Kommentare

tolle Sache

dann gibt es wenigstens eine einheitliche Medienmeinung in Deutschland
die Zeiten werden lausiger, so habe ich den Eindruck

Bertelsmann

„RTL übernimmt aber nicht alle Geschäfte des Hamburger Verlags, so bleiben bei Bertelsmann etwa die 25-Prozent-Beteiligung an der "Spiegel"-Gruppe und die Beteiligung an der DDV Mediengruppe, zu der die "Sächsische Zeitung" gehört“

Immerhin. Je mehr Unabhängigkeit, desto besser. Ganz besonders, wenn es um die Versorgung der Bürger mit Informationen, die nach den Regeln des Journalismus (also „interessenunabhängig“) gewonnen wurden geht.

„Mit dem Zusammenschluss wollen die beiden Medienhäuser großen Tech-Plattformen und Streamingdiensten wie Netflix, Amazon, Google und Facebook Paroli bieten, die einen immer größeren Teil des Werbemarktes beherrschen“

Dass der die Medien immer mehr „beherrscht“ (weil die alle auf die dadurch generieren Geldeinnahmen angewiesen sind, um sich am Markt behaupten zu können) ist ein Problem. Denn es stellt eine grundlegende Gefahr für die Informationsvielfalt - und damit nicht nur für die Pressefreiheit, sondern letztlich die Demokratie dar.

Ganz Schlechter Deal

RTL ist ein FUNNY Sender, der sollte keine "Klassischen" Medien Übernehmen dürfen.
Die gefahr das hier und da zu große Rücksichten auf "Werbepartner" genommen wird ist einfach zu GOSS!

Das ändert nichts

Wie Volker Pispers schon vor Jahren sagte: Die Medien in Deutschland sind in der Hand von 5 oder 6 Familienclans, die sich ab und zu zum Kaffeeklatsch im Kanzleramt treffen.
Unabhängiger Journalismus geht anders.
Und solange Journalisten lohnabhängig arbeiten müssen, ist es mit der Unabhängigkeit auch schwierig.
Dazu kommt natürlich auch noch die Mitgliedschaft einiger Chefredakteure in den gleichen transatlantischen Organisation, in denen auch viele Politiker verkehren.
Viel zu viel Kungelei …

Tom Buhrow hat mehr SUVs als GEZ-Haushalte

Da kann man mal sehen, wieviele Millionen Euros man auch ohne GEZ-Einnahmen verdienen kann, indem man einfach die Wäsche von Ariel noch 100x am Glotzentag mit Persil nachwäscht und dafür jede Menge weiße Riesen kassiert.

Meinungsvielfalt, Herausgeber, Marktmacht

Unternehmen straffen ihre Strukturen- klar, denn digitale und papierne Formen laufen sich teilweise den Rang und damit die Einnahmen ab. Wer viel Absatz und Werbeeinnahmen hat, ist stark. Meinungsvielfalt bröckelt aber da, wo einige Leitfiguren Meinungen und Schreiber unter ihrem Dach einnorden. Freiheiten sind da schnell dahin. Wer wenig schreibt oder schreiben darf, verdient weniger Zeilengeld. Das sind dann die dunklen Seiten von Monopolisierung und Vielfalt. Wir sehen Tageszeitungen, Lokalredaktionen sterben, verpassen den übrig gebliebenen mehr Werbung und Erzählform statt Information und Sachverhalt. Und wundern uns, wenn dann die Bandbreite zu einer eindimensionalen Linie von Lesefutter und Meinungsbildung führt. Gut bezahlte Journaille garantiert keine bessere Qualität der Produkte. Lesefreude und Lesekompetenz gehen weiter in den Keller. Vereinfachende Sprache und Schrift verleitet zu einfachen Weltbildern und Sichtweisen. Zu dem Schluss kommen Publizisten und Lehrbereich.

Ich verstehe die Meldung nicht so ganz.

Denn im Prinzip handelt es sich ja um nichts anderes als eine Umstrukturierung innerhalb des Bertelsmann-Konzerns.

Kapitalismus at work. Akkumulation, Konzentration, Rationalisierung und Automatisierung. Schlag nach beim alten Marx.

Ich bin dankbar, daß die Mütter und Väter des Grundgesetzes dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Verfassungsrang gegeben haben. So bin ich dem „freien“ Medienmarkt jedenfalls nicht hundertprozentig ausgeliefert.

@ Nettie um 12:06

Das sind ein Haufen guter Gründe sich über die Existenz der ÖR zu freuen und ihre unabhängige Finanzierung zu unterstützen.

und die kleiner unabhängiger Medienhäuser mit mehr Medien-interner Reichweite als Marktanteil.

Peanuts ...

Zitat: "RTL Deutschland und Gruner + Jahr schließen sich in Teilen zusammen. Der Kaufpreis beträgt nach Angaben von RTL 230 Millionen Euro. Der Mutterkonzern Bertelsmann setzt schon länger auf die Fusion seiner Unternehmensbereiche."

Das sind Peanuts.

Der ÖRR hat über die Zwangs-GEZ-Gebühr mehr als 8 Mrd. EUR Einnahmen, die auch noch steigen werden.

Wenn es eine Marktmacht bei den Medien zu verorten ist, dann beim ÖRR, der in meinen Augen schon seit Jahren nicht mehr seinem gesetzlichen Auftrag gem. § 11 RfSV im Sinne einer objektiven, sachlichen, kritischen und umfassenden Berichterstattung nachkommt.

12:32, nie wieder spd

>>Dazu kommt natürlich auch noch die Mitgliedschaft einiger Chefredakteure in den gleichen transatlantischen Organisation, in denen auch viele Politiker verkehren.
Viel zu viel Kungelei …<<

Die Atlantikbrücke als heimlicher Herrscher unseres Landes?

Verzeihung, aber das ist klassisch antiamerikanisch-verschwörungsideologisch.

Es gibt ja auch noch den Petersburger Dialog – Deutsch-Russisches Forum eV. Da sind auch viele Journalisten und Politiker Mitglied. Das finden Sie nicht gefährlich?

Ich auch nicht.

Ich finde aber auch die Atlantikbrücke nicht gefährlich.

13:04, Blitzgescheit

Daß Sie, vorsichtig formuliert, privaten Medienkonzernen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegenüber den Vorzug geben, überrascht nicht. Es entspricht ja der Linie Ihrer Partei, die sich da mit den großen Medienkonzernen zu 100% einig weiß.

Öffentlich-Rechtliche und Bertelsmann

Privatwirtschaft eines Bertelsmannverlages zeigte immer wieder, wo geschluckt und aufgekauft wurde, verdrängt oder abgedrängt wurde. Verlage sind in sich ein System, das nicht unbedingt mehr Freiheiten und Vielfalt garantiert. Weil nur wenige Inhaber hier Interesse haben, gegen sich selbst zu argumentieren und Verlagspolitik zu torpedieren. Es geht um viel Geld, Werbeanteile, Einfluss auf die Medienwelt und Stimmungslage von Publikum und Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Wer da noch an den Druckereibetrieb in barocker Aufmachung denkt, ist abgehängt. Die Öffentlich-Rechtlichen aber sind ein Gegenpol zu den auf Kaufkraft und Eigeninteresse fußenden Kundenkreisen Privater. Wer "Information" gegen Geldleistung anbietet, arbeitet anders als die ÖR, aus Steueraufkommen finanzierten. Da kostet Information weniger, wenn viele mitzahlen. Und kommt zum Nulltarif. Und: es ist verfassungsrechtlicher Bestandteil. Die Privatwirtschaft hat daneben ihre eigenen Spielfelder und Regeln.

@Am 06. August 2021 um 13:09 von fathaland slim

Zitat: "Daß Sie, vorsichtig formuliert, privaten Medienkonzernen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegenüber den Vorzug geben, überrascht nicht. "

Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ein überzeugter Befürworter einer faktengestützten, objektiven, sachlichen, kritischen und umfassenden Berichterstattung, da diese unabdingbar für eine funktionierende und informierte Demokratie.

Der ÖRR - dessen gesetzlicher Auftrag genau dies aber ist - kommt in meinen Augen diesem Auftrag nicht nach.

Ich bezweifele, dass dieses hehre Prinzip der objektiven Berichterstattung erreicht werden kann, jedoch kann man als Leser über bewusste Kaufentscheidung zumindest Einfluss darauf nehmen, da die härteste Währung im Journalismus das Vertrauen ist. Bei privaten Medien besteht zumindest der finanzielle Anreiz, dieses Vertrauen aufrechterhalten zu müssen.

13:14, SirTaki

>>Wer "Information" gegen Geldleistung anbietet, arbeitet anders als die ÖR, aus Steueraufkommen finanzierten. <<

Die ÖR werden nicht aus Steueraufkommen finanziert. Würden sie das, dann wären sie nicht öffentlich-rechtlich, sondern Staatsfunk.

Steuern nimmt der Staat ein und gibt sie aus, die Rundfunkgebühr nicht.

@Am 06. August 2021 um 13:09 von fathaland slim

Zitat: " Es entspricht ja der Linie Ihrer Partei, die sich da mit den großen Medienkonzernen zu 100% einig weiß."

Wovon reden Sie?
Welche linke Verschwörungstheorie/Fake News wollen Sie denn jetzt schon wieder verbreiten?

@ fathaland slim

"Verzeihung, aber das ist klassisch antiamerikanisch-verschwörungsideologisch.

Es gibt ja auch noch den Petersburger Dialog – Deutsch-Russisches Forum eV. Da sind auch viele Journalisten und Politiker Mitglied."

Verzeihung, aber das ist ein ganz plumper Täuschungsversuch.
Die pro-amerikanische Berichterstattung zeigt eindeutig, dass die Mitgliedschaften von Journalisten in transatlantischen Thinktanks auch deren Arbeit beeinflussen.

Zu behaupten, das sei genau so unproblematisch wie der russische Einfluss auf die Berichterstattung deutscher Medien, ist glatte Realitätsverweigerung.

@ um 13:05 von fathaland slim

Nachdem „Die Anstalt“ diese Mitgliedschaft des Zeit - Chefredakteurs öffentlich gemacht hat, hat der gegen die Protagonisten Anzeige erstattet. Das ist fast schon der Offenbarungseid.
Da ich davon ausgehe, dass diese Sendereihe auch Ihnen bekannt ist, wissen sie bestimmt auch davon.
Über die russischen „Organisationen“ hört man wenig, was damit zu haben könnte, dass da auch wenig passiert.
Aber sicher werden auch die versuchen Einfluß zu nehmen.
Trotzdem lehrt das Wissen nur um die zugegebenen Schandtaten der USA in aller Welt, dass sie nicht nur die mächtigsten, sondern auch die gefährlichsten sind.
Auch bin ich da nicht gegen die USA, sondern allerhöchstens gegen deren sämtliche Regierungen seit Beginn dieser zweifelhaften Nation.
Verschwörerisch bin ich überhaupt nicht, da auch ich nur die Dinge „kenne“ und gelegentlich erwähne, die vor allem in den ö/r - Medien und den halbwegs seriösen privaten Medien berichtet werden.
Andere Medien lese ich gar nicht.

@ fathaland slim

"Die ÖR werden nicht aus Steueraufkommen finanziert. Würden sie das, dann wären sie nicht öffentlich-rechtlich, sondern Staatsfunk.

Steuern nimmt der Staat ein und gibt sie aus, die Rundfunkgebühr nicht."

Die Zahlung des Rundfunkbeitrags wird genau so wie die Zahlung von Steuern mit staatlicher Gewalt durchgesetzt und in den Aufsichtsgremien sitzen die Regierungsparteien.

Und das ist kein Staatsfunk? Sondern unabhängig?

@ fathaland slim

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass Herr Lanz sich seit einiger Zeit als der härteste Nachfrager unter unseren Journalisten geriert, können einem die Tränen kommen.
Erst recht , wenn keiner der gerne als seriös geltenden Journalisten, quer durch die Republik und gleichgültig welches Medium, sich dagegen wehrt, indem er/sie/es mal anständige und kritische Interviews mit unseren Regierungspolitikern führen.
Oder man fasst das Ganze als ständige Realsatire auf.
Aber dann lacht man sich tot.
Was auch keine Lösung ist.

@Der Lenz, 13:03

„Das sind ein Haufen guter Gründe sich über die Existenz der ÖR zu freuen und ihre unabhängige Finanzierung zu unterstützen“

Das sehe ich natürlich auch so.

@fathaland slim, 12:59

„Ich bin dankbar, daß die Mütter und Väter des Grundgesetzes dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Verfassungsrang gegeben haben“

Ich auch. Das waren offensichtlich kluge bzw. „weitsichtige“ Leute.

@ 13:04 von Blitzgescheit

Wenn es eine Marktmacht bei den Medien zu verorten ist, dann beim ÖRR, der in meinen Augen schon seit Jahren nicht mehr seinem gesetzlichen Auftrag gem. § 11 RfSV im Sinne einer objektiven, sachlichen, kritischen und umfassenden Berichterstattung nachkommt.

Und diese sind abhängig davon, dass pro-Rundfunkstaatsvertrag Politiker dauerhaft in den Parlamenten in der Mehrheit sind. Ein riesiger, und Demokratie-gefährdende Interessenkonflikt.

Das sind Peanuts.

Ja, das mit RTL ist wirklich Peanuts. Und basiert zudem auf Freiwilligkeit.

@Am 06. August 2021 um 13:59 von État DE gauche

Zitat: "Und diese sind abhängig davon, dass pro-Rundfunkstaatsvertrag Politiker dauerhaft in den Parlamenten in der Mehrheit sind. Ein riesiger, und Demokratie-gefährdende Interessenkonflikt."

Ja.

Die Einseitigkeit in der Berichterstattung ist einfacherweise dadurch zu erklären, dass Journalisten in massiv überporportional eine grün-rote Parteienpräferenz haben.

In Zukunft wird man noch weniger davon ausgehen können: dass Journalisten im massiv überproportionalen Maße sich selber politisch im grünlinken Spektrum verorten, ist kein Geheimnis.

Dass 92 Prozent der Volontäre des ARD ihre politische Präferenz bei rot-rot-grün verorten, lässt erahnen, in welche Richtung die "Qualität" der Berichterstattung perspektivisch gehen wird.

Kein Wunder, dass alternative Medien an Bedeutung gewinnen.

Q:

"https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ard-volontaere-wie-divers-ist-die-ausbildungs-generation-17038169.html"

@ Shuusui um 13:37

>Und das ist kein Staatsfunk? Sondern unabhängig?<

Neben den Parteien sitzen auch andere Interessenverbände wie z.b. die Kirchen und die Gewerkschaften in den Kontrollgremien der ÖRR. Grund dafür ist das „Gebot der Vielfaltsicherung“.

Dieses, wie die unabhängige Finanzierung, dient der Verhinderung eines "Regierungszugriffs".

Ob ihnen das "Staatsunabhängig" genug ist hängt von ihrer Definition von Staat ab.
Es ist teil der Politische/Kulturellen Organisation die sich das Volk gegeben hat.
Aber eben nicht unter direkter Regierungs/Ministeriums-kontrolle.

@Nettie / fathaland slim

> „Ich bin dankbar, daß die Mütter und Väter des Grundgesetzes dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Verfassungsrang gegeben haben“

Ich auch. Das waren offensichtlich kluge bzw. „weitsichtige“ Leute." <

Ja und bequem ist es noch dazu , sichert der ÖR Rundfunk doch weitestgehend die Übereinstimmung mit der eigenen Meinung zu , bzw. blendet störende Meldungen die aufschrecken könnten konsequent aus .
Das wirkt beruhigend und bestätigend .

Um bewusst andere vielleicht schmerzliche Realitäten zu erfahren müsste man dann doch auf Nachrichtenformate der hier beschriebenen kapitalistischen und privatwirtschaftlichen rtl - Group zurückgreifen .

@13:03 von Der Lenz

"Das sind ein Haufen guter Gründe sich über die Existenz der ÖR zu freuen und ihre unabhängige Finanzierung zu unterstützen."

Im Prinzip ist das auch eine gute Sache, nur bingt das nichts, wenn die Journalisten des ÖRR ähnliche Parteipräferenzen und sozioökonomische Hintergründe haben. Dies behindert einen (gedanklich) freien Journalismus, bei dem alle Standpunkte vertreten werden sollten. Sieht man sehr schön bei der geschlechtergerechten Sprache, die von der deutlichen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt, vom ÖRR aber in keinster Weise kritisch betrachtet, sondern einfach ins Volk gedrückt wird. Da heißt es dann immer lapidar "Studien haben bewiesen...", aber wenn man sich dann mal die Studien anschaut, haben sie das eben nicht bewiesen. Der ÖRR in Deutschland hat mittlerweile eine ziemliche ideologische Schlagseite.

Oh, wow!

Der Pool von konservativen (CDU/FDP) Medien wird weiter gestärkt. Da kann ja Armin Laschet Kanzler werden, mau abliefern, und CDU/FDP werden trotzdem die nächste Wahl gewinnen!

@Blitzgescheit - 13:21

Sie an @fathaland slim:
"Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ein überzeugter Befürworter einer faktengestützten, objektiven, sachlichen, kritischen und umfassenden Berichterstattung, da diese unabdingbar für eine funktionierende und informierte Demokratie."

Und für solche Ansprüche wollen Sie und Ihre hinterlistige AfD der ultimative Garant sein...?

Im Leben nicht!

"Die ÖR werden nicht aus

"Die ÖR werden nicht aus Steueraufkommen finanziert. Würden sie das, dann wären sie nicht öffentlich-rechtlich, sondern Staatsfunk."

Und genau das ist das Problem des ÖR. Der knapp über Hartz IV liegende Wohnungsinhaber bezahlt genauso viel wie der Multimillionär. Dann schon lieber ein "Staatsfunk" aus Steuergeldern finanziert.

13:21, Blitzgescheit @13:09 von fathaland slim

>>Im Gegensatz zu Ihnen bin ich ein überzeugter Befürworter einer faktengestützten, objektiven, sachlichen, kritischen und umfassenden Berichterstattung, da diese unabdingbar für eine funktionierende und informierte Demokratie.<<

Sie sind ein Befürworter dessen, was Sie für eine objektive faktengestützte undsoweiter halten. Oder vorgeben dafür zu halten.

>>Der ÖRR - dessen gesetzlicher Auftrag genau dies aber ist - kommt in meinen Augen diesem Auftrag nicht nach.<<

Nein, natürlich nicht. Denn diesem Auftrag wird ja in Ihren Augen nur dann nachgekommen, wenn die Ausrichtung breitbartähnlich ist. Das ist hier hinreichend bekannt.

>>jedoch kann man als Leser über bewusste Kaufentscheidung zumindest Einfluss darauf nehmen, da die härteste Währung im Journalismus das Vertrauen ist. Bei privaten Medien besteht zumindest der finanzielle Anreiz, dieses Vertrauen aufrechterhalten zu müssen.<<

Private Medien finanzieren sich vorwiegend über Werbeeinnahmen.

13:22, Blitzgescheit

>>@Am 06. August 2021 um 13:09 von fathaland slim
Zitat: " Es entspricht ja der Linie Ihrer Partei, die sich da mit den großen Medienkonzernen zu 100% einig weiß."

Wovon reden Sie?
Welche linke Verschwörungstheorie/Fake News wollen Sie denn jetzt schon wieder verbreiten?<<

Außer Framingvokabeln fällt Ihnen zu meiner Feststellung nichts ein? Das ist aber wirklich ein argumentatives Armutszeugnis.

@ um 14:07 von Blitzgescheit

„Dass 92 Prozent der Volontäre des ARD ihre politische Präferenz bei rot-rot-grün verorten, lässt erahnen,“ dass die intelligenteren Volontäre zur ARD gehen.
Dass kann man bei vielen privaten Medienanbietern auch direkt an der Themenauswahl bemerken.
Obwohl letztens der hiesige Bericht zu Merkels Outfit beim Besuch in Bayreuth bei den Ö/R absolut nichts zu suchen hatte.
Möglicherweise ist sowas der Zusammenarbeit mit der Blödzeitung zu verdanken, deren Beschäftigte in letzter Zeit auch in den Presseclub eingeladen werden.
Selbst unter Werner Höfer wäre das nicht passiert.
Das zeigt aber auch nur, dass die Ö/R völlig unverständlicherweise nicht davor zurückschrecken, sich den privaten Medien anzubiedern.
Wozu?

14:56 von Tarek94

Der knapp über Hartz IV liegende Wohnungsinhaber bezahlt genauso viel wie der Multimillionär.
------

und das ist für sie kritikwürdig ?
soll zukünftig jeder mit seinem Einkommensbescheid bei Bäcker, Mezger ... Aldi einkaufen gehen
für den einen kostet das Brot dann 1 Euro für den anderen 10 oder 100 Euro
dasselbe natürlich wenn man mit dem Bus der Bahn fährt

dann werde ich Taxifahrer
wenn ich bei einer Taxifahrt mit nem "Reichen" so viel kriege wie für 10 Fahrten mit Hartz4 Empfängern

12.53 SirTaki - Marktmacht und Meinungsvielfalt

Die zunehmende Monopolisierung im Meinungsmarkt. Die sterbende Zahl der Zeitungen und Lokalredaktionen. Die abnehmende Qualität des Journalismus. Die zunehmende unkritische Berichterstattung. Das Überhand nehmen des Finanzwesens in der Berichterstattung und Meinungsbildung.
Es ist dabei Realität zu werden und nichts scheint diese Entwicklung mehr stoppen zu können. Die Interessierten sollten sich mal kundig machen was passiert ist in den Nachbarländern Deutschlands. Zum einen was noch geblieben ist an unabhängige Presse und zum andern wie sich dies ausgewirkt hat auf grosse Teile der dortigen Bevölkerung. Nicht nur einfache Weltbilder und Sprache, sondern zum Teil totale Verdummung.

13:28, Shuusui @ fathaland slim

>>Die pro-amerikanische Berichterstattung zeigt eindeutig, dass die Mitgliedschaften von Journalisten in transatlantischen Thinktanks auch deren Arbeit beeinflussen.

Zu behaupten, das sei genau so unproblematisch wie der russische Einfluss auf die Berichterstattung deutscher Medien, ist glatte Realitätsverweigerung.<<

Kritiklos freundliche Berichterstattung über die USA finden Sie bei den ÖR nicht. Und Sie wissen ebenfalls, daß ich die Verhältnisse in den USA und ihre Außenpolitik hier oft und deutlich kritisiere.

Die USA sind aber einfach, bei aller Kritikwürdigkeit, das entschieden demokratischere, rechtsstaatlichere und freiheitlichere Land. Daß die Berichterstattung freier, unabhängiger Journalisten da positiver ausfällt, ist wirklich kein Wunder.

Putin baut sein Land immer mehr zu einer autoritären Oligarchie um. Sie erwarten, daß dies von einer demokratischen Idealen verpflichteten Presse wohlwollend begleitet wird?

15:13 von fathaland slim

Sie erwarten, daß dies von einer demokratischen Idealen verpflichteten Presse wohlwollend begleitet wird?
----

da sind wir genau beim Thema

für mich soll eine Presse erst mal wertneutral informieren
den Rest einschließlich wie die Info zu betrachten und zu werten ist bitte mir überlassen

13:37, Shuusui @ fathaland slim

>>@ fathaland slim
"Die ÖR werden nicht aus Steueraufkommen finanziert. Würden sie das, dann wären sie nicht öffentlich-rechtlich, sondern Staatsfunk.

Steuern nimmt der Staat ein und gibt sie aus, die Rundfunkgebühr nicht."

Die Zahlung des Rundfunkbeitrags wird genau so wie die Zahlung von Steuern mit staatlicher Gewalt durchgesetzt und in den Aufsichtsgremien sitzen die Regierungsparteien.

Und das ist kein Staatsfunk? Sondern unabhängig?<<

In den Aufsichtsgremien der ÖR sitzen gesellschaftlich relevante Gruppen. Die Parteien machen nur einen geringen Anteil davon aus. Machen Sie sich bitte zum Rundfunkstaatsvertrag kundig. Es gibt da auch einige Urteile des Bundesverfassungsgerichts dazu.

Natürlich gibt es ein Gesetz, welches die Bürger zur Zahlung des Rundfunkbeitrages verpflichtet. Das macht diesen Beitrag aber noch lange nicht zur Steuer. Denn eine Steuer wird an den Staat gezahlt und ist nicht zweckgebunden. Der Rundfunkbeitrag wird direkt und zweckgebunden an die ÖR gezahlt.

@15:07 von nie wieder spd

"„Dass 92 Prozent der Volontäre des ARD ihre politische Präferenz bei rot-rot-grün verorten, lässt erahnen,“ dass die intelligenteren Volontäre zur ARD gehen."

Also wer rot-rot-grün wählt, ist intelligenter als der Rest? Können Sie das auch auf Basis von Fakten belegen? Und was passiert, wenn diese Personen dann plötzlich eine andere Partei wählen? Werden sie dann dümmer? Und sehen sie kein Problem darin, dass bestimmte Parteien unter dem Nachwuchs des ÖRR krass überrepräsentiert sind, gerade in Hinblick auf eine kritische Berichterstattung?

13:59, État DE gauche ex Vielfalt./DE_Linksstaat uvm.

>>@ 13:04 von Blitzgescheit
„Wenn es eine Marktmacht bei den Medien zu verorten ist, dann beim ÖRR, der in meinen Augen schon seit Jahren nicht mehr seinem gesetzlichen Auftrag gem. § 11 RfSV im Sinne einer objektiven, sachlichen, kritischen und umfassenden Berichterstattung nachkommt.“

Und diese sind abhängig davon, dass pro-Rundfunkstaatsvertrag Politiker dauerhaft in den Parlamenten in der Mehrheit sind. Ein riesiger, und Demokratie-gefährdende Interessenkonflikt.<<

Der Rundfunkstaatsvertrag heißt jetzt Medienstaatsvertrag. Es handelt sich um eine Ausführungsbestimmung, die sich auf Art. 5 Abs. 1 Satz 2 Grundgesetz (GG) bezieht und sich daraus ergibt.

Deswegen ja das gestrige Urteil des Verfassungsgerichtes zur „Zwangsabgabe“.

um 15:20 von Sisyphos3…

für mich soll eine Presse erst mal wertneutral informieren...

Jetzt enttäuschen sie mich aber. Wertneutrale Berichterstattung ist unmöglich. Das wäre das Niveau eines Dreijährigen, der mit einfachsten Worten ausspricht was er erlebt. Immer, absolut immer wird eine Meldung beeinflusst durch denjenigen, der sie erstellt. Selbst der Wetterbericht!
Medien sollen insgesamt die Bandbreite der politischen Landschaft abbilden, aber doch nicht jede einzelne Meldung.

15:20, Sisyphos3

>>15:13 von fathaland slim
Sie erwarten, daß dies von einer demokratischen Idealen verpflichteten Presse wohlwollend begleitet wird?
----

da sind wir genau beim Thema

für mich soll eine Presse erst mal wertneutral informieren
den Rest einschließlich wie die Info zu betrachten und zu werten ist bitte mir überlassen.<<

Ist es nicht eher so, daß Ihnen die berichteten Tatsachen oft nicht in den Kram passen, was Sie dann als unzulässige Beeinflussung abzuwehren versuchen?

Außerdem erwarte ich ein unbedingtes Eintreten der Presse für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Was natürlich nicht wertneutral ist.

@Am 06. August 2021 um 15:07 von nie wieder spd

ZItat: "„Dass 92 Prozent der Volontäre des ARD ihre politische Präferenz bei rot-rot-grün verorten, lässt erahnen,“ dass die intelligenteren Volontäre zur ARD gehen."

Dass die Intelligenz im rot-rot-grünen Spektrum zu verorten sind, dafür habe ich nur reichlich wenige Anzeichen gefunden.

@ fathaland slim

Private Medien finanzieren sich vorwiegend über Werbeeinnahmen.

Und richtig so. Das basiert nämlich auf Freiwilligkeit. Zudem kann jeder frei entscheiden, wie viel Geld er für medial beworbene Produkte ausgibt. Die Werbung wird dann zum Problem, wenn die Staatsmacht mit Steuergeldern teure Anzeigen schaltet als Belohnung für wohlwollende bzw. wenig kritische Berichterstattung.

Die USA sind aber einfach, bei aller Kritikwürdigkeit, das entschieden demokratischere, rechtsstaatlichere und freiheitlichere Land.

Ja, verglichen mit Russland und Deutschland.
Und die Situation der deutschen Medienlandschaft ist etwa halbwegs zwischen den beiden anderen.

Deswegen ja das gestrige Urteil des Verfassungsgerichtes zur „Zwangsabgabe“.

Was eindeutig die fehlende Gewaltenteilung zwischen 3. und 4. Gewalt belegt.

@Am 06. August 2021 um 15:04 von fathaland slim

Zitat: "Außer Framingvokabeln fällt Ihnen zu meiner Feststellung nichts ein? Das ist aber wirklich ein argumentatives Armutszeugnis."

Zu einer Feststellung würde eine sachliche Faktengrundlage gehören. Die fehlt bei Ihnen - wie fast immer.

Wenn Sie nur eines Mal noch nachreichen könnte, wäre ich Ihnen zu Dank verpflichtet.

14:31, John Koenig

>>@Nettie / fathaland slim
> „Ich bin dankbar, daß die Mütter und Väter des Grundgesetzes dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Verfassungsrang gegeben haben“

Ich auch. Das waren offensichtlich kluge bzw. „weitsichtige“ Leute." <

Ja und bequem ist es noch dazu , sichert der ÖR Rundfunk doch weitestgehend die Übereinstimmung mit der eigenen Meinung zu , bzw. blendet störende Meldungen die aufschrecken könnten konsequent aus .
Das wirkt beruhigend und bestätigend .

Um bewusst andere vielleicht schmerzliche Realitäten zu erfahren müsste man dann doch auf Nachrichtenformate der hier beschriebenen kapitalistischen und privatwirtschaftlichen rtl - Group zurückgreifen .<<

Die RTL-Group ist dem Boulevard verpflichtet. Welche anderen, vielleicht schmerzlichen Realitäten erfährt man da? Meinen Sie die Fremdschäm-Realitysoaps?

Warum empfehlen Sie nicht gleich die Bildzeitung?

15:40, État DE gauche/Vielfalt. etc. @ fathaland slim

>>“Deswegen ja das gestrige Urteil des Verfassungsgerichtes zur „Zwangsabgabe“.“

Was eindeutig die fehlende Gewaltenteilung zwischen 3. und 4. Gewalt belegt.<<

Es belegt den Verfassungsrang des öffentlich-rechtlichen Rundfunkmodells. Nicht mehr und nicht weniger.

15:34 grübelgrübel

Wenn Ihre Meinung zutreffend und maßgebend sein sollte, haben sich die Ansprüche an Journalismus in den letzten Jahren in Deutschland deutlich geändert.
In Norwegen gelten nach meinen Beobachtungen hingegen noch die Regeln, wie ich sie aus Deutschland von früher her kenne. Berichte sind sachlich, neutral und ohne Wertung. Zur Wertung findet man sehr oft direkt neben dem Bericht einen gekennzeichneten Kommentar. Da halten sich auch die privaten Medien dran.

15:40, Blitzgescheit @15:04 von fathaland slim

>>Zu einer Feststellung würde eine sachliche Faktengrundlage gehören. Die fehlt bei Ihnen - wie fast immer.

Wenn Sie nur eines Mal noch nachreichen könnte, wäre ich Ihnen zu Dank verpflichtet.<<

Sie möchten, daß ich das Offensichtliche Ihnen gegenüber mit Belegen versehe?

Nichts dergleichen werde ich tun und auf Ihren Dank freudig verzichten.

@15:34 von grübelgrübel

"Wertneutrale Berichterstattung ist unmöglich. Das wäre das Niveau eines Dreijährigen, der mit einfachsten Worten ausspricht was er erlebt."

Wertneutral bedeutet doch nicht, dass man zwangsläufig eine kindische Sprache verwendet. Und mich interessieren letztendlich nur Informationen, werten kann ich die selbst. Aber es stimmt schon, dass man nie vollständig frei von einer persönlichen Wertung ist, auch als Journalist. Daher finde ich es so wichtig, dass im ÖRR ein möglichst breites Meinungsspektrum vorhanden ist, denn die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.

@15:47 von fathaland slim

Es belegt den Verfassungsrang des öffentlich-rechtlichen Rundfunkmodells. Nicht mehr und nicht weniger.

Genau das behaupten auch die Länder mit einem Rechtsstaatlichkeitsverfahren am Hals, wenn ihre eigenen Gerichte mal wieder die medienpolitische Position der Legislativmehrheit bestätigen. Alles schön "verfassungskonform".

es ist schon wirklich unglaublich

wie ernsthaft hier einig Foristen Wahrheit, Objektivität und Seriosität ausgerechnet bei den privaten Medienanbietern verorten.
Da fragt man sich, was vorher da war: das schräge Weltbild, das einem durch RTL und Co. bestätigt wird, oder der Glaube an die Wahrheitsliebe der Bildzeitung. Was Intellekt, Differenzierungs- und Urteilsvermögen betrifft, ist aber die eine Antwort so gut wir das andere.

Am 06. August 2021 um 15:32 von fathaland slim

„Der Rundfunkstaatsvertrag heißt jetzt Medienstaatsvertrag. Es handelt sich um eine Ausführungsbestimmung, die sich auf Art. 5 Abs. 1 Satz 2 Grundgesetz (GG) bezieht und sich daraus ergibt.
Deswegen ja das gestrige Urteil des Verfassungsgerichtes zur „Zwangsabgabe“.

Wenn ich das Urteil richtig verstanden habe,

ermittelt eine Behörde (KEF) den Finanzbedarf, dann
müssen
die Parlamente zustimmen.

Wozu wird dann noch abgestimmt?

um 15:48 von Juergen

15:34 grübelgrübel
Wenn Ihre Meinung zutreffend und maßgebend sein sollte, haben sich die Ansprüche an Journalismus in den letzten Jahren in Deutschland deutlich geändert.
In Norwegen gelten nach meinen Beobachtungen hingegen noch die Regeln, wie ich sie aus Deutschland von früher her kenne. Berichte sind sachlich, neutral und ohne Wertung. Zur Wertung findet man sehr oft direkt neben dem Bericht einen gekennzeichneten Kommentar. Da halten sich auch die privaten Medien dran.

Da sie früher erwähnen: Ich erinnere mich an den Journalisten Gerhard Löwenthal, der das ZDF-Magazin moderierte. Nach meiner Erinnerung waren die Berichte schon damals sehr tendenziell. Das wusste aber auch jeder Zuschauer und hat das entsprechend eingeordnet.

@ um 15:23 von mispel

Dafür, dass es sich um gleich 92% handeln sollen, sind die Ö/R immer noch ziemlich wohlwollend bezüglich der Regierung und der rechten Parteien.
Zumindest nicht wirklich ausgewogen hinsichtlich der linken Partei.
Wie man auch am letzten Sonntag, beim Sommerinterview von Herrn Bartsch überdeutlich hören konnte.
Wo da nur diese 92% gewesen sind?

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