Kommentare

Widerspruch vieler Interessen

Gleichzeitig wird Wohnraum benötigt, die Bevölkerung muss ernährt werden, sprich die Landwirtschaft braucht Fläche, usw. ... woher soll es denn kommen?

Vielleicht sollte man die Nahrungsmittelexporte einstellen (Schweinezüchtung verbraucht nicht nur Fläche, verschmutzt zudem das Grundwasser). Den Schaden kann man den Landwirten ausgleichen, wird vielleicht noch günstiger, als eine Strafe vom EU-Gerichtshof.

Vielleicht sollte man die Selbstbestimmung zu Themen, die man nicht erfüllen kann/will, nicht abgeben, sonst wird man noch verklagt dazu.

Geht es ums Geld oder um Naturschutz?

"Es geht um die Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie zum Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen."
Aha. Und dann weiter? Soll das so werden wie beim Emissionshandel? Ich peste in der Luft rum und bezahle einen anderen Staat dafür, dass er das auf seine Kappe nimmt?

Wonach richtet sich das Ausweisen von Naturschutzgebieten überhaupt? Hoffentlich nicht nach der Fläche, denn wir sind ein dicht besiedeltes Land.

In Deutschland wohnen inzwischen sehr viele Menschen, die brauchen natürlich mehr Fläche als z.B. die BürgerInnen in Portugal, Island oder Finnland.

Geht es vielleicht nur ums Geld? Fläche lässt sich nicht vermehren. Sollen wir evtl andere Staaten dafür bezahlen, dass sie für uns Naturschutzflächen ausweisen, so wie das im Emissionshandel geschieht?

einzuräumen ist in Deutschland in der Tat "allgemeine Praxis":

„In allen Bundesländern und auf Bundesebene sei es "allgemeine und anhaltende Praxis" gewesen, keine oder keine messbaren Naturschutzziele für die einzelnen Gebiete festzulegen.
>> "Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Qualität und Wirksamkeit der zu ergriffenen Erhaltungsmaßnahmen".
2015 hatte die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, die Bedenken konnten im Laufe der Jahre nicht ausgeräumt werden. "Brüssel [habe] seine Forderungen 2019 noch einmal unterstrichen. Seitdem habe Deutschland (…). Mittlerweile sei die Frist "in einigen Fällen vor mehr als zehn Jahren abgelaufen"

Was bleibt der EU-Kommission da noch anderes übrig als zu klagen.

„Im Fall einer Verurteilung Deutschlands durch den Europäischen Gerichtshof drohen hohe Strafzahlungen“

Damit lässt sich das wegen des Verlusts seiner Lebensräume oft unwiederbringlich verlorene Flora-Fauna-Habitat nicht wiederbeschaffen.

15:59 von Giselbert

Gleichzeitig wird Wohnraum benötigt, die Bevölkerung muss ernährt werden,
.
eigentlich sinkt ja unsere Bevölkerung
da braucht man dann statt mehr weniger Wohnraum
und muß man Schweine für den chinesischen Export mästen
sie schreiben es ja, versaut das Grundwasser

Naturschutzrichtlinie: EU-Kommission verklagt Deutschland....

Wer hätte das gedacht ? Liegt Deutschland in Sachen Naturschutz doch nicht ganz vorne ?
Dabei haben Wald- und Naturschutzgebiete eine wichtige Funktion für die Luft(CO2-Abbau) aber auch das Grundwasser. Und den Erhalt der Artenvielfalt.

Der Hambacher- Grünheider und Dannenröder Wald lassen grüßen.

@ 16:03 von draufguckerin

"Geht es vielleicht nur ums Geld? Fläche lässt sich nicht vermehren. Sollen wir evtl andere Staaten dafür bezahlen, dass sie für uns Naturschutzflächen ausweisen ..."

Interessanter Gedanke, dass es nur ums Geld geht .... Klar, einem nicht so dicht besiedelten Land fällt es bestimmt leichter solche Flächen auszuweisen. Gerechtigkeit müsste anders aussehen, Hintergrundinfo hierzu wäre nützlich.

@ 16:19 von Sisyphos3

"eigentlich sinkt ja unsere Bevölkerung
da braucht man dann statt mehr weniger Wohnraum"

Leider ist der Wohnraum dort wo er nicht benötigt wird, ist ja nicht umsonst vielerorts Wohnungsnot!

Außerdem, wie kommen Sie darauf, dass die Bevölkerung in D sinkt? lt. Wiki 2015=82.176.000 und
2020=83.191.000

16:21 von Bernd Kevesligeti

>>Dabei haben Wald- und Naturschutzgebiete eine wichtige Funktion für die Luft(CO2-Abbau) aber auch das Grundwasser. Und den Erhalt der Artenvielfalt.<<

Das ist vollkommen richtig.
Ist Ihnen eigentlich bekannt dass die Waldfläche in Deutschland seit vielen Jahren zunimmt?

@Nettie, 16:10 (Korrektur des letzten Absatzes)

Damit (hohen Strafzahlungen bzw. Geld) lassen sich die wegen des Verlusts ihrer natürlichen Lebensräume oft unwiederbringlich verlorenen (und wegen der Nichteinhaltung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie durch die Regierung anhaltend immer weiter verloren gehenden) Tiere, Pflanzen und ursprünglichen Landschaftstypen nicht wiederbeschaffen.

Gewohnheiten

Es schleicht sich so ein wenig Gewohnheit ein. Hier 30 Jahre zu spät (Grundwasser), jetzt mal 10 Jahre. Die " Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen" auf deren Existenz die Forderungen fussen, ist natürlich noch etwas älter.
An der EU scheitert es also nicht. Die Quantität ist vorgeschrieben , die Qualität macht Arbeit. Arbeit , die wohl jedem der verschiedenen Umweltminister scheinbar zu viel war.
Da spielen wohl auch die Regeln der GroKos mit hinein, die bei jedem Einwurf eines anderen Ministeriums zur Untätigkeit verdammen. (siehe Schmidt , Christian )

Steuergeld zur Zahlung der Strafen scheint ja genügend vorhanden zu sein.

16:21 von Bernd Kevesligeti

Wer hätte das gedacht ? Liegt Deutschland in Sachen Naturschutz doch nicht ganz vorne
-
erstaunlich
wo wir uns doch hierzulande so loben
CO2 8,4 Tonnen/Bürger
die Frankreicher und Eidgenossen 4,5 bzw. 4,2 Tonnen/Bürger
selbst die vielgescholtenen Polen mit ihrer Kohle nur 7,5 t

Wo sollen denn die Flächen für den Naturschutz in D. herkommen

Die meisten Flächen sind bebaut oder sind Äcker oder sind sonst in Privatbesitz.

Welche Flächen hat denn D. überhaupt in Staatsbesitz, um überhaupt - zusätzliche Natuschutzgebiete ausweisen zu können ?

Oder sollen jetzt Äcker oder sonst. landwirtschaftlich genutzte Flächen auf ein mal Naturschutzgebiet werden ?

Wie soll das Alles gehen ?
Wie stellt sich die EU-Kommission das denn vor ?

Peinlich - Klima ...

Echt peinlich, daß Naturschutz und Klimaschutz so blockiert werden. Und mit bösen folgen!

-Soll ich mich freuen, daß Glyphosat noch einige Jahre lang auf die Äcker gegossen wird?

Es gibt Bio-Lebensmittel zu kaufen - es geht also! Toll! Es geht also auch ohne Gift. Warum es anders machenen.

Noch ein paar Gedanken:
Der Klimawandel beschleunigt sich. Immer wieder muß die Prognose korrigiert werden. Wir müssen jetzt (!) alles tun, was uns noch retten kann. Nicht irgendwann, nicht 10%, nicht 50%.
100% !
Warme Jacke statt Heizen.
Laufen statt fahren.
Radfahren statt Urlaubsflieger.
Reparieren statt neu kaufen.
Keine Überproduktion, kein Müll.
3G statt 5G.
Frieden statt Krieg.
Bio Gemüse statt rücksichtsloser Fleischproduktion.
Taschenlampe statt Flutlicht.
Licht aus und im Einklang mit der Natur leben.
Natur statt Autobahn.
...

@Bernd Kevesligeti - 16:21

"Der [...] Grünheider [...] Wald lassen grüßen."
Sie meinen die erntereife Kiefernplantage?

von Tremiro 16:32

Ganz so toll kann es aber nicht sein. Denn warum verklagt die EU-Kommission dann Deutschland ?
Und was ist mit den drei genannten Wäldern ?

Eine große Vielfalt

von zu schützenden Gebieten haben wir in D:
- 106 Naturparks mit ca. 27% Fläche von D;
- 16 Nationalparks mit ca. 0,6% Fläche von D;
- 8.883 Naturschutzgebiete mit ca. 6,3% ...

Tja, wenn das nicht reicht, dass mehr als 1/3 der Landfläche von D besonders geschützt wird, dann fällt mir auch wenig ein.

Aber wir haben ja "eine Ministerin, die keiner kennt", Frau Svenja Schulze (so die DW, 12.03.2018). Vielleicht sollte man die Dame mal fragen, ob ggf. einige Flächen, die der FFH-Richtlinie der EU entsprechen, auch entsprechend ausgewiesen sind - allerdings nicht ordentlich an die EU gemeldet wurden?

Sehr mysteriös ... oder haben Frau Schulze und ihre Vorgängerinnen das einfach nur vergessen oder ignoriert?
Die FFH-Initiative der EU wurde übrigens von D eingebracht und 1988 beschlossen.

Gruß, Wolfgang

Landwirtschft

Auf den Äckern werden die ehemaligen Teiche, Feldränder, Feldwege ... umgepflügt. Bäume an den Feldwegen und Baumgruppen, ... Reste Natur, wurden und werden vernichtet.
Könnte man diese kleinen Flächen nicht unter Naturschutz stellen?
- und jeden Wald! Jede Wiese. Baustop auf jeder naturnahen Fläche.

Ohne den Einfluß, den die

Ohne den Einfluß, den die Agrarpolitik jedes Staates der EU auf die Richtlinien des FFH haben, ergibt ein Blick auf die Missstände nur halbe Relevanz. Daß die Parteifreundinnen von der Leyen und Klöckner in der Angelegenheit wenig Bewegung zugunsten des Natur/Landschaftsschutzes bevorzugen, verwundert nicht.

Am 18. Februar 2021 um 16:51 von Pessimist001

"Warme Jacke statt Heizen.
Laufen statt fahren.
Radfahren statt Urlaubsflieger.
Reparieren statt neu kaufen.
Keine Überproduktion, kein Müll.
3G statt 5G.
Frieden statt Krieg.
Bio Gemüse statt rücksichtsloser Fleischproduktion.
Taschenlampe statt Flutlicht.
Licht aus und im Einklang mit der Natur leben.
Natur statt Autobahn."

Na dann, als erstes Computer und Internet aus, kein Strom mehr, dafür enger zusammenrücken, .... Ich bin gespannt, ob Sie dies durchziehen wollen.

Netz von Naturschutzgebieten einrichten.

Die Sache ist doch ganz einfach. Siehe:

RL 92/43/EWG :
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A31992L0043

oder konsolidiert inkl. RL 2013/17/EU:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A01992L0043-2...

... Spass beiseite, wer kennt sich hier wirklich aus und kann es erklären?
(Klar habe ich ganz oberflächlich hineingepickt, aber um so eine fachfremde Richtlinie zu verstehen brauche ich lange.)

Am 18. Februar 2021 um 17:07 von Pessimist001

"Könnte man diese kleinen Flächen nicht unter Naturschutz stellen?
- und jeden Wald! Jede Wiese. Baustop auf jeder naturnahen Fläche."

... und Ihr Essen bekommen Sie mit dem Ruderboot über den Ozean geliefert?

16:21 von Bernd Kevesligeti

«Wer hätte das gedacht ?
Liegt DEU in Sachen Naturschutz doch nicht ganz vorne ?»

Wer nahm denn jemals an, DEU läge beim Naturschutz "ganz vorne"? Ist auch nicht im ganzen Land einheitlich. Westl. von Köln Richtung Aaachen / BEL / NL nicht so toll. An der Seenplatte in Meck-Pomm ist es toll.

«Dabei haben Wald- & Naturschutzgebiete eine wichtige Funktion für die Luft (CO2-Abbau) aber auch das Grundwasser. Und den Erhalt der Artenvielfalt.»

Gerade darum geht es beim Verfahren. Waldfläche gibt es in DEU gar nicht so wenig. Ca. 33% der Landesfläche sind Wald. Für ein eng besiedeltes Industrieland sogar ein richtig guter Wert im internat. Vergleich.

«Der Hambacher- Grünheider und Dannenröder Wald lassen grüßen.»

Grünheider Wald war Kiefern-Monokultur = Forst statt Wald.
Da wird ersatzweise neuer Forst gebaut.
Alle 3 Waldflächen sind eher klein-symbolhaft.

"Ganz vorne" mit Wald ist Japan. Ca. 66% der Landesfläche.
Es gibt viel zu wenige Vulkane in DEU, die Natur schützen.

17:05 von Wolfgang GA

>>Tja, wenn das nicht reicht, dass mehr als 1/3 der Landfläche von D besonders geschützt wird, dann fällt mir auch wenig ein.<<

Knapp vorbei, es geht nicht um die Menge sondern um die Qualität, bzw. Qualitätsmarkierung.

Aus dem Artikel:>>In allen Bundesländern und auf Bundesebene sei es "allgemeine und anhaltende Praxis" gewesen, keine oder keine messbaren Naturschutzziele für die einzelnen Gebiete festzulegen. "Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Qualität und Wirksamkeit der zu ergriffenen Erhaltungsmaßnahmen."<<

Es wurde also versäumt, zu benennen, was man da eigentlich zu schützen beabsichtigt, statt mittels greenwashing einfach mal ein Gebiet auszuweisen und bei Bedarf ggf. wieder umzuwidmen. Die Verantwortlichen haben nicht einfach gepennt, sondern sich bei ihren Versäumnissen durchaus etwas gedacht. Wenn man also eine bestimmte Pflanze schützen will und das so festlegt, ist eine spätere Nutzung zum Schaden der Pflanze kaum möglich

Hier bin ich froh, dass es die EU gibt.

gefällt mir auch nicht, mache ich aber

Am 18. Februar 2021 um 17:15 von ex_Bayerndödel
Am 18. Februar 2021 um 16:51 von Pessimist001

... gefällt mir auch nicht ex- Bayerndödel. Scheint mir jedoch notwendig.
- ich bin schon weg!
(Energiesparen)

Am 18. Februar 2021 um 16:25 von Giselbert

Zitat: Hintergrundinfo hierzu wäre nützlich.

Wer hindert Sie denn daran, sich Hintergrundwissen zu besorgen?

Windparks

Wir sind ein dicht besiedeltes Land und brauchen Platz für Wohnraum, Landwirtschaft und natürlich Naturschutz! Alles schon ganz schön eng! Aber wir haben noch gar nicht über die Vorrangsgebiete für Windparks gesprochen?! Da sollen ja auch noch etliche dazu kommen. Sonst schaffen wir unsere Klimaziele nicht. Aber wie das alles mit Natur- und Artenschutz zusammen passen soll, ist mir schleierhaft! In Deutschland entstehen Windparks in direkter Nähe zu Naturschutzgebieten, Luftlinie 2 km. Ich glaube nicht, dass sich Bienen, Fledermäuse, Kraniche, Störche oder Greifvögel unmittelbar an die Grenzen eines Naturschutzgebietes halten. Die werden leider immer wieder Opfer von Windrädern! Wir müssen uns glaube ich echt mal überlegen, was wir wollen!
Oder heiligt der Zweck die Mittel?

von schabernack 17:26

Im Fall Grünheide ist von 83 Hektar die Rede. NABU und Grüne Liga sind gegen die Abholzung. Und auch eine Bürgerinitiative. Auch vor Gericht.
Und natürlich- "da wird neuer Forst aufgebaut". Nur nicht in der Realität.

17:03 von Bernd Kevesligeti

Und was ist mit den drei genannten Wäldern ?»

Nicht ganz umsonst heißen der Hambacher und der Dannenröder nicht "Wald" sondern "Forst". Der Grünheider war Kiefern-Spargelstangen in zum Ernten angebaut.

Im Hambacher standen auch alte Bäume mit recht großer Artenvielfalt. Kenne ich, dieses Waldstück. Ist ja fast bei mir vor der Tür in Köln. Braunkohlebagger gucken fahren waren wir schon als Kinder in der Grundschule im Fach: "Heimatkunde".

Über den Dannenrödr weiß ich ganz wenig. In erster Linie nur, dass da eine Autbahn durchführen soll, die Verkehr bündeln soll, der bisher auf anderen Strecken durch die Gegend fährt.

Das ist ja auch nicht immer besser, die Ungegend in allen möglichen Orten mit PkW und LkW zu verseuchen. Dauernd durch die Ortschaften fahren mit bremsen müssen, und wieder anfahren. Ist gar nicht besser für Umwelt und CO2.

Wald ist nur ein Faktor beim Umweltschutz. Beim hier ins Auge gefassten nur der kleinere Teil. Setzen Sie mal die 3 Waldflächen in Relation.

16:32 von Tremiro

>>Ist Ihnen eigentlich bekannt dass die Waldfläche in Deutschland seit vielen Jahren zunimmt?<<

Dass die Waldfläche in Deutschland z.B. von 2002 bis 2012 um 0,4% zugenommen hat, hat allerdings keinerlei Einfluß auf den Natur- und Artenschutz. Wenn ein uralter Wald mit sehr hoher Diversität an Pflanzen und Tieren abgeholzt wird und an anderer Stelle durch Neuaufforstung einer Monokultur ersetzt wird zählt das als Wald, aber nicht als Naturschutz.

Deshalb klagt die EU-Kommission. Wenn man den alten Wald als Naturschutzgebiet ausweist, in dem etwas besonders seltenes und nicht "verpflanzbares" vorkommt, können die ihre Axt wieder einpacken und müssen anderswo zuschlagen und ihre neue Landebahn ...

Das ist übrigens der Grund für den Unwillen, den EU-Richtlinien nachzukommen.

@Pessimist, 16.51h

Alles gute Votschläge.
Bisher haben diejenigen, die solche Vorschläge machen, leider immer nur daran gedacht, dass andere diese verwirklichen sollen.
Darum wirds nichts werden.
Manche Ihrer Ratschschläge sind auch schlicht nicht umsetzbar.

EU-Kommission verklagt Deutschland ?

Dann sollten wir eine Dexit machen.

@ all: wenn ihr das hier gelesen hättet dann würdet ihr nicht so

@ all

Wenn Ihr wüsstet, um was es bei dieser Klage geht - ich habe die Inhalte auf der Webseite der EU gelesen - dann würdet ihr alle hier nicht so reden sondern der EU recht geben. Lest mal das hier:

https://tinyurl.com/4286nucr
ec.europa.eu: Vertragsverletzungsverfahren: Deutschland muss bei Umweltschutz und Anerkennung von Berufsqualifkationen nachbessern

und das hier:

https://tinyurl.com/3q4jtpsz
ec.europa.eu: Vertragsverletzungsverfahren: Kommission leitet in sechs Fällen rechtliche Schritte gegen Deutschland ein

Das wir verdammt teuer. Und wer soll das jetzt wieder bezahlen?? Denn so wie ich die aktuellen Stellungnahmen der EU-Generalanwälte lese, dann wird das verdammt teuer. Da wird es einige Verurteilungen setzen. Einige der Verfahren sind so gut verloren.

Der einzige kleine Trost ist, dass auch Österreich, Slowenien und andere ebenso dran glauben müssen. Auch die wurde verklagt.

re von schabernack 17:26

"Alle drei Waldflächen sind eher klein-symbolhaft".
Das ist wahr. Symbolhaft für die Interessen, die bedient werden und zwar auch gewaltsam. Und im Fall des Dannenröder Waldes auch, wer dabei war (Tarek).

17:03 von Bernd Kevesligeti

>>Und was ist mit den drei genannten Wäldern ?<<

Das weiß ich nicht. Die haben Sie ins Spiel gebracht.

an ex_Bayerndödel

Ich weiß nicht, was sie gegen diese Anregungen haben?
Ein Teil der Einschränkungen werde kommen müssen. Welche und in welchem Umfang kann hier nict analysiert werden.
Allein die Spielerei mit dem Bitcoin z.B. braucht gigantische Serverleistung und manch anderer Unsinn auch. Ansonsten ist alles gut was unseren übergroßen ökologischen Fußabdruck verkleinert.
Die Naturschutzrichtlinie nicht einzuhalten ist mir sachlich unverständlich.

Pröhi

"einerlei Einfluß auf den Natur- und Artenschutz. Wenn ein uralter Wald mit sehr hoher Diversität an Pflanzen und Tieren abgeholzt wird und an anderer Stelle durch Neuaufforstung einer Monokultur ersetzt"
In Deutschland gibt es so gut wie keine uralten Wälter mehr. Nur noch alten Forst.

17:55 von werner1955

>>EU-Kommission verklagt Deutschland ?
Dann sollten wir eine Dexit machen.<<

Dann bräuchten wir auch keinen denglischen Dexit mehr, sondern hätten einen deutschen Draus und nach belieben riesige Parkplätze mit Hundeklos wo einst die Natur sprießte. Vielleicht Ihr, aber nicht mein Geschmack.

Ich finde es gut, wenn die EU uns auf die Finger kloppt, wenn wir uns nicht an die gemeinsam beschlossenen Regeln halten.

@Sisyphos 3

"eigentlich sinkt ja unsere Bevölkerung "
Das Gegenteil ist richtig. Seit Jahren steigt die Einwohnerzahl in Deutschland. Dass ist auch ein Grund für den Wohnungsmangel, weil der Wohnraum nicht im gleichen Umfang mitwächst und die Immobilienpreise deshalb absurd steigen. Ich wohne in einer 60.000-Einwohner-Stadt im Raum Düsseldorf und Köln und dort kosten 90 qm-Wohnungen, die vor 5 Jahren noch für 350.000 Euro zu haben waren heute eine halbe Million.

D und FFH-Richtlinie

Laut Angaben des Bundesamtes für Naturschutz hat Deutschland mit Stand 2017 insgesamt 4544 FFH-Gebiete ausgewiesen, die 9,3 % der terrestrischen und 29 % der marinen Fläche Deutschlands umfassen.

Da viele der Gebiet noch nicht nach nationalem Rechte geschützt und somit in den Status eines besonderen Erhaltungsgebiets erhoben wurde, begann im Jahr 2015 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland. (nach Wiki, FFH-Richtlinie)
______
Also ein klassisches Selbsttor. Vertrieft, vergessen, ignoriert - egal.

Gruß, Wolfgang

an ex_Bayerndödel

"... und Ihr Essen bekommen Sie mit dem Ruderboot über den Ozean geliefert?"

Das ist so Unsinn. Noch exportieren wir gewaltige Mengen Nahrungsmittel. Nur eine Kleinigkeit: Von Hühner essen wir in erster Linie das Brustfleisch und liefern den "unbrauchbaren" Teil nach Afrika, wo die Kühlketten fehlen und die regionale Tierproduktion kaputt geht. Nur ein Beispiel. Außerdem könnte die große Menge an Lebensmitteln, die weggeworfen werden, reduziert und unsinnige Qualitätsansprüche gesenkt werden. Was sie da äußern ist billige Polemik.

um 18:03 von Tremiro 17:03

um 18:03 von Tremiro
17:03 von Bernd Kevesligeti
>>Und was ist mit den drei genannten Wäldern ?<<

Das weiß ich nicht. Die haben Sie ins Spiel gebracht.
_________
Wald bei und um Grünheide war u.a. ein phantastisches Pilzrevier. U.a. Maronen, Steinpilze, Pfifferlinge, Satanspilz, Täublinge, Waldchampignons usw.
Das war wohl ein recht gesunder Boden ...

Gruß, Wolfgang

17:55 von werner1955

«EU-Kommission verklagt Deutschland ?
Dann sollten wir eine Dexit machen.»

Macht sofort den Wald grüner, den Frosch fröhlicher, die Wildbiene glücklicher, Monokultur weniger, das Auto mit weniger Abgas.

Laubbäume werfen gar keine Blätter mehr ab im Winter, und man kann sogar die Gute Alte Deutsche Eiche als Weihnachtsbaum nehmen.

Nur einige wenige der 1.001 Segnungen vom Dexit.
Hosiannah und Hallelujah.

ach so, EU?

Leider nützt es gar nichts, Naturschutzgebiete auszuweisen. Dadurch wird nicht zu Natur, was keine mehr ist. Und schon gar nicht, wenn weiterhin - wie bisher - keinerlei Schutz der Naturschutzgebiete vor Nährstoffeinträgen besteht, sprich vor dem Dünger der Landwirtschaft (und dem aus dem Verkehr sowieso). Naturschutzgebiete wären eine tolle Idee, wenn man das Wort Schutz ernst meint, große Pufferzonen etabliert, in denen nicht gedüngt werden darf. Sonst kann man es lassen. Ist ohnehin fast überall zu spät für Naturschutz. Und apropos EU: die EU war es, die dafür gesorgt hat, dass die bei uns übliche Form der Landwirtschaft, sprich eine solche, die der Natur absolut feindlich agiert, in alle Länder der EU getragen wurde, in solche Länder, die vorher noch Natur hatten, so wie Slowenien, Kroatien, Polen oder Rumänien. Verheerend. Ein Fortschritt wäre es, wenn einmal Leute über Naturschutz reden, die ein kleines Bisschen von Naturschutz verstehen.

17:41 von Katie21

In Deutschland entstehen Windparks in direkter Nähe zu Naturschutzgebieten, Luftlinie 2 km.
.
haben sie sich mal unser Land angeschaut ?
so dicht besiedelt
wie wollen sie das Abstände halten zu Häusern, zu Naturschutzgebieten, zu irgendwas
klar in Kanada oder selbst in Skandinavien wo nur 1/10 der Menschen /km² lebt ist es einfacher

17:59 von Demokratieschue...

«Der einzige kleine Trost ist, dass auch Österreich, Slowenien und andere ebenso dran glauben müssen. Auch die wurde verklagt.»

Sehr tröstlich für mich und meinen Geldbeutel, wenn nicht nur ich mein Auto durch eigenes Verschulden gegen den Baum fuhr, sondern die ganze Nachbarschaft in der gleichen Nacht das gleiche tat.

TOP!!

Ich finde die EU immer besser. Bin froh, dass noch andere unserem Land "auf die Finger " schauen und (sich) notfalls (be)klagen!!

Das eigentliche Problem ...

sind nicht die trügerischen Naturschutzgebiete und umweltscheinheilige Blühwiesen und Ausgleichsflächen sondern Mäh-Roboter, Kettensägen, Glyphosat, Kiesgärten neue Kohlekraftwerke und Tagebaue und Bio-Kraftstoffe, Gewerbegebiete und der Flächenverbrauch allgemein.

Die entsprechenden Karten sind auf Wikipedia zu finden:
hxxps://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsdichte

Man kann nicht alles haben: große Volkswirtschaft sein, größten Naturschutzgebiete haben, breiteste und beste Straßen, Platz für alles und jeden.

Irgendwann ist der Platz halt weg und alle sitzen jemandem auf dem Schoß.

18:17 von Stern2100

"eigentlich sinkt ja unsere Bevölkerung "
.
schrieb ich nicht "eigentlich ..."
also hausgemacht unser "Problem".
Die Geburtsrate sinkt, lediglich die Zuwanderung ist erheblich höher als die Auswanderung
und wenn sie schreiben 90 qm Wohnung
ich wohne in einer Gegend (630.000 Einwohner hat die Stadt)
da stehen 60 Jahre alte 1 ...2 Familienhäuser auf vergleichsweise großen Grundstücken.
Jedes 2te Jahr wird eines davon abgerissen, durch ein Haus mit 9 Eigentumswohnungen ersetzt.
Also Landschaftsverbrauch kann ich nicht erkennen

Bei uns gibt es kein

Bei uns gibt es kein Bauprojekt ohne massives Ringen um den Umweltschutz.
Das ist einzigartig. Das kenne ich aus keinem anderen EU Land.

Da stimmt irgendwas nicht. Mal abgesehen davon, wo soll man große nsturschutzflächen ausweisen?
Oder anders, subventioniert das ordentlich. Da muss mehr rumkommen, pro m2 als bei einem Gewerbegebiet. Dann wird jeder sowas haben wollen.
Schließlich profitieren da auch Städte und dicht besiedelte Gebiete von.

Bend k

Der Hambacher- Grünheider und Dannenröder Wald lassen grüßen.

Die heißen FORST. D das sind holzfelder. Da ist nix mehr mit Wald. Trotzdem besser als überdüngter Acker.

17:46 von Bernd Kevesligeti

Und natürlich- "da wird neuer Forst aufgebaut". Nur nicht in der Realität
.
wie erklären sie es sich dann,
dass die Waldfläche die letzten Jahre zugenommen hat ?

0,4 % die letzten 10 Jahre
https://www.sdw.de/waldwissen/wald-in-deutschland/waldanteil/

@ o_Panik um 16.41 Uhr, "Flächen für den Naturschutz"

"Oder sollen jetzt Äcker oder sonst. landwirtschaftlich genutzte Flächen auf einmal Naturschutzgebiet werden ?"

Ja, wahrscheinlich soll das so weitergehen wie bisher: Hier Naturschutzgebiete zur landwirtschaftlichen Nutzung blockieren, dafür lieber Weizen, Mais und Reis aus China importieren. Das soll ja angeblich günstiger sein. Fragt sich nur, wie lange. Bis der Marktbeherrscher die Preise diktieren kann, dann dreht sich das.
Nicht mit eingerechnet in die Umweltbilanz sind die Transportkosten. Bisher kommt das meiste noch per Containerschiff. Aber selbst mit der Bahn ist der Transport nicht umweltfreundlicher, als das Getreide hier vor Ort anzubauen.

Vernetztes Denken ist für die EU-Kommission wahrscheinlich ein Fremdwort. Immer nur auf den eigenen Bereich gucken und möglichst den Kompetenzbereich ausweiten - so ist die Politiker- und Verwaltungsdenke.

16:51 von Pessimist001

ich will ihnen ja wirklich glauben dass sie Idealist sind
aber ist das, was sie da schreiben, nicht reichlich naiv ?

@ Wolfgang GA um 17.05 Uhr, Vielfalt an Naturschutzflächen

"Eine große Vielfalt von zu schützenden Gebieten haben wir in D:
- 106 Naturparks mit ca. 27% Fläche von D;
- 16 Nationalparks mit ca. 0,6% Fläche von D;
- 8.883 Naturschutzgebiete mit ca. 6,3% ...

Tja, wenn das nicht reicht, dass mehr als 1/3 der Landfläche von D besonders geschützt wird, dann fällt mir auch wenig ein."
Ja, es gibt wirklich wunderschöne naturnahe Landschaften in Deutschland.
Was ich demnächst erwandern und per Rad durchfahren möchte, ist das "Grüne Band". Das "Grüne Band " hat nichts mit den Grünen (Politik) zu tun, sondern es ist das Gebiet, das an der ehemaligen grünen Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland verläuft.
Ich finde, aus dem ehemaligen Todesstreifen ein grünes Naturprojekt zu machen, ist eine super Sache.

Mit Schilda-Politik lassen sich nun mal keine Klimaziele erreich

So schaut´s nun mal aus, wenn ein Land und System auf Wachstum und Hauptsache Arbeit getrimmt ist. Da haben auch die Borkenkäfer und Coronaviren was davon. Und die Schildbürger so eines Systems sind damit voll ausgelastet, all das wieder zu beheben, was sie zuvor angerichtet haben. Und während die Schildbürger etwas beheben wollen, richten sie damit gleich das nächste Desaster an.

18:38 von joe70

neue Kohlekraftwerke
.
und ich dachte gelesen zu haben,
dass man in Hamburg ein supermodernes Kohlekraftwerk vom Netz nahm

übrigens das Internet, wo wir uns alle so gerne bewegen
frisst doppelt so viel Energie wie der Flugverkehr
nicht in Corona sondern normalen Zeiten !

Ökologische Waldflächen

@ Bernd Kevesligeti:
Und natürlich- "da wird neuer Forst aufgebaut". Nur nicht in der Realität.

In Deutschland nimmt die Waldfläche ständig zu und sie wird dabei auch noch ökologischer und natürlicher.
Dass auch ein paar Waldflächen weichen müssen, weil die Menschen auch Arbeitsplätze schaffen müssen, ist doch nicht so wild.

@ Pessimist um 17.07 Uhr, Landwirtschaft

Wann sind sie da letzte Mal über Land gewandert oder geradelt? Was Sie schildern, sind Eindrücke von vor 30 Jahren. Oder es sind extreme Beispiele.
In der Bremer Umgebung sind die Feldraine nicht so schön, das liegt aber auch an der Bodenqualität. Oft haben wir
noch Entwässerungsgräben, da wachsen keine bunten Blumen, die eher auf Magerboden gedeihen. Dafür haben wir in den Gräben ein reges Pflanzen- und Tieleben.
Im Mittelgebirge dagegen, z.B. um Northeim, Göttingen herum und in Thüringen, Brandenburg ..., blühen die Feldraine in den schönsten Farben: Mohn- und Kornblumen, Ackerwinde, Schafgarbe, verschiedene Gräser - einfach herrlich.
In der ehemaligen DDR, wo die Felder zwecks LPG-Bewirtschaftung enteignet und zu großen Flächen zusammengelegt wurden, wird darauf geachtet, Ausgleichsflächen zu schaffen und Brachen liegen zu lassen.
Gerade in den ehemaligen Braunkohleabbaugebieten sind große, wunderschöne Seen und Biotope entstanden, weil die großen Flächen geflutet wurden.

von Sisyphos3 18:50

Von 2002 bis 2012 um 0,4 Prozent. Im Durchschnitt.

Wie erklären Sie, daß die Umweltbewegung (NABU und Grüne Liga) und die Anwohner-Bürgerinitiative sich gegen die Abholzung ausspricht, protestiert und klagt ?
Hat ja auch schon mal einen Abholzungsstopp gegeben.
Also für Naturschutz und Ökologie oder für Apologie ?

18:38 von joe70

Zustimmung meinerseits. Hinzufügen möchte ich noch, daß das Zubetonieren Deutschlands unbedingt verhindert werden muß. Weg mit den Bauruinen, besonders in Ostdeutschland. Dort können dann Neubauten entstehen.

Wir brauchen deutlich mehr Windenergie

@ Katie21
In Deutschland entstehen Windparks in direkter Nähe zu Naturschutzgebieten, Luftlinie 2 km.

Ist doch gut. Umweltverträgliche Energieerzeugung und Naturschutzgebiete - das passt doch sehr gut zusammen.

Bevölkerung: Beispiele

Deutschland: 83.190.556
233 Einwohner pro km²

Frankreich: 66.993.000
106 Einwohner pro km²

Großbritannien: 66.435.550
273 Einwohner pro km²

Italien: 60.026.546
199 Einwohner pro km²

Spanien: 47.100.396
93 Einwohner pro km²

Polen: 38.354.000
123 Einwohner pro km²

Schweden: 10.327.589
23 Einwohner pro km²

Finnland: 5.536.146
16 Einwohner pro km²

Quelle: Wikipedia

***

Im Punkt Klima und Umwelt sind Schweden und Finnland führend. Warum wohl?

um 18:51 von

um 18:51 von draufguckerin
...
Ja, wahrscheinlich soll das so weitergehen wie bisher: Hier Naturschutzgebiete zur landwirtschaftlichen Nutzung blockieren, dafür lieber Weizen, Mais und Reis aus China importieren. Das soll ja angeblich günstiger sein. Fragt sich nur, wie lange. Bis der Marktbeherrscher die Preise diktieren kann, dann dreht sich das.
______
Sie haben leider recht. Habe die perverse Situation erlebt. Schlimmstes Beispiel für mich Tomatenproduktion und -verarbeitung in Xinjiang. Modernste industrielle LW und Verarbeitungstechnologien. Toll!
Schock erhielt ich bei Abfüllanlagen. Unterschiedliche Gläser, Etiketten in div. europäischen Sprachen. Chinesen und Uighuren stolz: fast 80% nach Europa und USA.
Darunter auch bekannte italienische Produkte - natürlich BIO. Made in Italy.

Gruß, Wolfgang

18:42 von Sisyphos3

«ich wohne in einer Gegend (630.000 Einwohner hat die Stadt)
da stehen 60 Jahre alte 1 ...2 Familienhäuser auf vergleichsweise großen Grundstücken.
Jedes 2te Jahr wird eines davon abgerissen, durch ein Haus mit 9 Eigentumswohnungen ersetzt.
Also Landschaftsverbrauch kann ich nicht erkennen.»

"Landschaftsverbrauch" findet auch nicht in Städten statt.
Aber an den Stadträndern ins nähere Umland.
Oder auf dem Land, wenn landwirtschaftl. Nutzflächen größer werden. Landwirtschaft ist nicht in Städten.

Stuttgart ist so was "Stadt im Talkessel" im mäßig hohen Bergland. Die Stadt kann nicht nach allen Seiten "auswuchern". Aber mehr ins Umland wuchs auch Stuttgart in den letzten Jahrzehnten.

In Köln begrenzt das Bergische Land den Raum nach (Süd) Osten. Bergisch Gladbach begrenzt das Bergland gleich mit. In Städten wird Bebauung "verdichtet". Naturresrvate / Nationalparks sind Städte eh nicht.

"Landschaftsschutzgebiet" gibt es auch in Köln.
"Wahner Heide" am Flughafen. Ex-BEL-Army-Land.

18:26, Wolfgang GA

>>Wald bei und um Grünheide war u.a. ein phantastisches Pilzrevier. U.a. Maronen, Steinpilze, Pfifferlinge, Satanspilz, Täublinge, Waldchampignons usw.
Das war wohl ein recht gesunder Boden ...<<

Ja, Kiefernmonokulturen auf Sandboden sind sehr pilzreich. Das hat nichts mit der Gesundheit des Bodens zu tun, sondern damit, daß zahlreiche Pilzarten so genannte Mykorrhizen mit Kiefern bilden. Ich sammle da auch gerne Grünlinge sowie Frühlorcheln. Die kommen schon in ein paar Wochen, sind aber nur was für Spezialisten, da sie falsch zubereitet tödlich giftig sind. Sozusagen der Kugelfisch unter den Pilzen.

Satanspilze wachsen allerdings unter Buchen auf Kalkboden. Wahrscheinlich meinen Sie den überaus schmackhaften flockenstieligen Hexenpilz. Der wächst gern im märkischen Kiefernsand.

@Bender Rodriguez, 18.10h

Es gibt schon uralte Wäler wie zum Beispiel den Reinhardtswald.
Ausgerechnet den wollen die Grünen abholzen, um Windräder aufzustellen.
Herr vergib ihnen.

@Pessimist001

"Licht aus und im Einklang mit der Natur leben." Am 18. Februar 2021 um 16:51 von Pessimist001

*

Mit der Anzahl der Menschen ist der Einklang mit der Natur sowieso vorbei.

19:32, DerVaihinger

>>@Bender Rodriguez, 18.10h
Es gibt schon uralte Wäler wie zum Beispiel den Reinhardtswald.
Ausgerechnet den wollen die Grünen abholzen, um Windräder aufzustellen.
Herr vergib ihnen.<<

Nein, die Grünen wollen den Reinhardswald (200 km²) nicht abholzen.

Näheres zum Thema hier:

"https://correctiv.org/fakten-check/2018/10/29/nur-teile-des-reinhardswalds-duerfen-fuer-windkraft-gerodet-werden/"

Am 18. Februar 2021 um 19:32 von DerVaihinger

Zitat: Es gibt schon uralte Wäler wie zum Beispiel den Reinhardtswald.
Ausgerechnet den wollen die Grünen abholzen, um Windräder aufzustellen.

Das wird in rechten Medien wie Pravda.Tv , Watergate.Tv und Tichys Einblick verbreitet.

Dadurch wird es aber nicht wahr.

19:30 von fathaland slim

«Ich sammle da auch gerne Grünlinge sowie Frühlorcheln. Die kommen schon in ein paar Wochen, sind aber nur was für Spezialisten, da sie falsch zubereitet tödlich giftig sind. Sozusagen der Kugelfisch unter den Pilzen.»

Kugelfisch unter den Pilzen … klingt gut und gefährlich.
Braucht man da auch 5 Jahre Lehrzeit + 5 Jahre Geselle wie beim Fugu-Koch, bevor man die erste Frühlorchel ganz eigenständig zubereiten darf?

Satanspilz … Hexenpilz.
Wusste schon immer, dass man Magier oder Dämon sein muss, um den Pilz zu jagen und zu erlegen. Aber da gibt es ja auch andere Jagdreviere neben dem Grünwalder. Sicherlich eine sehr interessante Kentnis … das Wissen über den Pilz im Wald. Durch den Wald streifen wird nochmal interessanter, wenn man was kennt, was man ganz gezielt suchen kann.

Und weglaufen tut der Pilz auch nicht beim Jagen.

um 19:30 von fathaland

um 19:30 von fathaland slim
18:26, Wolfgang GA
.....
Satanspilze wachsen allerdings unter Buchen auf Kalkboden. Wahrscheinlich meinen Sie den überaus schmackhaften flockenstieligen Hexenpilz. Der wächst gern im märkischen Kiefernsand.
_________
Absolut korrekt. Und Sie haben es damit angesprochen: es waren eben nicht reine Fichtenwälder - die gab es nur fürs TV.
Immer wieder Buchen- und Eichenstreifen, viele Birken. Ich meinte wirklich Satanspilz; esse ihn seit vielen Jahren.
Auf Frühjahrlorchel und Grünlinge werden wir aber noch bis April/Mai warten müssen; den Maipilz nicht vergessend.
Oh ja, auf die freue ich mich auch schon wieder.

Gruß, Wolfgang

@Anderson - 16:37

"Steuergeld zur Zahlung der Strafen scheint ja genügend vorhanden zu sein."

Solange man Klima- und Umweltschutz politisch immer noch nach dem Kölner Grundsatz "Et het ja immer noch jot jejange" betreibt - wo sollen da Antrieb und Motiv für intelligente Lösungen herkommen?

Daraus entspringen höchstens so tolle Ansichten, die auf das Prinzip des Freikaufens setzen - als wenn man mit der Natur Deals machen könnte. Jedes nicht Erreichen der selbst gesetzten Ziele wird einfach in die nächste Verlängerung geschickt wird, weil das Spiel mit dem Zeitfaktor bisher immer noch funktioniert hat.

Der Spruch "Die letzten beißen die Hunde" spielt da ebenfalls hinein, weil den nachfolgenden Generationen zunehmend klar wird, das sie damit gemeint sind.

Pessimist001

Hatten wir in Deutschland alles schon. Es hieß Nachkriegszeit - und ich kann mich gut daran erinnern. Ganz offensichtlich war die damalige Menschheit damit auch nicht zufrieden - sonst sähe die Welt noch heute so aus. Probieren Sie den neuen, alten Lebensstil gern mal ein paar Jahre aus - und dann berichtes Sie nochmal.

Wie

Wie keine Schnitzel ? Dann aber bitte erst die FDP fragen . Ansonsten hat die EU vollkommen Recht . Währenddessen die Leerstände in den Innenstädten zunehmen . Wachsen die Auslieferungshallen an den Einfahrtsportalen immer weiter. Eine irrer Platzverbrauch der da stattfindet . Naja was eine Pandemie alles bewirken kann und fördert ist schon Krass. Naja und wie Renaturierung nach einer völligen Zerstörung von Natur so aussieht kann sich dies bei Gatzweiler mal anschauen ,mit Natur hat die aber so gar nichts mehr gemein . Traurig

Richtig super

finde ich richtig super. Ich werde noch ein wahrer EU-Fan. Endlich schert sich jemand um unsere abgefuckte Scholle.
Etwas spät, denn der Raubbau ist seit dem Krieg, über 70 Jahre eskaliert, aber nicht zu spät, um künftige Täter zur Kasse zu bitten.
Die Gemeinden sind ja dazu übergegangen Wälder einem gnadenlosen Raubbau durch Waldbauern zu unterziehen, anstatt unser Gemeingut zu schützen.

Ich schreibe das, weil ich als Kind noch in einem naturbelassenen Forst spazieren ging. Der Wald ist fort, einem Industrie- und Siedlungsgebiet geopfert worden. In den Nachbargemeinden das gleiche Bild. Weil Wald ja kein Acker ist, kann man dort kostengünstig zuschlagen.... Tesla baut- Wald fort!

Wer Reibach mit dem deutschen Wald macht, das Land zersiedelt und zerstört, statt Naherholung zu ermöglichen, sollte m.A. angemessen zur Kasse gebeten werden. Denn im Kern handelt es sich um systematischen Diebstahl am Volkseigentum - unserer Natur.

Entschuldigung

Für Pilzunkundige: das sollte keine Werbung für Pilze sein.
Laut offizieller Lehrmeinung sind Satanspilz und Frühjahrslorchel sehr giftig.
Auch Grünling gilt inzwischen als giftig ...
(Wie man sie essen kann erkläre ich nicht).

Die "guten" Doppelgänger sind der Frühjahrsmorchel und Flockenstielige Hexenröhrling.
Bitte nur diese beiden sammeln, oben nicht.

Gruß, Wolfgang

Eine Stadt wie Hamburg

die nicht in der Fläche wachsen kann,hat trotzdem einen sehr hohen Baumbestand zu verzeichnen.Das ist für die Bewohner sehr lebenswert.

@Wolfgang GA 17:05

"von zu schützenden Gebieten haben wir in D:
- 106 Naturparks mit ca. 27% Fläche von D;
- 16 Nationalparks mit ca. 0,6% Fläche von D;
- 8.883 Naturschutzgebiete mit ca. 6,3% ...

Tja, wenn das nicht reicht, dass mehr als 1/3 der Landfläche von D besonders geschützt wird, dann fällt mir auch wenig ein."

Liegt daran, dass Sie da etwas falsch verstanden haben.

Die Naturparks, die in Ihrer Auflistung den Löwenanteil ausmachen, sind nicht das, was die EU in der FFH besonders schützen möchte.
Sie sind auch keine "besonders geschützten" Gebiete, so dass dann in Ihrer Aufstellung nur noch 6,9% der Landesfläche übrigbleiben, was nicht viel mit den 10% zu tun hat, die vorgeschrieben sind.

@18:21 von Wolfgang GA: klassisches Selbsttor

"Also ein klassisches Selbsttor. Vertrieft, vergessen, ignoriert - egal."

Da muss die EU aber auch mal ein bisschen Verständnis für Deutschland haben. Schießlich hatte Deutschland nur 20 Jahre Zeit, um die Richtlinie umzusetzen.
Seit der Einleitung des Strafverfahrens sind auch nur 6 Jahre vergangen.

Wer soll denn in einem Vierteljahrhundert eine Richtlinie zum Naturschutz umsetzen? Das kann man gar nicht schaffen, wenn die Wirtschaft brummen soll und die Landwirtschaft EU-Export-Champion sein will.

Wer Ironie findet, darf sie behalten.

@schiebaer45 20:26

"Eine Stadt wie Hamburg die nicht in der Fläche wachsen kann,hat trotzdem einen sehr hohen Baumbestand zu verzeichnen.Das ist für die Bewohner sehr lebenswert."

Ja.
Und das hat jetzt mit dem Artikel was genau zu tun?

Oder haben Sie damit für mich unerkennbar auf einen anderen User geantwortet?

19:27 von Tada

«Bevölkerung: Beispiele
Deutschland: 83.190.556
233 Einwohner pro km²

Finnland: 5.536.146
16 Einwohner pro km²»

Japan: ± 127 Mio.
Landesfläche: ± 1,05x so groß wie DEU
336 Einwohner pro km²

Durchschnittlich 336.
Tokyo-City (± 9,5 Mio. Einw.): 15.327

Waldfläche ± 66% der Landesfläche.
75% Fläche unbesiedelbar wegen Vulkan & Kumpan.
Waldfläche Rang 2 weltweit hinter Finnland.

Aber Naturwald, dass man vor lauter Staunen den Mund gar nicht mehr zu bekommt. Bären, Affen, Vögel … man glaubt es kaum.

Oft sind es schlicht geographische Gegebenheiten, die auch sehr über Natur- & Landschaftsschutz mit enzscheiden. Nicht überall gibt es hohes Bergland, das wie mit Kunstrasen bis über die Berggpfel mit Wald überzogen ist. Wo mitten im Berg ein Mund klafft, der 100 m hoch den Wasserfall ausspuckt.

Für die Natur ist es unschätzbarer Vorteil, ist das Land wildes Vulkanland.
Mega-toll wie nirgendwo in Europa.

Ca. 63 Mio. Menschen in 2 Mega-Cities ist dann aber ganz anders "Gegenpol".

um 20:07 von Quakbüdel Pessimist001

Hatten wir in Deutschland alles schon. Es hieß Nachkriegszeit - und ich kann mich gut daran erinnern. Ganz offensichtlich war die damalige Menschheit damit auch nicht zufrieden - sonst sähe die Welt noch heute so aus. Probieren Sie den neuen, alten Lebensstil gern mal ein paar Jahre aus - und dann berichtes Sie nochmal.

#
Auch ich bin in der Nachkriegzeit aufgewachsen.Kein Heizung im Winter,nur in der Küche war der Herd an. Eisblumen an der Fenstern so das wir mit dem warmen Daumen ein Guckloch gemacht haben um zu sehen ob Schnee gefallen ist. Brennholz im Wald suchen und auf dem Buckel nach Hause tragen und noch viele unschöne Dinge habe ich als Kind noch in Errinnerung.

19:29 von schabernack

Stuttgart ist so was "Stadt im Talkessel" im mäßig hohen Bergland. Die Stadt kann nicht nach allen Seiten "auswuchern". Aber mehr ins Umland wuchs auch Stuttgart in den letzten Jahrzehnten.
.

es gibt nicht nur die Stuttgarter Innenstadt, den Talkessel.
Möhringen, Vaihingen, Degerloch, Sillenbuch, der Killesberg wären auch zu nennen
oder die anderen Stadtteile im Norden oder auch Ecken mit wunderschöner Blick über den Neckar,
Rotenberg, Uhlbach
kenne mich jetzt in Köln nur begrenzt aus
aber das Bergische Land sieht doch ganz nett aus

17:07 von Pessimist001

von was reden sie
wo werden Teiche und Feldwege umgepflügt ?
der Waldanteil wächst in Deutschland

um 20:32 von

um 20:32 von DrBeyer
@Wolfgang GA 17:05
...
>>...
Liegt daran, dass Sie da etwas falsch verstanden haben.
Die Naturparks, die in Ihrer Auflistung den Löwenanteil ausmachen, sind nicht das, was die EU in der FFH besonders schützen möchte ...<<
Ich glaube nicht, dass ich etwas falsch verstanden haben. Vllt. hätten Sie meinen Beitrag zu Ende lesen sollen.

Gruß, Wolfgang

um 20:37 von DrBeyer @schiebaer45 20:26

Ja.
Und das hat jetzt mit dem Artikel was genau zu tun?
#
Ich hielt es auch für erwähnenswert.

18:43 von Bender Rodriguez

"Bei uns gibt es kein Bauprojekt ohne massives Ringen um den Umweltschutz.
Das ist einzigartig. Das kenne ich aus keinem anderen EU Land."

Große Bauprojekte mussten vom Vorhabenträger über lange Zeit VOR deren Verwirklichung nach 1. Sinnhaftigkeit, 2. Rechtmäßigkeit und 3. Finanzierbarkeit überprüft werden. Als 4. Säule ist seit 1990 auch die Umweltverträglichkeit hinzugekommen. Das macht die Prüfung insgesamt gewiss nicht einfacher sondern unbequemer. Es vermeidet aber, dass sich der Vorhabenträger bei der Durchführung des Projekts verhalten kann wie die buchstäbliche Axt im Walde. Seien wir lieber froh, dass zwischen unseren tollen (und meist unrentablen) Flughäfen wegen solcher Auflagen auch noch ein bisschen Natur zu finden ist.

Übrigens: Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist auch in allen anderen EU-Ländern etabliert.

20:01, Wolfgang GA @19:30 von fathaland slim

>> Ich meinte wirklich Satanspilz; esse ihn seit vielen Jahren.<<

Glaube ich nicht.

Schlagen Sie den mal nach, der ist giftig. Der einzige bekannte sicher giftige Röhrling.

20:45 von Sisyphos3 / @schabernack

«kenne mich jetzt in Köln nur begrenzt aus
aber das Bergische Land sieht doch ganz nett aus.»

Das Bergische Land ist ganz toll.
Ein Juwel vor der Tür für alle Kölner rechts vom Rhein.

Ist auch viel zu kleinteilig-bergig für großflächig angelegte Landwirtschaft.
Ganz toll zum Wandern, und mit den kleinen Flüssen auch ganz toll zum Paddeln. Gerade das, was ich beides ja sehr mag.

Von Bergisch-Gladbach-Bensberg gibt es den allerschönsten Ausblick auf die Kölner Bucht mit großer Stadt, den man überhaupt nur finden kann.

@Wolfgang GA 20:47

"Ich glaube nicht, dass ich etwas falsch verstanden haben. Vllt. hätten Sie meinen Beitrag zu Ende lesen sollen."

Habe ich.
Ich fand nur Ihre Schlussfolgerung mit dem 1/3 besonders geschützter Fläche ziemlich verwegen.

Aber wie auch immer - man könnte sicher mal nachfragen, wie das mit der Ausweisung ist.

Ich habe mal kurz in den Wikipedia-Artikel zum Thema "Naturpark" reingelesen und dabei herausgefunden, dass Naturparks z.T. auch aus Landschafts- und Naturschutzgebieten bestehen.
Denken Sie nicht, dass solche zu Naturparks gehörenden Naturschutzgebiete bereits nach FFH ausgewiesen sind?

Und alle anderen Gebiete müssten ja erst noch umgewidmet werden (oder wie das heißt), mit dem ganzen rechtlichen Rattenschwanz bzgl. Nutzung etc.

Das und die fehlenden Ziele wurden ja von der EU angemahnt.

Worauf ich damit hinauswill: Ich könnte mir vorstellen, dass alle Gebiete, die man ausweisen könnte, auch ausgewiesen wurden, erst recht nach dem Beginn des Vertragsverletzungsverfahrens.

20:20, Wolfgang GA

>>Für Pilzunkundige: das sollte keine Werbung für Pilze sein.
Laut offizieller Lehrmeinung sind Satanspilz und Frühjahrslorchel sehr giftig.
Auch Grünling gilt inzwischen als giftig ...
(Wie man sie essen kann erkläre ich nicht).

Die "guten" Doppelgänger sind der Frühjahrsmorchel und Flockenstielige Hexenröhrling.
Bitte nur diese beiden sammeln, oben nicht.

Gruß, Wolfgang<<

Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, daß Sie wirklich den Satanspilz meinen. Den habe ich in meiner gesamten Pilzkarriere nur einmal gefunden, in der Nähe von Göttingen. Es gibt auch noch den Netzstieligen Hexenpilz, der ist auch lecker und sieht dem Satanspilz, welcher allerdings einen fast weißen Hut hat, entfernt ähnlich.

Der Grünling wurde übrigens noch bis vor wenigen Jahren auf Märkten in Berlin verkauft. Ich esse ihn seit vielen Jahren.

Gruß, Christian

um 21:06 von fathaland

um 21:06 von fathaland slim
20:01, Wolfgang GA @19:30 von fathaland slim
>> Ich meinte wirklich Satanspilz; esse ihn seit vielen Jahren.<<

Glaube ich nicht.
Schlagen Sie den mal nach, der ist giftig. Der einzige bekannte sicher giftige Röhrling.
_________
Müssen Sie auch nicht glauben. Ich weiß, was ich essen kann und gut vertrage - vllt. hilft es ja gegen Covid-19?
Zubereitung von russischem Partner gelernt - ebenso wie Fliegenpilz und Frühjahrslorchel.

Gruß, Wolfgang

20:47 von Sisyphos3

«der Waldanteil wächst in Deutschland.»

Der Waldanteil in % an der Gesamtfläche des Landes ist in Deutschland in den letzten 20 Jahren so gut wie unverändert.

Bei ± 33% … zählt man alles als "Wald", bei dem im Personalausweis:
"Gruppe von Baum … und nicht im Garten" drin steht.

Veränderungen sind seither bei 0,x% hinter dem Komma.
Von min. 32,1 bis max. 33,9%.

@ Wolfgang GA um 19.28 Uhr Ketchup aus China

"Schock erhielt ich bei Abfüllanlagen. Unterschiedliche Gläser, Etiketten in div. europäischen Sprachen. Chinesen und Uighuren stolz: fast 80% nach Europa und USA.
Darunter auch bekannte italienische Produkte - natürlich BIO. Made in Italy."

Eindrucksvoll, wie Sie das schildern. Es bestärkt mich darin, möglichst kein Fertigfutter zu kaufen.
Ich war noch nie in China, aber das mit den Tomaten ist mir bekannt. Und ich bin etwas vertraut mit den Transportbedingungen in See-Containern über viele Wochen. Da gammelt das eine oder andere Produkt vor sich hin. Seit ich weiß, dass das italienisches
Tomatenmark, die geschälten Tomaten und "italienischen" Pizzasaucen aus China kommen, verzichte ich gerne darauf und kaufe im Winter nur noch niederländische, frische Tomaten. Die sind inzwischen viel besser als ihr Ruf.

20:00 von schabernack

Wusste schon immer, dass man Magier oder Dämon sein muss, um den Pilz zu jagen und zu erlegen. Aber da gibt es ja auch andere Jagdreviere neben dem Grünwalder. Sicherlich eine sehr interessante Kentnis … das Wissen über den Pilz im Wald. Durch den Wald streifen wird nochmal interessanter, wenn man was kennt, was man ganz gezielt suchen kann.

Pilzkunde würde ich mir gerne in den nächsten Jahren aneignen. Da Sie es ja so mit den Bären haben: es gibt da etwas, das ich im Wald sammele mit dem Tiernamen darin enthalten. Mögen manche gar nicht, ich sehr gerne in vielerlei Verarbeitungsformen.

20:45 von Sisyphos3

«es gibt nicht nur die Stuttgarter Innenstadt, den Talkessel.
Möhringen, Vaihingen, Degerloch, Sillenbuch, der Killesberg wären auch zu nennen …»

Im Degerloch spielen die Stuttgarter Kickers Fußball.
Auf dem Killesberg wohnt der Millionär.
Möhringen sagt mir nichts.
Aber ich nehme an … dort wohnen die Möhren.

Als Kind war ich gar nicht selten in Stuttgart.
So gut wie immer 1x im Jahr im Sommer.
Dort wohnte ein älterer Teil der Verwandtschaft.
Deren Großteil in Heilbronn lebte.
Der Teil in Stuttgart ist aber inzw. fast vollständig verstorben.

«… oder die anderen Stadtteile im Norden oder auch Ecken mit wunderschöner Blick über den Neckar …»

Der Neckar abseits vom Neckar-Kanal ist ein sehr schöner Fluss.
Viele schöne Ufer-Wiesen mit Trauerweiden.
Sehr schöner Fluss zum Paddeln.

Was mich aber schon immer irritiert hat.
War das Schwäbische. Als Kind brauchte ich immer Dolmetscher, die mir verklickerten, was die älteren Schwaben gerade gesagt hatten.

@fathaland slim - 21:06

@Wolfgang GA:
>> Ich meinte wirklich Satanspilz; esse ihn seit vielen Jahren.<<

"Glaube ich nicht.

Schlagen Sie den mal nach, der ist giftig. Der einzige bekannte sicher giftige Röhrling."

Vielleicht hat der User für diesen Pilz eine besondere Art der Zubereitung, wie man sie zum Beispiel vom Fugu-Fisch aus Japan kennt...?

Auf das Rezept würde ich aber dann doch gerne verzichten, weil der Pilzbestand noch so umfangreich ist, dass man nicht zwingend auf Giftpilze ausweichen muss.

21:25, Wolfgang GA

>>Zubereitung von russischem Partner gelernt - ebenso wie Fliegenpilz und Frühjahrslorchel.<<

Fliegenpilze sind, entgegen ihrem Ruf, nur sehr wenig giftig.

Russen haben sehr viel Erfahrung, was Pilze betrifft, und auch ganz tolle Rezepte. Leider vergiften sie sich in Deutschland aber gerne am Grünen Knollenblätterpilz, denn den gibt es zumindest im östlichen Russland nicht. Da sammelt man gerne den gelben, den es hier auch gibt. Ich finde ihn allerdings wenig schmackhaft. Dummerweise schleicht sich, wenn man den sammelt, auch ab und zu mal ein grüner ins Körbchen. Und ein einziger reicht...

Pilze sind wirklich ein faszinierendes Thema. Ich danke der Moderation, daß sie uns diesen kleinen etwas themenfremden Exkurs erlaubt hat.

Andererseits geht es ja um Naturschutz, und da gehören Pilze definitiv hinein.

Vielleicht treffen wir uns ja mal im Wald. Wenn es einen feuchten April geben sollte, wird man mich in den brandenburgischen Waldbrandgebieten finden. Auf Morchelsuche.

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