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Schulen !

Und wieder fand ein Gipfel ohne wirkliche Ergebnisse statt. Anscheinend sind nur noch Kaffeekränzchen zu bewältigen von den alten Herrschaften. Die wenigen Jungen kommen gegen die uralte Dame noch nicht durch, und die gibt lieber die Staatsfrau der großen Bühne, vergisst aber leider unsere Kinder und deren Wunsch nach guter Bildung und der auch dazu notwendigen Ausstattung wegen der teile unsinnigen Vorschriften durch die Corona Krise.
Irgend wie gewinne ich den Eindruck, dass die Politik sich nur noch von einem Treffen zum Nächsten hangelt, aber nicht weiß, was sie den zu entscheiden hat.
Wenn es nicht so traurig und beschämend wäre, könnte man über dieses Kasperl- Theater lachen.
Für etliche große Konzerne werden Milliarden verbrannt, aber bei den Kindern kommt dieser alte Haufen nicht in die Gänge !!

Erinnerungen fürs Stammbuch der Kultusminister...

Eine Schluschliessung wie im März von den Ländern verordnet, wurde lt. Prof. Drosten im podcast letzte Woche, von den Experten im März eben nicht empfohlen.
Die Entscheidungen hierzu wurden offensichtlich entgegen dem Rat der Experten gefällt. Mit welcher Begründung?
Millionen von AN mit Familien konnten deshalb nicht oder eingeschränkt arbeiten, psychische Erkrankungen i d Familien nahmen zu etc.
Milliardensteuergelder, BSP und Steuerverluste in Milliardenhöhe hat das gekostet.
Wo ist bitte dafür die Entschuldigung der Kultusminister?

Oder meinen sie die Dienstlaptops für Lehrer seien eine?

Sehr geehrte Diener unsere Demokratie arbeiten sie endlich verantwortlich und effizient:
d.h. hören Sie endlich auf die die etwas von der Materie verstehen.

Gut gemeint, ist nicht gut gemacht ...

Die Digitalisierung der Schulen wird vermutlich noch Jahrzehnte dauern. Und es werden Millionen versenkt werden, da es in den einzelnen Landkreisen keine Mitarbeiter gibt, die die notwendige Expertise haben, digitale Medien anzuschaffen.
Beispiel: an unserer Schule wurden ActiveBoards mit einem Google-Chrome- UND Windows-Rechner angeschafft, obwohl wir den Landkreis bekniet haben, dass wir eigentlich nur eine Apple-TV-Box für 150 Euro benötigen, da wir seit Jahren iPads nutzen.
Verschwendetes Geld: ca. 800-1000 Euro PRO TAFEL. Die Verbindung vom iPad zum Bildschirm klappt nicht, so dass die Schule nach und nach die TV-Boxen nachkaufen wird.

Hinzu kommt, dass der Bund Gelder wie z.B. die Corona-Unterstützung von Eltern per Gießkanne ausschüttet. Für 300 Euro hätte man z.B. jeden Schüler mit einem iPad ausstatten können. Dann wäre das Geld bei den Kindern angekommen und man hätte den Grundstock einer EINHEITLICHEN it-Struktur geschaffen!

kein einziges, brauchbares Ergebnis

hat dieser Gipfel gebracht. Weder die Fragen, wie sieht digitaler Unterricht aus, wie werden digitale Hilfsmittel im Präsenzunterricht eingesetzt, welche Plattform wird übergreifend für Online Unterricht genutzt noch wie wird sichergestellt, dass digitale Fortbildung eine verpflichtende Aktivität der Lehrerinnen und Lehrer ist, wurde diskutiert noch beantwortet. Es ist beschämend wie Politik sich um unsere Kinder kümmert...

Corona verschärft gnadenlos

Corona verschärft gnadenlos den Blick auf verschleppte Problembewältigungen; die Digitalisierung unserer Schulen ist nur eines davon.
Die ökologische Kehrtwende in der Automobilindustrie bei deren Förderung,
die Umstrukturierung des Krankenhauswesens von Profitorientierung zur Daseinsvorsorge,
die Bekämpfung der Unterwanderung von Covid-19-Maßnahmenskeptikern durch Rechtspopulisten, Verschwörungspalaverer und Rechtsradikale,
die Unterstützung vieler Kulturschaffender wie auch in anderen Bereichen Selbständiger und Klein(st)betriebe,
die Eindämmung steigender Mieten (die durch Corona verschärft zur sozialen Zeitbombe zu werden drohen)
und nicht zuletzt der Blick auf internationale Hilfen für die ärmsten der Armen (Hunger steigt global ebenso wieder wie manche eingedämmten Krankheiten)
stellen eine gewaltige politische und gesellschaftliche Herkulesaufgabe dar.

Eine kleine Bitte

Bitte bei der 'Digitalisierung' des Schulunterrichtes darauf achten, dass unsere Kinder nicht auf Microsoftprodukte geprägt werden - Microsoft, Intel et. al. werden auch so schon genug (Steuergelder) von der 'Digitalisierung' gewinnen.

Wirklich traurig

Alles dauert ewig. Die sogenannten Dienstlaptops sollen zügig ausgeliefert werden. Eigentlich ist das Problem Distanzunterricht jetzt schon Monate bekannt. Außer einer Maskenpflicht (um deren Beschaffung dürfen sich die Eltern kümmern) hat sich nichts geändert. Das Infektionsgeschehen an Schulen nimmt im Moment ordentlich Fahrt auf und anstatt, dass man die älteren Schüler digital beschulen würde/könnte und dann mehr Platzkapazität für jüngere hätte, die Betreuung benötigen, schläft man immer noch und kaut auf dem gleichen alten Stiefel herum. Unser Sohn soll z.B. seine Abschlussprüfung Ende Nov. schreiben. Klassen landen abwechselnd in Quarantäne, genauso wie Lehrer. Es ist aber ein festgelegter IHK Termin, wie schon vor Corona. Die digitale Beschulung klappt noch nicht wirklich. Schwangere/vorerkrankte Schüler haben ganz das Nachsehen. Wenn am Prüfungstermin pro Landkreis ein paar Klassen in Quarantäne sind, jeder ungleich viel gelernt hat, wie soll das weitergehen bei ABI und Co.?

Wo her

800.000 Lehrerinnen und Lehrer sollen Dienstlaptops bekommen

Und wo sollen die her kommen bis Jahresende?

Keine Bagger, keine Handwerker

Wenn das symbolisch für die "verkopfte Republik" dann wird sie wohl recht haben. Alles Theoretiker die nicht wissen auf welcher Seite man den Lötkolben anpackt.

Schulgipfel

Erst muss eine Expertenkommission für das Lüften in Klassenzimmern gegründet werden?
Früher hat man das Fenster auf und wieder zugemacht. Ohne Experten. Eigentlich war dieser Schulgipfel vollkommen Sinnlos. Ohne Infrastruktur bringt mir auch das beste Laptop gar nichts. Aber der Kuchen soll gut gewesen sein.

Lüftungsanlagen für Klassenzimmer

So toll arbeitet unsere Politik: In der Nähe von Heinzberg(!) gibt es eine deutsche Firma, die auch mobile Lüftungsgeräte baut. Auch ein Modell, dass nicht nur lüften und heizen kann, sondern auch in regelmäßigen Intervallen den Coronatauglichen Filter auf 100 Grad erhitzt und damit desinfiziert.
Solche Möglichkeiten gibt es in der BRD. Da ist niemand von China oder den USA abhängig.
Und diese Firma gibt es schon länger, als Corona.
Leider wurde auch hier der richtige Zeitpunkt verpasst, um genügend dieser Geräte, rechtzeitig zur kalten Jahreszeit, in den Klassenräumen und Kindergärten und Pflegeheimen und Krankenhäusern und überhaupt in allen möglichen Räumen aufzustellen, wo das nötig und sinnvoll wäre.
Viele Probleme wären gar nicht erst entstanden, wenn sich die Politik mal in Heinzberg umgesehen hätte. Genau das Heinzberg, wo der erste große Corona - Ausbruch stattfand. Und wieder wurden 6 Monate Zeit verschwendet!

500 Mio für Dienstlaptos

500 Mio für Dienstlaptops... Mal ehrlich, wer hat denn keinen Computer zu Hause?
Kann man da das Geld nicht sinnvoller verwenden?
An den Schulen scheint es ja einige Baustellen (im wahrsten Sinne des Wortes) zu geben. Und jeder Lehrer dürfte sich wohl selber ein Laptop leisten können. Wenn es wenigstens auf die Lehrer beschränkt wäre, die nur angestellt sind und jedes Jahr im Sommer vor die Tür gesetzt werden...
Von anderen Arbeitnehmern (auch im öffentlichen Dienst) wird es auch ganz selbstverständlich erwartet, dass sie ihre eigenen Endgeräte einsetzen. Da wird ein VPN-Client unterstützt und das wars.
Aber gut, man muss halt Prioritäten setzen...

@ um 09:14 von nie wieder spd

Heinsberg wird natürlich mit „s“ geschrieben. Und nicht mit „z“.

@um 09:14 von nie wieder spd

„In der Nähe von Heinzberg(!) gibt es eine deutsche Firma, die auch mobile Lüftungsgeräte baut. Auch ein Modell, dass nicht nur lüften und heizen kann, sondern auch in regelmäßigen Intervallen den Coronatauglichen Filter auf 100 Grad erhitzt und damit desinfiziert.
Solche Möglichkeiten gibt es in der BRD. Da ist niemand von China oder den USA abhängig.
Und diese Firma gibt es schon länger, als Corona.“

Unsere Friseurin hat genau ein solches Gerät in ihrem Laden, seit sie wieder öffnen durfte.

@spax-plywood

korrekt - die Praktiker bzw. deren Vertreter werden nicht eingeladen (Schülervertreter, Elternvertreter und Lehrervertreter) dafür setzen sich Menschen zusammen, die in ihrem Leben noch nie gearbeitet haben und bisher nur von Steuergeldern gelebt haben - trinken Kaffee und reden sich die Welt schön...

Ich schätze

bei dem Tempo unserer Politik, werden unsere Kinder wahrscheinlich im Skianzug mit Wärmflasche bei offenen Fenstern im Winter beschult.

@ um 08:32 von andererseits

Sie haben völlig recht!
Wetten, dass auch in 10 Jahren kein einziges der von Ihnen angesprochenen Probleme gelöst sein wird?
Schon gar nicht, wenn es um die Fürsorgepflicht des Staates für seine Einwohner geht.
Denn darum geht es ja schon bei Corona kaum noch.
Politiker und Wirtschaft wollen dahin zurück, wo sie vor Corona waren.
Falls dafür ein paar Randgruppen geopfert werden müssen, werden sie dass, ohne mit der Wimper zu Zucken, zulassen. Egal ob Kinder oder alte Menschen.

@ um 09:28 von Minka04

Wenn sich die Politik ernsthaft hätte kümmern wollen, ständen diese Maschinen überall. Vor allem die Schulämter und Kultusministerien hatten 6 Monate Zeit und haben sie für nix genutzt. Wenn die Gesundheitsämter wirklich kontrollieren würden, wären die meisten Schulen schon aus ganz anderen Gründen geschlossen.
Und nun haben die Verantwortlichen ein weiteres Mal komplett versagt. Obwohl die Lösung mit diesen Lüftern direkt vor deren Nasen stand.
Keine Ahnung, wieviel Zeit nötig ist, um die Produktion dieser Geräte hochzufahren, aber es ist zu befürchten, dass das für diesen Winter bereits zu spät sein wird.
Aber vielleicht gibt es noch andere Unternehmen, die sowas herstellen.

@Traumfahrer um 08:17

"vergisst aber leider unsere Kinder und deren Wunsch nach guter Bildung"

Es gibt m.E. wenig Kinder die den Bedarf nach einer guten Ausbildung kennen. Natürlich wollen alle am liebsten ein Laptop oder SmartPhone - weil es eben hipp ist.

Auch die Politik schreit momentan wegen der Corona-Krise nach Digitalisierung. Wenn es keine gesundheitliche Krise mehr gibt, wird sich alles beruhigen. Es wird weiterhin wie bisher Word und Excel unterrichtet und weiterhin mit der analogen Lesewelt gearbeitet (was nicht zu den schlechtesten Unterlagen zählt).

@08:36 von perchta

"darauf achten, dass unsere Kinder nicht auf Microsoftprodukte geprägt werden"

Ja, besser die überteuerten iPads von Apple, damit deren Aktienkurs noch höher steigt.

@09:20 von Hasenhase

"Von anderen Arbeitnehmern (auch im öffentlichen Dienst) wird es auch ganz selbstverständlich erwartet, dass sie ihre eigenen Endgeräte einsetzen."

So ganz wird diese Aussage nicht stimmen. Ich kenne nur Personen (mich inklusive), die ein Dienst-Laptop bekommen, wenn sie eines benötigen. Darauf dürfen auch keine Privatprogramme oder private Korrespondenz sein. Der Dienstherr kann jederzeit (wenn er will, macht er aber kaum) auf den Laptop zugreifen. Aus Sicherheitsgründen darf auch nicht ein x-beliebiges VPN installiert werden.

Schulen !

So lange die Politik nicht auf die tatsächlichen kompetenten Personen hört, wird sich kaum was ändern.
Das ist das Eine. Das Andere ist der riesige digitale Nachholbedarf in D. Selbst in größeren Städten gibt es nicht mal flächendeckend Breitband, viele Lehrer wurden nicht darin unterrichtet, das Mobilfunknetz ist löchrig und auf dem Land sehr oft gar nicht vorhanden und so weiter.
Seit dem Lockdown sind Monate vergangen, wo in den meisten Schulen nichts getan wurde, obwohl genügend Zeit da gewesen wäre, Toiletten kaputt, Fenster undicht, der Putz fällt von der Wand und so weiter.
Aber große Firmen mit Milliarden retten, das war wichtig, damit die Dividenden stimmen.
Die Kinder und viele Alte wurden einfach vergessen.
Und solche Personen wollen wieder gewählt werden, ohne Fachwissen, ohne Kompetenz und ohne Fähigkeit, Probleme wirklich an zu gehen. Gute Nacht Deutschland !!!

@nie wieder spd @Minka04

"Keine Ahnung, wieviel Zeit nötig ist, um die Produktion dieser Geräte hochzufahren, aber es ist zu befürchten, dass das für diesen Winter bereits zu spät sein wird.
Aber vielleicht gibt es noch andere Unternehmen, die sowas herstellen."

Man kann nicht einfach irgendwo schnell einige Produktionsstätten hochfahren. Dazu benötigt es Infrastruktur, Maschinen und Personen, die von der Materie Ahnung haben. Danach bedarf es Menschen, die die Geräte einbauen. Wo sollen die vielen Handwerker für die 100.000de Klassenräume herkommen?

@flegar

Das klingt gut.
Als wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten wir mit Remote Desktop, einem bereitgestellten (nicht x-beliebigen) VPN-Client und Dienstherren-Lizenzen für Programme, mit denen Videokonferenzen möglich sind. Ich könnte mir vorstellen, dass das an mehreren Einrichtungen der Fall ist. Ich nehme an, dass es anders für die Unis finanziell gar nicht machbar ist, alle Mitabeiter, die man im Homeoffice sehen will, mit Laptops auszustatten.

@ um 10:06 von flegar

„ Danach bedarf es Menschen, die die Geräte einbauen. “

Die muss man nicht einbauen. Nur einstecken.

@nie wieder spd @Minka04 @flegar

Naja, ein bisschen Zeit hätte man wohl gehabt... zumindest, um das anzustoßen. Wäre ja auch in normalen Zeiten eine feine Sache, wenn die Geräte sogar Viren herausfiltern können. Und eine Ersparnis dazu, wenn Krankentage durch Erkältungen, und Kosten durch Arztbesuche wegfallen. Mal ganz vom Zugewinn an Lebensqualität abgesehen - auch auf normale Erkältungen dürfte wohl jeder gerne verzichten.

@ um 10:06 von flegar

Dass das nicht in wenigen Tagen funktionieren kann, ist auch mir klar.
Aber, wie jeder weiß und ich erwähnt habe, sind seit Beginn von Corona mittlerweile 6 Monate ins Land gegangen und jeder Mensch in Deutschland hat den Eindruck, dass gerade in den soo wichtigen Schulen, für unsere ach soo wichtigen Kinder, überhaupt nichts geändert geschweige denn verbessert wurde.
Nichts!! Noch nicht einmal in Heinsberg wurden solche Lüfter angeschafft, nehme ich an. Denn sonst hätten wir davon gehört.
Die Anträge zur Ausrüstung von Schulen nur mit dem digitalen Standard erfordert Anträge, die so kompliziert sind, dass auch Lehrer, immerhin Abiturienten und ehemalige Studenten, nicht damit umgehen können. Hat man sowas schonmal gehört?
Allein für dieses Dilemma dürfte man von den Parteien und Politikern, die in der BRD und allen Bundesländern in der Corona - Verantwortung stehen, keine(n) einzige(n) wählen, wenn man halbwegs bei Verstand ist.

Was soll es ohne Internet?

Es ist vielerorts keine bis mäßige Internetanbindung vorhanden. Da kann man Digitalisieren wie man will. Hilft aber nichts. Egal wie viele Laptops man kauft und wie viele Flatrates bezahlt und wie viele Lehrer digital fortgebildet werden. Ist es eigentlich jemanden überhaupt bewusst? Hier bei uns mitten drin in Niedersachsen ist Ebbe.

„sie rückten enger zusammen“!

Na, wenn das mal die richtige Metapher ist in diesen Zeiten!

Jedenfalls scheint mir das der Einsatz von schuleigenen Tablets oder Laptops undzwar IM UNTERRICHT (!!!) - in Skandinavien mancherorts längst Usus - doch keiner Bund/Länder „Krisengipfel“ bedarf, sondern deren Einführung eine seit zig Jahren in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland längst überfällige Notwendigkeit ist, die ohne weiteres hin und her Gezerre auch innerhalb des bildungspolitischen Tagesgeschäfts zu stemmen gewesen wäre !

In den Schulen meiner Kinder...

werden nicht noch mehr Computer oder Notebooks benötigt sondern mehr Lehrer, da die Personaldecke so dünn (und außerdem überaltert) ist, dass bei Krankheit oder Weiterbildungen Unterricht einfach ausfällt!

Schülerranzen wiegen 10 kg und mehr

Weil Deutschland auf schwere Schulbücher setzt, die täglich im Halbtagsunterricht hin und her geschleppt werden müssen - anstatt Schulbücher ausschließlich in digitaler Form als e-Books im Unterricht einzusetzen !

Und dieses unseres Land ist, so hört man hierzulande gerne von der Politik, ein „High-Tech“ Land ? Woran macht man denn das fest, wenn nicht an der Qualität der Bildung ?

@ 10:54 von Linda Stern

„ Es ist vielerorts keine bis mäßige Internetanbindung vorhanden. Da kann man Digitalisieren wie man will.“

Not macht erfinderisch. In Mexiko werden die Kinder via TV Sender beschult, denn Fernseher hat fast jeder. Aber hier im reichen Deutschland ist man um Ausreden nie verlegen.

Das deutsche Schulsystem ist aus dem 19. Jahrhundert

Nicht nur strukturell und organisatorisch ... Wo ist das Problem, 10 oder auch 20 Millionen Tablets und Laptops für die Schulen zu beschaffen, wenn gleichzeitig fast 1 Billion Euro für die „Wirtschaft“ da ist ?

Oder ist es eventuell so problematisch, weil viele dieser Laptops und Tablets „Made in China“ sind, wie der Großteil des medizinischen Mund-Nasen-Schutz auch ? Man sollte sich einfach entscheiden, was die Prioritäten sind.

11:34 von Möbius

"Schülerranzen wiegen 10 kg und mehr
Weil Deutschland auf schwere Schulbücher setzt, die täglich im Halbtagsunterricht hin und her geschleppt werden müssen - anstatt Schulbücher ausschließlich in digitaler Form als e-Books im Unterricht einzusetzen !"

Wenn der Ranzen irgendwann mit dem Hubwagen transpoertiert werden muss, koennte es der Beginn der Kritik der Sinnhaftigkeit des Inhaltes der Schulbildung (thematisch und strukturell) sein - aber wenn alles (Material und Unterricht) digitalisiert wird, dann wird die Buechse der Pandora geoeffnet, deren Inhalt wie die Heuschreckenplage den armen Schueler endgueltig zerreisst und der realen Welt entfremdet. Bei E-books wirds nicht bleiben:

googlethat: "Microsoft an Schulen" oder "Mit dem Bildungstarif in die digitale Zwei-Klassen-Gesellschaft
Ein spezieller Bildungstarif soll Schüler*innen beim Online-Unterricht helfen. Doch der nützt vor allem der Telekom und bringt massive Probleme mit sich."

Bücher mit mehr als 500 Gramm...

Digitalisierung ist ein Mittel,
um welches pädagogische Ziel zu erreichen?

Statt über das Werkzeug zu diskutieren,
müßte über das Bauwerk geredet werden - und dann das für das Bauwerk geeignetste Werkzeug gewählt werden.

Tuschen lernt man nicht mit dem Hammer.

Nicht ganz einfach ...

Ich bin ja überhaupt froh, dass es diese Konferenz gegeben hat. Für ein Industrieland ist Deutschland ziemlich weit hinten, was die Digitalisierung der Bildung angeht. Die größten Probleme sehe ich in diesen Handlungsfeldern:

Einheitliche Hard- und Software für Nutzer (Lehrer und Schüler) und eine funktionierende und leistungsstarke Infrastruktur für Internet/Intranet.

Eltern müssen sicherlich überzeugt werden, weil Kosten auf sie zukommen (Tablet-Miete/Versicherung). Eigentlich müssen auch diese geschult werden/sich schulen lassen, um zu verstehen, was ihre Kinder da machen/machen sollen.

Und natürlich auch die vielen Lehrer, die sich mit neuen Geräten, neuer Software für die Schüler, aber vielleicht auch mit neuen Programmen für die Unterrichtsgestaltung bzw. Bewertung der Schüler beschäftigen müssen. Das werden sie berechtigterweise nicht in ihrer Freizeit tun, sondern in tagelangen Schulungen.

Auch lassen sich nicht alle Themen digital vermitteln z.B. Sport als Ausgleich?

09:12 von Dicodes

aber wenn man sich viele schulen anschaut, braucht es schon experten. die fenster müssen nach dem lüften ja auch wieder geschlossen werden, ohne daß sie aus dem rahmen fallen, oder gar auseinander.

10:06 von flegar

diese firma braucht 6 wochen vorlaufzeit, um die produktion in einer neuen halle hochzufahren. und natürlich eine verbindliche (sinnvollerweise notariel) zusicherung, alles abzunehmen, nicht daß der zuständige wirtschaftsminister nochmal auf die idee kommt, gekaufte ware nicht abzunehmen

Pädagogen

Pädagogen weisen immer wieder darauf hin, dass Lernerfolge nicht von digitalen Medien abhängig sind. Nicht selten ist das Gegenteil der Fall, die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, das Gedächtnis lässt nach, Kopfschmerzen setzen ein. Für Kinder und Jugendlich (selbst für Erwachsene) ist es mehr Ablenkung, Unterhaltung. Mir ist es ohnehin rätselhaft, wieso in Zeiten von frühzeitigen Burnouts Kinder und Jugendliche mit allem Möglichen und Unmöglichen "vollgestopft" und "übersättigt" werden müssen.

Die Gipfel-Regierung unter Merkel

Man kann diese Scheinoffensive zur Digitalisierung und die Namen dazu wie Bildungs- oder Schulgipfel schon nicht mehr hören.
So oft schon sollte es nach diesen Gipfeln unter Merkel richtig losgehen.
Mittelalter ist unser 16-zähliges Schulsystem in Deutschland und vorneweg in diesem Mittelalter die Digitalisierung dieses Systems im Jahre 2020.
Daran wird dieser erneute Gipfel nichts ändern.

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