Kommentare

Teuflisches Gefängnis

"Der Halle-Attentäter steht allein vor Gericht, doch war er online in einem Milieu aktiv, das seinen Hass bestärkte. So putschte er sich beim Anschlag mit Musik eines rechtsradikalen Rappers auf, wie Recherchen von report München und "Der Standard" zeigen"

Eins ist allen Extremisten - auch denjenigen unter ihnen, die allein sind und handeln - gemein: Sie sind fest eingebunden in eine enge und hermetisch abgeschlossene Welt des Hasses, durch die nichts Gutes mehr zu ihnen durchdringen kann. Erfolg bei der Suche nach geeigneten "Schlüsseln", um sie da wieder rausholen zu können kann nur die Gesellschaft selbst (alle ihre Mitglieder gemeinsam) haben, und keine "Obrigkeit".

Anzahl der Ermittler

Wie viele Ermittler stehen für die Aufklärung und Verfolgung der Internetkriminalität zur Verfügung. Ich nehme an viel zu wenige.

Einzeltäter: Die Fälschung gab es schon beim Oktoberfestattentat

Und es gab eine Kette von Nicht-Ermittlung bzw. sogar Vernichtung von Beweismitteln.
Z.B. war eine abgetrennte Hand, die nicht zum "Einzeltäter" Gundof Köhler passte, genau dann vernichtet worden, als die Möglichkeiten von genetischen Analysen in die Kriminalistik Einzug hielt. Der Fall eines Patienten mit abgetrennter Hand, der - ich glaube aus einem Krankenhaus in Hannover - unidentifiziert verschwand, wurde nicht weiter verfolgt.

Hintergrund war: Der angebliche "Einzeltäter" gehörte zur Wehrsportgruppe Hoffmann,die von der CSU-Regierung mindestens geduldet wurde, auch dann noch, als der BRD-Innenminister Baum sie in der BRD verboten hatte.
Den Oktoberfestanschlag versuchte F.J.Strauß noch den Linken in die Schuhe zu schieben, und für seinen Kanzler-Wahlkampf zu nützen.

Diejenigen, die rassistisches

Diejenigen, die rassistisches Gedankengut streuen, Hass- und Hetzschriften, völkisches Gedankengut und nazistische Parolen verbreiten, schaffen damit den Boden für derartige Gewalttaten. Sie sind mitschuldig an den Verbrechen. Wer friedlich gegen Corona-Maßnahmen demonstriert oder in sonstiger Weise in Berührung mit rechtsextremen Gruppen kommt, sollte sich gut überlegen, mit wem er es da zu tun hat. Auch politische Parteien, die in einer Grau- bzw. Braunzohne ag(it)ieren, müssen sich der Frage stellen, ob sie der Radikalisierung der Gesellschaft und damit Gewalttaten Vorschub leisten. Der Verrohung der Sprache folgt die Gewalt der Strasse. Dies wurde leider viel zu spät erkannt.

Der Mann hat wohl sein Leben

Der Mann hat wohl sein Leben nicht in den Griff bekommen und die Schuld für seine eigene Unfähigkeit auf andere projeziert. Schade, wenn es im Internet noch Unterstützer für diese Sichtweise gab.

um 17:25 von krittkritt

Vor 40 Jahren hatten wir in der BRD ganz andere politische Verhältnisse.

um 17:29 von Adeo60

Der Verrohung der Sprache folgt die Gewalt der Strasse. Dies wurde leider viel zu spät erkannt.
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Das muss eigentlich jeder der sich mit der deutschen Geschichte beschäftigt spätestens seit Zeiten der Weimarer Republik bekannt sein.

@17:29 von Adeo60

Ihr Kommentar zeigt deutlich warum in den freiheitlichen Demokratien "Hass und Hetze" nicht strafbar sind.

Das große demokratiegefährdende Problem bei solchen Gesetzen ist, dass sie stets zugunsten der Machthaber und zulasten von Oppositionellen ausgelegt werden.

Aus sehr gutem Grund sind die freiheitlichen Demokratien bei Sprachverboten sehr zurückhaltend und nur Äußerungen, wo direkt gedroht oder zu Gewalt aufgerufen wird, strafrechtlich verfolgen. Es ist kein Zufall, dass dort wo die Meinungsfreiheit am stärksten ausgeprägt war und ist, auch die ältesten Demokratien zu finden sind.

Deutschland täte gut daran, die richtigen (und demokratiesichernden) Lehren aus der Geschichte zu ziehen.

der verwirrte Einzeltäter

ein ewiger Wiedergänger bei den Verharmlosern, wenn nicht gar Befürwortern und Unterstützern politisch motivierter Gewalttaten. Immer wieder taucht einer von denen auf, hinterlässt außer Leichen auch gleich noch die eine oder andere Halbbiographie, in der er erklärt, endlich in die Tat umzusetzen, was die Rechtextremen und ihre Propagandisten in der parlamentarischen "neuen bürgerlichen Mitte" theoretisch schon so schlüssig und überzeugend vorgebetet haben.
Die Hassprediger waschen ihre Hände in Unschuld, sie haben ja mit solchen Menschen nicht das geringste zu tun. Im Gegenteil, sie sitzen in den Parlamenten, wohin sie "demokratisch gewählt" wurden, verbreiten von dort ihre menschenverachtende Ideologie und reagieren auf den Vorwurf der geistigen Urheberschaft mit der Androhung von Klagen. Die nächsten Attentäter, die sich derweil schon vorbereiten, werden wieder zu verwirrten Einzeltäter erklärt werden. Dabei ist man doch sonst so stolz, angeblich im Namen des Volkes zu sprechen.

@ krittkritt - Fakenews

Einzeltäter: Die Fälschung gab es schon beim Oktoberfestattentat

Welche Fälschung? Was soll das heißen?

Und es gab eine Kette von Nicht-Ermittlung bzw. sogar Vernichtung von Beweismitteln.

Das stimmt nicht. Fakenews.

Am 22. September 2020 um 18:17 von Linksstaat_DE

Zitat: Deutschland täte gut daran, die richtigen (und demokratiesichernden) Lehren aus der Geschichte zu ziehen.

Was sollen wir aus der Geschichte lernen; etwa dass der Stürmer auch nichts anderes getan hat, als nur eine Meinung zu verbreiten?

@ Linkstat

Es ist kein Zufall, dass dort wo die Meinungsfreiheit am stärksten ausgeprägt war und ist, auch die ältesten Demokratien zu finden sind.

Zum Beispiel in Deutschland.

@17:25 von krittkritt

>> Einzeltäter: Die Fälschung gab es schon
>> beim Oktoberfestattentat

Dieses bemängele ich auch immer wieder.

Egal, ob Münchner Oktoberfest oder NSU. Zuerst sind es (linke bzw. ausländische) Banden, Strukturen, Netzwerke, Organisationen... Mit Hintermännern und Fußsoldaten...

ABER, sobald sich herausstellt, es waren Nazis, kommt (wie SCHNAPPATMUNG) der Begriff "Einzeltäter"!!!

@16:27 von Nettie

//Eins ist allen Extremisten - auch denjenigen unter ihnen, die allein sind und handeln - gemein: Sie sind fest eingebunden in eine enge und hermetisch abgeschlossene Welt des Hasses, durch die nichts Gutes mehr zu ihnen durchdringen kann. Erfolg bei der Suche nach geeigneten "Schlüsseln", um sie da wieder rausholen zu können kann nur die Gesellschaft selbst (alle ihre Mitglieder gemeinsam) haben, und keine "Obrigkeit".//

Da könnten Sie recht haben, bleibt aber die Frage, was weiß ich überhaupt von meinen Mitmenschen, deren Umgang , deren Einsamkeit, deren Gefühle?
Wie oft haben Eltern nicht im Ansatz geahnt, was in Ihren Söhnen vorging, bevor die einen Amoklauf starteten?

Und wie oft maßen wir uns hier im Forum an, Urteile über die Moral anderer User zu fällen, nur weil die unsere Meinung zu bestimmten Themen nicht teilen?

@18:13 von hesta15 @17:29 von Adeo60

//Der Verrohung der Sprache folgt die Gewalt der Strasse. Dies wurde leider viel zu spät erkannt.
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Das muss eigentlich jeder der sich mit der deutschen Geschichte beschäftigt spätestens seit Zeiten der Weimarer Republik bekannt sein.//

Es scheint aber immer mehr Menschen zu geben, die von dieser Geschichte nichts mehr hören wollen. Es fängt mit dem Satz: >>Irgendwann muss auch mal gut sein<< an und hört da leider oft noch nicht auf.

Eingebunden in eine Welt des Hasses

ne Sache die Terroristen jeder Gruppierung verbindet
Einen wildfremden Menschen auf gut deutsch gesagt einfach "abzuknallen"
wie einen wegen mir den von Braunmühl, oder den Schleyer
was bewegt den Uwe Mundlos, Böhnhardt, Leute die er gar nicht kannte,
der IS beim Köpfen oder beim willkürlichen Geiselerschießen
was empfindet man dabei, frage ich mich, Mitgefühl sicherlich nicht,
Zweifel an seinem Handeln wohl auch nicht
wobei das Fehlen des Zweifelns mich am meisten betroffen macht

Linkestaat_DE. 18:17

"Deutschland täte gut daran, die richtigen (und demokratiesichernden) Lehren aus der Geschichte zu ziehen."

Wie sollten denn die demokratiesichernden Lehren Ihrer Meinung nach aussehen? Das ist jetzt ganz ernst und neutral gemeint. Mich würden Ihre Vorschläge hierzu wirklich interessieren. Möglicherweise als Diskussionsgrundlage.

Am 22. September 2020 um 16:39 von hesta15

Zitat:
"...Wie viele Ermittler stehen für die Aufklärung und Verfolgung der Internetkriminalität zur Verfügung. Ich nehme an viel zu wenige..."

Warum werden deshalb nicht pensionierte Polizisten oder Verfassungsschützer zur Bekämpfung der Internetkriminalität mit einbezogen? In den Staaten läuft dies ausgezeichnet. Ganz nebenbei, die Pensionäre sind von der Alten-Schule und finden auch den Tatort ohne Navi.

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