Ihre Meinung zu: Afghanische Journalisten bitten um Hilfe

18. September 2021 - 13:26 Uhr

Mehr als 100 afghanische Journalisten appellieren an die internationale Gemeinschaft, die Pressefreiheit in ihrem Land zu retten. Am dringendsten seien Schutzgarantien für Medienschaffende.

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Kommentare

Afghanische Pressefreiheit

Die ist leider nicht mehr zu retten. Die Taliban werden eine unabhängige Presse nicht zulassen. Das einzige was man jetzt noch machen kann , diese Journalisten/innen und ihre Angehörigen heimlich ausfindig zu machen und ausser Landes zu bringen.

15:16, Dr. Cat

>>Das einzige was man jetzt noch machen kann , diese Journalisten/innen und ihre Angehörigen heimlich ausfindig zu machen und ausser Landes zu bringen.<<

IMHO falsch formuliert.

Man sollte ihnen dabei behilflich sein, das Land zu verlassen, wenn sie es wollen.

Es handelt sich ja nicht um unmündige Kinder, die man irgendwo hinbringt.

15:16 von Dr. Cat

"Afghanische Pressefreiheit"

Die ist leider nicht mehr zu retten. Die Taliban werden eine unabhängige Presse nicht zulassen. Das einzige was man jetzt noch machen kann , diese Journalisten/innen und ihre Angehörigen heimlich ausfindig zu machen und ausser Landes zu bringen.

,.,.,

Die afghanischen Journalisten sind da aber deutlich anderer Meinung als Sie.

Wie könnte das gehen?

TS: "Am dringendsten seien Schutzgarantien für Medienschaffende."

Das ist als wirklich offene Frage gemeint: Aber wie sollten bzw. könnten Schutzmaßnahmen (es ist ja noch weitergehend von Garantien die Rede), ganz konkret aussehen? Der "regime change" - m. E. nicht ohne strategische Interessen - ist gescheitert.
Der zweite Aspekt, gewonnen wäre schon ein wenig, wenn es nicht zu einer Hungersnot käme. (Zumindest ist davon in den Medien als Gefahr zu lesen.)

@15:16 von Dr. Cat

"Die ist leider nicht mehr zu retten. Die Taliban werden eine unabhängige Presse nicht zulassen. Das einzige was man jetzt noch machen kann , diese Journalisten/innen und ihre Angehörigen heimlich ausfindig zu machen und ausser Landes zu bringen."

Unabhängige Presse ist ja quasi nirgends in Perfektion gewährleistet. Es gibt nicht umsonst ein Ranking. Die Frage ist, wie die Bedrohungslage konkret aussieht und ob daraus folgt, dass man sich letztlich auf die Unterstützung der Journalisten im Exil konzentrieren sollte.
Mit "Befürchtungen" bzw. Prognosen lässt sich immer herzlich wenig anfangen. Politischen Druck auf die Taliban, die an Ihrem Ansehen interessiert zu sein scheinen, sollte man in jedem Fall ausüben.

@15:27 von R. B.

"Das ist als wirklich offene Frage gemeint: Aber wie sollten bzw. könnten Schutzmaßnahmen (es ist ja noch weitergehend von Garantien die Rede), ganz konkret aussehen? Der "regime change" - m. E. nicht ohne strategische Interessen - ist gescheitert."

Schutz im Sinne von Militär halte ich für illusorisch, weswegen die Wortwahl tatsächlich verfehlt zu sein scheint.
Wie Maas es formulierte geht es darum, das man sich das Verhalten der Taliban genau ansehen wird und davon weitere Hilfen/Zugeständnisse/Akzeptanz abhängig machen muss.
Das wirklich Heikle dabei ist, dass wir hier selbst Prioritäten setzen müssen, wer oder was am Schutzbedürftigsten ist. Frauenrechte, Presse Rechtsstaatlichkeit etc. Denn alles gleichzeitig wird man nicht erreichen.
In diesem Sinne ist die Wortmeldung der Journalisten auch zu verstehen – um nicht vergessen zu werden.

Innere Angelegenheiten. Leider

Wieder soll der Westen helfen. Schutzgarantien für Journalisten. Sollen wir etwas militärischen Schutz organisieren? Kurz nachdenken, haben wir hinter uns, hat nichts gebracht. In einer Welt, wo der Gedanke der Nationalstaaten hochgehalten wird bleibt den afghanischen Journalisten nichts anderes übrig, als selbst für eine bessere Zukunft zu kämpfen.

@ fathaland slim 15:22

Das habe ich auch nicht behauptet, aber laut Bericht haben Sie anonym den Aufruf gemacht und zum Schutz derer Familien und Angehörigen , sollte man es still und heimlich machen.

@Dr.Cat

"Das einzige was man jetzt noch machen kann , diese Journalisten/innen und ihre Angehörigen heimlich ausfindig zu machen und ausser Landes zu bringen."

warum? und wenn ja, warum nur aus Afghanistan. Es gibt so viele Laender die keine Pressefreiheit haben. Wollen Sie die alle rausholen? Und dann?

So traurig es auch ist , aber es geht uns nichts an.

@ Sausevind 15:25

Vielleicht hoffen sie das die Internationale Staatengemeinschaft was bewegen kann , was ich aber stark bezweifele .

Utopie

Unabhängige Presse wird es dort nicht geben, ich denke dass unsere Politiker das wissen.
Wer erwartet denn von den Taliban dass sie plötzlich demokratisch werden.

Die westlichen Staaten müssen Druck machen (Wirtschaftshilfe) dass die Journalisten nicht gefoltert und eingesperrt werden.

Alles andere ist Utopie!
Wenn nicht einmal Saudi Arabien, Ägypten und Katar mit gutem Beispiel voran gehen, mit denen wir kein Problem haben, dann können wir Demokratie nicht von den Taliban verlangen.

15:25 @ Sausevind

"Die afghanischen Journalisten sind da aber deutlich anderer Meinung als Sie."

Ja, die Journalisten sind vielleicht anderer Meinung.

Aus der Pressemitteilung:

"Was sie am dringendsten benötigten, seien Schutzgarantien, insbesondere für Journalistinnen. Ebenso wichtig sei ganz konkrete Unterstützung, die es afghanischen Redaktionen ermögliche, ihre Arbeit fortzuführen oder wiederaufzunehmen. Auch Geflüchteten müsse geholfen werden,..."

Geflüchteten Journalisten soll geholfen werden. Ok.

Aber was soll die "Schutzgarantie" sein? Taliban mit Krieg, Entzug von Hilfe, kein Geld...drohen?

"konkrete Unterstützung, die es afghanischen Redaktionen ermögliche, ihre Arbeit fortzuführen"

Welche Unterstützung denn? Wie?

Man fordert 'konkrete' Hilfe kann aber nicht mitteilen was damit gemeint ist.

Ein journalistisches Armutszeugnis. Sicher der angespannten Lage geschuldet. Trotzdem in Teilen unsinnig erscheinende Forderungen.

Rückzug bitte konsequent

Der Westen hat die Verantwortung für Afghanistan abgegeben, weil nun mittlerweile allen klar ist, dass man dort keinen aufgeklärten modernen Staat aufbauen kann. Wie richtig diese Entscheidung war, kann man daran ablesen , dass die Taliban bei ihrem Vormarsch zwar nicht überall begeistert empfangen wurden, aber es auch keinen nennenswerten militärischen Widerstand gab. Warum - und vor allem wie - wir nun auf einmal Journalisten schützen sollen, erschließt sich mir nicht. Afghanistan den Afghanen!
Aber vielleicht kann Herr Maass ja mal einen Brief schreiben?

@ Bauer Tom 15:55

Das ist richtig , es gibt viele Länder . Aber diese haben Notruf ausgesendet , den kann man nicht ignorieren.

Unterstützung mit Bedingungen

Es wird ja seitens der EU (oder auch direkt von D) Kontakt zu den Taliban aufgebaut; die Taliban haben ja um Unterstützung gebeten. Diese Unterstützung wird es nur geben, wenn auch Forderungen der EU berücksichtigt werden. Dieser Punkt mit der Sicherheit der Journalisten und der Pressefreiheit wird dabei m. E. eine gewichtige Rolle spielen. Man wird sehen, was da erreicht werden kann.

15:44, Schaefer

>> In einer Welt, wo der Gedanke der Nationalstaaten hochgehalten wird bleibt den afghanischen Journalisten nichts anderes übrig, als selbst für eine bessere Zukunft zu kämpfen.<<

Da haben Sie Recht. In der Welt eines Nationalisten hilft man einander nicht. Es wäre ja Einmischung in innere Angelegenheiten.

Deswegen bin ich sehr dagegen, den Nationalstaatsgedanken hochzuhalten. Der mag vor 150 Jahren zumindest im Ansatz fortschrittlich gewesen sein, als es um die Überwindung der Feudalreiche ging. Im Rückblick lässt sich allerdings sagen, daß dieser Gedanke das Blutvergießen nicht verringert, sondern befeuert hat.

@ hofer andreas

Wie soll die unabhängige Presse in Afghanistan unter den Taliban gehen? Höchstens strikt die Wirtschaftshilfe kürzen oder ganz streichen, wenn Journalisten gefoltert werden, ja!
Und es ist auch eine Utopie, wenn Sie Saudi Arabien, Ägypten und Katar aufführen, die auch nicht mit gutem Beispiel voran gehen. Denn von diesen Ländern kann man absolut keine Hilfe für eine freie und liberale Presse erhalten, eher ist da das Gegenteil der Fall.

ich wünschte,

die "was geht uns das an"-Kommentatoren würden endlich mal verstummen. Mich gehen Menschenrechtsverletzungen immer was an.

Und wie weiter?

Pressefreiheit gibt es dort nicht mehr.
Trump und Biden wollten raus und zwar zu jedem Preis. Eigentlich war das eine amerikanische Machtübergabe an die Taliban.
Was kann der Westen jetzt noch tun?
Sehr wenig.
Die "Zeit" meldet, die Taliban richteten ein Tugendministerium ein.
Es sieht sehr düster aus...

Mehr als 100 afghanische Journalisten appellieren

an die internationale Gemeinschaft, die Pressefreiheit in ihrem Land zu retten
--------------

20 Jahre lang wurde diese (mehr oder weniger) von der internationalen Gemeinschaft garantiert.
Kaum zog sich die internationale Gemeinschaft zurück,
gab die afghanische Bevölkerung dieses Recht preis .....

eine besonderen Stellenwert scheint es nicht gehabt zu haben,
die Wertschätzung lag bei Null.
warum ? weil es nicht verteidigt wurde !

@ Tom Bauer

So traurig es auch ist , aber es geht uns nichts an.

Finde ich nicht. Wir sind soziale Wesen. Wenn in Deutschland jemand von Armut bedroht ist, geht es uns an und wenn Journalisten von Verfolgung bedroht sind, geht es uns auch an. Internationale Solidarität.

15:55, Bauer Tom

>>@Dr.Cat
"Das einzige was man jetzt noch machen kann , diese Journalisten/innen und ihre Angehörigen heimlich ausfindig zu machen und ausser Landes zu bringen."

warum? und wenn ja, warum nur aus Afghanistan. Es gibt so viele Laender die keine Pressefreiheit haben. Wollen Sie die alle rausholen? Und dann?

So traurig es auch ist , aber es geht uns nichts an.<<

Doch, es geht uns sehr viel an.

Die Gnade der Geburt auf der Sonnenseite der Welt sollte uns Verpflichtung sein, entrechteten, verfolgten und unterdrückten Menschen überall zu helfen.

Jeder einzelne von uns, nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Unter Freimaurern gibt es den Begriff der Weltbruderkette. Ein tolles Bild. Ebenso wie der Tempel der Humanität, dessen Bausteine die Menschen sind.

Alle Menschen.

Überall.

Klar, Nationalismus verträgt sich mit solchen Ideen nicht.

Afghanische Journalisten bitten um Hilfe

" Mehr als 100 afghanische Journalisten appellieren an die internationale Gemeinschaft, die Pressefreiheit in ihrem Land zu retten. Am dringendsten seien Schutzgarantien für Medienschaffende. "

Stellt sich die Frage, wie der Schutz aussehen soll, die Truppen haben das Land verlassen.
Die schon im Ausland sind, werden sicher Arbeit finden, sind ja ausgebildete Journalisten nehme ich an, da gibt es sich Bedarf in einigen Ländern.
Sonst kann ich mir jetzt nicht vorstellen, wie ein Schutz funktionieren soll, damit sie im Land arbeiten können.

Man sollte auch beachten,

dass in dem Abkommen zwischen den USA und den Taliban von Pressefreiheit nicht die Rede war.
Die USA haben da kein Junktim mit ihrem Abzug verbunden.

Sie koennen um Hilfe bitten, ja betteln

aber es wird keine kommen. Wenn sie ihr Leben retten wollen bleibt nur Schweigen oder die Ausreise. Persoenlich wuerde ich die Ausreise bevorzugen.

@ 16:41 von Sisyphos3 --- Die Bevölkerung gab nichts preis

"Kaum zog sich die internationale Gemeinschaft zurück,
gab die afghanische Bevölkerung dieses Recht preis ..... "

Die afghanische Bevölkerung gab überhaupt nichts preis. Die Taliban zerstören die Pressefreiheit.

Man kann sich berechtigt fragen, ob die Afghanen sich gegen die Machtübernahme durch die Radikal-Islamisten hätte besser wehren sollen, aber man kann ihnen nicht die Schuld dafür geben, dass die Taliban ihnen die bürgerlichen Freiheiten nehmen.

Das ist eine Umkehrung der Täter-Opfer Relation.

16:05, zöpfchen

>>Der Westen hat die Verantwortung für Afghanistan abgegeben, weil nun mittlerweile allen klar ist, dass man dort keinen aufgeklärten modernen Staat aufbauen kann.<<

Das war ja auch nie die Absicht „des Westens“.

Operation Cyclone ist Ihnen gewiss ein Begriff.

@ Sisyphos3 16:41

Also nach ihrer Meinung 0 Wertschätzung, weil es kein Blutvergiessen gab. Man kann es sich einfach machen . Unsere sogenannten westlichen Werte kann man nicht einfach exportieren wie eine Ware . Wenn man keinen Draht zur Kultur findet bringt es nichts , da sind auf beiden Seiten immer Fragenzeichen .

17:03, MehrheitsBürger

>>Das ist eine Umkehrung der Täter-Opfer Relation.<<

Ein beliebtes rhetorisches Mittel der Rechten. Man sieht das hier im Forum immer wieder.

@16:33 von fathaland slim

"Deswegen bin ich sehr dagegen, den Nationalstaatsgedanken hochzuhalten. Der mag vor 150 Jahren zumindest im Ansatz fortschrittlich gewesen sein, als es um die Überwindung der Feudalreiche ging. Im Rückblick lässt sich allerdings sagen, daß dieser Gedanke das Blutvergießen nicht verringert, sondern befeuert hat."

Utopie. In der Realität bedeutet dies doch immer wieder die Einmischung des Westens anderswo aber eben nicht umgekehrt. Kurz: Das Recht des Stärkeren.
Viel zu oft nur vorgeblich für die Durchsetzung von Menschenrechten. Wenn westliche Regierungen mal anfangen würden sich gegenseitig für Folter, Angriffskriege etc. zu sanktionieren könnte man nochmal ja nochmal drüber reden.

15:25 von Sausevind

Die afghanischen Journalisten sind da aber deutlich anderer Meinung als Sie
----------------
-
"die" Journalisten

wir sprechen hier von 100 Journalisten
ebenso wie kürzlich die Frauendemo war, mit 25 Teilnehmerinnen.
Ob man bei den Zahlen (dort leben 39 Mill Menschen)
von einer repräsentativen Meinung ausgehen kann ?
Auch wenn es bestimmt gefährlich ist dort seine Meinung zu sagen,
also viel Mut dazu gehört,
das kann ja jeder für sich selber entscheiden

@ 16:52 von Sparpaket --- Das ist ja das Problem

"Man sollte auch beachten,
dass in dem Abkommen zwischen den USA und den Taliban von Pressefreiheit nicht die Rede war.
Die USA haben da kein Junktim mit ihrem Abzug verbunden."

Das ist ja gerade das Problem. Das Abkommen, das Trump mit den Taliban traf, war eine reine Kapitulationserklärung. Da wurde nicht mal festgehalten, dass die Taliban sich von den Abzugsorten der amerikanischen Truppen fernzuhalten haben, solange der läuft. Von der Aufrechterhaltung von Menschenrechten und bürgerlichen Freiheiten ganz zu schwiegen.

Biden hat den Fehler nicht korrigiert und das geht auf seinen Zettel.

Am 18. September 2021 um 16:39 von Eduart de Machina

Sie werden diese Zusage nicht geben.
Die Antwort wird vermutlich sein. " soweit es dem Koran, der afgh. Rechtsprechung...usw " so wie bei allem was sie bisher halbherzig zusagten.

Schutz?

Der Westen hat verspielt, wer also soll den Schutz gewährleisten?
Wenn ich an das "Abschiedsgeschenk" der Amerikaner denke..ein Drohnenangriff auf angebliche Terroristen, darüber wird sicher in Afghanistan medial berichtet. Wo bleibt unsere mediale Entrüstung eigentlich?

16:48 von fathaland slim

Doch, es geht uns sehr viel an.

Die Gnade der Geburt auf der Sonnenseite der Welt sollte uns Verpflichtung sein, entrechteten, verfolgten und unterdrückten Menschen überall zu helfen
----------------

was heißt hier 'Gnade

und was verstehen sie unter "Unterdrückung"
Waren Schwule hierzulande bis 1994 unterdrückt ?
(der § wurde offiziell, wie sie wissen, erst damals abgeschafft)
Frauenrechte, Ehemann nicht fragen beim Arbeiten wollen/eigenem Konto eröffnen.
War es im Bewußtsein der Menschen als eine Einschränkung gelistet ?
Ich verstehe ihr "selbstverständnis" nicht !
Hätten sie akzeptiert, wenn jemand gekommen wäre, hätte Dinge gefordert ?
Eine Gesellschaft muß auch bereit sein, für ein neues Weltbild

17:10 von Dr. Cat

Also nach ihrer Meinung 0 Wertschätzung, weil es kein Blutvergiessen gab.
---
.
was hat das mit Blutvergießen zu tun ?

Revolution ist nichts für "Warmduscher"
die französische Revolution kam aus dem Willen der Bevölkerung heraus
was an den bestehenden Zuständen zu verändern.
Nicht weil ein paar andere Staaten das denen aufzwangen.
So sollte es in Afghanistan (und überall) eben auch funktionieren

im übrigen versteh ich ihre Antwort nicht
Zitat:
>>Unsere sogenannten westlichen Werte kann man nicht einfach exportieren wie eine Ware<<
dieselbe Meinung vertrete ich doch auch !

Wieso eigentlich Nationalstaat!??

Wenn in Afghanistan etwas über Jahrhunderte hinweg ausdrücklich NICHT existiert hat, dann war das ein geeinter afghanischer Nationalstaat!

17:20, Olivia59 @16:33 von fathaland slim

>>"Deswegen bin ich sehr dagegen, den Nationalstaatsgedanken hochzuhalten. Der mag vor 150 Jahren zumindest im Ansatz fortschrittlich gewesen sein, als es um die Überwindung der Feudalreiche ging. Im Rückblick lässt sich allerdings sagen, daß dieser Gedanke das Blutvergießen nicht verringert, sondern befeuert hat."

Utopie. In der Realität bedeutet dies doch immer wieder die Einmischung des Westens anderswo aber eben nicht umgekehrt. Kurz: Das Recht des Stärkeren.
Viel zu oft nur vorgeblich für die Durchsetzung von Menschenrechten. Wenn westliche Regierungen mal anfangen würden sich gegenseitig für Folter, Angriffskriege etc. zu sanktionieren könnte man nochmal ja nochmal drüber reden.<<

Ich rede nicht von der Einmischung „des Westens“.

Ich rede von der Einmischung jedes einzelnen von uns. West, Ost, Nord, Süd, egal.

Weltbruderkette.

Sozialistischer Internationalismus.

Nennen Sie es, wie Sie wollen.

Ich glaube allerdings nicht, daß Sie mich verstehen.

17:32 von Magic.fire 16:39 von Eduart de Machina

Die Antwort wird vermutlich sein. " soweit es dem Koran, der afgh. Rechtsprechung...usw "
-------

haben sie die afghanische Verfassung gelesen ?
Die von 2004 meine ich !
So steht es doch da schon drin " soweit es dem Koran ..."

also was erwarten sie ?
dass es mit den Taliban "humaner/toleranter" wird ?

Am 18. September 2021 um 15:25 von Sausevind

Die afghanischen Journalisten sind da aber deutlich anderer Meinung als Sie.
__
Im Gegensatz zu Ihnen weiss ich auch nicht, was die Journalisten wollen; ich hätte jetzt auch den Ansatz von Dr. Cat verfolgt.Wer und vor allem WIE soll denn irgend jemand für die Sicherheit dieser Leute bei einer Taliban-Staatsführung garantieren können, selbst wenn man es wollte ? Die können viel versprechen (gegen entsprechende Gegenleistungen natürlich ), nur was passiert, wenn dennoch dem ein- oder anderen Journalisten "etwas zustösst" ? Sie wollen weiterhin finanzielle Mittel und dennoch haben sie die Zusagen, die sie gaben, schon in Teilen gebrochen. Was ist/wäre denn die Konsequenz ? Wir marschieren dort wieder ein ? Wir animieren die USA (vermutlich vergebens)
zu einem Luftschlag ? Wenn diese Journalisten partout im Land bleiben wollen, was Sie suggerieren, dann KANN gar niemand für ihre Sicherheit garantieren. Wie denn auch ?

...ttestEineMeinung @18. September 2021 um 16:05 von zöpfchen

"Rückzug bitte konsequent
...
Afghanistan den Afghanen!" [sic!]

Der "Westen" hat NICHT wie sie schreiben, "die Verantwortung für Afghanistan abgegeben", weil klar wäre "dass man dort keinen aufgeklärten modernen Staat" [sic!] aufbauen könnte.
Sondern weil die USA ihre Ziele für erreicht erklärten und abzog.

Die waren eben nicht im Kern jener moderne Staat, sondern die Bekämpfung von Al-Kaida.

Trotzdem gelang es dort einiges an "modernen" Strukturen aufzubauen, die wir jetzt nicht einfach links liegen lassen sollten, bloss weil die Taliban im Moment an der Macht sind.

Mit der Argumentation können sie jedes Unrechtsregime rechtfertigen.

17:39, Sisyphos3 @16:48 von fathaland slim

>>16:48 von fathaland slim
Doch, es geht uns sehr viel an.

Die Gnade der Geburt auf der Sonnenseite der Welt sollte uns Verpflichtung sein, entrechteten, verfolgten und unterdrückten Menschen überall zu helfen
--------------

was heißt hier 'Gnade<<

Ihnen und mir ist die ungeheure, unverdiente Gnade zuteil geworden, in Deutschland geboren worden zu sein.

Daß Sie das nicht so sehen ändert nichts daran, daß es so ist.

>>und was verstehen sie unter "Unterdrückung"<<

Vieles.

>>Waren Schwule hierzulande bis 1994 unterdrückt ?<<

Ja.

>>Hätten sie akzeptiert, wenn jemand gekommen wäre, hätte Dinge gefordert ?<<

Kommt immer drauf an was.

Sehr viele Dinge, mit denen, um Ihren Sprachgebrauch zu benutzen, jemand ankam und sie forderte, habe ich sehr gut geheißen und mich der Forderung angeschlossen.

>>Eine Gesellschaft muß auch bereit sein, für ein neues Weltbild<<

Eine Gesellschaft besteht aus Individuen. Manche von denen sind bereit, andere nicht. Ewiggestrige gibt es viele. Überall.

Die Taliban werden eine unabhängige Presse nicht zulassen

Die Taliban werden eine unabhängige Presse nicht zulassen. Und das wussten die perfekt ausgebildeten Afghanische Soldaten nicht? Deutschland hat über 50 Soldaten geopfert für nichts und wieder nichts. Jetzt will unser deutscher Profilierungs-Süchtiger Außenminister diesen Machthabern Milliarden an Unterstützungsgeldern nachwerfen. Die Bevölkerung in Afghanistan bekommt davon gar nichts. Das Geld teilen sich die Talibane mit den Al Kaida Verbrechern damit in den Westlichen Ländern endlich mehr Flugzeuge gekapert werden und in belebten Straße noch mehr Bomben hoch gehen. Was unsere naiven Politiker so alles vor haben um sich als Friedensengel darstellen zu müssen. Eine tragische Entwicklung die vielleicht unsere westliche Gesellschaft zerstören wird.

Am 18. September 2021 um 15:28 von Olivia59

"Die Frage ist, wie die Bedrohungslage konkret aussieht und ob daraus folgt, dass man sich letztlich auf die Unterstützung der Journalisten im Exil konzentrieren sollte."

Das sind ja nur ca. 10 Pers. lt Bericht. Denen kann man natürlich helfen. Wenn man (politischen)Druck, wie sollte der überhaupt aussehen, ausübt, dann muss man die entsprechenden Konsequenzen auch vollständig ziehen. Wie sollten/könnten die überhaupt aussehen ? Das ist doch das gleiche, wie bei anderen Embargos. Die Leidtragenden sind immer die Bevölkerung.
Die Führung wird schon zurecht kommen.

Am 18. September 2021 um 18:11 von Sisyphos3

Genau aus dem Grunde habe ich es geschrieben. Das vermutlich bezieht sich mehr auf den unwahrscheinlichen Punkt das es den Machthabern wichtig sein könnte das das Volk hungert ohne ausl. Hilfe

18:07 von fathaland slim

Ich rede von der Einmischung jedes einzelnen von uns. West, Ost, Nord, Süd, egal.
....
Ich glaube allerdings nicht, daß Sie mich verstehen
-----

verstehen ?

Es ist eben ihre Meinung !
und wenn ich mir überlege in jedem Land das ich besuche
denen die "Welt zu erklären" sprich meine Sicht der Dinge
... schwierig.

Wenn ich mit den Zuständen dort glaube nicht zurecht kommen zu können,
und da gibt es einige Länder, fahre ich eben nicht hin

@ Sisyphos3 17:45

Haben Sie eigentlich eine Ahnung was passiert, wenn Zivile auf militärisch ausgebildete Fanatiker trifft ? Was während der französischen Revolution passiert ist kann man nicht 1 zu 1 auf heute übertragen. Allein die Möglichkeiten heute mit Maschinengewehren, Handgranaten und diverse andere militärischen Waffen gibt es ein größeres Blutvergiessen.

16:05, zöpfchen

>>Afghanistan den Afghanen!<<

Und Deutschland den Deutschen...

Letztens gab es hier auf tagesschau.de einen Artikel über die Bewunderung für und geistige Nähe vieler europäischer Rechter zu den Taliban.

Quod erat demonstrandum.

18:17 von fathaland slim

Eine Gesellschaft besteht aus Individuen. Manche von denen sind bereit, andere nicht.
Ewiggestrige gibt es viele. Überall.
---------------------
.
aber ich nehme an, dass sie die Meßlatte setzen
wer jetzt der "Ewiggestrige" ist :-)

und Zitat :
>>jemand ankam und sie forderte, habe ich sehr gut geheißen und mich der Forderung angeschlossen.<<
auch das ist doch jetzt auch sehr subjektiv

also ich tue mir eben immer schwer, meine eigene Meinung
(hinter der ich wie jeder hier steht und gut halte)
nicht als allgemeingültig zu postulieren

@18:07 von fathaland slim

"Ich rede nicht von der Einmischung „des Westens“.
Ich rede von der Einmischung jedes einzelnen von uns. West, Ost, Nord, Süd, egal.
Weltbruderkette.
Sozialistischer Internationalismus.
Nennen Sie es, wie Sie wollen.
Ich glaube allerdings nicht, daß Sie mich verstehen."

Vermutlich verstehe ich Sie wirklich nicht. Ich glaube kaum, dass unsere Empathie irgendeinen nennenswerten Einfluss auf z.B. die afghanischen Verhältnisse hat.
Was Menschenrechte westliche Wertevorstellungen bedeuten ist dort längst nicht mehr unbekannt. Die Bevölkerungen müssen tatsächlich selbst herausfinden mit welchem Nachdruck sie diese Vorstellungen für sich durchsetzen wollen.

Am 18. September 2021 um 16:02 von Marcus2

Man fordert 'konkrete' Hilfe kann aber nicht mitteilen was damit gemeint ist.

Ein journalistisches Armutszeugnis. Sicher der angespannten Lage geschuldet. Trotzdem in Teilen unsinnig erscheinende Forderungen.
__
Als Journalisten sollte ihnen die Unmöglichkeit ihrer Forderung, wobei ich dieses Ausdruck schon sehr vermessen finde, eigentlich klar sein. Dass ein unabhänguger Journalismus unter diesem Regime nicht möglich sein wird, ist eigentlich jedem klar.
Da braucht man nicht einmal Journalist zu sein. Da es offembar auch nicht um Fluchthilfe geht, die man ja vllt noch irgendwie leisten könnte, weiss ich wirklich nicht, was man konkret tun könnte.
Vllt könnten sie irgendwie aus dem "Untergrund" agieren und sich ansonsten stekum verhalten.

@Magic.fire, 17:32 (re 16:39 von Eduart de Machina)

„Sie [die „neuen Führer Afghanistans“] werden diese Zusage nicht geben.
Die Antwort wird vermutlich sein. " soweit es dem Koran, der afgh. Rechtsprechung...usw " so wie bei allem was sie bisher halbherzig zusagten“

Exakt. Und wie es um deren „Rechtsauffassung“ im Allgemeinen und Koranverständnis im Besonderen bestellt ist, hat Afghanistans Botschafter in Duschanbe, der sich von dort aus gegen die Taliban zur Wehr setzt in der Meldung "Zentrum des Widerstands für Afghanistan" unmissverständlich klargemacht:
"Die Taliban haben weder Respekt vor internationalen Organisationen noch vor dem internationalen Recht, noch vor dem Islam. Nirgends wird im Islam gesagt, dass Frauen nicht arbeiten sollen, dass sie keine Lehrerinnen sein können und keine hohen Posten einnehmen dürfen. Wir bitten die gesamte Welt, laut über die Verteidigung der Frauenrechte zu sprechen"

Und um das zu können, ist die gesamte Welt insbesondere auch auf Journalisten, die frei und unbedroht berichten können angewiesen.

Werte

Ich hasse mittlerweile Begriffe wie "Wertewesten", die nur diffamierend und verächtlich benutzt werden, um alle, ich betone, alle Bemühungen abzuwerten, die die Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte zum Ziel haben. Es geht um universale Rechte, die von den UN garantiert werden sollen. Dass sich viele Staaten nicht daran halten, wissen wir. Das ist schlimm genug. Und dass Versuche, die Menschenrechte woanders durchzusetzen, oft an einer falschen Vorgehensweise scheitern, wissen wir auch.
Nur, dass die Staaten, denen all das vollkommen egal ist und die nur die wirtschaftlichen Chancen ausnutzen, dort wo Menschenrechte mit Füssen getreten werden, hier noch als Vorbilder gesehen werden...
Nee, hier stimmt gar nichts mehr.

18:22 von Treualp1

"Jetzt will unser deutscher Profilierungs-Süchtiger Außenminister diesen Machthabern Milliarden an Unterstützungsgeldern nachwerfen."

Meines Wissens gehen Unterstützungsgelder an internationale Hilfsorganisationen, die dort weiterhin tätig sind.
Bitte belegen Sie mit Quellenangabe Ihre Behauptung, dass Unterstützungsgelder direkt an die Talibanregierung gehen.

@Jörg Tödenhofer

"Wenn in Deutschland jemand von Armut bedroht ist, geht es uns an"
Stimme ich mit Ihnen voll ueberein

"wenn Journalisten von Verfolgung bedroht sind, geht es uns auch an"
Das sehe ich nicht so.

Die Machthaber dort haben meiner Meinung nach das Recht, so wie in jedem Staat, ihre Presse so zu regeln wie sie es fuer richtig halten. Ob das unseren Vorstellungen entspricht oder nicht.
Das sehe ich nicht als eine Verletzung der Menschenrechte.

Am 18. September 2021 um 18:17 von fathaland slim

>>16:48 von fathaland slim
Doch, es geht uns sehr viel an.

Die Gnade der Geburt auf der Sonnenseite der Welt sollte uns Verpflichtung sein, entrechteten, verfolgten und unterdrückten Menschen überall zu helfen
--------------
Geht's auch ein klein wenig weniger pathetisch. Selbst der hilfsbereiteste Mensch kann nur tun, was in seiner Macht und seinem Einflussbereich liegt. Die Taliban werden sich von Ihrem geradezu biblischen Ausspruch vermutlich nicht beeindrucken lassen und tun, was immer sie meinen tun zu müssen, ob mit oder ohne Gnade der Geburt. Haben Muslime diese nicht ohnehin ? Ich kenne mich da nicht so aus. Im übrigen warte ich immer noch auf realistische Vorschläge, wie sich der Wunsch der Journalisten erfüllen liesse.

17:03 von MehrheitsBürger

dass die Taliban ihnen die bürgerlichen Freiheiten nehmen.

etwas "wegnehmen"

haben sie den Eindruck dass es in deren Bewußtsein der Eindruck entstanden ist
dass man ihnen was "wegnahm" ?

Also ein Waffentrageverbot wird in Deutschland wohl auch anders gesehen werden als in den USA.
Aus dem einfachen Grund weil es dort zum Selbstverständnis gehört
hierzulande eher auf Desinteresse stößt, weil es keinen betrifft

Schutzgarantien für Medienschaffende?

Sind die jetzt wichtiger als Frauen und Kinder?

Medienschaffende arbeiten für Geld und haben oft selbst die möglichkeit gefahren zu minnimieren. Frauen, Kinder und alte haben diese Wahl nicht.

In der Seefahrt gilt schwache, also Frauen und Kinder zu erst. Oder machen leitet Sie ein Kapitän der ins Rettungsboot gefallen ist?

Gehen oder bleiben lautet die Überlegung

der die Journalisten sich stellen müssen. Gehen muss man, wenn man jetzt schon sein Leben bedroht sieht oder in seiner journalistischen Meinung so stark von der Meinung der Taliban abweicht/abgewichen ist, dass die Taliban das nicht tolerieren wollen. Die Chance für eine Ausreise dieser Gruppe sehe ich nicht unmöglich, da die Taliban kein Interesse an einem schlechten Image wegen blutiger Verfolgung haben. Die Ausreisenden können dann Asyl beantragen.
Bleiben kann man mit Risiko versuchen, wenn man nicht so exponiert ist, nicht bedroht wird. Wenn man dann noch einen Berufswechsel vollziehen kann, sinkt das Risiko weiter, außer wenn man nach genauer Selbstprüfung später Racheakte befürchten muss.
Einen freien Journalismus werden die Taliban in der instabilen Situation einer ungefestigten Staatsmacht nicht zulassen, da ein freier Journalismus in dieser Lage ein Risiko für Anstachelung von Aufruhr/Aufstand darstellt.

Am 18. September 2021 um 16:37 von frosthorn

ich wünschte,

die "was geht uns das an"-Kommentatoren würden endlich mal verstummen. Mich gehen Menschenrechtsverletzungen immer was an.
__
Dann haben Sie doch bestimmt einen Vorschlag, was man da machen könnte. Vllt könnte man die Taliban vor den IGH zerren, aber wen genau und wie, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Es ist ja immer sehr schön, sich empathisch zu geben und sich Gedanken zu machen. Allerdings sollte man auch Realist genug sein, die Grenzen dessen zu sehen, was man dort überhaupt in der Lage ist zu erreichen. Nur, wenn man Bedingungen stellt, dann muss man auch bereit sein, entsprechend zu handeln, wenn diese nicht erfüllt werden. Drohgebärden nutzen niemandem und ein "dudududu !"
auch nicht.

@Sisyphos3, 18:31 re @fathaland slim

und wenn ich mir überlege in jedem Land das ich besuche
denen die "Welt zu erklären" sprich meine Sicht der Dinge
... schwierig.
Wenn ich mit den Zuständen dort glaube nicht zurecht kommen zu können,
und da gibt es einige Länder, fahre ich eben nicht hin

Erstens glauben die Journalisten, die jetzt um Hilfe ersuchen, nicht, dass sie "mit den Zuständen nicht zurecht kommen", sondern sind an Leib und Leben bedroht.
Und zweitens sind die nicht nach Afghanistan in Urlaub gefahren.
Ist Ihnen der Unterschied zwischen deren Situation und Ihrem weichen Sofa nicht mal ansatzweise klar?

Notruf ?

von Dr. Cat @

Was ist mit dem schreien und Brüllen der toten Mütter und Kinder weg Krieg, Hunger und Gewalt?

Müssen wir nicht erst diesen armen Frauen und Kinder retten bevor wir bezahlten "Journalisten" die oft freiwillig diese Risiken für Geld eingehn helfen?

18:51 von Inge N.

Bitte belegen Sie mit Quellenangabe Ihre Behauptung, dass Unterstützungsgelder direkt an die Talibanregierung gehen.

Bitte erklären sie uns, wohin genau das Geld fließt.

Am 18. September 2021 um 18:07 von fathaland slim

Ich rede nicht von der Einmischung „des Westens“.

Ich rede von der Einmischung jedes einzelnen von uns. West, Ost, Nord, Süd, egal.

Weltbruderkette.

Sozialistischer Internationalismus.

Nennen Sie es, wie Sie wollen.

Ich glaube allerdings nicht, daß Sie mich verstehen.
__
Eine absolut megagutesupergeniale Idee.
Ich befürchte nur, dass bis es soweit ist, die mindestens 5te Nachfolgegeneration dieser Journalisten am Werke sein wird, sollte die jetzige es überleben. Selbst dann ist es fraglich und utopisch und mit der sogenannten "Bruderkette", also ich weiss nicht, wenn ich da so an Kain und Abel denke, ob das so zielführend ist. Davon abgesehen, weiss ich nicht, ob mir ein inernationaler Sozialismus gefallen würde. Mir gefällt ja nicht mal der einfache, aber weder der eine noch der andere wird je realistisch machbar sein.

Am 18. September 2021 um 18:51 von Inge N.

Meines Wissens gehen Unterstützungsgelder an internationale Hilfsorganisationen, die dort weiterhin tätig sind.
__
Selbst wenn man vom güstigsten Szenario ausgeht und die Hilfsorganistionen tatsächlich noch ungehindert ihrer Arbeit nachkommen können und sie über die Spenden und Zuwendungen weiter eigenverantwortlich verfügen können, was glauben Sie, wie lange das so bleibt, wenn man den Taliban vorschreiben will, wie sieihr Ding dort machen sollen oder sie mit irgendwelchen Aktionen verärgert ?
Ohne militärische Intervention wird da kein Blumentopf zu gewinnen sein, und der Käse ist wohl gegessen.

18:31 Sisyphos3 @18:07 von fathaland slim

>>Ich rede von der Einmischung jedes einzelnen von uns. West, Ost, Nord, Süd, egal.
....
Ich glaube allerdings nicht, daß Sie mich verstehen
-----

verstehen ?

Es ist eben ihre Meinung !
und wenn ich mir überlege in jedem Land das ich besuche
denen die "Welt zu erklären" sprich meine Sicht der Dinge
... schwierig.<<

Sie verstehen ganz offensichtlich nicht einmal ansatzweise, wovon ich rede.

Es geht nicht darum, „denen die Welt zu erklären“, sondern darum, Menschen zu helfen. Wer keine Hilfe braucht, dem braucht man natürlich nicht zu helfen.

In Houston/Texas war ich beispielsweise einmal von Buddy Ace, einem Bluessänger, mit dem ich gerade spielte, bei einem Aktivisten namens Ray Paige untergebracht, der sich um Todeskandidaten in texanischen Gefängnissen kümmerte. Rechtsberatung und all so etwas. Natürlich habe ich mich, während ich dort wohnte, nützlich gemacht. Habe gekocht, Post sortiert, undsoweiter.

So etwas meine ich.

18:56, weingasi1

>>>>16:48 von fathaland slim
Doch, es geht uns sehr viel an.

Die Gnade der Geburt auf der Sonnenseite der Welt sollte uns Verpflichtung sein, entrechteten, verfolgten und unterdrückten Menschen überall zu helfen
--------------
Geht's auch ein klein wenig weniger pathetisch.<<

Nein.

>> Selbst der hilfsbereiteste Mensch kann nur tun, was in seiner Macht und seinem Einflussbereich liegt.<<

Selbstverständlich. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.

>> Die Taliban werden sich von Ihrem geradezu biblischen Ausspruch vermutlich nicht beeindrucken lassen und tun, was immer sie meinen tun zu müssen, ob mit oder ohne Gnade der Geburt.<<

Natürlich.

Und biblisch ist mein Ausspruch nicht, sondern humanistisch.

>>Haben Muslime diese nicht ohnehin ? Ich kenne mich da nicht so aus.<<

Das ist offensichtlich.

>> Im übrigen warte ich immer noch auf realistische Vorschläge, wie sich der Wunsch der Journalisten erfüllen liesse.<<

Das sollten wir denen überlassen, die sich auskennen.

18:53, Bauer Tom

>>Die Machthaber dort haben meiner Meinung nach das Recht, so wie in jedem Staat, ihre Presse so zu regeln wie sie es fuer richtig halten.<<

Sie meinen also, wer die Macht hat, der hat Recht.

Haben Sie wirklich nachgedacht?

>>Das sehe ich nicht als eine Verletzung der Menschenrechte.<<

Vielleicht sollten Sie die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1949 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet, einfach mal lesen. Sie finden die mühelos im Netz.

zur Frage der Glaubwürdigkeit

@ 17:20 von Olivia59

Betreffend den Punkt ,Einmischung des Westens`

"Viel zu oft nur vorgeblich für die Durchsetzung von Menschenrechten."

Das sehe ich ähnlich. Die Menschenrechte fungieren viel zu oft als Kampfbegriff zur Durchsetzung ganz anderer, handfester Interessen. Da "heiligt" der vorgegebene Zweck die "unheiligen" Mittel.

"Wenn westliche Regierungen mal anfangen würden sich gegenseitig für Folter, Angriffskriege etc. zu sanktionieren könnte man nochmal ja nochmal drüber reden."

Mit dem Finger auch auf sich selbst zu zeigen, wäre ein Anfang in Sachen Glaubwürdigkeit des Westens.

Am 18. September 2021 um 19:05 von sikgrueblerxyz

Einen freien Journalismus werden die Taliban in der instabilen Situation einer ungefestigten Staatsmacht nicht zulassen, da ein freier Journalismus in dieser Lage ein Risiko für Anstachelung von Aufruhr/Aufstand darstellt.
__
Eine sehr realistische Einschätzung, die auch einbezieht, dass man, wer auch immer, von aussen nur sehr begrenzten Einfluss nehmen kann und sehr schnell Gutgemeintes die Situation dort auch verschlimmbessern kann.
Bislang der beste Beitrag zu diesem schwierigen Thema. Dazu noch ohne jegliche idealistische Verblendung. Danke.

19:17, weingasi1

Daß Sie mit meinen Gedanken wenig anfangen können und ihnen verständnislos gegenüberstehen, das überrascht mich überhaupt nicht.

Ist aber nicht schlimm. Man kann nicht jeden erreichen. Ich gebe mir trotzdem weiterhin Mühe, dazu beizutragen, diese Welt zu einer besseren zu machen. Niemand zwingt Sie, dabei mitzumachen.

@frosthorn

"ich wünschte, die "was geht uns das an"-Kommentatoren würden endlich mal verstummen. Mich gehen Menschenrechtsverletzungen immer was an"

Dem kann ich nur zustimmen.

PS: danke übrigens, und Sie haben meinen gesundheitlichen Zustand ziemlich genau getroffen. Wünsche Ihnen alles Gute!

O.B.

@ 18:53 von Bauer Tom --- Bürgerrechte sind Bürgerrechte

"Die Machthaber dort haben meiner Meinung nach das Recht, so wie in jedem Staat, ihre Presse so zu regeln wie sie es fuer richtig halten. Ob das unseren Vorstellungen entspricht oder nicht."
Das sehe ich nicht als eine Verletzung der Menschenrechte."

Die Pressefreiheit zu knebeln ist ein Verstoß gegen die Bürgerrechte.

Eine Regierung hat das Recht, eine Gesetzgebung zum Presserecht zu erlassen. Ein Recht zur kompletten Unterdrückung der Pressefreiheit hat sie nicht. Weder hier noch sonstwo.

Wer einer Regierung das zugestehen will, gesteht ihr ein Verstoß gegen die UN-Charta zu und macht sich zum Komplizen von Diktaturen.

Am 18. September 2021 um 19:06 von weingasi1

Zitat: Es ist ja immer sehr schön, sich empathisch zu geben und sich Gedanken zu machen. Allerdings sollte man auch Realist genug sein, die Grenzen dessen zu sehen, was man dort überhaupt in der Lage ist zu erreichen.

Das eine schließt das andere nicht aus.

Manchmal ist man in seiner Empathie auch rat- und hilflos.

Das ist aber immer noch besser als dieses ewige, "das geht mich nichts an".

Ich schließe mich insofern dem Wunsch von User "frosthorn" uneingeschränkt an.

@Sisyphos3, fathaland slim

"fathaland slim: >>Ich rede von der Einmischung jedes einzelnen von uns. West, Ost, Nord, Süd, egal. ...
Ich glaube allerdings nicht, daß Sie mich verstehen<<

verstehen ?

Es ist eben ihre Meinung !
und wenn ich mir überlege in jedem Land das ich besuche
denen die "Welt zu erklären" sprich meine Sicht der Dinge
... schwierig."

Das ist eben auch meine Befürchtung. Es gibt eben nicht die Wahrheit von idealen Verhältnissen, zu der alle irgendwie hinfinden müssen. Am Ende läuft es auf Ideologie und Autokratie hinaus, weil es nicht einmal eine Organisationsform für die weltweite Partizipation von Individuen gibt. Lenin hat den vom user ausdrücklich erwähnten "Sozialistischen Internationalismus" nach seinem ersten Scheitern zu kapern versucht, indem er mit seiner kommunistischen Internationalen um die Ecke kam um die versprengten sozialistischen Parteien zu einen.

19:13, Barbarossa 2

>>18:51 von Inge N.
„Bitte belegen Sie mit Quellenangabe Ihre Behauptung, dass Unterstützungsgelder direkt an die Talibanregierung gehen.“

Bitte erklären sie uns, wohin genau das Geld fließt.<<

Das Geld fließt an die UN, die es dann weiter verteilt. Und zwar an Hilfsorganisationen. Das wird sehr transparent gehandhabt. Sie können sich mühelos im Netz darüber kundig machen. Stichworte „UN Hilfsprogramme Afghanistan“.

@ 19:00 von Sisyphos3 --- Auf jeden Fall nehmen sie etwas weg

"dass die Taliban ihnen die bürgerlichen Freiheiten nehmen.
etwas "wegnehmen"
haben sie den Eindruck dass es in deren Bewußtsein der Eindruck entstanden ist
dass man ihnen was "wegnahm" ?"

In wessen Bewusstsein? Im Bewusstsein der Journalisten allemal und im Bewusstsein der Bevölkerung auch. Wurde die gefragt ?

Die Taliban lassen keine demokratischen Entscheide über eine Verfassung und die Gewährung von Menschen- und Bürgerrechten zu. Solange sie das nicht tun, gilt: im Zweifel für die Bevölkerung und nicht für die fanatischen Machthaber.

Am 18. September 2021 um 19:06 von frosthorn

Erstens glauben die Journalisten, die jetzt um Hilfe ersuchen, nicht, dass sie "mit den Zuständen nicht zurecht kommen", sondern sind an Leib und Leben bedroht.
Und zweitens sind die nicht nach Afghanistan in Urlaub gefahren.
Ist Ihnen der Unterschied zwischen deren Situation und Ihrem weichen Sofa nicht mal ansatzweise klar?
__
Ich bin überzeugt, dass das jedem klar ist. Deshalb weiss ich auch nicht, was dieser Notruf bezwecken soll, wenn er nicht der Fluchthilfe dienen soll, und das scheint ja nicht der Fall zu sein. Das hätte man ja noch irgendwie realisieren können. Welche Hilfe die Journalisten nun aber erwarten, weiss ich nicht, denn NIEMAND wird ihnen eine Garantie auf ungehindertes Arbeiten geben können unter den obwaltenden Umständen, auf die niemand wirklich Einfluss hat. Wie soll das gehen ?

Am 18. September 2021 um 19:17 von weingasi1

Zitat: Ich befürchte nur, dass bis es soweit ist, die mindestens 5te Nachfolgegeneration dieser Journalisten am Werke sein wird, sollte die jetzige es überleben. Selbst dann ist es fraglich und utopisch

Meinen Sie damit, es sei besser, von vorneherein die Hände in den Schoß zu legen bzw. den Kopf in den Sand zu stecken als etwas zu tun, was sich vielleicht als nutzlos erweist.

um 18:39 von Sisyphos3

,,...also ich tue mir eben immer schwer, meine eigene Meinung
(hinter der ich wie jeder hier steht und gut halte)
nicht als allgemeingültig zu postulieren. "

Na, was für eine groteske Ironie. In Kabul kämpfen die letzten Journalisten darum, daß Meinungen überhaupt veröffentlicht werden können und das für mehrere Millionen von Menschen, während man hier Schwierigkeiten hat, die eigenen Ansichten an einem Standpunkt vorbei ins leere Tor einer grauen
,,Allgemeingültigkeit" zu lupfen.

Für einen kurzen Artikel in einer Kabuler Zeitung von einem dieser Journalisten oder Journalistinnen gäbe ich sofort mindestens 100 Beiträge eines bekannten Vielschreibers in diesem Forum her.

@Bauer Tom

„ So traurig es auch ist , aber es geht uns nichts an.“

Es geht uns nichts an? Unser Staat hatte jahrelang Truppen in Afghanistan, natürlich geht uns das was an. Und ja, überall auf der Welt wo Menschen um Hilfe bitten, geht uns das was an.

15:59 von Dr. Cat

"@ Sausevind 15:25

Vielleicht hoffen sie das die Internationale Staatengemeinschaft was bewegen kann , was ich aber stark bezweifele ."

,.,.,

Was genau bezweifeln Sie?
Dass die Journalisten das hoffen oder dass die Internationale Staatengemeinschaft was bewegen kann?

19:13 von Barbarossa 2 - Antwort auf 18:51 von Inge N.

"Bitte belegen Sie mit Quellenangabe Ihre Behauptung, dass Unterstützungsgelder direkt an die Talibanregierung gehen."

Das muss nicht ich belegen, denn diese Behauptung stammt nicht von mir, sondern um 18:22 von Treualp1.

Clara Berger meint

@ Bauer Tom

Zitat: "wenn Journalisten von Verfolgung bedroht sind, geht es uns auch an"
Das sehe ich nicht so.

Ich schon. Ich finde, wir sollten mit freien und unabhängigen Journalisten in Afghanistan solidarisch sein.

16:37 von frosthorn

"ich wünschte,
die "was geht uns das an"-Kommentatoren würden endlich mal verstummen. Mich gehen Menschenrechtsverletzungen immer was an."

,-,-,

Ja - aber deren Argumentation ist, dass andere Nationen Menschenrechtsverletzungen nicht als Menschenrechtsverletzungen EMPFINDEN, auch die Gefolterten das ja selber so gewünscht haben.

Oder anders ausgedrückt:
unsere Menschenrechte seien besserwisserische Überheblichkeiten, die - so deren Argumentation - quasi noch aus der Nazizeit stammen, wo der hässliche Deutsche das Deutschtum allen anderen Nationen aufdrängen wollte.

Diese verquere Argumentation habe ich hier oft und oft lesen müssen.

19:06 von frosthorn

der Unterschied zwischen deren Situation und Ihrem weichen Sofa nicht mal ansatzweise klar?
-----------------

finden sie den angeschlagenen Ton mir gegenüber angemessen ?

Es ist bedauerlich und das meine ich nicht polemische,
dass die mit den Zuständen in ihrem Land nicht zurecht kommen.
Aber dann gibt es 2 Möglichkeiten
die versuchen sich zu arrangieren,
oder sie suchen sich ne neue Heimat
Wenn ich 5 Frauen heiraten will und ne 14 Jährige dazu
werde ich hierzulande kriminalisiert.
In Saudi Arabien habe ich damit keine Probleme

19:17 von weingasi1 fathaland_slim --- Seltsame Konstellation

Obwohl ich nicht mehr so viel hier bin wie früher, habe ich über die Jahre meines Hierseins einen zivilisierten Disput mit dem Foristen fathaland_slim geführt. Unsere politischen Vorstellungen sind so konträr wie es für die bürgerlich-christdemokratische Strömung gegenüber Sozialisten eben üblich ist. Aber ich habe ihn stets auf Seiten der Freiheit und des Eintretens für die Bürgerrechte gefunden.

Wenn ich mir nun die Stellungnahmen von manchen Leuten aus „meinem“ Lager zu Bürgerrechten anschaue, frage ich mich, wohin die abgedriftet sind. Bürgerliche Werte und Freiheitsrechte sind für konservative Menschen in der Tradition von Adenauer und Churchill niemals verhandelbar.

Ich verstehe diese instinktlose, indirekte Parteinahme für die Machthaber in Afghanistan nicht.

Es geht erstmal um Grundsätzliches und zweitens um die Frage, wie man den Taliban die Beachtung von "Mindeststandards" abverhandelt. Militärisch geht das nicht mehr, aber wirtschaftlich.

16:52 von Sparpaket

"Man sollte auch beachten,
dass in dem Abkommen zwischen den USA und den Taliban von Pressefreiheit nicht die Rede war.
Die USA haben da kein Junktim mit ihrem Abzug verbunden."

,.,.,

In Ihren Beiträgen - so kommt mir vor - scheinen Sie regelrecht Angst davor zu haben, dass die Taliban Pressefreiheit zulassen würden.

Sie beteuern ja ständig, dass das unmöglich sei.

Clara Berger meint

... dass wir zur Solidarität verpflichtet sind. Keine Zusammenarbeit und kein Geld für die Taliban, wenn nicht die Menschenrechte der Journalisten und der Frauen gewahrt werden. Und da müssen auch die Russen und die Chinesen mitmachen. War internationale Solidarität nicht eine große Stärke der Kommunisten? Wichtiger jedenfalls als Bodenschätze.

17:23 von Sisyphos3

>> 15:25 von Sausevind

Die afghanischen Journalisten sind da aber deutlich anderer Meinung als Sie
----------------
-
"die" Journalisten"

,.,.,

Ja:
die Journalisten, von denen im Artikel die Rede ist.

Was denn sonst?

17:32 von Magic.fire

"Sie werden diese Zusage nicht geben."

,.,.,

Sie sind jetzt schon der vierte oder fünfte, der diese Aussage so apodiktisch wie Gott persönlich unter die Menschheit bringen will.

Ich rätsele nur noch daran herum, was hinter diesen einmütigen Aussagen - die ja in Wirklichkeit kein Mensch wissen kann -, steckt.

Clara Berger meint

@ Frank von Bröckel:

Wieso eigentlich Nationalstaat!?? Wenn in Afghanistan etwas über Jahrhunderte hinweg ausdrücklich NICHT existiert hat, dann war das ein geeinter afghanischer Nationalstaat!

Das haben wir in Deutschland ja im Prinzip auch nicht. Ich z. B. bin Thüringerin und überzeugte Europäerin.

@19:11 von werner1955

//Was ist mit dem schreien und Brüllen der toten Mütter und Kinder weg Krieg, Hunger und Gewalt?

Müssen wir nicht erst diesen armen Frauen und Kinder retten bevor wir bezahlten "Journalisten" die oft freiwillig diese Risiken für Geld eingehn helfen?//

Man kann das nicht auseinanderdividieren. Woher bzw. von wem wissen wir über all die schrecklichen Dinge in der Welt? Richtig - von mutigen Journalisten und von Flüchtlingen.
Von den Taliban bekommen wir jedenfalls keine Zustandsberichte.

Re : Schaefer !

Grundsätzlich sollte überall in jedem Land es so sein, dass die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit, die Frauenrechte und Gleichberechtigung geachtet und respektiert werden. Nur bei so ideologisch verbohrten und rein Männer- huldigenden Taliban wird dies so nie geschehen. Auch wenn sie unbedingt die Anerkennung wollen, müssten viele Staaten enormen Druck auf sie ausüben, um sie zu Zugeständnissen zu bringen. Leider stehen aber schon die eh auch nicht wirklich besseren Chinesen und Russen am Start, die selbst die Meinungsfreiheit und Pressefreiheit nur in ihrem Sinne zulassen. Alles andere wird stumm geschaltet.
Die Journalistinnen und Journalisten zum Kämpfen animieren, ist wohl eher zynisch gemeint, denn diese Personen sind nicht an einer Waffen ausgebildet, sondern haben das Schreiben und Fragen stellen gelernt, und sollen sich nun gegen blutrünstige Taliban wehren. Echt daneben !

Clara Berger meint

@ Treualp1

Jetzt will unser deutscher Profilierungs-Süchtiger Außenminister diesen Machthabern Milliarden an Unterstützungsgeldern nachwerfen.

Unser Außenminister ist keineswegs profilierungssüchtig. Die zweite Aussage ist ebenfalls schlicht falsch, es war nie geplant, dass irgend welche Zahlungen direkt an die afghanische Regierung gehen. Gelder gehen immer an internationale Hilfsorganisationen.

19:44. R. B.

>>Mit dem Finger auch auf sich selbst zu zeigen, wäre ein Anfang in Sachen Glaubwürdigkeit des Westens.<<

Das tut die Presse, die dafür zuständig ist, hier im so genannten Westen eigentlich ständig.

19:40 von fathaland slim

Vielleicht sollten Sie die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1949 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet,
--------------

.
darüber unterhielten wir uns ja gelegentlich !

Die wurden von den USA unterschrieben, einem Land welches die Bürgerrechte von Farbigen mit Füssen trat.
Selbst die Schweiz führte erst 30 Jahre später das Frauenwahlrecht ein
oder zählen Frauenrechte nicht zu den Menschenrechten ?

@ sikgrueblerxyz

Einen freien Journalismus werden die Taliban in der instabilen Situation einer ungefestigten Staatsmacht nicht zulassen, da ...

Clara Berger meint:

Gerade in einer so schwierigen Situation müsste den Mächtigen ein kritisches und unabhängiges Korrektiv doch besonders wichtig sein.

19:49 von Olivia59

Das ist eben auch meine Befürchtung.
------------------

meine eben auch !
Es ist doch so, dass die Vorstellungen von Menschen einem Wandel unterliegen.
Wir im Westen jedoch der Auffassung sind, jede Kultur müsse sich unserem Weltbild unterwerfen.
(und natürlich sofort nachziehen, wenn sich das ändert)
und bitte !
jetzt nicht mit dem "Argument" es wäre was gutes.
Das hat man bei der Kolonialisierung in Afrika/Südamerika auch behauptet
und bei den Kreuzzügen

Re : Heidemarie Bayer !

Leider sind dies alles Länder, die von mehr als eingebildeten Männern dominiert werden, die daran auch nichts ändern wollen.
Dabei gäbe es schon Möglichkeiten, aber die werden zuhauf von Regierungen und Sportverbänden torpediert, siehe Katar, weil da viel Geld verdient werden kann und nur noch der Kommerz eine zu große Rolle spielt.
Das Gleiche ist doch mit China, da finden Winterspiele in Peking statt, was in meinen Augen mehr als absurd ist, und der chinesischen KP sehr gelegen kommt. Auch da geht es nur noch um den Kommerz, weil das IOC es so will, ohne nur einen Funken an die Sportlerinnen und Sportler zu denken. Leider reagiert kaum ein Land darauf, keine Regierung, weil auch nur noch bei zu vielen das Geld wichtiger ist, als alles andere.
Die Spiele in Russland waren schon eine Zumutung, und nun China, und kaum einer ist für einen totalen Boykott, damit den Herren der KP die Augen überlaufen ! Es findet nur noch ein Gigantismus statt, statt Nachhaltigkeit, egal wo !!!

Re : Sparpaket !

Ja das mit dem Tugendministerium habe ich auch gelesen.
Dann sollten dort alle männlichen Taliban, die sich nicht benehmen können, jeden Tag ausgepeitscht werden, bis sie mal gelernt haben, sich Frauen gegenüber zu benehmen.
Nur leider wird es so nicht laufen. Im Iran sind es die berüchtigten Sittenwächter, die Frauen anschwärzen, selbst Jugendliche mit gerade einmal 16 Jahren wurden wegen angeblicher Verführung oder Sex außerhalb der Ehe hingerichtet.
Schon bei der ersten Herrschaft der Taliban war dieses Ministerium für das Auspeitschen und Steinigen von vielen Frauen verantwortlich, weil angeblich irgend ein Mann was gesehen haben will. Wird ein Mann der Vergewaltigung einer Frau angezeigt, kann er sich freikaufen, durch eine erzwungene Hochzeit mit seinem Opfer. Unfassbar ungerecht. Leider ticken diese Idioten von Taliban Männer so. In meinen Augen sind dies alle pure Scheusale, mehr nicht !

Freien Journalismus wird es in Afghanistan nicht geben

Zitat: "Mehr als 100 afghanische Journalisten appellieren an die internationale Gemeinschaft, die Pressefreiheit in ihrem Land zu retten. Am dringendsten seien Schutzgarantien für Medienschaffende."

Freien Journalismus wird es in Afghanistan nicht geben, solange die Taliban an der Macht sind.

20 Jahre hat der Westen unzählige Milliarden dafür ausgegeben, um die Afghanen für eine wie auch immer geartete westliche Demokratie zu begeistern.

Eine - zumindest auf dem Papier - 300.000-starke, von der USA und D aufgebaute afghanische Armee hat sich dazu entschieden, den 80.000 Taliban das Land kampflos überlassen.

Irgendwann muss man einmal zur Kenntnis nehmen, dass Afghanistan ein islamisches Land ist, wo mehr als 90 % der Menschen die Sharia wollen.

Dann hat sich auch das Thema freier Journalismus erledigt.

Q:

"https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/studie-mehrheit-der-muslime-fuer-scharia-anwendung/8145784.html"

@ Bauer Tom

Die Machthaber dort haben meiner Meinung nach das Recht, so wie in jedem Staat, ihre Presse so zu regeln wie sie es fuer richtig halten. Ob das unseren Vorstellungen entspricht oder nicht.

Sie plädieren also für ein freies Spiel der Kräfte? Freie Fahrt für freie Diktatoren?


Das sehe ich nicht als eine Verletzung der Menschenrechte."

Ist es aber. Und zwar offensichtlich.
Aber gut, niemand ist verpflichtet die Menschenrechte zu respektieren, nur weil er in einer freiheitlichen Demokratie lebt.

Am 18. September 2021 um 20:21 von Sisyphos3

Zitat: Es ist bedauerlich und das meine ich nicht polemische,
dass die mit den Zuständen in ihrem Land nicht zurecht kommen. Aber dann gibt es 2 Möglichkeiten
die versuchen sich zu arrangieren, oder sie suchen sich ne neue Heimat

oder sie wenden sich an die Weltöffentlichkeit um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und hoffen, dabei nicht nur auf Leute wie Sie zu treffen, die, wie weiland der Kaiser, sagen, macht euren Dreck allene

Einst Partner der USA

In den 1980'ern waren die Mudschaheddin (so nennen sich die Taliban auch heute noch) enge Partner der USA. Damals hat sich im Westen niemand für Demokratie oder Menschenrechte in Afghanistan interessiert. Genauso wie heute bei Ländern wie Saudi-Arabien oder den Emiraten usw.

Und Deutschland liefert trotz "Rüstungsexportkontrollgesetz" sogar problemlos Waffen an Ägypten oder die Golfstaaten. Und das, obwohl in diesen Ländern die Todesstrafe praktiziert wird und die auch noch einen fürchterlichen Krieg im Yemen führen, wo bisher zehntausende von Zivilisten getötet wurden. Einfach skandalös!

Am 18. September 2021 um 20:59 von Sisyphos3

Zitat: Es ist doch so, dass die Vorstellungen von Menschen einem Wandel unterliegen.
Wir im Westen jedoch der Auffassung sind, jede Kultur müsse sich unserem Weltbild unterwerfen.

Ist Ihnen entgangen, dass es Journalisten aus dem afghanischen, islamischen Kulturkreis sind, die um Hife rufen?

20:58 von Clara Berger

Gerade in einer so schwierigen Situation müsste den Mächtigen ein kritisches und unabhängiges Korrektiv doch besonders wichtig sein.
---------------
-
also in China auch ?
Belarus/Russland ebenso
eigentlich in jedem Land mit einem "gestörten" Verhältnis zu Journalisten

Am 18. September 2021 um 20:16 von Clara Berger

Ich schon. Ich finde, wir sollten mit freien und unabhängigen Journalisten in Afghanistan solidarisch sein.
__
Schön, liebe Frau Berger, hiermit erkläre ich mich solidarisch mit den unabhängigen (?) Journalisten in AFG.
Und nun ? Damit ist es ja wohl nicht getan. Das wäre ja einfach. Die Gretchenfrage ist doch, was man (wer ?) wie machen kann, damit der Notruf, den die Journalisten abgesetzt haben, Gehör finden kann bzw. wie Ihnen geholfen werden kann. Und zwar nicht in Form von schwülstigen Solidaritätsbekundungen, sondern tatkräftig und da beisst sich die Katze in den Schwanz, wie man das machen könnte.

@20:53 von fathaland slim

">>R. B.: Mit dem Finger auch auf sich selbst zu zeigen, wäre ein Anfang in Sachen Glaubwürdigkeit des Westens.<<

Das tut die Presse, die dafür zuständig ist, hier im so genannten Westen eigentlich ständig."

Na dann ist in Russland ja auch alles ok. In diversen Zeitungen und Blogs kann man alles und noch mehr als die unschöne Wahrheit über die Politik lesen – aufgeschrieben von teils mutigen Journalisten. Die Politik ersetzt es hier wie da nicht.

19:40 von fathaland slim:

19:40 von fathaland slim: Vielleicht sollten Sie die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1949 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet,
--------------

Zitat: Die wurden von den USA unterschrieben, einem Land welches die Bürgerrechte von Farbigen mit Füssen trat. Selbst die Schweiz führte erst 30 Jahre später das Frauenwahlrecht ein oder zählen Frauenrechte nicht zu den Menschenrechten ?

Was wollen Sie uns damit sagen?

Gilt die Menschenrechtsdeklaration deshalb nicht?

Kann es sein, dass es nur Umsetzungsverzug gibt?

Am 18. September 2021 um 20:59 von Traumfahrer

Leider sind dies alles Länder, die von mehr als eingebildeten Männern dominiert werden, die daran auch nichts ändern wollen.
Dabei gäbe es schon Möglichkeiten, aber die werden zuhauf von Regierungen und Sportverbänden torpediert, siehe Katar, weil da viel Geld verdient werden kann und nur noch der Kommerz eine zu große Rolle spielt.
__
Ja, es ist alles ganz schlimm und grauslig und ungerecht und nicht in Ordnung und menschenfeindlich und und und
Nur was hat das mit dem Bericht über die Journalisten in AFG zu tun ? Meines Wissens sind dort keinerlei sportive events in der Planung, obwohl das für dieses Land vllt garnicht mal das Schlechteste wäre, obwohl Ihnen das vermutlich auch nicht behagen würde.

20:24 von Sausevind 16:52 von Sparpaket

//"Man sollte auch beachten,
dass in dem Abkommen zwischen den USA und den Taliban von Pressefreiheit nicht die Rede war.
Die USA haben da kein Junktim mit ihrem Abzug verbunden."

,.,.,

In Ihren Beiträgen - so kommt mir vor - scheinen Sie regelrecht Angst davor zu haben, dass die Taliban Pressefreiheit zulassen würden.

Sie beteuern ja ständig, dass das unmöglich sei.//

Nun ja - Taliban und Pressefreiheit? Da reicht auch mein Vorstellungsvermögen nicht aus. Ist ja inzwischen selbst in Teilen Europas ein Problem.

dass die Internationale Staatengemeinschaft was bewegen kann?

von Sausevind @
Das hat sie doch seit dem Einmarsch von Russland und anschließend der USA mit der NATO seit mehr als 40 Jahren gezeigt das Sie das nicht kann/will.

Die neuen Machtverhältniss müssen jetzt mal zeigen wie es ohne westliches Geld, Einmischung und idiologischem Zeigefinger bessser/anders gehen kann.

@ 20:59 von Sisyphos3 --- Abgekoppelt von der Welt

"Es ist doch so, dass die Vorstellungen von Menschen einem Wandel unterliegen."

Ja, insbesondere dort, wo man dem Wandel eine Chance lässt, sich zu entwicklen. Das gilt für totalitäre Diktaturen nicht.

"Wir im Westen jedoch der Auffassung sind, jede Kultur müsse sich unserem Weltbild unterwerfen."

Das ist eine pauschale und krude Floskel über den "Westen", um sich auf seine heile Welt im eigenen Vorgärtchen beschränken zu können und sich selbstzufrieden von der Welt abzukoppeln.

Seit dem Zeitalter der Aufklärung ist klar, dass es universell gültige Werte gibt.

"jetzt nicht mit dem "Argument" es wäre was gutes.
Das hat man bei der Kolonialisierung in Afrika/Südamerika auch behauptet
und bei den Kreuzzügen"

Das selbstlose Eintreten für Bürger- und Menschenrechte mit Kolonialisierung und Kreuzzügen zu vergleichen ist jene Instinktlosigkeit, von der ich in meinem vorigen Kommentar sprach.

Am 18. September 2021 um 20:58 von Clara Berger

Gerade in einer so schwierigen Situation müsste den Mächtigen ein kritisches und unabhängiges Korrektiv doch besonders wichtig sein.
__
Haben Sie sich schon einmal mit diesem Menschenschlag beschäftigt ?
Ich glaube es gibt nicht viel, was diese Leute weniger interessiert als "ein kritisches und unabhängiges Korrektiv".
Ihre Meinung hinsichtlich der Taliban kann eigentlich nur als Satire gemeint sein.

@ R. B.

Mit dem Finger auch auf sich selbst zu zeigen, wäre ein Anfang in Sachen Glaubwürdigkeit des Westens.

Clara Berger meint:
Der Westen hat immerhin eine ehrliche, neutrale und glaubwürdige Presse. Wenn andere glaubwürdiger sein wollen als wir, müssen sie sich aber mal gehörig strecken.

20:54, Sisyphos3

>>19:40 von fathaland slim
Vielleicht sollten Sie die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1949 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet,
--------------

.
darüber unterhielten wir uns ja gelegentlich !

Die wurden von den USA unterschrieben, einem Land welches die Bürgerrechte von Farbigen mit Füssen trat.
Selbst die Schweiz führte erst 30 Jahre später das Frauenwahlrecht ein
oder zählen Frauenrechte nicht zu den Menschenrechten ?<<

Daß die Menschenrechte von Staaten, die die allgemeine Erklärung unterschrieben haben, mit Füßen getreten wurden und werden, ist bekannt, spricht aber nicht gegen die Menschenrechte.

Deswegen weiß ich nicht so ganz, was Sie mit Ihren Zeilen bezwecken.

20:24 von MehrheitsBürger | Konkreter werden

'Es geht erstmal um Grundsätzliches und zweitens um die Frage, wie man den Taliban die Beachtung von "Mindeststandards" abverhandelt. Militärisch geht das nicht mehr, aber wirtschaftlich. '

So sehr ich diese Grundsätze teile: es braucht einen konkreten Maßnahmenplan, um diese 'Mindeststandards' von denen Sie reden, umzusetzen.

1 - die Taliban brauchen humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung. Für die stellt man die Bedingung, dass die Übergabe an die Hilfsbedürftigen direkt durch eigene Kräfte erfolgt, nicht die Taliban.

2- wirtschaftliche Wiederaufbauhilfe wird an die Einhaltung dieser Standards gebunden. Es wird in Afghanistan keine New York Times und Spiegel entstehen, aber die Bewegungsfreiheit von Journalisten kann überprüfbar gemacht werden. Ebenso wie der Zugang von Mädchen zu Schulen.

ist ja gut jetzt, @weingasi1

Und nun ? Damit ist es ja wohl nicht getan. Das wäre ja einfach. Die Gretchenfrage ist doch, was man (wer ?) wie machen kann, damit der Notruf, den die Journalisten abgesetzt haben, Gehör finden kann bzw. wie Ihnen geholfen werden kann. Und zwar nicht in Form von schwülstigen Solidaritätsbekundungen, sondern tatkräftig und da beisst sich die Katze in den Schwanz, wie man das machen könnte.

Sie haben jetzt deutlich gemacht, dass Sie sich jeglicher Solidarität mit "diesen Journalisten" enthalten, weil Sie nun mal mit sowas nicht behelligt werden wollen.
Dann machen Sie das doch einfach so. Müssen Sie darüber hinaus noch allen, die das anders sehen, der Naivität und des Realitätsverlustes bezichtigen? Gibt es irgendeinen Grund, aus dem Sie andere davon abhalten wollen, ihrerseits über Möglichkeiten der Unterstützung nachzudenken?

sondern tatkräftig?

von weingasi1 @

Also mehr als 50 jahre haben die Großmächte es mit Gewalt, Geld, moralischer, und idiologischer Überzeugung nicht geschaft.

Jetzt sollten wie auf die tatkräftig Menschen in diesem Land hoffen und es mal ohne Einmischung, Moral, idiologie und Geld versuchen. Ich schätze mal so 10 bis 20 jahre wird es schon brauchen.

Die Bürger der DDR haben nach dem Volksaufstand 1956 auch mehr als 30 Jahre gebraucht Ihr System zu verändern.

Am 18. September 2021 um 19:56 von falsa demonstratio

Meinen Sie damit, es sei besser, von vorneherein die Hände in den Schoß zu legen bzw. den Kopf in den Sand zu stecken als etwas zu tun, was sich vielleicht als nutzlos erweist.
__
Drehen Sie mir nicht das Wort im Mund herum. Diese Äusserung bezog sich ausdrücklich auf Ihre "Bruderkette" und den von Ihnen angestrebten "internationalen Sozialismus". Im Gegenteil, ich habe Sie gefragt, wie eine solche Hilfe REALISTISCH aussehen könnte, da Sie ja der Meinung waren, dass Fluchthilfe jedenfalls NICHT gewollt sei. Also stellt sich die Frage, wie man sich die Hilfe vorstellt, da eigentlich jeder Verantwortliche allenfalls von aussen appellieren kann. Wenn's hilft, prima. Wenn nicht, was dann ? Erneuter Einmarsch ? Wer ? Mit wem ? Wie ?

21:12 von Blitzgescheit | Mit veralteter Studie hausieren

'Irgendwann muss man einmal zur Kenntnis nehmen, dass Afghanistan ein islamisches Land ist, wo mehr als 90 % der Menschen die Sharia wollen.'

Was sie in Ihren Augen bekanntlich zu Menschen 2. Klasse macht.

Wie oft und wie lange wollen Sie noch mit dieser 8 oder 9 Jahre alten Studie hausieren gehen ? Über die Einstellung der Bevölkerung von heute sagt die nicht viel.

@ Sisyphos3

also in China auch ?

Clara Berger meint:
Klar, auch in China wäre eine freie Presse wichtig. Und eine Opposition, die die regierende kommunistische Partei in einem friedlichen Machtwechsel ablösen kann.

21:15 von falsa demonstratio

Ja, sie rufen um Hilfe. Das taten Journalisten in der Türkei, Honkong u.s.w. auch. Dann erklären sie mal wie da unsere Hilfe aussah.

@ weingasi1

Haben Sie sich schon einmal mit diesem Menschenschlag beschäftigt ?

Clara Berger meint:
Na ja, verhandelt habe ich mit den Taliban tatsächlich noch nicht.


Ihre Meinung hinsichtlich der Taliban kann eigentlich nur als Satire gemeint sein.

Nee, eigentlich nicht.

21:27 von weingasi1 | Menschenschlag ?

'Ich glaube es gibt nicht viel, was diese Leute weniger interessiert als "ein kritisches und unabhängiges Korrektiv".

Die Bevölkerung Afghanistans kann nicht unter einem 'Menschenschlag' zusgammengefasst werden. Weder ethnisch noch kulturell.

Die städtische Bevölkerung in Kabul, Kandahar und Herat hat einen anderen Zugang zu bürgerlichen Freiheiten, zu Musik, Radio, Presse und Erziehungsfragen ihrer Kinder als die analphabetische Landbevölkerung. Das über einen Kamm zu scheren, wird aber den Verhältnissen nicht gerecht.

Deswegen ist die Beurteilung, welchen Rang bürgerliche Freiheiten und insbesondere Informationsfreiheit einnimmt, differenziert zu sehen.

21:36 von frosthorn

Ja wir sind alle Solidarisch und denken nach. Dann kommen sie doch mal mit einem umsetzbaren Vorschlag.

21:20, falsa demonstratio 19:40 von fathaland slim:

>>19:40 von fathaland slim: Vielleicht sollten Sie die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 1949 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet,
--------------

Zitat: Die wurden von den USA unterschrieben, einem Land welches die Bürgerrechte von Farbigen mit Füssen trat. Selbst die Schweiz führte erst 30 Jahre später das Frauenwahlrecht ein oder zählen Frauenrechte nicht zu den Menschenrechten ?

Was wollen Sie uns damit sagen?

Gilt die Menschenrechtsdeklaration deshalb nicht?

Kann es sein, dass es nur Umsetzungsverzug gibt?<<

Das Zitat stammt von Sisyphos3, nicht von mir.

@ Blitzgescheit

... wo mehr als 90 % der Menschen die Sharia wollen.

Tolle Quote. Gab es da nach Ihrem Kenntnisstand eine faire und neutrale Umfrage? Oder hat man den Befragten nicht doch eher die Kalaschnikow unter die Nase gehalten?

21:17, Olivia59

>>@20:53 von fathaland slim
">>R. B.: Mit dem Finger auch auf sich selbst zu zeigen, wäre ein Anfang in Sachen Glaubwürdigkeit des Westens.<<

Das tut die Presse, die dafür zuständig ist, hier im so genannten Westen eigentlich ständig."

Na dann ist in Russland ja auch alles ok. In diversen Zeitungen und Blogs kann man alles und noch mehr als die unschöne Wahrheit über die Politik lesen – aufgeschrieben von teils mutigen Journalisten. Die Politik ersetzt es hier wie da nicht.<<

Kleiner Unterschied: hier tut sie das meist unbehelligt. Assange ist die Ausnahme, nicht die Regel.

@ 21:36 von MRomTRom --- Davon rede ich ja

"So sehr ich diese Grundsätze teile: es braucht einen konkreten Maßnahmenplan, um diese 'Mindeststandards' von denen Sie reden, umzusetzen."

Das ist doch selbstverständlich. Deswegen habe ich ja auch dazu aufgefordert, sich über konkrete Schritte und Wege zu unterhalten, um die bürgerlichen Freiheiten in Afghanistan auf dem Level von Mindeststandards zu unterstützen und sich nicht einfach in seinen Kokon der bequemen Gleichgültigkeit einzuspinnen.

Ihre Vorschläge gehen schon mal in die richtige Richtung.

Am 18. September 2021 um 21:36 von frosthorn

Sie haben jetzt deutlich gemacht, dass Sie sich jeglicher Solidarität mit "diesen Journalisten" enthalten, weil Sie nun mal mit sowas nicht behelligt werden wollen.
Dann machen Sie das doch einfach so. Müssen Sie darüber hinaus noch allen, die das anders sehen, der Naivität und des Realitätsverlustes bezichtigen? Gibt es irgendeinen Grund, aus dem Sie andere davon abhalten wollen, ihrerseits über Möglichkeiten der Unterstützung nachzudenken?
__
Ich habe bestimmt in diesem Thread mehrfach GEFRAGT, wie eine Hilfe aussehen könnte. Nun frage ich Sie : was tun Sie, damit den Journalisten geholfen wird.
Von "nicht behelligt werden wollen" ist überhaupt keine Rede, sondern ich erbat eine Idee, wie ich mir eine Hilfe vorstellen kann. Das hat weden etwas mit "pro" noch mit "contra" zu tun aber offenbar können Sie da nichts zu sagen. Wer das anders sieht, der möge mir doch bitte meine Frage beantworten, sonst ist es nur Rederei ohne Substanz.

21:54 von Eduart de Machina

"Auch bei den von Ihnen kritisierten Waffenlieferungen an Ägypten oder die Golfstaaten und die Verwicklungen im Krieg in Yemen, machen nicht alle Deutsche, nicht alle Menschen im Westen mit oder sehen darüber hinweg, viele kritisieren dies."

Ob das einige kritisieren oder nicht ändert nichts an der Tatsache, dass deutsche Waffen geliefert werden - und das schon seit Jahrzehnten! Und unabhängig von irgendeiner Kritik müsste doch eigentlich das "Rüstungsexportkontrollgesetz" hier wirken. Tut es aber nicht! Sorry, aber Deutschland hat ein immenses Glaubwürdigkeitsproblem.

@ Blitzgescheit

20 Jahre hat der Westen unzählige Milliarden dafür ausgegeben, um die Afghanen für eine wie auch immer geartete westliche Demokratie zu begeistern.

Seit wann ist Demokratie etwas westliches? Demokratie gibt es schließlich auch in Indien, Australien, Japan, Korea oder Taiwan. Und die liegen östlich von Afghanistan.

18:50, harpdart

>>Ich hasse mittlerweile Begriffe wie "Wertewesten", die nur diffamierend und verächtlich benutzt werden, um alle, ich betone, alle Bemühungen abzuwerten, die die Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte zum Ziel haben.<<

Das geht mir ganz genauso.

Schön, wieder von Ihnen zu lesen. Ich hoffe, Ihre Gesundheit ist einigermaßen stabil.

@ 22:00 von Clara Berger --- Das habe ich auch thematisiert

"tolle Quote. Gab es da nach Ihrem Kenntnisstand eine faire und neutrale Umfrage? Oder hat man den Befragten nicht doch eher die Kalaschnikow unter die Nase gehalten?"

Das habe ich auch schon mal thematisiert.
Ich glaube schon, das PEW gute Studien macht, aber in einem Land wie Afghanistan würde ich die Frage stellen, unter welchen Umgebungsbedingungen diese Befragungen stattgefunden haben und wie frei insbesondere die Frauen dabei antworten konnten.

Wie auch immer, die Hauptfrage bleibt, an welchen Stellschrauben gedreht werden kann, um die Lebenssituation der Menschen erträglich zu halten und die Taliban-Herrschaft nicht erneut zu einen sicheren Hafen für Terrornetzwerke werden zu lassen. Das letztere ist jetzt natürlich ungleich schwerer.

@ pxslo

Einst Partner der USA. In den 1980'ern waren die Mudschaheddin (so nennen sich die Taliban auch heute noch) enge Partner der USA.

Sie kennen sich nicht aus. Die Mudschaheddin haben gegen die sowjetische Besatzung gekämpft und später, als von Pakistan aus die Taliban kamen haben sie sich auch den Taliban widersetzt. Die Taliban haben es gegen die Nordallianz nie geschafft, das ganze Land zu erobern.

@ pxslo

Sorry, aber Deutschland hat ein immenses Glaubwürdigkeitsproblem.

Das sehe ich nicht so. Deutschland wird in der Welt als integer und glaubwürdig respektiert.

20:53 von fathaland slim

20:53 von fathaland slim 19:44

Ich dachte, es wäre verständlich.

Auf Olivia59:
"Wenn westliche Regierungen mal anfangen würden sich gegenseitig für Folter, Angriffskriege etc. zu sanktionieren könnte man nochmal ja nochmal drüber reden."

schrieb ich
>>Mit dem Finger auch auf sich selbst zu zeigen, wäre ein Anfang in Sachen Glaubwürdigkeit des Westens.<<

Sie entgegenen nun:
"Das tut die Presse, die dafür zuständig ist, hier im so genannten Westen eigentlich ständig."

Gemeint war - wohl leicht erkenntlich: Die Regierungen auf sich selbst (!) bzw. auf ihre Vorgängerregierungen.

Die Presse deckt manches auf, das ist richtig! Es kann aber leider mitunter Jahre dauern. Eines der Beispiele, der das Massaker an ca. etwa 500 vietnamesischen Zivilisten, vornehmlich Alte, Frauen Kinder in My Lai.
Ja, das war eine große Leistung der us-amerikanischen Presse. Mit welcher Folge? Ein einziger der Beteiligten wurde verurteilt und schließlich nach 3 Jahren begnadigt.

@Am 18. September 2021 um 22:00 von Clara Berger

Zitat: "... wo mehr als 90 % der Menschen die Sharia wollen.

Tolle Quote. Gab es da nach Ihrem Kenntnisstand eine faire und neutrale Umfrage? Oder hat man den Befragten nicht doch eher die Kalaschnikow unter die Nase gehalten?"

Die Nummer mit Kalaschnikow hatten wir doch schon einmal. Ich glaube nich6t, dass die Forscher des Pew Research Institute eine bestimmte Antwort mit einer Waffen erpresst haben. Das wäre im höchsten Maße unwissenschaftlich, finden Sie nicht?!

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