Ihre Meinung zu: Rettungskräfte in Beirut finden doch keinen Überlebenden

6. September 2020 - 10:40 Uhr

Die Menschen in der libanesischen Hauptstadt Beirut hofften vergeblich: Die Rettungskräfte haben in den Trümmern keinen Überlebenden finden können, nachdem am Mittwoch Sensoren Lebenszeichen aufgezeichnet hatten.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1
Durchschnitt: 1 (1 vote)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

„Rettungskräfte in Beirut finden doch keinen Überlebenden“

Schade. Aber trotzdem auch ein hoffnungsvolles Zeichen (mehr dazu weiter unten im Text).

„Die Menschen in der libanesischen Hauptstadt Beirut hofften vergeblich: Die Rettungskräfte haben in den Trümmern keinen Überlebenden finden können, nachdem am Mittwoch Sensoren Lebenszeichen aufgezeichnet hatten“

Wunder sind deshalb welche, weil sie äußerst unwahrscheinlich (und damit selten) sind.

Trotzdem bleibt hier aller Tragik zum Trotz die zuversichtlich stimmende Erkenntnis, dass die Menschen überall auf der Welt offensichtlich auf das Gleiche hoffen. Und sehr vielen bei ihren ebenso unablässigen wie unerschöpflichen Bestrebungen, diese gemeinsamen Ziele zu erreichen keine Anstrengung und keine Mühe zuviel ist.

Dass die Begabungen, Fähigkeiten und Interessen unter den Menschen naturgemäß höchst unterschiedlich sind - und sich somit glücklicherweise ergänzen können - stimmt zuversichtlich, dass sie es schaffen werden.

Mein Mitgefühl für die Menschen in Beirut

Für die Menschen in Beirut mein Mitgefühl. Auch ich hätte es denen wirklich sehr gewünscht, dass noch jemand lebend gefunden wird auch wenn die Warscheinlichkeit durchaus gering war.

Es wäre für die Menschen dort wenigstens ein Zeichen der Hoffnung gewesen, das vielleicht weitere Vermisste noch irgendwo am Leben sind.

Denn die Zeichen waren eigentlich eindeutig. Erst die Atemgeräusche die man gehört haben will, dann der Hund der angeschlagen hat, dann der Scanner der zwei Körper in den Trümmern ausgemacht hat. Dann die Puls-Signale.

Es wäre den Menschen dort so zu wünschen gewesen nach dieser fürchterlichen Tragödie.

@Nettie 12:00

"Dass die Begabungen, Fähigkeiten und Interessen unter den Menschen naturgemäß höchst unterschiedlich sind - und sich somit glücklicherweise ergänzen können - stimmt zuversichtlich, dass sie es schaffen"

Sehr treffend formuliert. Ich hoffe nur, dass man den Menschen dort auch die Chance gibt, den Wiederaufbau zu schaffen. Die Staatsregierung ist ja offensichtlich nicht sonderlich hilfreich dort. Hilfe aus dem Ausland wäre jetzt sehr wichtig. Allerdings hört und liest man ja nichts mehr diesbezüglich. Es ist halt - leider- wie so häufig in unserer Zeit. Erst überschlagen sich die Meldungen und kaum später wird nicht mehr darüber berichtet, weil von neuen, aktuelleren Themen verdrängt.

Schade. Traurig

Schade. Waere wohl auch eher unwahrscheinlich gewesen nach so langer Zeit, aber solche Wunder gibt es ja nach Einstuerzen doch immer mal wieder, wenn ein Opfer irgendwie Zugang zu Wasser hatte in der langen Zeit.
Dass bei einer solch verheerenden Explosion nur 7 Menschen vermisst werden, ist erstaunlich wenig. Bei nur 7 Menschen muesste ja vielleicht bekannt sein ob einer davon in gerade jenem Haus war. da der Artikel davon spricht, es koennte sich dort noch eine Leiche befinden, hat diese Suche wohl einer Familie noch Hoffnung gegeben die nun wieder zerronnen ist. Traurig.

@ Opa Klaus

Sie schreiben "Hilfe aus dem Ausland wäre jetzt wichtig". Das sehe ich auch so, aber der Libanon ist ein arabisches Land und unter den arabischen Staaten da gibt es auch die SUPERREICHEN GOLFSTAATEN wie Katar, Saudi-Arabien, Oman, Kuwait, Vereinigte arab. Emirate etc. die im Geld schwimmen. Die könnten endlich mal mehr tun für ihre Verwandten.
Es ist nicht einzusehen, daß bei den Europäern wieder die Hand aufgehalten wird.

@14:26 H. Beyer

Ihre Aussage ist leider von Unwissenheit geprägt.

Der Libanon ist kein rein 'arabisches' Land wie Sie es so herausposaunen. Die Bevölkerung ist ein buntes Gemisch aus muslimischen Schiiten, Christen, aus Drusen, Palestinensern und Alewiten.

Ihre Aussage kenne ich seit Kindheitstagen und die sind schon etwas her. Muslimfeinde kommen stets mit demselben Schablonen. Ist irgendwo im Nahen Osten was passiert, werden sofort die Stereotypen von den Ölscheichs bemüht, die doch gefälligst mal ihre pralle Geldbörse aufmachen sollen. So einfach gestrickt ist die Welt leider nicht.

Bitte machen Sie sich sachkundig

14:53 von realitychecker

Der Libanon ist kein rein 'arabisches' Land wie Sie es so herausposaunen. Die Bevölkerung ist ein buntes Gemisch aus muslimischen Schiiten, Christen, aus Drusen, Palestinensern und Alewiten.
.
bringen sie da nicht was durcheinander
warum soll der Libanon kein arabisches Land sein
Araber sind ein semitisches Volk wie auch die Juden
und was hat das mit deren Glaubensrichtung zu tun
ohnehin ist ihre Auflistung "Drusen, Palestinensern" schon sehr konfus

14:53 realitychecker / 15:08 sisyphos

Der Kommentator realitychecker hat insofern Recht als auf die maßgeblichen Akteure im Libanon hingewiesen wurde.

Die komplizierte Zusammensetzung lässt sich eben nicht an der Sprache Arabisch oder Französisch entlang beschreiben sondern an den oftmals verworrenen religiösen und herrkunftsbezogenen Zusammenhängen.

Ältere wissen noch um die beiden "Bürgerkriege" im Libanon der 70er u. 80er Jahre sowie dem Krieg nach 2006.

Stets waren auch andere Player involviert als die ursprünglich ansässigen Shiiten, Sunniten, Drusen, Christen (hier vor allem die Maroniten u. griech Orthodoxen). Da sind einmal die Syrer mit ihrer Armee und dem Einfluss der Assad-treuen Alawiten, meist mit den vom Iran aufgepumpten Hizbollah-Milizen (Shiiten).

Maßlich zur Verkomplizierung haben Palästinenser beigetragen, die mit der PLO nach dem Rauswurf aus Jordanien als Machtfaktor Einfluss gewannen.

Seit dem Syrien-Krieg sind nun erneut viele syrische Geflüchtete im Land.

Facebookstatus: Es ist kompliziert.

17:44, esgehtauchanders

Gut dargestellt. Danke.

@17:44 von esgehtauchanders

//14:53 realitychecker / 15:08 sisyphos
Der Kommentator realitychecker hat insofern Recht als auf die maßgeblichen Akteure im Libanon hingewiesen wurde.//

Trotzdem, diese unfreundlichen Worte: "Ihre Aussage ist leider von Unwissenheit geprägt. Der Libanon ist kein rein 'arabisches' Land wie Sie es so herausposaunen." wären auch nicht nötig gewesen. Immerhin ist die Amtssprache im الجمهورية اللبنانية arabisch.
Welches Land ist schon "rein" irgendwas?

Im nahen Osten wehren sich

Im nahen Osten wehren sich die Menschen ewig schon gegen westliche Einflussnahme. Dann kann man in einer Notlage aber auch mal bei der arabischen Liga Anfragen, in die helfen wollen.
Zumal ich niemals bei religiösen, also selbstgemachten Problemen helfen würde.

Darstellung: