Ihre Meinung zu: Afghanistan: Macron fordert UN-Sicherheitszone

29. August 2021 - 9:31 Uhr

Um humanitäre Einsätze in Afghanistan fortsetzen zu können, wollen Frankreich und Großbritannien eine "sichere" UN-Zone in Kabul. CSU-Chef Söder sieht hingegen die EU in der Pflicht.

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Kommentare

Zitat "CSU-Chef Markus Söder

Zitat
"CSU-Chef Markus Söder sieht die EU in der Pflicht, weitere Evakuierungsflüge aus Afghanistan zu ermöglichen. Er sprach sich in der "Bild am Sonntag" für eine "europäische Schutzzone" auf dem Flughafen Kabul aus und forderte sofortige Verhandlungen dazu. Europa müsse sich endlich auch militärisch konsequent koordinieren. Hierfür brauche es einen europäischen Sicherheitsrat und eine schlagkräftige militärische Einheit, die deutsche und europäische Staatsbürger in Notlagen schütze. "

Also wieder ausländische Truppen in Afghanistan?
Ist von vornherein zum Scheitern verurteilt - aber das weiss der Herr Söder auch.
Ist halt ein bissel Wahlkampf-Manöver - kann man sich mal etwas EU-freundlich geben - da man ja ansonsten immer kräftig auf diese draufhaut
--
Soso - eine UN-Zone
Nun - die hatte es ja schon mal gegeben - hielt die Taliban 1995 nicht davon ab den letzten Präsidenten - der dort Schutz genoss - dort heraus zu holen und abzuschlachten.

Afghanistan !

Die Europäer hätten sich schon länger mehr selbstständig aufstellen müssen, um aus der Abhängigkeit der USA sich zu befreien. Nur wollte dies bisher keiner wirklich, müssten sich doch die Europäer einig werden, deutlich mehr investieren, sich klar zu einem europäischen Projekt bekennen, und die jeweiligen Armeen unter einen Hut bringen.
Man sieht es ja Polen, Lettland, Litauen, die bauen alle lieber auf die Stärke der USA, als in der EU sich wirklich zusammen zu raufen, weil ja schon sehr viele unterschiedliche Vorstellungen und Agenden vorhanden sind.
Da kann ein Herr Söder viel fordern, wo gerade die Deutschen sich prächtig blamierten mit dem voreiligen Abzug, ohne die Ortskräfte !!

Söders Säbelrasseln

Der bayrische Ministerpräsident rasselt vernehmlich mit dem Säbel. Er fordert eine "neue europäische Strategie" für Militäreinsätze im Ausland. Hat er aus dem bitteren 20-jährigen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan denn gar nichts gelernt? Sind 59 tote Bundeswehrsoldaten nicht genug? Und kennt er unsere Verfassung nicht? Die Bundeswehr hat außerhalb der deutschen Grenzen nichts zu suchen. So steht es im Grundgesetz.

Macromedia macht konkrete und zielführende Vorschläge

Söder „blockt“:

„Chef Söder sieht hingegen die EU in der Pflicht“. Denn er weiß natürlich nur allzu genau, dass eine Einigung der EU hier in noch weiterer Ferne liegen dürfte als beim mittlerweile über ein halbes Jahrzehnt alten Streit um die Verteilung von Flüchtlingen in der EU.

"Sichere Zone" in Kabul gefordert

Träumer fällt mir zu dem Vorschlag ein

Wie stellen sich die Franzosen das vor
die erreichen das ja nicht mal im eigenen Land
siehe 2015 in Paris über 100 Tote (IS Anschlag)
2016 in Nizza mit 85 Toten
Anschlag auf Charlie Hebdo

dazu in einem Land wo Terror sich zum "Volkssport" entwickelte

Zu spät

"Europa müsse sich endlich auch militärisch konsequent koordinieren. Hierfür brauche es einen europäischen Sicherheitsrat und eine schlagkräftige militärische Einheit, die deutsche und europäische Staatsbürger in Notlagen schütze."
Gorbatschows Mahnung ist aktueller denn je: Wer zu spät kommt bestraft das Leben.
Wie sollen die Bürger die Nato noch ernst nehmen, wenn sie am Rockzipfel der USA hängen. Stoltenberg ist doch kein Player. Eher ein Scharfmacher, der sich liebend gern in die Konfliktherde dieser Erde einmischt. Mit dieser Uneinigkeit der Nato-Mächte im jetzigen Afghanistandebakel, sehe ich schwarz, wenn wir der Militärmacht Russland oder China jemals gegenüberstehen sollten.

Fragen wir uns

Mit den Evakuierungsflügen der Bundeswehr wurden einem Zeitungsbericht zufolge offenbar nur wenige Ortskräfte aus Afghanistan in Sicherheit gebracht. Entsprechende erste Zahlen habe das Bundesinnenministerium in dieser Woche unter anderem im Bundestag präsentiert, berichtete die "Welt am Sonntag". Demnach befanden sich unter den bis Mitte der Woche etwa 4.500 Ausgeflogenen nur knapp mehr als 100 Ortskräfte mit ihren Familien. Insgesamt mache diese Gruppe rund 500 der 4.500 ausgeflogenen Menschen aus. Wer ist der Rest?

Okay. Wieso wird nur eine UN

Okay. Wieso wird nur eine UN Sicherheitszone "gefordert"? Wieso fordert er nicht Frieden und Sicherheit fürs ganze Land? Wo endet die "Zone"? Was geschieht "dahinter"? Wie wird sie durchgesetzt? Mit Drohnen? Mit neuen "Kollaborateuren" und Truppen? Nein, klar, Sicherheitszone ist gut, aber warum erst nach 20 Jahren? Was ist der Unterschied zu 2001?

Die Ansage zum Fiasko kam von

Die Ansage zum Fiasko kam von Trump mit seinem verheerend naiven überhastet angekündigten Truppenabzug, der auf windigen allgemeinen Zusagen der Taliban beruhte.

Macrons Initiative einer UN-Sicherheitszone ist sicher zu begrüßen, ob sie eine Chance auf Realisierung hat, scheint mir aufgrund der völlig divergierenden Interessenlage der unterschiedlichen Staaten allerdings sehr fraglich.
Und es beantwortet nicht im Ansatz die Frage, wie eine Kooperation mit den Taliban aussehen kann, um für Frauenrechte, Bildung, Kultur und Stärkung der Zivilgesellschaft weiter einzutreten, auch mit den Organisationen und Initiativen, die weiter vor Ort bleiben wollen, ohne die Taliban anzuerkennen oder zu hofieren. Das ist ein schmaler Grad.

Söders Getrommele braucht kein Mensch; er scheint sich nicht im mindesten mit den konkreten Absprachen, Strategien und Aufgabenteilungen des internationalen Einsatzes befasst zu haben, obwohl doch seine csu seit 16 Jahren Teil der Regierung ist.

UN-Sicherheitszone

Meiner Ansicht nach sollten nicht auch noch in Afghanistan die Blauhelme ihre Köpfe hinhalten müssen.
Es wird sich sehr bald herausstellen, wie viele "Helfer" die Taliban nach Abzug aller Truppen noch außer Landes bringen und gehen lassen.
Erschreckend allerdings ist, wie wenige Helfer durch unsere Bundeswehr ausgeflogen werden konnten. Wahrscheinlich aber liegt es an der zu geringen Anzahl unserer flugfähigen A400M. Der Rest steht wohl auf dem Boden und wartet auf Ersatzteile :-).

Stellt sich die Frage

" Um humanitäre Einsätze in Afghanistan fortsetzen zu können, wollen Frankreich und Großbritannien eine "sichere" UN-Zone in Kabul. CSU-Chef Söder sieht hingegen die EU in der Pflicht. "

Stellt sich die Frage, neue Soldaten rein, wenn die USA raus ist?, ob die Taliban darauf viel Lust haben, darf man bezweifeln.
Die Aussage Wirtschaftsflüchtlinge sagt doch alles, auch das ihnen das nicht besonders gefällt.
Wenn die USA endlich raus ist, bin ich erst mal gespannt was sie mit den Flughafen machen, und mit mit dem Internet.

Einige vergessen auch, das 80 Prozent der Afghanen auf dem Land leben, und dort ist es mit der Stadt die immer Fokus steht, etwas anders.

Hü und hott

Erst zieht man die Truppen ab und als nächstes möchte man mit UN Mandat eine sichere Zone installieren. Man verkompliziert die Sache immer mehr und erhöht unnötig die Risiken.

09:48 von Louis2013

das GG wird politisch ausgelegt !

offensichtlich sind 59 deutsche Soldaten nicht genug
ohnehin sinnlos gestorben
oder wo steht man heute gegenüber vor 20 Jahren

Solange es Menschen gibt,...

...die sich voller Erwartungsfreude freiwillig in die Luft sprengen und dabei bewusst und gewollt möglichst viele andere vollkommen unbeteiligte Menschen mit in den Tod reißen, wird dieser Plan Macrons ein Traum bleiben.

Ich glaube nicht daran, dass der Flughafen in Kabul in absehbarer Zeit für Ausreisewillige sicher erreichbar sein wird.

Schnelle Eingreiftruppe

Europa braucht eine Nationen übergreifende stets alarmbereite schnelle Eingreiftruppe, die in solchen Situationen europäische Bürger*innen befreien und schützen kann.

Einen Teil der Rückkehrer

Über die Evakuierungsflüge aus Afghanistan ist es nach Kenntnis der Behörden vier vormals Abgeschobenen gelungen, nach Deutschland zurückzukehren. Kennen wir nun schon

@ Sternkind

Demnach befanden sich unter den bis Mitte der Woche etwa 4.500 Ausgeflogenen nur knapp mehr als 100 Ortskräfte mit ihren Familien. Insgesamt mache diese Gruppe rund 500 der 4.500 ausgeflogenen Menschen aus. Wer ist der Rest?

Die Bundeswehr hat meines Wissens nur EU-Bürger (hauptsächlich Deutsche) und Ortskräfte der internationalen Truppen ausgeflogen, sonst niemanden.

Söder hat leider nichts gelernt

eine Sicherheitszone in Kabul= der Westen ist immer noch da. Die Mehrheit will aber den Westen nicht mehr vor Ort. Viel zu groß ist die Angst, dass der Westen sich wieder einmischt.
NGO und Hilfsgüter und Geld vor Ort und die Türken am Flughafen würden akzeptiert und möglich. Türken sind der gleiche Kulturkreis.
Söder versteht den Islam dort nicht und somit auch die Menschen nicht. Das ist das eigentliche Dilemma, Keiner fragt warum es zu dieser Fehleinschätzung kam. Demokratie ist in diesen Staaten eben kein Exportschlager. Die Korruption ist übrigens in der Stammeskultur begründet ( man muss einen Verwandten einen Posten geben selbst wenn er ungeeignet ist, was Korruption begünstigt- selbst vor Ort erlebt) und mit der Demokratie unvereinbar.

09:49 von Nettie

> Macromedia macht konkrete und zielführende Vorschläge
Söder „blockt“:

„Chef Söder sieht hingegen die EU in der Pflicht“. Denn er weiß natürlich nur allzu genau, dass eine Einigung der EU hier in noch weiterer Ferne liegen dürfte als beim mittlerweile über ein halbes Jahrzehnt alten Streit um die Verteilung von Flüchtlingen in der EU. <

Ja, so sehe ich das auch.
Der Vorschlag von Söder ist nicht allzu ernst gemeint. Die EU ist nun mal ein "zahnloser Tiger".

UN-Zone an der Grenze zu Pakistan

Wenn überhaupt, sollte eine solche UN-Zone an der Grenze zu Pakistan entstehen. Dann kann man von dort auch Ortskräfte nach Pakistan in Sicherheit bringen.

Am 29. August 2021 um 09:48 von Louis2013

Und kennt er unsere Verfassung nicht? Die Bundeswehr hat außerhalb der deutschen Grenzen nichts zu suchen. So steht es im Grundgesetz.
__
Ach ja, das Grundgesetz. Das führen Sie in den Corona-Diskussionen ja auch immer an und wie Sie sehen, sind Ihre Annahmen diesbezüglich meistens falsch. Ich denke, da kennt sich Herr Söder besser aus, oder ist es für Sie neu, dass soeben der 20 Jahre lang währende Einsatz der BUNDESWEHR in AFG zu Ende ging ? Übrigens, die BW befindet sich auch in Mali im Einsatz (befindet sich m.W. auch nicht innerhalb der deutschen Grenzen ).

Schnell gelernt

Die Taliban bezeichnen die Menschen, die aus Angst vor Verfolgung das Land verlassen wollen als "Wirtschaftsflüchtlinge". Sie haben schnell von Europas Rechten gelernt.

Afghanistan: Macron fordert UN-Sicherheitszone...

Public relations von Macron. Er zieht sich öfters Schuhe an die für ihn zu groß sind.
Und durch die Aufnahme von Flüchtligen aus Afghanistan ist er bis jetzt auch nicht aufgefallen. Hat vielleicht auch mit den Wahlen im Jahr 2022 zu tun....

@ Sisyphos3

offensichtlich sind 59 deutsche Soldaten nicht genug ohnehin sinnlos gestorben oder wo steht man heute gegenüber vor 20 Jahren

Afghanistan hat sich in diesen 20 Jahren immens entwickelt, in der Bildung, in der medizinischen Versorgung und der Infrastruktur um nur Beispiele zu nennen.
Die toten deutschen Soldaten sind schade, aber sie sind nicht umsonst gestorben.

Es schmerzt einen aufrichtigen Menschen, dass sie hinterhältig ermordet wurden von denen, die heute in Kabul mit der Kalaschnikow wedeln.

Wie wärs denn mal damit.

Wie wärs denn mal damit. Waffen nieder und versuchen mit den Taliban zu reden. Darüber was sie wollen und vorhaben. Sicher wären Kompromisse zum gegenseitigen Vorteil möglich. Denke die Taliban haben auch dazugelernt. Hier wird immer wieder geschrieben das man abwarten will welcher Zweig der Taliban sich durchsetzt. Wäre es nicht viel vernünftiger den gemäßigten Teil zu Unterstützen und so dafür zu sorgen das langsam Veränderungen eintreten. Aber ohne Waffen und Truppen, denn davon haben die Afghanen die Nase gestrichen voll.

@Kommunist, 10:22

„Europa braucht eine Nationen übergreifende stets alarmbereite schnelle Eingreiftruppe, die in solchen Situationen europäische Bürger*innen befreien und schützen kann“

Europäische (wahlweise US-) Bürger*innen.
Das Recht auf Freiheit und Schutz ist offenbar eine Frage der Nationalität.

@ Louis2013

Und kennt er unsere Verfassung nicht? Die Bundeswehr hat außerhalb der deutschen Grenzen nichts zu suchen. So steht es im Grundgesetz.

Nein, steht es nicht.
Die Verteidigung eines Landes erfolgt sehr wohl auch außerhalb der Grenzen im Rahmen von Friedens Missionen.
Das hat das BVerfG in mehreren Urteilen als letzte und höchste Instanz klargestellt.
Und Ihre persönliche Meinung steht da nicht drüber.

@Traumfahrer, 09:47 Uhr

"Voreiliger Abzug der Deutschen...? Ich dachte, Deutschland hätte wesentlich früher aus Afghanistan abziehen sollen, um auch die Ortskräfte in Sicherheit zu bekommen. Stattdessen war die Bundeswehr tatsächlich fast bis zuletzt vor Ort und hat die Menschen evakuiert. Hätte man man sich tatsächlich, wie Sie schreiben, "voreilig" vom Acker gemacht, wäre das Geschrei und der Vorwurf groß gewesen, man habe die Afghanen, aber auch die USA im Stich gelassen. Man kann bei einer solchen Sache letztlich nur verlieren. Die Einrichtung einer UN-Sicherheitszone halte ich für einen vernünftigen Vorschlag, der zudem leichter realisierbar sein dürfte, als eine europäische Lösung.

Söder sieht die EU in der Pflicht

Liebe Miauzi, Sie schreiben um 09:47 Uhr u.a. :"CSU-Chef Markus Söder sieht die EU in der Pflicht, weitere Evakuierungsflüge aus Afghanistan zu ermöglichen. Er sprach sich in der "Bild am Sonntag" für eine "europäische Schutzzone" auf dem Flughafen Kabul aus und forderte sofortige Verhandlungen dazu. Europa müsse sich endlich auch militärisch konsequent koordinieren. Hierfür brauche es einen europäischen Sicherheitsrat und eine schlagkräftige militärische Einheit, die deutsche und europäische Staatsbürger in Notlagen schütze. "

Ich hoffe ganz, ganz innig, dass Söder nicht Kanzler wird, ...denn der nächste Feldzug stünde uns dann bevor !

Hier passt genau der Text von Anna-Elisabeth dazu :"Zitat...==>Bei reinen Verstandesmenschen sollte der Verstand die Oberhand behalten. Wer zu Gefühlsausbrüchen neigt, sollte keine Machtpositionen innehaben."

Dies ist ein Satz, an dem - wir alle - uns ein Beispiel nehmen -->sollten !

eine "sichere" UN-Zone in Kabul.

Da muss ich herrn Söder Recht geben. Welche Schutz eine "sichere" UN-Zone bedeutet haben wir im Juguslavien krieg erleben müsse.

Nur Verhandlungen so wie wir es immer schon mit Terrorgruppen getan haben helfen wir weiter.

Schlimm zu lesen wie viele

Schlimm zu lesen wie viele hier mehr Armee und Soldaten fordern um das Problem zu lösen. Krieg hat noch nie etwas anderes gebracht als millionenfaches Leid, Elend und Zerstörung. Schon mal mit friedlichen Verhandlungen versucht. Sicher kommt gleich das Geschrei " Mit Taliban kann man nicht verhandeln." Schon mal versucht? Denke die haben die Nase von 40 Jahren Krieg Zerstörung und Besatzung genauso voll wie die Afghanische Bevölkerung. Scheinbar sind uns aber die Politiker im Format eines Kanzlers Schmidt oder Brand ausgegangen, die immer für friedliche Lösungen waren und den Wandel durch Annäherung und Diplomatie anstrebten.

Schutzzone

Eine Schutzzone mit Unterstützung der Taliban macht ja keinen Sinn. Dann bräuchte man sie ja gar nicht.

Wir, die freie Welt, müssen manns genug sein, sie gegen den Willen der Machthaber militärisch durchzusetzen.

@Sternenkind, 10:22 Uhr - Söder macht das richtig

Söder hat doch recht, wenn er sagt, dass nicht jeder nach Deutschland einreisen könne. Wenn unter den Afghanen, die mit den Evakuierungflügen nach Deutschland gelangt sind, vier bereits vorher straffällig gewordene sind, dann haben diese in Deutschland nichts zu suchen. Die Rückführung wird natürlich schwierig und ist in der aktuellen Situation letztlich unmöglich. Dennoch muss die Politik konsequent bleiben und nach Lösungen suchen. Es ist gut, dass Söder strenge Einreisekontrollen fordert.

um 09:47 von Traumfahrer

"Man sieht es ja Polen, Lettland, Litauen, die bauen alle lieber auf die Stärke der USA, als in der EU sich wirklich zusammen zu raufen, weil ja schon sehr viele unterschiedliche Vorstellungen und Agenden vorhanden sind"

Ist es nicht denkbar, dass auch diese Länder über die Verlässlichkeit der USA - Garantien nachdenken?
Könnte nicht auch in den USA einem Präsidenten der Schutz dieser Länder zu risikoreich sein und er davon ausgeht, dass die Europäer ihre Freiheit selbst verteidigen sollten? Vielleicht haben ja auch wir nicht die richtige Einstellung uns selbst zu verteidigen.
America first!

Kluge Vorschläge von Macron

@ Bernd Kevesligeti:
Afghanistan: Macron fordert UN-Sicherheitszone... Public relations von Macron.

Es ist ja nicht verboten, gewählt werden zu wollen. Macrons Vorschläge sind darüber hinaus klug durchdacht.

@heribex, 10:42 Uhr

Die Frage ist nur: Wer sind die Taliban? Die sich moderat gebenden Diplomaten, die in Doha in einem feinen Hotel residieren, die "geistigen" Führer, die nun nach Aghanistan eingereist sind und beruhigend auf die Bevölkerung und das Ausland einwirken wollen, oder die Stammeskrieger, die in den Provinzen schon jetzt für Angst und Schrecken sorgen...? Waffen und Truppen werden in Afghanistan leider immer eine Rolle spielen, weil Machtkämpfe ein Teil der dortigen Kultur sind. Die Kapitulation des Afgahnischen Heeres von den Taliban war wesentliche Ursache für die aktuelle Situation.

10:40 von Kommunist

dass sie hinterhältig ermordet wurden von denen
...

sie haben ja ne merkwürdige Vorstellung

dachte das wäre in einem Krieg so üblich
und je hinterhältiger desto erfolgreicher .....

und ob sich Afghanistan jetzt vor oder zurückentwickelte ....
bei dem schnellen Vormarsch der Taliban und dem geringen Widerstand der denen entgegengebracht wurde
hege ich ne gewisse Skepsis
aber ich kann es im Gegensatz zu ihnen nicht beurteilen
was so "der" Afghane von dem Fortschritt hielt, die letzten 20 Jahre

Nach allem anfänglichen Getöse

hat man über die Zeit auch mit den Mullahs im Iran irgendwie ein Auskommen gesucht. Darauf wird es mit den Taliban auch hinauslaufen. Der wirkliche "Player" dort ist ohnehin der pakistanische Geheimdienst.

10:34 von Kommunist

"Die Taliban bezeichnen die Menschen, die aus Angst vor Verfolgung das Land verlassen wollen als "Wirtschaftsflüchtlinge". Sie haben schnell von Europas Rechten gelernt."

Wie man erneut deutlich sieht: Was wir tun, wird woanders durchaus gemacht/beachtet. Aber leider behaupten ja immer wieder welche, das wir "nichts" tun koennen (damit es woanders besser wird). Das ist absurd, da hier ja der Einfluss belegt ist. Wir muessen daher die Linke staerken - insofern sie als Gegenpol zu den Rechten taugen.

Diese Kolonialmächte kommen

Diese Kolonialmächte kommen wohl aus ihrer veralteten Vorstellung nicht raus! Fordern können sie wenn es ihre Staatsbürger betrifft! Ansonsten können Sie mal nett Anfragen! Es ist zum .... wie der Westen hier wieder ein Land nicht erstmal seinen Frieden finden lässt! Aus dem Syrien Irakmist nichts gelernt! Verbrannte Erde hinterlassen und Nährboden für Terrorzellen!

Am 29. August 2021 um 10:26 von Kommunist

" Die Bundeswehr hat meines Wissens nur EU-Bürger (hauptsächlich Deutsche) und Ortskräfte der internationalen Truppen ausgeflogen, sonst niemanden. "

Wie kommen Sie auf diese Aussage ?, das Ministerium macht diese Aussage.

" Eine Anfrage dazu ließ das Bundesinnenministerium unbeantwortet. Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurden mittlerweile 5300 Personen aus Kabul in Sicherheit gebracht, darunter mehr als 530 deutsche Staatsangehörige sowie etwa 4400 Afghaninnen und Afghanen, davon knapp 50 Prozent afghanische Frauen."

Davon sind etwa 100 Ortskräfte, was rund 500 Personen bedeutet, leider geht bei 1000 Zeichen nicht alles aus dem Artikel rein.

Das sind alles zahlen aus dem Ministerium, wo haben Sie Ihre her?.

Ja, im Rahmen, was moeglich

Ja, im Rahmen, was moeglich war, hat die BW noch sehr gute Arbeit geleistet,wie es ein Kommentar vor ein paar Tagen formulierte. Aber mich packt Wut, wenn ich daran denke, dass die Regierungsparteien, sowie die FDP und AfD (war ja klar), den Antrag von Gruenen und Linken am 23.06., die Ortskraefte zu evakuieren und rechtzeitig die Bedingungen fuer diese Evakuierung zu schaffen, abgelehnt haben. Wie gesagt, von der AfD und ihrer menschenverachtenden Position gegenueber Migranten, war nichts anderes zu erwarten. Aber wofuer waehle ich eine "christliche" Partei oder die Sozialdemokraten (haben keine "cojones"), wenn sie aus Angst vor den blaubraunen Waehlern im vorauseilenden Gehorsam faktisch AfD-Politik betreiben?
Nun sind die Ortskraefte den Splittergruppen der Taliban ausgeliefert, die sind sehr heterogen, es gibt die Gemaessigteren aber auch radikalere und zuletzt noch die IS-Moerder. Von deren Seite sind weitere Anschlaege zu befuerchten...und insgesamt weiterer Krieg...

10:22 von Kommunist

"Schnelle Eingreiftruppe
Europa braucht eine Nationen übergreifende stets alarmbereite schnelle Eingreiftruppe, die in solchen Situationen europäische Bürger*innen befreien und schützen kann."

Sie sehen mich verwirrt. Gibts die Blauhelme nicht mehr?

10:49 von werner1955

Nur Verhandlungen so wie wir es immer schon mit Terrorgruppen getan haben helfen wir weiter
------

schwierig

wenn es dutzende davon gibt .......

Am 29. August 2021 um 09:47 von Traumfahrer

Zitat:
"...Die Europäer hätten sich schon länger mehr selbstständig aufstellen müssen, um aus der Abhängigkeit der USA sich zu befreien. Nur wollte dies bisher keiner wirklich, müssten sich doch die Europäer einig werden, deutlich mehr investieren, sich klar zu einem europäischen Projekt bekennen, und die jeweiligen Armeen unter einen Hut bringen..."

Das meine ich auch, dies sei innerhalb der EU notwendig. Wird aber sehr schwierig sein, ES zu realisieren.
Die EU wird sich weiter im Fahrwasser der USA bewegen, denn dieses Land wird weiterhin die Schutzmacht der Europäer sein und bestimmen wo ES lang geht, ohne wenn und aber.

von Kommunist 10:59

Was ist denn da "klug durchdacht" ? Er selber will kaum Hilfesuchende aus Afghanistan aufnehmen. Eben weil er gewählt werden will...

Wie soll eine UN Sicherheitszone hergestellt werden?

Die Taliban haben ja nicht mal eine Verlängerungszeit für die Evakuierungszone nach dem 31.8.21 zugestanden. Das deute ich so, dass die Taliban in Afghanistan keinen fremden Machtbereich mehr dulden wollen.

11:13 von spax-plywood

im Iran ist es vergleichsweise einfach
da hat man einen Gesprächspartner
in Afghanistan eben viele
und vor allem jeder will sich profilieren

Schutztruppen

Eine Schutzzone in Kabul, da werden sich die Taliban aber freuen und natürlich ja sagen.
Also glaubt ja niemand wirklich dran oder?
Vor den Wahlen wird von deutscher Seite aus, nicht viel gehen zu groß die Gefahr Stimmen zu verlieren.
Bei der Schutztruppe wird aber China ein Wörtchen mitreden wollen, die werden sich die Rohstoffe im Land sichern dafür gibt's für die Taliban bares.
Wir werden Hilfsgüter und humanitäre Kräfte und nehmen dann Ortkräfte und Anhang mit.
Hoffe nun passt es?

Afghanistan

Frankreich und Großbritannien wollen bei den Vereinten Nationen für die Schaffung einer "sicheren Zone" in der Hauptstadt Kabul einsetzen...

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Haben da die neuen/alten Machthaber nicht auch noch ein Wörtchen mitzureden ?

@ Louis2013

Zitat: "Hat er aus dem bitteren 20-jährigen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan denn gar nichts gelernt? Sind 59 tote Bundeswehrsoldaten nicht genug?"
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Ist denn die Welt nach Afghanistan eine andere? Hat das Morden, die Unterdrückung, Hunger und Elend ab dem 31.8.21 ein Ende?
Können wir also zukünftig beruhigt wegsehen und zur allgemein bekannten Scheckbuch- Diplomatie zurückkehren.
Die Kriesen und bewaffneten Auseinandersetzungen werden mehr, nicht weniger. Und wenn weder D noch Russland, die USA oder China sie bewaffnen ... einer wird sich finden, es gibt nämlich reichlich davon.
Wir werden auch zukünftig militärisch Position beziehen müssen ... oder uns aus der Weltgemeinschaft, sprich UN, NATO ec. verabschieden. Und wer für sich den Beruf des Soldaten wählt, wird auch in Zukunft den Befehlen folgen.
Der Mensch im allgemeinen ist nun mal ein egomanisches Raubtier. Wir hören nicht auf wenn wir satt sind ... wir machen immer weiter.

Gegen Afghanistan

wurde ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg geführt, an dem sich Deutschland beteiligte. Daß die Taliban gegenüber dem Westen von den Afghanen inzwischen als das kleinere Übel gesehen werden, sagt dich alles. Daß der Westen seine Kollaborateure jetzt im Stich lässt, sollte eine Warnung sein.

10:33 von zöpfchen

>>>Wenn überhaupt, sollte eine solche UN-Zone an der Grenze zu Pakistan entstehen. Dann kann man von dort auch Ortskräfte nach Pakistan in Sicherheit bringen.<<<

Vielleicht klärt man das zuerst mit der pakistanischen/iranischen Regierung. Oder soll das so laufen, wie bei den Trump-Verhandlungen mit den Taliban?
In beiden Ländern leben noch heute Millionen Afghanen aus dem Sowjetkrieg. Damals hat man gewisse Gruppen gegen die Sowjetbesatzung unterstützt. Die Länder, die diese riesigen Flüchtlingszahlen aufgenommen haben (Deutschlands Aufnahme ist dagegen ein Witz), wurden aber vergessen. Arme Länder wie Pakistan und der Iran schaffen das nicht, alleine auf sich gestellt.
Und komme niemand bei Pakistan "die haben die Bombe". Man schaue, wer dieses Teufelszeug finanziert hat.
Da fällt mir ein: wieso gehen Sie davon aus, dass die Ortskräfte dort in Sicherheit sind?

Auf Kommentar antworten

Am 29. August 2021 um 09:50 von Sisyphos3

Wie stellen sich die Franzosen das vor...

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Es zeigt, das Europäischen Politiker aus den vergangenen 20 Jahren Afghanistan Krieg überhaupt nicht's gelernt haben. Leider...

nicht schon wieder!

Hat denn hier niemand etwas aus dem Elend der letzten Jahre gelernt? Mit Truppen und Gewalt erzeugen wir nur gegnerische Truppen und Gegengewalt.
Können wir das Land nicht mal in Ruhe lassen...

Amerika hat mit den Taliban verhandelt

und hat sie für Glaubwürdig befunden. Amerika hat den ganzen Schlamassel angefangen und die Nato da mit reingezogen .Die Bundeswehr ist durch den Politische Willen der Verantwortlichen nicht in der Lage irgend etwas zu bewegen. Dann macht es jetzt den Amis nach und glaubt den Taliban einmal was sie so sagen und wie ihre Taten dadurch aussehen. Wenn es stimmt dass sie niemanden verfolgen oder so dann und nur dann könnte man über finanzielle Hilfe der EU reden und wenn nicht dann ist der Geldhahn absolut zuzudrehen . Und das weiß nicht nur ich dass Afghanistan für die Zukunft Geld braucht. Wenn es tatsächlich so ist wie die Taliban sich jetzt geben ist das Geld in Afghanistan besser ausgegeben wie für Flüchtlinge in Europa und im speziellen Fall Deutschland. Die EU kann nur finanziell etwas bewegen und da muss genau der Hebel abgesetzt werden ,Militärisch sind wir nicht willens wenigsten unsere Aussengrenzen zu schützen ,geschweige irgend etwas zu bewegen ,....

@ 10:54 von Adeo60

Söder scheint wieder auf seinen alten populistischen Kurs umzuschwenken: Weiß er nicht, dass das alles jetzt schon gesetzlich geregelt ist? §11 des Aufenthaltsgesetzes regelt klar die Einreise- und Aufenthaltsverbote; in§ 53 Aufenthaltsgesetz heißt es dann: "Ein Ausländer, dessen Aufenthalt die öffentliche Sicherheit und Ordnung, die freiheitliche demokratische Grundordnung oder sonstige erhebliche Interessen der Bundesrepublik Deutschland gefährdet, wird ausgewiesen..." Allein ein laufendes Asylverfahren bzw. die Gefahr von Tötung oder Folter können einen Aufschub bewirken, der aber auch außer Kraft gesetzt werden kann z.B. durch §60 Absatz 8 "... wenn der Ausländer aus schwerwiegenden Gründen als eine Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland anzusehen ist oder eine Gefahr für die Allgemeinheit bedeutet...".
All das weiß Söder nicht? Oder will er wahltaktisch wieder am rechten Rand in trüben Gewässern fischen?

Jetzt

soll die EU als Union in einen Krieg ziehen?
Und dann wird noch das "Vetorecht" einzelner Staaten aufgehoben....
Möchte gerne wissen was passiert, wenn alle andere Staaten z.B GB, USA in Iran militärisch unterstützen wollen, nur die Deutschen nicht.
Naja, egal, lass mal die Bundeswehr mitmachen....???

Söder sollte sich schnellstmöglich aus der Politik zurückziehen.. Bayern mit Vorreiterrolle gab es schon im letzten Jahrhundert.

10:54 von Kommunist

>>>Wir, die freie Welt, müssen manns genug sein, sie gegen den Willen der Machthaber militärisch durchzusetzen.<<<

Wo fängt man an? Wo hört man auf? Und wo hätte es jemals etwas - gegen den Willen von ... - gebracht?
Und dieser Totschlagbegriff "die freie Welt" hängt mir inzwischen zum Hals heraus. Gibt der das Recht überall alles durchsetzen zu wollen/können? "Wir" sind die Besten, Tollsten, Klügsten ..."?

Ich wünsche noch einen schönen Sonntag.

Selbstbestimmung für Afganistan.

Sollen wieder Brunnen gebohrt und Schulen gebaut werden?
Macron macht immer tolle Vorschläge und kann sie selbst nicht umsetzen.
Die Bevölkerung hat deutlich gezeigt, dass sie die Taliban haben will.

„Sichere Zone in Kabul“…

…in typisch westlicher Arroganz fordert man etwas in einem fremden Land, welches man zwanzig Jahre lang besetzt hatte, und welches die Besatzer nun schnell loswerden will.
Mit welchem Recht?
Afghanistan gehört nicht den Franzosen oder anderen westlichen Mächten.
Demzufolge haben weder die Franzosen noch andere westliche Mächte etwas in Afghanistan zu fordern.

Ich kann in den Denk- und Handlungsweisen der Taliban nichts Gutes sehen. Dennoch scheinen sie Unterstützung in weiten Teilen der Bevölkerung zu genießen, was auch mit den von der dortigen Religion vorgegebenen Rahmenbedingungen zusammenhängt.

Ob mir oder uns das gefällt, hat keinerlei Relevanz. Das geht nur Afghanen etwas an. Wenn sie ihre aus westlicher Sicht rückwärts gerichtete Lebensweise überwinden wollen, müssen sie es selbst tun.

Keiner - die EU nicht, die UN nicht, wir allein schon gar nicht

Es wäre die Aufgabe der afghanischen Kräfte gewesen, das Land gegen die Taliban und gegen das Einsickern der IS-Täter zu verteidigen. Das haben sie nicht getan.
Was soll man da machen?
Man kann kein Volk gegen den Willen des Volkes, womöglich noch gegen die Restbestände der eigenen Armee verteidigen.

@ Bernd Kevesligeti

"Was ist denn da "klug durchdacht" ? Er [Macron] selber will kaum Hilfesuchende aus Afghanistan aufnehmen. Eben weil er gewählt werden will..." Am 29. August 2021 um 11:23 von Bernd Kevesligeti

*
Gewählt werden will?

Liveticker von heute 8:50 Uhr auf ntv:
"Habeck warnt vor Terrorgefahr durch Afghanen aus Bundeswehr-Maschinen"

Anscheinend denken auch andere an Vorsicht.

(Ob selbst die Grünen jetzt ihre Einstellung zu Abschiebung überdenken?)

Macron fordert Sicherheitszone

Einsetzen kann Macron sich dafür , aber wer ist sein Verhandlungspartner? Die afghanische Führung hat Fersengeld gegeben und sich feige bei Nacht und Nebel verkrümelt.
Die Armee gibt es offensichtlich nicht mehr, statt dessen sind deren Waffen, teils hochmodern, in die Hände der Taliban gefallen.
Warum sollten die Taliban einem Angebot Macrons zustimmen? Sie haben alles, was sie wollten.
Was will Macron anbieten?
Und der IS pellt sich da sowieso ein Ei drauf.
Europäische Soldaten sollten rausgehen, es hat keinen Sinn mehr.
Man muss einsehen, wenn man verloren hat.

um 10:40 von Kommunist: " Die

um 10:40 von Kommunist:
"
Die toten deutschen Soldaten sind schade, aber sie sind nicht umsonst gestorben.

Es schmerzt einen aufrichtigen Menschen, dass sie hinterhältig ermordet wurden von denen, die heute in Kabul mit der Kalaschnikow wedeln.
"

->

Was für eine falsche Propaganda.

Schonmal überhaupt mit den einzelnen Todesumständen der Bundeswehrsoldaten beschäftigt ?

Kein einziger Bundeswehrsoldaten wurde von Taliban ermordet.
Was Mord war, war zuletzt der Drohnenangriff nach dem IS-Anschlag.
Das war einzig & allein Rache - ein niederes Motiv. Kennzeichen für Morde sind niedere Motive.

Je nach Fall sind die gefallen, starben bei Unfällen, wurden vom eigenen Kameraden getötet oder starben durch Selbstmord.

Und längst tauschten die Taliban ihre alten Kalaschnikows gegen M4s & M16.

10:08 Dr. Cat

"Hü und Hot - erst zieht man ab und als nächstes möchte man mit UN Mandat wieder rein........."

Das zeigt glasklar, dass man aus dem Desaster nichts, aber auch gar nichts gelernt hat.
Wir haben in Afghanistan nichts zu suchen, wenn überhaupt jemand glaubt sich einmischen zu müssen ist es Sache der Anrainerstaaten.
Man weiß nicht wie man das Gebaren und die Vorschläge aller Couleur einordnen soll. Ist es Arroganz, Überheblichkeit, verletzter Stolz, Einfältigkeit, Dummheit oder immer noch der Glaube Herrscher der Welt zu sein. Denn Menschenrechte nach tausenden von Toten, Verstümmmelten, Elend und Not die man dort hinterlassen hat können es die nicht sein.

Taliban anerkennen!

Die Taliban sollten anerkannt werden, weil diese den Krieg gegen das Ausland gewonnen haben und mindestens 90% der Bürger hinter ihnen stehen! Alle Fremden sollte dieses Land verlassen, alle ihre Botschaften und Konsulare schliessen, auch nichtgewünschte Firmen sollten schliessen und verlassen. Das Volk und die Gewinner sollten zueinander finden. Das
gesamte Ausland sollte sich mindestens 10 oder 20 Jahre fern halten und alles dem Volk überlassen. Aufbau oder zurück in die Vergangenheit. Auch ist es die elementare Frage überhaupt, was will der sogeneannte Westen dort eigentlich? Nehmen wir uns ein Beispiel an andere, die sich von dort fernhalten, und vergessen wir den Spruch: Die Demokratie wird am Hindukusch verteidigt. Eine Farce und lächerlich!

UN und die EU haben dort nichts verloren.

Die NATO hat den Kampf um die freiheitlich rechtliche Ordnung in Afghanistan an konservative abrahamitische Barbarei verloren. Das ist bitter und mir tun die Menschen leid, die in so etwas nie leben wollten und alles dafür in den letzten Jahren getan haben, aber jetzt dort gefangen sind.
Die Taliban sind jedoch mit der blitzartigen Übernahme des Landes und der zurückgelassenen Ausrüstung moralisch und militärisch so stark, wie noch nie. Es ist an der Zeit, dass andere Bündnisse zeigen, wie sehr es ihnen um Freiheit, Prosperität und Frauenrechte geht. Die arabische Liga, zum Beispiel. Einige der reichsten Länder der Welt sind dort vertreten, eine „Charta der Menschenrechte“ haben sie auch (für irgendwas muss sie ja gut sein, beschreibe sie doch die Frauenrechte angeblich besser, als die UN-Charta), Militär kaufen sie ein, wie kein anderes Bündnis, und kulturell stehen sie den Afghanen näher.
Für die Taliban und ihre Anhänger sind wir hingehen Ungläubige, die dort nichts verloren haben.

Diplomatie, wirtschaftl. Zugeständnisse - sonst nix mehr

"CSU-Chef Markus Söder sieht die EU in der Pflicht, weitere Evakuierungsflüge aus Afghanistan zu ermöglichen. Er sprach sich ... für eine "europäische Schutzzone" auf dem Flughafen Kabul aus und forderte sofortige Verhandlungen dazu. Europa müsse sich endlich auch militärisch konsequent koordinieren. Hierfür brauche es einen europäischen Sicherheitsrat und eine schlagkräftige militärische Einheit , die deutsche und europäische Staatsbürger in Notlagen schütze."
Herr Söder, tolle Idee.
Aber wieso soll es jetzt klappen, eine "europäische Schutzzone" in Afghanistan zu errichten, wenn das bisher nicht geklappt hat? Ich denke, der Flughafen ist total abgesichert, die Evakuierung ist unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen gelaufen.
Und trotzdem gab es Tote.
Nein, nicht noch mehr Todesopfer. Die politische Führung des Westens und auch wir BürgerInnen müssen mit dem Afghanistan-Versagen leben.
Diplomatie vielleicht, wirtschaftliche Zusammenarbeit gegen Zugeständnisse, aber sonst nix mehr.

Macrons europäische Armee - keine gute Idee

Mit der Idee einer europäischen Armee geht Macron schon seit mindestens 4 Jahren hausieren. Nein, wir sind in der NATO, das muss reichen.
2018 schreib der Spiegel: "Bereits im vergangenen Jahr hatte Macron angeregt, bis 2020 in Europa eine "gemeinsame Interventionstruppe" für Kriseneinsätze zu schaffen. Er schlug zudem ein gemeinsames Verteidigungsbudget und eine gemeinsame Doktrin vor."
Eine Interventionsarmee parallel zur NATO? Und was heißt überhaupt Interventionsarmee. Diese Truppe würde eine ganz andere Strategie verfolgen, da ginge es nicht nur um die eigene Verteidigung und um die der Bündnispartner. Intervention bei außereuropäischen Konflikten? Vielleicht in Frankreichs ehemaligen Kolonien?
Wir haben schon genug Konflikte.
Wenn Frankreich Dinge in den Kolonien zu regeln hat, dann bitte bilateral und nicht noch, indem ganz Europa dafür herhalten muss.
Und für den Angriffsfall, auch wenn Frankreich angegriffen würde, gibt es ja die NATO. Das reicht.

@ 11:51 von albexpress

Nicht "Amerika" hat mit den Taliban verhandelt, sondern Trump hat die Entscheidung getroffen, aus Afghanistan raus zu gehen und hat dafür ein windiges Abkommen mit einer Taliban-Delegation an der Kabuler Regierung vorbei und ohne internationale Absprachen in Kauf genommen. "Glaubwürdig" war da keine von beiden Seiten.

Ihr Versuch, die Menschen im Land zu halten, ist auch wenig glaubwürdig: Wir haben Verantwortung für die Ortskräfte und für alle, die in der Zivilgesellschaft in Kooperation mit internationalen und auch deutschen Organisationen Verantwortung für Menschenrechte, Bildung, Infrastrukturprojekte und Kultur übernommen haben.

Auch die Vorschläge, die Flüchtenden in den Nachbarländern zu halten, verfangen nicht, denn dort sind bereits hunderttausende, und deren Regierungen schauen sehrwohl darauf, ob auch die reichen Industrienationen ihren Teil zur Aufnahme und zum Schutz geflüchteter Menschen leisten; wenn nicht, werden auch sie ihre Grenzen dicht machen.

@Margitt., 10:33

„Der Vorschlag von Söder ist nicht allzu ernst gemeint“

So sehe ich das auch. Und dass es „konservativen“ Politikern offensichtlich sehr gelegen kommt, dass die EU „nun mal ein "zahnloser Tiger" ist“, ist auch nicht zu übersehen.

Was sich natürlich ändern ließe. Aber nicht mit denen.

Es ist einfach entsetzlich

Die Akteure in der Politik verkommen mehr und mehr zu Wortzwirblern. Es wird nicht über die traurigen Tatsachen gesprochen, sondern - besonders jetzt vor Wahlen - man projiziert glorreiche Lösungs-Alternativen an die Wand, und das scheint auch noch zu wirken.
.
Macron fordert eine UN-Sicherheitszone. Und AKK und Herr Maas versichern, dass auch nach dem endgültigen Abzug deutscher Soldaten und der Einstellung der Flüge nach Usbekistan die Wartenden "alle" abgeholt werden. Allerdings fehlt die Angabe, in welchem Jahrzehnt. Es handelt sich ja auch "nur" um ca. 10.000 Menschen. Wie wär´s mit ner Buslinie?

@ Bigbirl

"Gegen Afghanistan wurde ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg geführt, an dem sich Deutschland beteiligte" Am 29. August 2021 um 11:45 von Bigbirl

*

Ich hielt den Einsatz zwar auch nicht für Sinnvoll, aber das Völkerrecht sagt bei Anerkennung von Staaten aus, dass um überhaupt ein Staat zu sein ein Staatsgebiet, ein Staatsvolk und eine Staatsgewalt nötig ist sowie deren Fähigkeit, Beziehungen mit anderen Staaten aufzunehmen.

Gab es das alles nach der Machtübernahme der Taliban?

Guter Ansatz

Macron ist seines Zeichens ein profunder Kenner des Nahen und Mittleren Ostens und er macht hier tatsächlich sehr gute Vorschläge.

Dass sich Macron im kommenden Jahr auch in einem Wahlkampf befinden wird, sagt gar nichts und das lasse ich auch nicht als Bemerkung gegen ihn oder seine Positionen gelten.

Augen zu?!

Verantwortung fuer das Gute hoert nicht an der eigenen Haustuer auf (von innen aus gesehen).Aber dort, wo es das tut, liegen dann die Toten in der Wohnung nebenan drei Monate lang rum, das Geschrei der geschlagenen Ehefrau ein Stock drueber hoert nicht auf etc. Hier zu fordern, sich rauszuhalten, ist nichts anderes als derselbe Geist. Erbaemlich. Am Rande des erbaermlichen ist allerdings auch die Planung derjenigen, die eingreifen, erwiesenermassen. Da muss man was tun. Nicht aber nichts run. Woran liegt das nichts tun wollen eigentlich? Ich vermute im mangelnden Mut darin, das Richtige zu erkennen.

@derkleineBürger

"Was Mord war, war zuletzt der Drohnenangriff nach dem IS-Anschlag. Das war einzig & allein Rache - ein niederes Motiv" Am 29. August 2021 um 12:23 von derkleineBürger

*

Ausgerechnet dieser Angriff war keine Rache.

Die Taliban haben alle aus den Gefängnissen rausgelassen. Darunter auch tickende Zeitbomben des IS.

Die Gefahr weiterer Anschläge ist akut und es gilt diese zumindest zu verzögern.

Nachdem die afghanische Armee sich blitzschnell zum Teil mit den Militärmaschinen ins Ausland abgesetzt hatte (Usbekistan hat eins der Flugzeuge abgeschossen) gibt es vor Ort in Afghanistan keine Sicherheitskräfte, die eingreifen könnten.

Daher blieb außer der Drohne nichts anderes übrig, um die entkommenen IS-Leute (vorübergehend) an Anschlägen zu hindern und für die Evakuierung etwas Zeit zu gewinnen.

um 10:02 von pemiku

Meiner Ansicht nach sollten nicht auch noch in Afghanistan die Blauhelme ihre Köpfe hinhalten müssen.
Es wird sich sehr bald herausstellen, wie viele "Helfer" die Taliban nach Abzug aller Truppen noch außer Landes bringen und gehen lassen.
Erschreckend allerdings ist, wie wenige Helfer durch unsere Bundeswehr ausgeflogen werden konnten. Wahrscheinlich aber liegt es an der zu geringen Anzahl unserer flugfähigen A400M. Der Rest steht wohl auf dem Boden und wartet auf Ersatzteile :-).
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Ich kann mir gut vorstellen das die meisten Ortskräfte sich nicht in Kabul aufgehalten haben.
Die Bundeswehr war im Norden Afghanistans stationiert, dort hat keine Evakuierung stattgefunden.

@ Bigbirl

Gegen Afghanistan wurde ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg geführt, an dem sich Deutschland beteiligte.

Völkerrechtswidrig war er nicht. Aber er hätte verfassungswidrig sein können. Das Völkerrecht ist übrigens auch Grundlage des deutschen Rechts, auch wenn es nicht höher stehen kann als das Grundgesetz.

Daher war die Klage in Karlsruhe ein aufschlussreicher Schritt. Da Sie das Urteil des BVerfG vermutlich kennen, bitte ich Sie hier nicht mit Absicht eine falsche Behauptung zu wiederholen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass Sie das tun.

@ Bigbirl

Daß die Taliban gegenüber dem Westen von den Afghanen inzwischen als das kleinere Übel gesehen werden, sagt dich alles.

Nein, gar nichts sagt das. "Die Afghanen" gibt es nicht, das ist Augenwischerei. Es gibt definitiv viele Afghanen, die den erz-konservativen Ansatz der Taliban begrüßen, Männer die die Frauenrechte gern zurück drehen möchten vielleicht.

Aber ob die Taliban bei einer freien Wahl eine Mehrheit bekämen, das glaube ich nicht einmal. Übrigens genießt Deutschland bei vielen Afghanen noch immer viel Respekt. Nicht wenige Afghanen sind Anhänger einer fairen und partizipatorischen Demokratie.

Die Taliban machen resolut von der Waffe Gebrauch und Sie vermuten dahinter Zustimmung. Die gibt es so aber nicht durchgängig.

Am 29. August 2021 um 13:09 von Günter Schollatur

Zitat:
"...Macron ist seines Zeichens ein profunder Kenner des Nahen und Mittleren Ostens und er macht hier tatsächlich sehr gute Vorschläge..."

>Die westliche Macht und
Dominanz hat mit Unterstützung der kolonialen
Erziehungsstrategie das
koloniale Curriculum
überall institutionalisiert<

10:54 Kommunist

"Wir die freie Welt müssen manns genug sein, sie gegen den Willen der Machthaber militärisch durchzusetzen......."

Also rückblickend muss ich sagen es sind die militärischen Machthaber der freien Welt die Not, Elend, Tot und unendlich viel Hass und ohnmächtige Wut in den letzten Jahrzehnten verursacht haben.

@ Jules 12:24

Das haben Sie treffend geschrieben. Meiner Meinung ist es die Mischung von allem .

Am 29. August 2021 um 13:15 von Günter Schollatur

Zitat:
"...@ Bigbirl
Gegen Afghanistan wurde ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg geführt, an dem sich Deutschland beteiligte.
Völkerrechtswidrig war er nicht..."

Bush versuchte die Zustimmung für militärische Gewalt zu bekommen und scheiterte. Er wollte vom Sicherheitsrat eine ähnliche Resolution bekommen wie sein Vater im Golfkrieg. Bush senior wurde damals ermächtigt, zur Vertreibung des Iraks aus Kuweit "alle notwendigen Mittel" zu benutzen. Am 28. September scheiterte Bush erneut. Am 7. Oktober schickte dann der amerikanische Botschafter bei der Uno, John Negroponte, einen Brief an den Sicherheitsrat, der mitteilte, dass die USA ihr Recht auf Selbstverteidigung in Anspruch nehmen. Aber dies ist ganz eindeutig kein Fall von Selbstverteidigung. Nach den Regeln des Völkerrechts ist dieser Krieg illegal.

Aus dem Artikel:

"CSU-Chef Markus Söder sieht die EU in der Pflicht, weitere Evakuierungsflüge aus Afghanistan zu ermöglichen. Er sprach sich in der "Bild am Sonntag" für eine "europäische Schutzzone" auf dem Flughafen Kabul aus und forderte sofortige Verhandlungen dazu."

Man achte auf die Kompetenz-Kette:
Söder-Bildzeitung-CSU > deren Innenminister vor kurzem Afghanistan noch als "sicheres Herkunftsland" betrachtet hat.
Über alles, was man Jahre vorher über das Land wissen, ahnen und vorhersagen konnte, läuft jetzt politisch so eine Art "Intelligenz-Show", was da hätte passieren müssen um zur Illusion einer erfolgreichen Operation ein paar Minimal-Fakten vorweisen zu können.

Dass sich in Söders europäischer Schutzzone in Kabul auch Nicht-Europäer befinden würden, über deren Aufnahme bereits in der Union, geschweige in Europa die blanke Uneinigkeit herrscht, das scheint als Problem wieder mal nicht auf dem Schirm zu sein.

Dafür fabuliert man lieber über den 3. Schritt: Das militante Europa.

von Tada 12:13

Überdenken ist gut. Aber ob die Grünen und die anderen Parteien ihre Haltung zu Militäreinsätzen grundsätzlich überdenken, daß ist fraglich.
Jedenfalls ist öffentlich Äußerungen dazu nicht bekannt.

@rimitino, 12:24 („Terroristen anerkennen!“)

„Die Taliban sollten anerkannt werden, weil diese den Krieg gegen das Ausland gewonnen haben und mindestens 90% der Bürger hinter ihnen stehen! Alle Fremden sollte dieses Land verlassen, alle ihre Botschaften und Konsulare schliessen, auch nichtgewünschte Firmen sollten schliessen und verlassen“

Sie stützen Ihre Argumentation dafür, eine Herrschaft des Terrors anzuerkennen und die darunter leidende bzw. in ihrer Existenz bedrohte Bevölkerung eiskalt im Stich zu lassen nicht nur auf eine glatte Lüge („mindestens 90%“), sondern verhöhnen zugleich auch noch alle gemeinsamen Werte der zivilisierten globalen Gemeinschaft: „Das Volk und die Gewinner sollten zueinander finden“.

@heribix

"Schlimm zu lesen wie viele hier mehr Armee und Soldaten fordern um das Problem zu lösen. Krieg hat noch nie etwas anderes gebracht als millionenfaches Leid, Elend und Zerstörung"
Genau das ist das Problem das hier viele nicht sehen.
Die USA sind Kriegsmüde nach 30 Jahren in der Region.
Und ich denke vielen geht es in Afghanistan genau so.
Aber scheinbar haben Politiker in Europa und auch in Bayern nichts aus der eigenen Geschichte gelernt.

@ draufguckerin

"Und für den Angriffsfall, auch wenn Frankreich angegriffen würde, gibt es ja die NATO. Das reicht."

Macron reicht das nicht, er will eine zuverlässige Truppe für die Sicherung des billigen Zugangs zu Rohstoffen und will nicht immer um Hilfe fragen müssen wie in Mali.

@ DeHahn

Zitat: "... dass auch nach dem endgültigen Abzug deutscher Soldaten und der Einstellung der Flüge nach Usbekistan die Wartenden "alle" abgeholt werden. Allerdings fehlt die Angabe, in welchem Jahrzehnt."
#
Wie wären denn Ihre Vorstellungen so? Ein "regulärer Fahr-oder Flugplan?
Was soll man denn sonst sagen? So das war's, aus die Maus?
Kann denn jemand, außer einigen Foristen freilich, überhaupt sagen wie es weitergeht?
Wann öffnet der Flughafen wieder, für wen und welche Airline fliegt?
Die DDR hat die Mauer auch nicht gebaut damit der Westen draußen bleibt, sondern "der Osten drinnen ". Warum sollen denn die Taliban ausgerechnet die gehen lassen, die uns geholfen haben ... also irgend etwas mehr und besser konnten als andere Afghanen? An einem Ausbluten des Landes kann ihnen doch nicht gelegen sein.
Und wo sollen die weit über 100.000 bereits ausgeflogenen hin? In die USA wohl kaum. Was haben die im Westen, vornehmlich in Deutschland, für Perspektiven?

@ Schallatur 13:09

"Macron ist seines Zeichens ein profunder Kenner des Nahen und Mittleren Ostens...."
Das wusste ich nicht. Woher haben sie das?
Bei Wikipedia steht nichts, was für besondere Kenntnisse spricht.
Vielleicht helfen sie mir mit einer Information.

12:24, rimitino

>>... und vergessen wir den Spruch: Die Demokratie wird am Hindukusch verteidigt. Eine Farce und lächerlich!<<

Peter Struck hat diesen Spruch geprägt, als Afghanistan das Rückzugsgebiet von Al Kaida war. Diese Organisation verübte weltweit Terroranschläge. Auch bei uns.

Vor diesem Hintergrund muss man die Aussage sehen.

Nicht ohne UN-Mandat

@ 09:48 von Louis2013

>>Der bayrische Ministerpräsident rasselt vernehmlich mit dem Säbel. Er fordert eine "neue europäische Strategie" für Militäreinsätze im Ausland.<<

Das sehe ich ebenso. - Was es um keinen Deut besser macht: auch andere Parteien "rasseln mit dem Säbel", auch "Speerspitzen" bei den Grünen.

>>Die Bundeswehr hat außerhalb der deutschen Grenzen nichts zu suchen.<<
Meines Erachtens jedenfalls alsolut nichts ohne ein entsprechendes UN-Mandat.

Grundsätzlich richtig, aber ...

Grundsätzlich hat Macron natürlich völlig Recht. Aber er übersieht dabei die Propaganda, die von Organisationen wie Taliban und AlQaeda ausgeht:

Nicht-Muslime im Land zu dulden, wird als religiöser Frevel oder als Kolonialherrschaft dargestellt. Die UN-Truppen, die die Schutzzone sichern, würden unweigerlich als Feinde bezeichnet werden ... und dann auch bekämpft werden. Woraufhin es dann Gegenschläge geben würde usw.
_

nichts gelernt

"CSU-Chef Markus Söder sieht die EU in der Pflicht, "

Wahrscheinlich sind der CSU die Umfragewerte noch nicht weit genug im Keller.

Die EU hat überhaupt keine Verpflichtungen mehr. Hat sie sich doch über Jahrzehnte, über das normale Maß hinaus engagiert, mit fatalem Ergebnis. Und Deutschland erst recht nicht, hat doch D im EU-Vergleich mit am meisten Flüchtlinge/Migranten aufgenommen.

Jegliche weitere Verpflichtung ist gegenüber dem Steuerzahler nicht mehr erklärbar.

nicht mehr glaubhaft

Söder sagt hü, Seehofer hott. Wem soll da der Wähler noch glauben?

Seehofer hat zwar vollkommen recht:
"Grenzkontrollen verschärfen Sollte es nun zu neuen großen Fluchtbewegungen ... kommen, will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Grenzkontrollen verschärfen. "Nicht jeder, der in unser Land will, darf einreisen", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag"."

Aber glauben kann ich dem nicht mehr, hat doch Seehofer in der Vergangenheit zu oft anders gehandelt als vorher angekündigt.

@Kommunist um 10:45

Artikel 87a ist unzweideutig: "Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf".
.
Durch den Beitritt zur NATO (der überigens nicht durch den Souverän abgesegnet wurde) gibt es noch den Bündnisfall (2001 sehr locker ausgelegt).
.
Die letzte Instanz ist der Bürger. Das BVerG hat nur über die Einhaltung des GG durch Parlamente und evt. Regierungen zu wachen. Es hat nur in Ausnahmefällen das Recht eigenens Recht zu schaffen mit eingeschränkter Geltungsdauer.

Europäische Armee

Am 29. August 2021 um 09:47 von Traumfahrer:
"Man sieht es ja Polen, Lettland, Litauen, die bauen alle lieber auf die Stärke der USA, als in der EU sich wirklich zusammen zu raufen..."
.
Das ist eine Schwäche EU-Mitglieder zu "beherbergen", die aber nicht wirklich bereit sind, westliche Werte zu teilen und zudem wirtschaftlich schwach aufgestellt sind.
Man darf gespannt sein, wie es mit Polen und Ungarn in der EU weitergeht.

Rhetorischer Nachschlag

Den schwachen Taten des Westens folgen jetzt von Macron und Söder starke Worte.
Die Wahrheit:
die USA haben keine Lust mehr, Pluralismus und Frieden in Afghanistan zu sichern und die erbärmlich niedrige Zahl an bisher von Deutschland evakuieren Ortskräften zeigt auch klar die deutschen Prioritäten.
Die klare Botschaft des Westens ist : wir haben fertig. Das rhetorische Säbelrasseln ändert daran nichts.

@ Nettie

"Sie stützen Ihre Argumentation dafür, eine Herrschaft des Terrors anzuerkennen und die darunter leidende bzw. in ihrer Existenz bedrohte Bevölkerung eiskalt im Stich zu lassen nicht nur auf eine glatte Lüge („mindestens 90%“)"

Aufschlussreich, dass Ihr Kommentar durch die Moderation kam, denn Sie werfen einem Foristen eine glatte Lüge vor, der sich lediglich auf die Daten des Pew Research Centers berief, nach denen 99% der muslimischen Bevölkerung Afghanistans die Auffassung der Taliban teilt, dass die Scharia das Gesetz des Landes sein soll.

Das macht ihren Vorwurf entweder zu einer glatten Lüge, oder dem Nachweis, dass Sie ohne Sachkenntnis herum phantasieren.

Pulverfass

"für die Schaffung einer "sicheren Zone" in der Hauptstadt Kabul einsetzen."

Zu welchem Preis (und dies nicht nur finanziell gemeint)?

Welche ungeheuerlichen Risiken Macron hier den Soldaten zumuten möchte ist höchst fragwürdig. Ständig hinterlistigen Bombenanschlägen ausgesetzt, fehlender Rückhalt in der Bevölkerung ...

@ schallatur um 13.09 Uhr, Wenn Macron so viel drauf hätte

"Macron ist seines Zeichens ein profunder Kenner des Nahen und Mittleren Ostens und er macht hier tatsächlich sehr gute Vorschläge."
Profunder Kenner? Gute Vorschläge? Frankreich ist NATO-Mitglied, auch Frankreich ist und war in Afghanistan engagiert.
Mal lässig nachgefragt: Wenn Macron so viel drauf hätte, weshalb hat er sein Wissen und seine Kompetenzen bisher nicht eingebracht? Hinterher kann man immer schlauer sein.
Mit Macrons Europa-Armee könnte ganz Europa in einen Krieg verwickelt werden. Wer will das?
Sicherlich gibt es Mächte ( ich will hier nicht konkreter werden und herumfabulieren), die ein weiteres wirtschaftliches Ausbluten Europas begrüßen würden.
Ich hoffe, die Regierenden der europäischen Staaten lassen sich nicht auf so ein halsbrecherisches Projekt ein.

Mal

@ Postquestioner

Die westliche Macht und
Dominanz hat mit Unterstützung der kolonialen
Erziehungsstrategie das
koloniale Curriculum
überall institutionalisiert<

Wo haben Sie das denn gefunden?

@ Hirschauer

Artikel 87a ist unzweideutig: "Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf".

Dagegen hat der Bundestag durch die Entsendung der Bundeswehr nach Afghanistan aber nicht verstoßen. Das ist doch offensichtlich.

@ Hirschauer

Durch den Beitritt zur NATO (der überigens nicht durch den Souverän abgesegnet wurde)

Auch falsch. Hat allerdings wenig mit dem Thema zu tun.

@ R. B.

Die Bundeswehr hat außerhalb der deutschen Grenzen nichts zu suchen.
Meines Erachtens jedenfalls alsolut nichts ohne ein entsprechendes UN-Mandat.

Da weichen Sie Ihre scheinbar harte Haltung ja selber auf.

@Shuusui, 15:01

„Sie werfen einem Foristen eine glatte Lüge vor, der sich lediglich auf die Daten des Pew Research Centers berief, nach denen 99% der muslimischen Bevölkerung Afghanistans die Auffassung der Taliban teilt, dass die Scharia das Gesetz des Landes sein soll.
Das macht ihren Vorwurf entweder zu einer glatten Lüge, oder dem Nachweis, dass Sie ohne Sachkenntnis herum phantasieren“

An welcher Stelle soll der Studie des Pew Research Centers zu entnehmen sein, dass 99% der afghanischen Bevölkerung sich eine Herrschaft der Taliban wünschen?

Gut gewollt ... ?

13:09 von das ding

"Verantwortung fuer das Gute hoert nicht an der eigenen Haustuer auf (von innen aus gesehen)."

Ja, aber das Gute zu wollen, reicht nicht. Ob nun die USA, federführend bei diversen milit. Interventionen, nun stets das Gute woll(t)en, lasse ich vollkommen dahingestellt. Gesetzt den Fall, es gibt jedoch viele Beispiele, wo die Umkehrung eine Goethe-Zitats naheliegt, umgekehrt also: "Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft." Durch Interventionen (mit)erschafft.

@Sternenkind, 09.53h

Es sind z.T. wegen schwerer Straftaten nach Afghanistan Abgeschobene, die jetzt wieder zurückgeflogen wurden.
Hat die Bundesregierung bestätigt.

Halbherzig

Am 29. August 2021 um 15:01 von Sparpaket:
"Den schwachen Taten des Westens folgen jetzt von Macron und Söder starke Worte.
Die Wahrheit:
die USA haben keine Lust mehr, Pluralismus und Frieden in Afghanistan zu sichern.."
.
Wenn man dem sm 25.8. bei Lanz eingeladenen Emran Feroz, Journalist und Autor, in Österreich geboren, glauben darf, war der US-Einsatz 20 Jahre lang bestenfalls halbherzig. Von" keine Lust... Frieden zu sichern", kann da nicht ernsthaft die Rede sein. Gut, dass Deutschland sich nur soweit eingebracht hatte, wie sie es getan hatten.

Am 29. August 2021 um 11:14 von das ding

Wir muessen daher die Linke staerken - insofern sie als Gegenpol zu den Rechten taugen.
__
Leider kann man die Pest nicht mit der Cholera vertreiben. Das hat noch nie geklappt. Gilt übrigens auch für den Teufel und den Belzebub.

@ Scholl - Latour

tut mir Leid, Sie enttäuschen zu müssen: über völkerrechtliche Angelegenheiten entscheidet in letzter Instanz der Internationale Gerichtshof und nicht das BVerG.

Aufweichung?

@ 15:28 von Günter Schollatur

Auf mein:
die Bundeswehr habe außerhalb der deutschen Grenzen nichts zu suchen,
jedenfalls alsolut nichts ohne ein entsprechendes UN-Mandat.

schrieben Sie:
"Da weichen Sie Ihre scheinbar harte Haltung ja selber auf."

Nichts anderes meine ich seit Jahrzehnten. - Wenn Sie den genannten Sonderfall als Aufweichung sehen, nun denn.

Ach der Monsieur Macron

Ach der Monsieur Macron fordert mal wieder. Am Ende haben andere wieder die Arbeit, Kosten, Probleme am Hals und Monsieur steht wie unsere Goldelse vor allen als großer Spiritus Rex und läßt sich als Retter huldigen, während wir die wahren Ergebnissen seiner Genialität wieder ausbaden dürfen. Danke, nicht schon wieder und irgendwann müßten jetzt sogar unsere allerhellsten von den Regierungsbänken mal auf wachen und stop sagen können? Doch mittlerweile, nach all den Jahren, hat man ja gelernt: Spes saepe fallit

um 13:10 von Tada: " Die

um 13:10 von Tada:

"
Die Taliban haben alle aus den Gefängnissen rausgelassen. Darunter auch tickende Zeitbomben des IS.
"

Quelle ? Also eine ernsthafte seriöse Quelle ?

"
Daher blieb außer der Drohne nichts anderes übrig, um die entkommenen IS-Leute (vorübergehend) an Anschlägen zu hindern und für die Evakuierung etwas Zeit zu gewinnen.
"
->
Klar. Man fliegt weit & ohne Genehmigung hinein in Pakistan um dort Osama Bin Laden zu töten, schafft es aber nicht von Kabul aus ein paar Km innerhalb Afghanistans von einem Ort zum anderen, obwohl die USA in Afghanistan Lufthoheit haben.

& wenn man den Verantwortlichen kannte, Tage vorher wusste was der geplant hatte & wo der sich aufhielt, wieso hat man denn dann nicht "zum Schutz von Menschenleben" vorher gehandelt ?

Lt. WSJ brachte der US-Drohnenangriff nach dem IS-Anschlag 3 Menschen den Tod (darunter einer Frau - Frauenrechte, Schutz von Individuen und so...) & es wurden 4 Menschen verletzt.

15:40 R.B.

"ich Bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft"......."

oder auch ebenfalls Goethe frei übersetzt " oh Herr was mach ich bloß, die Geister die ich rief werd ich nun nicht mehr los".

Darstellung: