Ihre Meinung zu: Trotz stabiler Preise: Beeinflusst Corona den Immobilienmarkt?

20. Oktober 2020 - 12:57 Uhr

Die Corona-Krise hält die Weltwirtschaft in Atem, nur eins scheint noch verlässlich: die hohen Preise für Häuser und Wohnungen. Doch ist die Stabilität des Immobilienmarktes womöglich trügerisch? Von Peter Sonnenberg.

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Kommentare

Spätestens wenn irgendwann auch die Zinsen mal wieder steigen,

dürften Anschlussfinanzierungen scheitern und so manches Wohneigentum sei nicht mehr zu halten
.
bei uns ne große Werbung
15 Jahre fest, 0,9 %
wer sich jetzt keine Immobilie leisten kann
wird es nie können
andererseits 17 % in Berlin und 65 % im Saarland
dürfte es auch ne Mentalitätssache sein

Euroanlagen oder knappe Güter?

Vor der Wahl, ein Vermögen mittleren Umfangs anzulegen, scheiden Staatsanleihen mangels Rendite aus. Aktien muss man „ können“ und „ wollen“, zumal nur ein Teil so spekulativ anzulegen wäre. Was bleibt sind Wohnimmobilien in nachgefragter Gegend und Lage. Zumal bei den niedrigen Zinsen, die uns die Politik ja erhalten muss, möchte sie ihre Schuldenberge nicht selbst höher verzinsen. Klar, Büros werden post Corona ggf zum Problem. Häuslebauerprojekte mit knappem Eigenkapital bestimmt auch. Es fehlt ein Konzept zur Wohneigentumsbildung von Menschen mit Einkommen, jedoch ohne sattes Barkapital und natürlich Sozialwohnungsbau für Bedürftige.

Was im Artikel völlig untergeht:

Hohe Immobilienpreise bedingen hohe Mieten.

Denn natürlich möchte ein Investor, daß sich seine Investition rasch amortisiert.

Insofern ist die Nachricht von der Stabilität des Immobilienmarktes für Mieter alles andere als eine gute Nachricht.

Und an alle Foristen, die meinen, dann sollten die Mieter eben Eigentum erwerben:

Wie stellen Sie sich das vor, bei diesen Preisen und bei den deutschen Einkommensverhältnissen, die sich durch die Coronakrise ganz gewiss nicht verbessern?

14:09 von rizzo

als ich mir vor Jahrzehnten ne Immobilie zulegte sagten viele meiner Kumpel "so viel Geld"
und der Zins betrug 7 %
heute jammert man genauso "so viel Geld" der Zins liegt bei 1 %
wie sich die Situation entwickelt wußte man damals nicht, so wenig wie heute
also jeder findet seine Gründe
dafür wie dagegen

14:05, Sisyphos3

>>andererseits 17 % in Berlin und 65 % im Saarland
dürfte es auch ne Mentalitätssache sein<<

Berlin ist ein Sammelsurium sämtlicher deutscher Bundesländer und aller Länder der Welt. Die meisten Berliner sind zugezogen und nicht gerade reich. Da ist da so eine Sache mit dem Erwerb von Wohneigentum.

Während viele Saarländer abseits der großen Städte, von denen es im Saarland eigentlich nur eine gibt, und des Industriereviers seit Generationen dort ansässig sind und ihre Immobilie geerbt haben.

Auf dem Lande finden Sie immer eine hohe Eigentumsquote.

14:13 von fathaland slim

Denn natürlich möchte ein Investor, daß sich seine Investition rasch amortisiert.
.
wenn dem so wäre
dann bietet es sich doch geradezu an
den Gewinn der Investoren für sich selbst zu nutzen
statt mieten zu kaufen
und habe ich da einen Denkfehler ?

Na, wenn es sooo toll ist

dann darf man ja hoffen, dass unsere Regierung ENDLICH effektive Maßnahmen gegen diesen Mietwucher ergreift!
Es ist unfassbar wie die Mieten in den letzten Jahren gestiegen sind und auch wenn jetzt wieder das Gejammer der armen Besitzer kommt(besonders der großen Wohnungsgesellschaften), diese Zuwachsraten im Wert sei ihnen gegönnt, aber die Zuwächse bei den Mieten sind unsoziale Abzocke! Es war ein unverantwortliche Fehlleistung der Städte und Kommunen, die Mietshäuser für kleines Geld zu verscherbeln. Aber noch schlimmer ist es, wenn, wie zB in Hessen, das Land noch Haupteigentümer der Aktiengesellschaft ist und dennoch die Mietschraube genauso anzieht, wie die privaten Gierschlunde. Und bitte nicht wieder von Neid und Missgunst lamentieren, ich gönne jedem Aktionär, oder Immobilienbesitzer einen fairen Gewinn, aber die aktuellen Mieten sind einfach unsozialer Gier geschuldet. Auch nicht die Wahnsinns-Investitionen anführen, da gibt es reichlich staatl. Hilfen und Wertsteigerungen.

vor, bei diesen Preisen?

von fathaland slim @
So wie viel andere Bürger die durch verzicht auf Urlaub, autos und Handy zu Ihrem eigentum gekommen sind.

Das geht auch heute noch mit persönlicher Leistung ganz einfach.

ehemals fathaland 14:20

Auf dem Lande finden Sie immer eine hohe Eigentumsquote.
.
das stimmt
aber betrachten sie mal Stuttgart mit 32 % und Berlin mit 17 %
und was die Preise in Stuttgart anbelangt
da kriegen sie ne Garage was in Berlin eine Wohnung kostet

Zitat : "Berlin ist ein Sammelsurium ..."
ich schrieb ja "Mentalitätssache
(übrigens München liegt bei 24 %)

Trotz stabiler Preise: Beeinflusst Corona den Wohnungsmarkt ?

Nach einer Meldung des ZDF von gestern, gibt es auf dem Wohnungsmarkt keinen Corona-Effekt.
Nach einer Meldung des Business-Insiders vom 8.September zerstört die Corona-Krise aber die Wohnungs- oder Eigentumspläne vieler Menschen.
Etwa durch sinkende Löhne wegen Kurzarbeit oder stagnierender Löhne.

Für das Immobilienkapital kann das nicht gesagt werden: Die (allseits beliebte) Deutsche Wohnen stieg in der Krise, am 22. Juni in den DAX auf.

14:23, Sisyphos3 @14:13, fathaland slim

>>14:13 von fathaland slim
Denn natürlich möchte ein Investor, daß sich seine Investition rasch amortisiert.
.
wenn dem so wäre
dann bietet es sich doch geradezu an
den Gewinn der Investoren für sich selbst zu nutzen
statt mieten zu kaufen
und habe ich da einen Denkfehler ?<<

Den Denkfehler entdecken Sie vielleicht, wenn Sie meinen Kommentar zur Gänze lesen.

14:29 von Forfuture

Es war ein unverantwortliche Fehlleistung der Städte und Kommunen, die Mietshäuser für kleines Geld zu verscherbeln
.
.... und der Gewerkschaften wie Neue Heimat
genau da sind wir beim Thema !
ich habe mir meine Immobilien angeschafft für ne Sicherheit im Alter
Sagt doch jeder die Rente reicht nicht ... tu was zusätzliches
jetzt tut einer was zusätzliches
jetzt ist es wieder nicht recht

14:32, werner1955

>>vor, bei diesen Preisen?
von fathaland slim @
So wie viel andere Bürger die durch verzicht auf Urlaub, autos und Handy zu Ihrem eigentum gekommen sind.

Das geht auch heute noch mit persönlicher Leistung ganz einfach<<

Erzählen Sie das mal jemandem, der beispielsweise in einem Pflegeberuf arbeitet. Aber besser nicht von Angesicht zu Angesicht. Manche Menschen neigen bei solchen Ungeheuerlichkeiten zu spontan-unkontrollierten Reaktionen.

Wer hat denn heute die Sicherheit...

... über Jahrzehnte an einem Ort zu arbeiten, um sich dort eigene 4 Wände zuzulegen?

in den Großstädten stehen die Wohnungspreise ...

... in keinem Verhältnis zu ihrem Bauwert und in keinem Verhältnis zu den normalen Löhnen. Faktisch ist Wohnraum in Deutschland überwiegend Spekulationsobjekt, nicht zuletzt durch Baugrundverknappung. Das billige Geld frißt die Bevölkerung und damit die Realwirtschaft.

in einem Pflegeberuf arbeitet?

von fathaland slim @
habe ich schon mehrfach gemacht.

Bürger mit ähnlicher Vita wie wir haben Jahrelang Urlaub, Autos und Handys immer auf dem neusten Stand gehabt.

Wir sind in dieser Zeit mit dem Fahrrad zum Schrebergarten gefahren haben Obst und Gemüse angeabaut und dort Urlaub gemacht.

Heute habe ich mein Eigentum bezahlt und diskutiere gerne mit den Menschen die jetzt über hohe Mieten klagen.

Obwohl besonders die Kommunen mit Gesetzen, Vorschriften Gebühren und Grundsteuern viel schlimmer sind als private gute Vermieter.

14:34, Sisyphos3

>>Zitat : "Berlin ist ein Sammelsurium ..."
ich schrieb ja "Mentalitätssache
(übrigens München liegt bei 24 %)<<

Sie verwechseln Mentalität mit ökonomischen Lebensumständen.

Stuttgart und München, die Sie ja erwähnen, haben einen erheblich höheren Prozentsatz "Alteingessener" als Berlin.

Die Stadt Osnabrück, eine Stadt, der nachgesagt wird, man werde erst als Osnabrücker anerkannt, wenn man seinen Stammbaum dort bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen kann, hat eine Wohneigentumsquote von knapp 34%.

Berlin wimmelt übrigens von Osnabrückern. Und die Schwaben sind dort nach den Türken die zweitgrößte fremde Volksgruppe.

14:53, werner1955

>>in einem Pflegeberuf arbeitet?
von fathaland slim @
habe ich schon mehrfach gemacht.

Bürger mit ähnlicher Vita wie wir haben Jahrelang Urlaub, Autos und Handys immer auf dem neusten Stand gehabt.

Wir sind in dieser Zeit mit dem Fahrrad zum Schrebergarten gefahren haben Obst und Gemüse angeabaut und dort Urlaub gemacht.

Heute habe ich mein Eigentum bezahlt und diskutiere gerne mit den Menschen die jetzt über hohe Mieten klagen.<<

Ich wohne mietfrei. Eigentum. Sie verstehen? Aber toll, daß Sie alles richtig gemacht haben. Was für Handys gab es eigentlich? Damals, als Sie alles richtig machten?

>>Obwohl besonders die Kommunen mit Gesetzen, Vorschriften Gebühren und Grundsteuern viel schlimmer sind als private gute Vermieter.<<

Jeder private gute Vermieter legt Gebühren und Steuern auf die Miete um. Nennt sich "Nebenkosten". Täte er das nicht, wäre er kein guter, sondern ein bankrotter Vermieter.

Enorme Geldmengen suchen ihren Inverst.

So lange Immobilien Rendite ermöglichen, bleibt die Nachfrage und der Preis dafür hoch. Nur dumm für den privaten Bedarf zum 'Hausgebrauch', der kann nicht mi(e)thalten. Sobald die Kuh nicht mehr gemolken werden kann und das Vertrauen darin erlöscht, platzt auch die Blase (siehe Tulpenblase 1637). Es funktioniert immer noch zuverlässig.

Wenn die Hälfte der

Wenn die Hälfte der Bevölkerung in Eigentum lebt, einige hiervon zusätzlich weitere Immobilien hat und vermietet, die andere Hälfte zur Miete bei diesen Eigentümern wohnt, die Foristen hier entsprechend ihrer Interessen argumentieren, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass jeder Thread zu diesem Thema die immer gleichen Wiederholungen bringt. Es ist höchstens zum Lachen hier.

Immobilien in Deutschland sind oft Spekulationsobjekt

Das kam im Artikel zwar nicht vor, ein Forist hat es aber schon erwähnt ...

Immobilienpreise wurden (unter Berücksichtigung von Corona) im Artikel als Ergebnis des freien Spiels von Angebot und Nachfrage dargestellt.

Tatsächlich wird aber mit Immobilien auf unterschiedlichste Weise spekuliert (ähnlich wie mit Bitcoins oder Goldzertifikaten). Zugenommen hat das bei Wohnimmobilien seit dem faktischen Ende des Sozialen Wohnungsbaus.

Hohe Mieten sind natürlich, wie @fathaland slim erwähnte, ein Ergebnis hoher Immobilienpreise. Manchmal lohnt sich aber auch Leerstand (Abschreibungsobjekt, Verlustvortrag).

Wichtig zu wissen: Mieten sind Preistreiber, im Verbraucherpreisindex aber nicht enthalten!

Nicht immer ist Vermietung das Ziel (Gentrifizierung, Wiederverkauf sanierten Wohnraums).

Als Wirtschaftsindikator taugen nur Gewerbemieten (Büros in Großstädten). Oft sind hier Fondsgesellschaften aktiv und Vermietung das Ziel, nicht die „Wertsteigerung“.

@werner1955 14:53 Uhr

Alles eine Frage dessen, was für einen selbst wichtig ist.
Leider hören zu viele Leute auf die Werbung, die ihnen einredet, was man heutzutage alles brauche, um mitreden zu können..
Ich bin auch mit Kleinwägen und Urlaub im Land sowie einem Garten vor der Stadt groß geworden.

2000 habe ich als Fachkrankenpfleger mein historisches Elternhaus geerbt, das nur mit einem gewissen Verzicht auf große Autos, Fernreisen u.ä. gehalten wird..

Unterm Strich ist es im Verhältnis aktuell wie in den 80ern ...

... mit dem Unterschied, dass damals die Immobilien billiger waren und dafür die Zinsen sehr hoch. Jetzt sind die Zinsen niedrig, dafür die Preise hoch.

Im Gesamtergebnis zahlt aktuell der Immobilienkäufer also in etwa dasselbe wie damals (natürlich bereinigt um die Inflationsrate) ... es sei denn, die Zinsen steigen wieder.

Dann nämlich wird es eine Vielzahl von Zwangsversteigerungen geben, nämlich bei all denen, die es etwas zu "groß" wollten ... und kein Geld mehr für fast schon lebenswichtige Rücklagen haben/hatten.

Ob es nun durch Corona wirkliche Veränderungen geben wird, bleibt abzuwarten. Irgendwann und auf irgendeinem Wege wird der Staat sein ganzes Geld ja wieder einnehmen wollen ...

14:40 von Sisyphos3

«ich habe mir meine Immobilien angeschafft für ne Sicherheit im Alter
Sagt doch jeder die Rente reicht nicht ... tu was zusätzliches
jetzt tut einer was zusätzliches
jetzt ist es wieder nicht recht»

Was sollte denn daran "nicht recht sein" ?
Ist doch wunderbar … freuen Sie sich !

Wenn ich mich recht entsinne, schrieben Sie mal, sie vermieteten in Ihrem Haus auch eine Einliegerwohnung. Haben Sie dort zuverlässige + freundliche Mieter … um so besser.

So wie Sie das mit Ihrem Wohneigentum zu seiner Zeit angingen. Dies ist heute kaum mehr möglich. Immobilienpreise waren zu der Zeit ganz andere, weit niedrigere. Das ist ja das Problem. In den Städten + Umland.

Andererseits ist es vielerorts auf dem Land so:
Menschen im Eigentum werden alt.
Arbeitsstellen in der Nähe sind keine.
Die Kinder sind anderswo (wenn Kinder).
Tolle Häuser für wenig Geld könnte man dort kaufen.
Vom alten Eigentümer … oder von den Erben.

Wohnte man dann selbst toll dort, wo eben keine Arbeit ist.
Und dann …

15:08 von fathaland slim

Und die Schwaben sind dort nach den Türken die zweitgrößte fremde Volksgruppe.
.
" fremde Volksgruppe."
danke !
aber stimmt,
besonders wohl und heimische fühle mich an der Spree nicht
man kann sagen schon ziemlich fremd
:-)

Wer versteht den Preis?

Nehmen wir an, wir hätten eine Eigentumsquote von 100%; nehmen wir an, wir hätten eine Eigentumsquote von 0% (Vermieter wäre der Staat). In beiden Fällen hätten wir eine ganz andere Diskussion. Sogar eine ganz andere Immobilienwirtschaft. Haben wir mit unserem derzeit 50/50-Modell eine gute oder eine schlechte Situation?

15:18, Ist Wahr

Man muss nicht selbst Mieter sein, um die Zustände auf dem Mietwohnungsmarkt als himmelschreiend zu erkennen.

Ich bin es jedenfalls nicht (mehr).

Obwohl ich immer noch davon träume, mir in Zukunft irgendwann mal wieder eine Stadtwohnung in Berlin zu leisten. Aber zum Glück bin ich auf diesen Luxus nicht angewiesen. Könnte ihn mir aber leisten, da ich wohl noch sparsamer als Werner1955 lebe. Ich brauchte nie viel, und Statussymbole erst recht nicht. Außerdem kann ich gut mit Geld umgehen.

Mit anderen Worten:

Ich bin ein Glückspilz.

Im Gegensatz zur erdrückenden Mehrheit der Menschen auf dieser Erde.

Dessen bin ich mir immer bewusst.

Zwei Vermietungskonzerne im DAX

Das heißt schon was ...

Kaufen statt Mieten würden in Deutschland viele gerne machen nur reicht Einkommen und/oder Eigenkapital den kreditgebenden Banken oft nicht aus.

Wie die Schweiz (!) ist Deutschland deshalb „Mieter“ Country, vielleicht auch weil viele pendeln und es viele Single Haushalte gibt (?).

Aber vor allem gibt es nur wenige Haushalte die genug auf die hohe Kante legen können, um sich das erforderliche Eigenkapital anzusparen.

Deshalb liegt das deutsche Median Vermögen der Haushalte deutlich unter demjenigen in Frankreich, Italien und Griechenland. Das Deutschland trotzdem als „reiches Land“ gilt, liegt wohl am relativ großen Vermögen der öffentlichen Hand (Sozialversicherungen!), sowie an der hohen Staatsquote (Investitionen) und natürlich an den vielen Milliardären.

Andere Länder haben stattdessen oft private Fonds für Altersvorsorge und Gesundheit.

Staatliches Programm gefragt

In Spanien werden vom Staat Häuser gebaut und an die Menschen verkauft, die bezahlen sehr kleine Abträge, geht oft über zwei Generationen. WIR sind der Staat, nicht nur die vergleichsweise wenigen Kapitalhalter und Verwalter. Ein so reiches Land wie Deutschland muss sowas doch problemlos auf die Beine stellen können. Damit hat man automatisch den Druck aus dem Kessel genommen, bei Altersarmut, Kleinverdienern und Alleinerziehenden. Die Kosten für den Staat sind sehr deutlich geringer, als Millionen von Menschen Mietzuschüsse zu zahlen, um wenige Kapitalhalter noch reicher zu machen. Aber nein, die Lobby der Immobilienhaie ist dann doch wichtiger als das ständig nörgelnde Volk. Ich bin weder Kommunist, noch Träumer, aber verdammt, wir könnten sehr viele DInge einfach deutlich besser regeln und dabei für alle Verbesserungen durchsetzten, ausschließlich die skrupellose, eogosistische Gier weniger und mutlose Politiker stehen dem im Wege.

@fathaland slim, 14:13

„Hohe Immobilienpreise bedingen hohe Mieten.
Denn natürlich möchte ein Investor, daß sich seine Investition rasch amortisiert.
Insofern ist die Nachricht von der Stabilität des Immobilienmarktes für Mieter alles andere als eine gute Nachricht“

Eingefleischte Kapitalisten werden jetzt allerdings „wie gehabt“ behaupten, dass dieser „stabile“ Immobilienmarkt doch auch zum Nutzen der Wohnungssuchenden sei, da er sich positiv auf die Bautätigkeit und Wirtschaft auswirke.

„Und an alle Foristen, die meinen, dann sollten die Mieter eben Eigentum erwerben:
Wie stellen Sie sich das vor, bei diesen Preisen und bei den deutschen Einkommensverhältnissen, die sich durch die Coronakrise ganz gewiss nicht verbessern?“

Eben. DAS zumindest sollte jeder aus der vor allem durch faule Immobilienkredite verursachten Finanzkrise von 2008 gelernt haben: Diejenigen, die bereits über Boden und Kapital verfügen (also als Anbieter am Markt auftreten) sitzen IMMER am längeren Hebel. Und: Die Bank gewinnt immer.

Könnte man dieses Gerede vom

Könnte man dieses Gerede vom Median bitte bleiben lassen? Diese Zahl sagt nämlich gar nichts aus.Danke.

15:31, Sisyphos3

>>15:08 von fathaland slim
Und die Schwaben sind dort nach den Türken die zweitgrößte fremde Volksgruppe.
.
" fremde Volksgruppe."
danke !
aber stimmt,
besonders wohl und heimische fühle mich an der Spree nicht
man kann sagen schon ziemlich fremd
:-)<<

Schwaben sind außerhalb Schwabens Fremde. Man versteht sie kaum, denn sie können alles außer Hochdeutsch, und sie pflegen kulturelle Gewohnheiten, die mit der Mehrheitsleitkultur nicht zu vereinbaren sind. Kehrwoche und so.

In Berlin eindeutig eine Parallelkultur.

Sisyphos3

Was man sich heute leistet kann, ist morgen schon purer Luxus.

Abwarten und Tee trinken, nur hoffen das es nicht noch schlimmer kommt.

Die Krise ist noch nicht vorbei

Oder: man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben ...

Schon im Frühjahr waren Beobachter überrascht, dass Corona ohne Einfluss auf den Mietspiegel war.

Der Grund: der Staat hat das Insolvenzrecht ausgesetzt, Millionen Arbeitnehmern ihre Einkommen gesichert durch Ausweitung und Erhöhung des Kurzarbeitergeldes, viele Betriebe durch Zuschüsse, Kredite und Staatsbeteiligungen über Wasser gehalten.

Ansonsten sähe zumindest bei Wohnimmobilien der Markt schon etwas anders aus.

Die staatlich erlaubte „Mietstundung“ nutzt auch in erster Linie den Ladeninhabern (vor allem in Malls). Adidas (obwohl wieder dick im China Geschäft) hat zum Beispiel zeitgleich die Zahlung von Gewerbemieten ausgesetzt UND Staatshilfe beantragt (win-win Situation! Außer natürlich das beide „wins“ beim Sportartikelhersteller sind ...).

Eine Mietstundung für Wohnungsmieten macht für die meisten Mieter keinen Sinn (führt nur zu mehr Schulden...).

15:28, schabernack

>>Andererseits ist es vielerorts auf dem Land so:
Menschen im Eigentum werden alt.
Arbeitsstellen in der Nähe sind keine.
Die Kinder sind anderswo (wenn Kinder).
Tolle Häuser für wenig Geld könnte man dort kaufen.
Vom alten Eigentümer … oder von den Erben.

Wohnte man dann selbst toll dort, wo eben keine Arbeit ist.
Und dann …<<

Nach meiner Zwangsräumung in Neukölln aus einem 40 Jahre alten Mietvertrag bin ich wieder in das Haus gezogen, das mein Vater 1968 gebaut hat. Damals kostete der Quadratmeter dort fünf Mark, heute dreihundert Euro.

Das mal zur Illustration dessen, wovon wir hier reden.

Da ich mein Geld "on the road" verdiene, bin ich nicht auf Arbeitsplatz am Wohnort angewiesen.

Rückblickend war die Zwangsräumung ein Glücksfall.

Abgefahren, oder?

Ok. Dann gehe ich mal zur

Ok. Dann gehe ich mal zur Bank. Oho, trotz facharbeiterkriese vertraut man nicht auf eine Fachkraft? Meine Patte reicht nur für einen teuren Kredit? Egal. Kredit her. UPS, was soll ich denn kaufen? Hier gibt es einfach nichts Gescheites.
Asi oder megaluxus. Dazwischen alles abgegrast. Und jetzt?
Dann kauf ich asiblocks, sanieren teuer und vermieten Premium.
Man, was für ein genialer Plan der Bank.

15:28 von schabernack

ich hatte was Mieter anbelangt eigentlich immer großes Glück
nur ein paar mal hatte ich ein Problem
klar sind die Immobilienpreise höher, aber damals zahlte man 7 % Zins
und heute sind es 0,8 % bei 15 Jahren Laufzeit
Dass man seine Rente so nicht aufbessern kann, das ist die Frage
Geld zu kassieren von Eigentum / Vermögen ohne Arbeit das wird heute eben kritisch gesehen
Geschäftskollege von mir begann sich (nebst Ehefrau) mit 25 Jahren Eigentumswohnungen zu kaufen
weil sie mit 50 in Rente, wie auch immer gehen wollten,
(Kinder war keine Option) ich verlor die aus den Augen
hoffe aber die liegen jetzt irgendwo in Malibu und genießt ihr Leben
und was spricht dagegen sich im Alter, wenn man nicht mehr auf den Arbeitsplatz
in einem teuren Ballungsgebiet angewiesen ist was zu kaufen
also der Osten ist sehr schön und preisgünstig und die Menschen freundlich
und von den vielen leerstehenden Immobilien dort hat keiner was

15:08 von fathaland slim

«Berlin wimmelt übrigens von Osnabrückern. Und die Schwaben sind dort nach den Türken die zweitgrößte fremde Volksgruppe.»

Große Städte sind auch immer Universitätsstädte. Studenten brauchen auch Wohnraum. Der "fehlt" besonders zu jedem Semesterbeginn dann den Alteingesessenen. Studenten sind temporäre Stadtbewohner. Ich als gebürtiger + studierter + immer noch Kölner bin eine große Ausnahme. Meine besten damaligen Studienkumpels leben heute in Vlotho, Augsburg, und Wetzlar.

Große Städte sind immer attraktiv. Gerade für jüngere Menschen … weil da was los ist. Köln ist keine "schöne" Stadt. Aber mit Charakter von Weltoffenheit. Nicht umsonst ist die Gay Community in der Stadt so groß. Nicht nur bei Deutschen so beliebt, bei Ausländern auch.
Tolle Stadt … wenn auch nicht so "hipp" wie Berlin.

Hamburg ist mit Meer + St. Pauli.
In München viel Grün + tolle Fahrradwege + geniale Lage zu den Alpen.
Große Städte sind teuer. Weltweit.
Auch wenn ich in Tokyo mega-günstig ruhig wohnte …

15:43 von fathaland slim

denn sie können alles außer Hochdeutsch
.
und fußballspielen :-)
(können sie auch nicht)

>pflegen kulturelle Gewohnheiten, die mit der Mehrheitsleitkultur nicht zu vereinbaren sind. Kehrwoche und so.<
Kehrwoche ??
sie wollen doch nicht sagen die Berliner lassen ihren Dreck rumliegen
leben im Müll ?
und wenn sie mit türkischen kulturelle Gewohnheiten zurecht kommen
dann sollten sie es mit schwäbischen doch auch können
übrigens verstehen sie bayrischen Dialekt oder plattdeutsch das von der Küste oder das vom Ruhrpott ?

@Bender Rodriguez 15:42 Uhr: Median und Immobilienbesitz

Ich kann da gerne helfen.

Tatsächlich könnte man statt des Medians der Vermögenswerte (welchen die EU Statistikbehörde Eurostat heranzieht) auch den Durchschnittswert verwenden. Das würde aber ein falsches Bild vermitteln, da die Haushalte von Frau Klatten, Herrn Piëch oder den Gebrüdern Albrecht locker jeder mehr auf die Waage bringen, als zB Millionen von (Mieter-)Haushalten in Deutschland zusammengenommen.

Die allgemein akzeptierte Erklärung für das größere Medianvermögen (also das Vermögen welches von einer Hälfte der Bevölkerung nicht erreicht wird!) ist die, das als Folge des letzten Krieges das Wohnen zur Miete in Deutschland üblicher geworden ist, als es in südeuropäischen Ländern ist und auch war.

Aber auch in Osteuropa ist Kaufen statt Mieten der Normalfall ...

15:42 von Bender Rodriguez

«Könnte man dieses Gerede vom Median bitte bleiben lassen? Diese Zahl sagt nämlich gar nichts aus. Danke.»

Der Medianwert sagt jedenfalls mehr aus als der Arithmetische Mittelwert. Und rumlaufen, und jeden Einzelnen zu seiner Wohnsituation befragen.
Kann ja auch niemand.

Bitte sehr … gern geschehen.

Wohnraum sollte zum Wohnen

Wohnraum sollte zum Wohnen sein, nicht als Instrument der Gewinnmaximierung. Kommen wir irgendwann noch darauf, die Atemluft zu einer Ware zu entwickeln, mit Miet-/Pacht-Nutzungsverträgen? Ein bisschen gehen wir wohl schon in diese Richtung; nicht nur z.B. mit der Ware Information/Daten hat die Enteignung zum Zwecke des Profits schon längst eingesetzt. Eigentum verpflichtet, heißt es im Grundgesetz; die wesentliche Ausgestaltung läuft aber über die Wohnraummodernisierung und zusätzliche Ausgestaltung des Mietrechts (brint über die Abwälzung der Investitionen mehr Rendite als Geld auf der Bank, ist risikoloser als Aktien), den Rest besorgen Mietspiegel (man schaue sich diese genau an!). Was darf von dem, was natürlich beschränkt ist, als Ware gehandelt und in Eigentum genommen werden? Keine Konflikte bringen 100% oder 0% Eigentumsquote. Es gibt Dinge, die dürfen nicht sein, auch nicht demokratisch und gesetzlich legitimiert.

Möbius

Ob Median oder Durchschnitt, so ein Aldi haut so oder so rein und muss ausgeglichen werden. Die Zahl bleibt Mumpitz. Dann nehmen wir lieber das arithmetische Mittel.

16:02 von Möbius

da die Haushalte von Frau Klatten, Herrn Piëch oder den Gebrüdern Albrecht
.
weiß ja nicht wie gut sie die 3 Familien kennen
aber ich war mal beim Arbeitgeberverband
der Stihl hat sich Linsen mit Spätzle vom Buffett geholt
und wenn sie den Aldi enteignen, weiß ich nicht was das für Auswirkungen auf die Eigentumsquote haben soll
in der ehemaligen DDR gab es auch kein Vermögen bei Einzelpersonen wie bei uns
wer von denen wohnte im Eigenheim ?

15:58, Sisyphos3 @15:43 von fathaland slim

>>und wenn sie mit türkischen kulturelle Gewohnheiten zurecht kommen
dann sollten sie es mit schwäbischen doch auch können<<

Tue ich. Ich bin sogar mit Schwaben befreundet. Und nicht nur mit einem.

Man sagt mir nach, daß ich mit einer ausgeprägten interkulturellen Kompetenz gesegnet bin:=}

So was hilft sehr.

14:13 von fathaland slim

>>Und an alle Foristen, die meinen, dann sollten die Mieter eben Eigentum erwerben:

Wie stellen Sie sich das vor, bei diesen Preisen und bei den deutschen Einkommensverhältnissen, die sich durch die Coronakrise ganz gewiss nicht verbessern?<<

Genau das ist des Pudels Kern. Die Preise sind doch mittlerweile mehr als gesponnen.
Bei uns in Radolfzell ziehen Sie gerade kubische und unansehnliche Betonklötze hoch. Eigentumswohnung mit 60 m2, zwei Zimmer, Küchenzeile und Bad = € 378.000 Plus Tiefgarage € 25.000. Die Penthauswohnung mit 120 m2 und Seeblick und Dachterrasse = € 1.200.000. (Schweizer Investor steckt dahinter)
Kein Normalsterblicher kann sich sowas leisten.
Gleichzeitig zeigen unsere Stadväter keinerlei Anstalten, den sozialen Wohnungsbau zu fördern. Eine Wohnungsbaugesellschaft hat schon zugemacht.

16:13 von fathaland slim

Man sagt mir nach, daß ich mit einer ausgeprägten interkulturellen Kompetenz gesegnet bin:=}
.
ich glaube den Eindruck hat hier jeder von ihnen !!

Bitte bitte eine Preissenkung

Bitte bitte eine Preissenkung um 75%
Denn das ist der Realepreis
Danke
Amen

15:52, schabernack @15:08 von fathaland slim

>>Große Städte sind immer attraktiv. Gerade für jüngere Menschen … weil da was los ist. Köln ist keine "schöne" Stadt. Aber mit Charakter von Weltoffenheit. Nicht umsonst ist die Gay Community in der Stadt so groß. Nicht nur bei Deutschen so beliebt, bei Ausländern auch.
Tolle Stadt … wenn auch nicht so "hipp" wie Berlin.<<

Das sagen Sie als Kölner?

Viele meiner schwulen Bekannten in Köln behaupten das Gegenteil. Während man den Berliner, ob schwul oder nicht, daran erkennt, daß er über die Provinzialität der Stadt jammert.

Leider ist die Mietsituation in Köln noch besch... euerter als in Berlin.

16:14 von Rimutotara

bei uns in Radolfzell
.
die Nähe zur Schweiz hat sicherlich gewisse Nachteile
auch im Elsass regen die sich über Deutsche auf
die den Immobilienmarkt versauen

15:50 von fathaland slim

«Da ich mein Geld "on the road" verdiene, bin ich nicht auf Arbeitsplatz am Wohnort angewiesen.
Rückblickend war die Zwangsräumung ein Glücksfall.
Abgefahren, oder?»

Sehr erfreulich, dass Sie dies heute so bewerten können. Und der Wieder-Rückzug ins Elternhaus ist ja auch keine Vertreibung dorthin, wo man eigentlich gar nicht sein will.

"Musicians on the Road" waren in gewisser Weise schon immer Begünstige, was Unabhängigkeit und Kennenlernen von vielen Regionen / Städten / Menschen betrifft. Irgendwie gehört ein solches "unstetes" und "unabhängiges" Leben ja zur Musik wie die Strophe zum Refrain. Abhängig allerdings von Auftrittsmöglichkeiten + Spielstätten.
The other side of the coin …

Ich muss dabei immer an die "Kelly Family" denken. Die wohnte mit ihrem vermaledeiten Hausboot einst bei mir direkt vor der Tür (Mülheimer Hafen in Köln). Die Musik fand ich grausig, die Family im Supermarkt sehr unterhaltsam. Fürchterlich die Groupies, die Tag & Nacht vor der Tür rumlungerten …

Interessanter Thread

Da geht´s wieder um alles, nur nicht um´s Thema. Spätzle, Schwaben, Müllentsorgung...
Hab ich was vergessen?
Also gestern und heute habe ich mal wieder rote Balken gesammelt. Thema verfehlt? Keine Ahnung.
Hier scheint´s zu klappen.

/// Am 20. Oktober 2020 um

///
Am 20. Oktober 2020 um 16:14 von Rimutotara
....
Genau das ist des Pudels Kern. Die Preise sind doch mittlerweile mehr als gesponnen.
Bei uns in Radolfzell ziehen Sie gerade kubische und unansehnliche Betonklötze hoch. Eigentumswohnung mit 60 m2, zwei Zimmer, Küchenzeile und Bad = € 378.000 ...///
.
Bei 1 % Hypothekenzins sind das € 3780 im Jahr oder € 315 im Monat. Das dürfte billiger als mieten sein.

16:14, Rimutotara

>>Bei uns in Radolfzell ziehen Sie gerade kubische und unansehnliche Betonklötze hoch. Eigentumswohnung mit 60 m2, zwei Zimmer, Küchenzeile und Bad = € 378.000 Plus Tiefgarage € 25.000. Die Penthauswohnung mit 120 m2 und Seeblick und Dachterrasse = € 1.200.000. (Schweizer Investor steckt dahinter)<<

Entsetzlich.

Aber es scheint Reiche zu geben, die gern in solchen Luxusghettos wohnen. Ich begreife das nicht. Da entschädigt auch kein Seeblick und die Dachterasse nur bedingt. Wenn ich so viel Kohle hätte, wüsste ich besseres damit anzufangen.

Ich kannte mal einen Bluessänger, der hieß Peppermint Harris. Ein hochgebildeter Schweralkoholiker. Der hatte ein Lied, das hieß "I got a penthouse in the ghetto". Er wohnte in der Dachwohnung eines "High Rise Projects" in Sacramento. Ohne Seeblick, aber mit Dachterasse. Na ja, begehbarem Dach. Einen großen Unterschied zu dem von Ihnen beschriebenen Gebäude erkenne ich aber nicht so richtig. Bis auf den Preis. Zwei Zehnerpotenzen niedriger...

@Bender Rodriguez um 16:11

>>b Median oder Durchschnitt, so ein Aldi haut so oder so rein und muss ausgeglichen werden. Die Zahl bleibt Mumpitz. Dann nehmen wir lieber das arithmetische Mittel.<<

Machen Sie sich doch mal kundig, was "Median" bedeutet, dann wissen Sie, was hier Mumpitz ist.

16:22 von Sisyphos3

>>die Nähe zur Schweiz hat sicherlich gewisse Nachteile<<

Da haben Sie recht. Im alltäglichem Leben, im Berufsleben, in Wirtschaftsbeziehungen (eine Katastrophe), in der Verstopfung der Innenstädte (fahren Sie mal an einem Samstag nach Konstanz) und letztendlich auch durch die Immobilienhaie, welche das Südufer des See´s abgegrast haben und jetzt in die grenznahe Periferie ausweichen.
Alles gut. Das ist der normale Kapitalismus.
Mich regt nur auf, dass es den Schweizern hier gestattet wird, fast unbekümmert ihren Geschäften nachgehen zu können und wir Deutsche laufen bei den Schweizern gegen eine Wand.
Und nein: ich habe nix gegen die Schweizer. Nur gegen so manche politische Unstimmigkeiten.
Gruß nach Stuuugath

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Große Häuser mit guten technischen Voraussetzungen werden preislich nach oben gehen. Für Homeoffice braucht man m.e. einen zusätzlich Raum und Nasszelle. Der heutige Standardbau ist dafür ungeeignet.

@ 14:41 von fathaland slim

>>Erzählen Sie das mal jemandem, der beispielsweise in einem Pflegeberuf arbeitet. Aber besser nicht von Angesicht zu Angesicht. Manche Menschen neigen bei solchen Ungeheuerlichkeiten zu spontan-unkontrollierten Reaktionen.<<

Das Gehalt einer voll ausgebildeten Pflegekraft ist gar nicht so schlecht. Natürlich ist der Erwerb einer Immobilie für ein doppelverdienendes Ehepaar realistischer, als für eine alleinerziehende Person.

rechnen hilft

von 2005-2014 waren Immobilien ein riesiges Verlustgeschäft.
Durch Auflagen Lohnsteigerungen usw. kostet es heute ca 2500€/m2 ( um 2000 waren es noch 1200-1800€/m2) eine einfache Wohnung zu bauen, hinzu kommt der Bodenpreis und ca 10% Nebenkosten+ Mehrwertsteuer. Bei einer Miete von 10€/m2 kann man ca 2-2,5€/m2 für die Bewirtschaftung abziehen.
Jetzt mal rechen unter 10 €/m2 kein Neubau und unter 7,5€/m2 keine Bestandswohnung.
Wenn man es schicker und in toller LAge will wird es teurer.
Sollten die Zinsen steigen werden die Mieten explodieren oder der Staat übernimmt alle Wohnungen ala DDR und vermietet unter Kosten. Das endet in der Pleite.
Also kaufen lohnt sich noch immer. Aber vorher rechnen.
Das Gejammere über zu hohen Mieten nervt. Selber bauen oder mal nachrechen. Tja wenn alle nach Berlin wollen wirds dort teuer.
Übrigens in Leipzig wird sozialer Wohnungsbau massiv gestützt und es gibt stadteigenes Bauland , dadurch bei Neubau Minimiete zu 6,5€/m2 !!!

@ jugo11 (16:17)

"Bitte bitte eine Preissenkung um 75%
Denn das ist der Realepreis
Danke
Amen"
------
Beten hilft nicht, wenn es um Geld geht! Sie müssen schon auf die Straße gehen. Ist wie bei den Tarifverhandlungen um Lohnerhöhung; und für 75% weniger, da können Sie lange beten. Da müssten viele Eigentümer/Vermieter ein gutes Herz haben. Glauben Sie an sowas? Die sind doch bei CDU/CSU und ganz stark bei der FDP. Die haben an seiner Stelle ein zweites Portemonnaie.

/// Am 20. Oktober 2020 um

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Am 20. Oktober 2020 um 16:36 von Lingus
Homeoffice

Große Häuser mit guten technischen Voraussetzungen werden preislich nach oben gehen. Für Homeoffice braucht man m.e. einen zusätzlich Raum und Nasszelle. Der heutige Standardbau ist dafür ungeeignet.///
.
Der Vorteil ist aber, dass man dann auch auf dem Land wohnen kann, wo es erheblich preiswerter ist.

der einzige markt, der unerschüttert...

allen wirtschaftlichen turbulenzen trotzen kann, ist der mietmarkt für bezahlbaren wohnraum durchschnittlicher einkommen.

alle anderen angebote sind dem risiko instabilen wertes unterlegen.

16:41 von Carlos12

Das Gehalt einer voll ausgebildeten Pflegekraft ist gar nicht so schlecht.
.
sicherlich nicht ganz unbegründet !
vor allem aber weil Nacht und Spätschichtzulagen reingerechnet sind
was ich jetzt als übel empfinde, das verzerrt das Bild vom Gehalt etwas

16:46, adagiobarber

>>der einzige markt, der unerschüttert...
allen wirtschaftlichen turbulenzen trotzen kann, ist der mietmarkt für bezahlbaren wohnraum durchschnittlicher einkommen<<

Und warum ist bezahlbarer Mietwohnraum dann für Bezieher durchschnittlicher Einkommen so knapp?

16:31 von fathaland slim

re an mich

>>Entsetzlich.

Aber es scheint Reiche zu geben, die gern in solchen Luxusghettos wohnen. Ich begreife das nicht. Da entschädigt auch kein Seeblick und die Dachterasse nur bedingt. Wenn ich so viel Kohle hätte, wüsste ich besseres damit anzufangen.<<

Ja, es ist nicht mehr nachzuvollziehen.
Wissen Sie, in unserem Kreis Konstanz treiben sich Unmengen von Leuten rum, bei welchen Kohle keine Rolle spielt.
Allerdings: als Handwerker habe ich davon natürlich auch profitiert. Allerdings nur in der Altbausanierung in Konstanz.
Bei den heutigen Neubauten spielen hiesige Handwerker eine untergeordnete Rolle. Die Arbeiten werden bundesweit ausgeschrieben und dann kommt Hinz und Kunz. Nach 2 Jahren (innerhalb der Gewährleistung) dürfen wir ortsansässige Handwerker dann die Reklamationen bearbeiten, weil die Firma ganz plötzlich insolvent ist.
Das ganze Immobiliengeschäft krankt. Und zwar von Grund auf.

@Möbius um 15:18

"Wichtig zu wissen: Mieten sind Preistreiber, im Verbraucherpreisindex aber nicht enthalten!"

Sie täuschen sich. Mieten sind im Verbraucherpreisindex enthalten und somit indirekt auch die Entwicklung der Immobilienpreise.

16:11 von Bender Rodriguez Möbius

Ob Median oder Durchschnitt, so ein Aldi haut so oder so rein und muss ausgeglichen werden. Die Zahl bleibt Mumpitz. Dann nehmen wir lieber das arithmetische Mittel.

Verstehe ich nicht.
Vor einiger Zeit diskutierten Sie und ich bereits über das Thema Median. Sie beschrieben dann ein viel besseres Beispiel als ich. Demnach wären 2.500 Euro als Arithmetisches Mittel und 1.000 Euro als Medianwert herausgekommen. Für mich ein gravierender Unterschied.

Sehr reiche Menschen gibt es weniger als Menschen am anderen Einkommensende. Wenn der Median 1000 ist, verfälscht die 2.500 das Ergebnis m.M.n. Mit dem erstgenannten Einkommen erhält wohl niemand einen Kredit, mit dem zweitgenannten wahrscheinlich schon. Also erklärt der Median möglicherweise das Handeln der Menschen bzgl. der Option Eigentum überhaupt erwerben zu können. Meinen Sie nicht?

Am 20. Oktober 2020 um 16:51 von fathaland slim

"Und warum ist bezahlbarer Mietwohnraum dann für Bezieher durchschnittlicher Einkommen so knapp?"
1. Da er oft nicht kostendeckend ist und das Risiko nicht abbildet , wird in diesen Segment weniger vermietet
2. weil auch durch Zuwanderung in die Städte oftmals Leute mit geringen Einkommen günstige Wohnungen suchen.
3. was heißt bezahlbar und was ist Q Einkommen? Ehepaar ( Beide arbeiten in Vollzeit -setze ich voraus ) 3000 € netto wäre das mögliche Kaltmiete von 900€ . Geht doch.
4. Auf dem Land gibts genug bezahlbaren Wohnraum, da der Bodenpreis günstig ist. Aber durch Fahrtkosten ist es oft teurer als im Zentrum der Großstadt.
5. Für Leute mit Niedrigeinkommen muss der Staat einen Zuschuss zahlen

16:19 von fathaland slim / @schabernack, 15:52

«Tolle Stadt … wenn auch nicht so "hipp" wie Berlin.<<

Das sagen Sie als Kölner?

Viele meiner schwulen Bekannten in Köln behaupten das Gegenteil. Während man den Berliner, ob schwul oder nicht, daran erkennt, daß er über die Provinzialität der Stadt jammert.»

Berlin kenne ich persönlich nur ganz wenig gut.
Eher miserabel mies. Selbst vergleichen kann ich gar nicht.

"Hipp" in dem Sinn, dass Berlin das Aushängeschild als "Internationale Stadt" in DEU nach ins Ausland ist. Und Berlin ist die Hauptstadt.

Internationaler Anziehungspunkt ist eher Berlin, denn Köln. Und in Berli gibt es mehr der vielen schönen Altbauwohnungen mit den hohen Decken, die das tolle Gefühl von mehr Raum auch im Innenraum machen.

Auch fließt mehr Internationales Anlegerkapital nach Berlin zum Wohnungsbau. Mehr noch zum Wohnungskauf. Gar nicht so selten wohl auch so was wie "Schwarzgeld" aus dubiosen Quellen. Mehr als in jede andere Stadt in DEU. Evtl. noch nach Frankfurt / Main.

So war "hipp" …

17:00, Rimutotara

>>Das ganze Immobiliengeschäft krankt. Und zwar von Grund auf.<<

Ja, das sehe ich genauso.

Danke für die Fakten aus Ihrer Erfahrungswelt, die Sie in Ihrem Kommentar schildern.

Schöne neue Welt des entfesselten Kapitalismus.

@ jugo11

Bitte bitte eine Preissenkung um 75%
Denn das ist der Realepreis

Wozu? Ich bin dabei, mein Elternhaus zu verkaufen. Aber warum sollte ich Ihnen Geld schenken? Das würden Sie umgekehrt vermutlich auch nicht machen. Das, was ich am Ende kriege, das ist der reale Preis.

@ Möbius

Wichtig zu wissen: Mieten sind Preistreiber, im Verbraucherpreisindex aber nicht enthalten!

Das ist falsch, Sie müssen sich besser informieren. Selbstverständlich sind die Mieten im Verbraucherpreisindex statistisch gerecht enthalten. Ich bin übrigens Vermieter, bei mir wirkt sich eine Mietsteigerung in die andere Richtung aus.

@ fathaland slim

„Nach meiner Zwangsräumung in Neukölln aus einem 40 Jahre alten Mietvertrag bin ich wieder in das Haus gezogen, das mein Vater 1968 gebaut hat. Damals kostete der Quadratmeter dort fünf Mark, heute dreihundert Euro.“

Sie haben da ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen. Der erschlossene Quadratmeter in Hasbergen im Landkreis Osnabrück kostet 205,02€. Von den 300€, die sie hier abgeben, ist das noch ziemlich weit entfernt

@ fathaland slim

https://www.miete-aktuell.de/bodenrichtwert-grundstueckspreise/Hasbergen...

Quelle zum Preisniveau in Hasbergen. Sonst auch regelmäßig in der Neuen Osnabrücker Zeitung veröffentlicht

Immobilien

Auch wenn die Republik in den nächsten Jahren zugebaut wird, ist keine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu erwarten, da damit zu rechnen ist, dass sich die Bewohnerzahlen auf dem Bundesgebiet durch einen weiteren Zuzug aus dem Ausland weiter erhöhen werden. Die Mieten in den Ballungsräumen werden deshalb weiter steigen und infolgedessen werden auch Menschen in die ländlichen Bereiche ausweichen müssen. Lediglich bei gewerblichen Immobilien sind Preise nach unten möglich, da sich hier bereits heute Leerstände zeigen. Vielleicht können diese dann für Wohnzwecke genutzt werden.

@16:36 von Lingus

//Große Häuser mit guten technischen Voraussetzungen werden preislich nach oben gehen.//

Die sind längst durch die Decke gegangen.

//Für Homeoffice braucht man m.e. einen zusätzlich Raum und Nasszelle.//

Könnten Sie bitte noch eine Begründung dafür liefern, warum das normale Badezimmer nicht reicht. Ist der Weg zu weit?
Ein Bisschen Bewegung ist gerade für Tätigkeiten, die fast ausschließlich im Sitzen stattfinden, geradezu ein Muss, zumal der Arbeitsweg ja schon wegfällt. Oder brauchen Sie dafür jetzt noch einen Fitnessraum?

Sisyphos3

Gestatten Sie mir eine persönliche Anmerkung (so die Moderation es zu lässt?)

Als Teilnehmer dieses Forums sind Sie mir insofern aufgefallen, dass Sie (trotz Ihrer Meinung, welche ich oft nicht mit Ihnen teile) nie in irgendeiner Weise übergriffig oder beleidigend argumentieren. Das rechne ich Ihnen hoch an.
Mir gehen eher Ihre Relativierungen und Verharmlosungen auf die Nerven.
Und bitte: Ihre Kommentare sind manchmal nur sehr holprig zu lesen. Da fehlen diverse Satzzeichen, um es lesbar zu machen.
.tinchen lässt grüßen. (Sie verstehen?)

@16:41 von Carlos12

//Das Gehalt einer voll ausgebildeten Pflegekraft ist gar nicht so schlecht. Natürlich ist der Erwerb einer Immobilie für ein doppelverdienendes Ehepaar realistischer, als für eine alleinerziehende Person.//

Erstens werden nicht alle voll ausgebildeten Pflegekräfte nach Tarif bezahlt und zweitens bleibt da in Großstädten wie Hamburg nach Abzug der Miete nicht viel vom Gehalt übrig.
Viele Pflegekräfte nehmen deshalb weite Wege in kauf, weil die Mieten im Umfeld des Arbeitsplatzes zu hoch sind. Das Umfeld der Hamburger Uni-Klinik z.B. können sich in erster Linie die Ärzte leisten und das Personal, das schon sehr lange in diesem Umfeld wohnt.

17:24, berelsbub

>>@ fathaland slim
„Nach meiner Zwangsräumung in Neukölln aus einem 40 Jahre alten Mietvertrag bin ich wieder in das Haus gezogen, das mein Vater 1968 gebaut hat. Damals kostete der Quadratmeter dort fünf Mark, heute dreihundert Euro.“

Sie haben da ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen. Der erschlossene Quadratmeter in Hasbergen im Landkreis Osnabrück kostet 205,02€. Von den 300€, die sie hier abgeben, ist das noch ziemlich weit entfernt<<

Ich weiß, was die neuen Nachbarn fürs Bauland bezahlt haben.

Es kommt, wie überall, auf die Lage an.

Einen Einheitspreis gibt es in Hasbergen so wenig wie in anderen Gemeinden.

@ fathaland slim

>>> Schwaben sind außerhalb Schwabens Fremde. <<<
.
Als Schwabe muss ich mich da einklinken und ihnen entgegnen:
Sie haben vollkommen Recht! Vielleicht in Bayern kommen wir noch klar :)
Deshalb werde ich auch nie verstehen wie es die Leute nach Berlin oder Köln zieht, und bereit sind die hohen Mieten dort zu zahlen.
Selbst wenn mein Chef mir das dreifache zahlen würde, würde ich nicht für einen Job dorthin ziehen.
Vielleicht hab ich auch einfach Glück gehabt genau dort mein auskommen zu finden wo es mir gefällt.
Was ich sagen will, die Städteflucht und die daraus resultierenden Immobilienpreise kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

17:26, berelsbub

Sie wissen aber schon, was ein Richtwert ist?

17:26, Stern2100

>>Auch wenn die Republik in den nächsten Jahren zugebaut wird, ist keine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu erwarten, da damit zu rechnen ist, dass sich die Bewohnerzahlen auf dem Bundesgebiet durch einen weiteren Zuzug aus dem Ausland weiter erhöhen werden. Die Mieten in den Ballungsräumen werden deshalb weiter steigen und infolgedessen werden auch Menschen in die ländlichen Bereiche ausweichen müssen. Lediglich bei gewerblichen Immobilien sind Preise nach unten möglich, da sich hier bereits heute Leerstände zeigen. Vielleicht können diese dann für Wohnzwecke genutzt werden.<<

Die Einwohnerzahl Deutschlands schwankt seit Jahrzehnten im Rahmen von etwa zwei Millionen. Momentan sinkt sie gerade wieder.

Es ziehen nicht nur Leute zu, sondern auch weg. Der Prozess ist sehr dynamisch.

@17:00 von Rimutotara 16:31 von fathaland slim

//Die Arbeiten werden bundesweit ausgeschrieben und dann kommt Hinz und Kunz.//

Das erinnert mich wieder an den Neubau der Hamburger Uni-Klinik. Ich verstehe bis heute nicht, warum man teilweise Firmen aus Süddeutschland beauftragt hat. Wir mussten z.B. deshalb monatelang auf die Reparatur der Innen-Jalousien warten. Die waren in sehr vielen Räumen nach wenigen Wochen samt langen Nägeln und viel Mörtel von der Decke gefallen. Der Fußbodenbelag hatte in vielen Bereichen schon nach zwei Wochen die 'Beulenpest' und konnte erst geflickt werden, nachdem eine Gutachten erstellt worden war, dass den Schuldigen feststellen sollte. (Material des Belags, Dicke der Klebeschicht usw.)

@ fathaland slim

„Ich weiß, was die neuen Nachbarn fürs Bauland bezahlt haben.

Es kommt, wie überall, auf die Lage an.

Einen Einheitspreis gibt es in Hasbergen so wenig wie in anderen Gemeinden.“

Ich weiß auch, was ihre Nachbarn in Hasbergen bezahlt haben, denn eine Familie davon sind Freunde von uns. Die haben für den Quadratmeter noch unter 200€ bezahlt - daher wurde dann der Nachbar, den sie kennen, etwas über den Tisch gezogen.

@ fathaland slim

„Sie wissen aber schon, was ein Richtwert ist?“

Ein Durchschnittswert, der aktuell bezahlt wird und dem Marktpreis angemessen ist. Und da gibt es gerade in Hasbergen keine riesigen Unterschiede, denn das ist nicht bevorzugte Wohnlage im Landkreis. Selbst Hagen und Holzhausen liegen deutlich unter den 300€, obwohl deutlich beliebter als Hasbergen. Hasbergen hat nunmal nicht den besten Ruf im Südkreis von Osnabrück - daher verhältnismäßig günstig im Vergleich

@17:16 von fathaland slim 17:00, Rimutotara

//Schöne neue Welt des entfesselten Kapitalismus.//

In 'meiner' Straße wurde vor ein paar Jahren ein Haus gebaut, in dem sich auch ein Durchschnittsverdiener keine Wohnung leisten kann. Wenn ich mich recht erinnere: 2,5 Zimmer für eine Kaltmiete von etwas mehr als 2000 Euro.
Aber Marmor-Treppenhaus. Ist ja auch gaaaanz wichtig für den Wohnkomfort.

@ Anna-Elisabeth

>>> 2,5 Zimmer für eine Kaltmiete von etwas mehr als 2000 Euro <<<
.
Ist eigentlich unfassbar, aber es scheint ja Leute zu geben die sich das leisten können und wollen.
Als Gegenbeispiel, ein guter Freund von mir, der zahlt für seine schöne 2,5 Zimmer Maisonette 350 Euro. Warm. Schon seit über 10 Jahren ohne Mieterhöhung. Gibt's auch noch. Und das im Stuttgarter Speckgürtel.

17:58, Anna-Elisabeth @17:16 von fathaland slim

>>@17:16 von fathaland slim 17:00, Rimutotara
//Schöne neue Welt des entfesselten Kapitalismus.//

In 'meiner' Straße wurde vor ein paar Jahren ein Haus gebaut, in dem sich auch ein Durchschnittsverdiener keine Wohnung leisten kann. Wenn ich mich recht erinnere: 2,5 Zimmer für eine Kaltmiete von etwas mehr als 2000 Euro.
Aber Marmor-Treppenhaus. Ist ja auch gaaaanz wichtig für den Wohnkomfort.<<

Solche Geschichten höre ich immer öfter.

Ein Wahnsinn.

18:13, Mischpoke West

>>@ Anna-Elisabeth
>>> 2,5 Zimmer für eine Kaltmiete von etwas mehr als 2000 Euro <<<
.
Ist eigentlich unfassbar, aber es scheint ja Leute zu geben die sich das leisten können und wollen.
Als Gegenbeispiel, ein guter Freund von mir, der zahlt für seine schöne 2,5 Zimmer Maisonette 350 Euro. Warm. Schon seit über 10 Jahren ohne Mieterhöhung. Gibt's auch noch. Und das im Stuttgarter Speckgürtel.<<

Wohl dem, der einen alten Mietvertrag sein Eigen nennen kann.

17:42 von Mischpoke West

« Was ich sagen will, die Städteflucht und die daraus resultierenden Immobilienpreise kann ich nicht wirklich nachvollziehen.»

"Flucht aus der Stadt" ergibt sich ja deswegen,
weil die Mieten in den Städten so hoch sind.

Aus Köln kann man nach Westen oder nach Osten fliehen. Oder nach Süden nach Bonn. Im Westen ist Leverkusen … dort will niemand hin. Noch weiter im Westen ist das Braunkohlerevier mit den ganz großen Baggern, den Kohlekraftwerken, den weggebaggerten + umgesiedelten Dörfern. Buha …

Im Osten ist das wunderschöne Bergische Land. Mit direkter Stadtgrenze zu Köln die Großstadt Bergisch Gladbach. Teure Stadt, mit tlws. dem schönsten Blick auf die Kölner Bucht mit der Stadt, den es überhaupt nur gibt. In GL wohnt es sich kaum billiger als in Köln. Es sei denn, man hat längst eines der vielen Einfamilienhäuser.

Wohnt man dort (oder weiter im Bergischen billiger).
Quält man sich morgens im Berufsverkehr rein in die Stadt.
Und nach der Arbeit wieder raus.

Sehr nervig !

bei ca. 40.000% Preissteigerung wird sich immer noch geduckt

Ein Beispiel, wie wenig man in manchen Kreisen bereit ist, Immobilien-/Bodenpreise mit der Kaufkraft, dem Einkommen in Beziehung zu setzen, hat mMn nach der Bayer. Rundfunk gebracht (siehe 'br.de' v. 06.02.2020)

Der Bodenpreisentwicklung in München (seit 1950) wurde nachgegangen:

"Sind die 39.390 Prozent also falsch? Wenn man die Werte der Tabelle zugrunde legt, dann ist die Zahl zumindest falsch berechnet. Ist sie absolut falsch? Nein. Denn die Statistiker haben sie nach bestem Wissen und Gewissen berechnet. (...)
Ins Spiel gebracht hat die 39.390 Prozent Hans-Jochen Vogel, ehemaliger Münchner Oberbürgermeister und ehemaliger Bundesbauminister: Im November 2019 veröffentlichte er das Buch "Mehr Gerechtigkeit!". Die hohe Prozentzahl ließ Vogel vom Münchner Gutachterausschuss ausrechnen – einem unabhängigen Gremium, das Bodenpreise in München bewertet."

Viel Rechenmethode vorgebracht, viel relativiert, jedoch an keiner Stelle diese Preisentwicklung mit Gehältern verglichen!

@ Anna-Elisabeth

„In 'meiner' Straße wurde vor ein paar Jahren ein Haus gebaut, in dem sich auch ein Durchschnittsverdiener keine Wohnung leisten kann. Wenn ich mich recht erinnere: 2,5 Zimmer für eine Kaltmiete von etwas mehr als 2000 Euro.
Aber Marmor-Treppenhaus. Ist ja auch gaaaanz wichtig für den Wohnkomfort.“

Was soll daran Wahnsinn sein? Wenn ich 10.000€ verdiene und 2.000€ Miete zahle, habe ich im Verhältnis weniger bezahlt als jemand, der 2000€ verdient und 500€ für seine Wohnung zahlen muss.
Der eine geht auch ins Sternerestaurant und nicht zum Döner um die Ecke und der eine fährt ein e-Bike für 7.000€ und der andere das alte Hollandrad seiner Oma auf.
Jede Geldtransaktion sichert Arbeitsplätze und Wohlstand. Da kann dann jeder so dran teilnehmen, wie es ihm möglich ist. Wahnsinn ist daran überhaupt nichts

17:48 von Anna-Elisabeth

re an mich / fathaland slim
Sie schreiben unter anderm:
>>Das erinnert mich wieder an den Neubau der Hamburger Uni-Klinik. Ich verstehe bis heute nicht, warum man teilweise Firmen aus Süddeutschland beauftragt hat. <<

Ich könnte Romane schreiben, was die unsinnigen Ausschreibungsverfahren für öffentliche (und auch begrenzte) Ausschreibungen angeht.
Selbst vom Staatlichem Hochbauamt ( welches noch zu meiner Zeit mein Brot- und Butter- Kunde war) wurde ich innerhalb der Gewährleistungspflicht gebeten, einen Schaden zu beheben, welche irgendeine Firma verursacht hat. Aber selbst der Staat findet keine Handhabe gegenüber solchen Firmen.
Ich selbst verlor eine Ausschreibung an einen "Marktbegleiter". Es wurden nachweislich nicht der Ausschreibung entsprechende Materialien eingebaut.
Auf meine Beschwerde hin bekam ich nur ein Achselzucken. "Was sollen wir jetzt noch machen?"
Dieser "Sumpf" zieht sich komplett durch alle Instanzen. IMHO.

@ schabernack

>>> "Flucht aus der Stadt" ergibt sich ja deswegen,
weil die Mieten in den Städten so hoch sind. <<<
.
Sorry, sollte natürlich Landflucht heißen. Rein in die teure Stadt.
.
>>> Quält man sich morgens im Berufsverkehr rein in die Stadt.
Und nach der Arbeit wieder raus. <<<
.
Das Problem hat man dann natürlich, das kenne ich nur zu gut.
Bei uns in der Gegend sind die Preise im Umland allerdings vergleichsweise niedrig, so dass man über das im Stau stehen wegsehen kann.
Und wenn man erst aus der Stadt raus ist, fühlt man sich schon im Auto wie im Feierabend.

@18:26 von berelsbub @ Anna-Elisabeth

//Was soll daran Wahnsinn sein? Wenn ich 10.000€ verdiene und 2.000€ Miete zahle, habe ich im Verhältnis weniger bezahlt als jemand, der 2000€ verdient und 500€ für seine Wohnung zahlen muss.//

Das wäre in der Tat unproblematisch,wenn es genug Wohnraum gäbe. Gibt es aber nicht, Tatsache ist auch, dass bei ausreichend Wohnraum auch der Gutverdiener nicht mehr bereit wäre, solch überhöhte Mieten zu zahlen. (Es sei denn, er braucht für seinen Seelenfrieden ein Marmor-Treppenhaus.)

//Der eine geht auch ins Sternerestaurant und nicht zum Döner um die Ecke und der eine fährt ein e-Bike für 7.000€ und der andere das alte Hollandrad seiner Oma auf.//

Nichts davon ist so essentiell wie ein Dach überm Kopf. Was auf dem Wohnungsmarkt geschieht IST Wahnsinn. Aber solange man selbst im warmen Nest sitzt, stört der Rentner, der die anstehende Mieterhöhung nicht mehr verkraftet und obdachlos wird, ja nicht weiter, gelle?

@fatherland slim "Wie stellen

@fatherland slim
"Wie stellen Sie sich das vor, bei diesen Preisen und bei den deutschen Einkommensverhältnissen,"

Das Problem ist das viele Leute sich für ein lebenslanges Mietmodell entschieden haben statt zu kaufen. Wir hatten durchaus die Möglichkeit eine Immobilie zu erwerben, die Preise waren in den 80ern bis Anfang der 2000er Jahre ziemlich stabil und niedrig. Ich habe den gleichen Fehler gemacht, mir wurde beim Einzug die Wohnung zum Kauf angeboten, ich habe mich fürs Miete statt Kredit abzahlen entschieden und bereue es heute. Wer jetzt 40+ ist und kein Geld auf der hohen Kante hat kann eine Immobilie vergessen und auch für junge ist es kaum zu bezahlen, wir älteren hätten aber die Möglichkeit gehabt, wir haben die Chance nur nicht genutzt. Ob nun 500€ Miete oder für einen Kredit kommt aufs gleiche bei raus, nur das in dem einen Fall die Immobilie einem nach 20 Jahren gehört...

18:26 von berelsbub

«Jede Geldtransaktion sichert Arbeitsplätze und Wohlstand. Da kann dann jeder so dran teilnehmen, wie es ihm möglich ist. Wahnsinn ist daran überhaupt nichts.»

Mehr als Wahnsinn mit allerhöchstem gesellschaftlichen Sprengstoff ist die Gegebenheit, dass immer weniger bezahlbarer Wohnunraum in Ballungsräumen (und auch in kleineren Städten) in Relation zum Einkommen derer existiert, die sich derart hohe Mieten eben nicht leisten können.

Oder auch gar nicht leisten wollen, obwohl sie es evtl. könnten.
Weil es schlicht Wahnsinn ist, ±> 50% des Monatseinkommens alleine für die Miete ausgeben zu müssen !

Volkswirtschaftlicher Non-Profit. Sinnlose Vernichtung von Kaufkraft.
Industrieschädigung mit Anlauf. Zu gar nichts zu gebrauchen.
Außer für die prallen Taschen einiger Weniger.
Zunehmend im Wohnsektor für AG für die Dividenden der Aktionäre.

Soziale Verantwortung = Null.
Nutzen für das Land = Null.

"Die Reichen" sollen sich zum Marmor …
gerne noch das Treppengeländer in Gold täfeln!

@ Anne Elisabeth

„Aber solange man selbst im warmen Nest sitzt, stört der Rentner, der die anstehende Mieterhöhung nicht mehr verkraftet und obdachlos wird, ja nicht weiter, gelle?“

Ich kenne nicht einen Rentner, der wegen einer Mieterhöhung auf der Straße lebt.
So verbreitet kann das Problem also nicht sein.
Und ob der Reiche um die Ecke jetzt 2000€ oder 2500€ für seine Wohnung zahlt, wird keinen Rentner eine Wohnung bringen. Das ist für den Rentner völlig egal, was die Reichen machen, denn der Markt ist für ihn niemals erreichbar und steht daher nicht in Konkurrenz zum Rentner

18:53, berelsbub

>>Ich kenne nicht einen Rentner, der wegen einer Mieterhöhung auf der Straße lebt.
So verbreitet kann das Problem also nicht sein.
Und ob der Reiche um die Ecke jetzt 2000€ oder 2500€ für seine Wohnung zahlt, wird keinen Rentner eine Wohnung bringen. Das ist für den Rentner völlig egal, was die Reichen machen, denn der Markt ist für ihn niemals erreichbar und steht daher nicht in Konkurrenz zum Rentner<<

Aber Ihnen ist schon bekannt, daß massenhaft günstiger Wohnraum "luxussaniert" wird?

So wie meine ehemalige Wohnung in Neukölln, beispielsweise.

@ JohnL

„Das Problem ist das viele Leute sich für ein lebenslanges Mietmodell entschieden haben statt zu kaufen. Wir hatten durchaus die Möglichkeit eine Immobilie zu erwerben, die Preise waren in den 80ern bis Anfang der 2000er Jahre ziemlich stabil und niedrig. Ich habe den gleichen Fehler gemacht, mir wurde beim Einzug die Wohnung zum Kauf angeboten, ich habe mich fürs Miete statt Kredit abzahlen entschieden und bereue es heute“

Sehr richtig. Ein Arbeitskollege hat sich mit Anfang 20 seine erste kleine Eigentumswohnung gekauft. Alle haben ihn mit großen Fragezeichen angeschaut. Mit Mitte 20 hat er sich eine schönere Wohnung gekauft und finanzierte dieses über die Vermietung der ersten Wohnung an Studenten in Osnabrück. Jetzt mit Anfang 30 vermietet er zwei seiner Eigentumswohnungen und wohnt in seiner dritten gekauften Eigentumswohnung. Jetzt hat keiner mehr Fragezeichen in den Augen, nur noch Ausrufezeichen, denn der Kollege hat mit Anfang 30 seine Altersvorsorge schon sicher abgeschlosse

@ fathaland slim

„Aber Ihnen ist schon bekannt, daß massenhaft günstiger Wohnraum "luxussaniert" wird?

So wie meine ehemalige Wohnung in Neukölln, beispielsweise.“

Es wird einen entsprechenden Markt geben, sonst würde das keiner machen, wenn die Wohnung danach leer steht. Denn mit leer stehenden Wohnungen lässt sich schlecht Geld verdienen.
Außer es ist Spekulationsobjekt, aber dann saniert es keiner.
Für günstigen Wohnraum ist nicht der freie Markt zuständig, weil wen wollen sie dazu zwingen.
Dafür sind dann Städte und Kommunen mehr in der Pflicht. Die Versagen aber komplett

18:43 von Anna-Elisabeth

>>Nichts davon ist so essentiell wie ein Dach überm Kopf. Was auf dem Wohnungsmarkt geschieht IST Wahnsinn. Aber solange man selbst im warmen Nest sitzt, stört der Rentner, der die anstehende Mieterhöhung nicht mehr verkraftet und obdachlos wird, ja nicht weiter, gelle?<<

Das haben Sie schön geschrieben.
Ich selbst wohne schuldenfrei in meinem Wohnhaus. Ich fühle mich privilegiert.
Wenn ich sehe, wie Baugrund in unserer Gemeinde "verschwendet" wird für Luxusgebäude (hässliche noch zudem), dann fehlt mir jegliches Verständnis. Auch in die Planungen und Entschlüsse unseres Gemeinderats.
Es gibt so viele Ansätze für das Problem des mangeldem Wohnraums. (Siehe Wien).
Unserer Politik werfe ich diesbezüglich komplettes Versagen vor. Denn die Probleme sind schon seit Jahrzehnten bekannt. Aber "sozial" ist unsere Marktwirtschaft schon lange nicht mehr.

18:49 von schabernack 18:26 von berelsbub

Mehr als Wahnsinn mit allerhöchstem gesellschaftlichen Sprengstoff ist die Gegebenheit, dass immer weniger bezahlbarer Wohnunraum in Ballungsräumen [...] in Relation zum Einkommen derer existiert, die sich derart hohe Mieten eben nicht leisten können.
[...]
Weil es schlicht Wahnsinn ist, ±> 50% des Monatseinkommens alleine für die Miete ausgeben zu müssen !

Habe vor Jahren eine interessante Reportage über einen Ort in Norditalien gesehen; da musste jeder Bauherr einen nicht ganz unerheblichen Teil des geplanten Wohnraumes an Menschen vermieten, die sich nur eine geringe Miete leisten können. Andernfalls hätte es mit dem Bauen nicht geklappt. Fand ich ein gutes Konzept von den Verantwortlichen an dem Ort – zum einen weil es die Menschen einbezieht, die sich trotz Doppelberufstätigkeit keine reguläre Miete leisten konnten (was natürlich kritikwürdig ist), als auch da damit eine „soziale Mischung“ der Bewohnerinnen einhergeht.

@18:49 von schabernack 18:26 von berelsbub

Danke für Ihre Ausführungen.

//Soziale Verantwortung = Null.
Nutzen für das Land = Null.//

In der Annahme, dass dies für den angesprochenen User unbekannte Variablen in seiner (Wohnungs-)Gleichung sind, habe ich auf eine weitere Reaktion verzichtet.

//"Die Reichen" sollen sich zum Marmor …
gerne noch das Treppengeländer in Gold täfeln!//

Oh ja, das sähe bestimmt sehr edel aus.

@ Kaneel

„Habe vor Jahren eine interessante Reportage über einen Ort in Norditalien gesehen; da musste jeder Bauherr einen nicht ganz unerheblichen Teil des geplanten Wohnraumes an Menschen vermieten, die sich nur eine geringe Miete leisten können.“

Das muss aber durch die politischen / gesetzlichen Rahmenbedingungen festgelegt werden.
Und da haben Länder wie zum Beispiel Berlin grandios versagt

bei diesen Preisen ?

fathaland slim@

Rechtseitig und Klug eigene prioritäten setzen und auch zielgerichtet handeln.

Schwimmen kann man nicht lernen wenn man im Meer baden geht. Das muss man vorher machen.

@ berelsbub (19:05)

"Ein Arbeitskollege hat sich mit Anfang 20 seine erste kleine Eigentumswohnung gekauft. Alle haben ihn mit großen Fragezeichen angeschaut. Mit Mitte 20 hat er sich eine schönere Wohnung gekauft und finanzierte dieses über die Vermietung der ersten Wohnung an Studenten in Osnabrück.Jetzt mit Anfang 30 vermietet er zwei seiner Eigentumswohnungen und wohnt in seiner dritten gekauften Eigentumswohnung. Jetzt hat keiner mehr Fragezeichen in den Augen, nur noch Ausrufezeichen, denn der Kollege hat mit Anfang 30 seine Altersvorsorge schon sicher abgeschlosse"
------
Und wenn seine Kollegen, wenn alle Deutschen dies in jungen Jahren ihm gleichgetan hätten, würde jetzt wer wieviel Miete zahlen? Nein, raten wir bloß nicht dazu, jeder möge Vermieter werden und so vorsorgen, denn wenn ich mich nicht verrechne, krieget man in einem Volk von 100% Eigentümern so ungefähr 0,00 Euro Mieteinnahme raus (bis auf ein wenige Einnahmen von geringer Dauer).

@ Anna Elisabeth

//"Die Reichen" sollen sich zum Marmor …
gerne noch das Treppengeländer in Gold täfeln!//

Oh ja, das sähe bestimmt sehr edel aus.„

Geschmack ist zum Glück verschieden.
Wäre jetzt auch nicht mein Stil, aber abgerockte Häuser ganz ohne Geländer wären ebenfalls nicht meins

@ ist wahr

„Und wenn seine Kollegen, wenn alle Deutschen dies in jungen Jahren ihm gleichgetan hätten, würde jetzt wer wieviel Miete zahlen? Nein, raten wir bloß nicht dazu, jeder möge Vermieter werden und so vorsorgen, denn wenn ich mich nicht verrechne, krieget man in einem Volk von 100% Eigentümern so ungefähr 0,00 Euro Mieteinnahme raus (bis auf ein wenige Einnahmen von geringer Dauer).„

Raten Sie mal, wie egal ihm ihr Einwand sein wird... hätte, hätte Fahrradkette

Immobilienwerte

Ich bin Immobilienbewerter und muss ganz ehrlich sagen, dass die heutigen Kaufpreise völlig überzogen sind.
Jedenfalls in vielen Bereichen von D. Natürlich bildet sich eine Blase.
Der normale Immobilienbesitzer dürfte davon wenig merken; nur Spekulanten

19:10, berelsbub @ fathaland slim

>>„Aber Ihnen ist schon bekannt, daß massenhaft günstiger Wohnraum "luxussaniert" wird?

So wie meine ehemalige Wohnung in Neukölln, beispielsweise.“

Es wird einen entsprechenden Markt geben, sonst würde das keiner machen, wenn die Wohnung danach leer steht. Denn mit leer stehenden Wohnungen lässt sich schlecht Geld verdienen.
Außer es ist Spekulationsobjekt, aber dann saniert es keiner.<<

In meiner ehemaligen Wohnstraße in Neukölln, die sich früher im unteren Mietsegment bewegte, werden mittlerweile Mieten von bis zu 20€ pro qm verlangt. Die Bevölkerungsstruktur hat sich komplett geändert. Früher Neuköllner Arbeiter, Türken etc., jetzt Kinder reicher Leute. Die ganze Nacht rollen die Rollkoffer. Ja, den Markt gibt es.

>>Für günstigen Wohnraum ist nicht der freie Markt zuständig, weil wen wollen sie dazu zwingen.
Dafür sind dann Städte und Kommunen mehr in der Pflicht. Die Versagen aber komplett<<

Oha.

Sozialistische Anwandlungen? Und das von Ihnen...

19:20 von Ist Wahr

auch da haben sie recht
seine Rente könnte man dann über Immobilienvermieten nicht garantieren

@19:11 von Rimutotara

//Ich selbst wohne schuldenfrei in meinem Wohnhaus. Ich fühle mich privilegiert.//

Ich gönne es Ihnen und jedem anderen von Herzen. Mir ist nur wichtig, dass man den Blick für die weniger Privilegierten nicht verliert. Bei Ihnen besteht diese Gefahr ja ganz sicher nicht.
Mir selbst geht es vermutlich so wie Vielen. Man wohnt noch recht schön zu halbwegs anständiger Miete, hat aber im Hinterkopf immer die Sorge: Was wird, wenn man die Wohnung verlassen muss. Die Stadt will das Grundstück, auf dem unser Haus steht, haben und alles für neue Wohnungen platt machen. Noch gibt es laut Vermieterin Bestandsschutz. Aber ich kann ja schlecht fragen, ob der ausläuft, wenn sie stirbt.

Das Verhältnis von Miete und Kreditrate von Eigentum ist anders

Vor 30 Jahren, als die Zinsen noch nennenswert hoch waren und die Mieten außerhalb der Innenstädte noch günstig, hat es sich selbst für Staatsbeamte trotz lebenslanger Jobgarantie kaum gelohnt zu bauen. Oder wenn man Arbeitgeber hatte wie der öffentliche Rundfunk oder Stadtwerke etc. (fast ebenso sicher).
Inzwischen sind die Mieten auch bis weit ins ländliche hinein viel stärker gestiegen als die Baukosten (selbst mit 100% Architektenbetreuung).
Und die Zinsen sind fast Null.
Daher haben sich tragischerweise viele Arbeitnehmer mit ganz und gar nicht sicheren Jobs auch Häuser gebaut und freuen sich, dass sie nun weniger Kreditrate zahlen als vorher Miete. Soweit, so schön.
Aber was wird passieren, wenn ihre Jobs mal krisenbedingt weg sind und es im weiten Umkreis keine Jobs mehr gibt ?
Bude wieder verkaufen ? Am neuen Arbeitsort nochmal bauen ? Wieder zur Miete hausen ?
Da werden verdammt viele Existenzen und Träume zerstört werden....

19:25 von meinungisterlaubt

Der normale Immobilienbesitzer dürfte davon wenig merken
.
wie auch
mir kann es egal ob das von mir bewohnte Objekt 100.000 Euro kostet oder 500.000 Euro
solange ich es nicht veräußern will oder muß
klar meine Erben wird das interessieren

@ ist wahr

„Nein, raten wir bloß nicht dazu, jeder möge Vermieter werden und so vorsorgen, denn wenn ich mich nicht verrechne, krieget man in einem Volk von 100% Eigentümern so ungefähr 0,00 Euro Mieteinnahme raus (bis auf ein wenige Einnahmen von geringer Dauer).“

100% Eigentum wird es nicht geben (Studenten, Arbeitslos, Geschieden, etc)
Daher ist der Mietmarkt immer da...
Und wenn jeder - ihren Ansinnen nach - Eigentum hat. Auch gut, dann wird die Altersarmut deutlichst gesenkt, weil dann jeder mit Mitte 60 seine Bude abbezahlt hat und Mietfrei wohnt

Trotz stabiler Preise: Beeinflusst Corona den.......

Gegen die Misere auf dem Wohnungsmarkt, die seit Jahren bekannt ist, scheint aber von Seiten der Parteien und Politiker nichts zu laufen. Da hält man also am wirtschaftsliberalen Mantra fest. Da ist nichts mit Regulierung und/oder einer Trendwende beim sozialen Wohnungsbau. Wie wäre es mit zwei Prozent vom BIP pro Jahr dafür ?

19:19 von berelsbub @ Kaneel

„Habe vor Jahren eine interessante Reportage über einen Ort in Norditalien gesehen; da musste jeder Bauherr einen nicht ganz unerheblichen Teil des geplanten Wohnraumes an Menschen vermieten, die sich nur eine geringe Miete leisten können.“

Das muss aber durch die politischen / gesetzlichen Rahmenbedingungen festgelegt werden.
Und da haben Länder wie zum Beispiel Berlin grandios versagt

Viele Städte und Kommunen haben in dieser Hinsicht leider zu kurzfristig gedacht. Osnabrück hätte die OWG auch nicht verkaufen sollen... Dann bleibt nur aus Fehlern zu lernen und zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln.

@ berelsbub (19:23), Re

"Raten Sie mal, wie egal ihm ihr Einwand sein wird... hätte, hätte Fahrradkette"
------
Hab mir schon gedacht, dass wir hier nicht die Politik und Gesellschaft berücksichtigen brauchen. Es geht bei Immobilien nur ums kleine Glück. Ich habe auch Gartenzwerge und ein eigenes Fahrrad vorm Haus - sieht sehr romantisch aus. Und ich will auch nicht, dass jeder sowas hat, denn meine Mieteinnahmen aus der Großstadt brauche ich auch.

Angebot und Nachfrage...

verfolge den Thread eben und muss an unsere Nachbarstadt Erlangen denken. Größte Arbeitgeber Siemens, Unikliniken und Energietechnik. Früher ein beschauliche familiäres Städtchen. Heute? Mietpreise bei kalt €14 aufwärts, Reiheneckhaus mit Minigrundstück € 600.000.Freistehendes EFH so um die 900.000.Juckt einen Siemensianer und möglicherweise Doppelverdiener nicht. Der einfache Michel zieht aufs Land. 100.000 Einwohner und zwischenzeitlich täglich 65.000 Einpendler. Analog München oder Hamburg.

@19:21 von berelsbub: Wenn die Grundsubstanz noch gut ist....

... ist das doch ein tolles Renovierungsprojekt. Besonders wenn man fähiger Handwerker ist oder welche kennt.
Ich kenn auch einen, der privat 20 Jahre kein Leben mehr hatte, außer heruntergekommene Wohnungen billig aufzukaufen, in Eigenleistung top renoviert hat und dann entweder viel teuerer weiterverkauft oder vermietet hat (je nachdem, was mehr Geld brachte).
Damit konnte man schon gut Geld machen + Altersvorsorge.

19:15 von Kaneel

«Habe vor Jahren eine interessante Reportage über einen Ort in Norditalien gesehen; da musste jeder Bauherr einen nicht ganz unerheblichen Teil des geplanten Wohnraumes an Menschen vermieten, die sich nur eine geringe Miete leisten können. Andernfalls hätte es mit dem Bauen nicht geklappt.»

Es ist halt der ganz große Kardinalfehler, zu denken, man könne Wohnungsbau + Wohnungsmieten wie Preise für Autos, Bananen, und Zahnpasta alleine "durch die Kräft des Marktes" regulieren zu lassen. Ein Ansatz, der katastrophal in die Hose geht. In die Hose der gelackmeieten Mieter … in erster Linie. Dann wird es bei mehr Gelackmeierten zum ganz gravierenden gesellschaftlichen Problem.

Wie mit Ihrer Beschreibung kann man dem entgegen wirken. Die Stadt Wien mit dem Modell der Städt. Wohnunhsgenossenschaft … ist ja schon real existierende Legende.

Auch JAP macht es cleverer als DEU. Mega-teures Land.
Aber Wohnraum als Spekulationsobjekt strikt untersagt.
Deswegen … Mieten prozentual günstiger !

@ Sisyphos3

ganz genau.
ich werde irgendwann auch Erbe sein, aber mal im Ernst.......darauf spekuliere ich nicht

@ fathaland slim

>>Für günstigen Wohnraum ist nicht der freie Markt zuständig, weil wen wollen sie dazu zwingen.
Dafür sind dann Städte und Kommunen mehr in der Pflicht. Die Versagen aber komplett<<

Oha.

Sozialistische Anwandlungen? Und das von Ihnen„

Die Städte und Kommunen sollen mit absoluter Effizienz Wohnraum für die unterste Schicht schaffen und mit den geringen Mieteinnahmen das Objekt refinanzieren, um den Gewinn in städtische Infrastruktur (Schulen, Schwimmbad, etc) zu stecken.
Wie sie das nennen ist für mich selbstredend nebensächlich

@fatherland slim

"DIE Einwohnerzahl Deutschlands schwankt seit Jahrzehnten im Rahmen von etwa zwei Millionen. Momentan sinkt sie gerade wieder.
Es ziehen nicht nur Leute zu, sondern weg. Der Prozess ist sehr dynamisch"
1950 lebten 68 Mio., 1970 lebten 73 Mio., 1990 79 Mio., 2000 lebten 82 Mio. und 2020 leben 83,1 Millionen Menschen in Deutschland. Sicherlich ziehen auch Menschen weg, aber die Netto-Zunahme ist ja wohl eindeutig.

@ WirsindLegion

„Ich kenn auch einen, der privat 20 Jahre kein Leben mehr hatte, außer heruntergekommene Wohnungen billig aufzukaufen, in Eigenleistung top renoviert hat und dann entweder viel teuerer weiterverkauft oder vermietet hat (je nachdem, was mehr Geld brachte).
Damit konnte man schon gut Geld machen + Altersvorsorge.“

Ein absolut guter und lohnender Weg. Mit eigener Anstrengung und Vision was zu schaffen und sich abzusichern. Bravo

@ berelsbub (19:36), Re

Ich schrieb ja, vorübergehende Einnahmen, der Mietermarkt ist aber dann kaputt, Studenten und arbeitslose, Geschiedene, alles vorübergehend. Im Verhältnis zu heute mit ca. 50% Mieter in D ist das nix. Private Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienfonds müssten aufgeben. Die zwei Dickschiffe im Dax30 könnten einpacken. Forist 'Sisyphos3' sieht das offensichtlich ebenfalls so, und er kennt sich aus. Sie sehen das nicht richtig. Vermieter benötigen Mieter. Umso mehr desto besser. Deshalb dürfen die Löhne und Gehälter nicht zu stark steigen und die Mobilität von Arbeitskräften muss ebenfalls möglichst auf hohem Niveau bleiben. Die Leute aufzufordern, sich Eigentum zu kaufen, ist eine nicht ernstgemeinte Erzählung, einfach nur Unfug mit Ideologie, Augenwischerei.

@ meinungisterlaubt

>>> ich werde irgendwann auch Erbe sein, aber mal im Ernst.......darauf spekuliere ich nicht <<<
.
Warum? Ist doch nicht verwerflich. Im Gegenteil. Wenn meine Kinder Mal mein Haus nicht wollen wäre ich sehr enttäuscht. War schließlich ehrlich erspart und erarbeitet.
Und ich benötige wahrscheinlich Mal das Haus meiner Eltern um meine Rente zu finanzieren.
So ist der Lauf der Zeit.

@ ist wahr

„Die Leute aufzufordern, sich Eigentum zu kaufen, ist eine nicht ernstgemeinte Erzählung, einfach nur Unfug mit Ideologie, Augenwischerei.“

Dann haben sich die allermeisten aus meinem Umfeld blenden lassen und müssen jetzt mit ihrem Pech leben, finanziell grundsolide ins Alter zu gehen und für die eigenen Kinder bleibende Werte zu hinterlassen. Beim nächsten Zusammentreffen werde ich allen Eigenheimbesitzern erzählen, wie viel Pech sie haben. Über erstauntes Gelächter werde ich hinwegsehen

@Mischpoke West

Sie haben völlig Recht. Ich meinte damit, dass ich nicht darauf spekuliere, dass meine Eltern doch bitte sterben mögen.

Der Lauf der Zeit ist sicherlich so und auch ich möchte etwas vererben. Natürlich; aber darauf spekulieren geht gar nicht

19:05 von berelsbub

Mit Mitte 20 hat er sich eine schönere Wohnung gekauft und finanzierte dieses über die Vermietung der ersten Wohnung an Studenten in Osnabrück. Jetzt mit Anfang 30 vermietet er zwei seiner Eigentumswohnungen und wohnt in seiner dritten gekauften Eigentumswohnung.

#
Genau so hat es meine Tochter auch gemacht.Allerdings hat sie auch einiges in die Wohnungen investiert.

@ berelsbub (20:05), Re

Aber nicht doch! Reden wir an einander vorbei? Es geht nicht um Entscheidungen Einzelner unter gegebenen Bedingungen. Es darf in öffentl. Diskussionen um volkswirtsch. und politische Fragen auch um das Gemeinwohl gehen. Aber wenn Sie diese Perspektive scheuen, dann viel Spass mit Ihren Freunden und deren eventuellen Mieteinahmen. Sie haben doch innerhalb Ihres Betrachtungshorizonts recht. Jeder hat halt einen eigenen Neigungswinkel beim gucken.

mit Regulierung ?

Bernd Kevesligeti@
Die Gesetzliche überregulierung und ausufernden Mieter Rechte haben doch dafür gesorgt das keiner mehr Mietwohnungen bauen kann.

@ 14:43 von Tada

Wer hat denn heute die Sicherheit über Jahrzehnte an einem Ort zu arbeiten, um sich dort eigene 4 Wände zuzulegen?

Ihr Risiko, Ihr Risikozuschlag über die Miete...

Wenn ich bei uns sehe, wie

Wenn ich bei uns sehe, wie jeder freie Fleck in der Stadt mit riesigen wochnsilos zugeknallt wird, die dann am Ende keine Parkflächen ausweisen, keine Gärten oder Spielflächen haben, die Mieten extrem hoch für winzige Wohnungen sind, dann ist es keine Frage, warum die Leute lieber 2h fahrt zur Arbeit in kauf nehmen. Die wird nämlich subventioniert.
Eine völlig falsche Entwicklung.

andere Hälfte zur Miete?

Ist Wahr @
Das ist aber Ihre persönliche Entscheidung und Sie dürfen nicht andere die gut und anders durch persönliche Leistung leben kritisieren.

@ ist wahr

„dann viel Spass mit Ihren Freunden und deren eventuellen Mieteinnahmen“

Vielen Dank. Der ist garantiert!

@ Schiebar45

„Genau so hat es meine Tochter auch gemacht.Allerdings hat sie auch einiges in die Wohnungen investiert.“

Auch das wird sich rentieren, wenn man ein Gespür für seine Mieter hat. In der Hoffnung, dass ihre Tochter nie Probleme mit unseriösen Mietern bekommt. Dann wird sie viel Freude und Sicherheit mit ihren Objekten haben

Es müssen aber

viel mehr öffentlich geförderte Wohnungen gebaut werden und zu erschwinglichen Mieten vermietet werden. So habe ich seinerzeit auch mein Wohnung bekommen.

20:39 von schiebaer45

du bist also berufslos? sonst, als facharbeiter könntest du keine geförderte wohnung beziehen

20. Oktober 2020 um 14:13 von fathaland slim

<< Wie stellen Sie sich das vor, bei diesen Preisen und bei den deutschen Einkommensverhältnissen, die sich durch die Coronakrise ganz gewiss nicht verbessern? <<
.
Das ist ganz einfach, arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten und sparen, sparen und nochmals sparen und auf sehr viele andere Dinge verzichten. Einfach Prioritäten im Leben setzen.
.
Geerbt habe ich bisher noch nie.
.
Gruß
K. E.

Nochmal zu meinen

Nochmal zu meinen beschriebenen Wohnsilos, die sind auch möglich, weil an der Bergstrasse jetzt der Speckgürtel von Frankfurt, Heidelberg, Mannheim, Worms angekommen ist. Überall sprießen Gewerbegebiete, überall wird Angesiedelt. Alle reden über tolle Arbeitsplätze. Aber für wen? Die, die hier wohnen, haben ja schon Arbeit.
Wie wäre es, diese ganzen tollen Arbeitsplätze mal dort zu schaffen, wo noch Platz ist, die Menschen eher WEG wollen, als immer noch weiter zu verdichten?
Eine tolle Fabrik im "Nichts", zieht einen ganzen Schwung anderes Gewerbe an. Und dieses "Nichts" gibt es bundesweit ganz oft. Nicht nur im Osten. Und die sind echt am arsch. Keiner investiert, weil sich niemand traut, auf 50 Jahre zu denken.

@ werner1955 (20:34), Re

"Das ist aber Ihre persönliche Entscheidung und Sie dürfen nicht andere die gut und anders durch persönliche Leistung leben kritisieren."
------
Meine persönlichen Entscheidungen bzgl. Vermögensbildung kennen Sie nicht, habe nicht darüber geschrieben. Ich habe auch nicht Leistung und Leben anderer Menschen kritisiert. Ich habe heute hier über Marktmechanismen gesprochen. Entscheidungen, die Einzelne auf einem beschränkten Markt treffen und von politischen Rahmenbedingungen flankiert werden, haben Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft. Der Immobilienmarkt hat eine sehr große Bedeutung für die Menschen und ihr Zusammenleben. Dabei können wir hier nicht auf alles in einem Atemzug Bezug nehmen, wie zum Beispiel: wo führen uns die Niedrigzinspolitik und die gestiegenen Immobilienpreise hin? Was werden die davon haben, die sich bei diesen Preisen und unsicherem Arbeitsmarkt Jetzt Wohnungseigentum kaufen? Es gibt Kennzahlen, historische Erfahrungen und Unsicherheit. Nichts persönliches.

Fati slim

Arbeit Arbeit und Arbeit und sparen?
Wo lebst Du?
Das ging früher, als es noch möglich war, etwas beiseite zu legen. Mit meinem Facharbeitergehalt ist das nicht möglich. Da bleibt nicht viel zum sparen.
Bei dopelverdienern mag es vielleicht noch gehen.
Als Single bist du verraten und verkauft.

20:42 von Wilhelm Schwebe 20:39 von schiebaer45

Ich war Jungverheiratet und habe eine Wohnung angemietet für die der Hausbesitzer Geld vom Staat bekommen hat mit der Auflage die nur an Jungverheiratete zu vermieten. Das war 1968 in Hamburg.

@20:42 von Kein Einstein @14:13 von fathaland

//Das ist ganz einfach, arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten und sparen, sparen und nochmals sparen und auf sehr viele andere Dinge verzichten. Einfach Prioritäten im Leben setzen.//

Nein. So einfach ist es nicht. Ich habe hart gearbeitet, dummerweise im Sozialbereich. Leute, wie Sie, glauben vermutlich, dass man da mit Puppen spielt. Kranke Menschen sind allerdings etwas komplizierter. Wenn man dann noch jahrelang unterhaltspflichtig ist (für die pflegebedürftigen Eltern), ist da erstens nicht viel mit Sparen, zweitens gibt ihnen keine Bank einen Kredit und drittens finden sie so auch keinen Bürgen. Und wenn sie dann noch selbst schwer erkranken, war's das mit dem Eigenheim. Aber ich weiß schon: Trotzdem selber schuld.

von werner1955 20:28

Und wo gebaut wird, was wird da gebaut ? Teure Eigentumswohnungen oder teure Mietwohnungen.
Also doch besser 2 Prozent vom BIP für sozialen Wohnungsbau mobilisieren, als für.....

20:56, Bender Rodriguez

>>Fati slim
Arbeit Arbeit und Arbeit und sparen?
Wo lebst Du?
Das ging früher, als es noch möglich war, etwas beiseite zu legen<<

Das schrieb nicht ich, sondern der Forist, der mir antwortete.

20. Oktober 2020 um 16:51 von fathaland slim

>> Und warum ist bezahlbarer Mietwohnraum dann für Bezieher durchschnittlicher Einkommen so knapp? <<
.
Denken Sie mal 4 - 5 Jahre zurück. Ca. 1,5 Millionen Zuwanderung durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit der EU und 1 Million durch Migranten.
.
Kein Politiker hat sich um Infrastruktur gekümmert.
.
Alle diese Menschen brauchten auch Wohnungen.
.
Und dann beginnt das alte Spiel von Angebot und Nachfrage.

@ um 15:14 von fathaland slim

"…
Jeder private gute Vermieter legt Gebühren und Steuern auf die Miete um. Nennt sich "Nebenkosten". Täte er das nicht, wäre er kein guter, sondern ein bankrotter Vermieter."

Ich habe nie verstanden, warum ein Vermieter die Grundsteuer als Nebenkosten dem Mieter aufbürden kann. Andere Menschen seine eigenen Steuern zahlen lassen können ist das Schrägste was Politiker verbrechen können.

um 21:02 von Anna-Elisabeth @20:42 von Kein Einstein @14:13 von

//Das ist ganz einfach, arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten und sparen, sparen und nochmals sparen und auf sehr viele andere Dinge verzichten. Einfach Prioritäten im Leben setzen./
#
Das ist gut gesagt aber das Leben setzt oftmals andere Prioritäten. Mich z.B. hat ein Schlaganfall erwischt.Nun ist nix mehr mit meiner Hausmeister Tätigkeit.

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