Kommentare

Deutschland verteidigen

Die Bundeswehr hat nur ein einziges Land der Welt zu verteidigen: Deutschland. Was gehen uns islamistische Aufständische in Mali an? Ich hoffe inständig, dass die Politik aus dem Afghanistan-Desaster gelernt hat.

Suppe

Alles was die Bundeswehr in Mali macht, ist Suppe und Munition für die Franzosen fahren. Das selbe Spiel wie in Afghanistan für die USA. Ob und inwiefern das wichtig ist... nunja.

Haben nicht deutsche und

Haben nicht deutsche und französische Soldaten bisher für die Ausbildung der malischen Soldaten und anderen Sicherheitskräften in Mali gesorgt?
Und weil Franzosen und Deutsche das malische Militär so gut ausgebildet haben, war immerhin der Militärputsch in Mali ein Erfolg.
Dem übrigens sowohl Frankreich als auch die BRD tatenlos zugesehen haben.
Sicherlich aber nicht grundlos.
Dass die malische Militärregierung nun keinerlei Interesse mehr an den Ausbildungsinhalten hat, ist ja sehr verständlich. Nicht dass sie auch gestürzt werden.
Andererseits könnten Russland, Deutschland und Frankreich hier sehr gut zeigen, dass sie gegen den Islamismus zur Zusammenarbeit fähig sind. Das wäre doch ein positiver Aspekt.
Aber eigentlich haben wir dort nichts zu suchen.

Auslandseinsätze sind generell illegal. So wurde es uns in den

60ern bei der Bundeswehr beigebracht.
Die Auslandseinsätze wurden in der Zwischenzeit von Gerichten wohl abgesegnet, haben aber oft Hintergründe, die nicht den vorgeschobenen Begründungen entsprechen.

Timbuktu,

das neue Bayreuth?

Grundlegendes Missverständnis über den Sinn und Zweck des

Bundeswehreinsatzes:

Es geht hier nicht um die malische Regierung, sondern um die malischen Bürger. Die müssen vor einer Regierung geschützt werden, die mit solchen Söldnern gemeinsame Sache macht: „Am Dienstag hatte der französische Außenminister Le Drian die mögliche Zusammenarbeit der malischen Regierung mit der sogenannten Gruppe Wagner kritisiert. Dabei handelt es sich um russische Söldner, denen in der Vergangenheit bereits Folter und ein extrem gewaltsames Vorgehen vorgeworfen wurden“/"Wagner ist eine Miliz, die in der Vergangenheit in Syrien und der Zentralafrikanischen Republik mit Misshandlungen und allerlei Verstößen bewiesen hat, dass sie kein Teil einer Lösung (…) ist"

„Der Einsatz soll der Stabilisierung in dem westafrikanischen Land dienen“

Wie wichtig der Schutz der Bevölkerung (jeder!) vor Terroristen jeder Couleur ist, macht diese Reportage sehr deutlich:

daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/mali-keine-ruhe-im-krisenstaat-video-100.html

Evaluierung

In der Wirtschaft aber nun auch in Politik breitet sich verstärkt ein Gedanke aus - Evaluierung. Die Entscheider sehen sich die Folgen ihrer Entscheidung an und überdenken diese nochmals mit der Möglichkeit die Entscheidung anzupassen oder sich ganz anders zu entscheiden.

Da wird also eine Armee geschult und unterstützt, die schon zwei mal geputscht hat. Die Überprüfung des Mali-Einsatzes ist dringends geboten.

"..Högl fordert Überprüfung.."

Warum das? Ändert der (wo mögliche) Einsatz privater russischer Sicherungskräfte etwas an der strategischen Situation? Hat man Afghanistan verlassen, weil die US Kammeraden private Sicherungskräfte vor Ort hatten???
Man ist der Lösung der Situation doch offenbar nicht näher gekommen (ähnlich wie in Afghanistan) und spielt offenbar Katz und Maus. Begründung für eine "Überprüfung" muss also das "Katz und Maus" Gespiele sein und nicht die Einmischung Moskaus.
Wenn man Militär einsetzt, dann gewinnt man entweder einen "Krieg", oder man verliert ihn, das sind die Optionen und wenn man ersteres nicht entschlossen vor hat, dann unterlässt man das Engagement. Das ist der Punkt.

Re : nie wieder spd !

Ich denke, dass Putin bewusst nicht das normale Militär schicken will, denn eine Söldnertruppe kann er verleugnen, und so die wahren Absichten verschleiern.
In meinen Augen ist es ein Unding, dass sich ein Land wie Russland, das so groß ist, eine Söldnertruppe leistet, die dann die Drecksarbeit leistet, damit der "Monarch" seine Hände in Unschuld waschen kann.
Dass weder die Franzosen noch deutsche Soldaten den Putsch nicht unterbunden haben, ist ein Armutszeugnis für beide. Vielleicht geschah es aber auch bewusst, weil man die eigentliche Regierung los werden wollte. Nun müssen sie die neuen Herren akzeptieren, und dies wird schwer genug. Nur wenn die Söldner kommen sollten, dann sollte die BW die Konsequenzen ziehen und gehen, weil ich gegen jede Zusammenarbeit mit Verbrecher bin.

Mali-Einsatz

Jeder Einsatz deutscher Soldat*innen gegen IRGENDWELCHE Islamisten provoziert diese, Anschläge auch in D zu planen und durchzuführen.
Wann eigentlich lernen NATO und UNO, dass sie nicht überall auf der Welt "helfen" können und viele ihrer Einsätze ganz einfach SINNLOS sind???
Ich war und bin schon immer der Auffassung, dass die Bundeswehr NUR IN D ihre Aufgaben hat.

Raus aus Mali

Wenn Mali mit den russischen Söldnern neue Ausbilder für seine Militärs gefunden hat, dann kann die Bundeswehr doch bitte gerne nach Hause kommen. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass deutsche SoldatInnen nach Deutschland oder Europa gehören. Vielleicht ist das jetzt die Chance.
Dass AKK hier wiedermal keine gute Figur macht mit ihrem Tweet, sei mal nur am Rande erwähnt.

09:00, Louis2013

>>Die Bundeswehr hat nur ein einziges Land der Welt zu verteidigen: Deutschland. Was gehen uns islamistische Aufständische in Mali an? Ich hoffe inständig, dass die Politik aus dem Afghanistan-Desaster gelernt hat.<<

Nationalismus kann auch als Pazifismus mißverstanden werden.

Was für Landesverteidigungseinsätze der Bundeswehr können Sie sich denn vorstellen? Gegen wen?

Die große Pazifistin Bertha von Suttner hat in ihrer Friedensnobelpreisrede, 1905, eine internationale Eingreiftruppe gefordert, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn zwischen oder innerhalb von Staaten bewaffnete Auseinandersetzungen drohen oder wenn Menschen mit Waffengewalt unterdrückt werden.

UN-Missionen sind ein Versuch, diese Idee mit Leben zu erfüllen.

Der Mali-Einsatz der Bundeswehr war ursprünglich eine UN-Mission.

UN-Missionen sind meiner Ansicht nach die einzigen zu rechtfertigenden Militäreinsätze.

Streitkräfte lösen keine Probleme....

Ein Land mit nur bedingter Staatlichkeit, mit einer teilweise korrupten politischen Führung, deren Legitimation mehr als fraglich ist, kann nicht durch fremde Truppen stabilisiert sondern nur temporär verwaltet werden.

Zum wiederholten Male muss die deutsche Politik erkennen, dass ihre Global-Player-Allüren nicht greifen, weil zum einen die dafür notwendige militärische Potenz, zum anderen aber auch zurecht der gesellschaftliche Wille fehlt, diese Militäraktionen fern des eigenen Kontinents durchzuführen, weil dies mitnichten der eigenen Sicherheit dient, diese eher konterkariert.

Ein Abzug aus Mali ist mehr als überfällig und sollte jetzt auch so schnell als möglich erfolgen. Bleibt zu hoffen, dass die Soldaten ebenso unbeschadet da herauskommen wie aus Afghanistan, und das unsere Streitkräfte zukünftig nicht mehr als Instrument unserer Politik missbraucht werden.

09:15, Duzfreund

Ist „private Sicherheitskräfte“ der neue Begriff für Söldner?

Klingt jedenfalls besser, freundlicher.

Die halbe Wahrheit klingt äußerst unlogisch.

Die Bundeswehr kann also keine Islamisten in Mali bekämpfen, weil russischer Söldner die Armee ausbilden. Wer soll denn diese absurde Geschichte glauben?

Geht es vielleicht doch eher um die deutsch-französische Freundschaft bei der Sicherstellung der Uranversorgung? Da könnte der Russe nämlich wirklich dazwischenfunken, wenn er mit den malischen Machthabern anbändelt.

09:14 von Carlos12

"In der Wirtschaft aber nun auch in Politik breitet sich verstärkt ein Gedanke aus - Evaluierung."

Bisschen spaet fuer den gesunden Menschenverstand. Nichts anderes ist Evaluierung. Aber vielleicht hilft es ja, es so zu bezeichnen. Dann kann man es besser abheften.

Dem Vernehmen nach..

.. wird in Mali Uran gewonnen, welches für Frankreich wichtig ist (Force de Frappe, dazu zahlreiche Kernkraftwerke). Ich kann mir nicht vorstellen, daß Frankreich diese Lieferquelle an Rußland abgibt. Was die Bundeswehr dort zu verteidigen hat ist mir unbekannt.

um 09:00 von Louis2013

,,Deutschland verteidigen
Die Bundeswehr hat nur ein einziges Land der Welt zu verteidigen: Deutschland. Was gehen uns islamistische Aufständische in Mali an? Ich hoffe inständig, dass die Politik aus dem Afghanistan-Desaster gelernt hat."

Ich hoffe inständig, daß in ganz Westafrika nicht ein elender Flächenbrand mit unkalkulierbaren Folgen ausbricht. Freilich auch für Sie, denn dann wird es für Europa sehr ungemütlich wegen Flüchtlingswellen, wie sie es noch nie bisher gab. Sicher haben Sie wie hundert andere User mal gegoogelt, wer verdammt nochmal diese Berserker sind, die für Global Player, Gewaltherrscher und den elitären Abschaum einer konspirativen Blase eitler Militärs die Drecksarbeit machen.

Mali war schon immer ein Land voller Schönheit und Kultur, das es einfach nicht verdient hat, auf diese Art ausgeliefert zu werden an eine Militärjunta und den Horror, den marodierende, seelenlose Söldner überall anrichten, wo es um nichts als Geschäfte geht.

09:33 von fathaland slim

"Die große Pazifistin Bertha von Suttner hat in ihrer Friedensnobelpreisrede, 1905, eine internationale Eingreiftruppe gefordert,"

Sie sind eine Wissensquelle mit dem richtigen Wasser. Da muss ich mal Danke sagen.

@Nettie - Auslandseinsätze dienen politischen Interessen.

09:14 von Nettie:
"Es geht hier nicht um die malische Regierung, sondern um die malischen Bürger."

Es geht in keinem Auslandseinsatz um die Bürger. Es geht um politische oder wirtschaftliche Interessen.

Wenn es um die Bürger ginge, würde das viele Geld zur UN und nicht in irgendwelche Militäreinsätze fließen.

Überprüfung ist

immer gut, und da ich generell Auslandseinsätze negativ finde, sollten wir verschwinden, bevor das nächste Desaster droht.
Die BW ist zur Verteidigung unseres Landes da, und so sollte es auch bleiben, in dem Fall bin ich ganz weit Links.
Und wir haben ja Wahlen, da werde ich meinen Teil dazutun.

Re : fathaland slim !

Ja, im Grunde sollte jedes Land seinen eigenen Weg finden, was anscheinend auf dem afrikanischen Kontinent nicht wirklich einfach ist, weil es zu viele Personen gibt, die nur an die Macht wollen, um ihre eigenen Taschen zu füllen, das Volk unterdrücken wollen, den Menschen ihre Ideologie einflößen, immer korrupter werden, aber in keiner Weise Stabilität schaffen.
Wenn nun zum Schutz fremde Soldaten kommen, sollten diese lediglich die Menschen unterstützen, die auch einen vernünftigen Plan haben. Solange dies unter dem Mantel der UN geschieht, finde ich es in Ordnung. Nur eine Söldnertruppe wäre komplett das Falsche !

Das wäre doch mal was.

Alle halten sich aus allem raus.
Verhungern Kinder weil Regierungen Nahrung und Hilfe verweigern: Egal!
Ihr könnt wegen Minen nicht aufs Feld: Egal!
Bekommen sie keine medizinische Hilfen: Egal!
Werden Frauen, Kinder und Alte von Volksstämmen vertrieben und ermordet: Egal!
Die Soldaten brauchen wir dann zur Sicherung unserer Außengrenzen. Millionen werden jedes Jahr flüchten, sich auf den Weg zu uns machen ... aber das ist ja ... egal.
Wir berichten einfach nicht drüber. Sonst schmeckt wo möglich das Abendbrot nicht mehr.
Für unser gutes Gewissen spenden wir einfach. Und da ja kein Helfer mehr im entsprechenden Land ist, überweisen wir das Geld, an wen auch immer: Kauft euch was schönes.
76 Jahre Frieden und unsere vollen Bäuche verstellen unseren Blick denen gegenüber, die täglich ums Überleben kämpfen müssen.
Aber auch das ist ja ... Egal.
Denkt mal beim Mittag darüber nach ... bei einer Cola Light und wenn der Fettrand vom Kotelett abgeschnitten wird.

Bundeswehreinsätze

Die Bundeswehr ist eine Paramentsarmee.
Der Bundestag entscheidet über einen Einsatz und auch darüber, ob er vorzeitig zu beenden ist. Das gilt auch für Mali.
Darüberhinaus ist die Bundeswehr nicht einfach so, per Order Mufdi dort, sondern im Rahmen eines UN- Mandats. Es gab vor dem Einsatz internationale Absprachen und Rahmenbedingungen und die gibt es auch jetzt noch.
Es kann also nicht einfach entschieden werden: "Morgen ziehen wir ab!"
Vor zukünftigen Einsätzen sollte dies gründlicher berücksichtigt werden.
Meine persönliche Meinung: Die Bundeswehr sollte ausschließlich für die Landesverteidigung eingesetzt werden, so wie es das Grundgesetz vorsieht, ohne wenn und aber.

09:40, Nachfragerin

>>Die Bundeswehr kann also keine Islamisten in Mali bekämpfen, weil russischer Söldner die Armee ausbilden. Wer soll denn diese absurde Geschichte glauben?<<

Niemand. Die haben Sie sich ja auch ausgedacht. Zumindest steht das nicht im Artikel.

>>Geht es vielleicht doch eher um die deutsch-französische Freundschaft bei der Sicherstellung der Uranversorgung? Da könnte der Russe nämlich wirklich dazwischenfunken, wenn er mit den malischen Machthabern anbändelt.<<

Sie meinen, Sinn der Wagnerfestspiele sei der Zugriff „des Russen“ auf malinesisches Uran?

Was die Uranversorgung mittels deutsch-französischer Freundschaft angeht, im Erzgebirge liegt noch so einiges davon. Und auch hier, im Landkreis Osnabrück, kenne ich Pechblendevorkommen.

Späte Einsicht

Wenn Frau Högl, die bei Amtsantritt über keine militärpolitischen Vorkenntnisse verfügte, jetzt den Einsatz in Mali in Frage stellt, kommt das reichlich spät.
Wie oft haben dort seit Beginn des Bundeswehrengagements dortige Militärs geputscht?
Zweimal, glaube ich. Das behinderte aber nicht die Fortführung des Mali-Abenteuers.
Erst jetzt, wo gerüchteweise russische Söldner mit Putins Segen dort ausbilden sollen, wird der Sinndiskurs gefordert.
Eine klare Linie sieht anders aus.
Immerhin hat sie nicht getwittert, gesungen, oder dem Rest der Republik ein selbstgemachtes Bild überreicht.
Sie hat ein Zeitungsinterview gegeben.
Recht so.
Jetzt ist endlich ein Diskurs möglich.

@Traumfahrer - Welche Ziele verfolgt Russland?

09:24 von Traumfahrer:
"Ich denke, dass Putin bewusst nicht das normale Militär schicken will, denn eine Söldnertruppe kann er verleugnen, und so die wahren Absichten verschleiern."
> Sie sind auf dem richtigen Weg. Nur was sind die wahren Absichten der russischen Regierung? Und welche Ziele verfolgen Frankreich und Deutschland?

Es kann ja nur zwei Gründe haben, dass mit dem Auftauchen der Russen nun über einen Abzug der Bundeswehr nachgedacht wird:
1) Russland übernimmt unseren Job. (War die Ausbildung der malischen Armee unser Job?)
2) Russland verhindert das, was wir dort versuchen. (Wollten wir die Ausbildung der malischen Armee verhindern?)

"Nur wenn die Söldner kommen sollten, dann sollte die BW die Konsequenzen ziehen und gehen, weil ich gegen jede Zusammenarbeit mit Verbrecher bin."
> Was unterscheidet Soldaten von staatlichen finanzierten Söldnern? Die zweite Gruppe steht auf keiner offiziellen Liste. Das ist alles.

Traumfahrer

"In meinen Augen ist es ein Unding, dass sich ein Land wie Russland, das so groß ist, eine Söldnertruppe leistet, die dann die Drecksarbeit leistet, damit der "Monarch" seine Hände in Unschuld waschen kann."
Die Ausbildung kann ja dann Academi, aka Blackwater, übernehmen. Die haben ja einen einwandfreien Ruf.

Nach

Afghanistan rückt nun offenbar (zurecht) Mali in den Fokus. Nicht nur in Afghanistan geht es den Bewohnern schlecht.
Wann kommt die Luftbrücke nach Deutschland für Menschen, die in Mali großen Gefahren ausgesetzt sind und ausreisen wollen ?

Kolonialmächte

Wir spielen in Afrika immer noch die Kolonialmächte. Kommen und gehen wie es uns passt. Unterstützen Militärputschisten wenn es uns in das Konzept passt.
Unterstützen korrupte Regierungen wenn sie so agieren wie wir es uns vorstellen.
Aber wehe es kommen andere Krieger als unsere ! Das sind schließlich immer noch unser Kolonien !
Wenn wir weiter so handeln und denken dann werden wir uns in Afrika und vielen anderen regionen in permanenten
Kriegszuständen befinden. Wollen und vor allem dürfen wir das ?

um 09:50 von Nachfragerin @Nettie -

Auslandseinsätze dienen politischen Interessen.
09:14 von Nettie:
["Es geht hier nicht um die malische Regierung, sondern um die malischen Bürger."]

"Es geht in keinem Auslandseinsatz um die Bürger. Es geht um politische oder wirtschaftliche Interessen.

Wenn es um die Bürger ginge, würde das viele Geld zur UN und nicht in irgendwelche Militäreinsätze fließen."

Mir wird immer ganz kalt, wenn Sie jedem Menschen mit Entscheidungsgewalt über Viele zusprechen, an nichts zu denken außer an Macht, Geld und Einfluss. Wäre dem so, würde man die Erde von oben sehen wie eine Kugel mit einem Kegel. Nach innen. Die alte Mali - Mission hatte einen eingeschränkten, positiven Charakter, was Ihnen jeder friedliebende Mensch dort bestätigen wird, nachdem die Islamisten vertrieben wurden aus Timbuktu z. B. Die Liste der zweifelhaften Unternehmungen dieser Söldnertruppe ist ziemlich lang. Viele Russen werden stolz darauf sein. Ich kann mich nur angewidert vom 1. Eindruck wegschreiben. Die Malier nicht

Strategiewechsel

Von der jetztigen Bundesregierung können in der Frage der Auslandseinsätze der Bundeswehr keine Entscheidungen mehr erwartet werden. Die kommende Regierung wird aufgefordert, eine entscheidende Wende einzuleiten, die die Konsequenzen aus der Afghanistan-Operation zieht. Wenn Frankreich seine Truppen aus Mali abziehen will dann ist das ein unmißverständliches Zeichen, daß die bisherigen Strategien alle falsch waren. Länder wie Mali müssen die Verantwortung für eine Kooperation mit privaten Söldnertruppen selbst tragen.
Deutschland,Frankreich - letztlich die EU - sollten sich da überhaupt nicht involvieren. Wenn man glaubt,das nicht verantworten zu können, dann muß eine gänzlich andere Strategie eingeleitet werde. Und zwar - gleichsam als Test für neue Europa-Rußland-Beziehungen - durch eine Kooperationsvereinbarung mit Rußland. Es wäre bedeutsam, wie Putin auf einen solchen Vorschlag reagieren wird. Jedenfalls muß die kommende Bundesregierung in dieser Richtung arbeiten - oder abtreten

09:36 von fathaland slim ..Ist „private Sicherheitskräfte“

Im ernst wollte ich mir aufgrund der Lage keine allzu wertenden Begriffe erlauben, denn man weiß ja nicht ... vielleicht werden diese Leute später (so sie denn zum Einsatz kommen) gegen Teile der eigenen Bevölkerung (Opposition) oder als "Ausbilder" eingesetzt - nähere Bezeichnungen verböten sich also.
Vermutlich sind "unsere" Ausbilder ja in Mali ähnlich erfolgreich, wie in Afghanistan. Welche Regierung möchte sich darauf schon verlassen.

"UN-Missionen sind meiner

"UN-Missionen sind meiner Ansicht nach die einzigen zu rechtfertigenden Militäreinsätze."

Der Korea-Krieg war so eine UN-Mission. Ergebnis, Zitat Wikipedia: "450.000 Tonnen Bomben wurden vor allem von der US Air Force abgeworfen, dabei kamen 32.357 Tonnen Napalm zum Einsatz.[18] Dies war zum Teil verheerender als im Vietnamkrieg, weil in Nordkorea mehr Ballungszentren mit größerer Bevölkerungsdichte und mehr Industrie existierten als später in Vietnam."

Hört sich für mich nicht überzeugend an, diese Rechtfertigung von UN-Einsätzen.

"In meinen Augen ist es ein

"In meinen Augen ist es ein Unding, dass sich ein Land wie Russland, das so groß ist, eine Söldnertruppe leistet, die dann die Drecksarbeit leistet, damit der "Monarch" seine Hände in Unschuld waschen kann."

Zitat Wikipedia: "Im September 2007 wurde Blackwater die Lizenz für den Irak von den dortigen Behörden entzogen, da Mitarbeiter Blackwaters nach einem angeblichen Angriff auf ihren Konvoi in eine Menschenmenge geschossen hatten. Bei diesem Vorfall wurden auf dem Nissur-Platz in Bagdad 17 Zivilisten getötet und 24 Menschen schwer verletzt."

Im Jahr 2007 kam der "Monarch" aus den USA und die Söldner waren bei einem US-Unternehmen angestellt.

10:13, Hans_Silberblick

>>Traumfahrer
"In meinen Augen ist es ein Unding, dass sich ein Land wie Russland, das so groß ist, eine Söldnertruppe leistet, die dann die Drecksarbeit leistet, damit der "Monarch" seine Hände in Unschuld waschen kann."
Die Ausbildung kann ja dann Academi, aka Blackwater, übernehmen. Die haben ja einen einwandfreien Ruf.<<

Rufmäßig tun sich Blackwater und Wagner nicht viel.

Sie machen die Drecksarbeit, während sich ihre Auftraggeber die Hände in Unschuld waschen.

09:50, das ding

Danke für die Blumen!

:=}

Am 17. September 2021 um 09:10 von fathaland slim

„Timbuktu,
das neue Bayreuth?“

Sie haben Recht.

In Timbuktu findet seit 2003, jeweils im Januar, das Musik Festival au Désert statt.

Früher hielt man Timbuktu für eine Gold- Stadt in Europa mit großem Reichtum und Zentrum des Goldhandels.
Timbuktu war schwer zu erreichen, daher auch der Satz "Geh doch nach Timbuktu".

Aber im Gegensatz zu Bayreuth mit seinem Verkehrslandeplatz (Flugplatz),
hat Timbuktu einen Flughafen und ist somit für die Bundeswehr einfach zu erreichen.

Was dann ?

Am 17. September 2021 um 09:59 von H. Hummel
Alle halten sich aus allem raus.

Ja schreckliche Szenarien die hier aufgezählt werden.
Wenn die Logik wäre wir mischen uns überall ein und alles wird gut dann sofort ja !!
Frage ist das so ? Nein ! Im Gegenteil !
Im übrigen sollten wir dann z.B. sofort über ein Mandat in Indien nachdenken die Armut dort ist groß Menschen verhungern die Unterdrückung ganzer Bevölkerungsgruppen findet statt frauen werden Zwangsverheiratet ect.

09:58 von Traumfahrer

"weil es zu viele Personen gibt, die nur an die Macht wollen, um ihre eigenen Taschen zu füllen".
Lasst solche Probleme doch erstmal in unserem eigenen Land lösen.

um 09:59 von H. Hummel Das wäre doch mal was.

,,Alle halten sich aus allem raus.
Verhungern Kinder weil Regierungen Nahrung und Hilfe verweigern: Egal!
Ihr könnt wegen Minen nicht aufs Feld: Egal!
Bekommen sie keine medizinische Hilfen: Egal!
Werden Frauen, Kinder und Alte von Volksstämmen vertrieben und..."

Danke für die aufrüttelnde Ansprache. Wenn ich mich zwischen Job und Fürsorge ab und an in dieses Forum begebe, welches ich ganz ehrlich sehr bereichernd finde, bin ich am Ende fast immer erschöpft von der Macht, die die abgebrühte Gleichgültigkeit mancher Mitmenschen über meine Seele bekommt. Da bahnt sich die Doppelbestrafung eines Kulurvolkes an, das selbst nichts hat von den bislang unerschlossenen Reichtümern in den Böden ihrer Ahnen und die sicher mehrheitlich diese auch gerne dort lassen würden.
Anstatt Mitgefühl für die im Stich gelassenen Malier nichts als egozentrisches Taktieren eines auf Absenz geschulten Restgewissens im Hinblick auf erwartete Steuerlasten. Ich habe die
'Gnade der späten Geburt' in Verdacht.

Überprüfen ist per se ja nicht verkehrt...

hat man vielleicht gesehen, was die Ausbildung des Militärs in Afghanistan gebracht hat und guckt, ob man in Mali eigentlich die gleichen Fehler macht... wenn die Bundeswehr abziehen würde ( falls wegen UN Mandat überhaupt möglich), liefen die ausgebildeten Militärs binnen eines Tages zu den Islamisten o.a. über ? Zöge die UN , die Bundeswehr ab, ergäbe sich ein Vakuum, welches dann w e r ausfüllen würde? Andererseits kann man auch nicht jahre-oder jahrzehntelang die halbe Welt kontrollieren - also , wie lange und in welchem Ausmaß will/kann man das denn machen können ? und mit welchem Ziel überhaupt..? Afghanistan 2.0....
Oder dient der "Einsatz" der russischen Söldner einfach dazu, die Region ordentlich aufzumischen, um Deutschland, Frankreich, die UN massiv in alle möglichen Schwierigkeiten zu bringen...

Am 17. September 2021 um 09:24 von Traumfahrer

Diesbezüglich, Söldner und private Sicherungsunternehmen(oftmals nur den Namen nach) gab es einige Berichte und Reportagen in Zusammenhang mit Afghanistan. Es war erschreckend wie rasant die Anzahl der privaten"Armeen" gestiegen ist und vor allem deren Umsatz.
Da ist die Wagner Söldner Truppe nur eine von vielen . obwohl es internationale Gesetze gibt,die den Einsatz v. Söldner verbietet, zeigt das Beispiel Mali, das selten jemand zur Rechenschaft gezogen wird .
Eine andere noch größer vernetzte Private Söldner Armee ist die ehemalige Söldnertruppe "Black Walter".
Wie man sieht ebenfalls aus ein reichen riesigen Land.
Interessant wären die Gründe für diesen weltweiten " Aufschwung"

Da habe ich doch Fragen.

Ich dachte der Mali-Einsatz sei von der UN beschlossen und Frankreich und Deutschland haben sich erbarmt und fuehren ihn durch.

Hatte ich das falsch verstanden?

Falls nicht, sollte es dann nicht sogar willkommen sein, wenn eine Unterstuetzung kommt, da sich ja sonst keiner seine "Finger verbrennen" will?

@09:40 von Nachfragerin "Die halbe Wahrheit klingt unlogisch"

Sie werden doch nicht etwa der ganzen Wahrheit auf die Spur gekommen sein?

Högl fordert die Überprüfung des Mali-Einsatzes

Wieder toll wenn man das so ließt ! Wenn Frau Högl das erst jetzt prüfen will , wo es scheinbar schon am Ende ist , ist dann nicht wieder etwas völlig falsch gelaufen ? Aber wir sind ja daran gewöhnt nicht nur von der BW.
Auffällig ist aber immer wieder , dass wir kaum was richtg machen im Land !

Deutsche Soldaten in Mali

Wüstenregion, Rebellengruppen, islamistische Gruppen. Volksstämme, die die Gebiete wie ihre Westentasche kennen und die nicht alle die Vorstellungen der fremden Ausbildertruppen im Land teilen. Eine instabile Übergangsregierung aus Militär. Und eine Vielzahl an Interessenten, die gegen hartes Geld (para)militärische Dienstleistungen als Söldner anbieten. Das ist zum Beispiel die Wagner Truppe. Und was die als "Dienstleistung" bietet, ist Frage des Auftrags und Geldes. Söldner sind mit anderen Wassern gewaschen als ausgebildete Soldaten, wie wir sie verstehen. Die sind eine Privatarmee und scheren sich selten um internationale Konventionen. Die zeigen auch, dass Krieg und Krieg nicht dasselbe sind. Unsere Parlamentsarmee hat das Anrecht, dass ihr Aufenthaltsgrund überprüft wird. Zusammen mit den anderen Partnern, die Wagners Armee nicht dabei haben wollen. Aber Malis Machthaber entscheiden, wen sie haben wollen. Das wird Konsequenzen haben. Für alle.

10:38 von Tarek94

"UN-Missionen sind meiner Ansicht nach die einzigen zu rechtfertigenden Militäreinsätze."

Wer schrieb das? Und wann?

Es wäre klasse, wenn Sie korrekt zitieren würden.

In jeder Diskussion hier sehen sie, wie man so zitiert, damit jedem klar ist, von wem das Zitierte wann geschrieben wurde.

So lässt sich der Beitrag im Zusammenhang ansehen und nebenbei kann man feststellen, ob korrekt zitiert wurde.

So viel Zeit und Rücksichtnahme sollte sein.

Schönen Dank.

"Nur wenn die Söldner kommen

"Nur wenn die Söldner kommen sollten, dann sollte die BW die Konsequenzen ziehen und gehen, weil ich gegen jede Zusammenarbeit mit Verbrecher bin."

Die Söldner der amerikanischen Firma Academi (bis 2007 Blackwater USA, bis 2009 Blackwater Worldwide, bis 2011 Xe Services LLC) waren u.a. auch in Afghanistan tätig? War das für Sie auch ein Grund sich für den Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan auszusprechen?

09:33 von fathaland slim

>>Der Mali-Einsatz der Bundeswehr war ursprünglich eine UN-Mission. UN-Missionen sind meiner Ansicht nach die einzigen zu rechtfertigenden Militäreinsätze.<<

Da gebe ich Ihnen recht, möchte aber hinzufügen, dass nicht jede UN-Mission rechtens ist. Die zum Regimechange missbrauchte Flugverbotszone über Libyen ist mir hier in übler Erinnerung.

Die BW ist übrigens mit 2 Einsätzen in Mali unterwegs.
1. UN-Mission MINUSMA, die zur Friedenssicherung dienen soll.
2. Der nicht UN-Einsatz EUTM, der zur Ausbildung der dortigen Streitkräfte erfolgen soll. Es wird zwar aus dem Artikel nicht deutlich, aber um diesen Einsatz scheint es sich zu handeln. Der MINUSMA-Einsatz wird wohl vorerst unberührt bleiben.

@ Löwe 48

Zitat: "Wenn die Logik wäre wir mischen uns überall ein und alles wird gut dann sofort ja !!
Frage ist das so ? Nein ! Im Gegenteil !
Im übrigen sollten wir dann z.B. sofort über ein Mandat in Indien nachdenken die Armut dort ist groß Menschen verhungern die Unterdrückung ganzer Bevölkerungsgruppen findet statt frauen werden Zwangsverheiratet ect...."
#
Sorry, aber ironisch- abfällige Kommentare nützen garnichts. Wenn wir DIE heile Welt hätten, bräuchten wir kein Militär, nichteinmal Polizei.
Wir müssen nicht überall präsent sein, dass meinen andere schon. Aber unter UN- Mandat sollten wir uns nicht verstecken. Wir sind ein Verantwortung tragender Teil der Völkergemeinschaft und sollten uns nicht ständig hinter unserer Geschichte, Spenden oder dem Scheckheft verstecken.
Wenn wir das wollen, müssen wir konsequent (!) aus allen irdischen Organisationen austreten und planetare Einzelkämpfer werden.
Dann stünden WIR eben allein ...

"über Sinn und Zweck" des Bundeswehreinsatzes

.... in dem westafrikanischen Land zu reden.

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das es überhaupt nen Sinn für jedweden Bundeswehreinsatz gibt
bezweifle ich zumindest sehr
Vermutlich geht es in Mali um Uranvorkommen und französische Kolonialinteressen

Vielleicht will Mali ja nicht

mehr als billiger Rohstofflieferant für Frankreich dienen? Die Einsätze unter dem Deckmantel "UN" dienten bisher ausschließlich den wirtschaftlichen französischen Interessen, und vielleicht auch unseren, wegen des Stroms aus französischen Kernkraftwerken, der dringend benötigt wird, damit die "Energiewende" als Erfolg verkauft werden kann.

"bin ich am Ende fast immer

"bin ich am Ende fast immer erschöpft von der Macht, die die abgebrühte Gleichgültigkeit mancher Mitmenschen über meine Seele bekommt. "

Ich bin immer erschöpft wenn ich sehe mit welcher abgebrühten Gleichgültigkeit der Kampfeinsatz der Bunderwehr in fernsten Ländern gefordert wird.

Die Bundewehr sollte zu ihrem Kerngeschäft zurückkehren:

Die Landesverteidigung, wie im Grundgesetz auch angelegt.
Für globle Einsätze und Interessensvertretungen sind Söldner/Fremdenlegion geeigneter.

@Am 17. September 2021 um 09:00 von Louis2013

Zitat: "Die Bundeswehr hat nur ein einziges Land der Welt zu verteidigen: Deutschland. Was gehen uns islamistische Aufständische in Mali an? Ich hoffe inständig, dass die Politik aus dem Afghanistan-Desaster gelernt hat."

Nein.

Die gleichen Realitätsverweigerer, die aus ideologischen Gründen gewisse politisch "inkorrekte" Tatsachen seit Jahren leugnen, sind ja noch im Amt.

Das muss sich ändern, wenn man endlich eine realitätsorientierte Politik machen möchte - und das nicht nur in Bezug auf Mal oder den Afghanistan.

Mali-Einsatz

sofort beenden.

Wir können dort nicht sinnvolles erreichen.

wehrbeauftragte-hoegl-fordert-ueberpruefung-des-mali-einsatzes

Liebes "das ding", Sie schreiben um 09:50@fathaland slim, Zitat:" "Die große Pazifistin Bertha von Suttner hat in ihrer Friedensnobelpreisrede, 1905, eine internationale Eingreiftruppe gefordert". Zitat-Ende
.
Das ist nur die halbe Wahrheit !!!
Berta von Suttner schrieb (paar Jahre später und auch klüger geworden): ==>"Die Waffen nieder !"
Stimmen Sie mir zu liebe "das ding"???

Russische Version von 'Blackwater'

Der Einsatz von Söldnertruppen wie diese Soldateska von Putins Gnaden nimmt immer mehr zu vor allem in Afrika.

Russlands Version von US-Blackwater wurde in letzter Zeit immer mal erwähnt. Meine letzten Informationen zu diesen "grünen Männchen" bezogen sich auf den Sudan /Südsudan, wo Putin auch anderthalb Füße in der Tür hat.

Die zwielichtigen Gangs erlauben den eigentlich polit. Verantwortlichen steht die so praktische 'Deniability" auf dem internationalen Parkett. Man habe von nichts gewusst.

Putin benutzt das ja gern bei Auftritten am Schreibtisch o. getürkten Interviews mit gaaaanz kritische Fragen stellenden handverlesenen "Reporter"-darstellern.

Dann werden Hacker-Kollektive mal gern zu freischaffenden Künstlern, die um 11 Uhr aufstehen und dann evtl. ihrer patriotischen zugleich kreativen Online- Wühlarbeit nachgehen.

Die "fünfte Kolonne" im Bundestag mit ihrem vom VS eindeutig als solchen bezeichneten "Einflussagenten" AfD-MdB Frohnmeier findet das auch patriotisch.

1000 Mann starke Söldnertruppe

Jetzt sind wir schon soweit, dass tagelang darüber berichtet wird, dass 1.000 Söldner einen jahrelangen Einsatz gefährden? In AFG ging der Einsatz 20 Jahre und dort ist der Einsatz auch ohne russische Söldner gescheitert. Liegt die intensive Berichterstattung daran, dass es sich um "Putinnahe Söldner" handelt?
Hat jemand den Einsatz im Irak, in Afghanistan oder sonst irgendwo in der Welt infrage gestellt, nur weil da bspw. amerikanische Söldner- Blackwater und co. im Einsatz waren? Vielleicht waren die ja Bushnah, Obamanah und Trumpnah.
Geht's in den Artikeln nicht eher um zwei unausgesprochene Dinge?
Zum Einen, der Einsatz wird scheitern, weil die bösen bösen Russen und natürlich darf Putinnah nicht fehlen, wieder etwas ganz schlimmes gemacht haben und zum Anderen, nach der jüngsten Erfahrung in AFG ziehen wir unsere Truppen in einem ähnlich aussichtslosen Einsatz lieber schnell ab, und können die Schuld dafür Putin zuschieben?

UN-Missionen sind ein Versuch, diese Idee mit Leben zu erfüllen.

fathaland slim @
Die vielen sinnlosen Versuch habe ja gezeigt das es so nicht geht.

Das mahnmal für die Undo ist:
https://www.genocide-alert.de/25-jahre-srebrenica-
damaliges-versagen-der-un-ist-bis-heute-eine-mahnung/

Oder:
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Mali Einsatz

Traurig, traurig. Die Bundeswehr schützt eine Militärjunta, die durch einen Putsch die Macht übernommen hat. Mit Unterstützung der Bundesrepublik wird die malaiische Armee durch eine russische Söldnertruppe ausgebildet und dann kommen wieder Mopedkrieger in Schlafanzügen und machen alles zunichte was in zig Jahren aufgebaut wurde. Nix wie weg aus Mali und jeden Bundeswehreinsatz außerhalb Deutschlands beenden. Kostet nur Unsummen und bringt niemanden etwas.

@09:24 von Traumfahrer

Sie haben aber mitbekommen, dass Russland diese Söldnertruppen nicht exklusiv hat oder?
In den USA gibt es X Firmen bspw. "Academi" vormals "Blackwater" genannt "Sicherheitsfirma".
"Der Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen schätzte 2009, dass im Nahen und Mittleren Osten etwa 3000 deutsche Söldner tätig seien; in Afrika sollen es rund 1000 sein."
Das ist nichts Neues und solche Firmen gibt es in jedem zweiten Staat der Erde.
Da jetzt wieder Verschwörungen zu spinnen, dass Putin die absichtlich anstatt der regulären Armeegeschickt hat, um das Land zu destabilisieren ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Die kann sich ein Staat einfach so einkaufen, die wurden von gar niemand geschickt!
Zugegeben die bisherige Berichterstattung "Putinnahe Söldnertruppe" etc, lässt einen evtl. so etwas denken und ist so einfach mal wieder unseriös.
Die Berichterstattung zu allem was Russland und Putin betrifft, nimmt so langsam abenteuerliche Formen an.

09:50 von Nachfragerin ... Auslandseinsätze dienen...

Ja, das ist auch gut so - zumindest im Prinzip.
was sollten sie sonst auch.
1. braucht man ja nicht unter jedem "politischem Interesse" etwas illegitimes zu wittern, das wäre auch ziemlich vermessen und zweitens auch wenn die Legitimität in Zweifel steht, muss das ja nicht unnütz sein.
Es gibt viele Länder mit verschiedenen Ethnien und Religionen und die muss man keineswegs einem sich momentan politisch und Gewaltsam gebärdenden Islam überlassen. Das steht nirgends geschrieben.

"Für globle Einsätze und

"Für globle Einsätze und Interessensvertretungen sind Söldner/Fremdenlegion geeigneter."

Es naht ja bereits eine mögliche Lösung in Form einer "EU-Armee". Herr Macron hat sich bereits Anfang November 2018 für die Einrichtung einer „wahren“ europäischen Armee ausgesprochen.

9:10 fathaland slim

"Timuktu - das neue Bayreuth?.......

Nun Timbuktu ist zumindest einmalig.
Festspielhäuser wie in Bayreuth gibt es viele.

Ein Überblick

Als seriöse Quelle hatte die New York Times vor einigen Wochen einen Bericht zum Einsatz russischer Söldner in Afrika. Da ging's um die Zentralafrikanische Rep.

"https://www.nytimes.com/2021/06/27/world/asia/russia-mercenaries-central-african-republic.html"

Wie gesagt, mir war Sudan als Einsatzort geläufig.

Ob die Wagnerfestspiele auch bei der Militärinvasion Russlands auf der Krim intoniert wurden, ist mir unbekannt.

Da sollen sich ja Panzerkommandanten während ihres Urlaub auf dem Panzer sitzend über die Grenze zur Ukraine "verfahren" haben, so die damals offizielle Kremlverlautbarung.

Gibt genug aus dem hiesigen rechtsnationalistischen Lager, die solche Aktionen ihrer ultranationalistischen Gesinnungsbrüder in Russland gut finden.

9:00 Louis2013

"Die Bundeswehr hat nur eine einzige Aufgabe...."

Im Grunde haben sie recht.

"Ich hoffe inständig, dass die Politik gelernt hat......"

Ich glaube sie hoffen vergebens, es ist auch nicht die Politik sondern Teile der Politiker/innen. Diejenigen die schon lange überhaupt sich trauen neue Wege zu fordern werden regelmäßig ziemlich gemoppt und jede Regierungsfähigkeiten abgesprochen (weil nicht transatlandisch unterwürfig genug).

Aha

Olle Kamellen kurz vor der Wahl? Ein Schelm der Böses denkt .

@ Louis2013

Falsch . Jedes andre Natoland falls es angegriffen wird

09:00 von Louis2013

Die Bundeswehr hat nur ein einziges Land der Welt zu verteidigen: Deutschland.
-------

dem schließe ich mich vollumfänglich an

09:09 von krittkritt

Auslandseinsätze sind generell illegal. So wurde es uns in den
60ern bei der Bundeswehr beigebracht.
---------------
.
was erkennt man daran ?
Das GG ebenso wie die Urteile des BVG sind politische Urteile bzw. Auslegungen

@ Nordbraut

Richtig. Die Russen können das eh viel besser

09:36 von fathaland slim 09:15, Duzfreund

Ist „private Sicherheitskräfte“ der neue Begriff für Söldner?

Klingt jedenfalls besser, freundlicher.
-------------

da kann man weiter gehen !

Wie nennt man Bewaffnete die uneingeladen in einem fremden Land gegen Geld Krieg führen ?

12:34 von FritzF

>>Die Bundewehr sollte zu ihrem Kerngeschäft zurückkehren:

Die Landesverteidigung, wie im Grundgesetz auch angelegt.
Für globle Einsätze und Interessensvertretungen sind Söldner/Fremdenlegion geeigneter.<<

Hier geht es wohl weniger darum, wie geeignet die BW ist. Es geht generell darum, ob unsere Soldaten "unsere Interessen" außerhalb unseres Territoriums bzw. unseres Bündnisterritoriums überhaupt militärisch durchsetzen dürfen. Nullo.

Über eine friedenserhaltende Mission unter UN-Mandat kann man nachdenken, ansonsten geht das nach meiner Auffassung überhaupt nicht.

... und den beiden großen Nationen, die privatwirtschaftlich organisierte Söldnertruppen zur Durchsetzung ihrer Interessen ins Ausland schicken, gehört von der Staatengemeinschaft ihr abscheuliches "Handwerk" gelegt.

09:36 von fathaland slim

Klingt jedenfalls besser, freundlicher.
--------------

die Werbung der Bundeswehr in meiner Jugend
"der Gegner wird ausgeschaltet"
klingt doch auch ganz harmlos !

Positiv

*Achtung: Es folgt eine gewisse Polemik*

Ich sehe die Entwicklung für Mali positiv. Der herrlich pädagogische Ansatz der BW eignet sich nunmal nicht als "Ausbildung" für irgendwas, wie man auch in Afghanistan gesehen hat. Statt die Afghanen dort zu Kampfmaschinen auszubilden, haben die Deutschen die Afghanen dort mit Sachen gequält, wie ein 3-seitiges Formular zur Munitionsbeschaffung auszufüllen, oder Antiaggressionstraining.

Und da Mali wohl keinen Bock darauf hat, dass seine Soldaten ebenfalls die Flinte ins Korn werfen, weil die Deutschen vergessen haben, denen die toughen Skills beizubringen, holt man sich jetzt eben Profis im Search & Destroy-Gewerbe ins Haus. Vielleicht besteht dann auch endlich eine Chance auf Frieden im Land, wenn es den Islamisten dann wirklich an den Kragen gehen wird.

10:38, Tarek94

>>"UN-Missionen sind meiner Ansicht nach die einzigen zu rechtfertigenden Militäreinsätze."

Der Korea-Krieg war so eine UN-Mission. Ergebnis, Zitat Wikipedia: "450.000 Tonnen Bomben wurden vor allem von der US Air Force abgeworfen, dabei kamen 32.357 Tonnen Napalm zum Einsatz.[18] Dies war zum Teil verheerender als im Vietnamkrieg, weil in Nordkorea mehr Ballungszentren mit größerer Bevölkerungsdichte und mehr Industrie existierten als später in Vietnam."

Hört sich für mich nicht überzeugend an, diese Rechtfertigung von UN-Einsätzen.<<

Selektives Zitieren ist immer wieder ein beliebtes Stilmittel in ideologisch geführten Auseinandersetzungen.

Man sollte sich aber schon mit der gesamten Geschichte des Koreakrieges befassen. Dann erkennt man, daß diese UN-Mission sehr rasch aus dem Ruder lief.

Es begann schon damit, daß der vetoberechtigte Vertreter der UdSSR der entscheidenden Sicherheitsratssitzung fernblieb.

Das wissen Sie natürlich. Ich frage mich oft, was Sie treibt.

09:24 von Traumfahrer

In meinen Augen ist es ein Unding, dass sich ein Land wie Russland, das so groß ist, eine Söldnertruppe leistet, die dann die Drecksarbeit leistet, damit der "Monarch" seine Hände in Unschuld waschen kann.///

Die Monarchen in Frankreich leisten sich eine Söldnertruppe, namens Fremdenlegion.

@ Traumfahrer

Russland leistet sich diese Söldnertruppe, Frankreich die Fremdenlegion. Was das mit der Größe des Landes zu tun hat, verstehe ich nicht. ^^

12:38, ONYEALI

>>wehrbeauftragte-hoegl-fordert-ueberpruefung-des-mali-einsatzes
Liebes "das ding", Sie schreiben um 09:50@fathaland slim, Zitat:" "Die große Pazifistin Bertha von Suttner hat in ihrer Friedensnobelpreisrede, 1905, eine internationale Eingreiftruppe gefordert". Zitat-Ende
.
Das ist nur die halbe Wahrheit !!!
Berta von Suttner schrieb (paar Jahre später und auch klüger geworden): ==>"Die Waffen nieder !"
Stimmen Sie mir zu liebe "das ding"???<<

„Die Waffen nieder!“ ist ein griffiger Slogan, bestehend aus drei Worten und einem Ausrufezeichen.

Die Friedensnobelpreisrede ist ein ganz klein wenig länger.

Beschäftigen Sie sich bitte mit ihr, lesen Sie sie.

Dann erkennen Sie, daß der Slogan sie erstens nicht ersetzt und ihr zweitens nicht widerspricht.

Überprüfung

Der deutsche Mali-Einsatz hätte schon vor Beginn des Einsatzes überprüft werden müssen. Und zwar ganz einfach unter der Prämisse: was haben wir dort verloren? Muss Deutschland jetzt in Afrika verteidigt werden und nicht nur im Hindukusch?

M.E. muss der Einsatz dort sofort beendet werden. Unabhängig ob die Russen jetzt dort auch involviert sind oder nicht.

12:42 Erich78

"Geht's nicht eher um zwei unausgesprochene Dinge? ........"

Ich glaube sie treffen ziemlich genau den Punkt.

12:45, werner1955

>>UN-Missionen sind ein Versuch, diese Idee mit Leben zu erfüllen.
fathaland slim @
Die vielen sinnlosen Versuch habe ja gezeigt das es so nicht geht.

Das mahnmal für die Undo ist:
https://www.genocide-alert.de/25-jahre-srebrenica-
damaliges-versagen-der-un-ist-bis-heute-eine-mahnung/

Oder:
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.<<

Sie wollen ernsthaft das Massaker von Srebrenica als Argument für die prinzipielle Unsinnigkeit von UN-Missionen ins Feld führen?

Das glaube ich jetzt nicht.

@ Löwe 84

"Wenn wir weiter so handeln und denken dann werden wir uns in Afrika und vielen anderen regionen in permanenten
Kriegszuständen befinden. Wollen und vor allem dürfen wir das ?"

Natürlich wollen wir das, die Rohstoffvorkommen in Europa sind gering, in Afrika aber recht üppig.
Und natürlich dürfen wir das, das einzig gültige internationale Recht, nämlich das Recht des Stärkeren, ist auf unserer Seite.

Wer sollte uns daran hindern? Die Weltmacht? Die macht da fleißig mit!

13:28 von Eduart de Machina

"In die heutigen Probleme müsste sie sich erst einarbeiten und die innere widersprüchliche Logik ihrer Überlegungen überdenken.'

Sie meinen, sich totschwafeln lassen und diversen globalen Interessen dienen, natuerlich ist das nicht einfach abzuwaegen, da muss jeder i-Punkt beachtet werden.

Muesste man aber nicht, wenn man sich nicht ablenken laesst.

@fathaland slim - Stören die Söldner beim "Stabilieren"?

10:01 von fathaland slim:
"Die haben Sie sich ja auch ausgedacht. Zumindest steht das nicht im Artikel."
> Vielleicht sollten Sie auch die letzten beiden Absätz lesen. Dort steht, dass die sich die Bundeswehr an der "Stabilisierung des durch islamistische Rebellen bedrohten Sahel-Staates beteiligt". Ein anderer Sinn dieses Einsatzes wird (leider) nicht genannt.

Und dieser Sinn soll jetzt bedroht sein, weil die Russen aufgetaucht sind. Bitte erklären Sie mir den Zusammenhang zwischen Söldnern und der Stabilisierung.

"Sie meinen, Sinn der Wagnerfestspiele sei der Zugriff ,des Russen' auf malinesisches Uran?"
> Das meine ich nicht, wäre aber eine Erklärung, warum Frankreich (und damit auch Deutschland) die russischen Söldner als Problem ansehen. Stabilisieren und Islamisten bekämpfen könnte man auch gemeinsam mit den Russen.

"Was die Uranversorgung [...] angeht, im Erzgebirge liegt noch so einiges davon."
> Super Idee, so kurz nach dem Atomausstieg...

12:38 von ONYEALI

"Das ist nur die halbe Wahrheit !!!
Berta von Suttner schrieb (paar Jahre später und auch klüger geworden): ==>"Die Waffen nieder !"
Stimmen Sie mir zu liebe "das ding"???"

ich guck mal nach. Das interessiert mich.

@melancholeriker

10:32 von melancholeriker:
"Mir wird immer ganz kalt, wenn Sie jedem Menschen mit Entscheidungsgewalt über Viele zusprechen, an nichts zu denken außer an Macht, Geld und Einfluss."

Wer sich weder für Macht, Geld oder Einfluss interessiert, wird niemals eine Entscheidungsgewalt über Viele erlangen.

"Wäre dem so, würde man die Erde von oben sehen wie eine Kugel mit einem Kegel. Nach innen."
> Das ist Geometrie. Hier geht es aber um Geopolitik.

"Die Liste der zweifelhaften Unternehmungen dieser Söldnertruppe ist ziemlich lang."
> Das dürfte eine Gemeinsamkeit aller Kriegsbeteiligten sein.

Sofort zurück nach Deutschland.

Unsere Frauen und Männer haben dort nichts zu tun! Seien wir ein Vorbild, für alle, raus von da und ab in die Heimat! Hätte die EU eine schlagkräftige und zeitgemäße Armee von mindestens 2 Millionen, wovon 10% innerhalb von 24 Stunden jeden Punkt der Erde erreichen könnten, gäbe es nicht das Dreieck,"USA-China-Russland", welches denGlobus aufteilt. Von Global-Spezis wurdediese Konstruktion bereits vor mehr alsdreizig Jahren gefordert! Heute, scheint eszu spät zu sein! Das Dreieck ist sich interneinig!

Russische Söldnergruppe Wagner

Auffällig ist,der Name Wagner hört sich sehr deutsch an.

Am 17. September 2021 um 10:01 von fathaland slim

"Was die Uranversorgung mittels deutsch-französischer Freundschaft angeht, im Erzgebirge liegt noch so einiges davon. Und auch hier, im Landkreis Osnabrück, kenne ich Pechblendevorkommen."

.... und die Bevölkerung im Erzgebirge und im Landkreis Osnabrück ist bestimmt begeistert, wenn dort Uran abgebaut wird?

13:31 von rainer4528

und deutschland gibt viel geld, damit andere die drecksarbeit machen

@atratos - Sinnfrage

11:17 von atratos:
"Sie werden doch nicht etwa der ganzen Wahrheit auf die Spur gekommen sein?"

Nein. Aber Sie können mir dabei helfen, indem Sie mir eine Frage beantworten:

Warum ist der Sinn des Bundeswehreinsatzes gefährdet, wenn russische Söldner das malische Soldaten ausbilden?

Am 17. September 2021 um 12:41 von realitychecker

"Meine letzten Informationen zu diesen "grünen Männchen" bezogen sich auf den Sudan /Südsudan, wo Putin auch anderthalb Füße in der Tür hat."

Die Informationen stammen bestimmt aus absolut verlässlicher Quelle, wie bei den Massenvernichtungswaffen im Irak.

"Putin benutzt das ja gern bei Auftritten am Schreibtisch o. getürkten Interviews mit gaaaanz kritische Fragen stellenden handverlesenen "Reporter"-darstellern."

Sorry, dieses Verfahren kennt man eher aus einem anderen Staat, in Russland werden wirklich kritische Fragen zugelassen und beantwortet.

14:29 @ Naturfreund 064

Richtig,

in Verehrung von Richard Wagner

(und vielleicht dessen Walkürenritt)

"Dann erkennt man, daß diese

"Dann erkennt man, daß diese UN-Mission sehr rasch aus dem Ruder lief."

450.000 Tonnen Bomben, darunter 32.357 Tonnen Napalm, auf Ballungszentren mit größerer Bevölkerungsdichte sind für Sie eine "UN-Mission [welche aus dem] Ruder lief"?
Und Kritik daran ist für Sie eine " ideologisch geführte Auseinandersetzung"?
Unglaublich...

@12:55 von Duzfreund - geopolitische Interessen

12:55 von Duzfreund:
"braucht man ja nicht unter jedem 'politischem Interesse' etwas illegitimes zu wittern"
> Das mache ich nicht. Aber wenn eine Regierung im Ausland ihre geopolitischen Interessen vertritt, soll sie mir nichts von Demokratisierung, Stabilisierung oder Terrorbekämpfung erzählen.

"Es gibt viele Länder mit verschiedenen Ethnien und Religionen und die muss man keineswegs einem sich momentan politisch und Gewaltsam gebärdenden Islam überlassen."
> Religionen sind nicht gewaltsam. Zu Gewalt kommt es, wenn man anderen Menschen seinen Willen aufzwingt.

@Juergen

Wir haben/hatten sowohl in Mali als auch in Afghanistan überhaupt nichts zu suchen. Die deutsche Bundeswehr ist eine reine Verteidigungsarmee und Mitglied der NATO was bedeutet, daß man einem anderen NATO-Staat hilft, wenn er angegriffen wird und mehr nicht.
Und warum wir auch noch bei einem UN Beschluß einspringen sollen, ist mir unerklärlich, wir haben doch nicht einmal einen festen ständigen Sitz in der UNO.

Und weder in Afghanistan noch in Mali waren wir irgendwann mal dort zugange, wie die Briten in Afghanistan und die Franzosen in Mali. Also von dieser Seite her haben wir diesen beiden Ländern gegenüber auch keinerlei Verpflichtungen.

14:10 von Eduart de Machina

>>13:27 von proehi

>>... und den beiden großen Nationen, die privatwirtschaftlich organisierte Söldnertruppen zur Durchsetzung ihrer Interessen ins Ausland schicken, gehört von der Staatengemeinschaft ihr abscheuliches "Handwerk" gelegt.<<

Wie denn, womit?<<

Berechtigte Frage auf die ich die konkrete Antwort schuldig bleiben muss. Meine Forderung ist eher eine Projektion in die Zukunft.

Am 17. September 2021 um 12:58 von jukep

"9:10 fathaland slim
"Timuktu - das neue Bayreuth?.......

Nun Timbuktu ist zumindest einmalig.
Festspielhäuser wie in Bayreuth gibt es viele."

Da ist was dran,

aber Wagner in Timbuktu und in Bayreuth?

15:14, Tarek94

>>"Dann erkennt man, daß diese UN-Mission sehr rasch aus dem Ruder lief."

450.000 Tonnen Bomben, darunter 32.357 Tonnen Napalm, auf Ballungszentren mit größerer Bevölkerungsdichte sind für Sie eine "UN-Mission [welche aus dem] Ruder lief"?
Und Kritik daran ist für Sie eine " ideologisch geführte Auseinandersetzung"?
Unglaublich...<<

Sie antworten auf einen Kommentar von mir. Sie sollten sich wirklich angewöhnen, in die Betreffzeile hineinzuschreiben, auf wen Sie antworten. Dann können Mitforisten nämlich besser nachvollziehen, worum es geht. Allerdings ist dann Ihre Technik der Satzfetzenzitate vielleicht nicht mehr so effektiv. Im vorliegenden Fall wird das sehr deutlich, wenn man den Kommentar, auf den Sie sich beziehen, liest, nämlich den um 13:30 von fathaland slim. Es würde dann zu offensichtlich, wie Ihre Empörung einzuschätzen ist.

@13:04 von realitychecker

Mal vorab, ich finde solche Einsätze von niemand nirgendwo gut, aber ich mache hier keinen Unterschied, ob es sich um russische Söldner, Amerikanische oder Deutsche handelt.
Denn genau das ist hier schon wieder, im Artikel, wie auch im Forum das Problem:
Es handelt sich um russische Söldner und damit ist es der TS schon mehrere Artikel wert. In der Folge werden hier im Forum Theorien entwickelt, dass Putin die persönlich geschickt hat um den Einsatz zu unterminieren, oder Uran irgendwas, Interessen etc.
Wenn die USA Söldner irgendwo hinschickt,(2009 250.000 Söldner in AFG und dem Irak- zu diesem Zeitpunkt mehr als Angehörige der Streitkräfte) oder die Franzosen die Fremdenlegion, die Briten Aegis Defence Services etc. dann juckt es kein Mensch.
Einfach mal googeln wo sogenannte "private Sicherheitsunternehmen" weltweit im Einsatz sind und wie Regierungsnah die zum Teil sind.
Da hat man einfach das lästige Völkerrechtsproblem nicht und deswegen macht das so gut wie jede Regierung.

15:06, ex_Bayerndödel

>>Am 17. September 2021 um 10:01 von fathaland slim
"Was die Uranversorgung mittels deutsch-französischer Freundschaft angeht, im Erzgebirge liegt noch so einiges davon. Und auch hier, im Landkreis Osnabrück, kenne ich Pechblendevorkommen."

.... und die Bevölkerung im Erzgebirge und im Landkreis Osnabrück ist bestimmt begeistert, wenn dort Uran abgebaut wird?<<

Die ist hier wie dort Bergbau gewohnt. Ich lebe in einem ehemaligen Bergarbeiterdorf. Der Berg, an dem ich lebe, ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse.

@ FritzF

Zitat: "Die Bundeswehr sollte zu ihrem Kerngeschäft zurückkehren: Die Landesverteidigung, wie im Grundgesetz auch angelegt."
#
Hier hat die Zeit das GG überholt. Über dessen Inhalt, Worte und Auslegung richten mittlerweile 'eh andere. Ob das je im Sinne dieses Gesetzes war?
... und zur Landesverteidigung reicht unsere abgespeckte, technisch unterfunktionale Bundeswehr auch nicht (mehr),
Zu meiner Bundeswahrzeit scherzten wir immer: "Im Ernstfall verwirren wir den Gegner so lange, bis "reguläre Truppen" anrücken". Und das war 1975/76 ...

14:11, das ding

>>12:38 von ONYEALI
"Das ist nur die halbe Wahrheit !!!
Berta von Suttner schrieb (paar Jahre später und auch klüger geworden): ==>"Die Waffen nieder !"
Stimmen Sie mir zu liebe "das ding"???"

ich guck mal nach. Das interessiert mich.<<

"Die Waffen nieder!" war der Titel ihres programmatischen Werkes, das sie 1889 veröffentlichte. Ihre Friedensnobelpreisrede hielt sie 1906. Die Foristin/der Forist, der/dem Sie antworten, gerät also mit der Chronologie ein wenig durcheinander.

Was soll diese Überprüfung,

Was soll diese Überprüfung, wo wir doch unsere Vorneverteidigung erhalten müssen, wenn jetzt schon nicht mehr am Hindukusch (heul) dann wenigstens in Afrika, was ja auch fast direkt an unserer Grenze liegt. Also…

Uranlagerstättem

Zu den Spekulationen bezüglich Uranvorkommen in Mali sollte man sich mal die Liste der größten Uranlagerstätten der Erde ansehen:

"https://de.wikipedia.org/wiki/Uranlagerst%C3%A4tte#Tabelle_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Uranvorkommen"

Mali taucht da gar nicht auf.

@ 09:24 von Traumfahrer

"Nur wenn die Söldner kommen sollten, dann sollte die BW die Konsequenzen ziehen und gehen, weil ich gegen jede Zusammenarbeit mit Verbrecher bin."

Weshalb nennen Sie die vermuteten Söldner Verbrecher? Die sollen doch dort nur das gleiche tun wie Bundeswehr und Forces armées françaises!

15:10 von Nachfragerin

>>@atratos - Sinnfrage

11:17 von atratos:
"Sie werden doch nicht etwa der ganzen Wahrheit auf die Spur gekommen sein?"

Nein. Aber Sie können mir dabei helfen, indem Sie mir eine Frage beantworten:

Warum ist der Sinn des Bundeswehreinsatzes gefährdet, wenn russische Söldner das malische Soldaten ausbilden?<<

Das hört sich alles viel dramatischer mit der Überprüfung des Einsatzes an, als es wirklich ist.

Der EUTM-Einsatz in Mali (nicht MINUSMA) hat den einzigen Zweck, die malischen Streitkräfte militärisch auszubilden. Wenn jetzt die Militärjunta die Wagner-Söldner für genau den selben Einsatz anheuern will, erübrigt sich natürlich der EU-Militäreinsatz.

... Überprüfung und dann weg hört sich aber selbstbestimmter an.

16:04, Eduart de Machina

>>re 15:47 von fathaland slim
Sie könnten argumentativ gegen meine Kritik an Frau Suttner vorgehen<<

Ich wüsste nicht so richtig wie. Denn Ihre Kritik bezieht sich ja nicht auf ihr ziemlich umfangreiches Werk, sondern auf ihre Persönlichkeit.

Ihr persönliches Umfeld, in dem sie aufwuchs, war der K und K - Militarismus und seine Exponenten. Sie glauben wirklich, die Frau wusste nicht, was Kriege sind und warum sie geführt werden? Damals ja nicht aus anderen Gründen als heute.

Das glaube ich jetzt nicht.

fathaland slim @
Wieso? Fakte, tatsachen und Realität glaube Sie/ich jetzt nicht?

@ 16:12 von proehi

" Sie können mir dabei helfen, indem Sie mir eine Frage beantworten:
Warum ist der Sinn des Bundeswehreinsatzes gefährdet, wenn russische Söldner das malische Soldaten ausbilden?"

Leider kann ich das nicht! Ich vermute nur, die BW wird geschickt, um Frankreich irgend einen Gefallen zu tun.

Sofort raus aus Mali

Unsere Soldatinnen und Soldaten haben bestimmt eine bessere Verwendung verdient als in Ländern, die deren Arbeit verhöhnen. Die Bundeswehr hat genügend sinnvolle Aufgaben. Neben der Verteidigung haben unsere Soldatinnen und Soldaten wertvolle Arbeit bei der Bewältigung von Naturkatastrophen und bei der Bewältigung der Corona-Pandemie geleistet, dafür Dank und Anerkennung.

... Frau von Suttner ... "die Guude" ...

.. im Grabe rotiert sie im Angesicht vieler Empfänger des Friedensnobelpreises und der Staaten die bereits heute statt "regulärer" Truppen Söldner in die Welt schicken ... und Agenten, die an jedem Ort der Welt unbequeme Mitmenschen mehr- oder weniger geschickt "um die Ecke" bringen ...
Fast 8 Milliarden Menschen leben bald auf dieser Kugel, aber nicht friedlich. Und der Kampf um die Recourcen noch nicht einmal richtig angefangen.
Es gibt zwei mögliche Szenarien: Die Wiederholung der biblischen Sinnflut oder ein "Irrer" der auf den Knopf drückt.
Wann? Keine Ahnung ... spätestens wenn es nicht mehr für alle reicht.
Das dritte, unwahrscheinlichste Szenario, Weltfrieden ... na ja, diese Bewertung überlasse ich anderen ...

Am 17. September 2021 um

Am 17. September 2021 um 11:53 von H. Hummel
@ Löwe 48
Zitat: "Wenn die Logik wäre wir mischen uns überall ein und alles wird gut dann sofort ja !!
Frage ist das so ? Nein ! Im Gegenteil !
Im übrigen sollten wir dann z.B. sofort über ein Mandat in Indien nachdenken die Armut dort ist groß Menschen verhungern die Unterdrückung ganzer Bevölkerungsgruppen findet statt frauen werden Zwangsverheiratet ect...."

Sorry, aber ironisch- abfällige Kommentare nützen garnichts. Wenn wir DIE heile Welt hätten, bräuchten wir kein Militär, nichteinmal Polizei.

Ich kenne weder Ironie und Abfälligkeiten sind mir völlig fremd und zuwider. Wer nichts verstehen will nuss es nicht.
Es geht hier um Militäreinsätze die dann als humanitäre Einsätze verniedlicht werden Nicht erst seit Afgahnistan wissen wir das es gar nicht um Humanität geht. Darum geht es in meinem Beitrag und nicht um echte Humanitäre Hilfe die wir überall leisten dürfen, sollen und müssen.
Ihr rundum Schlag ist deshalb völlig unangebracht.

16:35 von atratos

>>Leider kann ich das nicht! Ich vermute nur, die BW wird geschickt, um Frankreich irgend einen Gefallen zu tun.<<

Es war nicht meine Frage an Sie, die Sie da beantworten. Allerdings könnte an Ihrer Vermutung was dran sein.

Der erste BW-Einsatz in Mali erfolgte auf den Wunsch der Franzosen, die dort Soldaten abziehen wollten um sie in Syrien einsetzen zu können.

16:35 von atratos

Nachtrag:

Übrigens sind die Franzosen der damaligen malischen Regierung militärisch zu Hilfe gekommen, nachdem sich die Lage mit Islamisten dort drastisch verschlechtert hatte. Das wiederum war Folge des Regiemechange auch unter Mithilfe der Franzosen in Libyen. Das hat ganz Nordafrika destabilisiert und in Libyen ein Machtvakuum hinterlassen und viele interessierte Gruppen auf den Plan gerufen. Das hat erst angefangen, das ist noch lange nicht ausgestanden.

Jetzt helfen unsere Soldaten in Mali einer Militärjunta, die sich aber offenbar mehr Wumms gegen ihre Gegner wünscht und deshalb mehr Wagner wagen will. Jetzt fordert man halt eine Überprüfung was man da eigentlich tut.

@ Löwe 48

Zitat: "Ihr rundum Schlag ist deshalb völlig unangebracht."
#
Ich bleibe uneingeschränkt bei meiner Meinung, lasse aber Ihnen selbstverständlich ihre.

16:52, proehi

>>Der erste BW-Einsatz in Mali erfolgte auf den Wunsch der Franzosen, die dort Soldaten abziehen wollten um sie in Syrien einsetzen zu können.<<

Wann, wo und in welchem Zusammenhang wurden französische Soldaten in Syrien eingesetzt?

17:04, proehi

>>Das wiederum war Folge des Regiemechange auch unter Mithilfe der Franzosen in Libyen. Das hat ganz Nordafrika destabilisiert und in Libyen ein Machtvakuum hinterlassen und viele interessierte Gruppen auf den Plan gerufen.<<

Sie meinen, alles wäre gut ausgegangen, wenn man Gaddafi einfach machen gelassen hätte?

@ fathaland slim

Die Franzosen "sicherten" die Flugverbotszone zum Sturz Gaddafis. Sie erinnern sich, wir (D) hatten uns enthalten.

Die Frage ob man Gaddafi einfach hätte machen lassen ist in diesem Zusammenhang Unsinn. Indem man ihn nicht hat machen lassen hat sich die Situation für viele Menschen zum schlechteren gewendet. Eine angemessene Frage wäre, wie man Gaddafi stattdessen - also statt mit militärischer Gewalt - besser hätte beikommen können.

17:23 von fathaland slim

Unter anderen flogen die Franzosen die Kampfeinsätze auch in Syrien gegen den IS, bei denen unsere Awaks und Tankflugzeuge behilflich waren. Mittlerweile sind sie abgezogen worden.

"Sie wollen ernsthaft das

"Sie wollen ernsthaft das Massaker von Srebrenica als Argument für die prinzipielle Unsinnigkeit von UN-Missionen ins Feld führen? Das glaube ich jetzt nicht."

"Das Dutchbat, das Dutch Air Mobile Battalion (englisch ‚Niederländisches luftbewegliches Bataillon‘), war das niederländische Kontingent für die United Nations Protection Force (UNPROFOR) während des Jugoslawienkrieges ab 1994 und der EUFOR-Operation Althea 2006.(...)
Am 21. Juli, als das Gebiet bereits mehrere Tage von den Streitkräften der Republika Srpska besetzt war, zog das Dutchbat ab. Die demütigende Verabschiedung und Beschimpfung des Kommandeurs der „Dutchbat III“ Oberstleutnant Thomas Karremans durch General Ratko Mladić wurde weltweit im Fernsehen übertragen.[3] Bekannt wurde auch ein Foto, das Mladić und Karremans am Abend des 12. Juli 1995 bei einem gemeinsamen Trinkspruch festhält" (Wikipedia).

Als was würden denn Sie den Rückzug von Dutchbat bezeichnen? Als Beispiel für den Sinn von UN-Missionen?

Absolut überflüssiges

Mandat. Wenn ich das Wort schon höre. Wir haben dort NICHTS zu suchen. Der Kolonialismus ist ein für alle mal vorbei. Wir sollten uns um DE kümmern, da gibt es genug zu tun, wenn auch nicht militärisch.
Das ganze hat doch nur einen Zweck zu demonstrieren, das wir zur NATO gehören. Armselig. Hoffentlich macht die neue Bundesregierung es besser. Wir haben dort NICHTS zu suchen.

re 11:01 Zuschauer49: EigenenProbleme

>>09:58 von Traumfahrer
"weil es zu viele Personen gibt, die nur an die Macht wollen, um ihre eigenen Taschen zu füllen".
Lasst solche Probleme doch erstmal in unserem eigenen Land lösen<<

Und wann - denken Sie - wird dies so weit sein?

Im Ernst: Der Grundfehler dieser Argumentation ist die Vorstellung, dass sich politische Probleme ein für alle Mal lösen ließen. Das wird und kann nie der Fall sein, weil sich eine Gesellschaft und ihre Probleme in einem ständigen Veränderungsprozess befinden und vor allem sich sämtliche Gesellschaften gegenseitig beeinflussen.

Dies ist kein Argument für eine bestimmte politische Strategie, aber ein starkes Argument gegen die Annahme, wir könnten uns alleine um „unsere“ Probleme kümmern. Nein, das können wir nicht.

Zu Mali: Sie können sich engagieren oder es lassen, es wird unsere „Interessen“ (wenn man diesen schrecklich kalten Begriff unbedingt verwenden will) immer berühren.

Warum gäbe es sonst dort russische Söldner?

17:42, proehi @ fathaland slim

>>Die Frage ob man Gaddafi einfach hätte machen lassen ist in diesem Zusammenhang Unsinn. Indem man ihn nicht hat machen lassen hat sich die Situation für viele Menschen zum schlechteren gewendet. Eine angemessene Frage wäre, wie man Gaddafi stattdessen - also statt mit militärischer Gewalt - besser hätte beikommen können.<<

Ja, wie kommt man jemandem, der auf militärische Gewalt setzt, ohne militärische Gewalt bei?

Eine sehr gute Frage.

Haben Sie eine Antwort?

17:54, Tarek94

>>Als was würden denn Sie den Rückzug von Dutchbat bezeichnen? Als Beispiel für den Sinn von UN-Missionen?<<

Nein.

Als eine verhängnisvolle, falsche Entscheidung.

17:25 von fathaland slim

Ihre Frage:
"Sie meinen, alles wäre gut ausgegangen, wenn man Gaddafi einfach machen gelassen hätte?"

Ja, das meine ich.
Es haette vielleicht 3 oder 4 Tausend Tote in der aufstaendischen Stadt gegeben, falls sie nicht die weise Fahne gehiesst haetten. So gabe es einige 10 Tausend Tote mehr, eine zerstoerte Infrastruktur, einen failed Staat, und als Lohn fuer Europa eine richtig schoene Fluechtlingswelle.

17:58 von teachers voice

>>... Zu Mali: Sie können sich engagieren oder es lassen, es wird unsere „Interessen“ (wenn man diesen schrecklich kalten Begriff unbedingt verwenden will) immer berühren.

Warum gäbe es sonst dort russische Söldner?<<

Ihren Ausführungen zu gesellschaftlichem Wandel stimme ich zu.

Die grundlegende Frage in der Wahrnehmung unserer Interessen ist doch, ob wir die einfach militärisch nach eigenem Gutdünken wahrnehmen wollen und dürfen.

... und was sind unsere Interessen in Mali, dass wir sie dort vor den Russen wahrgenommen haben, deren Söldner werden ja erst noch erwartet.

17:43, Tarek94

"Ich empfehle allen interessierten Mitforisten, sich mit Bertha von Suttner zu beschäftigen."

Genau dies habe ich getan. Die Kolumbianer, denen Panama durch eine militärische Aktion der USA entrissen wurde, hatten von der USA-Begeisterung der "Gründerin der europäischen Friedensbewegung", Frau von Suttner, offensichtlich keinen Vorteil.<<

Und wieder antworten Sie auf einen Kommentar von mir, ohne dies zu kennzeichnen.

Frau von Suttner lobte nicht die Außenpolitik der USA, sondern die Inhalte, die dort in den Schulen vermittelt wurden.

18:03 von fathaland slim

Wenn man ihm wie vielleicht Gaddafi in Libyen nicht beikommen konnte, hätte man die Situation durch Militäreinsatz aber keinesfalls verschlimmern dürfen. Hat man aber.

... und das ist in keiner Weise zu rechtfertigen.

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17:58 von teachers voice

Ihre Frage:
"Warum gäbe es sonst dort russische Söldner?"

Aus dem Text:
"Die in Mali regierende Militärjunta strebt nach Angaben aus französischen Kreisen eine Zusammenarbeit mit der russischen Söldnertruppe Wagner an, die mit der Ausbildung der malischen Streitkräfte beauftragt werden könnte."

Das heisst also: Sie werden gerufen.

Gaddafi und auch Tito

Was wäre wenn, wenn man sie gelassen hätte….?

18:07, Juergen @17:25 von fathaland slim

>>17:25 von fathaland slim
Ihre Frage:
"Sie meinen, alles wäre gut ausgegangen, wenn man Gaddafi einfach machen gelassen hätte?"

Ja, das meine ich.
Es haette vielleicht 3 oder 4 Tausend Tote in der aufstaendischen Stadt gegeben, falls sie nicht die weise Fahne gehiesst haetten. So gabe es einige 10 Tausend Tote mehr, eine zerstoerte Infrastruktur, einen failed Staat, und als Lohn fuer Europa eine richtig schoene Fluechtlingswelle.<<

Herr Gaddafi war im Begriff, seine Luftwaffe im eigenen Land einzusetzen.

Das hätte ganz gewiss zur nachhaltigen Befriedung der Situation und Region geführt, und alle hätten glücklich, dankbar und zufrieden unter dem gütigen Diktator gelebt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

18:13, proehi

>>18:03 von fathaland slim
Wenn man ihm wie vielleicht Gaddafi in Libyen nicht beikommen konnte, hätte man die Situation durch Militäreinsatz aber keinesfalls verschlimmern dürfen. Hat man aber.

... und das ist in keiner Weise zu rechtfertigen.<<

Gaddafi war im Begriff, sein Militär gegen sein eigenes Volk einzusetzen.

Wie auch immer man sich da entschieden hätte, es wäre falsch gewesen. Deswegen wollte Obama ja eigentlich nicht eingreifen. Sarkozy und Berlusconi wollten aber unbedingt.

18:15 von fathaland slim

>>Herr Gaddafi war im Begriff, seine Luftwaffe im eigenen Land einzusetzen.

Das hätte ganz gewiss zur nachhaltigen Befriedung der Situation und Region geführt, und alle hätten glücklich, dankbar und zufrieden unter dem gütigen Diktator gelebt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.<<

Das können Sie doch besser als so einen Unsinn zu verfassen.

18:15, mimosq5

>>Gaddafi und auch Tito
Was wäre wenn, wenn man sie gelassen hätte….?<<

Tito?

Wo wollte der Krieg führen?

@ um 15:59 von fathaland slim

„ Zu den Spekulationen bezüglich Uranvorkommen in Mali sollte man sich mal die Liste der größten Uranlagerstätten der Erde ansehen:

"https://de.wikipedia.org/wiki/Uranlagerst%C3%A4tte#Tabelle_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Uranvorkommen"

Mali taucht da gar nicht auf.“

Dann sollte man sich aber schon fragen, was französische und deutsche Soldaten in Mali suchen?
Bisher war ich auch der Meinung, dass Frankreich dort seine Kolonialpolitik weiter betreibt. Zwar unter anderen Bedingungen, aber immerhin.
Und die BRD hilft Frankreich, weil wir ja auch von deren Atomstrom abhängig sind.
Wenn dem aber gar nicht so ist: Was zum Teufel haben wir dort zu suchen.
Und niemand soll jetzt irgendetwas von angeblichen Werten erzählen.
Egon Bahr hat zu diesen Werten und deren Bedeutung für die Politik(er) mehrere gute Erklärungen. Egal welche Werte gemeint sind, sie gehören einfach nicht zur Politik.
Wer davon als Politiker schwadroniert, lügt.
Es geht nur um Interessen. Welche hat die BRD in Mali?

18:20, proehi

>>18:15 von fathaland slim
>>Herr Gaddafi war im Begriff, seine Luftwaffe im eigenen Land einzusetzen.

Das hätte ganz gewiss zur nachhaltigen Befriedung der Situation und Region geführt, und alle hätten glücklich, dankbar und zufrieden unter dem gütigen Diktator gelebt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.<<

Das können Sie doch besser als so einen Unsinn zu verfassen<<

Sie verwechseln bitteren Sarkasmus mit Unsinn.

@proehi - Danke!

16:12 von proehi:
"Der EUTM-Einsatz in Mali (nicht MINUSMA) hat den einzigen Zweck, die malischen Streitkräfte militärisch auszubilden."

Achso. Schade, dass diese wichtige Information im Artikel fehlt.

Da die russischen Söldner wahrscheinlich eh mehr Praxiserfahrung als unsere Soldaten haben, können letztere ja nach hause kommen.

18:20 von fathaland slim

Sie wollen doch nicht die Haltung von dem Franzosen und Italiener und dann das "Anhängsel" USA rechtfertigen?

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