Kommentare

Umverteilung von unten nach oben

Die Politik und die Geldpolitik sind seit der "Systemrelevanz" von Zockern nur einem angepasst worden: Den Spielplatz für die Zocker zu erhalten und auszuweiten.

Man hätte damals die Hypo Real Estate pleite gehen lassen sollen.

Einmal ein richtiger Knall und sich dann erholen, mit komplett neuer Regulierung der Geldmärkte.

Stattdessen kam man darauf, Geld zu drucken und die Spielcasinos auch noch zu beschützen.

Die Folge ist, dass sehr viele, die Geld für später in Zinsanlagen, Rentensparplänen und Lebensversicherungen angelegt haben am Ende weniger im Geldbeutel haben.

Die Nullzinspolitik enteignet diejenigen, die das tun, was vernünftig ist: Geld beiseite legen.

Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen sind offen.

Eine gigantische Umverteilungsmaschine von unten nach oben und niemand in Sicht, der das stoppt.

Wo führt das hin? Zu

Wo führt das hin?
Zu Altersarmut natürlich.
Zu 80 Millionen armen und 2 Millionen reichen, in Deutschland.
Aber kein Problem. Wir bleiben Exportweltmeister und profitieren so sehr von der EU. Da muss man schon ein wenig großzügig sein.

Zombiefirmen

Frei nach Boris Palmer: "Wir retten Firmen, die in ein paar Monaten sowieso pleite gegangen wären".

„Wer soll das bezahlen...

wer hat soviel Geld, wer hat soviel Pinke Pinke ...“
Wer kennt nicht dieses Lied aus den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts?
Den Schuldenberg abzahlen wird der Staat, also alle hier, die Steuern bezahlen. Dazu wird es Erhöhungen von Steuern und Abgaben geben müssen, und wenn wir richtiges Pech haben (jetzt mal nur auf dieses Thema Finanzen bezogen), kommt auch noch eine Währungsreform - alles schon mal da gewesen, und warum soll sich das nicht wiederholen?
Die Inflation wird weiter diejenigen treffen, die ihr Erspartes nur auf dem Festgeldkonto angelegt haben und den Aktienmarkt meiden (ich bin da investiert für‘s Ansparen im Alter, und so einen Staatsfonds wie in Norwegen wäre auch hier in D eine gute Sache für jene, die nicht direkt in Aktien einsteigen möchten).

Interessant ist die Einschätzung bzgl. der sogen. "Zombie"-Unternehmen (lustiger Begriff, aber die Lage ist natürlich ganz und gar nicht lustig): wie viele Menschen wären da auf einen Schlag arbeitslos? Brutal!

Sin now, pay later

Ein guter Bericht, der die Turbulenzen und Fehlentwicklungen an den Finanzmärkten zutreffend beschreibt. Die Politik des billigen Geldes ähnelt dem Bild eines Drogenabhängigen, der sich nicht mehr von seiner Sucht befreien kann, mit der er sich in den nächsten Tag rettet, von der er aber weiß, dass sie tödlich sein wird. "Sin now, pay later", so könnte man die Situation auch umschreiben. Nun kann und darf man das Problem freilich nicht auf die EZB fokussieren. Alle Staaten der Welt hängen mittlerweile am Tropf des billigen Geldes. Für den Verbraucher heißt dies schon seit langem, einen Teil des Ersparten im Aktienmarkt, insbesondere in günstigen ETF-Fonds (möglichst mit weltweiter Streuung, z.B. msci-world) zu investieren. Wer sein Geld dem guten alten Sparbuch anvertraut, betreibt Geldvernichtung, aber ebenso wenig sollte man allein auf den Aktienmarkt setzen.

Zombisierung

Diese Zombisierung haben wir sehr lange. Es gibt Zombieunternehmen, Zombiebanken und Zombiejobs. Die regierenden Parteien profitieren davon, weil sie den Menschen damit Jobs geben und von ihren Gehälter dadurch auch mehr Steuern einsammeln können. Seit Jahren ist man ja stolz darauf, dass es keine Arbeitslose in Deutschland gibt und man Rekordsteuereinnahmen hat. Dies wird planwirtschaftlich erreicht mit Kreierung unsinniger Jobs zur Last der Leistungsträger einer Gesellschaft. Man lässt sie nicht pleite gehen - too big to fail. Dadurch bekommt die Regierung mehr Einfluss (von Regierung abhängig), mehr Einnahmen (Steuern), mehr Popularität (Stimmen), mehr Kontrolle (unzählige und sinnlose Regularien) auf Kosten der Wirtschaftlichkeit. Nun werden unter dieser großen Blase auch die wichtigsten Leistungsträger und gesunde Unternehmen zerstört bzw. geht die ganze Gesellschaft den Bach runter.

Welche Risiken hat die lockere Geldpolitik der EZB ??

Die Schaffung von Fiatgeld per Mausklick könnte inflationäre Tendenzen befördern. Das ist eine Frage der Quantität.
Aber natürlich geht es mit dem Ankaufen von Staatsanleihen darum, diese Länder faktisch bei ihrer Finanzierung zu unterstützen. Nicht ohne Grund, die hochverschuldeten Länder sollen in der Währungszone gehalten werden, wer davon profitiert ist klar.......

Die lockere Geldpolitik der

Die lockere Geldpolitik der EZB wurde doch über Jahre hinweg damit begründet, dass die Inflation gesteigert werden sollte.
Dazu wäre es aber wesentlich effektiver gewesen, wenn die EZB dieses Geld direkt auf die Konten aller Bürger überwiesen hätte und die es ausgeben. ZB in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens.
Andererseits verstehe ich überhaupt nicht, warum für das Geld, dass die EZB zur Verfügung stellt Zinsen gezahlt werden müssen?
Denn das EZB - Geld entsteht ohne jegliche tatsächliche Leistung, die zu entlohnen wäre, allein durch ein paar Klicks und die Gehälter der EZB - Banker sind ja schon aus dem EU - Haushalt bezahlt. Ergo braucht’s da keine Zinsen, selbst wenn sie nur niedrig sind. Zuallererst sollten die EZB oder wer auch immer zuständig ist, dafür sorgen, dass alle EU - Bürger die gleichen finanziellen Voraussetzungen bekommen und die Regierungen der einzelnen Länder müssen dafür sorgen, dass die sozialen Standards so gut wie möglich und in jedem Land gleich sind.

Eine Frage des Blickwinkels...

Es ist eine Frage des Blickwinkels ob diese Geldpolitik gut oder schlecht ist. Es gibt immer Bereiche die davon profitieren und umgekehrt. Die eigentliche Frage lautet also, wer profitiert wovon und was hat sich eigentlich verändert. Der Artikel ist nicht ganz in der Lage aufzuzeigen, dass diese Geldpolitik dringend notwendig geworden ist, weil der Finanzsektor insbesondere die Banken den Hals nicht voll genug kriegen konnten. Und das über Jahrzehnte. Die nun einst von Mario Draghi begonnene Geldpolitik ist lediglich der Versuch die Verhältnisse wieder zu stabilisieren und zu normalisieren. Zuvor haben sehr viel mehr Menschen darunter gelitten als derzeit und vor allem sind es nun eher die Leute, die ohnehin Geld haben, während es zuvor eher die armen Menschen waren. Hier mag jeder für sich selbst entscheiden, in wieweit die Verhältnisse nun besser oder schlechter geworden sind. Keine Macht dem Geld!

Bedingungsloses Grundeinkommen für die Wirtschaft

Wenn Unternehmen Geld bekommen, ohne etwas dafür tun zu müssen bzw. zu können, dann erinnert mich das stark an das bedingungslose Grundeinkommen.

Mein Vorschlag: Die EZB soll das Geld einfach den Bürgern schenken, statt damit Zombifirmen am Leben zu halten.

Am Tropf der EZB

Die Risiken der EZB-Politik waren von Anfang an bekannt.
Warum macht sie das aber dennoch?
Weil sie so den Staatsbankrott des europäischen Südens verzögern kann.
Sie kauft die Staatsanleihen von Staaten, die finanzierungstechnisch gescheitert sind und deren Staatsanleihen in einem Markt nicht an den Mann zu bringen wären. Das ist der Versuch, ein perpetuum mobile zu konstruieren.
Das geht nicht.
Parallel dazu versucht die EZB den Marktzins gering zu halten, denn der muss beim Kuponzins der Staatsanleihen mit eingepreist werden.
Bei einem schnellen allgemeinen Zinsanstieg auf 2% wäre z. B. Italien finanziell sofort tot.
Die Geldmenge auf Investorenseite wächst deshalb stetig. Das Kapital wird primär in Aktien angelegt, aber auch in der Spekulation mit Grundstücken und Rohstoffen.
Das postmperialistische
Finanzwesen bedient sich hoheitlicher Macht (EZB) , um weiter machen zu können.
Richtig blöd ist leider, dass Lenin und Marx Recht hatten.
Mich ärgert das gewaltig.

Gibt ja einige Artikel

in den letzten Jahren, richtig hat es wohl noch keiner befunden. Und Fehler kommen auch irgendwann zu tragen, bis jetzt haben einen großen Teil die Sparer bezahlt, um es mal ganz einfach auszudrücken.
Geld wird heute nicht mit Hände Arbeit verdient, sondern aus Geld wird einfach Geld, und die Börse zeigt auch nicht mehr an was auf der Welt los ist.
Auch die Insolvenz Aussetzung die jetzt noch gilt, fällt uns irgendwann auf den Fuß.
Regierungen handeln schon eine Weile so, als gäbe es kein Morgen, die Schuldenberge wachsen ins Unendliche, irgendjemand muss das mal bezahlen.
Aber mir schon klar das ich gleich erklärt bekomme , das wäre nicht so, aber da bin ich dann schon unterwegs, und später ist geschlossen ;-).

Vernünftige Geldpolitik

Uns hat die Geldpolitik der EZB geholfen, unser Baudarlehen schneller abzubezahlen. Wenn ich da bedenke, dass meine Eltern früher über 10% Zinsen zahlen mussten, dann war das damals schon sehr unfair.

@ xeniosson

Umverteilung von unten nach oben

Naja, eher umgekehrt, würd ich sagen. Hohe Zinsen verschieben Vermögen zu den Reichen.

Mit anderen Worten:

Das, was Finanzexperten von vornherein vorhergesagt hatten, ist jetzt eingetreten - und wird teilweise als überraschendes Resultat verkauft.
Das ist so, als wenn man sich beim Brückenbau nicht an die Berechnungen der Ingenieure hält („was wissen die schon“; „ist doch alles nur Theorie“; „die wollen nur unsere wunderbaren Ideen verhindern“ etc. pp) und dann furchtbar erstaunt tut, wenn die erste Brücke einstürzt.
Ich fürchte, auch die übrigen Brücken werden noch einstürzen. Es kann leider nicht anders kommen.

@ Bender Rodriguez

Wo führt das hin?
Zu Altersarmut natürlich.

Altersarmut hat andere Gründe, aber nicht niedrige Zinsen. Sie sind also mit Ihrem Mantra in der falschen Diskussion gelandet.

@ sollndas

Frei nach Boris Palmer: "Wir retten Firmen, die in ein paar Monaten sowieso pleite gegangen wären".

Der hat gut reden, er hat keine Firma.

lockere Geldpolitik der EZB?

Die leistungsbereiten Bürger werden immer weiter und schlimmer zu ausgebeutet.

Da weder bei uns noch in der EU persönliche Leistung von Menschen gewürdigt wird, sondern nur Umverteilung, Alimentierung, BGE und Gleichmacherei das Wort geredet wird kann und wird es nicht besser werden.

n Bernd Kevesligeti Welche

n Bernd Kevesligeti
Welche Risiken hat die lockere Geldpolitik der EZB ??

Die Schaffung von Fiatgeld per Mausklick könnte inflationäre Tendenzen befördern. Das ist eine Frage der Quantität.

Könnte, sollte, müsste.
Die Inflation im Euroraum ist im Durchschnitt der letzten 20 Jahre etwa 2%. Das können Sie ja mal mit der Türkei oder mit Russland vergleichen, wo ganze Bevölkerungsschichten in die Armut abgerutscht sind.

RE: xeniosson um 09:06

Ihr Punkt, die Kapitalmärkte stärker zu regulieren um Spekulation stark zu begrenzen halte ich für absolut sinnvoll - Investition statt Spekultion ! Eine ganze Reihe von Finanzprodukten gehören meiner Meinung schlicht verboten, andere müssten stark besteuert werden.

Wie Sie allerdings Ihre eigene Altersvorsorge realisieren, ob mit Aktienpaket oder Lebensversicherung ist Ihre persönliche Entscheidung. Auch wenn Sie sich für eine Lebensversicherung entschieden haben, spekulieren Sie auf einen lanfristigen Zeitraum auf eine besstimmte Rendite, meist ein Garantiebetrag plus Bonus. Auch der Bonus entsteht durch zusätzliche Erträge auf den Kapitalmärkten und ist spekulativ.

Nun liegen die Zinsen schon seit einiger Zeit darnieder, der Bonus ist futsch und die Versicherer gehen an die Garantieverzinsung. Es war aber die persönliche (Fehl-)Entscheidung eines jeden gewesen, der jetzt betroffen ist. Schlicht schlecht auf die Zinsentwicklung spekuliert !

Gruß Hador

1.400 Euro-BGE von der EZB brächte Alle weiter

Kein Wunder, von der EZB-"Geldschwemme" kommt nichts bei den EU-Bürgern an.

RE: Adeo60 um 09:38

***Sin now, pay later
Die Politik des billigen Geldes ähnelt dem Bild eines Drogenabhängigen, der sich nicht mehr von seiner Sucht befreien kann, mit der er sich in den nächsten Tag rettet, von der er aber weiß, dass sie tödlich sein wird. "Sin now, pay later", so könnte man die Situation auch umschreiben. Nun kann und darf man das Problem freilich nicht auf die EZB fokussieren. Alle Staaten der Welt hängen mittlerweile am Tropf des billigen Geldes.***

Sie haben vollkommen recht mit diesem Teil Ihres Artikels. Er betrifft in erster Linie die Konsolidieung der Staatsfinanzen, welche bei etlichen €-Mitgliedsstaaten nicht so recht vorankommen will. Und je später gehandelt wird, desto stärker werden später die Maßnahmen sein - der Kapitalmarkt fördert am Ende die traurige Wahrheit zutage.

Gruß Hador

Jetzt?

Jetzt wird immer deutlicher: Der Kurs der Zentralbank bringt auch für Europas Wirtschaft Risiken mit sich.
Jedem, aber auch jedem, der ein wenig mitdenkt und dabei den Kopf nicht im Sand hat, ist das schon lange klar. Seltsamerweise räumen unsere Medien diesem Aspekt der Coronaproblematik sehr wenig Raum ein. Dabei werden die Auswirkungen noch deutlich schlimmer sein als hier angedeutet

Herr Jackisch übersieht oder unterschlägt,

daß ein Großteil des im Umlauf befindlichen Geldes nicht von den Zentralbanken, sondern von den Geschäftsbanken geschaffen wird. Mit jedem Kredit entsteht Geld. Denn es ist nicht so, wie viele wohl meinen, daß Banken Geld verleihen, welches sie haben.

Ganz gut erklärt ist das bei Wikipedia:

"https://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung#Giralgeldsch%C3%B6pfung_durch_die_Gesch%C3%A4ftsbanken"

Re : Bender Rodriguez !

In jedem Land der EU gibt einige Reiche und Superreiche, die immer vom Staat profitieren, ob auf legale oder illegale Weise, das stört schon lange nicht mehr. Es ist für Etliche zum Hobby geworden, den Staat aus zu tricksen, Geld zu verschieben, zu zocken, und zu leben wie die Made im Speck.
Dass in D es weiterhin so gehandhabt wird, von wegen Exportweltmeister, das liegt mit an der Politik, die nicht mal in der jetzigen Pandemie es veranlasst, dass sich alle, wirklich alle an der Bewältigung beteiligen müssen. Der größte Teil der Arbeitswelt kann ohne Einschränkungen weiter wurschteln, als gäbe es keine Pandemie, es können riesige Gewinne eingefahren werden, hohe Dividenden bezahlt, hohe Boni garantiert, und die EU fördert große Konzerne, damit sie nicht pleite gehen, während viele Kleine kurz vor dem Sargnagel stehen !

RE: Oberstudienrat um 10:10; @ Bender Rodriguez

***Altersarmut hat andere Gründe, aber nicht niedrige Zinsen. Sie sind also mit Ihrem Mantra in der falschen Diskussion gelandet.***

... sprach der verbeamtete Oberstudienrat !

Selbstverständlich werden die Renditen der Lebensversicherungen durch die Nullzinspolitik geschmälert. Die versprochenen Boni sind schon aufgezehrt, und die Versicherer gehen schon an die garantierte Verzinsung.
Wenn ein Mitbürger also seinen Lebensabend mit Versicherungen dieser Art hat absichern wollen, heißt es für ihn jetzt, den Gürtel etwas enger zu schnallen - unter Umständen auch Altersarmut.

Gruß Hador

Das Ergebnis (u.a.) der EZB-Geldschwemme ...

... das Geld wird eher nicht in Unternehmen investiert.

Grund:
Es ist einfacher aus Papiergeld noch mehr Papiergeld an den Börsen zu veranstalten.

Die Renditen, die an den Börsen mit dem gedrucktem Geld (u.a.) der EZB erzielt werden können, können auf üblichen wirtschaftlichen/unternehmerischen Weg über Investitionen in Unternehmen nicht erreicht werden.

Auch die Immobilien-Preise werden so massiv mit dem billigem Geld (u.a.) der EZB angeheizt.
Auch die (Laden-)Mieten steigen.

Weitere inflationäre Auswirkungen zeigen sich auf dem Rohstoffmarkt.
Und die schlagen sich wieder in steigenden Preisen der Konsumgüter.

Eine laufende Inflation beginnt.
Oder besser:
Wir sind schon mittendrin.

"Die Nebenwirkungen dieser Geldpolitik sind überall sichtbar: An den Aktienmärkten explodieren die Kurse, als ob es kein Morgen gibt. Wegen fehlender Renditen strömt das Geld an die Börsen. An den Immobilienmärkten wird das Eigenheim zum kaum erschwingbaren Luxus-Objekt. Schließlich produziert die schiere Masse an Liquidität langfristig auch Inflation, entwertet also das Geld, wenn man es nicht rechtzeitig wieder einsammelt.
>> Erste Anzeichen sind real bereits spürbar"

Und diese realen Anzeichen (Inflation) bekommen wie immer zuallererst die zu spüren, die jetzt schon kaum oder gar nicht ihre Grundbedürfnisse decken können.

"Das viele Geld, das so in den Kreislauf fließt, soll die Wirtschaft am Laufen halten. Es ermöglicht Banken, Unternehmen günstig Kredite zu geben, damit sie weiter existieren (...) können"

Diese Pauschalität ist das Problem. "Die Wirtschaft" soll - unbesehen des Nutzens und der Innovationsfähigkeit der Unternehmen für das Gemeinwesen "am Laufen gehalten" werden.

um 09:39 von Orfee

,,...Seit Jahren ist man ja stolz darauf, dass es keine Arbeitslose in Deutschland gibt und man Rekordsteuereinnahmen hat. Dies wird planwirtschaftlich erreicht mit Kreierung unsinniger Jobs zur Last der Leistungsträger einer Gesellschaft."

Ich vermute mal stark, daß Sie sich selbst zur Gruppe der sog. ,,Leistungsträger" zählen. Da bedeuten jene im Schnitt 3, so und soviel Millionen Arbeitslosen seit 2000 nichts weiter als eine Armee von Bittstellern, die eigentlich nicht existiert, außer um für das Teile und Herrsche die Seite zu sein, auf denen der andere Teil der Arbeithabenden nach Feierabend herumhacken kann, weil die anderen ihr Geld (aus)kosten. Auch ich bin Leistungsträger, aber im Gegensatz zur Gattung der Geldvermehrer arbeite ich gewinnbringend an der Ehre der Menschheit, ohne dafür mit Zinsen belohnt werden zu wollen. Wer die wirklichen Leistungsträger der Gesellschaft sind, hat sich zwar gezeigt, aber die Hoffnung, daß daraus eine gesamtgesellschaftliche Erkenntnis...

Die Frage müsste nicht

Die Frage müsste nicht lauten: "Welche Risiken der lockeren Geldpolitik."
Sie müsste lauten: "Wie würde für Deutschland und den anderen EU Mitgliedern, die Post EU Zeit aussehen ?"

Manch unbedarfter mag es ja nicht glauben, aber ohne diese lockere Geldpolitik, wäre sehr schnell Schluss mit diesem EU-Konstrukt.

Wie man angesichts dieser Nullzinspolitik dann landet, sieht man ja jetzt.
Die Leute investieren ihr Geld in Beton Gold.

RE: Oberstudienrat um 10:06; @ xeniosson

***Umverteilung von unten nach oben

Naja, eher umgekehrt, würd ich sagen. Hohe Zinsen verschieben Vermögen zu den Reichen.***

Nun, die Vermögenden dieser Welt haben ganz ander Möglichkeiten ihr Vermögen zu mehren, als der dt. Durchschnittsbürger. Oder was glauben Sie, ab welchen Kapitaleinsatz Sie einen Vermögensberater engagieren können.
Ne, die Zinsen auf das Sparbuch des dt. Kleinanlegers sind für ihn essentiell, auch wegen des mangelnden Wissens über die Möglichkeiten von Kapitalanlagen.

Gruß Hador

@09:51 von nie wieder spd

"Dazu wäre es aber wesentlich effektiver gewesen, wenn die EZB dieses Geld direkt auf die Konten aller Bürger überwiesen hätte und die es ausgeben. ZB in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens."
Jeden nach Gießkannenprinzip zu alimentieren, ist nicht gerecht!
Wie wäre es die Steuern zu reduzieren, die kalte Progression zu verringern, Schichtzulagen steuerlich zu vergünstigen...

H. Goldscheitel

Nicht so recht vorankommen will...
Das ist, selbst für Ihre Verhältnisse, ausgesprochen blumig ausgedrückt.

RE: Seebaer1 um 10:38

***Jetzt wird immer deutlicher: Der Kurs der Zentralbank bringt auch für Europas Wirtschaft Risiken mit sich.
Jedem, aber auch jedem, der ein wenig mitdenkt und dabei den Kopf nicht im Sand hat, ist das schon lange klar.***

Was wäre Ihre Alternative, unter der Berücksichtigung der Konsequenzen, als mitdenkender Bürger, der den Kopf nicht in den Sand steckt ?

Gruß Hador

@10:03 von Oberstudienrat

"Uns hat die Geldpolitik der EZB geholfen, unser Baudarlehen schneller abzubezahlen."
Dafür können sich die jungen Familien ein Eigentum aus eigener Kraft kaum noch leisten, weil die Preise auf dem Immobilienmarkt drastisch gestiegen sind. Ein 120 m² Familienhaus kosten bei uns im Süden ab 800 Tsd. € aufwärts. Wer soll sich das leisten, trotz der günstigen Zinsen?

Re: Oberstudienrat

Ich glaube, man kann nicht pauschal sagen, dass von niedrigen Zinsen pauschal "die Armen" oder "die Reichen" profitieren.

Klar ist jedenfalls, dass Sachwerte (Grundstücke, Immobilien, Aktien und z.B. auch Kunstwerke u.a.) in den letzten 10 Jahren enorm an Wert gewonnen haben und dass sich der Staat hier mit der Besteuerung der Gewinne auch schwerer tut (Sharedeals, fehlende Finanztransaktionssteuer) als mit der Lohnsteuer.

Wer solche Sachwerte besitzt gehört nicht mehr wirklich zu den "Armen", denn da ist das Girokonto oft am Monatsende leergefegt.

Die Wertsteigerungen der Sachwerte lagen zuletzt weit jenseits von 10%, was vielleicht früher in der Hochzinsphase das Wachsturmsparen u.ä. gebracht hätte. Dafür war damals die Wertstabilität höher, denn sowohl bei Aktien wie Immobilien schwanken die Preise stark, was sich dann rächen kann, wenn man zum falschen Zeitpunkt verkaufen muss.

Die Tragik der EZB

Die lockere Geldpolitik der EZB nützt wenig. Die Geldschwemme wird nachgewiesener Maße hauptsächlich eingesetzt von Multinationals die eigene Aktien einkaufen , von Finanzunternehmen die mit dem fast Gratisgeld ganze Branchen zu Unsummen einkaufen die wirtschaftlich nicht zu vertreten sind oder am schlimmsten es ist reines Spekulationsgeld wo gut funktionierende Unternehmen kaputt gemacht werden. ( Siehe die Veröffentlichungen in der amerikanische Wirtschaftspresse).
Die reale Wirtschaft, insbesondere Mittelständische Unternehmen, hat kaum eine Chance diese Billiggeld für echte Investitionen einzusetzen, der Verdrängungswettbewerb geht nit Hilfe der EZB weiter, die Verbesserung der Infrastruktur spielt überhaupt keine Rolle auch wenn gewaltige Verbesserungen möglich wären ( Bundesbahn, Brücken, Straßen ), Ausbildung-Schulen-Unis ( Unsere Zukunft) wenig, Wohnungsbau trotz Geldschwemme völlig ungenügend.
Und alles muss wieder zurück bezahlt werden v. Steuerzahler Otto Normalverbrauche

von Oberstudienrat 10:21

In dem Artikel wird ja auch gesagt, daß es das Ziel der EZB ist, eine gewisse Inflation zu erreichen.

Allerdings sind im europäischen Süden längst Bevölkerungsschichten in die Armut gerutscht. Das hat mehrere Gründe: Die Kosten für die Bankenrettung nach 2008 aber auch Austeritätsauflagen und Handelsbilanzdefitite etc.
Mit der Türkei haben Sie recht, etwa 15 Prozent. Russland 2019 4,47 Prozent, gegenüber früher bis zu 800 Prozent in den 1990er Jahren.

Obestudienrat

Ach echt?
Mit ein wenig Weitblick kann jeder erkennen, wohin höchste Steuern und Abgaben bei Null Zinsen führen. Ganz richtig, zu Altersarmut.
Aber keine Bange, als Beamter musst du dich darum nicht kümmern. Das betrifft nur Arbeitnehmer.

@ Am 22. April 2021 um 10:03 von Oberstudienrat

> Uns hat die Geldpolitik der EZB geholfen, unser Baudarlehen schneller abzubezahlen.

Schön für Sie. Und andere, die keinen Anlass haben zu Bauen und sich auch nicht dem Risiko des Aktienmarktes aussetzen wollen und daher das Geld für später auf die Seite legen werden stillschweigend enteignet.

EZB

Die EZB macht vermutlich alles richtig. Sie verwaltet nur die Fehlkonstruktion des Euros. Viele Ökonomen hatten vor dieser Währungsunion gewarnt, wurden aber nicht gehört. Die naive Vorstellung von Kohl, der Euro werde Europa einigen, wird sich nicht erfüllen. Vermutlich liegen Ökonomen wie Heiner Flassbeck richtig, wenn sie Deutschland wegen seiner Lohnpolitik die Schuld für das Eurodesaster geben. Die Schuld sieht er darin, dass Deutschland nach Eintritt in den Euroraum seine Lohnstückkosten relativ zu den anderen Eurostaaten abgesenkt hat und sich damit entscheidende Wettbewerbsvorteile verschafft hat.

RE: Oberstudienrat um 10:16; @ sollndas

***Frei nach Boris Palmer: "Wir retten Firmen, die in ein paar Monaten sowieso pleite gegangen wären".

Der hat gut reden, er hat keine Firma.***

.

So entstehen Gerüchte !

Die besagte Passage hat B. Palmer so nie gesagt, sondern von dem Mitforisten aus einem seiner Reden zur Coronapolitik entnommen.

Aber statt auf die Sinnhaftigkeit der EZB-Geldpolitik einzugehen, hat er die Chance dadurch leider vertan. Viele solvente Unternehmen, die durch die Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, werden somit gerettet werden.

Gruß Hador

Euro-EZB-Schuldenförderpolitik ohne Legitimation

K-R Jakisch, ja, Risiken und Schäden wachsen.

Diese EZB ist ein fragwürdiges Konstrukt der EU. Unsere Volksvertreter schauen weg.

Die EZB hat mit einer klassischen Notenbank wie es die Bundesbank war nicht viel zu tun. Sie betreibt mit ihrer "Geldpolitik" Staatschuldenfinanzierung über die Hintertüre. Schuldenmacher im Übermaß sind hier die Helden. Eigenvorsorger, Sparer und Steuerzahler die Dummen.

Altersvorsorge im Eimer, seriöse Banken kommen in Not, Lebensversicherungen ... etc.
Was ist die EZB eigentlich genau? Durch was ist diese EU-€-Politik legitimiert?
Tarnen, Täuschen, Rechts- und Kriterienbrüche von Beginn an mit Euro & Co. am laufenden Band! Griechenland in den Euro gemogelt. Folgen, Rettungschirme, Schuldenschnitte. Hunderte Milliarden versenkt. Gemeinsame Schulden sind längst Fakt und werden forciert.

Die EZB hat nur eine beschränkte Inflationsbetrachtung. Vermögenspreise explodieren. Blasenbildung, Immobilien; in Folge steigen Mieten uferlos.
Das hat keine Zukunft.

Nun, .....

....sehr gespannt bin ich, wann das ganze Geldsystem, welches im Grunde nur auf des Menschen Glauben daran basiert und existieren kann, (wieder mal) zusammenbricht.
Es handelt sich im Grunde um nichts anderes als heisse Luft.
Dann möchte ich uns (deutsche...)Menschen erleben, denen es in den letzten 7 Jahrzehnten so prächtig ging....
Natürlich mit qualitativen Unterschieden....

Der Kapitalismus ist gescheitert!

Es traut sich nur niemand zu sagen. Und wenn der deutsche Michel, trotz Nullzinspolitik, nicht weiter an Wohlstand durch harte Arbeit glauben würde, wäre Europa schon längst gescheitert. Oft wird kolportiert wir hätten ja auch kaum Inflation. Die tatsächliche Inflation kann man an der Entwicklung der Immobilienpreise ablesen. Trotz der niedrigen Zinsen müssen immer noch 20% des Kaufpreises als Eigenkapital aufgebracht werden. Da werden dann aus 100000 € benötigtem Eigenkapital in 2020 schnell mal 108 000 € in 2021. Tja, solange die Löhne nicht auch mal um 8% Netto im Jahr steigen, wird das wohl nichts mit dem eigenem Nest....

09:44 von Bernd Kevesligeti

«Die Schaffung von Fiatgeld per Mausklick könnte inflationäre Tendenzen befördern. Das ist eine Frage der Quantität.»

Die beiden am stärksten verschuldeten Länder der Erde zum BIP sind:

1. Japan / ± 260%
2. Venezuela / ± 240%

Die Inflation war in 01/2021:

1. Japan / - 0,4% Deflation
2. Venzuela / +260% Inflation

Die USA haben auch eine sehr hohe Staatsschuldenquote.
Dort war die Inflation zum gleichen Zeitpunkt: + 2,6%.

No. 1 and 2 sind zwei Extrembeispiele.
Nicht übertragbar auf den Euro als Währungsraum ganz unterschiedlich großer und wirtschaftsmächtiger Staaten.

Das Hätte … Wäre … Könnte … von Inflation steht in keinem zwangsläufigen Zusammenhang zur Staatsschuldenquote.

Sie können mal ganz in Ruhe überlegen, ob der Währungsraum Euro in Wirtschaftskraft, die hinter der Währung steht, eher der USA / Japan,
oder aber eher Venezuela vergleichbar ist.

Das Hätte … Wäre … Könnte … verstirbt dadurch nicht.
Aber es relativiert sich in Erkenntnisgewinn im Vergleichsmaßstab.

Finanzierung von Schulden ist Vertrauenssache

Kredite erhält man, wenn der Gläubiger an die Solvenz des Schuldners glaubt, nämlich, dass der Schuldner Zins und Tilgung aufbringen kann. Bei Griechenland war dieses Vertrauen nicht mehr gegeben, deshalb musste "what ever it takes" retten. Die Schuldenstände sind jetzt höher als damals, so dass weniger Kreditaufnahme eigentlich angesagt wäre.

@um 10:06 von Oberstudienrat

> Naja, eher umgekehrt, würd ich sagen. Hohe Zinsen verschieben Vermögen zu den Reichen.

Ich empfehle dringend, einmal aktuelle Studien zu diesem Thema zu suchen und zu lesen.

Hohe Zinsen bewirken dass man auch als Sparer risikoarm an Zinsen kommt.

Die aktuelle Politik bewirkt Zockerei, auf dem Aktien- und Immobilienmarkt und dafür braucht man schon ein gewisses Risikokapital, um da einzusteigen und anschließend Spekulations-Gewinne zu erzielen.

RE: fathaland slim um 10:40

***Herr Jackisch übersieht oder unterschlägt,
daß ein Großteil des im Umlauf befindlichen Geldes nicht von den Zentralbanken, sondern von den Geschäftsbanken geschaffen wird.***

Die EZB hält aber alle Hebel zur Geldpolitik in ihrnen Händen.
Durch die Negativzinspolitik werden die Banken ja geradezu genötigt Kredite zu vergeben. Vor allem an Staaten, die besser ihre Haushalte konsolidieren sollten um Schulden abzubauen, die aber auch gleichzeitig Wirtschafts- und Arbeitsmarktreformen durchführen sollten. Das wird duch die billigen Kredite nur hinausgezögert.

Gruß Hador

Betreff Eigenheim

Die niedrigen Zinsen auf der einen Seite,haben aber auch zu hohen Immobilienpreisen geführt.So ist das Eigenheim trotz niedriger Zinsen für viele unerschwinglich geworden.
Dazu kommt,dass der Markt für Immobilien ein schwieriges Pflaster geworden ist.
Gute,interessante Objekte werden fast nur noch durch Beziehungen vermittelt.
Baugesellschaften,Banken und Sparkassen suchen nach Objekten für vorgemerkte Kunden.
Für Jemanden,der nicht entsprechende Sicherheiten bieten kann,ist es trotzdem schwierig,bis fast unmöglich einen Kredit zu bekommen.

@ um 10:40 von fathaland slim

Stimmt.
Und wenn man sich das und alle Links dazu durchgelesen hat, könnte man denken, irgendwer hat es so kompliziert gemacht, damit kein Laie mehr nachvollziehen kann, was da eigentlich los ist.
Ähnlich unserem Wirtschaftssystem sorgt auch das Finanzsystem dafür, dass möglichst viel Geld, unabhängig ob in bar oder nur Buchgeld, zu denen fließt, die sowieso schon mehr haben, als ihre gesamte Nachkommenschaft in den nächsten 1000 Jahren ausgeben kann.
Und das muß geändert werden.
Geld macht nur Sinn, wenn es ausgegeben wird. Dazu sollten es auch die bekommen, die kaum soviel haben, dass es zum überleben reicht.
Schon wegen der Chancengleichheit.

@fathaland slim, haben Sie bei der Ablenkung auf die Geschäftsbanken den gesamten Wikipedia-Artikel zur Kenntnis genommen.

Die EZB flutet den Euroraum seit vielen Jahren mit billigem Geld. Wir sind hier längst weit im Billionenbereich. Jetzt kommen die Programme der Coronakrise (PEPP) dazu. Dazu kommen die Bazookas der EU und der Nationalstaaten mit neuen Schulden in unbekanntem Ausmaß.

... und dann diese Ablenkung auf die Geschäftsbanken. Hier geht es um die EZB und ihre schädliche Politik, die keine Zukunft hat.

Ganz so einfach, wie Sie es darstellen, ist die Situation nun auch wieder nicht. Die rechtspopulistische Regierung Salvini hatte trotz der hohen Verschuldung Italiens Geld an die Massen verteilt, anstatt investive Ausgaben zu tätigen, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Die Folgen dieser desaströsen Politik waren schnell erkennbar. Man öffnete die Staatskasse, um Wählerstimmen zu gewinnen und fuhr damit den Karren gegen die Wand. Unser Staat braucht gerade jetzt Unternehmer, die ihr Unternehmen mittel- und langfristig führen möchten, allen Risiken zum Trotz. Es sind nicht nur Hassadeure unterwegs, wie Sie unterstellen wollen. Und genau für die verantwortungsvoll agierenden Unternehmer braucht es Hilfen. Geld, das mit der Gießkanne verteilt wird, versickert in der Regel.

Es gibt immer Zombiefirmen

Prinzipiell ist dem Artikel zuzustimmen, allerdings gibt es bei jedem Zinssatz Zombiefirmen, die bei höheren Zinsen nicht mehr überlebensfähig sind, egal ob 0% oder 4%, bei Zinssteigerungen kippen immer Firmen um. Allerdings ist der aktuell hohe Anteil dieser Firmen tatsächlich langfristig ungesund. Der EZB den schwarzen Peter zuzuschieben greift allerdings zu kurz. Der Deal ist ja, dass die Notenbanken in wirtschaftlich schlechten Zeiten die Zinsen senken um den Staaten Luft für höhere Schulden zur Konjunkturankurbelung zu verschaffen. Und wenn die Konjunktur dann anzieht, sollten Staaten ihre Verschuldung dank höherer Steuereinnahmen abbauen und der Zins kann dann wieder zur Vermeidung einer überhitzenden Wirtschaft angehoben werden. Wer den Job nicht erledigt sind die Staaten. Da werden lieber Geschenke ans Wahlvolk verteilt anstatt Schulden zu senken. Das ist machtpolitisch verständlich, volkswirtschaftlich ist es katastrophal und inflationär, siehe Aktien- und Immobilienpreise.

RE: werner1955 um 10:18

***Die leistungsbereiten Bürger werden immer weiter und schlimmer zu ausgebeutet.***

So ? ... werden die das ?
Und was hat das mit der Geldpolitik der EZB zu tun ?

***Da weder bei uns noch in der EU persönliche Leistung von Menschen gewürdigt wird, sondern nur Umverteilung, Alimentierung, BGE und Gleichmacherei das Wort geredet wird kann und wird es nicht besser werden.***

Persönliche Leistungen werden in Deutschland und Europa nicht gewürdigt ???
Was für ein Unsinn. Haben nicht erst kürzlich Özlem Türeci und Uğur Şahin (Entwickler des mRNA-Impfstoffs von biontech) das Bundesverdienstkreuz erhalten. Und die vielen anderen Preise, die für herausragende Leistungen vergeben werden. Von denen nagt wohl keiner am Hungertuch. Wenn Sie aber den Ärmsten in einer Gesellschaft auch noch Wurst und Butter vom Brot nehmen wollen, dann führt da höchsten zur Verelendung ganzer Bevölkerungsgruppen, nach dem (AfD-)Motto: Wenn es Deutschland schlecht geht, dann ....

Gruß Hador

Anteil an Wertpapieren

Alle, die hier über Aktien oder Wertpapiere als „Zockerpapiere“ schimpfen, sollten sich mal schlau machen und über den norwegischen Staatsfonds lesen (Details in Wikipedia bzw. Internet). Dieser Fonds ist der größte auf der Erde, seit 1998 bis heute hat er eine bessere Rendite als der DAX erzielt. Und es gibt einen ETF, der diesen Fonds bis zu 99% ablichtet; wer da monatlich spart ( geht mit geringen Beträgen!), wird auf lange Sicht besser fahren als mit einer Kapitalebensversicherung oder nur dem Sparbuch. Man muss halt auch mal eine Delle durchstehen, aber beim monatlichen Ansparen ist das ja kein Problem, weil dann die Anteile auch etwas weniger kosten.
Immer nur über Aktien als Zockerpapiere zu schimpfen machen nur jene, die sich partout damit nicht auseinandersetzen. Ich empfehle jedenfalls meinen beiden Kindern (beide knapp über 20 Jahre), monatlich 25,- Euro in auf Nachhaltigkeit ausgerichtete ETFs oder Fonds zu investieren.

10:51 von 0_Panik

so isses. man sagt es uns nur nicht. siehe preisexplosion bei bauholz einfachster art

10:40 von fathaland slim

«Herr Jackisch übersieht oder unterschlägt, daß ein Großteil des im Umlauf befindlichen Geldes nicht von den Zentralbanken, sondern von den Geschäftsbanken geschaffen wird. Mit jedem Kredit entsteht Geld. Denn es ist nicht so, wie viele wohl meinen, daß Banken Geld verleihen, welches sie haben.»

Problematisch sind allerdings "die Zombies", die wegen der Aussetzung der Insolvenpflicht-Meldung wegen Corona entstehen.

Einerseits Geld, das momentan viele Firmenschließungen mit folgender Arbeitslosigkeit verhindert. Andererseits aber auch Geld, das nicht zu Weiterentwicklung, Innovation, langfristiger Stabilisierung beiträgt.

Dritterseits das sprichwörtliche Dilemma zwischen Pest und Cholera, vor der alle Länder der Erde wegen der Pandemie stehen. Einzelstaaten ohne Währungsraum haben es einfacher, in diesem Dilemma zu agieren.

Die USA und Japan haben vergleichsweise in Relation zur EU viel mehr "Corona-Schulden" neu aufgenommen.

Je eher Corona unter Kontrolle.
Desto klarer wird …

Zu fathaland slim um 10.40

Herr Jackisch sieht das schon richtig. Sie machen demgegenueber einen (verzeihlichen) Denkfehler. Die Giralgeldschoepfung durch die Banken setzt eine risikobehaftete Investitionsunterstuetzungsentscheidung derselben (=Kreditbewilligung) voraus. Und die ist nicht zuletzt abhaengig von bestimmten auch konjunkturell bedingten Gesamtsituationen der Wirtschaft. Die EZB demgegenueber kann anders als die Banken durch KNOPFDRUCK Geldmengen vergroessern oder verkleinern und dadurch die Anreize fuer die Banken bei der Kreditvergabe in beide Richtungen veraendern und konjunkturelle Effekte ausloesen (veraenderte Bankenpolitik). Dieses Instrument der EZB ist gewaltig auch fuer die Realwirtschaft, was Sie dann an den "aufgeregten" Boersen bei Zinsentscheidungen der Zentralbanken jedes Mal weltweit sehen.

@ schellentraum

... weil die Lungenmaschine ("Druckerpresse") es am Leben hielt.

Die Geldmenge hat aber in Wirklichkeit ungefähr so stark zugenommen wie die Wirtschaftstätigkeit, also recht moderat. Ich denke, da sind Sie mit der "Druckerpresse" auf dem Holzweg. Die Bargeldmenge speziell hat sogar abgenommen.

@ Kröterich

Dafür können sich die jungen Familien ein Eigentum aus eigener Kraft kaum noch leisten,

Die Eigentumsquote bleibt aber in Wirklichkeit ungefähr gleich. Reden Sie mal mit Bankern. Meine Kinder sind noch zu jung, aber warum sollten sie nicht mit 30 in den eigenen vier Wänden leben?

Noch etwas, was im Artikel nicht beleuchtet wird:

Die Niedrigzinspolitik ist kein Alleinstellungsmerkmal der EZB. Die Zentralbanken sämtlicher Industriestaaten dieser Erde tun ähnliches.

@ Stern2100

Die EZB macht vermutlich alles richtig. Sie verwaltet nur die Fehlkonstruktion des Euros.

Der Euro ist unterm Strich nahezu optimal konstruiert. Seinen Platz unter den Top Drei wird er locker behaupten.

@ Gregory Bodendorfer

....sehr gespannt bin ich, wann das ganze Geldsystem, welches im Grunde nur auf des Menschen Glauben daran basiert

Auf was denn sonst?


... und existieren kann, (wieder mal) zusammenbricht.

Mal wieder? Welchen Zusammenbruch haben Sie in Ihrem anscheinend reichen Erfahrungsschatz denn schon erlebt?

11:13, gman

>>Was ist die EZB eigentlich genau? Durch was ist diese EU-€-Politik legitimiert?
Tarnen, Täuschen, Rechts- und Kriterienbrüche von Beginn an mit Euro & Co. am laufenden Band! Griechenland in den Euro gemogelt. Folgen, Rettungschirme, Schuldenschnitte. Hunderte Milliarden versenkt. Gemeinsame Schulden sind längst Fakt und werden forciert.<<

Ihre behaupteten Rechtsbrüche wurden von keinem Gericht dieser Welt festgestellt.

Und Griechenland?

Dieses Land ist für 2% der Wirtschaftsleistung und 3% der Schulden des Euroraumes verantwortlich.

Die sollen jetzt an hunderten versenkten Milliarden schuld sein?

Ich bitte Sie.

@ gman

Hier geht es um die EZB und ihre schädliche Politik, die keine Zukunft hat.

Die Politik der EZB ist relativ vernünftig und eine Zukunft hat sie definitiv.
Bei Ihrer pessimistischen Kritik vermisse ich selbst einen Hauch von Argumenten.

um 10:03 von Oberstudienrat

"Vernünftige Geldpolitik

Uns hat die Geldpolitik der EZB geholfen, unser Baudarlehen schneller abzubezahlen. Wenn ich da bedenke, dass meine Eltern früher über 10% Zinsen zahlen mussten, dann war das damals schon sehr unfair."
.
Dem Bauherren nutzt die Niedrig-/Nullzinspolitik zweifellos. Nur, Ihre Eltern haben eine deutlich höhere Rente bezogen, wie z.B. ich in zehn Jahren mal bekommen werde. Meine Generation hat gesagt bekommen, man müsse privat vorsorgen, da die Rente später nicht reichen wird. Und diese private Vorsorge wird durch die Nullzinspolitik immer schwieriger.

11:29, gman

>>Die EZB flutet den Euroraum seit vielen Jahren mit billigem Geld.<<

So wie das jede Zentralbank eines jeden Industrielandes tut.

Zitat: "Ihr Punkt, die

Zitat:
"Ihr Punkt, die Kapitalmärkte stärker zu regulieren um Spekulation stark zu begrenzen halte ich für absolut sinnvoll - Investition statt Spekultion ! Eine ganze Reihe von Finanzprodukten gehören meiner Meinung schlicht verboten, andere müssten stark besteuert werden."

Um Investitionen zu genreieren (z.B. für Infrastrukturpojekte) waren die Börsen mal vor ca. 200 Jahren sinnvoll - siehe Eisenbahnbau in England des 19. Jahrhunderts
Heute hat man aber auch andere ebenso wirksame Instrumente - man braucht die Börse schon lnage nicht mehr dafür.

Ebenso die "Geldbeschaffung" für Firmen - das passiert einmal bei Ausgabe der Aktien - dann werden diese nur noch "gehandelt" - sprich sie sind die Masse zum "Zocken"

Letzteres macht aber 99,9999% der Tätigkeit einer Börse aus - die Beschaffung von Kapital für Unternehmen passiert in mikroskopischen Grössenordnungen

Für einen funktionierenden Handel und Industrie braucht es KEINE Börsen!

von schabernack 11:19

Wie sich und ob sich inflationäre Tendenzen entwickeln, daß ist eine Frage der Quantität mit der dieses Anleihekaufprogramm betrieben wird.
Mit JAP oder Venezuela hat das nichts zu tun.
Die Gründe warum es von der EZB betrieben wird sind die Stabilisierung von Unternehmen, die vielleicht sonst in die Insolvenz gehen müßten. Aber auch von Staaten......

@ xeniosson

Hohe Zinsen bewirken dass man auch als Sparer risikoarm an Zinsen kommt.

Und von wem soll das Geld kommen? Wer soll gezwungen werden, das Geld für Ihren Profit aufzubringen?

@schabernack Zitat: "Die

@schabernack
Zitat:
"Die beiden am stärksten verschuldeten Länder der Erde zum BIP sind:

1. Japan / ± 260%
2. Venezuela / ± 240%

Die Inflation war in 01/2021:

1. Japan / - 0,4% Deflation
2. Venzuela / +260% Inflation

Die USA haben auch eine sehr hohe Staatsschuldenquote.
Dort war die Inflation zum gleichen Zeitpunkt: + 2,6%."

Japan ist schon aus einem anderen grund ein Sonderfall:
Die Gläubiger der Staatsschulden sind überwiegend die japanischen Bürger selbst - was ein wesentlicher Grund ist das der "Laden" dort aus finanzpolitischer Sicht so stabil ist
--
Die Staatsschuldenquote der USA sind ein anderer Sonderfall:
der US-Dollar ist die "Leitwährung" des Welthandels - insofern können die US-Banken so viel Dollar "Drucken"/"Herstellen" wie sie wollen - das hat keinerlei Auswirkungen auf die Inflation im Binnenmarkt - die meisten Dollars sind NICHT in den USA

Der Mix der ökonomischen Instrumente ist im Ungleichgewicht …

weil sich die EU-Mitglieder eine gemeinsame Fiskalpolitik versagen und die EZB die Geldpolitik als Ersatz nutzt.

  • Die Überbetonung der Geldpolitik …
  • als ökonomisches Steuerungsmedium durch die EZB mit niedrigen Leitzinsen und großvoluminösen Anleihekäufen führt dazu, dass das Gegensteuern gegen die unterschiedlichen Krisen nicht treffsicher genug justiert ist. Blasenbildung am Wohnungsmarkt und Stützung produktivitätsschwacher Unternehmen einkalkuliert.

  • Eine abgestimmte Fiskalpolitik der EU-Mitglieder …
  • würde treffsicherer Investitionen der privaten Wirtschaft anregen können, als die Gießkanne der Niedrigzinspolitik. Ein Investitionsprogramm, das eine europaweite Verkehrs-, Transport und Digitalinfrastruktur fördert und Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen steuerlich incentiviert, ist geeignet, einen Wachstumsimpuls zu setzen.

    @ checkerbun - Grundkenntnisse

    Oft wird kolportiert wir hätten ja auch kaum Inflation. Die tatsächliche Inflation kann man an der Entwicklung der Immobilienpreise ablesen.

    Warum haben die Immobilienpreise nichts mit der Inflation zu tun? Wenn jemand eine Immobilie kauft, verkauft sie ja ein anderer. Beides gleicht sich genau aus.

    @checkerbun, 11:16 Uhr - Hohe Lebensqualität

    Zunächst mal darf man festhalten, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland vergleichsweise niedrig ist, auch dank des Kurzarbeitergeldes, dass Arbeitsplätze in der Not sichern hilft. Die Inflation ist in D gering, man erlebt das vor allem auch, wenn man einmal ins Ausland reist. Die Immobilienpreise sind die große Ausnahme. Aber auch diese Blase wird irgendwann einmal platzen. Und wer mit Blick auf die Nullzinspolitik sein Geld auf ein Sparbuch oder Bankkonto stellt, vernichtet einen Großteil. Das sollte sattsam bekannt sein. Ich selbst bin kein Fachmann, aber in Sachen Geldanlage haben viele Bürger m.E. enormen Nachholbedarf. Immerhin, wir leben, wie selbst Frau Baerbock meinte, in einem sehr wohlhabenden und wirtschaftlich starken Land. Ein Land, das zudem eine hohe Lebensqualität aufweist.

    Am 22. April 2021 um 11:24 von Naturfreund 064

    Zitat: Für Jemanden,der nicht entsprechende Sicherheiten bieten kann,ist es trotzdem schwierig,bis fast unmöglich einen Kredit zu bekommen.

    Sicherheiten sind nicht das Problem. Dazu kann man ja das gekaufte Grundstück nutzen, einschließlich der Bestandsimmobilie bzw. dem Neubau nach Baufortschritt.

    Das Problem liegt in der persönlichen Bonität.

    Wollen wir wirklich hohe Zinsen?

    Mal zu Vergleich: Würde man Geld in Russland anlegen, würde man von hohen Zinsen profitieren. Ich kenne niemanden, der das tut, aber erlaubt wäre es ja.

    Tatsächlich wird viel mehr russisches Geld in Euro oder Dollar angelegt. Der Rubelkurs sinkt und Russland leidet unter gewaltigem Kapitalabfluss.

    @fathaland slim Zitat: "daß

    @fathaland slim
    Zitat:
    "daß ein Großteil des im Umlauf befindlichen Geldes nicht von den Zentralbanken, sondern von den Geschäftsbanken geschaffen wird. Mit jedem Kredit entsteht Geld. Denn es ist nicht so, wie viele wohl meinen, daß Banken Geld verleihen, welches sie haben."

    Im wesentlichen begrenzen die Zentralbanken die Menge an Geld die die Geschäftbanken durch Kreditvergabe erzeugen
    Dies nennt man dann -> "die Notenbank druckt Geld"
    was aber bei näherer Betrachtung komplett irreführend ist
    und
    die Zentralbank regelt den Anteil an Eigenkapital bzw. an Absicherung für die Gelderzeugung durch Kredit
    und
    genau für diese Absicherung werden die Spareinlagen der Bankkunden herangezogen
    in der Regel 5-10% - bei Staatsanleihen (auch ins Ausland) waren und sind es aber NULL Prozent

    Geldschwemme= Verteilung von unten nach oben

    - durch niedrige Zinsen gesunkenes Risiko für Unternehmen
    - es bleiben auch unrentable Firmen am Markt
    - Geldmenge M3 steigt z.Z. um ca1 % z.Z. während das BIP fast stagniert --> Geld wird entwertet und Sachwerte steigen - Immobilien und Aktien sind Sachwerte
    - Sparer verlieren also Kaufkraft auf lange Sicht
    - Geldschwemme verdeckt und löst das Problem der Ungleichgewichte im Euro nicht, da die schwachen Länder nicht abwerten dürfen
    - Schulden von Italien steigen auf ca. 190% des BIP.
    - Target 2 (Wechsel ohne Fälligkeit ist eine Art Zeitbome) z.Z. Schulden die Euroländer Deutschland so 1Billion Euro. Wer glaubt ernsthaft das z.B. Italien seinen Anteil daran in absehbarer Zeit begleichen kann?
    Ich bin erschüttert das diese Zusammenhänge nicht genug kommunisiert werden. Am Schluss sind alle Euroländer Verlierer des Euro. Bitte nicht JApan heranziehen hier ist die Situation anders trotz vieler Schulden.

    @ Naturfreund

    Für Jemanden,der nicht entsprechende Sicherheiten bieten kann,ist es trotzdem schwierig,bis fast unmöglich einen Kredit zu bekommen.

    War das je anders?

    Zinsen für den "klassischen" Sparer sind nicht der Maßstab ...

    ... zumal sie nicht erst seit der EURO-Einführung, sondern schon seit Jahrzehnten eine rückläufige Tendenz haben und die Realverzinsung oft im negativen Bereich lag. ¹

    Innovative private Sparstrategien haben ein Portfolio aus Anleihen und vor allem Aktien im Portfolio. Allerdings mit Fokus auf EBIT-starke Unternehmen und nicht die Dogs.

    Hier haben im internationalen Vergleich insbesondere die deutschen Sparer Nachholbedarf.

    ¹ de.statista.com/statistik/daten/studie/202295/umfrage/entwicklung-des-zinssatzes-fuer-spareinlagen-in-deutschland/

    @ 11:35 von Mathias Beyer

    ..." Der EZB den schwarzen Peter zuzuschieben greift allerdings zu kurz. "...Zins kann dann wieder zur Vermeidung einer überhitzenden Wirtschaft angehoben werden" ..Wer den Job nicht erledigt sind die Staaten. .."
    Gerade das ist doch die Kritik an der EZB. Die Zinsen sollten nach dem Überwinden der Krise angehoben werden und zwar in einem definierten Zeitraum. Diese Anhebung ist allerdings ausgeblieben und wird von den Staaten ausgenutzt. Denn die Konsolidierung des Finanzhaushaltes würde zu höheren Steuern und/oder geringeren Ausgaben der öffentlichen Hand führen. Dies würde jedoch Unzufriedenheit in der Bevölkerung führen, siehe auch die Proteste in Griechenland. Deswegen verzichten die Regierungen auf diese Konsolidierung und nutzen den niedrigen Zins. Das Ganze ausbaden dürfen dann die nachfolgenden Regierungen.

    @von Oberstudienrat

    "Uns hat die Geldpolitik der EZB geholfen, unser Baudarlehen schneller abzubezahlen".
    Dann gehören Sie zu den Gewinnern. Das freut mich für Sie. Gegenbeispiel: Vor 5 Jahren habe ich eine Immobilie für rund 400.000 Euro gekauft. Der Bauträger bietet heute vergleichbare Objekte für 600.000 Euro an. Die Zinsen sind zwar in diesem Zeitraum gesunken, aber ist das eine gute Entwicklung?

    11:14 von Gregory Bodendorfer

    «Nun … sehr gespannt bin ich, wann das ganze Geldsystem, welches im Grunde nur auf des Menschen Glauben daran basiert und existieren kann, (wieder mal) zusammenbricht.»

    "Zusammengebrochen" ist die "Reichsmark" in Deutschland in den 1920-er Jahren. Der Börsencrash in den USA im gleichen Jahrzehnt hat das Finanzsstem kräftig in Unordnung gebracht, aber "zusammengebrochen" ist der Dollar dadurch nicht.

    An den "Zusammenbruch" der Sesterze am Ende des Römischen Reiches kann sich nur der unkaputtbare Methusalem mit der Vernichtung seines Vermögens errinnern.

    @11:51 von Oberstudienrat

    "Die Eigentumsquote bleibt aber in Wirklichkeit ungefähr gleich."
    Weil die Eigentumsquote stark vom Alter abhängt. Die Auswirkungen der steigenden Immobilienpreise an der Eigentumsquote werden sich erst in einigen Jahren bemerkbar machen. Diese Entwicklung wird allerdings auch durch Zuwendungen der Eltern (Schenken, Erben) verzerrt.
    "...aber warum sollten sie nicht mit 30 in den eigenen vier Wänden leben..."
    Wenn die Gehälter Ihrer Kinder nicht in dem gleichen Tempo entwickeln, wie das der Immobilienpreise (8-10% p.a.) wird es schwierig trotz niedriger Zinsen einen Kredit zu bekommen. Die Immobilie ist nach 10 Jahren fast doppelt so teuer, währen die Gehälter um ca. 1/4 gestiegen sind.

    12:20 von Oberstudienrat

    "Warum haben die Immobilienpreise nichts mit der Inflation zu tun? Wenn jemand eine Immobilie kauft, verkauft sie ja ein anderer. Beides gleicht sich genau aus."

    Ähh... Ich sag nur PISA-Studie dazu.

    @ um 10:59 von Kröterich

    Steuern zu reduzieren nützt denen, die so geringe Gehälter bekommen, dass sie keine Steuern zahlen müssen, überhaupt nichts.
    Harz4 - Empfängern auch nicht.
    Es sei denn, die Mehrwertsteuer wird abgeschafft.
    Der Staat (= wir alle) muß finanziert werden.
    Dazu müssen die, die genug haben, eben auch genug abgeben.
    Mindestens soviel, dass alle anderen die gleichen finanziellen Voraussetzungen bekommen.
    Quasi einen Gehälterfinanzausgleich.
    Alle Gehälter werden eingezahlt, alle bekommen das gleiche ausbezahlt. Das könnte sogar ohne zusätzliche private Steuerzahlerei und Verkomplizierung direkt vom Arbeitgeber zur Staatskasse und von dort auf die privaten Gehaltskonten gehen.
    Es geht nicht darum, die Wirtschaft zu beeinträchtigen, sondern nur darum, das private Geld gleichmäßig an jeden Bürger zu verteilen.
    Da kann man auch implementieren, dass ein Bundeskanzler oder ein Unternehmer ein Gehalt bekommt, dass vielleicht 100 € höher ist als der Durchschnitt. Leistung soll sich ja weiterhin lohnen.

    @ Orfee 09:39 - „Schöpferische Zerstörung“ ist in einer Markt..

    ...wirtschaft die Konsequenz der Freiheit zu autonomen Entscheidung von Produzenten und Konsumenten, von Risiko und (No-) Return on Invest. Für dieses liberale Prinzip muss aber gesellschaftliche Akzeptanz eingeworben werden.
     
    🖂 Nun werden unter dieser großen Blase auch die wichtigsten Leistungsträger und gesunde
      Unternehmen zerstört bzw. geht die ganze Gesellschaft den Bach runter.


    Es ist nicht ganz so dramatisch …
      aber die Orientierung an der Produktivität von Unternehmen ist ein unabdingbares Prinzip
      Nur: überall in früheren oder heutigen Problemregionen, sei es Duisburg oder Bitterfeld
      sei es Detroit oder Pittsburg, Liverpool oder Manchester, machen die Menschen nicht mit
      wenn ihnen Politik und Wirtschaft keine Perspektiven für die Transformation von
      Old Economy zu New Economy bieten. Das ist die Challenge der Wirtschafts- und Finanzpolitik.

    Zu Oberstudienratu. 10.10

    Die Altersarmut allein auf die niedrigen Zinsen zurueckzufuehren ist genauso falsch wie ihr genereller Ausschluss hierfuer. Es gehoert auch nicht viel Phantasie und Fachwissen dazu, sich die nicht unerheblichen Bevoelkerungskreise bestimmten Alters und sozialer Schichten zu vergegenwaertigen, die im Vertrauen auf einen jahrzehntelang geltenden Mindestzinsatz ihre Ersparnisse traditionell angelegt haben und nun bitter enttaeuscht werden. Und kommen Sie mir bitte nicht mit dem Argument, wie klug Sie doch sind und dass Sie diese Klugheit auch von anderen erwarten koennen. Das waere aus meiner Sicht fuer einen Oberstudienrat eine unwuerdige simplifizierende Betrachtung.

    @Und diese private Vorsorge wird durch 12:07 Stefan T.

    "die Nullzinspolitik immer schwieriger."
    zu @@10:03 Oberstudienrat

    Auf der einen Seite ja, aber auch auf der anderen Seite.
    Für die Superreichen wird es immer schwieriger
    ihre lockeren Dollars gewinnbringend zu 'investieren'.
    Aktuellste Beispiele dieser Zockerei zu Lasten der Kleinaktionäre/sparer:
    Der gescheiterte Versuch, die Championsleague zu 'übernehmen' oder
    der Börsengang von Coinbase und 15% Fall des Bitcoin danach.

    Die SEC (US-Börsenaufsicht) hat veröffentlicht, wer und wieviel Aktien
    kurz vor dem Sturz veräussert wurden.
    Mehr als eine Milliarde von ein paar Finanzholdings.

    Was lernen wir:
    Die spätröm äh kapitalistische Dekadenz des Finanzsystems

    12:11 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

    «Wie sich und ob sich inflationäre Tendenzen entwickeln, daß ist eine Frage der Quantität mit der dieses Anleihekaufprogramm betrieben wird.
    Mit JAP oder Venezuela hat das nichts zu tun.»

    Mit Venezuela ganz sicher nicht. Niemand ist bekloppt genug, um Staatsanleihen von Venezuela anzukaufen.

    Die Problematik wegen Corona ist in Japan genau die gleiche wie in Deutschland und der EU. Es ist gar keine Frage der Quantität von Ankauf von Staatsanleihen alleine, wie sich Inflationsraten entwickeln. Sonst wären die Inflationsraten in den USA und Japan nicht da, wo sie niedrig sind.

    Bei plus 2,6% und bei minus 0,4%.
    Staatsanleihen-Ausgabe-Weltmeister.
    In Japan hätte die Regierung seit Jahrzehnten gerne ± 2,0% Inflationsrate.
    Das gelingt aber nicht … und wenn sie noch so viele Anleihen emittiert wie der wilde Bär.

    Beim Währungsraum Euro ist das mehr komplex und mehr diffizil als bei einer "Einzelwährung". Prinzip + Nicht-Zwangsläufigkeit sind aber genau das gleiche bei Indutriestaaten.

    RE: Miauzi um 12:07

    ***Für einen funktionierenden Handel und Industrie braucht es KEINE Börsen!***

    Hier gehen unsere Ansichten fundermental auseinander.
    Die Börse stellt den organisierten und regulierten Marktplatz für bestimmte Handelsobjekte dar, die für die Wirtschaft absolut notwendig sind. Alles andere fördert höchstens den unkontrollierten Wildwuchs, der vielmehr zu Vernichtung von Kapital und Vermögen führen könnte. Daher: "Danke, nein !"

    Gruß Hador

    @von Oberstudienrat

    "Der Euro ist unterm Strich nahezu optimal konstruiert."
    Ihre Formulierung ist ungewollt komisch. Wie kann etwas unter dem Strich optimal sein?

    Die angebliche „Nichtinflation“...

    ... wird unsinnigerweise immer an Konsumgütern aufgehängt, die der Mensch nicht täglich braucht. Was nützt es, wenn ein Fernseher u.ä. immer billiger wird, wenn die Grundexistenz (ein Dach über dem Kopf) überdimensional steigt.
    Selbst die billiger werdende Waschmaschine wird zu einer Herausforderung, wenn einem Menschen / einer Familie nur ein minimaler Betrag zum Leben übrig bleibt, nachdem er die Mietgeier befriedigt hat.
    Von Teilnahme an Kultur ist da noch gar nicht die Rede.

    RE: Oberstudienrat um 12:27

    ***Wollen wir wirklich hohe Zinsen? ***

    Durchaus eine berechtigte Frage von Ihnen !

    Allein Deutschland hat mehr als € 2000 Mrd. Schulden. Wenn die EZB die Zinsen erhöhen würde, dann käme unserer Finanzminister Scholz tüchtig ins Schwimmen, da bei jedem Prozentpunkt Zinserhöhung mehr als € 20 Mrd. Zinsern p.a. fällig werden. Und wer zahlt dann die zusätzliche Zeche - reich oder arm ? Oder welche staatlichen Investitionen für die Zukunft fallen dann weg ?

    Diese Punkte werden hier von den wenigsten Mitforisten bisher ausreichend gewürdigt.

    Gruß Hador

    12:19 von Cosmopolitan_Citizen

    « Eine abgestimmte Fiskalpolitik der EU-Mitglieder …
    würde treffsicherer Investitionen der privaten Wirtschaft anregen können, als die Gießkanne der Niedrigzinspolitik. Ein Investitionsprogramm, das eine europaweite Verkehrs-, Transport und Digitalinfrastruktur fördert und Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen steuerlich incentiviert, ist geeignet, einen Wachstumsimpuls zu setzen.»

    Kaum ist der letzte Buchstabe dessen ausgesprochen … kommt der Erste mit dem Beelzebub aus dem Schatten um die Ecke, um den Teufel Sozialismus auszutreiben.

    Was Sie hier schreiben, wäre allerdings sehr sinnvoll.
    Ist aber auch der Teufelskram von mehr Integration und Internationalierung.
    Da schreit das Europa der Vaterländer laut auf mit Phantomschmerzen.

    12:38 von Kröterich

    dieser aussage schliesse ich mich vollumfänglich an. leider kann Ich das nicht in so schöne und passende worte kleiden!

    @Cosmopolitan Citizen 12:34

    Bei diesem Nachholbedarf wird aber vergessen, dass ein ganz erheblicher Anteil von Menschen noch nicht einmal die Mittel hat, den „kleinen Notgroschen“ für plötzliche Zwischenfälle des Lebens zu bilden.
    Und zu allem Überfluss wird auch noch versucht, ihnen mit Rürup- und Riesterrente das (nicht vorhandene) Geld aus den Taschen zu ziehen, einzig und allein zum Nutzen der Versicherungen.

    RE: Oberstudienrat um 12:20; @ checkerbun

    Grundkenntnisse zu Inflation

    Inflation als anhaltende allgemeine Erhöhung des Preisniveaus und dadurch bedingter Rückgang der Kaufkraft einer Währung.

    Gruß Hador

    @Oberstudienrat 12:20 Grundkenntnisse

    So richtig kann ich Ihren Kommentat gar nicht einordnen aber ich verstehe ihn so, dass Sie der Meinung sind, Immobilienpreise haben nichts mit Inflation zu tun. Das ist natürlich vollkommener Unfug. Inflation ist eine Preissteigerung, egal ob es um Waren bei Rewe oder Sachwerte wie Aktien, Immobilien oder Gemälde geht. Bei letzteren ist es dann halt eine Sachwertinflation.
    Übrigens gibt es immer einen Verkäufer, sogar bei der Gurke oder dem Toilettenpapier, da würde sich ja immer alles ausgleichen.

    @Kröterich 12:38

    Ich gebe Ihnen da Recht, allerdings ist meine Meinung, dass die Kritik nicht an die EZB zu richten ist. Die können den Zins ja erst anheben, wenn die Schulden allmählich sinken, sonst haben Sie ja gleich ein Haushaltsproblem. Vielleicht ist es auch so wie mit der Henne und dem Ei. Ich sehe hier aber ganz klar die Staaten in der Bringschuld.

    RE: Cosmopolitan_Citizen um 12:59

    ***Es ist nicht ganz so dramatisch …
      aber die Orientierung an der Produktivität von Unternehmen ist ein unabdingbares Prinzip
      Nur: überall in früheren oder heutigen Problemregionen, sei es Duisburg oder Bitterfeld
      sei es Detroit oder Pittsburg, Liverpool oder Manchester, machen die Menschen nicht mit
      wenn ihnen Politik und Wirtschaft keine Perspektiven für die Transformation von
      Old Economy zu New Economy bieten. Das ist die Challenge der Wirtschafts- und Finanzpolitik.***

    Oh, wie wahr !
    Nur habe ich manchmal nicht den Eindruck, als ob verantwortliche Politiker tatsächlich den Unterschied erkannt haben ...

    Gruß Hador

    @von Oberstudienrat

    "Wollen wir wirklich hohe Zinsen".
    Die Geldbesitzer*innen vermutlich schon. Das Gegenteil von hohen Zinsen sind jedoch niedrige Zinsen und nicht keine Zinsen. Dass Negativzinsen auf Dauer wirtschaftlich gesund sind, glaube ich eher nicht. Historisch gibt es dafür zwar keinen Beleg, allerdings gehe ich davon aus, dass alles einen Preis haben muss, sonst ist es nichts wert.

    @ um 11:14 von Gregory Bodendorfer

    „ ... das ganze Geldsystem, welches im Grunde nur auf des Menschen Glauben daran basiert ...“
    Religion funktioniert aus dem gleichen Grund seit Jahrtausenden auch ziemlich gut.
    Zumindest für die, die sie organisieren.
    :)

    Es war mir und meinen Geschwistern ...

    ... jedenfalls schon vor 15 Jahren ein großes Bedürfnis, unseren Eltern (deren Angst vor noch einer Lebenskatastrophe wuchs), die Beruhigung zu vermitteln, dass sie diese nicht mehr erleben müssen und dass ihre Rackerei nicht umsonst war.
    Zum Glück stimmte es bis zum würdigen Ende.

    12:34, Cosmopolitan_Citizen

    >>Innovative private Sparstrategien haben ein Portfolio aus Anleihen und vor allem Aktien im Portfolio. Allerdings mit Fokus auf EBIT-starke Unternehmen und nicht die Dogs.<<

    Genauso ist es.

    >>Hier haben im internationalen Vergleich insbesondere die deutschen Sparer Nachholbedarf.<<

    Deutsche Sparer legen das Geld, überspitzt formuliert, immer noch unters Kopfkissen und bestenfalls aufs Sparbuch. Wenn ich nur diese beiden Möglichkeiten zur Auswahl hätte, würde ich erstere wählen.

    Ist die EZB nicht überflüssig?

    Wenn ich das richtig verstanden habe, führt die Zinspolitik der EZB dazu, dass unsere Sparkonten immer niedriger werden u. im Gegenzug Pleitefirmen billige Kredite bekommen, damit sie überleben.
    Das ist doch nicht sinnvoll?
    Ein Unternehmen, das sich nur mit billigen Krediten über Wasser halten kann, macht etwas falsch. Pleitefirmen sollten auch pleite gehen.
    Wenn dies der Grund dann ist, dass man Millionen von privaten Bankkunden durch eine Nullzins-Politik um die Zinsen betrügt, dann ist das zu verurteilen.
    Wieso müssen wir überhaupt noch in der EU sein?
    Wenn die nur dafür da ist, ihre Bürger zu schädigen (siehe vor allem den Impfstoffeinkauf-Skandal, die immer noch nicht vollzogene Abschaffung der Zeitumstellungen, etc.) dann wäre es doch besser, wir gehen aus der EU raus.

    Großbritannien hat es richtig gemacht. Für GB führte der Brexit dazu, dass man dort genug Impfstoffe hat!

    Wurde bei uns über den Eintritt in die EU jemals abgestimmt? Wenn nicht, muss das nachgeholt werden.

    @nie wieder spd Gehälterfinanzausgleich

    Super Idee, da mach ich auf keinen Fall mit und werde mir bestimmt nicht die Abende oder Wochenenden mit Angeboten und Kundenakquise um die Ohren hauen, nur weil ich dann 100 Euro mehr habe als meine Angestellten. Die können sich dann schön selbst eine Firma aufbauen. Ich habe dann lieber mehr Freizeit.

    09:06 von Bender Rodriguez: Wer ist WIR?

    Sie schreiben, WIR profitieren von der EU?
    Ich als Privatperson sehe für mich nur Nachteile.

    13:01, Grossfamilienberater

    >> Es gehoert auch nicht viel Phantasie und Fachwissen dazu, sich die nicht unerheblichen Bevoelkerungskreise bestimmten Alters und sozialer Schichten zu vergegenwaertigen, die im Vertrauen auf einen jahrzehntelang geltenden Mindestzinsatz ihre Ersparnisse traditionell angelegt haben und nun bitter enttaeuscht werden. <<

    Was meinen Sie mit "traditionell"?

    Sparbuch?

    Da waren die Zinsen eigentlich fast immer unterhalb der Inflationsrate.

    Welcher Mindestzinssatz galt jahrzehntelang?

    "Die lockere Geldpolitik der

    "Die lockere Geldpolitik der EZB schmälert seit Jahren die Ersparnisse der Verbraucher"

    Was bedeutet, dass sie den Vermögensaufbau für einen großen Teil der Bevölkerung praktisch unmöglich macht.
    Umverteilung von Arbeitenden zu Vermögenden.

    @ schabernack 13:15 - richtige Integration fördert den Wohlstand

    🖂 Was Sie hier schreiben, wäre allerdings sehr sinnvoll
      Ist aber auch der Teufelskram von mehr Integration und Internationalierung
      Da schreit das Europa der Vaterländer laut auf mit Phantomschmerzen

    Rational gesehen …
      ist die gemeinsame und gleichgewichtige Entwicklung des Binnenmarktes
      und seiner Infrastruktur die Wahl, gegen die es nur inferiore Alternativen gibt.
      Die europäischen Verkehrsnetze, Bahntrassen, Flugverbindungen, digitale Infrastrukturen
      Luft- und Raumfahrttechnik, Forschungeinrichtungen erzielen nur bei ganzheitlicher
      Planung und Umsetzung einen Mutliplikationseffekt.
      Unternehmen und Exporteure profitieren von leistungsfähigen Breitbandnetzen und
      Webshops, Logistikunternehmen von Straßen und Bahntrassen von Dänemark bis
      Rumänien.

    @ Grossfamilienberater

    Die Altersarmut allein auf die niedrigen Zinsen zurueckzufuehren ist genauso falsch wie ihr genereller Ausschluss hierfuer. Es gehoert auch nicht viel Phantasie und Fachwissen dazu ...

    Das vermag ich in Ihrem Beitrag auch nicht zu erkennen.
    Auf deutsch: die Keule Altersarmut passt überall, also auch bei der EZB.

    11:46, Grossfamilienberater

    >>Die Giralgeldschoepfung durch die Banken setzt eine risikobehaftete Investitionsunterstuetzungsentscheidung derselben (=Kreditbewilligung) voraus. Und die ist nicht zuletzt abhaengig von bestimmten auch konjunkturell bedingten Gesamtsituationen der Wirtschaft. Die EZB demgegenueber kann anders als die Banken durch KNOPFDRUCK Geldmengen vergroessern oder verkleinern und dadurch die Anreize fuer die Banken bei der Kreditvergabe in beide Richtungen veraendern und konjunkturelle Effekte ausloesen (veraenderte Bankenpolitik).<<

    Geld entsteht immer durch Kreditvergabe.

    >>Dieses Instrument der EZB ist gewaltig auch fuer die Realwirtschaft, was Sie dann an den "aufgeregten" Boersen bei Zinsentscheidungen der Zentralbanken jedes Mal weltweit sehen.<<

    Die Börsen spiegeln nicht unbedingt die Realwirtschaft. Sie regen sich ständig über alles mögliche auf und anschließend wieder ab. Wer dort Geld investiert, braucht ein sehr ausgeglichenes, unaufgeregtes Gemüt.

    Zu 12.21 von adeo

    Die Vorteile der jetzigen Geldpolitik der EZB fuer juengere bildungsnahe ArbeitnehmerInnen in ganz Europa (auch wenn manche das Land wechseln muessen aber auch duerfen) muessen gegen die erheblichen sozialpolitischen Risiken fuer aeltere Bevoelkerungsschichten mit ihren "traditionellen" Ersparnissen abgewogen werden. Von den Risiken von Blasenbildungen mit ihren drohenden Verwuestungen beim Platzen ganz abgesehen. Von dieser Abwaegung sind Sie im Gegensatz zum ARD-Artikel mit Ihren Beitraegen hier meilenweit entfernt.

    13:17 von schneegans

    Bei diesem Nachholbedarf wird aber vergessen, dass ein ganz erheblicher Anteil von Menschen
    noch nicht einmal die Mittel hat, den „kleinen Notgroschen“ für plötzliche Zwischenfälle des Lebens zu bilden.
    .
    an was das wohl liegt ?
    glauben sie wenn ein Hartz4ler 20 Euro weniger (oder mehr) in der Tasche hätte, würde sich was ändern
    es wird für viele Menschen immer zu wenig sein um Rücklagen zu bilden
    ... und schauen sie sich doch nur die Situation in Berlin an
    mit den Mietern und der mißglückten Mietbremse
    statt das "eingesparte" Geld auf die Seite zu legen wurde es ausgegeben
    jetzt wo es als Miete wieder fällig wäre, ist es weg !

    Nun ja

    Man kann ja von der Geldpolitik der EZB halten was man will, und sie zurecht als zweischneidiges Schwert bezeichnen.

    Richtig lustig hingegen ist die Tatsache, das die allgegenwärtigen Weltuntergangspropheten bis zur Finanzkrise 2008 den Zins und Zinseszinseffekt als die Wurzel allen Übels bezeichnet haben. Da gab es haufenweise Verschwörungsvideos auf YouTube und Co. wo man über die wAhRhEiT über den „Judaspfennig“ aufgeklärt wurde.

    Und jetzt plötzlich ist die Wurzel allen Übels das es keine Zinsen mehr gibt xD

    Das sagt zwar noch nichts über die Realität aus, aber sehr viel über das was sich in den Köpfen der Weltverschwörungs-Jünger abspielt. Und verschafft einem selbst vielleicht auch wieder einen gesünderen Blick auf die Realität.

    Aber Hauptsache man kann immer den gerade nahenden Weltuntergang ankündigen, die aktuellen Gründe biegt man sich schon zurecht. Gell Orfee und Co ;-)

    @Grossfamilienberater um 13:01

    Ich zitiere einen Teil Ihres Beitrags „... die im Vertrauen auf einen jahrzehntelang geltenden Mindestzinsatz ihre Ersparnisse traditionell angelegt haben und nun bitter enttaeuscht werden...“.
    Also da möchte ich widersprechen: im Vertrauen auf wen? Keiner kann einen jahrzehntelang geltenden Mindestzinssatz anbieten. Bei einem Sparbuch konnte man für eine gewisse Laufzeit einen Zinssatz vereinbaren, aber wenn der eine jahrzehntelange Gültigkeit gehabt hätte, hätte ich das, was ich mal hatte (ca. 10% Zinsen vor ca. 40 Jahren) nie aufgegeben. Und die Lebensversicherungen haben einen Garantiezinssatz angeboten, der aber leider auch reguliert wurde durch die entsprechende Finanzbehörde. Die vormals angezeigten Überschussanteile sind dann leider im weiter den Bach runter, aber es wurde natürlich nie negativ - nur leider die Ablaufleistung nicht so hoch wie damals (unverbindlich) prognostiziert.
    Es ist m. E. schon sehr lange bekannt, dass mit Sparbüchern Geld verloren geht -inflationsbedingt

    @von schneegans

    "Die angebliche "Nichtinflation" wird unsinnigerweise an Konsumgütern aufgehängt, die der Mensch nicht täglich braucht"
    Über den Warenkorb, der für die Messung herangezogen wird, kann man trefflich streiten. Aber die Mieten sagen auch nicht viel über den Geldwert aus und sind in Deutschland stark reglementiert. Diese steigen nur dort, wo eine starke Nachfrage auf ein geringeres vorhandenes Angebot stößt. Sollten plötzlich alle nach X-Stadt ziehen wollen, explodieren dort eben die Mieten.

    von schabernack 13:02

    Begonnen hat die Strategie der EZB mit dem Spruch von Mario Draghi "What ever is take"-was auch immer nötig ist. Mit dem OMT-Programm ( Outright Monatary Transaction, 2012), später Quantitative Easing 2015 . Dieses Programm wurde als entscheidend für das Überleben des Euro angesehen. Staatspapiere der Krisenländer im Notfall unbegrenzt aufkaufen. Es löste Freude bei den Anlegern und Banken aus, die in diese Papiere investiert waren. Dabei handelt sich um eine in der EU verbotene Staatsfinanzierung. Im Ergebnis werden die Notenbanken die hinter der EZB stehen zu den größten Gläubigern der Staaten. Die Verluste werden später von den Steuerzahlern aufgefangen werden müssen.

    Und in Staatspapiere Venezuelas wird man schwerlich investieren können, wegen den Sanktionen/Blockade und dem Problem mit dem SWIFT-System.

    12:46, schabernack

    >>11:14 von Gregory Bodendorfer
    «Nun … sehr gespannt bin ich, wann das ganze Geldsystem, welches im Grunde nur auf des Menschen Glauben daran basiert und existieren kann, (wieder mal) zusammenbricht.»

    "Zusammengebrochen" ist die "Reichsmark" in Deutschland in den 1920-er Jahren. Der Börsencrash in den USA im gleichen Jahrzehnt hat das Finanzsstem kräftig in Unordnung gebracht, aber "zusammengebrochen" ist der Dollar dadurch nicht.<<

    Und all dies ist passiert, weil man eben kein Geld in die Hand nahm, sondern auf die berühmt-berüchtigten Kräfte des Marktes vertraute. Die wirkten vor sich hin und bereinigten den Markt. Diese Marktbereinigung führte dann zu Massenarbeitslosigkeit, Vermögensvernichtung, Verarmung breiter Schichten und zur Destabilisierung vieler Staaten. Letztendlich dann zum zweiten Weltkrieg.

    Deswegen agieren die Zentralbanken der Industrieländer heute so, wie sie agieren.

    @ Mathias Beyer

    Es macht einen Unterschied, ob man schon eine Immobilie besitzt, oder ob man eine erwerben will.

    Wir z. B. besitzen ein Haus in attraktiver Wohnlage. Es bleibt im Wert gleich oder nimmt sogar zu. Das wirkt sich positiv auf unser Vermögen aus und auf unsere Kaufkraft, wenn wir das Haus irgendwann verkaufen sollten. Daher ist es allgemein nicht richtig, zu sagen, dass steigende Immobilienpreise die Inflation steigen lassen, also die Kaufkraft reduzieren.

    Ich hoffe, es ist Ihnen klar geworden.

    Geld-Karussell

    Die EZB macht doch alles richtig...Billionen Euro werden für alle möglichen Staatspapiere und div. Anleihen - sogar Aktien - bezahlt. Mit diesem geliehenen Geld der EZB stopfen die Anleiheverkäufer ihre Schulden. Die Rückzahlung ihrer Schulden bei der EZB geschieht dann wieder mit dem Verkauf von Anleihen....die Frage ist: wieviele Billionen die EZB per Buchgeld noch „schöpfen“ will? Für ein solches Schulden-Karussell haftet letztlich niemand mehr....die EZB sind wir ja selbst.

    Die Weiterentwicklung des Euros und der Instrumentarien ...

    ... einer abgestimmten Finanz-, Währungs- und Wirtschaftspolitik braucht eine Vision von dem was die Europäische Union sein soll und eine Agenda für deren Umsetzung.

    Die "United States von America" haben Jahrzehnte gebraucht, um sich zu einer Union zu entwickeln. Ihre Währung, der Dollar, hat 100 Jahre benötigt, um sich zu der Gemeinschaftswährung von 50 Staaten und zur Leitwährung der Welt zu entwickeln.

    Wenn die Europäer nicht verzwergen und zu Vasallen der großen Wirtschaftsblöcke in Nordamerika und Asien absteigen wollen, dann brauchen sie im Rahmen ihrer föderalen Strukturen einen integrativen Ansatz , der das jetzige Stückwerk mit den im Artikel beschriebenen Defiziten überwindet. Die Landkarte dafür ist klar.

    Noch einen schönen Nachmittag.

    @schneegans um 13:17

    Sie schreiben u. a. „...Und zu allem Überfluss wird auch noch versucht, ihnen mit Rürup- und Riesterrente das (nicht vorhandene) Geld aus den Taschen zu ziehen, einzig und allein zum Nutzen der Versicherungen...“.
    Ich habe eine Riesterrente über meinen Arbeitgeber abgeschlossen und eine zweite für meine Frau. Okay, meine bringt nicht so viel, aber die für meine Frau ist absolut lohnend: ein JAHRESBEITRAG von 60,- Euro, aber ca. 540,- Euro Kinderzulagen pro Jahr vom Staat (2 Kinder).
    Die Leute müssen sich halt auch mal schlau machen, was alles möglich ist. Es ist nicht alles eine Bringschuld!

    Der Herr Oberstudienrat...

    ...hat wie immer...
    RECHT

    Wachsen die Einkommen so stark wie die Kreditraten und Zinsen

    +Inflation? Denn die Einkommen müssen ihre Kreditverbindlichkeiten zurückzahlen. Da habe ich bei einigen Ländern so meine Zweifel. Der Niedrigzins der EZB kann eine gewisse Zeit die Rückzahlungen erleichtern. Wenn allerdings der Einkommenszuwachs in der Zukunft nicht Schritt hält, ergibt sich eine größer werdende, schwierige Lücke, die nur durch Umschichten von freiem Einkommen/Vermögen (falls vorhanden) geschlossen werden kann. Und Verschuldungswachstum durch Investitionen (=Ausgaben) ist jetzt für die ökologische Umgestaltungsvision geplant, ohne dass man den Einkommenszuwachs daraus schon errechnen kann. Der Niedrigzins der EZB hat eine Verschuldungszuversicht gefördert. Diese Zuversicht zu erhalten wird durch die Realdaten nach dem Coronawirtschaftsschock schwer werden.

    @ 0_Panik

    Die Renditen, die an den Börsen mit dem gedrucktem Geld (u.a.) der EZB erzielt werden können, können auf üblichen wirtschaftlichen/unternehmerischen Weg über Investitionen in Unternehmen nicht erreicht werden.

    Sie können mit der Spekulation, die Sie hier beschreiben, nur das Geld gewinnen, das ein anderer verliert. Wenn Sie da erfolgreich sein wollen, müssen Sie schon gut sein, unvoreingenommen und clever handeln und sich sehr fleißig informieren.

    Worum es hier geht

    Durch den gigantischen EZB-Aufkauf von Staatsanleihen wird international eine Kapitalmenge aufgebaut, die nicht mehr im Verhältnis zu der an sich benötigten Menge im Wirtschaftskreislauf steht, sondern höher ist.
    Dieses Mehr wird größer und größer, muss aber investiert werden.
    Wohin?
    Egal, Hauptsache die zu erwartende Rendite ist groß genug.
    In Aktien, Grundstücke, Rohstoffe usw.
    Auch in Fußballvereine.
    Auch in Glücksspiel.
    Egal.
    Parallel dazu geraten die Staaten in einen immer höheren Schuldenstand, das bedeutet: individueller Reichtum der Investoren nimmt zu, kollektive Sicherung durch staatliche Transferleistungen nimmt ab.
    Das Ganze ist ein Krieg Reich gegen Arm.
    Warren Buffet hat das mal prägnant formuliert.
    Kann man bei Wikipedia nachlesen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Warren_Buffett

    Die Verlierer sind Rentner, die länger arbeiten müssen, Eigenheimbesitzer, die ins Pflegeheim müssen und ganz besonders die Menschen, die sowieso wenig besitzen.

    @ Miauzi - Anhänger der guten alten Zeit

    Für einen funktionierenden Handel und Industrie braucht es KEINE Börsen!

    Bezogen auf das Mittelalter mag diese Aussage durchaus gelten.

    Alleine den deutschen Sparer

    Alleine den deutschen Sparer hat diese Politik laut Meldungen in unseren Medien bisher 750 Milliarden an verlorenen Zinzen gekostet. Dazu muss man sagen, dass viele dieser Sparer nicht zu den Superreichen gehören, sondern eher die kleinen Leute darstellen, die durch die Schröder’schen Rentenumbau gezwungen wurden, wegen teils unter Sozialmaß liegenden Altersabsicherungen,aus ihren eh nach und wegen Steuern zu stark beschnittenen Einkünften einen Beitrag zur Verbesserung ihrer zu knappen Renten etwas abknipsen zu können. Dafür werden wir dann auch noch als Europafeinde beschimpft, wenn wir nicht auch noch nun die Schulden der EU-Mitglieder mittragen wollen. Jeder will ein vereintes Europa, das in Frieden sich entwickelt zum Nutzen seiner Bürger. Aber die Schulden von anderen übernehmen zu müssen, teils versteckt hinter der Draghi-Geldpolitik, ist Diebstahl. Wer da nicht Mitmachen will, wird dann in die rechte Ecke gestellt? Das erinnert an die Willkür des Sheriffs von Nothingham

    @ Großfamilienberater

    ... die im Vertrauen auf einen jahrzehntelang geltenden Mindestzinsatz ihre Ersparnisse traditionell angelegt haben und nun bitter enttaeuscht werden.

    Enttäuschungen bleiben im Leben nicht aus. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf hohe Zinsen. Jemand anderes (ein Kreditnehmer) muss diese Zinsen ja aufbringen.

    12:31 von Oberstudienrat

    "War das je anders ?"
    Stimmt,anders war es im Normalfall noch nie.
    Gebracht haben Ihnen die niedrigen Zinsen auf jeden Fall dann etwas,wenn Sie bei einem älteren Kredit mit höheren Zinsen,die Restschuld umschulden konnten.
    Nebenbei gibt es da immer noch das alte klassische Prinzip des Bausparvertrages und für denjenigen der es machen kann,kann ich es nur empfehlen.
    Ich persönlich kann mir nicht vorstellen,dass ich ohne dieses Prinzip jemals zu Immobilien Eigentum gekommen wäre.
    Auch wenn ich jetzt Wiederspruch bekommen werde.Zumindest bei mir persönlich sprechen die Tatsachen dafür.
    Was dieses Thema betrifft arbeite obwohl ich mich nicht als konservativ bezeichne,nach wie vor nach konservativem Prinzip und bin damit nicht schlecht gefahren.

    @von Hador Golscheitel

    "Allein Deutschland hat € 2.000 Mrd. Schulden".
    Sie haben recht. Solange Deutschland diese Schulden aber bei Inländern hat, sind Zinssteigerungen nicht so dramatisch, da der Staat diese Zinsen über Steuern zum Teil abschöpfen kann.

    12:57 von nie wieder spd

    "Quasi einen Gehälterfinanzausgleich.".. Alle Gehälter werden eingezahlt, alle bekommen das gleiche ausbezahlt."
    Nicht mal in der Sowjetunion gab es eine Gehältergleichheit. Wozu soll jemand Nachtschichten schieben oder Überstunden machen, für 100 € mehr? Ob jemand 1000x mehr bekommt als der Durschnitt, ist eine andere Frage.
    "Steuern zu reduzieren nützt denen, die so geringe Gehälter bekommen."
    Durch die kalte Progression zahlen auch die unteren Einkommensschichten mittlerweile auch nicht weinig Steuern.
    "Harz4 - Empfängern auch nicht."
    Gut so, die sind ausreichend alimentiert.

    13:33, Margitt.

    >>Großbritannien hat es richtig gemacht. Für GB führte der Brexit dazu, dass man dort genug Impfstoffe hat!<<

    Ja, Großbritannien hat sich von einem kleinen Kuchen ein sehr großes Stück abgeschnitten. Was meinen Sie, was passiert wäre, wenn alle versucht hätten, es genau so zu machen?

    >>Wurde bei uns über den Eintritt in die EU jemals abgestimmt? Wenn nicht, muss das nachgeholt werden.<<

    Deutschland ist Gründungsmitglied dessen, was später die EU wurde. Bitte informieren Sie sich über die Geschichte.

    Über den Eintritt abzustimmen hat sich also erledigt.

    Aber wenn Sie denn über die weitere Mitgliedschaft abstimmen wollen, wie oft denn? Einmal? Alle vier Jahre? Immer dann, wenn bestimmte Parteien laut genug schreien?

    Zu fathaland slim um 13.39

    Mit "tradionell" meine ich vorrangig nicht die 30-Tage-Sparbuecher, deren Verzinsung uebrigens nicht permanent unter der Inflationsrate, sondern mal darueber und mal darunter lagen, sondern die grosse Auswahl an "Rentner-Anlagen" wie bspw. bei den Sparkassen mit Sparbriefen ueber 2, 3, 5 und 10 Jahre, deren Verzinsung mit der Frist steigend deutlich ueber der Inflationsrate lagen.

    Das Sparkonto

    Erfüllt seinen Zweck zum zwischenparken von für Kapital,Welches für spätere Zwecke verplant ist.

    @ nie wieder...

    Dazu wäre es aber wesentlich effektiver gewesen, wenn die EZB dieses Geld direkt auf die Konten aller Bürger überwiesen hätte und die es ausgeben.

    Welches Geld?
    Glauben Sie dass bei einer lockeren Geldpolitik Geld verschenkt wird? Falls ja, haben Sie etwas missverstanden.

    13:35, Margitt.

    >>09:06 von Bender Rodriguez: Wer ist WIR?
    Sie schreiben, WIR profitieren von der EU?
    Ich als Privatperson sehe für mich nur Nachteile.<<

    Welche denn?

    @margitt, 13:35

    Deutschland, unsere Wirtschaft und damit mittelbar auch Sie profitieren ganz erheblich von der Eu. Unsere Arbeitsplätze basieren vor allem auf einer starken Exportwirtschaft. In Asien entstehen große Wirtschaftsregionen, auch um USA und China Paroli bieten zu können. Umso wichtiger ist es, mit der Eu in gleicher Weise einen leistungsstarken Wirtschaftsraum verfügbar zu haben. Einzelstaaterei führt in der globalisierten Welt in die Isolation und damit in den wirtschaftlichen Abgrund.

    09:06 von Bender Rodriguez

    Zu 80 Millionen armen und 2 Millionen reichen, in Deutschland.
    .
    ist das so ?
    80 Millionen die unter der Brücke schlafen,
    von Suppenküchen ernährt werden müssen
    keine ärztliche Versorgung, keine Schule .....

    13:40, Shuusui

    >>"Die lockere Geldpolitik der EZB schmälert seit Jahren die Ersparnisse der Verbraucher"

    Was bedeutet, dass sie den Vermögensaufbau für einen großen Teil der Bevölkerung praktisch unmöglich macht.
    Umverteilung von Arbeitenden zu Vermögenden.<<

    Man kann sein Geld auch in der Schweiz aufs Sparbuch legen. Selbst kleinste Beträge. Mehr Zinsen bekommt man da aber auch nicht.

    Vermögensaufbau geht nicht mit Sparbuch. Ging eigentlich noch nie.

    @13:25 von Mathias Beyer

    "...die Kritik nicht an die EZB zu richten.."
    Das ist genau das Problem, dass die EZB mit den Staaten in einem Boot sitzt. Eigentlich müsste die EZB ihre Finanzpolitik von der Haushaltspolitik der Staaten trennen, indem z.B. definierte Fristen für eine Senkung oder eine Anhebung der Zinsen festgelegt. Ebenfalls müssen auch die s.g. Einkaufsprogramme streng definierte Grenzen haben. Und genau das fehlt. Stattdessen orientiert sich die EZB nach dem Haushalt der "Wackelländer". Diesen wiederum fehlt ein Stimulus, ihre Fiskalpolitik zu ändern. Da beißt sich die Rate in den Schwanz.

    @margitt, 13:35

    Können Sie denn die von Ihnen gefühlten Nachteile auch benennen? Ich bin froh, dass Deutschland Teil einer wirtschaftlich, politisch und sozial starken EU ist, dass ich abgesehen davon problemlos und unbürokratisch reisen und mit einer international hoch angesehenen Währung zahlen kann. Die EU ist unsere Zukunft, niemand will ernsthaft ein Zurück zur DM oder ins Kaiserreich...- niemand, außer der AFD.

    @margitt, 13:35

    Können Sie denn die von Ihnen gefühlten Nachteile auch benennen? Ich bin froh, dass Deutschland Teil einer wirtschaftlich, politisch und sozial starken EU ist, dass ich abgesehen davon problemlos und unbürokratisch reisen und mit einer international hoch angesehenen Währung zahlen kann. Die EU ist unsere Zukunft, niemand will ernsthaft ein Zurück zur DM oder ins Kaiserreich...- niemand, außer der AFD.

    13:52, Bernd Kevesligeti

    >>Begonnen hat die Strategie der EZB mit dem Spruch von Mario Draghi "What ever is take"-was auch immer nötig ist.<<

    Whatever it takes.

    Entstanden aus der Erfahrung mit der Weltwirtschaftskrise Ende 20er/Anfang 30er.

    Damals hat man das nicht getan.

    Die Ergebnisse dürften Ihnen bekannt sein.

    Zu fathaland slim um 13.45

    "Geld entsteht immer durch Kreditvergabe."
    Das ist nicht der Punkt.

    Wenn Sie sich die repo-Refinanzierung der Banken durch die Zentralbanken anschauen, dann besteht der Unterschied zur Kreditvergabe der Banken in der unmittelbaren Geldschoepfung. Und die hat entscheidenden Einfluss auf die Bankenkreditpolitik. Nehmen Sie den Fall, dass die EZB die Refinanzierung der Banken auf bspw. 6, 7, 10 % heraufsetzt. Dann verringert sich die Geldschoepfungsmoeglichkeit der Bank auf die Finanzierungsvorhaben, die diese Rendite erbringen koennen. Das fuehrt dann ziemlich schnell zu einem geringeren Kreditvolumen.

    @Stern2100 um 13:30

    > Dass Negativzinsen auf Dauer wirtschaftlich gesund sind, glaube ich eher nicht. Historisch gibt es dafür zwar keinen Beleg,<

    Das es dafür keinen Historischen vergleich gibt liegt daran das Geld bis zur Loslösung von Gegenwerten immer ein Mangelprodukt war.
    Die Erkenntnis das man mit einer unendlichen frei definierbare Ressource anders Arbeiten kann hat sich in den wenige Jahrzehnten seitdem erst entwickeln müssen.

    @ um 13:34 von Mathias Beyer

    „Super Idee, da mach ich auf keinen Fall mit und werde mir bestimmt nicht die Abende oder Wochenenden mit Angeboten und Kundenakquise um die Ohren hauen, nur weil ich dann 100 Euro mehr habe als meine Angestellten. Die können sich dann schön selbst eine Firma aufbauen. Ich habe dann lieber mehr Freizeit.“
    Eben. Und zig Millionen Arbeitslose brauchen ja auch Arbeit.
    ZB für die Klimaziele von Paris würden 6 Stunden Arbeitszeit pro Woche ausreichen, damit wir sie bis 2030 erreichen.
    6 Stunden pro Woche fände ich ok.

    @Adeo60 - Mittelstand

    11:29 von Adeo60:
    "Und genau für die verantwortungsvoll agierenden Unternehmer braucht es Hilfen."

    Da stimme ich Ihnen voll zu. Nur leider wird das Geld lieber an die Konzerne verschenkt, statt damit den verantwortungsvollen Mittelstand zu fördern.

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