Ihre Meinung zu: NATO setzt Krisentruppe für afghanische Ortskräfte ein

9. September 2021 - 7:11 Uhr

Nach der Machtübernahme der Taliban will die NATO die Versorgung der geretteten Ortskräfte sicherstellen - mit einer Krisentruppe, die zuletzt 2005 im Einsatz war. Mehr als 20 Mitgliedsländer sind an der Aktion beteiligt.

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Kommentare

Der Terrorist

Gesuchter Terrorist als Innenminister in der Taliban-Regierung.
Diese Verbrecher haben die USA ohne Bedenken mit einem Drohneneinsatz töten lassen. Da gab es auf internationaler Ebene kaum Bedenken, dass das Töten von mutmaßlichen Terroristen, ein Verstoß gegen die Menschenrechte sein könnte.
Die Taliban werden Bedingungen und Forderungen stellen, wenn sie den Wünschen der USA und Deutschland nachkommen sollten. Sie sitzen doch am längeren Hebel und werden jetzt ihre Taschen mit Dollars füllen. Waffen haben sie vorerst genug. Einen erneuten Kriegseinsatz in dem gebeutelten Land wird es nicht geben. Aus einer Niederlage sollte man lernen. Das können vielleicht einige Länder, weniger die USA noch Deutschland.

Es ist doch völlig egal,

Es ist doch völlig egal, welche Truppen dort zum Schutz von Menschen eingesetzt werden. "Nato schickt Truppen" hätte völlig ausgereicht.

Was passiert mit von den USA Ausgeflogenen in Ramstein? Die bekommen doch hoffentlich Asyl in
USA.
Oder wird das mal wieder auf uns abgewälzt?

Und auffanglager im Kosovo und Polen?
Die einen sind selbst bitter arm. Die anderen wollen absolut keine Migranten.
Die Afghanen kommen vom Regen in die Traufe.

Nene

. Das können vielleicht einige Länder, weniger die USA noch Deutschland."

Doch. Deutschland hat gelernt. Beratungsresistent sind die USA. Und damit die Nato. Und in dieses Konstrukt werden wir weiter reingezwungen.
Wozu sind wir dabei?
Sicher ist es in Österreich und der Schweiz auch.

@ NeNeNe

Zitat: "Die Taliban werden Bedingungen und Forderungen stellen, wenn sie den Wünschen der USA und Deutschland nachkommen sollten. Sie sitzen doch am längeren Hebel und werden jetzt ihre Taschen mit Dollars füllen."
#
Das ist bei weitem zu kurz gedacht. Die Taliban sind auf Hilfe angewiesen. Sie haben ... nichts. Sie können weder das Land ernähren noch eine Medizinische Grundversorgung sicherstellen; vom Aufbau einer Infrastruktur ganz zu schweigen. Ohne Hilfe der Weltgemeinschaft ist der Ofen schnell aus.
Und die Taliban selbst: Brauchen "brauchbares" Geld oder müssen das wenige im Land plündern.
Ergo werden sie versuchen, ihr eigenes Volk für die Erpressung der Weltgemeinschaft vorzuschieben.
In einiger Zeit könnte es dann so aussehen wie in Nordkorea.
Ich befürchte allerdings, dass wir vorher beginnen den Terror zu finanzieren ...

Tolle Truppe

Warum wird denn für eventuelle Rettungseinsätze für die Ortskräfte eine andere Truppe eingesetzt, als die Soldaten, die schon vorOrt stationiert waren?
Die nicht nur Ortskenntnisse haben, sondern und viel wichtiger: Sie kennen die Ortskräfte und deren familiären Anhang vielleicht sogar persönlich und könnten deshalb auch dabei helfen, die bürokratischen Hürden schneller und besser zu überwinden.
Und wenn diese europäische Einsatztruppe sogar in den USA bei der Hurrikanschaden -Bewältigung geholfen haben, warum helfen die nicht bei den Flutopfern in Deutschland, Holland und Belgien? Wenn derzeit nur 300 von 40.000 Einsatzsoldaten helfen, was tun die restlichen 39.700? Und warum helfen 200.000 Bundeswehrsoldaten nicht in den Flutgebieten und in Afghanistan?

Fehlgeleitete Diskussion

Die USA verabschieden sich von ihren misslungenen Kriegen und werden sich auf die billigeren Wirtschafts-und Cyberkriege konzentrieren. In Deutschland läuft nach meiner Beobachtung die Diskussion in die Richtung, die Kriegseinsätze besser zu planen und mit besserer Ausrüstung erfolgreicher zu machen. Dafür soll dann allein in Deutschland fast so viel Geld wie in Russland ausgegeben werden. Will das die Bevölkerung wirklich.
Egon Bahr in der Rhein-Neckarzeitung zu heidelberger Gymnasiasten: "In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."

Die Geister die ich rief

...konnte ich nicht besiegen und jetzt tanzen sie mir auf der Nase herum! So könnte man die Reaktion der NATO auf das vermeidliche Versagen beim zurücklassen der Hilfskräfte interpretieren. Die Taliban haben die Macht wieder übernommen! Der Einmarsch in Afghanistan war von Anfang an ein großer strategischer Fehler! Die Geschichte dieses Landes wurde dabei ignorieret. Weder Alexander der Große, noch die Briten oder die Sowjets waren in der Lage dieses Land unter ihrer zu kontrollieren zu bringen! Aber ein überstürzter Abzug aus Afghanistan ist ebenso ein großer strategischer Fehler, denn wenn man schon einmarschiert, so sollte man auch so konsequent sein, diesem Land die Möglichkeit zu bieten, sich so zu entwickeln, dass daraus eine stabile freiheitliche Gesellschaftsordnung entsteht. Egal wie lange es dauert. Aber mit solchen Leuten kann und darf man nicht verhandeln, so hat man uns damals den Einmarsch in Afghanistan verkauft! Da kann man heute nur sagen, viel Glück beim Verhandeln!

Nato

Die Nato hat unter der führung der USA - auch mit deutscher Hilfe - Afghanistan bombadiert. Sich jetzt als Hilfstrupp darzustellen, zeugt von großer Heuchelei.
Diese Heuchelei wird besonders deutlich, wenn man sich die Sanktionen ansieht, die außer in Afghanistan auch für den Irak, Iran, u.v.a. stehen. So werden bis heute Dollarreserven festgehalten. Größter "Sanktionierer" ist Amerika, aber auch die EU.
Heuchelei ohne Ende.

Unterbliebene Evakuierungen, Terrorrisiko steigt dadurch

Anstelle der zuerst genannten Zahl an Ortshelfern von 2.500 sind es nun rd. 40.000.
Mich hätte interessiert, wer von unseren Verantwortlichen so schlecht zählen kann, dass es so hohe Differenzen gibt?
Den sollte man nochmals in die Grundschule schicken.

Weiterhin stellt sich mir die Frage, wenn also von diesen 40.000 Helfern nicht alle das Land verlassen können, was ich angesichts der hohen Zahl für sehr realistisch halte, ob sich einige der zurückbleibenden u. enttäuschten Ortshelfer nicht radikalisieren könnten u. sich dann Terrororganisationen anschließen?

Wir hätten so etwas verhindern können, wenn wir frühzeitig evakuiert hätten.

Im Juni 2021 hatte man dazu noch nicht die Notwendigkeit gesehen. Der Antrag auf schnelle Evakuierung von Grünen + Linken war im Bundestag "aus Prinzip" (CDU-Abgeordneter Kiesewetter) abgelehnt worden.
Im Juni war es geboten, diesem Antrag zuzustimmen (nicht erst vor 2 Wochen!).

Seit 16 J. haben wir diese Regierung, die nicht viel kann!

Vor allem Versorgung ... und was noch?

TS; >>Bei dem Einsatz geht es nach Bündnis-Angaben vor allem um die Versorgung evakuierter Afghanen, die mit der NATO zusammengearbeitet haben und noch keine längerfristige Bleibe haben.<<

So weit so gut. - Wenn da jedoch nicht, zumindest pespektivisch mehr im Schilde geführt wird, als quasi "Türöffner".
Denn, wie berichtet, die Truppe kann noch einiges mehr. Sie "verfügt über robuste Führungsfähigkeiten" , so der Sprecher und kann neben noch anderem "nicht nur eine schnelle militärische Reaktion in Krisensituationen sicherstellen".
Was das nun in klarem Deutsch bedeutet, kann man sich ohne großes Phantasievermögen vorstellen.

09:46, Hans_Silberblick

>>In Deutschland läuft nach meiner Beobachtung die Diskussion in die Richtung, die Kriegseinsätze besser zu planen und mit besserer Ausrüstung erfolgreicher zu machen. <<

Seltsame Beobachtung.

Der koordinierte Einsatz für

Der koordinierte Einsatz für die Evakuierung der Ortskräfte und ihrer Familien ist richtig, konsequent und ein unverzichtbares Zeichen von Verlässlichkeit. Auch der Einsatz für Frauenrechte, Bildung, Kultur und ganz allgemein für universell geltende Menschenrechte ist ebenso folgerichtig. Und dafür muss man mit den neuen radikalen Machthabern reden, keine Frage. Und das bedeutet keineswegs deren diplomatische Anerkennung.
Selbstverständlich wird auch das internationale Engagement für Ernährung, medizinische Versorgung etc weitergehen. Was denn sonst? Der allerhöchste Respekt gilt allen daran beteiligten Personen und Organisationen.

09:55, SanVito

>>Nato
Die Nato hat unter der führung der USA - auch mit deutscher Hilfe - Afghanistan bombadiert. Sich jetzt als Hilfstrupp darzustellen, zeugt von großer Heuchelei.
Diese Heuchelei wird besonders deutlich, wenn man sich die Sanktionen ansieht, die außer in Afghanistan auch für den Irak, Iran, u.v.a. stehen. So werden bis heute Dollarreserven festgehalten. Größter "Sanktionierer" ist Amerika, aber auch die EU.
Heuchelei ohne Ende.<<

Sie stimmen aber der Aussage zu, daß die humanitäre Situation in Afghanistan katastrophal ist?

Oder sind Sie der Meinung, daß die Afghanen sich glücklich schätzen sollten, endlich vom Joch der Amerikaner befreit zu sein?

@SanVito

Ich sehe dies absolut nicht so!
Wer unterdrückt denn die Bevölkerung in Afghanistan, Irak, Pakistan, Iran etc. besonders wenn diese eine andere Meinung vertreten, garantiert nicht die US-Amerikaner und auch nicht die Europäer.

Und wer hat denn das Verbrechen von 9/11 was sich jetzt zum 20. mal jährt mit weit über 3000 Toten verursacht?

re 09:12 Bender Rodriguez: Sicher?

>>Und damit die Nato. Und in dieses Konstrukt werden wir weiter reingezwungen.
Wozu sind wir dabei?
Sicher ist es in Österreich und der Schweiz auch.<<

Kunststück - wenn man von NATO-Staaten umgeben ist. Blöd, wenn man ansonsten allein und „blank“ da steht.

Und auf das vom Kreml wieder und wieder aufgewärmte Propagandamärchen der erzwungenen NATO-Mitgliedschaft sollten Sie eigentlich auch nicht so leicht hereinfallen. Dieses Narrativ ergibt nämlich weder einen Sinn noch hält es der simpelsten Überprüfung stand.

Was nichts daran ändert, dass sich die aktuelle NATO auch heftige Kritik verdient hat. Nur sollte man aufpassen, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten.

9:55 San Vito

"größter Sanktionierer ist die USA aber auch die EU....."

Es gibt keine anderen Länder die Sanktionieren ausser der USA und ihre Vasallen.

Solche Leute fehlen

@ 09:46 von Hans_Silberblick

Danke Ihnen für das Zitat von Egon Bahr. "In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."

Wohl wahr. Vielleicht gibt es seltene Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Für mich bleibt die Frage, weshalb gibt es viele, die sich gutgläubig "Mogelpackungen" verkaufen lassen?

Am 09. September 2021 um 10:26 von fathaland slim

09:46, Hans_Silberblick
>>In Deutschland läuft nach meiner Beobachtung die Diskussion in die Richtung, die Kriegseinsätze besser zu planen und mit besserer Ausrüstung erfolgreicher zu machen. <<

Seltsame Beobachtung.
---
Ist das alles, was Sie zum Thema beizutragen haben?
Komische Andeutungen, Auszüge aus ihrem Parteiprogramm, Hinweise zum Stürmer wie gestern.

Man könnte Afghanistan unter internationale Kontrolle

bringen, wenn man mit 500000 Soldaten aus UN Staaten einmaschiert und ALLE Afghanen entwaffnet oder, wer sich weigert oder Wiederstand leistet ausschaltet. Unterstützer der Taliban unter Androhung von Krieg die Pistole auf die Brust setzt und Sanktioniert! Daran müssten sich auch Russland und China beteiligen. Nach Befriedung, das Land in UN Sektoren aufteilen und so lange im Land bleiben, bis keine Anschläge mehr erfolgen und alle Taliban und IS Führer in Den Hag vor Gericht gestellt wurden oder ausgeschaltet wurden. Das wäre ein harter Weg aber im 2.WK hat es gegen Deutschland auch geholfen. Parallel muss das Land massiv wiederaufgebaut werden. Kostet Geld, Zeit und vielleicht viele Menschenleben, aber irgendwann muss der Brutstätte für Terror der Gar ausgemacht werden! Jetzt entsteht ein Taliban Kalifat, so schrecklich wie vor dem Krieg und das ist inakzeptabel!! Ist meine Meinung und ich weiß, die UN ist sich, wieder einmal, nicht einig.

Krisentrupp?

Das haben wir doch jetzt sein 20 Jahren und vielen Milliarden versucht und es nie was gutes gebracht.

Jetzt sind die Bürger dort aufgerufen mit Eigenverantwortung, persönlicher leistung demokratischen Maßnahmen umzusetzen.

Wir sollten uns da ganz raushalten.

08:48 von NeNeNe

Ich sehe keine Niederlage. Ich sehe, dass, aus innenpolitischen Gründen, dieser Einsatz zu früh beendet wurde. Eine Niederlage hat die Afghanische Armee erlitten, weil sie aus eine Meute von Deserteuren bestand. Ganz im Gegenteil, man hätte den Einsatz mit robusten UN Truppen erweitern müssen. Russland, die USA und Europa sehen sich jetzt wieder einer erhöhten Terrorgefahr ausgesetzt. Die Taliban Führung gehört vor das internationale Gericht in Den Haag! Statt dessen gibt man ihnen das Gefühl unbesiegbar zu sein.

10:35, teachers voice

>>Und auf das vom Kreml wieder und wieder aufgewärmte Propagandamärchen der erzwungenen NATO-Mitgliedschaft sollten Sie eigentlich auch nicht so leicht hereinfallen. Dieses Narrativ ergibt nämlich weder einen Sinn noch hält es der simpelsten Überprüfung stand.

Was nichts daran ändert, dass sich die aktuelle NATO auch heftige Kritik verdient hat. Nur sollte man aufpassen, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten.<<

Es ist richtig, niemand wurde in die NATO hineingezwungen. Gerade auf die ehemaligen Warschauer Pakt-Länder trifft dies nicht zu. Wäre ich russischer Propagandaminister, würde ich es aber selbstverständlich ganz genau so darstellen, um der Erzählung von der aggressiv imperialistischen US-Politik mehr Nachdruck zu verleihen. Dann fällt nicht so sehr auf, daß auch die russische Politik den Weltmachtanspruch nicht nur nicht aufgegeben hat, sondern forciert betreibt.

Ein Verteidigungsbündnis unter Einbindung Russlands hätte der Entwicklung eine ganz andere Richtung gegeben.

10:00 Margitt

"Wer hätte sowas verhindern können, wenn wir frühzeitig evakuirt hätten......"

Eigentlich will man helfen das ist menschlich angesichts der Bilder die man geliefert bekommt.
Inzwischen hat sich die Bereitschaft bei mir gewandelt.
Mein persönliche Auffassung ist, dass wir nur Frauen und Mädchen ausfliegen, also retten sollten. Die afghanischen Männer sollten gezwungen werden wenn sie ein anderes Land als ein Talibanland wollen daheim für Veränderungen zu sorgen 40 000 Männer die sich den Taliban entgegenstellen wäre doch schon ein beachtliche Zahl damit meine ich nicht mit Waffen sondern eher mit mehr Inteligenz. Auch die Taliban sind angewiesen auf einen gebildeten Mittelstand um das Land halbwegs am laufen zu halten. Davonlaufen und verlangen die Anderen sollen in ihrem Heimatland für Ordung sorgen ist natürlich einfacher deshalb sollte man klipp und klar sagen selbst ist er Mann. An die Frauen brauche ich nicht zu appelieren denn ich denke bei denen würde ich offene Türen einrennen

re 10:48 R. B.: Interessen

>>Solche Leute fehlen
@ 09Danke Ihnen für das Zitat von Egon Bahr. "In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."

Wohl wahr. Vielleicht gibt es seltene Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Für mich bleibt die Frage, weshalb gibt es viele, die sich gutgläubig "Mogelpackungen" verkaufen lassen?<<

Dieses Zitat ist wohl eines der am häufigsten falsch verstandenen. Und wird permanent aufgewärmt, um für eine politische Inhaltsleere zu plädieren, die Egon Bahr niemals vertreten hat.

Das Missverständnis liegt darin, „Interessen“ und „Menschenrechte“ als einen immanenten Widerspruch anzusehen. Bahr hat Politik immer so verstanden, die Menschenrechte zu den Interessen eines Staates zu machen. Dies war der Antrieb seiner Ostpolitik der gleichzeitigen Annäherung UND Abgrenzung.

Einmarsch in Afghanistan

um 09:53 von Apollo1995:
"Die Geister die ich rief
... Die Taliban haben die Macht wieder übernommen! Der Einmarsch in Afghanistan war von Anfang an ein großer strategischer Fehler!"
'Die Geister, die ich rief' trifft es genau. Man hat es damals zwar geschafft, die Taliban zurückzudrängen in ihren Höhlen, aber der jetzige IS konnte entstehen.
Der Einmarsch in Afghanistan war kein Fehler, erklärtes Ziel war Osama b. Laden seiner gerechten Tötung zuzuführen.
Leider hat der Erfolg lange 9 1/2 Jahre auf sich warten lassen und die USA hat sich in Afghanistan auf Warlords eingelassen und deren Position gestärkt, dass wär der Fehler. Der übetstürzte Abzug aus Afghanistan war dann nur noch die Spitze des Eisbergs.
Nach der Machtergreifung durch die Taliban-Terroristen wird es jetzt noch schwieriger, an die Ortskräfte heranzukommen.

10:51, sozialstaat

>>Am 09. September 2021 um 10:26 von fathaland slim
09:46, Hans_Silberblick
>>In Deutschland läuft nach meiner Beobachtung die Diskussion in die Richtung, die Kriegseinsätze besser zu planen und mit besserer Ausrüstung erfolgreicher zu machen. <<

Seltsame Beobachtung.
---
Ist das alles, was Sie zum Thema beizutragen haben?
Komische Andeutungen, Auszüge aus ihrem Parteiprogramm, Hinweise zum Stürmer wie gestern.<<

Auszüge aus welchem Parteiprogramm?

Der Hinweis auf den Stürmer stand in dem Kommentar, auf den ich antwortete.

Sie sollten sorgfältiger lesen.

re 10:52 werner1955: Raushalten?

>>Das haben wir doch jetzt sein 20 Jahren und vielen Milliarden versucht und es nie was gutes gebracht.<<

Na, da erzählen aber sehr viele AfghanInnen etwas ganz anderes. Oder besser, sie würden es jetzt gerne erzählen...

>>Jetzt sind die Bürger dort aufgerufen mit Eigenverantwortung, persönlicher leistung demokratischen Maßnahmen umzusetzen.<<

Die Bürger dort sind aufgerufen, auf Eigenverantwortung, persönliche Leistungen und vor allem auf alle demokratischen Maßnahmen zugunsten der Herrschaft einer brutalen und Vielfalt wie Widerspruch verachtenden Männerclique zu verzichten.

>>Wir sollten uns da ganz raushalten.<<

Sie können sich aber nicht „raushalten“. Da können Sie machen oder nichtmachen was Sie wollen. Es hat immer eine Wirkung auf „die Bürger dort“.

gutgläubig "Mogelpackungen" verkaufen lassen?

10:48 von R. B. @

Weil ich fest an das Gute in der Politik und den Medien geglaubt habe als ich Schröder und Fischer gewählt haben um Frieden und Sozial Gerechtigkeit zu erhalten.

Aber einen Fehler kann man ja machen. Und deshalb halte ich mich daran:
"immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Wird mir nicht nochmal passieren.

Seltsame Ansichten

um 10:52 von werner1955:
"Krisentrupp?
Das haben wir doch jetzt sein 20 Jahren und vielen Milliarden versucht und es nie was gutes gebracht."
Schon richtig, aber der Krisentrupp ist nicht der Militäreinsatz 2.0 in Afghanistan. Das sehen Sie falsch.
.
"Jetzt sind die Bürger dort aufgerufen mit Eigenverantwortung, persönlicher leistung demokratischen Maßnahmen umzusetzen."
Das glauben Sie doch selber nicht!

Wir sollten uns da ganz raushalten.

@ um 09:46 von Hans_Silberblick

Ebenfalls von Egon Bahr: "Wenn ein Politiker anfängt, über 'Werte' zu schwadronieren, anstatt seine Interessen zu benennen, wird es höchste Zeit, den Raum zu verlassen."
Und auch dieses Zitat passt sehr gut zu allen westlichen Einsätzen in oder gegen Afghanistan in den letzten ca 180 Jahren.
Besonders gut aber erst, seit „unsere“ „Werte“ in Form der Menschenrechtcharta niedergeschrieben wurden, und an die auch westliche Länder sich nur halten, wenn irgendwelche Sauereien öffentlich werden.
Dann benötigt man sie als Ausrede.

Aktionismus, der vom Wesentlichen ablenkt: Mangelnde Einigkeit

Und davon, dass der Einsatz der NATO-Krisenreaktionstruppe NRF in der derzeitigen Situation nicht hier:
"(…) um bei der Versorgung und vorübergehenden Unterbringung von Afghanen zu helfen, die nach der Machtübernahme der Taliban aus ihrer Heimat nach Europa gebracht wurden (...)"
sondern bei der Evakuierung der zahlreichen noch in Afghanistan "festsitzenden" und sich unter den Taliban in unmittelbarer Lebensgefahr befindenden Ortskräfte angezeigt wäre.
Wird Zeit, diesen Vorschlag umzusetzen:
"So hatten die USA 2009 vorgeschlagen, die Truppe zur Verstärkung der Militäroperationen der NATO in Afghanistan zu nutzen - Deutschland und andere NATO-Staaten lehnten dies jedoch ab. Kampfeinsätze hat die (...) NRF deshalb noch nie absolviert:
"Einheiten der NRF waren zuletzt 2005 in den Einsatz geschickt worden, um Opfern des Wirbelsturms "Katrina" in den USA und der Erdbeben in Pakistan zu helfen. Andere Vorschläge zu ihrer Verwendung scheiterten an mangelnder Einstimmigkeit der Bündnisstaaten"

Symbolpolitik

Ehrlich gesagt wollte niemand - besonders Deutschland vor den Wahlen - die Ortskräfte herausholen. Nun bildet man eine Krisentruppe. And so what? - Ach ja, gestern hat ja ein Deutsches Charterflugzeug mit Genehmigung der Taliban 200(!) Leute ausgeflogen.

re 10:40 jukep: Sanktionierungen

>>Es gibt keine anderen Länder die Sanktionieren ausser der USA und ihre Vasallen.<<

Interessante Sichtweise! Hat Russland denn seine Sanktionen gegenüber der EU aufgehoben?
Und warum belegt Russland nur demokratische Staaten mit Sanktionen? Und ist mit den schlimmsten Diktatoren auch noch verschwägert?

09:08 von Bender Rodriguez

"Was passiert mit von den USA Ausgeflogenen in Ramstein? Die bekommen doch hoffentlich Asyl in
USA.
Oder wird das mal wieder auf uns abgewälzt?"

,.,.,

Ich erschrecke immer wieder, wenn jemand dermaßen nationalistisch denkt.

"wir" - das ist die Gesamtheit der Menschheit.

Wer das auf das Nationalistische reduziert, beschwört unselige alte Zeiten.

Klar, bei einigen funzt das, aber zum Glück doch nur bei den Wenigsten.

10:52 von werner1955

"Jetzt sind die Bürger dort aufgerufen mit Eigenverantwortung, persönlicher leistung demokratischen Maßnahmen umzusetzen."

Ich würde gern mal sehen, wie Sie und die übrigen, die in dieses Horn stoßen, gegen ein terroristisches System "mit Eigenverantwortung, persönlicher leistung demokratischen Maßnahmen" umsetzen. Sicher wären sie alle todesmutige Widerstandskämpfer. Sonst klappt das nämlich nicht.

10:26 von SinnUndVerstand

"Der koordinierte Einsatz

für die Evakuierung der Ortskräfte und ihrer Familien ist richtig, konsequent und ein unverzichtbares Zeichen von Verlässlichkeit. Auch der Einsatz für Frauenrechte, Bildung, Kultur und ganz allgemein für universell geltende Menschenrechte ist ebenso folgerichtig. Und dafür muss man mit den neuen radikalen Machthabern reden, keine Frage. Und das bedeutet keineswegs deren diplomatische Anerkennung.
Selbstverständlich wird auch das internationale Engagement für Ernährung, medizinische Versorgung etc weitergehen. Was denn sonst? Der allerhöchste Respekt gilt allen daran beteiligten Personen und Organisationen."

.-.-.

Danke für diesen aufbauenden und zielgerichteten Beitrag.

10:51 von sozialstaat

10:26 von fathaland slim
09:46, Hans_Silberblick
>>In Deutschland läuft nach meiner Beobachtung die Diskussion in die Richtung, die Kriegseinsätze besser zu planen und mit besserer Ausrüstung erfolgreicher zu machen. <<

“Seltsame Beobachtung.”

Ist das alles, was Sie zum Thema beizutragen haben?
Komische Andeutungen, Auszüge aus ihrem Parteiprogramm, Hinweise zum Stürmer wie gestern.

Wie sich doch die Wahrnehmungen unterscheiden können.

Ich habe in dem Kommentar “Seltsame Beobachtung.” von @fathaland slim auch bei genauestem Hinsehen weder eine komische Andeutung noch Auszüge aus einem Parteiprogramm noch Hinweise zum Stürmer wie gestern erkennen können.

10:52 von werner1955

"Krisentrupp?
Das haben wir doch jetzt sein 20 Jahren und vielen Milliarden versucht und es nie was gutes gebracht.

Jetzt sind die Bürger dort aufgerufen mit Eigenverantwortung, persönlicher leistung demokratischen Maßnahmen umzusetzen.

Wir sollten uns da ganz raushalten."

,.,.,

Wer ist denn jetzt schon wieder "wir"?

Und warum wollen Sie sich denn da raushalten?
Auf der Basis welcher Ethik?
Das hätte ich gerne erklärt.

"Man könnte Afghanistan unter

"Man könnte Afghanistan unter internationale Kontrolle
bringen, wenn man mit 500000 Soldaten aus UN Staaten einmaschiert(...) Daran müssten sich auch Russland und China beteiligen."

Und warum sollten sich Russland und China beteiligen?

10:52 von werner1955

…Jetzt sind die Bürger dort aufgerufen mit Eigenverantwortung, persönlicher leistung demokratischen Maßnahmen umzusetzen. …

Ja, ein guter Ratschlag. So vom heimischen Sofa aus.

Mit dem Blick in die Mündung eines automatischen Gewehres, das von einem Fanatiker in Ihr Gesicht gehalten wird, wenn Sie nur das Wort „Demokratie“ aussprechen, wird das mit der Umsetzung schon schwieriger.

"Sie können sich aber nicht

"Sie können sich aber nicht „raushalten“."

Sie sprechen den Afghanen also die Fähigkeit zur Eigenverantwortung ab?

@ Defender411

Zitat: "wenn man mit 500000 Soldaten aus UN Staaten einmaschiert und ALLE Afghanen entwaffnet oder, wer sich weigert oder Wiederstand leistet ausschaltet. Unterstützer der Taliban unter Androhung von Krieg die Pistole auf die Brust setzt und Sanktioniert! Daran müssten sich auch Russland und China beteiligen ... "
#
Mann sollte garnichts mehr tun, außer abwarten. Bei den Afghanen ist 20 Jahre lang versucht worden Änderungen herbei zu führen ... man hätte das auch noch weitere 20 machen. Zu letzt haben sich nahezu 38 Mio. Afghanen rd. 60 Tsd. auf Mopeds heranfahrenden Taliban ergeben ... inkl. rd. 360.000 gut ausgebildeter- und bewaffneter Soldaten und Polizisten.
Afghanistan hat gewählt. Und damit sind erst einmal sie (!) gefordert. Sie können Gespräche wünschen, OK, man muss miteinander reden ... aber Forderungen, nein.
Und wenn, dann nicht finanziell, sondern materielle Hilfe zur Selbsthilfe.

""wir" - das ist die

""wir" - das ist die Gesamtheit der Menschheit."

Die "Gesamtheit der Menscheit" hat aber keine Absicht für diese Ortskräfte zu zahlen. Die Nachbarländer und die Türkei z.B. haben bereits dankend abgelehnt. Auch wäre mir nicht bekannt, daß sich z.B. das Geburtsland Osama bin Ladens durch Hilfen für diese Ortskräfte hervorgetan hätte. Und in Europa haben sich bereits Österreich und Dänemark gegen die Aufnahme von Ortskräften ausgesprochen.

Guten Morgen.

Ich wünsche der NATO einen wunderschönen Guten Morgen.

11:38, nie wieder spd

>>Und auch dieses Zitat [von Egon Bahr] passt sehr gut zu allen westlichen Einsätzen in oder gegen Afghanistan in den letzten ca 180 Jahren.
Besonders gut aber erst, seit „unsere“ „Werte“ in Form der Menschenrechtcharta niedergeschrieben wurden, und an die auch westliche Länder sich nur halten, wenn irgendwelche Sauereien öffentlich werden.
Dann benötigt man sie als Ausrede.<<

In der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN wurden nicht unsere Werte niedergeschrieben, sondern die universellen Werte der Menschheit. Dies geschah 1948, unter dem damals noch frischen Eindruck der Schrecken des zweiten Weltkrieges. Alle Länder der Erde waren sich damals einig. Mittlerweile, es ist ja ein wenig Zeit vergangen, werden diese universellen Werte von interessierter Seite gern als „westliche Werte“ diffamiert. Dabei halten sich, wie Sie richtig schreiben, auch westliche, also mit den USA verbündete Länder oft nicht an sie.

Gute Sache.

Endlich macht die NATO mal was vernueftiges. Feuerwehr muss ja auch ausruecken, wenn es brennt, auch wenn man erwaegt, das irgendwann vor Jahren einer der Feuerwehrleute beim Brandschutz geschlampt hat (Absurd uebertrieben gesagt, aber nun ja... hier.). Schliesslich brennt ja nicht die Feuerwehr, sondern Unschuldige sind ganz aktuell in Gefahr.

2021 um 11:00 von fathaland slim

Bin ob der realistischen Einschätzung angenehm überrascht

re 12:15 Tarek94: Eigenverantwortung

>>"Sie können sich aber nicht „raushalten“."

Sie sprechen den Afghanen also die Fähigkeit zur Eigenverantwortung ab?<<

Im Gegenteil! Ich nehme die Eigenverantwortung der „Afghanen“ sehr ernst und meine und unsere Eigenverantwortung auch.

Man muss nur verstehen und akzeptieren, dass Eigenverantwortung niemals heissen kann, nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Und niemals heissen kann, nur für sich alleine Verantwortung zu übernehmen. Gar nichts schaffen wir „alleine“! Das gilt für die „Afghanen“ wie für Sie und mich.

10:34 Heidemarie Bayer

"und wer hat das Verbrechen 9/11 mit weit üb 3000 Toten verursacht....."

Saudische Sudenten die ihre Pilotenausbildung in den USA absolviert haben.

Nicht ein Afghane oder Taliban war bei dem Terrorakt involviert.

12:09 von Thomas D.

Ungeachtet ihrer bemerkenswerten Rhetorik verstehe ich nicht, warum sie immer wieder mit der Tür ins Haus fallen müssen.

12:15 von Tarek94

<< "Sie können sich aber nicht „raushalten“."

Sie sprechen den Afghanen also die Fähigkeit zur Eigenverantwortung ab?<<

,.,.,

Jetzt wird also auch schon der Begriff "Eigenverantwortung" missbraucht, um Anti-Humanität in der Welt durchzusetzen.

Es ist aufschlussreich, alle diese Tricks kennenzulernen.

Eigenverantwortung Afghanistan

Alles klingt aus unserer sicheren Welt etwas unbeholfen, aber aus meiner Sicht kann Afghanistan keine Dauerhilfe bekommen. Wir haben 20 Jahre Aufbau Arbeit geleistet und wenn die Mehrheit des Volkes Paschtunen sind und damit Taliban Supporter - dann ist das die Mehrheit und der Rest nimmt es halt auch hin, bzw die von uns .ist teuer Geld ausgebildeten Soldaten und Polizisten schützen ihr Land nicht , dann können ihnen die vons uns gebrachten Werte auch nicht so wichtig sein. Dieses "armes Afghanistan" Gejammer nervt langsam.

11:46 teachers voice

"warum belegt Russland nur demokratische Staaten mit Sanktionen?......."

Aktion - Reaktion ist ihnen geläufig?
Ach übrigens auch unbotmäßige Vasallen der USA bekommen die Sanktionskeule zu spüren wen sie nicht ganz nach der Pfeife der USA tanzen.

12:15 von Tarek94

"Sie können sich aber nicht „raushalten“."

Sie sprechen den Afghanen also die Fähigkeit zur Eigenverantwortung ab?

Ich denke, es geht hier eher um die Möglichkeit der Eigenverantwortung.

Diskussionsbedarf: Gefahr _durch_ die NATO ?

Es ist toll, in einer Gemeinschaft zu sein…(Freunden zu helfen, kein Krieg in D (Kubakriese ging noch mal gut, kein 11.Sep in D , usw.) . Folgendes macht mir aber beim näheren Hinsehen nun doch Sorgen; gerade auch bezüglich _unserer_ Sicherheit:

1. Afghanistan hat mir gezeigt, dass wir uU nicht richtig informiert werden oder uns ein verzerrtes Bild aufs Auge gedrückt wird

2. USA ist militärisch so ein Riese, dass wir auf diesem Feld nix zu melden haben; mit oder ohne diese 2% Rüstungsausgaben.

3. Ich kann mir nicht mehr sicher sein, dass die USA ihre Differenzen mit China nicht auch auf militärischem Weg austragen will; (Kampf um die Rohstoffe („unsere Interessen waren“)

Lasst uns doch erstmal diskutieren! - Nach den BT-Wahlen, aber bevor es brennt..

12:21 von Tarek94

Die "Gesamtheit der Menscheit" hat aber keine Absicht für diese Ortskräfte zu zahlen. Die Nachbarländer und die Türkei z.B. haben bereits dankend abgelehnt. Auch wäre mir nicht bekannt, daß sich z.B. das Geburtsland Osama bin Ladens durch Hilfen für diese Ortskräfte hervorgetan hätte. Und in Europa haben sich bereits Österreich und Dänemark gegen die Aufnahme von Ortskräften ausgesprochen.

Und daraus schließen Sie jetzt was?

Dass Sie sich ebenfalls gegen die Aufnahme von Ortskräften aussprechen? So wie andere das auch tun? Oder weil sie es tun?

Was wäre daran so nachahmenswert?

Kann man nicht helfen, auch oder gerade weil andere es unterlassen?

um 11:26 von Parsec zu "Die Geister die ich rief..."

Das ist unbestritten, dass der Einmarsch in Afghanistan sein erklärtes Ziel hatte, Osama b. Laden und seine Organisation zur Strecke zu bringen! Trotzdem bleibe ich weiterhin der Ansicht, dass der Einmarsch ein STRATEGISCHER Fehler war! Denn die wahren Unterstützter der Al-Kaida und der IS sitzen und saßen nicht alleine in Afghanistan! Was ist z.B. mit Pakistan, oder mit Saudi-Arabien und Qatar? Pakistan, ein Land das Atomwaffen besitzt und eine Doppelrolle im "Afghanistan-Konflikt" spielt und gespielt hat. Saudi-Arabien das finanziell die Taliban und wahrscheinlich auch den IS unterstützt hat. Von Qatar gar nicht zu sprechen! Da muss man schon etwas genauer hinsehen was da los ist. Wenn man diese Terroristen hätte besiegen wollen, dann hätte man sich auch um diese Staaten kümmern müssen und gleichzeitig in Afghanistan bleiben müssen! Statt dessen verkauft man Saudi-Arabien (durch Trump) "ganz tolle neue Waffen"? Hier geht´s um Geld, um viel Geld, sonst nichts!

Die Folgen falscher Politik

Alles was wir jetzt in Afghanistan sehen sind die Folgen einer falschen Politik, dazu gehört auch die Krisentruppe, die die NATO für Ortskräfte einsetzen will.
Der Afghanistan-Einsatz mag generell umstritten gewesen sein, die Entscheidung von Donald Trump, in Verhandlungen mit den Taliban, den Abzug der amerikanischen Truppen anzubieten, war auf jeden Fall ein großer Fehler. Der nächste Fehler war der überhastete, ja fluchtartige und wenig koordinierte Rückzug der amerikan. und in deren Gefolge auch der Rückzug der restlichen NATO-Truppen.
Die Fehler, die wir uns selbst in Deutschland zuschreiben sind zu relativieren. Wir waren dort immer im Kielwasser der Amerikaner.
Jetzt kümmert sich die NATO im Kosovo und in Polen um aus Afghanistan ausgeflogene Menschen, während der größere Teil der Ortskräfte immer noch, bei drastisch schwindender Hoffnung, auf die versprochene Evakuierung aus Afghanistan wartet. Beschämend und bedrückend.

Da kann man vom Glauben abfallen

@ 11:36 von werner1955

"Weil ich fest an das Gute in der Politik und den Medien geglaubt habe als ich Schröder und Fischer gewählt haben um Frieden und Sozial Gerechtigkeit zu erhalten."

Ich kann das nachvollziehen, wenn ich selbst auch skeptisch war. Es kam schlimmer, als ich befürchtet habe. In Sachen sozialer Gerechtigkeit wie auch auch Frieden.
Betreffend etwa Hartz 4 und den sog. Kosovokrieg. M. E. spielten hier auch die quasi Haupt-Medien eine unrühmliche, d. h. nicht kritisch hinterfragende Rolle.
Deutlich später gab es von der ARD eine gute, aufklärende Doku; "Es begann mit einer Lüge".
In dem Sinne, wie Sie es als Vertrauender geschrieben haben: bis in die Festen desillusionierend.

NATO Krisenstab für Afghanistan,

Ich bin der Meinung, dass die letzten 20 Jahre unsere Außenminister/in, Verteidigungsminister/in und Bundeskanzler/in komplett versagt haben, in der langen Zeit hätte man gezielt in Afghanistan was aufbauen können, auch wenn es mal unbequem gegenüber der USA geworden wäre, Mitläufer haben wir genug!
Die Fehlentwicklung und Instabilität waren bekannt, wurde von Experten vorausgesagt!

Die vom US-Kongress eingesetzte Afghanistan Study Group behauptete noch im Februar 2021, die Koalition der intervenierenden Staaten hätte es mit ein bisschen mehr Durchhaltewillen schaffen können, die ursprünglichen Ziele zumindest teilweise zu erreichen und wichtige Fortschritte in Bezug auf Menschenrechte und demokratische Institutionen zu sichern.

"dass Eigenverantwortung

"dass Eigenverantwortung niemals heissen kann, nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein."

"Fremde Hilfe" für wen genau bitte? Die Taliban? Die Paschtunen? Die ethnischen Minderheiten in Afghanistan? Wem genau wollen Sie "helfen"?

12:45 von Barbarossa 2

12:09 von Thomas D.

Ungeachtet ihrer bemerkenswerten Rhetorik verstehe ich nicht, warum sie immer wieder mit der Tür ins Haus fallen müssen.

Grundsätzlich ist dem Bild „mit der Tür ins Haus fallen“ gemeint, dass jemand ohne Umschweife zur Sache kommt.

Daran ist aber doch nichts verkehrt in einer schriftlich geführten Diskussion?!

re 12:52 jukep: Reaktionsbildung

>>11:46 teachers voice
"warum belegt Russland nur demokratische Staaten mit Sanktionen?......."

Aktion - Reaktion ist ihnen geläufig?<<

Ja, sicher! Die „USA und ihre Vasallen“ agieren immer und Russland reagiert immer!

Habe ich das richtig verstanden?

>>Ach übrigens auch unbotmäßige Vasallen der USA bekommen die Sanktionskeule zu spüren wen sie nicht ganz nach der Pfeife der USA tanzen.<<

Fünf wertende Begriffe in einem Satz! Respekt!

"Jetzt wird also auch schon

"Jetzt wird also auch schon der Begriff "Eigenverantwortung" missbraucht, um Anti-Humanität in der Welt durchzusetzen.

Es ist aufschlussreich, alle diese Tricks kennenzulernen."

Jetzt kritisieren die Befürworter der Einmischung in die Angelegenheit fremder Länder schon den Begriff "Eigenverantwortung". Es ist aufschlussreich, alle diese Tricks kennenzulernen.

12:52, jukep

>>11:46 teachers voice
"warum belegt Russland nur demokratische Staaten mit Sanktionen?......."

Aktion - Reaktion ist ihnen geläufig?
Ach übrigens auch unbotmäßige Vasallen der USA bekommen die Sanktionskeule zu spüren wen sie nicht ganz nach der Pfeife der USA tanzen<<

Russland reagiert immer nur, und Deutschland ist natürlich ein Vasall der USA. Ein unbotmäßiger noch dazu.

Eine Diskussion gestaltet sich so allerdings ein wenig langweilig.

12:51, zyniker5

Ja, Sie haben sich wirklich einen sehr treffenden Nick ausgewählt.

Wie kommen Sie eigentlich auf die Idee, als Paschtune wäre man automatisch Anhänger der Taliban?

Die Lektion noch nicht gelernt?

Wie äußerte sich Rumsfeld einst zu den Unwilligen:
"Wenn man im Loch sitzt, sollte man aufhören zu graben."
WerteExport ist keine Einbahnstrasse.
Da kommt ein großes neues Betätigungsfeld.

re 13:27 Tarek94: Einmischer

>>"Jetzt wird also auch schon der Begriff "Eigenverantwortung" missbraucht, um Anti-Humanität in der Welt durchzusetzen.
Es ist aufschlussreich, alle diese Tricks kennenzulernen.

Jetzt kritisieren die Befürworter der Einmischung in die Angelegenheit fremder Länder schon den Begriff "Eigenverantwortung". Es ist aufschlussreich, alle diese Tricks kennenzulernen.<<

Nicht den Begriff, sondern die Verwendung des Begriffs. Klingt ähnlich, ist aber etwas vollkommen unterschiedliches!

Und als „Befürworter der Einmischung“ möchte ich Sie fragen, ob Sie es für die „Angelegenheiten fremder Länder“ halten, wenn dort Menschen ihrer Menschenrechte beraubt werden.

Taliban hin

Taliban her: der Krieg der NATO gegen Afghanistan war völkerrechtswidrig. Auch, wenn die USA glauben, sich dazu einen Freibrief vom Weltsicherheitsrat geholt zu haben. Dem war nicht so. Von den Taliban werden sich die Afghanen selbst befreien müssen.

"Kann man nicht helfen, auch

"Kann man nicht helfen, auch oder gerade weil andere es unterlassen?"

Es war die Rede von "wir", "Gesamtheit der Menschheit", usw. usf.
Wenn sich aber ein großer Anteil der "Gesamtheit der Menschheit" dagegen ausspricht, dann hat das "wir" auf einmal keine Bedeutung mehr? ;)

re 13:24 Tarek94 : Eigenverantwortung

>>"Fremde Hilfe" für wen genau bitte? Die Taliban? Die Paschtunen? Die ethnischen Minderheiten in Afghanistan? Wem genau wollen Sie "helfen"?<<

Auf dieser Basis können wir nicht nur diskutieren, wir müssen es auch! Nein, ich habe hierauf keine fertige Antwort und möchte auch gar nicht den Eindruck erwecken, als hätte ich eine.

Das ist ja das aktuelle Dilemma. Wir sehen und wissen, was NICHT funktioniert hat. Jetzt brauchen wir eine Diskussion darüber, was funktionieren könnte. Ergebnisoffen und ohne nachträgliche Besserwisserei!

Nur eines weiß ich: Nichtstun ist nicht möglich!

Es erstaunt mich doch sehr,

Wie viele so wissen was in Afghanistan jetzt der richtige Weg ist. Ich habe viele Artikel,Berichte und Dokumentationen gelesen oder gesehen. Kein aber auch wirklich kein echter Experte für Vorderasien konnte es sagen oder bessersagte nichts außer Analysen und Fehler aufzeigen.
Weil es einfach viele Widersprüche in sich selbst gibt, die Lage auf Grund der Vielstämmigkeit und extrem unterschiedlicher Nationalitäten sehr verworren ist.
Fakt ist, das die Lage, was die Sicherheit betrifft seit langem bekannt ist.siehe BpB Frühjahr 2019, ja selbst die Kanzlkerin schon 2015 v. Einer Gefährdung der Ortkräfte sprach.
Betrachtet man die Migration seit Einmarsch der Sowjet kommt man zu einen anderen Ergebnis als oftmals gezeigt wird, dasselbe in vielen Berichten der BW.
Zudem, gab es regelmäßig U fragen in den Provinzen, die letzte welche ich fand v.2010..über 30% befürworteten Anschläge, speziell auch gegen die BW.
In Provinzen welche schon unter Talibaneiunfluss standen, keine Unfragen

@ um 12:27 von fathaland slim

Richtig. Aber viele Staaten der damaligen Welt haben nur deshalb für die universellen Menschenrechte gestimmt, weil sie mit der Aussicht auf Entwicklungshilfe und andere Unterstützung geködert wurden.
Wir hatten hier vor ein paar Wochen schon mal darüber diskutiert.
Insofern wurde die Zustimmung also erkauft und später, aufgrund lokaler Entwicklungen, wurden die Werte zu recht „westlich“ genannt.
Und diese Ansicht, ebenso wie der Nationalismus der Balkan - und nordafrikanischer Länder vom Westen gefördert, weil es irgendeinem starken Land so gefiel.

@12:51 von zyniker5

>> die von uns .ist teuer Geld ausgebildeten
>> Soldaten und Polizisten schützen ihr Land
>> nicht ,

Ähh, als diese "Soldaten und Polizisten" (von den westlichen Geheimdiensten) erfahren haben, daß ihre Durchhaltedauer auf max. bis Mitte September eingestuft wird, haben die überlegt: "DAS ist ja nur noch ein knapper Monat" und natürlich die 'Beine in die Hand genommen'. -.-

Sorry 1000 Zeichen waren zu wenig

Nicht wirklich nachvollziehbar, warum die doch relativ große Gruppe der Schiiten sich nicht gegen die Taliban wehrten. Gerade sie sollten doch wissen das ihnen Repressalien drohen.
Es braucht niemand zu schreiben Angst, Gewehrlauf schauen etc. Afghanen ..Schiiten ..kämpfen in Syrien, ganze Brigaden.
Ein Wort zu den Ortskräften,wenn ich alles so verfolge und nachvollziehe wollte man sie nie rausholen oder mitnehmen. Nur Dank Internet und Journalismus kam alles ins rollen. Alle höheren Dienstgrade kannten ihre echten Helfer , kein Mensch hätte ihnen außer Disziplinarverfahren etwas können ..einfach rein In die Maschine und ab in Sicherheit. Um so nachdenklicher macht es jetzt zu lesen wie wenig Ortskräfte ausgeflogen wurden. Wer waren all die anderen?
Tragisch jetzt, egal wie man hilft, man hilft auch immer die Taliban und andere Extremistische Kräfte..

13:54 von Tarek94

"Kann man nicht helfen, auch oder gerade weil andere es unterlassen?"

Es war die Rede von "wir", "Gesamtheit der Menschheit", usw. usf.
Wenn sich aber ein großer Anteil der "Gesamtheit der Menschheit" dagegen ausspricht, dann hat das "wir" auf einmal keine Bedeutung mehr?

Jetzt haben Sie mit viel Wortklauberei meine einfache Frage nicht beantwortet.

Thematische Ausrichtung

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14:23, nie wieder spd @12:27 von fathaland slim

>>Aber viele Staaten der damaligen Welt haben nur deshalb für die universellen Menschenrechte gestimmt, weil sie mit der Aussicht auf Entwicklungshilfe und andere Unterstützung geködert wurden.
Wir hatten hier vor ein paar Wochen schon mal darüber diskutiert.
Insofern wurde die Zustimmung also erkauft und später, aufgrund lokaler Entwicklungen, wurden die Werte zu recht „westlich“ genannt.<<

Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte kam also aufgrund von Käuflichkeit zustande?

Meinen Sie das wirklich ernst?

Ich möchte einmal die Präambel zitieren:

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

Das ist Ihrer Ansicht nach westlich?

Ich glaube, es besteht Diskussionsbedarf darüber, was „westlich“ eigentlich bedeutet.

Denn wenn ich mir die Geschichte der Weltregionen, die gemeinhin als westliche bezeichnet werde, ansehe, dann entdecke ich darin wenig, was diesen Worten entspricht.

Mit der Westlichkeit der Menschenrechte kann es also nicht weit her sein.

Wie hieß eigentlich noch der Haupträdelsführer..

.. der letztendlich siegreichen bewaffneten Auständischen, die letztendlich die ausländischen Truppen aus dem eigenen Land dauerhaft vertrieben hat?

Richtig erkannt, George Washington!

Daher mein Fazit :
Wer siegt, hat halt recht, und wer verliert, spottet ohnehin irgendwann nur jeglicher Beschreibung!

@ 12:59 von klug und weise: PS

Lasst uns doch erstmal diskutieren!

Das ‚erstmal diskutieren‘ bezog sich natürlich _nicht_ auf diese Rettung von Leuten !!!
Dafür muss man denk ich, jetzt auf das zurückgreifen, was man hat. (*)

Mit „erstmal diskutieren“ meinte ich, _bevor_ wir etwas ändern oder wir ein in-Frage-stellen und offene Diskussionen dazu von vornherein als nicht-gesellschaftsfähig deklarieren.(**)

(*) Übrigens sollte mMn die Genehmigung von Kampfeinsätzen von der zur Hilfe entkoppelt sein.

(**) Ich finde, man kann das Durchwinken von militärischen kampfmäßigen Einsätzen durchaus auch schon mal in Frage stellen; ins besonderere, da wir eben nicht sicher sind, ob wir richtig informiert wurden.

"Jetzt brauchen wir eine

"Jetzt brauchen wir eine Diskussion darüber, was funktionieren könnte."

Das sehe ich nicht so. Das letzte was die Afghanen brauchen, ist das die Deutschen darüber diskutieren was die Afghanen zu tun und zu lassen haben.

"Jetzt haben Sie mit viel

"Jetzt haben Sie mit viel Wortklauberei meine einfache Frage nicht beantwortet."

Da Sie offensichtlich "helfen" mit "den Afghanen den westlichen Lebensstil vorschreiben" gleichsetzen: Nein

14:23, Magic.fire

>>Nicht wirklich nachvollziehbar, warum die doch relativ große Gruppe der Schiiten sich nicht gegen die Taliban wehrten. Gerade sie sollten doch wissen das ihnen Repressalien drohen.
Es braucht niemand zu schreiben Angst, Gewehrlauf schauen etc. Afghanen ..Schiiten ..kämpfen in Syrien, ganze Brigaden.<<

Ja und?

Heißt das, daß Schiiten generell Söldner sind?

Und nicht vielleicht in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit Menschen wie Sie und ich, mit Familien, ganz normalen Berufen, ganz durchschnittlichem Mut, ganz alltäglichen Sorgen und Ängsten?

Immer wieder, wenn es hier um Menschen aus weit entfernten Gegenden geht, fühle ich mich an Hagenbecks Völkerschau erinnert. Die Menschen werden nicht als Menschen wie wir wahrgenommen, sondern als so etwas ähnliches wie wilde, exotische Tiere.

@15:40 von fathaland slim

>> Das ist Ihrer Ansicht nach westlich?

IMO sind diese häufig erwähnten westlichen Werte nur die Werte des Kapitalismus: Gier, Neid, Maßlosigkeit, Zorn, Trägheit, Eitelkeit und Wollust.

re 15:43 Tarek94: Diskussion

>>"Jetzt brauchen wir eine Diskussion darüber, was funktionieren könnte."

Das sehe ich nicht so. Das letzte was die Afghanen brauchen, ist das die Deutschen darüber diskutieren was die Afghanen zu tun und zu lassen haben.<<

Sie tun es doch gerade!

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