Ihre Meinung zu: Müssen die Apotheken vor Amazon zittern?

20. November 2020 - 12:04 Uhr

Amazons Einstieg in den Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente in den USA sorgt für Unruhe in der Apotheken-Branche. Wird der Onlinehändler bald den deutschen Pillenmarkt aufmischen? Von Notker Blechner.

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Kommentare

Nicht Amazon ist der

Nicht Amazon ist der Apotheker Feind. Es sind die Pharmariesen selber.
10 Aspirin für 5€ ?
Wenn man dafür in USA eine jahresfamilienpackung bekommt.
Lustige Betablocker und generika, die 500% auseinander sind?
Is klar, dass da Geiz ist geil vor geht.

Warum die Apotheke so heisst...

wenn es früher ein Laden was sehr teuer verscherbelt hat... dann war´s so teuer wie in der Apotheke. Die Frage ist für mich: welchen Mehrwert bekomme ich dort, wenn ich ein Rezept hinhalte und dafür das Medikament bekomme? Ganz einfach: keinen. Das tolle daran ist, dass man hier weder Preise vergleichen kann und muss- sondern seinen Anteil bezahlt und sonst nichts. Wirklich nichts? Steigen hier die Kosten, dann zahl es jeder Arbeitnehmer und auch jeder Sebständige- nur eben indirekt. Bei freien Präparaten merkt man erheblich diese Spanne; man kann vergleichen. Immerhin schön, wenn diese Bastion des Geldabschöpfens endlich mal bröckelt....

Hoffentlich ...

... kommt das nicht. Diese Krake auch noch ins Apothekerwesen hieven (warum ist Pharmazie denn ein anspruchsvoller Studiengang?). Schon mit den Büchern ist es schlimm genug (bloß gut, dass es noch die Buchpreisbindung gibt).
Auch die Onlineapotheken vermeide ich (braucht man nicht ein Mittel sofort, wenn etwas akut ist? Probleme mit Temperaturen-wieder Abfall-Isoliermaterial? Lebenswichtige, wertige auf dem Postweg, weil Apotheken vor Ort kaputt sind? Nicht alles ist Aspirin). Allerdings hatte ich bisher das Glück (Schicksal), nicht viel zu brauchen.
Ebenso wichtig fände ich allerdings, die Produktion aus Asien zurück zu holen.

@Hennes Conrad 12:29

Ach ja, das Thema Preisgestaltung hatte ich noch in meinem Statement vergessen. Die Preise in Amerika kenne ich nicht. Bei 0/8/15 - Mitteln (Aspirin und Ableger ect.) finde ich die Preise nicht exorbitant (billigste Familienpackungen dürften eher zum Missbrauch oder Überalterung führen).
Das Problem bei Originalen und Generika ( wichtiger Medikamente) sehe ich eher darin, dass es Menschen gibt, die ein für sie passendes nicht bekommen, weil ein Ersatz billiger ist (auch wenn er ihnen schlecht bekommt).

ja warum nicht, die Beratung in den Apotheken ist schlecht

meistens wissen sie auch nicht mehr, als Internet. Da kann man gleich dort bestellen.

Apotheken !

Also das Amazon nun ins Apotheken- Geschäft einsteigen will, finde ich nicht gut. Dies sollte grundsätzlich nur Apotheken überlassen werden, denn nur dort erhalte ich Informationen und meine Fragen beantwortet.
Was sich aber ändern sollte, ist die unsägliche Preisgestaltung der Pharmariesen. Da gäbe es sehr viel Einsparpotential für die Medizin und die Krankenkassen. Dass manche Medikamente teils Unsummen kosten, ist so nicht hinnehmbar und erst recht nicht verständlich. Dieses Ausbeuten der Menschen und Kassen ist eine Frechheit.
Genauso sollte der größte Teil der Produktion wieder nach Europa zurück geholt werden, weil nur hier eine sichere Gewährleistung des Produktes herrschen würde.
Amazon hat doch eh schon genügend Felder, wo dieser Verein und die Bosse kräftig kassieren, in meinen Augen viel zu viel !

@ Hennes Conrad (12:29): es geht um Versandapotheken

hi Hennes Conrad

Nicht nur die Pharma-Unternehmen sind ein Problem mit ihren Mondpreisen. Es geht hier offenbar um Wettbewerber im Bereich Versandapotheke. Siehe dieser Artikelabsatz:

Was in den USA passiert, könnte bald auch in Deutschland bevorstehen. Der weltgrößte Onlinehändler Amazon wird zur Online-Apotheke. Über "Amazon Pharmacy" können Kunden künftig verschreibungspflichtige Medikamente online bestellen.

Von daher bin ich zwar auch für fairen Wettbewerb im Bereich Versandapotheke. Aber es darf nicht passieren, dass Amazon, DocMorris und andere ihre marktbeherrschende Stellung missbräuchlich nutzen. Aber der zweite Teil der Wahrheit ist auch, dass es keine deutschen Alternativen gibt. Warum darf es in Deutschland keine Versandapotheke geben?? Das ist die Frage die eigentlich mal beantwortet werden muss. Damit schaden wir uns selber. Es wäre besser, deutsche Versandapotheken aufzubauen damit es fairen Wettbewerb geben kann.

@ lenamarie (12:50): diese Erfahrung kann ich nicht teilen

hi lenamarie

Also die Erfahrung von Ihnen kann ich nicht teilen. Die Beratung in den Apotheken hier bei uns vor Ort ist sogar richtig gut.

Wettbewerb ist gut, auch im

Wettbewerb ist gut, auch im Berreich der Apotheken, denn so werden die Preise für die Patienten sinken.

Außerdem werden die Apotheker ihr Beratungsangebot verbessern, um einen Vorteil gegenüber dem Onlinehandel zu erhalten.

Ich sehe einen deutlichen Fortschritt, wenn verkrustete Strukturen aufgebrochen werden.

@ Hennes Conrad (12:29): solche Warterei will ich nicht

@ Hennes Conrad

Aber ich gebe offen zu, dass ich lieber in die Apotheke vor Ort gehe und nicht im Internet bestelle. Bei uns in der Stadt gibt es auch eine Apotheke von DocMorris. Aber bei uns halten sich - bislang - die anderen Apotheken.

Aber solche Warterei finde ich nicht gut:

In den USA ist das System aber deutlich komplizierter als in Europa. Die amerikanischen Patienten gehen mit ihrem Rezept zur Apotheke und erhalten dort nicht gleich das Medikament. Sie müssen bisweilen Stunden warten, bis ein Apotheker die verschriebenenen Pillen oder Kapseln holt und in einen Behälter umfüllt.

und die will ich bei uns nicht. Sowas muss zügig ausgeliefert werden bei online-Bestellungen. Denn viele Apotheken haben auch eigene Webseiten wo man direkt bestellen kann und die liefern auch via DHL nach Hause.

Aber gegen diese Mondpreise der Pharma-Unternehmen muss in der Tat etwas unternommen werden. Ein Preisdeckel ist sinnvoll.

@ Hennes Conrad (12:29): siehe zu den zu hohen Medikamentenpreis

@ Hennes Conrad

Siehe zu diesen zu hohen Medikamentenpreisen in Deutschland:

https://tinyurl.com/y6czbptj
arzteblatt: Medizinethiker ruft Politik auf, Medikamentenpreise zu deckeln Donnerstag, 6. Februar 2020

Freiburg – In der Diskussion um das 1,9 Millionen Euro teure Gentherapeutikum Zolgens­ma sieht der Freiburger Medizinethiker Giovanni Maio die Politik am Zug. Es gelte, neue rechtliche Rahmenbedingung für die Berechnung von Medikamenten­preisen und die Finanzierung durch das Gesundheitssystem zu schaffen, sagte Maio heute in Freiburg.

„Wir stehen am Beginn einer völlig neuen Ära von Behandlungen, etwa in der Genthera­pie“, sagte er. Zolgensma, das gegen spinale Muskelatrophie (SMA) helfen soll, sei nur ein Beispiel für neue Möglichkeiten, die für die nahe Zukunft zu erwarten seien. Die Politik habe es aber bisher versäumt, einen angemesse­nen Rahmen für die Entwicklung und Finanzierung dieser neuen Therapien zu schaffen.

Konkurrent muss nur der fürchten...

...der bislang keine hatte oder zu teuer war! Seien wir ehrlich: in der Apotheke gibts oft schon nicht mehr die Beratung die man eigentlich erwartet. Das ist ein Drogeriemarkt geworden, und man geht dort auf schnellen Verkauf. Meistens zumindest. Ist ja auch klar, in manchen Städten in 1A Lage sind, stellt man sich auf die EInkaufsstraße, 3-4 Apotheken im Sichtfeld! Wird nur noch getoppt von Schuhläden :-) Dass man nun DocMorris&Amazon&Co. fürchtet, ist klar: Konkurrenz bedroht Kartelle immer. Und manchmal fühle ich mich schon etwas ausgeliefert als jemand, der einige Fachinformationen in der Apotheke will. Ich bin auf jeden Fall dafür, dass man auch Medikamente auf Rezept via Internet bekommt. Warum nicht? Der Arzt hat mit seiner Fachexpertise schon Auskunft gegeben, er kennt mich. In der Apo wird mir dann ein "vergleichbares Mittel" verklickert, nur weil diese da einen Vertrag mit einer Pharmafirma hat? So mir schon passiert! Daher: Bravo, Amazon, Doc Morris et.al.

nix bleibt, alles fließt

Tanta Emma in ihrem Laden hat auch beraten und zusätzlich Bonbons umsonst hergegeben. Das alles hat Edeka, HL, ReWe, Aldi, Lidl, etc. nicht interessiert und haben rationalisiert und die Ware in Mengen verbilligt. Öfter berät Herr Apotheker weniger und schlechter als früher und macht einen besseren Schnitt als Tante Emma. Er und Oma Pharma haben sich somit Amazon verdient.

Amazon muss man nicht mögen, aber auch nicht überbewerten

Amazon ist eine Händlerplattform. Nicht Produkte, sondern Händler mit ihren Produkten präsentieren sich hier. Amazon selbst handelt nur in ausgewählten Sparten selbst. Ansonsten organisiert Amazon das E-Procurement, d.h. den digitalen Einkauf und die logistische Anforderung bei dem Händler, bei dem der Käufer das Produkt bestellt hat. Alles andere wäre außerhalb des Kerngeschäfts, womit sich Amazon nur unnötig verzetteln würde.

Schon deshalb ist Amazon nicht mit etablierten Online-Apotheken zu vergleichen. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten beraten die auch, zum Teil im Video-Chat, oder schalten Online-Arztpraxen ein, die sogar Diagnosen stellen und Rezepte ausstellen, die dann sofort eingelöst werden. Somit sind die virtuellen Apotheken näher am realen Apothekergeschäft zu verorten, als es Amazon jemals sein wird. Natürlich kann Amazon allen Apotheken das Butter-und-Brotgeschäft mit Aspirin & Co. verderben, aber nicht die anspruchsvolleren, teureren Sachen.

12:50 von lenamarie Was für

12:50 von lenamarie

Was für ein Blödsinn ?
In der Apotheke arbeiten PTA
( Pharmazeutisch-technische Assistenten) nach 2,5 Jahren Ausbildung und Apotheker
( Dieses beendest Du nach 8 bis 9 Semestern mit dem 2. Staatsexamen. Danach absolvierst Du ein praktisches Jahr, welches Du mit dem 3. Staatsexamen abschließt. Anschließend beantragst Du die Approbation als Apotheker. Dein Weg führt Dich nachfolgend entweder in eine öffentliche, private oder Deine eigene Apotheke. Doch auch eine Tätigkeit in der Forschung oder einem Pharmaunternehmen ist möglich. ).
Da wird niemand arbeiten, der die Anforderungen nicht erfüllt.
Quelle :
https://www.studycheck.de/berufe/apotheker

13:40 von Klartexxter // In

13:40 von Klartexxter

// In der Apo wird mir dann ein "vergleichbares Mittel" verklickert, nur weil diese da einen Vertrag mit einer Pharmafirma hat? So mir schon passiert! //

Da sind sie falsch informiert, das hängt mit Ihrer Krankenkasse zusammen - die hat Verträge mit Pharmafirmen - nicht die Apotheke.
Bleiben Sie gesund.

Müssen die Apotheken vor Amazon zittern?

nein
nur vor dem Verbraucher
der liebt es eben billig

12:50 von lenamarie

ja warum nicht, die Beratung in den Apotheken ist schlecht
meistens wissen sie auch nicht mehr, als Internet
.
dann sollten sie die Apotheke wechseln
mein Apotheker hält mir immer ne Vorlesung
wenn ich meine Medikamente abholen

Am 20. November 2020 um 12:29 von Hennes Conrad

Zitat:
"...Nicht Amazon ist der Apotheker Feind. Es sind die Pharmariesen selber.
10 Aspirin für 5€ ?
Wenn man dafür in USA eine jahresfamilienpackung bekommt.
Lustige Betablocker und generika, die 500% auseinander sind?
Is klar, dass da Geiz ist geil vor geht..."

„Mit entsprechendem Profit wird
Kapital kühn.
10 Prozent sicher, und man kann es
überall anwenden;
20 Prozent, es wird lebhaft;
50 Prozent, positiv waghalsig;
für 100 Prozent stampft es alle
menschlichen Gesetze
unter seinen Fuß;
300 Prozent und es existiert kein
Verbrechen, das es nicht riskiert,
selbst auf die Gefahr des Galgens.“
Karl Marx, „Das Kapital“, Band 1 (MEW Bd.23, S.788, Fußnote 250)

Am 20. November 2020 um 12:50 von lenamarie

Zitat:
"...meistens wissen sie auch nicht mehr, als Internet. Da kann man gleich dort bestellen..."

Ich bin Krebspatient und bestelle meine Medikamente seit Jahren nur noch bei Online-Apotheken. So bekomme ich meine Bestellungen nach Hause geliefert, mit entsprechenden Hinweisen zur Einnahme und erhalte sogar noch einen Rabat. z.B. zahle ich für fünf rezeptpflichtige Medikamente 5€ in der Apotheke wären es 15€ gewesen.

Müssen die Apotheken vor Amazon zittern ??

Da eröffnet sich Jeff Bezos ein neues Geschäftsfeld. In den USA über den neuen Service Amazon Pharmacy. Bezos, sowieso schon der reichste Mann der Welt, profitiert in der Corona-Krise. Im ersten Quartal erhöhte Amazon seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 75,5 Milliarden Dollar (von 68,9 Milliarden Dollar).
Aber nicht für die Beschäftigten.

Am 20. November 2020 um 13:55 von schmokie

Amazon ist eine Händlerplattform. Nicht Produkte, sondern Händler mit ihren Produkten präsentieren sich hier. Amazon selbst handelt nur in ausgewählten Sparten selbst.
#
#
Dann haben Sie Amazon nicht verstanden.
Amazon freut sich über jeden Händler der seine Ware über Ihn anbietet. Durch einfachste Software erkennt Amazon ob etwas rentabel ist und Amazon bietet in kürzer Zeit das Produkt selbst und Preisgünstiger an.
Den Vorteil das dieser Laden seine Gewinne nicht in DE (der kleine Händler schon) versteuern muss, sollte uns doch alle freuen. Die Politik hat den weg geebnet. Jetzt sind halt die Apotheken dran. Um die Buchhändler und andere hat man sich ja auch nicht gekümmert.
Also weiter so.

@ Postquestioner (14:53)

>>"Mit entsprechendem Profit wird
Kapital kühn. (...) 300% und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, (...) Karl Marx, Das Kapital, ... Fußnote 250)"<<
------
Dazu muss man diesen Herrn nicht zitieren, zumal dieser Satz auch nicht von ihm stammt (bitte die Textstelle/Fußnote sorgfältig lesen!)

Ansonsten: so werden Geschäfte angegangen, wie sonst? Umsonst arbeitet mein Kapital auch nicht, zur Not gebe ich mich als Berater aus; denn Amazon versteht mehr von IT und Versand als ich. Ab 300% werde ich trotzdem nicht zum Verbrecher. Da ziehe ich es vor, irgendwas vorauszusagen durch aus der Hand lesen zum Beispiel oder kleine Gesundheitskügelchen (ich würde sie aus Zuckerwatte machen) anzupreisen, womit auch 1000% drin sein können.

Lernen, denn es wird kommen

Das Gute ist, es ist bereits absehbar, dass das rüberschwappt, der Apotheker kann sich darauf einstellen und seine Strategie danach ausrichten.

Mehr und bessere Beratung und zusätzliche Kompetenzen aufbauen, z.B. besondere Dienste, Schnelligkeit, individuelle Betreuung, Gesundheitszentren aufbauen etc..
Apotheken neben Praxen dürften nach wie vor profitieren, es sei denn die Krankschreibung per Telefon wird Routine.

Viele Teure, Klassische lernen von den Billigen, Schnellen. Siehe Fluglinien ua. Der Kunde entscheidet. Er will es unkompliziert, schnell. Er ist schon gewohnt, alles selbst zu organisieren und zu mangen. Das zieht sich durch alle Bereiche.

Online-Apotheken sind für Kurzfrist-Beschaffung aufwändig, jedoch für länger planbare Medikamente praktisch. Stationäre Apotheken sind nötig für persönlichen Kontakt, Beratung, Service drumherum, wenns schnell gehen muss, bei Problemen und im unmittelbaren Umfeld von Arztpraxen.

tagesschlau2012 15:10

Und Sie haben meinen Kommentar nicht verstanden. Die entscheidende Aussage war: Amazon wird sich nicht mit Beratungsgeschäft verzetteln, wie es virtuelle und reale Apotheken anbieten.

Abgesehen davon hat Amazon keine eigene Ware. Amazon hat weder Produktionsstätten, noch lässt Amazon produzieren. Dass sie Bestseller an sich reißen, schließt marktbegleitende Händler, die sogar preisgünstiger oder zum Gebrauchtpreis anbieten, nicht aus. Ihr Beispiel Bücher: Die werden nach wie vor von den Verlagen produziert (sogar die e-Books im Amazon-Kindle-Format) und von Grossisten und Sortimentern bevorratet. Amazon tritt höchstens mal selbst als Grossist in Erscheinung, bevorratet aber keine Sortimente. Denn auch hier will sich der Riese nicht mit Retouren und Ramsch verzetteln. Den bieten die Kleinen zu ihrem Risiko an.

Am 20. November 2020 um 15:29 von Ist Wahr

Zitat:
"...Dazu muss man diesen Herrn nicht zitieren, zumal dieser Satz auch nicht von ihm stammt (bitte die Textstelle/Fußnote sorgfältig lesen!)..."

Während meinem Ökonomie-Studium habe ich das Kapital mehr gelesen, als wie Sie es eventuell angefasst haben.
Aber trotzdem Danke für ihr Interesse. Ganz nebenbei, das Kapital von Marx ist u,.a. die meist gelesenen Lektüre der Welt, neben der Bibel und hat heute noch seine Gültigkeit, was ich von ihrem Beitrag leider nicht behaupten kann. Er ist zu oberflächlich, nicht wissenschaftlich fundiert.

Apotheker kaufen Anteile bei

Apotheker kaufen Anteile bei ihren/m Pharmagroßhändler. Dafür kassieren sie bis zu 15% Dividende.
Dazu handeln sie Rabatte um Rabatte bei den Lieferungen aus.
Apotheken haben auch eine eigene Apothekerbank...
Und wenns doch mal nicht so läuft, kommt auch schon der besagte Großhändeler mit Kredit und Hilfe beim Verkauf...

Ich mach mir keine Sorgen um die... Gruß, ein Ex Pharma Beschäftigter :-P

@ Postquestioner (16:00), Re

"Während meinem Ökonomie-Studium habe ich das Kapital mehr gelesen, als wie Sie es eventuell angefasst haben. (...)"
------
Sie glauben doch nicht wirklich, dass ich jetzt mit Ihnen hier um diese Kapitallektüre konkurriere. Habe ich denn nicht recht, mit dem was ich Ihnen zum Zitat schrieb? Hat Marx zu dieser Fußnote nicht etwa den 'Quarterly Reviewer' und T.J. Dunning als Quelle angegeben? Schön, dass Sie sich zum Wörtchen "eventuell" (ich das Buch angefasst) durchgerungen haben. Und wie wollen Sie dies überprüfen? Und was die Gewinn-, bzw. Umsatzspanne von 1000% für manche Gesundheitsprodukte - um sowas gehts doch eigentlich hier - so liege ich ebenfalls richtig; weiß nicht, warum Sie zu Vergleichen zwischen Bibel, Das Kapital und meinen Beitrag kommen müssen. Sie dürfen gerne raten, wann ich die Bibel (komplett) gelesen habe, sowie das Kapital (alle 3 Bände und noch mehr dazu) und was ich heute davon halte. Aber das möchte ich gar nicht als Problem heute sehen.

@12:47 von schneegans @Hennes Conrad 12:29

//Das Problem bei Originalen und Generika ( wichtiger Medikamente) sehe ich eher darin, dass es Menschen gibt, die ein für sie passendes nicht bekommen, weil ein Ersatz billiger ist (auch wenn er ihnen schlecht bekommt).//

Das ist leider ein Problem, das in den Medien viel zu selten thematisiert wird. Gerade auch in diesem Bereich wird deutlich, dass wir hier in Deutschland eine Zweiklassenmedizin betreiben. Da kotzt der krebskranke Kassenpatient eben öfters, weil die Kosten für da verträglichere Medikament von der Kasse nicht übernommen werden.

Am 20. November 2020 um 15:47 von schmokie

Abgesehen davon hat Amazon keine eigene Ware. Amazon hat weder Produktionsstätten, noch lässt Amazon produzieren.
....Ihr Beispiel Bücher: Die werden nach wie vor von den Verlagen produziert....
....Denn auch hier will sich der Riese nicht mit Retouren und Ramsch verzetteln.
#
#
Wo habe ich geschrieben das Amazon Ware produziert?
Amazon kauft die Produkte direkt vom Hersteller ein, billiger als es der kleine Händler jemals erträumen würde und setzt sich Prominent in die Ergebnisliste bei der Suche.
Wer zu viel Retouren hat, oder Ramsch anbietet wird schnell vom Handel bei Amazon ausgeschlossen. Man will ja sein "gutes Image" wahren.

@16:12 von Joe_Muc

//Ich mach mir keine Sorgen um die... Gruß, ein Ex Pharma Beschäftigter :-P//

Danke für den kleinen Einblick. Sorgen mache ich mir auch nur sehr bedingt.

In meinem näheren Umfeld gibt es eine Sparkasse (es waren mal zwei). Eine Mini-DHL-Station mit Öffnungszeiten, die den dort Angestellten mit Sicherheit keinen Ganztags-Job gönnen. Die Postbank hingegen gibt es nicht mehr. Es gibt in diesem Bereich einen Rewe-, einen Aldi-, einen Edeka-Markt.
Und vier (oder fünf? da bin ich jetzt nicht ganz sicher) Apotheken.

@16:00 von Postquestioner

//Während meinem Ökonomie-Studium habe ich das Kapital mehr gelesen, als wie Sie es eventuell angefasst haben.

...die meist gelesenen Lektüre der Welt,...//

Ihr Gefühl für deutsche Grammatik haben Sie aber hoffentlich nicht während Ihres Studiums entwickelt?

Sorry, wenn ich das moniere, aber bei Angeberei werde ich pingelig.

@16:52 von Anna-Elisabeth @16:12 von Joe_Muc

Und vier (oder fünf? da bin ich jetzt nicht ganz sicher) Apotheken.

P.S.: Ich habe mal eben auf Google-Maps die Strecke mit den vier Apotheken ausgemessen: 800 Meter.

@13:54 von Ist Wahr

//Er und Oma Pharma haben sich somit Amazon verdient.//

Stimmt. Allerdings hätte ich "Tante Emma" gerne zurück. Amazon brauche ich nicht.

Was Bücher betrifft (wurden hier genannt): Es gibt da einen sehr guten deutschen(!) Online-Handel. Man muss nur wollen. Diese Unternehmen zahlen hier auch Steuern.

Als Günter Jauch...

...eine seiner letzten "Stern-TV" Sendungen moderierte ging es auch um das "Apothekensterben" in D.

Ich meine, daß die Zahl von ca. 22.000 auf ca. 21.000 zurückging ( in einem 10-Jahreszeitraum ). Kann mich da aber auch irren.

Jedenfalls hat RTL da mit Hilfe eines Arztes, der entsprechende Rezepte ausgestellt hatte, festgestellt, daß 8 von 10 Beratungen mangelhaft waren. Die Kunden sollten zusätzlich zu den im Rezept angegebenen Medikamenten noch "frei verkäufliche" kaufen, die aber stellenweise lebensbedrohliche Wechselwirkungen mit den verordneten hatten.

Das hätte im Ernstfall bis hin zu tödlichen Komplikationen führen können.

Der Chef der Apothekerkammer zweifelte das Ergebnis an. Tests hätten Ergeben, daß über 90% der Beratungen korrekt wären.

Nachfrage von Jauch, wer diese Tests denn in Auftrag / durchgeführt habe.

Antwort "Der Apothekerverband".

Lautes Gelächter im Publikum !

17:16 von Anna-Elisabeth

Und bei den vier Apotheken ist bei vermutlich zwei/ drei die komplete Ladeneinrichtung vom Pharmagroßhändler gesponsert...

Und so geht das munter weiter..

@ Anna-Elisabeth (17:08)

"deutsche Grammatik" und "Angeberei" (mit "Das Kapital mehr gelesen, als wie Sie ...)"
------
Hallo Anna-Elisabeth, kann gut verstehen, dass Sie da pingelig werden können. Zumal die angegebene (!) Schrift mit hervorragendem Deutsch des 19. Jahrhunderts glänzt. Nur mal so im heutigen Zusammenhang ein Zitat daraus (vom User erwähntes Werk, 22. Kapitel: Verwandlung von Mehrwert in Kapital, Abschnitt 4, S. 626):
Wenn aber die Arbeiter von der Luft leben könnten, so wären sie auch um keinen Preis zu kaufen. (...) Es ist die beständige Tendenz des Kapitals, sie auf diesen nihilistischen Standpunkt herabzudrücken."
Jetzt wissen wir, wo die Grenzen für Amazon und jegliches Kapital liegen.

Amazon Apotheke

Soll doch jeder sein Zeug kaufen wo er will.
Wenn ich Kosten sparen kann dann eben bei Amazon oder einer anderen Versandapotheke.
Wenn ich ein Medikament dringend benötige dann in der Apotheke vor Ort.

@17:43 von Dicodes

//Soll doch jeder sein Zeug kaufen wo er will.

Wenn ich Kosten sparen kann dann eben bei Amazon oder einer anderen Versandapotheke.//

Ich kann und will das als ehemaliges (schwer enttäuschtes) Gewerkschaftsmitglied immer noch nicht. Wenn ich die Wahl habe, richte ich mich danach, wie das Personal behandelt wird. Da scheidet Amazon aus. Auch Schlecker habe ich nie betreten. Auch zu einem Friseur, der seinen Angestellten nicht mindestens den Tariflohn zahlt, würde ich nie gehen. Das ist unter rein finanziellen Aspekten nicht sehr klug von mir, aber ich kann halt nicht anders und es gibt eben nicht nur finanzielle Aspekte.

Müssen die Apotheken vor Amazon zittern ???

Welche Marktanteile Amazon auf diesem Gebiet erobern wird, ist jetzt noch ungewiss.
Aber gewiss ist, daß die künftigen Beschäftigten auf diesem Feld kein tolles Los ziehen werden: Ohne Tarifvertrag aber dafür mit Handscanner.

Jeder soll kaufen, wo er will

Natürlich kann man online Medikamente kaufen. Auch schon vor Amazon.
Ob es die Apotheke vor Ort wert ist, dahin zu gehen, muss jeder selber wissen.
Für jüngere Menschen, die ab und an mal was brauchen, mag der Preisunterschied verlockend sein.
Wenn man aber wirklich krank ist, und Medikamente benötigt, die evtl. Wechselwirkungen haben, oder die hergestellt werden müssen, ist das etwas anderes.
Natürlich kann man sich die Medikamente auch online zurühren lassen, ob aber dann auch noch die Beratung dabei ist und ob das Medikament noch am selben Tag ist, ist etwas anderes

Am 20. November 2020 um 16:28 von Ist Wahr

Zitat:
"... Und was die Gewinn-, bzw. Umsatzspanne von 1000% für manche Gesundheitsprodukte - um sowas gehts doch eigentlich hier - so liege ich ebenfalls richtig;..."

Glauben ist nicht Wissen, aber ich toleriere ihr Auffassung und ganz nebenbei ist dieses Forum keine Ratesendung (...Sie dürfen gerne raten, wann ich die Bibel (komplett) gelesen habe...), sondern ein Thread.

Gruß
Global Research

Am 20. November 2020 um 17:08 von Anna-Elisabeth

Zitat:
"...Ihr Gefühl für deutsche Grammatik haben Sie aber hoffentlich nicht während Ihres Studiums entwickelt?

Sorry, wenn ich das moniere, aber bei Angeberei werde ich pingelig..."

Sorry, und ich bei Beleidigungen, Verleumdungen, unwahre Behauptungen. Von Rechtstaatlichkeit haben Sie bestimmt schon gehört und man kann auch sein Recht einklagen. Also halten Sie bitte ihr Füße ganz still, denn Sie bewegen sich auf sehr dünnen Eis.

Am 20. November 2020 um 16:36 von Anna-Elisabeth

Zitat:
"... Da kotzt der krebskranke Kassenpatient eben öfters, weil die Kosten für da verträglichere Medikament von der Kasse nicht übernommen werden..."

Leider kann ich als Krebspatient ihre Auffassung nicht teilen, meine Behandlung war bisher optimal, ohne irgendwelche Nebenwirkungen. Erwähnen möchte ich aber in diesem Zusammenhang, meine OP, Chemo, Bestrahlung, Antikörper- und Hormontherapie erfolgten in Fachkrankenhäusern und nicht bei einem Hausarzt. Sorry, hoffentlich habe ich Sie nicht wieder erzürnt und wegen meiner Grammatik entschuldige ich mich bei ihnen, Frau Oberstudienrätin.

@ Postquestioner, Re

Sie sind auf keine einzige meiner Antworten sachlich eingegangen. Sie werden schon wissen warum. Und Ihre Drohung oder Einschüchterungsversuch gegenüber der Mitforistin Anna-Elisabeth (19:16) sagt schon mehr als genug. Ich verabschiede mich nun von Ihnen. Interesse an eine weitere Diskussion mit Ihnen besteht nicht mehr.

19:16/ 19:24 Postquestioner @Anna-Elisabeth

M.E. sind Sie bei Ihrer Wortwahl mit der Sie Ihrer Empfindlichkeit Ausdruck verliehen haben, weit übers Ziel hinausgeschossen. Dass Sie sich wieder geerdet haben, begrüße ich. Nichtsdestotrotz sollte man doch, wenn man austeilt, eigentlich auch einstecken können.

Gruß, Kaneel

@19:31 von Ist Wahr @ Postquestioner, Re

//Und Ihre Drohung oder Einschüchterungsversuch gegenüber der Mitforistin Anna-Elisabeth (19:16)...//

...hat mich sehr erheitert.

//Interesse an eine weitere Diskussion mit Ihnen besteht nicht mehr.//

Das haben wir gemeinsam.

Am 20. November 2020 um 19:16 von Postquestioner

„Am 20. November 2020 um 17:08 von Anna-Elisabeth
...Ihr Gefühl für deutsche Grammatik haben Sie aber hoffentlich nicht während Ihres Studiums entwickelt?
Sorry, wenn ich das moniere, aber bei Angeberei werde ich pingelig..."
Sorry, und ich bei Beleidigungen, Verleumdungen, unwahre Behauptungen. Von Rechtstaatlichkeit haben Sie bestimmt schon gehört und man kann auch sein Recht einklagen. Also halten Sie bitte ihr Füße ganz still, denn Sie bewegen sich auf sehr dünnen Eis.“

Da im Rheinland der Genitiv nicht unbedingt geläufig ist, hätte ich fast Position für Sie ergriffen.

Keine Ahnung was Sie studiert haben,
aber Drohungen dieser Art, sind nicht nur unhöflich, sondern unterste Schublade.
Eine Entschuldigung wäre das Mindeste.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir, beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

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