Ihre Meinung zu: Sondersitzung im Innenausschuss: Versäumnisse beim Katastrophenschutz?

26. Juli 2021 - 7:41 Uhr

Seit der Hochwasserkatastrophe steht der Katastrophenschutz massiv in der Kritik. In einer Sondersitzung will der Innenausschuss nun klären, ob es Versäumnisse bei der Behörde gab - und ob sie reformiert werden muss.

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Wenn einzelne Landkreise die

Wenn einzelne Landkreise die Sirenen bewusst nicht auslösten, in der Begründung, man hätte keine gleichzeitige Massenmediale Berichterstattung und wolle die Leute nicht in Panik stürzen, um die Feuerwehrnummern nicht zu überlasten, - dann brauchen wir entweder keinen Katastrophenschutz oder es handelt sich um ein gravierendes Versäumnis. Das sieht doch ganz einfach aus. Was fragt man da noch rum?

PS: Die Sirenen nicht auszulösen aus den genannten Gründen ist nicht nachzuvollziehen.

Regierungsversagen durch

Regierungsversagen durch mangelnde Vorsorge.

Sirenen?

Was genau ist eigentlich nach dem deutschlandweiten Warntag passiert bei dem an 75% der Standorte NICHTS funktionierte?

Das Hauptproblem des effektiven Katastrophenschutz in Deutschland ist der Föderalismus in dem jede Verantwortung zwischen Bund, Länder und Kommunen versickert bis niemand mehr zuständig ist.

Ich würde mir generell eine Abschaffung des Föderalismus wünschen, auch der Bereich Bildung ist dank selbigen ein Trümmerfeld.

Der Feind der Bevölkerung

Der Fokus im Bevölkerungsschutz war in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts (1950 bis 1990) allein auf den Fall ausgerichtet, dass Deutschland von fremden Mächten überfallen wird. Naturkatastrophen spielten bei dieser Betrachtung keine Rolle. Mit Ende des kalten Krieges fristete der Bevölkerungsschutz in der Politik ein kümmerliches Dasein. Er wurde von Bund, Ländern, Landkreisen und Gemeinden in eine wenig beachtete Ecke abgeschoben. Das rächt sich nun, jetzt, wo nicht fremde Mächte, sondern die Natur zum größten Feind der Bevölkerung geworden ist. Genau diese Entwicklung hat man gewaltig unterschätzt.

//Klausewitz: Regierungsversagen durch mangelnde…

Diese Aussage ist wird wie alle simplen pauschalierenden Aussagen den Thema nicht gerecht. Die Fehler sind auf allen Ebenen sogar bis zu den Anwohnern passiert. Niemand hat eine solche Dimension wie möglich gehalten.

Passt ins Bild

Natürlich gibt es Versäumnisse. Was sonst? Immerhin wurde in den letzten 15 Jahren nahezu jede infrastrukturelle Basis kaputt gespart. Sehen wir im Gesundheitswesen, im öffentlichen Sektor und nun eben auch im Katastrophenschutz.
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Dieses Land steht wirklich schlecht da, in jedem Bereich. Aber alle klatschen Merkel noch immer Beifall. Die Rechnung kommt dann im nächsten Jahr.
Aber Merkel selbst, immerhin seit 16 Jahren verantwortlich, sagt jetzt allen ernstes, so 2 Monate vor ihrem überfälligen Abschied, dass man ja jetzt eine Politik machen wird (!) die den Klimaschutz mehr berücksichtigen wird. Wer? Sie selbst? Was für ein Nonsens.
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Nebenbei spricht die FDP von Freiheitsrechten von Impfgegnern. Ja klar, was sonst. Aber Freiheit bedeutet auch die Übernahme vonEigenverantwortung. Und jetzt wird wieder über eine Versicherungspflicht gesprochen, das passt.
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Nicht vergessen!
Wer mit dem 2 Tonnen SUV zum Bäcker fahren will, der säuft eben ab. Und das wollen wir Deutschen offenbar.

08:48 von Klausewitz

«Regierungsversagen durch mangelnde Vorsorge.»

Neue Regierung muss her = alles ist gut.
Ab Oktober wird alles anders und besser.

Jammer jammer jammer

Jaja, jetzt wird wieder gejammert. Aber wer wollte denn all die Straßen, die Versiegelung von Flächen? Wer hat Flüsse begradigt?
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Man kann sich manchmal nur noch wundern.
Die Natur hat sich jetzt mal geräuspert, also viel mehr war das nicht.
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Und?
80 Prozent sagen, man müsse was gegen den Klimawandel tun. Aber bitte woanders natürlich.
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Also ich habe weiterhin Leute gesehen, die ihre Kinder zur Kita mit dem Auto fahren. Die für 4 Brötchen mit dem Auto zum Bäcker fahren.
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Es werden weiter Vorgärten zubetoniert, damit das 3te Auto noch Platz hat.
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Also bitte....
Der Staat kann nicht des Denken übernehmen. Hier meckern doch alle über die Ideen der Grünen, weil diese auch mit Verboten arbeiten.
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Wenn die Vernunft fehlt, welchen anderen Weg gibt es dann. Offenbar muss das Benzin erst 5 Euro kosten, damit unnötige Autofahrten reduziert werden.
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Schade, denn in Deutschland scheint das Hirn leider im Standy-Wohlfühlmodus geschaltet zu sein.
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Die Natur wird sich wieder melden.

Fehler!

Ich vermute, daß häufig auch die Kanalisation veraltet war und nicht angepaßt wurde aufgrund zusätzlicher neuer Siedlungen/Häuserbau.
Bis vor ca. 12 Jahren hatten wir regelmäßig, besonders auch bei stärkerem Regen Wasser im Keller, weil die Nachbargemeinde (kleine Stadt), die wesentlich höher lag sich weigerte, endlich mal Geld in die Hand zu nehmen für eine ordentliche Kanalisation. Erst als es vor einem Jahrzehnt auch in den Kellern Schäden gab und auch eine kleine und zwar neu erbaute Fußgänger- und Fahrradebrücke vernichtet wurde, wurde endlich saniert mit Hilfe und großem Teil der Kostenübernahme durch den Landkreis und seither haben wir keine Probleme mehr.
Es gab auch jetzt keine Probleme, obwohl erst am Wochenende ca. 60 Liter auf den Quadratmeter innerhalb von ca. 6 Stunden runterkam und auch vorher nicht, als es teilweise sehr heftig war.

Es geht doch so einfach.

Jeden Mittwoch Punkt 15:00 Uhr gehen bei uns die Sirenen. Jeder weiß, das es nur eine Überprüfung derselben ist. Früher wußte man auch welche Sirenenklangfolge was bedeutete. Warum kann man nicht wieder diese Sirenen überall einführen und in der Schule die Sirenenklangfolge lehren?
Und Sirenen gehen auch über Batterien, Preßluft oder Generatoren. Bei Apps habe ich da so meine Zweifel.

Re : Zweispruch !

Grundsätzlich vergessen die Menschen zu schnell, was so im Land passiert ist. Denn vor nicht allzu langer Zeit traf es Teile von Ostdeutschland (Grimma/ Leipzig) wo auch erhebliche Schäden angerichtet wurden. Auch da hat man danach diskutiert. Nur leider sind die Strukturen des Katastrophenschutzes zu sehr ausgedünnt, sind nicht wirklich alle Stellen miteinander verbunden und greifen anscheinend nicht richtig in einander. Außerdem sollte der Bund bei einem solchen Ausmaß die Federführung haben, und durch einen gut arbeitenden Krisenstab von Fachleuten geleitet werden, ohne einen Politiker, der NULL Ahnung hat und eh nur im Weg rumsteht.
Und sicher muss beim Neu- Bauen der Infrastruktur neu gedacht werden, von allen, also auch jedem einzelnen Bürger. Denn was durch falsches Bauen bewirkt werden kann, wurde bei diesem Ereignis mehr als deutlich !

@08:48 von Klausewitz

"Regierungsversagen durch mangelnde Vorsorge" - ich kann's nicht mehr hören ! Was hätten Sirenen erreicht ? Niemand hätte ein SOLCHES Ereignis vermutet ! Hätte vor einem Jahr einer gesagt "Die Ahr wird über die Ufer treten und das halbe Dorf wegschwemmen. Darauf müssen wir uns vorbereiten: Zieht aus !", man hätte ihn für verrückt erklärt.
Sehr viele sind nicht einmal bereit aufs "Feiern" zu verzichten, um ein tödliches Virus zu umgehen.
Verrückt muß jemand sein, der ein Amt und Verantwortung übernimmt. Im mildesten Fall wird nicht geschimpft. Daß es heißt "Mit dem Wissen von vorher war nichts Besseres zu machen", dieses Eingeständnis kommt keinem über die Lippen. Als ob nur Politiker Fehleinschätzungen abliefern würden.

Fehler ?

Weshalb ist immer ein anderer Schuld. Bei diesem Hochwasser wurde die Bevölkerung meiner Meinung nach rechtzeitig gewarnt vor Starkregen mit Überschwemmung. Nachdem dieser Starkregen eintrat und viele Häuser beschädigt wurden soll nun lt. Herrn Scholz die Allgemeinheit für die Schäden an den Häusern aufkommen. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als hier in B-W jeder Hausbesitzer versichert sein musste. Heute sind in B-W rd. 95 % der Gebäude gegen Elementarschäden versichert, in RP nur rd. 35 %. Damals haben einige Verwandte von mir uns immer ausgelacht mit der Elementarschadenversicherung. Heute da Sie selbst geschädigt wurden, wollen Sie nichts mehr davon wissen.

Heidemarie

So eine Kanalisation wird für 100jährigen Regen berechnet. Das ergibt dann gigantische Rohrdurchmesser.
Deshalb ist es deutlich einfacher, erst zu fragen, für welche rohrgrösse überhaupt Geld da ist.
Und das is dann eben zu klein.
Im Grunde hilft da nur wegziehen. Es sei denn man hat spass daran, alle Jahre gross aufzuräumen.

@MrEnigma

Was hat jetzt Impfen gegen Korona mit Hochwasserschutz zu tun?

Und was hat Merkel damit zu tun, wenn Lokal die Sirenen nicht angeschaltet werden???

*

Bei dem Ausmaß der Zerstörung ist klar, dass ordentlich nachgebessert werden muss, aber dafür muss man sich auch lokal einsetzen.
Die Demokratie ist nichts, was von alleine passiert oder erhalten bleibt und sie lebt davon, dass sich die Bürger dafür einsetzen, was ihnen wichtig ist.

Momentan sind die meisten leider darauf getrimmt ein "größeres Ziel" zu verfolgen und die Welt zu retten, anstatt erstmal kleine Brötchen zu backen und die Dinge vor Ort anzupacken, die einen selbst oder die direkte Nachbarschaft betreffen.

Es gibt genug Arbeitslose!

Warum diese nicht in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen integrieren und für den Hochwasserschutz einsetzen. Viele wären froh, dann ein wenig mehr Geld in der Tasche zu haben als bei Harz 4. Und wer diese Maßnahmen ablehnt, der wird halt sanktioniert. Ging doch nach der Wende in Ostdeutschland auch.

Neue Erkenntnis: Wir haben doch einen Katastrophenschutz!

Bis vor dem Unwetter war ich der Meinung, dass Deutschland keinen Katastrophenschutz hat u. dieses Wort daher nur in der Theorie existiert.
Jetzt habe ich erfahren, dass wir einen, wenn auch untätigen Katastrophenschutz wohl doch haben.
Aber wie bereits bei der Pandemie, wo ich mich fragte, wieso hat Deutschland trotz intensiver Warnungen seit 2013 vor einer Corona-Pandemie nicht vorgesorgt, frage ich mich auch, was hat dieser Katastrophenschutz denn bisher zur Vermeidung von Schäden bei einer Katastrophe getan?

Was nicht getan wurde ist leichter zu benennen:
Wir haben kein funktionierendes Warnsystem.
Sirenen, bei denen man seit einem Jahr weiß, dass sie nicht funktionieren u. die dies immer noch nicht tun. Auch andere Warnsysteme sind eher nur "angedacht", aber nicht realisiert.

Andererseits weiß Jeder auch, dass wir seit 16 Jahren, mit kurzen Unterbrechungen auch vorher, die sog. "weiter-so-Regierung" haben:
Dies deshalb, weil sie von Bürgern gewählt wurde!
Also weiter so???

Re : Klausewitz !

Dieses Versagen ist aber auf vielen Ebenen zu verteilen, denn nicht nur der Bund, sondern auch die Länder und etliche Kommunen haben den Katastrophenschutz vernachlässigt. Was auch echt nicht verständlich ist, dass deutsche Verantwortliche nicht sich in anderen Länder informieren, wie wird dort für eine Katastrophe vorgesorgt. Als sehr gutes Beispiel gilt Holland, da ja sehr erprobt ist im Hochwasserschutz. Das ist wieder die deutsche Sturheit und Eigensinn, alles besser machen zu können, oder es nicht zu brauchen.
Es muss immer erst gewaltig was passieren, viele Tote und viel Geld kosten, bis mal aufgewacht wird, und man zumindest mal nachdenkt. Dabei ist es die Verantwortung der Regierenden schon bevor was passiert, dieses sich vor zu stellen und Vorsorge zu treffen. Was aber auch feststeht, auch viele normale Bürger denken nicht weit genug über den Tellerrand und treffen nicht wirklich Vorsorge.

@ Klausewitz

Zitat: "Regierungsversagen durch mangelnde Vorsorge."
#
Totaler Blödsinn! Die Regierung kann zunächst einmal gar nichts dafür, dass Menschen seit Generationen an Stellen Siedeln, die nach heutigen Maßstäben durch Wetter und Umwelteinflüsse vielfach gar keine Siedlungsgebiete mehr sind. Viele haben diese Gewalten bereits vielfach erleben müssen, keine Versicherung nimmt sie mehr bezahlbar auf. Sie bleiben trotzdem!?!
Ich möchte nicht wissen was los wäre, würde D eine Standortanalyse im Bezug auf Wohnen und Siedeln machen, um anschließend xy % mitzuteilen, dass sie bitte schön hier nicht bleiben können ... oder auf eigenes Risiko eben.
Katastrophenschutz ist universell auf alle möglichen Lagen ausgerichtet, nicht extra auf Hochwasser. Er kann nichts dafür, dass wir Technik- und Obrigkeitshörig geworden sind, nur noch tun was man uns explizit per App sagt.
Wie kann man ins Bett gehen, wenn draußen "die Welt unter geht"? Ist uns verboten auch mal selbst nach zu denken??

09:31 von KarlderKühne

«Es gibt genug Arbeitslose!
Warum diese nicht in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen integrieren und für den Hochwasserschutz einsetzen.»

Was sollen sie denn machen, die Hochwasserschützer Arbeitslosen?
Flüsse aufhalten, oder Wassermassen umleiten?

Versagen beim Hochwasserschutz?

Unter Anderem. Ich sehe aber auch ein Versagen bei den Medien, um genau zu sein bei TV und Radio, die die Bürger nicht vor der drohenden Katastrophe gewarnt haben, als noch Zeit dazu war. Die entsprechenden Informationen lagen vor. Nur in Wuppertal hat der kleine Privatsender Radio Wuppertal deutlich gewarnt, die Öffentlich-Rechtlichen haben irgendwann gerade mal ein Lauftext eingeblendet, als es für viele schon zu spät war. Darüber muss auch mal geredet werden.

Vorschläge

1. Statt APP,s wieder mehr Sirenen die hört normalerweise jeder !
2. Wenn Starkregen droht an neuralgischen Flüssen und Bächen die bekannt sind durch Gewässerwarte laufend direkt die Situation an vorbestimmten Beobachtungspunkten rund um die Uhr in Schichten beobachten.
Bei sichtbarer starker zunahme der Wasserhöhe und zwar vor Gemeinden und Städten erreicht werden sofort Alarm auslösen.
Eine pauschale Warnung über Bundesebene ist viel zu träge und vor allem ungenau.
3. Bundesebene muss für die evt. Hilfen mit Gerät, Material und Mannschaft sorgen.

08:56 von Louis2013

...... allein auf den Fall ausgerichtet, ........
----------

das ist zu vermuten

entsprechend sollte man den "Katastrophenschutz" komplett anders ausrichten
wie sie schon schreiben, Zitat
" wo nicht fremde Mächte, sondern die Natur zum größten Feind "
wobei man ja auch von Bedrohung sprechen kann

@08:48 von Klausewitz: mangelnde Vorsorge

"Regierungsversagen durch mangelnde Vorsorge."

Bei uns am Rande der Eifel wurde schon vor Jahren über ein Hochwasserrückhaltebecken diskutiert.

Weil das aber das Landschaftsbild stört, niemand bereit war Flächen zur Verfügung zu stellen und es eh nie ein starkes Hochwasser gab, wurde es von den Bürgern abgelehnt und nicht gebaut.

Wir sollte froh und stolz sein, ...

.. das es in D so viele Menschen gibt, die sich für die Hilfe am Nächsten engagieren. Freiwillige Feuerwehren, medizinische Rettungsdienste, das THW ... wer da dabei ist, macht das ehrenamtlich während andere im Liegstuhl eine große Klappe haben.
Diese Leute vor Ort müssen dann auch noch als Zielscheibe für die Angriffe frustrierter, mit ihrem Leben nicht klar kommender, Zeitgenossen herhalten.
Und Sirenen? Ein Aufschrei der Empörung (auch hier) als sie getestet werden sollten ... "wer braucht denn die noch?"
Bleibt also das Handy ... eine App oder so. Was bitte nützt die, wenn das Handy nachts aus ist, oder auf stumm? Wenn Sendeanlagen durch Blitzschlag oder Wassermassen beschädigt ausfallen? Oder die Empfänger dann zaudern, sich erst mal "rückversichern" wollen?
Was passiert mit dem Bürgermeister o.ä. der einmal zuviel auf den Knopf drückt und Evakuierungen ec. veranlasst? Macht der das ein 2. mal?
Kritik aus dem Sessel heraus geht immer. Wie wäre es mal mit eigenem Engagement?

Es geht immer noch besser

aber ganz grundsätzlich bin ich froh über die deutschen Rettungsorganisationen und deren Zusammenarbeit. Ob die Sanitätsdienste, das THW und die Freiwilligen Feuerwehren überall: die unzähligen Übungen der Helfer in den vielen Jahren ihrer freiwilligen Arbeit für uns alle machen sich bemerkbar und ihnen allen gilt mein echter Dank! Das die Bevölkerung durch Sirenen und Cell Broadcast künftig besser und lückenloser gewarnt werden müssen ist eine Lehre aus der Katastrophe . Aber auch der ÖR Rundfunk vor Ort muss nachts überall schnell eine Notbesetzung bereitstellen können. Im ARD-Nachtprogramm-Verbund sind die meisten Sender heute nachts überhaupt nicht mehr besetzt. Aber allen Schreihälsen entgegne ich: besser geht es immer, und ich habe die feste Überzeugung, das genau daran aktuell auch gearbeitet wird. Und zwar von Leuten, die ihren Job auch kennen. Vielleicht sogar besser, als wir alle zusammen.

09:31 von KarlderKühne

Es gibt genug Arbeitslose!
.... mehr Geld in der Tasche zu haben als bei Harz 4.
Und wer diese Maßnahmen ablehnt, der wird halt sanktioniert
--------

klar !!
das hat man schon bei Corona im letzten Jahr bemerkt,
weil sich kein Erntehelfer für gerade mal 5 Wochen meldete
und Sanktionen für Arbeitsunwillige
wo leben sie, das kriegen sie in unserer Gesellschaft doch nie durch
das verstößt doch nach allgemeiner Lesart gegen deren Würde

09:38 von Hr. Paschulke

Warnen ist eine Sache !
Warnungen ernst nehmen gar befolgen eine ganz andere

und schauen sie sich doch unsere Gesellschaft an
Corona wird geleugnet ...
das wäre doch bei einer Hochwasserwarnung nicht anders gewesen

Re : KarlderKühne !

Es wurde ja schon Geld vom Bund für die Sirenen versprochen, nur wie üblich viel zu wenig. Da liegt das Problem, es werden für elementare Bereiche wie dem Schutz von Menschenleben und Bildung viel zu wenig Geld in die Hand genommen, weil es wichtiger ist, dass Lufthansa sich sanieren kann, dass die Autoindustrie sich einfacher den neuen Gegebenheiten anpassen kann und viele Dividenden fließen, statt die Menschen schon von Kindesbeinen an das Schwimmen bei zu bringen und an die Sirenen zu gewöhnen, damit alle wissen, was zu tun ist. Auch ist nicht überall ein Netz vorhanden, weil die Netzbetreiber nicht so viel Geld verdienen auf dem Land, es mehr Masten kostet, im hügeligen Gebiet. Es ist der Politik von ganz oben bis ziemlich weit nach unten wichtiger, dass der Rubel rollt, als das elementare Leben !

@08:45 von OrwellAG: Sirenen nicht auszulösen

"Die Sirenen nicht auszulösen aus den genannten Gründen ist nicht nachzuvollziehen."

Was hätte es konkret bewirkt, wenn man die Sirenen ausgelöst hätte?

Die Sirenen hätte Katastrophenalarm gemeldet. Wie war noch mal der Warnton dafür? 1 Minuten Dauerton.
Wer hätte das gewußt?

Welche Maßnahmen wären zu treffen gewesen?
Im Haus bleiben, Fenster und Türen schließen, Radio / Fernsehen einschalten.
NICHT bei der Polizei oder Feuerwehr anrufen!

Was hätten die Leute gemacht? Die Polizei und Feuerwehr angerufen, um zu fragen was los ist.

Sinnvoller wäre es gewesen:
1. über die NINA App genauere Infos zu verteilen
2. Im Fernsehen Hinweise einzblenden, dass man das Radio einschalten soll.
3. Im Radio vor lokalen Gefahren zu warnen. Das hätte zum Beispiel die ARD mit ihren regionalen Sendern sehr gut machen können.

Nur ein Sirenenalarm bringt gar nichts.

Staatsversagen!

Es geht nicht um ein paar Sirenen, die nicht betätigt wurden. Uli Gellermann (der die TS bestimmt so sehr liebt wie sie ihn) weist auf das Europäische Warnsystem EFAS hin, das ab dem 10.7. schon Alarm schlug und explizite Warnmeldungen rausschickte:

Zitat:
"Das Warnsystem hat mehr als 25 Warnungen bis zum 14. Juli an die Landesämter für Umwelt in Bayern, Hessen und Sachsen und an das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn gesendet. Dem Amt steht Seehofer vor: Der Gefährder aus Bayern. Jetzt, so könnte man denken, legen die deutschen Medien aber mit einer Verantwortungsanalyse los. Nennen Schuldige und fordern Rücktritte."
(www.rationalgalerie.de/home/staat-versagt)

Nein, natürlich nicht. Obwohl ein Rücktritt Seehofers die einzig angemessene Reaktion wäre.

@Margitt.

"Andererseits weiß Jeder auch, dass wir seit 16 Jahren, mit kurzen Unterbrechungen auch vorher, die sog. "weiter-so-Regierung" haben:
Dies deshalb, weil sie von Bürgern gewählt wurde! Also weiter so???" Am 26. Juli 2021 um 09:33 von Margitt.

*

Was hat denn die Bundesregierung mit lokalen Hochwasserschutz zu tun?

Die Zuständigkeit liegt bei den Gemeinden. Die Länder geben die Mittel dafür frei. Beispiel Niedersachsen:
hxxps://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/themen/wasser/hochwasser_amp_kustenschutz/hochwasserschutz/allgemeine-informationen-zum-hochwasserschutz-7359.html

Oder meinen Sie den Klimaschutz?
Der hätte die aktuelle Katastrophe auch nicht verhindert, weil CO2 global produziert wird.

Wenn Sie in Ihrer Wohnung es zu warm / zu kalt / zu nass haben, dann ergreifen Sie auch vor Ort Maßnahmen und warten nicht, bis sich das Klima wieder ändert.

@GeMe

"Was hätte es konkret bewirkt, wenn man die Sirenen ausgelöst hätte Die Sirenen hätte Katastrophenalarm gemeldet. Wie war noch mal der Warnton dafür? 1 Minuten Dauerton.
Wer hätte das gewußt?" Am 26. Juli 2021 um 09:59 von GeMe

*

Also unser Feuermelder macht auch nichts anderes als piepen, damit wir nicht im Schlaf vom Feuer eingeschlossen werden.

Ich schätze im wachen Zustand kann man durchaus schneller reagieren, als im Schlaf.

Re : MrEnigma !

Im Grunde gebe ich ihnen recht, viele Menschen sind inzwischen zu träge und verwöhnt geworden, und denken nur noch bis zum Gartentor.
Aber dafür sollte die Politik, also die entscheidenden Stellen eine gewisse Lenkung und Steuerung übernehmen, um eben dieses Ausufern wieder in den Griff zu kriegen, die Menschen, gerade jetzt nach diesem schlimmen Ereignis, besser zu sensibilisieren, die Vorsorge besser gestalten, und konsequent den Klimaschutz voran treiben, auch wenn dies für viele Veränderungen bedeutet.
Natürlich müssen ALLE erkennen, dass sich was ändern muss, es muss aber von OBEN gestaltet werden, es müssen die Fachleute mehr als deutlich sich äußern und auf Veränderungen drängen, und auch die Wirtschaft MUSS sich bewegen und verändern. Es kann und darf nicht nur um noch mehr Kohle und noch mehr Kohle gehen, sondern die Menschen müssen mit der Natur leben und nicht gegen sie !

@KarlderKühne um 09:31 Uhr

"Es gibt genug Arbeitslose! . .
Viele wären froh, dann ein wenig mehr Geld in der Tasche zu haben als bei Harz 4. Und wer diese Maßnahmen ablehnt, der wird halt sanktioniert. Ging doch nach der Wende in Ostdeutschland auch."

Ja, so hat man das Selbstwertgefühl der Ostdeutschen nach der Wende zerstört. Wenn man das wieder machen möchte, dann mittels Ihrem Vorschlag hier.
Nein, 1. ist die Arbeitslosenzahl unerheblich, denn nach der Digitalisierung, der schnellen Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz und der alsbald folgenden riesigen industriellen Revolution braucht es kaum noch Lohn- oder Erwerbsarbeiter, um ein gutes und glückliches Leben für alle Bürger garantieren zu können. Weil 2. deswegen endlich das SANKTIONSFREIE BEDINGUNGSLOSE Grundeinkommen eingeführt werden wird, für den Anfang mind. 2000 Euro. Darauf aufbauend würden 2.a sich extrem viele Bürger freiwillig melden, um uneigennützig ganz fleißig Hilfe zu leisten in den Katastrophengebieten.

Die Entscheider entscheiden nicht.

Dazu kommt noch die schon bewiesene
Erkenntnis der nicht funktionierende Warnsysteme.
75 % der Warnalagen funktionierten
nicht an Deutschlandweiten Warntesttag!
Und was hat sich seitdem geändert?
Wenn wissentlich von Leuten aus Politik und Behörden Warnungen nicht weitergeleitet werden wie letzlich geschehen, und dadurch hunderte Bürger elendiglich ersaufen, und niemand für dieses Fehlverhalten zur Verantwortung gezogen wird, zeigt das nur auf in welchem System wir schon verkommen sind.
Aber die kommende Regierung unter dem entscheidungsfreudigen Macher, Herrn Lascheit,
wird das wohl ändern.¯\_(ツ)_/¯

09:57 von Sisyphos3

«Warnen ist eine Sache !
Warnungen ernst nehmen gar befolgen eine ganz andere
und schauen sie sich doch unsere Gesellschaft an
Corona wird geleugnet ...
das wäre doch bei einer Hochwasserwarnung nicht anders gewesen.»

Immer diese völlig sinnlose Verbreiung von Hochwasser mit Corona. Das eine Corona ist eine unsichtbare Gefahr, und das andere Hochwasser / Flut ist eine sichtbare Bedrohung für Menschen an Flüssen. Als Erklärung für irgendwas taugt Brei mit beliebig angerühten Zutaten nie auch nur das Geringste.

@ Traumfahrer

"es werden für elementare Bereiche wie dem Schutz von Menschenleben und Bildung viel zu wenig Geld in die Hand genommen" Am 26. Juli 2021 um 09:58 von Traumfahrer

*

Aber niemand geht deswegen demonstrieren.

Das ist auch Fakt.

Der Bevölkerung sind diese Themen - weshalb auch immer - total egal.

Es geht um nichts Geringeres

Es geht um nichts Geringeres als die Leistungsfähigkeit unseres Staates, die von den Wettergeistern getestet wurde. Hier die wichtigsten Fakten:
Das Europäische Hochwasserwarnsystem (EFAS) veröffentlichte Daten, die belegen, dass die Behörde zuerst am 10. Juli gewarnt hatte. In der Zeit vom 10. bis zum 14. Juli wurden demnach 25 Warnmeldungen an betroffene Behörden abgesetzt.
Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat frühzeitig gewarnt – zum ersten Mal zwei Tage vor dem Unwetter, am Montag, den 12. Juli. Am Mittwochnachmittag listete der DWD 37 Kreise auf, für welche die höchste Warnstufe galt. Gewarnt wurde vor allem vor „extrem ergiebigem Dauerregen.“ Der Wetterdienst schrieb von Niederschlagsmengen zwischen 80 und 180 Litern pro Quadratmeter, teilweise sogar bis zu 200 Liter pro Quadratmeter. Man kann 10000 Mann Gewehr bei Fuß haben, hilft aber nix wenn keiner denen was sagt! Der Staat hat versagt, nichts geringeres steht zur Debatte. So zu lesen bei Steingarts Morning Briefing!

@ Carina F

"Die "bösen BürgerInnen" enfach nicht an eine drohende Flutkatastrophe gedacht! " Am 26. Juli 2021 um 10:06 von Carina F

*

Ich bitte Sie!

Wer sonst soll an die eigene Sicherheit denken, wenn nicht man selbst?

Es schaffen Bürger gegen Umsiedlung ganzer Schulen zu demonstrieren, für Tempo 30 oder Spielstraße in ihren Straßen.
Gegen Fluglärm, gegen Güllegestank, gegen Kinderlärm, gegen Neubau von Behindertenheimem.

Aber bei Hochwasserschutz ist die Regierung schuld, wenn die Leute den nicht wollen?

Ich kann mich

noch gut an den wöchentlichen Test, der Sirenen erinnern, die Angst davor hab ich nie verstanden.
Dann wurden sie abgebaut, und jetzt wird man sie wieder anbauen, weil Apps und SMS hat nicht jeder.
Bei vorliegenden Fall, hat aber der Wetterdienst die Regenmenge bis 200 Liter angekündigt, 150 sind es dann geworden.
Ich wohne zwar nicht in der Gegend, hab das aber auf dem Wetterradar beobachtet, schau ich jeden Tag rein.
Sicher wird es Versäumnisse geben, aber nicht so wie es jetzt rüber kommt, bei solchen kleine Bächen und Flüssen, kann so etwas passieren.
Dann liegt es auch noch an der dortigen Landschaftlichen Gegebenheit, nicht umsonst wurden in vielen Gegenden, Rückhalte Becken und Ausgleichsflächen gebaut.

10:19 von Tada

«@ Carina F
"Die "bösen BürgerInnen" enfach nicht an eine drohende Flutkatastrophe gedacht! " Am 26. Juli 2021 um 10:06 von Carina F

«Ich bitte Sie!
Wer sonst soll an die eigene Sicherheit denken, wenn nicht man selbst?»

Und @Carina F kennzeichnet diesen Satz auch extra noch mit (Satire) als Nachwort. Muss man wohl noch zusätzlich das Smiley-Emoji anfügen … oder was noch?

@10:05 von Tada: Rauchmelder <> Sirenenalarm

"Also unser Feuermelder macht auch nichts anderes als piepen, damit wir nicht im Schlaf vom Feuer eingeschlossen werden."

Ihr Feuermelder ist ein Rauchmelder (Klugscheisserei ich weiß) und hat einen genau definierten Zweck. Nämlich bei Rauch in der Luft zu alarmieren.

Wenn die Sirenen heult, kann das viele Gründe haben. Ohne weitere, genaue Informationen bringt der Sirenenalarm wenig.
Wem das Wasser schon durch den Vorgarten läuft, der legt sich bestimmt nicht ins Bett und wartet darauf, dass die Sirene ihn wieder weckt, um daran zu erinnern, dass es jetzt an der Zeit ist, um mal zu prüfen ob man das Haus verlassen sollte.

Hallo schabernack

Dämme bauen und/oder verfestigen, Sandsäcke nähen und befüllen usw. Arbeit gibt es genug, wie uns die jetzige Katastrophe zeigt.

@H. Humme um 09:35 „Die Regierung kann … gar nichts dafür, …“

Untersagen Sie sich selbst nachzulesen, wer die Grundlagen für die Ausweisung von Baugebieten bestimmt? – Gemeinden durch deren gesetzliche Vertreter unter Beachtung von Bundesgesetzen.

Für BaWü dies vom Regierungspräsidium:
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema
„Bauen im Überschwemmungsgebiet“ (Stand: Februar 2019)
Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,
seit 22.12.2013 gelten Gebiete, in denen ein Hochwasserereignis statistisch einmal in 100
Jahren zu erwarten ist (sog. HQ100-Gebiete), nach § 65 des baden-württembergischen
Wassergesetzes (WG) als festgesetzte Überschwemmungsgebiete. Damit unterliegen sie
gem. §§ 78 ff. Wasserhaushaltsgesetz (WHG) erheblichen Einschränkungen hinsichtlich
ihrer Bebaubarkeit. …
_
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft mit der Internetseite:
HOCHWASSER Risikomanagement Baden-Württemberg
Neue Risiken vermeiden
… mit 5 PDF-Dateien – z. Bsp. „Hochwasser-Risiko-bewusst planen und bauen“ 80 Seiten, 9 MB, 1. Auflage Februar 2015

Wir wohnen im unteren Ahrtal.

Wir wohnen im unteren Ahrtal. Ich wurde in der Nacht 2x vom KATWARN geweckt und die Feuerwehr ist mit Lautsprechern durch die Straßen gefahren, hat die Menschen an der Tür rausgeklingelt. Die Sirenen haben geheult und die Martinshörner waren ständig zu hören. Das Problem ist, dass wir am Ahrufer fast jedes Jahr Hochwasser haben und die Sirene ertönt. Die Feuerwehr rückt dann zum Kellerauspumpen aus. Die Ahr hatte dieses Jahr den 10fachen Normal-Pegelstand und war mit ca. 8 m doppelt so hoch wie das höchste jemals gemessene Hochwasser ( 3,75 m). Es existiert nur noch der reguläre Feueralarmton, der wird auch jeden Monat getestet. Aus diesem Grund haben die Menschen die Warnung falsch eingeschätzt. Differenzierte Warntöne für Katastrophenfälle wären vielleicht eine Lösung. Viele ältere Menschen haben gar kein Smartphone oder kennen die Möglichkeiten von Apps nicht. Da helfen digitale Systeme nicht weiter.

Hallo Sisyphos3,

Leider haben sie recht. Lieber bezahlt unser Staat Geld für "Nichtstun" als für sinnvolle, der Allgemeinheit nützliche Arbeit. Wir im Osten wurden gezwungen, ansonsten Arbeitslosenhilfe oder gar Sozialhilfe.

Sondersitzung im Innenausschuss: Versäumnisse beim Katastrophens

Ganz bestimmt keine Versäumnisse bei den Mitarbeitern. Vielleicht bei der Technik, der Ausstattung. Im Jahre 2015 gab es noch 15.000 Sirenen in Deutschland, Anfang der 1990er Jahre sollen es noch erheblich mehr gewesen sein.
Aber wie auch immer, der Starkregen, daß Hochwasser, extreme Wetterereignisse, lassen sich nur durch eine nachhaltige Klimapolitik ändern, mit der Begrenzung des CO2-Ausstosses.

10:33 von GeMe

Aktuell wurden Menschen im Schlaf von Hochwasser überrascht.

Da hätte jedes Signal geholfen, um sie wach
zu bekommen.

Hallo WM-Kasparov-Fan,

war das jetzt ernst oder Ironie?

@Carina F

Ja, das habe ich überlesen.

"hakt".

Heißt: Wenn Informationen aus als glaubwürdig geltenden Quellen - seien es Bürger oder Institutionen - aus welchen Gründen auch immer nicht richtig, nicht vollständig und vor allem nicht ad hoc ("in Echtzeit") weitergeleitet werden, sobald sie bekannt werden.

Und diese Gründe liegen offenbar nicht selten in verkrusteten hierarchischen Strukturen in öffentlichen Institutionen.

Friede, Freude, Eierkuchen ist keine Strategie

Wer Katastrophen vorbeugen wollte und Sirenen nicht abbauen wollte, wer für Bevorratung für die Bevölkerung war, wer Katastropheneinsätze trainieren wollte und die Technik dafür vorhalten wollte, war bisher ein rechter Nationalist, ein Prepper, ein ungeliebter Bundeswehrsoldat, ein Verschwörungstheoretiker, ein Alarmist, ein Mensch, der andere unnötig in Panik versetzen würde und das Bild eines friedlichen Landes trüben würde.
Denn wir wissen ja inzwischen alle, dass wir in einem Land leben, in den wir alle gut und gerne leben. Tja.
Wenn man nur in Wünschen denkt, statt die Realitäten zu erkennen, wenn man nur für Klimaschutz statt für Katastrophenschutz Geld ausgibt und NGOs wachsen und finanziert werden, statt Katastrophenschutz zu finanzieren, dann kommt da sowas bei raus. Kaputte Brücken hatten wir schon zuvor, Straßenbau kam auch ohne geologische Gutachten aus und der Sparfuchs an Material und Fachleuten hat sich doppelt gerächt.
Man hätte zumindest Menschenleben retten können!

10:33 von KarlderKühne

«Dämme bauen und/oder verfestigen, Sandsäcke nähen und befüllen usw. Arbeit gibt es genug, wie uns die jetzige Katastrophe zeigt.»

Man braucht aktuell keine zusätzlichen Sandsäcke, und nicht an einem einzigen Ort der aktuellen Schäden sind die wegen zu wenigen, oder wegen zu wenig befestigten Dämmen entstanden.

Katastrophenschutz bzw. "Nationales Wassermanagement" sind nicht dadurch erfüllt, dass man in einer Hauruck-Aktion Arbeitslose ranschafft, die auf Vorrat für irgendwann Sandsäcke befüllen.

10:02 von Tada: Zuständigkeiten beim Katastrophenschutz ?

< Was hat denn die Bundesregierung mit lokalen Hochwasserschutz zu tun?

Die Zuständigkeit liegt bei den Gemeinden. >

Zunächst ist der Innenminister Seehofer für den Katastrophenschutz zuständig.
Dieser hat wohl auf Vorwürfe reagiert, weil er sagte:
Es sei richtig, wenn man den Förderalismus nicht in Frage stellt.
Ich erkenne daraus, ein Zuständigkeitsproblem.
Es kann m. E. nicht sein, dass jeder Bürgermeister in den zahllosen Gemeinden einer Region bei Katastrophen "sein eigenes Süppchen kocht".
D. h. es müssen einheitliche Regeln geschaffen werden, die überall gelten.
Das kann nur über das Innenministerium so angeordnet werden.
Es dient der Sache nicht, wenn die Zuständigkeiten hin und hergeschoben werden.

10:13 von schabernack

Das eine Corona ist eine unsichtbare Gefahr, und das andere Hochwasser / Flut ist eine sichtbare Bedrohung
..

sie meinen also nur was man sieht nimmt man ernst
da haben sie wohl recht
aber für was hat man sein Hirn ?

09:58 von Traumfahrer: Der beste Beitrag hier

Ihren Beitrag (09:58 Uhr) finde ich den besten Beitrag hier.
Ich gebe Ihnen voll Recht bei den von Ihnen aufgezeigten Fehlern und Versäumnissen.
Fazit:
DAS muss anders werden.
Ein "weiter-so" genügt nicht.

Hallo Carina F,

da kann man mal sehen, was den Ostdeutschen nach der Wende so alles zugemutet wurde. Selbst Frauen haben schwere körperliche Arbeit verrichten müssen. Aber viele sind sich in der heutigen Gesellschaft zu fein, um zur Schippe zu greifen. Deutschland alimentiert Tausende, die, wenn sie gebraucht werden, "Rücken haben", wie sie so schön ausdrückten.

@ 10:40 von Bernd Kevesligeti

"Starkregen, daß Hochwasser, extreme Wetterereignisse, lassen sich nur durch eine nachhaltige Klimapolitik ändern, mit der Begrenzung des CO2-Ausstosses." Völlig richtig und wenn wir uns beeilen, werden wir, nachdem es noch 30 Jahre weiter schlimmer wird, so in 50-60 Jahren wieder auf dem Stand von heute sein. Für die paar Jährchen lohnt es sich natürlich nicht, effektive Maßnahmen für den Katastrophenschutz zu ergreifen. Also alle Kräfte in den Klimaschutz. Oder vielleicht doch besser folgende Alternative: Wesentliche Reduktion des Konsums, des Wohlstandes zugunsten Klimaschutzes weltweit, Bevölkerungsschutz weltweit, Aufbau funktionierender Zivilgesellschaften in den armen Ländern ... Diese Herausforderung an die jetzt junge Generation ist nur mit wesentlicher Reduktion des Wohlstandes hier in Deutschland erreichbar, denn bislang vergrößern wir den Schaden, mindern ihn nicht. Aber sowas schreibt natürlich keine Partei in ihr Programm, die träumen alle von noch steigendem Wohlstand.

Re : Eislöwe !

Ich habe über zwanzig Jahre im Rettungsdienst gearbeitet, und habe in dieser Zeit ganze zwei große Übungen erlebt und mitgemacht, die ein größeres Geschehen bewältigen sollten. Und es wurden reichlich Fehler gemacht, zwar wurde darüber geredet, aber leider nichts verbessert oder besser organisiert. Nicht nur ich, sondern viele andere Kollegen wollten Veränderungen und Verbesserungen, sind aber alle gescheitert, am fehlenden Willen. Je weiter und höher, umso weniger Verständnis. Dabei sollte es gerade da ansetzen, dass eine stabile Struktur mit allen Möglichkeiten geschaffen wird, mit der nötigen Ausrüstung, dem nötigen Material, gut ausgebildetem Personal und immer wieder üben. Und was nicht vergessen werden darf, all die Menschen draußen müssen mit genommen und informiert sein. Auch das gehört zur Struktur, dass selbst Kinder schon angelernt werden !

Hallo schabernack,

warum in einer Hauruckaktion? Man kann diese Maßnahmen über den Katastrophenschutz und/oder das THW systematisch aufbauen, anleiten und führen. Die Ostdeutschen Frauen haben nach der Wende auch Ruinen abgerissen und/oder Radwege gebaut, ohne das sie das gelernt hatten.

@ Jue.So Jürgen Sojka

Zitat: "Untersagen Sie sich selbst nachzulesen, wer die Grundlagen für die Ausweisung von Baugebieten bestimmt?"
#
Nein, untersage ich nicht. Schön wäre es, wenn Sie zunächst meinen Beitrag noch einmal in Ruhe durchlesen. Ich schreibe davon, "dass Menschen seit Generationen an Stellen Siedeln, die nach heutigen Maßstäben durch Wetter und Umwelteinflüsse vielfach gar keine Siedlungsgebiete mehr sind."
Nicht Zitat: ".. §§ 78 ff. Wasserhaushaltsgesetz (WHG) erheblichen Einschränkungen hinsichtlich ihrer Bebaubarkeit."
Bei dem von Ihnen genannten Zitat: "Hochwasser-Risiko-bewusst planen und bauen" geht es um Neubebauung im Sinne des Gesetzes, nicht um Wiederherstellung beschädigter, alter Bausubstanz ... um die es halt in vielen Überschwemmungsgebieten geht.

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10:47 von Nettie

«Und diese Gründe liegen offenbar nicht selten in verkrusteten hierarchischen Strukturen in öffentlichen Institutionen.»

Die Gründe liegen darin, dass Deutschland kein regelmäßig von Naturkatastrophen wie Taifun oder Erdbeben heimgesuchtes Land ist. In solchen Fällen wird Katastrophenschutz, -vorbeugung, und -warnung mehrmals jährlich "getestet" durch Naturgewalt, was das System im Land kann.

Deutschland ist Lehrling in diesem Aspekt. Was auch eher erfreulich ist, dass es solche Katastrophen nicht andauernd gibt. Erfreulich so weit, aber auch erschwerend für Staatliche Vorsorge.

Wie gut ein System tatsächlich ist, oder wie wirksam Vorkehrungen als Vorbeugung sind. Lässt sich immer erst im Nachhinein überprüfen + verbessern. Nachdem eine mögliche Naturgewalt zugeschlagen hat. Naturgewalten, die verheeren, will aber auch niemand, und es ist besser, bleiben sie weg. Dilemma unauflösbar.

Schwere Erdbeben, Tsunamis, Vulkane gibt es in DEU nicht.
Starkregen mit Flut ist die Gewalt.

Naturkatastrophe und Bilanz

Der Schutz ist bundesweit zu überprüfen, denn manche Informationswege und Alarmmaßnahmen scheinen überholt, lückenhaft und dringend reformbedürftig. Trotzdem finde ich es falsch, krampfhaft Schuldige zu suchen, die man für Dinge haftbar machen will, die Natur und Katastrophe ausmachen. Auch in Hamburg haben wir Notfallmaßnahmen und Warnsysteme wie Bayern und andere Regionen ihre haben, z.B. bei Lawinengefahr. Überflutungen und Erdrutsche sind dabei genauso ein kaum zu beherrschendes Ereignis wie plötzlich auflodernde Waldbrände. Vorsicht ist eine Sache. Natur aber ist und bleibt nicht unbedingt beherrschbar. Aber: wer am Hang oder Wasser baut, muss um die Gefahren wissen. Das können Küsten- wie Bergregionen und Ansiedlungen in Tälern nur bestätigen, wenn man die Schäden und Ursachen übers Jahr betrachtet. Das ist nun wirklich keine neue Erkenntnis.

Sinnlos

Damit irgendjemand auf die hier immer wieder geforderten Sirenen reagiert hätte man den Leuten erstmal beibringen müssen das sich alles geändert hat, das ihre Erfahrungen mit dem Wetter in Zeiten des Klimawandels nicht mehr "zeitgemäß" sind.

Ja: Die Regierung hätte vom "Klimawandel" reden müssen.

Und das nicht nur einmal sondern so lange bis die Leute es begriffen haben.

Und wer hätte das tun sollen?
Die selben die weiter Kohle verfeuern wollen und Wind- und Solar-Energie behindern?

Hätte das die Ernsthaftigkeit der Notwendigkeit nachts bei Regen aus dem Haus auf den nächsten Berg zu klettern glaubhaft gemacht?

"I am not convinced"

Auch nicht das die Bereitschaft mehr für den Schutz vor den Folgen des Klimawandels auszugeben als die Verhinderung des selben geh gekostet hätte hoch gewesen wäre bevor nicht das Wasser bis unerkannte Oberlippe steht...ich glaube nicht mal jetzt das die Bereitschaft dafür da ist, weder für das eine noch für das andere

Es geht nur um Schuld abwälzen.

von Autograf 11:00

Aber das mit dem Wohlstand lässt sich doch regeln, lösen. Die am meisten davon haben, sind sicher bereit Verzicht zu üben. Warum auch nicht ?

Wer nur die Bilder sieht und diese Frage stellt,

beweist Humor, wo es eigentlich nichts zu Lachen gibt.
Oder doch?

@ Autograf um 11:00

Was die Prediger der Askese, genau wie die "das können wir us nicht leisten"-Bremser stets übersehen:

Umbau bedeutet Arbeit, und eben keine unentgeltliche sondern Wohlstand schaffende bezahlte Arbeit .
Auch ein Deich, ein Windrad, eine Solarzelle, schaffen Wohlstand und reduzieren ihn nicht.

10:54 von Autograf / @schabernack, 09:25

«Wir brauchten ein spezifisches Alarmsignal, dass da lautet "Lebensgefahr, sofort alle aufwachen und Radio anstellen!" … wir brauchen analoges Radio und zudem braucht jedes Haus ein Radio mit Handkurbel.»

Das wäre das Beste. Sehe ich ganz genau so.
Wäre auch eine Lernerfahrung mit "Abgucken" von den Weltmeistern in Katastrophenvorsorge. Von den Japanern.

Ich lebte mal in Tokyo … 1997/98. Ich war bei der Berufsfeuerwehr zum kostenlosen "Emergency Training". Ich hatte den "3 Days Survival Kit" in Form eines Rucksacks. Inhalt wie KfZ-Verbandskasten + Rettungs-Wärmedecken + Kurbelradio + Gaskocher + Tabletten zur Sterilisierung von Wasser + Reis + Trockenfutter wie Kekse, Nüsse, Obst.

So was ist aber auch Lernerfahrung. Der Staat muss der Bevölkerung die Notwendigkeit näherbringen. So auffälig katastrophenbedroht war DEU bisher ja nicht. Wie mitwirkungsbereit aber wären die Menschen hierzulande?

Täglich im Angesicht der pot. Katastrophe leben.
Ist was ganz anderes mit mehr Kraft.

@um 11:04 von H. Hummel - Nein, untersage ich nicht.

Von mir wurde Ihr Beitrag in völliger Ruhe durchgelesen und _nicht_ überlesen „…, dass Menschen seit Generationen an Stellen Siedeln, die nach heutigen Maßstäben durch Wetter und Umwelteinflüsse vielfach gar keine Siedlungsgebiete mehr sind. …“ _
In der PDF-Datei „Hochwasser-Risiko-bewusst planen und bauen“, auf Seite 10
Beispiel Mannheim
Dass die Position der 1607 als Festung gegründeten
Stadt Mannheim mit solch mehrfachem Bedacht
ausgesucht worden ist, verdeutlicht die topografi-
sche Landkarte. Als Bauplatz wurde eine etwa zehn
Meter über den normalen Wasserständen des
Rhein-Neckar-Deltas liegende Düne gewählt. …
Seite 22
Walter Rossow, dem Vorkampfer für landschafts-
Bezogenes Planen und Bauen an der TU Stutt-
gart. Seine These lautet seit 1956: „Die Land-
schaft muss das Gesetz werden“.
_
Was steht damit fest?
In vergangenen Jahrhunderten haben die Verantwortlichen für Stadtplanung sehr wohl Natur und Umweltbedingungen beachtet und geachtet. 300 Jahre Stadtklima Stuttgart

um 09:31 von

um 09:31 von KarlderKühne
"
Es gibt genug Arbeitslose!
Warum diese nicht in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen integrieren und für den Hochwasserschutz einsetzen. Viele wären froh, dann ein wenig mehr Geld in der Tasche zu haben als bei Harz 4. Und wer diese Maßnahmen ablehnt, der wird halt sanktioniert.
"
->
Wie sollen die denn aus ganz Deutschland dahin kommen? Wie werden die ernährt und wo kommen die unter?
" sei froh, sonst..."
Klingt nach Zwangsarbeit und Zwangsumsiedlung (müssten ja dahin...)

Was ist denn mit der Eigenverantwortung, an die ständig - auch bei Hartz IVern - appeliert wird?
Gilt die nur für Hartz IVer aber nicht für Firmen- und Hausbesitzer in Überflutungsgebieten?
Sollen die doch SELBER aktiv werden.
Und wer von denen "Rücken hat", kann doch auf eigene Kosten ne Firma engagieren.
Schafft dann sogar Arbeitsplätze,sicherlich gern genommen von Hartz IVern ohne "Rücken"...

Und wer beides nicht will, kann dann in Eigenverantwortung vom Haus in den Schutthaufen ziehen

12:16 von Bernd Kevesligeti

«Aber das mit dem Wohlstand lässt sich doch regeln, lösen. Die am meisten davon haben, sind sicher bereit Verzicht zu üben. Warum auch nicht ?»

Das sollten sie tun, was aber nicht sehr wahrscheinlich ist. Für aktuell und schnellstmöglich zu verbessernde Katastrophenvorsorge ist es völlig unerheblich, ob einer oder mehrere Wohlhabende auf Teile von ihrem Wohlstand verzichten.

von schabernack 12:49

Das ist aber die falsche Adresse. Autograf brachte den "Wohlstand" in die Diskussion und versuchte ihn gegen
eine ökologische Politik in Stellung zu bringen.

12:56 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Das ist aber die falsche Adresse. Autograf brachte den "Wohlstand" in die Diskussion und versuchte ihn gegen
eine ökologische Politik in Stellung zu bringen.»

Nicht ansatzweise tat @Autograf das.

Er / Sie stimmte Ihnen ganz ausdrücklich zu, und verwies auf die Gegebenheit, dass das Klima nun erst mal für einge Jahrzehnte sehr durcheinander ist. Man das nur langfristig wieder bessern kann mit verschiedenen Maßnahmen.

@Sisyphos3

Die meisten Bürger nehmen Corona durchaus ernst, davon abgesehen ist eine Flut nicht unbedingt mit einer Pandemie vergleichbar.

von schabernack 13:10

Mit verschiedenen Maßnahmen. Dazu gehört auf jeden Fall heraus aus der Kohle. Aber da soll ja noch daran festgehalten werden, daß Ortschaften dafür geräumt werden.

13:20 von Bernd Kevesligeti

«Mit verschiedenen Maßnahmen. Dazu gehört auf jeden Fall heraus aus der Kohle. Aber da soll ja noch daran festgehalten werden, daß Ortschaften dafür geräumt werden.»

Man wird sehen, was wird, und der Kohleausstieg wird früher als 2038 sein, weil die Förderunternehmen von sich aus früher aussteigen werden, als es mit der Jahreszahl 2038 geregelt ist.

@ Jue.So Jürgen Sojka

Zitat: "Was steht damit fest?
In vergangenen Jahrhunderten haben die Verantwortlichen für Stadtplanung sehr wohl Natur und Umweltbedingungen beachtet und geachtet. 300 Jahre Stadtklima Stuttgart."
#
Sie reden in der Zeit von 1950 bis ca. 2015. In vielen Städten und Gemeinden steht aber noch erheblich alte Bausubstanz. Die Umgebung hat sich geändert. Bodenversiegelung, Einengung von Bächen und Flüssen, Hangrodungen Straßenbau ... erst dadurch sind die Situationen entstanden, die heute zu einer Katastrophe geführt haben. Den Siedlungen in ihren alten Formen wäre kaum etwas passiert, die Natur hätte sich ausbreiten können.
Also reißen wir entweder die alte Bausubstanz ein, siedeln die Menschen um, oder wir verschanzen sie hinter, meiner Meinung nach nutzlos hohen Mauern.
Richtigen Einfluss können wir auf Neubauten nehmen, hier können Analysen hilfreich sein.
Ansonsten müssen wir auch einmal bereit sein, der Natur zurück zu geben ...

Reformen beim Eu- und hiesigem Katastrophenschutz!

Ich finde dass zunächst mal in der Politik die "Bevölkerungswürde" bei politischen Themen reformiert werden muss. Denn wenn sich die Politik, egal wo, nicht endlich darüber klar wird das "nicht" das Unternehmertum an sich den Staat, auch nicht den Hiesigen, darstellt sondern Mensch um Mensch innerhalb der gesamten Bevölkerung jedes Staates...dann muss politische Fehlbesetzung überdacht werden! Das Wissen über Naturgewalten wurde seitens Fachpersonen- und Klimaforscher seit Jahrzehnten an das politische Gewerbe publiziert. Nun je arglose Bürgermeister von "Opferorten".. als klimatischen Laien anzudeuten ist beschämend. Sirenen und nicht SMS an handverlesene Nutzer gehören zum Heimatrespekt jeder Staatsführung. Debatten? Ab in die Krisengebiete und selbst hungern! Das gebietet! Politisch gemeint und für überall auf der Welt. Es braucht inmitten unzähligem weiteren endlich global gemeinsame "Währungsreformen" um alles finanzierbar zum Leben - und Aufbau zu finanzieren.
Frau D. Brauer

Zweispruch 8.55 Uhr

Das Hauptproblem des effektiven Katastrophenschutz in Deutschland ist der Föderalismus in dem jede Verantwortung zwischen Bund, Länder und Kommunen versickert bis niemand mehr zuständig ist.

Ich habe mal im Krisenstab mit geübt und kann das so nicht sagen. Die LK kennen die Gegebenheiten vor Ort ganz gut. M. E. wird einfach zu wenig geübt, vor allem mit übergeordneten Behörden.

Sirenen schön und gut, aber wer unter 45 Jahren weiß denn noch, was die bedeuten und was zu tun ist? Da muss man erst wieder die Bevölkerung schulen.

von schabernack 13:35

Sie sind ja ein richtiger Optimist.
Aber wenn Sie recht behalten, dann können ja die Menschen in Manheim, Westrich, Berverath und Keyenberg aufatmen (Alle Dörfer bleiben).

13:38 von Frau Brauer 1 S...

«Ab in die Krisengebiete und selbst hungern! Das gebietet!»

So was gebietet nur der Trottel, der irgendeinen Sinn darin sieht, dass Politiker, Sie oder ich, nun in Krisen- oder Katastrophengebiete fahren, um dort zu hungern.

Stichwort Versäumnisse.

Die Versäumnisse sind doch längst nicht nur am Katastrophenschutz festzumachen.

Die gesamte Infrastruktur wurde doch vernachlässigt.

Die Regierung ist in weiten Teilen viel zu träge, und zudem können wir uns Planfeststellungsverfahren die Jahrzehnte dauern nicht mehr leisten.

Ebenso schauts mit dem Bürokratie Abbau aus, dort werden Computer nicht genutzt um das Leben zu erleichtern, sondern um mehr Arbeitsplätze zu schaffen.

Bei der Wasserwirtschaft sollte wir die Niederländer zu Rate ziehen, die das wirklich Professionell angehen.

@08:48 von Klausewitz

>> Regierungsversagen durch mangelnde
>> Vorsorge.

Was hat das Versagen auf kommunaler (Behörden)-Ebene denn jetzt schon wieder mit "Regierungsversagen" zu tun? oO

Am 26. Juli 2021 um 08:55 von Zweispruch

Ich würde mir generell eine Abschaffung des Föderalismus wünschen, auch der Bereich Bildung ist dank selbigen ein Trümmerfeld.
__
Ja, das würde bei vielen Dingen sinnvoll sein. Nicht zuletzt auch beim Gesundheitsschutz und bei vielen anderen Dingen. Wird aber nicht passieren, weil die ganzen Landtagspolitiker samt dem Rattenschwanz, der da dran hängt, natürlich ihre Pöstchen behalten wollen. Und zwar quer durch das Parteienspektrum. Da hat sich manch einer kapitulieren müssen.

13:45 von Bernd Kevesligeti

«Sie sind ja ein richtiger Optimist.
Aber wenn Sie recht behalten, dann können ja die Menschen in Manheim, Westrich, Berverath und Keyenberg aufatmen (Alle Dörfer bleiben).»

Das hat weniger mit Optimismus zu tun, aber mit Hören und Lesen, was die Energieversorger Kohleausbuddler so sagen und planen. Energiekonzerne bleben sie auch nach Ende der Kohleförderung, und ein grundlegender Konzernumbau dauert viele Jahre. Da buddelt man nicht bis zum letzten möglichen Tag so viel Kohle, wie es eben nur möglich wäre.

Für RWE ist Windenergie doch schon heute viel wichtiger mit mehr Umsatz und Gewinn als die Baggerei von Braunkohle. Der durch die Erft geflutete Tagebau mach auch nicht gerade Spaß für Braunkohle.

Welche Ort evtl. noch weichen müssen, und welche evtl. doch bestehen bleiben. Wissen wahrscheinlich sogar die Konzerne heute nicht zu sagen.

@08:55 von Zweispruch

>> Was genau ist eigentlich nach dem
>> deutschlandweiten Warntag passiert bei
>> dem an 75% der Standorte NICHTS
>> funktionierte?

Also, Rostock hat aufgerüstet. Wir hatten vor ca. 2 Monaten einen 2. Test, jetzt läuft alles. -.-

Am 26. Juli 2021 um 09:05 von MrEnigma

Dieses Land steht wirklich schlecht da, in jedem Bereich. Aber alle klatschen Merkel noch immer Beifall. Die Rechnung kommt dann im nächsten Jahr.
__
Ja, hier läuft wirklich alles aus dem Ruder. Nur Murks alles. Alles falsch gemacht, alles !
Allen anderen geht es viel viel schlechter als uns. Alle Länder bedauern uns ob dieser gruseligen Regierung, die nur alles immer falsch macht. Würde es uns doch nur ein einziges Mal so gut gehen, wie allen anderen. Das kann doch nicht zuviel verlangt sein aber nichts passiert. Wir werden in jeder Beziehung hängen gelassen und benachteiligt allen anderen gegenüber.

Kann eventuell Spuren von Ironie beinhalten.
___

Nicht vergessen!
Wer mit dem 2 Tonnen SUV zum Bäcker fahren will, der säuft eben ab. Und das wollen wir Deutschen offenbar.
___
Ist das wahr, sind alle, die jetzt betroffen waren, mit dem 2 t SUV zum Bäcker gefahren ?
Gut, wir haben keinen SUV.

Am 26. Juli 2021 um 09:13 von MrEnigma

Also ich habe weiterhin Leute gesehen, die ihre Kinder zur Kita mit dem Auto fahren. Die für 4 Brötchen mit dem Auto zum Bäcker fahren.
___
Wegen 4 Brötchen ? Das ist wirklich ein starkes Stück. Sollten dann schon mindestens 6 Stück und 2 Teilchen sein.

@09:05 von MrEnigma

>> Aber Merkel selbst, immerhin seit 16
>> Jahren verantwortlich

Nope, für Katastrophenschutz sind immer noch die lokalen Behörden und nicht(!) Merkel verantwortlich. -.-

Am 26. Juli 2021 um 09:33 von Margitt.

Was nicht getan wurde ist leichter zu benennen:
Wir haben kein funktionierendes Warnsystem.
Sirenen, bei denen man seit einem Jahr weiß, dass sie nicht funktionieren u. die dies immer noch nicht tun. Auch andere Warnsysteme sind eher nur "angedacht", aber nicht realisiert.

Andererseits weiß Jeder auch, dass wir seit 16 Jahren, mit kurzen Unterbrechungen auch vorher, die sog. "weiter-so-Regierung" haben:
___
Nooochmaaal, gaaaanz laaaangsaaaam, damit es vllt mal verstanden wird. Auch von Ihnen. Katastrophenschutz insbesondere hier die Alarmsysteme, sind Sache der Länder bzw. im Falle der Alarmsysteme sogar der Kommunen. Was bitte schön hat die Regierung damit zu tun ? Die unterschiedlichsten Parteien sind in den Ländern und in den Kommunen zuständig.
Auch die von Ihnen bevorzugten. Bitte mal zur Kenntnis nehmen, wenn Ihnen das möglich ist und nicht immer nur auf die Regierung schimpfen, wenn Ihnen, wie so oft, etwas nicht passt.

13:55 von weingasi1

«Ich würde mir generell eine Abschaffung des Föderalismus wünschen …»

«Ja, das würde bei vielen Dingen sinnvoll sein. Nicht zuletzt auch beim Gesundheitsschutz und bei vielen anderen Dingen. Wird aber nicht passieren, weil die ganzen Landtagspolitiker samt dem Rattenschwanz, der da dran hängt, natürlich ihre Pöstchen behalten wollen. Und zwar quer durch das Parteienspektrum. Da hat sich manch einer kapitulieren müssen.»

Gerade beim Katastrophenschutz ist es ganz besonders sinnlos, regionale Zuständigkeiten zugunsten von Zentralismus aufzugeben.

Der Bund sei der Koordinator mit Vorgaben, was bspw. Sirenen, Warnhinweise & Warnwege betrifft. Regional seien Zuständigkeiten von Umsetzung wie bspw. Evakuierungspläne & -orte, wo Evakuierte hin sollen und müssen.

Dazu übe man Abläufe regelmäßig, informiere die Bürger, was man denn machen soll, wenn nachts die Sirene lärmt.

Über einen "National Emergency Day" wie jährlich der 01.09. in Japan lacht man sich in DEU dann den Ast.

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