Ihre Meinung zu: UN-Geberkonferenz: Deutschland sagt 100 Millionen Euro zu

13. September 2021 - 15:58 Uhr

Auf der UN-Geberkonferenz hat Außenminister Maas 100 Millionen Euro Hilfe für Afghanistan versprochen. Insgesamt kamen Zusagen für mehr als eine Milliarde US-Dollar zusammen - zur Freude des UN-Generalsekretärs.

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Eine Bitte an die Mitforisten

Ich möchte darum bitten, davon Abstand zu nehmen, zu schreiben, daß Heiko Maas 100 Millionen Euro an die Taliban zahlen würde und stattdessen den Artikel zu lesen.

Am Geld darf die Versorgung mit Lebensmitteln nicht scheitern

"Nach Angaben der Vereinten Nationen wird ohne humanitäre Hilfe im kommenden Jahr die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren in dem Land an Hunger leiden. Den unmittelbaren Hilfsbedarf bezifferte [UN-Generalsekretär] Guterres auf gut 500 Millionen Euro.
>> Fast ein Drittel dieses Bedarfs ist durch die Machtübernahme der Taliban entstanden"

Also gilt es, die notleidende Bevölkerung unter Umgehung der Taliban mit allem zu versorgen, was sie zum Überleben benötigt. Schon damit die sich nicht als "Retter in der Not" aufspielen und so Bürger für "ihre Sache" einspannen können. Wenn da jetzt aufs Geld geguckt wird, dürften die Folgekosten daraus noch weitaus höher ausfallen. Und das nicht nur in Form von Geld. Gleiches gilt übrigens angesichts der anderen humanitären Katastrophen, die gerade nicht so im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit sind nicht nur für Afghanistan.

Am 13. September 2021 um 17:04 von fathaland slim

Ich möchte darum bitten, davon Abstand zu nehmen, zu schreiben, daß Heiko Maas 100 Millionen Euro an die Taliban zahlen würde und stattdessen den Artikel zu lesen.
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Ich hätte kein Problem damit wenn Herr Maas sein Geld an die Taliban verschenkt. Aber das Steuergeld der Deutschen hat in den Taschen der Terroristen nichts zu suchen.
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Die Mittel sollen "vor allen Dingen über die Organisationen der Vereinten Nationen (...) zu den Menschen in Afghanistan gebracht werden", sagte er der ARD. .Er sei optimistisch, dass dies auch unter den nun in Afghanistan herrschenden Taliban möglich sei, auch wenn dafür "technische Gespräche" mit ihnen nötig seien.
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Er war auch beim Abzug der BW optimistisch das die Terrorbande das Land nicht mehr erobern könne.

@fathaland slim

" Ich möchte darum bitten, davon Abstand zu nehmen, zu schreiben, daß Heiko Maas 100 Millionen Euro an die Taliban zahlen würde und stattdessen den Artikel zu lesen. "

An die Taliban direkt wird nichts gezahlt was aber nicht heißt dass die Taliban von diesem Geld einen nicht unerheblichen Teil bekommen werden , sei es beispielsweise für Sicherheitsgarantien der UN Mitarbeiter oder Durchfahrtsrechte etc.
Man darf nicht der naiven Hoffnung erliegen dass die Taliban im Interesse der Afghanen die Menschlichkeit entdecken und darum die UN uneingeschränkt unterstützen .

UN Geberkonferenz

und Deutschland gibt 100 Millionen, und weitere 500 sind vorgesehen, bleibt die Frage, was haben andere Länder vorgesehen.

Denn der Bedarf ist ja laut UN 500 Millionen " Den unmittelbaren Hilfsbedarf bezifferte Guterres auf gut 500 Millionen Euro. Fast ein Drittel dieses Bedarfs ist durch die Machtübernahme der Taliban entstanden. "

Das deckt ja schon Deutschland ab, sogar 100 Millionen mehr mit der ersten Spende.

Ob das am Ende richtig ist, und nicht doch etwas in die Hände der Taliban gerät, weiß ich nicht.
Zu den anderen Fakten enthalte ich mich lieber.

Warum?

Warum sollen denn immer wieder wir Geld geben und sorry, was geht und Afghanistan an? Meiner Meinung nach nichts, nicht die Bohne. In Afghanistan sind jetzt die Taliban an der Macht und sollen die doch zusehen wie die klarkommen? Wir haben ja gesehen wohin das geführt hat als wir denen unsere westlichen Wertvorstellungen aufs Auge drücken wollten. Jegliche Unterstützung ist eine Unterstützung der Taliban, mehr oder weniger. Und wir unterstützen diese Gangster die uns aus Ihrem Land mehr oder weniger gejagt haben jetzt mit finanziellen Hilfen? Das ist doch schizophren.

Deutschland

bekämpfte die Taliban fast 20 Jahre. Angehörige mussten Tote beklagen und Milliarden von Steuergeldern flossen ins Land. Jetzt ist die Taliban wieder an der Macht und D. spendiert locker 100 Mio. (zum Anfang).
Sind die Politiker noch bei Verstand?

Dank für den Hinweis

in welcher Richtung sie keine Kommentare wünschen. Also, bislang wurde jahrzehntelang schon an Hilfsorganisationen gezahlt ohne das sich die Situation im Land nennenswert gebessert hat. Was kann da jetzt unter Talibanherrschaft verbessert werden? Außerdem, es zeichnet sich in der Bevölkerung, zumindest außerhalb Kabuls und vornehmlich bei den Männern, eine zunehmende Unterstützung der Taliban ab. Humanitäre Hilfe landet auch bei denen, also steht zu befürchten, daß so die Taliban wenn auch nur indirekt unterstützt werden.
Wenn es eine auch dem Westen zufriedenstellende Entwicklung geben soll muss dazu der Wille auf breiter Basis in der afghanischen Bevölkerung vorhanden sein. Und das muss die Bevölkerung zeigen auch gegen den Druck der Taliban. Erst wenn das erkennbar ist sollte Geld fließen.

Ich halte das für die Fortsetzung ...

.. des Kampfes mit anderen Mitteln. Solange die UN Afghanistan unterstützt, haben die Taliban keine Veranlassung selbst die Initiative zur Ernährung ec. zu ergreifen.
Über 20 Jahre wurden enorme Summen investiert ... mit welchem Ergebnis? Garkeinem.
Was soll also jetzt besser oder anders werden?
Die Taliban werden die notleidende Bevölkerung auch weiterhin zur Durchsetzung ihrer Ziele vorschieben.
Unbare Hilfe zur Selbsthilfe halte ich für die einzig vernünftige Maßnahme ... ob die Taliban das genau so sehen?

Afghanistan ist weltgrößter Opiumanbauer

Die Taliban haben ihre Waffen mit dem Opiumhandel finanziert (Opium = Morphin - hieraus wird Diacetylmorphin hergestellt. Handelsname: Heroin). Die USA haben Millionen und Abermillionen in Afghanistan investiert um den Opiumanbau zu reduzieren. Sie haben das Gegenteil erreicht - mit jeder Million mehr stieg die Produktion. Leider ist von Opium in allen Medienberichten nur wenig zu lesen. Daher: Wie wäre es, humanitäre Hilfe nicht nur an Ausreisewillige, sondern auch an die Rauschgiftherstellung zu koppeln?

Beruhigend!

Ich kann es nicht anders schreiben, - es macht mich glücklich (und auch etwas stolz), dass Deutschland weiterhin seiner wirtschaftlichen, moralischen und menschlichen Verantwortung nachkommt.
Wie einfach und bequem wäre es, den Kopf einfach in den Sand zu stecken und sich zu sagen: Jetzt ist eh alles gescheitert, was kümmert uns denn Afghanistan noch groß?
Nein, wir stehen weiterhin zur Menschlichkeit, zu Solidarität und zu Stabilität! Daran erkenne ich wahre Größe!

Wenn ich mich recht erinnere...

Wenn ich mich recht erinnere ist Deutschland in Bezug auf die Aufnahme von Afghanen tief gespalten laut einer representativen Umfrage. 48% lehnen generell eine Aufnahme ab; 47% sind dafür. Aber von den 47% ist der überwiegende Teil nur dafür wenn andere Länder mitmachen und nur 22% der deutschen Bevölkerung ist dafür Afghanen aufzunehmen auch wenn keiner mitmacht. Viele Länder, darunter Österreich, Schweden, Dänemark werden keine Afghanen aufnehmen. Es werden also Aufnahmezusagen ausgesprochen weil 22% unserer Bevölkerung das so will oder argumentiere ich falsch?

Dennoch subventioniert jeder Euro in Afghanistan ....

.... das dortige Regime der Taliban.
.
Darand ändern auch noch so ehrenwerte Absichtserklärungen nichts.
.
Auch ein voller Magen hilft das Regime an der Macht zu halten. Was man sehen wird, sobald die Taliban mehr Geld brauchen sind Bilder von hungernden Menschen. Und bei denen wird ankommen: ... Wir, die Taliban sorgen für euch....
.
Kein einziger Euro oder Dollar darf in diesem Land ankommen ... übrigens auch kein Drogengeld. Nur dann wird sich die Bevölkerung eine Regierung suchen die gut für das Land ist.
.
... und ja, ich hab den Artikel gelesen.

Nothilfe nur gezielt

Helfen, ist ein hoher Wert. Aber in Afghanistan sehe ich ein neues Bild: Hilfszahlungen haben wir bisher geleistet. An eine demokratisch gewählte Regierung, die die Menschen vertrat und Freiheiten und Rechte gewährleisten wollte. Menschen in Not und Armut sollten profitieren. Heute stellt sich die Sachlage anders da: Notleidende gibt es noch. Die brauchen Unterstützung. Aber nur in direkten Zuwendungen in UN-betriebenen Einrichtungen, damit Geld dort landet, wo es benötigt wird. Die Taliban, Paschtunen usw, die nur Macht ohne Rückhalt wollen und den Islam als Waffe gegen das eigene Volk einsetzen, haben überhaupt keinen Anspruch auf Hilfe. Sie haben mit dem Durchmarsch nach Kabul, Zerstörung und Gewaltherrschaft jegliche Repräsentation verspielt. Sie misshandeln ihr Volk. Das Ausland soll nur zahlen, damit Taliban ihre Macht zementieren und Staatsgelder für ihre Interessen einsetzen können. Ich traue der Führung nicht. Sie macht das Volk zu Geiseln, um ihren Willen durchzusetzen-

Menschen vor Verbrechern zu schützen muss möglich sein (bzw.

mit allen verfügbaren Mitteln möglich gemacht werden - und dies unmittelbar:

"Die Mittel sollen "vor allen Dingen über die Organisationen der Vereinten Nationen (...) zu den Menschen in Afghanistan gebracht werden"

Und das muss auch gegen den Willen der Taliban möglich sein. Also notfalls mithilfe bewaffneter Unterstützung der Verteiler. Diese Unterstützung muss auch zum Schutz akut Gefährdeter vor Ort möglich sein:
"Die Menschenrechtskommissarin der UN Bachelet warf den Taliban vor, ihre Versprechen zur Wahrung der Freiheitsrechte nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan bereits gebrochen zu haben. Vor allem bei den Frauenrechten entsprächen die Realitäten vor Ort nicht den Zusagen. "Im Gegensatz zu den Zusicherungen der Taliban, die Rechte der Frauen zu wahren, wurden die Frauen in den vergangenen drei Wochen zunehmend aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen". Sie verwies darauf, dass in der neuen Taliban-Regierung keine Frauen vertreten seien.
Zudem habe es Fälle gegeben, (...)"

@Nettie

" Also gilt es, die notleidende Bevölkerung unter Umgehung der Taliban mit allem zu versorgen, was sie zum Überleben benötigt. "

Die Taliban in Afghanistan zu umgehen ist völlig unmöglich .
An der Zustimmung der Taliban selbst für humanitäre Hilfen geht kein Weg vorbei , alleine schon deshalb wird die Versorgung der notleidenden Bevölkerung ohne eine finanzielle "Gebühr" für die Taliban nicht funktionieren .
Man denke hier zuerst auch an die Sicherheit der Mitarbeiter der Hilfsorganisationen .
Trotzdem sollte den Menschen im Land geholfen werden koste es was es wolle .

@fathaland slim

Nachtrag :
Was uns aber nicht daran hindern sollte den Menschen dort zu helfen .

Weshalb zahlen nicht die Kriegstreiber oder Gewinner am Krieg???

Keiner der Terroristen, die für den Anschlag von 9/11 verantwortlich waren, kam aus Afghanistan. 15 der 19 Terroristen kamen aus Saudi-Arabien. Aber da Saudi-Arabien ein Verbündeter der USA ist und regelmäßig Waffen für 100 Milliarden Dollar in Amerika kauft, mußte ein anderer Sündenbock gefunden werden, denn 9/11 durfte nicht ungestraft bleiben.

Also wurde Afghanistan bombardiert, denn der Drahtzieher des Terroranschlags, Bin-Laden, der im Krieg zwischen Afghanistan und Rußland noch massiv von Amerika unterstützt wurde, wurde dort vermutet.

Weshalb werden nach diesem sinnlosen Krieg gegen die afghanische Bevölkerung die Länder oder Konzerne , die an dem Krieg verdient haben, nicht zuerst zur Kasse gebeten?

Auch bei dieser Geberkonferenz, wie bei einigen Konferenzen in der Vergangenheit, füllen nicht die Verursacher der Kriege oder Regime-Change-Versuche die Kassen zur Schadensbeseitigung auf, sondern die Steuerzahler werden erneut herangezogen?

Die Afghanen haben Hunger….

Eine humanitäre Katastrophe deutet sich an und die Afghanen haben Hunger. Sollte man aber nicht mal aus einem anderen Blickwinkel an die Sache rangehen? Afghanistan ist größtenteils ein karges Land. Lebten dort in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts so 7 Millionen Afghanen dort, so sind es jetzt so 34 Millionen. Das Land ist aber nicht fruchtbarer geworden. Das Problem ist also mindestens zum Teil hausgemacht.

@ eine_anmerkung - 17.50 Uhr

Ob Sie falsch argumentieren mag ich nicht beurteilen. Aber selbst wenn es nur 1% wären, die Menschen in Not bei uns aufnehmen wollen, wäre es immer noch richtig.
P.S.: ich gehöre zu den 22% aus tiefer Überzeugung!

Warum wird mit dem Regime in

Warum wird mit dem Regime in Afghanistan nicht genauso umgegangen wie mit jenem in Nord-Korea ?

17:31, John Koenig

>>@fathaland slim
" Ich möchte darum bitten, davon Abstand zu nehmen, zu schreiben, daß Heiko Maas 100 Millionen Euro an die Taliban zahlen würde und stattdessen den Artikel zu lesen. "

An die Taliban direkt wird nichts gezahlt was aber nicht heißt dass die Taliban von diesem Geld einen nicht unerheblichen Teil bekommen werden , sei es beispielsweise für Sicherheitsgarantien der UN Mitarbeiter oder Durchfahrtsrechte etc.
Man darf nicht der naiven Hoffnung erliegen dass die Taliban im Interesse der Afghanen die Menschlichkeit entdecken und darum die UN uneingeschränkt unterstützen .<<

Sie meinen also, die UN würden einen Teil der Gelder benutzen, um die Taliban zu schmieren?

Glaub ich nicht.

Falsch. Die Taliban setzen

Falsch.
Die Taliban setzen den Hunger als Waffe gegen uns ein. Da muss man hart bleiben. Hungernde Menschen neigen dazu, sich zu wehren. Dann machen die der Moped Gang ganz schnell die Lichter aus.
Und wen schon geholfen wird, sehe ich die ölscheichs am erster Stelle. Unberechtigt reich und Glaubensbrüder. Eigentlich sollte das Verpflichtung genug sein.

@ Am 13. September 2021 um 18:22 von John Koenig

>>Am 13. September 2021 um 18:22 von John Koenig
@Nettie

" Also gilt es, die notleidende Bevölkerung unter Umgehung der Taliban mit allem zu versorgen, was sie zum Überleben benötigt. "

Die Taliban in Afghanistan zu umgehen ist völlig unmöglich .
An der Zustimmung der Taliban selbst für humanitäre Hilfen geht kein Weg vorbei , alleine schon deshalb wird die Versorgung der notleidenden Bevölkerung ohne eine finanzielle "Gebühr" für die Taliban nicht funktionieren .
Man denke hier zuerst auch an die Sicherheit der Mitarbeiter der Hilfsorganisationen .
Trotzdem sollte den Menschen im Land geholfen werden koste es was es wolle .<<

Wie stellen Sie sich diese "Gebühren" vor? Meinen Sie die UN- Mitarbeiter, die die Hilfslieferungen (zumeist Nahrung, Medikamente) an die Bevölkerung verteilen, auch noch eine Geldschatulle dabeihaben, um die Taliban dann zu bezahlen?

Haben Sie dazu valide Quellen? Oder ist das nur eine Annahme?

Deutschland sagt 100Mio.

Deutschland sagt 100Mio. zu,sagt aber auch zu,Notleidende,besonders schützenswerte Afghanen aufzunehmen,...! 500 Mio. werden nach UN - Angaben benötigt,...- 100 Mio. steuert Deutschland bei, - wie hoch ist die Unterstützung der anderen Länder?? Warum muss immer Deutschland an erster Stelle sein! Hilfsgelder,Aufnahme,Versorgung....., - Übernimmt sich Deutschland nicht?

17:54, geselliger misa...

>>Dennoch subventioniert jeder Euro in Afghanistan ....
.... das dortige Regime der Taliban.
.
Darand ändern auch noch so ehrenwerte Absichtserklärungen nichts.
.
Auch ein voller Magen hilft das Regime an der Macht zu halten. Was man sehen wird, sobald die Taliban mehr Geld brauchen sind Bilder von hungernden Menschen. Und bei denen wird ankommen: ... Wir, die Taliban sorgen für euch....
.
Kein einziger Euro oder Dollar darf in diesem Land ankommen ... übrigens auch kein Drogengeld. Nur dann wird sich die Bevölkerung eine Regierung suchen die gut für das Land ist.
.
... und ja, ich hab den Artikel gelesen.<<

Sie möchten also die afghanische Bevölkerung hungern lassen, um die Taliban zu bezwingen.

So ähnlich wie man Städte im Mittelalter belagert hat.

Ja, das sind unsere westlichen Werte, nicht wahr?

Vielleicht sollte man das

Vielleicht sollte man das gesamte Engagement in Afghanistan endlich einstellen? Ich denke, dass man das getrost der Großmacht China als direktem Nachbarn überlassen kann. Und ebenso der Großmacht Rußland, deren Satellitenstaaten an das Land grenzen.

Um Säuglingssterben und

Um Säuglingssterben und Hungertod zigtausender Menschen zu vermeiden, darf es keine Bedingungen geben. Das ist bewährtes Vorgehen bei humanitärer Hilfe, egal für welches Land.

@18:42 von Werner40

"Warum wird mit dem Regime in
Warum wird mit dem Regime in Afghanistan nicht genauso umgegangen wie mit jenem in Nord-Korea?"

Einer der Gründe ist wohl, dass die Taliban aufgrund einer solchen Bedrohung nicht auf die Idee kommen sollen eine Atombombe für Defensivzwecke zu benötigen. Die Freunde atomarem Potenzial sind direkt nebenan in Pakistan.
Ausserdem will man doch das beste für die Afghanische Bevölkerung? Dann darf man das Land eben nicht in die Isolation treiben und seinem Regime vollständig ausliefern.
Das die Taliban prinzipiell an internationaler Einbindung und Akzeptanz interessiert zu sein scheinen eröffnet Möglichkeiten für Verbesserungen durch Diplomatie.

@18:53 von Bender Rodriguez

"Falsch. Die Taliban setzen den Hunger als Waffe gegen uns ein. Da muss man hart bleiben. Hungernde Menschen neigen dazu, sich zu wehren. Dann machen die der Moped Gang ganz schnell die Lichter aus."

Im Klartext wollen also Sie den Hunger als Waffe einsetzen.
Das hat damals schon die USA im Irak versucht, indem sie das "Oil-for-Food"-Programm sabotiert hat, mit dem Resultat von 1,5 Mio. Toten.
Die grosse Revolution gegen Saddam ist ausgeblieben, aber laut Aussenministerin Albright war es diesen Preis wert.

@fataland, 17.04

Wie schön, dass Sie den Mitforisten mitteilen, was diese bitte zu schreiben oder vielmehr nicht zu schreiben haben.
Liegt denn die Annahme, dass das Geld tatsächlich nicht bei der hungernden Bevölkerung sondern bei den Herren Taliban ankommt, so nahe?

18:32, Helmut_S.

>>Weshalb zahlen nicht die Kriegstreiber oder Gewinner am Krieg???
Keiner der Terroristen, die für den Anschlag von 9/11 verantwortlich waren, kam aus Afghanistan. 15 der 19 Terroristen kamen aus Saudi-Arabien. Aber da Saudi-Arabien ein Verbündeter der USA ist und regelmäßig Waffen für 100 Milliarden Dollar in Amerika kauft, mußte ein anderer Sündenbock gefunden werden, denn 9/11 durfte nicht ungestraft bleiben.

Also wurde Afgihanistan bombardiert, denn der Drahtzieher des Terroranschlags, Bin-Laden, der im Krieg zwischen Afghanistan und Rußland noch massiv von Amerika unterstützt wurde, wurde dort vermutet.<<

Die Zentrale von Al Kaida befand sich in Afghanistan, und Bin Laden wurde dort nicht vermutet, er war da.

Es handelte sich um Saudis, aber trotzdem steckte das saudische Regime nicht hinter den Anschlägen.

@19:10 von SinnUndVerstand

"Um Säuglingssterben und Hungertod zigtausender Menschen zu vermeiden, darf es keine Bedingungen geben. Das ist bewährtes Vorgehen bei humanitärer Hilfe, egal für welches Land."

Ich kann den Äusserungen von Maas selten zustimmen, doch hier hat er genau diese richtige Unterscheidung gemacht...
Nothilfen ja (vermutlich bedingungslos) aber alles weitere hängt vom Verhalten der Taliban ab, und das lässt sich auf diese Weise dann auch bedingt beeinflussen.

@fathaland slim & David Séchard

Das ist zunächst nur eine Annahme .
Diese basiert aber darauf den Taliban was Rechtsstaatlichkeit , Menschlichkeit , Humanismus und Verlässlichkeit in Absprachen anbelangt nicht sonderlich zu vertrauen .
Außerdem hat eine Zusage des einen Talibanführers nur solange Gültigkeit bis der andere Talibanführer etwas anderes bestimmt da es ja keinen einheitlichen Staatsapparat gibt .
Natürlich vertrauen wir auf ein Verhalten der Taliban nach unseren Maßstäben , das wird aber eher nicht der Fall sein , zumindest war es bisher nicht so .

@ fathaland slim (17:04)

Wo und wann haben die örtlichen Machthaber / Herrschenden noch nie von Hilfsgeldern profitiert?
Wenn das so wäre würden nicht z.B. Flüchtlingslager nicht über Jahrzehnte existieren. Da fließt ordentlich Geld über Pachtverträge.
Das wenigste landet bei den Bedürftigen.

Auch die Taliban werden sich ihre Toleranz gegenüber der Hilfsaktionen vergolden lassen. Und wenn es nur Wegzoll ist oder den Helfern zugeteilte "Sicherheitskräfte" sind.

Im besten Fall schicken sie als erstes ihre eigenen Familie um die Hilfsgüter abzuholen und das wird dann weiter verkauft. (War in Syrien unter IS auch so.)

@17:40 von eine_anmerkung.

//...und sorry, was geht und Afghanistan an?//

Diese Frage hätte man sich vor 20 Jahren stellen können, hat man aber leider nicht ernsthaft genug getan. (Mit Ausnahme der Linkspartei, die geschlossen gegen den Einsatz stimmte, sowie eine Mehrheit der Grünen.)

Ob's nun gefällt oder nicht: Wir haben es verbockt und sind nun für die Schadensbegrenzung mitverantwortlich.

@SinnUndVerstand um 19:10

Sie schreiben „Um Säuglingssterben und Hungertod zigtausender Menschen zu vermeiden, darf es keine Bedingungen geben. Das ist bewährtes Vorgehen bei humanitärer Hilfe, egal für welches Land.“
Also so einfach kann man das m. E. nicht formulieren; ich finde, es kommt schon darauf an, wie die UN vorhat, in Afghanistan zu helfen. Wenn z. B. Geld fließen wird, geht das ja nicht direkt zu Menschen, und außerdem würde dies auch nichts bringen. Also wird Geld vermutlich (auch) an die Taliban gehen, und da sollte dies schon mit Bedingungen (die im Detail noch festzulegen sind) verknüpft sein - ich finde, das wäre schon redlich.

Im Prinzip haben Sie natürlich recht; Säuglingssterben und Hungertod zigtausender Menschen ist auf jeden Fall zu vermeiden, ob jetzt in Afghanistan, Nordkorea, Sudan, Äthiopien… leider gibt es zu viele Länder mit diesen schlimmen Verhältnissen.

19:38, John Koenig

>>@fathaland slim & David Séchard
Das ist zunächst nur eine Annahme .
Diese basiert aber darauf den Taliban was Rechtsstaatlichkeit , Menschlichkeit , Humanismus und Verlässlichkeit in Absprachen anbelangt nicht sonderlich zu vertrauen .
Außerdem hat eine Zusage des einen Talibanführers nur solange Gültigkeit bis der andere Talibanführer etwas anderes bestimmt da es ja keinen einheitlichen Staatsapparat gibt .
Natürlich vertrauen wir auf ein Verhalten der Taliban nach unseren Maßstäben , das wird aber eher nicht der Fall sein , zumindest war es bisher nicht so .<<

Meinen Sie mit „wir“ die UN?

Denn die sind ja für die Verteilung des Geldes zuständig.

@19:38 von John Koenig

"Natürlich vertrauen wir auf ein Verhalten der Taliban nach unseren Maßstäben , das wird aber eher nicht der Fall sein , zumindest war es bisher nicht so."

So dumm ist doch wirklich Niemand. Es geht nicht um Vertrauen sondern um gegenseitige Zugeständnisse, die natürlich jederzeit revidierbar sein müssen, falls eine Verletzung des jeweiligen Abkommens eintritt. Dann kommt es auf die immer wieder behauptete chaotische Kommandostruktur der Taliban garnicht mehr an... mit dem Versuch eines Abkommens kann man einfach nichts falsch machen.

19:24, derdickewisser

>>@fataland, 17.04
Wie schön, dass Sie den Mitforisten mitteilen, was diese bitte zu schreiben oder vielmehr nicht zu schreiben haben.<<

Ich habe eine Bitte geäußert. Nicht mehr und nicht weniger.

um 19:43 von Anna-Elisabeth

>>“Ob's nun gefällt oder nicht: Wir haben es verbockt und sind nun für die Schadensbegrenzung mitverantwortlich.“<<

Was sollen wir verbockt haben in Bezug auf Afghanistan? Diese Ihre Argumentation verstehe ich nicht und können Sie mir das mal bitte erklären? Wenn man überhaupt von „verbockt“ sprechen dürfte, müsste man den NATO-Verbund mit unseren amerikanischen Freunden ansprechen aber beileibe nicht Deutschland alleine und warum sollte dann Deutschland für die ganzen NATO Mitglieder die in Afghanistan operierten den Kopf hinhalten?

@19:40 von Tada

"Auch die Taliban werden sich ihre Toleranz gegenüber der Hilfsaktionen vergolden lassen. Und wenn es nur Wegzoll ist oder den Helfern zugeteilte "Sicherheitskräfte" sind.

Im besten Fall schicken sie als erstes ihre eigenen Familie um die Hilfsgüter abzuholen und das wird dann weiter verkauft. (War in Syrien unter IS auch so.)"

Das man den "Schwund" selbst bei bestmöglicher Organisation nie ganz vermeiden kann ist klar. Die Alternative kann aber kaum sein jeden Hilfsversuch zu unterlassen.
Gemessen an den Kriegskosten von über 1 Billion Dollar allein für die USA sind das hier wirklich Peanuts.

un-geberkonferenz-deutschland-sagt-100-millionen-euro-zu

lieber Augustus Cäsar, Sie schreiben um 17:41 Uhr, Zitat:"Deutschland

bekämpfte die Taliban fast 20 Jahre. Angehörige mussten Tote beklagen und Milliarden von Steuergeldern flossen ins Land. Jetzt ist die Taliban wieder an der Macht und D. spendiert locker 100 Mio. (zum Anfang).
Sind die Politiker noch bei Verstand?",
.
Das ist eine gute Frage.....und wir sind in zwei Wochen dabei, ... nochmal ->die gleichen Politiker zu wählen. Deshalb stellt sich mir die dringende Frage :=>"Sind wir Wähler noch bei Verstand ?"
Hm, Ich will die Beantwortung nicht vorwegnehmen, sonst macht man mich noch verantwortlich dafür, -->"dass ich eine sich selbst erfüllende Prophezeihung in die Welt gesetzt hätte.....zwecks Wahlbeeinflussung.

@ Am 13. September 2021 um 19:38 von John Koenig

>>Am 13. September 2021 um 19:38 von John Koenig
@fathaland slim & David Séchard

Das ist zunächst nur eine Annahme .
(...)<<

Ich verstehe ihren Standpunkt durchaus.
Unabhängig davon sind die Taliban aber auf diese humanitäre Hilfe angewiesen. Sie haben zudem Hilfe & Sicherheit zugesagt. Die Taliban müssen sich beweisen, durch ihre Taten. Sie benötigen diese Hilfe, auch im Hinblick auf die Unterstützung der Bevölkerung, die Sie hinter sich wissen müssen.
Selbstverständlich ist es schwierig wirklich allen Taliban mit ihren verschiedenen Strömungen in ihren Ausprägungen (was z.B. die Auslegung verschiedener Punkte der Scharia betreffen) zu vertrauen. Aber am aktuell längeren Hebel sitzen die Vereinten Nationen. Ich bin zwar nicht naiv, jedoch bezweifele ich ein Kippen und denke die Taliban werden erst einmal Alles tun um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern und sich dadurch ihrer Legitimation bestätigt zu fühlen.

um 19:43 von Anna-Elisabeth

>>“Diese Frage hätte man sich vor 20 Jahren stellen können, hat man aber leider nicht ernsthaft genug getan. (Mit Ausnahme der Linkspartei, die geschlossen gegen den Einsatz stimmte, sowie eine Mehrheit der Grünen.)“<<

Die Grünen haben dem damaligen Afghanistaneinsatz zugestimmt um bei der Wahrheit zu bleiben.

20:01, eine_anmerkung.

>>um 19:43 von Anna-Elisabeth
>>“Ob's nun gefällt oder nicht: Wir haben es verbockt und sind nun für die Schadensbegrenzung mitverantwortlich.“<<

Was sollen wir verbockt haben in Bezug auf Afghanistan? Diese Ihre Argumentation verstehe ich nicht und können Sie mir das mal bitte erklären? Wenn man überhaupt von „verbockt“ sprechen dürfte, müsste man den NATO-Verbund mit unseren amerikanischen Freunden ansprechen aber beileibe nicht Deutschland alleine und warum sollte dann Deutschland für die ganzen NATO Mitglieder die in Afghanistan operierten den Kopf hinhalten?<<

Niemand redet von dem, was Sie unterstellen.

Auch die Foristin, der Sie antworten, nicht.

Daß der Afganistaneinsatz verbockt wurde, bestreitet wohl niemand.

Wenn jemand Hilfe braucht, bekommt er sie vom Spender

Üblicherweise. Wir delegieren die Organisation unserer Hilfe an Dritte. So geht der Bezug zwischen Spender und Notleidendem verloren. Man kann auch nichts mehr verhandeln, wenn die Zahlung an den Notleidenden von Dritten geleistet werden, denn der Chef der Notleidenden wird keine Notwendigkeit sehen, auf den Spender einzugehen. An dieser Relation ändert sich auch nichts, wenn man besonders großzügig ist/sein will. Ich lese in den vergangenen Tagen öfter, dass wir außenpolitisch selbständiger handeln wollen. Wann wollen wir anfangen? Wenigstens mal mit technischen Gesprächen.

@20:01 von eine_anmerkung. um 19:43 von Anna-Elisabeth

//Wenn man überhaupt von „verbockt“ sprechen dürfte, müsste man den NATO-Verbund mit unseren amerikanischen Freunden ansprechen aber beileibe nicht Deutschland alleine und warum sollte dann Deutschland für die ganzen NATO Mitglieder die in Afghanistan operierten den Kopf hinhalten?//

Mit "wir" meinte ich alle, die sich an dem Einsatz in Afghanistan beteiligt haben. Und was "wir" verbockt haben, war doch nun in den vergangenen Wochen hinreichend ausführlich in fast allen Medien Thema.

@18:52 von fathaland slim

"Sie meinen also, die UN würden einen Teil der Gelder benutzen, um die Taliban zu schmieren?"

Das, was der Forist beschreibt, ist wohl eher Erpressung. Und dass Geld bei den Taliban landet, wird man nicht verhindern können. Wenn man dann noch bedenkt, dass Afghanistan in der Korruptionsrangliste weit oben steht, dann ist es unwahrscheinlich, dass die Bevölkerung von dem Geld profitieren wird. Warum sollte sie auch? Schließlich hat sie die letzten 20 Jahre schon nicht großartig profitiert. Nahrungsmittellieferungen und medizinische Versorgung wären sicherlich sinnvoller als Geld.

Kann?

Kann uns denn der werte Herr Maas eine Garantie dafür geben das die Gelder die er so vollmundig zusagt auch zweckgebunden eingesetzt werden?

21:03, eine_anmerkung.

>>Kann uns denn der werte Herr Maas eine Garantie dafür geben das die Gelder die er so vollmundig zusagt auch zweckgebunden eingesetzt werden?<<

Es handelt sich um Gelder, die den UN zur Verfügung gestellt werden.

Steht im Artikel.

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