Ihre Meinung zu: Bayer wegen Agent Orange in Frankreich vor Gericht

26. Januar 2021 - 17:33 Uhr

Monsanto wird für Bayer nun auch in Frankreich zum Problem. Dort klagt eine 78-Jährige gegen die Hersteller des giftigen Entlaubungsmittels Agent Orange, das im Vietnam-Krieg eingesetzt wurde.

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Kommentare

Ein Kapitel Kriegsverbrechen kommt doch noch vor Gericht?

Monsanto hat seinerzeit dem renommierten Wissenschaftler (Tabakfolgen etc.) Sir Richard Doll täglich 1500 Dollar bis ans Lebensende bezahlt. Im Gegenzug lieferte er Gutachten, die es der australischen und der US-Regierung erleichterte, Klagen wegen Agent-Orange-Folgen abzuweisen. Da ging es aber nur um alliierte Soldaten.
Dass es jemand von den Hauptopfern überhaupt bis an ein westliches Gericht geschafft hat, ist geradezu eine Sensation.

Agent Orange, ein großes Verbrechen

im an Verbrechen nicht armen Vietnamkrieg.

Ich drücke Frau Tran To Nga die Daumen.

Bayer und die Giftstoffe !

Es wäre mehr als gut, wenn solche Unternehmen, die nur an ihre Gewinne denken, und dafür Menschenleben gefährden, endlich mal zur Rechenschaften gezogen werden.
Nur sollten sollte die Strafe so saftig sein, dass selbst derjenige, der es immer noch nicht kapieren will, vielleicht kapiert.
Leider haben diese Konzerne so viel Macht und Einfluss, oft viel zu viel !!!

Zahltag

"Auch ein anderes Erbe Monsantos - angeblich mit der Chemikalie PCB verseuchte Gewässer in den USA - belastet Bayer weiter. Ein Bundesgericht in Los Angeles nannte die dabei getroffene Vergleichssumme in Höhe von 650 Millionen Dollar "bescheiden" und annulierte die Einigung."

Unglaublich, wie die USA es schaffen ihre Altlasten zu externalisieren und damit auch nich Kasse machen. Auf einmal, wie durch ein Wunder, sind Klagen gegen diese mächtigen Konzerne möglich und eine Einigung wird sogar vom Gericht ausgeschlagen weil zu wenig Geld auf dem Tisch liegt.
Anderseits muss man in Richtung Bayer wirklich sagen, dass Dummheit nun mal bestraft wird.

Absurd

>>Der Anwalt von Monsanto, Jean-Daniel Bretzner, argumentierte, die USA hätten Agent Orange für die nationale "Verteidigung" eingesetzt, ein ausländisches Gericht könne sich deshalb nicht mit der Sache befassen.<<

Absurd. Wenn das Bestand haben sollte, dass sich die USA in Indochina mit getürkter Angriffsbegründung nur verteidigt haben, dann hat es noch nie einen Angriffskrieg gegeben und wird auch keinen geben können. Dann wäre qua Definition kein Krieg möglich und der Frieden ausgebrochen.

Dass Bayer sich mit einem extrem unsauberen Unternehmen eingelassen hat, haben sie vorher gewußt.

Bayer wegen Agent-Orange in Frankreich vor Gericht...

Da zeigt sich: Die Übernahme von Monsanto durch Bayer hat sich um ein weiteres mal "gelohnt".
Wobei sich Bayer in der Sache heraus redet. Schuld an der Entlaubung und den Umweltschäden sei die damalige US-Regierung und die Armee.

Das und die Glyphosat-Prozesse in San Francisco, sie könnten auf die Profitrate drücken.

Westlich oder östlich?

@ krittkritt:
Dass es jemand von den Hauptopfern überhaupt bis an ein westliches Gericht geschafft hat, ist geradezu eine Sensation.

Was hat das mit der Himmelsrichtung zu tun? Außerdem handelt es sich hier im völkerrechtlichen Sinne nicht um Kriegsverbrechen.

Was hat das mit Bayer zu tun?

Zitat: "Monsanto wird für Bayer nun auch in Frankreich zu einem Problem. Dort klagt eine 78-Jährige gegen die Hersteller des giftigen Entlaubungsmittels Agent Orange, das im Vietnam-Krieg eingesetzt wurde."

Was hat das mit Monsanto zu tun?
Was hat das mit Bayer zu tun?

Die haben das Zeug ja nicht versprüht.

zwar unabdingbar und absolut überfällig, aber zu einem wirklichen Umdenken der Verantwortlichen über ihr "Geschäftsmodell" und eine Anpassung desselben an mit den Menschenrechten konforme wirtschaftliche Prinzipien würde wahrscheinlich selbst eine Verurteilung vor Gericht nicht führen.

"Die Unternehmen streiten die Zuständigkeit des Gerichts in Evry ab"

Dass ihre Wirtschaftskraft unter anderem darauf beruht, dass ein ganzes Land auf unabsehbare Zeit nachhaltig vergiftet wurde, weil sie mit dem Verkauf von Millionen Litern eines hochgiftigen Herbizids an die US-Armee deren Gemetzel ermöglicht haben, spielt für sie offenbar keine Rolle.

"Der Anwalt von Monsanto argumentierte, die USA hätten Agent Orange für die nationale "Verteidigung" eingesetzt, ein ausländisches Gericht könne sich deshalb nicht mit der Sache befassen. Der Ausgang des Verfahrens ist also völlig ungewiss"

Es wird aller bisherigen Erfahrung nach wahrscheinlich auch jetzt wieder an "unklaren Zuständigkeiten" scheitern

Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln

wie hier einige die Klage gegen BASF Monsanto begrüßen.

Demnächst werden dann auch die Automobilhersteller verklagt , wenn jemand mit
ihren Fahrzeugen eine andere Person getötet hatte.

Wenn hier jemand Degesch wegen eines Blausäureproduktes verklagen würde,
so wären einige garantiert außer sich .

ein signal

für menschen mutig aufzustehen, um mehr als nur IHR Recht, sondern Recht für alle zu erstreiten. Unser Agent orange heißt Glyphosat. Es sollte wirklich jedem Manager klar sein, dass billigende Inkaufnahem von Schäden an Menschen keine Zukunft hat. Gut wäre, wenn die Täter auch mit Strafen rechnen müßten.

@17:54 von Bernd Kevesligeti

"Wobei sich Bayer in der Sache heraus redet. Schuld an der Entlaubung und den Umweltschäden sei die damalige US-Regierung und die Armee."

Das ist doch faktisch richtig nur versucht natürlich Niemand der bei Verstand ist die USA als Staat zu verklagen.
Dennoch wusste Monsanto natürlich wofür es Verwendung finden soll und trägt eine Teilschuld, ob´s juristisch so gesehen wir...?
Keine Ahnung wie das bei uns mit der Chemoindustrie bzgl. der Verbrechen des 3. Reichs gehandhabt wurde?

Unternehmen darf den Gewinn maximieren

@ Traumfahrer:
Es wäre mehr als gut, wenn solche Unternehmen, die nur an ihre Gewinne denken, und dafür Menschenleben gefährden, endlich mal zur Rechenschaften gezogen werden.

Wenn Bayer sich an das Gesetz hält, ist nichts dagegen einzuwenden, dass Bayer für seine Anteilseigner einen maximalen Gewinn heraus holt. Das ist ihr gutes Recht.

Einen Schuldigen muss es ja geben

Wenn diese Verbrechen zu schweren Gesundheitsschäden führten, muss einer die Verantwortung dafür übernehmen und natürlich auch die Opfer entschädigen.
Das Gericht wird das sicher klären.

Dass Bayer die Fa. Monsanto übernommen hat, trotzdem Bayer wußte, dass es Milliarden-Klagen geben wird, zeigt, dass Bayer wohl mehr als die zu leistenden Entschädigungen durch die Übernahme verdient.
Denn um Verluste zu machen, hat Bayer Monsanto sicher nicht übernommen.

Vietnamkrieg war die

Der Vietnamkrieg war die größte Verfehlung der Demokratien in den ansonsten gerechten Kampf gegen die Menschheitsbedrohung des Kommunismus, weil von Vietnam, kommunistisch oder nicht, keine Gefahr für andere Länder ausging.

Der angebliche Dominoeffekt war in Bezug auf Vietnam eine komplette Fehleinschätzung der USA, angesichts der Jahrtausend-alte Rivalität der Vietnamesen und Misstrauen gegenüber China.
Weiterer Beleg: Heute unterhält Vietnam bessere Beziehungen zu den USA als zu China!

Die Verwendung von Agent Orange ist eines in einer langen Liste von vielen furchtbaren Sachen, dass den Vietnamesen angetan wurde.

Ich wünsche

...dieser tapferen Frau viel Erfolg und Gesundheit.
Und ich hoffe, das es eine Wiedergutmachung für die Frau und auch für Vietnam gibt

17:42 von fathaland slim

«Agent Orange, ein großes Verbrechen im an Verbrechen nicht armen Vietnamkrieg.»

Wie sehr "großräumig-weitflächig" die US-Army damals Agent Orange auch über an Vietnam angrenzende Länder versprühte, wurde mir erst bewusst, als ich 2 Wochen in Laos in Urlaub war.

Das Grenzgebiet zu Vietnam war ja Rückzugsraum für die Kämpfer des Vietkong, die Verstecke in den Wäldern in Laos sollten auch entlaubt werden. Das sah man zwar im Jahr 2002 nicht mehr.

Aber Warnungen der Einheimischen (der Betreiber von Hostels) gab es, in bestimmten Wäldern besser erst gar nicht wandern zu gehen, oder Tiere beobachten zu wollen.

Agent Orange über Laos ist ein noch viel mehr verdrängt-vergessenes Thema als Agent Orange über Vietnam. Laos ist das finanziell ärmste Land in der Region. Schwer geschädigte Laoten gibt es auch viele. An Besitz, Leib, und Leben.

In diesem wuderschönen Land "hinter den Bergen" mit den bescheidenen und freundlichen Menschen. Von der Welt vergessen mit dem gleichen Erbe.

lalala

Monsanto hat viele schwehlende Prozesse anhaften. Mir war gleich als ich gehört habe Bayer kauft den Konzern klar, daß das einem Todesurteil gleich kommt und Bayer wird es auch nicht überleben, jetzt werden noch fleißig Dividenden ausgeschüttet und wenn die Prozesse durch sind werden sie sagen wir sind zahlungsunfähig, rettet uns mit Staatsgeldern oder wir gehen in Insovenz. So blöd kann kein Mensch sein wirklich nicht. Die führungsebene müsste das gewusst haben, ich unterstelle den Verantwortlichen Absicht.

Mehrere mit schmutzigen Händen.

Die das Gift geliefert haben stehen vor Gericht.

Die Lieferung ist die eine Seite der Grausamkeit.

Aber, die das Gift versprüht haben, stehen wieder mal unbehelligt da.
Das ist eine Schande.

Frankreich hat als ehemalige Kolonialmacht auch nicht gerade eine weiße Weste, wenn man sich die Entwicklung vor dem Vietnamkrieg mal genauer betrachtet.

17:43, Traumfahrer

>>Bayer und die Giftstoffe !
Es wäre mehr als gut, wenn solche Unternehmen, die nur an ihre Gewinne denken, und dafür Menschenleben gefährden, endlich mal zur Rechenschaften gezogen werden.
Nur sollten sollte die Strafe so saftig sein, dass selbst derjenige, der es immer noch nicht kapieren will, vielleicht kapiert.
Leider haben diese Konzerne so viel Macht und Einfluss, oft viel zu viel !!!<<

Das Problem ist hier nicht vorrangig die Macht der Konzerne, sondern daß Monsanto als Rüstungskonzern agierte. Also von der Regierung beauftragt wurde. Da ist es schwer mit dem zur Rechenschaft ziehen.

Bayer hat sich den Schlamassel erst durch die Übernahme von Monsanto eingebrockt. Da war Bayer extrem schlecht beraten.

@17:55 von schwer gestört

"Was hat das mit der Himmelsrichtung zu tun? Außerdem handelt es sich hier im völkerrechtlichen Sinne nicht um Kriegsverbrechen."

Das letzte westliche Kriegsverbrechen, dass ernsthaft juristisch behandelt wurde war wohl das des 3. Reichs, und dies auf Betreiben der Westmächte.
Einzige Ausnahme ist wohl der Kosovokrieg, ebenso juristisch von westlichen Ländern initiiert.
Meinem Eindruck nach funktioniert selbst Den Haag faktisch nur in eine Richtung.

@Am 26. Januar 2021 um 17:43 von Traumfahrer

Zitat: "Es wäre mehr als gut, wenn solche Unternehmen, die nur an ihre Gewinne denken, und dafür Menschenleben gefährden, endlich mal zur Rechenschaften gezogen werden.
Nur sollten sollte die Strafe so saftig sein, dass selbst derjenige, der es immer noch nicht kapieren will, vielleicht kapiert."

Jaja, raubtiersozialistisches Staaten, die an keiner Stelle auf betriebswirtschaftlich vernünftige Kriterien achten und das Geld, das Andere erwirtschaften, an Nicht-Leistungsträger umverteilen, funktionieren bekanntlich soooooooooooooooooooo gut, wie?

Newsflash: es sind Regierungen und Staaten gewesen, die Zeugs wie Agent Orange versprühen. Keine Unternehmen.

17:57 von Blitzgescheit

«Was hat das mit Monsanto zu tun?
Was hat das mit Bayer zu tun?
Die haben das Zeug ja nicht versprüht.»

Bayer hat Monsanto gekauft.
Und ist seither der Papa vom Monsanto.

Hätte Monsanto Bayer nicht gekauft.
Hätten sie mit den Schandtaten vom Filius nun auch nix am Hut.

Da aber gekauft … das verstehen Sie doch auch !?
Faktenbasiert und gut informiert.

@trevira zum vorblock

mein gutster, ich hatte ihren messerscharfen verstand unterschätzt. deshalb die klarstellung. moderna hat nicht nur verkauft sondern die 30 mio auch ausgeliefert in den USA. hoffe geholfen zu haben

@ um 17:57 von Blitzgescheit

Wenn mich meine Erinnerung und Wikipedia nicht trügt, lieferte Bayer ein Zwischenprodukt zur Herstellung von „Agent Orange“ und, Zitat Wikipedia: „Agent Orange wurde unter anderem von den US-Firmen Dow Chemical und Mobay,[7] einem Gemeinschaftsunternehmen von Monsanto und der Bayer AG, hergestellt und geliefert.“
Insofern ist der Bayer - Konzern direkt für einen versuchten Völkermord in Vietnam mitverantwortlich.
Delikat an der Sache ist, dass wieder einmal ein weiterer bundesdeutscher Würdenträger, Spitzenpolitiker und späterer Bundespräsident, nämlich Richard von Weizsäcker, in solche Verbrechen verwickelt ist. Der war damals erst Justiziar und später auch Mitglied der Geschäftsführung beim Chemiekonzern Boehringer Ingelheim. Zitat Wikipedia: „Boehringer Ingelheim lieferte im Folgejahr 1967 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge, ein Zwischenprodukt für das im Vietnamkrieg eingesetzte Entlaubungsmittel Agent Orange, an Dow Chemical.
Und das alles knapp 20 Jahre nach den Nazis.
Unfassbar!

17:52, proehi Absurd

>> Wenn das Bestand haben sollte, dass sich die USA in Indochina mit getürkter Angriffsbegründung nur verteidigt haben, dann hat es noch nie einen Angriffskrieg gegeben und wird auch keinen geben können. Dann wäre qua Definition kein Krieg möglich und der Frieden ausgebrochen.<<

Nein.

Es wäre sogar noch absurder.

Es gäbe weiterhin Kriege. Aber jeder Krieg wäre ein Verteidigungskrieg, und zwar von jeder beteiligten Seite. Wer anfängt, der übt Präventivverteidigung.

So absurd wie es klingt, es wird aber tatsächlich so argumentiert.

@ Karl Klammer, um 18:01

Worüber man nur den Kopf schütteln kann ist Ihr hinkender Automobilhersteller-Vergleich.

17:57, Blitzgescheit

>>Was hat das mit Monsanto zu tun?
Was hat das mit Bayer zu tun?

Die haben das Zeug ja nicht versprüht.<<

Nein, natürlich nicht.

Monsanto hat das Zeug lediglich verkauft. Genau wissend, wo und zu welchem Zweck es versprüht werden sollte.

Haben Sie schon einmal den Begriff "Wirtschaftsethik" gehört?

Wahrscheinlich schon, aber, nach Ihren Kommentaren zu urteilen, geht er Ihnen am Allerwertesten vorbei.

18:17, Olivia59

>>@17:55 von schwer gestört
"Was hat das mit der Himmelsrichtung zu tun? Außerdem handelt es sich hier im völkerrechtlichen Sinne nicht um Kriegsverbrechen."

Das letzte westliche Kriegsverbrechen, dass ernsthaft juristisch behandelt wurde war wohl das des 3. Reichs, und dies auf Betreiben der Westmächte.
Einzige Ausnahme ist wohl der Kosovokrieg, ebenso juristisch von westlichen Ländern initiiert.
Meinem Eindruck nach funktioniert selbst Den Haag faktisch nur in eine Richtung.<<

Nein.

Den Haag funktioniert in fast alle Richtungen, bis auf etwa sechs.

Nämlich die Richtungen USA, Russland, Indien, China, Türkei und Israel.

Länder, die diesen Gerichtshof nicht anerkennen.

Aus machtpolitischer Sicht erfolgreich?

@18:10 von Enlightenment.
Ich glaube es war Naom Chomsky, der darauf hinwies, dass die USA in Vietnam eines ihrer Ziele erreicht haben: Vietnam konnte kein Vorbild für eine andere Gesellschaftsform werden. Es wurde so gründlich geschädigt, dass "sozialistische Experimente" auf lange Zeit keine Chance auf Verwirklichung in den asiatischen Nachbarländern haben würden.

Herbizide

Der Hersteller eines Herbizides soll verklagt werden, während die Hersteller von chemischen Kampfstoffen (Russland, Syrien, ...) ungeschoren davon kommen.

von Olivia59 18:04

Die Chemieindustrie hier wurde nach dem 2.Weltkrieg durch die Besatzungsmächte etwas entflochten (IG Farben).
Aber sehr bald konnte sie weitermachen. Anfang der fünfziger Jahre wurden die letzten Manager aus der Kriegsverbrecherhaft entlassen.

@18:22 von fathaland slim

"proehi Absurd: >>Wenn das Bestand haben sollte, dass sich die USA in Indochina mit getürkter Angriffsbegründung nur verteidigt haben, dann hat es noch nie einen Angriffskrieg gegeben und wird auch keinen geben können. Dann wäre qua Definition kein Krieg möglich und der Frieden ausgebrochen.<<

Nein.
Es wäre sogar noch absurder.

Es gäbe weiterhin Kriege. Aber jeder Krieg wäre ein Verteidigungskrieg, und zwar von jeder beteiligten Seite. Wer anfängt, der übt Präventivverteidigung.

So absurd wie es klingt, es wird aber tatsächlich so argumentiert."

Mit der Einschränkung, dass Präventivverteidigung nur bestimmten Ländern zugestanden wird, auch wenn Sie das Argument von "double standards" wohl wie üblich zurückweisen.

@ nie wieder trichlorphenolatlauge

Boehringer Ingelheim lieferte im Folgejahr 1967 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge, ein Zwischenprodukt für das im Vietnamkrieg eingesetzte Entlaubungsmittel Agent Orange, an Dow Chemical.
Und das alles knapp 20 Jahre nach den Nazis. Unfassbar!

Versteh ich nicht. Was ist an der Lieferung von Trichlorphenolatlauge unfassbar?

Giftig war war in erster Linie ein

Beiprodukt (2,3,7,8 TCDD) und nicht das Agent selbst. Aufgrund unsauberer chemischer Reaktionsführung entstand dieses Seveso-Dioxin.Die Stoffgruppe (Phenoxyalkancarbonsäuren/(ester derselben) war auch hierzulande als Herbizid im Einsatz, z. B. "Mecoprop" und "2,4-D". Auch Glyphosat enthält meiner Ansicht nach produktionsbedingt ein Beiprodukt was für die krebserrengende Wirkung verantwortlich ist.

Monsanto hat viele Leichen im Keller

Die Bayer nun geerbt hat.

Natürlich war dem Bayer Management dies bewusst. Die Verantwortlichen für den Kauf haben aber längst ausgesorgt bis die ganze Sache hochkocht und die Wellen über Bayer zusammenschlagen.

Es mag zynisch klingen, aber so funktioniert Marktwirtschaft nun mal. Einfach mal wieder bei Marx nachlesen .,,

Klagewellen

Musste Monsanto eigentlich auch immer wieder Strafen in Millionenhöhe zahlen oder werden diese Altlasten erst aufgearbeitet, seit der Konzern zu Bayer gehört?

Was Agent Orange betrifft, würde ich zuerst den Staat belangen, der das Zeug so großzügig über Vietnam verteilt hat. Aber dieses Minimum an Gerechtigkeit ist in dieser Welt leider nicht durchsetzbar...

17:42 von fathaland slim

Agent Orange, ein großes Verbrechen
im an Verbrechen nicht armen Vietnamkrieg.
Ich drücke Frau Tran To Nga die Daumen
.
erstaunlich für was "Deutsche" den Kopf hinhalten müssen

natürlich ist das ein Verbrechen gewesen
aber warum wird jetzt geklagt
nachdem Bayer Rechtsnachfolger von diesem Ami Konzern ist

Was hat das mit Bayer zu tun?

Warum sollte der jetztige Eigentümer von Monsanto für eventuelle frühere Vergehen verantwortlich sein? Ich bin ja auch nicht verantwortlich, wenn der Vorbesitzer meines Wagens irgendwann geblitzt wurde.

Davor haben doch schon...

... hier im Forum viele gewarnt: Bayer beschert sich mit dem Kauf von montsanto sämtliche Klagen mit ein und muss nun vieles ausbaden. Hätte man vertraglich auch anders handhaben können..

@ um 18:15 von Willi Graf

Immerhin funktionierte damals die transatlantische Zusammenarbeit auch ohne TTIP ziemlich gut. Wenn auch nur, um Kriegsverbrechen zu begehen.
Da kannte sich die chemische Industrie Deutschlands einfach zu gut aus, als das man auf sie verzichten wollte.
Interessant wäre nun noch, inwieweit die damals aktiven Regierungspolitiker eingeweiht waren? Der ehemalige Nazi und ebenfalls spätere BP Carl Carstens war zu der Zeit Staatssekretär im Verteidigungsministerium und hatte als solcher schon 1965, beim Völkermord in Indonesien seine Finger tatkräftig im schmutzigen Spiel. Und beim späteren Untersuchungsausschuss dazu fleißig gelogen.
Ich glaube, da werden sich Abgründe deutscher Nachkriegspolitik auftun, wenn die Akten in 100 oder 200 Jahren mal zugänglich werden.

18:04, Olivia59

>>Keine Ahnung wie das bei uns mit der Chemoindustrie bzgl. der Verbrechen des 3. Reichs gehandhabt wurde?<<

Kein Unternehmen wurde jeweils wegen der Produktion und des Verkaufs von Cyclon B belangt.

Mein Onkel Walther war bei der IG Farben als Chemiker beschäftigt und dann später bei Hoechst im Aufsichtsrat. Ein ganz dunkles Kapitel meiner Familiengschichte.

@18:18 von Blitzdings

>> Jaja, raubtiersozialistisches Staaten, die...

Eine Frage:
Was hat Ihr (wie immer sozialismusverachtender) Post auch nur annähernd mit dem Thema Klage gegen Bayer/Monsanto wegen agentOrange zu tun? oO

Was ist denn die Frage?

Dass Agent Orange eingesetzt werden sollte, um zu töten, ist ja selbstverständlich. Dafür kann Monsanto nicht belangt werden, oder man müsste jeden Rüstungskonzern verklagen.

Wenn Monsanto mögliche Langzeitfolgen nie geleugnet hat, gibt es keinen Klagegrund. Der wäre nur gegeben, wenn die U.S. Regierung beweisen kann, dass sie nicht wusste, dass Agent Orange Krebs und Geburtsschäden hervorrufen kann.

Die Klage scheint an die falsche Adresse zu gehen.
_

Westliche Medien tragen Mitschuld

Der Kampf gegen das vietnamesische Volk wurde auch in der westlichen Presse geführt. Artikel, die das Leid der Zivilbevölkerung thematisierten - Fehlanzeige. Bis zu dem berühmten Pressefoto Napalm verbrannter Kinder, das dann der Anfang vom Ende der US Intervention war ... (wobei die letzten Amerikaner aus Saigon per Hubschrauber flüchteten).

Einige Betonköpfe in Washington und Bonn haben gedacht, dass im Ringen um die Vormachtstellung in der Welt gegen die bösen „Kommunisten“ jedes Mittel recht sei. In USA wurde sogar der Abwurf der „Bombe“ erwogen.

Solange die EU

das Herbizid Glyphosat zulaesst kann man weder Monsanto noch Bayer einer Vorwurf machen.

Hebt doch endlich die Zulassung auf liebe Kollegen der EU Kommission.

@ um 18:33 von krittkritt

Schön, dass Sie Naom Chomsky erwähnen.
Gestern erst hat die „Wiener Zeitung“ ein Interview mit ihm veröffentlicht, in dem er über die USA, Faschismus und Trump spricht.

da hätte ich doch glatt ne Frage

da gab es doch dieses Zyklon B
hergestellt vor 80 Jahren von einer Tochterfirma von IG Farben und Degussa
könnten nicht auch Schadenersatzanspüche auf diese Firmen / Nachfolgefirmen zukommen ?
und um von der Chemie wegzukommen auf jede (nicht nur deutsche) Firma weil sie Waffen produziertE
mit denen man grässliches machtE

18:18 von Blitzgescheit

«Newsflash: es sind Regierungen und Staaten gewesen, die Zeugs wie Agent Orange versprühen. Keine Unternehmen.»

Mega-Newsflash:

Es war damals in Deutschland auch nicht das Pharmaunternehmen: "Grünenthal", das höchstpersönlich das Medikament: "Contergan" an Frauen verschrieb. Das waren Ärzte, und beim Apotheker konnte man es dann abholen gehen mit dem Rezept.

Die Schurken waren Ärzte und Apotheker.

"Grünenthal" hatte mit den Missbildungen der Kinder gar nichts zu tun.
Es waren die Ärzte und die Apotheker, die man hätte vor Gericht zur Verantwortung ziehen müssen. Sie waren es, die für Verbreitung des Medikaments überhaupt erst sorgten.

Hyper-Newsflash Beispiele ganz ähnlicher Art gibt es viele weitere.
Und die kennen Sie auch … was anderes nimmt Ihnen sowieso niemand ab.
Außer natürlich als bewusste Provokation.

@18:33 von krittkritt

Vietnam konnte kein Vorbild für eine andere Gesellschaftsform werden.

Das Problem mit der Argumentation ist, dass der Kommunismus in den anderen Staaten genauso kläglich versagt hat, obwohl die USA, im Gegensatz zu Vietnam, gegen sie keinen Krieg geführt hat.

@Olivia59

"nur versucht natürlich Niemand der bei Verstand ist die USA als Staat zu verklagen."
Das heißt, die können machen was sie wollen. Sie aber dann noch als Vorbild für uns und Führungsmacht des Westens anzusehen, wirft ein verheerendes Bild auf den moralischen Zustand unserer Spitzenpolitiker.

18:36, Olivia59

>>@18:22 von fathaland slim
"proehi Absurd: >>Wenn das Bestand haben sollte, dass sich die USA in Indochina mit getürkter Angriffsbegründung nur verteidigt haben, dann hat es noch nie einen Angriffskrieg gegeben und wird auch keinen geben können. Dann wäre qua Definition kein Krieg möglich und der Frieden ausgebrochen.<<

Nein.
Es wäre sogar noch absurder.

Es gäbe weiterhin Kriege. Aber jeder Krieg wäre ein Verteidigungskrieg, und zwar von jeder beteiligten Seite. Wer anfängt, der übt Präventivverteidigung.

So absurd wie es klingt, es wird aber tatsächlich so argumentiert."

Mit der Einschränkung, dass Präventivverteidigung nur bestimmten Ländern zugestanden wird, auch wenn Sie das Argument von "double standards" wohl wie üblich zurückweisen.<<

Ihre Spitze geht ins Leere, was Sie problemlos erkennen können, wenn Sie den Kommentar auf den ich antworte sowie meine Antwort noch einmal lesen.

Ich finde den Begriff "Präventivverteidigung" absurd und gestehe ihn niemandem zu.

In der EU

ist Glyphosate bis Ende 2022 zugelassen. Ab dann wirds giftig.

Macht keinen Sinn, ist aber so.

18:07 von Margitt.

Denn um Verluste zu machen, hat Bayer Monsanto sicher nicht übernommen.
.
man fragt sich ohnehin wo die Gründe lagen diese Firma zu übernehmen

18:22 von fathaland slim

>>"... Dann wäre qua Definition kein Krieg möglich und der Frieden ausgebrochen."

Nein.

Es wäre sogar noch absurder.

Es gäbe weiterhin Kriege. Aber jeder Krieg wäre ein Verteidigungskrieg, und zwar von jeder beteiligten Seite. Wer anfängt, der übt Präventivverteidigung.

So absurd wie es klingt, es wird aber tatsächlich so argumentiert.<<

Schon klar.
Mein Hinweis, dass der Krieg qua Definition ... war von mir auch als Hinweis gedacht, dass das natürlich keinesfalls der Realität entspricht. Ich denke, wir haben hier keinen Widerspruch.

die Rechtsauffassung einiger hier wird immer kruder

Die Sache spielte sich vor 60 Jahren ab
... nur weil jetzt Bayer Rechtsnachfolger ist

Dann in wie weit ist eine private Firma für Verbrechen verantwortlich zu machen
welche mit ihren Produkten gemacht wurde
Was hat Kraus Maffei jetzt zu befürchten, Mauser, Heckler und Koch ?
oder jeder Lebensmittelhersteller, welcher EPa´s oder ähnliches als Truppenverpflegung herstellte
Jeder Taxifahrer der Soldaten für ihren teuflischen Einsatz (das ist jeder Krieg) an den Zug gefahren hat und jeder Zugführer (nicht nur der eine) jeder Schaffner der involviert war Truppen ans Ziel zum Erfüllen ihrer Aufgabe zu bringen

@18:32 von fathaland slim

"Den Haag funktioniert in fast alle Richtungen, bis auf etwa sechs.

Nämlich die Richtungen USA, Russland, Indien, China, Türkei und Israel.

Länder, die diesen Gerichtshof nicht anerkennen."

Das ha zwar eine imanente Logik aber man fragt sich dann schon warum z.B. GB oder Frankreich nicht für Irak, Mandatsüberschreitung Libyen oder enorme menschenverachtende Verbrechen im Rahmen der Dekolonisation bis in die 70er zur Verantwortung gezogen werden.

@18:37 von spax-plywood

Beiprodukt (2,3,7,8 TCDD) und nicht das Agent selbst.

Ja, stimmt. Agent Orange besteht jeweils zur Hälte aus 2,4,5-T and 2,4-D.

2,4-D ist relativ unproblematisch verglichen mit 2,4,5-T.

Nur wenn bei der Herstellung von 2,4,5-T die Temperatur nicht richtig kontrolliert wird, entsteht das hochgiftige TCDD in gefährlichen Mengen. Mit heutigem Wissen, kann 2,4,5-T sicher hergestellt werden.

Auch Glyphosat enthält meiner Ansicht nach produktionsbedingt ein Beiprodukt was für die krebserrengende Wirkung verantwortlich ist.

Nach Ihrer Ansicht. Nur im Gegensatz zu den nachweislich hochgiftigen TCDD, fehlen auch nach fast 50 Jahren weiterhin Belege für eine angebliche krebserrengende Wirkung von Glyphosat.

Oesterreich hat Glyposate

2019 verboten. Ein europaeischer Alleingang, wie man ihn von der Alpenrepublik kennt. Man schuetzt halt seine Buerger.

18:38 von Sisyphos3

>>erstaunlich für was "Deutsche" den Kopf hinhalten müssen

natürlich ist das ein Verbrechen gewesen
aber warum wird jetzt geklagt
nachdem Bayer Rechtsnachfolger von diesem Ami Konzern ist<<

Sehr aufmerksam. Vielleicht hätte die Klägerin nicht geklagt, wenn Monsanto in den USA nicht zu packen gewesen wäre.

Die Erkenntnis, dass die Klage jetzt aber eingereicht wird, weil ein Konzern mit Stammsitz in Deutschland statt z.B. in Frankreich belangt wird, habe wir nur ihrer besonderen Aufmerksamkeit zu verdanken. So etwas bedarf offenbar einer speziellen Sensorik, darauf wäre ich nie gekommen.

Übrigens können Sie getrost davon ausgehen, dass die Aktionäre die ggf. dafür aufkommen müssen, nicht ausschließlich in Deutschland beheimatet sind.

18:38 von Sisyphos3

«natürlich ist das ein Verbrechen gewesen
aber warum wird jetzt geklagt
nachdem Bayer Rechtsnachfolger von diesem Ami Konzern ist.»

Die nun in FRA zu entscheidende Klage der Vietnamesin wurde im Jahr 2014 eingereicht. Das steht doch so im Artikel benannt !

Die Klage war bereits anhängig, als Bayer sich entschied, Monsanto zu kaufen. Sie und ich wussten nichts von dieser Klage. Von all den anderen Klagen gegen Monsanto wegen … was weiß ich was … wussten Sie und ich auch nichts. Also ich jedenfalls wusste es nicht.

Bayer hat eine ganze Abteilung von Juristen. Die hätten sich mal besser umgetan, oder kundig gemacht, was an Klagen gegen Monsanto so alles in Ländern (x + y) anhängig ist. Entweder Flitzpiepen der Juristerei … oder eher Entscheidung der Konzernleitung von Bayer … ist uns nicht so wichtig … kaufen, kaufen, kaufen! Ich denke Letzteres.

Nun hat Bayer eine weitere Klage am Hals, die der Konzern sich selbst ins Knie schoss. Äußerst unklug + gar nix mit "warum jetzt" ?

Schon als es darum ging wer

Schon als es darum ging wer wen aufkauft, Bayer Santos oder umgekehrt und am Ende Bayer für ich glaube 53 Milliarden Euro oder Dollar aufkaufte und sich damit schon verhoben hatte, habe ich auch hier immer wieder gewarnt, weil ich der Meinung war, dass dies nur ein Spiel von Monsanto war, um auf sie zukommende gewaltige Kosten wegen ihres Unkrautvertilger kommen würde, die dann Bayer übernehmen müßte und hinterher die Aufgekauften mit den 53(?)Milliarden in der Hinterhand ihren Laden dann bald billigst zurückkaufen könnten und gleichzeitig ihr ehemals größter Konkurrent kaputt sein wird. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, wann es dann so losgeht, jetzt weiß ich warum Bayer noch atmen darf, es gibt noch weitere Katastrophen die sich Monsanto von Bayer bezahlen läßt. Aber irgendwann wird dann, wie beschrieben, Monsanto zurückkommen.

18:46 von Sisyphos3

Nein geht natürlcuch nicht. die ig farben existiert nicht mehr. und einer der nachfolger ist in französische hände gekommen. da kann keine klage gegen erhoben werden. ich glaube(ohne wie unsere alleswisser dr. google zu befragen) daß sanofi einer der nachfolger ist

Ein wenig Geschichte wäre in diesen Fall gut.

Warum kommen solche Klagen zur Geltung wenn in irgend einer Art und Weise D. Beteiligt ist.
1.Der erste großflächige Einsatz wurde nach Verhandlungen der südvietnamesischen Regierung mit den USA Im Nov.1961 gegen die eigene Bevölkerung (auf Befehl v. McNamara) gestartet.
2. es waren viel mehr Firmen beteiligt Dow Chemical,Monsanto, uniroyal, Diamond Shamrock, Herculesu.a.
3. Es war das Programm "Trail Dust" mit der Operation "Ranch Hand" als direktes Ergebnis der Verhandlung Südvietnams u. USA gegen die Vietcong ("Befreiungsarmee v.Südvietnam")
4. indirekt hat die USA mit der außergerichtlichen Einigung von 1984 die Schuld eingestanden, so das Vietnamveteranen in den USA entschädigt werden
Leider keine Wiedergutmachung in Vietnam weder v. der eigenen noch von der US Administration. Besuchen sie mal ein entsprechendes Heim oder Museum dort.
In wie weit Bayer haftbar ist...dann müßten erstmal alle Waffen Hersteller zahlen weil das direkt Kriegsmaterial ist. Nun ja ein franz. Gericht..

@18:48 von fathaland slim

"Olivia: >>Mit der Einschränkung, dass Präventivverteidigung nur bestimmten Ländern zugestanden wird, auch wenn Sie das Argument von "double standards" wohl wie üblich zurückweisen.<<

Ihre Spitze geht ins Leere, was Sie problemlos erkennen können, wenn Sie den Kommentar auf den ich antworte sowie meine Antwort noch einmal lesen.
Ich finde den Begriff "Präventivverteidigung" absurd und gestehe ihn niemandem zu."

Ich will das jetzt nicht zu weit drehen, doch ist die von ihnen oft in´s Feld geführte Position, dass wir (der Westen) wertegeleitet handeln und demzufolge keine double standards in Bezug auf eigene Verfehlungen (gängiger Euphemismus) existieren können. Oder ist das immer nur als "der Weg ist das Ziel" zu verstehen... lupenreine aufgeklärte Demokratien sind Utopie?

I.G. Farben.

@18:04 von Olivia59
Es gibt eine Kontinuität von der NS-Zeit bis in die Gegenwart. Bayer war eine Abteilung der I.G. Farben. Nach dem Krieg wurde der Konzern zwar zerschlagen. Es gab den OMGUS-Bericht über die I.G.Farben, wobei auch die langjährigen Beziehungen von Bayer zu Sterling Products, Inc., zur Sprache kamen.

Der Stumme Frühling

Rachel Carson hatte bereits 1962 über die Gefahren des flächenmäßigen Besprühen von Chemikalien (DDT) vom Flugzeug aus hingewiesen.
Die nicht nur die Gesundheit schädigenden Ausmaße waren bekannt und konnten bei gesundem Menschenverstand auch auf Agent Orange übertragen werden.

Der Einsatz des Entlaubungsmittel war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen die Schöpfung an sich.

Die Firma Bayer ist kein unbeschriebenes Blatt und sie wusste, auf was sie sich einlässt.

Auch ich wünsche Frau Tran Tu Nga viel Erfolg bei Ihrer Klage.

@18:47 von Enlightenment

>> obwohl die USA, im Gegensatz zu
>> Vietnam, gegen sie keinen Krieg geführt
>> hat.

Aber ein weltweites Handelsembargo. -.-

Eine Riesen-Dummheit ...

... diese am. Schmutzfirma zu übernehmen. Wäre Bayer heschickt gewesen, dann hätten sie Monsanto erst mal insolvent gehen lassen - so wie zB die am. Pfadfinder oder andere, die damit ihre Immobilien sichern konnten, aber die Verantwortung wg Missbrauch abstreifen konnte. Da war Bayer erneut schlecht beraten - könnte noch ein Fass ohne Boden werden.

18:49, proehi @18:22 von fathaland slim

>> Ich denke, wir haben hier keinen Widerspruch.<<

Nein, haben wir nicht.

Gruß,

CR

Wie konnte man so einen Laden

Wie konnte man so einen Laden denn überhaupt kaufen?
Es freut mich, dass diese grenzenlose Gier nun so bestraft wird.

Am 26. Januar 2021 um 17:57 von Blitzgescheit

„Was hat das mit Monsanto zu tun?
Was hat das mit Bayer zu tun?
Die haben das Zeug ja nicht versprüht.“

Da ist was dran,

aber

man könnte es mit der Französische Revolution vergleichen.
Maximilien Robespierre als „Blutrichter“,
hat ja die Verurteilten nicht selber geköpft, sondern köpfen lassen,

bis er dann selber geköpft wurde.

Dauert sicher noch ein bisschen, aber
von daher, halte ich die Klage durchaus für richtig.

Wenn der Hersteller verklagt

Wenn der Hersteller verklagt werden kann, dann werden Boeing, Rheinmetall, lockhead, Airbus, Heckler und Koch, General Electric, usw bald ganz schön Federn lassen müssen.

Bayer wegen Agent Orange in Frankreich vor Gericht

Ich fürchte, Frau Tran wird leer ausgehen.

Zum einen wäre zu klären, ob eine Soldatin des Kriegsgegners überhaupt Anspruch auf Schadensersatz durch Vergiftung (ausgrechnet) beim Hersteller geltend machen kann. Zudem waren die Vereinigten Staaten diejenigen, die das Zeug versprüht hatten.

Wie wäre der Fall zu bewerten, wenn ein Tötungsdelikt mit Schusswaffe oder Messer erfolgt wäre. Wären dann die Schusswaffen-/Messer-// -Hersteller/-Händler dafür mitverantwortlich.

Bei dem einen wie bei dem anderen habe ich doch erhebliche Zweifel, wie auch bzgl. der Zuständigkeit des franz. Gerichtes.

Aber womöglich besteht ja doch eine gewisse Hoffnung auf Erfolg für Frau Tran.

Gruß Hador

Ich bin gespannt

wie dieser Prozess wohl ausgeht. Das Ende mit dem Urteil wird die Klägerin wohl kaum noch erleben denn der wird sich über Jahre hinziehen. Einem Gutachten erfolgt ein Gegengutachten u.s.w. m.M.

Die Opfer einer Übernahme.

Es ist unbegreiflich das Monsanto nicht vor der Übernahme durch Bayer zur Rechenschaft für die Kriegsverbrechen in Vietnam vor einem amerikanischen Gericht zitiert worden ist. Es gibt wohl sehr verschiedene Beurteilungen .
Das die deutsche Firma Bayer nun zur Verantwortung genommen für amerikanische Kriegsverbrechen ist problematisch. In Grunde genommen wird sie bestraft für ihre grenzenlose Dummheit. Insbesondere werden die Mitarbeiter und die viele Kleinaktionäre darunter zu leiden haben. Bayer wird zunehmend ein Übernahmeopfer.

Völkerrechtlich nicht zu beanstanden

Die südvietnamesische Regierung hat die USA zu Hilfe gerufen und um den Einsatz dieser Mittel gebeten. Völkerrechtlich ist das Eingreifen der USA also nicht zu beanstanden. Und Bayer ist im Nachhinein sicherlich auch nicht für irgend etwas verantwortlich zu machen, denn der deutsche Konzern hatte damals beim Einsatz von Agent Orange noch keinerlei Mitsprache.

@schwer gestört 18:37

Wenn es Pentachlorphenolat-Lauge gewesen wäre hätte man sie hier und anderweitig tonnenweise auf Dachsparren und anderes Gebälk verpinselt. Will sagen, auch aufgrund fehlender Kenntnisse dieser Substanzen und der Nicht-Möglichkeit nach giftigen Beiprodukten zu suchen kam vieles auf den Markt. Die EPA etwa wurde seinerzeit erst von Präsident Nixon gegründet.

@Martin Blank

"Dass Agent Orange eingesetzt werden sollte, um zu töten...."

Agent Orange sollte die dichte Bewaldung des Dschungel entlauben und damit den Feind sichtbar machen.

@ um 18:43 von MartinBlank

„Dafür kann Monsanto nicht belangt werden, oder man müsste jeden Rüstungskonzern verklagen.“
Ja, selbstverständlich. Muß man!
Nicht „müßte“.
Das einer der besten Gedanken zu diesem Thema.
Und sämtliche Politiker die in solche Kriegsverbrechen involviert sind.

Zitat: " die ig farben

Zitat:
" die ig farben existiert nicht mehr"

Falsch - die IG-Farben-AG existiert noch immer!
Deren Aktien werden sogar noch an der Börse gehandelt.
Natürlich ist die Firma nur noch eine leere Hülle - da gibt es keinerlei Produktionskapazität usw.
Aber einige der Aktien-Inhaber träumen von Rückgabe der "ausgelagerten" Firmen (wie z.B. Bayer)

Irre?
Natürlich!
Aber im Kapitalismus nix ungewöhnliches!

@ Am 26. Januar 2021 um 19:11 von Wilhelm Schwebe

>>Am 26. Januar 2021 um 19:11 von Wilhelm Schwebe
18:46 von Sisyphos3

Nein geht natürlcuch nicht. die ig farben existiert nicht mehr. und einer der nachfolger ist in französische hände gekommen. da kann keine klage gegen erhoben werden. ich glaube(ohne wie unsere alleswisser dr. google zu befragen) daß sanofi einer der nachfolger ist<<

Wenn Sie nur glauben würden, anstatt gleichzeitig ein Spitze gegen ihrer ironisch gedachten Meinung nach "alleswisser, die dr. google befragen" nachzuschieben, würde ich ihrem unschuldigen Glauben statt geben und ihn wortlos bestehen lassen.
Aber da Sie sich lustig machen über diejenigen, die sich ihrer Meinung nach über das Netz informieren, was wiederum eine reine Annahme ist, möchte ich Sie auf folgenden, gewichtigen Aspekt hinweisen.

Die, die nur glauben, aber trotzdem verlauten, sind weniger ernstzunehmen als diejenigen die wissen & sich vorher informieren.
Und eigentlich könnten Sie es sich ganz einfach machen, z.b. mal googlen. :-)

@ IBELIN

Oesterreich hat Glyposate 2019 verboten. Ein europaeischer Alleingang, wie man ihn von der Alpenrepublik kennt. Man schuetzt halt seine Buerger.

In Österreich sind aber auch Sachen zugelassen, die man in anderen Ländern längst nicht mehr spritzen darf. Alles eine Sache der Lobby-Arbeit und des Profits.

@ um 19:12 von Magic.fire

„ ... dann müßten erstmal alle Waffen Hersteller zahlen weil das direkt Kriegsmaterial ist.“
Völlig richtig.
Die Kosten, die durch den Einsatz von Waffen verursacht werden, sollten von den Waffenherstellern bezahlt werden.
Und die könnten diese Kosten auf die Preise ihrer Mordwerkzeuge umlegen.
Dann wäre jede Waffe unerschwinglich.
Aber wir leben ja in einer Marktwirtschaft, in der die Kosten immer sozialisiert werden und die Gewinne werden privatisiert.
Schade eigentlich. Andersherum wäre schöner.

Zumindest gibt es einen Prozess

Das ist doch eine gute Nachricht, dass es zumindest einen Prozess gibt.
Natürlich sind die Hersteller dafür mitverantwortlich. Was hätten die USA wohl gesagt, wenn ein Chemiekonzern vor 20 Jahren z. B. Al Qaida eine vergleichbar gefährliche Chemikalie verkauft hätte?
Da könnte der Konzern ja schlecht sagen, er habe nicht damit rechnen können, dass beim Einsatz unschuldige Menschen getötet werden.
Es ist somit etwas völlig anderes als beim Verkauf etwa eines haushaltsüblichen Messer, Auto etc., hier kann der Verkäufer im Fall eines Attentats tatsächlich sagen, er habe nicht damit rechnen können.

19:05 von proehi

Vielleicht hätte die Klägerin nicht geklagt, wenn Monsanto in den USA nicht zu packen gewesen wäre.
.
das will ich jetzt nicht behaupten !
allerdings wäre die Firma Monsanto bestimmt wegen ihrer anderen "Altlasten" in den USA weniger dran gekommen
aber das ist jetzt eine Mutmaßung von mir

das die Aktionäre nicht nur in Deutschland beheimatet sind .... logische
auch nicht alle Arbeitsplätze die bei der Menge von anhängenden Prozessen in Gefahr sind verloren zu gehen

18:32 von fathaland slim

Den Haag funktioniert in fast alle Richtungen, bis auf etwa sechs.
.
und genau diese 6 sind doch für 99 % aller "Schweinereien" weltweit verantwortlich

@enlightenment

Meine Theorie ist dass Glyphosat im unteren ppm Bereich ein Nitrosierungsprodukt enthält. Ausgerechnet die Brasilianer sind da recht emsig was die Analytik angeht. Aber wen wundert's bei den Mengen die dort eingesetzt werden.

Wer war Mobay ?

Ein Gemeinschaftsunternehmen von Bayer u. Monsanto, bis 1992.

Bayer hängt also ganz tief mit drin. Die haben das Zeug produziert, an dem Millionen von Vietnamesen litten u. leiden.

Warum versprühte man das Zeug?
Damit die Vietnamesen verhungern.
Keine chemische Waffe?

Merkwürdig,
gestern sollten alle vergangenen Verbrechen verurteilt werden.
Heute,
ach das ist so lange her, da können die doch nichts dafür.
Fast die gleiche Klientel.
Aber sich über Doppelmoral beschweren.
Widerlicher geht's
nicht mehr,
obwohl...

Übrigens hieß die Nationale Front für die Befreiung Südvietnams
>>... im allgemeinen Sprachgebrauch auch Vietcong
(vietnamesisch Việt cộng))...<<

Ich empfand das immer als Schimpfwort, aber Vietkong setzt noch einen drauf.

Warum wurden die GIs entschädigt, wenn es doch kein Kampfstoff war?

Ja,
auch Degussa sollte man zur Verantwortung ziehen. Der Chef steht für diese unrühmlichen Tradition.

Wünsche der Dame ebenfalls viel Erfolg.
Mrs. Dalloway
.

Auch die amerikanische Regierung trägt Schuld

"... und von der US-Armee im Kampf gegen den Vietkong eingesetzt."
"... im Vietnamkrieg Millionen Liter des hochgiftigen Herbizids an die US-Armee verkauft haben."
Schön klar, dass die US-Armee nicht die Absicht hatte, das Zeug zum Entlauben einzusetzen.
Amerika hat damit Krieg gegen Mensch und Umwelt geführt.
Und kein Geringerer als John F. Kennedy war Auftraggeber für die Entwicklung eines Mittels, dass den undurchdringlichen vietnamesischen Urwald durchsichtiger machen sollte. Dabei war der damaligen amerik. Regierung die Giftigkeit durch das enthaltene Dioxin durchaus bewusst.
Also bitte auch die USA als Hauptakteure auf die Anklagebank. Alle müssen zahlen.

Fassungslos

verfolge ich diese heutige Diskussion.
Die Vorgeschichte Vietnams ist eine furchtbare, und wechselseitig unterdrückten die Kolonialherren aus Frankreich, Japan, Großbritannien, Republik China noch nach 1945 das Land und spalteten es. Das Potsdamer Abkommen spielte hier keine rühmliche Rolle.
Frankreich entfesselte den Indochinakrieg in Ende der 40er Jahre. Nachdem F.
relativ wenig eigene Landsleute verheizt hatte, wurde die Fremdenlegion in großem Maßstab eingesetzt. Mehr als 80.000 Legionäre - nach unterschiedlichen Angaben 50 bis 60% davon Deutsche (Kriegsgefangene von Wehrmacht und SS) - prima Kanonenfutter! Sie mordeten und wurden ermordet.
Seit 1955 engagierten sich die USA bis hin dann zum offenen Vernichtungskrieg gegen Vietnam.

Allein für all die Aktionen nach 1945 gehörten die führenden Repräsentanten o.g. Länder vor ein Tribunal ähnlich Nürnberg.
Monsanto mit Agent Orange ist leider nur ein kleiner Teil der Verbrechen der ach so demokratischen Staaten.

Gruß, Wolfgang

17:43 von Traumfahrer - I have an dream

>>Es wäre mehr als gut, wenn solche Unternehmen, die nur an ihre Gewinne denken, und dafür Menschenleben gefährden, endlich mal zur Rechenschaften gezogen werden.<<

Menschenleben gefährden: das war für mich der Begriff, um mich in ihren Kommentar einzuklinken.

Ginge dies nicht nur mit Chemiekonzerne, sondern auch mit der weltweiten Rüstungsindustrie, die bekanntlich für zig Mio. Toten zur Veranwortung zu ziehen ist, wäre das eine großartige Sache.

Abrüstung weltweit von 100 auf Null!

Ich weiß, leider nur ein Traum....

18:48 von fathaland slim

>>Ich finde den Begriff "Präventivverteidigung" absurd und gestehe ihn niemandem zu.<<

Wo sie recht haben, haben sie recht.....

"für die nationale "Verteidigung" "

"Der Anwalt von Monsanto, Jean-Daniel Bretzner, argumentierte, die USA hätten Agent Orange für die nationale "Verteidigung" eingesetzt, ein ausländisches Gericht könne sich deshalb nicht mit der Sache befassen."

*

Meine Güte! "für die nationale "Verteidigung" " im Ausland wohlgemerkt.

So kann nun jeder den Eisatz chemischer Waffen rechtfertigen.

Wurde der Einsatz von Abend Orange wenigstens international geächtet oder etwas in der Art?

@fatherland slim

Jetzt verstehe ich Ihrerseits den verwendeten Begriff der Wirtschaftsethik.
Mein Onkel hatte als RA und Notar die vom Verbrechen gegen die Menschlichkeit betroffenen Juden als Mandanten, für die er Entschädigungen vom Deutschen Staat geltend gemacht hat.

@Am 26. Januar 2021 um 19:25 von Werner Krausss

Zitat: "Da ist was dran,

aber

man könnte es mit der Französische Revolution vergleichen.
Maximilien Robespierre als „Blutrichter“,
hat ja die Verurteilten nicht selber geköpft, sondern köpfen lassen,

bis er dann selber geköpft wurde."

Ihr Vergleich würde auch erst dann nur ansatzweise einen Sinn ergeben, wenn Monsanto oder Bayer, den Einsatz von Agent Orange befohlen hätten oder diesen mit dieser Absicht in den Markt gebracht hätten.

Und? Liegt ein entsprechender Sachverhalt vor?

Eben.

um 19:46 von Miauzi

Zitat: " die ig farben
Zitat:
" die ig farben existiert nicht mehr"

Falsch - die IG-Farben-AG existiert noch immer!
Deren Aktien werden sogar noch an der Börse gehandelt.
Natürlich ist die Firma nur noch eine leere Hülle - da gibt es keinerlei Produktionskapazität usw.
Aber einige der Aktien-Inhaber träumen von Rückgabe der "ausgelagerten" Firmen (wie z.B. Bayer)

Irre?
Natürlich!
Aber im Kapitalismus nix ungewöhnliches!
_______
Nein, Sie irren. IG Farben wurde "schon" 2012
amtsgerichtlich gelöscht. Und wenige Jahre später eine dubiose IG Farben-Stiftung.

Gruß, Wolfgang

20:03 von Parsec

Auch die amerikanische Regierung trägt Schuld
---
auch ??
ich täte doch sagen vor allem !
von daaher haben sie schon recht
"USA als Hauptakteure auf die Anklagebank."

So sehr ich den Opfern eine Wiedergutmachung

Wunsche, hoffe ich das die Klage kein Bestand hat.
Warum; es hätte fatale Folgen für frühere und zukünftige Verbrechen.
Der Focus würde sich dann auf die Industrie richten , Weill dort mehr Geld zu vollen ist als auf die wirklich verantwortlichen Kriegstreiber die dann viel einfacher sich "reinwaschen " könnten.
Beispiele hinken immer etwas, aber dann wäre auch ein Putin nicht mehr "schuldig" sondern das Labor oder der Hersteller. Wenn ein Konzern direkt Kriegsverbrechen begehen oder begangen haben , z.B bei Zwangsarbeitern , müssen sie zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn ihr Produkt im Krieg angewendet wurde , ohne das es explizit für den Einsatz gegen Menschen produziert wurde ist die Rechtslage eine andere.

@ 18:33 von krittkritt

Mit Chomsky halte ich mal dagegen :

>> ... Chomsky predicts that Vietnamese opposition to U.S. involvement
in the war would continue and that the U.S. would be unable to defeat
the Viet Cong. ... <<

Zu
> American Power and the New Mandarins <
von Chomsky.

Er war ein erbitterter Gegner des Vietnamkrieges.

Mrs. Dalloway

Am 26. Januar 2021 um 18:17 von fathaland slim

Bayer hat sich den Schlamassel erst durch die Übernahme von Monsanto eingebrockt. Da war Bayer extrem schlecht beraten.

Genau,sehr Dumm von Bayer,hab das von anfang an nicht verstanden Monsanto zu kaufen.

um 18:27 von fathaland slim

>>
Monsanto hat das Zeug lediglich verkauft. Genau wissend, wo und zu welchem Zweck es versprüht werden sollte.

Haben Sie schon einmal den Begriff "Wirtschaftsethik" gehört?
<<

Trivial ist das Ganze nun aber doch nicht. Auch andere haben gewusst, was mit ihren Produkten geschieht, etwa die Bomber-Hersteller (Lockhead & Co) ohne die das Zeug nicht versprüht hätte werden können. Die Flugzeuge sind ja viel näher am Geschehen gewesen als der Gift-Lieferant.
Wer war denn der Hersteller des eingesetzten Napalms ? Und soll alles folgenlos bleiben, wenn der Staat selbst produziert (Atomwaffeneinsatz gegen Zivilisten) ?

19:50 von nie wieder spd @ um 19:12 von Magic.fire

alle Waffen Hersteller zahlen
.
sie erinnern sich WK 1
Vickers hatte 1902 von Krupp die Lizenzen zur Herstellung aller Kruppschen Zeitzünder für Granaten erworben
- was bizarre Folgen hatte:
Bei der Seeschlacht am Skagerrak 1916 zwischen deutschen und britischen Kriegsschiffen
feuerten beide Seiten Granaten mit Krupp-Zündern ab.
Das einträgliche Monopol wurde nach dem Krieg öffentlich bekannt,
als Krupp Vickers erfolgreich auf Zahlung der Lizenzgebühren verklagte
also sie sehen was alles so geht

RE: schiebaer45 um 19:30

***Das Ende mit dem Urteil wird die Klägerin wohl kaum noch erleben denn der wird sich über Jahre hinziehen. Einem Gutachten erfolgt ein Gegengutachten u.s.w. m.M.***

Damit werden Sie wohl recht behalten, bedauerlicherweise. Die Antwälteteams von internationalen Konzernen können solche Angelegenheit häufig genug bis auf den Sankt-Nim­mer­leins-Tag hinauszögern und haben damit auch noch Erfolg.
Kläger geben entnervt auf oder sind dann am Ende verstorben. Schändliche Strategie !

Gruß Hador

@20:00 von MrsDalloway

"Merkwürdig,
gestern sollten alle vergangenen Verbrechen verurteilt werden. Heute, ach das ist so lange her, da können die doch nichts dafür.
Fast die gleiche Klientel.
Aber sich über Doppelmoral beschweren."

Wovon bzw. von welchem "Klientel" reden Sie denn bitte?
Doppelmoral wird in der Regel dem Westen vorgeworfen. Wer den Agent-Orange Einsatz verteidigt oder sich gegen eine Haftung ausspricht bedient genau diese westliche Doppelmoral.

um 19:48 von schwer gestört

"In Österreich sind aber auch Sachen zugelassen, die man in anderen Ländern längst nicht mehr spritzen darf. Alles eine Sache der Lobby-Arbeit und des Profits."

Das glaub ich Ihnen nicht. Nach EU Recht kann man Vorreiter sein und einen besseren Verbraucherschutz haben, aber keinen schlechteren. Der Grund sind die wegfallenden Kontrollen im EU Binnenmarkt.

Ich denke, da haben Sie was behauptet, was keine Substanz hat.

Bayer wird gewinnen, so ist das leider

Privatfirmen sind nicht für staatliches Handeln haftbar zu machen.

Kein Hersteller des Zyklon B wurde belangt. Der „Verursacher“ des Contergan Skandals (die Firma Grünenthal) ebenfalls nicht.

Hätte eine Privatfirma die Atombombe entwickelt, wäre sie ebenfalls aus dem Schneider.

Deshalb hat Bayer nichts zu befürchten.

Moralisch sieht das schon anders aus. Aber „moralische Verpflichtungen“ lassen sich eben nur schlecht in Euro und Dollar beziffern.

Man sieht das gerade am Vorabend des Auschwitz-Gedenkens. Firmen, die am Holocaust verdienten oder diesen erst ermöglichten (DB als Rechtsnachfolger der Reichsbahn) überschlagen sich geradezu in Solidaritätsbekundungen mit Opferverbänden.

Aber was oft vergessen wird: ein Großteil des Vermögens auf dem der Wiederaufbau Nachkriegs(West)Deutschlands beruhte, stammt aus der einbehaltenen Profite der Ausbeutung von Zwangsarbeitern und KZ Häftlinge. Bis heute ist der Gewinn deutscher Betriebe von Haribo bis SIEMENS nicht zu beziffern..

@spax-plywood

Schon mal was von Cyanid gehört?

Da war doch was....

2.4 D 3.4.5 T das war der Agent, und als Pflanzenschutzmittel wurde es auch von Bayer noch bis in die 80er Jahre Produziert
und Vertrieben. So wurden z.B. Bundesbahngleise mit dieser Mischung lange "Unkrautfrei" gehalten. Das diese Mischung schwere Nebenwirkungen bei Säugetieren hervorrufen konnte war seit Mitte der 70er Jahre bekannt, trotzdem durfte diese Mischung weiter vertrieben werden.

Es ist nur Recht und Billig das Bayer nun endlich in Haftung genommen wird....
Leider viel zu spät und viel zu sanft.

Am 26. Januar 2021 um 19:23 von Bender Rodriguez

„Wie konnte man so einen Laden denn überhaupt kaufen?
Es freut mich, dass diese grenzenlose Gier nun so bestraft wird.“

Bestraft, ist noch die Frage.

2018, 1.6 Milliarden Jahresüberschuss
2019, 4,1 Milliarden Jahresüberschuss

Vorstand und Aufsichtsrat von Bayer sind ja nicht persönlich angeklagt sondern haben sogar für ihre Aktionäre ein gutes Geschäft gemacht.

Ihre Schadenfreude läuft daher ins Leere.

Zu Moebius um 19.45

Sie scheinen nicht viel zu wissen ueber den Vietnamkrieg. Der Feldzug der USA unter dem demokratischen Praesidenten L. B. Johnson begruendet mit einem fingierteten nordvietnamesischen Angriff auf ein US-Kriegsschiff und fortgesetzt u.a. mit massiven Bombenangriffen auf Hanoi war von Anfang an in der amerikanischen und internationalen Presse heftig diskutiert und umstritten. Sie muendete dann unter Nixon innenpolitisch in einen geradezu Kulturkampf und entzweite die amerikanische Bevoelkerung mit staendig wachsendem Anteil der Kriegsgegner. Also erzaehlen Sie bitte nicht so einen Unsinn von einer gleichgeschalteten westlichen Presse, die es, wie Sie sie immer wieder zu beschreiben versuchen, nie gegeben hat.

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