Ihre Meinung zu: Papst in Ungarn: Versöhnliche Worte in Budapest

12. September 2021 - 18:51 Uhr

Als "herzlich" beschreibt der Vatikan das Treffen zwischen Papst Franziskus und dem ungarischen Regierungschef Orban. Dabei hatten Orban-Unterstützer im Vorfeld viel Stimmung gegen den Pontifex gemacht. Von Oliver Soos.

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Kommentare

Unsere tägliche Realsatire gib uns heute. Amen.

Artikel: «Momentan ist das Verhalten des Papstes christenfeindlich. Ich bete dafür, dass der eigentliche Papst Benedikt, der zum Glück noch lebt, diesen komischen anderen Papst erleuchtet und ihm klarmacht, welche Verantwortungen und Pflichten er als Leiter der christlichen Welt hat.»

Wenn der eine seltsame Papst den anderen komischen Papst erleuchtet.
Dann bitte mit Blitzeinfahrung live übertagen im TV zur besten Sendezeit.
Einen christenfeindlichen Papst will nicht mal ich als Agnostiker.
Und Benedikt-Revival schon mal erst recht nicht.

Artikel: «Papst Franziskus wurde zuvor auch schon als dement und als Schurke beschimpft, vom Publizisten und Mitglied der Regierungspartei Fidesz, Zsolt Bayer. "Seine Heiligkeit der Papst twittert wie ein braves, liberales, gendergläubiges Vieh", sagte Bayer außerdem.»

Freundliche Christen sollt ihr sein, nicht Verbalberserker mit Keule auf dem Weg zur Kreuzigung. Wenn Mr. B. wüsste, dass der Papst sich im Perso längst umgegendert hat …

Dieser komische Papst

koennte eine auch eine Rolle bei der Versoehnung von Bevoelkerungsgruppen des Balkans spielen.

Hoffentlich lebt er lange genug.

Die Kommentare von Orban und Co. zeigen wie man diesen Mann respektiert.

Orbans Kritik ist gut begründet

Der Papst fordert Bescheidenheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft. Eigenschaften, die viele dem autoritären ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban nicht zuschreiben.

Wenn Bescheidenheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft persönliche Entscheidungen und persönliche Leistungen sind, dann alles gut.
Es ist jedoch zutiefst autoritär, diese von anderen Menschen zu fordern und noch autoritärer ist es, diese per Gewaltandrohung der Staatsmacht durchzusetzen; wobei diese Werte dann ins Gegenteil verkehrt werden.
Es hat mit Menschlichkeit rein gar nichts zu tun, wenn andere für die eigenen "Wertvorstellungen" die Zeche (und nicht nur in Form von Geld!) zahlen müssen. Orban hat nicht immer recht (z.B. seine autoritäre Medienpolitik) aber seine Kritik an der vom Papst befürworteten und anderswo praktizierten Politik, ist angebracht.

„Bei seiner Predigt stellte Papst Franziskus Jesus und seinen Weg in den Mittelpunkt.
>> "Wir würden heute lieber einen mächtigen Messias haben als einen gekreuzigten Knecht. Wir können viel Zeremonie machen, aber die Eucharistie zeigt uns Gott als gebrochenes Brot, als gekreuzigte und dargebrachte Liebe."

Diese Anspielung auf Orbans gegen alle Regeln christlicher Nächstenliebe verstoßende Politik kann schon als deutliche Kritik aufgefasst werden. Genauso wie diese Forderung: „Der Papst fordert Bescheidenheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft. >> Eigenschaften, die viele dem autoritären ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban nicht zuschreiben“

„Der Papst traf sich mit ihm vor der Messe zu einem halbstündigen Gespräch - widerwillig, wie einige Medien vorab berichteten“

Warum, kann man sich wohl denken.

Orban ist ein korrupter

Orban ist ein korrupter Flegel - daran gibt es keinen Zweifel - und er ist sehr gut darin, andere die Zeche zahlen zu lassen (soweit es um Geld geht, auch mehrfach, wenn man mal an die EU-Gelder denkt, - also unser aller Steuergelder - die mehrfach in dieselben Projekte fließen sollten (s. Autobahn) und merkwürdigerweise den Weg dorthin nicht fanden.

Man muss als Papst schon ein ausgesprochen mildes und gefestigtes Gemüt haben, wenn man sich mit einem solchen Staatschef trifft, der manchmal wirkt, als sei er größenwahnsinnig und brauche deshalb seine Gedanken und die resultierenden Äußerungen nicht zu disziplinieren.

Welche Streitigkeiten?

Zitat: "Bei seiner Ankunft am Budapester Flughafen kommentierte der Papst diese Streitigkeiten nur kurz und sagte, dass man ineinander keine Feinde, sondern Brüder sehen solle"

Welche Streitigkeiten?

Ungarn hält ja in vorbildlicher Weise europäischer und christliche Werte hoch. Wenn man mit "Streitigkeiten", das irrelevante Geplapper und Einmischung in ungarische Angelegenheiten durch Brüssel und Berlin meint: das nimmt in Ungarn zum Glück niemand ernst. Info völlig irrelevant.

RE: État DE gauche um 21:00

Ach wissen Sie, wenn Orban & Fans den Papst kübelweise mit Dreck bewerfen, dann fällt dieser doch nur auf sie selber zurück. Und durch diese Auswürfe wird für jeden die hässliche und überaus gefährliche Fratze der Rechten sichtbar. Hass statt Liebe, Rache statt Versöhnung und Niedertracht statt tugendhaft.

Papst Franziskus hat wieder einmal die Größe mit Liebe und Versöhnung darauf zu reagieren. Nur die Rechten können ihn einfach nicht begreifen..., schade um sie !

Gruß Hador

@ 21:20 von Blitzgescheit Christliche Werte in Ungarn?

Sie meinen sicher die Nächstenliebe an der Grenze mit viel Stacheldraht vorgelebt?

Autoritär?

Zitat: "Der Papst fordert Bescheidenheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft. Eigenschaften, die viele dem autoritären ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban nicht zuschreiben. "

Jetzt muss ich doch einmal nachfragen.

Wer ist mit "viele" gemeint? Der großartige ungarische Staatsmann Orban wurde mit einer breiten Mehrheit der Ungarn zum Regierungschef Ungarns gewählt. Dass vielleicht linke Journalisten, Aktivisten und sonstige Akteure eine andere Meinung von Hrn. Orban haben, mag sein, ist aber völlig irrelevant.

Inwiefern soll Hr. Orbans Regierungsstil denn mit autoritär beschrieben werden können - jetzt mal objektiv beschrieben? Ordnet Hr. Orban auch an, dass demokratische Wahlen in einer ungarischen Provinz rückgängig zu machen sind, wenn das Ergebnis nicht passt?

Stimmungsmache

Dabei hatten Orban-Unterstützer im Vorfeld viel Stimmung gegen den Pontifex gemacht.

Ohnehin scheint es eine Eigenart der Rechtspopulisten zu sein, ständig Stimmung gegen irgendwen zu machen.

21:00 von État DE gauche

«Wenn Bescheidenheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft persönliche Entscheidungen und persönliche Leistungen sind, dann alles gut.»

Wenn den Flegeln in Ungarn nichts besseres einfällt, als den Papst als dement und Gender Pope zu verunglimpfen. Dann ist es das selbst heimgeleuchtetes Flutlicht auf die hässliche Fratze der Laberbacken.

The Catholic Gender Pope, in dessen Verein Frauen nicht mal Priester werden dürfen. Immer wieder muss man sich fragen, warum die Nationaltrottel den ständigen Drang verspüren, sich selbst zum Affen zu machen, ohne dass wer anders überhaupt was sagen muss.

Genau so ein Mysterium wie Unbefleckte Empfängnis und Auferstehung von den Toten mit Himmelfahrt.

@ Blitzgescheit

Ungarn hält ja in vorbildlicher Weise europäischer und christliche Werte hoch.

Ja, reichlich übertrieben. Echte Christen hängen ihre "Werte" nicht so an die große Glocke. Echte Frömmigkeit ist nicht so oberflächlich und so plakativ.

@ 21:21 von Hador Goldscheitel

Ach wissen Sie, wenn Orban & Fans den Papst kübelweise mit Dreck bewerfen, dann fällt dieser doch nur auf sie selber zurück.

Ach wissen Sie, wenn Sie meinen Kommentar ganz gelesen hätten, wäre Ihnen Lob für und auch Kritik an Orban aufgefallen. Aber Schwarz-Weiß, alles-oder-nichts Schubladendenken ist ja so viel einfacher. Und das fällt wirklich auf einen selber zurück.

Hass statt Liebe, Rache statt Versöhnung und Niedertracht statt tugendhaft.

Ich schrieb: "Wenn Bescheidenheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft persönliche Entscheidungen und persönliche Leistungen sind, dann alles gut."

Wenn das bereits Hass, Rache und Niedertracht sein soll.....

Der Papst ist diplomatisch

Der Papst ist diplomatisch höflich und sticht selbst in dieser Kategorie den nationalen fremdenfeindlichen Orban aus.

Und man muss schon ordentlich Scheuklappen aufsetzen, um in den Kriterien von Papst Franziskus "Bescheidenheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft" keine klare Kritik an Orban und seinem Kurs zu erkennen.

@ Blitzgescheit

Wenn man mit "Streitigkeiten", das irrelevante Geplapper und Einmischung in ungarische Angelegenheiten durch Brüssel und Berlin meint: das nimmt in Ungarn zum Glück niemand ernst.

Die EU scheint in Ihren Augen möglicherweise gerade noch zum Geld-Absahnen geeignet. Berechtigte Kritik oder auch nur eine Diskussion degradieren Sie zum puren "Geplapper".
Wundert es Sie, dass andere nicht zu ernsthaften Diskussionen mit Ihnen bereit sind?

21:00 von État DE gauche

Wenn Bescheidenheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft persönliche Entscheidungen und persönliche Leistungen sind, dann alles gut.
Es ist jedoch zutiefst autoritär, diese von anderen Menschen zu fordern[...]

Bisher dachte ich, dass genau diese Werte das Christentum ausmachen.
Und dass es zur Aufgabenbeschreibung eines Papstes gehört sich für diese stark zu machen.

Versöhnliche Worte ?

Die christlichen Kirchen hund alle großen Religionen aben ihre moralische und weltlich Führungsrolle verloren.

In zeiten der Aufklärung und Naturwissenschaften auch logisch.
Hoffen wir mal das es besser wird.

mildes und gefestigtes Gemüt haben, ?

Kokolores2017@

Oder er akzeptiert die Mehrfachen demokratischen Wahlen der guten Bürger in Ungarn.

@ schabernack

Genau so ein Mysterium wie Unbefleckte Empfängnis und Auferstehung von den Toten mit Himmelfahrt.

Warum muss man sich über Mysterien lustig machen?

Die Kritik des Papstes ...

... ist so zurückhaltend und höflich, dass die, die immer mit dem Zaunpfahl unterwegs sind, gar nichts merken. Egal, es liegt nicht in der Zuständigkeit des Papstes, Orban zu erziehen.

@ Etat de gauche

Es ist jedoch zutiefst autoritär, diese von anderen Menschen zu fordern und noch autoritärer ist es ...

Der Papst fordert nicht und er ist auch nicht autoritär.

21:53 von schabernack

Genau so ein Mysterium wie Unbefleckte Empfängnis und Auferstehung von den Toten mit Himmelfahrt.
...................

kein Mensch wird in diesen Verein reingezwungen
auch braucht er nicht zu glauben was dort gepredigt wird
... und das Frauen nicht Priester oder vergleichbares werden können
wie ist das im Judentum, im Islam, beim Buddhismus Hinduismus ?
mir scheint das ist ein generelles Problem
von Religionen die ihren Ursprung vor mehr tausend Jahren haben
ein etwas anderes Frauenbild

22:10 von werner1955

was hat das mit Naturwissenschaften zu tun ?
Religionen geben in der Regel philosophische Antworten

@22:09 von Kaneel @21:00 von État DE gauche

//"Wenn Bescheidenheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft persönliche Entscheidungen und persönliche Leistungen sind, dann alles gut.
Es ist jedoch zutiefst autoritär, diese von anderen Menschen zu fordern[...]"
----
Bisher dachte ich, dass genau diese Werte das Christentum ausmachen.//

Das Problem ist aber, dass nicht wenige Christen glauben, diese Werte für sich gepachtet zu haben, ohne diese tatsächlich auch zu leben.

//Und dass es zur Aufgabenbeschreibung eines Papstes gehört sich für diese stark zu machen.//

Ja. Man kann aber auch ohne Glauben für diese Werte eintreten. Und das Vorleben von Werten ist glaubhafter als das Fordern. Und mit dem Vorleben tut sich gerade so manch ein kirchliches Oberhaupt recht schwer. Eben alles nur ganz gewöhnliche Menschen, die sich aber oft für etwas Besseres halten.

@ werner1955

Die christlichen Kirchen hund alle großen Religionen aben ihre moralische und weltlich Führungsrolle verloren.

Eine gewisse moralische Führungsrolle wird man den beiden großen christlichen Kirchen ja sicher nicht absprechen können.

@22:19 von frische Unterhose @ schabernack

//Genau so ein Mysterium wie Unbefleckte Empfängnis und Auferstehung von den Toten mit Himmelfahrt.

---

Warum muss man sich über Mysterien lustig machen?//

Muss man nicht, darf man aber.

@werner1955, 22:10

„Die christlichen Kirchen hund alle großen Religionen aben ihre moralische und weltlich Führungsrolle verloren.
In zeiten der Aufklärung und Naturwissenschaften auch logisch“

Keineswegs. Universelle moralische Werte wie Anstand und Menschlichkeit gab es schon vor dem Zeitalter der Aufklärung. Naturwissenschaften übrigens auch.

22:19 von frische Unterhose / @schabernack

«Genau so ein Mysterium wie Unbefleckte Empfängnis und Auferstehung von den Toten mit Himmelfahrt.»

«Warum muss man sich über Mysterien lustig machen?»

Keine Ahnung, wer so was macht. Ich jedenfalls nicht.
Ein Mysterium ist etwas rational nicht Erklärbares.

21:00 von État DE gauche

Wenn Bescheidenheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft persönliche Entscheidungen und persönliche Leistungen sind, dann alles gut.
Es ist jedoch zutiefst autoritär, diese von anderen Menschen zu fordern
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soll Leute geben die fordern das bei Dingen die (für uns) selbstverständlich sind wie etwa Menschenrechten

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