Kommentare

Diplomatie möglich?

Weiter denken! Ziele formulieren!
Ist jetzt Diplomatie möglich?
Mit wem kann sinnvoll verhandelt werden?
Wer sind DIE "Taliban" überhaupt, handelt es sich um eine Gruppe religiöser Fanatiker, die nur Eines zusammenhält: Der Kampf gegen die Besatzer? Handelt es sich um eine chaotische Truppe von Aufständischen oder gibt es übergeordnete Organisationsstrukturen?
Welche Rolle spielt die Stammeszugehörigkeit und die jeweiligen örtlichen Strukturen, lokale Kommandanten?
Immerhin gibt es neben Paschtunen auch noch Tadschiken, Usbeken und Hazara.
Welche Rolle spielen die Stämme und deren Untergruppen, die Clans? Auch innerhalb der Stämme gibt es schon immer Spannungen, z.B, zwischen Durranis und Barekzais.
Die Lage ist verworrener als es auf den ersten Blick erscheint.
Das sollten wir wissen, wenn wir auf Afghanistan blicken.
Zur weiteren Information:
https://www.bpb.de/internationales/asien/afghanistan-das-zweite-gesicht/...

12:24, bolligru

>>Die Lage ist verworrener als es auf den ersten Blick erscheint.
Das sollten wir wissen, wenn wir auf Afghanistan blicken.<<

Da gebe ich Ihnen völlig Recht.

Die Deutungsversuche der hochideologisierten Mitforisten gehen deswegen komplett in die Irre. Ich empfehle, sich mit der Geschichte des Gebietes, das man heute Afghanistan nennt, zu beschäftigen. Wikipedia ist ein guter Einstieg.

12:24 von bolligru

Ihre Fragestellung ist doch nicht besonders kompliziert
dafür umso einleuchtend

warum macht man sich im Außen oder Verteidigungsministerium nicht ähnliche Gedanken

die sind doch besser Informiert (sollte man meinen) und könnten professioneller an die Sache rangehen

Taliban

Wozu? Unsere töten Soldaten hätten nicht sein müssen, wenn. Ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre.

„Das Kabinett hat das Mandat für den Evakuierungseinsatz der Bundeswehr auf den Weg gebracht- >> der Bundestag soll kommende Woche abstimmen“

Dann wird sich auch herausstellen, wem bürokratische „Prinzipien“ („Ein Flug konnte demnach offenbar nicht stattfinden. "Grund hierfür ist die momentan fehlende Verfügbarkeit der Flughafenfeuerwehr in Kabul") wichtiger sind als Menschenleben.

„Derzeit sichern hauptsächlich US-Soldaten den Flughafen in Kabul. (...) sind dort inzwischen etwa 3500 Soldaten im Einsatz. Das US-Verteidigungsministerium erklärte, die Zahl werde im Tagesverlauf auf rund 4000 ansteigen. In einigen Tagen sollen es dann bis zu 6000 Soldaten sein“

Die derzeit Verantwortlichen in den USA „schalten“ offenbar schneller.

Die Bundesregierung sucht derweil noch nach afghanischen Helfern, die das Land noch nicht verlassen konnten (…) Nun versuche man Kontakt zu den rund 1000 Ortskräften im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit herzustellen"

Hoffentlich findet man die schnell.

@ bolligru

Auch innerhalb der Stämme gibt es schon immer Spannungen, z.B, zwischen Durranis und Barekzais.
Die Lage ist verworrener als es auf den ersten Blick erscheint. Das sollten wir wissen, wenn wir auf Afghanistan blicken.

Das ist nicht verwunderlich. In Deutschland gibt es auch oft Spannungen zwischen z. B. Bayern und Mecklenburgern, wie ich gestern gerade beobachten durfte. Trotzdem kann an sich unter Erwachsenen Menschen ja mal zusammen raufen.

Was für ein Hin und Her

Bundeswehr raus und nun wieder rein. Was soll das? Warum hat niemand die Mentalität der afghanischen Soldaten erkannt oder wollte man sie einfach nicht erkennen? Wieviel Geld wurde da in den letzten 20 Jahren verschleudert und zum Dank müssen wir diese angeblich jetzt verfolgten Menschen aufnehmen. Höchste Zeit das hier endlich etwas in unserer Einstellung verändert wird und wir endlich eine Regierung bekommen die nicht mehr die ganze Welt retten will.

12:32, Sisyphos3

>>12:24 von bolligru
Ihre Fragestellung ist doch nicht besonders kompliziert
dafür umso einleuchtend

warum macht man sich im Außen oder Verteidigungsministerium nicht ähnliche Gedanken

die sind doch besser Informiert (sollte man meinen) und könnten professioneller an die Sache rangehen<<

Sie meinen also, es wäre alles ganz einfach.

Ihnen ist ganz offensichtlich gar nicht bewusst, wie ungeheuer komplex die Lage ist.

Der Forist hat einen Link zur Bundeszentrale für politische Bildung gepostet. Ich empfehle, ihn zu öffnen. Auch wenn er leider verstümmelt ist, ist das möglich, wenn Sie ihn bei „Google Suche“ eingeben.

12:32 von fathaland slim

Die Deutungsversuche der hochideologisierten Mitforisten gehen deswegen komplett in die Irre.
..

warum geht es in die Irre ?
sie deuten es doch an "hochideologisiert"

einfach mal versuchen zu akzeptieren dass man nicht mit seinen Augen
und seinen Vorstellungen anderer Leute Problem lösen kann
... in Zweifelsfall sich nicht in jedes Problem einzumischen versuchen

@ Demokratiker

Wozu? Unsere töten Soldaten hätten nicht sein müssen...

Die Mörder sitzen heute an den Checkpoints in den Straßen von Kabul.

12:39 von Nettie

Hoffentlich findet man die schnell.
---

wenn die sich in Kundus befinden ??
und von Kundus nach Kabul sind es gut 300 km
an jeder Wegbiegung steht einer mit nem nervösen Zeigefinger an der Kalaschnikow

wie soll das klappen

@ Tagesschau

Wurde der afghanischen Regierung auch die Software „Pegasus“ verkauft?
Denn dann wird der Nutzen des Ausfliegens und Rettens vor den Taliban für einige afghanische Staatsbürger nur von kurzer Dauer sein.
Denn nicht nur Erdogan hat seine Geheimdienstmitarbeiter auf die Suche, Terrorisierung und eventuelle Entführung seiner Gegner geschickt.
Das gelingt sicher auch den Taliban.

12:43, Sisyphos3

>>12:32 von fathaland slim
Die Deutungsversuche der hochideologisierten Mitforisten gehen deswegen komplett in die Irre.
..

warum geht es in die Irre ?
sie deuten es doch an "hochideologisiert"

einfach mal versuchen zu akzeptieren dass man nicht mit seinen Augen
und seinen Vorstellungen anderer Leute Problem lösen kann
... in Zweifelsfall sich nicht in jedes Problem einzumischen versuchen<<

Sie haben ganz offensichtlich überhaupt nicht verstanden, was ich geschrieben habe und antworten mir mit einem Gewitter von Allgemeinplätzen. Das wird der Lage aber nicht gerecht, denn sie ist sehr kompliziert.

@ Nettie

Die derzeit Verantwortlichen in den USA „schalten“ offenbar schneller.

Ich vermute, dass deutsche und amerikanische Stellen etwa gleich schnell schalten.

Mantra

Das in den letzten Tagen mannigfach wiederholte Mantra „2015 darf sich nicht wiederholen“ hat scheinbar schon in den letzten acht Wochen die Köpfe blockiert, so dass jetzt die Rettungsversuche so völlig ungewiss sind.

Es geht bei der Ursachenforschung also nicht nur um das Außenministerium und das Verteidigungsministerium, sondern auch um die Blockadehaltung des Innenministeriums.

2015 wird sich so oder so nicht wiederholen. Aber es zeigt die Ängste der Wahlkämpfer und die Probleme, glaubwürdig zu handeln, wenn man selbst an den eigenen Werten zweifelt. So konnte der Westen natürlich auch in Afghanistan Null erreichen.

Das afghanische Volk

Das afghanische Volk hat seit Jahrzehnten leiden müssen, sei´s unter den "Kolonialmächten", sei´s unter den Warlords, sei´s unter den Taliban. Es wäre Afghanistan zu wünschen, dass die Taliban aus der Geschichte gelernt haben und nicht mehr so berserkern. Und wenn wir durch einen neuen Verhandlungsansatz zur Befriedung der Lage beitragen können, sollten wir das auch tun. Dem Volk ist es zu gönnen.

12:42, Bürgerkritik

>>Was für ein Hin und Her
Bundeswehr raus und nun wieder rein. Was soll das? Warum hat niemand die Mentalität der afghanischen Soldaten erkannt oder wollte man sie einfach nicht erkennen? Wieviel Geld wurde da in den letzten 20 Jahren verschleudert und zum Dank müssen wir diese angeblich jetzt verfolgten Menschen aufnehmen. Höchste Zeit das hier endlich etwas in unserer Einstellung verändert wird und wir endlich eine Regierung bekommen die nicht mehr die ganze Welt retten will.<<

Ja sicher, angeblich verfolgt. Wahrscheinlich ist für Sie ein Afghane auch dann noch angeblich verfolgt, wenn er am Lastwagenkran hochgezogen wird.

Wir hatten übrigens noch nie, in der ganzen Geschichte der Bundesrepublik, eine Regierung, die die ganze Welt retten wollte. Wohl aber immer Regierungen, die sich ihrer internationalen Verantwortung zumindest leidlich bewusst waren. Ich kann mir aber schon vorstellen, was für eine Art Regierung Ihnen vorschwebt.

12:49 von fathaland slim

Das wird der Lage aber nicht gerecht, denn sie ist sehr kompliziert.
----

... vielleicht auch nur kompliziert gemacht !

Hmmm....

"Als Ziel des Einsatzes wird die "militärische Evakuierung deutscher Staatsangehöriger aus Afghanistan" ausgegeben. Außerdem sollen "im Rahmen verfügbarer Kapazitäten" auch andere Ausländerinnen und Ausländer "sowie weitere designierte Personen, inklusive besonders schutzbedürftige Repräsentantinnen und Repräsentanten der afghanischen Zivilgesellschaft" ausgeflogen werden."

"Militärische Evakuierung"?
Hat die Bundeswehr das Mandat, sich durch Kabul (Afghanistan) zu kämpfen (falls nötig) um Deutsche oder die genannten Personen zum Flughafen zu bringen?
Oder ist die Mission auf den Flughafen beschränkt?

Wieso hat man den Antrag der Grünen im Juni noch abgelehnt?

Die Grünen hatten am 23. Juni einen Antrag auf ein Verfahren zur Aufnahme afghanischer Ortskräfte gestellt, den der Bundestag (aus Prinzip wie BT-Abgeordneter Kiesewetter schrieb) abgelehnt hatte.
< https://www.stern.de/politik/ausland/afghanistan--cdu-abgeordneter-spric... >

Jetzt, wo es 10 nach 12 ist, stimmt der Bundestag also zu!
Wieso immer erst, wenn "das Kind in den Brunnen gefallen ist" ?
Wollte man damals wohl doch verhindern, dass durch die Aufnahme von afghanischen Helfern vor den Wahlen sich dies nachteilig auf die Ergebnisse der BT-Wahl bei den zustimmenden Parteien auswirkt oder dass dies die AfD stärken könnte?
Ging es also mehr um "taktische" Überlegungen als um die Rettung von Menschenleben?

In die Zukunft schauen!

Die Taliban werden Unterstützung aus dem Ausland benötigen, um das kaputte Land langfristig wieder aufzubauen. Da sehe ich durchaus Chancen für D, denn wir haben u. a. mit dem THW eine gute Organisation, die Hilfe vor Ort leisten kann. Dass die diplomatischen Beziehungen unsererseits jetzt abgebrochen werden, kann ich verstehen; aber ich denke, dass die neue Bundesregierung im Herbst versuchen sollte, den Dialog wieder aufzunehmen. Warum? Nur im Dialog kann man erfahren, was die andere Seite will, was für Forderungen sie stellt, und wir auch unsere Vorstellungen darlegen. Ansonsten erfährt man nichts oder schaut zu, wie die Russen und Chinesen eventuell an Einfluss gewinnen.
Klar, jetzt ist erst mal angesagt „zu retten was zu retten ist“. Die Aufarbeitung dieses Desasters wird lange dauern (mit Untersuchungsausschuss etc.), und ich hoffe, dass dies nicht im Bundestagswahlkampf „ausgeschlachtet“ wird (aber bin eher skeptisch, wenn ich so manche Stimmen von Politikern höre).

12:55 von DeHahn

vielleicht war das auch mit ein Grund dass die Taliban so erfolgreich waren ?
Irgendwann hat jeder eben den Hals gestrichen voll von Krieg Attentätern und Bomben
will ganz einfach mal seine Ruhe haben und ungefährdet seinen Geschäften nachgehen

Bürgerkritik um 12:42

"Warum hat niemand die Mentalität der afghanischen Soldaten erkannt oder wollte man sie einfach nicht erkennen?"

Es geht nicht um die Mentalität der afganischen Soldaten, sondern um die desastöse Lage in die sie durch eine verfehlte Politik gekommen sind. Sehen sie sich die entsprechenden Analysen an.
Die Formulierung "angeblich jetzt verfolgte
Menschen" macht nur zu deutich, von wessen Geist sie sind.

Was da gelaufen ist, ist ein unglaublicher Vertrauennsbruch, um die eigenen Fehler zu bemänteln. Vertaenswürdigkeit ist etwas anderes!

12:43 von Sisyphos3

«einfach mal versuchen zu akzeptieren dass man nicht mit seinen Augen
und seinen Vorstellungen anderer Leute Problem lösen kann.
... in Zweifelsfall sich nicht in jedes Problem einzumischen versuchen.»

Breitseite aus Ihrer nimmer munitionsarmem Plattitüdenkanone.
Will man Diplomatie nicht ganz in die Tonne kloppen.
Ist Diplomatie ohne Einmischung unmöglich.

Annahme

"Der Grund, warum man diese zunächst nicht auf der Liste der zu Evakuierenden hatte, sei die Annahme gewesen, dass man die Entwicklungszusammenarbeit nach dem Abzug des Militärs zunächst fortsetzen könne, sagte Merkel"

*

Soll ich das so verstehen, dass man erst jetzt mitbekommen hat, dass sich die afghanische Führung aus dem Staub gemacht hatte und die Taliban die Macht übernahmen?

Natürlich stimmt

der Bundestag der Operation zu, man kann ja auch eine laufende Operation nicht anhalten.
Alle Länder machen was, der Gesichtsverlust wäre einfach zu groß.
Was mich wundert, woher nimmt man die Sicherheit, das sich die Taliban das bis Ende September ansehen.
Irgendwie ist Lage recht eigenartig, uns als Bürger stehen natürlich auch nicht die ganzen Informationen zur Verfügung, da läuft sicher im Hintergrund einiges ab.
So das die Bewertung für normal Bürger sehr schwer ist.

Diese „Mission“ war nicht wohldefiniert

Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan (im Rahmen der NATO) war das Ergebnis der „uneingeschränkten“ Solidarität mit den USA, die die damalige deutsche Regierung nach 9/11 erklärte.

Eigentlich wäre den USA eine Beteiligung am 3. Golfkrieg gegen den Irak lieber gewesen, den die USA ebenfalls in den Kontext des „war against terror“ gestellt haben. Dazu war Deutschland aber nicht bereit, der Afghanistan Einsatz erschien als das „kleinere Übel“ und war auch besser begründbar, weil die Taliban Al-Qaida beherbergten.

Die Tötung des Bin-Laden definieren die USA heute als einen Erfolg der Afghanistan Mission. Dabei hätte man den Al-Qaida Führer damals mühelos gefangen nehmen können. Dies war offenbar nicht erwünscht. Denn ein Prozess hätte die Verwicklung Saudi-Arabiens in 9/11 offenlegen können.

Das die Bundesrepublik die US-Politik so unkritisch mitträgt, ist sehr bedauerlich. Ist es den Bundeswehrangehörigen vor Ort wirklich entgangen, das viele Afghanen die fremden Besatzer hassten ?

@logig

"Es geht nicht um die Mentalität der afganischen Soldaten, sondern um die desastöse Lage in die sie durch eine verfehlte Politik gekommen sind" Am 18. August 2021 um 13:03 von logig

*

Quatsch mit Soße!

Es waren nun Mal keine afghanischen Soldaten, sondern afghanische Söldner und die kämpfen für denjenigen, der mehr zahlt.

Da ist keine Zauberei oder Psychologie oder Politik nötig, um das zu beschreiben.

12:43 von Sisyphos3

"einfach mal versuchen zu akzeptieren dass man nicht mit seinen Augen
und seinen Vorstellungen anderer Leute Problem lösen kann
... in Zweifelsfall sich nicht in jedes Problem einzumischen versuchen"

,.,.,

Dass das auch nicht getan wird, werden Sie allerdings nie erfahren - da Sie sich grundsätzlich weigern, die Artikel zu lesen; möglicherweise, weil Sie Texte schwer verstehen können.

Stattdessen führen Sie Ihre Vorurteile jeden Tag hier im Forum spazieren, die Ihnen auch niemand rauben kann, weil Sie keine Argumente dagegen lesen oder verstehen können.

Das Wort "hochideologisiert" passt dann schon - man könnte auch sagen: fanatisiert.

@ Sonnenbogen

"Militärische Evakuierung"?
Hat die Bundeswehr das Mandat, sich durch Kabul (Afghanistan) zu kämpfen (falls nötig) um Deutsche oder die genannten Personen zum Flughafen zu bringen?„

Gehen Sie ganz stark davon aus, dass die deutsche Bundeswehr keinen Fuß vom gesicherten Teil des Flughafen wegsetzt.
Denn dafür fehlt es vor Ort an geeignetem Material und Soldaten, um sich sicher durch die Straßen von Kabul zu bewegen. Diese Art der Evakuierung wird es nicht geben, außer man möchte Szenen wie im Film „Black Hawk down“

13:00 von Wolf1905

haben die letzten 20 Jahre nicht gereicht
Wo die Bundeswehr (behauptete) Straßen Brunnen Schulen eben eine ganze Infrastruktur in Gang zu bringen

Sicherlich kann man den "Taliban" Hilfe anbieten
würde ich sogar befürworten
natürlich an bestimmten Bedingungen geknüpft
nichts im Leben ist umsonst

@ Margitt. um 13:00

>Wieso hat man den Antrag der Grünen im Juni noch abgelehnt?
Die Grünen hatten am 23. Juni einen Antrag auf ein Verfahren zur Aufnahme afghanischer Ortskräfte gestellt, den der Bundestag (aus Prinzip wie BT-Abgeordneter Kiesewetter schrieb) abgelehnt hatte.
< https://www.stern.de/politik/ausland/afghanistan--cdu-abgeordneter-spric... >

Jetzt, wo es 10 nach 12 ist, stimmt der Bundestag also zu!
Wieso immer erst, wenn "das Kind in den Brunnen gefallen ist" ?
Wollte man damals wohl doch verhindern, dass durch die Aufnahme von afghanischen Helfern vor den Wahlen sich dies nachteilig auf die Ergebnisse der BT-Wahl bei den zustimmenden Parteien auswirkt oder dass dies die AfD stärken könnte?
Ging es also mehr um "taktische" Überlegungen als um die Rettung von Menschenleben?<

Nicht nur.
Man kann auch im Wahlkampf unmöglich irgendetwas zustimmen das die Grünen sagen.
So kurz wie die vor einem Potentiellen Wahlsieg stehen?

12:57 von Sisyphos3

«Das wird der Lage aber nicht gerecht, denn sie ist sehr kompliziert.
----
«... vielleicht auch nur kompliziert gemacht !»

Gar nix mit "vielleicht kompliziert gemacht".
Die Lage IST noch viel komplizierter, als man das wo lesen könnte.

Waren Sie seit 1996 / 2001 durchgehend im Urlaub Afghanistan-Winterschlaf?

12:59 von sonnenbogen

Hat die Bundeswehr das Mandat, sich durch Kabul (Afghanistan) zu kämpfen (falls nötig) um Deutsche oder die genannten Personen zum Flughafen zu bringen?
------

da geht es wohl weniger um das Mandat

sondern eher um die Möglichkeiten dazu

fathaland slim um 12:56

Auch hier kann ich ihnen im Wesentlichen zustimmen.

Allerdings sollte der Westen aufgeben, den westliche Lebenstil exportieren zu wollen. Das heißt nicht, dass man die Position in Bezug auf essentielle Menschenrechte vertreten muss und zwar konsequenter als bisher.

Dies ist nur ein scheinbarer Widerspruch.

@Was für ein Hin und Her 12:42 von Bürgerkritik aka ...

"Rein und raus"

Zum letzten mal, auch für dich:
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Es geht hier nicht um 'ReinRaus-Spielchen'
sondern
um die nachträgliche parlamentarische Absegnung der laufenden Rettungsflüge.

Ansonsten mal in die alten Sozialkundebücher schauen ;-)

Afghanistan

Da wird auf Wikipedia verwiesen- manche Angaben sind Stand 2016, was für eine aktuelle Information schlecht ist. Die Grundlagen der Geschichte Afghanistans erklären kaum, weshalb islamistische, nicht islamische(!) Glaubensanhänger sich zur politischen Führung erkoren haben und offenbar auch in der eigenen islamischen Bevölkerung nicht auf Verständnis treffen. Wer den Koran liest, kennt und auslegt, muss nicht die "echte" allgemein akzeptierte Richtung vertreten- kann man schon bei Aleviten, Wahabiten, Sunniten und Schiiten nachverfolgen. Dazu noch die Arroganz, durch irgendwelche mythischen Ursprünge das Sagen im Staat zu haben - perfider und menschenverachtender geht es nicht. Der Knackpunkt ist doch, dass niemand in Afghanistan überhaupt politisch und gesellschaftlich in der Lage ist, als Repräsentant einer demokratisch oder parlamentarisch oder monarchisch usw. legitimierten Führung anzutreten. Da hilft also ein Blick in die Geschichte wenig weiter. Die Taliban sind es nicht.

@ Wolf1905

"Die Taliban werden Unterstützung aus dem Ausland benötigen, um das kaputte Land langfristig wieder aufzubauen. Da sehe ich durchaus Chancen für D, denn wir haben u. a. mit dem THW eine gute Organisation, die Hilfe vor Ort leisten kann" Am 18. August 2021 um 13:00 von Wolf1905

*

Wer soll das dem THW zumuten?

Schon ganz ohne Taliban dürften die ausländischen Soldaten nicht in die lokale Gesetzsprechung eingreifen. Neben einer Steinigung seine Arbeit zu machen hat schon einige traumatisiert.

13:06 von Möbius

Ist es den Bundeswehrangehörigen vor Ort wirklich entgangen,
das viele Afghanen die fremden Besatzer hassten ?
------

vor Ort vielleicht nicht
wohl aber unsere Politikstrategen in Berlin

13:06 von Möbius

Ist es den Bundeswehrangehörigen vor Ort wirklich entgangen,
das viele Afghanen die fremden Besatzer hassten ?
------

vor Ort vielleicht nicht
wohl aber unsere Politikstrategen in Berlin

ERSTAUNLICH

zuerst werden die BW- Kräfte abgezogen...
Ohne jeden Plan.
Und nun werden die BW -Kräfte wieder eingesetzt...
Auch völlig planlos.
Frage mich, was wir wir in Deutschland eigentlich für sinnlose Reaktionen billigen seitens der Politik...
Peinlich und traurig

Am 18. August 2021 um 13:05 von wenigfahrer

"Was mich wundert, woher nimmt man die Sicherheit, das sich die Taliban das bis Ende September ansehen."

US defense department spokesperson hat auf CNN vom Ende des Monats (end of mission) gesprochen.... und dann, bleiben die Deutschen alleine da?

Eigentlich

Eigentlich hat die Bundeswehr doch ein Mandat von unseren Parlament bis 31.12.21.
Das wurde übrigens so nicht erfüllt.

12:42 von fathaland slim

danke für den Hinweis

habe es nur überflogen und werde es heute abend lesen

***Die Bundesregierung sucht

***Die Bundesregierung sucht derweil noch nach afghanischen Helfern, die das Land noch nicht verlassen konnten. Laut Kanzlerin Angela Merkel seien von den Ortskräften der Bundeswehr und Bundespolizei sehr viele Personen bereits in Deutschland.***

Hauptmann Marcus Grotian vom Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte sprach von über 80 % der afghanischen Ortskräfte die noch im Land feststecken mit mehr als 7000 Personen(Stand: Vorgestern).

Herr Carlo Masala, Professor für Politikwissenschaften an Uni der Bundeswehr München sprach unabhängig davon zum selben Zeitpunkt von rund 1700 afghanischen Ortskräften, die bereits in Deutschland seien.

Wie kann Frau Bundeskanzler Merkel in diesem Zusammenhang von vielen! Personen in Deutschland sprechen ?

Die Aussagen der beiden Herren halte ich insofern für glaubwürdiger, da sie unabhängig voneinander getroffen wurden und politisch frei sind.

Womöglich kann ja die Tagesschau dabei helfen, diese Diskrepanz aufzuklären.

Gruß Hador

Niemand konnte ahnen, dass

Niemand konnte ahnen, dass die afghanische Regierung sich entschließt, ihre Armee - die ja besser ausgestattet war als die Taliban - zum Stillhalten anhält. Wenn diese Regierung dies kommuniziert hätte (also an die Regierungen der westliche Allianz), hätte man früher schon Maßnahmen ergreifen können, um die uns unterstützenden Menschen auszufliegen. Nein, diese Regierung haut dann rechtzeitig ab…
Vermutlich gab es auch in der Armee viele Soldaten, die einen Krieg gegen Glaubensbrüder nicht mittragen wollten. Und ich meine: gut so! Was hätte das für ein Gemetzel und Blutvergießen, auch unter der Zivilgesellschaft, bedeutet. Diese Bilder eines grauenhaften Krieges hätten mich mindestens genauso berührt wie die Bilder, die wir jetzt ertragen müssen.
Ich kann’s nur wiederholen: man wird sehen, wie sich die Lage längerfristig entwickelt, und versuchen, einen Dialog zu starten.

Bundeswehreinsatz

genehmigt.
In Deutschland dauert so etwas ja ewig, nur gut das man auf Grund der Gefahrenlage vorher handeln durfte. Nun muss nur noch der Bundestag beraten und abnicken.
Natürlich benötigt man auch noch einige Soldaten, wie Feldjäger und die viel gescholtene Eliteeinheit aus Calw. Es muss ja auch jemand gute 300 Kilometer ins Hinterland und die Ortkräfte der deutschen Soldaten holen.
Hals und Beinbruch bei der Aktion!
Wollen wir hoffen das die Ortkräfte noch bei guter Gesundheit sind und ihre Angehörigen auch da sind.
Wenn das geklappt hat, raus aus dem Land. Später denke ich werden humanitäre Institutionen nach Afghanistan gehen und vor Ort helfen?
Schade nur um die gefallenen Soldaten und den vielen Millionen die in den Sand gesetzt wurden.
Hätte man hier auch gebrauchen können.

@ Tada

"Der Grund, warum man diese zunächst nicht auf der Liste der zu Evakuierenden hatte, sei die Annahme gewesen, dass man die Entwicklungszusammenarbeit nach dem Abzug des Militärs zunächst fortsetzen könne, sagte Merkel"

*

„Soll ich das so verstehen, dass man erst jetzt mitbekommen hat, dass sich die afghanische Führung aus dem Staub gemacht hatte und die Taliban die Macht übernahmen?“

Ich denke, sie sollten es eher so verstehen, dass es für die kompletten Verantwortlichen in Politik und Armee aller Länder völlig undenkbar und ausgeschlossen war, dass sich eine zahlenmäßige Überlegene und deutliche besser ausgestattete afghanische Armee ohne jede Gegenwehr ergibt und in weiten Teilen überläuft und das Material gleich an die Taliban übergibt.

Verkannte politische Situation

Wohin ging die Reise nach dem offiziellen Schluss der Al Kaida und Islamisten Hatz? Man schwenkte zu Hilfsmaßnahmen um, die die damilige Kabuler Regierung wünschte. Man hat Bildung und Ausbildung voran getrieben. Und man kann es als ein Pflänzchen der Moderne verstehen. Taliban aber treten als Retter und Einpeitscher eines fiktiven Staatsmodell und Weltbilds ein. Nicht Hinrichtungen und Folter sind ein Merkmal- das liefern uns auch andere Staaten. Sondern der Irrsinn eines verhängten Glaubens, einer Sonderform der Scharia und ethnische Selbsterhöhung, die auf andere Werte und Minderheiten spuckt. Das bahnte sich lange an, wurde offenbar aber unter dem Deckmantel gehalten, um Panik zu vermeiden. Jetzt überrollen uns die Einschätzungen mit Fakten, die seriöse Kenner der Materie lange kommen sahen. Unser Parlament wäre gut beraten, Ländern, Menschen und Kulturen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und beizeiten zu agieren, bevor man Evakuierungsmaßnahmen zu spät einleitet.

@ 09:43 Blitzgesch...(Vorgängermeldung)

Sie schaffen es immer wieder, ihre eigene Niveaulosigkeit und Häme zu steigern: ".... Taliban sich so konziliant geben. Das ist ja fast so als würde eine Trampolinspringerin der Grünen_r_s_in ankündigen, einen fehlerfreien Lebenslauf erstellen zu wollen." Das ist einfach nur unterste Schublade, ätzend und widerlich. Das kann ich nicht abgemilderter formulieren, selbst wenn ich einen roten Balken riskiere.

Der Westen flieht - zu recht ?

Zuerst wurden die Mudschaheddin gegen die Russen ausgerüstet. Dann kam 9/11, und die aus den Mudschaheddin hervorgegangenen Taliban waren plötzlich der Feind des Westens.

Nun flieht man Hals-über-Kopf aus Afghanistan, überlässt das Feld und die Chancen die das rohstoffreiche Land bietet, den dankbaren Chinesen.

Dabei haben die Taliban bisher zumindest alles unterlassen was eine Rückkehr zum Terrorregime von 1996-2002 vermuten lassen könnte.

Wie so oft im politischen Alltag des Westens, spielen hypothetische Möglichkeiten eine oft größere Rolle als die tatsächlichen Fakten:

Allein die „Vorstellung“, dass die Taliban des Jahres 2021 die Taliban des Jahres 1996 sein „könnten“, macht viele offenbar nervös.

Hinzu kommt das schlechte Gewissen:

Denn das es in der afghanischen Bevölkerung nicht gut angekommen ist, dass Dutzende vermeintliche Zusammenkünfte von Kämpfern, die sich dann als Hochzeitsgesellschaften entpuppten, zusammengeschossen wurden, kann man sich denken.

@ 10:08 von Blit...

Nein, Sie sind nicht Blitzgescheit, sondern einfach nur dummdreist, indem Sie zum x-ten mal den gleichen Text posten. Und es kümmert Sie nicht die Bohne, wenn man Sie damit konfrontiert. Sie zerstören eine Diskussionskultur, für die Meta.Tagesschau eigentlich da sein möchte. Schade, dass die Moderation anscheinend keine technischen Möglichkeiten hat, copy&paste-Beiträge herauszufiltern.

um 12:49 von Günter Schollatur

Ich vermute, dass deutsche und amerikanische Stellen etwa gleich schnell schalten.

Sie vermuten falsch. Die USA sind in der Tat viel schneller, was aber vor allem an dem viel größerem Handlungsspielraum des US-Präsidenten liegt.

Ich will nicht sagen, dass das deutsche System schlechter ist, aber man müsste sich der Defizite stärker bewusst sein und diese gezielter angehen. Es kann einfach nicht sein, dass in einer absoluten Notsituation erst einmal praktisch keine Handlungsfähigkeit vorhanden ist und diese erst langsam anlaufen muss. Während hier überlegt wurde ob und wie man vorgeht, haben die USA direkt Soldaten in Kabul am Flughafen platziert. Das hätte man seitens Deutschland auch machen können. Wären sie nicht gebraucht worden, wäre das verschmerzbar und eine gute Übung gewesen. So war man einfach nur eines: verspätet.

Taliban-Versprechen sind unglaubwürdig (siehe erste Belege

Man kann förmlich mit Händen greifen wie versch. rechtsnationale Foristen nach Argumenten suchen, wonach sich Afghanen bloß nicht auf die Flucht begeben sollen.

Völlig ahnungslos, desinformiert über grundlegende Zusammenhänge wie immer.

So hört man es hier gerade eben. "Wird schon nicht so schlimm sein", "alle Muslime sowieso gleich", also dortbleiben" , "Ihr kennt das doch"!

Welch menschenverachtendes, amoralisches Geschwätz.

Mal ein aktuelles Beispiel, was von den Bekundungen der neuen Herren im Präsidentenpalast zu halten ist.

Der Los Angeles Times Reporter Marcus Yam, vor Ort in Kabul, hat gerade Bilder gewittert von aktuellen Szenen vor dem Airport.

https://mobile.twitter.com/yamphoto/status/1427704925379760134

Passt nicht so recht ins Bild der dt.
(AfD-) Propagandaabteilung der Taliban nachdem alles so "gemäßigt" ist, damit keiner flüchten braucht.

Lafontaine hatte vor dem Afghanistaneinsatz gewarnt.

@12:36 von Demokratiker
Ich erinnere mich an eine Bundestagsdebatte vor vielen Jahren, in der Lafontaine eindringlich vor den Folgen des seiner Meinung nach unrechtmäßigen Einsatzes der Bundeswehr gewarnt hatte.

um 12:42 von Bürgerkritik

1. Afghanistan ist nicht die ganze Welt!
2. Wie wollen Sie die Freiheit der Menschen in Geld bemessen, die zumindest annähernd 20 Jahre keine Unterdrückung erleben mussten und das Recht hatten, zur Schule gehen zu können?

Was Sie "verschleudern" nennen, nenne ich einen sinnvollen Versuch, gerade den jungen Menschen in Afghanistan eine Freiheit aufzuzeigen, die sie ohne den Einsatz unter den alten Taliban nie erlebt hätten. Darum war es richtig. Oder glauben Sie etwa, dieser "Hauch" von Freiheit hat nicht auch mit dazu beigetragen, dass sich in anderen Ländern der Wunsch genau danach aufgetan hat? Stichwort "Arabischer Frühling"!

Frieden auf dieser Welt kann es nur geben, wenn die Menschen überall frei sind und sich einer Ausbildung und einem menschenwürdigen Leben widmen können. Alles andere ist Unterdrückung und führt nur zu Unzufriedenheit, Hass und Tod! Der Westen provitiert von Freiheiten und muss verpflichtet sein, da zu Helfen, wo sich die Menschen nicht selber helfen können!

Wir haben uns getäuscht

Ist es nicht viel mehr so gewesen, dass man den Menschen in Afghanistan, insbesondere denjenigen, die den Hilfskräften aus US und BRD zugetan waren (Ortskräfte etc.), Versprechungen zu einer Zukunft gemacht hat, von denen man nicht wusste, wie man sie umsetzen soll, wenn die Militärs mal abgezogen werden? Nun ist genau dieser Fall eingetreten. Und dann sind plötzlich alle total überrascht. Ein sofortiger HIlfseinsatz mit allen Kräften ist hier absolut angebracht.
Diese Politik nach dem Motto "was schert mich morgen mein Geschwätz von heute" ist leider moderner Politikstil. Ehrliche Weitsicht sieht anders aus.
Offtopic: Hoffentlich triff dies nicht in Bezug auf die Coronapolitik (Impfung und Nebenwirkungen) auf auf.

@ @ 10:12 von Tada (Vorgängerm.)

Danke für die Blumen; ich habe kein Geheimdienstwissen und brauche das auch nicht. Ich lese Zeitung, auch wenn das einer der Mitforisten hier gerne bezweifelt, der aus irgend einem mir unerfindlichen Grund einen Narren an mir gefressen hat.
Sie können zig Berichte finden, die darlegen, dass spätestens seit 2018 die Taliban vermehrt Gebiete kontrolliert haben und dort sogar Zölle und Steuern eintrieben, die als regierungskontrolliert und sicher galten. Und es gibt Ende Juli etliche Fachleute, die den schnellen Fall der Provinzhauptstädte vorausgesagt haben, weil der Truppenabzug völlig strategielos vonstatten ging. Und ja: Die entscheidenden politischen Fehler fallen in Trumps Verantwortung.
Lediglich der schnelle Fall Kabuls hat selbst die Fachleute und Kenner der Landes überrascht.

Dass Kabinett und auch nächste Woche der Bundestag die Evakuierung billigen, ist unstrittig. Die Aufarbeitung wesentlicher Punkte des Einsatzes und Abzuges wird wohl Aufgabe der nächsten Legislaturperiode

angesichts unzähliger Menschen

für die es im wahrsten Sinne des Wortes um Kopf und Kragen geht, werden die Kommentare der fremdenfeindlichen "Mahner" hier immer unerträglicher. Da wird - wieder einmal - entweder die Überflutung Deutschlands mit "sozio-kulturell inkompatiblen Elementen" heraufbeschworen, deren Pläne für Mord und Vergewaltigung man schon erkennt, bevor sie überhaupt da sind (Afghanen sind nun mal so), oder, ich weiß nicht , was schlimmer ist, man kaschiert seine Angst vor allem Nicht-Deutschen mit liberaler Kontemplation, ob man andere Länder ihre Angelegenheiten nicht selber regeln lassen und sich nicht überall einmischen sollte. Heute morgen konnte ein allseits bekannter Forist nicht einmal widerstehen, selbst bei diesem Thema seine Lieblignsbeleidigung von der trampolinspringenden Kanzlerkandidatin unterzubringen.
Eins haben sie alle gemeinsam: ungeschminkte Verachtung für die Menschenrechte und gedankliche Grausamkeit ohne jede Spur von Scham.
Zum davon laufen.

@ Möbius

"Denn ein Prozess hätte die Verwicklung Saudi-Arabiens in 9/11 offenlegen können."

Und die Verwicklung der USA in Saudi-Arabien, die ja nicht erst mit Opreation Timber Sycamore begann.

fathaland slim 12:56

Es gelingt Ihnen immer wieder anderen Foristen unlautere Motive zu unterstellen. Ihre permanent vorgebrachte Toleranz gegenüber allem und jedem haben Sie selbst in einem ihrer vorherigen ad absurdum geführt als sie Vertreter der Taliban als "vollbärtige Gestalten mit grenzdebilen aggressiven Blick" bezeichneten! Typisch deutsche Überheblichkeit. Alle die eine abweichende Meinung haben, uns nicht dienlich, nützlich sind werden diffamiert. Sie sind offensichtlich, Ihren Beiträgen folgend, nach eigener Überzeugung die moralische Instanz die Urteile über andere Personen, die Sie gar nicht kennen, abgeben kann.

Karlpeter Ahrens
Kapitän i.R.

Zitat: "Dazu war Deutschland

Zitat:
"Dazu war Deutschland aber nicht bereit, der Afghanistan Einsatz erschien als das „kleinere Übel“ und war auch besser begründbar, weil die Taliban Al-Qaida beherbergten. "

Zu beginn des 4. Teil der Tv-Doku "Afghanistan - unser geschundenes Land" kommt der für diese Gegend verantwortliche CIA-Offizier zu Wort (der schon für die Verteilung der US-Gelder an die Mudjahedin verantwortlich war) -> er berichtet von einem Anruf der afghanischen Regierung an ihm bei dem ihm (und damit offiziell der US-Regierung) mitgeteilt wird - dass die USA Bin Laden haben kann - er steht nicht mehr unter dem Schutz des Gastrechtes!!
Das hat der CIA-Agent bei einem Briefing im Weissen Haus Herrn Bush persönlich ausgerichtet - 14 Tage bevor dieser zur Invasion in Afghanistan aufrief...
..mit der Begründung das die Taliban den AlKaida-Chef nicht ausliefern würden.
--
Die ganze Begründung für den Kriegseinsatz war also von Anfang eine dreiste Lüge seitens der US-Regierung!

13:01 von Sisyphos3

«Irgendwann hat jeder eben den Hals gestrichen voll von Krieg Attentätern und Bomben. will ganz einfach mal seine Ruhe haben und ungefährdet seinen Geschäften nachgehen.»

Wer in Afghanistan waren denn wohl die Attentäter?
Die Heinzelmännchen waren es nicht.

Die Attentäter Taliban hocken nun im Präsidentenpalast in Kabul. Dort üben sie Maulheld mit Bart. Ohne die Irren hätte es die ganzen Attentate in Afghanistan gar nicht gegeben.

@12:32 von Sisyphos3

"Ihre Fragestellung ist doch nicht besonders kompliziert
dafür umso einleuchtend
warum macht man sich im Außen oder Verteidigungsministerium nicht ähnliche Gedanken
die sind doch besser Informiert (sollte man meinen) und könnten professioneller an die Sache rangehen"

Das hat doch Georg Mascolo in seinem Beitrag bereits gut beantwortet. Eine Regierung nach der anderen schreckt vor einer Analyse des bisherigen Einsatzes zurück. Ohne diese fehlt die Grundlage für eine informierte Neuausrichtung des eigenen Handelns.

13:00 von Wolf1905 In die Zukunft schauen!

Nur im Dialog kann man erfahren, was die andere Seite will, was für Forderungen sie stellt, und wir auch unsere Vorstellungen darlegen. Ansonsten erfährt man nichts oder schaut zu, wie die Russen und Chinesen eventuell an Einfluss gewinnen.
Klar, jetzt ist erst mal angesagt „zu retten was zu retten ist“. Die Aufarbeitung dieses Desasters wird lange dauern (mit Untersuchungsausschuss etc.), und ich hoffe, dass dies nicht im Bundestagswahlkampf „ausgeschlachtet“ wird (aber bin eher skeptisch, wenn ich so manche Stimmen von Politikern höre).
#
Ich stimme zu und schrieb schon Gestern das man mit den neuen Machthabern ,wenn sich die Lage übersichtlich entfaltet hat, reden muss.

@ Tada um 13:04

>Soll ich das so verstehen, dass man erst jetzt mitbekommen hat, dass sich die afghanische Führung aus dem Staub gemacht hatte und die Taliban die Macht übernahmen?<

Ja sollen sie.
Also: das die Führung sich aus dem Staub gemacht "hatte" konnte man, tempusgerecht, ja auch erst mitbekommen nachdem es geschehen ist. Genau wie die Machtübernahme.

Hätte man das geahnt, hätte man ja auch nicht mehr dorthin abschieben können.

Also hat man es, egal was alle Experten und Berater so daherredeten "nicht geahnt"...und weiter abgeschoben.

Man hätte das natürlich verbinden können: Abzuschiebende raus aus dem Flieger, zu evakuierende rein..aber da wäre dann wieder irgendein Richter lästig geworden wegen Gesetzeslage und so

Am 18. August 2021 um 13:08 von berelsbub

"Gehen Sie ganz stark davon aus, dass die deutsche Bundeswehr keinen Fuß vom gesicherten Teil des Flughafen wegsetzt."

Ja, davon gehe ich auch aus.... aber das sollte in dem Mandat festgehalten werden. Ansonsten kommt es da eventuell zu katastrophalen diplomatischen Verwicklungen... oder, wenn alle zu Hause sind, kriegt die Bundeswehr die Schuld das Sie Ihr Mandat nicht ausgeführt haben.

Hätten Taliban die gleiche Demokratie ...

... würden sie wahrscheinlich noch da sitzen und darüber diskutieren ob man wirklich angreifen möchte. Vielleicht ist das der Grund warum wir unbedingt Länder mit Demokratisieren mussten.
Krieg und Frieden hängt nicht von Demokratie ab und wie wir immer wieder lernen dürfen auch die Menschenrechte werden in Demokratien missachtet/ausgehebelt/umgangen.
Unsere "Moral" sollte mal gründlich gecheckt werden.
Gerade noch mal kurz nachgeguckt. Es hieß Friedenseinsatz, Friedenssicherung, etc nachdem die amerikanischen Kräfte das Land überrannt hatten. Wir haben die ganze Zeit mit unserer Brille auf die Situation geschaut und das zeigt sich auch im Bundestag (Friedenseinsatz in Kundus): "Für den Antrag der Bundesregierung votierten 538 Abgeordnete, 35 stimmten dagegen. Acht Parlamentarier enthielten sich der Stimme." Die PDS stimmte dagegen, sonst waren alle Fraktionen dabei.

Ortskräfte können nach Usbekistan gebracht werden

Zitat: " In Ausnahmefällen ist das auch nachträglich möglich. In diesem Fall wird die nachträgliche Abstimmung mit "Gefahr in Verzug" angesichts der schwierigen Sicherheitslage in Afghanistan."

Es besteht weder eine juristische noch moralische Verantwortung Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen. Weder Ortskräfte noch sonstige afghanische Staatsbürger.

Es ist völlig unproblematisch, günstiger und sinnvoller, afghanische Flüchtlinge in Afghanistan umgebende Nachbarländer, etwa Usbekistan oder Tadschikistan kultur- und ortsnah in Sicherheit zu bringen.

Die Aufnahme einer der problematischsten und gewalttätigsten Migrantengruppen noch um viele tausend (männliche und junge) Neuankömmlinge in Deutschland zu vergrößern, lehne ich kategorisch ab.

Und jeder, der das trotzdem fordert, soll schon mal ein Zimmer in seiner Wohnung frei machen und sich die nächsten 20 Jahre für die Einlösung aller Kosten seines Gastes vertraglich verpflichten.

Ein irrlichtender Außenminister!

Zitat: "Nach Ansicht von Bundesaußenminister Heiko Maas sollte sich die EU außerdem verstärkt um die Stabilität in der gesamten Region kümmern - auch aus eigenem Interesse. "

Ich weiß nicht, ob ich angesichts solcher Aussagen heulen oder lachen soll, werfen diese doch nur ein grelles Schlaglicht auf die weltfremden Abgehobenheit, die der deutschen Regierung vor über zehn Jahren durch den Kopf gegangen ist, die verhindert hat auf diejenigen zu hören, die bereits damals vorausgesagt hatten, dass eine derartige "nation building"-Mission in einem von einer Steinzeit-Religion geprägten Land scheitern würde.

Newsflash!

Die USA, die NATO, D und anderer alliierte Länder haben die letzten 20 Jahren genau das versucht: Stabilität in der gesamten Region herbeizuführen!

Wie wäre es einmal damit, ernsthaft sich zu fragen, WARUM diese Mission gescheitert ist!

Das Leiden des afghanisches Volks und der Westen.

@12:55 von DeHahn
Man muss noch einen Schritt zurück gehen.
Der langjährige bekannte Analytiker und Präsidentenberater Brzezinski beschrieb in einem Interview, wie die USA mit Hilfe der eingeflogenen Dschihadisten die Sowjets zum Eingreifen – Unterstützung Nadschibullahs – brachten. - Die Taliban haben meinen Informationen zufolge damit nichts zu tun. Sie rekrutierten sich hauptsächlich aus einheimischen Paschtunen im Süden.

Wieso betreibt man nicht erst einmal eine Fehleranalyse??

Weil man jetzt mal wieder so "überrascht" tut und sich gar nicht erklären kann, warum eine 20 Jahre lange Aufbauarbeit, unzählige Milliarden in Afghanistan und "nation buildung" des Westen so wenig, bis gar nicht gefruchtet haben, da kann ich weiterhelfen!

Die Ergebnisse vom Pew Research Institute mögen über diese Frage Überlegenswertes beitragen: lt. der bislang umfangreichsten Longitudinalstudie zu diesem Thema mit 38.000 Einzelinterviews hat das Pew Research Institute bereits 2013 festgestellt, dass 99 % der Menschen in Afghanistan die Sharia befürworten.

Wieso hat man solche Erkenntnisse nicht berücksichtigt. Ich dachte, man hört sonst immer auf "die" Wissenschaft?

Wieso haben "bitterböse Rechtspopulisten" das Desaster in Afghanistan bereits vor Jahren prognostizieren können, was man damals noch als "rechte Hetze" bezeichnete??

Q:

"https://www.pewforum.org/2013/04/30/the-worlds-muslims-religion-politics-society-beliefs-about-sharia/"

@ Möbius

"Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan (im Rahmen der NATO) war das Ergebnis der „uneingeschränkten“ Solidarität mit den USA, die die damalige deutsche Regierung nach 9/11 erklärte."

Leider nein, der Bundeswehreinsatz in Afghanistan war das Ergebnis der ersten und einzigen Ausrufung des NATO-Bündnisfalls.

Der Afghane will keine

Der Afghane will keine westeuropäische Demokratie ! Mehr muss man da nicht schreiben und jeglicher weiterer Aufwand an Menschen, Material und Geld ist überflüssig. Deutschland kann sich nicht um alle Probleme der Welt kümmern und muss das auch nicht.

Mehrheit der Muslime für Scharia-Anwendung

Für dieses sinnlose Abenteuer sind 3.596 westliche Soldaten gefallen. Die Kosten des Militäreinsatzes werden auf eine Billion Dollar veranschlagt. Allein die Kosten der Bundeswehr belaufen sich auf mehr als zwölf Milliarden Euro. Kanzlerin Angela Merkel hat ausnahmsweise einmal recht, wenn sie sagt, was sich in Afghanistan abspiele, sei „bitter, dramatisch und furchtbar“. Aber sie selbst trägt ein gehöriges Maß Mitverantwortung daran.
Um die Illusion eines demokratisch und menschenrechtlich liberalen Afghanistans zu erwecken und aufrechtzuerhalten, wurden der Westen und die Bundesrepublik Deutschland nicht müde, Milliarden an Entwicklungshilfegeldern in das Land zu pumpen.
Jetzt müssen Bundeswehrsoldaten wieder den Kopf hinhalten, um am Flughafen Kabul Zivilisten zu evakuieren, die bei verantwortungsbewußtem Handeln der Berliner Politiker längst hätten in Sicherheit sein können. Es handelt sich übrigens um dieselben Politiker, die sich bei der Heimkehr der letzten deutschen Kämpfer aus

Ich war vor 20 Jahren, seit 20 Jahren und auch jetzt gegen

die Maßnahmen die Afghanistan betreffen.

Dieses Volk soll sich selber regieren, die jungen Männer die schon lange hier sind hätten ihre Werte in ihrer Heimat vertreten sollen usw.

Logisch ist für mich momentan Garnichts.

Was haben die 20 Jahre in Afghanistan gebracht?

Opiumanbau verzehnfacht, was noch?
Und die Talbahn werden diesen Opiumanbau noch wesentlich weiter ausbauen.

Früher war es von Melasse, zu Rum, zu Sklaven.
Heute ist es von Opium, zu Heroin, zu Waffen....

Alle Experten lagen mal wieder daneben, warum wohl?

13:08 von Sisyphos3

«Sicherlich kann man den "Taliban" Hilfe anbieten
würde ich sogar befürworten
natürlich an bestimmten Bedingungen geknüpft
nichts im Leben ist umsonst.»

Aha ach so oho.
Aber Bedingungen sind Einmischung, und das ist des Teufels Werk.

Immer den ganzen Köcher voll mit Fähnchen dabei haben.
Man weiß ja nie, von woher der Wind weht.
Aber ein Fähnchen für in jeden beliebigen Wind rein halten muss stets griffbereit parat sein.

Zu Moebius um 13.06

Den Bundeswehrangehoerigen ist ueberhaupt nichts entgangen. Das bezeugen ihre vielen sehr differenzierten und aufschlussreichen Schilderungen ihres jeweiligen Aufenthalts in Afghanistan. Es gab keinen durchgaengigen Hass der Bevoelkerung auf die Soldaten der Bundeswehr genauso wenig, wie es eine durchgaengige Liebe oder Zuneigung fuer auslaendische Soldat*innen gab. Was es gab, war ein von "erstmal abwarten" gepraegtes Misstrauen, was sich je nach Situation und Entwicklung in der Zeit zu mehr oder weniger Sympathie bzw. Abneigung hin bewegte. Ein ganz normales Verhalten von Menschen in einem jahrzehntelang von (auch kultur-) fremden Maechten beherrschten Land.

"Einige Sicherheitskräfte haben tapfer gekämpft"

Zitat: "Einige Sicherheitskräfte haben tapfer gekämpft. Sie konnten ihr Land aber nicht beschützen, weil die politische Führung versagt hat und nicht in der Lage war, den Taliban etwas entgegenzusetzen und eine friedliche Lösung zu erreichen"

Wo haben afghanische "Sicherheitskräfte haben tapfer gekämpft"?
Was heißt "einige"?

Wie aus internationale Nachrichtenquellen hervorgeht, haben die afghanischen Kräfte ihre Städte weitestgehend kampflos überlassen und die Bevölkerung die Taliban freudig empfangen.

Kann es sein, dass man die afgh. Kräfte gar nicht wirklich kämpfen konnten oder wollten?

Betreibt Hr. Stoltenberg mal wieder eine Schönfärberei und Ausblendung der Realität, die überhaupt die Ursache dafür, dass man sich 20 Jahre lang so eklatant verschätzt hat?!

Ein NZZ-Artikel gibt darüber mögliche Antworten:

"https://www.nzz.ch/international/afghanistan-die-gruende-fuer-das-klaegliche-scheitern-der-armee-ld.1640577"

um 12:55 von DeHahn

Es wäre Afghanistan zu wünschen, dass die Taliban aus der Geschichte gelernt haben und nicht mehr so berserkern.

Ein schöner aber völlig realitätsferner Wunsch. Die Taliban werden sich nicht von religiös-fanatischen Terroristen in eine gemäßigte Regierung wandeln. Sie werden für Ordnung sorgen, aber immer auf Kosten derer, die sie unterworfen haben, also der Zivilbevölkerung. Anders als in einem Rechtsstaat wird es für diese keine Rechte geben, sondern nur das, was ihnen seitens der Taliban zugestanden wird.

Die einzigen positiven Elemente dürften sein, dass die Taliban anders als der IS tatsächlich religiös motiviert sind und somit nicht alleine auf den eigenen Vorteil bedacht. Zudem scheinen sie dazugelernt zu haben und gewähren dem Volk zumindest etwas mehr Freiheit als zuvor.

12:32 von fathaland slim

Die Deutungsversuche der hochideologisierten Mitforisten gehen deswegen komplett in die Irre.///

Einfach herrlich hier wieder. Copyright liegt nicht bei mir. Muss man jetzt hier auch dazu schreiben.
Ein hochideologisierter Mitforist, der Linken, schreibt über andere hochideologisierte Mitforisten.

@ schabernack

"Die Lage IST noch viel komplizierter, als man das wo lesen könnte."

Dann müssten die Taliban ja richtig genial sein, dass sie Herren einer so komlizierten Lage werden konnten.

Unkritisch ist....

als erstes meinen Dank an alle Soldaten die dort Ihren Dienst verrichten mussten.
Eine Gedenkminute für die 59 Toten sowie die hunderten Verwundeten.
Nun zur Sache:
Ein solcher Krieg ist nicht zu gewinnen, es ist ein Guerilla-Krieg wie Vietnam.
Unser Grundrecht wurde gebeugt um den Einsatz zu decken.
Schröder konnte mit nur 2 Stimmen Mehrheit den Einsatz durchsetzen (mit den Grünen)
In 20 Jahren über 20 Mrd. Euro Kosten. Aber für Rentenerhöhung ist kein Geld da.
Die Afghanen wollen keine Fremden in Ihrem Land. Sie
haben die Gegner ohne Wiederstand nach Kabul gelassen!
Die Amerikaner wissen das und wollten kein 2. Vietnam.
Endlich vorbei! Gut so.

@ Tada um 13.04 Uhr, nein

>>" ... sei die Annahme gewesen, dass man die Entwicklungszusammenarbeit nach dem Abzug des Militärs zunächst fortsetzen könne, sagte Merkel"
Soll ich das so verstehen, dass man erst jetzt mitbekommen hat, dass sich die afghanische Führung aus dem Staub gemacht hatte und die Taliban die Macht übernahmen?<<

Nein, dass können Sie so verstehen, wie es gemeint ist. Frau Merkel respektiert die Arbeit der Hilfsorganisationen. Bis vorgestern, ja sogar bis heute gibt es Organisationen, die trotz der Machtübernahme der Taliban weiterarbeiten wollen, z.B. Ärzte ohne Grenzen in der Unfallklinik Kundus, auch in verschiedenen Orten in der Tuberkulose-Behandlung und Geburtshilfe. Wie lange das noch geht weiß niemand.
Aber Frau Merkel jetzt dafür verantwortlich zu machen, dass "Ärzte ohne Grenzen" die Arbeit fortsetzen will - da verstehe ich Ihren Einwand nicht. Das sind doch selbstverantwortliche Menschen, die selbst wissen, was sie tun.

@13:00 von Margitt.

„Wieso hat man den Antrag der Grünen im Juni noch abgelehnt?“

Ganz einfach: Weil der Vorschlag von der Opposition kam und deshalb grundsätzlich abgelehnt wird.
Diese Erkenntnis stammt übrigens nicht von mir, sondern ich habe sie nahezu wortwörtlich aus der letzten F.A.S. übernommen.
Vielleicht sollte man allerdings noch folgendes anmerken: Der Vorschlag der Grünen basierte keineswegs auf einer höheren Erkenntnis, sondern sollte a) die eigene Wählerschaft beglücken und b) die Regierung etwas provozieren. Also die üblichen Politikspielchen, und zufällig kann man heute so tun, als hätte man es besser gewusst.

@Am 18. August 2021 um 13:23 von SinnUndVerstand

Zitat: "Nein, Sie sind nicht Blitzgescheit, sondern einfach nur dummdreist, indem Sie zum x-ten mal den gleichen Text posten. Und es kümmert Sie nicht die Bohne, wenn man Sie damit konfrontiert. "

Ich kann keinen Kommentar finden, wo man mich inhaltlich mit meinem Kommentar konfrontiert.

Ich bin offen zu hören, in welchen Punkten und inwiefern ich nicht recht habe, mit meiner Einschätzung der Lage in Afghanistan.

Dass Sie die Wahrheit möglicherweise nicht ertragen können, dafür kann ich leider nichts.

Das Afghanistan-Desaster hätte man ja auch dadurch vermeiden können, wenn man auf "bitterböse Rechtspopulisten" vor 20 Jahren gehört hätte. Dann müssten Sie jetzt auch keine "bitterbösen" Kommentare von mir lesen.

What about that?!

Beten die strenggläubigen

Beten die strenggläubigen Taliban eine andere Gottheit an , als die bei uns im Lande lebenden Moslems ? Hat jemand dazu eine Meinung / Ansicht ?

@Möbius, 13:06

"Ist es den Bundeswehrangehörigen vor Ort wirklich entgangen, das viele Afghanen die fremden Besatzer hassten ?"

Taten sie das? Und was (und vor allem wen) genau verstehen Sie unter "viele Afghanen"? Und was halten Sie davon, diese Frage den Bundeswehrangehörigen, die vor Ort waren zu selbst zu stellen, statt hier mit solchen diffamierenden Unterstellungen über sie herzuziehen? Schließlich werden die das selbst Erlebte ja wohl auch selbst am besten beurteilen können.

@berelsbub

"dass es für die kompletten Verantwortlichen in Politik und Armee aller Länder völlig undenkbar und ausgeschlossen war" Am 18. August 2021 um 13:20 von berelsbub

*

Ich habe bald 45 Jahre auf dem Buckel. Dass nach 20 Jahren Einsatz vor Ort man sowas für "undenkbar und ausgeschlossen" gehalten hat kann man maximal einem 20-jährigen erzählen.

Die Politiker wussten, dass der Einsatz gescheitert war.

Man hat sich jetzt für ein Ende mit Schrecken, statt für den Schrecken ohne Ende entschieden.

@ fathaland slim 12.56 h

"Ich kann mir aber schon vorstellen, was für eine Art Regierung Ihnen vorschwebt."

Ich mir auch: Dann blieb uns u.U. nur noch zu hoffen, dass "die ganze Welt" UNS rettet.

@13:24 von und-nachts-da-ruft

"Während hier überlegt wurde ob und wie man vorgeht, haben die USA direkt Soldaten in Kabul am Flughafen platziert. Das hätte man seitens Deutschland auch machen können."

Mit diesen Soldaten sichert man lediglich den Flughafen.
Wie die Leute aus den Regionen zum Flughafen gelangen sollen, ob sie von den Taliban überhaupt zum Flughafen durchgelassen werden und ob man mit den Taliban über diese dringliche Frage verhandelt, dazu habe ich auch aus den USA noch nichts gehört.

@ Möbius

"Zuerst wurden die Mudschaheddin gegen die Russen ausgerüstet. Dann kam 9/11, und die aus den Mudschaheddin hervorgegangenen Taliban waren plötzlich der Feind des Westens."

Die Taliban aus den Mudschahidin hervorgegangen?
Das wird user "fathaland slim" aber vehement bestreiten, tat er zumindest vor ein paar Tagen noch - die heldenhaften Mudschahidin, die von den heldenhaften USA heldenhaft unterstützt wurden, können doch gar nichts mit diesen bösen Taliban zu tun haben.

Und wenn der Taliban-Sprecher seine Taliban " Mudschahidin" nennt, dann irrt er sich oder lügt um die USA und ihre Unterstützung der Mudschahidin schlecht zu machen, weil Antiamerikanismus und so.

Am 18. August 2021 um 13:16 von sonnenbogen

" US defense department spokesperson hat auf CNN vom Ende des Monats (end of mission) gesprochen.... und dann, bleiben die Deutschen alleine da? "

Das denke ich eher nicht, aber ich lese außer TS ja auch die anderen 5 großen Deutschen Nachrichtenseiten, da gibt es die eine oder andere Aussage zu lesen.
Auch ein paar andere Einschätzungen und Themen die bei TS so nicht behandelt werden.
Und ich hab in Erinnerung, das die USA auch Ende September erwähnt hat, erst war es ja der 11..

Nach über 40 Jahren Krieg

Nach über 40 Jahren Krieg haben die Mujahedin also gesiegt. Die afghanische Bevölkerung will offensichtlich in einem für uns mittelalterlich anmutendem Gottesstaat unter Führung der Taliban leben und nicht von erst von Moskau, dann von der NATO eingesetzten Marionetten regiert werden. Die "westliche Wertegemeinschaft" sollte, wenn sie es ernst meint, ein Embargo, wie gegen Südafrika zu Zeiten der Apartheid, verhängen und auch konsequent durchsetzen.
Dass die Sieger Kollaborateure zur Rechenschaft ziehen, ist nach jedem Krieg so.

10:35 von Sisyphos3 Schämen auch Sie sich! Die Menschen haben g

Taliban

Wozu? Unsere töten Soldaten hätten nicht sein müssen, wenn. Ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre.
__

Ein überaus pointierter, aufschlussreicher, sinnvoller und eloquenter Kommentar. Besser geht es ja schlicht garnicht.

Möglicherweise beinhaltet mein post ein Quentchen Ironie.

Spekulationen

Warum immer seinen Kommentar zu jedem noch so komplizierten Thema, aktuell Afghanistan, niederschreiben. Dass die USA und Deutschland versagt haben, sollten auch die betroffenen Regierungen eingestehen.
Entschuldigungen von Frau Merkel gab es in ihrer Amtszeit nicht wenige. Konsequenzen gab es keine.
Einem Herrn Maas und seinem Ministerium fehlt jegliches Schuldgefühl. Sie pokern, dass das Volk bis zur Wahl im September alles vergessen haben.
Welcher Experte in diesem Forum kennt die Psyche eines Afghanen? Die Spekulationen und Mutmaßungen sollten in dieser kritischen Phase, hier geht es um Menschenleben, unterbleiben.

20 Jahre abgesegnet

Ja natürlich billigt das Kabinett, wie die Jahrzehnte vorher auch. Abnicken. Fertig.
Ist ja jetzt auch alternativlos.
.
Ich könnte mich fast nur noch kaputt lachen, dass kurz vor der Wahl nun wirklich alles, was Merkel in den letzten Jahren angefasst hat, sich zu einem Desaster entwickelte. Sowohl innen als auch außenpolitisch. Wunderbar.
.
Aber wer zahlt noch die Millionen oder Milliarden? Alles Wumpe. Und natürlich muss Europa nun wieder Merkels Vorstellungen folgen. Warum auch immer.
.
Überhaupt stellt sich die Frage, warum eine Regierungschef, die eigentlich abgetreten ist, jetzt noch Fakten schaffen muss, die dann andere irgendwie lösen müssen.
.
Aber das ist eben der Merkel Irrsinn. Am Ende, muss jemand anders, eben den Kopf hinhalten.
.
Und wer sich über Baerbock muckiert, dessen Fehler mehr oder weniger bedeutungslos sind, der sollte sich klar machen, dass unsere Kanzlerin auch nicht jetzt sagt als "Sorry".
.
Also Sorry für die toten Soldaten und das verschwendete Geld.

@ SinnUndVerstand

"Lediglich der schnelle Fall Kabuls hat selbst die Fachleute und Kenner der Landes überrascht."

Der schnelle Fall Kabuls hat lediglich die "Fachleute" und "Kenner" des Landes überrascht, die Gehör bei Ihnen und der Politik finden.

Re : Sisyphos3 !

Wenn man bedenkt, dass der ganze Konflikt schon seit 20 Jahren geführt wurde, und all die Leute im Außen- und Verteidigungsministerium immer noch nicht wirklich die Grundzüge der afghanischen Strukturen erfasst und begriffen haben, dann frage ich mich auch, was machen all diese angeblich so hell erleuchtenden Leute den ganzen Tag !
Leider auch wurde versäumt sich mal den verschiedenen Taliban in Gesprächen an zu nähern, um ein gewisses Verständnis zu kriegen, was diesen Gotteskriegern denn so vorschwebt, wie sie ticken, und warum sie religiös so verblendet sind !
Ich habe nichts gegen den Islam, aber ich kann nicht verstehen, warum in all den Ländern die Frauen so unterdrückt werden von den Männern, als seien die Frauen weniger wert. Irgend wie hat dies in meinen Augen nichts mit dem Islam zu tun, sondern es liegt an den Männern, wie auch hier in D dies zu sehen ist !

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Moderation

...ttestEineMeinung @18. August 2021 um 13:23 von Möbius

Soweit eine gute Zusammefassung.

Allerdings fehlen noch mindestens zwei Punkte am Anfang:

Zuerst wurde 1978 mit Unterstützung Russlands bzw. der UDSSR die Regierung Afghanistans gestürzt und durch die kommunistischen DVPA ersetzt (Saurrevolution), was in Teilen des Landes zu militärischem Widerstand führte.
1979 marschierte die Sowjetunion ein um ihre Verbündeten in diesem Bürgerkrieg zu unterstützen.

@Günter Schollatur 12:41

Zitat bolligru: "Auch innerhalb der Stämme gibt es schon immer Spannungen, z.B, zwischen Durranis und Barekzais.
Die Lage ist verworrener als es auf den ersten Blick erscheint. Das sollten wir wissen, wenn wir auf Afghanistan blicken."

Zitat Günter Schollatur: "Das ist nicht verwunderlich. In Deutschland gibt es auch oft Spannungen zwischen z. B. Bayern und Mecklenburgern, wie ich gestern gerade beobachten durfte. Trotzdem kann an sich unter Erwachsenen Menschen ja mal zusammen raufen."

Ist jetzt aber ein bisschen weit hergeholt. Ich als Bayer fühle mich keinem "Stamm" zugehörig. Wie auch, BY hat 7 höchst unterschiedliche Regierungsbezirke, und trotz verbaler Kabbeleiensind, sind wir noch nicht übereinander hergefallen, auch meines Wissens nicht über die Mecklenburger. Mit den Stammesstrukturen der Afghanen hat dies aber recht wenig zu tun, die sowohl Clan- als auch Volksstrukturen (Paschtunen, Usbeken, usw.) haben.

@Blitzgescheit, 13:46

"Ich kann keinen Kommentar finden, wo man mich inhaltlich mit meinem Kommentar konfrontiert." -

Es ging dem Foristen auch nicht um die inhaltliche Konfrontation mit ihren Kommentaren, sondern darum, das man Sie immer wieder mit ihrem copy&paste Wahnsinn konfrontiert - und sie darauf einfach nicht eingehen. (Sie gehen auch auf inhaltliche Konfrontationen nicht ein, aber das ist ein anderes Thema, da geht es hier nich um.) Jetzt auch wieder nicht. Ich zweifle immer mehr an ihrem Leseverständnis. Da müssen sie doch mal dran arbeiten.

Wie gross ist die Bedrohung?

Es gibt einige Punkte in der Berichterstattung über die Situation in Afghanistan, die mich verwirren.

Es wird immer wieder so dargestellt, als sei die sofortige Flucht aus dem Land die einzige Alternative, um nicht von den Taliban ermordet oder gefoltert zu werden. Wenn das wirklich so wäre, würde man dann nicht ausführlich über solche Angriffe berichten? Bisher habe ich noch nichts davon gehört.

Dann werden unbesonnene Aktionen wie das Stürmen einer Landebahn und das Aufspringen auf startende Flugzeuge als fast alternativlose Reaktion dargestellt, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen. Die Tatsache (allein) , dass Einzelpersonen so etwas Dummes tun, überzeugt mich nicht.

Wenn die Bedrohung so groß ist wie sie mit solchen emotionalen Bildern vermittelt wird, wünsche ich mir eine ausführlichere und solide Berichterstattung darüber. Bilder von unrasierten Horrorfiguren auf Fahrrädern mit Maschinengewehren (allein) reichen mir nicht aus, um die Lage einzuschätzen zu koennen.

Kabinett billigt Bundeswehreinsatz in Kabul....

Und wie geht es weiter ? Mit den Militäreinsätzen. Weiter völlig abgehoben die Realität einschätzen ? Und Taschenfüller unterstützen, für die im Ernstfall kaum jemand kämpfen will. Die sich nach Europa oder USA aus dem Staub machen (natürlich mit Konten). Mali und Niger warten schon.

Am 18. August 2021 um 12:32 von fathaland slim

Zitat:
"...Ich empfehle, sich mit der Geschichte des Gebietes, das man heute Afghanistan nennt, zu beschäftigen..."

Aber dabei die Gegenwart nicht außer acht lassen, denn...

die USA und ihre Verbündeten wollen mit den Taliban in Katar weiter verhandeln, aber zeitgleich räumen sie ihre diplomatischen Vertretungen, darin steckt ein Widerspruch. Denn die Einsicht, dass mit den Taliban zu sprechen ist, hat sich in den letzten Jahren überall durchgesetzt. In dem Falle muss man sich der Realität stellen und sollte nicht davonlaufen. Die chinesische Regierung hat ihre Pläne und wird auf die Ratschläge erfahrener Diplomaten hören, wie auch das russische Außenministerium über die Jahre hinweg seine Vorkehrungen getroffen hat. Also wird in der Hauptstadt aber auch in den Provinzen diplomatisch wie auch konsularisch weitergearbeitet. Respekt, denn es ist unter diesen chaotischen Umständen ein noch größeres tägliches Risiko, als es dies bereits in den letzten Jahrzehnten in dem Land war

Am 18. August 2021 um 13:29 von SinnUndVerstand

" Lediglich der schnelle Fall Kabuls hat selbst die Fachleute und Kenner der Landes überrascht. "

Es gibt mehr als eine Meldung, wo doch ersichtlich ist, das Einige wussten was passieren könnte, und dann auch genauso passiert ist.
Das ist auch nicht die erste Meldung in der Richtung die ich gelesen habe.

Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

" US-Geheimdienste haben nach Informationen der "New York Times" bereits im Juli vor einem raschen Zusammenbruch des afghanischen Militärs und einem wachsenden Risiko für die Hauptstadt Kabul gewarnt. In mehreren Berichten stellten sie zu dieser Zeit unter anderem in Frage, ob afghanische Sicherheitskräfte den radikalislamischen Taliban ernsthaften Widerstand leisten würden, schrieb das Blatt am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf informierte Kreise. "

@Blitzgescheit, 13:35

"Es besteht weder eine juristische noch moralische Verantwortung Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen. Weder Ortskräfte noch sonstige afghanische Staatsbürger." -

Keine 'moralische Verantwortung'. Warum erstaunt mich das jetzt nicht. Und sie wundern sich wirklich warum man sie als 'bitterbösen Rechtspopulisten' wahrnimmt? Really?

@ Koblenz um 13:46

>Beten die strenggläubigen Taliban eine andere Gottheit an , als die bei uns im Lande lebenden Moslems ? Hat jemand dazu eine Meinung / Ansicht ?<

Der Gott Abrahams der Juden und der aus ihnen hervorgegangenen Christen ist der selbe wie der aus ihnen hervorgegangenen Muslime.

Eigentlich ist es der Gott der Parsen den die Juden übernommen haben aber das führt jetzt fast schon zu der frage ob es für Monotheisten überhaupt die frage geben kann ob da noch ein anderer Gott existiert.

In Berlin bauen Muslime, Christen und Juden am "Haus des Einen" um dies zu verdeutlichen.

hxxps://house-of-one.org/de

@ Sonnenbogen

"Gehen Sie ganz stark davon aus, dass die deutsche Bundeswehr keinen Fuß vom gesicherten Teil des Flughafen wegsetzt."

„Ja, davon gehe ich auch aus.... aber das sollte in dem Mandat festgehalten werden. Ansonsten kommt es da eventuell zu katastrophalen diplomatischen Verwicklungen... oder, wenn alle zu Hause sind, kriegt die Bundeswehr die Schuld das Sie Ihr Mandat nicht ausgeführt haben.“

Zur vorhersehbaren Katastrophe würden es kommen, wenn die auswärtigen Streitkräfte das Flughafengelände verlassen, gerade weil alle kompletten Gerätschaften schon außer Landes waren oder den Taliban geschenkt wurden.
Diese Art von Evakuierung, sich unkontrolliert in den Straßen von Kabul aufzuhalten und von überall aus angreifbar zu sein, würde niemand anordnen und durchführen. Da das völlig ausgeschlossen ist, brauch man das aus meiner Sicht auch nicht näher niederschreiben. Aber wenn man eh den Stift zur Hand hat, schadet es in Deutschland auch nie, da haben sie natürlich Recht

12:57, Sisyphos3

>>12:49 von fathaland slim
Das wird der Lage aber nicht gerecht, denn sie ist sehr kompliziert.
----

... vielleicht auch nur kompliziert gemacht !<<

Ja sicher. Von allen Beteiligten, und das seit Jahrhunderten.

Ich habe es auch gern einfach, aber manchmal muss man die Realität schon akzeptieren.

Die Freiheit der Anderen

Biden beklagte, die „afghanische Armee sei unwillig, für die Freiheit zu kämpfen“.

Die Taliban wiederum feiern ihren Sieg als Rückgewinnung der „Freiheit des afghanischen Volkes“. Eine Sichtweise, die offenbar viele Afghanen teilen.

Das bedeutet aber auch das viele politische Korrespondenten und Kommentatoren jahrelang auf dem Holzweg waren und ihrem Publikum (vermutlich nicht absichtlich) nur EINE Seite der Medaille präsentiert haben.

Wer hat denn nun recht ?

Bedeutet „Freiheit“, nach ausschließlich „westlicher Rechtsordnung“ zu leben? Tatsächlich fürchte ich, dass das genau das ist, wie es viele „Think-Tanks“ und Institutionen im Westen es gerne sehen möchten.

Das diese Auffassung in Afghanistan aber nun wieder einmal grandios gescheitert ist, wird wohl leider schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Am 18. August 2021 um 12:43 von Sisyphos3

> [..] einfach mal versuchen zu akzeptieren dass man nicht mit seinen Augen
und seinen Vorstellungen anderer Leute Problem lösen kann
... in Zweifelsfall sich nicht in jedes Problem einzumischen versuchen <

ja, vllt hätte man das afghanische volk mal fragen sollen, ob es eine demokratie westlicher prägung überhaupt will.

ich habe in meinem leben gelernt: keine beratung ohne beratungs suftrag und keine hilfe, wenn ich nicht darum gebeten werde - denn es wäre arrogant.

13:12, logig

>>Allerdings sollte der Westen aufgeben, den westliche Lebenstil exportieren zu wollen. Das heißt nicht, dass man die Position in Bezug auf essentielle Menschenrechte vertreten muss und zwar konsequenter als bisher.<<

„Der Westen“ will keinen Lebensstil exportieren. Welchen auch? Meinen? Den von Götz Kubitschek? Den von Sisyphos3? Von Schabernack? Ihren? Es wimmelt hier doch von den unterschiedlichsten Lebensstilen.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Moderation

Lernen wir etwas daraus?

Selbstverständlich muß man jetzt retten, was noch zu retten ist, darüber kann man doch nicht ernsthaft diskutieren. Schließlich haben auch wir durch unseren Kriegseinsatz diese Notsituation vieler Menschen erst heraufbeschworen.

Unbeantwortet bleibt dabei die Frage, warum Regierung und Parlament so lange ständig wieder diesen fatalen Kriegseinsatz verlängerten, obwohl bekannt sein musste, was da abgeht.

Nur ohne solche entscheidenden Fragen zu beantworten kann unsere Verteidigungsministerin gerade jetzt öffentlich darüber nachdenken, dass unsere Soldaten künftig nur noch optimal ausgestattet in Auslandseinsätze geschickt werden. Als ob es daran gelegen hätte.

Was bezwecken unsere Soldaten mit ihren Auslandseinsätzen. Ja, vielleicht mag man die eine Ausnahme herausfinden, bei der es nicht um eigene oder Bündnisinteressen geht, sondern um die Belange der Bevölkerung vor Ort.

Afghanistan war es definitiv nicht.

@ Sisyphos3, um 12:32

re @ 12:24 von bolligru

“Ihre Fragestellung ist doch nicht besonders kompliziert“

Die Fragestellungen vielleicht nicht, aber die Antworten.

Hätten Sie an sich verstehen müssen.

14:26 von Möbius Die Freiheit der Anderen

Biden beklagte, die „afghanische Armee sei unwillig, für die Freiheit zu kämpfen“.

Die Taliban wiederum feiern ihren Sieg als Rückgewinnung der „Freiheit des afghanischen Volkes“. Eine Sichtweise, die offenbar viele Afghanen teilen.
#
So sieht es ein Jeder aus einem anderen Blickwinkel und ist davon überzeugt Recht zu haben.

@ Demokratiker, um 12:36

Taliban
Wozu? Unsere töten Soldaten hätten nicht sein müssen, wenn. Ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre.“

Welch erhellende Gedankenführung...

13:58 von Sisyphos3

@Eduart de Machina

«also ich betrachte so nen Thread als ne eher soziale Einrichtung
gemütliches plaudern in einer angenehmen Umgebung»

"Gemütliches Plaudern" über Tote und die Mörderbande Taliban ist unmöglich bei geistigem Wohlbefinden (oder wahlweise mentaler Gesundheit).

«glauben sie sie könnten so viel "Hintergrundwissen " über sämtliche Probleme
dieser Welt sammeln/haben um hier als Dozent auftreten zu können ?»

So was kann niemand, und das maßt sich hier auch niemand an. Ihre enzige Alternative dazu ist immer die Plaudertasche Dampflauderei, die ganz bewusst extra Dampf verplaudert, ohne überhaupt Hintergrundwissen haben zu wollen.

Manche schreiben Beiträge inkl. Informationen, Zusammenhängen, Hintergrundwissen, was man selbst evtl. gar nicht wusste. Sie schreiben Zweizeiler ohne Punkt und Komma. Wahrscheinlich hat Ihnen wer diese 2 Tasten aus der Tastatur geraubt.

Mit hier was schreiben kann man nirgendwo was verändern.
Und ich plaudere mit niemand über Terror !

Dokumentation

Afghanistan -Das verwundete Land.
Gestern 20:15 auf Tagesschau24.
Sehr zu empfehlen und ist auf der Mediathek von Arte abrufbar.
Habe nur den ersten Teil später gesehen,aber was da gebracht wurde kann man angesichts der jetzigen Verhältnisse nur staunen.
Demokratie,liberaler Lebensstil bis hin zum Weinanbau in der Nähe von Kabul,das gab es alles schon einmal.
Sehr interessant und zu empfehlen.

@ Günter Schollatur, um 12:41

Versuche gerade, Bayern und Mecklenburger mit Durranis und Barekzais zu vergleichen.

Die ersteren schneiden gefühlt besser ab.

Liegt wohl auch daran, dass ich letztere bislang nicht mal dem Namen nach kannte. Mea culpa.

14:27, perchta

>>ja, vllt hätte man das afghanische volk mal fragen sollen, ob es eine demokratie westlicher prägung überhaupt will.<<

Wie würden Sie diese Frage denn formulieren? So, wie Sie es schreiben? Meinen Sie, „das afghanische Volk“ würde eine derart pauschale Frage besser verstehen als ich es tue? Verstehen Sie denn Ihre eigene Frage? Und wie wollen Sie das afghanische Volk denn fragen? Mittels einer Volksabstimmung? Wäre das denn dann nicht schon „Demokratie westlicher Prägung“?

@13:35 von Blitzgescheit: keine moralische Verantwortung

"Es besteht weder eine juristische noch moralische Verantwortung Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen. Weder Ortskräfte noch sonstige afghanische Staatsbürger."

Nachdem ich vorgestern und gestern die Tweets verschiedener AfD Politiker zur Situation in Afghanistan gelesen habe, kann ich ihren Kommentar an dieser Stelle nachvollziehen, denn der überwiegende Teil der AfD steht den Taliban im Geiste sicher näher als den von Ihnen immer wieder diffamierten Grünen.

Siehe dazu (nur ein Beispiel):
"09:43 von Blitzgescheit
Schön, dass die Taliban sich so konziliant geben. Das ist ja fast so als würde eine Trampolinspringerin der Grünen_r_s_in ankündigen, einen fehlerfreien Lebenslauf erstellen zu wollen."

Einzig Herr Prof Meuthen schrieb, dass Deutschland eine Verantwortung für die afghanischen Ortskräfte hätte.

Dafür gab es dann auch die passenden Kommentare aus der Flügelecke.

@Möbius 14:26

"Bedeutet „Freiheit“, nach ausschließlich „westlicher Rechtsordnung“ zu leben? "

Von welcher "westlichen Rechtsordnung" reden Sie denn eigentlich?
Von der deutschen, der US-amerikanischen, der polnischen, der ungarischen, der französischen? Da gibt es jeweils gravierende Unterschiede.

Was aber selbst Ihnen als Verfasser dieses relativierenden Kommentars hätte auffallen müssen, ist, dass das, was die Taliban da installieren, mit Freiheit aber auch mal gar nix zu tun hat.
Völlig unabhängig davon, wie man zu unserer Lebensweise steht.

14:26 von Möbius

>>... Das bedeutet aber auch das viele politische Korrespondenten und Kommentatoren jahrelang auf dem Holzweg waren und ihrem Publikum (vermutlich nicht absichtlich) nur EINE Seite der Medaille präsentiert haben. ...<<

Wir können sicher sein, dass die ausgiebig verbreiteten Bilder und Informationen über das Geschehen am Flughafen derzeit nicht die einzigen relevanten Tatsachen in Afghanistan sind. Der Fokus auf das Drama scheint auch die Handlungen der Verantwortlichen zu bestimmen. Obwohl in anderen Gebieten kein Berichterstatter mehr vor Ort zu sein scheint, erlauben wir es uns, ein Bild darüber zu machen.

13:44 von Egleichhmalf: Grüne wollten sicher nicht provozieren!

< Der Vorschlag der Grünen basierte keineswegs auf einer höheren Erkenntnis, sondern sollte a) die eigene Wählerschaft beglücken und b) die Regierung etwas provozieren. Also die üblichen Politikspielchen, und zufällig kann man heute so tun, als hätte man es besser gewusst. >
Die Medien haben aber seit Wochen (!) darüber berichtet und auch Einzelfälle im Fernsehen gezeigt, dass die afghanischen Helfer darauf warten, endlich das Land verlassen zu können, weil sie wissen, dass sie bei den Taliban die Ersten sein werden, denen die Taliban etwas antun wird.
Ich selbst dachte mir, als ich diese Berichte hörte und sah, dass unsere Regierung wohl nicht die Absicht hat, diese Helfer nach Deutschland zu holen. Denn nur so konnte ich es mir erklären, weshalb man das nicht schon vor Wochen tat!
Dass die Taliban eine Gefahr sind, wußte man in dem Moment, wo die USA und Deutschland den Rückzug aus dem Land erklärt hatten.
Ab diesem Zeitpunkt bestand dringender Handlungsbedarf für die Helfer!

bewaffneten Einsatz der Bundeswehr abstimmen?

Warum?
Was wollen wir den jetzt am Hindukusch verteidigen? Die falschen Maßnahmen der letzten 20 Jahre?

Die Taliban haben Frieden, Amnestie und Frauenrechte verkündet.

Also sollte es keinen Grund mehr geben das Land zu verlassen. Jetzt sollten die geübten demokratischen Kräfte am Aufbau von Afghanistan weiterarbeiten.

Wenn jetzt die vielen jungen Männer die schon früher geflohen sind jetzt zurückkehren kann aus diesen 40 Jahren Krieg durch Russland, USA und Europa doch noch etwas Gutes werden.

Wir sollten die Taliban wie einst den PLO Terrorist Arafat für den F.NP. vorschlagen.

...ttestEineMeinung @18. August 2021 um 14:20 von stupid at fi

"Ich als Bayer fühle mich keinem "Stamm" zugehörig. Wie auch, BY hat 7 höchst unterschiedliche Regierungsbezirke, und trotz verbaler Kabbeleiensind, sind wir noch nicht übereinander hergefallen, auch meines Wissens nicht über die Mecklenburger. Mit den Stammesstrukturen der Afghanen hat dies aber recht wenig zu tun, die sowohl Clan- als auch Volksstrukturen (Paschtunen, Usbeken, usw.) haben." [sic!]

Die Bayern sind auch ein Spezialfall und kein Stamm - da sind so viele Völkerwanderungen drüber gerutscht und zum Teil hängen geblieben, dass Bayern für sich schon ein Vielvölkerstaat ist, wie sie ja auch richtig bemerken.

Wenn BMW und Bayern München die Stämme und Völker dort nicht zusammenhalten würden, und es ein wenig trockener wäre, würde sich diese deutsche Bergregion kaum von Afghanistan unterscheiden.

Die Grabenkämpfe zwischen Franken und Altbayern etc. sieht man ja schon innerhalb der CSU.
;-))

fathaland slim um 14:32

Wieder eines ihrer konstruierten Mißverständnisse.
Selbstvertändlich wissen sie, was unter dem Lebesstil des Wesens zu verstehen ist. Es handelt sich um den Lebensstil, der sich aus dem extrem individualisten Menschenbild, das in den sogenannten lieberalen Demokatien vertreten wird, ergibt: das Menschbild des Ich - Ich - Ich. Was anderes war Ursache des sogenannten arabischen Frühlings?

Afghanistan

In früheren Zeiten wurden die Unterstützer und Helfer von Besatzungstruppen Verräter bzw. Kollaborateure genannt, jetzt sind es Ortskräfte.

Am 18. August 2021 um 14:21 von wenigfahrer

" US-Geheimdienste haben nach Informationen der "New York Times" bereits im Juli vor einem raschen Zusammenbruch des afghanischen Militärs und einem wachsenden Risiko für die Hauptstadt Kabul gewarnt.
___
Da in diesem Zusammenhang stellt sich mir natürlich die Frage, ob, wann und wem man dieses Wissen/die Vermutung weitergegeben hat. Sollte eigentlich unter (NATO-)Partnern eine Selbverständlichkeit sein, aber weiss man's ? Die Geheimdienste heissen ja so, weil, genau ! Auf der anderen Seite weiss man auch nicht, wann im Juli. Ein paar Tage der Vorbereitung, selbst wenn alles Hand in Hand geht, braucht es ja wohl schon.
Vllt. wird es ja wirklich nicht so schlimm und vllt hat man ja sogar etwas gelernt, nämlich dass man es sich 1. dreimal überlegen sollte, ob man solche Aktionen wirklich braucht und 2. dass nicht nur ein guter Wille und das Wissen auf der richtigen(?) Seite zu stehen ausschlaggebend für den Erfolg einer Sache ist. Neutralität ist häufig sinnvoller.

Nun selbst die Experten

Nun selbst die Experten wissen nicht was sie von der heutigen Taliban halten sollen! Die nächsten Wochen Monate werden entscheiden! Es gibt 40 Millionen Afghanen, jeder hat seine Erfahrung mit der Taliban mehr oder weniger gemacht! Den Afghanen in ihrem Land steht zu wie Sie wählen! Niemand anderem!

13:10 von Der Lenz: Abgelehnter Antrag d. Grünen

< Wollte man damals wohl doch verhindern, dass durch die Aufnahme von afghanischen Helfern vor den Wahlen sich dies nachteilig auf die Ergebnisse der BT-Wahl bei den zustimmenden Parteien auswirkt oder dass dies die AfD stärken könnte?
Ging es also mehr um "taktische" Überlegungen als um die Rettung von Menschenleben? >
Ihre Antwort auf meine Frage:
> Nicht nur. - Man kann auch im Wahlkampf unmöglich irgendetwas zustimmen das die Grünen sagen.
So kurz wie die vor einem Potentiellen Wahlsieg stehen? >

Egal, ob die Grünen nun die Wahl gewinnen würden oder nicht, wonach es derzeit mehr aussieht, darf es doch nicht sein, dass eine von den beiden christlichen Parteien geführte Regierung so wenig "christlich" ist u. rein aus taktischen Überlegungen u. aus großer Unfairness sich so undankbar gegenüber diesen Helfern verhält, dass sie den Tod dieser Helfer billigend u. wissentlich in Kauf nehmen wollen?
Wozu haben die das C im Namen?
Ist es also doch nur "Heuchelei", sich damit zu schmücken

14:21, Postquestioner @ 12:32 von fathaland slim

Ja, die Chinesen und die Russen werden das natürlich mit den Taliban viel besser hinkriegen als die Amis. Wegen der Systemüberlegenheit. Und dann natürlich die afghanischen Rohstoffe total partnerschaftlich abbauen, da ihnen ja die amitypische Rohstoffgier, wegen der die immer wieder Kriege vom Zaun brechen, völlig fehlt.

Hinweis für Humorallergiker:

Dieser Kommentar kann Spuren von Ironie enthalten.

@afd-Presseabteilung: Sie

@afd-Presseabteilung:
Sie antworteten wie folgt auf den Kommentar des Users SinnUndVerstand:

"@Am 18. August 2021 um 13:23 von SinnUndVerstand

Zitat: "Nein, Sie sind nicht Blitzgescheit, sondern einfach nur dummdreist, indem Sie zum x-ten mal den gleichen Text posten. Und es kümmert Sie nicht die Bohne, wenn man Sie damit konfrontiert. "

Ich kann keinen Kommentar finden, wo man mich inhaltlich mit meinem Kommentar konfrontiert."[sic!]

Ich kann dem User SinnUndVerstand nur zustimmen:

- 4 längere Kommentare haben sie mit Sicherheit nicht in 5 Minuten geschrieben, sondern es handelt sich um das o.g. dummdreiste Copy&Paste ihrer üblichen identitären Kommentare.

- Gegenargumente haben sie noch nie sehen können, deshalb rede ich auch nicht mit ihnen, sondern über sie - um offen zu legen, dass Scheinargumente und verallgemeinernde Hetze bei ihnen an der Tagesordnung sind.

- Ihr ständiges eitles Betonen ihrer Intelligenz ist meines Erachtens schlicht geistige Onanie.

15:32, Herr Mann

>>Afghanistan
In früheren Zeiten wurden die Unterstützer und Helfer von Besatzungstruppen Verräter bzw. Kollaborateure genannt, jetzt sind es Ortskräfte.<<

Sie schreiben vom Standpunkt der Taliban aus?

@logig 13:12

Haben Sie sich eigentlich mal mit der Geschichte Afghanistans befasst?
Dann wüssten Sie nämlich, dass es dort schon mal einen westlichen Lebensstil ( Wahlrecht für Frauen, Kulturschätze ect. gab).
Soziale Ungleichheit und Afghanistan als „Spielwiese“ des kalten Krieges führten in den fundamentalistischen Islamismus.

@ Egleichhmalf um 13:44

> Der Vorschlag der Grünen basierte keineswegs auf einer höheren Erkenntnis<

Stimmt: jeder Analyst, Berater und sachkundige konnte das nötige wissen sogar mit verbundenen Augen und linkshändig aus dem Ärmel schütteln.

>Weil der Vorschlag von der Opposition kam und deshalb grundsätzlich abgelehnt wird.<

Was mit Abstand der saudämlichst-denkbare Grund ist.

>zufällig kann man heute so tun, als hätte man es besser gewusst.<

Ja, eine ständige Tragödie "zufällig" das gewusst zu haben was alle wissen, wie beim Klimawandel.
Aber die Regierung "musste" die "Spielchen" der Opposition ja zurückweisen, schließlich ging es ja nicht um Menschenleben oder sowas, sondern "nur um das beglücken der eigenen Wählerschaft"...also...sind im Prinzip ja eigentlich die Grünen sogar SCHULD daran, weil ihr Antrag die Regierung quasi dazu zwang entgegengesetzt zu handeln.
Wie beim Klimawandel.
Würden die Grünen nicht so rumnerfen wären wir längst CO2 Neutral

ach ja *seuftz*

Re : sonnenbogen !

Ich denke, dies sollte in Verhandlungen mit den Taliban geklärt werden, damit die echt Schutz- bedürftigen Personen freies Geleit zum Flughafen kriegen, und nicht von möglicherweise rachelustigen Taliban aufgehalten werden.
Denn noch ist ja nicht klar, welche Gruppe oder Richtung der Taliban am Ende das Sagen hat und die Geschicke des Landes in Zukunft bestimmt. Es bleibt zu wünschen, dass es die echt gemäßigten Kräfte sind, sonst könnte es für das Land noch viel bitterer werden.
Nun aber es auf einen Kampf mit den Taliban an zu legen, dient echt niemand. Deshalb sind Gespräche wesentlich sinnvoller !

@und-nachts-da-ruft 13:24

"Die USA sind in der Tat viel schneller, was aber vor allem an dem viel größerem Handlungsspielraum des US-Präsidenten liegt."

Nein, in diesem Fall nicht.
Da wurde leider trantütig wirklich jeder sinnvolle Handlungszeitpunkt verpennt, den man verpennen konnte.
Und glauben Sie mir: So pauschale Abwertungen sind sonst wirklich nicht mein Ding, aber was unsere Regierung hier abgeliefert hat - dafür schäme ich mich wirklich.

"Während hier überlegt wurde ob und wie man vorgeht, haben die USA direkt Soldaten in Kabul am Flughafen platziert. Das hätte man seitens Deutschland auch machen können."

Und da sagen Sie es ja auch selbst: Es lag eben nicht am präsidialen Handlungsspielraum.
Während die USA bereits vor Wochen begonnen haben, sich Gedanken über ihre Ortskräfte zu machen, wurde dieser Gedanke in unserer Regierung ganz offensichtlich weit weggeschoben.
Das, was über die Botschaftsevakuierung bisher bekanntgeworden ist: ein Trauerspiel sondergleichen.
Da wollte jemand nicht entscheiden

@ werner1955, um 15:27

Ohne Ihren Kommentar nochmal zitieren zu wollen:

Wie heißt der Science fiction, aus dem Sie das haben?

Komisch, nicht mal schmunzeln kann ich...

GeMe um 15:20

Mir erscheint ihr Beitrag etwas chaotisch.

Strikt zurückzuweisen, ist ihr Versuch, die, die eine Verantwortung unserer Politiker für afghanische Ortskräft sehen, in die Nähe der AFD zu schieben.

Ihr Stil spricht für sich.

15:31, logig

>>fathaland slim um 14:32
Wieder eines ihrer konstruierten Mißverständnisse.
Selbstvertändlich wissen sie, was unter dem Lebesstil des Wesens zu verstehen ist. Es handelt sich um den Lebensstil, der sich aus dem extrem individualisten Menschenbild, das in den sogenannten lieberalen Demokatien vertreten wird, ergibt: das Menschbild des Ich - Ich - Ich.<<

Ach so.

Ich dachte eigentlich, es wäre ein Lebensstil, der sich aus den Werten Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz ergibt. Das ist zumindest bei mir so. Aber da sieht man mal wieder, wie die Lebensstile im Westen sich doch unterscheiden.

>>Was anderes war Ursache des sogenannten arabischen Frühlings?<<

Diese Frage verstehe ich nicht.

...ttestEineMeinung @18. August 2021 um 15:20 von GeMe

Sie antworteten auf den User Blitzbot:

"Nachdem ich vorgestern und gestern die Tweets verschiedener AfD Politiker zur Situation in Afghanistan gelesen habe, kann ich ihren Kommentar an dieser Stelle nachvollziehen, denn der überwiegende Teil der AfD steht den Taliban im Geiste sicher näher als den von Ihnen immer wieder diffamierten Grünen." [sic!]

Danke für diese treffende Charakterisierung.

@15:20 von fathaland slim, perchta

">>perchta: ja, vllt hätte man das afghanische volk mal fragen sollen, ob es eine demokratie westlicher prägung überhaupt will.<<

Wie würden Sie diese Frage denn formulieren? So, wie Sie es schreiben? Meinen Sie, „das afghanische Volk“ würde eine derart pauschale Frage besser verstehen als ich es tue? Verstehen Sie denn Ihre eigene Frage? Und wie wollen Sie das afghanische Volk denn fragen? Mittels einer Volksabstimmung? Wäre das denn dann nicht schon „Demokratie westlicher Prägung“?

Dieser Widerspruch lässt sich nicht auflösen ohne gegen die eigenen Prinizipien zu verstossen, weshalb sich Demokratie eben nicht von aussen erzwingen lässt.
Relität: Die militärische Intervention und die Installation des demokratischen Systems wurde über die Köpfe der Afghanen hinweg einfach durchgezogen – und nun wird sich beschwert, dass diese ihr Land nicht verteidigen "wollen oder können".
Hätte man die Afghanen von Anfang an mit entscheiden lassen wäre diese Schuldzuweisung nicht ganz so zynisch.

@Traumfahrer 15:39

"Es bleibt zu wünschen, dass es die echt gemäßigten Kräfte sind, sonst könnte es für das Land noch viel bitterer werden."

Es gibt keine gemäßigten Taliban.

Wer Talib wird, ist ein Extremist. Sonst würde er keiner.

@werner 1955 15:27

„… Die Taliban haben Frieden, Amnestie und Frauenrechte verkündet.
Also sollte es keinen Grund mehr geben das Land zu verlassen. Jetzt sollten die geübten demokratischen Kräfte am Aufbau von Afghanistan weiterarbeiten.….“

Glauben Sie eigentlich selbst, was sie schreiben oder soll es nur Ihre totale Empathielosigkeit rechtfertigen?

Der Lenz um 15:38

Polemik? Dann wenig gelungen.

@ Herr Mann, um 15:32

Warum schreiben Sie nicht klipp und klar, was Sie eigentlich denken?

Nein, das wird man nicht tun, diese Leute versucht man aus Afghanistan rauszuholen.
Gruß an die AfD...

20 Jahre Scheitern

20 Jahre Afghanistankrieg, gigantische Kosten, unzählige Opfer, vor allem unter der Zivilbevölkerung und am Ende das völlige Scheitern.
Es stellt sich die Frage, warum und was war das Ziel?
Vorgeblich ging es um Staaten- und dann Nationbildung mit dem Ziel, Sicherheit auch für den Westen herzustellen. Schon früh war klar, daß die Vorgehensweise absehbar zum Scheitern verurteilt ist. Stur wurde falsch weiter gemacht. Einer korrupten, von den USA eingesetzten Regierung wurden gigantische Geldsummen zur Verfügung gestellt und diese ließ sich dann bei Poolparties oder in feinsten Restaurants mit Rotwein filmen. Auf die alten, zugegeben kaum zu überschauenden aber immernoch sehr einflußreichen Strukturen wurde kaum Rücksicht genommen.
Es fehlte also allen seit 20 Jahren Regierenden neben einer klaren Zielvorstellung eine präzise Analyse, wie Ziele zu erreichen sein könnten und um eine Rechtfertigung der Ziele, darüberhinaus welche situativ bedingten Alternativen eingeplant werden müssen.

Am 18. August 2021 um 12:59 von sonnenbogen

Außerdem sollen "im Rahmen verfügbarer Kapazitäten" auch andere Ausländerinnen und Ausländer "sowie weitere designierte Personen, inklusive besonders schutzbedürftige Repräsentantinnen und Repräsentanten der afghanischen Zivilgesellschaft" ausgeflogen werden."
__
Wer soll das bitte sein ?
Der Oberrepräsentant hat sich ja wohl schon als einer der ersten vom Acker gemacht. Ich frage mich, wieso ganz selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass die Soldaten der BW ihre Leben aufs Spiel setzen, wenn das Oberhaupt dieses Landes an seinem eigenen Land, was er zu vertreten geschworen hat, Verrat begeht und es einfach so zurück lässt. An den Spekulationen mit den Geldkoffern beteilige ich mich nicht. Wir haben 20 Jahre lang unser möglichstes getan. Es hat offenbar nicht gereicht. Jetzt müssen es die Afghanen selbst richten. Wirklich akzeptiert hat man uns eh nicht, also wird man uns auch keine Träne nachweinen.

15:27, werner1955

>>Die Taliban haben Frieden, Amnestie und Frauenrechte verkündet.

Also sollte es keinen Grund mehr geben das Land zu verlassen. Jetzt sollten die geübten demokratischen Kräfte am Aufbau von Afghanistan weiterarbeiten.

Wenn jetzt die vielen jungen Männer die schon früher geflohen sind jetzt zurückkehren kann aus diesen 40 Jahren Krieg durch Russland, USA und Europa doch noch etwas Gutes werden.

Wir sollten die Taliban wie einst den PLO Terrorist Arafat für den F.NP. vorschlagen.<<

Sie glauben den Taliban also.

Ich glaube Faschisten prinzipiell nicht.

15:23 von DrBeyer

>>Was aber selbst Ihnen als Verfasser dieses relativierenden Kommentars hätte auffallen müssen, ist, dass das, was die Taliban da installieren, mit Freiheit aber auch mal gar nix zu tun hat.
Völlig unabhängig davon, wie man zu unserer Lebensweise steht.<<

Ich kann nicht für Möbius sagen was ihr/ihm aufgefallen ist. Indem Sie sich in dem Begriff Rechtsordnung verhaken, hätte Ihnen aber auffallen können, daß es nicht um das Infragestellen der universellen Menschenrechte geht, sondern um den Anspruch auf die Richtigkeit einer bestimmten Perspektive und die mögliche Unkenntnis über andere Informationen.

Wenn man die bekrittelte Herangehensweise benutzt um sie als richtig zu begründen, erinnert das an den Hund mit dem Schwanz und dann das Beißen.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

@BILD.DirEinDuHättestEineMeinung 15:37

Danke!
Davon ist leider jedes Wort wahr ...

Darstellung: