Ihre Meinung zu: Kaum Fortschritte beim Glasfaser-Ausbau der Deutschen Bahn

23. Oktober 2020 - 9:39 Uhr

Für pünktlichere Züge braucht die Bahn auch digitalisierte Stellwerke, schnelles Internet und mehr Glasfaserkabel entlang der Strecken. Doch beim Ausbau des Netzes gibt es kaum Fortschritte.

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Kommentare

Woran es legt, dass der Glasfaser-Ausbau der Bahn „stockt“,

muss, wenn man dies hier liest, jedem normalverständigen Menschen wohl nicht näher erläutert werden:

„In diesem Jahr ist bislang kein einziger Glasfaser-Kilometer zugebaut worden, weil der Vergabeprozess noch gar nicht begonnen hat, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) auf Anfrage mitteilte: "Die DB bereitet die Ausschreibung zum Ausbau des Glasfasernetzes vor."

Wunderschönes Beispiel

…. für das Scheitern der Digitalisierung in Deutschland.
Wir haben uns in Deutschland so sehr dran gewöhnt auf die Züge zu warten, dass keiner bemerkt dass dieser Zug schon abgefahren ist.....

wie viele Mrd. werden investiert?

Und dann noch kein km Glasfaser verlegt.

"dass Züge pünktlicher unterwegs sind. Voraussetzung ist aber schnelles Internet, auch entlang der Strecken."

Das halte ich für ein Gerücht (oder da lachen ja die Hühner), dass dies Voraussetzung für Pünktlichkeit ist. Der Bahn scheint keine Ausrede zu dumm.

@ nettie (11:00)

Zitat: "In diesem Jahr ist bislang kein einziger Glasfaser-Kilometer zugebaut worden, weil der Vergabeprozess noch gar nicht begonnen hat, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) auf Anfrage mitteilte: "Die DB bereitet die Ausschreibung zum Ausbau des Glasfasernetzes vor."

Stimmt, so ist das in Deutschland und der EU: Von den Komplizierten Auschreibungen in der EU und den üblichen Widersprüchen der nicht Berücksichtigten hierzu, den Planfeststellungsverfahren und den wiederum daraus hervorgehenden "Massenklagen" bis vor höchste Gerichte ... da können schon mal 10 Jahre vergehen.
Völlig klar, das dass Schuld der Unternehmen wie der Bahn ist ... wenn wir etwas können ist es eben Bürokratie ... :-)

Ausbau der Bahn stockt...

In diesem Jahr ist bislang kein einziger Glasfaser-Kilometer zugebaut worden, weil der Vergabeprozess noch gar nicht begonnen hat, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) auf Anfrage mitteilte...

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Es ist wohl anzunehmen das auch in nächster Zeit hier nichts passieren wird. Schließlich handelt es sich ja bei diesen Ausbau um einen öffentlichen Staatsauftrag. Und der muß nunmal Europaweit ausgeschrieben, geprüft und genehmigt werden. Und das kann dauern wie man an Beispiel des Flughafens Berlin/Brandenburg sieht...

Digitalisierung in Deutschland eine Katastrophe

Warum schaffen das die anderen Länder und Deutschland nicht? Uns hemmen Paragraphendschungel und Bürokratie. Die Angestellten und Beamten müssen ihre Daseinsberechtigung beweisen und das mit jeder Maßnahme immer und immer wieder.
Wir haben schon längst den Anschluss an die führenden Länder verloren und werden es auch nicht mehr packen. Finnland, Schweden Israel sind führend. Deutschland gehört zu den 10 schlechtesten Ländern. Warum schlafen unsere Politiker? Sie werden wohl erst wach, wenn es um das persönliche Wohl geht.

@11:12 von Giselbert - Voraussetzung für Pünktlichkeit sei ...

schnelles Internet.
"Das halte ich für ein Gerücht , dass dies Voraussetzung für Pünktlichkeit ist. Der Bahn scheint keine Ausrede zu dumm."

Sehe ich auch so. Die Bundesbahn hat es seinerzeit ohne Internet geschafft pünktlicher zu sein als die Bahn-Aktiengesellschaft.

Seit Privatisierung und versuchtem Börsengang wurde kaputtgespart: Nebenstrecken, Personal ... ... ...

Digitalisierungsgeschwurbel

Ich glaube nicht, dass die bisherigen Gründe für Verspätungen mit dem Verlegen von Glasfaserkabeln gelöst werden. Das drastische Reduzieren von Wartungskapazitäten zu Mehdorns Zeiten hat die Flotte nachhaltig geschwächt, so dass Frühling, Sommer, Herbst und Winter die größten Feinde der Pünktlichkeit bleiben. Die Entflechtung des Personenverkehrs vom Güterverkehr ist nach wie vor unzureichend.

Gewiss: Dass wegen Krankheit und Urlaub nicht ausreichend besetzbare Stellwerke den Verkehr zum Erliegen bringen, ließe sich mit der Digitalisierung vermeiden. Aber ginge das nicht auch schon ohne Glasfaser? Die Bahn tut gerade so, als müsste sie beim derzeitigten ICE-Takt ein Aufkommen wie die Fluglotsen in Frankfurt/Main managen. Und was haben eigentlich solche Leute wie Pofalla bewirkt? Was macht der den ganzen Tag?

Abgewirtschaftet

Der fehlende Strecken Ausbau, Neubau Modernisierung und Renovierung in diesem Fall der Glasfaserausbau, das ist seit über 40 Jahre das Problem der Bahn. Im übrigen war die Bahn damals wesentlich pünktlicher und Kundenfreundlicher. Und wesentlich fachkundiger.
Bedingt durch das schlechte und fehlende Streckennetz ist die tatsächliche Durchschnittsgeschwindigkeit kaum höher geworden, ich meine hiermit tatsächliche Soll Abfahrtszeit und Ist Ankunftszeit im Bahnhof. Und die zumeist total überfüllte Züge sind keine Freude mehr zum Bahnfahren. Die Sprücheklopferei der Bahn ist nur noch widerlich.

Netzbetreiber an einen Tisch setzen

Wenn sowieso die Trassen für das Glasfaserkabel aufgebuddelt werden müssen, können dann nicht zugleich die ewig strittigen Stromtrassen dort mitverlegt werden? Das wäre doch für den Bund, die Netzbetreiber und die Bahn eine Kostenersparnis. Selbst wenn man die Kabel erst einmal von Knotenpunkt zu Knotenpunkt verlegen würde, ohne sie schon anzuschließen, wäre das eine Investition in die Zukunft.
Um die Zuverlässigkeit der Bahn auch im Winter zu gewährleisten: Dieselloks in Reserve halten. Auch in diesem Winter werden wieder einige Züge liegenbleiben, weil die Stromabnehmer vereisen. Dann geht gar nichts mehr, außer dass eine Diesellok zum Schieben oder Ziehen eingesetzt werden kann. Wer schon mal mehrere Stunden und ohne Informationen und Heizung auf offener Strecke im Zug gesessen hat, wird diese Sicherheit zu schätzen wissen.

Es ist ja nicht nur die Glasfaserverkabelung

"Unser" Stellwerk stammt noch aus dem 19. Jahrhundert, da werden die Signale noch rein mechanisch mit 2 Stahldrähten und mächtig großen Hebeln angesteuert.
So lange die Infrastruktur zu guten Teilen noch aus Kaisers Zeiten stammt ist die flächendeckende Galsfaserverkabelung ja löblich, aber gerade mal das erste Schrittchen auf einem verdammt weiten Weg hin zu einem modernen Bahnsystem.
Und schon jetzt hakt es, wie will die Bahn da den "Rest" stemmen ?

Jetzt endlich weiß ich, warum

Jetzt endlich weiß ich, warum Züge immer öfters unpünktlich sind oder ausfallen, weil das Glasfasernetz, das für Schnelligkeit auf Strecken sorgt, noch nicht gespinnt wurde.

Zum Glück bin ich naiv und glaube das.....

11:45 von schmokie

>>Das drastische Reduzieren von Wartungskapazitäten zu Mehdorns Zeiten hat die Flotte nachhaltig geschwächt, so dass Frühling, Sommer, Herbst und Winter die größten Feinde der Pünktlichkeit bleiben. <<

Und dafür hat Herr Mehdorn Millionen kassiert!

Schade, dass keine Regress-Ansprüche geltend gemacht werden können...

wie viele Bahntöchter sind beteiligt.

Wenn die behördlichen Ausschreibungs-und Genehmigungsverfahren zielführend zum Abschluss gekommen sind beginnt das nächste Problem. Wer kommt dann an den Tisch um Kabel zu verlegen.
DB Netz, DB Regionalverkehr, DB Fernverkehr, DB Anlagen und Infrastruktur, DB Immobilien usw.
Bis da eine Absprache getroffen wird, dauert.
Ich spreche aus Erfahrung.

um 13:09 von morgentau19

>>Das drastische Reduzieren von Wartungskapazitäten zu Mehdorns Zeiten hat die Flotte nachhaltig geschwächt, so dass Frühling, Sommer, Herbst und Winter die größten Feinde der Pünktlichkeit bleiben. <<

Und dafür hat Herr Mehdorn Millionen kassiert!

Schade, dass keine Regress-Ansprüche geltend gemacht werden können...
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Herr Mehdorn sollte das defizitäre Staatsunternehmen Bahn an die Börse bringen.
Das Scheitern kann man weder Herrn Mehdorn noch seinen Nachfolgern anlasten, die Bremser sitzen in der Politik, denn dort ist man der Ansicht, das letzte Wort zu haben.

Wozu muss man das überhaupt ausschreiben?

Man weiß doch wie viele Kilometer man braucht und bis wann. Da kann die Bahn so viele Leute wie nötig einstellen, und die verlegen die Kabel.

Deutsche Bahn und die Digitalisierung !

Nun, zuerst wurde die DB privatisiert, weil nur Profite im Vordergrund standen. Dafür wurde Personal in sehr wichtigen Bereichen gestrichen, und viele Strecken sich selbst überlassen, nur um die Gewinne möglichst hoch zu generieren.
Jetzt wo anscheinend ein paar Personen aufwachen und erkennen, dass was getan werden muss, macht sich das ganze Dilemma bemerkbar. Dazu kommt die unsägliche deutsche Bürokratie, die Behäbigkeit der Behörden, das Versagen der Politik, dass alles so ewig dauert. Außerdem hat D den Anschluss an neue Techniken schon lange verschlafen und verloren. In anderen Ländern denkt man schon lange weiter in die Zukunft und handelt auch danach.
Dabei sollte gerade so ein Unternehmen wie die Bahn immer in staatlicher Hand bleiben und im gesamten Wettbewerb als existentiell betrachtet werden. Das aber haben einige Politiker noch immer nicht erkannt, und sind auch nicht bereit, schneller und effektiver zu agieren. Es ginge sehr wohl schneller, wenn man wirklich wollte !!

11:41 von NeNeNe

Warum schaffen das die anderen Länder und Deutschland nicht?
Uns hemmen Paragraphendschungel und Bürokratie.
Die Angestellten und Beamten müssen ihre Daseinsberechtigung beweisen
.
dann betrachten sie doch unsere Welt !

aktuell die Corona Sache
bekommt man irgend etwas gebacken ohne dass einer vor Gericht zieht
weil ihm was nicht passt !
Umweltschutz, da gibt es doch auch nur Widerstand
ob Kohle oder Atom, bei Wind und Wasserkraft doch ebenso
Infrastruktur, neue Autobahn, weit gefehlt, Zug und Stromtrassen ebenso
Vielleicht sollte man mal "den Bürger" in die Schranken weisen.
Der alles blockiert, weil er vor Dekadenz und weil es ihm zu geht geht nicht mehr weiß was Sache ist

@draufguckerin 12:06

Schauen Sie sich mal bei Tennet.eu den Verbau von HGÜ Erdkabeln an. Und Sie werden wissen dass man die nicht so "mir nichts dir nichts" einfach so an jeder sich bietenden Gelegenheit mit reinfriemeln kann. Angesichts der Übertragungsleistung und Spannung wohl auch schon elementar ersichtlich, oder?

@ friedrich peter...

"Im übrigen war die Bahn damals wesentlich pünktlicher und Kundenfreundlicher."

Seit der Teilprivatisierung folgt die Bahn der streng der kapitalistischen Logik, der Aktionär ist zufrieden zu stellen, der Kunde ist auszunehmen.

Re : H. Hummel !

Ja diese unmöglichen Verfahren mit all den Ausschreibungen, den vielen Klagen von völlig daneben liegenden Egoisten, die nie wirklich an das gesamte Gemeinwohl denken, und schon gar nicht einen Plan für eine Zukunft sich vorstellen können, verhindern viel.
Aber mit daran auch Schuld ist die Politik, die unbedingt vor Jahren die Bahn privatisieren musste, um daraus Geld zu machen. Das war eine grandiose Fehleinstellung, die sich heute mehr als rächt. Nur will dies keiner zugeben.
Und dann sind noch die völlig überforderten Manager, die Millionen für ihr Versagen kassieren, und keiner zieht sie zur Rechenschaft. natürlich sollte all die Verfahren im Sinne einer vernünftigen und zukunftsfähigen Infrastruktur- Politik endlich beschleunigt und vereinfacht werden.
Und all die Besserwisser und Besserkönner sollten lernen ihren Mund zu halten und froh sein, wenn D endlich mal vom Fleck kommt und nicht noch mehr abgehängt wird, von aufgeschlossenen Ländern, die in die Zukunft investieren !

Kaum Fortschritte beim Glasfaser-Ausbau der Bahn...

Obwohl die Mittel für den Ausbau doch vorhanden sein müssten: Bei den geringen Tarifsteigerungen (1,5 Prozent), die von der Eisenbahn-Verkehrs-Gewerkschaft (EVG) mit der Bahn AG vereinbart wurden.
Außerdem sieht der Pakt der Bahn AG mit der gehorsamen Gewerkschaft vor im Zeitraum 2020 bis 2024 zwischen 1,85 und 2,3 Milliarden Euro an Personalkosten einzusparen.

Re : Sisyphos3 !

Sie sprechen mir aus der Seele ! Irgend wie kann ich es auch nicht verstehen, dass gegen alles und jeden geklagt werden muss, nur um seinen/ihren Egoismus zu pflegen.
Viele sind für den Klimaschutz, aber sobald was vor der eigenen Haustür sich abspielen soll, bilden sich Bürgerinitiativen und wird geklagt, bis der Geldbeutel leer ist. Wenn man sieht, wie Windräder blockiert werden, mit unsinnigen und aberwitzigen Beanstandungen, dann könnte ich denen in den Hintern treten. Egal wo und wie, Umweltschutz, Infrastruktur, Mobilfunknetz, oder sonst eine größere Veränderung, es gibt immer welche, die was zu meckern haben, die nicht einsehen wollen, dass dies alles nicht umsonst gibt, und dass jede Person im Land einen Beitrag leisten muss.
Wir können natürlich auch wieder zurück ins 17. Jahrhundert, da dachte noch niemand an solche Dinge, und war froh, wenn es jeden Tag was zu essen gab. Anscheinend geht es zu vielen zu gut, dass sie keinen Zentimeter mehr weiter denken können. Faulheit !!

um 13:50 von Bernd Kevesligeti

Obwohl die Mittel für den Ausbau doch vorhanden sein müssten: Bei den geringen Tarifsteigerungen (1,5 Prozent), die von der Eisenbahn-Verkehrs-Gewerkschaft (EVG) mit der Bahn AG vereinbart wurden.
Außerdem sieht der Pakt der Bahn AG mit der gehorsamen Gewerkschaft vor im Zeitraum 2020 bis 2024 zwischen 1,85 und 2,3 Milliarden Euro an Personalkosten einzusparen.
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Das ist die Crux, Digitalisierung kostet Arbeitsplätze. Alternativ könnte man die Fahrdienstleiter ja in den analogen Stellwerken weiterbeschäftigen, in England sind die Heizer ja auch auf E-Lokomotiven mitgefahren!

Re : hesta15 !

Ja, dies ist auch so ein lästiges Problem, dass die DB zu viele Töchter erzeugt hat. Das sollte alles unter einem Dach laufen, denn so versickern viele Millionen im Sand, und sind nicht mehr zu finden, außer auf fremden Konten.
Und all die Verfahren um Ausschreibung und Genehmigung sollten deutlich vereinfacht und beschleunigt werden, vor allem bei den Genehmigungen sollten viele der Klagen und Einwände geblockt und verweigert werden, weil viele dieser Einsprüche rein persönlicher Befindlichkeiten, Dekadenz und purem Egoismus sind. Ja und zu viele sind reine Besserwisser und Besserkönner ohne einen wirklichen Hintergrund, die nur unnötig Wirbel anstacheln.
Eine Möglichkeit wäre für jeden Einspruch sehr viel Geld zu verlangen, damit es richtig und saftig weh tut, und manche Person ein Stück weiter denken lernt.

rer Truman Welt

Scheuer hat für sowas jetzt keinen Kopf. Der muss sich um seine Aussagen vor der Untersuchungskommission vorbereiten und die Unterlagen präparierten, sofern diese jetzt nicht gelöscht wurden, was - wie wir wissen - so einfach routinemäßig von der IT durchgeführt wird.
Dann arbeitet er am neuen Bußgeldkatalog. 21 km/h innerorts zu schnell hat seine Wählerklientel nicht akzeptiert. Wenn das nicht durch eine Strafzahlung substituiert werden kann, ist das für diese nicht zu akzeptieren. Geld spielt dabei keine Rolle für besagtes Klientel. Solche Zahlungen werden als "Beförderungskosten" verbucht, kein Problem!
Ferner sucht Scheuer noch den Formfehler in seinem Werk. Er wusste gar nichts von einer Formvorgabe. Damit ist sein Deputat aufgebraucht. Aufgrund dieser seiner Situation will Scheuer jetzt auf gar keinen Fall einen Fehler bei der Vergabe der Aufträge machen, weshalb es dauert. Ob ihm das gelingen mag? Meine Wette ist darauf bereits abgeschlossen.

DB

Unpünktlich, zu teuer und nicht mal kostenlose Hotspot gut ausgebaut. Wie will man da erreichen das die meisten auf Öffentliche Verkehrsmittel umsteigen sollen?

Re : draufguckerin !

Ob es wirklich gut und sinnvoll ist, ohne Bedenken die Stromtrassen unterirdisch zu verlegen, ist noch nicht abschließend geklärt.
Denn diese "starken Leitungen können nicht mit einem Glasfaserkabel zusammen gelegt werden, da sie eine ganz andere Spannung haben.
Aber es fehlt schon lange an einem wirklich guten Konzept, ob für die Bahn, oder Windparks auf See und Land. Gleiches gilt für die Digitalisierung, wo D inzwischen europaweit an letzter Stelle liegt. Nicht mal für Schulen kriegen die Politiker ein greifendes Konzept auf die Beine, das dann auch so zügig und umfassend angegangen wird. Vielen neuen Perspektiven steht dann auch noch die unsägliche deutsche Bürokratie im Weg, es muss alles drei bis vierfach beurteilt und genehmigt werden, was bei unseren lahmen Verwaltung viel Zeit braucht, bis da mal alle Stempel drauf sind. Diesbezüglich ist D eine einzige Katastrophe !!

Selten so ein irriges Zeug gelesen !!

Für pünktlichere Züge braucht die Bahn auch digitalisierte Stellwerke, schnelles Internet und mehr Glasfaserkabel entlang der Strecken.

@Traumfahrer 13:32

"Dabei sollte gerade so ein Unternehmen wie die Bahn immer in staatlicher Hand bleiben (...)"

Die DB befindet sich vollständig im Besitz der Bundesrepublik, IST also in staatlicher Hand. Das Ersetzen des "Beamtenbetriebs" durch eine unternehmerisch strukturierte AG war grundsätzlich eine gute Idee, denn Unternehmen sind bestrebt, ihre Kosten zu kennen und nicht drauflos zu wirtschaften, koste es, was es wolle.

Die Probleme resultieren allerdings aus unternehmerischen Fehlentscheidungen, von denen Herr Mehdorn die meisten bzw. viele unumkehrbare getroffen hat. Viel Zeit und Geld wurden für den gescheiterten Börsengang vertan. Die Infrastruktur wurde vernachlässigt und das Schienennetz ausgedünnt, Wartungskapazität wurde abgebaut. Stattdessen kaufte die Bahn im Ausland andere Bahnunternehmen ein, anstatt sich aufs Kerngeschäft, den deutschen Fahrgast, zu konzentrieren, um ihn pünktlich ans Ziel zu bringen. Und das Rennen um den Güterverkehr hat sie an den LKW-Verkehr verloren.

Auf Kommentar antworten...

Am 23. Oktober 2020 um 13:25 von hara83

Wozu muss man das überhaupt ausschreiben?
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Das ist eine gute Frage. Leider hat aber der Gesetzgeber bei Öffendlichen Bauvorhaben festgelegt, das diese dann auch Deutschland bzw. sogar Europaweit ausgeschrieben werden müssen. Dieses Verfahren sollte eigendlich sicherstellen die Kosten zu minimieren. Nur diese ganze Prozedur kann natürlich sehr lange dauern.
Ob das günstigere Angebot dann allerdings später auch das beste ist, sei einmal dahingestellt...

Glasfaserausbau der Bahn stockt...

Der weitere Ausbau des Glasfasernetzes entlang von Bahnstrecken kommt kaum voran.
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Man darf nicht vergessen das dies die einzige Baustelle ist, die bei der Bahn in Stocken geraten ist. Selbst beim Ausbau der Elektrifizierung hinkt die Bahn doch schon seit 20 Jahre hinterher.

um 14:34 von schmokie

Es wird immer vergessen in was für einem Zustand sich die Bahn zum Zeitpunkt der AG Gründung befand. 1990 wurden für die Sanierung der DDR Reichsbahn ein Finanzbedarf für 10 Jahre von 100 Mrd DM veranschlagt. Der Anteil der Eisenbahn an der Verkehrsleistung fiel zwischen 1950 und 1990 im Güterverkehr von 56 auf 21 Prozent, im Personenverkehr von 36 auf 6 Prozent. Im Jahr 1993, vor der Bahnreform wurde von der DB ein Verlust von16 Mrd. DM eingefahren.
Das Problem der Bahn auf Fehlentscheidungen von Herrn Mehdorn zu reduzieren stimmt einfach nicht.

Nichts als das Übliche Bahn Bashing

Seltsam , das die Bahn alleine schon dieses Jahr einiges an LWL Leitern verlegt hat.

Bei einigen hier werden diese LWL Leiter
offenbar mittels Siemens Luftharken durchs Land geführt oder einfach mal so auf die Erde gelegt, damit Spielende Kiddies, dieses mit einem Stein zerstören.

Dazu werden kilometerweise Kabelschächte neben den Gleisen ausgehoben, da die alten voll sind. Da liegen z.B KABEL vom Mitbewerber der einstigen Postmonopol, welche dafür gesorgt hatten, das die Telefonpreise purzelten.

Auch mach das die Bahn im laufenden Betrieb um Totalsperrungen zu vermeiden.
Das auch Stellwerke , Signale einen Totalumbau nebst Programmierungen brauchen, wird hier vergessen.

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Mit freundlichen Grüßen
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von hesta15 15:01

Ja, welcher Zustand und welche Entwicklung ?
Von 1994, dem Jahr der Gründung der Bahn AG bis 2018 wurde das Schienennetz um 18 Prozent gekappt. Von 40.300 Kilometer auf 33.440 Kilometer. Im gleichen Zeitraum wurden 16 Prozent der Bahnhöfe und Haltepunkte abgebaut.
Und der Marktanteil am Schienengüterverkehr stagniert bei 18 Prozent. Dabei verlor die Schiene vor allem auf kürzere Distanz durch die Einstellung des Stückgutverkehrs und den Abbau von Gleisanschlüssen um über 80 Prozent ( Knierim/Wolf Abgefahren, warum wir eine andere Bahnpolitik brauchen) .

um 18:00 von Bernd Kevesligeti

Und der Marktanteil am Schienengüterverkehr stagniert bei 18 Prozent. Dabei verlor die Schiene vor allem auf kürzere Distanz durch die Einstellung des Stückgutverkehrs und den Abbau von Gleisanschlüssen um über 80 Prozent ( Knierim/Wolf Abgefahren, warum wir eine andere Bahnpolitik brauchen)
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Im Stückgutverkehr ist die Bahn gegenüber dem LKW nicht Wettbewerbsfähig.
Ausgebaut werden muss der kombinierte Verkehr. Aber für die benötigten Trassen streitet man hierzulande seit Jahren.
geplante Fertigstellung der Inntalstrecke 2035-2040.

von hesta15 19:14

In diesem Zusammenhang wäre noch die Aufgabe der Postfracht Ende der 1990er Jahre zu nennen. Seitdem ist sie auf der Straße/Speditionen.

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Die Moderation

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