Ihre Meinung zu: Beirut: Rettungskräfte suchen nach möglichem Überlebenden

4. September 2020 - 10:57 Uhr

Einen Monat nach der Explosionskatastrophe in Beirut haben Rettungskräfte möglicherweise einen Überlebenden geortet. Unter den Trümmern eines eingestürzten Hauses hätten Suchhunde ein Lebenszeichen ausgemacht.

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Kommentare

Rettungshunde

In solch stark vertrümmerten Bereichen ist der gut ausgebildete Rettungshund meistens die vernünftigste Option zur Ortung von verschütteten, noch lebenden Menschen. Die technische Ortung mittels Mikrofonen scheitert häufig an der Tatsache, dass es zum Zeitpunkt der Ortung an der Einsatzstelle ruhig sein muss. Bei vielen Dutzend Hilfskräften und Angehörigen kaum durchsetzbar.

Da der Hund die Witterung des Überlebenden an der Stelle des Trümmerhaufens anzeigt, an welcher sie am stärksten austritt, ist damit die Stelle, an welcher die Person tatsächlich liegt, noch lange nicht gefunden. Es dauert dann noch einige Zeit, während der die Hunde zwecks genauerer Lokalisierung immer wieder angesetzt und weiter Trümmerteile abgeräumt werden.

nach einem Monat

ohne Wasser ?
erstaunlich wenn da einer lebt !

@Sisyphos3

Weis man alles nicht ob es da Wasser gibt. Vielleicht gibts unter den Trümmern eine Pfütze mit Wasser oder was auch immer.

Man sollte jeder Spur nachgehen.

Ganz im Gegenteil. Er stört dabei offenbar nur:
[Einer der um ihre Existenzgrundlage gebrachten Bürger Beiruts]: „Im Libanon folge eine Katastrophe der nächsten: "So etwas können wir nicht länger ertragen. Meine Frau und ich, wir brauchen nichts, aber wir wollen eine bessere Zukunft für unsere Kinder und Enkelkinder. Wir wünschen uns einen Staat und eine Regierung"

Wird wohl langsam allerhöchste Zeit, dass die Definition des Begriffs „Staat“ und die „Rollen“ bzw. Funktionen von dessen Regierung oder vielmehr seiner Akteure darin grundlegend neu festgelegt werden.
Da Letztere - die Bürger - allein schon aufgrund der „Mehrheitsverhältnisse“ logischerweise die Hauptrolle spielen, logischerweise durch sie (wen denn sonst?).
Nicht nur Beiruts Bürger sind ja offensichtlich in der Lage, in Situationen wie dieser einander zu helfen. Also wären sie auch in der Lage, ihre Angelegenheiten untereinander zu regeln. Wenn sie dabei nicht ständig durch die Interessen „Außenstehender“ gestört würden.

Wie kann man bitte 1 Monat lang unter solchen Trümmern...

...verschüttet überleben?

---

Es wäre ein Wunder, wenn dort wirklich noch Menschen
(über)lebt hätten.
Aber ich befürchte, dem ist nicht so.
-
Was der Libanon nun wirklich dringend braucht,
ist eine stabile Regierung, die sich um die Probleme des Landes und der Menschen dort kümmert.
Und ausländische staatl. Hilfen, um Beirut wieder aufzubauen.
-
Das wird ein Kraftakt, aber am Ende könnten wir alle davon profitieren.

Viel Erfolg den Rettungskräften

und viel Glück den Verschütteten! Wenn Rettungskräfte weitersuchen und Rettungshunde anschlagen ist die Hoffnung berechtigt, noch Verschüttete zu finden. Möglich, dass es Wasser aus zerstörten Leitungen gibt

13:04 von Biocreature

Wie kann man bitte 1 Monat lang unter solchen Trümmern...
...verschüttet überleben? ...

Soweit es die Trümmer angeht: Je kleinteiliger die Trümmerstücke sind, desto schwieriger wird es.

Es können aber große Trümmerteile wie Wände, Fußböden/Decken großflächig herabrutschen und so genannte Schichtungen bilden, unter welchen es ausreichend große Zwischenräume geben kann.

Jedes Leben ist wertvoll. Es

Jedes Leben ist wertvoll. Es wäre toll wenn man noch Überlebende finden könnte. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Also: viel Glück!

unglaublich

1 Monat, ohne Hoffnung, Essen, Wasser.. ..unvorstellbar.

Laut Berliner Kurier wurden zwei Körper ausgemacht

Also beim Berliner Kurier lese ich, das mindestens zwei Körper in den Trümmern ausgemacht wurden:

https://tinyurl.com/yycyaqq4
Berliner Kurier: Retter spüren Lebenszeichen in Trümmern auf 4.09.20, 09:22 Uhr | Von dpa

Rund einen Monat nach der verheerenden Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut haben Rettungshelfer möglicherweise Hinweise auf einen weiteren Überlebenden. Unter den Trümmern eines eingestürzten Hauses hätten ein chilenisches Rettungsteam und dessen Suchhund ein Lebenszeichen ausgemacht, sagte der leitende Mitarbeiter der Beiruter Feuerwehr, Michel al-Murr, am Donnerstagabend.

Ihm zufolge handelt es sich um Hinweise auf eine Person, die atme. Er könne keine Angaben dazu machen, ob es tatsächlich noch einen Überlebenden gebe. Insgesamt wurden libanesischen Medien zufolge zwei Körper unter den Trümmern ausgemacht.

Laut Feuerwehr liegt die Person in ca. 2 Metern Tiefe

Laut Feuerwehr soll die Person in ca. 2 Metern tiefe in den Trümmern liegen:

https://www.dw.com/de/lebenszeichen-unter-den-trümmern-von-beirut/a-54813776

Ein von den Chilenen eingesetzter Spürhund hatte am Mittwochabend angeschlagen. Die Helfer konnten daraufhin mit Spezialtechnik den mutmaßlichen Pulsschlag identifizieren. Ein offenbar noch lebender Mensch befinde sich nach bisherigen Erkenntnissen etwa zwei Metern unter den Trümmern, sagte ein Feuerwehrmann am Donnerstag. Das einst dreistöckige Gebäude, in dessen Erdgeschoss sich eine Bar befand, ist nur wenige Hundert Meter vom Ort der Detonationen entfernt.

Aber die Heler haben Schwierigkeiten zu dem vorzudringen, weil die Platten sehr dick, der Zement sehr hart sein soll und das Gebäude sehr stark armiert sein soll.

Hier vom Berliner Kurier dazu

Hier vom Berliner Kurier:

https://tinyurl.com/yycyaqq4
Berliner Kurier: Retter spüren Lebenszeichen in Trümmern auf 4.09.20, 09:22 Uhr | Von dpa

"Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird", sagte Francisco Lermanda vom chilenischen Rettungsteam "Topos" (Maulwürfe) dem Fernsehsender CNN Español. "Die Platten sind sehr dick, der Zement ist sehr hart, die Armierung ist sehr groß. Wir können keine Maschinen dorthin bringen. Wir dürfen nichts tun, was das Leben der möglichen Person in Gefahr bringen kann. Deshalb handelt es sich um eine sehr langsame, technische Arbeit."

Außerem berichtet die Süddeutsche, dass es nach einem Kind aussieht, das am Leben ist!

Laut Süddeutsche ein Kind

Siehe Süddeutsche:

https://www.sueddeutsche.de/panorama/beirut-explosion-suchhund-1.5020847

Süddeutsche: Die ganze Stadt dankt einer Hundenase 4. September 2020, 11:39 Uhr

Eine Spezialsonde wurde eilig herbeigeschafft, und als die mittlerweile zu Dutzenden in der Straße stehenden Schaulustigen und Journalisten alle um absolute Ruhe gebeten wurden und schließlich sogar ihre Handys ausgeschaltet hatten, bestätigte das Gerät, was Flash mit seiner Schnauze schon erschnuppert hatte: Irgendwo zwischen den Steinen, den gesplitterten Holzbalken und den Überresten der Dachziegel muss ein Lebewesen sein. Der Scanner erkannte einen Körper, wahrscheinlich von einem Kind, ungefähr auf Höhe des Erdgeschosses. Und, was kaum zu glauben war: Herzschlag und Atembewegungen, 18 pro Minute.

Na das ist ein Ding... Die Eltern von dem Kind wird es freuen.

@ Demokratieschue...

Hier vom Berliner Kurier dazu ...

Das ist ein Diskussionsforum. Sie zitieren aber lediglich eine fremde Meldung. Trauen Sie uns nicht zu, dass wir den Artikel im Berliner Kurier selbst finden? Welches Interesse haben Sie daran, dass wir das lesen? Das ist doch unsere Sache.

einen Staat und eine Regierung"

von Nettie @
Das wird nur gelingen wenn die Menschen dort Ihre abhänigkeit von idiologischen Politiker und allen Religionen ablegen.

Wenn dann der neue Staat auf Eigenverantwortung und Selsbtbestimmung setzt , so wie bei uns ein kurze Zeit nach dem Krieg, dann kann es für diese Bürger wieder eine Zukunft geben.

@Nettie 12:55

"Nicht nur Beiruts Bürger sind ja offensichtlich in der Lage, in Situationen wie dieser einander zu helfen. Also wären sie auch in der Lage, ihre Angelegenheiten untereinander zu regeln."

Da bin ich ganz bei Ihnen. Katastrophen, Unglücke und traumatische gemeinsame Erfahrungen bieten den Menschen immer die Gelegenheit zusammen zu rücken, Egoismus abzulegen, um gemeinsam neue, bessere Strukturen aufzubauen. Ich wünsche den Menschen im Libanon viel Glück, Kraft und Ausdauer hierzu. Hätte ja gehofft, dass auch bei uns die CR Pandemie auch den Zusammenhalt zwischen den Menschen fördert und Egoismus verdrängt wird. Anfänglich sah dass ja auch sehr hoffnungsvoll aus. Naja, hoffe dass die Menschen im Libanon mehr Ausdauer aufbringen..

Jetzt wird es schwierig

Nachdem der Mensch geortet wurde, werden jetzt Stück für Stück Trümmerteile abgetragen. Es wird sehr streng darauf geachtet, dass sich in der Nähe niemand mehr aufhält, der nicht direkt hier involviert ist. Ständig müssen Fachleute darauf achten, dass keine Trümmerteile nachrutschen und gleichzeitig der Zugang stabil bleibt. Die Statik muss u.U. ständig neu bewertet werden. Auf der anderen Seite muss zügig gearbeitet werden. Eine sehr komplizierte und verantwortungsvolle Arbeit.

@!Heilprakt.verbieten 14:59

Bitte gehen Sie mit Foristin @Demokratiesch...nicht so hart ins Gericht. Ich denke sie ist sehr engagiert und versucht uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit Informationen zu versorgen
Engagement ist ja per se gut.. Sie müssen das ja nicht lesen. Ich finde in den Foren hier häufig weitaus bedenklicher Beiträge...

Das wäre in der Tat ein Wunder

Menschen können in Ausnahmesituationen einiges ertragen und aushalten. Ich hoffe, dass derjenige noch ein bisschen durchhält, es wäre wahrlich ein Wunder. Ich hoffe und bete dafür, dass sie ihn noch irgendwie da raus bekommen.

Im Osten nix neues

@ 04. September 2020 um 15:07 von Opa Klaus
@Nettie 12:55
"Nicht nur Beiruts Bürger sind ja offensichtlich in der Lage, in Situationen wie dieser einander zu helfen. Also wären sie auch in der Lage, ihre Angelegenheiten untereinander zu regeln."

„Da bin ich ganz bei Ihnen. Katastrophen, Unglücke und traumatische gemeinsame Erfahrungen bieten den Menschen immer die Gelegenheit zusammen zu rücken, Egoismus abzulegen, um gemeinsam neue, bessere Strukturen aufzubauen.“

Grundsätzlich stimmt das wohl, traumatische Erfahrungen sind häufig Auslöser von positiven Veränderungen. Aber im Fall des Libanon glaube ich das nicht. Die marode staatliche Struktur ist eine zwangsläufige Folge kultureller Faktoren.
Die aber häufig auch tolle Ergebnisse bringen. Man denke z B an die nahöstliche Küche.
Aber immerhin großartig, dass noch ein überlebender gefunden wurde.

15:08 von Thomas D.

Jetzt wird es schwierig
Nachdem der Mensch geortet wurde
.
das weiß man ... ein Mensch ! ?

@zöpfchen 15:45

"Die marode staatliche Struktur ist eine zwangsläufige Folge kultureller Faktoren.
Die aber häufig auch tolle Ergebnisse bringen. Man denke z B an die nahöstliche Küche."

Also ich oute mich jetzt mal als Fan ihrer Kommentare in den Foren, welche ich als manchmal zugespitzt, manchmal dezent provakitiv aber stets faktenbasierend sehe. Bitte verzeihen Sie mir meine aktuelle Ambivalenz hinsichtlich der soziologischen und politischen Problematik im Libanon und der nahöstlichen Küche. Aber,ok, ich arbeite kopfmässig daran und werde ihnen meine finalen Erkenntnisse zukommen lassen :))

15:45 von Sisyphos3

15:08 von Thomas D.
Jetzt wird es schwierig
Nachdem der Mensch geortet wurde
.
das weiß man ... ein Mensch ! ?

Sie möchten etwas fragen? Was denn?

@ 04. September 2020 um 16:01

@ 04. September 2020 um 16:01 von Opa Klaus

Danke!

beirut-rettungskraefte-suchen-nach-moeglichem-ueberlebenden

Lieber Der_Europäer, Sie schreiben 15:39 Uhr : voll Hoffnung (und das ehrt Sie!) :"Das wäre in der Tat ein Wunder
Menschen können in Ausnahmesituationen einiges ertragen und aushalten. Ich hoffe, dass derjenige noch ein bisschen durchhält, es wäre wahrlich ein Wunder. Ich hoffe und bete dafür, dass sie ihn noch irgendwie da raus bekommen."

Also,...ich hoffe jedenfalls mit Ihnen !

Aber ich bin Atheist, also werde ich nicht mit Ihnen beten, ...denn in Ihrem Glauben heißt es :"Herr Dein, ...nicht mein Wille geschehe...! Wenn Sie (um etwas) beten, so wollen Sie Ihren Willen durchsetzen -->gegen den Willen Ihres Gottes !
Haben Sie das schon mal bedacht ?

beirut-rettungskraefte-suchen-nach-moeglichem-ueberlebenden

Liebes Zöpfchen, Sie schreiben um 15:44 :"traumatische Erfahrungen sind häufig Auslöser von positiven Veränderungen. Aber im Fall des Libanon glaube ich das nicht. Die marode staatliche Struktur ist eine zwangsläufige Folge kultureller Faktoren.
Die aber häufig auch tolle Ergebnisse bringen. Man denke z B an die nahöstliche Küche."

"Küche" ist das Stichwort, das mir ins Auge springt : 300.ooo Menschen wurden -->auf einen Schlag obdachlos !
Das heißt, die Nudeln und Erbsen (die wir ihnen schckten) konnten sie ja gar nicht kochen.., (Wie denn / wo denn ?)
Wer von den Forissten weiß, "wie" die 300ooo Menschen das Problem gelöst haben ???

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