatlichkeit, dort herrschen Korruption und Misswirtschaft<<

Der Libanon ist eine rechtsstaatlich verfasste parlamentarische Demokratie. Auf dem Korruptionsindex von Transparency Internatial steht er etwas besser als Russland da.

10:23, Boxtrolls

>>Man hat über Jahrzehnte dem Treiben der politischen Heilsbringer zugesehen , ..keiner wollte wirkliche Stabilität .<<

Wer ist "man", und wer sind die politischen Heilsbringer?

Re : Boxtrolls !

Es sind überall die Hassprediger und ihre gutgläubigen Jünger, ob im Libanon, Iran, Brasilien oder sonst wo, die für die Zerstörung in vielen Bereichen stehen.
Leider kriegen sie im Libanon den Nasrallah nicht zu fassen und auch nicht aus dem Land, weil er zu sehr, gerade von Außen unterstützt wird. Und leider finden sich zu wenige, die sich vereinen und gegen die unsäglichen religiösen Führer und Lügner vor zu gehen. Nur wenn alle anderen zusammen tun, um einen gemeinsamen Weg zu gehen, es mit Ehrlichkeit, Achtung, Respekt und friedlichen Mitteln angehen, kann etwas Positives raus kommen.
Was die Hilfen angeht, so sollte auf alle Fälle sehr streng darauf geachtet werden, dass diese Gelder nicht irgendwo versickern und für unsägliche Dinge missbraucht werden.
Deshalb sollte dies nur über neutrale Organisationen geschehen und kontrolliert werden, zum Wohle der Menschen !!!

10:51, krittkritt

>>Der Präsident ist Christ, der Parlamentspräsident Muslim.
@10:15 von fathaland slim
Danke für Ihre hier sehr aufklärenden Beiträge.
Die Hisbollah hat im Libanon bisher durchaus eine konstruktive Rolle gespielt. Die Machtaufteilung hat zumindest eine gewisse Befriedung ermöglicht.
Meine Befürchtung ist, dass sowohl Israel - befindet sich das nicht sogar offiziell noch im Kriegszustand? - als auch die USA ein Interesse daran haben, die derzeitige Machtbalance zu ihren Gunsten zu verändern.<<

Ihre Welt ist ganz offensichtlich immer noch entlang der Grenzen des vergangenen kalten Krieges aufgeteilt. Hier die guten Russen, mit denen die Hisbollah ja über den Iran verbündet ist, dort die bösen Amis und Israelis.

Eine solcherart reaktionäre Weltsicht wird der Problemlage im Jahre 2020 aber nicht gerecht.

Wollen wir denn wirklich in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts gefangen bleiben?

Bitte nicht.

10:52 von Jayray

09:55 von Tada

"Gewalt gegen Dinge ist dabei sogar klug oder fänden sie es besser, die Gewalt ginge gegen Menschen?"

,.,.,

KEINE Gewalt ist das Mittel der Wahl.

Dass Sie Gewalt für notwendig halten, ist primitiv und menschenunwürdig.

In Deutschland außerdem strafbar.

Geberkonferenz und Koruption

Und weil das so ist, und auch so bleiben soll, gilt folgendes:

Im Vorfeld einer internationalen Geberkonferenz für den Libanon hat Bundesaußenminister Heiko Maas bereits zehn Millionen Euro Soforthilfen von deutscher Seite angekündigt.

Sie, die so reagieren, ohne jegliche Bedingungen an die "Nehmerseite", sind die eigentlichen Förderer dieser staatlichen Strukturen wie im Libanon/Mali/Kongo/Bulgarien/Rumänien usw.

Das Urproblem des Landes, das

Das Urproblem des Landes, das einst als Schweiz des Nahen Osten galt, dessen Hauptstadt eine liberale, freiheitliche, weltoffene und tolerante Metropole war: Der Einzug der Religion; Mullahs, Christliche Fundis, Warlords, Clans, immer Allah oder sonst einen Gott auf der Seite wähnend. Und aus dem prosperierenden Land wurde wieder eine frömmelnde Provinz, abgehängt von der Entwicklung des Westens (was den religiösen Hardlinern natürlich recht war). Ähnliche Entwicklungen lassen sich auch in Ländern wie Afghanistan, Iran (wo es in den 1930ern gar ein Kopftuchverbot gab (sic)) etc. beobachten.

@fathaland slim

„ Fast die Hälfte der Libanesen sind Christen.“

Es waren früher über 50%.

Schon vor dem syrischen Bürgerkrieg waren es deutlich unter 50%.

In Anbetracht von 1.5 Millionen muslimischen Migranten aus Syrien dürfte das demographische Verhältnis nun endgültig gekippt sein zugunsten der Muslime.

Da das Verhältnis zwischen den Religionen schon lange nicht mehr von echter Toleranz geprägt ist - siehe diverse Massaker in den letzten Jahrzehnten des 20ten Jahrhunderts und auch im laufenden - ergibt sich eine zunehmend unangenehme Lage der Christen im Libanon.

„ https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_im_Libanon#cite_ref-8“

Romantisieren sie also nicht soviel rum...

Re : jautaealis !

Was die USA betrifft stimme ich zu ! Aber das mit den Chinesen stimmt so nicht, da widerspreche ich doch sehr. Sicher die Chinesen helfen einigen Staaten beim Aufbau von Infrastrukturen, bauen Straßen und Schienenwege und Ähnliches. Aber der größte Teil dieser Maßnahmen bauen die Chinesen selbst mit zum größten Teil chinesischen Kräften und lassen sich dies über viele Kredite gut bezahlen. Zum einen bleiben die Einheimischen beim Bau meistens die Zuschauer, zum anderen sind diese Nationen über viele Jahre bei den Chinesen in der Kreide, und dies nützen die chinesischen Machthaber für ihre Zwecke schamlos aus, in dem sie diesen Länder einiges aufbürden, was so offensichtlich nicht gleich erkennbar ist.
Dann sollten sie auch bedenken, dass China durch etliche andere Staaten und viel Diebstahl von Now- How anderer Staaten erst groß wurde, und in China es nur jemand weit bringt, wenn er/sie auf der Parteilinie befindet, alles toll findet und nie kritisiert.

09:55 von Tada

“Dann wollen wir hoffen, dass die Gewaltausbrüche aufhören
Diese kann ich auf keinen Fall entschuldigen, egal wie sehr andere User Verständnis dafür zeigen.“

Nicht entschuldigen? Ich finde Gewalt grundsätzlich nicht gut, habe aber trotzdem in manchen Fällen auch Verständnis dafür. Bleiben Worte ungehört, greift man zu anderen Mitteln. Das ist häufig Gewalt. Dann aber lieber gegen Dinge, nicht gegen Menschen.
Andere Kommentatoren gehen davon aus, dass Menschen in dieser Region für Demokratie sowieso zu dumm sind. Es wird ihnen sogar abgesprochen zu wissen, was Demokratie ist. Diese Menschen “brauchen eine starke Hand“, heißt es gern.
Jetzt frage ich Sie: was erwartet man von diesen “Wilden und Ungebildeten“, wenn “wir in der zivilisierten Welt“ keine gewaltfreien Demonstrationen hinbekommen?

@hautealis, 10.44h

China, das mehr hilft als jedes andere Land und sich strikt aus den Angelegenheiten der Nehmerstaaten heraushält.

Der war gut.

China ist die neue Kolonialmacht in Afrika.

Proteste und Hilfszusagen ?

Selbst in der größten Not können einige dieser Menschen nicht friedlich zusammenleben.

Wer garntierret jetzt für die Sicherheit der Helfer, die Frauen und Kinder hier zuhause haben?

09:57 von karlheinzfaltermeier

«Dreimal darf man raten, wohin wohl die Hilfsgelder fließen! In die Wirtschaft eines "Staates", der alles importieren muß? Wer werden wohl die Lieferanten sein?»

Wer waren wohl die Lieferanten, als es in Beirut noch einen Hafen gab?
Über den so gut wie alles an Importen in & an Exporten aus dem Libanon abgewickelt wurde.

Mein Tipp zu beiden Fragen: Syrien & Israel als die beiden einzigen Staaten mit Landgrenzen zum Libanon waren es bisher nicht. Und sehr vermutlich werden sie es auch künftig nicht (in nennenswertem Umfang) sein.
Reicht einmal raten dürfen schon aus.

«Anscheinend ist Beirut nur die Kulisse für die lächerliche Show von Macron, der irgendetwas schwafelt von besonderem Verhältnis von Frankreich zum Libanon, seitdem … dem Sykes-Picot-Plan zugestimmt hat.»

Was soll er denn auch sagen, der Mann mit dem Französ. Accent?
Ist doch eh ganz egal, was er sagt.
Der Sykes-Picot klebt für ewig an der Backe derer.
Die auf ewig Jahreszahlen mit den Ziffern: "1916" schreiben.

@fathaland slim

Jein, die Libanesen haben ein in der Verfassung festgelegtes Proporzmodell nach Religions- und Parteizugehörigkeiten!

Der Staatspräsident von Libanon MUSS immer ein Christ sein, der Regierungschef MUSS immer ein Sunnit sein, der Parlamentspräsident MUSS immer ein Schiit sein usw!

Und nach diesem Proporzmodell werden fast sämtliche Posten innerhalb des Libanon vergeben!

Ist ein Hafenmeister also ein Schiit, ist dessen Stellvertreter halt zum Beispiel ein Christ, und der zweite Stellvertreter halt ein Sunnit!

Und die verschiedenen christlichen Parteien im Libanon streiten sich dann bei Wahlen um die den Christen in diesen Proporzmodell zustehenden(!) Posten im Libanon!

Und bei den Sunniten und Schiiten ist das im Libanon NICHT anders!

@ fathaland slim, um 11:13

re 10:16, Michael Klaus Müller

Formal stimmt das, was Sie zur libanesischen Staatsform schreiben.

Trotzdem kann man da - gerade auch im Vergleich mit dem im Korruptionsindex etwas schlechter dastehenden Russland - nur resignierend mit den Schultern zucken, wahlweise müde grinsen, finden Sie nicht?

Re : krittkritt !

In meinen Augen ist die Hisbollah eine vom Iran gesteuerte Terror- Organisation, die ja auch in Syrien kräftig mit mischt. Und ihr Führer ist ein absoluter Hassprediger, der sicher nicht für einen Frieden steht, außer er könnte der Ayatollah vom Libanon sein. Dann wäre die gleichen Verhältnisse vorhanden wie im Iran, wo nur die Elite regiert, alle anderen, vor allem die Frauen unterdrückt werden, und mit Sicherheit versucht werden würde, Israel zu zerstören.
Sicher in Israel sind auch nicht die Besten am Ruder, aber irgend wann werden die Menschen dort auch für eine Veränderung sorgen und dann mit der richtigen Regierung im Libanon einen Frieden für alle schließen können. Nur solange immer so durch geknallte religiöse Führer am Ruder sind, ist dies eine Utopie !!
Es wäre endlich an der Zeit den religiösen Führern das Wasser ab zu graben, um für mehr Frieden auf dieser Erde zu sorgen !!!

Gewalt gegen Dinge?

Jayray @

Aber der Polizist , also ein Mensch ist tot, und Sie finden persönlich Gewalt " sogar klug"?

10:16 von Michael Klaus Möller

“im Libanon gibt es doch im Sinne des Westens keine Demokratie und Rechtstaatlichkeit, dort herrschen Korruption und Misswirtschaft.“

Im Libanon ist eine parlamentarische Demokratie. Soviel dazu.
Vom Prinzip her finde ich gut, dass alle Menschen im Libanon sich irgendwie wiederfinden (können). Ein libanesischer Freund, der leider immer noch keinen Kontakt zu seiner Familie in Beirut aufbauen konnte, meinte einmal, dass es 'den Libanesen' überhaupt nicht interessiert, welcher Religionsgemeinschaft sein Nachbar angehört. War übrigens auch in Syrien so.
Drei Fragen an Sie:
Wieso MUSS überall “Demokratie im Sinne des Westens“ herrschen?
Wieso gehen “wir“ davon aus, dass das, was für uns gut ist, auch für andere gut ist?
Wieso gehen Sie davon aus, dass in einer Demokratie Korruption und Misswirtschaft grundsätzlich ausgeschlossen sind?

@ fathaland slim

Das stimmt was Sie sagen "die wichtigsten Hilfen sollten von den Glaubensbrüdern in den reichen Ölstaaten kommen" und zwar nicht nur für den immens gebeutelten Libanon, sondern auch für alle anderen MUSLIMISCHEN Staaten.

Natürlich ist es aber viel bequemer und einfacher, bei denen, die sie an sich wegen ihres christlichen Glaubens verachten, laufend die Hand aufzuhalten.

Man kann doch auch in der Presse lesen, daß weit über 200 Millionen Christen weltweit verfolgt werden und zwar fast ausschließlich in muslimischen Ländern.

„Bis in die Nacht hinein gab es in Beirut Proteste. Tausende Menschen waren schon am Tag durch die Stadt gezogen, um nach der verheerenden Explosion ihren Unmut über die Regierung kundzutun. Sie werfen ihr Korruption und Nachlässigkeit vor. Unter anderem waren Sprechchöre zu hören wie "Revolution, Revolution" oder "Das Volk will den Sturz des Regimes".
Bei den folgenden Zusammenstößen mit Sicherheitskräften starb (...) ein Beamter. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Demonstrierende stürmten Regierungsgebäude, darunter das Energieministerium, das Handelsministerium, das (...), und legten Feuer am Sitz des Bankenverbands, bevor sie von der Armee zurückgedrängt wurden. Auch das Außenministerium wurde nach dreistündiger Besetzung geräumt. Zuvor hatten von ehemaligen Armeeoffizieren angeführte Protestierende das Gebäude gestürmt (...)“

Dieser asymmetrische Konflikt erinnert an den Kampf von David gegen Goliath. Der hat sein Ziel allerdings nicht mit Gewalt, sondern Cleverness erreicht.

11:26, Autochon

>@fathaland slim
„ Fast die Hälfte der Libanesen sind Christen.“

Es waren früher über 50%.

Schon vor dem syrischen Bürgerkrieg waren es deutlich unter 50%.

In Anbetracht von 1.5 Millionen muslimischen Migranten aus Syrien dürfte das demographische Verhältnis nun endgültig gekippt sein zugunsten der Muslime.<<

Wettbewerb? Systemkonkurrenz?

>>Da das Verhältnis zwischen den Religionen schon lange nicht mehr von echter Toleranz geprägt ist - siehe diverse Massaker in den letzten Jahrzehnten des 20ten Jahrhunderts und auch im laufenden - ergibt sich eine zunehmend unangenehme Lage der Christen im Libanon.

„ https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_im_Libanon#cite_ref-8“<<

In Teilen unangenehm vielleicht, zunehmend mit Sicherheit nicht.

>>Romantisieren sie also nicht soviel rum...<<

Ich romantisiere überhaupt nichts. Auch wenn Ihre dystopische Weltsicht das vielleicht so aussehen lässt.

Die Christen sind und bleiben im Libanon jedenfalls ein bestimmender Machtfaktor.

11:28 von Margareta K.

"09:55 von Tada

Ich finde Gewalt grundsätzlich nicht gut, habe aber trotzdem in manchen Fällen auch Verständnis dafür."

,.

Verständnis kann man mitunter sogar für Mord haben. Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass es trotzdem ein grauenvolles Verbrechen ist und in einer Gesellschaft nicht vorkommen darf.

--

"Bleiben Worte ungehört, greift man zu anderen Mitteln. Das ist häufig Gewalt. Dann aber lieber gegen Dinge, nicht gegen Menschen."

,.

Wer Gewalt gegen Dinge akzeptiert, befürwortet grundsätzlich Gewalt.
Der Schritt zur Gewalt gegen Menschen ist minimal, wenn jemand im Gewaltrausch ist.

--

"Jetzt frage ich Sie: was erwartet man von diesen “Wilden und Ungebildeten“, wenn “wir in der zivilisierten Welt“ keine gewaltfreien Demonstrationen hinbekommen?"

,.

Die Haltung, die Sie hier präsentieren, ist ja nun auch nicht gerade zivilisiert, sondern eher "wild und ungebildet".

Solange Gewalt - auch gegen Sachen - sympathisierend unterstützt wird, ist humane Haltung noch weit.

10:51, krittkritt

>>Die Hisbollah hat im Libanon bisher durchaus eine konstruktive Rolle gespielt.<<

Die Hisbollah ist eine islamistisch-dschihadistische Organisation.

Würde es sich um Sunniten handeln, würden Sie sie als Terroristen bezeichnen.

Ich versuche es trotzdem noch einmal!

Nördlich von Hamburg, wo auch die Tagesschau ihren Sitz hat, gibt es ja bekanntlich ein riesiges Bundesland genannt Schleswig-Holstein, das insgesamt 15.799,65 qkm umfasst!

Der gesamte Staat Libanon umfasst hingegen lediglich NUR 10.452 qkm!

Wäre der Libanon also zum Beispiel ein ausgelagertes Bundesland von Deutschland, käme es im Größenvergleich lediglich auf Platz 13 von dann insgesamt 17 Bundesländer!

Daher mein Fazit :
Der gesamte Staat Libanon ist immer noch wirklich winzig!

Re : Frank von Bröckel !

Dieses Modell im Libanon mag ja so festgelegt zu sein, ist aber im Grunde der Sargnagel.
All diese Parteien sollten sich doch darauf verständigen, grundsätzlich die Religion aus der Politik, Gesetzgebung, Verwaltung und Steuerung des Landes raus zu halten. Denn dadurch werden immer die Falschen auf den falschen Posten sitzen, und das Spiel der Korruption, des Machtmissbrauchs und dem elitärem Gehabe geht ewig so weiter. Würden all die Menschen sich gegenseitig achten und respektieren, egal welcher Religion, friedlich mit einander neue Wege suchen und die Personen, die wirklich den Menschen und ihrem Wohlergehen dien wollen, wählen, dann bedarf es keiner so bescheuerten Regelung der Postenverteilung.
Da aber etliche Menschen auch im Libanon genauso ticken wie in anderen Länder, wo der Egoismus und die Gier Vorrang vor allem anderen haben, ist meine These nur ein Traum !!!

11:33, Frank von Bröckel @fathaland slim

Sie beschreiben das libanesische Proporzmodell und setzen hinter jeden Ihrer Sätze ein Ausrufezeichen.

Warum?

@ Sausevind

„Dass Sie Gewalt für notwendig halten, ist primitiv und menschenunwürdig.“

110% Zustimmung. Gewalt gegen Personen oder Sachen - und deren Akzeptanz oder Zustimmung - ist etwas für kleingeistige Versager

Re : Der Vaihinger !

Genau so ist es, China ist da kein Stück besser als andere Nationen. Die chinesische KP macht es nur "dezenter" und versteckter.
Es ist irgendwie ein Hohn, da baut China in einem afrikanischen Land eine Eisenbahnlinie .................. mit chinesischen Arbeitern, und nur ganz wenige Afrikaner dürfen mithelfen, werden mies bezahlt, und dieses afrikanische Land ist auf Jahrzehnte bei den Chinesen verschuldet. Da können die Chinesen still und leise einiges diktieren und verlangen ................ und die politische Elite dieses Landes muss kuschen !!

11:26 von Autochon

https://ostkirchen.info/libanon-der-anteil-der-christen-waechst-wieder/

Das hat nichts mit “herum romantisieren“ zu tun. Von 2018. Da gab's den Syrien Krieg schon.

Welche Heilsbringer ?!

Na diejenigen die statt der Diplomatie mit Israel den politschen Gegensatz permanent befeuert haben .
An Menschen vor Ort dabei gedacht?
Natürlich nicht , ..sich von ausländischen Fanatikern auch noch den Hass per Einflußnahme in das Land geholt bzw. toleriert haben .
Der einfache Mensch auf der Strasse wollte das nicht , ..aber wenn interessiert schon der normale Bürger !
Nur zur Urnenwahl darf der herhalten ...

Re : joachim53 !

Ja das gesamte System müsste so zu sagen rund erneuert werden, denn so wie anscheinend die Regeln festgelegt sind, wird sich absolut nichts ändern. Dann wird es weiter eine furchtbare Korruption geben, Nachlässigkeiten passieren, Egoismus und Gier weiter blühen, Faulheit und Dummheit weiter gepaart mit Verantwortungslosigkeit herrschen, und kein wirklicher Frieden einkehren.
Dies ist ein echt schwieriger Weg, den die Libanesen jetzt zu gehen haben, und dabei sollten sie genau achten, wer, wie und wo am Besten geholfen hat, ohne gleich einen Vorteil ziehen zu wollen. Viel Glück und Geschick dabei all den Menschen dort !!

11:33 von Frank von Bröckel

Gut erklärt. Vor allem für die hier, die Korruption und Machtmissbrauch am muslimischen Teil der Regierung fest machen.
So einfach ist das im Libanon eben nicht.

11:40 von Heidemarie Bayer

Die größte Religionsgemeinschaft im Libanon sind maronitische Christen. Was haben die mit den reichen Ölstaaten zu tun?
Danke für die Antwort

11:40, Heidemarie Bayer

>>@ fathaland slim
Das stimmt was Sie sagen "die wichtigsten Hilfen sollten von den Glaubensbrüdern in den reichen Ölstaaten kommen" und zwar nicht nur für den immens gebeutelten Libanon, sondern auch für alle anderen MUSLIMISCHEN Staaten.

Natürlich ist es aber viel bequemer und einfacher, bei denen, die sie an sich wegen ihres christlichen Glaubens verachten, laufend die Hand aufzuhalten.

Man kann doch auch in der Presse lesen, daß weit über 200 Millionen Christen weltweit verfolgt werden und zwar fast ausschließlich in muslimischen Ländern.<<

Meinen Sie nicht, daß der Libanon der falsche Aufhänger ist, um die christliche Opferrolle zu thematisieren und Ihrer Gegnerschaft zum Islam Ausdruck zu verleihen?

Im übrigen legen Sie mir ein Zitat in den Mund, das nicht von mir stammt. Es stammt aus dem Kommentar, auf den ich antwortete.

Nach Explosion in Beirut:Proteste und Hilfszusagen....

Aber mit der Entsendung von Suchtrupps,Ärzten und Tonnen von Hilfslieferungen wird es nicht getan sein.In dem von der schwersten Wirtschafts-und Finanzkrise seiner Geschichte gebeutelten Land fehlt es an Geld und Material,um wieder aufzubauen.Um 169% sind die Preise für Lebensmittel seit September 2019 gestiegen,mehr als jeder dritte ist arbeitslos,die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze.Sie alle sind Opfer korrupter politischer Eliten,die jahrzehntelang in die eigene Tasche gewirtschaftet haben und von denen Teile bereit sind,daß Land und die Bevölkerung für ihren Vorteil über die Klippe zu stoßen.
Die starke Protestbewegung gegenüber den alten Eliten wird auch verhindern,daß der Libanon zum Spielball der "internationalen Gemeinschaft" wird.

nach-explosion-in-beirut-proteste-und-hilfszusagen#comment-

Lieber Frank vonBröckel, Sie schreiben sehr gut erklärend:"Und nach diesem Proporzmodell werden fast sämtliche Posten innerhalb des Libanon vergeben!

Ist ein Hafenmeister also ein Schiit, ist dessen Stellvertreter halt zum Beispiel ein Christ, und der zweite Stellvertreter halt ein Sunnit!

Und die verschiedenen christlichen Parteien im Libanon streiten sich dann bei Wahlen um die den Christen in diesen Proporzmodell zustehenden(!) Posten im Libanon!

Und bei den Sunniten und Schiiten ist das im Libanon NICHT anders!"

Aus meiner Sicht ist dies schrecklich : Heute, im 21.-sten Jahrhundert -->verhindern die Religionen die Demokratie !

Ich wollte es bisher nicht so recht glauben, was Lenin über die Religionen sagte :-->"Religion ist Opium für's Volk !"

Ich füge ergänzend hinzu : -->"Religion verhindert selbstständiges Denken !
...und ohne selbstständigem Denken gibt es keine wahre Demokratie !"

Herrenmenschenart ?

Das ist es nicht .
Gleichgültigkeit .
Wen interessiert der Mensch vor Ort ?
Niemanden ...

Berichtigung im Beitrag vorhin :
Wen interessiert der Mensch ; so muss es heißen , Entschuldigung .
Dabei muss festgestellt werden:
Wen interessieren die Menschen in Deutschland ?
Na bestimmt nicht die Einpeitscher in den Parteizentralen jeglicher Couleur !

11:49 von Sausevind

“Solange Gewalt - auch gegen Sachen - sympathisierend unterstützt wird, ist humane Haltung noch weit.“

Inwiefern unterstütze! ich Gewalt?
Meine Frage war, wenn bei “uns“ keine grundsätzlich gewaltfreien Demonstrationen machbar sind, wieso erwarten “wir“ das bei anderen?

@ 09:57 von nasenbär1000

Schön, wenn Sie das so sehen. Noch gestern gab es hier Foristen, die dem Libanon und seiner "Kultur" die Fähigkeit zur Demokratie absprachen und die das alte Lied von "wir sollten uns da raushalten" sangen und damit auch gegen solidarisch humanitäre Hilfe waren.

Hilfszusagen an die Regierung

Hilfszusagen an die Regierung sollten mit Auflagen für politische Strukturreformen verbunden werden. Sonst bleibt das alte inkompetente und korrupte System bestehen.

11:50 von Frank von Bröckel

«Wäre der Libanon also zum Beispiel ein ausgelagertes Bundesland von Deutschland, käme es im Größenvergleich lediglich auf Platz 13 von dann insgesamt 17 Bundesländer!

«Daher mein Fazit :
Der gesamte Staat Libanon ist immer noch wirklich winzig!»

Sehr überraschendes … und gar nicht zu erwartendes Fazit.
Dacht man doch bisher, der Libanon sei … gigantisch groß.

Um so desaströser, wenn mit ± 300.000 Menschen in Beirut von ± 2,3 Mio. Einwohnern nun ± 13% der Bevölkerung obdachlos, weil die Häuser kaputt sind. Wäre vergleichbar, als gäbe es mit einem großen Knall in Schleswig-Holstein von jetzt auf gleich ± 380.000 Obdachlose.

Je kleiner an Fläche, mit je weniger Einwohnern. Desto verheerender in langfristigen Konsequenzen eine Explosion wie die im Hafen von Beirut.

Als ob nun Unruhen wären, weil 300.000 Menschen gleichzeitig mies schliefen, und grauenhaft schlecht träumten. Dass ein Desaster in Form einer Exlplosionskatastrophe der Ursprung ist … scheint bereits vergessen !

@ 10:11 von berelsbub

Das formale demokratische System im Libanon ist vorhanden; funktionieren tut es mehr schlecht als recht, weshalb die (schon vor der Explosionskatastrophe im Beiruter Hafen) zivilgesellschaftliche Demokratiebewegung immer breitere Unterstützung erfuhr.

Gibt's übrigens auch bei uns, dass eine bestimmte Partei die formalen demokratischen Strukturen zum großen Teil instrumentalisiert für ganz und gar nicht demokratische sondern eine in (Flügel-) Teilen eher faschistische "Alternative".

@schabernack um 11:33Uhr

Vielleicht irre ich mich, aber ich höre da deutliche Geringschätzung gegenüber den Folgen des Sykes-Picot-Planes heraus. Im Gegensatz zu Ihnen sehe ich in den Ergebnissen des I.WK die Gründe für die heutigen Probleme im Nahen Osten. Das fängt bei nicht existierenden Nationalitäten an, zu denen ein Konglomerat von Stämmen einfach erklärt wurde und setzt sich fort zu den künstlichen Gebilden des Libanon, Syrien, Irak und Kiwait etc. Einig war man sich nur bei der Ignoranz der negativen Erfahrungen der Türken und der späteren "Großmächte". Aber das ist nur meine persönliche, unmaßgebliche Meinung, der Ihr sicher profundes Wissen gegenübersteht.

nach-explosion-in-beirut-proteste-und-hilfszusagen#comment-

Lieber berelsbub, Sie schreiben@andererseits (Wegen Demokratiebewegung im Land) :"Das ist gut so und scheinbar von Erfolg gekrönt, denn der Libanon ist eine parlamentarische Demokratie."

Ich weiß nun nicht, ob Sie wirklich den Sinn des Wortes -->"scheinbar" benutzen wollten........(-->nur zum Schein...)
oder, ob Sie das passendere Wort -->"anscheinend" im Moment nicht zur Hand hatten....(kann passieren!!!)

@ 10:24 von Sausevind

Es könnte sein, dass manche Foristen mein Hinweis auf die seit längerem existierende Demokratiebewegung stört, weil es nicht zu ihrer Ideologie passt, dass es in "solchen Kulturen" Demokratiebestrebungen gibt, die zivilgesellschaftlich breiten Zulauf haben und Korruption, Untätigkeit und Misswirtschaft kritisieren.

11:40, Margareta K.

>>Wieso MUSS überall “Demokratie im Sinne des Westens“ herrschen?

Wieso gehen “wir“ davon aus, dass das, was für uns gut ist, auch für andere gut ist?

Wieso gehen Sie davon aus, dass in einer Demokratie Korruption und Misswirtschaft grundsätzlich ausgeschlossen sind?<<

Die Fragen sind zwar nicht an mich gerichtet, ich möchte sie aber trotzdem beantworten.

Zur ersten:

Demokratie ist Demokratie. Ich kann, gerade am Beispiel Libanon, keinen Unterscheid zwischen "westlichen" und "nichtwestlichen" Demokratiemodellen erkennen. Jedes Land hat sein eigenes, die Einteilung in westlich und nichtwestlich greift nicht.

Zur zweiten:

Was für mich als Mensch gut ist, das ist auch für andere Menschen gut. Denn wir sind alle Menschen, weltweit. Unsere materiellen und spirituellen Grundbedürfnisse unterscheiden sich nicht. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität sind universelle Werte.

Zur dritten Frage:

Niemand hat je so etwas behauptet.

Libanon, Syrien, Irak, Jemend

In alle diese Länder hat das iranische Mullah-Regime seine Milizen eingeschleust und dort herrscht Chaos, Krieg und Misswirtschaft.

Erst wenn Europa begreift, dass die Wurzel des Übels im Tehran liegt, wird sich im Nahen Osten etwas zum positiven verändern. Leider will Merkel immer noch an das Regime halten... Ebenso der US-Kandidat Biden.

10:10 von reinbolt48 ...S/W Denken

“wichtigsten Hilfen sollten von den Glaubensbrüdern in den reichen Ölstaaten kommen, aber die können auch nur "heiliger Krieg"!"

>Als ERSTER hat die Emirate Hilfsgüter nach Libanon geschickt - vor Frankreich und BRD. Gestern kamen auch weitere Hilfen aus Ägypten, Jordanien und dem Irak in Beirut an.

Ihre Weltsicht ist sehr verengt und leicht rassistisch geprägt. Außerdem wer hat die laizistischen arabischen Länder den kaputt gebombt?

Es gibt Sunniten, die sind Terroristen etc.

@11:49 von fathaland slim
Auf die Mehrzahl trifft das sicher nicht zu.
Natürlich gibt es vermutlich auch Schiiten, die Terroristen sind.
Im Libanon haben sich die Hisbollah-Vertreter bisher an die Anmachungen gehalten, und versuchen das Funktionieren des Staates aufrecht zu erhalten.
In Palästina hat z.B. Israel lange die Hisbollah indirekt unterstützt, z.B. indem es sie einfach nacht so drastisch gehandelt hat wie die weltliche El Fatah Arafats. Heute sieht es sie als einen Hauptgegner an.
Deshalb auch meine Frage, welche Rolle jetzt Israel spielen will/wird.

@ 11:26 von Autochon

Ahja: Ihrer Meinung nach sind also die syrischen Geflüchteten schuld: Dass da noch keiner drauf gekommen ist...
Übrigens: aus Syrien fliehen nicht nur Muslime... Und die Schuldzuschreibung an die Tatsache, dass die Mehrheit der Geflüchteten muslimischen Glaubens ist, kann man getrost als r.....tisch beschreiben. Sie finden die fehlenden Buchstaben selber, oder?

Libanon Vs Libyen

Als 2011 in zwei libysche Städte paar tausend Menschen auf die Straßen gingen wurde sofort die NATO gegen Gaddafi aktiviert. Obwohl es bis heute keine Beweise für ein Massaker gibt (Amnesty International).

Als im Iran 1500 Menschen binnen drei Tagen erschossen wurden kam keine Solidarität seitens der NATO-Staaten. Ich denke die NATO kann nur gegen militärisch schwache Staaten agieren...

@ ONYEALI

„Ich weiß nun nicht, ob Sie wirklich den Sinn des Wortes -->"scheinbar" benutzen wollten........(-->nur zum Schein...)
oder, ob Sie das passendere Wort -->"anscheinend" im Moment nicht zur Hand hatten....(kann passieren!!!)“

Lieber OBYEALI, ehrlich gesagt habe ich mit derlei Spitzfindigkeiten und der Bedeutung von Worten bei 33 Grad im Schatten nicht beschäftigt. Aber es sollte nicht die Bedeutung „zum Schein“ sein. Wir können uns gerne auf das Wort augenscheinlich einigen.

@Werner40, 12.25h

Das schafft die EU doch nicht einmal bei ihren Mitgliedern.
Wie wollen Sie das dann in einem total zerrütteten Staat durchsetzen.

12:35 von Googol

dass die Wurzel des Übels im Tehran liegt,
.
ist es in Riad besser ?
(oder in Washington/Jerusalem)

12:35, Googol

>>Erst wenn Europa begreift, dass die Wurzel des Übels im Tehran liegt, wird sich im Nahen Osten etwas zum positiven verändern. Leider will Merkel immer noch an das Regime halten... Ebenso der US-Kandidat Biden.<<

Der Kalte Krieg ist aus manchen Köpfen nicht herauszukriegen.

Teheran ist ja mit Moskau verbündet.

Sie sind allerdings ein wenig aus der Zeit gefallen. Die Welt hat sich in den letzten vierzig Jahren weitergedreht.

@andererseits 12.26

ohjemineh! Hier geht's um den Libanon, hält Sie aber wohl nicht davon ab, wieder mal auf die AfD zu schießen?
Die Machtverhältnisse sind kompliziert austariert mit den entsprechenden Quoten, um den Frieden zu erhalten. Dass bei solchen Quoten nicht immer die geeignetsten und qualifiziertesten ins Parlament und zu Ämtern kommen liegt in der Natur der Sache. Das sich in solchen Konstellationen dann Korruption und Bestechlichkeit breitmachen, wenn sie lange genug bestehen ebenfalls. Dafür gibt es nicht nur im Libanon Beispiele.

11:25 von Klaus1000

Iran (wo es in den 1930ern gar ein Kopftuchverbot gab (sic)) etc. beobachten.
.
gelegentlich kommen so Beiträge über den Iran zu Zeiten des Schahs
sehr interessant
die protestierenden Studentinnen tragen keine Kopftücher, dafür aber Röcke knielang
erstaunlich ... gelle

@um 11:32 von werner1955

>>Proteste und Hilfszusagen ?

Selbst in der größten Not können einige dieser Menschen nicht friedlich zusammenleben.

Wer garntierret jetzt für die Sicherheit der Helfer, die Frauen und Kinder hier zuhause haben?<<

Die Demonstrationen richten sich doch nicht gegen die ausländischen Helfer, sondern gegen die Regierung. Sie können davon ausgehen das die ausländischen Helfer willkommen sind und Ihnen nichts geschehen wird.

12:57, deutlich

>>@andererseits 12.26
ohjemineh! Hier geht's um den Libanon, hält Sie aber wohl nicht davon ab, wieder mal auf die AfD zu schießen?<<

Kaum thematisiert jemand die AfD, schmeißen Sie sich für sie in die Bresche.

Zum Glück haben Sie schon lange nicht mehr behauptet, Sozialdemokrat zu sein.

12:53; Sisyphos3

>>12:35 von Googol
dass die Wurzel des Übels im Tehran liegt,
.
ist es in Riad besser ?
(oder in Washington/Jerusalem)<<

Wer parteiisch ist, der pickt sich gern eine Partikularschuld eines Beteiligten, zu dem man sich in Gegnerschaft befindet, heraus und generalisiert sie.

Dieses Muster ist hier immer wieder zu erkennen.

Alle Beteiligten tragen aber ein gerüttelt Maß an der Situation im Nahen und Mittleren Osten. Dies will man mit solch einseitigen Schuldzuweisungen vergessen machen.

@ andererseits

Das formale demokratische System im Libanon ist vorhanden; funktionieren tut es mehr schlecht als recht, weshalb die (schon vor der Explosionskatastrophe im Beiruter Hafen) zivilgesellschaftliche Demokratiebewegung immer breitere Unterstützung erfuhr.

„Gibt's übrigens auch bei uns, dass eine bestimmte Partei die formalen demokratischen Strukturen zum großen Teil instrumentalisiert für ganz und gar nicht demokratische sondern eine in (Flügel-) Teilen eher faschistische "Alternative".„

Natürlich gibt es das bei uns. Die einen geben sich dabei ziemlich ungeschickt und offensichtlich. Die einen geben sich eher in der Rolle des Wolfes im Schafspelz. Beide Seiten versuchen in Teilen die Struktur der Demokratie zu unterlaufen. Die einen wollen eine ALTERNATIVE sein, die sie aber nicht sind, die anderen täuschen und sind LINK(S). Zum Glück sind die Demokratie-Unterwanderer beider Seite in Deutschland nicht groß erwähnenswert, weil zum Glück unbedeutend. Aber zurück zum Libanon...

@ 12:57 von deutlich

Wissen Sie, wenn hier Leute der Bevölkerung im Libanon aus "kulturellen" Gründen die Fähigkeit zur Demokratie und zu Demokratiebewegung absprechen, die sich hier bei jeder (un)passenden Gelegenheit als afd-Sympathisanten outen, ist mein Hinweis durchaus angebracht. Dass Sie das stört, überrascht mir Blick auf die genannten Zusammenhänge nicht sonderlich.

Gottlose dürfen nicht Hassprediger sagen ?

Demokratie ist für den Islam eine gottlose Auffassung ?
Dazu :
Stimmt ; Gottlos sind die Fanatiker ; können auch in jeder Gesellschaft außer einer islamischen Staatsform agieren .
Aber , Entschuldigung ; ..der Islam forderte die Demokratie heraus , ..und dann sieht dieser sich auch noch als wahre Form der Tradition welcher zu Folgen ist ?
Nein , ..andere Tradition andere Auffassung ; so einfach ist das .

12:13 von ONYEALI

<< Ich wollte es bisher nicht so recht glauben, was Lenin über die Religionen sagte :-->"Religion ist Opium für's Volk !"

Ich füge ergänzend hinzu : -->"Religion verhindert selbstständiges Denken !
...und ohne selbstständigem Denken gibt es keine wahre Demokratie !" <<

,.,.,

Wir sollten Pauschalisierungen vermeiden.

Pauschalisierungen sind die Geißel unserer Zeit und werden täglich - vor allem mittels sozialer Medien - immer beliebter:

eine gefährliche Waffe, geeignet, Kriege vom Zaun zu brechen.

Sie selber, ONYEALI, sind doch eigentlich klug genug, nicht nun auch noch selber in diese gefährliche Falle zu tapsen.

"Religion" ist etwas Vielfältiges und keineswegs geeignet, auf "Opium" reduziert zu werden.
In Deutschland können Sie beobachten, dass unsere Hauptreligionen sich für Gewaltlosigkeit und Frieden einsetzen, und nicht ohne Erfolg.

Was Sie tadeln - mangelndes selbstständiges Denken - haben Sie selber hier ganz ohne Religion hingeblättert.

re 12:51 DerVaihinger: Politische Prozesse

>>@Werner40, 12.25h
Das schafft die EU doch nicht einmal bei ihren Mitgliedern.
Wie wollen Sie das dann in einem total zerrütteten Staat durchsetzen.<<

Politik ist kein Zustand - Politik ist ein Prozess.

@12:56 von fathaland slim

"Teheran ist ja mit Moskau verbündet."

>Ist mir Wurst mit wem das Regime in Tehran verbündet ist.. Sie sollten mal paar arabische Medien verfolgen anstatt S/W Denken.

In alle Länder in dem das Mullah-Regime seine schiitischen Milizen implantiert hat herrscht entweder Krieg, Gewalt oder Korruption und Staatsverfall.

Im Irak ist es am schlimmsten, mittlerweile haben iranische Milizionäre sogar den Hauptstadt-Flughafen besetzt... von den zahlreichen Morden an Demonstranten ist mittlerweile auch bekannt.

13:05 von fathaland slim

Wer parteiisch ist, der pickt sich gern eine Partikularschuld eines Beteiligten
.
was sollen so Unterstellungen ?
wenn ich schreibe dass keiner dort unten Frieden will
sondern lediglich Vormacht oder seine Pfründe sichern

@12:53 von Sisyphos3

"ist es in Riad besser ?
(oder in Washington/Jerusalem)"

>Ach sie sind schuldig. Aber keines dieser Staaten unterstützt die extremistische Hizbollah oder die zahlreichen kriminellen schiitischen Milizen die derweil die Größte Gefahr im Nahen Osten ausmachen.

Im Irak haben die iranischen Milizen mehr Macht als der Staatspräsident und Premierminister. Iranische Söldner töten auf irakischen Straßen sogar gezielt Iraker... Ich glaube, wer arabische Medien vor Ort nicht verfolgt hat ein sehr verengten Blick auf die Konflikte vor Ort.

um 11:20 von fathaland slim

10:51 krittkritt
"Wollen wir denn wirklich in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts gefangen bleiben?"
Aber, verehrter fathaland slim, Ihren häufigen Auslegungen nach, scheinen Sie gerade da geblieben zu sein.
Durch die Heirat bin ich auch im Libanon zu Hause. Durch meine Vorliebe für das Land und die Menschen habe ich einen sehr engen Kontakt und bin recht oft in Russland.
Ich darf behaupten zu wissen, wie die meisten Libanesen fühlen, was oder wen sie fürchten. Libanon ist ein Spinnennetz aus Korruption. Ja, es ist eine parlamentarische, demokratische Republik, aber keine gelebte Demokratie. Es ist fast unmöglich, sein Recht oder sein Anliegen durchzusetzen ohne dem Beamten oder Sachbearbeiter unter dem Tisch eine gewisse Summe zu reichen. Davon leben die Letzteren, nicht vom Gehalt.
Es ist alles so versponnen und verdorben im Libanon, es wird sehr, sehr schwer daraus zu schaffen. Die Familien legen enormen Wert auf Bildung, überleben aber, wenn die Angehörigen im Ausland arbeiten.

12:26 von karlheinzfaltermeier / @schabernack

«Vielleicht irre ich mich, aber ich höre da deutliche Geringschätzung gegenüber den Folgen des Sykes-Picot-Planes heraus.»

Ja … Sie irren sich.

Gravierende Folgen sind, gerade Linien auf Landkarten durch Wüsten & Gebirgsketten. Wie Schnitte durch Butter, als einst FRA & GB Einfluss-Spähren aufteilten, ohne in irgendeiner Art Bevölkerungsgruppen zu beachten. Die seither in Staaten leben müssen, die keine Basis in natürl. Entwicklung hatten. Gar nichts daran schätze ich gering.

Nur auf Landkarten schauen. Erkennt man, dass es derartige Grenzen wie mit Linealen gezogen sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Nur in der Region, die man nun: "Nahost" nennt.

«Aber das ist nur meine persönliche, unmaßgebliche Meinung, der Ihr sicher profundes Wissen gegenübersteht.»

Understatement, um anderen unausgesprochen Großspurigkeit unterzujubeln. Immer wieder seltsame Verhaltensweise … aber egal.

Ich bin eine der denkbar winzigsten Leseratten.
Aber es ist heute 2020 … und nicht mehr 1916.

@13:05 von fathaland slim S/W Muster

"Wer parteiisch ist, der pickt sich gern eine Partikularschuld eines Beteiligten,
... Alle Beteiligten tragen aber ein gerüttelt Situation im Nahen und Mittleren Osten."

>Nur das Sie gerne verdrängen, das seit Oktober 2019 im Irak, Libanon und Iran hunderttausende auf die Straßen gehen und dabei wortwörtlich ihr Leben aufs Spiel setzen. PS: Alle drei Staaten werden von iranischen Milizen regiert.

Ihr Muster ist auch immer dasselbe, gegen USA... ziemlich S/W.

Wurzel des Übels im Tehran

Das Regime in Teheran hat weder die wirtschaftlichen noch militärische Möglichkeiten andere Staaten als Partner zu gewinnen, daher setzen sie ausschließlich auf Infizierung durch Milizen sowie Einschüchterung.

So schafft das Regime andere unter Druck setzen und dabei geht die eigene Bevölkerung vor die Hunde... Alle Staaten in der Iran involviert ist herrscht Anarchie und übermäßige Gewalt - heute gibt es bspw. im Irak mehr Gewalt und Unsicherheit als unter Saddam.

@fathaland slim

ich "schmeiß" mich nicht in die Bresche. Ich frag lediglich, was die AfD mit dem Elend im Libanon zu tun hat. Wissen Sie es???

Libanesen sind ein besonderes

Libanesen sind ein besonderes Volk. Schöne, kultivierte, gebildete Menschen. Libanesen lieben ihr Land, die Kultur, sie pflegen ihre Traditionen. Ein Land, in dem das Moderne und das Traditionelle - auch religiose - im Einklang leben. Auch im fernen Ausland bleiben sie ihrem Heimatland verbunden und besuchen es regelmässig. Doch Libanon als Staat ist wahrhaftig ein fall state. Seit langem vertrauen die Menschen nicht in ihren Staat, in die Regierung. Die Menschen sind sehr verunsichert, fühlen sich betrogen. Seit einigen Jahren demonstrieren viele, zeigen ihre Unmut, stellen Forderungen an die Regierung. Bis jetzt ohne Erfolg. Ich hoffe, dass es nun zum Durchbruch, zur Wende kommt, aber im Sinne der Libanesen. Bloss nicht, dass einige Mächte die Situation für ihre geopolitischen Interessen ausnutzen.

13:08, berelsbub

>> Die einen geben sich dabei ziemlich ungeschickt und offensichtlich. Die einen geben sich eher in der Rolle des Wolfes im Schafspelz. Beide Seiten versuchen in Teilen die Struktur der Demokratie zu unterlaufen. Die einen wollen eine ALTERNATIVE sein, die sie aber nicht sind, die anderen täuschen und sind LINK(S). Zum Glück sind die Demokratie-Unterwanderer beider Seite in Deutschland nicht groß erwähnenswert, weil zum Glück unbedeutend. <<

Ich als bekennender Linker verwahre mich aufs schärfste gegen Ihre Unterstellung, ich wäre ein Wolf im Schafspelz und ein Demokratiefeind.

Eine Unverschämtheit.

Das Gleichsetzen von rechts und links ist eine beliebte Verharmlosungsstrategie der Rechten, die sich nicht als solche bekennen.

13:23, Sisyphos3

>>13:05 von fathaland slim
Wer parteiisch ist, der pickt sich gern eine Partikularschuld eines Beteiligten
.
was sollen so Unterstellungen ?
wenn ich schreibe dass keiner dort unten Frieden will
sondern lediglich Vormacht oder seine Pfründe sichern<<

Ich habe Ihnen überhaupt nichts unterstellt, sondern Ihnen beigepflichtet.

Lesen Sie doch bitte meinen Kommentar noch einmal. Sie finden ihn an der alten Stelle, aber mit anderer Zeitangabe. Ich habe zwei Worte eingefügt, die ich vergessen hatte.

13:33, Googol

>>@13:05 von fathaland slim S/W Muster
"Wer parteiisch ist, der pickt sich gern eine Partikularschuld eines Beteiligten,
... Alle Beteiligten tragen aber ein gerüttelt Situation im Nahen und Mittleren Osten."

>Nur das Sie gerne verdrängen, das seit Oktober 2019 im Irak, Libanon und Iran hunderttausende auf die Straßen gehen und dabei wortwörtlich ihr Leben aufs Spiel setzen. PS: Alle drei Staaten werden von iranischen Milizen regiert.

Ihr Muster ist auch immer dasselbe, gegen USA... ziemlich S/W.<<

Seltsam.

Die Freunde Putins hier im Forum sagen mir das genaue Gegenteil nach.

Was denn nun?

Ich will es Ihnen verraten: beides beschreibt meine Haltung nicht. Jemand, der im Schwarzweißdenken verhaftet ist, erkennt das allerdings nicht.

@ 13:43 von deutlich

Halten Sie sich fest: Die AfD hat mit dem Elend im Libanon direkt gar nichts zu tun...
Aber wenn Foristen hier der Bevölkerung des Libanon aus "kulturellen" Gründen (für manche neben dem Wort "identitär" das neue auf den ersten Blick vernebelnde Wort für eigentlich anderes...) die Fähigkeit zur Demokratie absprechen, hier im eigenen Land aber eine Partei, deren (wenngleich formal verbotener) faschistischer Flügel den ganzen Vogel prägt, unterstützen, dann ist da der Zusammenhang nicht schwer zu erkennen. Es sei denn, man höckt im Flügel und kalbitzt sich seine eigene Wirklichkeit.
Jetzt haben Sie eine Antwort auf Ihre Frage mit den 3???
Ich verzichte auf 3!

13:25, Werneranerin

>>Durch die Heirat bin ich auch im Libanon zu Hause. Durch meine Vorliebe für das Land und die Menschen habe ich einen sehr engen Kontakt und bin recht oft in Russland.
Ich darf behaupten zu wissen, wie die meisten Libanesen fühlen, was oder wen sie fürchten.<<

Ich würde von mir nicht behaupten, daß ich wüsste, wie die meisten Deutschen fühlen und wen sie fürchten.

Und ich bin in Deutschland aufgewachsener Deutscher.

Und was genau hat jetzt der Libanon mit Russland zu tun, außer der Tatsache, daß die Hisbollah sozusagen über Bande ein Instrument russischer Machtpolitik ist?

>>Es ist alles so versponnen und verdorben im Libanon, es wird sehr, sehr schwer daraus zu schaffen. Die Familien legen enormen Wert auf Bildung, überleben aber, wenn die Angehörigen im Ausland arbeiten.<<

Ich drücke den Libanesen die Daumen, daß sie es schaffen. Die Tatsache, daß Bildung im Lande einen hohen Stellenwert besitzt, gibt mir Hoffnung.

@13:51 von fathaland slim

"wenn ich schreibe dass keiner dort unten Frieden will"

>Woher wissen Sie, dass keiner vor Ort Frieden möchte? Also wollen die Kurden, die irakische und libanesische Jugend oder die Kuwaitis, Franzosen etc. Krieg und Gewalt im Nahen Osten?

Ich denke die Menschen wollen nur noch endlich leben...

@ fathaland slim

„Das Gleichsetzen von rechts und links ist eine beliebte Verharmlosungsstrategie der Rechten, die sich nicht als solche bekennen.“

Auch hier irren sie sich. Das benennen von gefährlichen Rechten UND Linken Strömungen am Rand der jeweiligen Lager ist das Zeichen für eine wachsame Demokratie der Mitte.
Wer extreme Rechte UND Linke Strömungen für gefährlich hält, wird kein Teil dessen sein!!

Es ist schwer vorstellbar,

Es ist schwer vorstellbar, dass die USA dem Libanon eine uneigennützige Hilfe leisten würde. USA sind enge Verbündete Israels und vertreten in der Region vorrangig dessen Interessen. Israelische Politik hat dem Libanon dauerhaft enormen Schaden zugefügt. Zwischen den beiden Staaten gibt es keinen Frieden. Israel hat in den USA einen Garant, einen Unterstützer, Libanon dagegen steht allein da.

Die Libanesen sollten

erst einmal die Hisbollah und ihre Geldgeber aus dem Land werfen.
Da die Hisbollah praktisch überall ihre Finger drin hat wird sie auch gewußt haben welche Bombe da im Hafen lagert. Das das Amoniumnitrat im Hafen blieb wird auch an der Hisbollah liegen.
Da hat man doch zum Lagerpreis einen feinen Bombenrohstoff mit dem man alle Mißliebigen in schlechten Zeiten bedenken kann.
Solange diese Terrorgruppe das Land beherrscht nur Hilfe unter strengsten Kontrollen,wenn es sein muß mit Waffengewalt. Nicht das die Hilfe im Iran oder bei anderen"Freunden"landet.

@ fathaland slim

„Ich als bekennender Linker verwahre mich aufs schärfste gegen Ihre Unterstellung, ich wäre ein Wolf im Schafspelz und ein Demokratiefeind.
Eine Unverschämtheit.“

2. Versuch in verkürzter Version:

Ich habe geschrieben, dass das in Teilen passiert. Wenn sie sich angesprochen fühlen, ist das ihr Problem, ändert aber nichts an den Fakten, dass es auf beiden Seiten Demokratie-Unterwanderer gibt.

@ 13:47 von Werneranerin

Vermutlich haben Sie eine echte Hochachtung vor dem libanesischen Volk. Ich auch. Ihre Beschreibung allerdings ist doch sehr stereotyp, mit Verlaub. Sie funktioniert auch so:
Bayern sind ein besonderes Volk. Schöne, kultivierte, gebildete Menschen. Bayern lieben ihr Land, die Kultur, sie pflegen ihre Traditionen. Ein Land, in dem das Moderne und das Traditionelle - auch religiose - im Einklang leben. Auch im fernen Ausland bleiben sie ihrem Heimatland verbunden und besuchen es regelmässig.

14:02, Googol

>>@13:51 von fathaland slim
"wenn ich schreibe dass keiner dort unten Frieden will"

>Woher wissen Sie, dass keiner vor Ort Frieden möchte? Also wollen die Kurden, die irakische und libanesische Jugend oder die Kuwaitis, Franzosen etc. Krieg und Gewalt im Nahen Osten?

Ich denke die Menschen wollen nur noch endlich leben...<<

Sie zitieren den Foristen, auf den ich antworte.

Das Zitat habe ich deutlich kenntlich gemacht.

Warum nur wird hier gern so oberflächlich gelesen?

14:35, berelsbub

>>@ fathaland slim
„Ich als bekennender Linker verwahre mich aufs schärfste gegen Ihre Unterstellung, ich wäre ein Wolf im Schafspelz und ein Demokratiefeind.
Eine Unverschämtheit.“

2. Versuch in verkürzter Version:

Ich habe geschrieben, dass das in Teilen passiert. Wenn sie sich angesprochen fühlen, ist das ihr Problem, ändert aber nichts an den Fakten, dass es auf beiden Seiten Demokratie-Unterwanderer gibt.<<

Ich kenne auf allen Seiten Menschen, die mit Demokratie wenig anfangen können.

Und ja, als Linker fühle ich mich durch Ihre ständige Gleichsetzung von rechts und links natürlich angesprochen.

um 14:02 von fathaland slim

Nun, Sie wissen zwar nicht, "wie die meisten Deutschen fühlen und wen sie fürchten", aber sie wissen, dass "die Hisbollah sozusagen über Bande ein Instrument russischer Machtpolitik ist."??? Ähnliches kam in Ihrem früheren Kommentar. Lassen wir das so stehen.
Im Süden von Libanon seit Jahrzehnten ständige Bedrohung durch Israel. Die vielen nun heimatlosen Palästinenser, die im Libanon Zuflucht gefunden haben, im Norden und im Osten das vom langen Krieg leidende, zerstörte Syrien. Zwei Millionen syrische und palestinensische Flüchtlinge sind eine enorme wirtschaftliche und politische Belastung und Sicherheitsbedrohung für das kleine Land. Die ganze Region ist ein dauerhaftes Kriegsfeld. Wer wird im Libanon investieren? Hat das Land die Möglichkeit allein, ohne ausländische Investoren daraus zu schaffen? Unvorstellbar.

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