Ihre Meinung zu: Polens Regierung weist Kritik an LGBT-Politik zurück

29. September 2020 - 10:00 Uhr

In einem offenen Brief hatten 50 Botschafter an Polen appelliert, die Rechte von sexuellen Minderheiten zu respektieren. Die Regierung in Warschau reagiert empört: Toleranz gehöre "zur polnischen DNA". Von Jan Pallokat.

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Kommentare

Tja

es ist zu vermuten das die Polen eine größere Toleranz aufweisen als hierzulande Kandidaten fuer den CDU Vorsitz.

Deutschland macht sich in

Deutschland macht sich in Polen wieder einmal "beliebt". Polen respektierte sexuelle Minderheiten. Sonderrechte hingegen werden nicht gewährt.

Wenn Toleranz zur Polnischen DNA gehört ...

... dann müssen da vor kurzen größere Versuche stattgefunden haben.
Ich bin des öfteren dort und muss sagen, dass es gerade dort das Gegenstück zu "Amerika first" gibt, eine überaus nationalistisch ausgeprägte Denkweise ... weit über dem der Ungarn. Das geht hin bis zur Geschichtsfälschung ... zu der man nicht einmal etwas straffrei sagen darf (!).
Und bitte: Das hat nichts mit der Gastfreundschaft der meisten Polen zu tun ... nicht verwechseln.

@Klausewitz, 11:08

Was sind, in diesem Zusammenhang, ihrer Meinung nach 'Sonderrechte'?

Wann lernen wir es endlich?

Anderen seine Meinung aufzudrücken wird nie funktionieren. Und dauerhafte Veränderung kann nur von innen kommen.
Auch wenn ich mich nun unbeliebt mache halte ich es für falsch das 50 Botschafter versuchen dem polnischen Volk bzw. dessen Regierung ihre Meinung/Kultur aufzudrücken.
In Deutschland haben LGBTI-Menschen viele oder sogar die gleichen Rechte wie Heteros und das ist okay. In Polen scheinbar nicht und das ist ebenfalls okay.
Wir haben nicht das Recht sobald uns etwas an einem anderen Staat/Kultur nicht passt, sei's nun LGBTI-Rechte oder Frauenrechte etc. uns dort einzumischen und den Menschen dort unsere Kultur/Art auf zu zwingen. Das hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Wann lernen wir das endlich?

Seltsam...

Wenn die polnische Regierung derart tolerant sind, wie sie selbst behauptet, wieso ist sie dann absolut dagegen, Flüchtlinge aufzunehmen?

re Klausewitz

" Polen respektierte sexuelle Minderheiten. "

Und deswegen gibts Resolutionen für "LGBT-ideologiefreie Zonen" und Pest-Vergleiche...?

"Sonderrechte hingegen werden nicht gewährt."

Sonderrechte werden auch nicht gefordert. Von niemandem.

-flo-

" In Polen scheinbar nicht und das ist ebenfalls okay."
Nö. Polen hat den Anspruch an sich selbst, ein Rechtsstaat zu sein. Und da verbietet es sich, Menschen aufgrund von Einstellungen oder Orientierungen Rechte zu verweigern...

um 11:08 von Klausewitz

>>Deutschland macht sich in

Deutschland macht sich in Polen wieder einmal "beliebt". Polen respektierte sexuelle Minderheiten. Sonderrechte hingegen werden nicht gewährt.<<

Menschenrechte sind keine Sonderrechte!

Kritik an LGBT-Politik

Richtig.

Jedes Land hat das Recht bei solchen Entscheidungen Ihre eigenen Reglen zu haben und diese auch durchzusetzten.

Regeln ohne das Sie durchgesetzt werden zersetzten die Gemeinschaft.

Wer Regeln nicht möchte muss erst mit demokratischen Maßnahmen und Mehrheiten die Regeln ändern.

Geschichte in Polen.

@11:13 von H. Hummel
Danke für Ihren realistischen und trotzdem ausgewogenen Beitrag.
Das entspricht auch zu einem Teil meinen Erfahrungen hier mit polnischen Bekannten.
Bei uns ist die Leugnung "unangenehmer" historischer Fakten nicht mehr üblich.

ein Rechtsstaat zu sein?

von Mister_X @

Das erlassen von Gesetzten und Rgeln ist die Grundlage des Rechtsstaats.

Und wenn dieser Rechststaat Reglen und Gesetzte erläßt die Ihnen uns nicht passen müssen die das dann ändern?

Warum?

Absolut nicht OK

[11:17 von -flo-]
„In Deutschland haben LGBTI-Menschen viele oder sogar die gleichen Rechte wie Heteros und das ist okay. In Polen scheinbar nicht und das ist ebenfalls okay.“

Nein, ist es nicht.

Sehen Sie, in der dunkelsten Phase der deutschen Neuzeit-Geschichte hat sich das Ausland auch nur wenig „eingemischt“ und den Deutschen kein anderes Verständnis von Humanismus und Toleranz gegenüber Minderheiten (zu denen Juden, Sinti, Roma u. a. gehörten und noch gehören) „aufzudrücken“, wie Sie sagen.

Der Staat, das sind (sollten sein) die Menschen, die darin leben. Das gilt für alle Staaten. Und wenn auf religiöser Seite missioniert wird, dann ist es erst recht für freie, humanistisch geprägte Menschen rechtens, ja sogar Pflicht, auf andere einzuwirken, die gegen den Humanismus und die Toleranz agieren und andere, die selbst Toleranz üben, zu unterdrücken.

Wir alle sind Menschen. Und die Mitmenschlichkeit und das Einstehen füreinander darf NIE an der Staatsgrenze enden.

Gerade der Bischof

Gerade ein Bischof spricht von Regenbogenpest.

Die wirkliche Pest war doch der Missbrauch an Minderjährigen durch Priester und Bischöfe. Möge sich doch bitte dieser hohe Kirchenbeamte an diese verwerflichen Handlungen in seinen eigenen Reihen erinnern, bevor er sein Schandmaul öffnet und Volksverhetzung betreibt.

Herr Bischof, Homosexualität ist keine Pädophilie, das ist Liebe und Sexualität zwischen Erwachsenen gleichen Geschlechts und die schadet Niemanden, auch nicht der vermeintlich zu schützenden Familie.

Verstehe ich nicht...

Homosexuelle sind für mich ganz normale Menschen. Deshalb bekommen sie keinen Deut mehr Aufmerksamkeit oder Privilegien. Keine Sonderbehandlung, keine Extra Zeit. Nichts.
So wie jeder andere um mich herum.

Meiner Ansicht nach......

ist es schon zweifelhaft, ob Besserwisserei moralisch gerechtfertigt ist, besonders dann, wenn das LGBT-Thema in anderen Staaten für Arbeitsplätze von Psychologen sorgt und heißes Thema bei Wahlen ist. Schon oft habe ich darauf hingewiesen, daß es falsch ist, wenn das LGBT-Thema mediengeil auf Sex reduziert wird, weil viel mehr die emotionale Seite betroffen ist. Oder glaubt man, daß die altersabhängigen biologischen Erfahrungen für Mitglieder der LGBT-Ebene nicht gelten? Man sollte nicht vergessen, daß es zu allererst Menschen sind und jede echte Diskriminierung nicht zu begründen oder entschuldigen ist. Allerdings täten die LGBT-Mitglieder gut daran, nicht jede im Alltag gefühlte "Diskriminierung" ausschließlich auf sich bezogen zu sehen.

Grellbunt

Wertschätzung für das Andere bedeutet auch ein Stück Bescheidenheit für das Eigene.
Jedoch:
Der um sich greifende Moralismus schränkt Freiheiten zunehmend ein und versteckt sich hinter den Regenbogenfahnen, hebt überall fordernd den Zeigefinger.
Die Minderheit der Nicht-Heterosexuellen wird Aufgeblasen und zum Vehikel gemacht, letztlich mißbraucht.

Wann lernen wir das endlich?

von -flo- @
Da bin ich voll bei Ihne.

Aber einige Minderheiten hatten und haben schon immer den Hang in unserem Land die "Welt" mit Ihrer persönlichen, idiologie zu retten.

Leider hat es sehr oft nur zu Not und Elend geführt.

@ 11:08 von Klausewitz

Das sich Kritiker generell nicht beliebt machen, ist wohl keine Seltenheit. Aber abgesehen von Deutschland haben noch 49 andere Botschaftet Kritik geübt.
Machen die sich jetzt auch alle "besonders" beliebt?
Warum sind sie dagegen, Missstände anzusprechen?
Und warum sind die Rechte von LGBT Sonderrechte, wenn diese nur die gleichen Rechte wie alle möchten?

2020 um 11:17 von -flo

>>....Wir haben nicht das Recht sobald uns etwas an einem anderen Staat/Kultur nicht passt, sei's nun LGBTI-Rechte oder Frauenrechte etc. uns dort einzumischen und den Menschen dort unsere Kultur/Art auf zu zwingen. Das hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Wann lernen wir das endlich?....<<

Das sehe ich etwas anders. Ich bin der Meinung, dass ich oder andere in einem geeinten Europa durchaus auf Missstände in einem verbündeten europäischen Staat aufmerksam machen darf. Umgekehrt muss ich es aber auch hinnehmen können.

Regenbogen

Der Regenbogen steht für Freiheit,
nicht für den erhobenen Zeigefinger.
Der Versuch, das Symbol für Freiheit und Wertschätzung für Andere zu kapern,
ist Moralismus.
Die Revolution von 1968 frißt ihre Kinder.

Am 29. September 2020 um 11:08 von Klausewitz

Deutschland macht sich in Polen wieder einmal "beliebt". Polen respektierte sexuelle Minderheiten. Sonderrechte hingegen werden nicht gewährt.
---------------
Die ganze Wahrheit in 2 Sätzen.
Besser und treffender geht es nicht.

Rechtsstaat ist nicht gleich Rechtsstaat.

"" In Polen scheinbar nicht und das ist ebenfalls okay."
Nö. Polen hat den Anspruch an sich selbst, ein Rechtsstaat zu sein. Und da verbietet es sich, Menschen aufgrund von Einstellungen oder Orientierungen Rechte zu verweigern..."

Ein Rechtsstaat ist kein Naturgesetz, sondern eine Erfindung der Menschen. Dementsprechend können sich Rechtsstaaten unterscheiden. Kleines Beispiel:
In teilen der/den USA ist es Bürgern erlaubt Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen - hier ist es Verboten. In Deutschland haben alle Menschen die gleichen Rechte, egal welches Geschlecht, Sexualität, Religion etc. in Polen, Ihrer Aussage nach, nicht. Ich bin kein Jurist, ich kann nicht beurteilen ob beide Annahmen korrekt sind.
Worauf ich hinaus möchte ist - nur weil ein anderes Land sich selbst als Rechtsstaat definiert bedeutet dies nicht das es die gleichen rechtlichen Ansprüche/Gesetzte hat wie unser Rechtsstaat.

re werner 1955

"Das erlassen von Gesetzten und Rgeln ist die Grundlage des Rechtsstaats.

Und wenn dieser Rechststaat Reglen und Gesetzte erläßt die Ihnen uns nicht passen müssen die das dann ändern? "

Die Grundlage eines demokratischen Rechtsstaats ist die Gleichbehandlung aller Bürger, ohne Rücksicht auf ihre EInstellungen oder Orientierungen. Diskriminierungen oder die Verweigerung von Rechten durch staatliche Stellen ist ein Verstoß gegen eben diese Grundlagen.
Es kommt nicht darauf an, ob bestimmte Gesetze mir oder jemand anderes nicht passt, es geht darum, dass in Polen einige lokale Behörden, kirchliche Stellen und auch das Staatsoberhaupt gegen Minderheiten hetzen und ein Klima des Hasses schaffen.

Es wird immer

Es wird immer offensichtlicher, was an DNA man sich über die Finanzierung der EU und genau deshalb wollten Visegard-Staaten, allen voran dieses Polen rein, eingekauft hat. Nun finanziert man Staaten und Regierungen, die eindeutig unseren Kriterien des demokratischen Staates mit der entsprechenden Teilung der drei Gewalten widerspricht und hält sie damit erst am Leben. Wenn unsere Regierungen so immer mehr unseren eigenen Verfassungszielen widerspricht, so kann und darf es nicht sein, Bürger die, sich immer mehr obskuren Kräften, die ihnen versprechen, genau gegen dieses Tun vorzugehen, anschließen, alleine zu kriminalisieren, denn kriminell nennen muss man dann auch das genannte Tun unserer Regierungen und Politiker. Wenn dies der traurige Rest unseres Staates ist, bleibt aber jedem trotzdem eine Wahlmöglichkeit, nämlich ob man sich den einen oder den anderen Kriminellen anschliest. Auf jeden Fall darf da keine Seite mehr auf die andere mit dem Finger zeigen.

Ob Rußland, Ungarn Polen und ihre erzkatholische

Kirche. Sie alle überschlagen sich in ihrer totalitären Toleranz. Und Merkel unterstützt sie noch, was man an ihren Vorschlägen zur Rechtsstaatlichkeit nicht übersehen kann. Friedrich Merz würde sehr gut in das Machtgefüge der Polen passen. Allerdings gibt es eben auch in Deutschland nur eine passive Toleranz. "Sollen sie doch machen, was sie wollen. Die Hauptsache ist, sie lassen mich in Ruhe" Außerdem gibt es in vielen Bereichen Diskriminierung und ja auch tätliche Angriffe gegen Homosexuelle.

@ 11:17 von -flo-

Das ansprechen von Missständen ist für sie das aufzwingen von Meinung und Kultur?
Polen möchte doch ein Rechtsstaat sein. Und Polen ist auch Teil der EU-Gemeinschaft.
Das dann andere Mitglieder dieser Gemeinschaft kritisieren, dass Werte dieser Gemeinschaft nicht berücksichtigt werden, finde ich nur selbstverständlich.

Polen weist Kritik zurück

das dies von der polnischen Regierung anders gesehen wird war doch klar. jedoch sprechen die Maßnahmen der Regierung vom genauen Gegenteil und somit wird gegen die EU-GR-Charta verstoßen. die Frage wäre nun warum die EU solange wartet anstatt die Grundwerte einzufordern oder Polen die Gelder zu streichen. jeder Mensch hat Grundrechte und da ist es egal ob Hetro. ; BI. oder Homo. es sind alles Menschen

@ 11:37 von Toni B.

Dann sind wir uns ja einig, dass auch diese Menschen die gleichen Rechte wie Heterosexuelle Menschen haben.

Davon, dass die LGBT-Community "Privilegien" haben möchte, war ja auch nie die Rede.

Sexualität

Die Wertschätzung für Andere verflacht zunehmend zur Ideologie, "alles habe gleichwertig zu sein".
In der Forderung "es habe zu sein" steckt mit dem Machtanspruch die Negation der ursprünglichen Idee - der Wertschätzung für Andere.
Sexualität lebt aber vom Unterschied.
Sie ist - interessanterweise - bunt, aber nicht "gleich" bunt.
Statt Sexualität Ideologien überzustülpen, sollten wir sie nehmen, wie sie ist.
Einen Zeigefinger darüber zu erheben ist eigentlich ein alter Hut, aber hat mit Regenbogen nichts zu tun.

Wenn 50 Botschafter an Polen

Wenn 50 Botschafter an Polen appellieren, dann ist das schon außergewöhnlich.
Die Reaktion polnischer Spitzenpolitiker und Kleriker ist da bezeichnend und beschämend.

@-flo- 11:17

"Wir haben nicht das Recht sobald uns etwas an einem anderen Staat/Kultur nicht passt, sei's nun LGBTI-Rechte oder Frauenrechte etc. uns dort einzumischen und den Menschen dort unsere Kultur/Art auf zu zwingen. Das hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Wann lernen wir das endlich?"

Schwach.
Wir reden hier nicht über Tasmanien oder sonst eine entfernte Kultur sondern über ein EU-Mitglied im Herzen Europas.
Eine derartige Diskriminierung liegt außerhalb der gemeinsam festgelegten Wertvorstellungen und verdient eine gehörige Portion Kritik anstatt Toleranz.

"In Polen erhalten Kommunen, die sich zur „LGBT-freien Zone“ erklärt haben, Geld aus dem Staatshaushalt. Eine Kompensation für gestrichene EU-Gelder, sagt die PiS-Regierung. Kritiker sehen darin eine Belohnung homophober Politik."
*Deutschlandfunk, 08.09.2020*

Wer sind dann die nächsten, wenn man solchen Umtrieben freien Lauf lässt?

@ 11:37 von Toni B.

Dann sind wir uns ja einig, dass auch diese Menschen die gleichen Rechte wie Heterosexuelle Menschen haben.

Davon, dass die LGBT-Community "Privilegien" haben möchte, war ja auch nie die Rede.

@ 11:17 von -flo-

Das ansprechen von Missständen ist für sie das aufzwingen von Meinung und Kultur?
Polen möchte doch ein Rechtsstaat sein. Und Polen ist auch Teil der EU-Gemeinschaft.
Das dann andere Mitglieder dieser Gemeinschaft kritisieren, dass Werte dieser Gemeinschaft nicht berücksichtigt werden, finde ich nur selbstverständlich.

Entschuldigung an Polen fällig

Es gab falsche Berichterstattung, wobei die Unwahrheit verbreitet wurde, man habe in Polen "LGBT-freie Zonen" eingerichtet. Daraufhin wurde eine Sanktionierung polnischer Gemeinden durch int. Organisationen wie die EU gefordert. Tatsächlich hatten sich Gemeinden gegen LGBTI-Ideologie ausgesprochen, nicht gegen LGBTI-Menschen und ihre sexuelle Orietierung. Das ist ein substanzieller Unterschied. Denn in allen Ländern sind schon immer 15% der Bevölkerung lesbisch oder schwul, was nicht bedeutet, dass man die antiliberalen Auswüchse westlicher LGBTI-Ideologie fressen muss und dem Rest der Bevölkerung aufdrücken. Insofern wäre es Zeit für Entschuldigungen an Polen aufgrund des Fehlalarms.

die gleichen Rechte ?

El Presidente85 @
Wenn in einer Verfassung aus guten Grund steht das eine Ehe nur aus einem Mann und einer Frau besteht wollen Sie nicht die gleichen sondern Ihre eignen Rechte.

Was machen Sie wenn Kulturen, Mehrfach, Kinder oder ander Reechte fordern weil das Ihre Art vom "Menschenrechten" sind?

Und zäheln zu den "Menschenrechten" nur die die einie Gesellschaften geprägt und für alle als Maßstab gesetzt haben?

Diversität als Unternehmensziel

Vielleicht bin ich sehr dadurch geprägt, dass bei meinem - international tätigen - Arbeitgeber Diversität als Grundmaxime angesehen wird und auch schon mal Vorstände mit Regenbogenfahnen auf Demos zu sehen sind, ohne dass sie sich persönlich zur LGBT-Szene rechnen. Deren Rechte (der LGBT...) werden aber als unumstößlich und nicht verhandelbar angesehen, nicht als Sonderrecht, nur als klar definierte Menschenrechte.
Wenn sich Kollegen wie Teile der polnischen Kirche oder der polnischen Politik äußern würden, hätten sie ein arbeitsrechtliches Problem, genauso wie bei antisemitischen Äußerungen etc.. Traurig, dass das in einem Mitgliedsland der EU überhaupt in dieser Form debattiert werden muss.

@ 11:17 von und-nachts-da-ruft

"Wenn die polnische Regierung derart tolerant sind, wie sie selbst behauptet, wieso ist sie dann absolut dagegen, Flüchtlinge aufzunehmen?" Weil Polen ein sehr armes Land ist, nicht zuletzt dank der intensiven Bemühungen von uns und seiner östlichen Nachbarn. Bis die polnischen EU-Mitbürger annähernd auf unserem Lebensstandard angekommen sind, sollten wir uns bedeckt halten. Das rechtfertigt natürlich nicht, dass die polnische Regierung versucht, der polnischen Bevölkerung seitens des UN- und EU-Rechts zustehende Rechte zu verweigern. Die Einhaltung dieses Rechts obliegt nicht nur der Judikative des betreffenden Landes sondern ist auch Angelegenheit der anderen Vertragsstaaten.

@knutwahrheit um 11:48

Man sollte schon bis drei zählen können, wenn man sich anmaßt, von Wahrheit zu schreiben.

Wer die Gleichstellung von Minderheiten als "Sonderrechte" darstellt, weiß, in wessen Fußstapfen er wandelt.

Zum Glück ist die überwiegende Mehrheit der Forist*innen hier geschichtlich und politisch beschlagen und kann dies einordnen und zurückweisen.

11:25 von Jan Sensibelius

Menschenrechte sind keine Sonderrechte!
.
nur wie sind die definiert ?
in Schweden wird man wegen Prostitution eingebuchtet
weil es gegen (Menschenrecht) das Selbstbestimmungsrecht der Frau verstößt
hierzulande ist das Steuer und Sozialversicherungspflichtig

Schwule hierzulande einzusperren war bis vor 30 Jahren hierzulande üblich

ja was jetzt ?
sind wir den Polen Menschenrechtsmäßig "voraus" oder die uns ??

@ 11:17 von -flo-

Das ansprechen von Missständen ist für sie das aufzwingen von Meinung und Kultur?
Polen möchte doch ein Rechtsstaat sein. Und Polen ist auch Teil der EU-Gemeinschaft.
Das dann andere Mitglieder dieser Gemeinschaft kritisieren, dass Werte dieser Gemeinschaft nicht berücksichtigt werden, finde ich nur selbstverständlich.

Menschenrechte

„Menschenrechte sind keine Ideologie“

Ein wirklich wunderbarer Satz!

Menschenrechte, so viel sei auch den hier direkt eifrigst „Einmischung“, „Bevormundung“, „moralische Überlegenheit“ und „Besserwisserei“ rufenden Foristen gesagt, sind universale, von der Weltgemeinschaft gemeinsam festgelegte Grundrechte, die von Niemandem, auch nicht von wie auch immer legitimierten Regierungen außer Kraft gesetzt werden dürfen.

Ein großartiges und kraftvolles Zeichen der 50(!) Unterzeichner und ausgesprochen peinlich für die wenigen „Nichteinmischer“.

Übrigens: Die Unterordnung allgemeiner Menschenrechte unter eine staatliche oder kulturelle Doktrin ist definitionsgemäß eine Ideologie. auch und gerade, wenn man sich selber als Vertreter einer „wahren“ Ordnung und damit „natürlich“ nicht als Ideologe sieht.

Wie mir mein kreuzkatholischer Vater immer zu erklären versuchte: „Wir“ haben einen „Glauben“, die Anderen einen „Aberglauben“. Auch so eine „Ideologie“!

@ Mister_X Danke für Ihre

@ Mister_X

Danke für Ihre Kommentare.

Polens Regierung gibt sich Tolerant...

Duda hatte im Wahlkampf die Ideen der Regenbogen-Bewegung zu einer gefährlichen "Ideologie" erklärt, die mit der klassischen Familie das Rückgrat der Nation brechen wolle. "Man versucht uns einzureden, dass das Menschen sind, aber es ist einfach eine Ideologie", sagte er.
###
Wenn ein Regierungschefs eines EU-Landes so ein Blödsinn erzählt, entfernt er sich von der Rechtstaatlichkeit. Und wie handelte die EU bisher gegenüber anderen Regierungen die Rechtstaatlichkeit einschränken ? Eigendlich müßte Brüssel nun Sanktionen verhängen. Eigendlich...

Sehr gut!

Am 29. September 2020 um 11:37 von Toni B.
Verstehe ich nicht...
Homosexuelle sind für mich ganz normale Menschen. Deshalb bekommen sie keinen Deut mehr Aufmerksamkeit oder Privilegien. Keine Sonderbehandlung, keine Extra Zeit. Nichts.
So wie jeder andere um mich herum.

---

Würden das alle so sehen wie Sie, müssten 50 Botschafter in Polen sich die Mühe nicht machen genau darauf hinzuweisen.

Und andere Foristen müssten manchen Mitforisten nicht zum x-ten Mal erklären, dass niemand Sonderrechte fordert, sondern schlicht Gleichbehandlung.
Eine Selbstverständlichkeit, die manche Menschen einfach verdrehen möchten. Die Motivationen hierfür sind vielfältig. Keine davon im Entferntesten begründbar oder akzeptabel.

Ebenfalls immer wieder die Behauptung, dass das niemanden außer die betroffenen Menschen in den Nationen etwas angehe. Man kann diesen Horizont bezüglich Menschenrechten gerne haben. Man sollte nur nicht allzu überrascht sein, dass viele Menschen das zum Glück anders sehen.

@ 11:17 von -flo-

"Menschenrechte sind keine Ideologie", sagt in beeindruckender Klarheit und Kürze die us-amerikanische (!) Botschafterin.
50 Botschafter*innen versuchen hier nicht, der polnischen Regierung oder gar dem Volk "Ihre Meinung/Kultur" aufzudrücken, sondern an Menschenrechte zu erinnern - und übrigens auch an internationales Recht und Abkommen, an die sich auch Polen zu halten hat. Kein Staat hat das Recht, Menschen ihre grundlegenden Rechte abzusprechen: Das hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Wann lernen wir das endlich?

Sehr gut! 2.0

Am 29. September 2020 um 11:48 von knutwahrheit
Am 29. September 2020 um 11:08 von Klausewitz
Deutschland macht sich in Polen wieder einmal "beliebt". Polen respektierte sexuelle Minderheiten. Sonderrechte hingegen werden nicht gewährt.
---------------
Die ganze Wahrheit in 2 Sätzen.
Besser und treffender geht es nicht.

---

Herrlich dargestellt wie sehr manche es brauchen "die ganze Wahrheit" so kurz wie möglich dargestellt zu bekommen.
Danke für dieses köstliche Beispiel.

@ 11:32 von werner1955

Sie verwechseln schlicht und ergreifend "Regeln" mit "Menschenrechten".

@11:06 von sonnenbogen

>es ist zu vermuten das die Polen eine größere Toleranz aufweisen...<
Die Vermutung ist falsch!

@ um 11:17 von -flo-

Sie haben vollkommen recht und ich sehe das ähnlich.
Aber wenn sich ein Land der EU anschließt, deren Wertekanon die Gleichheit aller beinhaltet, muss(!) es sich an diese Werte halten.
Wenn es das nicht will, muss es auch selbstbewusst genug sein die EU wieder zu verlassen und auf sämtliche Vorteile der Mitgliedschaft verzichten.
Und genau darin liegt auch der Konstruktionsfehler der EU.
Zur Aufnahme in die EU müßte jeder Staat einen Vertrag unterzeichnen, dessen kleinste Nichteinhaltung auch nur einer vermeintlich unwichtigen Regel den sofortigen Ausschluss aus der EU zur Folge hat.
Aber nach der Wende musste ja alles an ehemaligen Ostblockstaaten gegen Russland in Stellung gebracht werden.
Und den bis heute häufig korrupten Politiker dieser Staaten ist natürlich völlig egal, mit wessen Geld sie sich die Taschen füllen.
Nur gibt es von der EU ungleich mehr davon, als wenn sie nur ihre eigenen Staatsbürger bestehlen könnten.
Das nützt keinem einzigen Bürger in der EU. Nur den Ganoven

Entlarvende Äußerung

"Duda hatte im Wahlkampf die Ideen der Regenbogen-Bewegung zu einer gefährlichen "Ideologie" erklärt, die mit der klassischen Familie das Rückgrat der Nation brechen wolle. "Man versucht uns einzureden, dass das Menschen sind, aber es ist einfach eine Ideologie", sagte er"

Im Klartext: das sind - seiner Auffassung bzw. Ideologie nach - keine Menschen.

@ 11:40 von werner1955

Zwei Fragen:
Kann es sein, dass Sie nicht wissen, was eine "Ideologie" ist?
Kann es sein, dass Sie verdrängen, dass die Missachtung von Menschenrechten zu Not und Elend führt und nicht die Achtung von Menschenrechten?

Am 29. September 2020 um 11:47 von HalloErstmal2

>>Der Regenbogen steht für Freiheit,
nicht für den erhobenen Zeigefinger.<<

Regenbogenflaggen waren auch am 29.08.20 in Berlin oft zu sehen.... was ich natürlich begrüsse ...

re 11:53 -flo- : Natur und Recht

>>Ein Rechtsstaat ist kein Naturgesetz, sondern eine Erfindung der Menschen.<<

Und was für eine! Die Unterwerfung auch der Gesellschaftsführung unter „Recht und Gesetz“ ist tatsächlich eine der herausragenden zivilisatorischen Leistungen der Menschheit.
Gemeinsam und neben der Deklarierung allgemein gültiger Menschenrechte, die auch und gerade nicht durch „Recht und Gesetz“ außer Kraft gesetzt werden KÖNNEN!

Diese beiden Grundpfeiler einer freiheitlichen Gesellschaft gilt es immer und immer wieder durch - was denn sonst? - „Einmischung“ zu verteidigen!

Wenn dies als „Ideologie“ versucht wird zu verunglimpfen, zeigt es nur, dass man hier auf der richtigen Seite steht. Und diesen Platz behaupten muss!

„Stand your ground“ im positiven Sinne.

@ -flo-

"Ein Rechtsstaat ist kein Naturgesetz, sondern eine Erfindung der Menschen. Dementsprechend können sich Rechtsstaaten unterscheiden. Kleines Beispiel:
In teilen der/den USA ist es Bürgern erlaubt Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen - hier ist es Verboten. In Deutschland haben alle Menschen die gleichen Rechte, egal welches Geschlecht, Sexualität, Religion etc. in Polen, Ihrer Aussage nach, nicht. Ich bin kein Jurist, ich kann nicht beurteilen ob beide Annahmen korrekt sind.
Worauf ich hinaus möchte ist - nur weil ein anderes Land sich selbst als Rechtsstaat definiert bedeutet dies nicht das es die gleichen rechtlichen Ansprüche/Gesetzte hat wie unser Rechtsstaat."

---

Unabhängig vom Begriff wird hier ja diskutiert, was man für richtig oder für falsch hält.

Manche finden es richtig, dass Menschen nicht aufgrund von bestimmten Faktoren diskriminiert werden und setzen sich hierfür ein, unabhängig von Ländergrenzen.

Andere wiederum finden das falsch.

So funktioniert das "Spiel".

Welche Rechte werden denn nicht respektiert?

Zitat: "In einem offenen Brief hatten 50 Botschafter an Polen appelliert, die Rechte von sexuellen Minderheiten zu respektieren. Die Regierung in Warschau reagiert empört: Toleranz gehöre "zur polnischen DNA".

Welche Rechte werden denn nicht respektiert?

Das sind immer so unbelegte Behauptungen.

Richtig ist, dass jeder in Polen seine Sexualität ausleben kann, wie er will, alleine schon, weil Sexualität Privatangelegenheit ist.

Richtig ist ebenso, dass man in Polen den meist kulturmarxistischen Forderungen von LGBTQ*XT-Lobbygruppen eine klare Absage erteilt, Schwulen und Lesben keine Sonderrechte einräumt. und weiterhin primär die "traditionelle" Familie fördert und im Fokus hat - aus gutem Grund.

Das ist aber dann auch schon alles.

um 11:17 von -flo-

"In Deutschland haben LGBT-Menschen viele oder sogar die gleichen Rechte wie Heteros und das ist okay. In Polen scheinbar nicht und das ist ebenfalls okay.
Wir haben nicht das Recht sobald uns etwas an einem anderen Staat/Kultur nicht passt, sei's nun LGBT-Rechte oder Frauenrechte etc..."

Diese Einstellung gab es schon einmal, dass das Ausland bis in den 2. Weltkrieg hinein weggesehen hat, als in Deutschland Juden, Zigeuner, Homosexuelle und viele andere Menschen verfolgt und umgebracht worden sind. War das richtig? Auch die Gängelung der Juden fing erst langsam an. Mit Boykotten, hier und da mal zerbrochenen Fensterscheiben und dem Verbot, Sitzbänke in Parks zu nutzen. Wohin das am Ende geführt hat, wissen wir alle. Und es ist muss unsere Pflicht sein, solche Verfolgungen von Minderheiten schon von Beginn an aufzuzeigen und dagegen mit allen legitimen Mitteln vorzugehen! Und das ist nun auch geschehen! Botschafter sind nicht nur Grüß-Augusts! Sie sind auch Vertreter von Rechtstaaten!

@11:08 von Klausewitz

Die Realität spricht eine deutlich andere Sprache. Ich würde vorziehen, "LGBTI-Menschen", die hier zu Besuch sind oder gar genau aus diesem Grunde schon das Land zu verlassen, ganz einfach mal zu fragen, wie sich die Lebenssituation in Polen verändert hat.
Fakt ist:
Genehmigungen von Pride-Demonstrationen werden zunehmend erschwert, Routen aus den Innenstadtbereichen genommen, Menschen überfallen und gefoltert, Berufsverbote mit fadenscheinigen Begründungen erlassen, usw.
Es wird ein Klima erzeugt, bei dem jede Deppe sich zum klerikalen Kreuzzügler gegen "die Unsitte" berufen fühlen darf. Das ist die Realität. Mit welcher Berechtigung schwafeln Sie hier unverschämt von Sonderrechten?

Respekt

Respekt für die 50 Botschafter die Polen erinnert haben an den Rechten und Freiheit der Minderheiten.

@11:08 von Klausewitz

Sie haben schon mitbekommen, dass es 50 Botschafter*innen verschiedener Nationen sind, die diesen klaren Aufruf zur Respektierung sexueller Minderheiten verfasst haben und nicht nur "Deutschland" - im übrigen ist Ihre Formulierung "wieder einmal" deplaziert. Und es geht nicht um "Sonderrechte", sondern um die grundlegenden "Menschenrechte".

Es ist vieleicht der kleine Unterschied zwischen Toleranz

oder toleriert werden und den Ton angeben. Ähnlich wie bei der Migration. In einem fremden Land könnte man es als unfreundlich empfinden in einer fremden Sprache den Ton anzugeben.

Unerhört. Was geht es die

Unerhört. Was geht es die Botschafter an? Jederzeit verbietet sich D einmischung von aussen, es sei denn, aus USA. Und selber spielen wir immer den Mahner. Passt nicht zusammen.

@11:17 von -flo-

>In Deutschland haben LGBTI-Menschen viele oder sogar die gleichen Rechte wie Heteros und das ist okay. In Polen scheinbar nicht und das ist ebenfalls okay.<

Nein, es ist nicht ok. Es geht hier um Menschenrechte und nicht um eine kulturelle Erscheinung!
Wir diskutieren auch nicht darüber, ob Frauen Wählen dürfen, ob Mädchen die Klitoris entfernt werden darf, ob Kinderarbeit o.k. ist...

RE: Klausewitz um 11:08

***Polen respektierte sexuelle Minderheiten.***

Darum gibt es LGBTI-freie Zonen ???

Und 4 von den 16 Woiwodschaften Polens haben eine Resolution gegen die LGPT-Ideologie angenommen, Lublin, Kleinpolen,Karpatenvorland und Heiligenkreuz.

Gruß Hador

Nicht nur Polen sind

Nicht nur Polen sind nationalistisch - Die meisten Nationen dieser Welt: Brexit, Grand Nation, Amerika First, China, Russland ...

Am 29. September 2020 um 11:17 von -flo

"In Deutschland haben LGBTI-Menschen viele oder sogar die gleichen Rechte wie Heteros und das ist okay. In Polen scheinbar nicht und das ist ebenfalls okay."

Nein, das ist definitiv nicht ok. Anscheinend ist aber für sie ok, Minderheiten und sexuelle Orientierung "außerhalb der Norm" auszugrenzen und es auch noch zu Befürworten, wenn andere es auch so tun.
Nein, das ist absolut nicht ok.

um 11:40 von werner1955

"Aber einige Minderheiten hatten und haben schon immer den Hang in unserem Land die "Welt" mit Ihrer persönlichen, idiologie zu retten. "

Wie bitte??? Seit wann sind demokratisches Rechtsversändnis und die Forderung nach Gleichbehandlung für alle Menschen eine persönliche Ideologie? Wie wäre es, wenn wir auch einmal bei Ihnen nach geistigen, körperlichen und sexuellen Besonderheiten suchen, um Sie als Minderheit abstempeln zu können! Sind Sie dann auch bereit, Ihr durch die Natur gegebenes Schicksal der Willkür einiger religiöser oder "was auch immer" Fanatiker unterzuordnen? Vielleicht sind wir ja irgendwann dann auch soweit und wollen nur noch blonde, blauäugige Menschen nordischen Charakters in unserem Land und Ihre vielleicht schwarzen Haare stören dann das Bild der Öffentlichkeit?

Ihre Einstellung und Staatshörigkeit, jedes Gesetz eines Staates ist als gegeben hinzunehmen, zeugt nicht wirklich von demokratischem Grundverständnis! Es ist eine DEMO-kratie! Keine Autokratie!

@11:32 von werner1955

>Jedes Land hat das Recht bei solchen Entscheidungen Ihre eigenen Reglen zu haben und diese auch durchzusetzten. <

Ich wiederhole mich mit Nachdruck:
Wir reden hier von Menschenrechten, die auch Polen respektiert.
Jeder Versuch, europäischen Demokraten das Recht abzusprechen, zu intervenieren, ist ein Abbild eigener verlogener Sexualvorstellungen und Moral.

Polens Regierung weist Kritik an LGBT-Politik zurück

Eine wirklich "unheilige Allianz" zwischen der regierenden PIS, dem Klerus und den Hools.

Unglaublich wer sich da gemeinsame Sache macht.

Gruß Hador

@um 11:08 von Klausewitz

" Sonderrechte hingegen werden nicht gewährt."
Angesichts ihrer Aussage überlege ich gerade, welche bzw. wieviele Sonderrechte Homosexuelle in Deutschland gewährt werden. Überraschung - keine.
Hier wird eher versucht, gleiches Recht für alle durchzusetzen.
Aber da man ja weiß. aus welcher ideolog. Ecke Sie kommen, verwundert ihre Verdrehung der Tatsachen nicht sonderlich.

Auch eine Frage der poln. kath. Kirche

Deren Philosophie durfte man ja auch unter Papst Paul II erfahren, und weiterentwickelt scheint sich die polnische kath. Kirche nicht zu haben. Und die poln. Regierung, zu der die poln. kath. Kirche enge Verbindungen pflegt, spielt diese mittelalterliche Philosophie der Kirche in die Karten, um gegen Minderheiten und Fremde zu hetzen.

erstaunlich wie man sich hierzulande erregt

was geschah denn vor 30 Jahren mit Schwulen hierzulande
da half auch der Weg einiger Betroffener nach Karlsruhe nichts
(das GG unterm Arm)
also immer schön vorsichtig sein

@11:53 von -flo-

„Beispiel:
In teilen der/den USA ist es Bürgern erlaubt Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen - hier ist es Verboten.“

Ihr Beispiel geht komplett am hier geschilderten Problem vorbei:
Natürlich kann man unterschiedlicher Meinung sein, ob öffentliches oder auch nichtöffentliches Waffentragen erlaubt sein sollte oder nicht. Hierbei geht es aber nicht um eine Diskriminierung von Minderheiten.
Die Waffengesetze in den USA sind m.E. in der Tat komplett deren Sache. Wenn es aber zB nur den homosexuellen Menschen dort verboten wäre, Waffen zu tragen, sollte man sich unbedingt einmischen: das wären dann keine inneren Angelegenheiten mehr.

Aufruhr um nichts!

In Polen, genau wie in fast allen westlichen Ländern seit über 20 Jahren, genießen alle Menschen die gleichen Rechte.
Was die LGBTABCDEF Bewegung fordert ist nicht Gleichberechtigung, sondern Sonderrechte. Es findet keine Diskriminierung statt.
Jeder darf natürlich an weiteren Privilegien fordern was er will, aber niemand muss auf diese Forderungen eingehen!

@11:37 von Toni B.

>Deshalb bekommen sie keinen Deut mehr Aufmerksamkeit oder Privilegien. Keine Sonderbehandlung, keine Extra Zeit. Nichts.<
Wer redet denn von Sonderrechten? Es geht auch nicht um Privilegien oder "extra Zeit", was auch immer das sein soll.
Es geht um grundlegende Rechte, die den LGBTI-Menschen zugestanden werden müssen, aber in der verlogenen klerikalen Welt der Polen, hier insbesondere der Mächtigen - gern instrumentalisiert - nicht gewünscht oder nicht verinnerlicht ist. LGBTI entspricht ganz simpel gesagt nicht dem Normativ des verklemmten polnischen Mainsteams. Das gilt es mit Nachdruck zu thematisieren.

@Nordic16

"klar definierte Menschenrechte"

"Wenn sich Kollegen wie Teile der polnischen Kirche oder der polnischen Politik äußern würden, hätten sie ein arbeitsrechtliches Problem"

Interessant, eine Beschneidung der Meinungsfreiheit wird bei ihrem Unternehmen also als pro-Menschenrechte angesehen.

Die Welt wird verrückt...

re 12:11 werner1955: Was mache ich nur?

>>Was machen Sie wenn Kulturen, Mehrfach, Kinder oder ander Reechte fordern weil das Ihre Art vom "Menschenrechten" sind?<<

Dann versuche ich Ihnen zu erklären, dass es keine „Ihre Art von Menschenrechten“ gibt! Das dies gerade die Verneinung von „Menschenrechten“ ist, weil sich diese eben nicht auf „Kulturen“ beziehen, sondern auf alle Menschen.

Und damit können Sie dann gleichzeitig verstehen oder gar begreifen, worin die „Gleichheit aller Menschen“ jenseits aller kulturellen, körperlichen, persönlichen und ... Unterschiede besteht.

Am 29. September 2020 um 12:18 von wynto

Zum Glück ist die überwiegende Mehrheit der Forist*innen hier geschichtlich und politisch beschlagen und kann dies einordnen und zurückweisen.
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Sie können diese gegenderte Hetze darbringen, weil es der Meinung des Propagandisten entspricht und daher erlaubt wird.
Es ist hier schon länger so, daß Andersdenkende diffamiert und zensiert werden.

Verbogen?

Der Artikel spricht einmal von "Regenbogenbewegung", ein anderes Mal von "Regenbogen-Bewegung".
Mir scheint in diesem Fall die zweite Variante eher geeignet.
Die erste beschäftigt sich doch wohl mit der Bewegung von (am Himmel zu bestaunenden) Regenbogen.
(Viel Bewegung habe ich selbst allerdings noch nie bei Letzteren beobachten können.)

zur polnischen DNA

gehrt aber leider auch, dass sich jede regierung seit fall des eisernen vorhangs immer wieder der katholischen kirche verbunden gefühlt hat. und nach den äusserungen führender geistlicher zu homo-ehe, gleichgeschlechtlicher liebe usw. ist es geradezu ein hohn, dass die politik jetzt meint, den unterzeichnern des offenen briefes ein "wir sind tolerant" entgegenzurufen und auf beleidigt zu machen.

@ 12:11 von Werner1955

Was versuchen sie hier zu konstruieren?
Wollen sie sagen, dass wenn in der Verfassung stünde, Homosexuelle sind Menschen zweiter Klasse, dieser Umstand eine unumstößliche und nicht umkehrbare Größe ist?
Verfassungen sind von Menschen geschaffen und können auch zum besseren geändert werden.

Und welche Rechte sollen andere Kulturen verlangen? Was meinen sie konkret?
Beziehen Sie sich auf einen speziellen Vorgang?

Na klar

In Polen gibt es große Probleme für lgtb. Das kann jeder Betroffene bestätigen. Wenn sich 50 Diplomaten zu so einem Brief hinreißen lassen, sollte zumindest ein nachdenken einsetzen. „Die Polen“ gibt es nicht, weil da die Schere der Toleranz weit auseinander geht. Unbestritten ist der Einfluss der Kirche . Das ist in vielen Ländern zu beobachten. Die Trennung von Staat und Religion klappt zum einen nicht, zum anderen wird aktiv nicht genug getan um Menschen aufzuklären. Dass einem Staatsoberhaupt der EU erklärt werden muss , es geht Menschenrechte und nicht um Ideologie, spricht Bände.

Polens Regierung

Ich möchte da mal den Vergleich zur Deutschen Bundesregierung ziehen.

Ehe für alle gibt es in Deutschland seit 2017. Wir sind da sicherlich kein besonders leuchtendes Beispiel für die Rechte von LGBTI.
Auch weil sich die Bundesregierung 2017 sich nicht in der Lage sah, einen eigenen Vorschlag zur Abstimmung dem Bundestag vorzulegen. Auch Bundeskanzler Merkel stimmte gegen das Gesetz !

Aber immerhin gibt es Fortschritte in Deutschland und ich habe die Hoffnung, dass die LGBTI nicht mehr um Toleranz oder Akzeptanz betteln müssen, sondern dass jede Form von gemeinsamen Miteinander seinen alltäglichen Platz in unserer Gesellschaft findet.

Gruß Hador

@Blitzgescheit, 12:35

Auch an sie noch einmal die Frage: was verstehen sie in diesem Zusammenhang unter 'Sonderrechten', die angeblich (wo und wem denn bitte?) eingeräumt werden?

was viele der Komentatoren hier nicht verstehen

ist eine ganz einfache Tatsache.

Polen ist Mitglied der EU. Fakt

Sie haben bei Beitritt unterschrieben sich an die Werte der EU zu halten. Fakt

Die Werte der EU beinhalten unter Anderem wörtlich, dass niemand aufgrund der sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf. Fakt

Polen hält sich an viele der Regeln und Statuten der EU nicht und behauptet die EU dürfe sich nicht in nationale Belange einmischen...
Auf de anderen Seite werden fröhlich alle EU-Fördermittel eingestrichen.

Dieser Umstand alleine macht, frei von moralischer Wertung, die polnische Regierung schon zu habgierigen Heuchlern.

Das ihre systematische Diskriminierung moralisch unter aller Kanone ist, steht dann noch mal auf einem anderem Blatt.

re 12:10 Tralafit: Entschuldigung oder Alarmglocke

>>Tatsächlich hatten sich Gemeinden gegen LGBTI-Ideologie ausgesprochen, nicht gegen LGBTI-Menschen und ihre sexuelle Orietierung. Das ist ein substanzieller Unterschied.<<

Danke, dass Sie uns so deutlich diese Haltung vor Augen führen.
Wenn ich also „Schwulsein“ als „Ideologie“ ablehne, bin ich kein „Ideologe“ und lehne auch keinen „Schwulen“ ab?

>>...dass man die antiliberalen Auswüchse westlicher LGBTI-Ideologie fressen muss und dem Rest der Bevölkerung aufdrücken.<<

Welche „antiliberalen Auswüchse“ meinen Sie? Was verstehen Sie unter „westlich“? Was beinhaltet „LGBTI-Ideologie“?

Vor allem: Was müssen Sie „fressen“ und warum drücken Sie sich derart aggressiv aus, wenn Sie doch sagen wollen, dass die „Maßnahmen“ überhaupt nicht aggressiv oder gar diskriminierend gemeint wären?

>>Insofern wäre es Zeit für Entschuldigungen an Polen aufgrund des Fehlalarms.<<

Pardon, wenn Sie hier die Position der polnischen Regierung wiedergeben, läuten bei mir alle Alarmglocken!

>> Regenbogenflaggen waren

>> Regenbogenflaggen waren auch am
>> 29.08.20 in Berlin oft zu sehen

Nicht so oft wie schwarz-weiß-rot. Wie stehen die Träger dieser Fahnen eigentlich zu LGBT?

11:36 von GDN

>>Der Staat, das sind (sollten sein) die Menschen, die darin leben. Das gilt für alle Staaten. Und wenn auf religiöser Seite missioniert wird, dann ist es erst recht für freie, humanistisch geprägte Menschen rechtens, ja sogar Pflicht, auf andere einzuwirken, die gegen den Humanismus und die Toleranz agieren und andere, die selbst Toleranz üben, zu unterdrücken.<<

Alles so weit in Ordnung. Sie schreiben: das gilt für alle Staaten. Wie wollen Sie dann die asiatischen Staaten belehren und deren Pflicht einfordern? Da werden Sie auf so manches Granit beißen. Begonnen in Russland (ich weiß, gehört zu Europa), weiter in die Türkei... von Aserbaidschan, Afghanistan, Saudi-Arabien, Irak, Iran... etc. will ich gar nicht erst reden.

@c4--

"Es findet keine Diskriminierung statt."

dann haben sie null ahnung, wie das leben von homosexuellen in Polen aussieht. ich spreche hier nicht von den großstädten, sondern von ländlichen gebieten!

und ihr "LGBTABCDEF " zeigt leider auch nur, wie wenig sie mit diesen menschen zu tun haben wollen. ich finde das schon ein starkes stück, die betroffenen mit so einer flappsigen schreibweise zu verhohnepiepeln. hat auch mit der ansonsten gültigen Netiquette hier nichts zu tun.

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um 12:16 von Autograf

Weil Polen ein sehr armes Land ist,

Deshalb können sie keine Arbeitskräfte gebrauchen, die den Wohlstand steigern würden?

Ich habe schon bessere Ausreden gesehen. Fakt ist: Toleranz geht anders.

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