Ihre Meinung zu: Vormarsch der Taliban: Wer kann, verlässt Afghanistan

15. August 2021 - 6:33 Uhr

In Afghanistan haben die Taliban mit Dschalalabad auch die vorletzte Großstadt kampflos erobert. Die Angst vor den Islamisten ist groß im Land - viele Menschen flüchten. US-Präsident Biden drohte den Taliban.

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Kommentare

Was das Wort "Wertegemeinschaft" bedeutet

Was das Wort "Wertegemeinschaft" bedeutet, sieht man an Afghanistan. Billionen sind in diesen Militäreinsatz geflossen, der Afghanistan in die "Demokratie" führen sollte. Was hat man denn da außer Korruption wirklich installiert? Das ist jetzt deutlich.
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Nun wird man gar die finanzielle Unterstützung (Bestechungsgelder) kürzen, und das Volk, welches für diesen Machtpoker nichts kann, muss wie schon seit Jahrzehnten weiter leiden. Aber macht nix, schuld ist die afghanische Regierung.
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Wer hat denn mit den Taliban verhandelt? Ist der US-Geheimdienst so blöde, dass er den Ausgang nicht absehen konnte?
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Ich sehe immer noch das Video von der Ermordung Osama bin Ladens durch Special Forces, welches signalisieren sollte, dass man "es geschafft hat". Ist das nicht großartig?

Welche Erfolge

Es ist ein Debakel, was die USA und die Nato-Länder in Afghanistan erleben. Da gibt es kein Schönreden mehr, um aus einer Niederlage einen Sieg zu machen. Darin haben die Politiker jahrelange Übung, um kleine Erfolge hochzupuschen.
Mir soll doch einmal Herr Maas erklären, was wurde in den 20 Jahren für eine Industrie geschaffen, um den Menschen Arbeit zu geben? Mit diesen Milliarden Euro kann doch der Steuerzahler erwarten, dass wenigstens kleine Handwerksbetriebe den Menschen ein Auskommen bieten. Sind in diesem Land nur Banken und Fluggesellschaften gegründet wurden?
Die Arbeitslosigkeit liegt weit über 50 Prozent. Die kleinen und mittlere Unternehmen schaffen doch keinen Wohlstand. Was für eine Wertschöpfung findet dort statt. Eine Milchproduktion und -verarbeitung, die Kaschmirverarbeitung, eine Wollspinnerei und Teppichverarbeitung, das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Erfolge gibt es nur in der Opiumherstellung und das floriert auch nach 20 Jahren prächtig.

Das Land

den Taliban zu überlassen heiß natürlich, dass vor allen Frauen eine menschenverachtenden Zukunft bevorsteht. Zusätzlich lässt man zu, dass Terroristen weitere Orte für Training und Planungen zur Verfügung haben werden.
Soldaten zu schicken ist allerdings der falsche Weg.

Also irgendwie rennen die

Also irgendwie rennen die Taliban offene Türen ein! Gebietsgewinne in der Größenordnung so schnell mit so einer kleinen Truppe! Ja seht zu das Diplomatische Personal und die Hilfskräfte fix daraus zu bekommen! Alles andere samt "Gouverneuren" kein Asyl bieten und jetzt mal die zeigen lassen ob sie es wert sind Gouverneur zu sein! Hände hoch und fix verschwinden, kann auch der Bauer von Nebenan. Wie sagte die Talibanführung Amnesty ist ja angesagt! Also verhandelt selbst, nicht den Westen vorschicken! Der hat 20 Jahre lang Mensch und Material geopfert! Ich Finde das reicht an Unterstützung.

Die Taliban haben auf nicht als ...

Die Truppenabzug gewartet.
Das war vorher zu sehen.

Ein Rückzug vor Terroristen, die das als Sieg betrachten, denke ich.

Was ist mit der afghanischen Armee?
Machtlos? Ehrliche Frage, da ich nicht so gut auskenne.

Die Regierung ebenso machtlos.

Man kann jetzt nur hoffen, dass die Helfer der Bundeswehr in Sicherheit nach Deutschland gebracht werden. Deren Daten und Loyalität sind bekannt, Asylverfahren sollten schnell eingeleitet und durchgeführt werden (können).

"kampflos erobert"

Nennen wir das beim Namen:
Die afghanische Armee ist desertiert.

Es gab auch Deserteure in der US-Armee - diese wurden nicht entschuldigt.

Es ist ein erschütterndes

Es ist ein erschütterndes Drama: Das, was internationale Experten immer schon gesagt haben, dass es ein strategisch geplantes Rückzugsszenario über einen längeren Zeitraum geben müsse, wurde in den Wind geschlagen. Unter Trump wurde der eklatante Fehler begangen, die afghanische Regierung nicht in Gespräche mit der Taliban einzubeziehen. Und dann wurde die Öffentlichkeit seit mind. 3 Jahren systematisch getäuscht, denn seit 2018 hat die Taliban längst Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht, die offiziell als regierungskontrolliert galten. Deshalb haben Experten genau die jetzige Situation mit dem schnellen Fall der Provinzen vorhergesagt.
Und dann gibt's hier immer noch Foristen, die behaupten, die Taliban hätten "die Mehrheit in der Bevölkerung" statt zu erkennen, dass diese keine Chance zum Widerstand hat ohne ihr Leben zu verlieren durch das terroristische menschenverachtende Handeln der Taliban.
Aber von Verantwortung für die Flüchtenden wollen die gleichen Foristen nichts wissen.

08:11 von grübelgrübel

Nur Soldaten zu schicken ist der falsche Weg, ohne geht es nicht.

Das kann auch alles eine Strategie sein, ...

... um nicht noch mehr Geld zu vergeuden.

Man lässt jetzt die Taliban das Land wieder komplett übernehmen, während gleichzeitig die gemäßigte Zivilbevölkerung das Land verlässt.

Ist dieser Vorgang abgeschlossen, wird das ganze Land bombardiert.

Für mich ist nur weiterhin fragwürdig, warum man es nicht geschafft hat, die Waffenzufuhr an die Extremisten zu stoppen. Bei all den Kämpfen hätte deren Munition und Vorrat doch längst alle sein müssen ...

Wie auch immer ... vermutlich wird das "Kriegsspiel" leider noch Jahre so weitergehen ...

@ um 08:16 von Leipzigerin59

„Man kann jetzt nur hoffen, dass die Helfer der Bundeswehr in Sicherheit nach Deutschland gebracht werden. Deren Daten und Loyalität sind bekannt, Asylverfahren sollten schnell eingeleitet und durchgeführt werden (können).“
Wozu langwierige Asylverfahren? Mehrere hundert Bundeswehrsoldaten können deren Aylanspruch belegen.
Die müßten so gut untergebracht und versorgt werden, wie es nur geht. Mit anständigen Arbeitsplätzen und anständiger Ausbildung für deren Kinder.
Zu befürchten ist allerdings, dass unsere Schlafmützenregierung absolut keinerlei Vorbereitungen für diese Menschen getroffen haben wird.
Sie werden wahrscheinlich in den Sammelunterkünften untergebracht, wie die meisten anderen Flüchtlinge auch und müssen Jahrelang eine Asylberechtigung durchkämpfen und von der lächerlichen Grundsicherung leben.
Aber die Tagesschau wird sicher detailliert dazu berichten und den zuständigen Ministern mit und durch Investigation aufzeigen, an welchen Stellen es hapert.

Wenn wir es zulassen dürfen wir uns nicht wundern

Diplomatie war und ist für die, die sie betreiben ein großes, schmutziges Spiel und man hat dem Volk immer verkauft es gehe nicht anders, macht skrupellose Egomanen wie Machiavelli, oder Richelieu zu bewundernswerten Genies. Dabei geht es immer nur um Geld und Macht für sehr wenige Profiteure und immer zum Leidwesen der Bevölkerung deren Interessen die Politik zu vertreten hätte. Das Internet hat – bei allen negativen Begleiterscheinungen – einen Austausch der Bürger untereinander leichter und umfangreicher gemacht, so dass es nicht mehr so leicht ist die Menschen zu belügen. Dummerweise führen bei den meisten Menschen die gewonnenen Erkenntnisse dazu, sich enttäuscht und frustriert von der Politik abzuwenden, andere sagen fatalistisch es war schon immer so und wird sich nicht ändern. Nun es liegt – wie immer - nur an uns. Wenn wir „weiter so“ zulassen, dürfen wir uns nicht beschweren. Demokratie geht nicht vom Sofa und mit alle paar Jahre mal ein Kreuzchen machen.

@grübelgrübel

In vielen dieser Länder mit derselben oder einer ähnlichen Kultur und Religion haben die Frauen ein menschenverachtendes und rechtloses Leben, LEIDER.
Und ich befürchte, daß es in Afghanistan unter den Taliban sie künftig nicht mehr zur Schule dürfen und die Mädchen bereits wieder mit 10 Jahren verheiratet werden. Ein Lebensstil wird in Afghanistan dann künftig zelebriert wie vor 1500 Jahren, schlimmer als im Mittelalter.

War das zu verhindern..?!

Ja!

Man hätte noch mindestens 20-30 Jahre da bleiben müssen. Eher mehr. So aber sind die Errungenschaften der letzen 20 Jahre innerhalb von kürzester Zeit verloren gegangen.

Wen trifft die Schuld..?! Trump..? Oder Bush..?

RE: Leipzigerin59 um 08:16

***Man kann jetzt nur hoffen, dass die Helfer der Bundeswehr in Sicherheit nach Deutschland gebracht werden. Deren Daten und Loyalität sind bekannt, Asylverfahren sollten schnell eingeleitet und durchgeführt werden (können).***

Aus meiner Sicht haben die Minister Maas, Seehofer und Kramp-Karrenbauer in der Frage, wie man mit den Ortkräften umgeht, völlig versagt. Ich habe mich selten so sehr als Deutscher geschämt.

Bemerkenswert dagegen das Intervierw mit Stefan Recker von gestern Abend. Da blieb selbst einer gestandenen Journalistin wie Caren Miosga die Luft kurz weg. Ich kann nur hoffen, dass ihm seine Loyalität zu seinen Kollegen nicht noch zum Verhängnis wird.

Was Loyalität und Fürsorge für Mitarbeiter angeht, da kann sich die dt. Politik eine dicke Scheibe von abschneiden.

Gruß Hador

US-Senator Mitt Romney

kritisierte den Truppenabzug aus Afghanistan mit deutlichen Worten: ".....Der Abzug sei mit einem "unschätzbaren Schlag für die Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit und Ehre unserer Nation geschehen", erklärte Romney weiter.
Die Ehre, Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit haben die Amerikaner doch schon in Vietnam und auch bei der Unterstützung der Kurden verspielt. Selbst Verträge sind für die USA nicht bindend. Wenn`s nicht passt, steigt man einfach aus.

Die rechtzeitige Flucht wird kaum Allen gelingen,

die das wollen. Dafür schätze ich die Transport/Reisekapazitäten und die verbleibende Restzeit für die Fluchtorganisation bis zur vollständigen Machtübernahme durch die Taliban als zu gering ein.

Ich verstehe im Grundsatz ja

Ich verstehe im Grundsatz ja dass man blutvergissen vermeiden möchte. Nur halt nicht um jeden Preis. Die Bevölkerung einfach so den Taliban zu unterstellen ist mit sehr viel Leid verbunden. Gestern, war es in den Tagesthemen?, sagte ein Offizier, man habe auf sie (Soldaten) geschossen, da hätten sie sich ergeben und die Waffen übergeben. Da blieb mir doch die Spucke weg. Erinnert mich an die Niederländer in Srebenica.

um 08:31 von SinnUndVerstand

20 Jahre lang wurden Sicherheitskräfte und die Armee ausgebildet und ausgerüstet.
Der Preis zahlten sehr viele unschuldige Menschen mit dem Leben.
Trump allein verantwortlich zu machen. erscheint mir zu einfach.
Im Bundestag hat man bei der Verlängerungen des Mandats, anscheinend nicht einmal gefragt, welche Fortschritte in Afghanistan erzielt werden.
Verantwortungslos ist es wie die übrigen Nato Mitglieder die verantwortungslose Politik der USA, kritiklos hinnehmen

Wertegemeinschaft?

@ 15. August 2021 um 07:49 von DeHahn
„ Was das Wort "Wertegemeinschaft" bedeutet, sieht man an Afghanistan. Billionen sind in diesen Militäreinsatz geflossen, der Afghanistan in die "Demokratie" führen sollte. Was hat man denn da außer Korruption wirklich installiert? Das ist jetzt deutlich.“

Realistisch bleiben. Eine Ziviligesellschaft gab es in Afghanistan nie und die kann man von außen auch nicht installieren.. stattdessen gibt Clans, Stämme , massive Korruption, eine Gesellschaft in der Frauen keinen (Nach-) Namen tragen und weitgehend rechtlos sind.
Es gibt also keine Gemeinschaft der Werte zwischen denen der Menschen in Afghanistan und den unseren. Die Afghanen hatten 20 Jahre Zeit ihre Chance zu erkennen, haben sie aber nicht genutzt.

08:50 von covid-strategie

Bush. Der Kriegsgrund für den Angriff auf den Irak war an den Haaren herbeigezogen und führte dort in das bekannte Desaster. Ohne dies hört man sich auf Afghanistan konzentrieren können. So blieb de facto nur, mit vielen Patrouillen eben die Bomben aus dem Weg zu räumen, die die Taliban dort extra für diese platziert hatten. Ansonsten hat sich nicht allzu viel mehr bewegt. Trump war in meinen Augen nur Abwickler.

In der FAZ findet sich ein

In der FAZ findet sich ein erschütternder wie bemerkenswerter Bericht, u.a. über junge Frauen in Kabul (25.7. tinyurl.com/ujr8jn3a). Eine von ihnen sagt mit Blick auf die Taliban-Herrschaft in Kabul von 1996 bis 2001 : „Meine Familie erinnert sich daran, wie es damals war. Sie wollen das nicht noch einmal erleben.“
Und da gibt es hier immer noch User, die sich blitzgescheit wähnen, die der afghanischen Bevölkerung absprechen, für ihre Menschenrechte einstehen zu wollen; Fakt ist, dass die Zivilgesellschaft keine Chance gegen Taliban-Terrorismus hat.
Schon 2020 legte die NZZ durch das Zitat eines pakistanischen Taliban-Waffenherstellers dar, was der eklatante Fehler des Doha-Abkommens war, der Ausschluss der afghanischen Regierung durch den Immobilienmakler Trump im Whitehouse:
Man werde mit den Stammesführern reden. Man werde mit lokalen Warlords und einflussreichen Klerikern reden und das künftige Regierungssystem festlegen. "Und dann werden wir die Macht übernehmen." (NZZ 10.4.20)

@NeNeNe

Genau richtig auf den Punkt gebracht.
Die müssen die Probleme in ihrem Land selber lösen.
Das Land hat viele Junge Menschen die ihr Leben endlich selber in Griff bekommen müssen. Wir in Deutschland haben nach dem Krieg auch aufbauen müssen. Das aber mit Hilfe der USA. Und von dem her muss man ihnen auch eine Chance geben auf dem Globalen Markt. Was spricht dagegen hier auch einfachere Arbeiten die bei uns nicht mehr Wirtschaftlich machbar sind, in die Länder zu verlagern. Es muss nicht alles in China gemacht werden.
Mir ist schon klar das es mit der derzeitigen EU nicht machbar ist. Aber man muss den Menschen vor Ort eine Perspektive geben, als nur Waffen zu verkaufen und meinen ihnen unser System aufzudrücken müssen.
Und alle Deutsche Politiker die jetz nach einem Militärischen eingreifen rufen, sollen selber runtergehen.

@LifeGoesOn, 08.45h

Da müsste man zuerst mal wissen, woher die Waffen kommen.
Seit ein oder zwei Wochen hantieren die Taliban mit amerikanischen und deutschen Beutewaffen, die ihnen von den afghanischen Streifkräften großzügig überlassen wurden.
Einmarschiert bzw. aus der Deckung gekommen sind sie aber überwiegend mit russischen Waffen.
Mi wird niemand erzählen wollen, dass dies nach so langer Zeit noch Beutestücke von der geschlagenen Sowjetarmee sind.

Biden hat Unrecht

Die Aussage: "Ein weiteres Jahr oder fünf weitere Jahre US-Militärpräsenz hätten keinen Unterschied gemacht" ist sachlich falsch. Wären die U.S. Truppen weiterhin in Afghanistan, dann würden die Taliban heute nicht alle Städte dort kontrollieren.

Einen Deich baue ich, damit die Flut mir keinen Schaden zufügt, und beklage mich nicht, dass die Flut nach 20 Jahren immer noch jeden Tag kommt.

Ich verstehe, dass Trump mit seinem Abkommen mit den Taliban Biden in eine sehr schwierige Lage gebracht hat, und dass die USA es sich auf keinen Fall leisten können, dass die GOP noch einmal eine Präsidentschaft gewinnt. Aber hier hätte er in den sauren Apfel beißen müssen und die Truppen in Afghanistan belassen müssen.
_

@ grübelgrübel, um 08:11

Das Land den Taliban nicht überlassen - keine Soldaten schicken - vielleicht verhandeln?

Das alles funktioniert nicht, das hat die Vergangenheit gezeigt.

Aber ich wüsste auch keine Lösung; und das, was Mitt Romney beklagt, beweist, dass es ihm überhaupt nicht um die afghanische Bevölkerung, sondern ausschließlich um das beschädigte Ansehen der Amerikaner geht.

Das hilft auch niemandem.

Extrem bedenklich...

"Für den Evakuierungseinsatz der Bundeswehr ist ein Mandat des Bundestags nötig. Dieses wird derzeit vorbereitet. Möglicherweise muss es aber nachträglich erteilt werden, da der Bundestag erst am 25. August zu einer Sondersitzung zusammenkommt und es dann zu spät für Hilfe sein könnte."

Militaereinsatz ohne ein Mandat ist das Ende der parlamentarischen Demokratie!

So weit es........

Afghanistan betrifft sollte man mit der Verwendung des Begriffes "Kollaborateur" (in diesem Forum schon öfter gefallen) sehr vorsichtig sein. Wenn jemand als ortskundiger Führer, Dolmetscher oder Hilfskraft in der Küche tätig war, dann ist das wohl nicht mit dem negativen Geruch zu belasten, oder? Erstaunlich bleibt für mich die Naivität, mit der die Bundesregierung in dieser Hinsicht Afghanistan gesehen hat, nach dem Motto: Denen wird schon nichts geschehen! Dabei waren die negativen Erfahrungen mit dem Schicksal der "Kollaborateure" z.B. in Frankreich etc. durchaus bekannt. Dabei dauerte die Besatzung nur vier Jahre und oft genug bestand die Kollaboration darin, daß z.B. eine Französin einen deutschen Soldaten als Freund oder Ehemann hatte. So sehr ich die Bedenken des Innenministers verstehe, glaube ich trotzdem, daß man die jahrelangen Ortskräfte und deren Familien eben nicht mit dem gleichen Vorbehalt wie der übrigen Asylanten behandeln kann.

08:48 von Heidemarie Bayer

Ein Lebensstil wird in Afghanistan dann künftig zelebriert wie vor 1500 Jahren, schlimmer als im Mittelalter.
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meinen sie das liegt nur an den 60.000 Taliban Kriegern
dass die ein 38 Mill Volk "unterdrücken" können
Seit 20 Jahren sind fremde westliche Truppen in dem Land wollen Demokratie installieren
und außer Korruption haben die nichts erreicht
Also ich weiß nicht was die für einen "Lebensstil" wirklich favorisieren

Aufnahme nach § 23 Aufenthaltsgesetz

@15. August 2021 um 08:46

Ja, die Ortskräfte sollten nicht gezwungen sein, ein Asylverfahren zu durchlaufen, stattdessen ist eine Aufnahme nach § 23 AufenthG denkbar.

Einen Asylantrag kann ein Drittstaatsangehöriger ohnehin nur im Hoheitsgebiet Deutschlands einschließlich an der Grenze einreichen. Eine Antragstellung aus dem Ausland ist rechtlich nicht zulässig.

Deshalb sind auch Vergleiche mit der Situation 2015 unangebracht. 2015 ging es um Aufnahme von Drittstaatsangehörigen, die nicht "geholt" wurden oder werden mussten, sondern eigenständig an Deutschlands Grenze gelangten, um einen Antrag auf Zuerkennung internationalen Schutzes einzureichen. Diesen ist die Einreise zu gestatten (zur Durchführung des Dublin-Verfahrens, welches aufgrund der Pflichtverletzungen anderer Mitgliedstaaten in der Regel von Rechts wegen zur Auffangzuständigkeit des Aufenthaltslandes führt). Rechtliche Pflicht.

Heute geht es um die freiwillige Aufnahme von Schutzbedürftigen aus dem Ausland.

Es geht schneller

als sich jemand vorstellen kann, die Bundeswehr sollte sich beeilen unsere Leute aus dem Land zu holen.
Viel Zeit bleibt nicht mehr, Berichte gibt es reichlich zu lesen, 20 Jahre und viel Geld, Erfolg sieht man jetzt.
Afghanistan wird wohl seine Probleme selber lösen müssen, Änderungen können nur aus dem Volk selber kommen, Hilfe um das zu machen hatten sie reichlich und lange.
Aber es hat nicht funktioniert, Gründe sind vielfältig.

Sehen, was die Zukunft bringt

Jetzt wird schon heftigst spekuliert, was wohl aus Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban, die schnell kommen wird, passiert. Es gibt doch derzeit keine andere Wahl als abzuwarten, wie schnell der Kampf dort beendet ist, also wenn Kabul auch in deren Hand ist, und versuchen, mit den Führern der Taliban ins Gespräch zu kommen (hoffe das geht). Jeglichen weiteren militärischen Einsatz, außer der Evakuierung von Botschaftspersonal und afghanischen Verbündeten (also die uns geholfen haben) geht nicht mehr. Wir sollten froh sein, da draußen zu sein, um selbst nicht noch weitere Opfer beklagen zu müssen.
Was das alles für das afghanische Volk bedeutet, wird man sehen. Wenn aber eine gut ausgebildete Armee überhaupt nicht gegen die Taliban kämpft, sehen die darin halt keinen Sinn, oder viele von denen sind auch deren Glaubensbrüder. Ein Bürgerkrieg würde auch viele viele weitere Tote mit sich bringen, und am Ende vermutlich doch die Taliban an der Macht.

um 09:07 von SinnUndVerstand

Und da gibt es hier immer noch User, die sich blitzgescheit wähnen, die der afghanischen Bevölkerung absprechen, für ihre Menschenrechte einstehen zu wollen; Fakt ist, dass die Zivilgesellschaft keine Chance gegen Taliban-Terrorismus hat.
Schon 2020 legte die NZZ durch das Zitat eines pakistanischen Taliban-Waffenherstellers dar, was der eklatante Fehler des Doha-Abkommens war, der Ausschluss der afghanischen Regierung durch den Immobilienmakler Trump im Whitehouse:
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Präsident Biden hatte die Möglichkeit die falsche Politik des Herrn Trump zu korrigieren.
Warum er das Land den Taliban überlässt, bleibt sein Geheimnis. Politiker in Deutschland sollten sich mal fragen, wie lange man den USA noch hinterher laufen will.

@Tada um 08:29Uhr

Haben Sie in den afghanischen Streitkräften gedient? Waren Sie wenigstens monatelang vor Ort und kennen die Hiuntergründe, fir , nach unserem Maßstab, Mangel an Einsatzbereitschaft? Ert Streitkräfte nach Paraden oder Uniformen beurteilt ist eben ein "Erbsenzähler" und con denen sitzen zu viele an entscheidenden Posten.

@SinnundVerstand,09.07h

Werter @andererseits

Wer ist die Zivilgesellschaft?

Zum einen gibt bzw. gab es eine an Peronal und Ausrüstung mehrfach überlegene Armee und zum anderen hätte die Regierung sicher niemand von den jungen Männern der Zivilgesellschaft daran gehindert, sich zum Dienst in dieser Armee zu melden.

Klarstellung

„Die Angst vor den Islamisten ist groß im Land - viele Menschen flüchten.“

Das mag bei manchen so sein. Die Mehrheit der Afghanen begrüßt die Taliban.

„Wer kann, verlässt Afghanistan“

Und wer nicht kann (weil er die „falsche Nationalität“ hat), sitzt in der Falle.

@sonnenbogen, 9:19

Militaereinsatz ohne ein Mandat ist das Ende der parlamentarischen Demokratie!

Ja was um alles in der Welt schlagen Sie denn vor? Dass der Arzt den Erstickenden erst mal liegen lässt, bis er für den Luftröhrenschnitt ein offizielles Mandat der Krankenkasse hat? Und wie sollte das Mandat des Bundestages aussehen? "Wir beschließen hiermit, dass es der Bundeswehr erlaubt gewesen wäre, die jetzt leider toten Menschen zu retten"?

09:15 von MartinBlank

Aber hier hätte er in den sauren Apfel beißen müssen und die Truppen in Afghanistan belassen müssen.
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wie lange ?
und warum
Hilfe zur Selbsthilfe
wegen mir
Wie muß man sich die Taliban vorstellen
als Eroberer oder als Art Befreier
in wie weit wurden die angebotenen Werte der letzten 20 Jahre verinnerlicht
wenn man sie bei erstbester Gelegenheit verrät

Am 15. August 2021 um 09:07 von SinnUndVerstand

Pakistanischen Taliban Waffenhersteller!! Und damit zeigt sich auch gleich noch ein Grund warum dort nie Frieden einkehrt! Weil der Nachbar es nicht will! Aber da schwebt eine Atomwaffe in der Luft! Nicht umsonst hatte sich Bin Laden dort versteckt , 50km von der Hauptstadt Islamabad entfernt!

@ grübelgrübel

Zitat: "Soldaten zu schicken ist allerdings der falsche Weg."
#
Auch wenn ich da bei ihnen bin: Welches wäre denn der "richtige" Weg?

Die Afghanen sind nicht bereit

ihre Familien, Frauen und Kinder zu verteidigen? Oder gibt es etwa nichts zu verteidigen?

Evakuierung sofort, Truppenabzug unverständlich

Hätte man sich das nicht denken können, dass Islamisten ihren Eroberungszug beginnen, sobald man dem Land den Rücken kehrt?
Auch ohne Mandat muss es sofort einen Einsatz der BW geben, um evakuieren zu können, oder die Herrschaften im Bundestag erheben sofort ihren Hintern von ihrem Sofa zu Hause und ziehen ihre Sondersitzung vor. Wo ist da das Problem?
Dass Biden den Islamisten droht ist ja auch Quark, dann hätte man die Truppen nicht abziehen dürfen. Von Drohungen werden die sich nicht beeindrucken lassen.

09:21 von karlheinzfaltermeier

"Kollaborateur"
---

unter Kollaborateuren versteht man Einheimische die mit dem Feind zusammenarbeiten
Jetzt stellt sich die Frage wer ist der Feind wer der Befreier

@DeHahn

"Was das Wort "Wertegemeinschaft" bedeutet, sieht man an Afghanistan. Billionen sind in diesen Militäreinsatz geflossen, der Afghanistan in die "Demokratie" führen sollte. Was hat man denn da außer Korruption wirklich installiert? Das ist jetzt deutlich."

Das muss kein Widerspruch sein, wenn man Korruption als Teil des westlichen, kapitalistischen Wertekanons versteht.
Schmiergeldzahlungen bei internationalen Geschäften konnten auch bei uns bis 2002 steuerlich abgesetzt werden.
Insofern war man gegenüber den Afghanen eigentlich ehrlich.

"Nun wird man gar die finanzielle Unterstützung (Bestechungsgelder) kürzen [...]"

Es fließen sehr unterschiedliche Steuergelder nach Afghanistan. Ich kann mir kaum vorstellen, dass humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe gänzlich gestrichen wird, zumindest hoffe ich das. Aber die Taliban werden sicher Teile dieser Hilfsgelder in ihren Staatshaushalt einpreisen, effektiv also ihre Ausgaben reduzieren können. Das ist ein moralisches Dilemma.

Wurden wir 20 Jahre lang belogen?

Ich habe die Meldungen aus Afghanistan in etwa so in Erinnerung.
- es wurde ein demokratischer Staat geschaffen
- es wurde eine Verwaltung aufgebaut
- es wurde ein Bildungssystem geschaffen
- es wurde eine Armee zur Verteidigung gegen die Taliban ausgebildet und ausgerüstet.

Ich mag da etwas vergessen haben - aber der ganze Einsatz wurde als Erfolgsgeschichte erzâhlt.
Waren das alles nur Lügen?

um 09:19 von sonnenbogen

Extrem bedenklich...
"Für den Evakuierungseinsatz der Bundeswehr ist ein Mandat des Bundestags nötig. Dieses wird derzeit vorbereitet. Möglicherweise muss es aber nachträglich erteilt werden, da der Bundestag erst am 25. August zu einer Sondersitzung zusammenkommt und es dann zu spät für Hilfe sein könnte."

Militaereinsatz ohne ein Mandat ist das Ende der parlamentarischen Demokratie!
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Da gebe ich ihnen Recht.
Es wäre aber ein leichtes den Bundestag zu einer Sondersitzung einzuberufen.
Nach den verbrannten Milliarden die dieser Militäreinsatz gekostet hat, kommt es auf ein paar Euro auch nicht mehr an.

Lage in Afghanistan- UN warnen vor humanitärer Katastrophe

20 Jahre Krieg, Verschwendung von deutschen Steuergeldern, Verheizen von Soldaten, eine angeblich demokratische westgefällige Marionettenregierung, die handlungsunfähig ist, Ausstattung extremistischer Islamisten mit Kriegsgerät jeglicher Art, verbunden mit der Gefahr das die Bevölkerung in Afganistan, insbesondere Frauen und Kinder, einer unberechenbaren Männerwelt zum Opfer fällt.
Bleibt die Frage, wie die Entwicklung in Afganistan verlaufen wäre, wenn der Westen nicht auf die blödsinnige Idee gekommen wäre, die Demokratie nach Afganistan zu exportieren.
Am Ende hat man extremistischen Islamisten zum „Sieg“ verholfen. Ob nun die Talibanen, den sogenannten IS, al-Qaida und wer weiß, wer noch alles, alles die mißratenen Kinder einer westlichen Hegemonialpolitik, die sich nunmehr köstlich amüsieren und die Hände reiben, ob der Naivität der westlichen Allianz. Riesige Waffenarsenale, westlicher Herstellung und Herkunft.

@SinnUndVerstand

"Aber von Verantwortung für die Flüchtenden wollen die gleichen Foristen nichts wissen" Am 15. August 2021 um 08:31 von SinnUndVerstand

*

Dann bitte ich um Lösungsvorschläge.

Sollen wir weiterhin unsere Soldaten dort sterben lassen? (Ich nehme an, Sie selbst sind keiner und haben auch keinen in der Familie - ich schon.)

Oder sollen wir die geschätzten 38.000.000 Afghanen aufnehmen?

Was noch ist Ihrer Meinung an realistisch?

Interventionen gab es jetzt 20 Jahre lang. Versuch macht klug, Ergebnis sehen wir jetzt.

Die Afghanen einfach allein zu lassen

Ist ein großer Fehler! Das wird den Menschen dort in Erinnerung bleiben, Vertrauensbildung sieht anders aus. Der taktische Fehler, der gemacht wurde, man hat die Unterstützer der Taliban einfach gewähren lassen. Sie haben diese immer wieder unterstützt und das hat Tote, auf Seiten der NATO bedeutet. Pakistan ist da zu nennen und denen hätte man deutlicher drohen müssen, auch wenn das Land Atomwaffen hat! Es wird Zeit für einen UN Einsatz, zusammen mit Russland und China!

Kurzfristiger Evakuierungseinsatz sofort!

Am 15. August 2021 um 09:19 von sonnenbogen:
"Militaereinsatz ohne ein Mandat ist das Ende der parlamentarischen Demokratie"
Natürlich nicht. Welche Befürchtungen haben Sie?

Wer Terroristen, ...

welche die Taliban nicht sind, mit Soldaten bekämpfen will, der steigt auch auf ein Pferd und reitet gegen Windmühlen.

In den letzten Jahrtausenden war Afghanistan immer ein Schlachtfeld gewesen.
Und seit Generationen wissen die Menschen in Afghanistan auch, dass aus dem glorifizierten Westen eben nicht der Wohlstand kommt, sondern nur blutrünstige Eroberer und Mörder von Familien.

Den Menschen in Afghanistan wäre am besten geholfen, wenn Sanktionen gelockert werden. Dies gilt auch für die leidenden Menschen in Syrien oder im Jemen.

Zum Schluss muss ich einmal mehr darauf bestehen, dass wer Soldaten in Afghanistan sehen will, der soll sich noch heute freiwillig einschreiben.

Niederlage

Was für eine Niederlage! Praktisch zeitgleich nach der Flucht der Nato-Truppen besetzen die Taliban das Land. Die "gelungene Mission" ist dasselbe Schöngerede wie in den letzten 20 Jahren, als mit "unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt" alles begann. Wie wurde Frau Käßmann runtergemacht als sie feststellte das "es ist nicht gut ist in Afghanistan". Aber die Politik hat nichts gelernt, jetzt sollen Soldaten unter Einsatz ihres Lebens das Leben von Zivilisten retten, weil eine frühere Evakuierung versäumt wurde, oder den Hilfskräften erst auf öffentlichen Druck eine Ausreise ermöglicht werden soll. Frage ist auch, wie lange die Zivilgesellschaften von den USA bis D es sich gefallen lassen, dass ihre Söhne für sinnlose Kriege ihr Leben aufs spiel setzen. Da forden Politiker die ernst genommen werden wollen, wie Röttgen eine Fortsetzung des zwanzigjährigen Krieges.

Wenn man es sarkastisch

Wenn man es sarkastisch ausdrücken will:

Die Taliban hätte man auch schneller und einfacher mit westlicher Militärtechnologie ausstatten können als über den Umweg einer afghanischen Armee.

Am 15. August 2021 um 09:34 von Wolf1905

" Jetzt wird schon heftigst spekuliert, was wohl aus Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban, die schnell kommen wird, passiert. Es gibt doch derzeit keine andere Wahl als abzuwarten, wie schnell der Kampf dort beendet ist, also wenn Kabul auch in deren Hand ist, und versuchen, mit den Führern der Taliban ins Gespräch zu kommen (hoffe das geht). "

Welchen Grund sollten die Taliban haben, mit irgendjemand zu verhandeln, die Armee war ein guter Arbeitgeber und Bezahlung, jetzt läuft man aber weg.
Material über nehmen die Taliban.
Aus welcher starken Position kann man also mit den Taliban verhandeln, das dürfte sehr schwierig werden.
Das einzige ist Geld, man kann es mit viel Geld versuchen, korrupt und bestechlich sind die Taliban sicher, die halten sicher gerne die Hand auf.
Nachdem sie fast ohne Gegenwehr durchmarschieren, werden Verhandlungen sehr schwer.
Eine extrem schwierige Position.

Am 15. August 2021 um 09:15 von MartinBlank

Wären die U.S. Truppen weiterhin in Afghanistan, dann würden die Taliban heute nicht alle Städte dort kontrollieren.
Aber hier hätte er in den sauren Apfel beißen müssen und die Truppen in Afghanistan belassen müssen.
__
Welcher Zeitrahmen schwebt Ihnen denn da so vor ? Vllt sehen selbst die Amerikaner ein, dass dort, genau wie seinerzeit in Vietnam kein Blumentopf zu gewinnen ist und wollen nicht weitere Soldaten dorthin senden, die vllt nicht mehr zurückkommen und weitere xxx Milliarden dort verbrennen, die zu nichts führen und die man in USA gut brauchen kann. Man hat es 20 Jahre lang versucht, ohne nennenswerten Erfolg.

Bidens Interessen

Wie Egon Bahr sagte, geht es in der internationalen Politik nie um Demokratie oder Menschenrechte, sondern immer um die Interessen von Staaten.

@ sonnenbogen

Zitat: "Militaereinsatz ohne ein Mandat ist das Ende der parlamentarischen Demokratie!"
#
Auch wenn der Satz inhaltlich richtig ist: die Betroffenen gehören mit allen Mitteln in Sicherheit gebracht, notfalls mit einem Mandat im September ... oder garnicht.
Es steht ja der beliebte Gang nach Karlsruhe offen.
Es gibt bedenklicheres in Deutschland.
Ich bin der Überzeugung, dass Deutschland verfassungsrechtlich unbeschadet aus diesem Einsatz hervorkommen wird.

Nun, nach den neusten Meldungen

sind wir mit unseren Evakuierungen des Personals etwas spät dran.
Hoffentlich haben die Taliban Kabul bis zum Eintreffen der Bundeswehrtransporter nicht schon eingenommen.

07:49 von DeHahn

In Deutschland gab es keine wirklich funktionierende Demokratie bis nach dem Zweiten WK. Die Alliierten sind so lange geblieben bis die Deutschen es geschafft hatten eine stabile Demokratie zu bilden. Sie wurden Freunde! Genau das fehlt in Afghanistan. Man hat Krieg geführt und nicht die Taliban Unterstützer bekämpft. Das war der Kardinalfehler. Nach einem Krieg ist Aufbau wichtig, damit ein Volk auch die guten Seiten einer Besatzung kennenlernen kann. Was sollen die Afghanen jetzt von uns halten? Richtig, die NATO ist unzuverlässig!

Keine Einsatzbereitschaft

Wie man jetzt sieht, war der riesige Aufwand für die Ausbildung der afghanischen Soldaten umsonst. Biden hat recht: Man muss sich verteidigen wollen. Es war doch sehr angenehm, wenn die Amerikaner die Hauptlast der Verteidigung trugen und die Stammesfürsten sich weiterhin bereichern konnten.
Außerdem hat sich mit dem Aufstieg von China die geopolitische Lage in Afghanistan radikal verändert. China wird, wenn es erfolgreich die Seidenstraße über Pakistan betreiben will, sich langfristig auch um die Taliban kümmern müssen. Da China eine Diktatur ist und das Leben des Einzelnen wenig zählt, stehen den Chinesen ganz andere Mittel im Kampf gegen die Taliban zur Verfügung, siehe Tibet und Xinjiang.

100 % ist das Afghanistan Projekt

daneben gegangen: was D durchgezogen hat, Ausbildung, humanitäre Hilfe, daneben gegangen, alles was USA, GB, usw. gemacht haben, alles erfolglos. Die Armee flüchtet, alle Waffen werden in die Hände der Taliban fallen, Flugzeuge, Panzer. Die Taliban sind jetzt gefährlicher als vorher. Eine Einsicht, die den Politikern und Medien noch nicht klar geworden ist, Harbeck plapperte es ja in den vergangenen Tagen nach: die selbstlose Helfer, Angestellte der Bundeswehr, stehen jetzt vor Problemen. Mit dieser Einstellung sollten wir auch die Armee retten. Alle sind gut bezahlt worden, jetzt sitzen sie vor den Botschaften und jammern.

um 09:37 von Dr.Hans

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Klarstellung

„Die Angst vor den Islamisten ist groß im Land - viele Menschen flüchten.“

Das mag bei manchen so sein. Die Mehrheit der Afghanen begrüßt die Taliban.
<<

Genaues weiß man nicht und deshalb kann man auch nichts klarstellen. I.d.R. verhalten sich Bevölkerungsmehrheiten (leider) opportunistisch. Erst wird Besetzern zugejubelt, hinterher ist es keiner gewesen.

@karlheinzfaltermeier zu @Tada

"Haben Sie in den afghanischen Streitkräften gedient? Waren Sie wenigstens monatelang vor Ort und kennen die Hiuntergründe" Am 15. August 2021 um 09:36 von karlheinzfaltermeier

*

Mein Schwager war in Afghanistan stationiert.

Kurz und bündig:
Er sagt, da herrscht einfach eine andere Mentalität und ist mit unserer nicht vergleichbar.
Nicht schlecht, aber die haben da wirklich andere Vorstellungen, Sorgen und Probleme, als unsere Frauenrechte und Demokratie.

09:47 von FritzF

ihre Familien, Frauen und Kinder zu verteidigen?
Oder gibt es etwa nichts zu verteidigen?
---

genau die Einschätzung könnte entstehen !

und wie kommen die ortskräfte raus, die es nicht

bis kabul geschafft haben? mann mann mann, das ist alles so erbärmlich. man hätte die leute mit den truppen ausfliegen müssen, aber da gab es sicher wieder regularien, die das verbieten. und nun versteckt sich akk hinter den reisepässen, die nicht ausgestellt wurden. ja. es sind angeblich schon 1.500 leute in GER, aber 1.000 haben wir dort dem feind überlassen. eine armee, die ihre eigenen leute dem feind überläßt, das gibt es nur in deutschland. die leute waren schon überprüft worden, ehe sie für das militär gearbeitet haben. und man hätte sie auch in deutschland isolieren und dann überprüfen können. aber in GER braucht niemand lösungen, wir brauchen nur aktivität. das reicht schon, um in die medien zu kommen und das bild des "wir machen das" zu verbreiten.

Am 15. August 2021 um 08:08 von NeNeNe

Mir soll doch einmal Herr Maas erklären, was wurde in den 20 Jahren für eine Industrie geschaffen, um den Menschen Arbeit zu geben? Mit diesen Milliarden Euro kann doch der Steuerzahler erwarten, dass wenigstens kleine Handwerksbetriebe den Menschen ein Auskommen bieten.
___
Weder der/ein Staat ist der bessere Unternehmer, auch wenn die Linken das scheinbar denken, noch sind die Streitkräfte in der Lage oder dazu berufen, eine funktionierende Industrie bzw. Unternehmenskultur zu installieren. Dazu bedarf es eben Unternehmer mit Visionen, know-how, Kapital und Mut zum Risiko.
An diesem Land und seiner Struktur haben sich mittlerweile fast alle die Zähne ausgebissen, ohne Erfolg.
Vllt sollte wirklich China sein Glück dort versuchen.

Die Taliban und ihre Unterstützer

werden in Zukunft ein viel größeres Problem für den Weltfrieden, als zuvor. Warum? Sie fühlen sich als Sieger und das ist der Einstieg in den Größenwahn. Wohin das führen kann haben wir in Europa erlebt. In Vietnam war es ähnlich, aber die Vietnamesen hatten nicht das Ziel der Weltherrschaft, bei den Islamisten ist das anders! Das Problem zeigt sich nicht heute oder morgen, aber es wird sich noch zeigen.

# Dr. Hans

Zitat: "Die Mehrheit der Afghanen begrüßt die Taliban."
#
Waren sie kürzlich vor Ort? Oder woher haben sie diese Aussage?
Gibt es eine seriöse, belastbare Quelle?
Allein für die meisten Frauen ist es eine Rückführung ins Mittelalter, ich denke nicht nicht, dass die das begrüßen.
Die Scharia in den Händen der Taliban bedeutet nur Brutalität, eine Ausübung nach Gutsherrenart ... auspeitschen wenn ein Zeh unter der Burka hervorblitzt hervorgeblitzt haben soll, steinigen wenn sich zwei Hände auf dem Markt berühren und ein Dritter auch nur Böses denkt oder denken will.
Stimmt, jetzt wo ich es noch mal lese: Das wird es sein, was sich die Mehrheit wünscht.
Da haben die "uns" aber ganz schön lange vorgeführt ...
*
Die Ironischen Passagen möge bitte jeder für sich kennzeichnen ...

09:48 von Tada

Oder sollen wir die geschätzten 38.000.000 Afghanen aufnehmen?
--------------

wer weiß
nur weil in unseren Medien erscheint dass viele aus dem Land wollen
weiß von uns keiner wie viele das letztendlich sind
und wie viele sich seit Jahren darauf freuten das die Taliban da und die Söldner fort sind

War man wirklich so blauäugig?

Als Trump damals die US-Truppen in den syrischen Kurdengebieten abzog, damit Erdoğan ungehindert gegen die Kurden vorgehen konnte, habe ich mich unheimlich über diese Naivität aufgeregt und wie man die ehemaligen Verbündeten so im Stich lassen konnte. Aber Trump ist halt Trump, dachte ich.

Jetzt muss ich mit Entsetzen feststellen, dass man in Deutschland leider keinen Deut besser ist. Warum hat man die Ortskräfte nicht zusammen mit den Bundeswehrsoldaten ausgeflogen? Hätte es einen Unterschied gemacht ein paar Flugzeuge mehr zu schicken? War man wirklich so blauäugig oder war das doch irgendwo Kalkül, weil man die Leute im Grunde doch nicht hier im Land haben wollte?

Wer jetzt noch im Land ist, kommt jedenfalls wohl nicht mehr raus - weder aus Masar-e Scharif noch aus Kabul, egal was der Westen jetzt macht. Abgesehen davon wäre es lebensgefährlich irgendwelche Dokumente für einen eventuellen Asylantrag aufzuheben, die die Tätigkeit als Ortskraft belegen.

um 09:43 von Sisyphos3

Die Taliban sind ein Endprodukt des Kalten Krieges. Sowohl Russland als auch die USA haben sie "erschaffen". Sie sind kein natürliches Element in Afghanistan, weswegen "Selbsthilfe" nicht verlangt werden kann.

Wie lange? Bis die Taliban besiegt sind. Nur passiert das nicht auf dem militärischen Schlachtfeld, sondern auf dem finanziellen Schlachtfeld, und da ist leider praktisch nichts unternommen worden, um den Taliban den Geldhahn zuzudrehen.

So war das Scheitern vorprogrammiert, und das wussten alle Beteiligten die ganze Zeit über.
_

re 08:48 Forfuture: Kämpferische Demokratie

>>Nun es liegt – wie immer - nur an uns. Wenn wir „weiter so“ zulassen, dürfen wir uns nicht beschweren. Demokratie geht nicht vom Sofa und mit alle paar Jahre mal ein Kreuzchen machen.<<

Wie Recht Sie haben! Ich denke auch, „wir“ haben zu lange geglaubt, Demokratie würde sich quasi selbst erschaffen bzw. einige wenige „Impulse“ würden reichen. Auch die scheinbar historisch zwangsläufige Wiedervereinigung D. in einer parlamentarischen Demokratie hat den Glauben an einen Automatismus in Richtung liberaler Demokratie genährt.

So geht es aber nicht und so ging es auch nie. Demokratie muss nicht nur erkämpft werden, sie muss permanent verteidigt werden. Natürlich vor allem durch eine gesellschaftlich erfolgreiche Politik, aber auch durch Wachsamkeit und Wehrhaftigkeit gegenüber den Kräften, für die eine Demokratie aus egoistischen Gründen der Gegner Nummer 1 ist.

Wir müssen realisieren, dass man Fundamentalisten unterschiedlichster Couleur nicht allein mit „Argumenten“ beikommt.

Am 15. August 2021 um 09:49 von Defender411

" Es wird Zeit für einen UN Einsatz, zusammen mit Russland und China! "

Die Russen hatten ihr Desaster schon in Afghanistan, warum, das kann man nachlesen, wer dabei geholfen hat auch.
Und die Chinesen werden die Suppe auch nicht auslöffeln wollen, haben ja gesehen das es niemand geschafft hat.
Denke nicht das jemand ein neues Fass aufmachen wird.

@Krid01 um 09:48

"Ich mag da etwas vergessen haben - aber der ganze Einsatz wurde als Erfolgsgeschichte erzâhlt.
Waren das alles nur Lügen?"

Es ist nur ein Teil der Geschichte der erzählt wurde.

Die Geschichte beinhaltet noch andere Dinge wie:
>>Shaharzad Akbar beklagt im Gespräch mit der Deutschen Welle die Kultur der Straflosigkeit. Der Westen habe gepredigt, aber seine eigenen Werte nicht vorgelebt: "Allein die Tatsache, dass es nie eine ordentliche Untersuchung der glaubwürdigen Vorwürfe von Machtmissbrauch gegen die internationalen Streitkräfte gab, hat dem Ansehen geschadet. Schädlich war auch, dass die internationalen Partner Menschen ermächtigt haben, obwohl es gegen diese Personen glaubwürdige Vorwürfe von Kriegsverbrechen gab."<<
Quelle: "https://www.dw.com/de/usa-und-nato-lassen-afghanistan-im-krieg-zur%C3%BCck/a-58090320"

Der Artikel der Deutschen Welle ist generell recht lesenswert.

@ um 09:27 von Alles für die Katz

In diesem Falle ist es völlig egal, was irgendwelche Gesetze sagen. Diese Leute haben der Bundeswehr jahrelang geholfen.
Dass unsere Politiker nun fadenscheinige Ausreden benutzen und sagen, die afghanische Regierung hätte keine Reisepässe erteilt und ohne Reisepass gibt es kein Visum, ist einfach nur lächerlich. In 2015 sind 1 Millionen Flüchtlinge zu uns gekommen und seit dem ca 1 weitere Million, kein einziger hat irgendwelche Papiere vorlegen müssen oder musste seine Asylberchtigung belegen. Das kam alles erst später.
Die erbärmliche Hinhaltetaktik der Bundesregierung liegt allein daran, dass sich niemand dort irgendwelche Gedanken gemacht und wahrscheinlich sogar erwartet wurde, dass Biden den Entschluss von Trump wieder rückgängig macht.
Das entspricht doch auch genau dem Regierungsstil von Frau Merkel, den wir seit 16 Jahren und in der Pandemie besonders gut an jedem einzelnen Tag bewundern durften, bzw eben nicht bewundern konnten, weil kaum substanzielles von Frau Merkel kam.

09:52 von Shantuma

Wenn ich mich als Reservist Einschreiben könnte, würde ich es tun! Man verlässt ein Land nicht bevor es wieder aufgebaut ist! Für die Sicherheit sind Soldaten wichtig parallel muss ein massiver Aufbau stattfinden. Unterstützer der Taliban dürfen nirgends mehr sicher sein, sie sind bekannt und wurden geschont. Soldaten bedeuten nicht unbedingt Krieg, wenn es UN Truppen sind, zwar mit robusten Mandat, aber nur zur Verteidigung des Landes. Es muss mindestens soviel Geld in den Wiederaufbau fließen wie in den Militäreinsatz. Diese Erkenntnis ist nach dem 2WK in Vergessenheit geraten.

Am 15. August 2021 um 08:11 von grübelgrübel

Das Land

den Taliban zu überlassen heiß natürlich, dass vor allen Frauen eine menschenverachtenden Zukunft bevorsteht. Zusätzlich lässt man zu, dass Terroristen weitere Orte für Training und Planungen zur Verfügung haben werden.
__
Das ist wohl so. Gilt aber für diverse andere Länder, wie Pakistan, Saudi Arabien usw. ebenso, ohne dass uns das sonderlich stört.
___
Soldaten zu schicken ist allerdings der falsche Weg.
__
...und deshalb würden Sie vorschlagen ??

Kein Wunder dass afghanische Soldaten

kampflos kapitulieren. Sie sehen, dass die USA bedingungslos kapituliert haben und deren Armee aus dem Land flüchtet. Wenn sich schon die mächtigen USA geschlagen geben, wie könnte die afghanische Armee dann gewinnen?

Nun ja

„Wenn der kommandierende General als Erster abhaut in Kandahar und wegfliegt, da kann ich der Truppe fast nicht übel nehmen, dass sie auch nicht kämpft“, sagt der frühere Bundeswehr-General Hans-Lothar Domröse. Wunderbar.

@Parsec, 09:47

„Dass Biden den Islamisten droht ist ja auch Quark, dann hätte man die Truppen nicht abziehen dürfen. Von Drohungen werden die sich nicht beeindrucken lassen“

Ganz sicher nicht. Genausowenig wie all die anderen Gewaltherrscher, die die Protektion einer „Schutzmacht“ genießen, wie z.B. Kim Jong-un, Assad, Lukaschenko, Myanmars Militärjunta u.a.m. Wenn diejenigen, die es könnten nicht bereit sind, die bedrängte Bevölkerung in diesen Ländern wirksam(!) zu unterstützen, sollten sie besser schweigen.

@wenigfahrer um 08:56

„Welchen Grund sollten die Taliban haben, mit irgendjemand zu verhandeln, die Armee war ein guter Arbeitgeber und Bezahlung, jetzt läuft man aber weg.
Material übernehmen die Taliban.
Aus welcher starken Position kann man also mit den Taliban verhandeln, das dürfte sehr schwierig werden.
Das einzige ist Geld, man kann es mit viel Geld versuchen, korrupt und bestechlich sind die Taliban sicher, die halten sicher gerne die Hand auf.
Nachdem sie fast ohne Gegenwehr durchmarschieren, werden Verhandlungen sehr schwer.
Eine extrem schwierige Position.“

Ja, sicherlich, wobei ich denke, dass auch die neue Regierung, die von den Taliban gestellt wird, auf internationale Kontakte angewiesen sein wird; könnte ja sein, dass die Inder oder Chinesen mit ihnen sprechen, müssen ja nicht die westlichen Mächte sein. Auch Afghanistan kann nicht isoliert existieren.
Aber klar, ich (und niemand hier) weiß nicht, wie das jetzt erst mal weitergeht - hoffentlich kein Blutvergießen!

10:06 von Tada

Kurz und bündig:
------

glauben sie das wird hier akzeptiert ?

bei der Arroganz unserer westlichen Wertewelt Stand 2021 wäre unser Denken das Maß aller Dinge
damit haben wir schon im Mittelalter unser Handeln zu rechtfertigen versucht mit den Kreuzzügen
danach mit der Kolonialisierung und Christianisierung der übrigen Welt

ich weiß es ist jetzt ganz was anderes, wir sind die Guten ! aber wir fühlten uns ja schon immer als "die Guten"
das ist ja unser Problem unsere Arroganz

Angriff auf Kabul

Der Angriff auf Kabul hat begonnen. Warum hat man es nicht hinbekommen die afghanischen Ortskräfte und weitere Helfer ausreisen zu lassen und aufzunehmen? Die "Safe-Häuser" werden nicht safe sein. Das macht fassungslos und ist zum Heulen.

Die Bevölkerung will es so

Den Abzug der US-Truppen verteidigte Biden erneut: "Ein weiteres Jahr oder fünf weitere Jahre US-Militärpräsenz hätten keinen Unterschied gemacht, wenn das afghanische Militär sein eigenes Land nicht halten kann oder WILL."

99% der Afghanen wollen die Scharia (stand 2013, aktuelle Zahlen gibt es nicht öffentlich).
Offensichtlich hat sich nichts verändert.

Bei ernsthafter Gegenwehr seitens der Bevölkerung, jeder Bauer hat ein Gewehr, hätte die Taliban keine Chance.
Millionen junge, kampfähige Männer gibt es ebenfalls.

Die Afghanen wollen es schlicht nicht, weil es so eine Rechtfertigung gibt in Industrieländer leben.
Das die Integration Mangels Bildung und Rechtsvorstellung nicht funktioniert und die Milliarden für Sozialkosten bei der eigenen Bevölkerung fehlt, ist leider nur zu offensichtlich und hat mit Realität, denn rechte Hetze zu tun.

um 10:12 von weingasi1

>>
An diesem Land und seiner Struktur haben sich mittlerweile fast alle die Zähne ausgebissen, ohne Erfolg.
Vllt sollte wirklich China sein Glück dort versuchen.
<<

Sie meinen die Chinesen, die den Islam zutiefst lieben, wie man an den Uiguren sieht ?

Demokratie in Afghanistan zu

Demokratie in Afghanistan zu erzwingen war sinnlos und ich verstehe auch nicht weshalb der Westen dies verfolgte.

Es ist ja löblich diesen Wunsch zu haben aber dieser Logik folgend müsste der Westen auch in Saudi Arabien und Katar einmarschieren, auch dort ist Hand abhacken und Köpfen Tradition.

@ um 09:47 von Sisyphos3

„Kollaboration“ bedeutet „Zusammenarbeit“.
(lateinisch co- ‚mit-‘, laborare ‚arbeiten‘)
Der Kollaborateur ist der Mitarbeiter.
ZB auch ist Ihr Arbeitskollege Ihr Kollaborateur.
Man muß Worten nicht irgendwelche negativen Bedeutungen unterschieben, wenn eine Übersetzung schon alles ganz unkompliziert erklärt.

09:43 von Sisyphos3

«Wie muß man sich die Taliban vorstellen
als Eroberer oder als Art Befreier.»

Als Terroristen, Mörder, und Kulturvernichter.

Wie man lesen kann, ist wohl

Wie man lesen kann, ist wohl schon der Montag zu spät für eine Evakuierung, ob mit oder ohne Mandat. Es ziehen sich mir alle Eingeweide zusammen ob dieser schlimmen Nachrichten.
Vor ein paar Jahren hab ich mal eine Schilderung von einem Bundeswehrsoldaten bei Kundus gelesen. Sie hatten einem kleinen Mädchen eine Puppe geschenkt. Die Freude darüber währte nicht lange, die Dorfjungen nahmen sie ihr weg, machten sie kaputt, weil sie ihr in ihren Augen nicht zustand. Alles keine Talibanjungs sondern “normale “ Dorfjugend. Soviel zur relig. “Kultur”. Die Männer haben weniger zu verlieren und es kommt ihnen vllt auch entgegen, dass Frauen und Mädchen wieder komplett abhängig von ihnen werden. Gibt natürlich auch andere, aber die Mehrheit ist wohl eher wie der Antiheld in Houellebeqc’s “Die Unterwerfung”. Auch den Männern hier im Westen traue ich keinen Meter, was das angeht. Die würden Frauen und Mädchen genauso im Stich lassen, weil für sie selbst die Beschränkungen weniger absolut sind.

@ herbert2, um 09:08

“Wir in Deutschland haben nach dem Krieg auch aufbauen müssen...“ usw.

Sie vergleichen Äppel und Gurken.

@shantuma, 09.52h

Jeder , oder besser fast jeder, kann hier seine Meinung äußern.
So auch Sie.
Wenn Sie schreiben, dass die Taliban keine Terroristen sind, dann erwarte ich eine Erläuterung, warum Sie das so sehen.
Sie müssen sich der Allgemeinheit keineswegs anschließen, aber eine klare Stellungnahme wäre wünschenswert.

@ DerVaihinger

"Seit ein oder zwei Wochen hantieren die Taliban mit amerikanischen und deutschen Beutewaffen, die ihnen von den afghanischen Streifkräften großzügig überlassen wurden" Am 15. August 2021 um 09:15 von DerVaihinger

*

Ich habe bereits vor 7 Jahren von zehntausenden verschwundenen Waffen in Afghanistan gelesen:

"Zehntausende Waffen in Afghanistan verschwunden" bei DW vom 29.07.2014

oder

"Kriegsgerät außer Kontrolle" bei taz auch vom 29.07.2014

@DerVaihinger, so so - die

@DerVaihinger,

so so - die Kalschnikow - auf die spielen Sie ja wohl an - kann nur in Russland (legal) hergestellt werden?

Was für ein Quatsch - dieses Strumgewehr wird in zig Ländern legal (mit Lizenz) hergestellt - sogar die USA prodzieren diese Waffen und man kann sie legal in diversen Waffenshops dort kaufen
--
In Pakistan wird seit der Besetzung Afghanistans druch die Sowjetarmee diese Waffe illegal in dutzenden kleiner Werkstätte hergestellt - zuerst waren die Stammeskrieger der Abnehmer - die Taliban sind heute die Abnehmer
Das Material dazu kommt übrigens z.T. von den Schiff-Abwrack-Plätzen an den Küsten
gab vor Jahren im ÖRTV eine Doku wie aus einem verschrotteten Schiff zum Schluss eine Kalaschnikow wird
--
Ansonsten haben die Taliban als Mitverdiener im Drogenanbau und -handel genügend Geld für den Einkauf auf dem internationalen Waffenmarkt - wenn das nicht reichen sollte gibt es noch die Gross-Spender aus den Golfstaaten

@ Klärungsbedarf

„Die Taliban hätte man auch schneller und einfacher mit westlicher Militärtechnologie ausstatten können als über den Umweg einer afghanischen Armee.“

Man hat jetzt den Taliban Millardenschwere Bewaffnung seitens der USA übergeben. Die Soldaten der afghanischen „Armee“ werden jetzt auch zu tausenden überlaufen, denn bei den Taliban wird gezahlt und man arbeitet dann zumindest aktuell beim Sieger

@ Dr.Hans, um 09:37

“Die Mehrheit der Afghanen begrüßt die Taliban.“

Ja, ganz sicher. Diese “Mehrheit“ mag begriffen haben, dass ihr bei gegensätzlichem Verhalten morgen die Hand oder der Kopf fehlen könnte...

Die Minderheit ist feige und flüchtet, nicht wahr?

Am 15. August 2021 um 08:48 von Forfuture

Nun es liegt – wie immer - nur an uns. Wenn wir „weiter so“ zulassen, dürfen wir uns nicht beschweren. Demokratie geht nicht vom Sofa und mit alle paar Jahre mal ein Kreuzchen machen.
___
Es liegt an UNS, zu bestimmen, wie die Afghanen ihr Leben, ihre Regierung und ihre Politik gestalten ? Ist das Ihr ernst ? Wenn wir hier vom Sofa aufstehen und unser Kreuzchen, wo auch immer machen, hat das m.W. nichts mit Afghanistan zu tun oder jetzt die Bundeswehr alleine dort die Demokratie etablieren ? Dazu müssen die Afghanen vor allem selbst ein Interesse haben. Um sie vor Verfolgung zu schützen, sollten die ehem. Mitarbeiter/Hilfskräfte der Streitkräfte auf Wunsch ausgeflogen werden. Alle anderen sollten sich um Veränderung in IHREM eigenen Land bemühen. Das kann sonst niemand. Stattdessen zu flüchten, kann die Lösung nicht sein, sonst ändert sich NIE etwas. Das wird leider nicht ohne Opfer abgehen. Ist leider so.

@Defender411

Nur gibt es einen großen Unterschied zwischen Afghanistan und den Deutschen nach dem Krieg: wir hatten immer einen anderen kulturellen Hintergrund und eine ähnliche Religion, wenn auch mit verschiedenen Konfessionen wie die Alliierten. Und besonders in den USA lebten und arbeiteten schon sehr lange Bürger, die einen deutschen Hintergrund hatten, weil deren Vorfahren auswanderten.
Deshalb kann man dies nicht miteinander vergleichen.

09:57 von weingasi1

Um Afghanistan zu befrieden hätte man die Grenzen zum Land dicht machen müssen, dass keine Waffen mehr ins Land gelangen. Das, mit vereinten Kräften aus möglichst vielen Ländern, im Rahmen der UN. Im Land hätte man den Wiederaufbau massiv fördern müssen, ist teuer, aber das Leben von Soldaten und Zivilisten ist teurer, da sind wir uns hoffentlich einig. Das braucht viele Jahre aber es hätte sich gelohnt.

Das kann ich verstehen

Wer irgendwie kann, flüchtet aus Kabul. Am Flughafen versuchen Verzweifelte, noch irgendwie ein Ticket für einen Flug zu bekommen - egal wohin, nur raus.
#
Die Gefahr in die Hände der Taliban zu geraten ist sehr hoch. Afghanistan wird wohl bald ganz von den Taliban beherrscht.Dann sind all die vielen Jahre leider umsonst gewesen.Für die Frauen die an Schulbildung teilnehmen konnten tut es mir besonders Leid.Es wird ein Schritt zurück ins Mittelalter werden.

@Defender411, 09.58h

Wenn Sie die Talibanuntersützer bekämpfen wollen, müssen Sie diese erst einmal kennen.
Das wird wohl sehr schwierig sein.
Angesichts des geringen Widerstandes gehe ich davon aus, dass die Zahl der Unterstützer sehr hoch ist.
Einen großen Teil der Bevölkerung zu bekämpfen wäre wohl auch nicht das Gelbe vom Ei.

Die neusten Meldungen

klingen nicht sehr gut, die Bundeswehr sollte sich beeilen.

" In Afghanistan haben die Taliban nach Angaben des Innenministeriums den Angriff auf die Hauptstadt Kabul gestartet. Die Islamisten stießen von allen Seiten vor, teilte das afghanische Ministerium mit.
Die Kämpfer derzeit noch in den Außenbezirken, ein Vordringen bis in die Stadt dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein. Ein Widerstand der afghanischen Truppen sei nicht erkennbar."

Die Zeilen klingen nicht besonders gut.

@ H. Hummel

Zitat: "Die Mehrheit der Afghanen begrüßt die Taliban."
#

„Waren sie kürzlich vor Ort? Oder woher haben sie diese Aussage?
Gibt es eine seriöse, belastbare Quelle?“

Sie glauben also, die Mehrheit der Afghanen begrüßen die Taliban nicht.

Waren sie kürzlich vor Ort? Oder woher haben sie diese Aussage?
Gibt es eine seriöse, belastbare Quelle?

Wenn man die Ereignisse der letzten Tage sieht, wie 38.000.000 Einwohner ca. 60.000 Taliban das Feld ohne jeden Widerstand überlässt, könnte man fast eher zu Schluss 1, anstatt zu Schluss 2 kommen

09:19 von sonnenbogen

Wenn Menschenleben in Gefahr sind, ist keine Zeit für lange Debatten! Hier könnte man nicht ahnen, dass die Afghanische Armee einfach so die Waffen streckt und die Taliban so schnell voran kommen. Es zeigt, dass die dortige Armee mit den Taliban sympathisiert. Ein deutliches Zeichen, dass die Arbeit im Land noch nicht fertig war.

Schade um die afghanische Zivilgesellschaft

Es ist sicherlich richtig, dass der Großteil der Afghanen sehr viel existentiellere Sorgen hatte als sich für Frauenrechte oder internationale Politik zu interessieren, aber es hat sie gegeben: Menschen, die liberal und hochgebildet waren und die die Keimzelle für eine demokratische und freiheitliche afghanische Gesellschaft hätten sein können, wenn man ihnen mehr Zeit verschafft hätte.

Ich habe gestern die erst wenige Wochen alte Dokumentation "Auf der Todesliste" von Julia Held in der ZDF Mediathek angeschaut, in der sie in Kabul und Herat beeindruckende Frauen getroffen hat, die todesmutig für ihre Rechte einstehen. Leider wurde auch erwähnt, wie die Taliban mit solchen selbstbewussten Frauen umgehen, die ihnen in die Hände fallen: Schon allein für lackierte Fingernägel wird die Hand abgehackt, Aktivistinnen werden gesteinigt oder gehäutet. Wenn man sich die Doku in dem Wissen anschaut, dass Herat mittlerweile schon erobert ist und Kabul wohl auch bald fällt...

Am 15. August 2021 um 10:11 von iforkanzlerin

es sind angeblich schon 1.500 leute in GER, aber 1.000 haben wir dort dem feind überlassen. eine armee, die ihre eigenen leute dem feind überläßt, das gibt es nur in deutschland.
__
Haben die anderen Streitkräfte ihre einheimischen Mitarbeiter/Hilfskräfte alle bereits mitgenommen, in ihre jeweiligen Länder und nur wir haben diese Leute zum Teil sich selbst überlassen, oder wie darf man Ihren Satz verstehen ?

kabul

kennen wir die szenen die da gerade ablaufen nicht schon aus saigon?

@weingasi, 10:23 re @grübelgrübel

Das Land
den Taliban zu überlassen heiß natürlich, dass vor allen Frauen eine menschenverachtenden Zukunft bevorsteht. Zusätzlich lässt man zu, dass Terroristen weitere Orte für Training und Planungen zur Verfügung haben werden.
__
Das ist wohl so. Gilt aber für diverse andere Länder, wie Pakistan, Saudi Arabien usw. ebenso, ohne dass uns das sonderlich stört.

Ich weiß ja nicht, wie das bei Ihnen ist, aber mich stört das durchaus.

Hochnäsig

@ 09:05 von zöpfchen

Mit Verlaub, aber das klingt doch etwas hochnäsig gegenüber den Afghanen.

1. Sie verallgemeinert leichtfertig auf alle Afghanen und auf alle Werte.

2. Zum anderen blenden sie bei ihrer "historischen" Betrachtung Komplet aus, dass die Afghanen Spielball kolonialer Interessen oder Großmächte waren.

09:07 von SinnUndVerstand

Ihre Aussage: "Fakt ist, dass die Zivilgesellschaft keine Chance gegen Taliban-Terrorismus hat" finde ich mehr als bedenklich. Taliban (arabisch für „Student“) oder Koranschüler muss man Weltweit freie Hand lassen da man sie nicht stoppen kann?
Müssen wir dann auch hier bald die weiße Fahne hissen?

Abzug?

Der Abzug aus Kabul gleicht dem 'Abzug' aus Vietnam. Es ist wohl einfach eine Flucht und man hinterlässt ein unstabiles Land, ein zerstörtes System.
Das Mitt Romney den Abzug kritisiert ist füe ihn ein bißchen 'gefährlich'. Sein 'el presidente' Donald J.Trump hatte den Abzug schon viel früher gefordert und auf den April - Juni gelegt. Die Kritik Romneys ist nun auch eine Kritik an Trump und ... wer Trump kritisiert ist bei der GOP unten durch.
Aber, es ist schon Bedenklich wie sich einige Politiker, nicht nur in den USA, betroffen entrüsten was da (seit 20 Jahren) passiert.
Ich hoffe das alle die um ihr Leben fürchten müssen das Land sicher verlassen können UND das sie eine faire Aufnahme in den westlichen Ländern finden.

Jetzt bloß raus aus Afghanistan

Die Taliban holen sich gerne Opfer ab, die ihnen vor die Haustüre geliefert werden. Damit meine ich US Soldaten. Afghanistan ist gefallen. Die NATO hat keine Fehler gemacht, leider darf die NATO nicht die gleichen Mittel einsetzen wie die Taliban, dann wäre mehr draus geworden.

@ nie wieder spd, um 10:29

@ Sisyphos3, um 09:47

Ihre zusätzliche “Klarstellung“ ist im vorliegenden Zusammenhang unpassend und auch unsinnig.

ich lese hier immer nur

ich lese hier immer nur Militäreinsatz der BW und zwar sofort?
Ja wofür denn?
Um die Taliban vor Kabul aufzuhalten?
Wofür dass denn und vor allem für wie lange?
Für 100 Tage oder für 100 Jahre?
Und mit welchen Transportmitteln sollen Soldaten und Technik vor Ort kommen?
Und wie gedenkt man diese dann zu versorgen?
Ausschliesslich aus der Luft oder wie - denn die Landwege sind ja inzwischen komplett in Hand der Taliban?
--
Hört sich für mich alles nach Sofa-Generalen an
*sarkasmus*

@H.Hummel, 10.14h

Den Frauen geht es unter den Taliban extrem schlecht.
Das ist richtig.
Ich bin überzeugt, dass sich keine Frau so etwas wünscht.
Wie sieht es aber mit den Männern aus?
Die sind es ja, die eine Veränderung herbeiführen könnten.
Auf deren Denken kommt es an und da sieht es für die Frauen im Islam allgemein schlecht aus.

Zitat: "Er sagt, da herrscht

Zitat:
"Er sagt, da herrscht einfach eine andere Mentalität und ist mit unserer nicht vergleichbar.
Nicht schlecht, aber die haben da wirklich andere Vorstellungen, Sorgen und Probleme, als unsere Frauenrechte und Demokratie."

andere Sorgen und Probleme
ja haben sie dort - z.B. faktisch kein Gesundheitssystem
und was noch da war - wie z.B. das Krankenhaus aus der Zeit der Sowjetbesatzung - hat man auch noch zerstört (das im deutschen Einsatzgebiet).
Es wurde nicht nur keine medizinische Infrastruktur geschaffen - das bissel was noch da war hat man auch noch selbst zerstört.

und so will man die Köpfe und Herzen der Einheimischen gewinnen?
Derzeit läuft auf ARTE der 9-Teiler zum Vietnam-Krieg...
..in vielen Beitragsteilen können man "Vietnam" durch "Afghanistan" auswechseln und es würde treffend die heutige Situation beschreiben

10:17 von wenigfahrer

Was die Russen angeht, ja die hatten ihr Desaster gehabt, dank den USA, die die Taliban (ach nein, damals nannte man sie Mudschaheddin, darf ja nicht auffallen :-)) . Ich schreibe nur, was passieren müsste und leider weiß ich auch, dass alle weiter so machen wie in den letzten Jahrzehnten.

Vormarsch der Taliban: Wer kann, verlässt Afghanistan

20 Jahre der versuchten Demokratisierung wurden innerhalb weniger Wochen zunichte gemacht.

Der Vorstoß der fundamentalen islamischen Wertgemeinschaft der Taliban und die praktische Nicht-Gegenwehr der afghanischen Truppen zeigt, das diese wohl kaum weniger fundamentalistisch ist und bei der Einnahme von Afghanistan nun das Land vorwärts ins frühe Mittelalter zurückführen werden.

Die Afghanen wollen keine Demokratie!

Sollten sie Freiheit wollen, kann sich nur das afghanische Volk selbst befreien!

PS. Vormarsch der Taliban: Wer kann, verlässt Afghanistan......auch in Richtung Europa/Deutschland.

09:52 von Shantuma

Zum Schluss muss ich einmal mehr darauf bestehen, dass wer Soldaten in Afghanistan sehen will, der soll sich noch heute freiwillig einschreiben.
Sie sind also gegen Rettungsflüge. Interresant.

10:23 von weingasi1

«Das Land den Taliban zu überlassen heiß natürlich, dass vor allen Frauen eine menschenverachtenden Zukunft bevorsteht.»

«Das ist wohl so. Gilt aber für diverse andere Länder, wie Pakistan, Saudi Arabien usw. ebenso, ohne dass uns das sonderlich stört.»

Das gilt für Pakistan, Saudi Arabien usw. nicht.
In Pakistan, Saudi Arabien usw. können Mädchen zur Schule gehen.
Und Musik machen und hören darf man auch.

Frauenrechte sind in beiden Ländern nicht mit Verhältnissen in Europa usw. vergleichbar. In Pakistan, Saudi Arabien usw. gibt es eine gebildete Mittel- und Oberschicht, aus der Frauen auch Unternehmen führen.

In der Wahnvorstellung Kalifat der Taliban gibt es gar nichts davon. Die, die nun versuchen, noch ein Flugticket aus Afghanistan heraus zu bekommen, sind die besser Gebildeten mit mehr Geld. Familien oder Frauen alleine. Einige nicht so viele Unternehmerinnen gab es auch in Afghanistan. Schneiderinnen, Kleidungsproduzentinnen.

Die Gebildeten verlassen Afghanistan.

@ H. Hummel

Warum wehrt sich die afghanische Bevölkerung dann nicht in Massen dagegen ?
Am Mangel an Waffen und Ausrüstung kann es ja wohl nicht liegen .

Evakuierungsflüge ab Montag

Evakuierungsflüge ab Montag aus Kabul? So wie's ausschaut haben die Taliban schon in wenigen Stunden die Hauptstadt unter Kontrolle. Das ganze dürfte für die internationale Gemeinschaft eher so ablaufen wie 1975 in Phnom Penh. Für die Ortskräfte besteht mittlerweile nur noch wenig Hoffnung.

Rechtsstaatlichkeit bitte nicht missachten!

Nein, es ist nicht egal, was "irgendwelche Gesetze sagen".

Ich bin doch auch dafür, die Ortskräfte etwa nach § 23 AufenthG aufzunehmen.

2015 sind keine Schutzsuchenden "geholt" worden, sondern, ich habe es doch schon geschrieben, von selbst an die Grenze gekommen und haben um internationalen Schutz ersucht. Das ist ihr Recht.

Eine Passpflicht besteht für Schutzsuchende nicht. Wenn ihnen nach dem Asylgesetz der Aufenthalt gestattet ist, entfallen nach § 15 Abs. 4 Satz 2 AufenthG die üblichen Einreisevoraussetzungen.

Eine Asylberechtigung ist nicht zu belegen, sondern das Schutzersuchen ist ja gerade der Antrag um Prüfung, ob Schutz, z. B. eine Asylberechtigung (um die geht es allerdings gar nicht), zusteht.

Zurückweisungen wären rechtswidrig gewesen, weil die Dublin-III-Verordnung verlangt, das Dublin-Verfahren durchzuführen. Dem Antragsteller muss Gelegenheit gegeben werden, gegen das Ergebnis zu klagen. Zielländer müssen überzeugt werden und zustimmen.

Gerade wird in den Medien

bekanntgegeben, daß die Taliban von allen Seiten Kabul umzingeln. Wenn man jetzt bedenkt, daß die Taliban in den eroberten Städten Leute zurück lassen müssen, frag ich mich, woher haben die so unendlich viele Kämpfer.

@schabernack, 10.31h

Das sehen Sie, ich und viele andere so.
Der User Shantuma sieht in den Taliban keineswegs Terroristen.
Darum ist die Frage von Sisyhpos, wie "man" sich die Taliban vorstellen muss, sowohl berechtigt wie auch nicht klar zu beantworten.

Alles wirklich so schlimm?

@ 15. August 2021 um 09:47 von FritzF
„Die Afghanen sind nicht bereit
ihre Familien, Frauen und Kinder zu verteidigen? Oder gibt es etwa nichts zu verteidigen“

In der Tat. Es scheint , als hätten die rund 100000 (!) kollektiv Soldaten desertiert.
Offenbar war ihnen das Schicksal ihrer rund 300000 Schwestern egal. Oder vielleicht sind die Taliban aus afghanisch-islamischer Sicht garnicht so schlimm, wie das hier immer dargestellt wird.

Die Taliban sind ein Produkt

Die Taliban sind ein Produkt der CIA im Kampf gegen die Russen und diese waren dann ein Selbstläufer, übrigens das selbe Szenario wie im Irak und im Iran aber davon will ja keiner was wissen.
Ich finde es echt kurios wenn man bei Afghanistan von der Erschaffung einer Demokratie spricht, Demokratie kann man nicht exportieren die muss wachsen und bei der Korruption und den Stammesfehden scheint mir das unmöglich. Demokratie kostet auch Geld und dafür brauch es eine funktionierende Wirtschaft davon ist Afghanistan weit entfernt.
Man brauch nur in Europa schauen wieviel Länder eine funktionierende Demokratie haben, das sind nicht viele.
Ich verstehe auch nicht das die ausgebildeten Afghanen die für die Sicherheit zuständig sind nun ausgeflogen werden wollen, wozu wurden die dann ausgebildet, da lassen ist der richtige Weg und alle Männer die ne Waffe tragen können aus Deutschland ausfliegen, die Taliban kann man nur mit Waffen besiegen und nicht mit Diplomatie.

re 10:06 Tada: Demokratische Mentalitäten

>>Er sagt, da herrscht einfach eine andere Mentalität und ist mit unserer nicht vergleichbar.<<

Welche Mentalität „herrscht“ denn bei uns?

Im Ernst: Unter dem Begriff „Mentalität“ werden immer nur Projektionen abgebildet und zusammengefasst. Und nur zu gerne als Erklärung für etwas genommen, was sich eben nicht einfach erklären lässt.

>>Nicht schlecht, aber die haben da wirklich andere Vorstellungen, Sorgen und Probleme, als unsere Frauenrechte und Demokratie<<

Wer sind denn „die“? Der Durchschnitt der Bevölkerung? Alle Menschen? Die Herrschenden? Die Dienenden? Die Männer? Die Frauen? usw. usw,

Ich kenne und arbeite mit afghanischen Frauen und Männern. Und für die sind tatsächlich „unsere Frauenrechte und Demokratie“ ihre Frauenrechte und Demokratie. Und ich kenne und arbeite mit Frauen und Männern „von hier“, die keinen Schimmer von „unseren“ Frauenrechten und „unserer“ Demokratie haben.

@nie wieder spd um10:29Uhr

Ihrem Kommentar stimme ich absolut zu, nur werden besonders über die Medien bzw. deren Mitarbeiter einfach gerade passende Deutungen hinein interpretiert. Vermutlich ist es menschlich, alles zu vereinfachen und möglichst Begriffe zu verwenden, die vielseiitig auslegbar und zu deuten sind. So ist z.B. "der Islam" fast schon grundsätzlich schlecht und böse, dagegen jeder afro-amerikanische Protest, gegen was auch immer, grundsätzlich gut.

10:31 von schabernack

Als Terroristen, Mörder, und Kulturvernichter.
----

das wäre jetzt ihre Einschätzung
und das wäre jetzt meine Einschätzung

wenn ich aber die Situation anschaue
kampflose Übergabe des ganzen Landes
und das sind ja mit 60.000 Hansel im Vergleich zu 300.000 Soldaten eines 38 Mill Volk
doch keine "gewaltige" Übermacht
frage ich mich schon ob der Großteil der Afghanen das auch wie wir beide sehen

Vielen Dank, Herr Trump

Man sieht nun nach dem Abzug der amerikanischen Truppen aus Nordsyrien ein zweites Mal, welche konkreten Auswirkungen die Worte „America first“ für manche Menschen und Staaten haben: sie werden aufgegeben.

Wie General Domröse sagt: mit der Ankündigung auch ungeachtet einer geschlossenen Vereinbarung rauszugehen, hat man den Taliban freie Hand gegeben.

Ich kann verstehen, dass das amerikanische Volk kriegsmüde ist, so dass Biden die bereits vorhandene politische Agenda nicht mehr drehen konnte.

Als wären diese Schmach jetzt und das zu erwartende Schicksal der afghanischen Bevölkerung nicht schon Grund für eine Depression genug, Mister Trump wird im Wahlkampf der Midterms noch einen draufsetzen:

Schuld an dem Desaster wird nicht er sein, sondern der sozialistische Biden, der für diese Niederlage der USA vor aller Augen der Welt verantwortlich sei.

re 10:29 hofer andreas: Logik?

>>Demokratie in Afghanistan zu erzwingen war sinnlos und ich verstehe auch nicht weshalb der Westen dies verfolgte.<<

Sie meinen, Demokratie käme von selber und würde von den jeweiligen Machthabern quasi auf einem Silbertablett feierlich an die Unterdrückten überreicht?

>>Es ist ja löblich diesen Wunsch zu haben aber dieser Logik folgend müsste der Westen auch in Saudi Arabien und Katar einmarschieren, auch dort ist Hand abhacken und Köpfen Tradition.<<

Sie meinen, es würde der „Logik“ widersprechen, wenn ich einem Menschen helfe? Weil ich ja nicht gleichzeitig allen Menschen helfen kann?

Schmerzliche Wahrheit

Wir müssen erkennen dass Geld , Ausrüstung und Soldatenleben für nichts geopfert wurden , der Westen hat sich von der afghanischen Regierung und auch von der afghanischen Bevölkerung täuschen lassen .
Man dachte sich dass man nur lange genug ausbilden , finanzieren und reden müsste um eine tiefgreifende Änderung Afghanistans in Richtung Demokratie zu erreichen .
Das war eine schmerzliche Täuschung .
Der überwiegende Teil der Afghanen will es anscheinend so und die die es nicht wollen ziehen ein bequemeres Leben in Europa ( Deutschland ) vor .
Wir sollten also ein Afghanistan unter Talibanherrschaft als von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung gewollt aktzeptieren und dadurch natürlich auch ein eventuelles Anrecht auf Asyl in Deutschland hinterfragen .
Die Bevölkerung zusammen mit der Afghanischen Armee hätte genügend Ressourcen und Möglichkeiten gehabt es zumindest zu versuchen sich zur Wehr zu setzen . Das wurde augenscheinlich nicht einmal im Ansatz versucht .

Am 15. August 2021 um 09:15 von DerVaihinger

Zitat:
"...Einmarschiert bzw. aus der Deckung gekommen sind sie aber überwiegend mit russischen Waffen.
Mi wird niemand erzählen wollen, dass dies nach so langer Zeit noch Beutestücke von der geschlagenen Sowjetarmee sind..."

Wer denn sonst sollte den Bürgerkrieg in Afghanistan befeuern, ES können doch nur die Russen oder Chinesen sein. So sieht ihr "objektives" Weltbild aus!

BILD dir Deine Meinung zeigt auch hier seine Früchte.
Aber ich beschäftige mich lieber mit der Historie Afghanistans und ihrer "Befreiungskämpfer", denn dort wurde ich fündig.

Und noch ein Tipp:
"...Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
Werd ich nun nicht los..."

@ 08:31 von SinnUndVerstand

Wieso hat die Bevölkerung keine Chance zum Widerstand ? Im Gegensatz zu Deutschland ist dort fast jeder Mann bewaffnet, die können also Widerstand leisten. Aber wollen sie auch ?

um 10:06 von Tada

,,Mein Schwager war in Afghanistan stationiert.

Kurz und bündig:
Er sagt, da herrscht einfach eine andere Mentalität und ist mit unserer nicht vergleichbar.
Nicht schlecht, aber die haben da wirklich andere Vorstellungen, Sorgen und Probleme, als unsere Frauenrechte und Demokratie."

Ja, unsere Demokratie ist natürlich ein Problem und das führt zwangsläufig zu dem nächsten. Was wollen diese endogen konservativ zur Welt kommenden und ,,Glauben" exekutierenden bärtigen Männer auch tun als das Recht auf schlechte Behandlung von Frauen zu verteidigen. Warum sollen diese Sinnerfüllung, Spaß und Lebensfreude haben, wenn Mann selbst nichts darf als ,,Gottes Zorn" auf Erden zu vollstrecken, der in Wirklichkeit der eigene ist. Das hat so garnix mit Mentalität zu tun. Hätten wir hier gerne. Dann kann man innerlich ,,abziehen". Das geschah auch bei uns ab 33. Einschüchterung, Terror und Gewalt führen nicht zu Mentalität, nur zu heftigen Kettenreaktionen der Unterdrückung bis zur Schwächsten.

@ Klärungsbedarf

"um 10:12 von weingasi1 >>An diesem Land und seiner Struktur haben sich mittlerweile fast alle die Zähne ausgebissen, ohne Erfolg.
Vllt sollte wirklich China sein Glück dort versuchen.
<<

Sie meinen die Chinesen, die den Islam zutiefst lieben, wie man an den Uiguren sieht ?" Am 15. August 2021 um 10:28 von Klärungsbedarf

*

Es kommt auf die Islamrichtung an, ob man Islam akzeptiert.

Das gilt natürlich auch für andere Religionen.

Keine Religion oder Strömung, die die staatliche Ordnung nicht akzeptiert wird irgendwo gerne gesehen.

Versaubeutelt

Das ganze Konzept der USA war sowieso falsch, da es von deren (!) millitaerischem Standpunkt gepraegt war als auch, in Hinblick auf Regierungsform, ein westliches zentralistisches System im Auge hatte. Exopertenmeinungen dazu wurden wie so ueblich ignoriert. Die sogenannte Kampfstaerke der afgh. Truppen ist ingesamt ein Witz, und ein Wunschdenken weiterhin aufgrund der Eitelkeiten von Generaelen und Entscheidungstraegern, insbesondere aus den USA. Fakt ist ebenso, das die Taliban Monster (Bestien in Menschengestalt, und das ist auch philosophisch belegbar und hat nichts mit Anti-humanismus oder sowas zu tun) sind, ich habe null Verstaedniss fuer den Standpunkt, dass die sich nur "ihr" Land zurueckholen. Die Sache ist versaubeutelt worden, wie man so sagt. Es ist nur "gerecht", das sich der Westen schaemen sollte. Viuelleicht wird es mal Geschichtsbuecher geben, in denen dazu Tachales geredet wird. Zur Zeit ist ja selbst Biden auf dem Geschichtsfaelschungstrip.

@ nie vieler spd

Zitat: "Das entspricht doch auch genau dem Regierungsstil von Frau Merkel, den wir seit 16 Jahren und in der Pandemie besonders gut an jedem einzelnen Tag bewundern durften..."
#
Das gebetsmülenartige wiederholen von der Schuld Frau Merkels macht die Sache nicht glaubwürdiger ... langsam ist sie ermüdend.
Ist schon erstaunlich, wie die sich die "Partei der Schuldigen" seit vielen demokratischen Wahlen wiedersetzt.
Sie ist Schuld an der brummenden Wirtschaft, den vielen Jobs, dem Reichtum der Unternehmer (böse-böse), den verbotenenCoronademos, den verpassten Malle- Urlauben, wenn nicht an Corona überhaupt, dem zu warmen oder zu nassen Klima, den Unwettern und Katastrophen daraus, an den Waldbrände in Griechenland, den USA oder Russland ... sie ist die personifizierte Schuld schlechthin.
Und nun warten wir auf die Wahlen und den dann wohl daraus hervorgehenden "politischen Heiland" (m/w) und dessen unfehlbare Weisheit und Gerechtigkeit gegenüber jedermann.
*ups, ich bin aufgewacht*

10:39 von berelsbub

@ Klärungsbedarf
„Die Taliban hätte man auch schneller und einfacher mit westlicher Militärtechnologie ausstatten können als über den Umweg einer afghanischen Armee.“

Man hat jetzt den Taliban Millardenschwere Bewaffnung seitens der USA übergeben. Die Soldaten der afghanischen „Armee“ werden jetzt auch zu tausenden überlaufen, denn bei den Taliban wird gezahlt und man arbeitet dann zumindest aktuell beim Sieger

So sieht es aus. Im Angesicht der möglichen Konsequenzen, die einem Armeesoldaten bzw. höheren Rängen drohen, sollte sie von den Taliban ergriffen werden, werden sie sehr schnell ihre Unterstützung und Waffen, Munition und vor allem Know-How anbieten.

Was sollen die Leute machen? Sie haben keine Chance.

Nicht einer der stolzen und kampferprobten Foristen hier, der die Deserteure als „Feiglinge“ bezeichnete, würde einer „intensiven Befragung“ durch die Taliban mehr als zehn Sekunden standhalten.

Ist schon nicht mehr lsutig

Ist schon nicht mehr lsutig wie viele immer noch nicht begriffen haben wer eigentlich die Taliban sind...
..denn diese sind (oh Wunder) -> Afghanen

Die Taliban sind keine ausländischen Söldner oder Invasoren - ebensowenig Ausserirdische

Nein - sie sind Teil der Bevölkerung dieses Landes.
Ja sie sind fanatische radikalisierte religiöse Extremisten
aber
in ihren Augen verteidigen sie selbst ihr Land gegen ausländische Invasoren - achtung wir hier im "Westen sind damit gemeint"
--
Das die Talian überhaupt seit 20 Jahren so umfänglich operieren können liegt im wesentlichen daran das Pakistan der logistische Hauptunterstützer ist.
Natürlich nicht offiziell - aber wesentliche Teile des dortigen Geheimdienstes machen längst ihr Ding - das die jeweilige Regierung will oder nicht scheint offensichtlich komplett egal zu sein.
Darum tobt ja auch in Pakistan ein im Westen kaum beachteter Bürgerkrieg - die religiöse Radikalisierung beginnt auch Pakistan zu zersetzen.

10:23 von nelumbo

Kein Wunder dass afghanische Soldaten
kampflos kapitulieren. Sie sehen, dass die USA bedingungslos kapituliert haben und deren Armee aus dem Land flüchtet. Wenn sich schon die mächtigen USA geschlagen geben, wie könnte die afghanische Armee dann gewinnen?
--------

wen repräsentieren die USA, wenn die afghanische Armee ?
ist das eine amerikanische Angelegenheit ?
Es ist eine innenpolitische Sache der Afghanen

von daher verstehe ich ihren Beitrag absolut nicht

10:40 von harry_up

“Die Mehrheit der Afghanen begrüßt die Taliban.“
Ja, ganz sicher. Diese “Mehrheit“ mag begriffen haben, dass ihr bei gegensätzlichem Verhalten morgen die Hand oder der Kopf fehlen könnte...
Die Minderheit ist feige und flüchtet, nicht wahr?
Sie machen es sich zu einfach. In Myanmar zeigen die Menschen mehr Rückgrat „Wenn es so weit ist, müssen wir bewaffnet für Demokratie kämpfen“ ist die Aussage der dortigen Bevölkerung. Das dortige Regime kennt bei Gegnern dort auch keine Gnade.

10:26 von Kaneel

«Warum hat man es nicht hinbekommen die afghanischen Ortskräfte und weitere Helfer ausreisen zu lassen und aufzunehmen? Die "Safe-Häuser" werden nicht safe sein. Das macht fassungslos und ist zum Heulen.»

Es ist grauenhaft, und man hat es nicht hinbekommen, weil man kein Rückgrat hat, zu sagen, diese max. 2.000 Menschen werden in Deutschland aufgenommen. Max. 2.000 inkl. Families and Kids.

Weil man Angst hat, sich wieder das ganze unsägliche Gejammer der Flüchtlingsfeinde anzuhören, die in jeder weiteren Person aus Afghanistan den Niedergang Deutschlands beschwafeln.

Und dann sind in wenigen Wochen auch noch Bundestagswahlen.
Man ist so doof, zu befürchten, man könne durch zu viel Großzügigkeit Stimmen einbüßen. In real könnte man Stimmen gewinnen.

Plus max. 2.000 dankbare Menschen aus AFG gewinnen, von denen so manche schon halbwegs bis gut Deutsch sprechen. Eine vierstellige Zahl an Kindern, die gerne in Schulen lernen würden.

Eine jämmerliche Performance der DEU Regierung !

10:43 von DerVaihinger

"Angesichts des geringen Widerstandes gehe ich davon aus, dass die Zahl der Unterstützer sehr hoch ist."

Sie haben eine unerhoert hohe Meinung vom Homo Sapiens, insofern er entweder aktiv was unterstuetzt oder aktiv was bekaempft? Leider falsch. Die meisten haben naemlich nur Angst, lancieren sich durch, laufen unter dem Radar mit. Vorallem denn, wenn brutale bewaffnete Fanatiker keine zehn Meter entfernt auf Patroullie sind.

@SinnUndVerstand - Keine Chance oder keine Lust?

08:31 von SinnUndVerstand:
"Und dann gibt's hier immer noch Foristen, die behaupten, die Taliban hätten 'die Mehrheit in der Bevölkerung' statt zu erkennen, dass diese keine Chance zum Widerstand hat ohne ihr Leben zu verlieren durch das terroristische menschenverachtende Handeln der Taliban."

Warum sollte eine Nation mit 180.000 Soldaten, gepanzerten Fahrzeugen und einer eigenen Luftwaffe "keine Chance" gegen eine Miliz haben?

Der Konflikt scheint sich zwischen den Taliban und der vom Westen installierten Regierung abzuspielen. Die Bevölkerung (zu der ja auch die Soldaten zählen), scheint sich da raushalten zu wollen.

10:48 von mlz

"Auf der Todesliste" von Julia Held in der ZDF Mediathek angeschaut, in der sie in Kabul und Herat beeindruckende Frauen getroffen hat, die todesmutig für ihre Rechte einstehen
--------

man sieht eben hierzulande auch nur nen begrenzten Teil der afghanischen Gesellschaft
Deutschland besteht eben auch nicht nur aus Bayern und dem Oktoberfest
so denke ich hat auch diese Gesellschaft verschiedene Facetten
und mir scheint, hierzulande sucht man sich eben die "passenden" raus

Am 15. August 2021 um 09:15 von MartinBlank

Zitat:
"...Einen Deich baue ich, damit die Flut mir keinen Schaden zufügt, und beklage mich nicht, dass die Flut nach 20 Jahren immer noch jeden Tag kommt..."
Sie haben sehr recht, wenn Sie von "ich" sprechen, aber die USA sind nicht das "ich"

Ich meine, Sie haben immer noch nicht erkannt, die USA hat nicht aus liebe zu anderen Völkern über 872 Militärstützpunkte in 80 Ländern auf dieser Erde.
Die USA u.a. haben nur ein Ziel, ihre geopolitischen Interessen überall durch zu setzen und dies ist dem Kapitalismus eigen.
Aber die Welt hat sich verändert und der "Weltgendarm" steht auf tönernen Füßen.

10:52 von Walter2929

"Der Abzug aus Kabul gleicht dem 'Abzug' aus Vietnam. Es ist wohl einfach eine Flucht und man hinterlässt ein unstabiles Land, ein zerstörtes System."

Ein dummer Vergleich. Vietnam ist nicht unstabil und zerstoert haben es nicht die Vietnamesen damals.

Versprechen von Gewaltverzicht der Taliban realistisch?

Die Taliban teilten in einer Erklärung mit, Kabul "nicht mit Gewalt" unter ihre Kontrolle bringen zu wollen. "Niemandes Leben, Eigentum und Würde wird verletzt und das Leben der Bürger Kabuls wird nicht in Gefahr sein."

Allen Menschen, die Kabul verlassen wollten, werde ein sicherer Abzug gewährt werden. Die Taliban-Kämpfer seien angewiesen, Gewaltanwendung zu vermeiden.

"https://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-kabul-109.html"

Wäre schön, aber ich habe da wenig Vertrauen.

@ bertelsbub

Zitat: "Wenn man die Ereignisse der letzten Tage sieht, wie 38.000.000 Einwohner ca. 60.000 Taliban das Feld ohne jeden Widerstand überlässt, könnte man fast eher zu Schluss 1, anstatt zu Schluss 2 kommen"
#
"Man könnte zu dem Schluss kommen" ist wie "es hat den Anschein" oder "man kann davon ausgehen" oder "vieles deutet darauf hin" und vieler ähnlicher Texte.
Ebenso könnte man davon ausgehen, dass der Ruf der Taliban als gnadenlos Rache nehmende Horde so viel Angst verbreitet, dass sich die Menschen, der Schutzmächte beraubt, lieber, ohne auffallen zu wollen, in ihr Schicksal ergeben.

10:41 von Defender411

Um Afghanistan zu befrieden hätte man die Grenzen zum Land dicht machen müssen, dass keine Waffen mehr ins Land gelangen. …

Es praktisch völlig unmöglich, die Grenzen dieses Landes derartig abzuschotten.

Vielleicht schauen Sie sich den Verlauf mal auf Karten an, damit Sie wissen, wovon Sie reden.

Beschämung

Der Fall von Saigon und Kabul. Die Bilder ähneln sich.
Traurig weil die Bevölkerung wieder unter eines menschenverachtenden Regime leiden muss. Verärgert weil die korrupte Regierung und die Armee so feige sind, gegen die Terrorgruppe anzukämpfen. Der Westen hat sie ja dazu erzogen. Und wozu das ganze Opfer an Soldatenleben seit 20 Jahren? Alle westlichen beteiligten Regierungen sollen sich schämen.

Na immerhin wurde

„Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland auch am Hindukusch verteidigt.“

um 10:31 von schabernack

>>
Als Terroristen, Mörder, und Kulturvernichter.
<<

Das ist mir zu kurz gesprungen. Zunächst einmal stehen die Taliban in der Tradition anderer Fundamentalisten. Aufklärung wurde nicht genossen, wie sie auch bei uns zu verblassen scheint. Bei uns hat man sich für das goldene Kalb entschieden und die Religion dafür zur Folklore gemacht. Wo keine goldenen Kälber sind, da stehen solche Entscheidungen nicht an. Ohne die jeweilige Indoktrination der nachfolgenden Generation gäbe es diese Religionen überhaupt nicht. Niemand würde von sich aus auf die Idee von jungfräulichen Geburten und in den Himmel reitenden Propheten kommen. Bei Lichte betrachtet sind die monotheistischen Religionen gigantische Verschwörungstheorien.

Am 15. August 2021 um 09:58 von pwg51

Zitat:
"...Nun, nach den neusten Meldungen
sind wir mit unseren Evakuierungen des Personals etwas spät dran.
Hoffentlich haben die Taliban Kabul bis zum Eintreffen der Bundeswehrtransporter nicht schon eingenommen..."

Erinnert mich etwas an Saigon, wo US Transporter nach einem verlorenen Krieg Menschen aus Vietnam holten.

10:27 von PeterBernert

vielleicht sollte man sich mal vergegenwärtigen

möglicherweise erobern die Taliban gar nicht das Land
sondern rennen offene Türen ein
aber so was kann man sich ja hierzulande gar nicht vorstellen
eine andere Sichtweise zu haben wie wir (2021)

Moslemischen Länder

Was mir auffällt ist das kein anderes moslemisches Land gegen die Taliban was unternehmen will, hat es doch was mit dem Glauben zu tun??

Müssen wir uns daran gewöhnen das unsere Maßstäbe nicht überall gelten werden??

um 10:25 von Sisyphos3 10:06 von Tada

,,...ich weiß es ist jetzt ganz was anderes, wir sind die Guten ! aber wir fühlten uns ja schon immer als "die Guten"
das ist ja unser Problem unsere Arroganz. "

Gut, daß Sie das schon mal erkannt haben. Scheinbar wird der Stein aber davon nicht leichter. In Kabul hat man sicher Verständnis für das Leid, das Sie mit Ihrer Bürde haben und niemand dort wird erwarten, einen wenigstens gewünschten, virtuellen Beistand durch mit Arroganz beschwerte Deutsche zu bekommen. Was sind Sie (inklusive des imaginären WIR) wenn Sie nicht ein ,,Guter" sind?

Am 15. August 2021 um 10:58 von DerVaihinger

" Den Frauen geht es unter den Taliban extrem schlecht.
Das ist richtig.
Ich bin überzeugt, dass sich keine Frau so etwas wünscht.
Wie sieht es aber mit den Männern aus?
Die sind es ja, die eine Veränderung herbeiführen könnten.
Auf deren Denken kommt es an und da sieht es für die Frauen im Islam allgemein schlecht aus. "

Das sehe ich auch so, wenn ich mir die Situation jetzt ansehe, die Armee läuft praktisch weg.
Also ist keiner der Männer bereit, für ein besseres Leben sein Leben zu geben, so lange andere den Kopf hingehalten haben, war das ok.
Es sind ihre Frauen und Kinder um die es geht, oder verstehe ich jetzt was falsch.
Und das nach 20 Jahren.

Sofort raus aus diesem Trümmerland

Hat ja wohl niemand ernsthaft gedacht dass man einem kulturell und religiös derart anders zusammengesetzten Volk unsere Werte militärisch aufoktroyieren kann?

Kabul wird in spätestens 2 Tagen ohne Gewalt übergeben. Da wird sich niemand "verteidigen", weil die Menschen dort - ganz zum Erstaunen westlicher Imperialisten - gar nichts verteidigen wollen.

Es bleibt zu hoffen dass daraus gelernt wird und militärische Einsätze der Bundeswehr (und anderer westlicher Armeen) mit der fadenscheinigen Begründung der Verteidigung zu unterlassen sind.

Grüsse aus der Schweiz

09:05, zöpfchen

>> stattdessen gibt Clans, Stämme , massive Korruption, eine Gesellschaft in der Frauen keinen (Nach-) Namen tragen <<

Männer auch nicht.

8:50 Hador Goldscheitel

"Bemerkenswert das Interview mit Stefan Recker......."

kann ihnen auch Daniel Lücking vom 9.7.2021 empfehlen "der Umgang mit den Ortskräften hat rassistische Züge"
Ein ehrlicher Bericht von einem der dabei war.

Ganz unabhängig davon wird bei diesem Desaster vergessen, dass die Koalition der Willigen das Land überfallen haben.

Am 15. August 2021 um 09:49 von Defender411

Zitat:
"...Es wird Zeit für einen UN Einsatz, zusammen mit Russland und China!..."

Sie haben ja sowas von recht, aber das hat ja noch nie geklappt. Beispiele hierfür würde das Forum sprengen.
Im Gegenteil, Es wird sich weiterhin gegenseitig beschuldigt und über Dritte bekämpft.

10:49 von frosthorn

Ich weiß ja nicht, wie das bei Ihnen ist, aber mich stört das durchaus
----------

meinen sie das geht sie was an ? wie andere Kulturen leben

kaum 30 Jahre her da wurden Schwule eingesperrt
wann durften Frauen ein eigenes Konto haben oder arbeiten gehen ?
was hätten sie gesagt wenn man vorgeschrieben hätte 1950 das hat in unserem Land zu geschehen ?

Erkennen sie nicht wie gefährlich ihr Denken ist
sich in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten oder auch nur Familien einzumischen
wer legt denn fest was angemessen ist ?
sie ? und das gilt dann weltweit und für ewig ?

Ich frage mich allerdings, …

… warum die entscheidende Rolle Pakistans nicht weiter thematisiert wird. In den mehr als 30.000 Koranschulen dort wird der Nachwuchs radikalislamistischer Menschenfeinde massenhaft herangezüchtet.

„… Tatsache aber ist, dass ein Teil der Koranschulen genau das ist, was auch die Dar ul-Ulum zumindest früher war: Brutstätten des Dschihadismus, die mit ihrer radikalen Auslegung des Islam Gotteskrieger und Selbstmordattentäter heranziehen. …“

(SZ, 17.10.2010!)

09:37 von Dr.Hans

<< Klarstellung

„Die Angst vor den Islamisten ist groß im Land - viele Menschen flüchten.“

Das mag bei manchen so sein. Die Mehrheit der Afghanen begrüßt die Taliban. <<

,.,.,

Vor allem die Frauen, oder?
Meine Güte, was Sie sich da so ausdenken.

Machtinteressen

Am 15. August 2021 um 10:58 von BerndK01:
"Für mich hat sich immer die Frage gestellt, was mischen wir uns überhaupt ein in der Angelegenheit anderer Länder? Ich Wirklichkeit ging es immer um Machtinteressen der Großmächte in dieser Region."
Sehe ich nicht so.
Würde es in "diesen" Ländern friedlich(er) und vor allem ohne Terror und Unterdrückung laufen, gäbe es derartig massive Eingriffe garantiert nicht.
Denn die Gefahr ist ja jetzt offensichtlich: eine Gruppe von ewig Gestrigen erobert genau aus dem Grund, den Sie nennen, nämlich "Machtinteresse" das Land Stück für Stück und es darf angenommen werden, dass sie an der Grenze auf Kurz oder Lang nicht Halt machen werden.
Dass darf man nicht dulden. Weltweit.

Lage in Afghanistan

Viele, die es jetzt besser wissen, haben 20 Jahre lang geschwiegen. Jeder, der jetzt eine Meinung zu Afghanistan öffentlich kundtut täte gut daran, sich erst einmal mit den Fakten vertraut zu machen. In den letzten 20 Jahren ist in Afghanistan eine Generation herangewachsen, die ein anderes Leben kennengelernt haben. Mädchen durften zur Schule, Jungen mussten nicht schießen. Nur zwei Fortschritte, durch die auch die Taliban jetzt ein anderes Land vorfinden.
Und dennoch ist die westliche Blauäugigkeit im Umgang mit anderen Kulturkreisen nicht nur hier ein Hindernis bei der Bewältigung regionaler Konflikte gewesen. Es bleibt nur zu hoffen, dass unsere Berufsdiplomaten endlich dazulernen.

Biden

"US-Präsident Joe Biden drohte den Islamisten mit "einer raschen und starken militärischen Reaktion", falls diese das US-Personal in Afghanistan gefährdeten."

Ist man also doch noch in der Lage militärisch gegen die Taliban vorzugehen, wenn US-Personal gefährdet ist? Oder bedeutet das dann zielloses Bombardement auf alle?

"Ein weiteres Jahr oder fünf weitere Jahre US-Militärpräsenz hätten keinen Unterschied gemacht, wenn das afghanische Militär sein eigenes Land nicht halten kann oder will."

Es haben ca. 15 mal mehr afghanische Soldaten als NATO-Soldaten ihr Leben in dem von der USA initiierten Krieg verloren. Mit diesem Satz macht er aus dem militärischem auch noch ein moralisches Versagen.

@Miauzi, 10.39h

Die Kalaschnikow ist natürlich eine russische Waffe, die in Lizenz gebaut wird.
Selbst in den USA für den dortigen Markt.
Mit der kalaschnikow allein ist kein Krieg zu gewinnen.
Sehen Sie sich mal die Panzerfäuste und andere schwere Waffen an.
Die sind aus Russland und werden nicht überall und beliebig gebaut.
Dass die Taliban aus dem Drogenanbau genügend Geld zur Verfgügung haben, weiß ich auch, durfte es hier nur nicht schreiben.

@ Barbarossa

„Gerade wird in den Medien
bekanntgegeben, daß die Taliban von allen Seiten Kabul umzingeln. Wenn man jetzt bedenkt, daß die Taliban in den eroberten Städten Leute zurück lassen müssen, frag ich mich, woher haben die so unendlich viele Kämpfer.„

Die haben nicht unendlich viele Kämpfer, sondern es reichen ein paar Kämpfer, um ganze Großstädte zu überrennen.
Warum das reicht, dafür liegen die Gründe offensichtlich auf der Hand.
Und da man sich seitens der Armee ergibt und zumindest vorher nicht mal die Waffen vernichtet, sondern diese gleich einsatzbereit übergibt, können Sie sich vorstellen, wie groß auch der geistige Widerstand gegen die Taliban ist...

Darstellung: