Ihre Meinung zu: Inflationsrate in der EU steigt auf 2,5 Prozent

18. August 2021 - 16:03 Uhr

Die Inflationsrate in der EU ist auf den höchsten Stand seit 2018 gestiegen. Deutschlands Preise ziehen derzeit stärker an als im EU-Schnitt. Spitzenreiter sind aber andere Staaten. Von Stephan Ueberbach.

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Kommentare

...ttestEineMeinung #Auf die Feinheiten achten

Bevor jetzt mal wieder die üblichen Verdächtigen auf die "alles wird teurer"-Pauke hauen und alles schlecht reden wollen:

Bei der aktuellen Inflationsrate in Deutschland muss - wie auch im Bericht erwähnt - der Effekt der Mehrwertsteuersenkung herausgerechnet werden.

Das heisst die Preise waren seit gut einem Jahr um ca. 1,9% niedriger bei Waren mit ermäßigtem Mehrwertsteuersatz, um ca. 2,9% bei normalem Satz, aufgrund der Senkungen um 2 bzw. 3 Prozentpunkte.

Bereinigt um diesen Effekt (der übrigens noch Ende diesen Jahres andauert), haben wir nicht 3,8, sondern weniger als 2% Inflation in Deutschland.

Dazu kommt noch, dass vor einem Jahr die Preise für Öl und Benzin sehr niedrig waren, auch hier ist die aktuelle Preissteigerung eher eine reine Bereinigung der Effekte durch die Pandemie.

wird sich noch beschleunigen

Bei dieser Geldpolitik ist dies nicht verwunderlich. Mein Prognose: es wird noch schlimmer.

Betrachtet man dies im Kontext der Null-/Negativzinsen für Guthaben, dann ist es schon jetzt sehr bedenklich und ein Trauerspiel für jeden Sparer.

"Preistreiber Nummer 1 ist nach wie vor die Energie. Strom, Gas, Heizöl oder Benzin waren im Schnitt um 14,3 Prozent teurer als im Juli 2020."

Und kommen die Grünen an die Regierung, kann man sich schon einmal darauf einstellen, dass die Energie Preistreiber Nummer 1 bleiben wird.

...ttestEineMeinung: @18. August 2021 um 16:25 von Giselbert

Ich würde sie hier auf meinen Kommentar von 16:20 verweisen, bevor sie hier mal wieder (negative) Wahlwerbung betreiben.

Allerdings muss ich hier auch die Medien kritisieren.

Viele versuchen mit der hohen absoluten Zahl Schlagzeilen zu machen und selbst die Tagesschau stellt (auch wenn es in diesem Artikel schon besser geworden ist) nicht genug heraus, dass ohne Einmaleffekte alles im normalen Bereich wäre.

Das merkt man

deutlich am wöchentlichen Einkauf, da ich dafür ein Festbetrag habe, nebst Einkaufszettel.
Dann ist auch noch der Trick dabei, das man weniger in der Packung hat, was viele auch noch übersehen.
Der Trend wird sich auch weiter nach oben bewegen, es kommt darauf an, was wir im Herbst für eine Regierung bekommen, wie schnell das gehen wird.
Leider wachsen Lohn und Renten nicht in dem Maße mit, alles was Energie ist, steigt, wird dann automatisch auf die Produkte umgelegt, den Firmen ist das im Prinzip egal.
Der Verbraucher muss es zahlen, und irgendwo ist ja ein Grenze was man bei Lebensmitteln einsparen kann. Die anderen Kosten steigen ja auch, wie Miete zum Beispiel, und Nebenkosten.
Zur EZB sage ich lieber nichts, das ist nicht gut für meinen Blutdruck.

Bild.DirEinDuHä

"Guter Kommentar". Offensichtlich bist Du oder Sie der Einzige in Deutschland, der so einen schrägen Kommentar schreibt. Wer die Inflationsrate so beschreibt, lebt in anderen Sphären oder ist anderweitig angehaucht.

Beste Grüße

CO2-Steuer

Und schon wieder vergisst oder verschweigt der Artikel die künstliche, selbstgemachte Inflation durch die saftige CO2-Steuer.

Wenn die Politik die Inflation nicht weiter anheizen will, könnte sie auf weitere Anhebungen verzichten. Aber ich glaube eher, dass eine gewisse Inflation für's "Schuldenverbrennen" ganz willkommen ist.

Ausgewogenheit wäre wichtig

Wenn die Preise steigen (und die Einkommen nicht), haben immer als erste die ein Problem, die sowieso schon jeden Cent dreimal umdrehen müssen. Während die "Gutsituierten" (damit sind nicht unbedingt die Unternehmer gemeint, jedenfalls bei Weitem nicht alle) Preissteigerungen in aller Regel locker "wegstecken" können.

RE: Giselbert um 16:25

***Bei dieser Geldpolitik ist dies nicht verwunderlich. Mein Prognose: es wird noch schlimmer.

Betrachtet man dies im Kontext der Null-/Negativzinsen für Guthaben, dann ist es schon jetzt sehr bedenklich und ein Trauerspiel für jeden Sparer.***

Ja, ja, die böse EZB.
Nur,... Polen und Ungarn haben nicht den EURO, dafür aber die höchste Inflation. Und noch ein kleiner Gratistip für Sie: Kaufen Sie polnische oder ungarische Bonds. Die Zinsen dort dürften aufgrund der Inflation demnächst steigen.

Gruß Hador

Preissteigerungen

treffen in erster Linie die weniger Vermögenden. Insofern sind Draghis/Lagardes Minuszinspolitik und die von politischen Maßnahmen befeuerte Energiepreis-Spirale in Deutschland vollkommen unsozial.

von BILD.DirEinDuHä... ...ttestEineMeinung

Warum um alles in der Welt fühlt man sich dazu berufen, eine in Wirklichkeit, wie wir alle wissen, noch höhere Inflation hier reflexartig schönzurechnen. Man könnte meinen, Sie finden eine steigende Inflation bei Nullzinsen prima und die EZB hat alles richtig gemacht.

16:20 @ BILD.DirEinDuHä...

Ihre Erklärung ist sehr gut.
Für die gestiegenen Preise für Energie, Öl und Sprit sind Weltmarkt und politische Ereignisse jedoch stärker verantwortlich als die Pandemie, denke ich.

Ich habe jetzt einige eingebettet Artikel noch einmal gelesen.
Dass eine Inflationsrate von ca. 2 % laut
EZB die Wirtschaft ankurbeln soll, leuchtet mir allerdings nicht so recht ein.

Geht es darum, auf diesem Wege effizienter zu produzieren, um die Preise so annähernd zu halten?

Wenn der Kunde aufgrund gestiegener Preise bestimmte Produkte nicht mehr
kauft, dafür günstigere, ggf. mit schlechterer Qualität, dann ist dies nicht unbedingt ein Ankurbeln,
oder?

Und Inflation bedeutet Verlust von Kaufkraft, es sei, es erfolgrn Nettolohnsteigerungen über der Inflationsrate.
Daa war im vergangenen Jahr nicht der Fall.
Außerdem Kurzarbeit und mehr ALG-Empfänger seneuen ebenfalls die durchschnittliche Kaufkraft.

Vielleicht kann es mir jemand erklären.

Dann macht’s doch

in Aktien. Meine Güte… Heutzutage gibt es Wahl h genügend Möglichkeiten sein Geld zu vermehren. Ganz ohne pöses, pöses Spekulieren. Auch Zeiten, in denen manch einer hier noch glaubt zu leben, als er „ordentlich“ Zinsen auf sein Sparkonto bekommen hat, muss leider widersprochen werden. In diesen Zeiten war die Inflation so hoch, dass eure paar Prozent auf der Bank dem Realzins hoffnungslos unterlegen war. Heute ist nichts mit Zinsen, dafür ist aber die Inflation sehr niedrig.

RE: Marcelino um 16:45 ; Bild.DirEinDuHä

***"Guter Kommentar". Offensichtlich bist Du oder Sie der Einzige in Deutschland, der so einen schrägen Kommentar schreibt. Wer die Inflationsrate so beschreibt, lebt in anderen Sphären oder ist anderweitig angehaucht.***

Nö, hätte ich auch schreiben können, aber der von Ihnen angesprochene Mitforist war schneller !
Ich kann auch keinen sachlichen Fehler in seinen Ausführungen erkennen. Sie offensichtlich schon und daher bitte ich Sie diese herauszuarbeiten und zu erläutern. ... Danke!

Gruß Hador

Die EZB will seit Jahren eine höhere Inflation

Also ist doch alles gut.
Hauptsache die Gewerkschaften berücksichtigen diese Inflationsrate bei ihren Tarifverhandlungen.
Da kann man aber auch sehen, wie lächerlich gering die Forderungen der GDL sind.

Hador Goldscheitel

Gehen Sie doch einfach mal in eine Baufirma Ihres Vertrauens und fragen nach, wieviel mehr als im Vorjahr die für ihr Material bezahlen müssen. Dann erkennen Sie ja vielleicht doch die "sachlichen Fehler in seinen Ausführungen".

Am 18. August 2021 um 17:08 von Leipzigerin59

" Wenn der Kunde aufgrund gestiegener Preise bestimmte Produkte nicht mehr
kauft, dafür günstigere, ggf. mit schlechterer Qualität, dann ist dies nicht unbedingt ein Ankurbeln,
oder?

Und Inflation bedeutet Verlust von Kaufkraft, es sei, es erfolgrn Nettolohnsteigerungen über der Inflationsrate. "

Also so rein aus dem Bauch raus, sehe ich das genau so, was hat eine Firma davon, wenn ich ein Produkt nicht mehr kaufe, und auf ein anderes mit weniger Qualität ausweichen muss.
Vielleicht ist das minderwertige von der selben Firma, was dann meist bei Eigenmarken der Fall ist.

Ich kann es nicht erklären, bin aber gespannt was Sie für Antworten bekommen, unten tut es weh, oben interessiert es niemanden.
Meine Vermutung.

@ wieder spd

Hauptsache die Gewerkschaften berücksichtigen diese Inflationsrate bei ihren Tarifverhandlungen.

Ich hoffe, Sie wissen, dass zum Verhandeln immer zwei Seiten gehören?

Die Energiepreise...

...sind die größten Posten und steigen nicht erst seit diesem Jahr unverhältnismäßig stark an.
Im Vergleich dazu kommen Alkohol und Tabak noch gut weg.

Umgekehrt wär's mir lieber... :-)

Wenn die Preise in Ungarn, Estland und Polen stärker steigen als hier tröstet das auch niemanden, denn keiner hat was davon.

@ Giselbert

Bei dieser Geldpolitik ist dies nicht verwunderlich. Mein Prognose: es wird noch schlimmer.

Die "lockere" Geldpolitik der EZB hat auf die Inflation praktisch keinen Einfluss. Das ist leider schwer zu erklären, wenn man exakt sein will. Und niemand hier will es hören, weil der Foren-Mainstream lieber auf die EZB schimpft.

Übrigens ist die Geldpolitik der Zentralbank in der Türkei eher restriktiv, dennoch ist dort die Inflation wesentlich höher als in der EU oder der Schweiz.

das wird noch mehr

"Deutschland liegt mit einer Preissteigerung von zuletzt 3,8 Prozent deutlich über dem europäischen Schnitt - auch infolge des Effekts der befristeten Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020“
Das hört sich wenig an, ist aber schöngeredet. In Deutschland zahlen wir die höchsten Strompreise europaweit.
Auch der Benzinpreis ist bei uns höher als der durchschnittliche Benzinpreis in Europa.
Mit den Grünen wird das noch mehr.
Aber das macht ja nichts.
Durch hohe Preise sinkt die Erderwärmung, oder?

@JustMe90 17:11

Welche Blasphemie:
Es gibt jede Menge Menschen, die nicht genug Geld für eine menschenwürdige Wohnung (und die extraordinären Preissteigerungen im diesem Bereich werden im schiefen Warenkorb noch nicht mal richtig abgebildet) verdienen. Die haben ganz bestimmt Mittel für Aktien/Fonds übrig - mal abgesehen von fehlender Zeit und Schwierigkeiten bei der Durchdringung des Finanzdschungels.

@ wenigfahrer

Und Inflation bedeutet Verlust von Kaufkraft, es sei, es erfolgrn Nettolohnsteigerungen über der Inflationsrate.

Genau. Seit 2001 ist die Kaufkraft in Deutschland im Mittel kontinuierlich gestiegen. Übrigens auch für Rentner.
Dennoch wird mehr gemurrt. Aber das ist ein Fall für die Wirtschafts-Psychologie.

@ 16:20 von BILD.DirEinDuHä..

"Ich würde sie hier auf meinen Kommentar von 16:20 verweisen, bevor sie hier mal wieder (negative) Wahlwerbung betreiben."

Danke für den Hinweis.

Naja, die negative Wahlwerbung sehe ich durch Ihren Kommentar jetzt nicht entkräftet.

Mag sein, dass die Inflationsrate bereinigt im Soll liegt. Wie gesagt, aber im Zusammenhang mit Null-/Negativzins ist auch die Normalrate noch zu hoch.

Die Auswirkungen sind beträchtlich, nicht nur für Sparer auch für die Rentenkasse.

Betrachte ich mir außerdem die rennenden Immobilien- und Mietpreise, scheint mir dies nicht ausreichend berücksichtigt.

Gefühlte Inflation

@ wenigfahrer:
Das merkt man deutlich am wöchentlichen Einkauf

Inflation können Sie seriös nur mit statistisch objektiven Methoden messen. Und dabei kommt eine relativ geringe Inflation raus. Schade, dass das etwas unspektakulär ist.
Die gefühlte Inflation kann je nach Person und psychologischem Befinden unauffällig klein bis exorbitant groß sein.

Die Preise sind

schon wieder gestiegen.Man merkt es bein täglichen Einkauf von Lebens Notwendigkeiten. Und H4 sowie Renten Empfänger trift es immer zuerst.

@ wenigfahrer

Zur EZB sage ich lieber nichts, das ist nicht gut für meinen Blutdruck.

Sehr sympathisch.

RE: Seebaer1 um 17:20; Hador Goldscheitel

Ja und?
Die Preise entstehen durch Angebot und Nachfrage, und wenn in Deutschen Städten halt Wohnungsnot herrscht, dann wird halt gebaut. Dazu bauen die Chinesen wie wild und da steigen selbstverständlich die Preise für Baustoffe international. Dazu gab es hier in Deutschland das "famose" Baukindergeld, was dazu beigetragen hat, die Baukosten nochmals anzuheizen.
Übrigens fallen aufgrund der niedrigen Zinsen die Zinskosten für den Häuslebauer extrem schmal aus.
Und wie hoch sind wohl die Baukosten in Ihrem persönlichen Warenkorb ?

Gruß Hador

Preistreiber Energie? Selbst Schuld!

Schon vor 25 Jahren gab es Null-Energie-Häuser, 3-L-Autos ... inzwischen Hybridautos mit eigenen Solarstrom ...

Aber wer 2,5to-Diesel-SUV fahren will, muss eben zahlen ... und wer CXU wählt, die die Solarenergie und Windenergie und Stromtrassen bewusst blockieren und verteuern (z.B. muss man den eigenen und selbstgenutzte Solarstrom trotzdem bezahlen !) - ist eben selbst Schuld.

Niemand muss "verzichten", wir sollten nur intelligentere und modernere Energietechnik nutzen - wer das nicht tut, selbst Schuld: Die 3-L-Autos wurden damals kaum gekauft! Was soll jetzt das Gejammer über Energiepreise?

Und alles, was CO2 produziert, wird und muss teuerer werden - anders kapieren es manche nicht, dass unser Klima kippt!!!

@16:35 von BILD.DirEinDuHä...

//Viele versuchen mit der hohen absoluten Zahl Schlagzeilen zu machen und selbst die Tagesschau stellt (auch wenn es in diesem Artikel schon besser geworden ist) nicht genug heraus, dass ohne Einmaleffekte alles im normalen Bereich wäre.//

"... alles im normalen Bereich..."? Das stimmt ja so auch nicht. Vielleicht habe ich ja auch nur die falschen Zeitungen gelesen. "BILD" war übrigens nicht dabei.

@ Sparer

Preissteigerungen treffen in erster Linie die weniger Vermögenden.

Das kann man so nicht sagen. Das hängt einfach davon ab, welche Preise vornehmlich steigen. Wenn hauptsächlich die Preise für Fleischprodukte steigen, lässt das den weniger vermögenden Veganer kalt.

@ schiebaer45

Die Preise sind schon wieder gestiegen.Man merkt es bein täglichen Einkauf von Lebens Notwendigkeiten. Und H4 sowie Renten Empfänger trift es immer zuerst.

Warum? Sind die schneller im Laden?
Schneller als ich vielleicht, wenn ich nach der Arbeit einkaufe.

RE: schiebaer45 um 17:36

***Die Preise sind schon wieder gestiegen.Man merkt es bein täglichen Einkauf von Lebens Notwendigkeiten. Und H4 sowie Renten Empfänger trift es immer zuerst.***

Preise steigen nun mal, das liegt in der Natur der Sache. Und die finanziell Schwachen trifft es natürlich immer direkt. Zu ihnen müssen aber nicht zwangsläufig Rentner gehören.

Gruß Hador

@Seebaer1, 17:06

"...eine in Wirklichkeit, wie wir alle wissen, noch höhere Inflation..." -

Wie ist denn ihrer Meinung nach die Inflation in Wirklichkeit? Ich weiss nämlich nicht, das die Inflation höher ist. Und ich gehöre doch auch zu 'allen'. Sie können mir dann sicher die wirkliche Inflation nennen, inklusive den Quellen, die sie zu ihren Zahlen führen. Wenn sie denn schon den offiziellen Zahlen nicht glauben.

Am 18. August 2021 um 17:35 von Günter Schollatur

" Inflation können Sie seriös nur mit statistisch objektiven Methoden messen. "

Also meine objektive Methode ist ganz einfach, jede Woche ist für den Wocheneinkauf die selbe Summe drin, der Einkaufszettel weicht nur gering ab.
Und ich zähle zusammen was ich in den Korb lege, damit ich an der Kasse nicht dumm dastehe, und einen Artikel dort lassen muss, das wäre mir dann etwas peinlich.
Und an der Menge kann ich feststellen, auf was ich verzichten musste, wenn dieses bei Ihnen ein Gefühl ist, dann ist das bei mir ein Artikel.
Das Leben ist sehr unterschiedlich.

@Giselbert 17:32

"Wie gesagt, aber im Zusammenhang mit Null-/Negativzins ist auch die Normalrate noch zu hoch."

Wieso? Wegen der Sparer?

"Die Auswirkungen sind beträchtlich, nicht nur für Sparer auch für die Rentenkasse."

Sparer weiß ich nicht, aber Rentenkasse nicht, da die ja umlage- und nicht anlagefinanziert ist.
Wenn die Leute mehr verdienen, zahlen sie mehr in die Rentenkasse ein. Und nur dann steigen die Renten.

"Betrachte ich mir außerdem die rennenden Immobilien- und Mietpreise, scheint mir dies nicht ausreichend berücksichtigt."

Dass Sie damit richtigliegen, hat, glaube ich, vor ein paar Wochen ein Artikel hier bestätigt.
Ich erinnere mich leider nur dunkel, glaube mich aber zu erinnern, dass davon die Rede war, dass in dem statistischen Warenkorb die Mieten und/oder die Immobilienpreise deutlich unterrepräsentiert sind.

Die Inflation...

...und deren Auswirkungen auf den Menschen ist nun wirklich zu vernachlässigen im Verhältnis zu dem, was uns die Klimakatastrophe
noch bescheren wird....
Also meine Herrschaften, Ruhe bewahren, es ist nur ne finanzielle Angelegenheit!

@ schneegans

Es gibt jede Menge Menschen, die nicht genug Geld für eine menschenwürdige Wohnung ...

Da sind wir aber nicht schuld.


... (und die extraordinären Preissteigerungen im diesem Bereich werden im schiefen Warenkorb noch nicht mal richtig abgebildet) verdienen.

Das finde ich fies. Sie können nichts gegen die Inflationsrate einwenden, weil die Berechnung objektiv und nachvollziehbar ist. Dann wenden Sie sich gegen den Warenkorb. Völlig zu Unrecht, wie ich meine. Der allgemeine Warenkorb ist nicht schief, er ist ein Mittelwert und enthält die Waren und Dienstleistungen, die wir im Mittel auch verbrauchen. Wenn Sie jetzt sagen, das ist schief, weil Sie keinen Computer brauchen und alles von Hand schreiben, dann bringt uns das nicht weiter.

Am 18. August 2021 um 17:46 von Hador Goldscheitel

" Preise steigen nun mal, das liegt in der Natur der Sache. Und die finanziell Schwachen trifft es natürlich immer direkt. Zu ihnen müssen aber nicht zwangsläufig Rentner gehören. "

Sicher nicht wenn man in einer großen Firma mit hohen Löhnen und Betriebsrente gearbeitet hat.
Das ist aber der kleinere Teil der Rentner, wenn Sie mit 1000-1100 Rente Netto, was der Durchschnitt ist, große Sprünge können.
Dann Gratulation.

um 17:37 von reinbolt48

Aber wer 2,5to-Diesel-SUV fahren will, muss eben zahlen ... und wer CXU wählt, die die Solarenergie und Windenergie und Stromtrassen bewusst blockieren und verteuern (z.B. muss man den eigenen und selbstgenutzte Solarstrom trotzdem bezahlen !) - ist eben selbst Schuld.
------------------------
Warum muss immer der SUV herhalten.
Wer 2,5t SUV fährt, hat wahrscheinlich kein Problem 5,00€ für einem Liter Diesel zu bezahlen.
Ich kenne keinen Durchschnittsverdiener der sich so ein KFZ leisten kann.

@ wenigfahrer

Also meine objektive Methode ist ganz einfach, jede Woche ist für den Wocheneinkauf die selbe Summe drin, der Einkaufszettel weicht nur gering ab.

Von was weicht er nur gering ab? Von meinem Einkauf? Sorry, das interessiert mich nicht. Die Inflationsrate ist ein Durchschnittswert für alle Verbraucher und nur darüber lohnt sich zu diskutieren.

Preistreiber Energiekosten

Hohe Energiepreise sind Inflationstreiber und wirken sich in allen Bereichen des Alltagslebens aus, nicht nur bei Heizkosten und Sprit.

Gemüseanbau im Gewächshaus wird teurer. Gütertransporte, automatisierte Fertigung in allen Bereichen, das Betreiben von Maschinen jeglicher Art. Dadurch werden natürlich auch die Produkte teurer. Gaststätten- und Hotelbetreiber haben viel höhere Energiekosten. Im Einzelhandel sind die höheren Preise deutlich zu spüren.

Mich stört es nicht so sehr, weil ich relativ wenig konsumorientiert bin. Ich fahre überwiegend mit dem Rad, bin keine Berufspendlerin, Kinder sind so gut wie groß - dann geht es.
Aber es gibt andere Lebensphasen, da braucht man mehr: Aus Zeitmangel und familiär bedingt Tiefkühlkost und anderes Fertigfutter, öfter neue Klamotten/Mode, Möbel, Stahl (Autos) ... und, ja. ja. liebe FFF-Kinder, auch das Betreiben von Handys und Tablets wird durch höhere Energiepreise teurer. Aber das macht ja nichts, das zahlen Mama und Papa

@17:37 von reinbolt48

//Was soll jetzt das Gejammer über Energiepreise?//

Richtig, was soll das Gejammer, trifft ja eh am deutlichsten die mit dem geringsten CO2-Abdruck.

//Niemand muss "verzichten", wir sollten nur intelligentere und modernere Energietechnik nutzen - wer das nicht tut, selbst Schuld: Die 3-L-Autos wurden damals kaum gekauft!//

Ich denke, wir irren gewaltig, wenn wir glauben, moderne Technik würde alle Probleme lösen können. Unser auf Wachstum ausgerichtetes System ist das Problem, denn es bedeutet nun mal, den Konsum anzukurbeln. Konsum bedeutet Ressourcenverbrauch bzw. weitere Ausbeutung des Planeten. Ich habe auch auf innovative Technik gehofft, aber nüchtern betrachtet, reicht das nicht aus.
Ich empfehle das Interview:
>>Die düstere Zukunft der Menschheit –Graeme Maxton im Gespräch | Sternstunde Philosophie | SRF Kultur<<

Ich fürchte der Mann hat Recht und deshalb wird das auch nichts mit unseren halbherzigen Bemühungen den Klimawandel zu verlangsamen.

@SPD - Hauptsache Gewerkschaften berücksichtigen Inflation

Tja wie man sieht sollen die Eisenbahner die nächsten 40 Monate noch täglich Geld mitbringen und auf die Betriebsrenten verzichten, damit diese noch arbeiten dürfen.

Der Inflationsausgleich des Bahrvorstandes von 90.000 €(Boni werden nachgezahlt)
war doch recht üppig :-)
Besonders süffisant, das der Bahneigentümer
BUNDESVERKEHRSMINISTER Scheuer
auch noch Schlichter zwischen DB und GDL machen will.

Hoffendlich legt der nächste Lokfüherstreik
mit zu Hilfe nahme von Fahrdienstleitern,
Deutschland mal komplett lahm

@ Seebaer1

Warum um alles in der Welt fühlt man sich dazu berufen, eine in Wirklichkeit, wie wir alle wissen, noch höhere Inflation hier reflexartig schönzurechnen.

Keine Ahnung. Die Inflation ist in Wirklichkeit nicht höher, weder auf See noch an Land. Und die Rechnung des Foristen @ BILD.DirEinDuHättestEineMeinung ist sachlich doch in Ordnung.
Wenn Sie kritisieren, dann bitte sachlich und konkret.

Am 18. August 2021 um 16:20 von BILD.DirEinDuHä...

Zitat:
"...Bevor jetzt mal wieder die üblichen Verdächtigen auf die "alles wird teurer"-Pauke hauen und alles schlecht reden wollen:

Bei der aktuellen Inflationsrate in Deutschland muss - wie auch im Bericht erwähnt - der Effekt der Mehrwertsteuersenkung herausgerechnet werden..."

Das ist aber nur ein Punkt, ein weiterer ist, zu Jahresbeginn ist die nationalen CO2-
Bepreisung für die Sektoren Verkehr und Wärme in
Kraft getreten, die von den Energieanbietern teilweise
an die Verbraucher weitergleitet wurde und wird. Im
Zuge der neuen CO2-Bepreisung stiegen unter anderem die Kraftstoffpreise an den Tankstellen zum Jahreswechsel 2020/21 in einer Größenordnung von 5 bis
10 Cent je Liter und sie steigen weiter. Zudem ist davon auszugehen, dass
energieintensive Branchen (wie beispielsweise Sparten
der Chemischen Industrie) die ihnen entstehenden höheren Kosten ihrerseits an die Endkunden weitergeben, dass es also zu Zweit- und Drittrundeneffekten
kommt.

@17:46 von Hador Goldscheitel RE: schiebaer45 um 17:36

//Preise steigen nun mal, das liegt in der Natur der Sache. Und die finanziell Schwachen trifft es natürlich immer direkt.//

Klingt fast so, als sei das ein Naturgesetz, mit dem man sich abzufinden hätte. Ich sehe das allerdings anders.

//Zu ihnen müssen aber nicht zwangsläufig Rentner gehören.//
Nicht alle, aber genug.

Gruß
Anna-Elisabeth

@ M. Höffling

CO2-Steuer. Und schon wieder vergisst oder verschweigt der Artikel die künstliche, selbstgemachte Inflation durch die saftige CO2-Steuer.

Die CO2 Besteuerung ist aber sinnvoll und gerecht. Die CO2 Produzenten sorgen für hohe Folgekosten in der Zukunft.

@ 17:30 von Günter Schollatur

"Genau. Seit 2001 ist die Kaufkraft in Deutschland im Mittel kontinuierlich gestiegen. Übrigens auch für Rentner."

Jetzt bringen Sie mich aber zum Lachen.
Gerade bei Rentner kommt weiter mindernd noch dazu:

Beginnend ab 2005 wurde die Rente besteuert und diese Besteuerung wird weiter bis auf 100% steigen.

Nicht genug, hinzu kommt die ständigen Rentenkürzungen. Lag das Rentenniveau 1990 noch bei 55% des durchschnittlichen Einkommens, heute bei 47,5%, Tendenz weiter fallend.

17:46 von Hador Goldscheitel / schiebaer45

Preise steigen nun mal, das liegt in der Natur der Sache. Und die finanziell Schwachen trifft es natürlich immer direkt. Zu ihnen müssen aber nicht zwangsläufig Rentner gehören.
#
Nun ja,es gibt sie noch,die gut betuchten Rentner. Aber es werden immer weniger wenn ich ein wenig in die Zukunft blicke.

@ 16.20 von Bild.DirEin...

Netter Versuch, die hohe Inflation ins Diminutiv zu rechnen.
Leider ist Ihr Rechenergebnis (weniger als 2%) nur eine Vermutung.
Was zählt, ist der Ist-Zustand und die Prognose.
Die Engpässe bei den Halbleitern, das knappe Angebot auf dem Grundstücksmarkt, die steigenden CO2-Kosten sind nur einige Inflationstreiber.
Das Beunruhigende ist dabei:
die EZB hat realiter keine Möglichkeiten mehr, der Inflation entgegenzuwirken.

Inflationsrate in der EU steigt auf 2,5 Prozent

Über einige Mitforisten bin ich nun mal wieder richtig erstaunt.

Den Fünfer und das Weggli werden Sie nicht bekommen, liebe Freunde.
Niedrige Inflation und hohe Zinssätze gibt es nicht gleichzeitig !!!
Die Veränderung der Zinssätze ist eine Reaktion der Notenbanken auf die Inflation.

Sie dürfen sich aber entscheiden, ob Sie lieber über die Vermögensvernichtung durch die Inflation maulen, oder doch lieber über die lächerlich niedrigen Zinserträge meckern.

Gruß Hador

17:36 @Hador Goldscheitel RE: Seebaer1 

Bei der Inflation geht es um Verbraucherpreise, um Preise für den Privathaushalt.

Zählen Firmen zu diesen Verbrauchern?

Ich denke - nicht,
bin mir anders nicht sicher.

Wenn Firmen mehr für Material, Rohstoffe etc. Zahlen müssen, erhöhen sie bald die Nettoverkaufspreise und somit sie Verbraucherpreise.

17:45 von Günter Schollatur @ schiebaer45

Warum? Sind die schneller im Laden?
Schneller als ich vielleicht, wenn ich nach der Arbeit einkaufe.
#
Nein,da habe ich mich unpassend ausgedrückt. Ich meinte die mit schon einem kleinen Einkommen müssen noch genauer rechnen für was sie ihr Geld ausgeben. Und das sind die sozial Schwachen sowie H4 und auch Renter/in mit kleiner Rente

@ hesta15

Warum muss immer der SUV herhalten.

Weil der SUV eine dankbare Metapher dafür ist, dass es vergleichsweise unnötig kommt, eine Packung Cornflakes mit 2,5 t Stahl unterm Po zu besorgen.

RE: Anna-Elisabeth um 18:05; @17:46 HG; RE: schiebaer45 um 17:3

***//Preise steigen nun mal, das liegt in der Natur der Sache. Und die finanziell Schwachen trifft es natürlich immer direkt.//

Klingt fast so, als sei das ein Naturgesetz, mit dem man sich abzufinden hätte. Ich sehe das allerdings anders.***

Liebe Anna-Elisabeth,

aber genau das ist es doch, ein (fastNatur-)Gesetz. Wenn z.B. die Löhne steigen, dann steigen auch erfahrungsgemäß die Preise an allen Stellen des Produktionsprozesses und der Vermarktung bis hin zum Kunden. Die Folge: Inflation.

***//Zu ihnen müssen aber nicht zwangsläufig Rentner gehören.//
Nicht alle, aber genug.***

Nein, eher viel zu viele !

Gruß Hador

rer Truman Welt

Das ist erst das "Inflationswindchen" vom bevorstehenden "Inflationssturm".
Aber, sagt die europäische Zentalbank, das ist alles nur eine vorübergehende Erscheinung. Ja nun, das ist schließlich jeder Sturm. Die Frage ist dann allerdings, was und wer steht dann noch?

@18:13 von Hador Goldscheitel

//Sie dürfen sich aber entscheiden, ob Sie lieber über die Vermögensvernichtung durch die Inflation maulen, oder doch lieber über die lächerlich niedrigen Zinserträge meckern.//

Wozu entscheiden? Ich kann ohne jegliche Anstrengung über beides maulen. ;-)

Ist das die Kerninflationsrate?

Das bedeutet bereinigt von Energie ,Tabak, Alkohol und ohne Lebensmittel? Denn mit war sie im Juni schon in Deutschland bei bei 3,8 % Quelle Statistisches Bundesamt!

Die Energiepreise sind hochgegangen!

Vom Strompreis bei Otto Normalbürger gehen 53% an den Staat.
Früher wurde der Betrag, die Steuer die enthalten ist, auf der Jahresabrechnung angegeben, das wurde gestrichen.
Du kannst bei Allem sparen, der Stromrechnung trotz sparen, kannst du nicht entkommen. Und, du bezahlst auch den Rabatt den die Großkonzerne bekommen.
Am Benzin sind 80 Cent für den Staat,
der täglichen Einkauf ist m.M. nur unwesentlich gestiegen.
Ich habe über die Jahre alte E-Geräte duch Neuware getauscht, trotzdem bezahle ich mehr wie vorher.
Rentner und Harz4 Empfänger mit alten Geräten, werden von der Stromrechnung aufgefressen.

Am 18. August 2021 um 17:57 von Günter Schollatur

" Von was weicht er nur gering ab? Von meinem Einkauf? Sorry, das interessiert mich nicht. Die Inflationsrate ist ein Durchschnittswert für alle Verbraucher und nur darüber lohnt sich zu diskutieren. "

Es ging nicht um Ihren Einkauf, sondern um meinen, wie man das falsch verstehen kann?.
Und wenn wenn bei Ihnen im Warenkorb Elektronik liegt, dann ist das auch nicht der normale Warenkorb.

Wenn Sie das alles nicht interessiert, ist die Grundlage für einen Austausch auch beendet.

@ 17:52 von DrBeyer

@Giselbert 17:32
"(Niedrigzins) Die Auswirkungen sind beträchtlich, nicht nur für Sparer auch für die Rentenkasse."

"Sparer weiß ich nicht, aber Rentenkasse nicht, da die ja umlage- und nicht anlagefinanziert ist."

Das die Sparer verlieren liegt wohl auf der Hand.

Das ist wohl richtig, das die Rente Umlagefinanziert ist, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Gerade kürzlich einen Artikel in der FAZ und Welt gelesen, dass die Negativzinsen die Rentenkassen belasten.

Der Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung offenbart, dass die deutsche Rentenversicherung wegen der Niedrigzinspolitik erstmals ab 2017 Strafzinsen auf die Rentenrücklage zahlen muss.

RE: Leipzigerin59 um 18:19

***Bei der Inflation geht es um Verbraucherpreise, um Preise für den Privathaushalt.
Zählen Firmen zu diesen Verbrauchern?***

Nein, die Unternehmen legen ihre Aufwendungen aber auf die Konsumenten um. Daher auch der Warenkorb eines durchschnittlichen Einwohners zur Berechnung der Inflation.

Es gibt aber auch Zahlen zu den zur Entwicklung der Erzeugerpreise je nach Sparte usw.

Gruß Hador

17:58 von draufguckerin Preistreiber Energiekosten

Hohe Energiepreise sind Inflationstreiber und wirken sich in allen Bereichen des Alltagslebens aus, nicht nur bei Heizkosten und Sprit.
#
Alles was Sie hier in Ihren Kommentar aufzählen kann ich ohne Abstriche unterschreiben.

@Giselbert, 16.25h

Sie haben vergessen, dass die Grünen auch einen Ausgleich zugesagt haben.
Wenn der Benzinpreis um 40ct/Liter steigt bekommen Sie eine ermäßigung des Strompreises um sagenhafte 0,005 ct pro Kwh.

...ttestEineMeinung @18. August 2021 um 18:13 von Sparpaket

"Leider ist Ihr Rechenergebnis (weniger als 2%) nur eine Vermutung."

Das Rechenergebnis ist korrekt.

Wenn man gut 1,9% Effekt durch die vorherige Mehrwertsteuersenkung rausrechnet ist man bei höchstens 1,9% aktueller Inflation.

Allerdings habe ich mir die Mühe gespart noch zu eruieren, wie gross der Anteil der Waren im Warenkorb ist, bei dem die Senkung ca. 2,9% betrug.
Das heisst der korrekte Wert ist tatsächlich sogar noch deutlicher unter 2%

Am 18. August 2021 um 18:43 von DerVaihinger

ermäßigung des Strompreises um sagenhafte 0,005 ct pro Kwh.

Na das ist doch schon mal etwas. Dann sparen wir glatt 10 ct pro Jahr :-)

@18:23 von Hador Goldscheitel RE: Anna-Elisabeth um 18:05

//aber genau das ist es doch, ein (fastNatur-)Gesetz. Wenn z.B. die Löhne steigen, dann steigen auch erfahrungsgemäß die Preise an allen Stellen des Produktionsprozesses und der Vermarktung bis hin zum Kunden. Die Folge: Inflation.//

Ich denke auch eher an eine Anhebung der Niedriglöhne und Renten. Mir geht es einfach nur um die Relationen, die nicht mehr stimmen. Ein paar Stellschrauben im System gibt es sicher. Man muss sie nur entsprechend justieren wollen, aber da ist für mich kein Wille erkennbar.

17:30 @ Günter Schollatur

"... Seit 2001 ist die Kaufkraft in Deutschland im Mittel kontinuierlich gestiegen. Übrigens auch für Rentner. ..."

Es interessiert nicht der durchschnittliche Anstieg der Kaufkraft seit 2001, das berechnet nicht mal das Statistische Bundesamt so, sondern jährlich.

Es interessiert schon gar nicht alle diejenigen, die wegen der Pandemie in Kurzarbeit, Hartz-IV oder Arbeitslosigkeit gefallen sind.

Wir brauchen einen Wirtschaftsaufschwung, der nicht sie Inflation weiter befördert,
oder
wie die EZB das Ziel der Inflation erhöht, um angeblich die Wirtschaft anzukurbeln.

Kommt nur nicht bei den Waren-Produzenten so gut an

Auch in der Inflation ist Waren- und Ernährungsvielfalt zu erschwinglichen Preisen möglich, wenn sich die Konsumenten von einer zur nächsten Aktionswoche im Sonderangebotsdauermodus hangeln und die Supermärkte ihr letztes Geld in die Briefkasten-Aktionswochenwerbung investieren. So kann man auch den letzten Rest von Umwelt und Klima noch mit abverkaufen.

Enteignung der Sparer - Immobilienblase ohne gleichen

Die unverantwortliche Zins- und Geldpolitik der EZB enteignet insbesondere die Sparer Stück für Stück.

Gleichzeitig wird eine Immobilienblase angefeuert.

Die EZB ist im Griff der Politik - würde sie die Zins- und Geldpolitik ändern, würde dies die Pleite einer Vielzahl von Staaten offenlegen.

Diese kurzsichtige und wirtschaftlich unvernünftige Geldpolitik der EZB führt in ein Desaster.

Die Blase wird bald platzen und die Pleitewelle anrollen.

Wie soll die EZB dann noch reagieren. Sie hält keine Instrumente mehr in Händen.

Die Zeche zahlen wieder einmal die künftigen Generationen.

mich interessiert die langfristige Inflation

Geldmengenwachstum M3 %+Inflation% - BIP Steigerung %= wahre Inflation. Jeder kann sich informieren.
Das ist eine gigantische Umverteilung von unten nach oben mittels Niedrigzins. Man schaue sich nur die Aktien und Immobilenpreise an. Billig verschulden ist angesagt = Gewinne steigern.
Die 2,5% Inflation ist die geringste Sorge. Der Zins sollte das Risiko abbilden. Wenn das nicht mehr passiert wird es schwierig. Ökonomische Gesetzmäßigkeiten kann Niemand auf Dauer austricken.
Zahlen tut das wie immer der kleine Mann der kein Geld für große Sachwerte hat nur etwas auf der hohen Kante.

@ Anna-Elisabeth 18:50

"Ich denke auch eher an eine Anhebung der Niedriglöhne und Renten. Mir geht es einfach nur um die Relationen, die nicht mehr stimmen. Ein paar Stellschrauben im System gibt es sicher. Man muss sie nur entsprechend justieren wollen, aber da ist für mich kein Wille erkennbar."

Ältere Semester wie ich und junge Damen wie Sie, kennen doch über einen langen Zeitraum, jährliche Inflationsraten von 1 bis 3 %. Das ist durchaus üblich und wird i. d. R. durch entsprechende Tariferhöhungen mehr oder weniger kompensiert. Nix Neues und auch nix Aufregendes. Die Stellschrauben, welche Sie ansprechen, wären m. E. einerseits in einer Abschaffung der sozial unverträglichen sogenannten Minijobs zu sehen, andererseits müsste man mehr Unternehmen, auch die startups dazu verpflichten, zumindest angelehnt an bestehende Tarifverträge zu entlohnen. Wer nicht an tariflicher Entlohnung partizipieren kann, wird per se durch die eigentlich "normalen" Inflationsraten auf die Verliererseite geschubst werden.

17:20 von Seebaer1

Die Baupreise sind eine andere Sache. Hier gibt es einfach einen Nachholeffekt. Das war lange Jahre einfach in Deutschland alles zu billig. Bauen und wohnen ist nun mal teuer. Unsere Firma ist deshalb ins Ausland gegangen und hat weltweit für angemessenes Geld gebaut.
Das Holz habe ich letztes Jahr verschenkt. 27 € fürs fällen und 25€ gabs für den Festmeter im Verkauf= Überangebot durch Käfer und Sturm. Jetzt für 80€-27€ Einschlag ist auch kein Gewinn möglich.
Ein Baum braucht viel Pflege und 80-100 Jahre zum wachsen.
Die Energie verteuert sich. Bauen bedeutet Transport und viel Energie in der Herstellung des Materials. Man kann die Inflation nicht durch Maßnahmen anheizen und dann künstlich ausbremsen wollen ohne das es Verlierer gibt

Tschüss für heute

Ich darf mich aus der Diskussion verabschieden, da ich mich an der heißen Herdplatte verbrannt habe und nicht mehr schreiben kann.
Nicht nur verbranntes Vermögen durch Inflation, sondern auch verbrannte Pfoten.
Was für ein Tag !

Gruß Hador

@ Hador...

Gute Besserung. Buttermilch hilft..

m 18. August 2021 um 19:18 von Hador Goldscheitel

Von mir auch Gute Besserung.

@19:10 von Opa Klaus @ Anna-Elisabeth 18:50

//Wer nicht an tariflicher Entlohnung partizipieren kann, wird per se durch die eigentlich "normalen" Inflationsraten auf die Verliererseite geschubst werden.//

So sollte es sein, so ist es aber nicht. Ich sage ja auch: Wer seine Mitarbeiter nicht anständig entlohnen kann, muss die Arbeit eben selber machen und nicht die Mitarbeiter zum "Aufstocken" zum Amt schicken, damit wir alle dazu verdonnert werden, seinen Betrieb zu stützen, während er die Gewinne allein für sich selbst einfährt.

@19:18 von Hador Goldscheitel

//Nicht nur verbranntes Vermögen durch Inflation, sondern auch verbrannte Pfoten.
Was für ein Tag !//

Oh je, Hador! Da vergesse selbst ich das Weiteratmen.
Alles Gute!

...ttestEineMeinung @18. August 2021 um 19:18 von Hador Goldsc

"Tschüss für heute

Ich darf mich aus der Diskussion verabschieden, da ich mich an der heißen Herdplatte verbrannt habe und nicht mehr schreiben kann.
Nicht nur verbranntes Vermögen durch Inflation, sondern auch verbrannte Pfoten.
Was für ein Tag !

Gruß Hador"

Dann wünsche ich Ihnen einen möglichst schmerzarmen Abend.

Gute Besserung!

Hador Goldscheitel um 18:23

"aber genau das ist es doch, ein (fastNatur-)Gesetz. Wenn z.B. die Löhne steigen, dann steigen auch erfahrungsgemäß die Preise an allen Stellen des Produktionsprozesses und der Vermarktung bis hin zum Kunden. Die Folge: Inflation."

Was auch immer sie unter einem (fastNatur-)Gesetz verstehen, den sogenannten Gesetzen des Marktes sind wir nicht wehrlos ausgeliefert.

Zudem sind es nicht die Gesetze, an die die noch herrschende Ökonomie glaubt oder deren Gültigkeit sie uns auf grund ihrer Plausibilität vorspiegelt.
Gesetze, die nur auf de Hypothese beruhen, das alles Handeln auf Egoismus beruht, der dann auf seltsame Weise der Gemeinschaft nützt, ist ein Denken der Vergangenheit.
Sie führen zu der Haltung, die uns in die Krise geführt hat.
In Ökologie und Evolutionslehre ist diese Denken längst überwunden und auch in der Ökonomie scheint dieser Wandel notwendig, wenn wir das unsinnige Wachstumsdenken und das angsmachende Konkurenzdenken überwinden wollen.

g

Re 16:20 von BILD.DirEinDuHä...

"Bereinigt um diesen Effekt (der übrigens noch Ende diesen Jahres andauert), haben wir nicht 3,8, sondern weniger als 2% Inflation in Deutschland."
Selten so gelacht.
Bestes Beispiel: Diesel am 03.08.2020 Preis 1,039(Bad Wildbad)
Meine letzte Tankung am 20.07.2021 Preis 1,569(Bad Säckingen) Diesel kein Benzin! Und das an einer Bundesstraße. Nicht an der BAB.
Das hat absolut nichts mit Pandemiebereinigung zu tun. Sie werden sich erinnern,daß diese Regierung das Co² bepreisst?
Supermarkt EDEKA. Ein Sixpack Alpirsbacher Klosterbräu kostet da inzwischen 7,29 Euro. An meiner Tanke kostet es 7,39 Euro.
Früher war da mal ein Preisunterschied von ca. 3 Euro zwischen Supermarkt und Tanke am Sonntag.
Und so geht es lustig weiter. Kann jeder sehen der einkaufen geht.
Es geht bei Brot, Schinken usw lustig nach oben und zwar nicht nur die Mehrwertsteuer.

@Karl Klammer um 18:02

„Hoffendlich legt der nächste Lokfüherstreik
mit zu Hilfenahme von Fahrdienstleitern,
Deutschland mal komplett lahm.“
Entweder arbeiten Sie bei der DB, oder Sie nutzen die Bahn nicht.
Was hat Ihr Post mit der Inflationsrate zu tun? Wollen Sie die Lohnforderungen der GdL hiermit begründen?
Mit solch einem Streik wird gesamtwirtschaftlich mehr kaputt gemacht als vertretbar wäre; aber die Lokführer sollen natürlich auch eine gewisse Lohnerhöhung erhalten - eine Schlichtung könnte ein Ergebnis liefern, aber Weselsky lehnt das ab, weil es vermutlich ein Ergebnis wäre, wo er sein Gesicht verliert.

@Opa Klaus 19:10, @Anna-Elisabeth

Eine wichtige Stellschraube wäre die Kalte Progression, über die seit Jahrzehnten immer wieder mal geredet wird und die, glaube ich, der größte Lohnvernichter des Landes ist, die aber seit genauso vielen Jahrzehnten, in denen über sie geredet wurde, nie abgeschafft wurde.

Wäre doch klasse, wenn die Lohnerhöhungen auch mal bei den Arbeitnehmern ankommen würden, oder?

@ Meinung zu... 18:24

"Das ist erst das "Inflationswindchen" vom bevorstehenden "Inflationssturm".

Woran machen Sie Ihre Panik fest? Vermutungen, Politikerschelte oder weil Panik machen hip ist?

Sehen Sie sich bitte die Inflationsraten in BRD die letzten 40 Jahre an. Alles ganz normal. Wer Angst hat vor der schlimmen Zukunft kann ja auswandern.

von Anna-Elisabeth um 18:50

Das ist richtig, die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter.

Nur es wird nichts, wenn man die "Solidarität" der Reichen nicht in Anspruch nimmt und ihnen einen hinreichenden Anteil am Steueraufkommen zumutet.

@Opa Klaus um 19:10

„Die Stellschrauben, welche Sie ansprechen, wären m. E. einerseits in einer Abschaffung der sozial unverträglichen sogenannten Minijobs zu sehen,…“
Nein - dies verteuert nur die Minijobs! Es gibt genügend Menschen, für die genau solche Minijobs (also geringfügige Beschäftigung mit Steuerfreiheit, also brutto für netto) passend sind.
„… andererseits müsste man mehr Unternehmen, auch die startups dazu verpflichten, zumindest angelehnt an bestehende Tarifverträge zu entlohnen.“
Eine Verpflichtung bringt nichts, gerade bei startups: das sind i. d. R. kleine Unternehmen mit relativ jungem Personal, die diese startups als spannende Chance betrachten, nicht wegen dem Gehalt. Wem das Gehalt da nicht passt, geht da sowieso nicht hin.

weniger als 2% Inflation in Deutschland.

ließ mal deinen Spruch in zehn Jahren nochmal. Ich bin sicher, Du wirst dich wegducken vor Scharm.

Gefährliches Spiel

Ich frage mich, ob sich die Leute von der EZB überhaupt bewusst sind, welch gefährliches Spiel sie treiben. Wenn man eine Vielzahl von Menschen, die man durch Werbung und Konsumterror zu einer materialistischen Einstellung dressiert hat, jahrelang systematisch ausraubt und dies auch noch als gerecht und notwendig darstellt, könnte das zu einem starken Anstieg der Kriminalität (z.B. Einbrüche und Überfälle) führen. Und in Krisenzeiten wie diesen, wo es sowieso schon viele aufgestachelte und radikal eingestellte Leute gibt, braucht es dann eigentlich nur noch einen braunen Idioten, der Abhilfe verspricht, und wir sind genau da, wo wir keinesfalls je wieder sein wollten.
Im Sinne des Karma müsste man den Geldsäcken zumindest wünschen, dass sie das gleiche Elend trifft, das sie anderen antun.

Re 17:35 von Günter Schollatur

"Inflation können Sie seriös nur mit statistisch objektiven Methoden messen. Und dabei kommt eine relativ geringe Inflation raus."

Dann machen Sie mir doch bitte mal eine Inflationsrechnung.
Bei uns sind die Immobilienpreise nicht dabei. Nur mal nebenbei. Sie gehören aber dazu.

"Die gefühlte Inflation kann je nach Person und psychologischem Befinden unauffällig klein bis exorbitant groß sein."

Das beste Totschlagargument um eine Diskussion abzuwürgen.
Aber so ist es nun mal im heutigen Deutschland.

@ 19:50 von Opa Klaus

"Woran machen Sie Ihre Panik fest? Vermutungen, Politikerschelte oder weil Panik machen hip ist?"

Nein, einfach weil viele Entwicklungen bedenklich sind.

"Sehen Sie sich bitte die Inflationsraten in BRD die letzten 40 Jahre an. Alles ganz normal."

Eben nicht, es ist ja nicht nur die Inflationsrate, es ist die Summe der Parameter die in die falsche Richtung zeigen.

"Wer Angst hat vor der schlimmen Zukunft kann ja auswandern."

Was ist das für eine Logik, weil die Regierung Fehlentscheidungen trifft soll ich meine Heimat verlassen. Würde mal sagen, dass die Regierung zum Wohle der Bevölkerung agieren muss.

Anna-Elisabethum 18:00

"Ich denke, wir irren gewaltig, wenffn wir glauben, moderne Technik würde alle Probleme lösen können. Unser auf Wachstum ausgerichtetes System ist das Problem, denn es bedeutet nun mal, den Konsum anzukurbeln. Konsum bedeutet Ressourcenverbrauch bzw. weitere Ausbeutung des Planeten. Ich habe auch auf innovative Technik gehofft, aber nüchtern betrachtet, reicht das nicht aus."

Das haben sie sehr gut formuliert.
Ich neige dazu, es komplizierter zu formulieren.
Ich möchte dabei deutlich machen, dass die von anderen Foristen angeführten naturgesetzähnlichen Gesetze, eben keine Gesetze sind und auf einem extrem individualistischen zerstörerichen Menschenbild beruhen.

17:08anna

bei einer anundfürsich notwendigen zinserhöhung der ezb wären dann morgen italien, frankreich, spanien und einige andere länder pleite. das will die so erfolgreiche eu (sieht man jetzt wieder aktuel) natürlich mit aller macht verhindern. deshalb werden halt alle geldbesitzer in der eu durch die hintertür enteignet. aber ob ich das heute hier so offen sagen darf, wage ich zu bezweifeln, denn ist ja bald wahlkampf in aussicht

...ttestEineMeinung @18. August 2021 um 20:07 von Hallelujah

Ihre Antwort auf Re 17:35 von Günter Schollatur:

"Das beste Totschlagargument um eine Diskussion abzuwürgen.
Aber so ist es nun mal im heutigen Deutschland." [sic!]

Stellen sie die Reihenfolge der Sätze um, dann stimmt es vermutlich!

Wenn sie mit Gefühlen argumentieren wollen - bitte.

Aber dann reden wir nicht mehr von objektiven Fakten, sondern von ihrer subjektiven Meinung.

Deutschlands Preise ziehen derzeit stärker an als im EU-Schnitt.

Spitzenreiter sind aber andere Staaten
----

und das ist beruhigend ?
andere sind noch übler dran

@*Rosemarie

"Ich frage mich, ob sich die Leute von der EZB überhaupt bewusst sind, welch gefährliches Spiel sie treiben. Wenn man eine Vielzahl von Menschen, die man durch Werbung und Konsumterror zu einer materialistischen Einstellung dressiert hat..... im Sinne des Karma müsste man den Geldsäcken zumindest wünschen, dass sie das gleiche Elend trifft, das sie anderen antun. "

Lassen Sie uns zusammenfassen: die EZB hat Menschen durch Werbung zum Konsumterror getrieben. Unabhängig von der Sinnhaftigkeit einer solchen Aussage ist der Mensch also ein unmündiges und tumbes Herdentier, welches getrieben wird von der EZB? Interessante These. Wenn Sie Morgen für 2000€ Schmuck und Klamotten kaufen, ist die EZB schuld. Banküberfall inclusive. Wahnsinn oder, was die für eine Macht hat.Und last but not least, wissen Sie eigentlich was Karma bedeutet? Ich würde es Ihnen gerne erklären, dafür reichen allerdings 1000 Zeichen nicht aus..

@Schollatur 17:54

Ich verstehe nicht, was es Ihnen bringt, meine Antwort an einen anderen User bezüglich Aktien-Empfehlung mit Zitatschnipseln zu entstellen und zu missbrauchen.

Rosemarie Hägele um 20:02

Ich freue mich, dass ihre klar und hart formulierte Meinungsäußerung im Forum zu Diskussion gestellt wird.

Ja, man kann es schon als Dressur bezeichnen, wie das verführerische und letztlich zerstörerisch Konsumdenken der Jugend eingetrichtert wird und dann permanent als unvermeidlich stabilisiert wird.

Wenn die Inflationsraten weiter hochbleiben,

werden die Gewerkschaften nicht umhinkommen, in der Lohnerhöhung auch einen Inflationsausgleich zu fordern. Das wird Druck auf die Unternehmer ausüben, ihre Preise weiter zu erhöhen. Es bleibt m. E. nicht viel Zeit für die Inflation, sich von selbst wieder auf einem niedrigeren Niveau einzupendeln.

20:02 von Rosemarie Hägele

Wenn man eine Vielzahl von Menschen, die man durch Werbung und Konsumterror zu einer materialistischen Einstellung dressiert hat, jahrelang systematisch ausraubt und dies auch noch als gerecht und notwendig darstellt, könnte das zu einem starken Anstieg der Kriminalität (z.B. Einbrüche und Überfälle) führen. braucht es dann eigentlich nur noch einen braunen Idioten, der Abhilfe verspricht,
----

wieso einen "braunen Idioten"
ist das nicht eher die Spielecke von Leuten welche "die Reichen" schröpfen wollen

@ 19:50 von Opa Klaus

"Sehen Sie sich bitte die Inflationsraten in BRD die letzten 40 Jahre an. Alles ganz normal."

Betrachtet man die Vergangenheit, dann verstehe ich die Menschen die sich Gedanken um ihr Hab und Gut machen. Wurde das Vertrauen doch schon mehrfach missbraucht.

Könnte man auch zur Vergangenheit sagen, es war alles ganz "normal", bis zu den Währungsreformen 1926 und 1948 dies ist nicht gerade vertrauenserweckend. Dies zeigt mehrfach, dass man sich nicht auf den Geldwert verlassen kann. Im Zweifelsfalle entschuldet sich der Staat auf Kosten der Bürger.

Re 20:17 von BILD.DirEinDuHä...

"Aber dann reden wir nicht mehr von objektiven Fakten, sondern von ihrer subjektiven Meinung."
Ich rede nicht,laut Ihrer Unterstellung, von subjektiver Meinung sondern von dem, was meine Augen sehen. Und das sagt nun mal ganz was anderes als ihre Wahrnehmungen.
Habe die Preise seit Jahren ziemlich gut im Kopf. Jetzt muß ich da viel dran arbeiten weil es teils drastisch nach oben geht. Das ist keine subjektive Meinung sondern es sind objektive Fakten. Energie,Sprit,Miete usw.

Am 18. August 2021 um 20:23 von Opa Klaus

>>Lassen Sie uns zusammenfassen: die EZB hat Menschen durch Werbung zum Konsumterror getrieben.<<

Wenn Sie lesen können: ich habe nicht geschrieben, dass die EZB die Menschen zu einer materialistischen Einstellung getrieben hat. Ich habe geschrieben : >man< .

@ Giselbert. 20:12

"Was ist das für eine Logik, weil die Regierung Fehlentscheidungen trifft soll ich meine Heimat verlassen. Würde mal sagen, dass die Regierung zum Wohle der Bevölkerung agieren muss"

Welche Fehlentscheidung der Regierung meinen Sie denn? Könnten Sie dies bitte konkretisieren? Ich gebe zu, das mit dem Auswandern hatte eine Prise von Zynismus enthalten. Wollte damit nur zum Nachdenken anregen, ob es Wert ist, gegen eine stinknormale Inflationsrate zu meckern und wie der von mir angedprocjene Forist Horrorszenarien zu entwickeln. Und nein, die AfD könnte eine moderate Inflationsrate auch nicht verhindern. Natürlich muss die Regierung für Sie da sein. Für wen denn sonst?

@ wenigfahrer

Es ging nicht um Ihren Einkauf, sondern um meinen, wie man das falsch verstehen kann?

Gar nicht. Ihr (oder mein) Einkauf interessiert bei der allgemeinen Inflationsrate nur unwesentlich.

19:44 @ Hallelujah

Sie ünersehen, dass es sich bei den ca. 2% Inflation um einen Durchschnitt Über alle Warengruppen und Dienstleistungen handelt.

Selbst im Artikel steht, dass für Energie und Sprit die Inflation über 14% beträgt.
In anderen Warengruppen ist sie dafür deutlich niedriger.

Und auch wenn man nicht jeden Tag ein Laptop, Computer, Fernseher oder ähnliches kauft, da ist bei den nicht ganz top neuen Geräten ein enormer Preisverfall zu verzeichnen.
Das beeinflusst eben die Inflationsrate mit.

Ungeachtet dessen übersehe ich nicht, dass das Einkaufen für viele erst einmal als teuer empfunden wird, weil ihr Einkommen weggebrochen bzw. niedriger als vor der Pandemie ist.

Des Weiteren schrieb ich oben schon, dass ein Inflationsziel die Wirtschaft ankurbelt, mit eben nicht einleuchtend ist.

Doch differenzieren muss man schon.

Am 18. August 2021 um 17:30 von Günter Schollatur

Genau. Seit 2001 ist die Kaufkraft in Deutschland im Mittel kontinuierlich gestiegen. Übrigens auch für Rentner.
Dennoch wird mehr gemurrt. Aber das ist ein Fall für die Wirtschafts-Psychologie.
__
In DE wird IMMER genörgelt. IMMER. Man findet auch immer einen Grund. Wenn es wirklich mal keinen Grund geben sollte, vermutet man in Kürze "Schlimmstes" und nörgelt schonmal vorsichtshalber.
Ich bin z.Zt. in ITA und obwohl es objektiv den meisten Menschen hier definitiv schlechter geht es uns in DE, wird hier kaum genörgelt. Und das liegt nicht daran, dass ich es vllt nicht verstehe. Ich spreche italienisch; habe Familie hier.
Früher waren ein vllt ein Volk der Dichter und Denker. Heute sind wir ein Volk der Bedenkenträger, der Schwarzseher und der Misanthropen. Leider.
Ich sollte hier bleiben.

@ wenigfahrer

Und wenn wenn bei Ihnen im Warenkorb Elektronik liegt, dann ist das auch nicht der normale Warenkorb.

Wieso? Kauft der "normale" Deutsche keine Elektronik? Ich glaube, dass jeder Forist hier wohl über eine elektronisches Endgerät verfügt.

Opa Klaus um 20:23

Lesen sie bitte genau.
Nach Aussage der Foristin werden die Menschen durch Werbung und Konsumterror zu einer materialistischen Einstellung dressiert. Die verfehlte Geldpolitik ist der nächste Schritt zur Stabiliesierung des zerstöterischen Wirtschaftswachstums. Dem scheint mir nur schwerlich zuwidersprechen.

Und dann buhlen sie auch noch mit Aussagen, dass die Kritik am bestehenden Wirtschaftssystem die Menschen zu "einem unmündigen und tumben Herdentier" degradieren, um Zustimmung.
Milde gesagt ist das nicht nur unsachlich, sondern unredlich.

Inflationsrate steigt auf 3,8 % (hierzulande)

warum ist das nicht im Focus, sondern nur der EU Schnitt von 2,5 % ?
ich kaufe hierzulande ein
da interessiert mich doch vorrangig die Inflationsrate hier
wie das auf Malta oder bei den Griechen ist, bestenfalls im Urlaub

@Hallelujah 20:31

" Jetzt muß ich da viel dran arbeiten weil es teils drastisch nach oben geht. Das ist keine subjektive Meinung sondern es sind objektive Fakten. Energie,Sprit,Miete usw."

Und zu den objektiven Fakten gehört auch, dass Energie und Sprit im letzten Jahr deutlich deflationäre Preise hatten, also gegenüber dem vorletzten Jahr deutlich billiger geworden waren.

Am 18. August 2021 um 17:37 von reinbolt48

und wer CXU wählt, die die Solarenergie und Windenergie und Stromtrassen bewusst blockieren und verteuern (z.B. muss man den eigenen und selbstgenutzte Solarstrom trotzdem bezahlen !) - ist eben selbst Schuld.
__
Was soll dieses Politik-bashing wieder ?
Gegen Windenergie und Solaranlagen wird in den einzelnen Ländern bzw. Kommunen gestritten. Da wehren sich die unterschiedlichsten Parteien vor Ort. Oft genug auch die sich in Bürgerinitiativen befindenden Grünen.
Davon abgesehen, ist es illusorisch zu glauben, dass jeder in einem niedrig-Energie-Haus wohnen kann. Die meisten wohnen zur Miete und haben da gar keinen Einfluss.
Seien Sie bitte nicht so überheblich !

20:37 von Günter Schollatur

Kauft der "normale" Deutsche keine Elektronik
----

was ist schon der "normale" Deutsche
habe ich kein Auto und heize mit Holz aus dem eigenen Wald
dann ist ein starker Anstieg der Energiepreisen von eher geringerer Relevanz

@ Wolf1905. 19:55

"Nein - dies verteuert nur die Minijobs! Es gibt genügend Menschen, für die genau solche Minijobs (also geringfügige Beschäftigung mit Steuerfreiheit, also brutto für netto) passen"

Sehen Sie, früher gab es hierfür eben sv-pflichtige Teilzeitbeschäftigung, sv-pflichtg, auch sinnvoll bezgl. Altersvorsorge. Gäbe es keine Minijobs, wie würde diese Arbeit denn heute verrichtet werden? Gar nicht oder in Teilzeit? Minijobs kommen nur dem AG zugute. Und die meisten AG vermeiden bewusst Verpflichtungen. Minijobs sind reguläre Arbeitsverhältnisse mit Lohnfohrtzahlung im Krankheitsfall, bezahltem Urlaub nach Bundesurlaubsgesetz und gesetzlichen Kündigungsfristen. Fragen Sie mal in der Gastro nach, welcher AG diese Regelungen einhält. Real life: bist du nicht da, dann bekommst nix. Und nächste Woche brauchst nicht mehr kommen..

Am 18. August 2021 um 18:02 von Karl Klammer

Besonders süffisant, das der Bahneigentümer
BUNDESVERKEHRSMINISTER Scheuer
auch noch Schlichter zwischen DB und GDL machen will.
__
Herr Scheuer ist Eigentümer der Deutschen Bahn AG ?
Sie laufen ja nicht rund !

17:37 von reinbolt48

(z.B. muss man den eigenen und selbstgenutzte Solarstrom trotzdem bezahlen !)
--------

also ich kriege 24,9 Cent/KWh Strom wenn ich den einspeise
und außerdem gibt es einen Bonus 8 ... 12 Cent /KWh
wenn ich meinen Solarstrom auch selber verbrauche

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