Ihre Meinung zu: Mobilfunk-Ausbau: Wenn das Dorf keinen Handymast will

27. Juli 2021 - 18:38 Uhr

Eine Odenwaldgemeinde liegt größtenteils im Funkloch, doch gegen den Bau eines Sendemasts gibt es Widerstand. Stabiles Handynetz oder nicht - darüber streitet das Dorf seit Jahren. Von Frank Breitenstein.

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Kommentare

Wenn das Dorf keinen Handymast will

Wenn das Dorf keinen Handymast will? dann muss man prüfen was die umliegenden Bewohner brauchen und Notfalls Industrie umsiedeln. Alle staatlichen Zuwendungen des Landes sind dann auch zu streichen.

rer Truman Welt

Was ist das Problem für diese "Verweigerer" denn jetzt?
Ah, Strahlungsbelastung!
Die ist signifikant gesundheitsschädlich, verursacht Veränderungen der Zellen von Lebewesen und sind damit signifikant Risiko erhöhend bzgl. Krebsbildung. Das ist wissenschaftlich belegt. Aber das sind akzeptierte Kollateralschäden, die akzeptiert werden. Über 250.000 Krebstote pro Jahr - Tendenz steigend-akzeptiert die Gesellschaft. 60.000 Corona-Tote sind allerdings nicht akzeptabel wie wir wissen. Wie da wer welche Prioritäten vorgibt, ist mir nicht bekannt. Das Bewohner sich wehren, in unmittelbarer Nähe eines Handy-Mastes wohnen zu müssen, kann ich deshalb verstehen. Aber dann gibt's kein Handy Netz!
"Housten, we've a Problem!"

finde ich gut ...

das sollte es öfters geben. Habe schon strahlenempfindliche Menschen kennengelernt, die mit verbundenen Augen jede Strahlenquelle ausmachen können und wo dies definitiv gesundheitliche Auswirkungen hat.

Bin der Meinung, dass dies auch Auswirkung auf Menschen hat, obwohl sie dies nicht gleich so offensichtlich spüren.

Finde, man sollte verstärkt auf eine Kabel-/Glasfasergestützte Infrastruktur setzen.

Die Bedenken gegen die 5G-Technik teile ich auch, für mich ist die Auswirkung nicht ausreichend getestet, hier wird die Bevölkerung gleichzeitig Versuchskaninchen sein.

Gut

Wenn das Dorf keinen Handymast will...
(Alle im Dorf?)

Soll es also so bleiben, bloß sollte sich künftig niemand beschweren, im Funkloch zu leben, Katastrophenwarnungen per App nicht erhalten zu haben oder gar die mangelhafte Digitalisierung beklagen.

ach du liebe Güte

Haben die im Dorf einen Köhler? Na dann weiß man jederzeit, wer's war, wenn's mal irgendwo brennt. Wenn es keinen Köhler gibt, denn doch bei 760 Einwohnern wenigstens ein paar rothaarige?
Und wird dort noch die Magd des Nachbarn der Hexerei beschuldigt, wenn die eigene Kuh zu wenig Milch gibt?
Tote durch "Telefonstrahlen". Ich fasse es nicht. Dort denkt man wahrscheinlich auch noch, dass Zugfahren durch die höllischen Geschwindigkeiten zur Gehirnerweichung führt.
Die Bürgermeisterin sollte ein paar Lexika und Atlanten an die Einwohner verschenken und einen Schullehrer einstellen, der studiert hat.
Ich habe viele Jahre nicht weit entfernt von Rüdenau gelebt. Dort war ich nie. Ich kann deshalb nicht mal sagen, ob es da schon Festnetztelefon gibt. Oder eine Zeitung. Wenn ich den Artikel so lese, würde mich überhaupt nichts wundern.

@Giselbert

"Menschen kennengelernt, die mit verbundenen Augen jede Strahlenquelle ausmachen können und wo dies definitiv gesundheitliche Auswirkungen hat."

Äußerst interessant! Und das können die ohne Wünschelrute? Ich bin tief beeindruckt-;))))

sollte schon eine Chance haben

„Die Bürgermeisterin hofft nun auf einen Kompromiss, der für möglichst viele akzeptabel ist, damit die Funkstille bald ein Ende hat“

Wäre nicht nur wegen der Stimmung im Ort gut, wenn der gefunden werden kann („Klar ist nur: Der Empfang ist mies. Die Stimmung bei vielen Einheimischen auch - besonders bei den Gewerbetreibenden“).

Hilfreich dürften dabei vor allem überzeugende Argumente sein: „Erst vor einem halben Jahr habe es etwas außerhalb im Wald, an einem kleinen See, einen medizinischen Notfall gegeben. Da hätte besserer Empfang womöglich Leben retten können. Doch der Notarzt kam zu spät zum Unglücksort. Ohne Handynetz helfen auch die sogenannten Rettungspunkte nicht“

Außerdem könnte man der Vertretung eigener Interessen unverdächtige Fachleute zu den Diskussionen einladen, die solche Bedenken ausräumen: „(…) gibt zu, dass ihr die 5G-Technik nicht ganz geheuer ist und meint gelesen zu haben, dass es auch ernsthafte wissenschaftliche Bedenken (…)“

Na. Denen würde ich dann auch

Na. Denen würde ich dann auch Kabel TVund Telefon abschalten. Da kommen bestimmt auch gefährliche Strahlen raus.
Wasser und Strom machen auch Strahlen und Felder. Schwups. Is auch Strom und Wasser abgeschaltet.

Da kommt nix raus, was irgendwie gefährlich wäre.
Ich rege mich immer auf, wenn ich irgendwo kein Empfang habe. Da fahre ich einfach nicht mehr hin.
Is einfach nicht mehr zeitgemäß. Einen Notruf kannste dann vergessen.
Is gerade im Odenwald bei Wanderern und Bikern nicht gerade selten.

Was für ein grandioser Unsinn.

Artikel: «Die Dorfbewohnerin Ulrike Lorenz äußert bereitwillig ihre Skepsis.
Sie finde es eigentlich ganz sympathisch, dass man in Rüdenau nicht ständig erreichbar ist.»

Will man nicht ständig erreichbar sein.
Dann kauft man sich kein Mobiltelfon.
Oder man lässt es zuhause, wenn man rausgeht.
Wenn man schon eins hat, weil mal doch mal erreichbar sein will.

Als ob man mit dem Mobiltelefon auf der Stirn festgeschweißt Tag und Nacht umher rennen müsste. Warum einfach, wenn es doch auch kompliziert geht …

19:54 von Giselbert

«Habe schon strahlenempfindliche Menschen kennengelernt, die mit verbundenen Augen jede Strahlenquelle ausmachen können und wo dies definitiv gesundheitliche Auswirkungen hat.»

Die Seher der Neuzeit, als Ersatz für das Orakel von Delphi, als Ersatz für Schamanen, als Ersatz für Voodoo-Priester, die Fußballergebnisse aus Hühnerknochen lesen können.

20:13 von harpdart

Schließe mich dem an.

Allerdings habe ich selbst Probleme mit schlechter, "verbrauchter", Luft und bekomme davon in einigen Minuten Kopfschmerzen, wo andere das nicht nachvollziehen können.

Daher bin ich wirklich erstaunt, dass das geht.
Liegt es vielleicht doch am guten Gehör? Strom bringt die Elektroteile zum Vibrieren. Mich machen oft Stecker für USB-Kabeln mit ihrem Summen wahnsinnig. Ich habe auch schon Lichterketten entsorgt, weil mir der Stecker zu laut war. Das zu hören ist wie Tinnitus zu haben.

@harpdart: meine Apps gehen

@harpdart: meine Apps gehen über Internet mit Glasfaser mitten in der Pampa. Handy überflüssig.

@19:54 von Meinung zu unse.

>> Die ist signifikant gesundheitsschädlich,
>> verursacht Veränderungen der Zellen von
>> Lebewesen und sind damit signifikant
>> Risiko erhöhend...

Darf ich kurz einen Witz erzählen?

Also:

Die Telekom hat in Papendorf (bei Rostock) einen dieser Funktürme aufgestellt.
Kurz darauf gab es eine Petition mit ca. 300 Unterschriften, zur Begündung: "Der Turm verursacht Kopfschmerzen". oO

Bei der nächsten Gemeindeversammlung war die Telekom anwesend: "Gut, daß sie uns jetzt auf die Kopfschmerzen hinweisen. Wie schlimm sollen die dann erst werden, wenn wir nächste Woche den Mast in Betrieb nehmen?" -.-

@20:21 von schabernack

>> Warum einfach, wenn es doch auch
>> kompliziert geht …

Sie schreiben mir (mal wieder) aus dem Herzen.

20:20 von Bender Rodriguez

«Ich rege mich immer auf, wenn ich irgendwo kein Empfang habe. Da fahre ich einfach nicht mehr hin.
Is einfach nicht mehr zeitgemäß. Einen Notruf kannste dann vergessen.
Is gerade im Odenwald bei Wanderern und Bikern nicht gerade selten.»

Und in vor-modernen Zeiten, als es noch kein Mobilteleon gab, hat man sich nie weiter als max. 3 Meter vom Schnurtelefon mit Häkelverkleidung weg bewegt, weil man evtl. mal einen Notruf tätigen müsste.

Fahrradfahren hätte ich unter diesen Bedingungen niemals erlernt.

Wie schrecklich, ein Handymast!

Der klassische Fall, den es wohl nur hierzulande gibt.
Wir wollen guten, schnellen Empfang, aber keinen Mast, wir wollen gute Verkehrsanbindung, aber keine Straße, wir fliegen gern in den Urlaub, wollen schnelle Anlieferung von Bestellungen, wollen aber keinen Flughafen und keinen Nachtbetrieb, wir wissen, dass wir die Energiewende brauchen, wollen aber keine Windkraftwerke und keine Stromleitungen.

Unwichtige meldung

"@harpdart: meine Apps gehen über Internet mit Glasfaser mitten in der Pampa. Handy überflüssig.
"
Echt? Wie lang ist dieses Glasfaserkabel?
Wäre das nicht auch die Lösung für elektroautos?
Batterien überflüssig.

Berichten Sie mehr über diese Sensation.

@saschamaus

"Darf ich kurz einen Witz erzählen?

Also:

Die Telekom hat in Papendorf (bei Rostock) einen dieser Funktürme aufgestellt.
Kurz darauf gab es eine Petition mit ca. 300 Unterschriften, zur Begündung: "Der Turm verursacht Kopfschmerzen". oO

Bei der nächsten Gemeindeversammlung war die Telekom anwesend: "Gut, daß sie uns jetzt auf die Kopfschmerzen hinweisen. Wie schlimm sollen die dann erst werden, wenn wir nächste Woche den Mast in Betrieb nehmen?" -.-

Bitte um Klarstellung: ist das jetzt ein (erdachter!) Witz oder tatsächlich so gewesen?

Im ersten Fall würde es absolut ohne Bedeutung sein.

Tada

aher bin ich wirklich erstaunt, dass das geht.
Liegt es vielleicht doch am guten Gehör? Strom bringt die Elektroteile zum Vibrieren. Mich machen oft Stecker für USB-Kabeln mit ihrem Summen wahnsinnig. Ich habe auch schon Lichterketten entsorgt, weil mir der Stecker zu laut war. Das zu hören ist wie Tinnitus zu "

Das ist aber was ganz anderes, als Radiosignale zu spüren.
Da Radiosignale überall zu finden sind, tun mir diese Menschen fürchterlich leid. Die werden ja permanent von irgendwas gequält. Und wenn es nur die Hintergrundstrahlung ist.

@20:08 von frosthorn

//Ich kann deshalb nicht mal sagen, ob es da schon Festnetztelefon gibt.//

Wenn Sie keine Trommeln gehört haben, kann man wohl das Festnetztelefon vermuten.

//Wenn ich den Artikel so lese, würde mich überhaupt nichts wundern.//

Da genügen auch manche Kommentare hier. "Strahlenempfindliche Menschen"... Ich glaube, jetzt sollte ich besser schweigen. Vermutlich habe ich da wieder nicht mitbekommen, dass wir Menschen (bzw. einige auserwählte) in den letzten Jahren ein paar zusätzliche Sinnesorgane entwickelt haben. Oder sind das am Ende doch schon Chips? Man weiß es nicht...

Schabernack

Fahrradfahren hätte ich unter diesen Bedingungen niemals erlernt."

Doch. Aber es war deutlich riskanter. Und wie stark war die Spassgesellschaft in der Vor Handy Ära in die Natur vorgedrungen?

Deshalb sprach ich von zeitgemäß. Nicht von unmöglich.

Harpdart

"Bitte um Klarstellung: ist das jetzt ein (erdachter!) Witz oder tatsächlich so gewesen?"

Das ist öfter vorgekommen.
Es wurden schon Anlagen in kirchtürmen montiert, damit die Paranoiker sie nicht sehen. Und wenn sie nichts sehen, spüren sie auch keine Strahlen.

@20:13 von harpdart @Giselbert

//"Menschen kennengelernt, die mit verbundenen Augen jede Strahlenquelle ausmachen können und wo dies definitiv gesundheitliche Auswirkungen hat."

Äußerst interessant! Und das können die ohne Wünschelrute? Ich bin tief beeindruckt-;))))//

So etwas kann man tatsächlich in Akten aus bestimmten Klinik-Abteilungen lesen. Unsere Geräte in der Neurophysiologie waren aber offensichtlich noch nicht ausgereift genug, um entsprechende Fähigkeiten nachzuweisen. Gilt übrigens auf für Strahlenschäden durch Mobilfunkmasten. Nach Chips hatten wir allerdings nie gesucht.

Am 27. Juli 2021 um 21:11 von Bender Rodriguez

Unwichtige meldung

"@harpdart: meine Apps gehen über Internet mit Glasfaser mitten in der Pampa. Handy überflüssig.
"
Echt? Wie lang ist dieses Glasfaserkabel?
Wäre das nicht auch die Lösung für elektroautos?
Batterien überflüssig.

Berichten Sie mehr über diese Sensation.
__
Das war gut. Gefällt mir.

Am 27. Juli 2021 um 20:53 von joe70

Am 27. Juli 2021 um 20:53 von joe70
Wie schrecklich, ein Handymast!

Der klassische Fall, den es wohl nur hierzulande gibt.

Voll auf den punkt gebracht,Danke.

20:34 von saschamaus75

Bei der nächsten Gemeindeversammlung war die Telekom anwesend: "Gut, daß sie uns jetzt auf die Kopfschmerzen hinweisen. Wie schlimm sollen die dann erst werden, wenn wir nächste Woche den Mast in Betrieb nehmen?" -.
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ja die Sache mit den Placeboeffekt

ich war in meinem Büro für den Kaffee zuständig ...
eines Tages sah eine Kollegin wie ich die Original Packung Kaffee in die Dose schüttete
"das ist ja koffeinfreier" Kaffee, das will ich nicht"
mein Kommentar:
geschätzte Frau XY sie trinken seit einem Jahr diesen Kaffee ......

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