Ihre Meinung zu: Duma-Wahl in Russland: Der zentrale Wahltag beginnt

19. September 2021 - 7:24 Uhr

In Russland geht heute die dreitägige Wahl zu Ende. Beobachter rechnen mit einem Sieg der Kreml-Partei Geeintes Russland - unklar ist aber, ob es auch für die absolute Mehrheit reicht. Wahlbeobachter beklagen Unregelmäßigkeiten. Von C. Nagel.

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Kommentare

steht die Wahl nicht schon fest

wer allen ernstes glaubt das Putin seine Macht hergibt, der irrt.
Und unsere heuschlerische Außenpolitik schaut einfach zu.
Nordstream 2, still und heimlich weggeschaut und fertig gestellt.
Opposition in Russland , was kümmert es uns?
Das Putin mit Lukatschenko still und heimlich --> falsch, laut und unverholen , die Würde der Menschen mit Füßen tritt, solange wir noch Geld verdiehnen, egal.
Das Zauberwort heist Saktionen!
Jedoch was für welche? Wir frieren 10 Millionen Guthaben ein, welches dann verzinnst später ausgezahlt wird?

Also was soll die Schlagzeile "Wahl der Duma" uns noch interesieren?
Sie steht fest und wir schauen weiter zu.
Was für ein Jammer !

Duma-Wahl in Russland: Der zentrale Wahltag beginnt....

Nach aller Voraussicht wird es keine absolute Mehrheit für Einiges Russland geben. Und das aus naheliegenden Gründen: Nämlich in der Sozialpolitik, in der Rentenreform begründet(Erhöhung des Renteneintrittsalters).
Hat nichts mit Regime-change zu tun. Weil kaum jemand in die 90er Jahre zurück will.

Aber immerhin soll es ja auch schon zu dieser Wahl Cyberangriffe gegeben haben(Einmischungsversuche)....

Wahlbetrug "aus" oder "von" Deutschland??

"...gezielte Cyberattacken aus dem Ausland. Namentlich aus den USA, Deutschland und der Ukraine...Mit dem Ziel, die Wahl zu stören."
Dann sollte man mal von russischer Seite versuchen etwas klarere Aussagen zu treffen und nicht durch plakative Behauptungen bewusst den Eindruck erwecken, die Cyberattacken kämen von den Regierungen oder deren Handlangern, wie es etwa zu den vergangenen Wahlen in den USA, Frankreich oder etwa auf den deutschen Bundestag starke Indizien gegen eine russische Beteiligung als Urheber dazu gibt und damit von den eigenen Verfehlungen ablenken.
Wenn beispielsweise Staaten wie Russland rumjammern, sie würden in irgendeine Art und Weise von westlichen Ländern übervorteilt werden, klingt das immer irgendwie nach eigener Unfehlbarkeit.

@Heiko.H um 09:04

wer allen ernstes glaubt das Putin seine Macht hergibt, der irrt.
Und unsere heuschlerische Außenpolitik schaut einfach zu.
Nordstream 2, still und heimlich weggeschaut und fertig gestellt.
Opposition in Russland , was kümmert es uns?
Das Putin mit Lukatschenko still und <<< heimlich --> falsch, laut und unverholen , die Würde der Menschen mit Füßen tritt, solange wir noch Geld verdiehnen, egal. Das Zauberwort heist Saktionen!
Jedoch was für welche? Wir frieren 10 Millionen Guthaben ein, welches dann verzinnst später ausgezahlt wird?

Also was soll die Schlagzeile "Wahl der Duma" uns noch interesieren?
Sie steht fest und wir schauen weiter zu. Was für ein Jammer ! >>>

-> Sanktionen? Wirtschaftssanktionen gibt es schon lange (wg. Ukraine), die machen Russland zwar Probleme, aber dann doch nicht zu große Probleme.
Geld "einfireren" und VERZINST zurückzahlen? Da freut sich aber der Putin!

So hart wie's ist: Putin kennt man, aber wenn die Kommunisten an die Macht kommen? Große ???!

Das ARD-Studio Moskau ...

... diesmal mit Frau Nagel - wieder in Höchstform:
Zitat aus ihrem TS-Artikel:
"Trotz schlechter Umfragewerte wird mit einem klaren Sieg der Kreml-Partei Geeintes Russland gerechnet."
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
- "schlechte Umfragewerte" für die Kreml-Partei
- mit "klarem Sieg" dieser Kreml-Partei wird gerechnet.
Von wo hat denn Frau Nagel die schlechten Umfragewerte ausgebuddelt, wenn ein klarer Sieg in Aussicht steht?
Beides jedenfalls, schließt sich von der einfachen Logik aus!

Egal wie es

ausgeht, auch so gut wie alle anderen Gruppen sind Regierungstreu, sagen zumindest die meisten Artikel.
Überall auf der Welt gibt es bei Wahlen einen Teil dem die Regierung nicht gefällt, wenn man aber TV Berichte sieht, wie es in den Städten und Geschäften aussieht, und wie die Menschen gekleidet sind.
Dann ist klar das niemand in den Zustand zu Jelzin zurück will, auf dem Land ist das sicher immer anders, aber das ist auch fast in allen Staaten so.
Die Schere zwischen Arm und Reich, gibt auch so gut wie überall auf der Welt, mehr oder weniger ausgeprägt.
Es wird sich also auch nach den Wahlen nicht wirklich was ändern, und Rohstoffen hat das Land fast alle, wenn man sich die Liste und Förderung mal ansieht.
Die Voraussetzung für die RF sind eigentlich gut, auf das Ergebnis bin aber gespannt.

Zynismus in Perfektion

„Allerdings häuften sich bei der Zentralen Wahlkommission auch Beschwerden über erzwungene Stimmabgaben und Mehrfach-Wähler. Den Vorwürfen, erklärte Wahlleiterin, Ella Pamfilowa, werde natürlich nachgegangen. Aus ihrer Sicht nichts Ehrenrühriges.
>> Es zeige vielmehr, wir gut das System funktioniere: "Wir haben zweifellos ein System erschaffen und in Gang gebracht, das so transparent ist, dass jeder Fall, in dem Recht gebrochen wird, sofort offensichtlich wird"

Genauso offensichtlich wie dass keiner etwas gegen diesen „transparenten Rechtsbruch“ in diesem „gut funktionierenden“ Unterdrückungssystem machen können wird (jedenfalls aus Sicht der Staatsführung und ihrer Apparate).

@ Wolf666

Zitat: "Von wo hat denn Frau Nagel die schlechten Umfragewerte ausgebuddelt, wenn ein klarer Sieg in Aussicht steht?
Beides jedenfalls, schließt sich von der einfachen Logik aus!"
#
Das war einst in der DDR möglich und ist es im lehrenden Bruderstaat von einst erst recht.
Es gewinnt, wer gewinnen muss ... notfalls mit 98,5 %. Gut, heut zu Tage mit 78,7 %.
... Völlig demokratisch ... versteht sich.

Wenn man einige Kommentare hier liest,

dann könnte man den Eindruck gewinnen, Boris Jelzin würde gegen seinen Zögling Putin antreten.

10:02 von H. Hummel

"Das war einst in der DDR möglich und ist es im lehrenden Bruderstaat von einst erst recht."
Eine völlig inhaltsloses Statement und ohne Zusammengang zu meinen post.
Jemand wollte etwas im TS-Blog gesagt haben.

Opposition: Taktische Wahlempfehlung.

@09:04 von Heiko.H
Die Empfehlung lautet, dem jeweils stärksten Gegenkandidaten gegen die Partei "Einiges Russland" die Stimme zu geben.
Die Empfehlung wäre sinnlos, wenn keine Hoffnung besteht, dass "Einiges Russland" dadurch geschwächt werden könnte.

um 09:46 von wolf 666

>>
Von wo hat denn Frau Nagel die schlechten Umfragewerte ausgebuddelt, wenn ein klarer Sieg in Aussicht steht?
Beides jedenfalls, schließt sich von der einfachen Logik aus!
<<

Das ist so ein Problem mit der Logik: Nur weil man selbst glaubt, etwas sei logisch, muss es das noch lange nicht sein. Da steht ja noch nicht einmal, dass sich die Umfragen auf die Wahlabsichten beziehen. Und in vielen Staaten sind die Menschen unzufrieden und dennoch werden erstaunliche Wahlergebnisse immerhin verkündet. Ob ein manipuliertes Ergebnis im engeren Sinne ein Sieg sein kann, müsste man noch mal dirkutieren.

Wahl

nach meiner Meinung nach steht die Wahl doch schon fest, man hätte doch nur die Nachrichten anschauen brauchen und was im Netz durch andere Sender gebracht wurde zusammen fassen. jeder der glaubt das hier faire Wahlen durch geführt wird ist nicht ganz richtig im Kopf.
unsere Politiker reden zwar gerne über Menschenrechte und Völkerrechte jedoch versagen Sie dann wenn es ernst wird. Putin hat alle die Ihn gefährlich werden können ausgeschlossen von den Wahlen oder in den Knast gesteckt unterfadenscheinheiligen Gründen somit wird es auch keine freien und fairen Wahlen geben. die Frage wird sich dann stellen ob der sogenannte Westen diese Wahlen anerkennen tut und Putin als Staatschef.
wenn Sie nach den Grundwerten gehen würden könnten Sie diese Wahl nicht anerkennen.

10:31, Michael Klaus Möller

>>unsere Politiker reden zwar gerne über Menschenrechte und Völkerrechte jedoch versagen Sie dann wenn es ernst wird.<<

Dies schreiben Sie im Zusammenhang mit Putin.

Mich würde interessieren, wie "unsere Politiker" Ihrer Ansicht nach in diesem Zusammenhang agieren müssten, um sich nicht von Ihnen den Vorwurf des Versagens einzufangen.

@ Wolf666

Ihr Zitat: "Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
- "schlechte Umfragewerte" für die Kreml-Partei
- mit "klarem Sieg" dieser Kreml-Partei wird gerechnet.
Von wo hat denn Frau Nagel die schlechten Umfragewerte ausgebuddelt, wenn ein klarer Sieg in Aussicht steht?
Beides jedenfalls, schließt sich von der einfachen Logik aus!"
#
Meine Antwort: "Das war einst in der DDR möglich und ist es im lehrenden Bruderstaat von einst erst recht.
Es gewinnt, wer gewinnen muss ... notfalls mit 98,5 %. Gut, heut zu Tage mit 78,7 %.
... Völlig demokratisch ... versteht sich."
*
Eine exakte Antwort auf einen realen Text ...
Wenn Sie etwas anders- oder anderes meinen(!), sollten Sie es anders formulieren.

um 10:05 von fathaland slim

> ...dann könnte man den Eindruck gewinnen, Boris Jelzin würde gegen seinen Zögling Putin antreten.<
- Werter fathaland slim, Sie erwecken zu oft den Eindruck, viel zu wenig über das aktuelle Russland, sowie auch über die Geschichte des Landes zu wissen. Putin war niemals Zögling von Boris Jelzin, die beiden hatten eigentlich kaum Kontakt zueinander. In den politisch und wirtschaftlich erschreckenden Zeiten suchte Jelzin nach einer Person, die Russlands Zusammenbruch verhindern und das Land aus der tiefsten Krise herausholen könnte. Putin erschien ihm und seinen Beratern als der geeignete.

09:46 von wolf 666

… Von wo hat denn Frau Nagel die schlechten Umfragewerte ausgebuddelt, wenn ein klarer Sieg in Aussicht steht?
Beides jedenfalls, schließt sich von der einfachen Logik aus!

Der vermutlich klare Sieg, an welchem niemand ernsthaft zweifelt, kommt aufgrund massiver Manipulationen zustande, die Medien sind voll davon. Informieren Sie sich. Man hat dort überhaupt keine Hemmungen mehr, völlig dreist und in großem Umfang die Wahl und damit ihr Ergebnis lächerlich zu machen

Ich sehe gerade auf Rossija

Ich sehe gerade auf Rossija 24: Die Wahlbeteiligung im Fernen Osten des Landes und in den sibirischen Regionen ist niedrig, zw. 25 % und 40 %; im europäischen Teil liegt sie höher, momentan zw. 30% und 65%.

Wahlbeteiligung

"Die unabhängige Wahlbeobachterorganisation Golos hatte in den vergangenen Tagen immer wieder Videos veröffentlicht, in denen zu sehen war, wie ganze Belegschaften, aber auch große Gruppen Uniformierter ihre Stimme abgaben."

Es ist gut, wenn ein Arbeitgeber seiner Belegschaft den kollektiven Wahlgang ermöglicht. Dadurch steigt die Wahlbeteiligung. Ein Wahlzwang gibt es nicht.

Wichtig ist nur, dass die individuelle Wahl für den Arbeitgeber geheim bleibt.

09:04 von Heiko.H

Nordstream 2, still und heimlich weggeschaut und fertig gestellt.
--------------

und wo liegt dabei ihr Problem ?
ich finde die Leitung sinnvoll
oder wäre die "alte" Trasse besser wo jeder diese für uns sperren kann ?

Zitat : "das Putin seine Macht hergibt"
damit haben wohl alle Machtmenschen/Frauen so ihr Problem mit.
Soll nicht entschuldigen, aber sagen, ein menschliches, aber kein rein russisches Problem

Cyberattacken aus dem Ausland

"Die Zentrale Wahlkommission ihrerseits beklagte gezielte Cyberattacken aus dem Ausland. Namentlich aus den USA, Deutschland und der Ukraine."

Das ist wohl das Echo auf die kontinuierlichen Anschuldigungen, die von den Genannten aus jedem noch so irrelevanten Ereignis generiert werden (zuletzt: Phishing-Mails bei Abgeordneten).

Glaubwürdig ist keine dieser Geschichten.

@Heiko.H - Sanktionen?

09:04 von Heiko.H:
"Das Zauberwort heist Saktionen!"

Was kann man mit Sanktionen denn alles herbeizaubern?

Mir fallen nur diplomatische Verspannungen, wirtschaftliche Schäden und Versorgungsengpässe für die Bevölkerung ein.

@ wolf 666 um 09:46

Wenn Sie etwas nicht verstehen, könnte das auch an Ihnen liegen, nicht unbedingt an Frau Nagel.

10:50 von fathaland slim

Mich würde interessieren, wie "unsere Politiker" Ihrer Ansicht nach in diesem Zusammenhang agieren müssten,
um sich nicht von Ihnen den Vorwurf des Versagens einzufangen.
---------------

das wird doch hier täglich ausgiebigst diskutiert

nehmen sie Afghanistan
Meinung 1: lass die dort machen was sie wollen
Meinung 2: einmarschieren und jeden Taliban "ausschalten" am besten alle Unterstützer/ Mitläufer gleich mit
.... ach ja und jede Menge Meinungen dazwischen

um 09:46 von wolf 666

,,Das ARD-Studio Moskau ...
... diesmal mit Frau Nagel - wieder in Höchstform:
Zitat aus ihrem TS-Artikel:
"Trotz schlechter Umfragewerte wird mit einem klaren Sieg der Kreml-Partei Geeintes Russland gerechnet."

Wo ist denn da bitteschön der Widerspruch, den Sie so hämisch feiern?

Eine erwartete ¾Mehrheit für die CSU zu Zeiten eines Franz Josef Strauß und ein Umfrageergebnis von 60% wäre was genau gewesen? Ein mieser Umfragewert. Und trotzdem gab es keine Zweifel, wer mittags zum Schwäjnsbrõdn sich schon zum Ministerpräsidenten küren konnte. Und der FJS wäre bestimmt ein treuer Spezi von Putin in Russia Today.

11:44 von Nachfragerin

Glaubwürdig ist keine dieser Geschichten.
--------------
.
aber je häufiger man das wiederholt,
vielleicht zeigts Wirkung
und was man glauben will, glaubt man ohnehin !

duma-wahl-in-russland-der-zentrale-wahltag-beginnt

Lieber Thomas D., Sieschreiben um 11:21@wolf 666, Zitat:" Der vermutlich klare Sieg, an welchem niemand ernsthaft zweifelt, kommt aufgrund massiver Manipulationen zustande, die Medien sind voll davon. Informieren Sie sich. Man hat dort überhaupt keine Hemmungen mehr, völlig dreist und in großem Umfang die Wahl und damit ihr Ergebnis lächerlich zu machen." Zitat-Ende
.
Meine vorsichtige Frage : Ist das "normales-Russland-Bashing", oder waren Sie kürzlich mal in Russland und haben diese beschriebene "Hemmungslosigkeit" dort vorgefunden ?

@Michael Klaus Möller - Demokratie vs. politische Interessen

10:31 von Michael Klaus Möller:
"unsere Politiker reden zwar gerne über Menschenrechte und Völkerrechte jedoch versagen Sie dann wenn es ernst wird."

Politik ist interessengeleitet. Das größte Interesse ist meiner Meinung nach der Ausbau bzw. Erhalt der eigenen Macht. Danach kommen die Interessen der Wirtschaft. Die Interessen des Volkes müssen sich diesen Prioritäten unterordnen.

Ein Menschenrecht auf Demokratie gibt es nicht.

um 11:30 von Nachfragerin

,,Wahlbeteiligung

["Die unabhängige Wahlbeobachterorganisation Golos hatte in den vergangenen Tagen immer wieder Videos veröffentlicht, in denen zu sehen war, wie ganze Belegschaften, aber auch große Gruppen Uniformierter ihre Stimme abgaben."]

,,Es ist gut, wenn ein Arbeitgeber seiner Belegschaft den kollektiven Wahlgang ermöglicht. Dadurch steigt die Wahlbeteiligung. Ein Wahlzwang gibt es nicht.

Wichtig ist nur, dass die individuelle Wahl für den Arbeitgeber geheim bleibt."

Es gibt einige Fortschritte zu vermelden. Früher gab es eine Frage, bevor Radio Eriwan die beantwortete. Im Prinzip ist es gut für die Aussendarstellung, wenn in den Betrieben alle ihren Arbeitsplatz behalten und frei demokratisch lächeln dürfen. Ich bin immer sehr gerührt, wenn vor einem schmutzigen Stiefel der Machtdurchsetzung kleine Kinderschuchen platziert werden für alle, die ihren Blick gegen den Zynismus der Autokratie nicht heben wollen oder können.

11:06 von Werneranerin @10:05 von fathaland slim :

>> > ...dann könnte man den Eindruck gewinnen, Boris Jelzin würde gegen seinen Zögling Putin antreten.<
... Putin war niemals Zögling von Boris Jelzin, die beiden hatten eigentlich kaum Kontakt zueinander.<<<

Es hat immerhin soweit gereicht, und dass so ziemlich als erste Amtshandlung Putins, Jelzin und und einige andere seiner Clique per Amnestie von jeder juristischen Verantwortung freizusprechen.
Putin selbst hat sich und die Seinen auch mit einer Amnestie für vergangene und zukünftige Taten versehen.

Russlands oberster Pate möchte nicht für sein Tun Verantwortung übernehmen, wie alle Autokraten. Auch er tut alles was ihm nötig scheint, um an der Macht zu bleiben. Je mehr ihm Kritik und Opposition gefährlich wird, desto mehr wird sie verfolgt.

@Heiko H., 09.04h

Ich stimme Ihnen in ei nigen Punkten zu.
Aber über Nordstream 2 wurde lang und breit diskutiert.
Da geschah nichts klammheimlich.
Dafür sorgten schon die USA und Polen.

@Thomas D. - Nichtwählen ist ein Ausdruck von Resignation.

11:21 von Thomas D.:
"Der vermutlich klare Sieg, an welchem niemand ernsthaft zweifelt, kommt aufgrund massiver Manipulationen zustande, die Medien sind voll davon."

Genau so soll es sein: Die russlandkritischen Medien behaupten etwas und der unkritische Leser glaubt es einfach.

Wer Putin gut findet, der wird seine Partei wählen und wer ihn nicht gut findet, der hat keine wirkliche Alternative. Putin braucht für den Sieg gar keine "massiven Manipulationen", denn er hat seine Gegner beseitigt und sich selbst alternativlos gemacht hat. Der Wähler hat also gar keine Wahl - und das schlägt sich in der niedrigen Wahlbeteiligung nieder.

Die russ. Medien sind voll von Berichten über Wahlfälschungen?

@11:21 von Thomas D.
Ich zweifle an unseren (!) Medienvertretern.
Als der Filmemacher Nekrasov (Dokus für arte etc.) seine letzte arte-Doku über den "Fall Magnitski" in München vorstellte, waren nur Vertreter vom heise-Verlag (telepolis) anwesend. Die FAZ machte immerhin später noch ein Interview mit ihm.
In der mehr als 1stündigen Diskussion/Befragung nach der Vorführung ergab sich ein wesentlich differenzierteres Bild von der russischen Presse mit einigen für mich recht neuen Erkenntnissen.

Das "Golos"

eine unabhängige Wahlbeobachterorganisation sein sollte entspricht einfach nicht der Wahrheit. Es ist eine von Westen finanzierte NGO die selbst kein Hehl daraus macht wie es finanziert wird. Also kann von unabhängig keine Rede sein. Am 15 Juli hat Russland OSZE Wahlbeobachter eingeladen und am 4 August hat OSZE diese Einladung ,unter Vorwand dass nur 60 statt 500 Beobachter kommen dürften, abgelehnt. Übrigens, zu den Wahlen in USA wollten OSZE auch 500 Wahlbeobachter schicken obwohl USA zweieinhalb Mal so viele Einwohnern hat wie Russland. Am Ende dürften nur 30 Beobachter einreisen. Das hat die OSZE aber nicht daran gehindert, die US-Wahlen trotzdem zu beobachten und ihnen ein gutes Zeugnis auszustellen, obwohl in vielen US-Bundesstaaten ausländische Wahlbeobachter gesetzlich verboten sind, die OSZE die Wahl also gar nicht beobachten durfte. In Russland aber dürfte man sich nach der Wahl auf die vom Westen finanzierte NGO Golos berufen. Da ist das Ergebnis schon vorprogrammiert...

@ ONYEALI um 12:01

Entschuldigen Sie, wenn ich mich einmische, aber was hat das Verweilen in einem Land damit zu tun, ob man darüber informiert ist, dass die Medien gleichgeschaltet sind und bei Wahlen betrogen wird? Das merken Sie vor Ort erst recht nicht, nicht als Tourist, und schon gar nicht, wenn Sie täglich nur die Staatsmedien um ihre Sinnesorgane geknallt bekommen.

Ich war in Russland vor 3 Wochen und tatsächlich sieht dort auf den ersten Blick alles nach Friede, Freude, Eierkuchen aus. Und jetzt? Bin ich in Ihren Augen eher berechtigt, Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahlen zu haben? ;)

...ttestEineMeinung @19. September 2021 um 09:46 von wolf 666

""Trotz schlechter Umfragewerte wird mit einem klaren Sieg der Kreml-Partei Geeintes Russland gerechnet."
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
- "schlechte Umfragewerte" für die Kreml-Partei
- mit "klarem Sieg" dieser Kreml-Partei wird gerechnet.
Von wo hat denn Frau Nagel die schlechten Umfragewerte ausgebuddelt, wenn ein klarer Sieg in Aussicht steht?
Beides jedenfalls, schließt sich von der einfachen Logik aus!" [sic!]

Ja, da braucht es eine etwas komplexere Logik:

Wenn man z.B. alle aussichtsreichen Oppositionskandidaten von der Wahl ausschliesst, anderen kurz vor der Wahl 3 Kandidaten entgegenstellt, die ähnlich aussehen und seit neuestem den GLEICHEN NAMEN tragen, ein intransparentes Onlinewahlsystem einführt, unabhängige Beobachter mit extremen Einschränkungen abschreckt und Soldaten, Beamte und Beschäftigte von Staatsbetrieben zur Wahl zwing, dann ist es kein Wunder wenn die Ergebnisse der Wahl nichts mit den Umfragen zu tun haben.

Am 19. September 2021 um 09:46 von wolf 666

Zitat:
"...Von wo hat denn Frau Nagel die schlechten Umfragewerte ausgebuddelt, wenn ein klarer Sieg in Aussicht steht?
Beides jedenfalls, schließt sich von der einfachen Logik aus!..."

Stimmt, aber man bedenke, mit Kreml freundlichen Meldungen in unseren Mainstream verdient man kein Geld.

12:03 von Nachfragerin

"Politik ist interessengeleitet. Das größte Interesse ist meiner Meinung nach der Ausbau bzw. Erhalt der eigenen Macht. Danach kommen die Interessen der Wirtschaft. Die Interessen des Volkes müssen sich diesen Prioritäten unterordnen.

Ein Menschenrecht auf Demokratie gibt es nicht."

Der erste Absatz spiegelt eine bedauerliche Tatsache wieder, die aber auch sehr schwarz gemalt ist.

Der letzte Satz ist entweder eine truebselige Folgerung, ein radikal realistisch-kaltherziges (pseudo-real?) Statement wie bei einer Ameisenstaatsbeochtung mit einer Lupe oder eine echte Ueberzeugung, die sie dann entweder mit dem ersten Absatz zufriedenstellend durchgesetzt oder aber schlichtweg bewiesen sehen.

Jedenfalls ist er falsch. Es sein denn, vielleicht, Sie verstehen unter Demokratie nur eine Art Vehikel, in dem sich so ziemlich alles kutschieren lassen kann und Menschenrechte nur rein zufaellig und ansich weder als Kutscher noch als Passagiere zwingend noetig sind.

@melancholeriker - Wird die Stimmabgabe kontrolliert?

12:15 von melancholeriker:
"Im Prinzip ist es gut für die Aussendarstellung, wenn in den Betrieben alle ihren Arbeitsplatz behalten und frei demokratisch lächeln dürfen."

Ich habe erst kürzlich hier im Forum gelernt, dass es überhaupt nichts mit Zwang zu tun hat, wenn man Menschen ein Angebot macht und sie sanktioniert, wenn sie dieses Angebot ablehnen.

Solange die mit Nachdruck zur Wahl Geschickten nicht kontrolliert werden, ob bzw. an welcher Stelle sie ihr Kreuz gemacht haben, sehe ich darin aber kein Problem.

Bei aller Liebe...

...aber wer von den Foristen hier glaubt daran das das heutige Russland irgendetwas mit demokratischen Strukturen zutun hat? Wenn dem so wäre, hätte Herr Putin doch nicht alles getan um seine Amtszeiten gravierend zu verlängern. Ergo kann wohl kaum von "demokratischen" oder gar unbeeinflussten Wahlen die Rede sein. Die wenigen Oppositionellen und unabhängigen Zeitungen die es noch gibt, fallen doch gar nicht mehr ins Gewicht.
Und ja auch ich finde das man Russland zu viel durchgehen lässt aber und das muss auch gesagt werden...wir also die Europäer involvieren Russland nicht genug in wichtige weltpolitische Dinge, so zumindest mein Gefühl.

@09:27 von Parsec

"Dann sollte man mal von russischer Seite versuchen etwas klarere Aussagen zu treffen und nicht durch plakative Behauptungen bewusst den Eindruck erwecken, die Cyberattacken kämen von den Regierungen oder deren Handlangern, wie es etwa zu den vergangenen Wahlen in den USA, Frankreich oder etwa auf den deutschen Bundestag starke Indizien gegen eine russische Beteiligung als Urheber dazu gibt und damit von den eigenen Verfehlungen ablenken."

Wollen Sie wirklich einen qualitativen Vergleich von westlichen und russischen Beschuldigungen vornehmen?
Da beruft man sich doch auf allen Seiten lediglich auf geheime, nicht öffentlich zugängliche und damit auch nicht überprüfbare Informationen seiner Geheimdienste.
Allerdings kann man in Russland sicher noch rhetorisch aufrüsten. Im Fall Skripal hatte die Sprach-Formel "Die einzig plausible Erklärung" schon sehr beeindruckt.

11:06 von Werneranerin

«Sie erwecken zu oft den Eindruck, viel zu wenig über das aktuelle Russland, sowie auch über die Geschichte des Landes zu wissen. Putin war niemals Zögling von Boris Jelzin, die beiden hatten eigentlich kaum Kontakt zueinander. »

Es ist ohne jeden Sinn, Blendgranaten zu zünden, die jeder mit Informationswillen im Internet in wenigen Minuten als Rohrkrepierer enttarnen kann.

Mr. Putin war nach seiner Politischen Zeit in Sankt Petersburg dann in Moskau Vizekanzleichef von Mr. Jelzin, und stellvertretender Chef der Präsidialverwaltung . Danach war Mr. Putin in etwa ein Jahr lang Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB.

Aber Mr. Jelzin hatte eigentlich kaum Kontakt zu Mr. Putin.
Sibirische Märchen aus dem Land der Träume.
Im Lotto gewonnen hat Mr. Jelzin seinen Nachfolger.

um 12:03 von Nachfragerin

>>
Politik ist interessengeleitet.
<<

Was sollte sie denn sonst sein ? Völlig sinnfrei Ihre Aussage.

>>
Das größte Interesse ist meiner Meinung nach der Ausbau bzw. Erhalt der eigenen Macht.
<<

Natürlich, denn nur mit Macht (ggfls auf Zeit) lassen sich die politischen Ziele verwirklichen.

>>
Danach kommen die Interessen der Wirtschaft. Die Interessen des Volkes müssen sich diesen Prioritäten unterordnen.
<<

Sie scheinen da gewisse Wissenslücken zu haben. Zur Wirtschaft gehört auch "das Volk", sei es als Nachfrager oder als Arbeitnehmer. Falls Sie mit Wirtschaft nur die Unternehmen meinen, dann werden sich Parteien wie die herzlich für Ihre Einordnungen bedanken.

Wenn ich die Kommentare

hier so lese, frage ich mich immer, ob einige noch mehr Artikel in Deutschen Medien lesen, damit meine ich nicht Medien die von der RF bezahlt werden, nur das keine Missverständnisse auftauchen.
Man könnte mal was über Wirtschaft lesen, und was so abläuft, ist manchmal im Zusammenhang mit der RF ziemlich hilfreich.
Was die Bürger dort auch wählen, ob Regulär oder auch nicht, wird keinen Einfluss haben, alle Parteien sind recht Regierungstreu.
Die OSZE hat keine Wahlbeobachter geschickt, weil die RF nur 60 zulassen wollte, hat man darauf verzichtet.
Also wird wohl die Wahl nicht anerkannt ?, so ist das doch meist gelaufen, zumindest bei einigen Ländern.
Also mal warten auf die Zahlen, und was dann passiert, eins ist aber Fakt, Sanktionen werden uns nicht so helfen wie gewünscht.
Und dann steht vielleicht noch ein zeitiger Winter bevor, und die Zahlen am Weltmarkt gehen nach oben.

12:01 von ONYEALI

Lieber Thomas D., Sieschreiben um 11:21@wolf 666, Zitat:" Der vermutlich klare Sieg, an welchem niemand ernsthaft zweifelt, kommt aufgrund massiver Manipulationen zustande, die Medien sind voll davon. Informieren Sie sich. Man hat dort überhaupt keine Hemmungen mehr, völlig dreist und in großem Umfang die Wahl und damit ihr Ergebnis lächerlich zu machen." Zitat-Ende

Meine vorsichtige Frage : Ist das "normales-Russland-Bashing", oder waren Sie kürzlich mal in Russland und haben diese beschriebene "Hemmungslosigkeit" dort vorgefunden ?

Zunächst frage ich zurück: Was, bitte, ist "normales Russland-Bashing"?

Nein, ich war in den letzten Tagen nicht in Russland. Die Hemmungslosigkeit bei den versuchten und auch gelungenen Manipulationen wird von etlichen dortigen unabhängigen Medien beschrieben.

Natürlich, das ist alles gelogen und Stimmungsmache gegen eine mustergültige und demokratische Wahl. Ist klar.

11:06, Werneranerin @10:05 von fathaland slim

>>Werter fathaland slim, Sie erwecken zu oft den Eindruck, viel zu wenig über das aktuelle Russland, sowie auch über die Geschichte des Landes zu wissen. Putin war niemals Zögling von Boris Jelzin, die beiden hatten eigentlich kaum Kontakt zueinander. In den politisch und wirtschaftlich erschreckenden Zeiten suchte Jelzin nach einer Person, die Russlands Zusammenbruch verhindern und das Land aus der tiefsten Krise herausholen könnte. Putin erschien ihm und seinen Beratern als der geeignete.<<

Kurz zusammengefasst:

Putin und Jelzin kannten sich kaum.

Putin erschien Jelzin als die geeignete Person, das Land aus der Krise zu führen.

Sie merken gar nicht, daß Sie sich selbst widersprechen?

Natürlich ist es klar, wer gewinnt

@ Bernd Kevesligeti:
Nach aller Voraussicht wird es keine absolute Mehrheit für Einiges Russland geben.

Natürlich nicht. Trotzdem wird diese absolute Mehrheit im offiziellen Ergebnis drin stehen. Niemand kann das kontrollieren und niemand kann etwas dagegen tun. Russland ist keine Demokratie mit fairen und transparenten Wahlen.

@09:57 von Nettie

"„Allerdings häuften sich bei der Zentralen Wahlkommission auch Beschwerden über erzwungene Stimmabgaben und Mehrfach-Wähler. Den Vorwürfen, erklärte Wahlleiterin, Ella Pamfilowa, werde natürlich nachgegangen. Aus ihrer Sicht nichts Ehrenrühriges.
>> Es zeige vielmehr, wir gut das System funktioniere: "Wir haben zweifellos ein System erschaffen und in Gang gebracht, das so transparent ist, dass jeder Fall, in dem Recht gebrochen wird, sofort offensichtlich wird"

Genauso offensichtlich wie dass keiner etwas gegen diesen „transparenten Rechtsbruch“ in diesem „gut funktionierenden“ Unterdrückungssystem machen können wird (jedenfalls aus Sicht der Staatsführung und ihrer Apparate)."

Etwas vorschnell. Sie sagte, dass den Vorwürfen natürlich nachgegangen werde. Eine ideale Möglichkeit dies journalistisch nach zu verfolgen um ihre "credibility" zu prüfen, wenn man sie mit ihrer Eloquenz nicht davon kommen lassen will.

Ich frage mich wie man eine

Ich frage mich wie man eine Farce fälschen soll.

re 11:44 Nachfragerin: Alles gleich?

>>Cyberattacken aus dem Ausland
"Die Zentrale Wahlkommission ihrerseits beklagte gezielte Cyberattacken aus dem Ausland. Namentlich aus den USA, Deutschland und der Ukraine."

Das ist wohl das Echo auf die kontinuierlichen Anschuldigungen, die von den Genannten aus jedem noch so irrelevanten Ereignis generiert werden (zuletzt: Phishing-Mails bei Abgeordneten).

Glaubwürdig ist keine dieser Geschichten<<

Na, dann haben wir doch wieder die gewünschte Quintessenz: Russland ist „genau gleich“ demokratisch wie „die Genannten“ oder eben - wenn es sich nicht mehr verheimlichen lässt - „genau gleich“ undemokratisch wie die „Genannten“.

Sozusagen als „Echo“!

12:26 von krittkritt

Die russ. Medien sind voll von Berichten über Wahlfälschungen?
@11:21 von Thomas D.

Ich zweifle an unseren (!) Medienvertretern.
Als der Filmemacher Nekrasov (Dokus für arte etc.) seine letzte arte-Doku über den "Fall Magnitski" in München vorstellte, waren nur Vertreter vom heise-Verlag (telepolis) anwesend. Die FAZ machte immerhin später noch ein Interview mit ihm.
In der mehr als 1stündigen Diskussion/Befragung nach der Vorführung ergab sich ein wesentlich differenzierteres Bild von der russischen Presse mit einigen für mich recht neuen Erkenntnissen.

Sieh an. Aber so wirklich kann ich jetzt nicht ausmachen, was Sie mitteilen wollen.

11:57 von melancholeriker

wo liegt ihr Problem
wenn einer die Wahl mit 75 % gewinnt
und diese korrekt abläuft ?

re 12:25 Nachfragerin: Gegner

>>Wer Putin gut findet, der wird seine Partei wählen und wer ihn nicht gut findet, der hat keine wirkliche Alternative. Putin braucht für den Sieg gar keine "massiven Manipulationen", denn er hat seine Gegner beseitigt und sich selbst alternativlos gemacht hat.<<

Respekt, diese Einsicht hatte ich anläßlich der Vergiftung und Deportation von Nawalny noch vermisst. Da galt die „Tatsache“, dass Putin keine Gegner zu fürchten hätte, als „Beweis“, dass der Kreml für den Mordanschlag gar nicht verantwortlich sein konnte.
Und jetzt gilt Ihnen die vorherige Beseitigung seiner Gegner als „Beweis“, dass es keine Wahlmanipulationen des Kremls gäbe?

Beachtliche Volte! Und irgendwie faszinierend!

10:50 von fathaland slim

Mich würde interessieren, wie "unsere Politiker" Ihrer Ansicht nach in diesem Zusammenhang agieren müssten, um sich nicht von Ihnen den Vorwurf des Versagens einzufangen.

Mit Ausreden oder Schuldzuweisungen an andere!

Voreingenommen

In den koepfen der meisten is die Wahl dort auf jeden fall ein betrug, aber ist Sie wirklich?
Es giebt Alternativen ueber die kaum einer spricht, die groeste Opposition ist die komunistische Partei die zweitgroeste is eine nationalistische Partei vergleich bar mit der AFD, die anderen Splitterparteien spielen keine Rolle. Ich vermisse in der berichtserstattung mehr informationen, der Grund ist wahrscheinlich das Putin auch fuer den Westen die verlaesslichste alternative ist, niemand will die Komunistische partei und niemand will die rechts partei, aber niemand will akzeptieren das Die mehrheit der Russen eigendlich zufrieden mit ihrer Regierung sind.

von Dr. Aleksandr Mishkin 13:45

Wieso sind Sie davon so überzeugt ? Das hört sich sehr absolutistisch an. Etwa so, "faire und transparente Wahlen" sind nur solche, bei dem das Resultat stimmt.
Wie vor mehr als zwanzig Jahren, da sorgte man sich hier immer, daß sich die "Reformer", Gaidar, Tschubais etc. in allen Wahlen oder Auseinandersetzungen auch durchsetzen.

Am 19. September 2021 um 12:03 von Nachfragerin

Zitat:
"...Politik ist interessengeleitet. Das größte Interesse ist meiner Meinung nach der Ausbau bzw. Erhalt der eigenen Macht. Danach kommen die Interessen der Wirtschaft. Die Interessen des Volkes müssen sich diesen Prioritäten unterordnen..."

Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen.

12:25 von Nachfragerin

11:21 von Thomas D.:
"Der vermutlich klare Sieg, an welchem niemand ernsthaft zweifelt, kommt aufgrund massiver Manipulationen zustande, die Medien sind voll davon."

Genau so soll es sein: Die russlandkritischen Medien behaupten etwas und der unkritische Leser glaubt es einfach.

Und wo genau ist der Unterschied zu: Die russische Propagandamaschine läuft auf Hochtouren und die kritische Leserin glaubt es einfach und verkauft das als Ausdruck eines wachen Verstandes?

Putin braucht für den Sieg gar keine "massiven Manipulationen", denn er hat seine Gegner beseitigt und sich selbst alternativlos gemacht hat.

Sie wollen jetzt doch nicht etwa einräumen, Putin hätte etwas mit dem Nawalny-Anschlag zu tun?!

Der Wähler hat also gar keine Wahl - und das schlägt sich in der niedrigen Wahlbeteiligung nieder.

Und Sie glauben ernsthaft, dass es Putin darauf ankommen lässt?

@14:53 von objektiv007

"In den koepfen der meisten is die Wahl dort auf jeden fall ein betrug, aber ist Sie wirklich?
Es giebt Alternativen ueber die kaum einer spricht, die groeste Opposition ist die komunistische Partei die zweitgroeste is eine nationalistische Partei vergleich bar mit der AFD, die anderen Splitterparteien spielen keine Rolle."

Das finde ich ebenso bemerkenswert. Über die stärkste Opposition wird hierzulande wirklich kaum ein Wort verloren und stattdessen Herr Navalny als Gegenspieler Putins stilisiert. Das ist er allerdings nur auf der rhetorischen Ebene und nicht in der Gunst der Wähler.
Ähnlich kurios wie die Interpretationen der Levada-Statistiken. Sobald Putin mal wieder auf 60% Zustimmung abfällt wird Revolution gewittert.

12:25 von Nachfragerin

«Wer Putin gut findet, der wird seine Partei wählen und wer ihn nicht gut findet, der hat keine wirkliche Alternative. Putin braucht für den Sieg gar keine "massiven Manipulationen", denn er hat seine Gegner beseitigt und sich selbst alternativlos gemacht hat. Der Wähler hat also gar keine Wahl - und das schlägt sich in der niedrigen Wahlbeteiligung nieder.»

Man kann Wahlen manipulieren während des Wahlvorgangs oder danach. Wählern Zugang zur Wahl erschweren, vorauasgefüllte Stimmzettel mit Stimmen für die Genehmen in Urnen stopfen, bei der Auszählung die ungenehmen Stimmen nur zum Alibianteil mitzählen.

Oder man macht es wie Mr. Putin in der Jetztzeit 2021: Gar keine Parteien als Wahlalternative zulassen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie von einer nennenswerten Anzahl an Wählern gewählt werden. Die alibi-elegantere Variante + hinterher kann man sagen: "War doch alles prima demokratisch bei der Wahl selbst".

Die Jetztzeit-Variante von vielfältig lebendiger Putinkratur.

re 13:02 Nachfragerin: Probleme

>>Solange die mit Nachdruck zur Wahl Geschickten nicht kontrolliert werden, ob bzw. an welcher Stelle sie ihr Kreuz gemacht haben, sehe ich darin aber kein Problem.<<

Und genau darin sehe ich Ihr „Problem“: In nichts, absolut nichts, was die „russische“ Politik macht, ein „Problem“ sehen zu wollen. Und gleichzeitig in allem, absolut allem, was die „deutsche“ Politik macht, ein „Problem“ sehen zu wollen.

Dabei ist es viel einfacher: Die deutsche Politik hat ihre Probleme und die russische Politik hat ihre Probleme. Aber nur ganz selten sind es die gleichen Probleme.

@Etwa so, "faire und transparente Wahlen 14:56 von Bernd Kevesli

"sind nur solche, bei dem das Resultat stimmt."

Tja, das Resultat wird RU jedenfalls stimmen.
Also waren das faire Wahlen?
Sie widerlegen sich selbst.

Ich frage allerdings andersrum.
Warum müssen alle 'ausichtsreichen' Kandidaten schon an der Teilnahme gehindert werden,
zudem vielfach unter fadenscheinigen Gründen.

Das TV-Monopol reicht wohl nicht,
um den Begriff 'unfair' noch deutlicher rüberzubringen?

um 13:44 von fathaland slim

> Putin und Jelzin kannten sich kaum.
Putin erschien Jelzin als die geeignete Person, das Land aus der Krise zu führen.
Sie merken gar nicht, daß Sie sich selbst widersprechen? <
- Bei Jelzins Entscheidung ging es sehr klar nicht darum, seinen "Zögling" zu seinem Nachfolger zu nehmen. Eher ausserhalb dieses Zirkels gab es geeignetere Persönlichkeiten zu erkennen, Putin entsprach den Kriterien am meisten.

Was soll der Artikel aussagen?

Dass Wahlen in Russland nicht ebenso manipuliert werden, wie in Belarus? Natürlich steht das Ergebnis jetzt schon fest. "Einig Russland" wird siegen und Herr Putin wird von fairen Wahlen faseln. Zudem sitzen die wirklichen Oppositionellen im Gefängnis oder werden anderweitig mundtot gemacht. Und wer partout nicht still sein will - den macht man halt still.
Eine Berichterstattung über Wahlen in Diktaturen sollte einfach nicht erfolgen - nichts ärgert diese Leute mehr.

um 13:20 von schabernack

> Mr. Putin war nach seiner Politischen Zeit in Sankt Petersburg dann in Moskau Vizekanzleichef von Mr. Jelzin, und stellvertretender Chef der Präsidialverwaltung . Danach war Mr. Putin in etwa ein Jahr lang Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB<
1. Putin war kein Zögling von Jelzin.
2. Er war nur eine kurze Zeit bei der Föderalen Administration.
3. Putin und Jelzin hatten grundlegende Differenzen in innen - und aussenpolitischen sowie wirtschaftlichen Fragen.

um 15:15 von schabernack

> Oder man macht es wie Mr. Putin in der Jetztzeit 2021: Gar keine Parteien als Wahlalternative zulassen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie von einer nennenswerten Anzahl an Wählern gewählt werden. Die alibi-elegantere Variante + hinterher kann man sagen: "War doch alles prima demokratisch bei der Wahl selbst". <
Werter Forist, würden Sie bitte konkreter werden und einige dieser Parteien nennen? Das würde mich wirklich interessieren.

von artist22 15:32

Es gibt hier Leute, für die Wahlen nur frei und fair sind, wenn daß Resultat stimmt. Und das heisst Regime-Change und Kotau vor dem Westen. Dafür gibt es aber objektiv keine Mehrheit, wie auch eine kürzliche Umfrage von Lewada aussagte.
Und welche aussichtsreichen Kandidaten werden gehindert ? Bei 14 Parteien von rechts bis links und neoliberal (Jabloko).

objektov007 14:53

"Ich vermisse in der berichtserstattung mehr informationen ..." (hinsichtlich der anderen Parteien).

Lässt sich relativ einfach recherchieren.

Die KP Russlands als auch Schirinowkis ultranationalistische LDPR sind von der Partei Putins korrumpiert & vereinnahmt worden. In autoritären Staaten ein gängiges Mittel scheindemokratische Zustände zu schaffen.

Beide Parteien dürfen bei Gelegenheit etwas kläffen, unterstützen aber, wenn's drauf ankommt Putins ebenso rechtsnationalistische "Vereintes Russland"-Partei.

...ttestEineMeinung @19. September 2021 um 12:44 von DeRus

"Das "Golos"

eine unabhängige Wahlbeobachterorganisation sein sollte entspricht einfach nicht der Wahrheit. Es ist eine von Westen finanzierte NGO die selbst kein Hehl daraus macht wie es finanziert wird. Also kann von unabhängig keine Rede sein." [sic!]

Sie beziehen sich vermutlich darauf, dass ein Russisches Gericht Golos wegen des mit 50.000€ dotierten Sacharow-Preises verurteilt hat, OBWOHL Golos den Geldpreis gar nicht angenommen hat

Sich selbst als "ausländischen Agenten" bezeichnen zu müssen, ist ja nur eines von vielen perfiden Mitteln, mit denen die Kleptokraten um Putin jede Kritik delegitimieren und kleinhalten wollen.

Erinnert mich ein bisschen an die Schulhofrüpel mit ihrem "warum schlägst du dich denn selbst", wenn sie Schwächeren die eigene Hand ins Gesicht schlugen.

Beides sind Lügen, beides ist Nötigung.

15:14 von Thomas D.

Ich schätze sie als hochintelligenten, aber politischen Gegner ein. Aber zu diesem Thema vermisse ich die von ihnen gewohnte Sachlichkeit. Erklären sie doch bitte wem sie als russischen Präsidenten gerne hätten und was sie von diesem zukünftig erwarten. Nur nebenbei, ich halte Putin als das Beste, was Russland hätte passieren können. Mit Boris Jelzin hätte sich Russland selbst abgeschafft.

...ttestEineMeinung @19. September 2021 um 14:37 von rareri

"10:50 von fathaland slim

Mich würde interessieren, wie "unsere Politiker" Ihrer Ansicht nach in diesem Zusammenhang agieren müssten, um sich nicht von Ihnen den Vorwurf des Versagens einzufangen.

Mit Ausreden oder Schuldzuweisungen an andere!" [sic!]

Lieber User rareri,

sind sie sich bewusst, dass sie hier gerade ein gutes Beispiel für beides liefern?

Wie bei jeder Ausrede vermisse ich nämlich den Beleg für ihre These und die Schuldzuweisung ist - wenn auch verdeckt - klar zu erkennen.

Jelzin, und ausdrücklich NICHT Putin..

.. hat fast das gesamte Volksvermögen Russlands im Rahmen der Privatisierung an eine kleine Clique fast allmächtiger und steinreicher Oligarchen faktisch verschenkt!

Und da Putin dies nicht wieder rückgängig machen konnte, hat er den Oligarchen ihr ergangsterstes Vermögen und deren Privilegien unter der Massgabe belassen, das diese Leute sich nicht zu seinem Nachteil in die russische Politik einmischen dürfen!

Diese steinreichen Oligarchen stammen also in Wahrheit noch aus der Ära Jelzin und ausdrücklich NICHT aus der Ära Putin!

Und da Putin halt selbst keine bessere Leute findet, läßt er diese Oligarchen halt zumeist in Ruhe!

@ Putin entsprach den Kriterien am meisten 15:33 Werneranerin

zu 13:44 fathaland slim
Dies ist der entscheidende Satz.
Eben als 'ungefährlicher' Konkurrent der anderen.
Ausserdem gehörte P. selbst ursprünglich nicht zum Jelzin-Kreis.

Er war selbst überrascht über seinen 'Aufstieg'.
Mir liegen in meinem Offline-Archiv noch Videos von Jelzin im Pool eines Oligarchen vor,
wo er selbst über seinen 'Aufstieg' sprach und mutmasste,
er würde wohl nun nicht mehr im Bett sterben.
-O Ton Putin Ganz der Geheimdienst-Mann ;-)
Übrigens auch wie seine wenigen Schachpartien längst aus RU getilgt.
Nirgendsmehr zu finden.

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