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Verordnungen

".........Und Steve Baker, einer der konservativen Wortführer im Unterhaus, rechnet vor, dass es in den vergangenen Monaten 250 Vorschriften und 200 Änderungen gegeben habe. Bei der Masse und dem Tempo wisse keiner mehr, ob er ein Krimineller sei oder nicht.........!

Ganz so schlimm ist es bei uns nicht. Aber man muss schon sehr aufpassen, wenn man in eine andere Stadt reist. Wenn man das Bundesland wechselt, erst Recht. In Sachsen-Anhalt gibt es diese sinnlosen Listen in Retaurants z.B. nicht. Mal sehen was uns in den nächsten Jahren noch so erwartet.

Zumindest finde ich mich in Deutschland sicherer als in GB.

Falsche Kausalität.

"Möglicherweise sind jedoch die wirren Botschaften der Regierung mitverantwortlich."

Nein, daran kann es nicht liegen.

Dann dürfte auch in Deutschland kaum jemand die Regeln befolgen. Die Botschaften der deutschen Regierung sind nicht minder wirr.

Kopflos

„Doch der Premier machte jüngst (…) klar, dass es ja an der Bevölkerung liege, wenn Regeln weniger eingehalten würden als etwa in Deutschland und Italien. Es gebe da einen wichtigen Unterschied: "Unser Land ist ein freiheitsliebendes Land! Es ist sehr schwierig, die britische Bevölkerung darum zu bitten, die Richtlinien einheitlich im nötigen Umfang zu befolgen", so Johnson“

Einheitlich die Richtlinien befolgen? Welche Richtlinien? Derjenige, der sie vorgeben sollte ("Kritik aus der eigenen Partei: So nannte der konservative Lord Robathan die Corona-Politik der Regierung im Oberhaus "inkonsequent, zusammenhanglos, verwirrend und völlig unverhältnismäßig"") kennt sie ja ganz offensichtlich nicht mal selbst. Und interessiert sich offenbar nicht mal für die Datengrundlage an wissenschaftlichen Erkenntnissen, über die in der Fachwelt Konsens herrscht und die auch sonst überall zum Allgemeinwissen zählen. Es wäre zum Lachen, wenn die Konsequenzen nicht so verheerend wären. Für alle Bürger.

16:00 von Köbes4711

Zumindest finde ich mich in Deutschland sicherer als in GB.

Ich auch. GB hat ja eine noch schlechtere Gesundheitspolitik als wir.

@rossundreiter

Man kan ja von Deutschland halten was man will, aber Regeln und Gesetze hält das Volk größtenteils diszipliniert ein, da ist man wirklich vorbildlich.

Ich habe einige Zeit auf der

Ich habe einige Zeit auf der Insel gelebt und arbeite zur Zeit von Deutschland aus für eine britische Firma, daher verfolge ich die Entwicklungen dort im Lande.
Ich stimme Johnson dahingehend zu, dass die Briten freiheitsliebend sind – das ist aber keine ausreichende Erklärung für die dortige Situation, da sie ebenso diszipliniert sein können, wenn es ihren Traditionen entspricht oder ihnen sinnvoll erscheint. Und genau da liegt das Problem, da es die britische Regierung schafft, selbst sinnvolle Maßnahmen so zu vermitteln, dass sie wie ein Witz wirken.

@ rossundreiter, um 16:06

“Nein, daran kann es nicht liegen.
Dann dürfte auch in Deutschland kaum jemand die Regeln befolgen. Die Botschaften der deutschen Regierung sind nicht minder wirr.

Ich sag's ja, die hiesigen Einwohner sind klar cleverer als die Briten. :-)
Aber noch komme ich mit den hiesigen Vorschriften klar, soo verwirrend finde ich sie nicht.
Verwirrter bin ich eher über das uneinsichtige Verhalten einiger Zeitgenossen.

Wenn jetzt noch eine Portion Einsicht hinzu kommt, was das Ausfüllen der Besucherformulare angeht, können wir weiterhin hoffen, mit einem blauen Auge durch den Winter zu kommen.

16:06 von rossundreiter

>>Dann dürfte auch in Deutschland kaum jemand die Regeln befolgen. Die Botschaften der deutschen Regierung sind nicht minder wirr.<<

Wenn Sie zum Thema Corona, Großbritannien mit Deutschland vergleichen und so einen Spruch loslassen, dann ist das schlicht falsch.
GB hat etwa das 5,6 fache an Coronatoten im Vergleich.

Johnson glorifiziert seine Bürger

Schließlich ist es das, was von GB übrig geblieben ist: schwelgen in der Vergangenheit. Lassen wir ihnen diesen Tagtraum, in der Nacht plagen sich die Briten mit Alpträumen: Johnson, der weder Covid 19 noch den Brexit hinbekommt. Aber es kann auch daran liegen, dass die Regeln bei Covid19 nicht verstanden werden. Abstand, Mundschutz, Händewaschen, da vergisst schon mancher manches.

dass es ja an der Bevölkerung liege,

wenn Regeln weniger eingehalten würden als etwa in Deutschland und Italien.
.
natürlich liegt es an der Mentalität der Menschen
an was denn sonst !
Speziell in dieser Situation ist es eben vorteilhafter, wenn die Menschen Disziplin zeigen
und nicht wie Hühner reagieren, wenn der Fuchs kommt.
Auch Diskussionen über "Rechte" und das Raushängen von Individualismus
ist in so einer Situation !! kontraproduktiv.
Wenn ich mir die Vorschriften in Spanien anschaue, Frankreich oder auch Italien.
Da durfte man teils nicht mal auf die Straße gehen.
Trotzdem gingen die Infektionen durch die Decke.
Das ist nur erklärbar, dass sich die Menschen nicht dran hielten
Beispielsweise dieses südländische Begrüssen, Küsschen links, Küsschen rechts
Das soll jetzt keinerlei Kritik an deren Eigenart sein, die hier nicht zur Debatte steht,
aber so ein Verhalten hilft nicht in der Situation

Wenn das Haus brennt ...

... beschäftigt man sich nicht mit Gartenarbeiten. Corona geht vorbei, ist bereits gut zu behandeln, Tote hibt es immer weniger, aber der Brexit wird heftiger und länger snhaltend. Und das neue Binnengesetz macht UK einer Bananenrepublik gleich: Verträge gelten einfach nicht mehr? UK katapultiert sich ins AUS, von wegen alte Größe!

16:37 von rareri

Ich auch. GB hat ja eine noch schlechtere Gesundheitspolitik als wir.
.
unsere Gesundheitspolitik kann so schlecht nicht sein !
im Vergleich zu unseren Nachbarn
vergleichen wir nur mal die Anzahl Krankenhaus/Intensivbetten
selbstverständlich stört mich vieles - sogar verdammt vieles
der Abbau von Krankenhäusern (Betten) dürfte ja wohl aktuell vom Tisch sein
aber warum gibt es hierzulande mehr Patienten pro Krankenschwester als anderswo
warum sterben mehr an Krankenhauskeimen
dieser 24 Stunden Bereitschaftsdienst ist unverantwortlich
jeder Schlosser darf nur 10 Stunden am Stück arbeiten
und mit der Bezahlung liegt auch einiges im Argen

16:42 von harry_up

was das Ausfüllen der Besucherformulare angeht,
.
auch das kann man so oder auch anders sehen
Es ist definitiv nicht hilfreich, wenn die Polizei andeutet
diese Daten auch bei der allgemeinen "Verbrecherjagd" benutzen zu wollen
während von Regierungsseite von Vertraulichkeit und Datenschutz gesprochen wird
Vertrauen kann man so nicht aufbauen

Deutschland - Großbritannien

In Großbritannien sind bis Ende Juli nach Angaben des Nationale Statistikamtes ONS vom 30.07. rund 65.000 mehr Menschen als in den letzten Jahren gestorben.

In Deutschland hat sich das Virus relativ spät verbreitet. Schon ab Januar sind mit Tests von Einreisenden und Quarantäne Infektionsketten unterbrochen worden. Schon ab Februar haben immer mehr Menschen verantwortungsbewußt mehr Abstand gehalten. Anfang März sind Großveranstaltungen abgesagt und ab 08.03. verboten worden ... usw.
Deshalb sind hier im europäischen Vergleich noch relativ wenige gestorben.

@17:18 von Gassi - so gut wie vorbei?

"Wenn das Haus brennt beschäftigt man sich nicht mit Gartenarbeiten. Corona geht vorbei, ist bereits gut zu behandeln, Tote hibt es immer weniger."

Ob Sie das wohl im Dezember immer noch so sehen?

Bei uns glimmt es zwar derzeit nur, aber Wind (Winter) kommt auf und Nachbarhäuser brennen lichterloh.

Nach Recherchen der Tageszeitung El País sind 95 Prozent der Intensivbetten in Madrid mit Covid-Patienten belegt, in einigen öffentlichen Krankenhäusern wurden bereits Operationssäle in Intensivstationen umgewandelt.

@tremiro, 16:51

"Wenn Sie zum Thema Corona, Großbritannien mit Deutschland vergleichen und so einen Spruch loslassen, dann ist das schlicht falsch.
GB hat etwa das 5,6 fache an Coronatoten im Vergleich."

Das mag ja sein, aber was hat das mit meinem Post zu tun?

Da ging es um den Grund, warum Briten (im Gegensatz zu Deutschen) nicht den Vorgaben ihrer Regierung folgen.

Eindeutiger Fall von Whataboutism, ihr Kommentar.

Am 30. September 2020 um 17:39 von VfG

Was gerne vergessen wird, D hat ca. 4,5 mal soviele Intensivbetten pro 100000 Enwohner als E.

Am 30. September 2020 um 16:06 von rossundreiter

Am 30. September 2020 um 16:06 von rossundreiter
Falsche Kausalität?
die ist hier aber bei Ihnen,die Regeln in Deutschland sind klar,wenn man dazulernen kann und will,
was im falle corona alle betrifft,Regierung und Volk.
Nur die ewigen noergler, besserwisser und neinsager haben damit probleme,das ist die absolute minderheit.

Intensivbetten

@ 17:58 von Köbes4711
"Was gerne vergessen wird, D hat ca. 4,5 mal soviele Intensivbetten pro 100000 Enwohner als E." ---- Die bekanntermassen und glücklicherweise nicht ausgereizt werden müssten.

@weltoffen, 18:16

"(...) die Regeln in Deutschland sind klar,wenn man dazulernen kann und will (...)."

Sehe ich anders. Wer klar sieht, wusste schon im Februar, dass Masken gegen Corona nur helfen KÖNNEN. Damals galten wir als Verschwörungtheoretiker.

Heute ist das immer noch richtig. Allerdings gab es im Sommer kaum Viren. Eine Maskenpflicht war völlig daneben. Mit dieser Einstellung galt man als Verschwörungtheoretiker.

Mit "Dazulernen" kann jeden Widerspruch begründen.

Für mich ist das komplett wirr.

irgendwie scheint das alles

nicht zu funktionieren mit diesen Massnahmen.

Vielleicht liegt es einfach daran, dass man ein so kleines Virus nicht bremsen kann ? Vielleicht liegt hohe oder niedrige Krankeitsrate (in Gegensatz zu Infiziertenrate) an ganz anderen Dingen ?

Vielleicht an Kreuzimmunitäten, wie manche Wissenschaftler vermuten?

Vielleicht am Wetter ? Angeblich ists in England ja immer neblig. Die ideale Voraussetzung für die Übertragung durch Aerosole.

In Madrid ists auch immer neblig wegen der schmutzigen Luft (einer der Städte mit der schlechtesten Luft in Europa). Genauso in Mailand-Bergamo, da scheint das Virus aber fürs erste mal durch zu sein. Hoffen wir es.

Irgendwo, nicht bei Fake News, habe ich sogar gelesen, es gönnte am sog. Neanderthaler-Gen liegen.

Jedenfalls müssen wir noch viel lernen über das Virus.

Am 30. September 2020 um 18:28 von Leider Nein

...........Die bekanntermassen und glücklicherweise nicht ausgereizt werden müssten.............

Ja, zum Glück. Ich wollte damit ausdrücken, das die Maßnahmen-Befürworter sich genauso - wie die Maßnahmen-Kritiker - immer bestimmte Beispiele herauspicken, die einem grade in den Kram passen. Bei der einen Gruppe liest man immer nur Bergamo und Madrid, bei der anderen Gruppe werden irgendwelche Aussagen und Studien gepostet, das viele Maßnahmen überflüssig sind. Die Wahrheit liegt wie so oft, wahrscheinlich in der Mitte.

@rossundreiter

"...Die Botschaften der deutschen Regierung sind nicht minder wirr..."

So, finden Sie? So gewaltig viele Regeln in Bezug auf Corona haben wir doch gar - und die paar können sie sich nicht merken? Find ich schon traurig...

Ok

@ 18:57 Köbes4711
Danke für die Erläuterung!

@rossundreiter

"...Wer klar sieht, wusste schon im Februar, dass Masken gegen Corona nur helfen KÖNNEN. ... ... Eine Maskenpflicht war völlig daneben. Mit dieser Einstellung galt man als Verschwörungtheoretiker..."

Ist nicht ganz richtig: man gilt auch jetzt noch als Verschwörungstheoretiker - und zwar zu Recht.

Und weshalb eine Maskenpflicht "völlig daneben" war, erschließt sich mir auch nicht, zumal sie in ihrem eigenen Text sagen (bzw. SCHREIEN), dass Masken "nur helfen KÖNNEN"... Ja und? Wenn sie denn "können" so ist das doch schon Grund genug, oder nicht? Oder was schlagen sie als Alternative vor?

Ich bin, nach schwerer Krebsoperation vor einigen Monaten, auch Risikogruppe und froh über Jeden, der mir im Supermarkt mit Maske begegnet und es ist mir völlig egal, ob derjenige an Corona "glaubt" oder nicht, solange er mir gegenüber die Maske korrekt aufhat... so viel Anstand dem Mitmenschen gegenüber kann man ja wohl auch als vorübergehende Maßnahme mal verlangen, ist wohl nicht zuviel verlangt.

Schilde hoch, Spock!

Mitten im Tauziehen Mensch gegen Virus ist im Kampf einiges durcheinander.

Herr Drosten schreibt, bei den über 80 jährigen, die das Virus erwischt, sterben rund 30%.

Wir sind deren Schutzschild.

Laßt uns gemeinsam ziehen.

Verschwörungstheoretiker behielten Recht.

@19:11 von Aufmerksamer_Be...
Ich glaube, dass Sie etwas missverstanden haben. Die "offizielle" Linie betrachtete diejenigen, die von einem Lockdown sprachen als Verschwörungstheoretiker.
Ebenso wurden Masken offiziell abgelehnt. Wobei ich glaube, dass Prof. Drosten, der auf die mangelhafte Wirkung laut Studien verwies, im Prinzip wohl Recht hatte.

Ein Arzt, die ich vorige Woche traf, meinte die Masken seien eher von psychologischer Wirkung.
Trotzdem wünsche ich Ihnen - und uns allen - dass wir von "echten" Infizierten verschont bleiben.

Freiheit versus Disziplin

Ist das ein Widerspruch?

Kann man in einer Gesellschaft nicht nur mit einem gewissen Maß an Disziplin friedlich zusammenleben? Braucht man für eine Weiterentwicklung persönlicher und gesellschaftlicher Natur nicht beides: Freiheit UND Disziplin?

Durcheinander

Sich ändernde oder wirre Corona-Regeln
sind keine Ausrede,
bei der Auseinandersetzung zwischen Mensch und Virus die Seite zu wechseln.
Die Zusammenarbeit im Team Mensch funktioniert teilweise nicht.

Aber jeder kann selbst denken,
jeder kann helfen.

Vollkommen klar ist, wie Viren sich verbreiten:
Durch Begegnungen.
Vollkommen klar ist auch, je weiter die Wege sind, die wir zurücklegen, desto weiter kommt auch das Virus.

Die AHA - Regeln sind also vernünftig und darüber hinaus kann man noch viel Hilfreiches tun: digital statt persönlich, Fahrrad statt Bus, daheim statt draußen...

Es wird nicht alles gleichermaßen helfen, aber wir sollten uns nicht vom Kurs abbringen lassen.
Eine Pandemie dauert nicht ewig,
Impfstoffe sind auf dem Weg.

@Aufmerksamer_Beobachter 19:11

"so viel Anstand dem Mitmenschen gegenüber kann man ja wohl auch als vorübergehende Maßnahme mal verlangen, ist wohl nicht zuviel verlangt."

Sehen Sie werter Forist, ich denke Sie verfolgen die Threads hier auch schon über einen längeren Zeitraum. Es gibt hier eine Gruppe von Foristen - und die Nicknamen sind allseits bekannt- welchen schon 100x von verschiedenen Foristen mit vernunftbasierenden Argumenten versucht wurde, die grundsätzliche Problematik und die daraus folgenden Konsequenzen zu erklären. Es ist sinnlos, da sich so manch einer in seiner unlogichen und weltfremden neuen "Erkenntnisexistenz" so festgebissen hat, dass er/sie für reale Argumente nicht mehr zugänglich ist. Fr. Dr. Merkel hat heute in der Bundestagsdebatte die Fähigkeit bewiesen, Selbstkritik und Lernfähigkeit zu üben. Diese Fähigkeit geht diesen Foristen jedoch ab.

@16:42 von harry_up @ rossundreiter, um 16:06

//Wenn jetzt noch eine Portion Einsicht hinzu kommt, was das Ausfüllen der Besucherformulare angeht, können wir weiterhin hoffen, mit einem blauen Auge durch den Winter zu kommen.//

Ich hätte kein Problem mit dem Ausfüllen der Formulare, wenn nicht einige Gastwirte die so offen herumliegen lassen würden.

Stellen Sie sich vor, ich vergucke mich in einen Tischnachbarn. Und weil ich vielleicht ein Bisschen plemplem bin, merke ich mir seine Daten und stalke fortan mein Opfer.
Da ist sicher noch mehr Unfug möglich. Also eine gewisse Sorgfalt im Umgang mit den Daten sollte man schon einfordern.

@rossundreiter 18:32

"Allerdings gab es im Sommer kaum Viren. Eine Maskenpflicht war völlig daneben. Mit dieser Einstellung galt man als Verschwörungtheoretiker."

Ja, weil es im Sommer selbstverständlich auch Viren gab, wie die vielen positiv getesteten Reiserückkehrer bewiesen haben.

"Mit "Dazulernen" kann jeden Widerspruch begründen.

Für mich ist das komplett wirr."

Was daran liegen dürfte, dass Sie nicht genug oder das Falsche dazugelernt haben.
Wie gesagt: Natürlich gab es im Sommer jede Menge Viren. Und dort, wo die Menschen unvorsichtig waren, haben diese Viren sich auch ganz fix wieder ausgebreitet. Der Ausbruch in Leer bspw. war Ende Mai.

euphemistisch

Freiheit vs. Disziplin
ist in diesem Zusammenhang partiell euphemistisch für
Egozentriert vs. Gemeinwohlorientiert.

Ich liebe die Freiheit!

In einem gemeinsamen Kampf gegen einen
Virus sich davonzustehlen, damit ich tun und lassen kann, was ich will, verschafft mir die Freiheit, mich nicht länger um meine Mitmenschen zu kümmern, ich lasse die anderen dabei allerdings im Stich.

@Anna-Elisabeth 19:51

"Braucht man für eine Weiterentwicklung persönlicher und gesellschaftlicher Natur nicht beides: Freiheit UND Disziplin?"

Ich bin zwar glücklicherweise zu jung gewesen, um noch den Dialektischen Materialismus während eines Musikstudiums genießen zu dürfen, aber das (wie ich gerade von Tante Gockel gelernt habe, von Engels stammende) Zitat "Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit" ist mir in meiner frühen Jugend trotzdem mal über den Weg gelaufen ...

Ich finde, dieses Zitat liegt mit Ihren Ausführungen, denen ich unbedingt beipflichten möchte, durchaus auf einer Linie.

@Anna-Elisabeth 20:02

"Ich hätte kein Problem mit dem Ausfüllen der Formulare, wenn nicht einige Gastwirte die so offen herumliegen lassen würden.
[...]
Da ist sicher noch mehr Unfug möglich. Also eine gewisse Sorgfalt im Umgang mit den Daten sollte man schon einfordern."

Auch da möchte ich beipflichten.
In einem Café habe ich es mal gesehen, dass jeder Gast einen eigenen kleinen Zettel bekommen hat.
Gerade bei diesem Thema sollte es doch wirklich Möglichkeiten geben, das so zu managen, dass nicht jeder Gast die Kontaktdaten aller anderen Gäste zu Gesicht bekommt.

Britische Politik

Die britische Politik betreffs Covid 19 ist sicher wirr und Johnson eigentlich ein Witz. Aber ganz so gut steht es um Deutschland auch nicht. Hier sind es nicht verwirrte Politiker wie Johnson und Trump sondern der Förderalismus. Gestern las ich aus Interesse mal beim RBB (rbb24.de) nach. Entweder in Brandenburg oder Berlin müssen Passagiere im Auto eine Maske tragen, wenn sie aus verschiedenen Haushalten kommen. Es hängt aber davon ab, ob der Fahrer aus einem anderen Haushalt kommt. Kenne ich aus NRW nicht, aber vielleicht ist mir als Nicht-Autofahrer dieses Detail auch nur entgangen. Die wieder zunehmende Geschwindigkeit der Regeländerungen nimmt die Lust am Verfolgen der Änderungen. Nun besuchen sie mal Ihre Geschwister im anderen Bundesland und wissen das nicht. Diese Regel ist auch recht wirr, denn in der Wohnung sitzen Sie mit den anderen dicht beieinander und umarmen diese zur Verabschiedung sogar. Aber im Auto benötigen sie eine Maske. Der Förderalismus in D schadet oft.

@Chris 189 18:45

"irgendwie scheint das alles nicht zu funktionieren mit diesen Massnahmen"

Doch, MIT den Maßnahmen funktioniert es (außer natürlich für betroffene Branchen wie Kultur, Schausteller etc.) sogar sehr gut.
Dort, wo es nicht funktioniert, waren die Maßnahmen von leichtsinnigen Menschen außer Kraft gesetzt worden.

@rossundreiter 18:32

"Allerdings gab es im Sommer kaum Viren. Eine Maskenpflicht war völlig daneben. Mit dieser Einstellung galt man als Verschwörungtheoretiker"

Es ist zwischenzeitlich sinnlos, solche Aussagen zu kommentieren. Dennoch werde ich es tun. Sie denken also, daß Virus hat im April und Mai hier gewütet, dann sein Wohnmobil gepackt und Urlaub gemacht und ist jetzt wieder hier. Die Sterberate in Brasilien und allgemein Südamerika und Indien istihnen ja wohl bekannt, oder muss ich hier auch noch Nachhilfeunterricht geben? Machen Sie sich bitte die Mühe und googeln Sie die Klimazonen auf der Welt und gucken sich die Temperaturen dieser Länder im Sommer an. Das Virus liebt feuchte Hitze. Nun ja ich weiß, Sie werden auf Ihrer copy&paste Plattform natürlich wieder Gegenargumente finden. Naja, wenns glücklich macht..

Ich halte Johnsons These für

Ich halte Johnsons These für ziemlich gewagt. Sicher, der gemeine Deutsche ist sicher sehr obrigkeitshörig und hinterfragt kaum. Und der wie die Italiener haben sich gerne von Diktaturen regieren lassen.
Aber die Briten sind eigentlich (zumindest ist das das Klischée, man kann oder konnte das aber auch beobachten), meistens sehr diszipliniert. Man denke an die ordentlichen Reihen, wenn man in England wo ansteht. Und das ständige "Sorry, Sir" :)
Es gibt da aber sicher Unterschiede. Die Schotten halte ich auch für sehr freiheitsliebend (schon allein geschichtlich bedingt). Und britische Touristen haben nicht gerade den besten Ruf.
Es hängt wohl wirklich eher mit Nachvollziehbarkeit und Maß zusammen. Ein Problem, das Deutschland in diesem Thema ja auch hat und wohl noch deutlich stärker bekommen wird.

@silverfuxx 20:30

Gut formuliert und auf den Punkt gebracht! Danke

@ krittkritt

Ebenso wurden Masken offiziell abgelehnt. Wobei ich glaube, dass Prof. Drosten, der auf die mangelhafte Wirkung laut Studien verwies, im Prinzip wohl Recht hatte.

Prof. Drosten hat Masken nie abgelehnt. Ich finde es nicht fair, das jetzt einfach wider besseren Wissens zu behaupten. Er hat nur darauf hingewiesen, dass es kaum Studien gab, die belegen konnten, dass man sich mit einer Maske selbst schützen kann. Man schützt aber andere. Heute ist unser Wissen präziser.

In erster Linie waren die Ärzte mit der Empfehlung für Masken zurückhaltend, weil es noch kaum Alltagsmasken gab und es an medizinischen Masken noch mangelte (übrigens weltweit).

Heute weiß man, dass Gesichtsmasken ein genial einfaches und sehr wirksames Mittel gegen die Verbreitung der Infektion ist.

Schwurbel

Johnson ist ein Populist und schwurbelt sich so seine Erklärungen mit Hilfe von Freiheitsliebe oder Ordnungshörigkeit für die schlechte Corona-Politik daher. Billig.

@20:09 von DrBeyer @Anna-Elisabeth 19:51

"Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit"

Danke für Ihre Antwort und dieses Zitat. Das kannte ich nicht. Passt gerade in diesen Zeiten wunderbar.

@20:40 von um von um von um von

//Heute weiß man, dass Gesichtsmasken ein genial einfaches und sehr wirksames Mittel gegen die Verbreitung der Infektion ist.//

Das weiß man schon sehr lange, auch beim RKI. Es ist auch sehr leicht nachvollziehbar, dass so ein 'Schnutenpulli' wenigstens einen Teil der Atemluft zurückhält und so die Virenlast für andere verringert.

Aber ich will hier nicht alte Geschichten vom Corona-Einzug in Deutschland aufwärmen.

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