Ihre Meinung zu: EuGH: Genehmigung für Kurzzeitvermietung bei Wohnungsnot rechtens

22. September 2020 - 12:39 Uhr

Auch Paris kämpft gegen Wohnungsnot und schränkt kurzzeitige Vermietungen via Airbnb deshalb ein. Das ist rechtens, entschied der EuGH - ein Urteil, das weit über Frankreich hinaus Folgen haben könnte.

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Kommentare

Wird nach hinten losgehen

Mit der Genehmigungspflicht solle ein System zur Bekämpfung des Wohnungsmangels geschaffen werden,

Nicht die Wohnungseigentümer verursachen den Wohnungsmangel, sondern eine verfehlte Politik in so vielen Bereichen.

Werden die Rechte der Eigentümer noch weiter eingeschränkt, wird es noch weniger Investitionen geben.

Dieses Airbnb-Verbot mag wohl der Politik kurzfristige Erfolge bescheren. Mittel und langfristig wird sich das Problem des Wohnungsmangels verschärfen. Aber so viel Weitblick haben links-denkende Politiker und Richter bekanntlich nicht.

wäre bei uns mal nicht schlecht

außerdem sollte absichtlicher Leerstand zur künstlichen Verknappung verboten werden.

Generell wird es Zeit, dass die Regierung mal regulierend in den Immobilienmarkt eingreift... und zwar nicht nur mit zahnlosen Papiertigern alla Mietpreisbremse.

Die Eingriffsmöglichkeiten einer Sozialen Marktwirtschaft sind nämlich nicht nur dafür da, einem Autokonzern wieder mal eine Abwrackpremie zu gönnen, wenn sie falsch gewirtschaftet oder betrogen haben.

Da aber viele der Lobbisten die im Bundestag quasi wohnen zu den Nutznießern der abartigen Preise auf dem Immobilienmarkt zählen, wage ich zu bezweifeln, dass etwas passiert.

@ 13:58 von Linksstaat_DE

Ich stimme Ihnen zu wenn Sie schreiben dass der Wohnungsmangel vor allem durch eine verfehlte Politik geschaffen wurde - und zwar durch den quasi Wegfall des sozialen Wohnungsbaus - was zu immer weiter steigenden Mieten führt.
Aber ich glaube nicht dass sich das Problem des Wohnungsmangels durch ein Verbot von Airbnb verschärfen wird - schließlich zahlt doch niemand Steuer für die durch Airbnb entstandenen Mieteinnahmen -oder? Dieses Geld fehlt jedoch den Kommunen die dadurch auch weniger investieren können.

@14:14 von Advocatus Diabo...

Ich stimme Ihnen zu wenn Sie schreiben dass der Wohnungsmangel vor allem durch eine verfehlte Politik geschaffen wurde - und zwar durch den quasi Wegfall des sozialen Wohnungsbaus

Mit verfehlte Politik, meinte ich das nicht. Der soziale Wohnungsbau hat ein schlechtes Preis/Leistungsverhältnis.
Private Wohnungen plus Wohngeld für Mieter ist für die Steuerzahler weniger teuer, und für die Mieter besser, als wenn der Staat sich in die Wirtschaft (wie fast immer schlecht) einmischt.

Migrations- und Geldpolitik, immer mehr Auflagen und weniger Rechte für Eigentümer -- sind die politischen Verfehlungen, die uns in diese Situation gebracht haben.

Zweckentfremdung kann hier nicht rechtens sein

Die Urteilsbegründung des EuGH ist völlig richtig: "Die Bekämpfung des Wohnungsmangels sei im allgemeinen Interesse und rechtfertige die Maßnahme, begründete der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg seine Entscheidung".

Eigentum (oder hier wohl besser: Besitz) verpflichtet. Und generell darf niemand sich aus seiner gesellschaftlichen Verantwortung "freikaufen" können.

14:14 von Advocatus Diabo...

theoretisch müssen die eigentümer natürlich auch dies als mieteinnahmen versteuern. die kosten/gebühren fliessen ja auch in die steuererklärung ein. wenn aber mieter nun untervermieten, sieht es wohl anders aus. ICH möchte in der heutigen zeit kein vermieter mehr sein

Wohnungsmarkt !

Zum einen ist es eine deutlich falsche Wohnungspolitik, die viel zu viel auf Privatwirtschaft und private Investitionen gesetzt hat, und dabei de sozialen Wohnungsbau sträflich vernachlässigte.
Durch die immer größer werdende Immobilienkonzerne, die nur darauf aus sind, ihre Dividenden jedes Jahr zu steigern, jede noch so kleine Gesetzeslücke schamlos für ihre Vorteile ausnutzen, wird die Situation immer schlimmer. Da hat die Politik was geschaffen, was zunehmend immer mehr schadet, als nutzt. Und diese Konzerne nutzen ihre Macht durch all ihre schmierigen Lobbyisten weiter, und die Politik ist zu blöde, dies zu blocken und endlich vernünftige Weichen für mehr sozialen Wohnungsbau zu stellen.
Dann frage ich mich, für was braucht es GANZE Ferienwohnungen, wenn es zig Hotel und Pensionen in jeder Stadt gibt. Da werden doch nur weitere Wohnungen dem Markt entzogen, und wieder schläft die Politik irgend einen Traum. Nur die Frage welchen ????

Re : Wilhelm Schwebe !

Theoretisch schon, aber wenn dieser nur den normalen Schnitt angibt, macht dieser Steuerfreien Gewinn, und genau darum geht es ja.
Aber es ist auch ein Unding, die jeweils hohe Ansetzung von Mietannahmen der Finanzämter, die einfach davon ausgehen, dass ein Vermieter auch den ortsüblichen Preis verlangt. Das ist schon eine absolute Frechheit an sich, so ist jeder der selbst weniger verlangen wollte, gezwungen von Amtes wegen, mindestens den Ortsüblichen Preis zu verlangen.
Dabei gäbe es bestimmt einige Vermieter, die gerne weniger kassieren wollten, aber nicht dürfen, weil sie sonst durch das Finanzamt benachteiligt werden.
Ich hätte nie und nimmer erlaubt, dass in D solche Vereine wie Airbnb eine Art Vermietung anbieten dürfen, denn dadurch werden weitere Wohnungen dem normalen Mietverhältnis entzogen.
Aber der größte Teil unserer Politiker schwebt irgend wo zwischen Mars und Mond und hat keine Ahnung vom Leben auf der Erde mehr ! Das ist noch höflich ausgedrückt !!

14:40 von Wilhelm Schwebe

ICH möchte in der heutigen zeit kein vermieter mehr sein
.
das sagen sich aktuell viele
oder warum meinen sie werden kaum mehr Wohnungen gebaut ?

Airbnb !

Soweit ich lesen und hören konnte Hat Prag inzwischen die Praxis auch wahr genommen und festgestellt welch drastische Auswirkungen die Ferienwohnungen auf den gesamten Markt haben, und die Reißleine gezogen.
Zukünftig dürfen in Prag nur noch ein Zimmer pro Wohnung für zwei Wochen gebucht werden, mehr nicht.
Dies wäre auch für jede Stadt in D notwendig, dann stünden sicher einige Wohnungen mehr zur Verfügung. Außerdem sollte jede Stadt leerstehende Wohnungen sanktionieren, dass es sehr weh tut dem Besitzer und er dann freiwillig wieder vermietet.
Damit werden etliche reine Spekulationsobjekte dann wieder eher zu haben sein, ohne hoffentlich dann gleich Luxus-saniert zu werden, um trotzdem noch groß ab zu kassieren.
Gerne würde ich all diesen gierigen und Geld geilen jeden Tag irgend wo reintreten, damit sie mal spüren wie egoistisch sie sind !!

14:59 von Sisyphos3

das fragen sie mal r-r-g in berlin oder die hiesigen linksaussen. hier wird ja gar davon geträumt, der staat möge es nochmal versuchen. um es dann ein zweitesmal gegen die wand zu fahren.?

EuGH:Genehmigung bei Kurzzeitvermietung rechtens....

Das ist erst mal richtig so.Aber auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Mindestens muß ein Mietendeckel kommen und der soziale Wohnungsbau endlich gestärkt werden.
Denn die Aktienkurse von Wonovia und Deutsche Wohnen verdoppelten sich etwa in den letzten fünf Jahren.Und das nicht ohne Grund(Politik und Gentrifizierung).

um 14:05 von Deeskalator

Da aber viele der Lobbisten die im Bundestag quasi wohnen zu den Nutznießern der abartigen Preise auf dem Immobilienmarkt zählen, wage ich zu bezweifeln, dass etwas passiert.
----------
Nicht Lobbyisten sondern Städte und Gemeinden sind die Preistreiber bei Mieten durch die dauernden Erhöhungen von Grundsteuern und Abgaben. Finanzämter fordern Mieterhöhungen wenn der Mietspiegel unterschritten wird. Das wieder einmal merkwürdige Urteil des EuGh ist ein Zugriff auf das Privateigentum durch den Staat und entspricht in meinen Augen nicht den gängigen demokratischen Standards.

14:56 von Traumfahrer

Zitat:"Aber es ist auch ein Unding, die jeweils hohe Ansetzung von Mietannahmen der Finanzämter, die einfach davon ausgehen, dass ein Vermieter auch den ortsüblichen Preis verlangt. Das ist schon eine absolute Frechheit an sich, so ist jeder der selbst weniger verlangen wollte, gezwungen von Amtes wegen, mindestens den Ortsüblichen Preis zu verlangen. Dabei gäbe es bestimmt einige Vermieter, die gerne weniger kassieren wollten, aber nicht dürfen, weil sie sonst durch das Finanzamt benachteiligt werden."

Volle Zustimmung! Ich bin selbst ein Betroffener, dem das FA unterstellt, keine Gewinnabsicht zu haben und deshalb eine Abschreibung verweigern wollte, als wäre das Vermieten einer Wohnung zu einer niedrigen Miete ein Hobby und nicht etwa aus sozialen Gründen beabsichtigt. Seither muss mein Mieter mehr zahlen als ursprünglich vereinbart, denn diese Wohnung ist tatsächlich kein Hobby, weil ich zuviel Geld hätte, und die Abschreibung brauche ich zur Finanzierung...

@ Wilhelm Schwebe

Selbstverständlich müssen diese Einnahmen dem Finanzamt gemeldet werden. Und wenn es Gewinne gibt (nach Abzug der Ausgaben) müssen diese auch versteuert werden, sonst droht ein Steuerstrafverfahren.

Warum sollten die AirBnB-Vermieter anders besteuert werden als ein Hotel, eine Pension oder ähnliches? Das wäre ja Wettbewerbsverzerrung!

Hätte ich ein Hotel, dann hätte ich sehr ein Auto auf AirBnB-Anbieter in meiner Stadt, die ggf. "schwarz" ihre Räume vermieten und sich nicht an Auflagen und Standards halten.

@14:46 von Traumfahrer

Durch die immer größer werdende Immobilienkonzerne, die nur darauf aus sind, ihre Dividenden jedes Jahr zu steigern, jede noch so kleine Gesetzeslücke schamlos für ihre Vorteile ausnutzen, wird die Situation immer schlimmer.

Wer die Marktwirtschaft nicht versteht und auf die egoistische Steuergeld raffende linkspopulistische "soziale" Politik der Staatswirtschaft setzt, bekommt entweder schlechte Qualität oder Mangelwirtschaft.

Die Großvermieter haben wegen der vielen Auflagen weniger gebaut als sie ohne diese Bürokratie gekonnt hätten. Sie können jedoch mit den schwierigen gesetzlichen Rahmenbedingungen immerhin besser umgehen als die Kleinvermieter.

Und diese verfehlte Politik trifft vor allem die Kleinvermieter, die immerhin die Mehrheit aller Mietwohnungen vermieten.

Unterscheiden

muss man wohl zwischen privaten Vermietern, die eine Immobilie als eine Art der Altersvorsorge nutzen bzw. als Kapitalanlage und den großen Wohnungsbaugesellschaften.
Wenn ich mir privat eine Wohnung kaufe, so möchte ich schon selber entscheiden können an wen und wie lange ich diese Vermiete - ich agiere hier dann nicht als verlängerter Arm des Staates im Sinne, dass ich günstigen Wohnraum anbieten möchte - ich möchte damit Geld verdienen.
Wenn der Staat sich als Aufgabe gibt, bezahlbaren Wohnraum für alle in den Städten zu schaffen, so muss er diesen entsprechend schaffen - hier hat sich der Staat jedoch vor Jahren entschieden, da auszusteigen - vielleicht ein Fehler. Diesen Fehler müssen nun die privaten Immobilieneigentümer ausbügeln - was eine Logik, ich könnte kotzen...

14:59, Sisyphos3

>>14:40 von Wilhelm Schwebe
ICH möchte in der heutigen zeit kein vermieter mehr sein
.
das sagen sich aktuell viele
oder warum meinen sie werden kaum mehr Wohnungen gebaut ?<<

Es werden massenhaft Altbauwohnungen luxussaniert und dann zu exorbitanten Preisen vermietet.

Wer für fünfzig Quadratmeter tausend Euro kalt bezahlen möchte, der hat keinerlei Schwierigkeiten, eine Wohnung zu finden.

Es ist in der heutigen Zeit höchst lukrativ, Vermieter zu sein.

13:58, Linksstaat_DE

>>Nicht die Wohnungseigentümer verursachen den Wohnungsmangel, sondern eine verfehlte Politik in so vielen Bereichen.

Werden die Rechte der Eigentümer noch weiter eingeschränkt, wird es noch weniger Investitionen geben.<<

Es wird investiert wie verrückt. Und zwar in Luxussanierungen. An hochpreisigen Wohnungen ist deshalb kein Mangel.

Ja, das ist das Ergebnis verfehlter Politik.

Aber wohl nicht so, wie Sie es meinen.

14:32, Linksstaat_DE

>>Private Wohnungen plus Wohngeld für Mieter ist für die Steuerzahler weniger teuer, und für die Mieter besser, als wenn der Staat sich in die Wirtschaft (wie fast immer schlecht) einmischt.<<

Der Staat soll dem Vermieter den Mieter bezahlen?

Und das ist für Sie keine Einmischung in die Wirtschaft?

@hesta15 - 100% demokratisch

15:25 von hesta15:
"Das wieder einmal merkwürdige Urteil des EuGh ist ein Zugriff auf das Privateigentum durch den Staat und entspricht in meinen Augen nicht den gängigen demokratischen Standards."

Wenn die Freiheit von wenigen zum Wohle der gesamten Gesellschaft eingeschränkt wird, entspricht das sehr wohl den demokratischen Standards. Es ist nämlich im Interesse der demokratischen Mehrheit.

Wenn jeder machen dürfte, was er für richtig hält, wäre das Anarchie.

@ hesta15 (15:25)

"Städte und Gemeinden sind die Preistreiber bei Mieten durch die dauernden Erhöhungen von Grundsteuern und Abgaben. Finanzämter fordern Mieterhöhungen wenn der Mietspiegel unterschritten wird. Das wieder einmal merkwürdige Urteil des EuGh ist ein Zugriff auf das Privateigentum durch den Staat und entspricht in meinen Augen nicht den gängigen demokratischen Standards."
------
Hört sich so an, als hätten die Vermieter/Eigentümer kein Interesse an hohen Mieten. Es sollte auch nicht außeracht gelassen werden, dass viele Eigentümer von Mietshäusern in Städten und Gemeinden im Parlament/Rat sitzen. Da kommen einige Interessen zusammen. Und in den Mietspiegelkommissionen bringen die auch allerlei sonderbare Zuschläge hinein.
Ein ganz einfacher Vorschlag, um die Wohn- und Mietenproblematik (wieviel Gerichte damit beschäftigt werden! Und dann leidet das Vermieter-Mieter-Verhältnis noch darunter!) etwas zu befrieden: Jeder Mensch kriegt kostenlos (hat Anspruch auf) auf >30 oder 40 qm Wohnfläche.

um 15:50 von Nachfragerin

Wenn jeder machen dürfte, was er für richtig hält, wäre das Anarchie.
---------
Und wenn der Staat vorschreibt an wen ich vermieten darf, ist das Diktatur.

@14:59 von Sisyphos3

>>14:40 von Wilhelm Schwebe
ICH möchte in der heutigen zeit kein vermieter mehr sein
.
das sagen sich aktuell viele
oder warum meinen sie werden kaum mehr Wohnungen gebaut ?<<

Und es gibt auch einige die genau das Gegenteil sagen und damit ein gutes Vermögen aufbauen. Sooo schlimm ist die Lage daher sicherlich nicht; aber Immobilien bedeuten natürlich immer Klumpenrisiko und sind daher mit Vorsicht zu genießen (unabhängig von der Rechtslage).

@15:44 von fathaland slim

Der Staat soll dem Vermieter den Mieter bezahlen?
Und das ist für Sie keine Einmischung in die Wirtschaft?

Es ist zumindest weniger Einmischung, also weniger schädlich als wenn der Staat als Vermieter agiert. Mit Wohngeld betreibt der Staat das Geschäft nicht selbst, sondern macht nur Umverteilung. Das ist das kleinere Übel. Der "soziale" Wohnungsbau ist das größere, wegen des schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis.

15:23 von Wilhelm Schwebe

«hier wird ja gar davon geträumt, der staat möge es nochmal versuchen. um es dann ein zweitesmal gegen die wand zu fahren.?»

Der Staat ist im Fall von Wohnungsbau ja in erster Linie die Kommunen. Beurteilen mit Wissen und Aussagekraft kann ich es nur für meine Heimatstadt Köln. Was in anderen Städten an kommunalem Wohnraum gebaut / saniert wird, weiß ich nicht.

In Köln gibt es den Stadtteil: "Chorweiler". Eine Wohnstadt vor Stadt (am Stadtrand). Die größte solche "Anlage" in ganz NRW, eine der größten in ganz DEU. Einst städtisch gebaut (in den 1970-ern), später an privat verkauft, 2016 von der Stadt zurückgekauft (alle Wohneinheiten).

Aktuell "Big Problem City". Gibt mehrere Reportagen darüber im TV. Und die sehr lustige fiktive TV-Serie: "Blockbustaz" … wie's in Köln-Chorweiler so ist (ZDF-Neo / mit dem Rapper: "Eko Fresh").

Eine sehr gute Entscheidung der Stadt, Chorweiler zurück zu kaufen + zu sanieren. Dazu auch viel Wohnung teuer in Köln (Südstadt / Eigelstein & Co.) …

@15:26 von Linksstaat_DE

>>Die Großvermieter haben wegen der vielen Auflagen weniger gebaut als sie ohne diese Bürokratie gekonnt hätten. Sie können jedoch mit den schwierigen gesetzlichen Rahmenbedingungen immerhin besser umgehen als die Kleinvermieter.<<

Wir können die Bürokratie natürlich auch komplett abschaffen, jeder baut wie er will und es sieht dann zukünftig aus wie in den Favelas. Dann fackelt halt ab und an mal ein Stadtviertel ab oder ein paar Wellblechhütten stürzen ein... aber hey, Hauptsache viel gebaut und Wohnraum ist billig.

Regularien haben immer einen Preis und man sollte es nicht übertreiben - sie haben häufig aber auch eine sinnvolle Funktion.

@15:50 von Nachfragerin

Wenn die Freiheit von wenigen zum Wohle der gesamten Gesellschaft eingeschränkt wird, entspricht das sehr wohl den demokratischen Standards. Es ist nämlich im Interesse der demokratischen Mehrheit.

Der Zugriff auf Privateigentum ist selten im Interesse der Mehrheit. Ganz besonders nicht bei Immobilien.
Dieser Zugriff auf Privateigentum ist reiner Linkspopulismus, der am Ende fast alle ärmer macht. Gibt leider fast unendlich viele Beispiele dafür.

Wenn jeder machen dürfte, was er für richtig hält, wäre das Anarchie.

Dafür plädiert hier doch keiner. Sondern für Selbstbestimmung, Freiwilligkeit und Marktwirtschaft, die Wohlstand für die große Mehrheit der Menschen bringt.

15:33 von Tomy_ED

>>Unterscheiden
muss man wohl zwischen privaten Vermietern, die eine Immobilie als eine Art der Altersvorsorge nutzen bzw. als Kapitalanlage und den großen Wohnungsbaugesellschaften.<<

Für Wohnungsbaugesellschaften sind es auch nur Kapitalanlagen.

>>Wenn ich mir privat eine Wohnung kaufe, so möchte ich schon selber entscheiden können an wen und wie lange ich diese Vermiete - ich agiere hier dann nicht als verlängerter Arm des Staates im Sinne, dass ich günstigen Wohnraum anbieten möchte - ich möchte damit Geld verdienen.<<

In einem gewissen Rahmen können Sie dies auch selbst entscheiden. Es gibt hier jedoch Grenzen. Ein Dach über dem Kopf ist ein zu wichtiges Grundbedürfnis, um es der völligen Willkür eines Eigentümers zu überlassen.

16:22 von schabernack

chorweiler, ein albtraum für mich immer noch. ich musste damals oft vor ort sein als techniker, als über diese häuser farbe ausgegossen wurde, um sie scheibchenweise an zahnärzte und rehtsanwälte in HH zu verkaufen. aber da hat köln zweimal verloren. 1. beim verhökern zu erdnüssen, und rückkauf von schrott zu hohen preisen

@16:09 von hesta15

>>Und wenn der Staat vorschreibt an wen ich vermieten darf, ist das Diktatur.<<

Haben Sie es auch eine Nummer kleiner?
Wenn der Staat mir verbietet mit meinem Brotmesser und ohne medizinische Ausbildung eine OP am offenem Herzen durchzuführen, ist das auch nicht Diktatur, sondern eine sinnvolle Regulierung.

Der Staat hat u.A. die Aufgabe die Bürger zu schützen. Und wenn Sie nicht an Personen vermieten wollen deren Nachname Ihnen zu türkisch klingen, habe ich kein Problem damit, dass der Staat einspringt und diese Diskriminierung verbietet.
Wenn Sie aus einer privaten Wohnung (mit allen steuerlichen Vorteilen, Privilegien etc.) ein de facto Hotel machen, dann hat der Staat da ggf. auch ein Wörtchen mitzureden.

16:15, Linksstaat_DE

>>@15:44 von fathaland slim
Der Staat soll dem Vermieter den Mieter bezahlen?
Und das ist für Sie keine Einmischung in die Wirtschaft?

Es ist zumindest weniger Einmischung, also weniger schädlich als wenn der Staat als Vermieter agiert. Mit Wohngeld betreibt der Staat das Geschäft nicht selbst, sondern macht nur Umverteilung. Das ist das kleinere Übel. Der "soziale" Wohnungsbau ist das größere, wegen des schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis.<<

Das, was Sie so toll finden, nennt sich "Subvention".

Der Zins...

man sollte nicht vergessen, dass der niedrige Zins ein großer Preistreiber ist. Die traditionellen Anlageformen in Deutschland liefern keine Erträge mehr, weshalb viele nach ähnlichen altbackenen langfristigen Formen der Geldanlage suchen.

Dadurch werden viele Wohnungen aufgekauft und eben tatsächlich als Investitionsobjekt mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben. Das heißt man kauft ein Objekt - idealerweise mit Potential zur Aufwertung, weil es u.A. auch steuerlich interessant ist. Dann modernisiert man und vermietet zukünftig teurer weiter.
Der Wohnungsbau kommt hier allerdings gar nicht hinterher und ist für viele auch weniger attraktiv.

15:26, Linksstaat_DE

>>Wer die Marktwirtschaft nicht versteht und auf die egoistische Steuergeld raffende linkspopulistische "soziale" Politik der Staatswirtschaft setzt, bekommt entweder schlechte Qualität oder Mangelwirtschaft.<<

Sie schlagen doch weiter oben selbst vor, die Mietforderungen der Vermieter mittels Steuergeld zu subventionieren.

Sind Sie denn ein Linkspopulist?

@hesta15 - Vorschriften

16:09 von hesta15:
"Und wenn der Staat vorschreibt an wen ich vermieten darf, ist das Diktatur."

Wenn Sie Vorschriften mit Diktaturen gleichsetzen, wäre jeder Staat eine.

Außerdem geht es in dem Streit lediglich darum, dass verfügbarer Wohnraum vermietet werden muss. Die Entscheidung über den Mieter obliegt nach wie vor dem Eigentümer.

um 16:38 von WiPoEthik

Der Staat hat u.A. die Aufgabe die Bürger zu schützen. Und wenn Sie nicht an Personen vermieten wollen deren Nachname Ihnen zu türkisch klingen, habe ich kein Problem damit, dass der Staat einspringt und diese Diskriminierung verbietet.
Wenn Sie aus einer privaten Wohnung (mit allen steuerlichen Vorteilen, Privilegien etc.) ein de facto Hotel machen, dann hat der Staat da ggf. auch ein Wörtchen mitzureden.
--------
Genau so ist das, der Staat hat die Pflicht mein Eigentum zu schützen.

16:45, WiPoEthik

>>man sollte nicht vergessen, dass der niedrige Zins ein großer Preistreiber ist. Die traditionellen Anlageformen in Deutschland liefern keine Erträge mehr, weshalb viele nach ähnlichen altbackenen langfristigen Formen der Geldanlage suchen.

Dadurch werden viele Wohnungen aufgekauft und eben tatsächlich als Investitionsobjekt mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben. Das heißt man kauft ein Objekt - idealerweise mit Potential zur Aufwertung, weil es u.A. auch steuerlich interessant ist. Dann modernisiert man und vermietet zukünftig teurer weiter.<<

Genau das ist die Problemlage, in wenigen treffenden Worten zusammengefasst.

>>Der Wohnungsbau kommt hier allerdings gar nicht hinterher und ist für viele auch weniger attraktiv.<<

Wer Wohnungen neu baut und das selbst finanziert, der muss mindestens 25€ pro qm Kaltmiete nehmen, um einigermaßen auf seine Kosten zu kommen.

Deswegen funktioniert der Neubau preisgünstigen Wohnraums nicht. Selbst Genossenschaften nehmen inzwischen Mondmieten.

@16:44 von fathaland slim

Das, was Sie so toll finden, nennt sich "Subvention".

Ich schrieb: " Das ist das kleinere Übel". Ich weiß wirklich nicht wie man daraus liest, ich fände es "so toll".

Der soziale Wohnungsbau mit Staat als Vermieter ist das größere Übel. Kostet mehr Steuergeld mit schlechteren Ergebnissen.

Sie schlagen doch weiter oben selbst vor, die Mietforderungen der Vermieter mittels Steuergeld zu subventionieren.
Sind Sie denn ein Linkspopulist?

Wohngeld ist eine Subvention für die Mieter, nicht für die Vermieter.

wird nach hinten losgehen

Top Entscheidung.
Warum immere nur Verluste sozialisieren und Gewinne privatisieren.
Sozialwohnungen unterzuvermieten ist ein Unding.
Eigentum verpflichtet.
Richtige Entscheidung

um 16:38 von WiPoEthik

@16:09 von hesta15
>>Und wenn der Staat vorschreibt an wen ich vermieten darf, ist das Diktatur.<<

Haben Sie es auch eine Nummer kleiner?
Wenn der Staat mir verbietet mit meinem Brotmesser und ohne medizinische Ausbildung eine OP am offenem Herzen durchzuführen, ist das auch nicht Diktatur, sondern eine sinnvolle Regulierung.
-----------
Was vermieten von Eigentum mit einer OP am offenen Herzen zu tun hat müssen Sie mir genauer erklären.

@Linksstaat_DE - Wer wird denn ärmer?

16:28 von Linksstaat_DE:
"Der Zugriff auf Privateigentum ist selten im Interesse der Mehrheit. Ganz besonders nicht bei Immobilien."
> Insbesondere bei den Immobilien ist es im Interesse der Allgemeinheit, dass diese bezahlbar bleiben.

"Dieser Zugriff auf Privateigentum ist reiner Linkspopulismus, der am Ende fast alle ärmer macht."
> Ein Wohnungsbesitzer soll seine Wohnung vermieten. Nicht einmal der Besitzer wird dadurch ärmer, weil er ja Einnahmen durch die Miete hat.

"Gibt leider fast unendlich viele Beispiele dafür."
> Wenn es so viele Beispiele gibt, sollten Sie wenigstens eins benennen können.

"Dafür [Anarchie] plädiert hier doch keiner. Sondern für Selbstbestimmung, Freiwilligkeit und Marktwirtschaft, die Wohlstand für die große Mehrheit der Menschen bringt."
> Die Realität zeigt, dass ein unregulierter Markt zu extremen Mieten und Gentrifizierung führt. Im Wirtschaftsdarwinismus gibt es keinen Wohlstand für die Mehrheit.

16:36 von Wilhelm Schwebe / @schabernack

«chorweiler, ein albtraum für mich immer noch.
ich musste damals oft vor ort sein als techniker …»

Dann wissen Sie ja gut, wie's in Köln-Chorweiler aussieht. Zusätzlich zu dem ganzen Grausen sind dort aber auch "massenweise" Fußgängerzonen. Die Bäume sind seit den späten 1970-er Jahren sehr gewachsen. Das Städtische Schwimmbad Chorweiler ist eines der größten der Stadt.

Ich war dort regelmäßig als Zivi beim DRK, als ich "Handicapped People" mit dem Auto dorthin fuhr, und beim Badbesuch begleitete. Dies war Mitte der 1990-er. Damals war Chorweiler noch Kommunales Eigentum … und sehr viel besser in Schuss als nach dem Verkauf an Private Wohnungseigentümer.

In dem Teil mit den weniger hohen Gebäuden mit den Dachterassen gab es aber schon damals Wohneigentum, das nicht mit an Private Wohnungsbaugesellschaften verkauft wurde.

Keine Frage … Verkauf für Peanuts an Private wahr dumm + viel Verlust für die Stadt Köln. Chorweiler nicht zurück zu kaufen hätte "Verwahrlosung" zementiert !

Am 22. September 2020 um 16:09 von hesta15

Zitat: Und wenn der Staat vorschreibt an wen ich vermieten darf, ist das Diktatur.

Das ist noch gar nichts gegen die diktatorische Vorschrift auf der Autobahn nur in eine bestimmte Richtung fahren zu dürfen.

Es ist schlimm, was die gewählten Parlamente sich erlauben.

@Ist Wahr (22. September 2020 um 16:01 Uhr)

"Ein ganz einfacher Vorschlag, um die Wohn- und Mietenproblematik (wieviel Gerichte damit beschäftigt werden! Und dann leidet das Vermieter-Mieter-Verhältnis noch darunter!) etwas zu befrieden: Jeder Mensch kriegt kostenlos (hat Anspruch auf) auf >30 oder 40 qm Wohnfläche."

Dann hätte eine vierköpfige Familie also einen Anspruch auf bis zu 160 m2 kostenlosen Wohnraum. Wo sollen diese Wohnungen herkommen? Fallen die vom Himmel, zaubert "die Regierung" die herbei? Und wer bezahlt den ganzen "Spaß"? Die Wohnungen, die Betriebskosten, Reparaturen, Renovierungen usw.?

Den bisherigen Eigentümern (private Vermieter, Wohnungsgesellschaften) ihr Eigentum wegzunehmen, um es im Zuge einer allgemeinen Volksbeglückung zu verteilen, das geht aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht, vor allem nicht ohne angemessene Entschädigungen.

Aber es zeigt sich bei solchen Vorschlägen wieder einmal, dass Sozialismus immer nur funktioniert, bis den Sozialisten das Geld der anderen Menschen ausgeht.

Wie frei und unsozial darf Marktwirtschaft sein?

So wie Uber mit prekären Fahrdiensten die Preise und Existenzen der Taxi-Branche kaputt macht, unterläuft Airbnb das Hotelwesen und verknappt zudem wertvollen Wohnraum. Mit freier und sozialer Marktwirtschaft hat das alles nichts mehr zu tun. Das ist schlichtweg egoistisches Ausnutzen von Gesetzeslücken, und die gehören gestopft. Wenn soziale Verantwortung in Geschäftsmodellen keinen Platz hat, sollte die Politik viel rigoroser agieren.

@Am 22. September 2020 um 16:45 von WiPoEthik

Zitat: "Der Zins...
man sollte nicht vergessen, dass der niedrige Zins ein großer Preistreiber ist. Die traditionellen Anlageformen in Deutschland liefern keine Erträge mehr, weshalb viele nach ähnlichen altbackenen langfristigen Formen der Geldanlage suchen."

Na, Potzblitz!

Welcher Partei warnt denn vor diesen negativen Folgen infolge dieser fatalen Geldpolitik zur "Rettung" des Euros schon seit Jahren??

Ich gebe Ihnen mal einen Tipp: diese Partei fängt mit "A" und hört auf "fD" auf.

Anstatt dusselige und nicht-wirksame linkspopulistisches Maßnahmen wie die Mietpreisbremse umzusetzen, sollte man das Problem der Mietpreissteigerung an dessen Ursache lösen.

@WiPoEthik, 16:45

"man sollte nicht vergessen, dass der niedrige Zins ein großer Preistreiber ist. Die traditionellen Anlageformen in Deutschland liefern keine Erträge mehr, weshalb viele nach ähnlichen altbackenen langfristigen Formen der Geldanlage suchen.
Dadurch werden viele Wohnungen aufgekauft und eben tatsächlich als Investitionsobjekt mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben. Das heißt man kauft ein Objekt - idealerweise mit Potential zur Aufwertung, weil es u.A. auch steuerlich interessant ist. Dann modernisiert man und vermietet zukünftig teurer weiter.
Der Wohnungsbau kommt hier allerdings gar nicht hinterher und ist für viele auch weniger attraktiv"

Damit haben Sie anschaulich das Dilemma zusammengefasst, das einem wirklich sozialen, nachhaltigen Wirtschaftssystem im Wege steht: Ein Geldsystem, das nach der Devise funktioniert "Wer hat, dem wird gegeben". Das ist deshalb ein Problem, weil mangels Transparenz niemand wirklich nachvollziehen kann, WIE jemand an das, was er hat, drangekommen ist.

16:59, Linksstaat_DE

>>Wohngeld ist eine Subvention für die Mieter, nicht für die Vermieter.<<

Das Geld bekommt aber der Vermieter.

Die Allgemeinheit finanziert ihm also die Rendite, die er aus seinem Eigentum erzielt.

17:24, Blitzgescheit

>>@Am 22. September 2020 um 16:45 von WiPoEthik
Zitat: "Der Zins...
man sollte nicht vergessen, dass der niedrige Zins ein großer Preistreiber ist. Die traditionellen Anlageformen in Deutschland liefern keine Erträge mehr, weshalb viele nach ähnlichen altbackenen langfristigen Formen der Geldanlage suchen."

Na, Potzblitz!

Welcher Partei warnt denn vor diesen negativen Folgen infolge dieser fatalen Geldpolitik zur "Rettung" des Euros schon seit Jahren??

Ich gebe Ihnen mal einen Tipp: diese Partei fängt mit "A" und hört auf "fD" auf.

Anstatt dusselige und nicht-wirksame linkspopulistisches Maßnahmen wie die Mietpreisbremse umzusetzen, sollte man das Problem der Mietpreissteigerung an dessen Ursache lösen.<<

Auch die Zinsen der FED sind auf historischem Tiefstand.

Liegt das auch an der Eurorettung? Wie positioniert die AfD sich zu der Tatsache, daß dies bei sämtlichen Erstweltland-Zentralbanken so ist? Der Leitzins der japanischen Zentralbank liegt bspw. bei -0,1%.

@16:56 von hesta15

>>Genau so ist das, der Staat hat die Pflicht mein Eigentum zu schützen.<<

Das ist aber nicht seine einzige Pflicht. Stichwort: Rechtsgüterabwägung. Wenn Ihr uneingeschränktes Recht an Ihrem Eigentum keinem wichtigerem Recht entgegensteht, wird der Staat Ihr Recht schützen.
Steht es anderen (wichtigeren) Rechten entgegen wird abgewogen.

@17:43 von fathaland slim

Das Geld bekommt aber der Vermieter.
Die Allgemeinheit finanziert ihm also die Rendite, die er aus seinem Eigentum erzielt.

Der Mieter hat den Nutzen.

Ein Eigentümer vermietet eine Wohnung an einen Berufstätigen für die marktübliche Miete von €700.

Der Mieter zahlt von seinem Einkommen €700 an seinen Vermieter.

Ein anderer Eigentümer vermietet eine baugleiche Wohnung im selben Haus an einen Arbeitslosen für die marktübliche Miete von €700.

Das Jobcenter zahlt €700 an den Vermieter.

Der erste Vermieter erhält keine Subventionen. Und wäre es eine Subvention für den zweiten Vermieter, wäre er besser dran als der erste. Wie genau ist der zweite Vermieter besser dran?

Wohngeld ist eine Subvention für einkommensschwache Personen, nicht für Vermieter.

um 16:55 von Nachfragerin

Außerdem geht es in dem Streit lediglich darum, dass verfügbarer Wohnraum vermietet werden muss. Die Entscheidung über den Mieter obliegt nach wie vor dem Eigentümer.
---------
Bei meinem Nachbarn hat eine Mieterin nachdem sie 6 Monate keine Miete bezahlt hat die Wohnung verlassen. Die Renovierungskosten betrugen 12000 Euro. Dieser Mann wird nicht mehr vermieten.

15:34 von fathaland slim

Wer für fünfzig Quadratmeter tausend Euro kalt bezahlen möchte, der hat keinerlei Schwierigkeiten, eine Wohnung zu finden.
.
das ist genau der Preis den ein mir bekanntes Pärchen +/- 25 in Stuttgart am Feuersee bezahlte
ohne Garage, renoviert keine Ahnung ... ?
Was einen bewegt mitten in der Stadt zu wohnen - an dieser lärmenden Ecke, das frage ich mich ohnehin
vielleicht wegen der Kneipen in bald jedem Haus und der Partystimmung wie in Kreuzberg.
Was soll daran lukrativ sein zu vermieten ?
Aktuell gibt es überhaupt keine Anlageform um sich ne (Zusatz)rente zu sichern
da kann man froh sein, die eine oder andere Immobilie vor 20 oder mehr Jahren gekauft zu haben
und zum Anderen, wenn das mit dem Vermieten so ein Renner ist, wo liegt dann das Problem,
warum kaufen dann die Mieter nicht ne Wohnung und sparen sich die Rendite die sonst der Vermieter kriegt

@ CaptainGreybeard (17:22), Re, Gentrifizierung oder Austausch?

Nur ein Vorschlag grundsätzliche Art; wir Menschen sind in der Lage, komplizierte Auto-Motoren und Internet-Infrastrukturen zu bauen. Die Ausarbeitung und Umsetzung von Modellen zur Deckung de Wohnbedarfs - von einem solchen Grundsatz ausgehend, ist nicht komplizierter. Mit Zauberei arbeite ich auch nicht, und nicht der Staat soll es richten. Wie schon immer, die Menschen bauen Häuser. Es gibt doch jetzt schon eine ganze Menge, oder? Fehlen nicht mehr viele.
Sozialismus? Nein! Umsetzung von Menschenrecht. Lediglich eine Basisversorgung, wer mehr qm haben will, kann zahlen. Ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass ein 4-köpf. Familie oder eine WG, etc. auch mit 100qm auskommen könnte. Ich bin, wie die meisten Menschen zu flexiblem Denken fähig. Und was wäre das für ein Problem, den überschüssigen Immobilienbesitz (Eigentum) zu entschädigen, wo angebracht u. zu einem fairen Preis? Besser, finde ich, als in Städten zB Bevölkerungsaustausch/Gentrifizierung aus Profitinteresse zu betreiben

17:24 von Blitzgescheit

Zitat:"Welcher Partei warnt denn vor diesen negativen Folgen infolge dieser fatalen Geldpolitik zur "Rettung" des Euros schon seit Jahren?? "

So ein Unsinn! Erstens liegen die Zinsen in fast allen Industriestaaten auf einem historisch niedrigen Niveau, in der Schweiz z.B. bei - 0,75%, zweitens wären hohe Zinsen für viele Unternehmen und Häuslebauer eine schwere Belastung, die in der Coronakrise noch dazu käme. Blitzgescheit ist was anderes!

17:59, Linksstaat_DE @17:43 von fathaland slim

>>Wohngeld ist eine Subvention für einkommensschwache Personen, nicht für Vermieter.<<

Es sichert dem Vermieter eine hohe Rendite, wenn er Mieten subventioniert bekommt, die er auf dem freien Markt nicht erzielen könnte. Weil sich nämlich nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung Kaltmieten von zehn Euro/qm und mehr leisten kann.

Die Mieten in vielen Städten haben sich in den letzten Jahren verdoppelt. In Hamburg bspw. lag die Durchschnittsmiete vor zehn Jahren laut Mietspiegel bei 6,76€/qm. Mittlerweile wird bei neuen Mietverträgen durchschnittlich 13,24€/qm verlangt.

Die Durchschnittseinkommen haben sich in den letzten zehn Jahren aber ganz gewiss nicht verdoppelt.

Es werden also immer mehr Menschen in finanzielle Abhängigkeit vom Staat gezwungen. Das Geld, was sie bekommen, verbessert ihren Lebensstandard im Vergleich zu vor zehn Jahren aber nicht, sondern wandert direkt aufs Konto des Vermieters. Der freut sich natürlich.

@17:59 von Linksstaat_DE

>>Der erste Vermieter erhält keine Subventionen. Und wäre es eine Subvention für den zweiten Vermieter, wäre er besser dran als der erste. Wie genau ist der zweite Vermieter besser dran?<<

Der zweite Vermieter ist besser dran als er es ohne Subvention wäre - denn ohne Subvention müsste er ggf. die Preise senken um Leerstände zu vermeiden. Mit der Subvention kann er sich so verhalten als gäbe es auf dem Markt weiterhin genügend Interessenten für seine 700€-Wohnung - und wir zahlen den Spaß auch noch.
Das ist doch die gleiche Problematik wie bei Aufstockern, denen man einen Hungerlohn zahlt - und der Staat schlägt dann so viel drauf, dass die Person sogar davon leben kann. Die Differenz spart der Arbeitgeber, der sonst niemanden finden würde.

(und ja, der Begriff Subvention ist hier sicherlich nicht völlig korrekt... aber wir wissen doch alle was gemeint ist)

18:14, Sisyphos3 @15:34 von fathaland slim

>>warum kaufen dann die Mieter nicht ne Wohnung und sparen sich die Rendite die sonst der Vermieter kriegt<<

Informieren Sie sich doch mal über die durchschnittlichen Wohnungskaufpreise in größeren Städten.

Unerschwinglich.

Vor zehn Jahren war das noch nicht so.

Außerdem stehen die allermeisten Mietwohnungen gar nicht zum Verkauf. Wer Wohnungen besitzt, der behält sie. Mehr Rendite als jetzt war damit noch nie zu erzielen.

18:00 von hesta15

das ist sicherlich die absolute Ausnahme "Mietnomaden" !!

aber der normale Wahnsinn genügt schon.
Da hat man ne komplett neu renovierte Wohnung vermietet
Dann sind in dem Badezimmers ebenso wie in der Küche Dübel in den Fliesen.
Der neue Parkett voller Macken von Stöckelschuhe
(die Sache liegt Jahrzehnte zurück als die populär waren)
Immerhin waren keine Löcher für die Katze in der Tür, wie bei meinem Nachbarn.
was machen sie da ?
Die Mieter ein damals junges Pärchen waren sich des Schadens gar nicht bewußt
haben aus Naivität gehandelt
ansonsten spricht man ja gern vom Abwohnen das man mit der Miete bezahlt
Will der neue Mieter so ne "abgewohnte" Wohnung

@18:14 von Sisyphos3

>>Aktuell gibt es überhaupt keine Anlageform um sich ne (Zusatz)rente zu sichern<<
Klar gibt es die: Aktien z.B.
Es gibt auch Wertpapiere die öfter als einmal im Jahr mit vernünftiger Rendite ausschütten.

>>und zum Anderen, wenn das mit dem Vermieten so ein Renner ist, wo liegt dann das Problem,
warum kaufen dann die Mieter nicht ne Wohnung und sparen sich die Rendite die sonst der Vermieter kriegt<<

Klar, das geht natürlich. Bonität und Eigenkapital vorausgesetzt. Natürlich sollte man sich dann auch mit Wohnungen auskennen oder einen Sachverständigen beauftragen und noch etwas Geld in der Hinterhand haben für anfallende Reparaturen. Und man sollte auch sichergehen, dass man ein paar Jahre dort wohnhaft bleibt, sich die Familiensituation nicht zu dramatisch ändert etc.

Ist das alles gegeben, kann es durchaus sinnvoll sein sich etwas zu kaufen. Oder man kauft sich etwas, vermietet es und wohnt selbst ebenfalls zur Miete. Steuertechnsich ist das interessanter.

18:14 von Sisyphos3

«… und zum Anderen, wenn das mit dem Vermieten so ein Renner ist, wo liegt dann das Problem,
warum kaufen dann die Mieter nicht ne Wohnung und sparen sich die Rendite die sonst der Vermieter kriegt»

Weil Wohnungen / Häuser kaufen in sehr ähnlichem Maß viel bis exorbitant teurer wurde wie Miete zahlen. Können sich Michael & Michaela Mieter nicht mal so eben eine Wohnung / ein Haus kaufen. Jedenfalls nicht in richtig großen oder größeren Städten. Auch nicht im Umland von Städten mit attraktiven Arbeitsstellen, oder in "Studentenstädten" (bspw. Münster, Tübingen).

In vielen ländlichen Regionen sieht es ganz anders aus. Dort können Sie Häuser mit großer Wohnfläche + Grundstück mit Garten kaufen. Theoretisch als Wertanlage zum Vermieten. Finden Sie aber nur sehr schwer Mieter für.
Wenn überhaupt welche.

Weil die Region keine Arbeitsstellen in der Nähe bietet.
Wenig Infrastruktur, wenig Freizeitgestatung.
Außer in Feld & Wald gehen. Kaum ÖPNV.

Sie müssen im Sommer selbst Rasenmähen.

@hesta15 - Ist Leerstand besser?

18:00 von hesta15:
"Bei meinem Nachbarn hat eine Mieterin nachdem sie 6 Monate keine Miete bezahlt hat die Wohnung verlassen. Die Renovierungskosten betrugen 12000 Euro. Dieser Mann wird nicht mehr vermieten."

Vermieten ist also schlecht, weil es wirklich schlimme Mieter* gibt. Was bleibt dann neben Eigennutzung und Leerstand noch übrig?

*z.B. Jungesellenabschiede in Airbnb-Wohnung

Egoismus

Gerne wird hier der Politik der Schwarze Peter zugeschoben, wohl vor allem von denjenigen, die selber gerne selber über solche Portale buchen und sich aufregen, dass die Politik AKA der Steuerzahler nicht noch ein paar hundertausend Wohnungen schafft, um die Langzeitmieten und auch die RBNB-Mieten zu drücken.
.
Die Politik hat an anderer Stelle versagt: die Zweckentfremdung von Wohnungen zu untersagen. Dazu gehören ausschließliche Ferienvermietungen für bis zu 1500 Euro in der Woche, Leerstände zur Abschreibung, Kauf zu reinen Investitionszwecken ohne Nutzung, etc.
.
Ich wohne selbst in einer Region, in der es Wohnungen kaum langfristig, sondern nur von September bis Mai zu mieten gibt, und im Sommer dann wochenweise zu absurden Preisen. Dem gehört ein Riegel vorgeschoben, und jeder diesbezügliche Vorstoß ist zu begrüßen.

15:41 von fathaland slim

An hochpreisigen Wohnungen ist deshalb kein Mangel
.
dann ist wenigstens deren Problem ne Bleibe zu finden gelöst
steht nur noch die Lösung des Problem, der weniger finanziell Potenten aus

Was ist jetzt eigentlich Sache

die Einschänkung der Airnb? Oder Genehmigung ? Fakt ist, dass die Wohnung so dem normalen Wohnmarkt entzogen wird. Das verknappt im gefragten Bereich die Wohnungen weiter und treibt Preise weiter. Das ist in Paris, aber auch in Berlin oder Amsterdam, London ein Problem .

@16:15 von Linksstaat_DE

"Mit Wohngeld betreibt der Staat das Geschäft nicht selbst, sondern macht nur Umverteilung. Das ist das kleinere Übel. Der "soziale" Wohnungsbau ist das größere, wegen des schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis."

Das ist meines Erachtens starker Tobak, wenn Sie behaupten, dass die Umverteilung von Steuergelder an die Vermieter das kleinere Übel gegenüber dem sozialen Wohnungsbau ist. Wie kommen Sie zur Behauptung, dass ein staatlich durchgeführter sozialer Wohnungsbau teurer kommt und ineffizient ist? Steckt da eine Phobie gegen alles Staatliche dahinter?

Wenn das von Ihnen angegebene Preis-Leistungsverhältnis derart schlecht wäre, könnte man ja das Geld der Umverteilung zum Ausgleich nehmen. Dann wäre trotz Ihrer Bedenken eine win-win-Situation.

@17:59 von Linksstaat_DE

"Der erste Vermieter erhält keine Subventionen. Und wäre es eine Subvention für den zweiten Vermieter, wäre er besser dran als der erste. Wie genau ist der zweite Vermieter besser dran?"

Der erste Vermieter muss immer befürchten, dass der Mieter nicht zahlt und teuer aus der Wohnung geklagt werden muss. Wenn die Kommune die Miete übernimmt, ist das ein (fast) sorgenloses Einkommen.

@Sisyphos3

...mein Reden...kaufen ist viel billiger als mieten...nur die Flexibilität ist dann weg...

@19:07 von Sisyphos3 15:41 von fathaland slim

//steht nur noch die Lösung des Problem, der weniger finanziell Potenten aus//

Schön, dass Sie wenigstens DAS noch als Problem erkennen.

Aibnb

Ihre Bemerkung kann so nicht stehen bleiben: diese Gesetze zur Entrechtung der Vermieter haben die CDU , FDP und SPD die letzten 30 Jahre festgelegt (als s.g. Schutz für die Mieter). Die Gesetzte sind fehlgeleitet und die Kosten für ausfallende Miete, Renovierung und Rechtskosten bleiben fast immer beim Vermieter. Übrigens: die Richter müssen immer nach diesen Gesetzten urteilen, sie können keine eigenen Regeln verkünden. Also keine links-denkenden Politiker sondern pech schwarze CDU und kapitalistische FDP mit Dauermitläufer SPD und G. Schröder, oder?

@18:26 von WiPoEthik

Der zweite Vermieter ist besser dran als er es ohne Subvention wäre - denn ohne Subvention müsste er ggf. die Preise senken um Leerstände zu vermeiden.

Die Umverteilung per Wohngeld erhöht die Mieten generell, durch die erhöhte Nachfrage. Der zweite Vermieter ist weder besser noch schlechter dran als der erste. Beide müssen sich an den Marktpreis orientieren.

Auch deswegen (erhöhte Nachfrage dank Steuergeld) ist Umverteilung generell eine schlechte Idee. Aber immerhin ein kleineres Übel als der "soziale" Wohnungsbau.

Was viel hier im Forum außer Acht lassen, sind die Kosten des "sozialen" Wohnungsbaus. Diese Investitionen zahlen die Steuerzahler. Und es kommt ihnen enorm teurer zu stehen und ist noch ineffizienter als die Umverteilung für Wohngeld.

Auch Nutzen werden außer Acht gelassen. Man redet so als fließe das Wohngeld an die privaten Vermieter mit wenig Gegenleistung. Die Mieter erhalten jedoch eine Wohnung, die der Steuerzahler nicht bauen musste!

Linkstaat DE

Solche ewig gestrigen Äußerungen wie ihre ,gehen mir echt auf den Pinsel .Viele Jahre arbeite ich jetzt schon in diesem Gewerbe . Wohnungsbau ect . Der Privatisierungswahn hat Wohnen immer teurer gemacht .Menschen sind vertrieben worden, wurden entmietet. Zurück bleiben die die keine Kohle haben vollkommen überhöhte Mieten zu zahlen . Eine Verdrängung exorbitanten Ausmaßes hat dort stattgefunden . Die schwarze Null von Herrn Schäuble und viele Fans in der Bevölkerung dieser Politik hat auch mit dazu beigetragen das Menschen keine Wohnungen mehr finden . Eine Privatisiewerungswelle die der Staat gefördert hat , seit Jahren . Kein wunder das Menschen sich währen, wie in Leipzig . Das Urteil vom EUGH ist nur zu befürworten . Der Staat soll gefälligst Wohnraum selber Bauen ,mal einen Blick nach Wien wagen . Privat geht vor Staat , es reicht doch mal . Das ist jetzt das Ergebnis . Mich regen solche neoliberalen immer gestrigen Vorgehensweisen nur noch auf . Verdammt

@ Sisyphos3 (19:07)

>>Am 22. September 2020 um 19:07 von Sisyphos3
15:41 von fathaland slim
An hochpreisigen Wohnungen ist deshalb kein Mangel
.
dann ist wenigstens deren Problem ne Bleibe zu finden gelöst
steht nur noch die Lösung des Problem, der weniger finanziell Potenten aus<<
-
Jetzt habe Sie auch gemerkt, worum es die ganze Zeit geht. So kann ihn nun einen Hinweis von Ihnen weiter oben besser verstehen, als Sie fragten, warum nicht alle Leute sich eine Bleibe kaufen, statt zu mieten. Also 1., müssten diese Eigenkapital und Kreditwürdigkeit haben (was das alles ist, wissen Sie ja) und 2., was sollen dann die vielen Vermieter ohne Mieteinnahmen machen? Oder glauben Sie, die werden in nächster Zeit, bei den derzeitigen Durchschnittseinkommen die derzeit überteuerten Immobilien bei dieser Gruppe los? Die können zukünftig fast nur an Spekulanten und Geldwäscher, etc. verkaufen; dann kommt es zu weiteren soz. Verwerfungen. Wer nicht bald günstig verkauft, hat später eine andere, unangenehme Gesellschaft.

19:07 von Sisyphos3

«An hochpreisigen Wohnungen ist deshalb kein Mangel.»

»dann ist wenigstens deren Problem ne Bleibe zu finden gelöst»

Es gab niemals einen Mangel, hochpreisige Wohnungen zu finden.
Es waren immer genügend für diejenigen vorhanden, die sich solche Wohnungen leisten konnten (und auch wollten).

Mangel, hochpreisige Auto kaufen zu können, gab es auch noch nie.
Nur zu der Zeit, als es noch keine Autos zu kaufen gab.

Geht bei uns nicht..

..das kurzfristige Vermieten von Wohnungen an Touristen ist bei uns an so hohe Auflagen gebunden, dass dies nichts bringt.

Genehmigungen dazu müssen im Stadtrat besprochen werden, was in der Regel nicht durchgeht.

14:56 von Traumfahrer

Was sich die Finanzverwaltung da leistet, ist hanebüchen. Vermieter zu zwingen, Mieten zu nehmen, die oft ggf. gar nicht auf dem Markt durchsetzbar sind, weil verschiedene Immobilien nicht vergleichbar sind. Aber der Boden wird aus dem Fass geschlagen dadurch, das die Gesetzte für Mietausfall durch zu wenig Richter und schleppende Justiz NICHT vom Finanzamt berücksichtigt werden: Geschäftsrisiko der Vermieter oder?

18:33 von Sisyphos3

Will der neue Mieter so ne "abgewohnte" Wohnung

Ne, vielleicht nicht. Aber der Vermieter hat ja vorher mitunter jahrelang massig Geld für im Grunde keine Gegenleistung vom vorigen Mieter bekommen. Da sollte es ihm doch möglich sein, die Wohnung wieder in einen `nicht-abgewohnten´ Zustand zu versetzen. Und nicht nur kassieren und sich dann auch noch beschweren, weil die Wohnung nun so aussieht, als habe jemand darin gewohnt. Für sowas habe ich kein Verständnis.

@Wilhelm Schwebe 14:40 Uhr..

"ICH möchte in der heutigen zeit kein vermieter mehr sein"

Kommt drauf an, wer einzieht..man muss sich seine Mieter sehr gut aussuchen..bei mir nur mit persönlicher Empfehlung von Bekannten.

Meine Ladenmieterinnen sind schon seit Jahrzehnten bei mir..zahlen momentan nur die halbe Miete..
Und die Wohnung wird langsam renoviert..
wir lassen uns Zeit..

teurer kommt und ineffizient?

von flegar @
Die lebensweißheiten und die tägliche Realität zeigen das es nicht geht.

Die DRR Platten oder "neue Heimat" sind für mich der dauerhafte und ewige Beweiß das Sie es nicht können oder wollen.

16:22 von schabernack

@schabernack: Einst städtisch gebaut (in den 1970-ern), später an privat verkauft, 2016 von der Stadt zurückgekauft (alle Wohneinheiten).

Meine Stadt muss neu bauen.

Der Rat der Stadt Osnabrück hat [...] einstimmig die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft beschlossen.[...] 1.000 Wohneinheiten für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen sollen [...] in den kommenden zehn Jahren entstehen. 40 Prozent der Wohnungen werden zum sozialen Wohnungsbau zählen, mit Durchschnittsmieten von derzeit 5, 80 Euro pro Quadratmeter. (NDR.de v. 8.7.20)

Dies ist einigen sehr engagierten BürgerInnen zu verdanken, die solange Unterschriften sammelten bis dieses Thema in einem Bürgerentscheid (mit ¾ Stimmen dafür) (mit-)entschieden wurde.

2002 wurde die einstige städtische Wohnungsgesellschaft mit knapp 4 Tsd Wohnungen an die Nileg verkauft um den Haushalt zu sanieren. Heute sind diese Wohnungen in den "renommierten" Händen der Vonovia.

Kurzzeitvermietung ?

Also werden die Wohnungen dann noch länger leer stehn.

Wer heute noch privat Wohnungen vermietet muss entweder ser reiche soder sehr d...... sein.

höchst lukrativ, Vermieter zu sein.

von fathaland slim@

Und warum haben dann alle Städte Ihre Wohnungen verkauft?

Besonders in der rot/grün regierten Ländern und Kommunen?

@ 20:11 von VictorJara

Solche ewig gestrigen Äußerungen wie ihre ,gehen mir echt auf den Pinsel .Viele Jahre arbeite ich jetzt schon in diesem Gewerbe . Wohnungsbau ect . Der Privatisierungswahn hat Wohnen immer teurer gemacht

Sie sehen die Ergebnisse aber nicht die Ursachen.
Im "sozialen" Wohnungsbau kann man die (enormen) Kosten besser verstecken. Sie sind waren/sind aber trotzdem da.

Mit "Privatisierungswahn" meinen Sie wohl den Verkauf von Wohnungen aus (ineffizienter) öffentlicher Hand. Nur in Realität gab es eine viel größere Entprivatisierung bzw. Verstaatlichung, nämlich die Entrechtung privater Vermieter (Kündigungsschutz auch für zahlungsunwillige Mieter, Auflagen, Mietpreisdeckel usw.). Trifft vor allem Kleinvermieter, die immerhin die Mehrheit aller Mietwohnungen vermieten. Auch daher das unzureichende Angebot auf dem Wohnungsmarkt.
Dazu kommt natürlich weiteres staatliches Versagen, z.B. bei der Migrations- und Geldpolitik.

Staatsversagen, nicht Marktversagen.

ein Riegel vorgeschoben?

Digitaler Fußabdruck @

Warum.
Wir haben im gesamten Bundesgebiet tausende leer Stände.

Also sollten jeder da wohnen wo er es bezahlen kann oder sich selber Eigentum anschaffen.

Dann braucht er nie mehr Miete zahlen und muss dann nur alle Kosten und die Verantwortung selber tragen.

20:44 von werner1955

Zitat:"Und warum haben dann alle Städte Ihre Wohnungen verkauft? Besonders in der rot/grün regierten Ländern und Kommunen?"

Ich wusste noch gar nicht, dass Herr Söder als bayrischer Finanzminister Mitglied einer rot-grünen Regierung gewesen ist. Der hat nämlich Wohnungen aus dem Besitz des Freistaates Bayern im großen Umfang verscherbelt...Damit klar ist: Ganz egal, wer diese Verkäufe getätigt hat, Rote, Grüne, Schwarze, Gelbe, es war immer eine Milchmädchenrechnung zu glauben, man könne damit die eigenen Finanzen sanieren UND günstigen Wohnraum für die bisherigen Mieter garantieren. Spätestens nach den zweiten Weiterverkauf waren alle "Garantien" nur noch Altpapier. Jetzt hat man den Salat und das Jammern ist groß. Ach so: Das "rote" Hamburg hat seine Wohnungen behalten und baut immer neue. Geht also!

20:44, werner1955

>>höchst lukrativ, Vermieter zu sein.
von fathaland slim@

Und warum haben dann alle Städte Ihre Wohnungen verkauft?

Besonders in der rot/grün regierten Ländern und Kommunen?<<

Nicht besonders in denen, sondern generell. Das war zu den Zeiten, als der Neoliberalismus die angesagte Ideologie war, privat vor Staat war das Schlagwort. Die Kommunen hatten große Geldsorgen, weil die Steuereinnahmen im Zuge des Strukturwandels weggebrochen waren. Also verkaufte man das Tafelsilber, um den Haushalt zu sanieren. Eine ungeheuer bescheuerte Idee. Jetzt sind die Kommunen wieder oder immer noch pleite, und das Tafelsilber, das ja nicht nur aus Wohnungen, sondern auch u.a. aus ÖPNV und Versorgungsbetrieben bestand, ist weg. Alles privatisiert. Zwei Mal verkaufen kann man es nicht.

Die 90er waren eine schlimme, folgenreiche Zeit.

Ein Blick nach Wien zeigt, wie es auch gegangen wäre. Da wird man neidisch.

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